Februar 2008

Stiller Augenblick
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Fliehendes Jahr, in
duftigen Schleiern Still und einsam schwingt
er die Flügel |
Und in seinem Tun und
Lassen Atme nur in vollen Zügen |
Gottfried Keller
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Das ist der liebe Februar
Das ist der liebe Februar,
Der nicht mit einunddreißig quält,
Der einz'ge Mond im langen Jahr,
Der richt'ge achtundzwanzig zählt.
Ich brauch' nur achtundzwanzigmal
Zu meinem teuren Simpson gehen
Und kann den boy und mein Gemahl
Drei Tage früher wiedersehn.
Theodor Fontane
Aber im Schaltjahr 2008 hat der Februar 29 Tage.
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Am 2. Februar, mit Mariä Lichtmeß, hörte die Arbeit bei künstlichem Licht auf, man rüstete sich für die harte Arbeitszeit des Frühjahrs.
Die Germanen hielten früher von Kathrein (25.11.) bis Mariä Lichtmeß eine Zeugungspause.1. Es sollten in dieser licht- und nahrungsarmen Zeit keine schwächlichen Kinder gezeugt werden.
2. Auch würde die Geburt dieser Kinder genau in die Erntezeit fallen, wo jede Hand gebraucht wird.
3. Dadurch ermöglichte man damals jeder Frau einen Partnerwechsel.Zu Lichtmeß im Dienstbotenwechsel auf dem Lande ist dies noch erhalten. „Bauer, wir machen Lichtmeß”, sagte der Knecht und das bedeutete die Kündigung.
St. Blasius
Blasius war von Beruf Arzt und wurde Bischof von Sebaste, dem heutigen Sivas in der Türkei, damals Hauptstadt der römischen Provinz Armenia. Unter Kaiser Licinius erlitt er das Martyrium. † um 316 daselbst
Blasius soll sich der Legende zufolge wegen der Christenverfolgung in einer Höhe versteckt haben, wo er von wilden Löwen, Tigern und Bären bewacht wurde. Die Nahrung wurde ihm von Vögeln zugetragen. Er segnete wilde Tiere und heilte ihre Verletzungen. Da sich alle Tiere zu Blasius geflüchtet hatten, fanden die Jäger kein Wild mehr. Sein Bistum habe er aus dieser Einsiedelei heraus geleitet. Ernährt wurde er von einer armen Frau, die durch Blasius’ Gebet ihr vom Wolf geraubtes Schwein zurück erhalten hatte. Sie brachte ihm Schweinskopf, Brot und Kerze, für ihn hatte sie das wieder erlangte Schwein geschlachtet. Sie erhielt den Auftrag, jährlich in seinem Namen eine Kerze zu seinem Gedächtnis zu opfern.
Eines Tages offenbarte Christus Blasius dann, dass die Stunde seines Martyriums gekommen sei. Trotz seiner tierischen Leibwache wurde er verhaftet und vor den Statthalter Agricola gebracht, weigerte sich aber, die Götterbilder anzubeten. Man warf ihn ins Gefängnis.
Dort soll er einen Jungen, der eine Fischgräte verschluckt hatte, durch sein Gebet vor dem Erstickungstod gerettet haben.
Da der Statthalter durch Blasius’ Standfestigkeit erbittert war, ließ er ihm mit eisernen Wollkämmen die Haut zerfetzen. Sieben Frauen, die sein Blut sammelten, wurden auch festgenommen und mit Kämmen gemartert. Als der feurige Ofen, in den sie geworfen werden sollten, vor ihnen erlosch, wurden sie enthauptet.
Blasius wurde mit zwei Gefährten in einen Teich geworfen. Er machte das Kreuzeszeichen über dem Wasser, Christus erschien und trockenen Fußes schritten sie an Land. Als die Heiden es ihnen gleichtun wollten, ertranken sie.
Vor seiner Hinrichtung betete Blasius darum, dass alle, die ein Übel an der Kehle oder sonst ein Siechtum haben, Erhörung fänden, wenn sie in seinem Namen um Gesundung bäten. Eine Stimme vom Himmel versicherte ihm die Gewährung dieser Bitte. Er wurde dann mit seinen beiden Gefährten enthauptet.Der Blasiussegen, Halssegen, Einblasen – hilft deshalb gegen Halskrankheiten. Blasiussegen geht ursprünglich auf die Wortwurzel Bal, Bel, bhel = leuchtend, hell, glänzend zurück, also eine Lichtgottheit. Der Bal-Kult, durch die klerikale Umwertung zum Belzebub verballhornt, wurde besonders von den Kelten im Sonnengott Bellenus (Balder ist bei den Germanen der Lichtbringer) in einem großen Lichterfest Anfang Februar aus Freude über die wiederkehrende Sonne verehrt.
Rosenmontag
Am Rosenmontag bin ich geboren,
am Rosenmontag in Mainz am Rhein.
Bis Aschermittwoch bin ich verloren,
denn Rosenmontagskinder müssen närrisch sein,
denn Rosenmontagskinder müssen närrisch sein.Mein Papa sein Wahlspruch war Spaß an der Freud
und gestern war gestern und heute ist heut.
Und dann hat er um meine Mutter gefreit,
was daraus dann wurde steht vor euch ihr Leut.
Am Rosenmontag bin ich ...Und sollte ein Mann eines Tag´s um mich frei´n,
dann darf es vor allen kein Trauerkloß sein.
Wir brauchen kein Reichtum, wir brauchen kein Geld,
und feiern wir Fastnacht gehört uns die Welt.
Am Rosenmontag bin ich ...Von Margit Sponheimer gesungen
Faschingsdienstag
Die Maskenbräuche
Bereits bei Winterbeginn erfolgen einzelne Auftritte der Masken. Vor allem in der Perchtennacht am 5. Januar. Den Höhepunkt aber erreicht dieses Brauchtum zum Fasching.
Der Ursprung dieses Brauchtums ist ein uralter Totenkult. Mit der Wiedergeburt der Sonne, kamen auch die Toten auf die Erde, um nach dem Rechten zu sehen. Dankbar wurden die Rügen und Schläge von den Maskierten angenommen. Früher wurde in Umzügen auch die Göttin Bertha verehrt. (Perchten = Bertha, oder Nertha, die Fruchtbare, die Leuchtende)
Es kamen also nach den Vorstellungen unserer Vorfahren nicht nur die Toten zurück, sondern es wurde auch die Fruchtbarkeit der Erde ausgiebigst gefeiert. In einigen Gegenden wurde übrigens die Fasnacht, die eigentlich von „Vaseln“ = wirres Zeug reden, in Fastnacht, die Nacht vor der Fastenzeit umgewandelt.
So verfuhr man auch mit dem Wort Karneval. Von der Kirche als „Carne Vale!“ (Fleisch lebe wohl) gedeutet, bedeutet das Wort eigentlich „Carrus navalis“, der Schiffskarren. Auf diesem wurde die Fruchtbarkeitsgöttin Nertha durch die Dörfer gezogen.
Der Aschermittwochmarkiert im Christentum der Westkirche den Beginn des 40tägigen Fastens. Diese Zeit soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus in der Wüste verbrachte.
Die gesamte Fastenzeit umfasst 46 Kalendertage und dauert bis Karsamstag. Die sechs fastenfreien Sonntage (1.-5. Fastensonntag und Palmsonntag) werden abgezogen.
In der Ostkirche kennt man keinen Aschermittwoch, weil dort die Fastenzeit bereits am Sonntagabend beginnt.Von einem Brauch kommt der Name „Aschermittwoch“.
Man segnete die Asche von Palmzweigen vom Palmsonntag des Vorjahres und machte damit den Gläubigen ein Kreuz auf die Stirn.
In Galliens Kirche wurden – in Anlehnung an die Vertreibung aus dem Paradies – Menschen, die eine schwere Sünde begangen hatten, am Anfang der Bußzeit, dramatisch gestaltet, aus der Kirche vertrieben. Sie zogen dabei ein Bußgewand an und wurden mit Asche bestreut. Dieser Brauch ging Ende des 10. Jahrhunderts verloren. Aber die allgemeine Aschenbestreuung setzte sich durch. Das Gebet zu diesem Ritus stammt aus dem 11. Jahrhundert. Die Vorschrift, für die Aschengewinnung die Palmzweige des Vorjahres zu verwenden, stammt aus dem 12. Jahrhundert.
Die Stimme
Eine junge Mutter singt
eintönig ihrem Kind,
ihr Sinn in ferne Zeiten rinnt,
voraus, zurücke dringt –
und mit dem Liede spielt der Wind.....Und trägt’s zu mir,
und trägt’s zu dir,
dass es uns selber rührt und regt,
als säng sie’s dir,
als säng sie’s mir,
und laut in uns das Herze schlägt –
als säng, was wir geworden sind,
die Mutter dort eintönig
zum Wiegen in den Wind.Christian Morgenstern
Mutterliebe rettet das Vaterland
Gustav SchalkDer größte Feldherr Roms zur Zeit des Menenius Agrippa war der junge Gajus Marcius. Er hatte mit unvergleichlicher Tapferkeit die Stadt Corioli erobert und erhielt dafür den Ehrennamen Coriolanus. Als Kriegsmann der größte seiner Zeit, war Marcius auch zugleich der stolzeste Patrizier Roms und der Plebejer grimmigster Feind.
Kurz nach einem siegreichen Kriege wurde Rom durch eine schwere Hungersnot heimgesucht. Der Senat ließ in den Nachbarstädten viel Getreide aufkaufen, um das Volk vor dem Verderben zu bewahren. Die meisten Senatoren meinten, man müsse dem darbenden Volke das notwendige Brot umsonst oder doch für einen ganz geringen Preis überlassen. Diesem Vorschlage widersprach der stolze Coriolanus. "Die Plebejer, dieses Lumpengesindel", rief der hochfahrende Mann wegwerfend, "haben durch ihren Auszug auf den heiligen Berg uns Patriziern drückende Zugeständnisse abgetrotzt; wir haben ihnen die Volksanwälte (Tribunen) bewilligen müssen, die unsere Macht einschränken. Dieser Zustand ist des römischen Adels unwürdig. Jetzt ist die Zeit gekommen, da wir uns der lästigen plebejischen Aufpasser entledigen können. Das Volk hungert, unsere Kornspeicher sind gefüllt; nun wohlan: wir geben ihm Brot, und es opfert uns seine Tribunen, das sei die Losung! Pocht es aber trotzig auf sein erschlichenes Recht, nun denn, so mag es mit seinen Tribunen verhungern!"
Als diese grausame Rede des stolzen Patriziers im Volke bekannt wurde, wütete die Menge. Coriolanus wurde durch die Tribunen vor das Volksgericht gefordert, wo er sich öffentlich verantworten und sein Urteil empfangen sollte. Der trotzige Mann stellte sich, leistete aber nicht Abbitte, wie man von ihm verlangte, sondern goss durch heftige Schmähungen der Plebejer nur noch mehr Öl in das lodernde Feuer der Empörung. Die wütende Menge wollte ihren Erzfeind auf den tarpejischen Felsen schleppen und ihn von dort hinunterstürzen; das Urteil der Tribunen aber lautete auf lebenslängliche Verbannung aus Rom und dem römischen Gebiet.
Coriolanus, der ruhmreichste Bürger Roms, ging in die Verbannung, aber sein trotziges Herz dürstete nach Rache. Der Besieger der Volsker hatte den Mut, sich in das durch seine Faust niedergeworfene Land zu begeben und seinen ehemaligen Gegner um Gastfreundschaft anzusprechen. Mit hohen Ehren wurde der große Verbannte aufgenommen, und nun ging der römische Löwe unangefochten mitten unter den grimmigsten Feinden seines Vaterlandes umher. Es gelang ihm bald, die Volsker zum Kriege wider Rom aufzustacheln. Ihm selbst wurde die oberste Führung des Heeres anvertraut. Er zog aus, fiel in das römische Gebiet ein, eroberte einen Ort nach dem andern und vernichtete überall mit Feuer und Schwert die Ansiedlungen und Saaten der Plebejer, die Güter der Patrizier hingegen ließ er unangefochten. Das Ziel seiner Kriegsfahrt war das stolze Rom, die Stadt, die ihn schnöde ausgestoßen; jetzt sollte sie für den Frevel schrecklich büßen! Fünftausend Schritte vor den Mauern der Stadt bezog er mit seinem Heer ein festes Lager.
Rom war in größter Gefahr; noch niemals hatte ein so furchtbarer Feind vor seinen Mauern gestanden, und alle Quiriten, vom ersten Konsul bis zum Letzten der Plebejer, waren ratlos. Denn wer wollte sich erkühnen, mit dem Löwen Coriolanus den Kampf aufzunehmen! Der Mann allein wog ein ganzes Kriegsheer auf, und hinter ihm standen die tapfern volskischen Legionen!
Ein bewaffneter Widerstand war aussichtslos; man musste auf andere Mittel sinnen, dem gewaltigen Manne das Schwert aus der Hand zu winden. Er war doch ein Römer, ein Sohn der von ihm bedrohten Stadt; in ihren Mauern atmeten seine Freunde, seine Mutter, sein Weib und seine Kinder - sollte denn sein Herz so ganz zu Stein erhärtet sein, dass er kalten Blutes seine Teuersten vernichten könnte, um seinen Rachedurst zu stillen?
Eine Abordnung angesehener Patrizier, die dem Coriolanus einst innig befreundet gewesen, begab sich in das feindliche Lager, richtete aber bei dem trotzigen Manne gar nichts aus und kehrte niedergeschlagen und hoffnungslos in die Stadt zurück. Ebenso erging es den Auserwählten der römischen Priesterschaft. Coriolanus empfing die frommen Männer zwar mit Ehrerbietung, schlug ihnen aber ihre Bitten kurzweg ab und entließ sie ohne die geringsten Zugeständnisse. Nun beschlossen die vornehmsten Patrizierfrauen, an ihrer Spitze die Mutter und die Gemahlin des Coriolanus, in das feindliche Lager zu gehen und den harten Mann um Gnade für seine unglückliche Vaterstadt zu bitten. Volumnia, seine Gattin, nahm auch ihre beiden Knaben mit, in der Hoffnung, wenn nichts anderes, so möchte doch wohl der Anblick seiner geliebten Kinder das Vaterherz rühren.
Als Coriolanus die römischen Matronen im Lager erblickte, war er wohl betroffen. aber sogleich nahm sein Antlitz einen ehernen Ausdruck an, und kurz und kalt wollte er die Frauen abweisen. Plötzlich aber fiel sein Auge auf das bleiche Angesicht seiner Mutter, und in seinen Zügen schmolz alle Härte und Strenge wie Märzschnee in der Sonne. Mit ausgebreiteten Armen trat er rasch herzu, um die geliebte Mutter Veturia an sein Herz zu drücken.
Aber die edle Römerin wehrte ihm und sprach traurig: "Blicke mich und diese hier an, mein Sohn, und unser Aussehen wird dir bezeugen, was wir gelitten haben um deinetwillen! Und jetzt, da wir einander nach langer, schmerzlicher Trennung wiedersehen, sollten doch unsere Herzen springen und unsere Augen überströmen vor Freude; allein wir müssen trauern und weinen, da wir den Mann sehen, der sein eigenes Vaterland zerfleischt wie ein grimmiger Löwe sein wehrloses Opfer. Eins aber sage ich dir, mein Sohn: Nicht anders wirst du als Sieger in Rom einziehen als über den Leichnam deiner Mutter!" "Und über den deines Weibes!", fiel Volumnia, seine schöne, junge Frau, herbe ein.
Da rief mit drohender Stimme sein Knabe Marcius keck und kühn: "Mich soll er nicht treten, Mutter; ich laufe fort, und bin ich erst größer, dann will ich fechten!"
Coriolanus kämpfte in seiner Seele einen schweren Kampf. Sein erschüttertes Herz neigte sich zum Erbarmen; aber durfte er den Volskern die geschworene Treue brechen? Nimmer durfte das geschehen! Mit heftiger Bewegung wollte er sich wegwenden; doch seine Mutter sank vor ihm auf die Knie nieder und sprach zu ihm mit flehend erhobenen Händen: "Geh nicht so fort, mein Sohn, geh nicht! Ich weiß wohl, du schrickst davor zurück, den Volskern die Treue zu brechen; aber könntest du nicht beide Völker miteinander versöhnen? Das wäre fürwahr die größte deiner Taten! Meinst du, es sei edel, eine Beleidigung blutig zu rächen? Große Seelen verzeihen und vergessen. Marcius, mein einzig geliebter Sohn, vergib deiner unglücklichen Vaterstadt und schone sie! Wir, deine Mutter, dein treues Weib, deine unschuldigen Kinder und Roms edelste Matronen liegen dir zu Füßen - willst du uns ohne ein Wort der Gnade von dir ziehen lassen? Oh, tue das nicht, mein Sohn! Gedenke all der Liebe deiner Mutter und brich ihr nicht das Herz, indem du Rom, unser aller Mutter, vernichtest!"
Tief erschüttert neigte sich Coriolanus herab, hob Veturia an sein Herz, küsste sie und sprach: "Mutter, Rom hast du gerettet, aber deinen Sohn für immer verloren!"
An den Toren der Stadt wurden die zurückkehrenden Römerinnen mit Jubel empfangen und von dem beglückten Volke in ihre Häuser geleitet.
Criolanus hielt Wort, er führte das Heer von dannen, und der Krieg hatte ein Ende. Rom hat seinen großen Sohn nicht wiedergesehen. In der volskischen Stadt Antium soll Cajus Marcius bis in das späteste Alter gelebt und in seinen letzten Jahren oft geklagt haben, dass die Verbannung das bitterste Los sei, das einen Mann treffen könne.
Abendsegen
Abends, wenn ich schlafen geh,
vierzehn Engel um mich stehn:
zwei zu meiner Rechten,
zwei zu meiner Linken,
zwei zu meinen Häupten,
zwei zu meinen Füßen,
zwei, die mich decken,
zwei, die mich wecken,
zwei die mich weisen
zu den himmlischen Paradeisen.Volksgut
Huflattich
Ganz typisch für den Monat Februar sind die gelben Blüten des wild wachsenden Huflattichs, die sich jetzt überall zeigen. Wenn allerdings die Welt im Frost erstarrt, wird man auch den Huflattich jetzt noch nicht sehen.
Wir alle kennen dieses Pflänzchen aus der freien Natur und leider auch als nicht unbedingt erwünschten Einwanderer in unserem Garten. Es gehört als hartnäckiges Unkraut nicht gerade zu den beliebtesten Pflanzen, die wir Gärtner vorfinden.Aus medizinischer Sicht ist der Huflattich jedoch der reinste Zauberkünstler. Zum Beispiel findet sich in zahlreichen Hustenmitteln der Wirkstoff des Tussilago farfara - so lautet der botanische Name des Kräutleins. Als wisse es, dass uns jetzt während der kalten Wintertage leicht einmal ein Husten oder sonst eine unangenehme Erkrankung der Bronchien ins Haus steht, bietet es sich pünktlich als Heilmittel an, und das nicht erst seit heute, sondern bereits seit dem Altertum.
Heute mal ein Gedicht von Heinz Erhardt, das er angeblich im zarten Alter von 6 Jahren geschrieben hat.
Das BlümchenIm Walde ist ein Plätzchen,
ein Plätzchen wunderschön.
Beim Plätzchen steht ein Bänkchen,
das möcht ich wiedersehn.Beim Bänkchen wächst ein Blümchen,
ein Blümchen weiß und rot,
das möcht ich gerne pflücken;
denn morgen ist es tot.Ich will’s ins Wasser legen,
bis dass es fast ertrinkt,
und es so lange hegen,
bis Mutti sagt: "Es stinkt!"
Heinz Erhardt
Schneeglöckchen
Wer uns ebenfalls schon jetzt im Februar mit zarten Blüten erfreut, ist das Schneeglöckchen. Es ist in unseren Wäldern heimisch und liebt Standorte unter Bäumen und Sträuchern. Wie sein Name schon sagt, blüht es auch dann auf, wenn noch Schnee liegt. Die kleinen weißen, glöckchenähnlichen Blütenköpfe hängen grazil neben den zartgrünen Blättern. Das Schneeglöckchen fühlt sich auch in unseren Gärten wohl. Ohne große Ansprüche zu stellen, vermehrt es sich rasch selbst.
Etwa zehn Arten stark ist die Gattung Schneeglöckchen, und sie gehören zu den Amaryllisgewächsen. Sie wachsen meist gesellig, auch in größeren Flächen, auf feuchtem Boden unter Gehölzen. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über ganz Europa, Kleinasien und angrenzende Gebiete.Schneeglöckchen gehören zu den seit uralter Zeit bekannten Blumen. Schon der griechische Philosoph Theophrast (372-287 v. Chr.) berichtet von den Schneeglöckchen in seiner systematischen Darstellung der Botanik. Der botanische Name dieser Zwiebelblumen, Galanthus, kommt aus dem Griechischen und beeutet "Milchblume". Diese Bezeichnung bezieht sich aber lediglich auf die Blütenfarbe.
Schneeglöckchen
Der Schnee, der gestern noch in Flöckchen
Vom Himmel fiel
Hängt nun geronnen heut als Glöckchen
Am zarten Stiel.
Schneeglöckchen läutet, was bedeutet's
Im stillen Hain?
O komm geschwind! Im Haine läutet's
Den Frühling ein.
O kommt, ihr Blätter, Blüt' und Blume,
Die ihr noch träumt,
All zu des Frühlings Heiligtume!
Kommt ungesäumt!Friedrich Rückert
Valentinstag
Es gibt viele Arten „Ich liebe Dich“ zu sagen, nicht nur mit Blumen
ek is lief vir jou – Afrikaans
ana Hebbek – Arabisch
jeg elsker dig – Dänisch
lih hoan dich geer – elsässisch
I love you – Englisch
mi amas vin – Esperanto
minä rakastan sinua – Finnischjet’aime – Französisch
S’ayapo – Griechisch
ti amo – Italienisch
te amo – Lateinisch
ech hun dech gär – Luxemburgisch
ik hou van jou – Holländischkocham cie – Polnischeu te amo – Portugiesisch
ja ljublju teba – Russisch
ch’ha di gärn – Schwyzerdütsch
lubim ta – Slowakisch
yo te quiero – Spanisch
ha eh bak – Tunesisch
szeretlek – Ungarisch
Die Sprache der Blumen:
Die vermutlich aus dem persischen Raum stammende Blumensprache, die an europäischen Höfen im Rokoko verfeinert wurde, kommt einem raffinierten Zeichensystem gleich. Heute wird die ohnehin uneinheitliche Symbolik nur noch bei wenigen Blumen allgemein verstanden: etwa bei roten Rosen, die einer Liebeserklärung gleichkommen, beim viel sagenden Vergissmeinnicht oder beim Veilchen, das für Bescheidenheit steht.
Vorsicht ist bei weißen Blumen geboten. Ältere Menschen bringen sie mit dem Tod in Verbindung. Auch Chrysanthemen sind nichts für freudige Anlässe, da sie oft Beerdigungen begleiten.Den Satz "Lass Blumen sprechen" kennen viele Menschen. Nur wenige wissen, welche Signale mit welcher Blüte ausgesendet werden können. Hier ein kleiner Überblick für die grüne Geheimsprache:
Aster: Von deiner Treue bin ich nicht überzeugt.
Azaleen: Glückssymbol für ein langes Leben.
Chrysantheme: Mein Herz ist frei für dich.
Dahlie: Ich bin schon vergeben.
Efeu: bringt Glück ins Haus und prophezeit Kraft und Stärke in allen Lebenslagen
Eibe: Ich werde dich ewig lieben.
Enzian: Deine Schönheit ist überwältigend.
Federnelke: Du bist mir zu leichtsinnig.
Flieder: Ich bin mir nicht sicher: wirst du auch treu sein?
Gladiole: Du bist zu stolz.
Glockenblume: Unsere Herzen schlagen im gleichen Takt.
Hyazinthe: Deine Kälte quält mich.
Jasmin: Meine Liebe ist so treu wie deine.
Klee: Unter das Kopfkissen gelegt soll "Glücksklee" sagenhaft schöne Träume bringen.
Kornblume: Ich gebe die Hoffnung nicht auf!
Krokus: Ich brauche Bedenkzeit.
Lavendel: Ich werde mein Ziel bestimmt erreichen.
Löwenmäulchen: Du bringst meine Vorsätze ins Wanken.
Margerite: Durch Zupfen der Blätter kann ein jeder sein Glück auf die Probe stellen: "Sie liebt mich, sie liebt mich nicht".
Mohn: Deine Trägheit behindert die Entscheidung deines Herzens.
Myrte: Venus und Amor werden dich bald mit dem Brautkranz umwinden.
Nelke: in der Farbe Rot: Ich liebe dich heiß; in der Farbe Weiß: Ich bin noch zu haben.
Orchidee: Du bist mir zu verspielt.
Primel: Zufriedenheit ist das höchste Glück.
Ranunkel: Du bist bezaubernd.
Rose: in der Farbe Rot: Ich liebe dich! Du hast mein Herz gewonnen.
Schlüsselblume: Gib mir den Schlüssel zu deinem Herzen
Schwertlilie: Ich werde um dich kämpfen.
Tulpen: in Rot: Du bist unwiderstehlich, in Gelb: unser Glück ist wie ein Märchen.
Veilchen: Du bist so unschuldig süß.
Vergissmeinnicht: Du sollst an mich denken.
Grüner Daumen
Warum spricht man eigentlich immer vom "grünen Daumen"? Was steckt hinter diesem Bild?
Fest steht, dass es viele Menschen gibt, die einfach sehr gut mit Pflanzen umgehen können. Ihnen scheint alles praktisch mühelos zu gelingen, sei es im Garten oder im Haus. Das ist zumindest das Bild, das Außenstehende haben.
Ganz so einfach ist es dann meist nicht, denn es kommt nicht von ungefähr, wenn alles wächst, blüht und gedeiht. Es gehören schon ein bisschen Arbeit und vor allem genaue Kenntnis der Pflanzenbedürfnisse und der verschiedenen Ansprüche dazu. Das scheint der springende Punkt zu sein. Wer sich also ein bisschen dafür interessiert, woher die Arten stammen, der kann schon so ungefähr erkennen, welche Bedürfnisse sie haben werden.
Außerdem muss man akzeptieren, dass es im Umgang mit Pflanzen keine feststehenden Regeln gibt. Das beste Beispiel hierfür ist, dass es einfach unmöglich ist zu sagen, wie oft gegossen werden muss. Die Menge der Wassergaben hängt vom Verbrauch der Pflanze ab, und dieser wiederum wird von der Art der Pflanze, den Bodenverhältnissen und vor allem von der umgebenden Temperatur bestimmt. So ist es bei vielen Fragen. Man kann nur ganz selten klare, also völlig eindeutige Antworten geben. Auf die Frage: "Wie schnell wächst eine Pflanze?" gibt es auch keine verbindliche Antwort, denn auf das Wachstum wirken viele Faktoren, auf die man vor allem draußen im Garten keinen oder nur geringen Einfluss hat.
Was knospet, was keimet,
was duftet so lind?
Was grünet so fröhlich?
Was flüstert im Wind?
Und als ich so fragte,
da rauscht es im Hain:
Der Frühling, der Frühling,
der Frühling zieht ein!Heinrich Seidel
Chinesische Medizin – kühlende-wärmende Lebensmittel
Im Sommer essen wir anders als im Winter.
Die Traditionelle Chinesische Medizin mit ihrer 5000 Jahre alten Ernährungslehre geht von den fünf Elementen aus.
Eines ihrer Grundprinzipien lautet: Was im Warmen wächst, wirkt kühlend, was im Kalten wächst, wirkt wärmend. Anders als in der westlichen Welt sortiert die fernöstliche Ernährungslehre die Lebensmittel nicht nach ihren Inhaltsstoffen, sondern nach ihren thermischen Wirkungen sowie nach deren Zugehörigkeit zu den Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Unterschieden werden kalte, erfrischende, neutrale, wärmende und heiße Speisen. Die messbare Serviertemperatur ist damit nicht gemeint. So soll etwa auch heiß getrunkener grüner Tee eine kühlende Wirkung haben und wird daher im Sommer als gesunder Durstlöscher empfohlen.
Die Nahrungsmittelauswahl richtet sich bei der wissenschaftlich nicht belegbaren Fünf-Elemente-Lehre jedoch nicht nur nach den Jahreszeiten und den Außentemperaturen, sondern auch nach dem Menschentyp. So wird abgeschlagenen, energiearmen Personen empfohlen, mehr wärmende Nahrungsmittel wie Zwiebeln, Fenchel, Kürbis, Meerrettich, Ingwer, Zimt, Chili und Knoblauch zu essen.
Wer unter hohem Blutdruck und Hitzewallungen leidet, soll mit Kühlendem wie Gurken, frischen Tomaten, Melonen, Zitrus- und Südfrüchten, Auberginen, Rettich, Spinat, Joghurt und Pfefferminztee gegensteuern.
Als neutral gelten Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Kohl, Karotten und ungesäuerte Milchprodukte. Auch die Zubereitungsart spielt bei der Zuordnung der Lebensmittel eine Rolle. So gehören Tomaten roh zu den kühlenden Speisen, gedünstet zu den neutralen.
Die Fünf-Elementen-Lehre basiert auf der Annahme, dass in jeder Mahlzeit der Anteil der erfrischenden und wärmenden Nahrungsmittel ausgewogen sein und von kalten und heißen Speisen nicht zu viel gegessen werden sollte. Besteht ein Energiedefizit oder ist zu viel Energie vorhanden, soll die Balance durch die ausgleichende Aufnahme entsprechender Lebensmittel wiederhergestellt werden. Eine Eigenheit der asiatischen Ernährungslehre ist, dass Gemüse und Obst gedünstet oder gekocht, nicht roh verzehrt werden sollte, um die kalten Lebensmittel zu neutralisieren.
Solche Annahmen sind umstritten und wohl nur vor dem Hintergrund der jahrhundertealten Tradition zu erklären. Dennoch liegen viele Empfehlungen westlicher Ernährungsberater bei Hitze oder Kälte gar nicht so weit von denen der Traditionellen Chinesischen Medizin entfernt. Dass im Sommer Leichtes und Tee, im Winter Eintöpfe und Suppen gut tun, ist längst Allgemeinwissen.
Wie werde ich glücklich?
1. Habe Ziele und erreiche sie
2. Lächele immer
3.Teile das Glück mit anderen
4. Sei bereit anderen zu helfen
5. Behalte ein kindliches Herz
6.Vertrag dich mit andersartigen Leuten
7. Behalte den Sinn für Humor
8. Bleib ruhig wenn Überraschendes passiert
9. Vergib anderen
10. Habe einige wirklich gute Freunde
11. Arbeite stets im Team
12. Genieße die Zeit des Zusammenseins mit deiner Familie
13. Sei selbstbewusst und stolz
14. Respektiere den Schwachen
15. Sei mutig und couragiert
16. Sei kein Geizhals
Die fleißige Ameise
Jeden Morgen kam die fleißige Ameise fröhlich zur Arbeit. Sie liebte ihre Arbeit. Hier verbrachte sie die meiste Zeit des Tages schwer arbeitend, immer ein Liedchen summend. Sie arbeitete fleißig vor sich hin.
Der Generaldirektor, ein dicker fetter Käfer, stellte fest, dass es niemanden gab, der die Ameise beaufsichtigte. So konnte es nicht weitergehen!
Er schuf einen Supervisor Posten und stellte einen Mistkäfer mit viel Erfahrung ein.Die erste Sorge des Mistkäfers war, die Arbeitszeit zu standardisieren. Er erstellte hierzu verschiedene Reports. Bald darauf benötigte der Mistkäfer eine Sekretärin, die diese Reports
vorbereitete. Man stellte eine Spinne ein, die ein Archiv einrichtete und Telefonanrufe entgegennahm.Und in der ganzen Zeit, arbeitete die Ameise froh und munter weiter, denn ihre Arbeit gefiel ihr und von Zeit zu Zeit summte sie ein Liedchen.
Der Generaldirektor war begeistert von der Arbeit des Mistkäfers, und fragte ihn nach grafischen Darstellungen und Zukunftsanalysen. So wurde es nötig, eine Fliege einzustellen als Helfer für den Supervisor. Sie kauften der Fliege ein Laptop, mit dem sie die Reports schön bunt gestalten konnte.
Die fleißige Ameise summte schon bald kein Liedchen mehr, beschwerte sich, dass sie so viel Schreibkram auszufüllen hatte, anstatt zu arbeiten.
Daraufhin beschloss der Generaldirektor, dass ein Administrator für die Abteilung, in der die Ameise arbeitete, her musste. Diese verantwortungsvolle Aufgabe wurde der Heuschrecke übertragen, die als erstes verlangte, dass man ihr einen speziellen Sessel kaufen solle.
Natürlich brauchte sie auch ein Auto, einen Laptop und einen Zugang zum Intranet. Und selbstverständlich brauchte sie auch einen persönlichen Assistenten, die Kröte, die schon an ihrem alten Arbeitsplatz als Sekretärin für die Heuschrecke gearbeitet hatte.Die Ameise sang nicht mehr. Sie wurde immer unruhiger und nervöser.
"Wir müssen ein Gremium beauftragen, Daten für eine Studie über die arbeitende Gesellschaftsschicht zusammenzutragen und einen Bericht zu verfassen."
Gesagt, getan. Die ausgesuchten Spezialisten machten sich gegen ein beträchtliches Entgelt sogleich monatelang an die Arbeit.In der Zwischenzeit, stellte der Generaldirektor fest, dass die Abteilung, in der die fleißige Ameise munter vor sich hin arbeitete, nicht mehr den gleichen Profit wie früher erwirtschaftete. Er wandte sich an die Eule, eine Expertin in Sachen Betriebswirtschaft, die
Tausende von Euro bekam. Sie sollte analysieren und diagnostizieren, was zu tun sei. Die Eule wirbelte drei Monate in allen Büros der Firma herum. Dann legte sie einen Abschlussbericht vor, der besagte: "Sie haben zu viel Personal, es sollten Stellen abgebaut
werden."Dem Expertenbericht der Eule folgend, entließ der Generaldirektor die Ameise, die immer so fleißig arbeitete und ihre Arbeit liebte.
Und die Moral von der Geschicht':
Es sollte dir nicht im Traum einfallen, eine fleißig arbeitende, fröhliche Ameise zu sein. Es ist viel besser eine Heuschrecke oder ein Mistkäfer zu sein, wenn auch unnütz und unfähig. Diese brauchen keinen Supervisor, es stresst sie niemand.
Wenn du nicht anders kannst, als fleißig und arbeitsam zu sein, dann zeige niemandem, dass du fröhlich bist und dass dir deine Arbeit Freude macht!
Erfinde von Zeit zu Zeit ein Unglück, jammere und beschwere dich, damit es niemandem in den Sinn kommt, dich zu beneiden, nur weil du Spaß an deiner Arbeit hast.
Genieß die Gegenwart
Mit frohem Sinn,
sorglos, was dir die
Zukunft bringen werde;
Doch nimm auch
Bittern Kelch mit Lächeln hin, -
Vollkommen ist kein Glück
Auf dieser Erde.Horaz
Handtasche
Handtaschen sind zu Prestigeobjekten geworden. Modebewusste orientieren sich dabei an der Marke, an den jüngsten Trends und schauen, welche Modelle bei prominenten Vorbildern ankommen. Doch nicht das Image und optische Kriterien zeichnen eine gute Tasche aus. Beim Kauf sollten auch ein paar praktische Erwägungen berücksichtigt werden.
Eine alltagstaugliche Handtasche sollte man sowohl am Handgriff tragen als auch über die Schulter hängen können. Das gewährleisten verstellbare Riemen, die man gegebenenfalls abnehmen kann. Damit die Tasche beim Abstellen nicht direkt mit einem nassen oder staubigen Untergrund in Berührung kommt, sollten an ihrem Boden Stellfüße oder Schienen aus Metall angebracht sein.
Wichtig ist ein zuverlässig funktionierender Verschluss, der sich leicht schließen, aber nicht unbemerkt öffnen lässt. Hier haben sich die Magnetverschlüsse bewährt. Reißverschlüsse und Schließen mit Dorn haben den Nachteil, dass man die Tasche leichtfertig oft stehen lässt. Eine Tasche mit Überschlag schützt den Inhalt am besten vor fremden Zugriff, aber auch vor Regen.
In einer kleinen aufgesetzten oder eingelassenen Außentasche bleiben Taschentücher und andere Alltagsdinge griffbereit. Zur Innenausstattung sollte mindestens eine mit Reißverschluss schließbare Innentasche sowie ein gut platziertes Handy- und Schlüsselfach gehören. Hilfreich sind Fächer für Lippenstift und Kugelschreiber.
Um einen guten Überblick über den Tascheninhalt zu haben, ist ein helles Innenfutter ratsam. Exklusive Modelle haben manchmal eine Innenbeleuchtung. In hochformatigen Taschen stöbert man meist länger nach seinen Siebensachen als in Taschen mit einer flachen, eher länglichen Form.
Manche Innentaschen verfügen über integrierte Riemen mit Karabineranhängern für die Hausschlüssel, fürs Kosmetiktäschchen oder fürs passende Portemonnaie. Nicht nur praktisch, sondern auch glamourös ist ein ebenfalls in die Innentasche integrierter Kosmetikspiegel, der sich mittels Magnet abnehmen oder einem Lederetui entnehmen lässt.
Große Taschen liegen im Trend, verführen aber dazu, zu viel mit sich herumzuschleppen. Das belastet auf Dauer Haltung und Knochen.
Weißt du noch … wie es war … in der guten alten Zeit?
Damals … gab es weniger Schweinereien ... andererseits …
Die Telefone waren einfacher und es gab noch keine Handys
Es gab noch keine Biowaffen
und noch keine Wappler
BSE war ein Fremdwort…
AIDS kein Thema…
und SARS etwas ExotischesKindern wurden Märchen vorgelesen
und sie spielten noch mit Puppen
Frauen trugen noch Unterwäsche … …Männer befreiten sich davon…
Man leistete sich Personal und die neuesten Produkte
Bananen waren noch Exoten…
und der Sex noch katholisch
Die Aufklärung begann und man probierte viel Neues
CD‘s gab es höchsten als Schmuck
Der Verpackungsmüll war noch kein Problem
das Wasser war noch sauber …
und das Essen schmeckte richtig gutMan las noch Comics
sah Serien im Fernsehen
freute sich auf Mickey
und man hatte noch ein FamilienlebenMan verreiste gemeinsam
es gab noch keine Extremsportarten
und kein Fastfood …
Die Milch kam noch frisch vom Bauernhof
und die Früchte frisch vom Feld
Schaumbäder waren ein Erlebnis
und die Ärzte hatten noch viel Zeit
Sportler konnten sich noch richtig freuen
und man kam noch ohne Computer aus…
Das waren noch Zeiten … oder?
Der Siegeszug der Handtasche
Alle Frauen haben eine, viele Frauen haben viele. Sie enthält die wichtigsten Dinge des Lebens, sie ist Accessoire und Statussymbol, sie ist mithin unentbehrlich: die Handtasche. Manchen Männern ist sie unheimlich. Und das umso mehr, wenn Frauen einmal richtig auspacken.
Geldbeutel mit 45 Euro, Nahverkehrsjahresabokarte für Senioren, Personalausweis, Bonuskarten von Apotheke, Kaufhaus, Supermarkt, Visitenkarte vom Hausarzt, Herzkreislauf- Tropfen, Fotos (von Sohn, Enkeln, Urenkeln), Kamm, Augenbrauenstift, Regenschirm, Zusatz-Faltstofftasche, Maniküreset, Papiertaschentücher, Baumwolltaschentuch mit gehäkeltem Behälter, Kräuterpastillen, Banane, Schlüsselbund mit zwei Schlüsseln (Rentnerin).
Geldbeutel mit 102 Euro, Personalausweis, Führerschein, Kinopass, Fitnessstudio- Kreditkarte, Bahncard, Krankenkassenkarte, Nahverkehrskarte, Visitenkarte eines Pariser Restaurants, Schokoriegel, Mini-Deostift, Kaugummi, Chips, Bonbons, Lippenfettstift, kleiner Spiegel, Minztropfen gegen Kopfweh, Zigaretten, Taschenrechner, Zeitung, schmutzige Wäsche (26jährige Dokumentarin).
Geldbeutel mit 75 Euro, Brieftasche mit Führerschein, Briefmarken, Ausweis, Bahncard, Brillenausweis, Erste-Hilfe-Ausweis, Blutspendepass, Zahnseide, Kosmetikspiegel, Schreibset mit Füller und Kugelschreiber, Nagelfeile, Aspirin, Handy, ein besticktes Taschentuch, Schlüsselbund mit drei Schlüsseln, Taschenlampe und Einkaufschip (61jährige Sekretärin).
Wirklich wahr: Das alles kommt dabei heraus, wenn nur drei Frauen einmal richtig auspacken!
Morgen geht es weiter
Handtasche - Fortsetzung
Ja … was Frauen so in ihren Handtaschen tragen …
Das Ergebnis überrascht natürlich keinen - jedenfalls keine Frau. Männer hingegen können es nicht fassen. Was Frau bloß immer alles mit sich rumschleppt! Mehr noch. Für Männer ist der Inhalt einer Handtasche angeblich eines der letzten Mysterien der Menschheit. Für berühmte Detektive wie Sherlock Holmes und Poirot war die Frauenhandtasche, sofern am Tatort vorhanden, das A und 0 bei ihren Ermittlungen, für den Kabarettisten Dieter Nuhr ist sie gar "die Keimzelle allen irdischen Lebens". Das klingt einleuchtend. Es sei denn, es werden in der Tasche Kondome transportiert.Was auch immer Männer zu befördern haben - Geld, Lottozettel, Tipp-Kicker -, sie stopfen es nach wie vor in ihren Hosensack. Und falls der Mann außerdem wichtig ist und eitel auch noch Laptop, iPod, Handys und Lippenfettstift unterbringen muss, greift er zu Aktenkoffer, Rucksack, oder, weil die so dynamisch rüberkommen, zu Bowling- oder Boten- Tasche. Nie im Leben aber zum peinlichsten Accessoire aller Zeiten, zu, einem dieser in den 70er Jahren erfundenen Behälter mit Gelenkschlaufe - der "Herrenhandtasche".
Frauen hingegen stehen nach wie vor und mehr denn je zu "ihrer", Tasche; Zwar schultern auch sie inzwischen Rucksack und andere geschlechtsneutrale Gepäckstücke, doch mindestens eine richtige Handtasche hat mit Sicherheit jede Frau im Schrank.
Repräsentative Umfragen darüber, wie viele Taschen eine deutsche Frau im Schnitt besitzt, gibt es zwar nicht. Geschätzt zwischen 10 und 20 Stück. Auch zeigen sich die Trend-Expertinnen überzeugt, dass Handtaschen auf dem besten Weg sind, den Schuhen maniemäßig den Rang abzulaufen. Sprich: Auf den Schuhtick, unter dem angeblich viele Frauen leiden, folgt der Taschentick. Wobei selbstverständlich auch beide Ticks gleichzeitig auftreten können. Wie Frauen überhaupt sehr flexibel sind.
Aktuell gern getragen wird so zum Beispiel auch die Kombination Rucksack und Handtasche. Denn ganz egal, was Handtaschen heute sonst noch alles können sollen - "ein einfaches Outfit aufwerten" oder schlicht Mammon demonstrieren: "Ätsch, ich kann mir eine Gucci leisten und du nicht!", immer noch gilt: My bag is my castle. Meine Tasche ist meine Burg. Und das wahrscheinlich sogar für Luxusmäuschen, mit deren bloßen Handtaschen-Werten eine Bankangestellte, locker den Rest ihrer Tage bestreiten könnte.Morgen geht es weiter
Meine Tasche ist meine Burg
Dafür gibt es Gründe. Die längste Zeit waren Frauen praktisch nicht mobil. Sondern an Haus und Hof gebunden. Das prägt. Und so führen Frauen ihr Heim, ihre Burg, eben immer, noch mit sich. Zu jeder Zeit und an jedem Ort.
Im Mittelalter trug man Münzen in Lederbeuteln und Reliquien in Stoffsäckchen mit sich herum, befestigt am Gürtel. "Umhängetaschen" benutzten ausschließlich Männer - für die Jagd. Im 16. Jahrhundert dann wurden die ersten Stofftaschen in die Männerkleidung integriert, erst im Wams, dann in der Hose. Der Hosensack war erfunden.
Bei Frauen lagen die Dinge, wie immer, komplizierter. Vornehme Damen trugen ihren Schlüsselbund an einer Kette um die Taille, darüber wallten die Gewänder. Die Kette wurde immer schwerer mit der Zeit, denn auch andere Dinge wurden hingehängt, Duftfläschchen, Nähutensilien, etc. Ende des 18. Jahrhunderts war dann aber Schluss mit dieser "Beulenpest" (die haben dafür bis heute die Männer).
Die Frauenkleidung wurde schmaler, Frau trug fortan Beutel an einer Kordel oder Kette.Für die Männer kam's dagegen dicke. Fingen doch immer mehr Frauen an, ihr Heim zu verlassen. Sie reisten. Sie arbeiteten außer Haus. Oder studierten sogar. Und seit 1918 gingen sie auch noch wählen! Die Entstehung der Frauenhandtasche ist Ausdruck der zunehmenden Emanzipation der Frau.
Fakt war: Eine mobile Frau benötigte mehr als Schlüssel fürs Heim, Nähzeug zum Sockenstopfen und ein Duftfläschchen für den Fall der Ohnmacht,. Und so entstand, in Ableitung der Reisekoffer, das erste handliche Gepäck für Frauen. Wie kleine Koffer sahen diese "Handtaschen" aus, mit Bügel und Schloss.
Heute ist die Vielfalt unüberschaubar. Nicht zuletzt im Hinblick auf das Material. Sie bestehen nicht aus Leder, sondern aus Bodenturnmatten-Stoff, Sicherheitsgurten, Fahrradreifen, ja, Lockenwicklern …
Da braucht Mann sich gar nicht erst ans Hirn zu fassen. Ein Griff zum Portemonnaie im Hosensack genügt. Für läppische 320 Euro etwa gibt es ein Modell, das sogar Katzenfüße hat.
Ganz besonders reizende Männer machen übrigens auch keine Witze, die nicht komisch sind. Wie: Kommt ein Mann nach Hause und sagt: "Du siehst so erschöpft aus, mein Schatz!" "Bin ich auch!", antwortet sie. "Ich habe den ganzen Tag lang meine Handtasche aufgeräumt!"Morgen geht es weiter
Eine Handtasche für jeden ZweckDie Handtasche als Schutzschild
Wurde weltberühmt durch Grace Kelly. 1956 ging ein Foto von ihr um die Welt, auf dem sie ihren schwangeren Bauch mit einer 46 Zentimeter breiten Hermès-Tasche verdeckte. Das Modell „Kelly-Bag“ war geboren. Die Luxushandtasche entwickelte sich in der Folge zu einer der begehrtesten – und meistkopierten – der Welt.Die Handtasche als Waffe.
Margret Thatcher soll ihre Tasche geschwungen haben „wie eine Abrissbirne“. Reihenweise schüchterte die ehemalige britische Regierungschefin damit männliche Kollegen ein. Als legendär gilt Thatchers Auftritt beim EU-Gipfel 84, als sie mit ihrer Tasche aufs Rednerpult eindrosch: „I want my money back“. (Ich will mein Geld zurück)Die Handtasche als Zeichen
Ähnlich wie die Damen des Barock soll Königin Elizabeth II von England mit ihrer Tasche „geheime Zeichen“ geben. Jedenfalls wird immer wieder über den „Handtaschencode“ spekuliert, den sie angeblich mit ihren Leibwächtern vereinbart hat. „Tasche mit beiden Händen vor die Brust gehalten“ soll etwa heißen: „Schafft mir bloß diesen Typen vom Hals!“Beutelschneider ...
Als Beutelschneider gelten heute Leute, die einen übervorteilen. Im Mittelalter wurden Taschendiebe – Beuteldiebe – so bezeichnet. Denn vor der Erfindung der Handtasche bewahrte man seine Wertsachen in Beuteln am Gürtel auf. Der Dieb brauchte also nur die Verbindung zu kappen.
Handtaschenraub ist bis heute weit verbreitet: Allein im Jahr 2003 wurden bundesweit 5986 Fälle gezählt. Deshalb rät die Polizei: Prüfen sie stets ob die Mitnahme einer Handtasche wirklich erforderlich ist. Wahrscheinlich stammt der Tipp von einem männlichen Beamten.
DIE WEIDENKÄTZCHEN
Kätzchen ihr der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
sagt mir doch, ihr Schätzchen,
sagt, woher ihr stammt.Wollen's gern dir sagen:
Wir sind ausgeschlagen
aus dem Weidenbaum,
haben winterüber
drin geschlafen, Lieber,
in tieftiefem Traum.In dem dürren Baume
in tieftiefem Traume
habt geschlafen ihr?
In dem Holz, dem harten
war, ihr weichen, zarten,
euer Nachtquartier?Musst dich recht besinnen:
Was da träumte drinnen,
waren wir noch nicht,
wie wir jetzt im Kleide
blühn von Samt und Seide
hell im Sonnenlicht.Nur als wie Gedanken
lagen wir im schlanken
grauen Baumgeäst;
unsichtbare Geister,
die der Weltbaumeister
dort verweilen lässt.Kätzchen ihr der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
ja, nun weiß, ihr Schätzchen,
ich, woher ihr stammt.Christian Morgenstern (1871-1914)
Gärtnerlatein
ist dem der Jäger mit Sicherheit ebenbürtig. Jedes Mal, wenn die Ernte eingebracht wird, kann man beim gemütlichen Beisammensein oder beim Gespräch über den Gartenzaun oft von unwahrscheinlichen Erfolgen hören. Der größte Kohlrabi, eine Riesenzwiebel, ein Riesenkürbis, oder riesige Kartoffeln, sind die beliebtesten Objekte gärtnerischer Prahlerei. Aber auch mit der höchsten Sonnenblume, die mühelos aus der Dachrinne trinken könnte, wird gern ein bisschen angegeben. Viele freundliche Nachbarn können ein Lied davon singen, wenn sie mit einer Riesenzucchini beschenkt wurden, deren Geschmack partout an nichts erinnerte.
Besonders toll ist es dann, wenn man den Erfolg mit einem Foto dokumentieren kann. So ein Wettstreit macht doch Spaß, wenn die Angaben auch nicht immer hundertprozentig den Tatsachen entsprechen. Was soll's? Niemandem wird damit geschadet. Neben dem Erfolg steht bei den Gärtnern aber auch oft der Misserfolg, den sie lernen müssen hinzunehmen.
Nicht alles ist machbar. Auch dem tüchtigsten Gärtner geht hin und wieder etwas daneben, und damit muss man fertig werden. Es sind zu viele Dinge, auf die man keinerlei Einfluss hat, die aber die Ernten mehr oder weniger stark beeinflussen. Vor allem das Wetter kann immer einen Strich durch die Rechnung machen, sowohl mit extremer Hitze und Trockenheit als auch mit Nässe und Kälte.
Gute-Laune-Wetter
Sonnenschein den ganzen Tag
oh, wie gerne ich das mag
Gesicht kurz in die Sonne halten
wird schon nicht gleich geben Faltensolche Helligkeit ist Energie
es geht uns super, wie sonst nie
im Februar ist's meist eher trist
wie's Anfang des Jahres nunmal istdoch bald schon naht im Sauseschritt
der Frühling und bringt Wärme mit
auch zarte Knospen, erste Farben
daran können wir uns labenmit den Augen, und allen Sinnen
bleiben nicht mehr länger drinnen
alle zieht's hinaus in die Natur
dort gibt's Glückseligkeit gar purwer jetzt noch schlechter Laune ist
wohl immer alles hinein in sich frisst
öffne die Augen, schau dich um
alles verändert sich um dich herumder Winter Kleid wird endlich abgelegt
bald Frühlingspflänzchen sorgsam gehegt
Sonnenstrahlen bringen neues Leben
für Mensch und Pflanze, welch ein Segen.Karin Ernst