Dezember macht Felder und Fluren schneeweiß.
Das Jahr ist zu Ende. Gott ewig sei Preis!

Dezember 2005

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2. Weihnachtstag 26 27 28 29 30 Silvester 31  

 

Der Dezember wurde bei den Angelsachsen Wintermonat, bei den christlichen Völkern, Christmond genannt. Auch Jul- oder Heilmonat sind alte Namen. 

1. Dezember

Ab heute kann man im Adventskalender jeden Tag einen Beitrag entdecken. Viel Spaß beim Lesen. Zu erreichen über Weihnachten 2005 oder siehe link:

http://www.gottiswelt.de/gedichte/advent05.htm

Wenn es in der Welt dezembert
und der Mond wie ein Camembert
gelblich rund, mit etwas Schimmel
angetan, am Winterhimmel
heimwärts zu den Seinen irrt
und der Tag stets kürzer wird -
sozusagen wird zum Kurztag -
hat das Christkindlein Geburtstag!
Ach, wie ist man dann vergnügt,
wenn man einen Urlaub kriegt.
Andrerseits, wie ist man traurig,
wenn es heißt: "Nein, da bedaur ich!"
Also greift man dann entweder
zu dem Blei oder der Feder
und schreibt schleunigst auf Papier
ein Gedicht, wie dieses hier.
???

2. Dezember

Winterwald

Ich geh' in einen Winterwald hinein,
der Winterwald muss voller Wunder sein.

Die Tannen stehen enge angeschmiegt,
soweit das Land in tiefer Schneelast liegt.

Und keine Spuren gehen durch den Wald
als vom Getier - und die verwehen bald.

Und manchmal ist ein Seufzen in den Bäumen,
wie Kinder seufzen unter tiefen Träumen.

Der Schnee liegt weiß, so weit ich wandern will;
Da werden alle Menschenwünsche still.

Hans Leifhelm

3. Dezember

Auf der Weihnachtsseite "Weihnachten 2005" geht es zu "Kinder und Weihnachten". Viel Spaß beim Lesen

Die Sterntaler

Es war einmal ein kleines Mädchen, dem waren Vater und Mutter gestorben. Und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr, darin zu schlafen. Und endlich hatte es gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand. Das hatten ihm gute Menschen geschenkt. Das Mädchen war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld.
Da begegnete ihm ein armer Mann, der sprach: "Ach, gib mir etwas zu essen, ich bin so hungrig!" Das Mädchen reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte: "Gott segne dir's!" und ging weiter.
Da kam ein Kind, das jammerte uns sprach: "Es friert mich so an meinem Kopfe; schenk mir etwas, womit ich ihn bedecken kann!" Da tat das Mädchen seine Mütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und fror. Da gab es ihm seins und ging noch weiter.
Da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin. Endlich gelangte es in einen Wald, und es war schon dunkel geworden. Da kam noch ein Kind und bat um ein Hemdlein. Und das fromme Mädchen dachte: Es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand. Du kannst wohl dein Hemd weggeben. Es zog sein Hemdchen aus und gab es auch noch hin. Und wie es stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel und waren lauter harte, blanke Taler. Und ob es gleich sein Hemdlein weggeben, so hatte es ein neues an; das war vom allerfeinsten Linnen. Da sammelte es sich die Taler hinein und war reich für sein Lebtag.
Brüder Grimm

4. Dezember

zweiter Advent

Adventszeit, Adventszeit,
wir machen uns bereit,
bereit für einen schönen Traum:
den strahlenden Lichterbaum.

5. Dezember

Erika - Erica carnea - Schneeheide

Auch die Schneeheide zählt, wie schon der Name vermuten lässt, zu den früh blühenden Pflanzen, die uns die lange Wartezeit bis zum Frühling angenehm verkürzen.
Dieser Zwergstrauch gehört zu den Heidekrautgewächsen und wird nicht höher als ca. 30 cm. Seine zarten weißen, rosa und auch roten Blüten bilden vor allem in Steingärten hübsche Teppiche, die schon ab Januar erblühen.
Besonders schöne Effekte erzielt man, wenn man die Erika mit Gräsern, Koniferen wie Wacholder oder Kiefer oder mit Rhododendron kombiniert. Die Schneeheide eignet sich auch ideal für Pflanzgefäße, und kann so Balkon und Terrasse oder sogar das Fensterbrett beleben. Sie ist eine ausgesprochen anspruchslose Pflanze, die mit jedem Gartenboden zufrieden ist. Im Gegensatz zu anderen Heidekrautgewächsen, die nur in sauren Böden gedeihen, wächst sie auch auf kalkhaltigem Gartenboden.
Nach der Blüte, also ungefähr im April, ist es anzuraten, die Schneeheide bis auf wenige Zentimeter des Vorjahrestriebes zurückzuschneiden. Auf diese Weise wird eine Verholzung der Pflanze verhindert, und sie wird gleichzeitig zum kompakten Neuaustrieb angeregt. Der Schnitt sollte möglichst an trüben Tagen vorgenommen werden.
Schneeheide vermehrt man ausschließlich durch Stecklinge und Teilung der Pflanze.

Von einem Kalenderblatt.

6. Dezember

Ein etwas anderes Nikolausgedicht:

Morgen, Kinder, wird's nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mutter schenkte euch das Leben.
Das genügt, wenn man's bedenkt.
Einmal kommt auch eure Zeit.
Morgen ist's noch nicht soweit.

Doch ihr dürft nicht traurig werden.
Reiche haben Armut gern.
Gänsebraten macht Beschwerden.
Puppen sind nicht mehr modern.
Morgen kommt der Weihnachtsmann.
Allerdings nur nebenan.

Lauft ein bisschen durch die Straßen!
Dort gibt's Weihnachtsfest genug.
Christentum, vom Turm geblasen,
macht die kleinsten Kinder klug.
Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
Ohne Christbaum geht es auch.

Tannengrün mit Osrambirnen -
lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
Reißt die Bretter von den Stirnen,
denn im Ofen fehlt's an Holz!
Stille Nacht und heil'ge Nacht -
weint, wenn's geht, nicht! sondern lacht!
Morgen Kinder, wird_s nichts geben!
Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
Morgen Kinder, lernt fürs Leben!
Gott ist nicht allein dran schuld.
Gottes Güte reicht so weit ...
Ach, du liebe Weihnachtszeit!

von Erich Kaestner

Auf der Weihnachtsseite - Weihnachten 2005 - noch mehr vom Nikolaus

7. Dezember

Die Geschichte beginnt vor langer Zeit, als ein Mann seine 5-jährige Tochter dafür bestraft, dass sie einen wertvollen Gegenstand verloren hat. Damals hatten sie nicht viel Geld.

Es war gerade Weihnachten und am nächsten Tag brachte das Kind dem Vater ein Geschenk mit den Worten: "Das ist für dich!"

Der Vater war zuerst sehr verlegen, doch dann ärgerte er sich sehr, als er sah, dass nichts in der Schachtel war.

Er sprach in hartem Ton: "Weißt du denn nicht, dass wenn man schon ein Geschenk macht, auch etwas drin sein muss?"

Das Mädchen schaute ihn von unten mit Tränen in den Augen an und sprach: "Es ist etwas drin, es ist voll mit meinen Küssen für dich!"

Der Vater fühlte sich beschämt, ging in die Knie, umarmte sein Kind und bat es um Verzeihung.

Von nun an bewahrte der Vater die Schachtel immer neben seinem Bett auf und immer, wenn es ihm mal nicht so gut ging oder er Mut brauchte, dann öffnete er die Schachtel und nahm einen Kuss heraus.

Jeder von uns hat eine Schachtel voller Liebe von seinen Kindern, Freunden, Gott, ...
Es gibt nichts Wichtigeres, das man besitzen kann!

Von einer Freundin bekam ich obigen Text.
Und ... Freunde sind wie Engel, die sich von der Erde erheben, wenn wir Probleme haben.
Sie zeigen uns wieder, wie man fliegt ...
an alle Freunde auf der Welt ...

Eben erhielt ich von meiner lieben Freundin Silvia obiges Bild zu dem Beitrag vom heutigen Tag ... ich danke von Herzen ...

Übrigens kann man von Silvia in der "Fabelhaften Kinderwelt" einige zauberhafte Geschichten lesen. Auch ein Besuch ihrer HP lohnt: http://www.musenstuebchen.de

8. Dezember

Warum weinen Engel
fragte mich einst mein Kind,
Ich sagte weil es Wesen mit Mitleid
in ihrem Herzen sind.
Warum weinen Engel,
stelle ich mir nun selber die Frage,
ich denke weil sie anstimmen
die Weltenklage.
Sie sehen Zerstörung und Kriege,
sehen grausame Menschliche Taten,
wollen nicht in den Sog
dieser Welt geraten.
Warum weinen Engel,
frage ich mich fast jeden Tag,
ich denke weil ihnen am Wohle der Menschheit
einst viel lag.
Nun ist ein Teil der Menschheit
verkommen und schlecht,
des Engels Wesen allerdings
sanft und gerecht.
Darum nun weinen sie,
die Engel die uns sehen,
weil viele Menschen
falsche Wege begehen.

Mein Wunsch an die Welt
ist deshalb ganz klar gestaltet,
seid vorsichtig mit dem
was ihr hier verwaltet.
Ich will nicht mehr,
das Engel vor Trauer über diese Welt weinen,
ich möchte so gerne
die Menschheit in Frieden vereinen.
???

9. Dezember

Liebe Freunde, liebe Besucher, liebe Omas, Muttis und Vatis ...

auf meiner Kinderweihnachtsseite habe ich nun zwei eigene Kinder-Weihnachtsgeschichten zum Vorlesen eingefügt. Vielleicht sucht so mancher noch so etwas. Ich denke ihr werdet von diesen Geschichten ebenso begeistert sein, wie von den verzaubernden in der "Fabelhaften Kinderwelt".

http://www.gottiswelt.de/gedichte/weihnachtenkinder.htm

Der goldene Schlüssel  - aus meinem Lesebuch von 1945

Zur Winterszeit, als einmal tiefer Schnee lag, musste ein armer Junge hinausgehen und Holz auf einem Schlitten holen. Als er es nun zusammengesucht und aufgeladen hatte, wollte er, weil er so fror, noch nicht nach Hause gehen, sondern erst Feuer anmachen und sich ein bisschen wärmen.
Da scharrte er den Schnee weg und wie er so den Erdboden aufräumte, fand er einen kleinen goldenen Schlüssel. Nun glaubt er, wo ein Schlüssel wäre, müsste auch das Schloss dazu sein, grub in der Erde und fand ein eisernes Kästchen. Wenn der Schlüssel nur passt, dachte er; es sind gewiss kostbare Sachen in dem Kästchen! Er suchte, aber es war kein Schlüsselloch da; endlich entdeckte er eins, aber so klein, dass man es kaum sehen konnte. Er probierte, und der Schlüssel passte glücklich. Da drehte er einmal um, und nun müssen wir warten bis er vollends aufgeschlossen und den Deckel aufgemacht hat, dann werden wir erfahren, was für wunderbare Sachen in dem Kästchen lagen.
Brüder Grimm

10. Dezember

Der erste Schnee


Ei, du liebe, liebe Zeit,
ei, wie hat's geschneit, geschneit!
Rings herum, wie ich mich dreh,
nichts als Schnee und lauter Schnee!
Wald und Wiesen, Hof und Hecken
alles steckt in weißen Decken.
Und im Garten jeder Baum,
jedes Bäumchen voller Flaum!
Auf dem Sims, dem Blumenbrett
liegt er wie ein Federbett.
Auf den Dächern um und um
nichts als Baumwoll ringsherum!
Und der Schlot vom Nachbarhaus,
wie possierlich sieht der aus:
Hat ein weißes Müllerkäppchen,
hat ein weißes Müllerjöppchen.
Meint man nicht, wenn er so raucht,
dass er just sein Pfeiflein schmaucht?
Und gar draußen vor dem Haus!
Wär nur erst die Schule aus!
Aber dann, wenn's noch so stürmt,
wird ein Schneemann aufgetürmt,
dick und rund und rund und dick
steht er da im Augenblick.
Auf dem Kopf als Hut‚ nen Tiegel
Und im Arm den langen Prügel
Und die Füße tief im Schnee,
und wir ringsherum, juhe!
Ei, ihr lieben, lieben Leut,
was ist heut das eine Freud!
Friedrich Güll

11. Dezember

dritter Advent

Trotzdem

Advent - Zeit der Hoffnung
Wir finden uns nicht ab mit dem, was ist
wir sehen, wie viele leiden
wir glauben
nach Gottes Willen soll alles anders werden

Advent - Zeit des Wartens
was wir uns wünschen, ist noch nicht wahr,
manches Mühen war anscheinend vergeblich
wir hoffen
Gott kommt trotzdem in diese Welt

Advent - Zeit der Vorfreude
frühere Enttäuschungen können uns nicht fesseln,
unsere Träume blühen neu
wir erleben
Gott freut sich mit uns

Advent - Gott kommt
trotzdem
was dagegen spricht
hat nicht das letzte Wort
so wahr Christus lebt.

???

12. Dezember

Sachsen und Dresden- eine kulinarische Reise - Köstliches aus Sachsen

Nichts ist schöner als durch spannende Urlaubsreisen neue Leute, malerische Landschaften und interessante Bräuche kennen zu lernen. Aber besonderen Eindruck hinterlassen fremde Orte, wenn wir sie kulinarisch entdecken können.
Meine Reise hier führt in den Osten unseres Landes, nach Sachsen. Genauer: in Sachsens Küchen. Zum Beispiel nach Leipzig.

Im Mittelalter liefen alle wichtigen Handelsstraßen Europas durch die wohlhabende Stadt; der Handel florierte. Ein Grund dafür, dass Leipzig zu einer der ersten und bedeutendsten Messestädte Europas aufstieg. Nicht zuletzt deswegen sind kulinarische Raffinessen wie das "Leipziger Allerlei" bis über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Die exquisite Gemüsekomposition aus Blumenkohl, Spargel, Erbsen und Möhren, traditionell verfeinert mit Morcheln und Krebsschwänzen wird begeistern.

Morgen werde ich mit diesem Rezept überraschen und ich hoffe, das mir die Leipziger zustimmen werden.

13. Dezember

Leipziger Allerlei

Zutaten 4 Portionen:
25 g Morcheln, getrocknet
250 g Möhren
250 g Kohlrabi
2 Zwiebeln
400 g weißer Spargel, frisch oder TK
150 g Brechbohnen, frisch oder TK
250 g Blumenkohl, frisch oder TK
ca. 3 bis 4 flache TL Sellerie-Jodsalz
1/2 TL Zucker
70 g Butter
250 g Erbsen, TK
40 g Mehl
1/4 TL schwarzer Pfeffer, gemahlen
1/2 bis 1 EL Zitronensaft
250 ml Sahne
250 g Krebsschwänze küchenfertig

Zubereitung:
Morcheln nach Packungsanweisung einweichen lassen und in Stücke schneiden. Möhren putzen , schälen und schräg in dünne Scheiben schneiden. Kohlrabi schälen und in grobe Stifte schneiden. Zwiebeln abziehen und achteln. Spargel schälen und in grobe Stücke schneiden. Bohnen putzen, waschen und halbieren. Blumenkohl putzen, waschen und in Röschen teilen.
Ein Liter Wasser mit 1/2 Teelöffel Sellerie-Jodsalz und etwas Zucker sowie 20 Gramm Butter aufkochen. Möhren, Kohlrabi zugeben und 5 Minuten kochen, Zwiebeln, Spargel, Blumenkohl und Bohnen zugeben, nach weiteren 5 Minuten Erbsen zugeben und zirka 5 Minuten mitgaren. Gemüse auf einem Sieb abtropfen lassen und die Brühe dabei auffangen. Restliche Butter in einem Topf erhitzen, Mehl hineinstreuen und leicht ausschwitzen. Mit 500 Milliliter Brühe ablöschen und aufkochen. Mit Muskatnuss, Sellerie-Jodsalz, Pfeffer, Zucker und Zitronensaft pikant abschmecken. Sahne unterrühren, Pilze und Gemüse unterheben, erhitzen und mit Krebsschwänzen servieren.

14. Dezember

Liebe geht durch den Magen,
hör ich meine Mutti noch sagen.

Kochkünste - als junge Frau noch oft toleriert,
haben einen damals trotzdem oft blamiert.
Aus der Seele sprech ich gewiss jeder Frau,
denn auch ich weiß das noch ganz genau ...
Anfangs nicht alles nach Plan verlief,
selbst beim Kochen ging manches schief.

Kaum hatte Besuch sich angesagt,
und man hatte sich an einen Kuchen gewagt,
ging er nach dem Backen nicht vom Blech,
das war dann ein entsetzlicher Schreck.
Oder er war zu hart geraten,
verschmort vielleicht auch der Braten.
Lief sonst mittlerweile alles reibungslos,
stellte man sich dann sofort wieder bloß.
Man verbiss sich, es muss doch klappen,
Besuch war da, die Falle musste schnappen.

Später kam die Gelassenheit,
die Routine machte sich breit.

Aber auch - andere Länder andere Sitten,
um das beste Rezept wird oft gestritten.
Deshalb ist es unerlässlich,
nicht zu sagen: "Grässlich!"
Sondern erst einmal zu versuchen,
ob Gemüse, Fleisch oder Kuchen.
Dann erst wird man entdecken,
dass auch "fremde" Gerichte schmecken.
Heidi Gotti

15. Dezember

Der Dresdner Weihnachtsstollen wurde im Mittelalter ursprünglich zur Fastenzeit zubereitet und symbolisierte das in Windeln gewickelte Jesuskind. Erst später wurde das Grundrezept um gehaltvolle Zutaten erweitert.

Dresdner Eierschecke (für ein rechteckiges Kuchenblech)

Zutaten:
Für den Teig:
500 g Mehl,
30 g Hefe,
1/4 l Milch,
150 g Zucker,
200 g Butter,
1 Päckchen
Vanillezucker,
1 Prise Salz,
Butter für das Blech
Für den Belag:
100 g Butter,
300 g Zucker,
8 Eier,
1 kg Quark,
1 Päckchen Vanillezucker,
1/2 TL abgeriebene Zitronenschale,
1 Prise Salz,
2 EL geriebene Mandeln,
1 EL Speisestärke,
50 g Butter,
3 EL Cognac

Zubereitung:
Für den Teig Mehl in eine Schüssel sieben, eine Vertiefung hineindrücken. Die Hefe mit etwas lauwarmer Milch und etwas Zucker verrühren. Diesen Vorteig zugedeckt 10 Minuten gehen lassen. Dann weiche, in Stücke geschnittene Butter, Zucker, Vanillezucker, Milch und Salz dazugeben und so lange schlagen, bis der Teig glänzt. Aneinen warmen Platz stellen, mit einem Tuch zudecken und 1 Stunde gehen lassen.
Den gegangenen Teig durchkneten, ausrollen und auf ein gefettetes Blech legen, dabei einen Rand andrücken und nochmals 10 Minuten gehen lassen.

Für den Belag die Butter schaumig rühren, nach und nach 200 g Zucker, 3 Eier, Quark, Vanillezucker, Zitronenschale, Salz, Mandeln unterrühren. Diese Masse auf dem Kuchenteig verteilen. Dann die Speisestärke, den restlichen Zucker und die restlichen Eier mit Butter und Cognac verrühren. Im Wasserbad so lange schlagen, bis eine dickschaumige, feste Creme entsteht. Die Creme über die
Quarkmasse ziehen.
Den Kuchen in dem auf 200 Grad vorgeheizten Backofen 45 Minuten
backen. Die Oberhitze soll nicht zu stark sein, damit die Creme nicht dunkel wird.

16. Dezember

Wenn es Winter wird

Der See hat eine Haut bekommen,
so das man fast drauf gehen kann,
und kommt ein großer Fisch geschwommen,
so stößt er mit der Nase an.

Und nimmst du einen Kieselstein
und wirfst ihn drauf so macht es klirr
und titscher- titscher-dirr...
Heißa, du lustiger Kieselstein!

Er zwitschert wie ein Vögelein
und tut als wie ein Schwälblein fliegen
doch endlich bleibt mein Kieselstein
ganz weit, ganz weit auf dem See draußen liegen.

Da kommen die Fische haufenweis
und schaun durch das klare Fenster von Eis
und denken, der Stein wär etwas zum Essen;
doch sosehr sie die Nase ans Eis auch pressen,
das Eis ist zu dick, das Eis ist zu alt,
sie machen sich nur die Nasen kalt.
Aber bald, aber bald
werden wir selbst auf eigenen Sohlen
hinausgehn können und den Stein wiederholen.

Christian Morgenstern

17. Dezember

Neues auf der HP: Dezember-Digibilder

Die Eiskunstläufer

Vor einigen Jahren war der Winter so lausig kalt, dass sich der ganze Erdboden mit einer dicken Eisdecke überzog. Sogar die Vögel fingen trotz ihres Gefieders an zu frieren und fragten sich, was man gegen die Kälte machen könnte.
"Ihr müsst euch kräftig bewegen", sagte Papa Amsel zu seiner Familie, "dann wird euch gleich wärmer."
Mama Amsel antwortete: "Aber wie denn? Wenn wir in der eiskalten Luft nur herumfliegen, wird´s auch nicht viel besser."
Papa Amsel überlegte. Dann entdeckte er, dass die große Vogeltränke, in der sie im Sommer immer badeten, ebenfalls zugefroren war.
"Wir machen es einfach den Kindern nach, die auf dem Eis Schlittschuh laufen. Davon wird uns sicher auch ganz warm", flötete er.
"Prima Idee", piepste Mama Amsel, und schon zog sich die ganze Vogelfamilie Schlittschuhe an. Sie lernten sehr schnell richtig zu laufen, denn wenn sie wegschlitterten, konnten sie schnell mit ihren Flügeln flattern und so das Gleichgewicht halten.
Anfangs liefen sie nur immer im Kreis, doch dann fingen sie an, wie die Eiskunstläufer zu springen, sich zu drehen und miteinander zu tanzen. Dabei ritzten sie mit ihren Schlittschuhen ein wunderschönes Muster in die Eisfläche.
Als Björn und Katja, die Kinder, in deren Garten die Vogeltränke stand, das schöne Muster sahen, wunderten sie sich sehr. Doch auch ihre Eltern konnten ihnen nicht erklären wie es entstanden war.
???

18. Dezember

Vierter Advent

Brief an den Weihnachtsmann

Lieber guter Weihnachtsmann,
weißt du nicht, wie´s um uns steht ?
Schau dir mal den Globus an.
Da hat einer dran gedreht.
Alle stehn herum und klagen.
Alle blicken traurig drein.
Wer es war, ist schwer zu sagen,
keiner will´s gewesen sein.
Uns ist gar nicht wohl zumute.
Kommen sollst du,
aber bloß mit Stock und mit Rute.
(Und nimm beide ziemlich groß)
Breite deine goldnen Flügel aus,
und komm zu uns herab.
Dann verteile deine Prügel.
Aber bitte nicht zu knapp.
   

Lege die Industriellen kurz
entschlossen übers Knie.
Und wenn sie sich harmlos stellen,
glaube mir, so lügen sie.

Ziehe denen, die regieren,
bitteschön, die Hosen stramm.
Wenn sie heulen und sich zieren,
zeige ihnen ihr Programm.

Komm, und zeige dich erbötig,
und verhau sie, dass es raucht !
Denn sie haben´s bitter nötig.
Und sie hätten´s längst gebraucht.

Komm erlös uns von der Plage, komm,
weil ein Mensch das gar nicht kann.
Ach, das wären Feiertage,
lieber, guter Weihnachtsmann !

Erich Kästner

19. Dezember

Schlafen auch die Pflanzen?

Jeder kennt die nachts geschlossenen Blüten von Seerosen oder auch die hängenden Blätter von Lupinen. Unsere Botaniker unterscheiden diverse Bewegungsarten der Pflanzen, auch wenn diese fest verwurzelt sind und unbeweglich scheinen. So gibt es Bewegungen, die durch das Licht ausgelöst werden oder die temperaturabhängig sind.
Lichtreize verursachen die "Schlafbewegungen" der Blätter, die schlaff herabhängen, z.B. bei Stangenbohnen, Lupinen, Sauerklee, und das Schließen der Blüten bei Dunkelheit, z.B. bei Astern, Seerosen, Kakteen. Schon eine größere Wolke kann das beim Enzian bewirken.
Bei anderen Pflanzen ist der Temperatursinn gut ausgebildet; so z.B. bei Tulpen, Narzissen und Krokussen.
Viele reagieren nicht nur auf Wärme und Kälte, sie haben auch einen ganz eigenen Hell-Dunkel-Rhythmus, der auf den Insektenflug abgestimmt ist; man denke nur an Nachtkerzen, Nachtviolen und andere, deren offene Blüten auf nachtaktive Eulenfalter und Schwärmer "warten".
Am frühesten öffnen sich z. B. die Blüten der Hundsrose: Um 4 Uhr (Sommerzeit); in stündlichen Abständen folgen Ackerwinde, Leimkraut, Weiße Seerose, Ringelblume und Ehrenpreis. Erst um 11 Uhr folgt die Königskerze und eine Stunde später der Milchstern. Ab 13 Uhr gehen bereits die Blüten der Felsennelke "schlafen", die meisten Pflanzen aber begeben sich ab 19 Uhr zur Nachtruhe.
Von einem Kalenderblatt

20. Dezember

Die Weihnachtsmaus
von James Krüss

Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
(sogar für die Gelehrten),
Denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.

Mit Fallen und mit Rattengift
kann man die Maus nicht fangen.
Sie ist, was diesen Punkt betrifft,
noch nie ins Garn gegangen.

Das ganze Jahr macht diese Maus
den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
kriecht sie am Weihnachtstage.

Zum Beispiel war vom Festgebäck,
das Mutter gut verborgen,
mit einem mal das Beste weg
am ersten Weihnachtsmorgen.

Da sagte jeder rundheraus:
Ich hab´ es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen.

Ein andres Mal verschwand sogar
das Marzipan von Peter;
Was seltsam und erstaunlich war.
Denn niemand fand es später.

Der Christian rief rundheraus:
ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!

Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
an dem die Kugeln hingen,
ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
nebst andren leck`ren Dingen.
Die Nelly sagte rundheraus:
Ich habe nichts genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!

Und Ernst und Hans und der Papa,
die riefen: welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da
und just am Feiertage!
Nur Mutter sprach kein Klagewort.
Sie sagte unumwunden:
Sind erst die Süßigkeiten fort,
ist auch die Maus verschwunden!

Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg,
sobald der Baum geleert war,
sobald das letzte Festgebäck
gegessen und verzehrt war.
Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus,
- bei Fränzchen oder Lieschen -
da gäb es keine Weihnachtsmaus,
dann zweifle ich ein bisschen!

Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
bleibt jedem überlassen.

21. Dezember

-Anfang

Ein bisschen Freude und weniger Streit,
ein bisschen mehr Güte und weniger Neid,
ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass,
ein bisschen mehr Wahrheit, das wär' doch was!

Statt soviel Unrast ein bisschen Ruh',
statt nur immer ich ein bisschen mehr du,
statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut
und Kraft zum Handeln, das wäre gut.

Kein Trübsal und Dunkel, ein bisschen mehr Licht,
kein quälend Verlangen, ein froher Verzicht,
und viel mehr Blumen, solange es geht,
nicht erst auf Gräbern, denn da blüh'n sie zu spät.

Peter Rosegger

22. Dezember

Steinbock - 22. Dezember bis 20. Januar

Der Steinbock-Mann setzt sich durch
Er ist ehrgeiziger als die Männer aus anderen Sternzeichen, arbeitet auch mehr als sie. Sein Blick ist nach vorn gerichtet, aber aus der Vergangenheit zieht er seine Lehren. Er ist vorsichtig, setzt Schritt für Schritt voran und meidet Klippen, an denen er abstürzen könnte, wie sein Wappentier. So klimmt er allmählich höher.
Außenseiter - die ihre Ellenbogen einsetzen, sind selten. Aber auch einsame Eigenbrötler kommen vor. Durch den schwierigen Charakter ist es für diese Männer schwer, eine Partnerin fürs Leben zu finden. Oft wird zu lange geprüft und wenn sie für gut gefunden, hat sie sich oft schon anders gebunden. Nur wenige entscheiden sich schnell, aber diese Männer werden meist glücklicher als ihre Sternenbrüder, die hinter jeder Hübschen eine Falle wittern.
Große Chancen hat der Steinbock-Mann, die Damen mögen den in Sachen Liebe so schüchtern Wirkenden, der schon in jungen Jahren Kapital und Besitz anhäuft, der nach Titeln und Mitteln voranstrebt. Er sucht eine Lebenspartnerin, die seine Sorgen teilt, ihm zuhört, wenn er sich nach der Arbeit aussprechen möchte, die seine Sachen in Ordnung hält, denn neben der Disziplin ist für ihn Sauberkeit oberstes Gebot.
Selten bleiben sie, obwohl sehr wählerisch, allein, denn sie sehnen sich nach einem Menschen, dem sie vertrauen können. Die Frau, die er heiratet, wird von da an sein Besitz, er wird ihr im Haushalt freie Hand lassen, ihr dabei jedoch ständig auf die Finger schauen, denn ein bisschen Misstrauen erhält er sich immer.
Sie braucht sich dafür nicht wegen seiner Treue zu sorgen, er ist mit Arbeit beschäftigt.
Ein Steinbock-Mann hat wenig Zeit für Gefühle und es ist erstaunlich, dass die Ehe solcher Arbeitstiere erst nach der Silbernen Hochzeit oft in den Honigmond übergeht, von dem junge Bräute schwärmen. Denn ... hat er alles erreicht, will er nun auch in der Liebe das Letzte herausholen. Die Gattin wird erstaunt diese Wandlung sehen, einen aufmerksamen Liebhaber.
Ein Familienmensch war er schon immer und den Kindern der beste, wenn auch knauserige Vater, ein feuriger Geliebter selten. Als Realist kommen zuerst die festen Werte, dann das Vergnügen. Als Praktiker ist die Theorie für ihn höchstes Mittel zum Zweck. Er strebt nach oben will leiten, organisieren, Einfluss ausüben. Dabei erscheint er still und in sich gekehrt, nur der Arbeit zugewandt - ein Arbeitstier.

Die Steinbock-Frau visiert den Erfolg an
Nichts kann sie aus der Ruhe bringen, sie geht den Weg, den sie einmal eingeschlagen hat, beharrlich weiter, schaut weder nach rechts noch nach links, wenn sie das Ziel anvisiert hat. Das hat sie mit dem männlichen Kollegen gemeinsam, sie drängt nach oben.
Zurückhaltend kann sie ihre Gefühle nur schwer zeigen, braucht aber trotzdem viel Liebe. Weiblich ist sie, kann einen Mann mit viel Charme in den Bann ziehen. Wenn sie glaubt, den Richtigen gefunden zu haben, wird sie, die sonst so Zurückhaltende, auch nicht vor einem handfesten Flirt zurückschrecken. Nur "Ich liebe dich" wird ihr schwer über die Lippen kommen. Sie sehnt sich nach Liebe, verlangt von dem Mann ihres Herzens aber mehr: Sicherheit und Wohlstand. ER muss somit seine Lebenstüchtigkeit bereits bewiesen haben.
Viele dieser Frauen üben noch in der Ehe ihren Beruf weiter aus, sind bedacht, zum Wohlstand der Familie beizutragen. Sie geben nicht gerne das Erreichte auf, möchten glänzen, mit großem Ehrgeiz, das manchmal Konflikte in die Ehe bringt.
Der Mann sollte diese beruflichen Ambitionen nicht einengen, er müsste dafür sorgen, dass er sie schnell überflügelt, denn gerne würde sie dann nur Hausfrau sein - an seiner Seite.
Das Haus wird sie in Ordnung halten, die Wohnung immer aufgeräumt sein, Unordnung ist ihr ein Gräuel.
Sie arbeitet nicht schnell, aber gründlich. Sie nimmt nichts leicht, will ernst genommen werden. Spötter, die auf ihren zarten Seelen mit Nagelschuhen herumzutreten pflegen, haben schnell bei ihr ausgespielt. Sie braucht die seelische Übereinstimmung. Die Liebe erscheint bei ihr manchmal unterkühlt, aber das täuscht, sie hat nur wenig Zeit dafür. Die Kassenführung ist bei ihr bestens aufgehoben, ebenso das Haushaltsgeld. Oft verkneift sie sich ein teures Kleid und näht es selbst, ebenso für die Kinder. Nicht allzu viel Spaß versteht sie und ihre Manieren sind erster Klasse. Die kühle Steinbock-Frau kann leidenschaftlich sein, wenn sie den Richtigen gefunden hat.
Im Beruf findet sie sich gut zurecht, wird vorbildliche Mitarbeiterin sein. Pflichtgefühl und Leistungswille sind durch nichts zu überbieten.

Wie erzieht man Steinbock-Kinder?
Es hat einen harten Willen. Nachgeben ist seine schwächste Seite. Aber es ist leicht an Ordnung zu gewöhnen, davon sollte nicht mehr abgewichen werden, sonst hängt das Weltbild schief. Lieber spielt es allein oder geht mit den Eltern spazieren. Da es sich mehr den Erwachsenen zuwendet, gilt es manchmal als altklug. Willig räumt das Kind im Kinderzimmer alles wieder weg, aber es spielt erst, wenn die Schularbeiten gemacht sind. Dieses Pflichtgefühl ist bereits in der Jugend ausgeprägt. Das langsame Verstehen gleichen diese Kinder durch Fleiß aus, was gute Schulleistungen bringt.

23. Dezember

Tiefgefroren in der Truhe
liegt die Gans aus Dänemark.
Vorläufig lässt man in Ruhe
sie in ihrem weißen Sarg.
Ohne Kopf, Hals und Gekröse
liegt sie neben dem Spinat.
Ob sie wohl ein wenig böse
ist, dass man sie schlachten tat?
Oder ist es nur zu kalt ihr,
man sieht's an der Gänsehaut.
Na, sie wird bestimmt nicht alt hier
morgen wird sie aufgetaut.
Hm, welch Duft zieht aus dem Herde,
durch die ganze Wohnung dann.
Mach, dass gut der Braten werde -
Morgen kommt der Weihnachtsmann.

Heinz Ehrhardt

24. Dezember - Heiligabend

Weihnachtspredigt

Da ich weiß, dass viele Menschen aus gesundheitlichen Gründen die Heilige Messe nicht besuchen können, bin ich Wolfgang dankbar für seine Weihnachtspredigt, eine Kostbarkeit für mich. Auch ich werde sie mir durchlesen und weiß, dass der Friede und die Liebe mein Herz erfüllen werden. Danke Wolfgang! - http://home.feierabend.com/bubbelpety

In der Christnacht

Ein Bettelkind schleicht durch die Gassen-
Der Markt lässt seine Wunder sehn:
Lichtbäumchen, Spielzeug, bunte Massen.
Das Kind blieb traumverloren stehn.

Aufseufzt die Brust, die leidgepresste,
Die Wimpern sinken tränenschwer.
Ein freudlos Kind am Weihnachtsfeste-
Ich weiß kein Leid, das tiefer wär.

Im Prunksaal gleißt beim Kerzenscheine
Der Gaben köstliches Gemisch,
Und eine reichgeputzte Kleine
Streicht gähnend um den Weihnachtstisch.

Das Schönste hat sie längst, das Beste,
Ihr Herz ist satt und wünscht nichts mehr.
Ein freudlos Kind am Weihnachtsfeste-
Ich weiß kein Leid, das tiefer wär.

Doch gälts in Wahrheit zu entscheiden,
wer des Erbarmens Preis verdient -
Ich spräch: Das ärmste von euch beiden
bist du, du armes reiches Kind!

???

So sollten wir auch derer gedenken, die nichts haben, aber auch der anderen, die uns im tiefsten Herzen leid tun sollten.

25. Dezember

Chanukka und Weihnachten -  dieses Jahr fallen beide Lichterfeste auf dasselbe Datum

Wie Juden Chanukka und das christliche Weihnachten miteinander verbinden

Rund um den Globus feiern Christen und Juden im Dezember Weihnachten und Chanukka - mit Lebkuchen und an Berliner Ballen erinnernden Latkes, zwischen Tradition, Kommerz und Familienfeier, mit religiösem Bekenntnis oder politischer Botschaft.
An beiden Festen werden Lichter angezündet, die die dunkle Jahreszeit aufhellen. Dabei sind die historischen Wurzeln der Feste völlig verschieden.

Chanukka erinnert an die Befreiung Jerusalems von der Vorherrschaft der Seleukiden durch die Makkabäer im Jahr 165 vor unserer Zeitrechnung. An jenen militärischen Sieg, nachdem der zerstörte Tempel wieder geweiht wurde und wo sich, wie der Talmud berichtet, das Ölwunder zutrug: Das Licht des Tempelleuchters brannte acht Tage lang, obwohl er nur Öl für einen Tag hatte. Um dieses denkwürdige Ereignis zu feiern, werden nach Einbruch der Dunkelheit die Lichter des Chanukka-Leuchters entzündet - jeden Tag ein weiteres, bis alle acht Kerzen brennen.

Was hat das mit Weihnachten zu tun? Nichts. Und doch kommt es in der Geschichte wieder zu kuriosen Vermischungen der beiden Bräuche.

In diesem Jahr 2005 fallen beide Lichterfeste zudem auf dasselbe Datum - was angesichts des jüdischen Kalenders äußerst selten vorkommt.

Weihnukka ist keine neue Wortschöpfung. Der Begriff stammt aus dem 19. Jahrhundert. Als Ausdruck ihrer Zugehörigkeit zur deutschen Kultur feierten jüdische Familien aus dem Bürgertum wie ihre christlichen Nachbarn Weihnachten mit Baum, Liedern und Geschenken - wenn auch ohne religiösen Gehalt.

Es weihnachtet - von ???

Wie wohl klingt dieses Wort im Ohr,
"es weihnachtet" kramt Erinnerungen hervor
an flüstern, rascheln, Tannenzapfen,
an Glockenklang und Weihnachtskarpfen,
an Heimlichkeiten und an Stunden
in Familien- und Freundesrunden.
An Kerzenschein, an warme Töne,
gedämpft etwas, doch wunderschöne,
und nicht vergessen - Weihnachtslieder!
Ihr Klang erfüllt uns immer wieder,
und stimmt uns ein
auf Träumerei'n,
die niemals enden sollen!

Wenn Kind und Hund herum dann tollen,
die Alten doch nicht schelten wollen,
dann fühl' ich, nun sind wir bereit
für die fröhlich, selige Weihnachtszeit.
Gedanken kreisen, geh'n zurück
Zum Lichterbaum und Kinderglück.
Verwehte Freuden kehren wieder
gedenkt man all der alten Lieder,
die man so gerne hat gesungen,
die gar so zärtlich auch geklungen
und es wird klar:
Es ist schon wahr
die Mär vom Christkindlein!
Da steh'n dann alle voll Entzücken
betrachten Kinder, die sich bücken
nach Wurstel, Teddy, Eisenbahn,
nach Puppenhaus und neuem Kran
und vielen anderen, bunten Dingen.
Kerzen verzaubern, Lieder erklingen,
im Herzen da regt sich ein stummes Gebet,
ein Blick zu der Krippe, die immer dort steht
unter dem Baum, halb verdeckt von dem Ast,
jetzt war man dort eben zu Gast.
Und man erkennt,
egal wie man's nennt,
Liebe - welch' großes Wort!

26. Dezember

Christrose ( Lied)

Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit,
draußen in Eis und Schnee.
Und wenns in der Winternacht friert und schneit,
das tut der Rose nicht weh.
Es grünt eine Hoffnung zur Weihnachtszeit,
drinnen im Herzen still:
Dass immer und ewig so schön wie heut,
Frieden werden will.

Christrose, Blume der Heiligen Nacht!
Christrose, hast mir die Hoffnung gebracht!

Die Liebe vertreibt meine Einsamkeit,
mir tut das Herz nicht mehr weh.
Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit,
draußen in Eis und Schnee.

Dichter unbekannt

27. Dezember

Die Christrose

ist eine hier bei uns heimische Staude, die uns Jahr für Jahr wieder Bewunderung abringt. Sie bringt ihre Blüten in der kalten Jahreszeit hervor, einerlei, wie ihr das Wetter auch zusetzt.
Die hier in Mitteleuropa heimische Christrose liebt den lichten Schatten und einen lehm-, kalk- und humushaltigen Boden. Auch alle anderen Sorten, die aus Kreuzungen entstanden oder hier eingeführt wurden, stellen die gleichen Ansprüche.
Christrosenblüten haben keine Blütenblätter wie andere Blütenpflanzen. Was wir dafür halten ist der fünfblättrige Kelch. Das ist auch eine Erklärung dafür, dass bei Christrosen selbst im Verblühen die vermeintlichen Blütenblätter nicht abfallen, wie es bei anderen Pflanzen der Fall ist. Bis in den Sommer hinein finden wir an den Stauden die inzwischen grün gewordenen Blütenstände. Christrosen werden in der Weihnachtszeit oft im Topf oder in bepflanzten weihnachtlichen Schalen angeboten. Wir werden an ihnen nur dann über längere Zeit Freude haben, wenn wir sie hell und kühl stellen. Später dürfen sie an einen geeigneten Platz im Garten gepflanzt werden.
Wer Christrosen selbst aus Samen heranziehen möchte, muss daran denken, dass es sich dabei um Frostkeimer, heute sagt man Kaltkeimer handelt. Die Aussaat müsste also möglichst bald im Jahr vorgenommen werden.  - von einem Kalenderblatt -

Blüht nichts mehr im Garten weit und breit,
Christrosen blühen, auch wenn's schneit.

28. Dezember

Die Christrose - Sagenumwobene Gartenschönheit

Die Geschichte der Christrosen reicht bis weit in das Altertum zurück und ist von vielerlei Sagen begleitet.
So soll einer der Hirten, die nach Bethlehem gingen, so arm gewesen sein, dass er kein Geschenk für den Gottessohn hatte. Er besaß nichts und fand auch keine Blume zur Winterszeit. Als er darüber weinte, fielen Tränen auf die Erde und aus ihnen entsprossen Blüten wie Rosen. So konnte er die "Christ-Rosen" als Geschenk mitnehmen.

Auch heute noch üben Christrosen mit ihrem merkwürdig anmutenden Lebensrhythmus auf uns eine ganz besondere Faszination aus: Öffnen sie doch allen Widrigkeiten zum Trotz ihre großen Blüten, wenn Eis und Schnee den Boden bedecken. Hoffnungsverheißend kündigen sie den Beginn eines neuen Jahreszeitenzyklus an und widersetzen sich auch strengsten Frösten. Sicher hat jeder hin und wieder schon einmal beobachten können, wie sich Blatt- und Blütenstiele, die am Morgen nach einer frostigen Nacht welk herabhingen, mit steigenden Tagestemperaturen wieder vollständig aufgerichtet haben.

Beschützerin und Orakelblume

Nicht zuletzt dieser Eigenschaft verdanken sie ihren Ruf magische Kräfte zu besitzen - Kräfte, von denen man glaubte, dass sie Menschen und Tiere vor Krankheiten und bösen Geistern schützen. Wer ein Stück ihrer Wurzel bei sich trug, dem war ein langes Leben gewiss. Auch Verlobte schworen auf ihre schutzbringenden Eigenschaften, sollten die Rhizome doch gerade von ihnen böse Einflüsse fernhalten.
Auf dem Land wurden die auch als Lenz- oder Schneerosen bekannten ausdauernden Stauden vor die Ställe gepflanzt, um die Tiere vor Seuchen zu schützen.
Darüber hinaus schätzten die Bauern sie als Wetterprophetin und Orakelblume. Blühte sie pünktlich zur Weihnachtszeit war ein fruchtbares Jahr zu erwarten. Für "genauere" Angaben wurden für die Monate eines ganzen Jahres zwölf Blütenknospen in die Vase gestellt. An der Art und Weise wie sich die Blüten öffneten, lasen die Menschen das Wetter ab: geschlossene Knospen bedeuteten schlechtes, offene gutes Wetter.

Obwohl der Aberglaube Christrosen lebensfördernde Merkmale andichtet, zieren die unschuldigen Blüten eine hochgiftige Pflanze, eine Eigenschaft, die auch ihr griechischer Name verrät: "Helleborus" für "das Leben wegnehmend".
Ihre tödlichen Qualitäten wusste schon Atalus, der König von Pergamon (2. Jh. v. Chr.), zu schätzen, soll er doch seine Feinde mit den todbringenden Wurzelextrakten vergiftet haben.
In kleinen Dosen allerdings war das in den Wurzeln enthaltene Herztonikum Helleborin im 16. Jahrhundert ein geschätztes Mittel zur Heilung von Melancholie und Wahnsinn. Daneben wurde es als Brech- und Abführmittel eingesetzt und sollte bei Wurmbefall helfen. Die immergrüne Staude ist im Volksmund auch als Nieswurz bekannt, da die pulverisierte Wurzel eine starke Reizung der Nasenschleimhaut verursacht und Bestandteil von Schnupftabak war.

29. Dezember

Kommt ein neues Jahr gegangen

Kommt ein neues Jahr gegangen,
dehnt es sich so weit,
so viel blanke, neue Tage,
so viel neue Zeit.
Zeit zum Träumen, Zeit zum Wachen,
Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.

Was wir immer machen wollten,
diesmal wird`s geschafft:
So viel neuer, fester Wille,
so viel neue Kraft.
Kraft zum Leben, Kraft zum Streiten,
Kraft zum Lieben, Kraft zum Leiden.

Dieses Jahr soll uns gelingen,
dieses Jahr wird gut:
So viel neue, große Pläne,
so viel frischen Mut.
Mut zum Fragen, Mut zum Denken,
Mut zum Helfen, Mut zum Schenken.

Spüren wir auf allen Wegen
fest und unbeirrt:
Einer ist`s, der mit uns gehen
und uns halten wird.
Zeit zum Träumen, Kraft zum Geben,
Mut zum Fragen - Gott wird`s geben!

(Verfasser unbekannt)

30. Dezember

Die Silvesterseite ist von der index.htm zu erreichen, viel Spaß beim Lesen

Glücksklee

Rund 10 Millionen Töpfchen mit Glücksklee werden zu Silvester gekauft und verschenkt oder zur Dekoration verwendet. Kaum einer, der sich über diesen Glücksbringer für das Neue Jahr nicht freut.

Denn wir wissen doch alle - vierblättriger Klee ist eine Seltenheit, weil normalerweise Klee ja nur drei herzförmige Blätter an einem Stiel hat.
Aber eine besondere Bedeutung hat der Klee schon seit jeher.
Bei den Kelten z.B. galt er als Zauberpflanze. In manchen Quellen ist zu lesen, dass er dort für die Einheit von Körper, Geist und Seele stand. Anderen Quellen nach galt er als Symbol für die drei keltischen Priester: Druiden, Barden und Ovaten.

Früher pflanzte man Klee auch oft auf Gräber. Das dreiteilige Blatt sollte die Dreifaltigkeit aus Vater, Sohn und heiligem Geist symbolisieren. Daher soll auch die Redewendung: "Über den grünen Klee loben" stammen, denn über Tote soll man ja nur Gutes sagen.

Bei uns gilt als Glückspilz, wer ein vierblättriges Kleeblatt auf einer Wiese findet. Denn beim Wiesenklee ist das eine ganz seltene Laune der Natur.
Nach einer germanischen Sage hat ein göttliches Pferd den vierblättrigen Klee beim Weiden auf irdischen Wiesen aus dem Maul verloren. Es heißt, unter das Kopfkissen gelegt, soll Glücksklee der Garant für schöne Träume sein. Sicher ist aber, dass die Zahl "4" schon seit dem Altertum eine besondere Bedeutung hat: 4 Jahreszeiten, 4 Himmelsrichtungen.

Doch braucht man nicht die Wiesen zu durchforsten auf der Suche nach dem Glück - Das Glück kann man selbst pflanzen. Obwohl man zugeben muss - die vier Blätter sind kein Zufall. Denn der zu Silvester in Töpfchen angebotene Glücksklee "Oxalis deppei lron Cross" gehört zur über 800 Arten umfassenden Familie Sauerklee (Oxalidaceae) und ist eigentlich in Mexiko heimisch. Und dieser Sauerklee hat im Gegensatz zum hier heimischen Wiesenklee aus der Familie der Leguminosen immer vier Blätter. Aber, wer sagt denn eigentlich, dass er deshalb kein Glück bringt?
Schon allein der Anblick ist beglückend.

Da er nicht winterhart ist, sollte er eigentlich zum Jahreswechsel gar nicht grün sein. Dies wird aber erreicht, indem die Zwiebeln im Kühlhaus bei minus 1° eine künstliche Ruhezeit bekommen, und dann 6-7 Wochen vor dem Jahreswechsel eingepflanzt werden.

Als Zimmerpflanze pflanzt man die kleinen Zwiebeln jetzt in einen 8-9 cm großen Topf in lehmhaltige Erde oder ab April ins Freiland und gibt ihm ein helles, kühles Plätzchen. Nach 6-8 Wochen zeigt sich das erste Grün. Und wenn man den Klee dann einmal wöchentlich düngt, erfreut er den ganzen Sommer hindurch mit seinen hübschen rosafarbenen Blüten, die sich abends wieder schließen. Ab April/Mai kann man ihn auch ins Freiland setzen. Besonders hübsch sieht er dann z.B. als blühende Unterpflanzung für Kübelpflanzen aus. Wenn man die Zwiebeln im Winter kühl, frostfrei und trocken lagert, blüht dieses Glück alle Jahre wieder.

31. Dezember - Silvester

Altes und Neues Jahr

Wenn die Glocken hell erklingen, in der kalten Silvesternacht,
sollst du dich dran erinnern, was dir das alte Jahr gebracht.

Es waren viele gute Tage, die dir das Jahr beschert,
aber auch dunkle Stunden haben deinen Weg beschwert.

Jetzt richte deinen Blick nach vorn, in die neue, kommende Zeit,
warte geduldig auf das neue Jahr und sieh, was Gott für dich bereit.

Unter seinem Schutz da sollst du stehen, nimm ihn an die Hand, damit er dich geleit,
auf krummen oder geraden Wegen, hält er seinen Segen für dich bereit.

Das wünsche ich dir für das neue Jahr, was auch kommen mag an jedem Tag,
dein Trost, Gott ist immer für dich da, Tag und Nacht, zu jeder Zeit.

von Wolfgang Scholz - Silvester 2005 - http://home.feierabend.com/bubbelpety
 

Was man in unserem Hause am 31. Dezember sagt

Der Vater sagt: "Denkt einmal Kinder, vorhin war ein armer Mann bei mir, der hatte so viele Nasen wie noch Tage im Jahre sind!"

Die Mutter sagt: "Noch ein wenig Suppe, Alfred? Du kriegst sonst in diesem Jahre keinen Löffelvoll mehr."

In der Küche schneidet Karoline ein Stück Leberwurst ab - gar nicht sehr groß und sagt: "Damit kommen wir aus bis ins nächste Jahr."

Und Alfred legt seine Tafel fort und ruft: "So jetzt mache ich im ganzen Jahr keine Rechenarbeit mehr, verlasst euch drauf!"

Mariechen bindet ihrer Puppe eine reine Schürze vor und sagt: "Hörst du wohl, die muss nun frisch und rein bleiben bis nächstes Jahr!"

Unser allerkleinstes Fritzchen gähnt; da sagt die Mutter: "Jetzt muss mein Junge schlafen! Erst nächstes Jahr darf er die Guckaugen wieder aufmachen!"

Ja - solchen Unsinn sagen sie alle am 31. Dezember, und ... denkt einmal, sie haben alle recht!

Berte Mercator - aus einem sehr alten Lesebuch ...

Und nun verabschiede ich mich hier und hoffe, dass ihr mir auch im Kalender 2006 treu bleiben werdet. Möchte dort auch wieder Trauriges, Lustiges, Nachdenkliches, Interessantes, Wissenswertes und viel Eigenes miteinander verbinden. - Heidi -

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