Februar 2010

Mehr über dieses Ausflugsziel unter:

http://www.gottiswelt.de/ausfluege/welzheim.htm

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1. Februar

Wie bereits beim Jahreswechsel angekündigt:

Die zwölf Gesellen des Jahres

Februar - So heißt der zweite Geselle,
auch er ist immer pünktlich zur Stelle.
Oft tut er sich noch schwer,
denn Eis und Schnee plagen sehr.
Einer großen Menschheit Zahl,
feiert Fasnet, Fasching, Karneval.
In bunte Kostüme sie sich kleiden,
fröhlich, lustig, närrisch sich zeigen.
Am Aschermittwoch ist’s dann vorbei,
es beginnt der Tage Einerlei.

Bald bilden sich freie Schneeflecken,
dort kann man die ersten Krokusse entdecken.
Die Sonne lacht vom Himmel runter,
alle Menschen werden munter.
Dem Gesellen Februar wird es bang,
denn er verweilt nicht gar so lang.
28 oder 29 Tage darf er bleiben,
dann wird sein Nachfolger ihn vertreiben.

Heidi Gotti

2. Februar

Bei den Ausflügen kann man Fotos vom romantischen Gaildorf im Kochertal anschauen

Gesundheitstipps

Sonnenbrand bei Wolken und Nebel? Wenn man sich im Schnee vergnügt und umso mehr, je höher es in die Berge hinauf geht, kann man sich einen einfangen.
Zwar verschlucken Wolken und Nebel einen Teil der UV-Strahlen. Das wird aber durch den „Spiegeleffekt“ von Schnee und Eis wieder wett gemacht. Auch die winzigen Wassertröpfchen im Nebel können UV-Licht reflektieren. Hinzu kommt, dass die Winterhaut weniger Pigmente enthält und die schützende Hornschicht dünner ist.

Halsschmerzen:
Bei Halsinfekten können Nasenöle und feucht-warme Halswickel nachts die Schmerzen lindern. Das Öl sollte vor dem Schlafengehen in die Nase eingeträufelt werden. Entsprechende Präparate, die häufig Sesam- und ätherische Öle enthalten sind in vielen Apotheken erhältlich.
Das Nasenöl legt sich auf Nasenschleimhäute und Rachen und stillt auf diese Weise den Schmerz. Am besten gleich morgens noch einmal ölen. Parallel zur Befeuchtung der Schleimhäute werden feucht-warme Wickel um den Hals empfohlen, um die Infektion zu beruhigen. Tagsüber sollte die Behandlung bei starken Beschwerden durch ein Halsspray ergänzt werden.
Die beste Vorbeugung gegen Halsschmerzen bei kaltem Wetter sind warme Kleidung, ein Schal und großzügiges Trinken, um die Schleimhäute feucht zu halten. Dazu sollte man darauf achten, bevorzugt durch die Nase atmen.

Bluthochdruck
Hoher Blutdruck tut nicht weh. Aber er schädigt die Gefäße über lange Zeit unbemerkt. Schlaganfall und Herzinfarkt können die Folge sein. Deshalb sollte man seinen Blutdruck regelmäßig überprüfen, um Schäden vorzubeugen.

Nasennebenhöhlenentzündung
Wenn der Schleim durch die verstopfte Nase nicht mehr abfließen kann, staut er sich in den Hohlräumen der Gesichtsknochen und löst dort eine Entzündung aus. Meist sind beim Erwachsenen die Kieferhöhlen betroffen. Aber auch im Bereich der Stirn und rund um die Nase treten die Entzündungen auf, das sich als Druckgefühl im Gesichtsbereich zeigt.
Um die Beschwerden zu lindern, kann man zuhause kühlende Gelkissen auf die betroffenen Partien legen. Von einer Bestrahlung mit der Rotlichtlampe wird abgeraten. Durch die Wärme werden die Nasenschleimhäute besser durchblutet und schwellen noch mehr an. Dadurch steigt der Druckschmerz.

Pickel und Mitesser bei Erwachsenen
Eigentlich doch nur in der Pubertät. Doch vor allem vielen Frauen bleibt ein makelloser Teint im Erwachsenenalter nicht vergönnt. Während des Zyklus und im Zuge der Wechseljahre verändert sich der Hormonhaushalt und die Fettproduktion der Drüsen wird angeregt. Durch die Fettschicht kann der Talg nicht mehr aus den Poren abfließen und so entstehen Pickel.
Um das einzuschränken, ist es wichtig, die Haut morgens und abends zu reinigen. Auch nachts fettet die Haut nach. Deshalb soll man die Poren mindestens alle zwölf Stunden von Fett- und Make-up-Rückständen befreien.
Man kann auch Pflegeserien für Jugendliche verwenden. Am besten das Gesicht mit einem Wasch-Syndet und Gesichtswasser reinigen, hinterher täglich mit einer Fruchtsäurecreme eincremen. Diese löst die oberste Hornschicht ab und sorgt so dafür, dass die Poren frei bleiben. Es werden Cremes mit zehn Prozent Fruchtsäuregehalt empfohlen, die man in der Drogerie oder Apotheke bekommt.

3. Februar

Die Luft ist wie Kristall so klar
das Eis des Teiches spiegelt gar
den Schein der winterlichen Sonne.
Raureif hüllt die Gräser ein,
so muss ein Wintermorgen sein,
weiß und glänzend – welche Wonne.

Kein Laut befleckt die glitzernde Stille,
kein Windhauch störet die Idylle
wie im Märchen – man muss hinaus.
So schwärmen manche völlig entzückt,
ich halte die ja für ziemlich verrückt,
mir ist’s zu kalt, ich bleib zu Haus.

???

4. Februar

Am Dienstag war wieder Gymnastik angesagt und das war gut so, denn gestern Früh regnete es bei uns hier kräftig - bei 3 Grad plus. Aber am Vormittag setzte heftiger Schneefall ein, der eine Riesenportion ablud. wieder schippen und dieses Mal war das Zeugs sehr schwer. Nun ist es fast Mitternacht und es regnet. Draußen ist alles glatt, selbst der Schneematsch.

Nach dem anstrengenden Schippen schrieb ich mir den Frust vom Herzen. Bitte Foto anklicken.

5. Februar

Wenn wir nun auch Tage mit Sonnenschein haben und der Schnee taut, wird es doch ganz schön lange dauern, bis das Zeugs weg ist. Unsere gefiederten Freunde haben zur Zeit sehr Hunger und stürmen die Futterhäuschen. Sogar die Amseln streiten sich um die Krumen. Überall beim Haus haben wir Meisenknödel aufgehängt, oft so nah bei den Ästchen, dass auch die Spatzen sich bedienen können.

Der Vogel am Fenster

An das Fenster klopft es: Pick, pick!
Macht mir doch auf einen Augenblick!

Dick fällt der Schnee, der Wind geht kalt;
Habe kein Futter; erfriere bald.
Liebe Leute, o lasst mich ein,
will auch immer recht artig sein!

Sie ließen ihn ein in seiner Not,
er suchte sich manches Krümchen Brot,
blieb fröhlich manche Woche da.
Doch als die Sonne durchs Fenster sah,
da saß er immer so traurig dort;
sie machten ihm auf – husch – war er fort.

Wilhelm Hey

6. Februar

Vielen Kindern geht es wie in folgender Geschichte aus meinem alten Lesebuch - leider auch bei uns hier.

Susel

Eines Mittags kommt Susel aus der Schule: „Mutter, wird bald gegessen? Ich habe so Hunger!“
„Das ist fein, Susel, heute gibt es deine Leibspeise: Nudeln mit Zwetschgen. Da kannst du ordentlich schmausen!“
„Ah, das ist fein, Mutter!“
„Aber ein Weilchen dauert es noch. Der Vater kommt heute erst um eins heim.“
Susel sagt weiter nichts und macht sich an ihre Hausaufgabe. Aber nach einer Weile kommt sie wieder in die Küche: „Mutter, kriege ich nicht ein Stückerl Brot? Ich kann es gar nicht mehr aushalten vor Hunger!“
„Aber Kind, in einer halben Stunde essen wir ja! Du verdirbst dir nur den Appetit! – Aber was hast du denn? Du siehst ja ganz elend aus? Du hast doch dein Frühstück mitgehabt! Hast du es denn nicht gegessen?“
„Nein“, sagt Susel kleinlaut.
„Nein? Aber warum denn nicht? Hast du es verloren?“
„Nein, Mutter, verloren habe ich es nicht …“
„Na, aber wo hast du es denn gelassen, Susel? Heraus mit der Sprache!“
„Ich habe es verschenkt, Mutter!“, schluchzt Susel und die Tränen sind ihr schon ganz nahe.
„Verschenkt? Aber Kind, deshalb brauchst du doch nicht zu weinen! Nun komm einmal her und erzähle mir die ganze Geschichte!“
Und die Mutter zieht Susel auf ihren Schoß und streichelt ihr die Backen.
„Ja, Mutter, da ist doch die Gretel Lang in meiner Klasse. Die sieht immer so bleich und so krank aus. Und wie wir heute in der Pause auf den Hof gehen, wo wir immer unser Frühstück essen, da gehe ich gerade neben ihr aus der Klasse. Und da sehe ich, wie sie alleweil weint. Da habe ich sie gefragt: Warum weinst du denn, Gretel? Da hat sie aber nichts gesagt und hat immer nur noch mehr geweint. Aber dann hat sie’s mir doch gesagt: sie hat solchen Hunger. Sie hatte kein Brot mit. Ihr Vater liegt schon so lange im Krankenhause und verdient nichts. Und ihre Mutter hat kein Geld mehr und hat kein Brot kaufen können. Gestern Abend haben sie auch nichts zum Abendbrot gehabt, bloß ein paar Kartoffeln. Da hat sie mir so leid getan und da habe ich ihr gleich mein ganzes Brot gegeben und habe zu ihr gesagt: Iss dich nur ordentlich satt, Gretel, es ist eine feine Mettwurst drauf! Ich habe doch gestern so gut zu Abend gegessen und heute Morgen auch meine Milch und meine Semmel gehabt. Gretel hat mein Brot erst gar nicht nehmen wollen. Aber da habe ich es ihr einfach in die Hand gedrückt und bin schnell weggelaufen. Und ich habe auch gar keinen Hunger gehabt, Mutter! Aber jetzt ist mir so komisch …“
„Das hast du brav gemacht, Susel!“, sagt die Mutter und drückt sie an sich und streichelt sie. „So ist es recht! Wenn einer Hunger hat, soll man ihm was geben. Und weißt du was? Morgen nimmst du der armen Gretel ein Pausebrot mit. Und für den Nachmittag kannst du sie dir zum Kaffee einladen, ja?“
„Ei ja, Mutter, ei ja! Da kann die arme Gretel sich einmal ordentlich satt essen!“

Franz Lichtenberger

7. Februar

Auch die Zeit der Wüste,
das Leiden am Mangel
und das Gefühl der Trostlosigkeit
haben ihren Sinn.
Der Weg führt
– durch die Wüste hindurch –
In ein neues Land,
wo jeder satt wird
in seinem Lebenshunger
und jede Sehnsucht gestillt wird.
Auch du bist auf dem Weg dorthin.

Christa-Spilling-Nöker

8. Februar

Hungergefühl

Man vertilgt hektisch die Mahlzeiten, oft ein Stück Pizza im Stehen. Genascht wird mit schlechtem Gewissen und durch vergebliche Diäten versucht man das Übergewicht wegzukriegen.
In der westlichen Welt haben viele ein gespaltenes Verhältnis zum Essen.
Dabei ist es doch einfach, genussvoll und gesund zu speisen – intuitiv zu essen.
Das bedeutet, dass man die körpereigenen Hunger- und Sättigungssignale bewusst wahrnehmen soll.

Man sollte sich fragen: Bin ich tatsächlich hungrig? Vielleicht hat mein Drang zu essen emotionale Gründe.
Wenn man den ganzen Tag heiß auf Schokolade ist, dann hat man vermutlich emotionalen Hunger. Dann sollte man sich ablenken, evtl. mit einem Spaziergang.
Wenn der Magen knurrt oder man erschöpft ist, ist das wohl Hunger.

Beim Essen Zeit lassen, denn das Gehirn benötigt mindestens 20 Minuten, um dem Körper das Signal satt zu melden. Schlingt man jedoch die Mahlzeiten schnell herunter, dann merkt man nicht, dass man satt ist.

Das Essen genießen und dabei achtsam sein. Sich des Geschmacks – süß, sauer, usw. – und der Konsistenz – knusprig oder cremig – voll bewusst zu sein. Beim Kauen auch mal die Augen schließen, weil man da aufnahmefähiger ist. Nie nebenbei beim Lesen, Fernsehen usw. essen.

Auf Stoppsignale achten. Wie Hungersignale, kann man auch Sättigungssignale bewusst wahrnehmen.
Man sollte sich zufrieden fühlen, aber nicht voll.
Nach der Hälfte der Mahlzeit eine Pause machen.
Kleine Portionsgrößen bevorzugen. Man kann sich zur Not ja noch nach nehmen.

Bei Lust auf Schokolade, sich ein Stück nach dem Essen gönnen. Anschließend die Zähne putzen oder ein Glas Wasser trinken, um den Nachgeschmack zu neutralisieren.
Bitterschokolade hat einen hohen Kakaoanteil, ist gut fürs Herz und bringt in kleiner Dosis den vollen Genuss.
.
Der Hunger-Meter-Test: Den Hunger auf einer Skale von 0 (unbändig) bis 10 (absolut satt) bewerten.
Erreicht der Hunger eine 4, dann erst essen. Wenn man wartet, bis man eine 2 oder 1 erreicht, dann isst man zu viel. Bei einer 6 oder 7 sollte man sich fragen: Esse ich noch, weil ich Hunger habe?

9. Februar

Wann gehst Du endlich fort, Winter?
Fragen die Blumenkinder.
Tief mit Schnee zugedeckt,
haben sie sich versteckt.
Sie suchen nach Sonne und Licht
und finden es nicht.
Schneeglöckchen ganz erstarrt,
dort unten verharrt.
Wann wird es endlich Frühling?
Fragen sich auch Biene und Schmetterling.
Wann gehst Du endlich fort, Winter?
Fragen die Menschenkinder.
Rodeln und Schneemann bauen wollen wir nicht mehr,
sehnen uns den Frühling her.
Wollen über grüne Wiesen springen,
Frühlingslieder singen,
Blumen finden,
Kränze binden.
Wir wollen nicht mehr so dick angezogen sein,
uns an Wärme und Sonne erfreun.
Wann gehst Du endlich fort, Winter?
Fragen nicht nur die Kinder.
Auch die Erwachsenen haben die Nase voll
und finden dieses Wetter nicht mehr toll.
Schneeschippen jeden Morgen,
beim Autofahren immer Sorgen.
Wünschen sich den Himmel blau,
nicht mehr nur dieses "Grau in Grau"!
Ja, wann gehst Du endlich fort, Winter?
Hoffnung von Heidi Gotti

10. Februar

Ich wandere den ganzen Tag, um den Frühling zu suchen
und meine Schuhe gehen kaputt.

Am Abend habe ich den Frühling noch nicht gefunden.
Ich kehre heim und sehe eine Kirschblüte in meinem Garten.

Der Frühling ist da ...

(Aus China )

11. Februar

Die Topfbaumwolle

Sie bringt einen Hauch von Tropen auf unsere Fensterbank und ist ganz einfach aus Samen zu ziehen. Und sie keimt in nur einem Jahr, wächst, blüht und bildet die typischen Kapselfrüchte aus, in denen die Samen von weißen Faserbüscheln umgeben sind.
Die Aussaat im Februar bei Zimmertemperatur. Bereits nach wenigen Tagen keimen die Samen bereits. Die Sämlinge möglichst bald in eine nährstoffhaltigere Erde umsetzen. Weil die Baumwolle rasch wächst und bis zu 70 cm groß wird, sollte sie öfter umgetopft werden.
Sie ist einjährig und wird jedes Jahr wieder neu ausgesät.

Anfangs sollte Baumwolle gut warm und feucht gehalten werden. Im Sommer ist sie dann für viel frische Luft dankbar und später, wenn sich die Früchte bilden, steht die Pflanze sogar gerne etwas kühler.
Sät man im Februar aus, entwickeln sich im Spätsommer die typischen Samenkapseln, die beim Aufplatzen die weiße Baumwolle freigeben und aussehen wie Wattebäusche.
In diesen Wochen tragen die Pflanzen sogar gleichzeitig Blüten und Früchte und sind dann besonders hübsch anzusehen.

Ich kann mir vorstellen, dass dies besonders für Kinder schön und sehr interessant ist.

12. Februar

Winterlied

Geduld, du kleine Knospe
im lieben stillen Wald,
es ist noch viel zu frostig,
es ist noch viel zu bald.

Noch geh ich dich vorüber,
doch merk ich mir den Platz,
und kommt heran der Frühling,
so hol ich dich, mein Schatz

August von Platen

13. Februar

Zimmerbrunnen

Meistens bestehen die Zimmerbrunnen aus einer Keramik- oder Kunststoffschale, in der ein Naturstein steht. Aus diesem sprudelt fröhlich das Wasser. Es gibt auch bepflanzte Zimmerbrunnen und aufwändige Modelle, bei denen das Wasser z.B. von Krug zu Krug oder aus Amphoren läuft. So ein Mini-Gewässer ist im Winter gut, nicht nur für uns, sondern auch für unsere Zimmerpflanzen. Die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöht sich und das plätschernde Geräusch ist beruhigend.
Zimmerbrunnen funktionieren so: In der Schale sitzt eine Pumpe, die das Wasser durch eine Bohrung z.B. im Quellstein hoch pumpt. Es fließt zurück in den Auffangbehälter und der Kreislauf beginnt von vorne.
Obwohl die Pumpen sehr robust sind, dürfen sie niemals austrocknen. Ein Blick auf den Wasserstand bzw. auf den Wasserstandsanzeiger sagt, wann Wasser nachgefüllt werden muss. Die Pflanzen im Zimmerbrunnen wachsen meist in Hydrokultur und sitzen in einem eigenen, vom Brunnen getrennten Behälter, da sie ja viel weniger Wasser brauchen als die Pumpe (dafür aber gedüngtes). Wenn das Wasser nicht mehr so kräftig sprudelt oder die Pumpe anfängt zu brummen, dann wird es Zeit für eine gründliche Reinigung. Der Stein, das Brunnengefäß und die Pumpe können leicht auseinander genommen und gesäubert werden. Und viel Schmutz hat sich dort - aus unserer Raumlust - angesammelt.

14. Februar

Zum Valentinstag

Wenn ich deine Augen seh',
so schwindet all mein Leid und Weh;
doch wenn ich küsse deinen Mund,
so werd ich ganz und gar gesund.

Heinrich Heine

15. Februar

Rosenmontag

Fasching, Fastnacht Karneval ...
Die Jecken sind los
mit Radau und Getos!
Ob Mann oder Frau, 
ob Alaaf oder Helau,
ob Fasching, Fasnet oder Fastnacht
es wird getanzt und gelacht.
Das vollständige Gedicht unter: http://www.gottiswelt.de/gedichte/festlichkeiten.htm#fasching
16. Februar

Zur Faschingszeit, zur Faschingszeit,
da gibt’s nur Scherz und Fröhlichkeit.

Und wer nicht froh sein mag beim Schmaus,
der bleibt zu Haus.

Wo sich die Freude blicken lässt,
da halten wir sie heute fest,

denn fröhlich sein in Ehren,
das soll uns keiner wehren!

Volksgut

17. Februar
Der glückliche Fund

Das Glück liegt auf der Straße, sagt ein Sprichwort. Welch seltsame Wege es geht, berichtete vor Kurzem eine Zeitung:

Der sechsjährige Klaus fand, als er mit seinem Schlitten langsam die Straße entlang zog, mitten auf dem Schnee des Bürgersteiges eine kleine schwarze Geldbörse. Sie war schon alt und abgegriffen. Aber ihr Inhalt ließ Klaus einen Juchzer machen: Das Portemonnaie enthielt drei Zehnmarkscheine und acht Mark Silbergeld.
Darüber freute sich Klaus sehr, denn Weihnachten stand vor der Tür und er wusste noch nicht recht, was er seiner Mutter schenken sollte. Jetzt war es nicht mehr schwer, denn mit dem gefundenen Geld ließ sich bestimmt etwas Schönes kaufen.
Aber durfte er das? Plötzlich fiel ihm ein, dass die Eltern einmal gesagt hatten, man dürfe Gefundenes nicht behalten, sondern müsse es auf dem Fundamt oder bei der Polizei abgeben. War das nicht dumm? Wer wusste denn schon, dass er der Finder war? In Klaus kämpften ein böser und ein guter Geist miteinander; der böse riet: "Behalte das Geld!“ und der gute mahnte: "Bleib ehrlich!“ Oh, das war ein hartes Ringen in der Seele des kleinen Klaus, aber schließlich siegte doch die Ehrlichkeit, und der Junge brachte seinen Fund auf das Gemeindeamt zum Fundbüro.
Dort traf er eine alte Frau, die gerade bitterlich weinend dem Beamten berichtete, sie habe ihr ganzes Geld verloren und wisse nicht, wo. Der Beamte hatte großes Mitleid mit der Frau und tröstete sie: "Vielleicht findet ein ehrlicher Mensch Ihr Geld und bringt es hierher.“
"Ich habe es gefunden!“, rief da Klaus glücklich und holte das Portemonnaie aus seiner Hosentasche. Die Freude der alten Frau lässt sich nicht beschreiben. Sie umarmte Klaus mit Tränen in den Augen. "Du bist mein guter Engel!“, sagte sie ergriffen, und der Beamte lächelte: "Sehen Sie, es gibt doch noch ehrliche Menschen.“

Auch Klaus war glücklich, im Innern aber schämte er sich ein wenig, weil er mit dem Gedanken gespielt hatte, das Geld zu behalten. Wie unglücklich wäre die alte Frau oder irgendein anderer Mensch geworden, wenn nicht das Gute in ihm gesiegt hätte
.
Lotte Auerbach

18. Februar
Der, der Geld verliert, verliert einiges;
der, der einen Freund verliert, verliert viel mehr;
der, der das Vertrauen verliert, verliert alles.

Eleanor Roosevelt

19. Februar
Glück

Eigentlich ist „Glück“ das unglücklichste Wort unserer deutschen Sprache, denn dahinter verbergen sich verschiedene Gefühle.
Im Englischen gibt es drei Begriffe „luck“, „pleasure“ und „happiness“.
Aber auch im Deutschen unterscheidet man, denn man kann es in jede Richtung finden: nach innen und nach außen, nach oben und nach unten.

Obwohl die Deutschen gemeinhin als mürrisches Volk gelten, bezeichnet sich die Hälfte – gemäß einer Umfrage - als glücklich oder sogar sehr glücklich.

Es ist klar, dass man Glück nicht kaufen kann, viel wichtiger sind gemeinsame Erlebnisse und große Gefühle. Wie etwa die Geburt eines Kindes, ein Treffen mit Freunden. Ein überraschender Geldsegen scheint nicht so wichtig oder die Menschen wollen nicht zugeben, dass Geld zwar nicht glücklich macht, aber ungemein beruhigt.

20. Februar
Viel kann misslingen, was wir säten
auf ird’schem Rund,
was stets gelingt, ist ein Beten
aus Herzensgrund.
Denn möcht’ auch Gott nicht so lenken,
wie dir’s gefiel:
Er wird dafür dir andres schenken
Und Schönres viel.

Friedrich de la Motte-Fouque

21. Februar

Das Mitleid

Die kleine Julie war sehr mitleidig gegen Menschen und Tiere. Wo sie Not, Elend oder Leid sah, da versuchte sie zu helfen, so gut sie nur konnte.
Einmal fuhr sie in ihres Vaters Kutsche mit auf das Land. Da sah sie bei einer Brücke einen Trupp Jungen, die einen armen schmutzigen Hund am Strick herbeischleppten, um ihn zu ertränken.
"Halt!", rief Julie dem Kutscher zu, und er hielt.
"Wollt ihr mir den Hund verkaufen?", fragte Julie die Jungen.
"Aber gern", lachten die Buben und wuschen dem Hund sogar das Fell, ehe sie von Julie das Geld in Empfang nahmen.
Daheim lachten alle die gutherzige Julie aus und nannten den Hund einen hässlichen Köter. Sie wollten sie überreden, das Tier wieder davonzujagen.
Aber Julie ließ sich weder auslachen noch überreden. "Es ist ein armes Tier, ich habe es vor dem Tode gerettet, und ich will es behalten", sagte sie, und der Hund wedelte munter mit dem Schwanz, als hätte er ihre Worte verstanden. Er folgte ihr auf Schritt und Tritt; es gab kein treueres Tier.
Eines Nachts wurde Julie davon wach, dass der Hund an ihrer Bettdecke zerrte und jämmerlich jaulte. Verschlafen wies sie ihn zur Ruhe, er aber jaulte und bellte weiter, sodass sie vollauf wach wurde. Da bemerkte sie einen Feuerschein im Nebenzimmer.
"Feuer! Feuer!", rief sie und weckte damit alle Hausbewohner. Schnell konnten die Flammen gelöscht werden. Das Haus und viele Menschenleben waren durch den treuen Hund gerettet worden. Aus Dankbarkeit erhielt er von jedem Hausbewohner eine Wurst, auch von denen, die ihn zuerst verjagen wollten.

Nacherzählt

22. Februar

Weil seit Mitte Januar bei uns hier viel Schnee liegt, ist unser Futterhäuschen heiß begehrt. Auch heute Nacht hatte es erneut geschneit und die munteren gefiederten Gesellen schnabulieren nun eifrig. Die selbst gemachten Fettflocken müssen lecker schmecken.
Draußen huschen die Meisen umher: die winzigen Nonnenmeisen, etwas größeren Kohlmeisen, putzigen Blaumeisen und auch die Spechtmeise – Kleiber genannt.

                

Es saß ein klein wild Vögelein auf einem grünen Ästchen,
es sang die ganze Winternacht, die Stimme musst ihm klingen.

Sing du mir mehr, sing du mir mehr, du kleines wildes Vöglein!
Ich will um deine Federlein dir Gold und Seide winden.

„Behalt dein Gold, behalt dein Seid, ich will dir nimmer singen,
ich bin ein klein wild Vögelein, und niemand kann mich zwingen.“

Geh du heraus aus diesem Tal, der Reif wird dich auch drücken!
„Drückt mich der Reif, der Reif so kalt, Frau Sonn wird mich erquicken.“

Aus Siebenbürgen

23. Februar 
Die Meise und der Zweig

"Es ist zu dumm", raunten sich die Büsche und Bäume des Stadtparks zu, "schon ist es Ende Februar, und das Wetter wird und wird nicht besser! Was soll bloß der Frühling sagen, wenn er im März kommt und wir haben noch immer nicht unser grünes Blattkleid angezogen!"
"Was ist denn eigentlich der Frühling?", wollte eine kleine Meise wissen, die im vergangenen Jahr erst ausgeschlüpft war.
"Der Frühling ist der beste Freund der Natur", sagte der Forsythienzweig, auf den sich der kleine Vogel gesetzt hatte. "Er kommt jedes Jahr und bringt den Sonnenschein mit. Da wird es erst richtig lustig bei uns im Park. Deshalb zieht jeder von uns sein schönstes Blütenkleid an. Ich zum Beispiel werde mich mit goldgelben Glöcklein behängen."
"Das wird sicher schön aussehen", staunte die Meise. "Muss ich dann auch ein Frühlingskleid anziehen?" -

"Nein, du musst singen, wenn der Frühling einzieht. Das tun alle Vögel", antwortete der Forsythienzweig. Er erzählte der Meise noch viel von den ersten Blumen, von den Gräsern und von den Maikäfern.
Eines Tages kam der Gärtner mit seiner langen Schere und schnitt den Forsythienzweig ab. Aus war nun der Traum von den goldgelben Blütenglöckchen, die er so gerne der kleinen Meise gezeigt hätte. Nun würde sie ihn gar nicht mehr erkennen, wenn er zwischen den anderen abgeschnittenen Zweigen am Weg lag. Aber der Forsythienzweig hatte sich getäuscht. Alles wurde ganz anders, als er sich gedacht hatte.
Denn plötzlich kam ein kleines Mädchen über den Weg gelaufen. Es ergriff den Zweig und fragte den Gärtner: "Darf ich den mitnehmen?" Der Gärtner nickte, und das kleine Mädchen trug den Zweig vorsichtig nach Hause und stellte ihn dort in eine Vase.
In dem Zimmer des kleinen Mädchens war es so schön warm, dass der Forsythienzweig glaubte, der Frühling sei schon gekommen. Zur Freude der ganzen Familie legte der Zweig sein goldgelbes Gewand an.

Die Meise im Park jedoch war sehr traurig, als sie ihren Forsythienzweig nicht mehr fand, und wollte vor Gram nicht mehr singen. Da erzählte ihr der Forsythienstrauch die Geschichte von dem kleinen Mädchen, das den Zweig mit nach Hause genommen hatte. Als das die Meise hörte, verließ sie eilig den Park und flog in die Stadt. Dort schaute sie in jedes Fenster, ob nicht irgendwo der Zweig zu finden sei.

lna von Stauss

24. Februar
Es ist schon so,
der Frühling kommt in Gang,
die Bäume räkeln sich,
die Fenster staunen.
Die Luft ist weich,
als wäre sie aus Daunen.
Und alles andre ist nicht von Belang.

(Kästner)

25. Februar

Wie die Schneeglöckchen zu ihrem Namen kamen

Einmal hatte der Frühling richtig verschlafen. Das war eine Aufregung unter und über der Erde! Die Spatzen tschilpten laut und zankten sich um jeden Bissen. Die Rehe im Wald wurden immer unruhiger, weil sie im tiefen Schnee kein Futter mehr fanden. "Was sollen wir bloß machen?" jammerten die Hasen, die draußen auf dem Feld über den hartgefrorenen Boden hoppelten. Und selbst die Hamster und Maulwürfe, die den ganzen Winter über warm und sicher unter der Erde schlafen, wurden wach von dem Gepiepse der hungrigen Mäuse und schnupperten besorgt an ihren schmalen Vorräten.

"Wenn der Frühling noch lange schläft, werden wir alle verhungern müssen", klagten die kleinen und die großen Tiere im Wald. Die ersten Vögel, die zu früh aus dem Süden heimgekehrt waren, hockten mit klammen Flügeln auf den Bäumen und starrten klaglos in den grauen Tag. Allein der schlaue Fuchs hatte eine gute Idee. "Ich werde den Frühling schon wecken", versprach er, setzte sich hin und fing an, furchtbar zu heulen, dass die Menschen erschrocken die Ohren spitzten.

Jedoch der Frühling wurde noch nicht wach.

Auf der Wiese aber hörten die kleinen weißen Blumen, die sich schon weit vorgewagt hatten, den Fuchs heulen. "Was hat er denn bloß«, fragten sie, schüttelten den Schnee ab und reckten neugierig ihre kleinen Köpfe in die kalte Luft. "Was ist denn los?",  bimmelten ein paar mit ihren zarten Glocken. Von der Fragerei und dem Gebimmel wurden immer mehr neugierig und streckten ihre Köpfchen aus dem Schnee. überall kamen sie aus der Erde.
Ganz erstaunt lauschte da die Sonne, die hinter dicken Wolkenbetten am Himmel schlief. Sie rieb sich verschlafen die Augen und wagte einen Blick nach unten. Sie schob einfach eine Wolke beiseite und lugte vorsichtig auf die Erde. Kaum aber hatte sich die Sonne sehen lassen, da jubelte man auf der Erde: "Die Sonne ist da, die Sonne ist da!"

Alles freute sich über die Blumenglöckchen, die seither Schneeglöckchen heißen. Die Sonne aber weckte rasch den Frühling. Der sprang mit einem Satz aus dem Bett und machte sich an die Arbeit. Der Schnee schmolz, und die eisigen Winde flohen nach Norden. Bald waren die Schneeglöckchen nicht mehr allein. überall wurde es grün und bunt. Die Tiere im Wald fanden wieder Futter, und die Vögel zwitscherten lustig. Seit dieser Zeit kommen jedes Jahr die Schneeglöckchen als erste aus der Erde, damit der Frühling nie mehr verschlafen kann.

überliefert

26. Februar
Frühlingsahnung

Vögelchen mit lautem zrrriii, zrrriii,
den Frühling herbei schrie.
Es ihn aus dem Tiefschlaf weckte
und nun schaut er schon um die Ecke.

Mit seinem Blütenstab wird er nun bald,
berühren Gärten, Wiesen und Wald.
Dort hört man schon ein leises Wispern,
ein geschäftiges Rüsten und Flüstern.

Schneeglöckchen sind bereits erwacht,
haben schon mächtig „Krach“ gemacht,
mit ihrem Gebimmel zwischen dem Schnee,
sie sind es gewohnt, er tut ihnen nicht weh.

Heidi Gotti

27. Februar
Wenn es Frühling wird, geht die Gartenarbeit wieder los

Wichtig, um etwas zu kultivieren, ist die Bodenbeschaffenheit:

Man nimmt mit der Hand eine Bodenprobe. Sandboden zerbröselt - der Sand rieselt buchstäblich durch die Finger. Solche Böden erwärmen sich rasch, trocknen aber auch leicht aus, und die Nährstoffe werden schnell ausgewaschen. Sandböden müssen daher regelmäßig mit Dünger versorgt werden, dafür lassen sie sich leicht bearbeiten.
Bei leichten Böden muss man stets darauf achten, dass der Humusanteil erhöht wird. So können Wasser und Nährstoffe besser festgehalten werden. Reichlich Kompost aufbringen und offene Flächen mulchen, z. B. mit Rasenschnitt.

Kann man die Erde in der Hand dagegen zu einer elastischen Masse kneten, handelt es sich um einen schweren tonigen Boden. Ein Tonboden erwärmt sich nur langsam, ist arm an Luft, aber er kann viel Wasser aufnehmen und lange festhalten. Ist der Boden verdichtet, können die Pflanzen ihn nur schwer durchwurzeln. Selbst wenn man als Bodenverbesserung reichlich groben Sand und Humus zugibt, ist eine regelmäßige, gründliche Lockerung, idealerweise im Herbst, in grober Scholle erforderlich.

Kann man die Erde in der Hand zu einem bröseligen Klumpen formen, dann ist der Boden lehmig und mehr oder weniger humos. Lehmböden bestehen aus einer Mischung von Sand und Ton. Sie weisen eine ausgezeichnete Wasser haltende Kraft auf, sind meist gut durchlüftet und häufig nährstoffreich. Es sind bei guter Pflege die idealen Gartenböden.

28. Februar
Februargedanken

Jeder Monat hat sein Büchlein, aber sie sind nicht gleich dick.
Der diesjährige Februar zeigt nur 28 Seiten an - aber was für Seiten.

Schnee, Schnee, Schnee – Kälte und sehr wenig Sonne.

Jeder Tag hatte seine Ereignisse, privat, in unserem Land und auch auf der Welt.
Unglücke, Leid und schlimme Vorkommnisse. Aber auch schöne Erlebnisse und tröstende.

Wie wichtig ist es da, die Sonne im Herzen zu tragen, sie überall zu verteilen, um andere mitzureißen, schöne und warme Gefühle dann ebenfalls weitergeben.
So wünsche ich es mir. Vor allem aber, dass das dann irgendwann überwiegen möge und Streit und Krieg nicht mehr nötig wären.

Fühlt man sich mit einem Lächeln im Gesicht nicht selbst gleich viel wohler?
Und … wie herrlich … wenn man ein solches geschenkt bekommt. Ein Ruck geht durch den Körper und man fühlt sich gleich viel besser.
Auch Lächeln kann man weitergeben, sie pflanzen sich fort und irgendwann kehren sie zu einem zurück.

Deshalb sollten wir versuchen, jeden Tag – wenigstens ein winziges Lächeln – anderen zu schenken, damit wir es zurückbekommen. Vielleicht dann, wenn es uns nicht so gut geht.

Und an einem so schönen sonnigen Tag wie gestern, dürfte das nicht schwer fallen. Tausende Schneeglöckchen blühen bei unserem Haus und unzählige kleine Bienchen verköstigen sich, bei ihrem Tun ein melodisches Brummen von sich gebend.

Heidi Gotti

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