Dezember 2006
Christmonat


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Lostag: Fällt zu Eligius ein kalter Wintertag, die Kälte wohl vier Monate dauern mag.

Der Dezember
| Das Jahr ward alt. Hat
dünne Haar. Ist gar nicht sehr gesund. Kennt seinen letzten Tag, das Jahr. Kennt gar die letzte Stund. Ist viel geschehn. Ward viel versäumt.
Noch wächst der Mond. Noch schmilzt er
hin. |
Und wieder stapft der
Nikolaus durch jeden Kindertraum. Und wieder blüht in jedem Haus der goldengrüne Baum. Warst auch ein Kind. Hast selbst
gefühlt, Bald trifft das Jahr der zwölfte Schlag.
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Erich Kästner

Lostag: Regnet's am Bibianatag, regnet's vierzig Tage und eine Woche danach.
Neues auf der HP: Die Geschichte "ER sucht SIE"
Igel
Ohne auf ihre schlanke Linie zu achten, futtern sich Igel den ganzen Sommer über so viel Fett wie nur möglich an. Das ist auch vernünftig, denn die putzigen Tierchen brauchen mindestens 500 g Körpergewicht, um den Winter unbeschadet zu überstehen. Im Herbst, wenn die Temperaturen spürbar sinken und das Nahrungsangebot deutlich abnimmt, zieht sich der Igel zum Winterschlaf zurück. Dazu baut er sich ein geeignetes Nest in einem entsprechenden Unterschlupf. Einen solchen findet er zum Beispiel in einer dichten Hecke oder in einem Stein- oder Reisighaufen. Abgefallenes Laub sollte deshalb nicht restlos entfernt werden, damit der Igel genug Material für sein Winterquartier findet.
Wer sich die "Freundschaft" der eifrigen Schnecken- und Insektenvertilger erhalten will, achtet darauf, dass sein Garten igelfreundlich ist. Dazu gehört z. B., dass ein Drahtzaun nicht bis auf den Boden reicht, weil sich Igel leicht in diesen Zäunen, vor allem in den grobmaschigen, verfangen können. Natürlich möchte man den eigenen Garten gegenüber dem des Nachbarn abgrenzen. Dazu nimmt man aber besser Lattenzäune, durch die die Tiere leicht hindurchschlüpfen können. Falls es denn feste Gartenmauern sein müssen, sollten sie unbedingt Schlupflöcher bekommen, denn Igel durchstreifen große Gebiete, wenn sie auf Nahrungssuche sind. Auf Pflanzenschutzmittel und Unkrautvernichter verzichtet man besser, denn diese töten ja die Insekten, sodass die Igel keine Nahrung mehr finden.

*** erster Advent ***
Wetterregel: Wenn in der ersten Adventwoche strenges, kaltes Wetter herrscht, so soll es 18 volle Wochen anhalten.
Tritt die Dunkelheit ins Zimmer,
zünd` ich eine Kerze an,
mich versetzt ihr warmer Schimmer
gleich in einen Zauberbann,
Alltagssorgen, die entschwinden -
weicher, stiller Harmonie,
kann mich selber wieder finden
und vergesse Plag´ und Müh`,
Denk zurück an Kindertage
wo Kerzenschein ein Fest erhellt,
fast in jeder Lebenslage
wurd ein Lichtlein aufgestellt.
Ob aus Freude oder Schmerzen,
lasse ich die Kerzen glüh`n
und ich wünsche mir von Herzen,
dass die Funken weitersprüh`n.
Dass sie andern Hoffnung spenden
auch in dunklen, trüben Zeiten.
Aller Kummer, der wird enden,
lassen wir vom LICHT uns leiten.???
Barbaratag
Lostag: Regnet’s am Barbaratag, regnet’s 40 Tage danach.
Lostag: Geht Barbara im Grünen, kommt’s Christkind im Schnee.
Wenn man am St. Barbaratag zu Mittag einen Kirschkern einsetzt, dann blüht das aufgegangenen Bäumlein in der Christnacht; ebenso blüht da die Christwurz.
Die heilige Barbara lebte im 3. Jahrhundert in Kleinasien. Heute heißt die Stadt Izmit und ist eine türkische Stadt am Marmarameer (nördliches Istanbul). Ihr Vater, ein Heide, liebte seine Tochter über alles. Da er jedoch auch sehr eifersüchtig und argwöhnisch war, sperrte er sie immer in einen Turm ein, wenn er verreisen musste.
Obwohl Barbara sehr reich war, war sie dennoch sehr einsam und unglücklich. Als sie dann die christliche Religion kennen lernte, sah sie in einem christlichen Leben ihre Aufgabe und ließ sich taufen.
Dies war in der Zeit der Christenverfolgung unter Kaiser Decius in den Jahren 249-251.Die Legende erzählt nun, dass der Vater als er von einer Geschäftsreise zurückkam, erstaunt feststellte, dass der Turm statt zwei Fenster wie bisher drei Fenster aufwies. Als er seine Tochter zur Rede stellte, gestand sie ihm, dass sie Christin sei und zur Erinnerung an die heilige Dreifaltigkeit drei Fenster im Turm haben wollte.
Der Vater war entsetzt und versuchte alles, um sie vom Christentum loszureißen. Aus Enttäuschung und Wut über ihren Starrsinn zeigte er sie selber an. Sie wurde gefangen genommen und starb für Ihre Nächstenliebe und ihren Glauben. Den Vater erschlug unmittelbar nach der Untat der Blitz.Das Brauchtum mit den Barbarazweigen
Die eine Version: Es heißt, dass die im kalten Winter verdorrten Blüten auf dem Grab der im 3. Jahrhundert lebenden heilige Barbara genau am Abend des 24. Dezember blühten. Dieses Phänomen soll sich alljährlich wiederholt haben.Bis heute werden am Barbaratag Apfel-, Kirsch-, Kastanien-, Pflaumen-, Holunder-, Rotdorn- oder Forsythienzweige geschnitten und ins geheizte Weihnachtszimmer gestellt. Dass Gehölze durch einen frostigen Kältereiz zum vorzeitigen Blühen gebracht werden können, wurde bereits vor langer Zeit entdeckt. Die kahlen Zweige wurden in jener Zeit oft mit weihnachtlichem Schmuck und Süßigkeiten behängt. Die so verschönerten "Barbarabäume" lassen sich als "Vorläufer" unseres heutigen Weihnachtsbaumes verstehen.
Die andere Version: Auf ihre Gefangenschaft zurückgehend. Hier hat sie einen verdorrten Kirschbaumzweig mit Tropfen aus ihrem Trinknapf benetzt. In den letzten Tagen im Bewusstsein ihres Todesurteils fand sie Trost darin, dass der Zweig in ihrer Zelle blühte.
Sie ist nicht nur eine der 14 Nothelfer der katholischen Glaubenswelt, sondern gilt sogleich als Schutzpatronin der Artilleristen, Bergleute, die für sie am Barbaratag ein Licht im Stollen brennen lassen, Gefangenen, Glöckner, (viele Kirchenglocken tragen ihren Namen), Architekten und Waffenschmiede.
Um den 4. Dezember als Gedenktag an diese Märtyrerin rankt sich ein reiches Brauchtum. Besonders bekannt und verbreitet ist die Sitte, am Barbaratag einen Apfel-, Kirsch-, Kastanien-, Pflaumen-, Holunder-, Rotdorn- oder Forsythienzweig zu schneiden und in das geheizte Zimmer zu stellen. Kommt der Zweig gerade am Weihnachtsfest zum Blühen, so wird das als gutes Zeichen für die Zukunft gewertet.
Es ist kein Kunststück, Gehölzzweige anzutreiben, dass sie an Weihnachten blühen. Die Zweige müssen nur am Strauch so weit herangewachsen und entwickelt sein, dass sich die Knospen auch entfalten können, wenn wir sie ins Haus holen.
Das Angebot im Garten ist vielseitig. Verwendbar sind praktisch alle Zweige früh blühender Gehölze, wie etwa Forsythien, Blutjohannisbeeren, Zieräpfel und Kirschen. Beim Baumschnitt fallen auch Zweige unserer Obstbäume an, die wir nach knospigen Zweigen absuchen und in die Vase stellen können.
Diese aus dem Freiland geholten Zweige dürfen nicht sofort in einen beheizten Raum geholt werden. Sie müssen Zeit bekommen, sich bei nur etwas höherer Temperatur zu akklimatisieren. Ganz empfindlich reagieren sie auf trockene Luft. Wenn Blütenzweige in unmittelbarer Nähe einer Heizung in die Vase gestellt werden, trocknen sie mit Sicherheit aus. Um dem vorzubeugen, sollte man die Zweige öfter einmal mit Wasser übersprühen.
Lostag: Regnet's an Sankt Nikolaus, wird der Winter streng und graus.
Der Heilige Nikolaus lebte im 4. Jahrhundert als Bischof von Myra im kleinasiatischen Lykien. Er gilt als Schutzpatron der Schifffahrt, der Kaufleute und der Schüler Ruprechts Knecht
Von drinn' vom Kaufhaus komm ich her,
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!Überall auf den Dekorationen
sah ich deftige Preise thronen;
und ringsum, an den klingelnden Kassen,
drängelten und schubsten sich die Massen
und wie ich so auf der Rolltreppe stand,
da packt mich auf einmal von hinten 'ne Hand.
„Ruprecht Knecht“ rief der Boss „alter Gesell,
hebe die Beine und spute dich schnell!
Jetzt wird es höchste Eisenbahn!
Die Geldbörsen sind aufgetan,
doch die Menschen sollten nun
für die Gabentische noch mehr tun;
Drum schick sie zur Hausbank, dort gibt es Kredite;
Das ist für'n Umsatz die ganze Miete!“
Ich sprach: „Na gut Boss, das lässt sich machen.
Wie ich seh' gibt's ja noch reichlich Sachen.
Ich wollte nur gerade mal schnell aufs Klo,
bei Stress geht mir das immer so.“
„Hast denn das Säcklein auch bei dir?“
Ich sprach: „Natürlich, das ist hier,
denn Computerspiel' und Video
machen die dümmsten Kinder."
„Hast denn die Rute auch bei dir?“
Ich sprach: „Die Rute, die ist hier,
doch nur für Leut' die nicht parieren,
die bring' ich so zum Konsumieren.“
Der Boss sprach froh: „So ist es recht!
Mach weiter Umsatz, treuer Knecht!“
Von drinn' vom Kaufhaus komm ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie steht's hier mit den Gaben?
Möcht' vielleicht noch wer was haben?
Von meinem Mailfreund Gerhard aus Düsseldorf
Bauernregel: Weißer Dezember, viel Kälte darein, bedeutet das Jahr soll fruchtbar sein.
Fingerabdrücke
Stimmt es eigentlich, dass Zwillinge dieselben Fingerabdrücke haben?
Vererbungslehre Eineiige Geschwister haben die gleichen Erbanlagen. Sind auch die Fingerlinien identisch?
„Er war's! Da bin ich mir absolut sicher. Hundertprozentig!", bestätigt die Kassiererin, als ihr einige Stunden nach dem Überfall auf den Supermarkt der mutmaßliche Räuber gegenübergestellt wird.
"Ich war im Kino", beteuert der Verdächtigte, "und dafür habe ich sogar mehrere Zeugen."
Im weiteren Verlauf der polizeilichen Untersuchungen stellt sich sehr schnell heraus, dass das Alibi "wasserdicht" ist. Aber auch noch etwas anderes: Der Festgenommene hat einen eineiigen Zwillingsbruder, und die beiden Männer gleichen sich buchstäblich wie ein Ei dem anderen.Zum Glück der Ermittler hat der Räuber jedoch am Tatort Fingerabdrücke und Haare hinterlassen. Müssten die denn nicht bei beiden Brüdern exakt gleich sein?
"Die Fingerabdrücke nicht", erklärt man im Bundeskriminalamt in Wiesbaden. "Die charakteristischen Muster der Papillarlinien entwickeln sich bereits im Mutterleib
und sind individuell unterschiedlich.
In 101 Jahren Daktyloskopie (Fingerabdruckverfahren) gab es nicht einen Fall, in dem zwei Menschen dieselben Fingerabdrücke hatten."
Und wie ist es mit den Haaren? Anhand der Erbanlagen, wie zum Beispiel im Speichel, im Blut, in der Haut und in den Haaren, kann das DNS-Identifizierungsmuster (der so genannte genetische Fingerabdruck ermittelt werden. Dieses Muster wiederum ist bei eineiigen Zwillingen - und auch nur bei ihnen identisch.
Mehr darüber kann man unter: http://www.GesundheitPro.de erfahren.
GemeinsamGemeinsam ist es sooo schön,
bei den Tieren kann man es sehn.
Sie machen es uns vor,
warum nicht der Mensch, der Tor?
Gemeinsam in allen Lebenslagen,
etwas Schweres zu zweit tragen.
"Schwer" kann zweierlei bedeuten,
als Gewicht das eine Mal,
oder als seelische Qual.
Wichtig ist das "Füreinander",
aber auch das "Miteinander".
Mach kein wissendes Gesicht
und sag: Ich brauch das nicht!
Jeder Mensch braucht einen Freund,
der es gut mit ihm meint.
Schöner ist es, viele Freunde zu haben,
die einem helfen in allen Lebenslagen.
Deshalb auf alle Menschen zugehn,
versuchen, sich gegenseitig zu versteh.
Das sollte sein unser erstes Ziel,
ist es verlangt zu viel?Heidi Gotti
Bauernregel: Der Frost soll klirren, dann macht der Sommer keine Wirren.
Die Zyperblume
Die Zyperblume, bei uns besser als Henna bekannt, ist ein Baumstrauch, der vom tropischen Nordosten Afrikas bis nach Arabien, von Persien bis Indien zu finden ist und auch in Israel in Jericho und im Jordantal vorkommt. Der Strauch wächst bis zu einer Höhe von zwei bis vier Metern und entwickelt stark verzweigte Äste mit eiförmig, einander gegenüberliegenden Blättern.
Im Frühling zieren weiße Blüten in nach oben gerichteten Büscheln ("Trauben") den Strauch; die ähnlich wie Rosen duften. Aus den Blüten entwickeln sich vielsamige, kugelige Kapseln; die als reife Früchte platzen.
Der Strauch wurde hauptsächlich wegen seines Farbstoffes gezogen. Seit alter Zeit wurden die Blätter getrocknet und zerstoßen, um dann aus den pulverisierten Blättern und Wasser eine Paste herzustellen, die zum Färben von Haaren, Nägeln und Stoffen diente und auch heute - vorwiegend in arabischen Ländern - noch auf diese Art verwendet wird. In Ägypten wurden auch die Mumien in mit Henna gefärbte Tücher gewickelt. Auch die Blüten wurden verwendet: durch Destillation kann man aus ihnen ein ätherisches Öl gewinnen, das als Parfüm dient.
In der Bibel wird die Zyperblume beziehungsweise Henna (hebräisch kopaer) nur dreimal erwähnt, und zwar ausschließlich in der Liebeslyrik des Hohenliedes. Im Hohelied 1,14 heißt es: "Mein Freund ist mir eine Traube von Zyperblumen in den Weingärten von En-Gedi." Hier wird auf die belebende Wirkung der duftenden Blüten angespielt, die reiche Frauen in einem Säckchen am Körper trugen. Nach Hohelied 4,13 gehören Hennasträucher zusammen mit Narde, Zimt und anderen feinen Gewürzen, mit Weihrauch und Myrrhe wie auch Balsam in den Garten, der als Beschreibung der Geliebten gewählt wird. Dieses Bild gründet in der alten Vorstellung von der Erde als Frau, als Urgrund der Vegetation. Im Aufruf, unter Zyperblumen die Nacht mit dem Geliebten zu verbringen wird die Erotik des Angebots durch die Nennung dieser aromatisch duftenden Pflanze unterstützt.Diesen Artikel aus unserem Gemeindeblatt, den ich teilweise und abgeändert übernommen habe, finde ich interessant, da ich Henna zum Haare färben verwende.
*** Zweiter Advent ***
Das klein wild Vögelein
Ein Lied aus der Zeit, als Bauerstöchter von Reichen Gutsherren auf ihr Schloss geholt und in Gold und Seide gekleidet wurden, um ihnen zu Diensten zu sein. Aus Siebenbürgen von vor 1516.
Es gibt in Liederbüchern viele leicht unterschiedliche Varianten davon.Es saß ein klein wild Vögelein,
auf einem grünen Ästchen,
Es sang die ganze Wintersnacht,
sein Stimm' tät hell erklingen,
Es sang die ganze Wintersnacht,
sein Stimm' tät hell erklingen.Oh sing mir doch, oh sing mir doch,
Du kleines wildes Vöglein,
Ich will dir Gold und Seide
Um dein Gefieder spinnen,
Ich will dir Gold und Seide
Um dein Gefieder spinnen.Behalt dein Gold, behalt dein Seid',
Ich will dir nimmer singen,
Ich bin ein klein wild Vögelein,
Und niemand kann mich zwingen,
Ich bin ein klein wild Vögelein,
Und niemand kann mich zwingen.In einer anderen Version gibt es noch diesen weiteren Vers:
Geh du herauf aus tiefem Tal
Der Reif wird dich auch drücken!
Drückt mich der Reif und Schnee so kalt
Frau Sonn wird mich erquicken.
Das Märchen vom Schlaraffenland
Hört zu, ich will euch von einem guten Lande sagen, dahin würde mancher auswandern, wenn er wüsste, wo es läge. Diese schöne Gegend heißt Schlaraffenland. Da sind die Häuser gedeckt mit Eierfladen, die Türen und die Wände sind von Lebkuchen und die Balken von Schweinebraten. Um jedes Haus steht ein Zaun, der ist von Bratwürsten geflochten, die sind teils auf dem Rost gebraten und teils frisch gesotten, je nachdem sie einer so oder so gern isst. Auf den Birken und Weiden, da wachsen die Wecken frisch gebacken, und unter den Bäumen fließen Milchbäche. In diese fallen die Wecken hinein und weichen sich selbst ein für die Leute, die sie gern einbrocken.
Die Fische schwimmen in dem Schlaraffenland oben auf dem Wasser, sind auch schon gebacken oder gesotten und schwimmen ganz nahe am Gestade. Wenn aber einer gar zu faul ist und ein echter Schlaraff, der darf nur bst! bst! rufen, so kommen die Fische auch heraus aufs Land spaziert und hüpfen dem guten Schlaraffen in die Hand, dass er sich nicht zu bücken braucht.
Das könnt ihr glauben, dass die Vögel dort gebraten in der Luft herumfliegen, Gänse und Enten, Tauben und Hühner. Und wem es zuviel Mühe macht, die Hand danach auszustrecken, dem fliegen sie schnurstracks in den Mund hinein. Die Ferkel laufen gebraten umher, und jedes trägt ein Messer im Rücken, damit, wer da will, sich ein frisches, saftiges Stück abschneiden kann.
Die Käse wachsen in dem Schlaraffenland groß und klein, wie die Steine. Im Winter, wenn es regnet, so regnet es lauter Honig in süßen Tropfen. Da kann einer lecken und schlecken, dass es eine Lust ist. Und wenn es schneit, so schneit es klaren Zucker. Und wenn es hagelt, so hagelt es Würfelzucker, untermischt mit Feigen, Rosinen und Mandeln.
Im Schlaraffenland kann man das Geld von den Bäumen schütteln wie Kastanien. Auch hat es große Wälder, da wachsen im Buschwerk und auf Bäumen die schönsten Kleider: Röcke, Mäntel, Hosen und Wämser von allen Farben, schwarz, grün, gelb, blau oder rot. Und wer ein neues Gewand braucht, der geht in den Wald und wirft es mit einem Stein herunter.
Wer nichts kann als schlafen, essen, trinken, tanzen und spielen, der wird zum Grafen ernannt. Der aber, den man als den Faulsten erkennt, der wird König über das ganze Land.
Nun wisst ihr des Schlaraffenlandes Art. Wer also dorthin eine Reise machen will, aber den Weg nicht weiß, der frage einen Blinden. Doch auch ein Stummer ist gut dazu; denn er sagt ihm gewiss keinen falschen Weg. Um das ganze Land herum ist aber eine berghohe Mauer von Reisbrei. Wer hinein will oder heraus, muss sich da erst überzwerch durchessen.
Nach Ludwig Bechstein
Der Sack und die Mäuse
Ein dicker Sack voll Weizen stand
auf einem Speicher an der Wand. -
Da kam das schlaue Volk der Mäuse
Und pfiff ihn an in dieser Weise:
"Oh, du da in der Ecke,
Großmächtigster der Säcke!
Du bist ja der Gescheitste,
der dickste und der Breitste!
Respekt und Referenz
vor eurer Exzellenz!"
Mit innigem Behagen hört
der Sack, dass man ihn so verehrt.
Ein Mäuslein hat ihm unterdessen
ganz unbemerkt ein Loch gefressen.
Es rinnt das Korn in leisem Lauf.
Die Mäuse knuspern's emsig auf.
Schon wird er faltig, krumm und matt.
Die Mäuse werden fett und glatt.
Zuletzt, man kennt ihn kaum noch mehr,
Ist er kaputt und hohl und leer.
Erst ziehn sie ihn von seinem Thron;
Ein jedes Mäuslein spricht ihm Hohn;
Und jedes, wie es geht, so spricht's:
"Empfehle mich, Herr Habenichts!"Wilhelm Busch
Lostag: Wenn Luziä die Gans geht im Dreck, so geht sie am Christtag auf Eis.
Wühlmäuse
Wühlmäuse halten keinen Winterschlaf. Sie legen sich zwar im Herbst einen gewissen Vorrat an Nahrungsmitteln in ihrem ausgedehnten Gangsystem an, sie sind jedoch auch in der kalten Jahreszeit aktiv und haben entsprechenden Appetit. Zuerst sind die Blumenzwiebeln an der Reihe, die für sie, bis auf wenige Sorten, echte Delikatessen sind. Auch Möhren und andere Wurzelgemüse nehmen sie gern, sofern sie ihrer habhaft werden können. Wenn das Angebot knapp wird, und selbst die fleischigen Wurzeln von Stauden und Wildkräutern aufgezehrt wurden, sind sogar die Wurzeln unserer Obstbäume nicht mehr sicher. Vor allem die jungen Wurzeln frisch gepflanzter Bäume und Sträucher mögen sie gern. Im Frühjahr kann man solche Exemplare mühelos ausziehen, weil die Wurzeln keinen Widerstand mehr leisten. Sie sind dann nicht mehr zu retten.
Wer also mit Wühlmäusen im Garten Probleme hat, sollte bei der Pflanzung von Gehölzen die Pflanzgrube mit engmaschigem Maschendraht auslegen. Dieser ist leicht in die gewünschte Form zu bringen. So kann man übrigens auch größere Blumenzwiebelpflanzungen schützen. Dabei dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass die hungrigen Tiere hin und wieder auch von oben an die leckeren Dinge gelangen können. Deshalb sollten wir im Herbst der Wühlmausbekämpfung unser besonderes Augenmerk schenken. Die Gänge sind auf abgeräumten Beeten gut zu erkennen, und das müssen wir nutzen.
Bauernregel: Kalter Dezember und fruchtbar Jahr, sind vereinigt immerdar.
Mausfallensprüchlein - aus meinem uralten Lesebuch von 1945
(Das Kind geht dreimal um die Falle uns spricht)
Kleine Gäste, kleines Haus.
Liebe Mäusin oder Maus,
stell dich nur kecklich ein
heut nacht bei Mondenschein!Mach aber die Tür fein hinter dir zu!
Hörst du?
Dabei hüte dein Schwänzchen!
Nach Tische singen wir,
nach Tische springen wir
und machen ein Tänzchen:
Witt, witt!
Meine alte Katze tanzt wahrscheinlich mit.Eduard Möricke
Wetterregel: Kalter Dezember, zeitiger Frühling.
Die kostbarsten Stiefel
Eines Tages kam Wilhelm in ganz seltsamen Stiefeln zur Schule. Sie waren so groß, dass seine Füße zweimal darin Platz gehabt hätten. Außerdem waren es Stiefel für eine Frau.
Die Kameraden verlachten und verspotteten Wilhelm gehörig.
„Du Krummstiefel!“
„Du mit deinen Latschen an den Füßen!“
„Hat Weiberschuh! Hat Weiberschuh!“
Da ließ der Lehrer die ganze Klasse auf dem Schulhof antreten.
„Von wem hast du deine Stiefel bekommen?“, fragte er den ersten von Wilhelms Kameraden.
„Die hat mir mein Vater gekauft.“
„Und du?“, fragte der Lehrer den zweiten.
„Meine Mutter hat sie mir zu Weihnachten geschenkt.“
„Und du?“ wurde der dritte gefragt.
„Die sind meinem Bruder zu klein. Jetzt darf ich sie anziehen.“
Und so fragte der Lehrer weiter, bis er zuletzt zu Wilhelm kam. „Von wem hast du denn die Stiefel bekommen?“
„Von einer Frau“, sagte Wilhelm, „weil ich im Wald für sie Holz gesammelt habe.“
„Und wo sind deine eigenen Schuhe?“, fragte der Lehrer.
„Die hat mein kleiner Bruder. Der ist bis jetzt barfuß gegangen. Aber jetzt wird’s zu kalt.“
Da sagte der Lehrer zu all den anderen Kindern: „Ihr könntet stolz darauf sein, wenn ihr solche Stiefel wie der Wilhelm hättet.
Das sind die kostbarsten von allen, die ich und ihr an den Füßen habt.“
Aus meinem alten Lesebuch
Aus Kritik des Herzens
von W. Busch
Mein kleinster Fehler ist der Neid.
Aufrichtigkeit, Bescheidenheit,
Dienstfertigkeit und Frömmigkeit,
obschon es herrlich schöne Gaben,
die gönn ich allen, die sie haben.Nur, wenn ich sehe, dass der Schlechte
das kriegt, was ich gern selber möchte,
nur, wenn ich leider in der Nähe
so viele böse Menschen sehe.Und wenn ich dann so oft bemerke,
wie sie durch sittenlose Werke
den lasterhaften Leib ergötzen,
das freilich tut mich tief verletzen.
Sonst, wie gesagt, bin ich hieniden,
Gott Lob und Dank, so recht zufrieden.
*** Dritter Advent ***
Lostag: Ist Sankt Lazar nackt und bar, wird ein gelinder Februar.
Die Christrose
Helleborus niger, wie die Christrose botanisch heißt, ist in Europa heimisch und gedeiht auch problemlos, wenn wir ihr einige Wünsche ertüllen - diese allerdings sind ausgesprochen wichtig. Sie ist eine Waldpflanze und möchte deshalb auch im Garten gern leicht schattig stehen, am liebsten unter Ziergehölzen. Der Boden darf dort aber nicht zu trocken sein, und er sollte - das ist wichtig zu wissen - humus- und kalkhaltig sein. Saure Böden verabscheut sie, und unter ungünstigen Bedingungen hat sie auch nur eine kurze Lebensdauer. Aber an einem für sie idealen Platz kann sie uralt werden. Je ungestörter man sie wachsen lässt, umso schöner wird sie im Laufe der Zeit.
In Deutschland wird die Christrose auch Nieswurz genannt. Diesen Namen hat sie bekommen, weil sie als Nies- und Schnupfpulver bis heute Verwendung findet. Allerdings sollte man das nicht eigenmächtig versuchen, denn alle Teile der Pflanze sind sehr giftig. lm 19. Jahrhundert kam es sogar zu tödlichen Vergiftungen, weil die Nieswurz oft als Wurmmittel eingesetzt wurde. Auch wird der Christrose Heilwirkung nachgesagt, dazu werden aber nur die Wurzeln verwendet.Jetzt im Herbst ist die richtige Pflanzzeit. Wer kräftige Stauden setzt, kann sich oft schon im folgenden Frühjahr über die ersten Blüten freuen. Die Christrose ist ein Winterblüher und zeigt ihren Schmuck von November bis April. Ihre Blüten haben keine Blütenblätter. Das, was wir dafür halten, sind die Kelchblätter, die man nicht auszupfen kann. Auch im Verblühen fallen sie nicht ab, sondern werden grün und umgeben später die Fruchtstände.
Wetterregel: Trockener Dezember, trockenes Frühjahr und trockener Sommer.
Winter
Der Winter ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?
Wenn auch die ganze Welt verschneit,
und alles friert zu Stein.Der Wald in seiner Silberpracht,
er schimmert weit umher,
als ob er aus Kristall gemacht
und ganz aus Zucker wär.Hurra, nun kommt die Schlittenfahrt
Auf glänzend weißem Schnee,
und welch ein schöner Tanzsaal ward
der spiegelglatte See!Und mitten drin, o Seligkeit,
da strahlt der Weihnachtsschein!
Der Winter ist die schönste Zeit,
was kann wohl schöner sein?Heinrich Seidel
Wetterregel: Wenn es nicht vorwintert, so wintert es nach.
Augenblicke
Es gibt Momente in welchen Du einen geliebten Menschen so sehr vermisst,
dass Du ihn aus deinen Träumen holen willst, um Ihn zu umarmenTräume was Du wünschest zu träumen:
Gehe wohin Du gehen willst, Denn Du hast nur ein Leben,
und eine Gelegenheit alle die Dinge zu tun, welche Du machen möchtestDass Du ... genügend Glück hast um gut zu sein, genügend Erfahrung um stark zu sein,
genügend Schmerz um menschlich zu sein, genügend Hoffnung unglücklich zu seinVersuche Dich immer in die Lage der Andern zu versetzen,
wenn es Dich schmerzt, schmerzt es wahrscheinlich auch die Andern.Die glücklichsten Menschen haben nicht unbedingt das Beste:
Sie machen lediglich das Beste aus dem, was ihren Weg kreuzt.Das Glück erwartet…
jene die weinen … jene die leiden…
jene die suchen … jene die tapfer sind…
denn nur diese Personen können die Wichtigkeit jener schätzen, die ihr Leben geprägt habenDie Liebe erwacht mit einem Lächeln, wächst mit einem Kuss, und endet mit einer Träne
Die Zukunft wird am glänzendsten, wenn man die Vergangenheit nicht zu sehr bewertet.
Du wirst erst gewinnen, wenn Du Deine Schwächen und Traurigkeiten hinter Dir lässtAls Du geboren wurdest, hast Du geweint und alle um Dich herum haben gelächelt
Lebe Dein Leben auf die Art und Weise, dass wenn die Stunde des Todes kommt,
Du lächelst und jene, die Dich umgeben, weinenGott möge Dich an Deiner Hand halten und die Engel Dich beschützen
Dies sei eine Botschaft für Menschen, die Dir etwas bedeuten ...
Für jene die Dein Leben auf die eine oder andere Art prägen ...
die Dich zum Lächeln bringen, wenn Du es am nötigsten hast ...
die Dir die guten Seiten der Dinge zeigen auch wenn Du nur das Schlechte siehst ...
und jene, welchen Du sagen möchtest, wie sehr Du Ihre Freundschaft und Liebe schätzest ...Ich habe diese Zeilen in einer Präsentation erhalten und möchte nicht die Gelegenheit versäumen, allen Lesern mit dieser Botschaft den Tag zu erhellen
Wetterregel: Bei Donner im Winter ist viel Kälte dahinter.
Verschneit liegt rings die ganze Welt.
Verlassen steht ein Baum im Feld,
hat längst sein Laub verstreut …Der Wind geht nur bei stiller Nacht
und rüttelt an dem Baume,
da rührt er seine Wipfel sacht
und redet wie im Traume.Er träumt von künftger Frühlingszeit,
von Grün und Quellenrauschen,
wo er im neuen Blütenkleid
zu Gottes Lob wird rauschen.Joeph von Eichendorf
Lostag: Wenn St. Thomas dunkel war, gibt's ein schönes neues Jahr.
Der St. Thomas – Tag
In der St. Thomas-Nacht (vom 21. auf den 22. Dezember) kann man seinen künftigen Ehepartner sehen.
Burschen sagen auch : „Zoag mir glei - mein künftigs Weil" Dann soll man mit dem linken Fuße voraus ins Bett steigen und sich umgekehrt niederlegen, so dass der Kopf dort liegt, wo sonst die Füße liegen. Dann sieht man den künftigen Gatten im Traume.
Die Langschläfer können in der Thomasnacht ihrem Fehler abhelfen, wenn sie vor dem Schlafengehen den heiligen Veit mit folgenden Worten anrufen:Heiliger Sankt Veit,
Weck mich auf zur rechten Zeit,
dass ich mich nicht verschlafe
und zur rechten Zeit erwache!Wenn man in der St. Thomasnacht Silbergeld ins Waschbecken legt und sich daraus wäscht, so geht einem das Geld nicht aus.
Im Ötschergebiete kennt man ein Gespenst der Thomasnacht, das Thomaszoll genannt wird.
Der Thomastag heißt auch der Sautod, weil an diesem Tage schier in jedem Hause eine Sau abgestochen wird, damit man in den Weihnachtsfeiertagen Fleisch zu essen habe.
Das am St. Thomasabend gegossene Blei wird bis Mitternacht aufbewahrt, dann schleichen die Burschen damit zu ihren Mädchen, bezeichnen den Boden vor dem Haustore mit einem Kranz, stellen sich darauf, lehnen den Rücken an das Tor und werfen mit dem gegossenen Blei dreimal über den Kopf gegen das Tor. Klingt der Wurf hoch, so ist die Verlobte treu, klingt er tief, so ist sie untreu. Dann tritt der Bursche rückwärts von dem Kranze weg und gräbt das Blei bei einem Zaune ein, an welchem die Verlobte täglich mehrere Male vorübergeht. In der Silvesternacht zwischen 12 und 1 Uhr scharrt der Bursche behutsam die Erde von dem vergrabenen Blei weg und schlägt ein Kreuz über die Grube. Je nachdem das Blei rein oder fleckig gefunden wird, lässt es auf Treue oder Untreue der Verlobten schließen.Am Thomasabende schreibt der Ledige die Namen jener Personen, welche betreffs seiner künftigen Ehe in Betracht kommen können, auf Zettel und legt alle Zettel zusammen unter den Kopfpolster. Beim ersten Erwachen greift er einen der Zettel heraus. Der gezogene Name kündet den Künftigen bzw. die Künftige.
In der Thomas- und Weihnacht werfen die Mädchen den Pantoffel rücklings über die Achsel zur Türe hin. Fällt er so, dass die Spitze hinaussteht, so heiraten sie im nächsten Jahre. Schaut sie herein, so bleiben sie noch ein Jahr sitzen.
In der Thomasnacht schneidet man einen Apfel entzwei und zählt die in einem Teile enthaltenen Kerne. Sind sie paar, so heiratet man bald. Sind sie unpaar, so ist noch nicht daran zu denken. Schneidet man beim Teilen des Apfels einen Kern entzwei, so deutet dies auf häufigen Streit. Schneidet man aber zwei Kerne, so hat man bald den Tod der Ehehälfte zu beklagen.
Am St. Thomas-Abend stellt man sich unter einen Kriechenbaum oder Weichselbaum, schüttelt ihn und spricht:
Kriechabam, i riegel di,
Mein Schåtz, i prügel di,
låss a Hunderl bell'n,
wo si mein Schåtz wird meld'n.oder:
Kriechabam, i beutel di,
Heiliger Thomas, i bitt di,
Lass ma a Hunderl bell'n,
dass mein Manderl meld'n!Wo darauf ein Hund bellt, dorther wird der Künftige kommen.
Ledige Personen tragen vom Thomastag an bis zum Christabend einen Apfel in der Tasche; waschen sich während dieser Zeit nicht, beten nicht und besprengen sich auch nicht mit Weihwasser. Am Christabend essen sie unter dem äußeren Stadeltor, wo sie von den Hausgenossen weniger leicht gesehen werden. Dabei soll der zukünftige Ehegenosse zufällig des Weges kommen und unangesprochen vorübergehen.
Nach anderen zeigt der Vorübergehende nur den Stand des Zukünftigen an. Ist er z.B. ein Jäger, so wird die Dirne einen Jäger bekommen.
*** Winteranfang ***
Die Vorlieben der Sternzeichen
Capricornus/Steinbock 22.12.-20.1.
Element: Erde
Planet: Saturn
Stein: Dezember - Türkis
Januar - Granat
Pflanze: Stechpalme
Farbe: Schwarz oder Blau
Charakter: treu, zuverlässig, sorgfältig, ausdauernd, traditionsverbunden
So küsst der treue Steinbock
Der Steinbock-Kuss ist kontrolliert und diszipliniert. Das Erdzeichen bemüht sich immer um Haltung. Beim Küssen ist der Steinbock eher verhalten, selbstbeherrscht und kontrolliert. Selten erlebt ein Kusspartner, dass der Steinbock sich ganz hingibt. Treue, Beständigkeit und Verantwortungsbewusstsein sind die Haupteigenschaften des Steinbocks. Es kommt immer auf die Prioritäten an. Da nimmt man einen Mangel an Fantasie beim Küssen schon mal in Kauf. Immerhin macht der Ehrgeiz die Steinböcke durchaus lernfähig. Steinbock-Männer verfügen immer über mehr Ausdauer als der Partner glaubt. Auch beim Küssen stehen Eigenschaften wie Ausdauer, Ehrgeiz, Eifer und Durchsetzungsvermögen an erster Stelle. Steinböcke geben nie auf und küssen gründlich, wenn auch manchmal etwas sparsam. Steinbock-Frauen erwecken leicht den Eindruck, als bräuchten Sie Nachhilfe in Sachen Küssen. Ihre Selbstbeherrschung lässt diese Vorstellung beim Partner entstehen. Frauen dieses Erdzeichens sind nicht ganz so fantasielos, wie sie erscheinen.
Gute Kusspartner sind: Stier, Fische, Krebs und Jungfrau.
Weniger gute Kusspartner sind: Widder, Schütze, Löwe und Skorpion.
Bauernspruch: Besser die Weihnacht knistert, als dass sie flüstert.
Die Rauhnächte oder Unternächte sind die Nächte vom St. Thomasabend (21. Dezember) bis Heiligendreikönig, nach anderen Berichten vom Christabend bis Heiligendreikönig.
An den Vorabenden des St. Thomastages, des Christfestes, des Neujahrstages und des Dreikönigfestes ( 20., 24., 31. Dezember, 5. Jänner) rauchte (räucherte) man alle Räume des Hauses mit Weihrauch und besprengte sie mit Weihwasser, um sie zu segnen und dadurch die Hexen und bösen Geister zu vertreiben, denn die Unternächte sind die Zeit, in welcher die Geister ungescheut umgehen und ihr Wesen treiben.
Wenn die kleine Prozession von ihrem Rundgange in die Stube zurückgekehrt ist, knien alle nieder und beten, worauf die Männer ihre Mützen, die Weiber ihre Kopftücher über den Rauchtopf halten und dann rasch das Haupt bedecken: Das gilt als Mittel gegen Kopfleiden. Nun ist alles im Hause geweiht ( gesegnet), selbst der Kehrricht. Dieser darf daher diesmal nicht weggeworfen werden. Man streut ihn auf das Kornfeld, um es vor Schauer zu bewahren.In den Unternächten - vom Christabend bis Heiligendreikönig - soll man nicht umtümmeln, nämlich keine Türe zuhauen, nicht hämmern, hacken, kurz nichts Lärmendes tun, damit man das schlafende Jesukind nicht aufweckt.
In den Unternächten darf man nicht spinnen, sonst liefert man der Haupthexe Hertha das Garn, womit sie die Leute fängt und fortschleppt.
In den Unternächten sollen die Bäume bocken oder remmeln, d.h. da soll sie der Wind bis in die Wurzeln hinab riegeln, damit sie sich befruchten. Dann gibt es im nächsten Jahre viel Obst.
In den Rauhnächten kann man durch Losen und Lößein die Schicksale des nächsten Jahres erkunden.Der Sinn des Namens Rauhnächte und Unternächte ist dem Volke nimmer bewusst. Die meisten meinen, der Name komme vom Räuchern her. Manche aber sagen, der Name müsse etwas anderes bedeuten, da man ja nicht Rauchnächte, sondern Rauhnächte sage und nur in 3 oder 4 Rauhnächten „rauche", während alle Nächte vom 21. Dezember bis 6. Jänner Rauhnächte heißen.
In den Rauhnächten können mutige Leute durch Losen (oder Lisna, Lismen) die Schicksale des nächsten Jahres erkunden. Man lost auf Kreuzungen, Friedhöfen, an Bächen, unter Schwarzkirsch, Kriecherl-, Weichsel- Zwetschkenbäumen und in der Weihnacht auch an Stalltüren.
Das mundartliche Wort losen heißt nicht nur lauschen, sondern auch lauern, was das Lauschen und Lauern auf Vorzeichen bedeute. Das von Zaubersprüchen begleitete Schütteln der Bäume beim Losen erinnert an das von Runensprüchen begleitete Schütteln der Runenstäbe (Baumzweige) beim Losen oder soll den raunenden Windgott regen.
Wer lisna oder lisma will, darf neun Tage vorher nichts beten, kein Weihwasser nehmen und muss abends nach dem Gebetläuten schweigend und ohne sich umzusehen auf einen Kreuzweg oder unter einen Schwarzkirschbaum gehen. Wer sich dabei umsieht, erhält von unsichtbarer Hand eine solche Ohrfeige, dass man die fünf Finger in seinem Gesichte sieht. Es können auch mehrere Personen von ungerader Zahl mitsammen lisna gehen. Der Lisna darf sich aber durch nichts von seinem Standorte verschrecken lassen; sonst erhält der böse Feind Mächt über ihn.
Dann hört und sieht der Lisner durch teuflischen Spuk, was während des neuen Jahres im selben Orte Merkwürdiges geschehen wird. Hört er z.B. Musik, so bedeutet das Hochzeit. Hört er beten oder weinen, so bedeutet das einen Todesfall. Aus der Richtung des Schalles oder aus der Gestalt der Wolken und höllischer Schemen erkennt er, wen es angeht
Heiliger Abend und vierter Advent
*** Uns ist ein Kindlein heut gebor'n - von einer Jungfrau auserkor'n ***
Hier Wolfgangs Weihnachtspredigt und das dazu gehörige Gebet:
Herr wir danken Dir, dass du in unsere Welt gekommen bist und Dich uns ganz gegeben hast. Hilf uns, dass wir davon leben und in Deinem Licht unseren Alltag neu ordnen.
Laß es Weihnachten werden, mitten in unserem Alltag, unseren Familien und überall dort, wo Menschen leben und arbeiten und miteinander auskommen müssen.
Laß das Licht Deiner Wahrheit vor allem auch zu denen kommen, die es am heutigen Heiligen Abend besonders schwer haben, zu den Kranken und Einsamen, den Verzweifelten und Hungernden, den vom Krieg in aller Welt geschundenen.
Gib uns Menschen Kraft, die Not auf unserer Erde zu beseitigen.
Wir vertrauen auf Deine Gegenwart und wollen fröhlich und getrost unsere Lebensstraße ziehen. Dir sei Lob und Ehre in Ewigkeit.
Und der Friede Gottes, der höher ist als alle unsere menschliche Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus, unseren Herren. - Amen.
Wolfgang würde sich über eine positive Resonanz riesig freuen, hier könnt Ihr ihn erreichen:
ws.sickte@t-online.de und unter http://home.feierabend.com/bubbelpety/

Lostag: Wie sich die Witterung vom Christtag zum Heiligdreikönigstag verhält, so ist das ganze Jahr bestellt.
Hörst du auch die leisen Stimmen aus den bunten Kerzlein dringen?
Die vergessenen Gebete aus den Tannenzweiglein singen?
Hörst auch du das schüchternfrohe, helle Kinderlachen klingen?
Schaust auch du den stillen Engel mit den reinen, weißen Schwingen?
Schaust auch du dich selber wieder fern und fremd nur wie im Traume?
Grüßt auch dich mit Märchenaugen deine Kindheit aus dem Baume?** Ada Christen **
Lostag: Windstill muss St. Stephan sein, soll der nächste Weih gedeih'n.
Der St. Stephani-Tag
Am Stephani-Tag (26. Dezember) reiten in manchen Orten ledige Burschen auf Pferden herum.
Der Brauch heißt das Stefaniereiten.St. Stefan wurde vom Volke anstatt des Gottes Fricco (Freya) zum Pferdepatron.
Darum heißt der St. Stefanstag in alten Kalendern der große Pferdstag.
Schneezauber
Schneeverhangen die Tannen,
brechend unter der Wucht –
Nebel spinnen und spannen
Sich um Pfade und Schlucht.Knackt ein Ast nur zuzeiten,
fern ein Vogelruf schallt –
sonst kein Laut in den Weiten,
im verzauberten Wald!Lulu von Strauß und Torney
Wetterregel: So kalt im Dezember - so heiß wird's im Juni.
St. Johannes-Tag
Am St. Johannistag (27. Dezember) wird in einigen Gegenden Niederösterreichs in der Kirche Wein geweiht. Davon gießt der Kellerherr einige Tropfen in jedes Fass. Dadurch wird der Abschiedstrunk, den der Hauswirt seinen Gästen vorsetzt, ein Weihetrunk, Johannissegen genannt.
In jedem vollen Glase Wein
Seh unten auf dem Grund
ich deine hellen Äugelein
und deinen süßen Mund.Da trink ich schnell und warte nicht
und küsse dich im Wein;
Auf's neu zu schaun dein Angesicht
schenk ich schnell wieder ein.So füll und leer mein Gläschen ich
und trinke immer zu!
Nennt man mich nächstens liederlich –
Die Schuld mein Schatz hast Du!(Rudolf Hermanns)
Der Tag der unschuldigen Kinder
Am Tage der unschuldigen Kinder (28. Dezember) darf kein Dreschstroh auf der Tenne liegen bleiben, sonst müssen die unschuldigen Kindlein durchwaten.
Die Kinder schlummern
Die Kinder schlummern in den Kissen,
weich, weichen Atems, nebenan,
ein Traum vom heutigen Tag, und wissen
nicht was mit diesem Tag verrann.Wir aber fühlen jede Stunde,
die uns mit leisem Flügel streift
und wissen, dass im Dämmergrunde
der Zeit uns schon die letzte reift.Wir sitzen eng geschmiegt im Dunkeln.
So träumt sich's gut. Und keines spricht.
Durchs Fenster fällt ein Sternenfunkeln,
vom Ofen her ein Streifchen Licht.Einmal, im Schlaf, lacht eines der Kleinen
ganz leis. Was es wohl haben mag?
Springt es mit seinen kurzen Beinen
noch einmal fröhlich durch den Tag?Ein Mäuschen knabbert wo am Schragen,
knisternd verkohlt ein letztes Scheit,
die alte Uhr hebt an zu schlagen -
Da sprichst du leis: "Komm, es ist Zeit!"(Gustav Falke)
Der 29. Dezember heißt hie und da der Windtag. An diesem Tag opfert man der Windbraut, indem man Speiseteile auf die Herdpflöcke (Zaunpflöcke) legt.
Was singt der Wind
Was singt der Wind - Was singt der Wind
In den Telegraphendrähten?
Muss fort geschwind,
Mein Kind, mein Kind,
Ich darf mich nicht verspäten!
Was singt der Wind - Was singt der Wind
In den Kastanienkronen?
Wär ich nicht drauß
im Feld zu Haus
möcht ich in Kronen wohnen!
Was singt der Wind - Was singt der Wind
Am Bachesrand im Röhricht?
Wer sich nicht wiegt,
wer sich nicht biegt,
der bricht, und der ist töricht.
Was singt der Wind - Was singt der Wind
Am Abend in den Bäumen?
Schlaf ein, mein Kind,
geschwind, geschwind,
und mögst du friedlich träumen!James Krüss
Der 30. Dezember heißt auch der Wassertag. An diesem Tag wirft der Ober-Mühlbursche von jeder Richt des Mittagsmahles ein Weniges in den Wehrtümpel und zwar fürs Wassermandel.
Am fließenden Wasser Gottfried Keller
Ich liege beschaulich
an klingender Quelle
und senke vertraulich
den Blick in die Welle;
Ich such' in den Schäumen
weiß selbst nicht, wonach?
Verschollenes Träumen
wird in mir wach.Da kommt es gefahren
mit lächelndem Munde,
vorüber im klaren
kristallenen Grunde,
das alte vertraute,
das Weltangesicht!
Sein Aug' auf mich schaute
mit äth'rischem Licht.Wohin ist's geschwommen
im Wellengewimmel?
Woher ist's gekommen?
Vom blauenden Himmel!
Denn als ich ins Weben
der Wolken geseh'n,
Da sah ich noch eben
es dort vergeh'n.Ich seh' es fast immer,
wenn's windstill und heiter,
und stets macht sein Schimmer
die Brust mir dann weiter;
Doch wenn sein Begegnen
der Seele Bedarf,
im Stürmen und Regnen
auch seh' ich es scharf.Gottfried Keller
Scherzhafte Wetterregel: Gefriert's zu Silvester in Berg und Tal, ist's dieses Jahr das letzte Mal.
Die "Schwarze Madonna" und das Wunder, und der "Glücksbambus" - darüber berichte ich auf der Silvesterseite: http://www.gottiswelt.de/gedichte/silvesteruebersicht.htm bei "2006"
Auf der Suche nach dem Glück ...haben wir uns schon allerhand einfallen lassen. Da wird Salz über die Schulter gestreut, oder einfach nur gespuckt, Schornsteinfeger werden belästigt, Unmengen Marzipanschweine verschenkt und natürlich wird versucht aller mittlerweile rar gewordenen Hufeisen habhaft zu werden. Und was wurde nach der Währungsumstellung eigentlich aus dem Glückspfennig? So mancher Glücksuchende wurde schon dabei beobachtet in Weiden und Wiesen das vierblättrige Kleeblatt ausfindig zu machen ohne zu wissen, dass nur das zufällig gefundene wirklich Glück verheißt. So wird es zumindest überliefert. Dann aber schützt es vor Zauber und Hexen, verleiht hellseherische Fähigkeiten und unterm Kopfkissen platziert, zeigt es Mädchen im Traum den Zukünftigen.
Glück ist ja Gott sei Dank individuell verschieden und auch den Glücksklee kann man einfacher bekommen. Mit vier Blättern entspringt er nämlich einem Blumenknöllchen, das am besten im April gepflanzt wird und den Sommer draußen verbringen kann. Dort entwickeln sich auch prächtige, karminrote Blüten über dem schön gezeichneten Laub. Zum Herbst hin lässt man die Pflanze wieder einziehen und lagert sie wie Dahlien.
Im Herbst gepflanzte Knollen lassen sich als Glücksbringer sehr gut für Neujahr antreiben. Sie werden einfach 4-5 cm tief in einen Blumentopf gesetzt und ans Fenster gestellt. Wenn man dann "zufällig" daran vorbeikommt, sollte das Glück sicher sein.