August nun lässt sammeln in Scheunen die Frucht

da werden die Pilze im Walde gesucht.

August 2005

Bitte Tage aus dem Kalender wählen

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31        

Der Monat August wurde nach Augustus, dem ersten Kaiser des römischen Weltreiches benannt, der in diesem Monat sein erstes Konsulat durchsetzte und verschiedene große Erfolge feierte. Bei uns hieß er früher auch Erntemonat, Ernting, Ährenmonat, Sichelmond, Hitze-, Koch- und Fliegenmonat.

1. August

August.

Zusammenstellung
von Pfirsich und Zucker,
und die Sonne im Nachmittag
wie der Kern einer Frucht.
Unberührt hält
der Mais sein gelbes
und hartes Gelächter.
August.
Es essen die Kinder
Schwarzbrot und köstlichen Mond.


Federico Garcia Lorca (1898 - 1936)

2. August

Der Elefant und der Schneider

Es war einmal ein Elefant, der wurde alle Tage über die Straße zur Tränke geführt. Dabei kam er an der Wohnung eines Schneiders vorüber, der gewöhnlich am offenen Fenster saß und arbeitete. Der Schneider hatte immer einen Apfel oder eine andere Frucht bereit, die er dem Elefanten schenkte. Daran war der Elefant sehr bald gewöhnt, und wenn er vorbeikam, so streckte er ganz von selbst seinen langen Rüssel durchs Fenster, um die Gabe zu erhalten.

Eines Tages aber war der Schneider nicht gut gelaunt. Als der Elefant seinen Rüssel zum. Fenster hereinstreckte, stach ihn der Schneider mit der Nadel hinein und sagte, er solle gehen, heute habe er nichts für ihn. Da zog der Elefant seinen Rüssel zurück und ging ruhig weiter, als ob nichts geschehen wäre. An der Tränke aber nahm er, nachdem er sich satt getrunken hatte, noch den Rüssel voll Wasser mit.

Wie er nun an des Schneiders Haus kam, streckte er seinen. Kopf zum Fenster hinein und bespritzte den Schneider über und über mit Wasser, so dass der Schneider im ersten Augenblick meinte, er müsse ertrinken. Dazu wurde der arme Schneider von allen Leuten ausgelacht, die es sahen und hörten.
Johann Josef Ließen


3. August

Eine Kleinigkeit
Meist entsteht ein großer Streit,
nur wegen einer Kleinigkeit,
die dann oft Gewicht erhält,
als wär's das Größte auf der Welt.

Man redet sich in eine Wut,
was da herauskommt ist nicht gut,
weil die Worte ungelenkt,
entsprechen kaum dem, was man denkt.

Kann verbal man nichts mehr zeigen,
dann beginnt das große Schweigen.
Fortgeführt wird still der Streit,
nur wegen einer Kleinigkeit.

Jeder quält sich nun herum,
statt den ersten Schritt zu tun.
Wieso denn ich? Der andre besser!
So wird die Mauer immer größer.

Irgendwann, da geht`s nicht mehr,
es muss doch endlich Frieden her!
Vergessen wir doch diesen Streit,
nur wegen einer Kleinigkeit.

Der Alltag kehrt dann wieder ein,
was gewesen, soll gewesen sein.
Auch wenn dank Frieden, Freud' empfunden,
auf der Seele bleiben Wunden.
???

4. August

Eine Geschichte zum Nachdenken
Eines Tages, ich war gerade das erste Jahr auf der High School, sah ich ein Kind aus meiner Klasse nach Hause gehen. Sein Name war Kyle.
Es sah so aus, als würde er alle seine Bücher mit sich tragen. Ich dachte mir: "Warum bringt wohl jemand seine ganzen Bücher an einem Freitag nach Hause? Das muss ja ein richtiger Dummkopf sein." Mein Wochenende hatte ich schon verplant (Partys und ein Fußballspiel mit meinen Freunden morgen Nachmittag), also zuckte ich mit den Schultern und ging weiter.
Als ich weiter ging, sah ich ein Gruppe Kinder in seine Richtung laufen. Sie rempelten ihn an, schlugen ihm seine Bücher aus den Armen und schubsten ihn, so dass er in den Schmutz fiel. Seine Brille flog durch die Luft, und ich beobachtete, wie sie etwa drei Meter neben ihm im Gras landete. Er schaute auf und ich sah diese schreckliche Traurigkeit in seinen Augen. Mein Herz wurde weich. Ich ging zu ihm rüber, er kroch am Boden umher und suchte seine Brille, und ich sah Tränen in seinen Augen. Als ich ihm seine Brille gab, sagte ich: "Diese Typen sind Blödmänner." Er schaute zu mir auf und sagte: "Danke!" Ein großes Lächeln zierte sein Gesicht. Es war eines jener Lächeln, die wirkliche Dankbarkeit zeigen. Ich half ihm seine Bücher aufzuheben und fragte ihn, wo er wohne. Es stellte sich heraus, dass er in meiner Nähe wohnt, also fragte ich ihn, warum ich ihn vorher nie gesehen habe. Er erzählte mir, dass er zuvor auf eine Privatschule gegangen war. Ich hätte mich nie mit einem Privat-Schul-Kind abgegeben. Den ganzen Nachhauseweg unterhielten wir uns; und ich trug seine Bücher. Er war eigentlich ein richtig cooler Kerl. Ich fragte ihn, ob er Lust hätte mit mir und meinen Freunden am Samstag Fußball zu spielen. Er sagte zu. Wir verbrachten das ganze Wochenende zusammen, und je mehr ich Kyle kennen lernte, desto mehr mochte ich ihn. Und meine Freunde dachten genauso über ihn. Es begann der Montag Morgen, und auch Kyle mit dem riesigen Bücherstapel war wieder da. Ich stoppte ihn und sagte: "Oh Mann, mit diesen ganzen Büchern wirst du eines Tages noch mal richtige Muskeln bekommen." Er lachte und gab mir einen Teil der Bücher. Während der nächsten vier Jahre wurden Kyle und ich richtig gute Freunde.
Als wir älter wurden, dachten wir übers College nach. Kyle entschied sich für Georgetown, und ich mich für Duke. Ich wusste, dass wir immer Freunde sein werden, und diese Kilometer zwischen uns niemals ein Problem darstellen würden. Er wollte Arzt werden und ich hatte vor eine Fußballer-Karriere zu machen. Kyle war Abschiedsredner unserer Klasse. Ich neckte ihn die ganze Zeit, indem ich sagte, er sei ein Dummkopf. Er musste eine Rede für den Schulabschluss vorbereiten. Ich war so froh, dass ich nicht derjenige war, der sprechen musste. Abschlusstag, ich sah Kyle. Er sah großartig aus. Er war einer von denen, die während der High School zu sich selber finden und ihren eigenen Stil entwickeln. Er hatte mehr Verabredungen als ich und alle Mädchen mochten ihn. Manchmal war ich richtig neidisch auf ihn. Heute war einer dieser Tage. Ich konnte sehen, dass er wegen seiner Rede sehr nervös war. Ich gab ihm einen Klaps auf den Rücken und sagte: "Hey, großer Junge, du wirst großartig sein." Er sah mich mit einem jener Blicke (die wirklich dankbaren) an und er lächelte. "Danke!", sagte er.
Als er seine Rede begann, räusperte er sich kurz und fing an: "Der Abschluss ist eine Zeit, um denen zu danken, die dir halfen, diese schweren Jahre zu überstehen. Deinen Eltern, Deinen Lehrern, Deinen Geschwistern, vielleicht einem Trainer... aber am meisten Deinen Freunden. Ich sage euch, das beste Geschenk, das ihr jemandem geben könnt, ist eure Freundschaft. Lasst mich euch eine Geschichte erzählen." Ich schaute meinen Freund etwas ungläubig an, als er von dem Tag erzählte, an dem wir uns das erste mal trafen. Er hatte geplant, sich an diesem Wochenende umzubringen. Er erzählte weiter, dass er seinen Schrank in der Schule ausgeräumt hat, so dass seine Mutter es später nicht tun müsste, und trug sein Zeug nach Hause. Er schaute mich an und lächelte. "Gott sei Dank, ich wurde gerettet. Mein Freund hat mich von dieser unsäglichen Sache bewahrt." Ich konnte spüren, wie die Masse den Atem anhielt als dieser gutaussehende, beliebte Junge uns von seinem schwächsten Augenblick im Leben erzählte. Ich bemerkte wie seine Mutter und sein Vater lächelnd zu mir herüber sahen, genau dasselbe, dankbare Lächeln. Niemals zuvor spürte ich solch eine tiefe Verbundenheit.
Unterschätze niemals die Macht Deines Handelns. Durch eine kleine Geste kannst du das Leben einer Person ändern. Zum Guten oder zum Bösen. Die Schöpfung setzt uns alle ins Leben des anderen, um uns gegenseitig zu beeinflussen, auf jede Art und Weise. Sieh' das Gute in anderen.

5. August

Worte
Nie ungerechte Worte schenken,
immer vorher nachdenken!
Bleibt verschlossen mancher Mund,
gibt es oft einen triftigen Grund.
Absolutes Vertrauen,
muss sich erst aufbauen,
Freundschaft muss man erst erwerben,
pflegt man sie nicht, wird sie sterben.
Das musst ich lernen im Leben,
mich so zu verhalten, mein Bestreben.
Heidi Gotti

6. August

Zum Nachdenken

Falls Du heute Morgen gesund und nicht krank aufgewacht bist, bist Du glücklicher als 1 Million Menschen, welche die nächste Woche nicht erleben werden.

Falls Du nie einen Kampf des Krieges erlebt hast, nie die Einsamkeit durch Gefangenschaft, die Agonie des Gequälten, oder Hunger gespürt hast, dann bist Du glücklicher als 500 Millionen Menschen der Welt.

Falls Du in die Kirche gehen kannst, ohne die Angst, dass Dir gedroht wird, dass man Dich verhaftet oder Dich umbringt, bist Du glücklicher als 3 Milliarden Menschen der Welt.

Falls sich in Deinem Kühlschrank Essen befindet, Du angezogen bist, ein Dach über dem Kopf hast und ein Bett zum Hinlegen, bist Du reicher als 75% der Einwohner dieser Welt.

Falls Du ein Konto bei der Bank hast, etwas Geld im Portemonnaie und etwas Kleingeld in einer kleinen Schachtel, gehörst Du zu 8% der wohlhabenden Menschen auf dieser Welt.
???


                                                      
 

7. August

Groß ist die Kraft die der Sonne gegeben,
sie schafft auf der Erde, Gedeihen und Leben.
Die Königin des Tages wird sie genannt,
man weiß sie zu schätzen in Stadt und Land.
Aus dem Dunkel der Nacht steigt sie im Osten empor,
und wirft ihre Strahlen auf Wald und Flur.
Majestätisch steigt sie hoch, wie ein feuriger Ball,
spendet Licht und Wärme für Berg und Tal.
Bei ihrem Untergang verstummen bald der Vöglein Lieder,
die dunkle Nacht senkt sich auf die Erde nieder.
Die Mutter wird gefragt, geht sie zu Bett mit den Kleinen,
wird morgen wieder die Sonne scheinen?
Die Sonne ist wie eine unerschöpfliche Quelle,
sie macht frohe Stimmung und erfreut die Seele.
Die Sonne kann sogar auch die Tiere beglücken,
in ihrem Schein tanzen vor Freude die Mücken.
Aus dem Herzen vertreibt die Sonne so manche Sorgen,
wie schön ist in ihrem Glanz ein Sommermorgen.
Herrlich ist es im Sommer auf einem Berg zu stehn,
und im Osten den Aufgang der Sonne zu sehn.
Viel Freude die Sonne auch im Herbst noch bringt,
wenn ihr Strahl den grauen Nebel durchdringt.
Freude zu spenden ist die Sonne auch im Winter bedacht,
ihr Glanz auf dem Schnee ist wohl eine Pracht.
Die Kräfte der Sonne sind wunderbar,
sie schenkt uns viel Freude das ganze Jahr
???


8. August

Sommerzeit ist Beerenzeit - mit bunter Beerenvielfalt vital durch den Sommer

Farbenfroh von grün über rot, violett bis hin zu sattem blau präsentieren sich unsere heimischen Beeren auf dem Markt. Nicht nur farblich, auch geschmacklich bringen die verschiedenen Beerenarten mit ihrem aromatischen, süßen bis säuerlich-herben Geschmack Abwechslung in den sommerlichen Speiseplan.
Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren und Stachelbeeren können neben Desserts und Kuchen auch so manchen Sommersalat bereichern. Zugreifen lohnt sich bei den herrlich aromatischen Früchten, wird ihnen doch eine positive Wirkung auf die Gesundheit nachgesagt. Mit zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen gespickt lassen uns die kalorienarmen Früchte vital und frisch in den Sommer starten!

Sauer macht lustig
Sonnenschein gehört ebenso zum Sommer wie gute Laune.
Johannisbeeren können diese positive Stimmung noch beflügeln, sind sie doch nach den Sauerkirschen die säurereichsten Früchte. Schon im Namen der Johannisbeere versteckt sich ein Hinweis auf ihren Reifezeitpunkt, erreicht sie diesen doch Ende Juni, rund um den Johannistag (24. Juni).
Schwarze Johannisbeeren hingegen werden eher im Juli/August geerntet. Die säuerlich-erfrischenden Früchte sind nur kurze Zeit haltbar und sollten frisch verzehrt oder rasch weiterverarbeitet werden.
Johannisbeeren sind reich an Vitaminen (besonders B- und C-Vitamine) und Mineralstoffen (u. a. Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen). Neben der geschmacklichen Bereicherung von Desserts, Kuchen und Nachspeisen können insbesondere schwarze Johannisbeeren auch zur Verfeinerung von Wildgerichten genutzt werden.

Botanisch betrachtet ist die Himbeere wie auch die Brombeere gar keine "Beere", sondern eine Sammelfrucht. Beide, zu der Familie der Rosengewächse zählende, Früchte bestehen aus einer Ansammlung kleiner saftiger Steinfrüchtchen, von denen jedes einzelne einen winzigen Samen enthält. Die Beeren, insbesondere Himbeeren, sollte man direkt verzehren. Brombeeren halten sich maximal drei Tage im Kühlschrank. Himbeeren und Brombeeren galten in der Vergangenheit als Heilpflanzen. Himbeeren enthalten zahlreiche Mineralstoffe (Kalium, Magnesium, Calcium, Eisen) und Vitamine (Provitamin A, viele B-Vitamine, Vitamin C). Brombeeren weisen neben einer Vielzahl an Mineralstoffen und Vitaminen (A, C, E) zudem wertvolle bioaktive Substanzen wie Anthozyane und Polyphenole auf.

Die blauen Perlen
Bei den blauen kugeligen Heidelbeeren kann zwischen wild wachsenden Waldheidelbeeren und Kulturheidelbeeren unterschieden werden. Die kultivierten Heidelbeeren sind wesentlich größer als ihre wilden Verwandten. Roh, leicht gezuckert oder als Bereicherung für verschiedenste Nachspeisen, wie Törtchen und Kuchen, Quarkspeisen oder Kaltschalen, sind Heidelbeeren ein herrlich fruchtiger Genuss. Heidelbeeren sind reich an Mineralien und Spurenelementen (u. a. Calcium, Eisen, Kalium, Zink, Mangan), enthalten unterschiedliche Vitamine (Provitamin A, Vitamine der B-Gruppe) und bioaktive Substanzen wie Pflanzenfarbstoffe und Gerbstoffe. Heidelbeeren sind somit, wie viele andere Beerenarten auch, eine wertvolle und gesundheitsfördernde Obstart, die uns hilft, vital und fit den Sommer zu genießen.

9. August

Windbeuteltorte mit Himbeeren

Zutaten für 12 Stücke
65 g Butter
Salz
1 Päckchen Vanillin-Zucker
150 g Mehl
4 Eier
250 g Himbeeren
9 Blatt weiße Gelatine
300 g Dickmilch
250 g Magerquark
1 EL frisch gepresster Zitronensaft
75 g Zucker
1 Becher - 250 g - Schlagsahne
1 EL Puderzucker

Zubereitung:
250 Milliliter Wasser, Butter, Salz und Vanillinzucker aufkochen. Mehr auf einmal zufügen und mit einem Lochlöffel unterrühren. So lange rühren, bis sich die Masse als Kloß vom Topfboden löst. Teig in eine Rührschüssel füllen und 1 Ei unterrühren. Teig ca. 10 Minuten zur Seite stellen. Restliche Eier nacheinander unterrühren. Teig in einem Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und einen Kranz (7 Windbeutel, ca. 24 Zentimeter Durchmesser) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen. Restlichen Teig (1 Windbeutel) in die Mitte spritzen, so dass ein Boden entsteht. Im vorgeheizten Backofen - E-Herd: 225 Grad - Gasherd: Stufe 4 - 25 bis 30 Minuten backen. Inzwischen Himbeeren verlesen. Boden aus dem Ofen nehmen. Sofort vorsichtig durchschneiden. Boden abkühlen lassen. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Dickmilch, Quark, Zitronensaft und Zucker verrühren. Gelatine ausdrücken und schmelzen. Tröpfchenweise unter die Dickmilchcreme rühren. 4 bis 5 Minuten kühl stellen, bis die Masse beginnt, Straßen zu ziehen. Sahne steif schlagen und portionsweise unter die Creme heben. Himbeeren unterheben. Creme auf den Boden geben. Deckel darauf setzen. Torte ca. 2 Stunden kühl stellen. Mit Puderzucker bestäuben.

10. August

Der Luftballon

Das war wohl nicht nach deinem Sinn,
o weh, mein lieber Hans!
Da fliegt dein Luftballon dahin
im Morgensonnenglanz.

Und alle Leute um und um,
sie steh'n und sehn empor
und freu'n sich gar und lachen drum,
dass Hänschen ihn verlor.

Da geht er ab und segelt fort,
empor mit leichtem Flug
und sucht sich einen andern Ort -
die Welt ist groß genug.

In blaue Luft steigt er gemach,
und unerreichbar fern
verstrahlt er überm Kirchendach
als wie ein roter Stern.

Nach dem Süden segelt er geschwind,
zum fernen Afrika,
wo all die schwarzen Menschen sind,
und bald ist er schon da.

Wie dann sich wohl die Neger freu'n,
und alles tanzt und springt,
wenn übermorgen um halb neun
er dort heruntersinkt!

Heinrich Seidel

11.August

Urlaub, Zeit der Entspannung

"Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus." Ein Satz aus dem Markus-Evangelium spricht einen besonders an, wenn man sich urlaubsreif fühlt. Man fühlt sich manchmal überfordert, kraftlos oder ausgebrannt. Dann tut es gut, auszuspannen, eine Zeit lang ohne Aufgaben sein zu dürfen, wieder aufzutanken für das, was kommt, und so neue Kraft zu schöpfen.
In einer kleinen Erzählung heißt es:
Der große Mönchsvater Antonius lebte mitten in seiner Mönchsgemeinde am Rande der oberägyptischen Wüste. Einmal hatte er seine Mönche um sich versammelt, nicht zum Gebet, nicht zur Buße, nicht zum Gottesdienst, sondern einfach zu einem geselligen Beisammensein. Da kommt ein Jäger vorbei und wundert sich: "Da sieht man es wieder, typisch Mönche, stehen faul herum und arbeiten nicht." Antonius kommt mit ihm ins Gespräch und fordert ihn auf, einmal seinen Bogen zu spannen. Der Jäger gehorcht. "Viel zu wenig!" ruft Antonius. "Noch mehr anspannen." Der Jäger folgt einer zweiten und dritten Aufforderung, dann weigert er sich: "Wenn ich noch mehr anspanne, zerbricht der Bogen." - "Genauso ist es mit dem Menschen", sagt Antonius, "wenn er seine Kräfte übermäßig anspannt, dann zerbricht er. Er muss entspannen, um anspannen zu können."

12. August

Liebes Herrchen!
Am Morgen bist du früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt.
Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich!
Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub - hurra!
Wir fuhren mit dem Wagen, und du hast am Straßenrand angehalten, die Tür ging auf, und du hast einen Stock geworfen.
Ich lief und lief, bis ich den Stock gefunden und zwischen den Zähnen hatte. Aber als ich zurückkam, warst du nicht mehr da!
In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen, um dich zu finden, aber vergebens. Ich wurde immer schwächer von Tag zu Tag.
Ein fremder Mann kam, legte mir Halsband um und nahm mich mit.
Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete auf deine Rückkehr.
Aber du bist nicht gekommen.
Dann wurde der Käfig geöffnet.
Nein, du warst es nicht - es war der Mann, der mich gefunden hatte.
Er brachte mich in einen Raum - es roch nach Tod.
Meine Stunde war gekommen.
Geliebtes Herrchen, ich will, dass du weißt, dass ich mich trotz des Leidens, das du mir angetan hast, noch stets an dein Bild erinnere. Und falls ich einmal auf die Erde zurückkommen könnte - ich würde auf dich zulaufen, denn
ICH HATTE DICH LIEB!

???

13. August

Die Regenbogenbrücke

Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde.
Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens.
Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen,
Hügeln und saftigem grünen Gras.

Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist,
geht es zu diesem wunderschönen Ort.
Dort gibt es immer zu fressen und zu trinken,
und es ist warmes schönes Frühlingswetter.

Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund.
Sie spielen den ganzen Tag zusammen.

Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen.
Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen,
die sie auf der Erde so geliebt haben.

So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen,
bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht.
Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf, und die Augen werden ganz groß!
Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras.
Die Füße tragen es schneller und schneller.

Es hat Dich gesehen.
Und wenn Du und Dein spezieller Freund sich treffen,
nimmst Du ihn in Deine Arme und hältst ihn fest.

Dein Gesicht wird geküsst, wieder und wieder,
und Du schaust endlich wieder in die Augen Deines geliebten Tieres,
das so lange aus Deinem Leben verschwunden war,
aber nie aus Deinem Herzen.

Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens,
und Ihr werdet nie wieder getrennt sein...

Der Autor dieses Gedichtes ist unbekannt.
Die Übersetzung aus dem Englischen ist freundlicherweise von
Chrystel Wysocki

14. August

Zwei neue Geschichten auf der HP

Regenwetter

Da sitzt man nun und wartet
auf die Sonne.
Der Himmel baumelt wie ein nasser
Sack hernieder.
Aus Wolkenfetzen blickt ein Schimmer
hin und wieder in meine Kammer
wie in eine Regentonne.

Man wartet schon am Abend auf
den nächsten Morgen.
Der kommt mit Wasserstiefeln und
mit einer Nebelmütze,
klopft an das Fenster und schiebt
durch die Ritze
schon wieder ein Paket mit
neuen Sorgen.

 

Man wartet still von einem Jahr
zum andern,
es schmerzt die Brust, die Seele
wird zermürbt.
Die Jahre und die Ideale wandern,
bis dass der letzte Hoffnungsschimmer stirbt.

Da hockt man nun in seiner
Regentonne
und findet niemals die ersehnte Ruh.
Man sitzt und wartet,
wartet auf die Sonne -
und wenn sie da ist, zieht man
die Gardinen zu.
 

- Fred Endrikat -

15. August

Rettendes Gebet

Der Fuchs kam einmal auf eine Wiese, wo eine Herde schöner fetter Gänse saß, da lachte er und sprach: "Ich komme ja wie gerufen, ihr sitzt hübsch beisammen, so kann ich eine nach der andern auffressen." Die Gänse gackerten vor Schrecken, sprangen auf, fingen an zu jammern und kläglich um ihr Leben zu bitten. Der Fuchs aber wollte auf nichts hören und sprach: "Da ist keine Gnade, ihr müsst sterben." Endlich nahm sich eine das Herz und sagte: "Sollen wir armen Gänse doch einmal unser jung frisch Leben lassen, so erzeige uns die einzige Gnade und erlaub uns noch ein Gebet, damit wir nicht in unsern Sünden sterben: hernach wollen wir uns auch in eine Reihe stellen, damit du dir immer die fetteste aussuchen kannst."
"Ja," sagte der Fuchs, "das ist billig und ist eine fromme Bitte: betet, ich will so lange warten." Also fing die erste ein recht langes Gebet an, immer "ga! Ga!" und weil sie gar nicht aufhören wollte, wartete die zweite nicht, bis die Reihe an sie kam, sondern fing auch an "ga! ga!". Die dritte und vierte folgte ihr, und bald gackerten sie alle zusammen. Und wenn sie ausgebetet haben, soll das Märchen weitererzählt werden, sie beten aber alleweile noch immer fort.
Gebrüder Grimm

16.August

Neues auf der HP ... die August-Digibilder

Die Sonne scheint für dich - deinetwegen; und wenn sie müde wird, beginnt der Mond, und dann werden die Sterne angezündet.
Es wird Winter, die ganze Schöpfung verkleidet sich, spielt Verstecken, um dich zu vergnügen.
Es wird Frühling; Vögel schwärmen herbei, dich zu erfreuen; das Grün sprießt, der Wald wächst schön und steht da wie eine Braut, um dir Freude zu schenken.
Es wird Herbst, die Vögel ziehn fort, nicht weil sie sich rar machen wollen, nein, nur damit du ihrer nicht überdrüssig würdest.
Der Wald legt seinen Schmuck ab, nur um im nächsten Jahr neu zu erstehen, dich zu erfreuen....
All das sollte nichts sein, worüber du dich freuen kannst?
Lerne von der Lilie und lerne vom Vogel, deinen Lehrern: zu sein heißt: für heute da sein - das ist Freude.
Lilie und Vogel sind unsere Lehrer der Freude.
Søren Aabye Kierkegaard

17. August

Einsamkeit auf dieser Welt

Einsamkeit auf dieser Welt, ist, was uns heut alle quält,
zieh dich deshalb nicht zurück, denn der andere wartet auf dich.

Mach deine Tür nie mehr zu, wenn einer kommt, der dich braucht,
für seine Not und Einsamkeit, mach auch du dein Herz bereit.

Du weißt, die Welt ist so hart, wo jeder denkt an sich allein,
mach du es nicht wie alle, sei du gut.

Du weißt nicht, wie es wird sein, wenn du selbst bist allein.
Du brauchst den anderen, wie er dich heut, drum sei für seine Not bereit.

Gib deine Liebe und Kraft, dem der dich braucht, heut und jetzt,
mach Du es nicht wie sie alle, sei du gut.

Einsamkeit auf dieser Welt, ist, was uns heut alle quält,
zieh dich deshalb nicht zurück, denn der andere wartet jetzt auf dich.

Diese Verse erhielt ich von Wolfgang aus Wolfenbüttel hier sein link: http://home.feierabend.com/bubbelpety

Du bist nicht auf der Erde,
um unglücklich zu werden.
Doch Glück ist allein
der innere Friede.
Lern ihn finden.
Du kannst es.
Überwinde dich selbst
und du wirst
die Welt überwinden.

*Gautama Buddha*

18. August

Wenn's dir mal nicht so gut geht......
Wenn du mal nicht so drauf bist......
Dann lies dieses:
Wofür wir dankbar sein sollten, es aber oft nicht mal registrieren.....

- den Partner, der Dir jede Nacht die Decke wegzieht, weil es
bedeutet, dass er mit keinem anderen aus ist

- das Kind, das nicht sein Zimmer aufräumt und lieber fernsieht,
weil es bedeutet, dass es zu Hause ist und nicht auf der Straße

- die Steuern, die ich zahlen muss, weil es bedeutet, dass ich eine
Beschäftigung habe

- die riesige Unordnung, die ich nach ner gefeierten Party aufräumen
muss, weil es bedeutet, dass ich von Freunden umgeben war

- die Kleidung, die mal wieder zu eng geworden ist, weil es
bedeutet, dass ich genug zu essen habe

- die vielen Beschwerden, die ich über die Regierung höre, weil es
bedeutet, dass wir die Redefreiheit besitzen

- den Schatten, der mich bei meiner Arbeit verfolgt, weil es
bedeutet, dass ich mich im Sonnenschein befinde

- den Teppich, den ich saugen muss und die Fenster, die geputzt
werden müssen, die Knöpfe, die angenäht werden müssten, weil
es bedeutet, dass ich ein Zuhause habe

- die Straßenbeleuchtung, die so endlos weit von meinem Parkplatz
weg ist, weil es bedeutet, dass ich laufen kann
und ein Beförderungsmittel besitze

- die hohe Heizkostenrechnung, weil es bedeutet, dass ich´s warm habe

- die Frau hinter mir in der Kirche, die so falsch singt, weil es bedeutet,
dass ich hören kann

- den Wäscheberg zum Waschen und Bügeln, weil es bedeutet, dass ich
Kleider besitze

- die schmerzenden Muskeln am Ende eines harten Arbeittages, weil es
bedeutet, dass es mir möglich ist hart zu arbeiten

- den Wecker, der mich morgens unsanft aus meinen Träumen reißt,
weil es bedeutet, dass ich am Leben bin

- und schließlich: die vielen nervenden E-Mails, weil es bedeutet, dass ich
Freunde habe und es genügend Menschen gibt, die an mich denken


..... und solltest Du glauben, Dein Leben wäre "beschissen",
dann lies noch mal!
Von einer Mail-Freundin erhalten

19. August

Neues auf der HP: bei "dies und das" - "Banknoten und Münzen" aus der Tabelle "Die DM - ihre Geschichte - DM-Banknoten und Münzen" wählen

Alles fügt sich und erfüllt sich,
musst es nur erwarten können,
und dem Werden Deines Glückes,
Jahr und Felder reichlich gönnen.

Bis du eines Tages jenen
reifen Duft der Körner spürst,
und dich aufmachst und die Ernte
in die tiefen Speicher führst.

Christian Morgenstern

20. August

Die Ringelblume gehört zu den bekanntesten Blütenpflanzen, die bei uns heimisch sind. Seit Jahrhunderten finden wir sie in Bauerngärten, und schon dort dienten die attraktiven Blumen nicht allein dazu, den Garten zu schmücken und für bunte Sträuße geschnitten zu werden. Ihr botanischer Name, Calendula officinalis, verrät uns, dass sie eine Heilpflanze ist. Schon im 11. Jahrhundert hat Hildegard von Bingen, jene Äbtissin, die sogar heilig gesprochen wurde und sich in Medizin und Naturwissenschaften einen Namen gemacht hatte, die Ringelblume zur Entgiftung empfohlen. Heute weiß man noch viel mehr über diese Pflanze und kennt auch die Inhaltsstoffe sehr genau. Die Calendula bietet vielfache Verwendungsmöglichkeiten, ganz besonders aber ist ihre entzündungshemmende, blutreinigende und antiseptische Wirkung zu erwähnen. Die Ringelblumensalbe ist aber auch eine hervorragende Hautpflege, die raue Haut schön weich cremt und sogar schlecht heilende Wunden versorgen kann. Es ist nicht nachvollziehbar, warum diese Pflanze viele, viele Jahre in Vergessenheit geraten war.
Als Gartenpflanze ist sie anspruchslos. Sie nimmt mit fast jedem Boden vorlieb, wobei sie lehmige Erde besonders mag. Sie samt sich meist selbst aus, wenn man sie nicht daran hindert, Samen zu bilden. Früher kannte man nur ganz schlichte gelbe bis zart orangefarbene Sorten, heute gibt es groß- und kleinblumige, gefüllte, ungefüllte, sowie zart gelbe bis kräftig orange Exemplare.

21. August

Die Fliege in der Suppe

Es allen Menschen immer recht zu machen,
ich glaube wohl, das schafft man nie.
Selbst, wenn Du's noch so gut gemeint hast,
die Fliege in der Suppe, einer findet sie.

Wär eine Suppe einmal ohne Fliege,
den Suchern wär der ganze Spaß genommen.
Dass sie ihr Mütchen nicht an einem kühlen können,
ist sehr selten ihnen einmal vorgekommen.

So suchen immer sie nach einem Opfer,
es gibt ja öfter Menschen, bei denen was nicht stimmt.
Und dabei stört's die Sucher nicht ein bisschen,
dass man dem "Opfer" alle Freude nimmt.

Nur, wird der Spieß dann einem umgedreht,
es gibt Kritik für sie, auch nur die allerkleinste,
erlebst Du was, dass hör'n und sehen Dir vergeht.
Dass dieser Mensch Kritik vertragen könnte,
m e i n s t e ??
???

22. August

Der große Krautkopf

Zwei Handwerksgesellen, Josef und Karl, gingen einst an einem Krautacker vorbei.
"Sieh doch", sagte Josef, "was das für große Krautköpfe sind!"
"Ei", sagte Karl, der gern prahlte, "die sind gar nicht groß.
Auf meiner Wanderschaft habe ich einmal einen Krautkopf gesehen, der war so groß wie das Pfarrhaus dort."
Josef, der ein Kupferschmied war, sprach hierauf: "Das will viel sagen. Aber ich habe einmal einen Kessel machen helfen, der war größer als die Kirche dort."
"Aber um des Himmels willen", rief jetzt Karl, "wozu hatte man denn einen so großen Kessel nötig?"
Josef sagte: "Man wollte deinen großen Krautkopf darin sieden."

Aus meinem alten Schullesebuch von 1945

23. August

Herr,
schenke mir Gesundheit des Leibes
mit dem nötigen Sinn dafür, dass ich ihn möglichst gut erhalte.

Schenke mir eine heilige Seele,
die im Auge behält, was gut und rein ist,
die sich nicht einschüchtern lässt vom Bösen,
sondern Mittel findet, die Dinge in Ordnung zu bringen.

Schenke mir eine Seele,
der die Langeweile fremd ist,
die kein Murren kennt, kein Seufzen und Klagen,
und lasse nicht zu, dass ich mir zu viele Sorgen mache um dieses Etwas,
das sich so breit macht und sich Ich nennt.

Schenke mir den Sinn für freundlichen Humor.
Gib mir die Gnade, einen Scherz zu verstehen,
damit ich ein wenig Glück finde im Leben und anderen davon weitergebe.

Das betete und wünschte sich der engl. Staatsmann,
Thomas Morus, vor rund 450 Jahren.



24. August

Jungfrau 24. August bis 23. September
 

Der Jungfrau-Mann mit dem Ordnungssinn
Die unter diesem Sternzeichen Geborenen sind vom Intellekt her die begabtesten. Ihr Ordnungssinn ist sprichwörtlich. Der Jungfraumann setzt sich erst hin, wenn er seine Bügelfalten zurecht gestreift hat, er wird auch nie unrasiert am Frühstückstisch erscheinen.
Diese Pingeligkeit macht seiner Begabung zu schaffen, deshalb bleibt der Mann auch meistens Untergebener, obwohl er vielleicht klüger ist.
Er ist zuverlässig, ein treuer Freund, wenn er einmal Zuneigung gefasst hat. Er macht auch nicht viele Worte, ist da, wenn man ihn braucht.
Sie sind wählerisch, deshalb bleiben viele Junggesellen, leider sind sie auch oft leicht unterkühlt, deshalb auch keine stürmischen Liebhaber, können es auch nicht ausdrücken. Dieser Mann lässt sich auch nicht leicht verführen, ist selbst auch kein großer Verführer. Wenn er Zuneigung gefasst hat, wird er geduldig warten, bis er erhört wird. Er ist kein Mitgiftjäger, wenn die Liebste was mitbringt, ist es ihm aber auch sehr recht.
Seine Beziehung zum Geld ist realistisch, er ist sparsam, wenn auch viele meinen, er sei geizig. Freunden in Not wird er helfen, aber nicht verlotterten Playboys.
Als guter Ehemann kann er aber auch seine Ehefrau zur Weißglut bringen, wenn er wieder mit dem Finger auf Staub zeigt. Er braucht die perfekte Hausfrau, die ein Haushaltsbuch führt und ist misstrauisch, wenn es ums Geld geht.
Selten gibt es Scheidungen, kostet zu viel Geld. Sollte es der Fall sein, ist der andere Teil schuld. Trotzdem steckt er lieber zurück, überhaupt wenn Kinder da sind.
Er ist ein guter Vater, hilft bei den Schularbeiten, gibt Taschengeld, das aber nützlich ausgegeben werden sollte.
Leider kritisiert der Jungfraumann sehr gerne, es entgeht nichts seinem wachsamen Auge. Die Frau sollte es mit einem Lächeln übersehen. Nur sollte sie ihn nicht kritisieren.
Das Gedächtnis der Jungfrau-Geborenen ist einmalig, auch wenn es um Termine, Geburtstage geht. Chefs müssen sie schätzen. Selbst als Chef, werden sie auch hier das letzte geben, werden aber selten gelingt ihnen dieser Sprung nach oben.

Die Jungfrau-Geborene und ihre Moral
Ihr Leben lang kann sie Jungfrau bleiben, Sex ist nicht wichtig. Ein Freundeskreis ist wichtiger, in dem man sich bei Not hilft. Gerne ist sie aber auch ledige Mutter, oder sie verlässt Ehemann und Kinder, um einem anderen zu folgen.
Sie ist nie so ganz zu enträtseln, ein von der Natur her mit besonderen Gaben ausgestattetes Mädchen. Scheu zieht sie sich zurück, wenn jemand ihr Innenleben erforschen möchte. Ist abweisend gegen Zudringlichkeit.
Stur geht sie auf ihrem Weg weiter, wenn sie von der Richtigkeit überzeugt ist. Mit einer sehr moralischen Lebensauffassung gilt sie oft als prüde. Es dauert lange, bis sie sich für einen ER entscheidet. Sie ist nicht gefühlsbetont, aber sehr herzlich. Der Partner wird oft klagen, denn ein Eisberg schmilzt meistens schneller dahin.
Wichtig ist ihr, die Familie versorgt zu wissen, es muss alles gut angelegt sein. Sie ist ordentlich und kleidet sich sauber, aber nie nach der letzten Mode, wäre zu teuer.
Im eigenen Heim wird es blitzen und blinken. Es wird alles noch einmal nachpoliert, damit jedes Stäubchen verschwindet. Sie ist eine gute Köchin, wird aber auf gesunde Nahrung achten, Völlerei ist ihr verhasst.
Auch ihre Kinder wird sie herausputzen. Diese werden vor lauter Respekt die Schuhe vor dem Haus ausziehen, um Mutter nicht zu erzürnen, denn sie wissen, dass Mutter gütig und hilfsbereit sein kann.
Auch der Mann wird abends, wenn er nach der Arbeit heim kommt, vorgewärmte Pantoffeln und einen mit Blumen geschmückten Tisch vorfinden. Die Jungrau liebt das Stilvolle.
Erscheint sie auch unnahbar, sehnt sie sich doch nach Wärme und Zärtlichkeit.
Nur macht sie auf dem sexuellen Sektor manches kaputt. Man sollte sie nehmen wie sie ist, eine treu sorgende Gattin und Mutter, die einfach in Abhängigkeit zu einem Mann lebt, weil sie nicht alleine sein möchte. Von Liebe spricht sie nicht, man würde einen Teil des Seelenlebens dabei bloßlegen.

Wie erzieht man Jungrau-Kinder?
Sie haben einen festen Willen, wenn sie sich was in den Kopf gesetzt haben, sind sie nicht leicht davon abzubringen.
Erstaunlich, dass diese Kinder ihren Willen nur dann einsetzen, wenn sie verstandesmäßige Gründe dafür haben.
Will das Kind mit den Eltern nicht spazieren gehen, dann muss es wohl Schularbeiten machen.
Trotz dieses starken Willens, ist es ein liebes, anhängliches Kind, das seinen Eltern kaum Scherereien macht. Es räumt den Tisch ab und spült brav das Geschirr. Es ist gehorsam, wird aber den kleinsten Fehler der Eltern sofort korrigieren. Tadel ist unangebracht, weil es meist recht hat mit seiner Kritik.
Oft sollte man diese Kinder loben, da sie von ihrem eigenen Können nicht allzu überzeugt sind. Lob macht sie nicht übermütig, sondern stärkt ihr Rückgrat.
Intelligent, sind sie in der Schule pflichtbewusste Wesen, die aber nur den Lehrer als Obrigkeit anerkennen.

 

25. August

Seit ich ihn gesehen .....

Seit ich ihn gesehen,
glaub’ ich blind zu sein;
wo ich hin nur blicke,
seh’ ich ihn allein;
Wie im wachen Träume
Schwebt sein Bild mir vor,
taucht aus tiefstem Dunkel
heller nur empor.

Sonst ist licht- und farblos
Alles um mich her,
nach der Schwestern Spiele
nicht begehr’ ich mehr,
möchte lieber weinen
still im Kämmerlein;
seit ich ihn gesehen,
glaub’ ich blind zu sein.

Adalbert von Chamisso
(1781-1838)


26. August

"Fragen kostet schließlich nichts!"

Steffis Mutter war eine sehr energische Mutter gewesen. Immer achtete sie darauf, dass jedes Familienmitglied mit offenen Augen durch's Leben ging, und nie ließ sie ein "Nein" gelten, ohne es noch einmal zu hinterfragen. Wie oft hatte sie ihre beiden Töchter mit dem Satz: "Fragen kostet schließlich nichts!" genervt!

Als Steffi im 3. Semester studierte, verstarb ihre Mutter.

Neben dem persönlichen Verlust musste die Studentin auch erhebliche finanzielle Einbußen hinnehmen. Also nahm sie jeden Job an, der sich ihr bot. Da sie ihren Studienerfolg nicht unter dieser zusätzlichen Belastung leiden lassen wollte war es eine sehr anstrengende Zeit. Kollegen ermunterten sie, um ein Stipendium an zu suchen, doch sie war der Meinung, dass sie die Voraussetzungen nicht erfüllte. Da hörte sie die vertraute Stimme: "Fragen kostet schließlich nichts!". Sie fragte und erhielt das Stipendium.

Eines nachts fuhr sie mit ihrem Auto ziemlich ausgelaugt von einem Treffen mit Kollegen nach Hause. Ihre Stimmung war so schlecht wie das Wetter. Als sie an einem Bahnschranken warten musste, ließ sie ihren niederschmetternden Gedanken freien Lauf. Der Gesundheitszustand ihres Vaters war bedenklich; der Druck der kommenden Prüfungen lastete schwer auf ihr; in der Beziehung mit Peter war sie nicht mehr glücklich; der Wagen sollte zur Reparatur und den Zahnarzttermin hatte sie auch noch immer nicht ausgemacht.

Gerade, als ihre Stimmung dem Tiefpunkt zusteuerte, sah sie einen kleinen Bub, der auf der anderen Straßenseite in die Richtung schlenderte, aus der sie kam.

Was machte ein Kind mitten in der Nacht allein auf der Landstraße? Mit seinen etwa acht Jahren war er doch noch viel zu jung für derartige Spaziergänge?

Sie fühlte, dass sie ihn ansprechen sollte, doch der Gedanke: "Was, wenn er mir eine freche Antwort gibt?" - hielt sie zurück. Dazu war sie heute wirklich nicht aufgelegt.

Der Bahnschranken begann sich zu heben, da hörte sie die wohl vertraute Stimme: "Fragen kostet schließlich nichts!". Sie wendete ihr Auto und blieb neben dem Buben stehen.

"Hast du dich verlaufen?"

"Ja!" Der Bub zitterte und war weit davon entfernt eine freche Antworten zu geben.

Steffi gab ihm ihr Handy. Kaum hatte der Bub die Nummer eingetippt, hörte Steffi bis ins Auto den lauten Schrei der Erleichterung, den die Mutter ausstieß. Es wurde ein Treffpunkt vereinbart und der Bub stieg ins Auto.

Peter war ein schüchterner Bub, dem man seine zwölf Jahre beim besten Willen nicht ansah. Er eroberte Steffis Herz im Sturm.

Schließlich erzählte er, wie es dazu gekommen war, dass er sich zu dieser späten Stunde allein auf der Straße befand.

"Ich leide am Tourette Syndrom* und so kommt es manchmal vor, dass ich stottere. Das passierte auch heute am Sportplatz. Die Mitschüler spotteten mich aus - und so lief ich einfach davon. Plötzlich wusste ich nicht mehr, wo ich war, also ging ich einfach die Straße entlang."

Steffis Herz schnürte sich zusammen. Wie konnte man diesem lieben Kind solchen Schmerz zufügen?

Nach einer stürmischen Begrüßung bedankte sich Peters Mutter und der Bub fragte Steffi: "Bist du ein Engel?"

"Nein, Peter, ich bin kein Engel, aber ich denke, dass es ein Engel war, der uns beide heute zusammen führte."

Seit dieser Nacht ist Steffi neuen Situationen gegenüber offener. Sie hat gelernt, dass man mitten im größten Schmerz Freude empfinden kann, und: Sie ist überzeugt, dass ihr ihre Mutter durch das Erlebnis dieser Nacht zeigen wollte, dass sie immer noch bei ihr ist.

Unsere Lieben verlassen uns nicht wirklich - sie sprechen nur in einer anderen Sprache zu uns!"

27. August

Ein paar tröstliche Worte, die ich einmal irgendwo entdeckt habe:

Der Tod ist nichts,
ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
Ich bin ich, ihr seid ihr,
das, was ich für euch war, bin ich immer noch.
Gebt mir den Namen,
den ihr mir immer gegeben habt.
Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.
Gebraucht nicht eine andere Redensweise,
seid nicht feierlich oder traurig.
Lacht weiterhin,
worüber wir gemeinsam gelacht haben.
Betet, lacht, denkt an mich,
betet für mich.
Damit mein Name im Hause
gesprochen wird, so wie es immer war,
ohne besondere Betonung,
ohne die Spur eines Schattens.
Das Leben bedeutet das, was es immer war,
Warum soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?
Ich bin nicht weit weg,
nur auf der anderen Seite des Weges.

28. August

Bei den "Ausflügen" kann man Bilder von Marbach, der Schillerstadt, bewundern und auch über den Kräutergarten in Kaisersbach.

Blick in den Strom

 Sahst Du ein Glück vorübergehn,
das nie sich wiederfindet,
ist's gut, in einen Strom zu sehn,
wo alles wogt und schwindet.

O, starre nur hinein, hinein;
Du wirst es leichter missen
was Dir, und soll's dein Liebstes sein,
vom Herzen ward gerissen.

Blick unverwandt hinab zum Fluss,
bis deine Tränen fallen,
und sieh durch ihren warmen Guss
die Flut hinunterwallen.

Hinträumend wird Vergessenheit
des Herzens Wunde schließen;
die Seele sieht mit ihrem Leid
sich selbst vorüberfließen.

Nikolaus Lenau

29. August

Vom Schweigen
Wenn man bedenkt, wie ungeheuer viel Überflüssiges, Unnützes, Schädliches geredet wird, könnte man erschrecken. Man wird immer wieder finden: je minderer ein Mensch ist, desto mehr redet er, und es ist kaum ein Wort, das sinnvoll wäre. Darum ist eine Gesellschaft von Schwätzern dem wesentlichen Menschen ein Gräuel. Man wird leicht die Erfahrung machen können, dass Leute, die dauernd das Bedürfnis haben zu schwätzen, oberflächlich, seicht, gehaltlos sind. Sie haben keine Tiefe mehr und kein Geheimnis. In den Krankenzimmern, in Eisenbahnen müsste es auch "Nicht-Schwätzer-Abteile" geben. Denn es ist eine Zumutung für solche, die Stille und Sammlung brauchen, sich stundenlang das langweiligste Zeug der Welt mit anhören zu müssen, das die Schwätzer mit einer wahren Leidenschaft und unter beträchtlichem Stimmaufwand von sich geben. Es wird viel geredet und vor der Zeit ans Licht gezerrt, was in der Stille wachsen sollte. Keiner wird weise, der nicht das Schweigen erlernte. Und keiner wird die leise Stimme der Natur, die leisere Stimme Gottes vernehmen, der sich nicht lange und mit Geduld im Schweigen übte! - aus einer Zeitung

30. August

Sehnsucht

Hinter jeder Sucht steht eine Sehnsucht
Jemand, der sich nach etwas sehnt,
jemand, der nach etwas sucht
ein ungestillter Hunger
nach Zuneigung
nach Geborgenheit
nach Angenommensein.
Hinter jeder Sucht steckt ein Mensch
Der nicht satt geworden ist
Der nicht gelernt hat seinen Hunger zu stillen
Eine unerfüllte Hoffnung
Nach Glück nach Zufriedenheit nach sinn.
Hinter jeder Sucht steckt eine Flucht
Jemand, der seine Realität verdrängt
Jemand, der vor seinen Konflikten ausweicht
Eine verzweifelte Suche
Nach Ersatz
Nach Befriedigung
Ersatzbefriedigung -
Hinter jeder Sucht steckt eine Sehnsucht.

31. August

Zum Ausklang des Monats August

Buddha und chinesische Weisheiten:

Buddha lehrte: Es ist unser Geist der die Welt erschafft

Alles was man denken und glauben kann ist möglich

Was du auch immer tust ... liebe dich dafür dass du es tust.
Es gibt nichts was du zuerst tun müsstest um erleuchtet zu werden

Der Zweifel ist das
Wartezimmer der Erkenntnis

Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann,
dann ist es der Glaube an die eigene Kraft

Lächle und wisse, alles ist gut so wie es ist

Gleichmut ist eine seelische Weite, die es dir ermöglicht,
in jeder Lage inneren Frieden zu bewahren

Wenn die Türe des Glückes sich schließt,
öffnet sich eine neue,
aber wir starren so lange auf die verschlossene Pforte,
dass wir das für uns neu geöffnete Tor nicht sehen.

Laufe nicht der Vergangenheit nach.
Verliere Dich nicht in der Zukunft.
Die Vergangenheit ist nicht mehr.
Die Zukunft ist noch nicht gekommen.
Dieser Augenblick ist die einzige Zeit die es gibt.

Manchmal ist unser Blickwinkel so begrenzt,
dass wir den Wald vor lauter Bäumen nicht sehn

Wer sein Denken nicht beherrscht überlässt es dem Zufall,
doch den gibt es nicht, Zufall bedeutet,
dass einem das zufällt was einem gebührt

Suche nicht nach dem Sinn des Lebens, GIB IHM EINEN!!!

Nicht Sprüche sind es, woran es fehlt,
die Bücher sind voll davon.
Woran fehlt es also???
An solchen die sie anwenden.

Die Lebensspanne ist dieselbe,
ob man sie lachend oder weinend verbringt.

Solang du dem Andern sein Anderssein nicht verzeihen kannst,
bist du noch weit ab vom Wege der Weisheit.

zurück zu aktuell                zurück zur Hauptseite

zum Seitenanfang