




| Der Januar von Norden die Erde zerspalt', |
| der Winter wird kräftig, das Wasser wird kalt! |
Januar 2005
bitte die Tage aus dem Kalender wählen ...
Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag Neujahr1
2 3 4 5 hl.drei Könige6
8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 Der doppelköpfige, römische Gott Janus gab dem Januar seinen Namen. Er war der Gott der Zeit und der Beschützer des Hausein- und Ausganges. Symbolisch schaute er mit dem alten Kopf in die Vergangenheit und mit dem jungen in die Zukunft.
Der Monat Januar wurde früher auch Hartung, großer Horn, Vollborn, Bruder Hartmann oder Stuben- und Ofenmonat genannt. Auch Schneemonat, Wintermond, Eismond oder Eismonat sind alte Namen.
Zwölf Brüder teilen sich die Zeit und nennen sich das Jahr
Der erste kommt von Norden weit und heißt: Januar.
Volksmund
Neujahr
Der Landwirt legt in der Neujahrsnacht Ziegel oder Steine auf die Äste seiner Apfelbäume, damit die Blüten nicht durch den Blitz versengt werden. Geht man am Neujahrstage zum ersten Mal zur Tür hinaus und begegnet einer jungen Person, hat man dieses Jahr Glück, im entgegengesetzten Falle Unglück. Wer am Neujahrstage einen gesottenen Schweinsrüssel isst, dem geht das ganze Jahr hindurch das Geld nicht aus. - interessant gell? -
Neujahr bei Pastors
Mama schöpft aus dem Punschgefäße,
der Vater lüftet das Gesäße
und spricht: "Jetzt sind es vier Minuten
nur mehr bis zwölfe, meine Guten.Ich weiß, dass ihr mit mir empfindet,
wie dieses alte Jahr entschwindet,
und dass ihr Gott in seinen Werken
- Mama, den Punsch noch was verstärken! -Und dass ihr Gott von Herzen danket,
auch in der Liebe nimmer wanket,
weil alles, was uns widerfahren
- Mama, nicht mit dem Arrak sparen! -Weil, was geschah, und was geschehen,
ob wir es freilich nicht verstehen,
doch weise war, durch seine Gnade
- Mama, er schmeckt noch immer fade! -In diesem Sinne meine Guten,
es sind jetzt bloß mehr zwei Minuten,
in diesem gläubig frommen Sinne
- Gieß noch mal Rum in die Terrine! -Wir bitten Gott, dass er uns helfe
Auch ferner - Wie? Es schlägt schon zwölfe?
Dann prosit! Prost an allen Tischen!
- Ich will den Punsch mal selber mischen."Ludwig Thoma
Steinbock (22.Dezember bis 20.Januar)
Der Steinbock-Mann setzt sich durch
Die Steinbock-Frau visiert den Erfolg an
Wie erzieht man Steinbock-Kinder?
Ein Steinbock-Kind hat einen harten Willen.
Nachgeben ist seine schwächste Seite. Aber es ist leicht an eine Ordnung zu gewöhnen, von der von nun an nur ja nicht mehr abgewichen werden sollte, sonst hängt schon den Kleinen das Weltbild schief.
Von Gleichaltrigen sondert sich der kleine Steinbock oft ab; er spielt lieber daheim allein oder geht mit den Eltern spazieren. Da er sich mehr den Erwachsenen zuwendet, gilt er manchmal als altklug.
Im Kinderzimmer braucht die Mutter keinen Strich zu machen; ihr Steinbock-Sprössling räumt willig die Sachen wieder weg. Aber er spielt erst, wenn er die Schularbeiten gemacht hat: Das Pflichtgefühl ist beim Steinbock schon in der Jugend sehr ausgeprägt. Das schätzen auch die Lehrer von diesen Kindern, obwohl sie Kritik üben könnten an der bedächtigen Art, mit der sie den Lehrstoff aufnehmen. Steinbock-Kinder gleichen das langsame Verstehen durch intensiven Fleiß aus. So bringen sie es am Ende doch zu guten Schulleistungen.
Wer kann das bestätigen???? Oder nicht????
Das Jahr - Die vier Jahreszeiten
Ich bin das ganze Jahr vergnügt: Im Frühling wird das Feld gepflügt,
da steigt die Lerche hoch empor und singt ihr frohes Lied mir vor.Dann kommt die liebe Sommerzeit, wie hoch ist da mein Herz erfreut,
wenn ich vor meinem Acker steh und soviel tausend Ähren seh!Im Herbst schau ich die Bäume an, schau Äpfel, Birnen, Pflaumen dran.
Und sind sie reif, so schüttl' ich sie, so lohnet Gott des Menschen Müh!Dann kommt die kalte Winterzeit, da ist mein Häuschen überschneit,
das ganze Feld ist kreideweiß und auf der Wiese nichts als Eis.So geht's jahraus, jahrein mit mir, ich danke meinem Gott dafür
Und habe immer frohen Mut und denke: Gott macht alles gut!
(Wort und Weise von schwäbischen Rückwanderern)
Neu bei "Weihnachten" Heilige drei Könige das Gedicht "Sternsinger" ...
Hans Christian Andersen
wurde am 2. April 1805 in Odense (Dänemark) geboren, als Sohn eines armen Schuhmachers. Er konnte kaum die Schule besuchen, bis ihm der Dänenkönig Friedrich VI, dem seine Begabung aufgefallen war, 1822 den Besuch der Lateinschule in Slagelsen ermöglichte. Bis 1828 wurde ihm auch das Universitätsstudium bezahlt. Andersen unternahm Reisen durch Deutschland, Frankreich und Italien, die ihn zu lebhaften impressionistischen Studien anregten. Der Weltruhm Andersens ist auf den insgesamt 168 von ihm geschriebenen Märchen begründet. Andersen starb am 4.8.1875 in Kopenhagen.Dänemark feiert Hans Christian Andersen.
2005 jährt sich der Geburtstag des populären Märchendichters zum 200. Mal.Weltberühmt durch seine Kunstmärchen
(Prinzessin auf der Erbse, Standhafter Zinnsoldat, Hässliches Entlein, Die kleine Meerjungfrau, Des Kaisers neue Kleider u. a.);
Roman "Der Improvisator" 1835, deutsch 1909;
schrieb die feinsinnige Lebensgeschichte "Das Märchen meines Lebens"
deutsch 1845, dänisch 1855Ein Märchen, an das ich mich noch erinnern kann und das ich heute noch schöner finde als damals, weil ich es besser verstehe:
Der Engel
Jedes Mal, wenn ein gutes Kind stirbt, kommt ein Engel Gottes zur Erde hernieder, nimmt das tote Kind auf seine Arme, breitet die großen, weißen Flügel aus und pflückt eine ganze Handvoll Blumen, die er zu Gott hinaufbringt, damit sie dort noch schöner als auf der Erde blühen. Gott drückt sie dort an sein Herz, aber der Blume, die ihm die liebste ist, gibt er einen Kuss, und dann bekommt sie Stimme und kann in der großen Glückseligkeit mitsingen.
Sieh, alles dieses erzählte ein Engel Gottes, während er ein totes Kind zum Himmel forttrug, und das Kind hörte wie im Traume; sie flogen über die Stätten in der Heimat, wo das Kleine gespielt hatte, und kamen durch Gärten mit herrlichen Blumen.
"Welche wollen wir nun mitnehmen und in den Himmel pflanzen?" fragte der Engel.Da stand ein schlanker, herrlicher Rosenstock, aber eine böse Hand hatte den Stamm abgebrochen, so dass alle Zweige, voll von großen, halb aufgebrochenen Knospen, vertrocknet rundherum hingen. "Der arme Rosenstock!" sagte das Kind. "Nimm ihn, damit er oben bei Gott zum Blühen kommen kann!"
Und der Engel nahm ihn, küsste das Kind dafür, und das Kleine öffnete seine Augen zur Hälfte. Sie pflückten von den reichen Prachtblumen, nahmen aber auch die verachtete Butterblume und das wilde Stiefmütterchen.
"Nun haben wir Blumen!" sagte das Kind, und der Engel nickte, aber er flog noch nicht zu Gott empor. Es war Nacht und ganz still; sie blieben in der großen Stadt und schwebten in einer der schmalen Gassen umher, wo Haufen Stroh und Asche lagen; es war Umzug gewesen. Da lagen Scherben von Tellern, Gipsstücke, Lumpen und alte Hutköpfe, was alles nicht gut aussah. Der Engel zeigte in allen diesen Wirrwarr hinunter auf einige Scherben eines Blumentopfes und auf einen Klumpen Erde, der da herausgefallen war. Von den Wurzeln einer großen vertrockneten Feldblume, die nichts taugte und die man deshalb auf die Gasse geworfen hatte, wurde er zusammengehalten. "Diese nehmen wir mit!" sagte der Engel. "Ich werde dir erzählen, während wir fliegen!"
Sie flogen, und der Engel erzählte:
"Dort unten in der schmalen Gasse, in dem niedrigen Keller, wohnte ein armer, kranker Knabe. Von seiner Geburt an war er immer bettlägerig gewesen; wenn es ihm am besten ging, konnte er auf Krücken die kleine Stube ein paar Mal auf und nieder gehen, das war alles. An einigen Tagen im Sommer fielen die Sonnenstrahlen während einer halben Stunde bis in den Keller hinab, und wenn der Knabe dasaß und sich von der warmen Sonne bescheinen ließ und das rote Blut durch seine feinen Finger sah, die er vor das Gesicht hielt, dann hieß es: 'Heute ist er aus gewesen!' Er kannte den Wald in seinem herrlichen Frühjahrsgrün nur dadurch, dass ihm des Nachbars Sohn den ersten Buchenzweig brachte, den hielt er über seinem Haupte und träumte dann unter Buchen zu sein, wo die Sonne scheint und die Vögel singen. An einem Frühlingstage brachte ihm des Nachbars Knabe auch Feldblumen, und unter diesen war zufällig eine Wurzel, deshalb wurde sie in einen Blumentopf gepflanzt und am Bette neben das Fenster gestellt. Die Blume war mit einer glücklichen Hand gepflanzt, sie wuchs, trieb neue Zweige und trug jedes Jahr ihre Blumen; sie wurde des kranken Knaben herrlichster Blumengarten, sein kleiner Schatz hier auf Erden; er begoss und pflegte sie und sorgte dafür, dass sie jeden Sonnenstrahl, bis zum letzten, der durch das niedrige Fenster hinunterglitt, erhielt; die Blume selbst verwuchs mit seinen Tränen, denn für ihn blühte sie, verbreitete sie ihren Duft und erfreute das Auge; gegen sie wendete er sich im Tode, da der Herr ihn rief. Ein Jahr ist er nun bei Gott gewesen, ein Jahr hat die Blume vergessen im Fenster gestanden und ist verdorrt und wurde deshalb beim Umziehen hinaus auf die Straße geworfen. Und dies ist die Blume, die vertrocknete Blume, die wir mit in unsern Blumenstrauß genommen haben, denn diese Blume hat mehr erfreut als die reichste Blume im Garten einer Königin!"
"Aber woher weißt du das alles?" fragte das Kind, das der Engel gen Himmel trug.
"Ich weiß es", sagte der Engel, "denn ich war selbst der kleine, kranke Knabe, der auf Krücken ging; meine Blume kenne ich wohl!"
Das Kind öffnete seine Augen ganz und sah in des Engels herrliches, frohes Antlitz hinein, und im selben Augenblick befanden sie sich in Gottes Himmel, wo Freude und Glückseligkeit waren. Gott drückte das tote Kind an sein Herz, und da bekam es Schwingen wie der andere Engel und flog Hand in Hand mit ihm. Gott drückte alle Blumen an sein Herz, aber die arme verdorrte Feldblume küsste er, und sie erhielt Stimme und sang mit allen Engeln, welche Gott umschwebten, einige ganz nahe, andere um diese herum in großen Kreisen und immer weiter fort in das Unendliche, aber alle gleich glücklich. Und alle sangen sie, klein und groß, samt dem guten, gesegneten Kinde und der armen Feldblume, die verdorrt dagelegen hatte, hingeworfen in den Kehricht des Umziehtages, in der schmalen, dunklen Gasse.
Hans Christian Andersen
Sternsinger - aus Ostpreußen
Wir treten herein ohne allen Spott, ohne allen Spott.
Ein' schön' guten Abend, den geb euch Gott!Einen schön' guten Abend, eine fröhliche Zeit,
die uns der Herr Gott hat bereit.Wir kommen hierher, von Gott gesandt,
mit diesem Stern aus Morgenland.Wir zogen daher in schneller Eil,
in dreißig Tagen vierhundert Meil'.Wir kamen vor Herodes Haus,
Herodes schaut zum Fenster raus."Ihr lieben drei Weisen, wo wollt ihr hin?"
"Nach Bethlehem steht unser Sinn,nach Bethlehem in Davids Stadt,
allwo der Herr Christ geboren ward."Wir zogen miteinander den Berg hinaus,
wir sahen, der Stern stand über dem Haus.Wir zogen miteinander das Tal hinein
und fanden das Kind im Krippelein.Wir fanden das Kind, war nackend und bloß,
Maria nahm's auf ihren Schoß.Wir taten unsere Schätze auf
und schenkten dem Kind Gold und Weiherauch.
Am Dreikönigstag
Vor und nach dem Feste der Heiligen Drei Könige ziehen die Sternsinger durch mehrere Tage von einem Orte zum anderen. Die Heiligen Drei Könige werden als Nothelfer verehrt
Das am Vortage des Festes der Heiligen Drei Könige geweihte Wasser ist hochgeweiht und fault nicht, wenn man es auch das ganze Jahr aufhebt. Das "Heiligendreikiniwässer" ist gut gegen die hinfallende Krankheit: Wenn man den Hingefallenen mit solchem Wasser anspritzt, so lässt der Anfall nach.Am Vorabende des Heiligendreikönig-Festes soll der Tenn sauber abgeräumt werden, damit die Heiligen Drei Könige darauf tanzen können.
Am selben Abende werden alle Räume des Hauses mit Weihrauch geraucht (geräuchert), mit Weihwasser besprengt und auf jede Türe mit geweihter Kreide drei Kreuze und die Anfangsbuchstaben der Namen der Heiligen Drei Könige Kaspar, Melcherl und Balthasar geschrieben. Dann wird der Rosenkranz gebetet und ein reiches Nachtmahl gegessen, nämlich Suppe, Braten, gebackene Knöderl, Ahalkoch (Mehlkoch), gesottene Zwetschken und zuletzt Semmelmilch der Sampermilch (gesottene Milch mit Semmelschnitten). Daher heißt die Heiligendreikönig-Nacht auch die feiste Rauhnacht. Die letzte Rieht, nämlich die Semmelmilch, darf nicht ausgegossen werden, sondern man lässt die Hälfte stehen und die Löffel darin stecken oder legt sie so auf den Rand der Schüssel, dass beide Enden frei schweben. Dann um Mitternacht kommt die Bercht mit den ungetauft verstorbenen Kindern, isst mit ihnen von der Sampermilch, dass man das Schlürfen hören kann, und segnet dafür das Haus fürs ganze Jahr. Der, welcher den mehreren Rahm an seinem Löffel gelassen hat, wird im Jahr darauf beschenkt werden. Wegen des Besuches der Bercht heißt die Heiligendreikönig-Nacht auch die Berchtnacht. Am anderen Morgen ist wieder so viel Semmelmilch in der Schüssel wie Abends. Wessen Löffel aus seiner Lage gerückt erscheint, der hat Unglück zu fürchten. Wessen Löffel in die Schüssel hineingefallen ist, der wird im nächsten Jahre sterben. Wessen Löffel herausgefallen ist, der kommt aus dem Hause. Ledige Personen, an deren Löffel sich viel Milch angereimt hat, heiraten bald. Man isst die Berchtmilch zum Frühstück und gibt davon auch den Hühnern, dass sie viele Eier legen, und den Kühen, dass sie viel und gute Milch geben.
Die ungetauften Kinder der Bercht haben seltsame Namen wie Gagraunzel, Thomaszoll, Märzenkalbel, Zudarn, Zadarwaschel u.s.w.
(Anmerkung von Pfarrer Leeb:
Die Meinung, das Heiligendreikönigswasser sei hochgeweiht, stammt daher, dass es in manchen Bistümern mit einem hochkirchlichen, fast eine Stunde dauernden Ritus geweiht wurde, welcher aus der morgenländischen Kirche, die am Feste der Erscheinung vornehmlich den Tauftag Christi feierte, in die abendländische Kirche eingedrungen war, aber 1725 und 1892 von Rom verboten wurde. Da die heilige Schrift und Tradition vom Tanzen der Heiligen Drei Könige nichts meldet, ist es auf den Reigen der in den Rauhnächten umziehenden Götter und Elfen zu beziehen. Das zeigt auch der Rinds- oder Menschenfuß, der von der wilden Jagd herstammt, die besonders in den Rauhnächten umzieht. Frau Bercht ist die Göttin Berchta (d.h. die Leuchtende), die Inhaberin des Elfen - oder Kinderparadieses. Wie die Berchtel, so ging auch die griechische Göttin Hekate an Wegscheiden um. Wie der Bercht, so wurde auch der Hekate Speise hingestellt.)
Die heiligen drei König, so sind wir genannt;
Wir kommen von ferne, vom Morgenland.
Ihr Sterne gebt allen den Schein;
ein neues Jahr geht uns bald ein.Die heiligen drei König mit ihrigem Stern;
Wir suchen das Kindlein, den Heiland, den Herrn.Dem Kindlein, dem sind wir von Herzen hold;
Wir bringen ihm Weihrauch und Myrrhen und Gold.Lebt wohl nun, ihr Leute, wir ziehen so fern,
die heiligen drei König mit ihrigem Stern.Aus Bayern
Einen Schlitten muss ein Junge haben
Einen Schlitten muss ein Junge haben.
Im Sommer kann er barfuß traben
durch Gras und Klee;
Liegt aber im Winter Eis und Schnee,
dann geht's mit Hurra hinunter die Höh.
Einen Schlitten muss ein Junge haben!Hei, das ist ein Vergnügen,
wie der Wind so geschwind dahinzufliegen!
Es knirscht der Schnee;
Der Schlitten saust hinunter die Höh
und gleitet, hui! über den See.
Einen Schlitten muss ein Junge haben!Aber still sitzen und nicht wippen!
Sonst könnte, wupp! der Schlitten kippen,
und du liegst, o weh!
Mit der Nase im Schnee,
und der Schlitten saust hinunter zum See,
und es lachen alle Knaben.
Einen Schlitten muss ein Junge haben!
Emil Weber
Wie wäre es damit am Wochenende?
Rinderrouladen mit Gemüsefüllung
Zutaten für 4 Portionen:
1 Bund Suppengemüse,
4 Rinderrouladen,
2 TL scharfer Senf,
Salz, schwarzer Pfeffer,
2 EL Olivenöl,
1 Zwiebel,
375 ml Fleischbrühe,
1 Bund Petersilie,
2 EL Crème fraîcheZubereitung:
Suppengemüse putzen, waschen und in kleine Würfel schneiden. Fleisch abbrausen, trocken tupfen, salzen, pfeffern und mit Senf bestreichen. Gemüsewürfel auf den Fleischscheiben verteilen, jeweils zu Rouladen aufrollen und mit Zahnstocher feststecken. Rouladen nochmals von außen salzen und pfeffern. Öl in einem Schmortopf erhitzen, die Rouladen darin rundum anbraten, herausnehmen. Die Zwiebel abziehen, fein hacken und im heißen Öl andünsten. Mit der Brühe aufgießen und den Bratsatz damit unter Rühren lösen.
Rouladen wieder in den Schmortopf legen und das Ganze zugedeckt bei schwacher Hitze ca. 90 Minuten schmoren. Dabei bei Bedarf noch etwas Brühe angießen.
Petersilie abbrausen, trockenschütteln und die Blättchen fein hacken. Die Rouladen aus dem Schmortopf nehmen. Petersilie und Crème fraîche in die Schmorflüssigkeit einrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Rouladen zusammen mit der Soße anrichten.Dazu passen: Bandnudeln oder Spätzle
Nun noch etwas in eigener Sache: Hinzugefügt habe ich einen Nachtrag bei den "Geschichten" - "eine unglaubliche Geschichte". Wir erfuhren von unserer Anwältin, dass es zu unseren Gunsten ausging. Somit möchte ich allen Menschen Mut machen sich zu wehren.
Neues auf der HP: Auf der "Heimat"-Seite berichte ich über die Wieslauftalbahn mit eigenen Digi-Bildern.
Ein Lächeln
Ein Fremder hat mir ein Lächeln geschenkt,
an einem Regenmorgen,
es streifte mein Herz, das angstvoll bedrängt,
und linderte meine Sorgen.Ich wollt es behalten, ich Egoist,
doch begriff ich, mit einem Mal heiter,
dass man in der Fülle großzügig ist -
und ich gab es an den nächsten weiter.So trat es seine Wanderung an,
durch Straßen, Plätze und Gassen,
durch Omnibus, Tram und Untergrundbahn,
so greifbar - und doch nicht zu fassen.Am Abend, als ich nach Hause ging,
da bückt ich mich plötzlich nieder
und sah wie ein kleines strahlendes Licht,
mein Lächeln auf einem Kindergesicht -
und ich nahm mir es und hatte es wieder.???
Sollte man das nicht öfters tun, um sein Lächeln wieder zurück zu erhalten?
Heute etwas Wissenswertes und Interessantes: Tipp zur Gesundheit - gefunden in der AOK-Zeitschrift
Reichlicher Obstverzehr
kann vor Lungenkrebs schützen. Das ergab die bislang größte europäische Studie zum Zusammenhang zwischen Lebenswandel, Ernährung und Krankheit. Ein Pfund Obst am Tag senkt laut dieser Ergebnisse das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, um 40 Prozent. Vermutlich sei die Kombination verschiedener Pflanzlicher Substanzen für diese Schutzfunktion verantwortlich.Ärzte pfeifen die Pfeife zurück
Pfeiferauchen wird gerne als harmloser Genuss bezeichnet, da der Rauch nicht inhaliert wird. Doch Mediziner der amerikanischen Krebsgesellschaft in Atlanta schlugen kürzlich auch für das "Pfaffen" Alarm. Sie hatten über 138.000 Männer 18 Jahre lang beobachtet und festgestellt, dass Pfeifenraucher fast ebenso häufig an Krebs - vor allem der Lunge und des Kehlkopfes - erkrankten, wie Zigarettenraucher.
Fieber - schwitzen lassen
Wenn der Körper sich selbst einheizt, sollte man ihn nicht gleich abkühlen. Die erhöhte Temperatur erschwert nämlich die Vermehrung von Bakterien und unterstützt so die Immunabwehr. Solange das Fieber unter 40 Grad bleibt und nicht länger als drei Tage anhält, reicht es in der Regel, dem Körper einfach Ruhe zu gönnen.
"Diätmargarine"
ist nicht unbedingt fettarm. ‚Diät' bedeutet hier, dass mindestens 50 Prozent mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten sind und nur pflanzliche Öle verwendet wurden. Auf niedrigem Fettgehalt deuten Kennzeichnungen wie ‚halbfett', ‚fettarm' oder ‚leicht' hin."
In der Winternacht
Es wächst viel Brot in der Winternacht,
weil unter dem Schnee frisch grünet die Saat;
erst wenn im Lenze die Sonne lacht,
spürst du, was Gutes der Winter tat.Und deucht die Welt dir öd' und leer,
und sind die Tage dir rau und schwer;
Sei still und habe des Wandels acht -
es wächst viel Brot in der Winternacht.Friedrich Wilhelm Weber
Der Gartenkürbis ist die Arzneipflanze des Jahres 2005
... aber gewiss nicht, weil ihn Kinder und Jugendliche an Halloween gerne zu Masken verarbeiten. Diese als Arzneikürbis bekannte Nutzpflanze ergibt nicht nur schmackhafte Suppen, Eintöpfe und Gratins, auch ihr gesundheitlicher Nutzen ist eindeutig bestätigt.
Die eigentliche Heimat des Kürbis ist Mittel- und Südamerika. Dort wird er schon seit vielen tausend Jahren kultiviert und als Nahrungsmittel genossen. Die Gattung Curcurbita mit ihren verschiedenen Arten, zu der außer dem Gartenkürbis auch der Riesen- und Moschuskürbis gehört, hat inzwischen in Europa eine zweite Heimat gefunden.Seiner Herkunft nach ist der Kürbis ein Urgewächs aus vorchristlicher Zeit, ein Exot, dessen über 8 000 Jahre alte Geschichte bis zu den Ureinwohnern Mexikos zurückreicht. Aber erstaunlicherweise lassen sich fast alle dieser rund 800 Sorten auch auf unseren heimischen Feldern, Gärten und sogar auf dem Hinterhof anbauen.
In den letzten Jahren wurde er zu einer begehrten Delikatesse von hohem gesundheitlichem Wert.
Kürbisse gibt es in den verschiedensten Größen und Formen und in vielen farblichen Varianten. Alles kann verwertet werden, selbst die Blüten und Schalen.
In Afrika verwendete man harte Kürbisschalen zur Herstellung von Töpfen, Kannen, Löffeln, in Indien sogar für den Bau eines Musikinstruments, der Sitar. Ansonsten sind Kürbisse ein äußerst dekorativer Schmuck für Garten, Balkon und Wohnung, vor allem in der Herbstzeit.
(abgeändert - aus unserer Zeitung)
UND ... "Was haben Kürbisse mit Sonnenblumen gemein?"
Ganz einfach, sie sind der Stolz vieler Gärtner, wenn sie riesengroß werden. Dann sind sie beliebte Vorzeigeprodukte. Sie werden wie Stars fotografiert, gewogen, vermessen und ausgestellt. Man gibt aus Herzenslust mit ihnen an. Kindern bereiten solche Dinge natürlich ganz besonders viel Freude, aber auch wir Erwachsenen sind stolz auf "Gärtnererfolge" solcher Art. Ganze Alben könnte man mit solchen Bildern füllen.
Vöglein im Winter
Draußen weht der Wind so kalt,
Feld ist weiß und kahl der Wald.
Vöglein fliegen hin und her,
finden nichts zu essen mehr;
alle Körnchen weit und breit,
alle Beerlein sind verschneit.Hilf den Armen aus der Not,
gib ein wenig von deinem Brot!
Ein paar Krümchen mit mildem Sinn
Streu den Vöglein vors Fenster hin!Sieh, da fliegen sie schon herbei!
Seid nur dreist und nehmt es frei!
Tischchen ist schneeweiß gedeckt.
Sieh, o sieh, wie's ihnen schmeckt!
Johannes Trojan
Flutkatastrophe 26. Dezember 2004
Lange konnte ich mich nicht zu dem entsetzlichen Unglück äußern. Fassungslos, gelähmt, ohnmächtig, hilflos saß und sitze ich weinend vor dem Fernseher.
Die Frage "Warum" quält mich.
Das "wer weiß" kann ich in diesem Fall nicht anwenden.
Das "wer weiß, wenn das Auto, der Bus, der Zug, das Flugzeug keine Panne gehabt hätten, ob nicht ein schlimmeres Unheil geschehen wäre."
Eine Frage lässt mir keine Ruhe: "Gott, wo warst du? Warum lässt du es zu, dass so viele Menschen, Frauen und vor allen Dingen unschuldige Kinder sterben?"Hierzu habe ich einen Bericht in unserer Zeitung entdeckt:
Warum lässt Gott so schweres Leid zu?
Vertreter der großen Religionen beantworten die Frage, die nach der Flut viele Gläubige umtreibt
Juden - Joel Berger, Landesrabbiner a.D. von Württemberg
Diese Frage ist aus einer engen, menschlich subjektiven Perspektive gestellt. Die Leute stellen diese Frage nie, wenn ihnen die Hochkonjunktur Wohlstand und Wohlergehen beschert, sondern nur dann, wenn etwas passiert. Diese Katastrophe kann nicht mit einer Boshaftigkeit Gottes gedeutet werden. Es ist das menschliche Schicksal, dass wir annehmen müssen, was Gott uns auferlegt - ob gut oder schlecht. Das Gute und das Ungute sind rein menschlich subjektiv. Was heute gut ist, kann morgen sich wandeln und böse werden und umgekehrt. Die Katastrophe in Asien kann unter Umständen dazu führen, dass die Menschen ihre kleinliche Haderei untereinander aufgeben und solidarisches Handeln lernen. Daher sind Katastrophen nicht zu deuten. So wie die Katastrophe von Auschwitz nicht zu deuten ist. Ich spüre eine tiefe Verachtung gegenüber Menschen, die anfangen, die Katastrophe etwa als Strafe Gottes zu deuten. Es ist eine Anmaßung zu glauben, dass man Gottes Absicht beurteilen kann.Katholiken - Heinrich Mussinghoff, katholischer Bischof, Aachen
Ratlos stehen wir vor solchen Fragen seit der Shoah, dem Mord an den Juden Europas. Wir stehen vor der rätselhaften Größe unseres Gottes, dessen Gedanken und Handeln wir nicht verstehen können. Wir können zu ihm und vor ihm schreien, klagen, stammeln und beten, wie auch in den Konzentrationslagern und in Katastrophensituationen Menschen geschrien, geklagt, gestammelt und gebetet haben. Ich wünsche mir und den Menschen, die vom Seebeben in Südasien direkt oder indirekt betroffen sind, einen Glauben, wie ihn Juden an die Wand eines Kölner Kellers geschrieben haben: "Ich glaube an die Sonne, auch wenn sie nicht scheint. Ich glaube an die Liebe, auch wenn ich sie nicht fühle. Ich glaube an Gott, auch wenn er schweigt." Als Christ schaue ich auf Jesus, den leidenden Gott am Kreuz, in dem Glauben, dass er als der auferstandene Herr "jede Träne aus ihren Augen wischen wird: der Tod wird nicht mehr sein, nicht Trauer noch Klage noch Mühsal. Denn die alte Welt ist vergangen."Buddhisten - Klaus Jork, Vorsitzender der Buddhistischen Gemeinschaft Chödzong in Langen
Buddhisten stehen in ihrer eigenen Verantwortung. Sie kennen keinen Erlöser. Sie sind der Ansicht, dass sie sich durch Gedanken, Worte und Handeln ihre Gegenwart schaffen und damit die Voraussetzungen für die Zukunft. Buddhisten nennen das Karma. Eine der buddhistischen Grundsätze ist das Erkennen der Vergänglichkeit aller Dinge und Beziehungen. Das Ereignis in Asien führt uns Vergänglichkeit und Tod vor Augen; wir sind gefragt, wie wir selbst damit umgehen würden. Es bedeutet letzten Endes die Frage: Was fange ich mit meinem Leben an, angesichts seiner Endlichkeit und der Ungewissheit, wie lange ich noch lebe? Das Entwickeln von Mitgefühl ist für Buddhisten ein zentrales Anliegen. Ich glaube, dass die große Spendenbereitschaft für die Katastrophenopfer und vor allem für die Kinder in Asien unsere Betroffenheit zeigt, unsere Bereitschaft, mit den Opfern zu fühlen. Nicht die sonnigen Seiten des Lebens lassen uns nach tiefem Verständnis fragen, sondern das Erleben von Hilflosigkeit und Tod. Nachdenken über die Katastrophe kann eine Einkehr bedeuten und helfen, unseren Weg bewusster zu gehen.Protestanten - Alfred Buß, Präses der Evangelischen Kirche in Westfalen
Die Flutkatastrophe hat schonungslos vor Augen geführt, dass es auf die Frage nach dem Sinn des Leidens keine Antwort gibt. Gott hat in Jesus selbst tiefstes Leiden erfahren und überwunden. Deshalb gibt es für Christen nur einen Weg, mit dem Leiden umzugehen: es mit den Leidenden zu teilen. Der christliche Glaube vermag das in der großen Hoffnung auf Gottes Zukunft ohne Leid, Schmerz und Tod.Moslems - Mustafa Günesdogdu, Sunnitischer Imam der islamischen Gemeinde Hamburg
Auch eine solche Naturkatastrophe geschieht nicht gegen den göttlichen Willen. Der Koran sagt in der 2. Sure, Vers 156: "Siehe, wir gehören Allah, und zu ihm kehren wir heim." Diese Rückkehr geschieht auf unterschiedlichen Wegen, durch natürlichen Tod, durch Unfälle, durch Naturgewalt. Aber immer ist es eine Heimkehr in die göttliche Obhut. Die Überlebenden einer solchen Katastrophe werden von Gott in eine Prüfung gestellt. Sure 67, Vers 2: "Der Tod und Leben schuf, um zu prüfen, wer von euch am besten handelt." Der Menschheit ist eine große Gelegenheit gegeben zu helfen, Gutes zu tun. In der Tat hat der 26.12. ein neues großes Thema in unser Leben gebracht: Wie können wir helfen? Und schließlich erinnert uns die Katastrophe an die besondere menschliche Situation: Wir sind in Gottes Hand, und über unser Ende bestimmen wir nicht selbst.Orthodoxe - Augoustinos Labardakis, Metropolit Griechisch-orthodoxe Kirche, Bonn
Hinter dieser Frage steht die nach dem Sinn des Leides. Andererseits zeigt die Fragestellung, dass der Mensch an alles, auch an Gott, seine eigenen Maßstäbe anlegt. Wir denken, die Herren der Welt zu sein. Doch ist unsere Herrschaft auch über die Natur nicht unbegrenzt. Vor allem aber wollen wir Gott nicht Gott sein lassen. Zu dieser Problematik studiere man in der Bibel das Buch Hiob! Gott ist der ganz Andere. Seine Gedanken sind nicht unsere Wege. Von diesem Gott, dessen Ratschluss uns verborgen ist, dürfen wir uns hinwenden zu dem Gott, der in Jesus Christus Mensch wurde. Nur hier bei Christus ist Rettung, auch im Leiden, ja im Sterben und durch den Tod hindurch.Hindus - Sri Arumugam, Paskaran, oberster Priester des Hindu-Tempels in Hamm
Das Unglück ist eine Reaktion des Gottes darauf, dass die Gerechtigkeit auf der Erde immer mehr verloren gegangen ist. Der Tsunami ist eine Warnung der Erde und des Gottes, dass man lernen soll, miteinander zu leben. Gott hat eine Warnung gegeben, damit die Menschen wieder stärker zusammenfinden und es mehr Gerechtigkeit gibt. So eine Warnung gibt es etwa alle 100 Jahre. Dieses Mal sind sehr viele Unschuldige betroffen, unter den Opfern waren nicht unbedingt die Bösen. Wenn jetzt keine Konsequenzen gezogen werden und alles so weitergeht, erwarte ich eine noch größere Katastrophe.
Neues auf der HP: die ersten Januar 05-Digis sind da
Traumwolke
Meine Traumwolke lässt mich fliegen,
unter mir, seh' die Welt ich liegen!
Wiesen und Felder,
Berge, Täler und Wälder.
Häuschen winzig klein ...
Passt da ein Mensch denn rein?
Kühe grasen auf der Weide,
Erika glüht in der Heide.
Ein See glänzt in der Sonne,
ich streck mich voller Wonne.... Plötzlich ...
Dunkle Wolken kamen, haben alles verdeckt,
mich aus meinem Traume unsanft geweckt.Heidi Gotti
Wetterregel:
Ist der Januar gelinde, folgen im Lenz die rauen Winde.
Rolf
"Bitte, lieber Onkel, erzähle uns doch eine Geschichte!" riefen Max und Willi.
"Was soll ich euch denn erzählen?" fragte der Onkel.
"Etwas, was du selbst erlebt hast", rief Max, "als du noch klein warst", setzte Willi hinzu.
"Nun, so hört! Als ich noch ein kleiner Knabe war, bat ich eines Tages meine Mutter um die Erlaubnis, mit Rolf am Flusse zu spielen."
"War Rolf dein Bruder?" fragte Max.
"Nein, aber er spielte sehr gerne mit mir. Meine Mutter erlaubte es, und wir waren beide sehr vergnügt. Nach einer Weile nahm ich ein Brettchen und ließ es wie ein Boot auf dem Wasser schwimmen. Es trieb aber so weit vom Ufer ab, dass ich es nicht mit meinem Stock erreichen konnte. Da rief ich Rolf zu, es mir zu holen. Er tat sonst immer, was ich ihm sagte. Diesmal tat er es aber nicht. Ich schalt ihn darum, und da lief er weg. Nun wurde ich sehr böse, nahm einen Stein und warf nach ihm, so stark ich konnte. In diesem Augenblick drehte Rolf den Kopf um, und der Stein traf ihn gerade über dem Auge."
"Oh, Onkel Heinrich!" rief Willi.
"Ja, der Stein traf ihn so, dass er taumelte. Rolf stieß einen Schrei aus und fiel zu Boden. Aber ich war noch immer böse auf ihn. Ich ging nicht zu ihm, sondern watete ins Wasser nach meinem Boot. Aber das Wasser war tiefer, als ich dachte, und nach einigen Augenblicken war ich in einem starken Strome. Ich schrie laut um Hilfe, aber es waren keine Leute in der Nähe. Ich war schon nahe daran unterzusinken, als ich mich erfasst und ans Ufer gezogen fühlte. Und da sah ich, dass Rolf es war, der mich gerettet hatte."
"Ach, der gute Junge! War er dein Vetter?" fragte Max.
"Nein", antwortete Onkel Heinrich.
"Was sagtest du zu ihm?" fragte Willi.
"Ich schlang meinen Arm um den Hals des guten Burschen, weinte bitterlich und bat ihn, mir zu verzeihen."
"Was sagte er da?"
"Er sagte: Wau, wau, wau!"
"Aber, Onkel Heinrich", rief Willi in höchstem Erstaunen, "wer war denn Rolf eigentlich?"
"Er war mein Hund", sagte Onkel Heinrich.
Verfasser unbekannt
Da jetzt im Winter günstig Kraut angeboten wird folgendes Rezept:
Dresdner Krautwickel
Zutaten:
1 kg Weißkraut,
2 EL gehackter Kümmel,
200 g Rinderhack,
200 g Scheinehack,
1 Brötchen,
2 Eier,
2 Zwiebeln (fein gehackt),
Salz, Pfeffer,
150 g Rauchfleisch (in feine Würfel),
2 EL Mehl, Butterfett,
1/4 l Fleischbrühe, 4 EL Sauerrahm,
1 TL ButterZubereitung:
Den Strunk aus dem Kohlkopf herausschneiden und den Kopf kurz mit
kochendem Wasser überbrühen. Die Blätter ablösen. Pro Person 2 bis 3
große Krautblätter nebeneinander so auslegen, dass sie sich etwas
überlappen. Mit Kümmel bestreuen.
Für die Füllung Hackfleisch, in Wasser eingeweichtes, dann
ausgedrücktes Brötchen, Eier, Zwiebeln, Salz und Pfeffer vermengen.
Die Rauchfleischwürfelchen unterkneten. Die Fülle auf die Krautblätter
geben, Blätter zusammenrollen und mit Rouladennadeln oder Zahnstochern zusammenhalten.
In Mehl wälzen und im erhitzten Bratfett ringsum anbraten. Etwas klein
geschnittenes Kraut zufügen.
Mit Brühe aufgießen und zugedeckt 1 Stunde schmoren lassen. Die Sauce
mit Sauerrahm und Butter verfeinern.Dazu Salzkartoffeln reichen.
Eigene Anmerkung: Es ist wohl schon Mitte Januar, aber gute Wünsche und Empfehlungen darf man immer aussprechen. Ich denke, auch zum Jahreswechsel 2004/05 sind die Worte des Dalai Lama angebracht:
Gutes Karma
Dies sind die Worte des DALAI LAMA zum Beginn des neuen Jahrtausends am 1.1.2001.
Empfehlungen des Dalai Lama für das Leben im neuen Jahrtausend:
Beachte, dass große Liebe und großer Erfolg immer mit großem Risiko verbunden sind.
Wenn du verlierst, verliere nie die Lektion.
Habe stets Respekt
Respekt vor dir selbst,
Respekt vor anderen,
und übernimm Verantwortung für deine Taten.
Bedenke: Nicht zu bekommen, was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall.
Lerne die Regeln, damit du sie richtig brechen kannst.
Lasse niemals einen kleinen Disput eine große Freundschaft zerstören.
Wenn du feststellst, dass du einen Fehler gemacht hast,
ergreife sofort Maßnahmen, um ihn wieder gut zu machen.Verbringe jeden Tag einige Zeit allein.
Öffne der Veränderung deine Arme,
aber verliere dabei deine Werte nicht aus den Augen
Bedenke, dass Schweigen manchmal die beste Antwort ist.
Lebe ein gutes, ehrbares Leben.
Wenn du älter bist und zurückdenkst, wirst du es noch einmal genießen können.
Eine liebevolle Atmosphäre in deinem Heim ist das Fundament für dein Leben.
In Auseinandersetzungen mit deinen Lieben sprich nur über die aktuelle Situation. Lasse die Vergangenheit ruhen.
Teile dein Wissen mit anderen. Dies ist eine gute Möglichkeit,
Unsterblichkeit zu erlangen.Gehe sorgsam mit der Erde um.
Begib dich einmal im Jahr an einen Ort, an dem du noch nie gewesen bist.
Bedenke, dass die beste Beziehung die ist, in der jeder Partner
den anderen mehr liebt als braucht.Messe deinen Erfolg daran, was du für ihn aufgeben musstest.
Widme dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen.
Neues auf der HP: Bei den Geschichten "Ein verflixter Tag"
Der Januar
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Der Weihnachtsmann ging heim in seinen Wald.
Doch riecht es noch nach Krapfen auf der Stiege.
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Man steht am Fenster und wird langsam alt.Die Amseln frieren und die Krähen darben.
Und auch der Mensch hat seine liebe Not.
Die leeren Felder sehnen sich nach Garben.
Die Welt ist schwarz und weiß und ohne Farben.
Und wär so gerne gelb und blau und rot.Umringt von Kindern wie der Rattenfänger,
tanzt auf dem Eise stolz der Januar.
Der Bussard zieht die Kreise eng und enger.
Es heißt, die Tage würden wieder länger,
Man merkt es nicht. Und es ist trotzdem wahr.Die Wolken bringen Schnee aus fremden Ländern.
Und niemand hält sie auf und fordert Zoll.
Silvester hörte man's auf allen Sendern,
dass sich auch unterm Himmel manches ändern
und, außer uns, viel besser werden soll.Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und ist doch hunderttausend Jahre alt.
Es träumt von Frieden. Oder träumt's vom Kriege?
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und stirbt in einem Jahr. Und das ist bald.Erich Kästner
Hier eine Geschichte aus meinem ersten Lesebuch von 1945. Diese Geschichte hat uns Kinder damals total fasziniert:
Ein Stück Papier
Einmal lag in der Schulstube ein Stück Papier. Niemand hatte es hingeworfen. Aber es war doch da. Da sagte der Lehrer, alle Kinder sollten doch einmal recht still sein und hören, was das Stückchen Papier erzähle. Die Kinder sind lange Zeit mäuschenstill gesessen und haben gelauscht, ob denn das Papier nicht etwas sage. Aber es blieb ganz ruhig liegen.
Da stand ein kleines Mädchen auf und ging hin zu dem Papier. Das Mädchen hob es auf und brachte es in den Kasten. Dann hat das Mädchen gesagt: "Ich habe es gehört, was das Stückchen Papier gesagt hat. Es hat mir ganz leise in das Ohr gesprochen: Warum hebt ihr mich denn nicht auf?" Da mussten alle Kinder tüchtig lachen. Sie verstehen aber nun auch alle die Papiersprache.
Johannes Springer
Neues auf der HP: Weitere Gedichte von Karin. Wo findet man sie? Zuerst den "Freunde & links"- Button drücken, dann "Heidis Insel" besuchen. Der erste Eintrag dort ist von Karin. Von hier gelangt man auf die gewünschte Seite und kann wunderschöne Gedichte lesen.
Hier ein Gedicht von Karin:
Fliegen
Flieg mit uns in eine andere Welt -
lass uns besiegen all das Unschöne was uns nicht gefällt.Lass uns erleben
die Liebe, Freundschaft, Ehrlichkeit und Menschlichkeit,
bist Du bereit?Dieses Land ist ganz nah,
doch wir laufen Gefahr
es zu übersehen -
das ist ein trauriges Geschehen.von Karin Obendorfer
21. Januar bis 19. Februar - Wassermann
Der Wassermann-Geborene und sein Freiheitsdrang
Es gibt keinen freundlicheren Menschen unter der Sonne als den Wassermann-Geborenen. Der Wassermann ist intelligent, steht aber in Antistellung, ist ein Revolutionär, der für seine Lebensideale kämpft. Er grübelt auch viel und horcht gedankenverloren in sich hinein. Er ist Menschenfreund, also auch Freund der Frauen. Er sammelt Erfahrungen, wird seine Gefühle nie zeigen, die Anderer aber erforschen.Die Wassermann-Frau liebt den Wechsel
Die Möbel alle paar Monate umstellen, damit tut sie ihrer Umwelt kund, dass ihr an ihrem augenblicklichen Leben im Augenblick etwas nicht gefällt. Wie der Mann ständig in Opposition. Ein Krach reinigt dann die Atmosphäre, den sie oft wegen Nichtigkeiten vom Zaune bricht. Durch ihre Impulsivität geht sie da oft zu weit. Dabei ist sie eine der hilfsbereitesten Menschen, versucht Not zu lindern, wo sie nur kann und wenn sie ihren letzten Groschen hergeben muss. Soviel Herz hat sie zu verschenken, hält ihre innigsten Gefühle aber zurück. Wenn man sie kennt, wird man diese beiden Seiten feststellen: ihre sinnliche Hingabe, aber auch ihre oft kalte Ablehnung. Eine Partnerin für Männer, die Abwechslung lieben. Ihr schönster Zug, sie kann über sich selbst lachen. Sie ist auch immer gerecht, Ungerechtigkeit ist für sie eine Sünde.Wie erzieht man Wassermann-Kinder?
Erstaunliche Feststellung aller Eltern, die ein Wassermann-Kind großziehen - von "besitzen" kann hier keine Rede sein: Dieses Kind hat einen solchen Drang zur Unabhängigkeit, dass es auf die ernstgemeinten Ratschläge der Eltern kaum eingeht. Es will alles aus sich heraus leisten. Und meistens schafft es das auch.
In der Schule hat es gute Noten, wenn nicht ein hindernder Aszendent bei seiner Geburt Pate stand. Es ist in der Klasse beliebt, weil es für sein Leben gern Streiche spielt. Auch Nachbars Obstbäume sind ihm nicht zu hoch - selbst die Mädchen tummeln sich darauf und pflücken die schönsten der verbotenen Früchte.
Wassermann-Kinder gelten als dickköpfig, weil sie auf Befehle mit Sturheit reagieren. Gute Argumente erst werden sie überzeugen. Schließlich sind sie hellwach. Man sollte sie viel auf den Sport- und Spielplätzen tummeln lassen, damit sie ihre überschüssige Kraft abreagieren können. In einem harmonischen Elternhaus können die kleinen Widerspruchsgeister am ehesten gezähmt werden.
Ein Winterabend
Wenn der Schnee ans Fenster fällt,
lang die Abendglocke läutet,
vielen ist der Tisch bereitet
und das Haus ist wohlbestellt.Mancher auf der Wanderschaft
kommt ans Tor auf dunklen Pfaden.
Golden blüht der Baum der Gnaden
aus der Erde kühlem Saft.Wanderer tritt still herein;
Schmerz versteinerte die Schwelle.
Da erglänzt in reiner Helle
auf dem Tische Brot und Wein.Georg Trakl
Neu auf der HP: Bei "ha ha ha" neue Witze und lustige Geschichten. - Lachen ist ja sooo gesund -
Und schon führt uns das gestrige Gedicht zu einem interessanten Thema dem "Brot". Jeder kennt doch "... und gib uns unser täglich Brot" ...
BROT
So abwechslungsreich kann und sollte unser Brot sein.
Drei Dinge, ohne die der Mensch nicht leben kann, sind im Brot enthalten: Getreide, Salz und Wasser. Den alten Ägyptern verdanken wir das handliche Lebensmittel, denn sie waren die ersten, die vor mehr als 6000 Jahren Getreide, Salz und Wasser zu einem Teig mengten und in Öfen zu Brot ausbackten. Und wir, so zeigt die Entwicklung, haben es zu einer wirklichen brotreichen Kunst gebracht. über 200 verschiedene Brotsorten können Sie von der Nordsee bis zu den Alpen kaufen. An dieser Stelle können nur die bekanntesten Brotsorten genannt werden:Roggenvollkornbrot ist ein kräftiges, dunkles Brot aus Roggenmehl und viel Roggenschrot, bekannt auch als Rheinisches Vollkornbrot oder Holsteiner Brot.
Roggenbrot, auch Bauernbrot oder Berliner Landbrot genannt, ist ein helleres Brot aus Roggenmehl.
Roggenmischbrot wird aus Roggen- und Weizenmehl gemacht. Das Brot hat einen höheren Roggenmehlanteil. In Franken ist es als Frankenlaib bekannt. Seine Zwillingsschwester ist das Weizenmischbrot, mit weniger Roggenmehl, häufig in mächtiger Form als Schwäbisches Bauernbrot oder "Schwobelaib" zu finden. Zu den Roggenmischbroten gehört auch noch das Paderborner Landbrot, ein kastenförmiges Brot, das dem Kommissbrot ähnelt, und das norddeutsche Gerstel- oder gegerstelte Brot. Der Teig wird dabei vorm Backen abgeflämmt.
Das Brot erhält eine braunschwarze Kruste.
Weizenbrot oder Weißbrot und das Toastbrot werden aus Weizenmehl zubereitet.
Pumpernickel heißt das in aller Welt beliebte schwarze Brot aus Westfalen. das aus Roggenmehl mit Sauerteig zubereitet gebacken wird.Knäckebrot, eine Erfindung der Skandinavier, ist ein leichtes, wasserarmes Flachbrot, das aus völlig ausgemahlenem Weizen- oder Roggenschrot oder einer Mischung von beiden hergestellt wird.
Je nachdem, welche Zutaten dem Brotteig beigegeben werden, können Brote auch Buttermilch-, Kümmel-, Mohnoder Malzbrot heißen.
Der Brotteig kann mit Hefe oder mit Sauerteig oder mit einer Mischung aus beiden gelockert werden.
Dunkle Brote mit vorwiegend Roggenmehl oder Roggenschrot-Anteil sind immer mit Sauerteig zubereitet.
Sauerteig gibt dem Brot einen würzigen Geschmack. Sauerteig-Brote bleiben länger frisch.
Hefe wird vorwiegend für helle Brote aus Weizenmehl verwendet. Hefebrote haben einen milderen Geschmack, trocknen aber rasch aus.
Brot bleibt frisch, wenn Sie es trocken, aber nicht luftdicht verpackt aufbewahren. Im Kühlschrank wird Brot schneller trocken, aber nicht so rasch schimmelig.
Obwohl wir soviel Sorten Brot kaufen können, kommt das Selberbacken wieder groß in Mode. Wenn Ihnen Ihr erstes Brot gelungen ist, haben Sie Grund zum Feiern.
Siehe auch Paradiesvogel-Brot, Pommeranzenbrot, Roggenbrot, Safranbrot.Und nun viel Spaß beim Backen ... mit dem morgigen Rezept ...
Es war eines der Lieblingsbrote meiner Kinder. Sehr oft haben sie es gemeinsam - anfangs mit meiner Hilfe, später alleine - gebacken. Sie bevorzugten das Brot mit "Dille". Natürlich wurde es noch warm verspeist.Brot mit Kräutern
500 g Weizenmehl,
30 g Hefe, 1 TL Zucker, 1/4 I lauwarme Milch,
je ein Bund Petersilie,
Dill und Schnittlauch
oder je 1 gehäufter TL getrocknete Kräuter.
30 g Butter, 2 Eier,
1 TL Salz, 1/2 TL Pfeffer.
Margarine zum Einfetten.
Milch zum Bestreichen.Mehl in eine Schüssel geben. In die Mitte eine Vertiefung drücken. Hefe reinbröckeln. Mit Zucker und Milch und etwas Mehl vom Rand her verführen. Mit einem Küchentuch bedeckt 15 Minuten aufgehen lassen.
Petersilie, Dill und Schnittlauch unter fließendem Wasser abspülen, trockentupfen und fein hacken. (Getrocknete Kräuter so verwenden.) Butter in einem Topf schmelzen lassen. In einer Schüssel Eier mit Salz, Pfeffer, Butter und den Kräutern verquirlen. Die Mischung zum Vorteig gießen. Alles zu einem festen Teig kneten. Teig so lange schlagen, bis er Blasen wirft und sich vom Schüsselrand löst. Nochmals 15 Minuten gehen lassen.Eine Kastenform von 30 cm Länge gut einfetten. Teig reinfüllen. Oberfläche glattstreichen. Teig noch mal 15 Minuten gehen lassen. Dann mit Milch bestreichen. Mit einer Küchenschere Zacken in den Teig schneiden. Form in den vorgeheizten Ofen auf die untere Schiene stellen.
Backzeit: 30-35 Minuten. Elektroherd: 200 Grad. "Gasherd: Stufe 3 oder 1/3 große Flamme.
Das Brot soll eine goldbraune Kruste haben.Form aus dem Ofen nehmen. Brot aus der Form lösen, auf einem Kuchendraht abkühlen lassen.
In 25 Scheiben schneiden. Arbeitszeit: 30 Minuten.
Kalorien pro Stück: Etwa 95/400 Joule.
Das Brot schmeckt am besten frisch.
Zur Information für meine Freunde und Besucher:
Auf meiner "Freunde & links"-Seite stelle ich die Schriftstellerin Gisela Dua vor. Auf ihrer HP bei Feierabend.com stellt sie folgendes Buch vor:
Ein Buch über die Vertreibung
aus dem Sudetenland
"In diesem Buch wird die wahre Geschichte von Gretl und Ottl erzählt.
Auch mit den Informationen aus Kultur und Politik habe ich versucht, die damalige Zeit nahe zubringen und etwas gegen das Vergessen zu tun."
Von Gretl erfuhr die Schriftstellerin, dass Ottl kürzlich verstorben ist. Er hat die Sehnsucht nach der Heimat nunmehr mit ins Grab genommen.
Es fliehet die Freude, es schwindet das Leid,
die Jahre verrauschen im Strome der Zeit.Was lieb uns, verlässt uns, ob früh oder spät.
Nur eins, die Erinnerung nimmer vergeht.
Alles fügt sich und erfüllt sich,
musst es nur erwarten können,
und dem Werden Deines Glückes,
Jahr und Felder reichlich gönnen.Bis du eines Tages jenen
reifen Duft der Körner spürst,
und dich aufmachst und die Ernte
in die tiefen Speicher führst.Christian Morgenstern
Nachdem ich einige Jahre in einer Bäckerei gearbeitet habe, möchte ich euch ein uraltes, wieder entdecktes Getreide vorstellen:
Kamut
Ist ein uralter Verwandter des heutigen Hartweizens und stammt vermutlich ursprünglich aus dem "fruchtbaren Halbmond", dem Land zwischen Ägypten, Euphrat und Tigris, wo er schon vor Jahrtausenden angebaut wurde.Lange in Vergessenheit geraten, wurde er ähnlich wie Dinkel, im Rahmen des neuerwachten Interesses an urwüchsigen und unverfälschten Lebensmitteln, "wiederentdeckt" und hat Einzug in die moderne Ernährung gefunden. Pflanzenzuchtmaßnahmen haben die Vitalität, den Geschmack und den Nährwert unserer heutigen Getreidesorten meist dem Kriterium "Höchstertrag" untergeordnet, welcher wiederum nur mit dem Einsatz von Agrarchemie erreicht werden kann. Um höhere Erträge zu erzielen wird inzwischen selbst Dinkel schon vielfach mit Weizen gekreuzt.
Kamut dagegen ist ein altes, züchterisch nicht manipuliertes Getreide, das die Jahrtausende allein aufgrund seiner Robustheit und Anspruchslosigkeit überlebt hat. Er wird ausschließlich nach den Richtlinien des kontrolliert biologischen Landbaus angebaut. Kamut hat einen vollen nussigen Geschmack und ist besonders leicht verdaulich.
Nach dem 2. Weltkrieg hat, so wird erzählt, ein Pilot der amerikanischen Air Force eine Handvoll Getreide aus einer Steinkiste mitgenommen, die in einer ägyptischen Grabstätte in der Nähe von Dashare gefunden wurde. 36 dieser Körner gab er einem Freund, der sie an seinen Vater, einen Landwirt in Montana, schickte. Dieser Bauer säte sie aus und erntete eine kleine Menge Getreide, die er auf einem lokalen Landwirtschafsfest als Sensation präsentierte.
Danach geriet diese geheimnisvolle Neuentdeckung wieder in Vergessenheit, und erst 1977 wurde ein übrig gebliebenes Musterglas dieses Getreides von dem Bauern Mack Quinn und seinem Sohn Bob gefunden. Bob Quinn, der Agrarwissenschaften studiert hat, glaubte an die Bedeutung dieses einmaligen Getreides. Die Familie Quinn verbrachte das nächste Jahrzehnt damit, diese seltsam aussehende Weizensorte zu vermehren. Ihre Nachforschungen ergaben, dass dieses Getreide aus der fruchtbaren Ebene zwischen Ägypten und dem Tigris-Eufrat Tal stammte. Die Quinns gaben dem Weizen den Namen ‚Kamut' was ein altes ägyptisches Wort für Weizen ist. Ägyptologen haben herausgefunden, dass die Bedeutung des Wortes ‚Kamut' der Begriff ‚Seele der Erde' ist.
1990 hat das amerikanische Landwirtschaftsministerium dieses Getreide offiziell als eine neue Sorte mit dem Namen QK- 77 anerkannt. Die Familie Quinn ließ gleichzeitig den Namen ‚Kamut' als eingetragenes Markenzeichen gesetzlich schützen. Momentan wird Kamut nur in klimatisch besonders dafür geeigneten Regionen Nordamerikas angebaut. Bob Quinn ist aber dabei, in Südeuropa ähnlich geeignete Anbauflächen (evtl. in Sizilien) ausfindig zu machen.
Der vielleicht bedeutendste Aspekt der Wiederentdeckung des Anbaus des Kamut Urweizens für die biologische Landwirtschaft ist die Fähigkeit dieses Getreides, hochwertige Erträge zu erzielen, ohne Kunstdünger und Pestizide einsetzen zu müssen, was ihn für den ökologischen Anbau geradezu prädestiniert.
Die wahre Geschichte des Kamut Urweizens ist genauso wenig endgültig geklärt wie seine eindeutige genetische Zuordnung. Obgleich sich alle Wissenschaftler einig sind, dass dieser Weizen in der jüngeren Vergangenheit nirgendwo kommerziell angebaut wurde, glaubt doch keiner von ihnen die Geschichte mit der Steinkiste und dem ägyptischen Grab. Höchstwahrscheinlich hat dieses Getreide die Jahrtausende auf den Feldern kleiner, selbstversorgender Bauern in Ägypten und Kleinasien überlebt. Wissenschaftler aus den USA, Kanada, Italien, Israel und Russland haben diesen Weizen untersucht, und was seine Identifizierung betrifft, unterschiedliche Schlussfolgerungen gezogen. Alle sind der Meinung, dass es sich bei Kamut um eine Weizensorte des Genus "Triticum" handelt, der in der Spezies "turgidum" zu finden ist, welches auch den nahen Verwandten "Hartweizen" einschließt.
Verwendung:
Für vielerlei süße und herzhafte Getreidegerichte, wie z.B. Müsli, Brot, Gebäck, Kuchen und Nudeln.
Kamut kann Menschen helfen, die an einer Überempfindlichkeit gegenüber Weizen leiden.Noch etwas Interessantes:
Das Kamut der Pharaonen auf bayrischem AckerEin Bauer aus Preith (Landkreis Eichstätt) setzt auf Getreidesorten, die schon vor Tausenden von Jahren angebaut wurden: Einkorn, Emmer- und Kamut. Dieses Korn haben vor 6000 Jahren schon die alten Ägypter verspeist.
Schon auf der Technikerschule für ökologischen Landbau in Landshut, wo der Bauer seine Ausbildung machte, kam er auf den Geschmack. "Da haben wir die ersten Versuche gemacht." Gemeinsam mit dem Vater, der ebenfalls auf dem 33 Hektar großen Hof aktiv ist, fiel der Entschluss: "Jetzt probieren wir's mal." Es begann mit Einkorn, dem ersten Getreide, das vom Menschen kultiviert worden ist. Obwohl es für diese Sorten noch keinerlei Nachfrage gab, begannen sie mit der Aussaat. Inzwischen wird das Einkorn zu einem Bier vergoren, das in einer Brauerei in Riedenburg hergestellt wird. Emmer hat seinen festen Platz im Hofladen der Familie. Vor allem Allergiker, die weder Weizen noch Roggen vertragen, schätzen die Alternative.
"Viel gesünder als moderne Züchtungen", so charakterisiert der Landwirt die alten Sorten. Kamut, das Korn aus Ägypten, hat bis zu 40 Prozent mehr Proteine als das übliche Getreide. Es enthält Mineralien, Spurenelemente und ungesättigte Omega-3-Fettsäuren.UND ES WÄCHST DOCH
Beziehen kann man das Saatgut über die USA, allerdings muss es erst langsam an das mitteleuropäische Klima gewöhnt werden. "Laut Broschüre kann man dieses Getreide bei uns gar nicht anbauen. Aber wir haben den Gegenbeweis angetreten."Das Kamut steht den Sommer über auf einer kleinen Fläche. Erwirtschaftet werden gerade mal mal sechs bis acht Zentner. "Ich täte mich nicht trauen, zehn Hektar anzubauen", sagt der 25-Jährige. Ganz dünn seien die Stängel. "Kamut hat riesengroße Körner, aber kurze Ähren."
Kamut verträgt nicht viel Stickstoff, wichtig ist ein trockener Herbst, "Sonst reift es nicht aus und wird von Pilzen befallen." Der Ertrag ist wesentlich geringer als beim herkömmlichen Getreide.Die Ernte fällt nicht immer gut aus und der Absatz ist nach wie vor schwierig. Zu unbekannt sei das Pharaonengetreide noch. "Viele wissen nicht, was man damit machen kann." Brotbacken zum Beispiel. Oder Spätzle kochen. Doch dem Bauern kommt es nicht darauf an, mit seinen Versuchen das große Geschäft zu machen. "Es ist mehr der Spaß am Experimentieren.
Neues auf der HP: bei den "Gedichten" - "Jahreszeiten" und dann "Winter"
So war es ... In alten Bildern hab ich geschmökert, verblichene Zeugnisse aufgestöbert. Von 1920, lang ist es her, die damalige Zeit sicher schwer. Der Krieg war eben erst vorbei Blut, Tränen, Trümmer, Wehgeschrei. Niemanden kann ich mehr fragen: Was hattet Ihr zu beklagen? Keiner fragte damals groß, so war halt der einfachen Menschen Los. Trotzdem hatte man sich Ziele gesetzt, jeder weiß doch: Die Hoffnung stirbt zuletzt! Und wieder kamen Kinder zur Welt, in das damalige Leben gestellt. So war es und so wird es immer sein, auf Regen folgt auch Sonnenschein. Heidi Gotti
So eingeschneit wie wir sind, könnte man annehmen, es wird erst Weihnachten, aber ... die Weihnachtsplätzchen sind nun bereits alle vertilgt. Den Abschluss meiner Plätzchenbackerei bilden immer die Lebkuchen. Die Gewürze, die für dieses Gebäck verwendet werden, rieche ich jetzt noch und deshalb ...
Wunderbare Kraft der Gewürze
Schon allein der Duft winterlicher Gewürze löst bei vielen Menschen frohe Kindheitserinnerungen und Wohlbefinden aus. Und tatsächlich stecken in den aromatischen Köstlichkeiten wertvolle Wirkstoffe, die das körperliche und seelische Befinden positiv beeinflussen.
Kardamom
Kardamom "lockt" mit seinem süßlich-würzigen Geschmack nicht nur den Appetit, sondern auch sämtliche Verdauungssäfte. Gegen Völlegefühl einfach einige Kardamomsamen zerstoßen und in den Tee geben.
Tipp für den Genuss: Das Aroma von Kaffee lässt sich mit dem orientalischen Gewürz verfeinern. Es ist eine wichtige Zutat für Lebkuchen, passt aber ebenso gut zu Fleisch- und Fischgerichten, sowie süßen Möhrengerichten.
Kardamom, Koriander & Co. Sollten das ganze Jahr über verwendet werden.Koriander verwendet man traditionell zum Würzen von Lebkuchen und Spekulatius. Sein Duftöl lindert Magenverkrampfungen und hilft gegen Völlegefühl. Rotkohlgerichte und Fleischspeisen vertragen gut eine Verfeinerung damit.
Anis sorgt in Plätzchen für ein süßlich-würziges Aroma, aber auch Möhren und Rotkohl verleiht er eine interessante Note. Das ätherische Anisöl wirkt krampflösend in Magen und Darm und ist daher gegen Blähungen hilfreich. Zur Vorbeugung Anistee eine halbe Stunde vor dem Essen trinken. Auch bei Husten wirkt dieser Tee lindernd. Wegen seiner schleimlösenden Wirkung wird es in der Medizin auch als mildes Erkältungsmittel eingesetzt. Das ätherische Öl aus kleinen Samen hat desinfizierende und schleimlösende Eigenschaften.
Vanille
Der aromatisch-süße Duft des edlen Gewürzes ist vor allem bei Kindern sehr beliebt. Doch auch bei Erwachsenen hellt Vanille die Stimmung auf und sorgt für gute Laune.
Wichtig: Nur die echte Vanille wirkt. In ihr stecken die ätherischen Öle, die im Gehirn für die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin sorgen.
Rezept gegen Winterblues: Heiße Milch mit Bourbon-Vanille und Kakao.Nelken
Die getrockneten Knospen sind mit 20 Prozent besonders reich an ätherischen Ölen, die örtlich schmerzstillend und desinfizierend wirken. Nelken kauen oder Nelkenöl kann daher kurzzeitig gegen Zahnschmerzen helfen.Muskatnuss
Frisch gerieben entfaltet der Kern der Muskatfrucht sein typisches Aroma und den würzig bis feurig-brennenden Geschmack. Ein wenig davon über winterliche Gemüsegerichte gegeben, steigert den Genuss erheblich. Muskat regt den Appetit und gleichzeitig die Verdauung an.Ingwer,
die scharfe Powerknolle, ist genau das Richtige für kalte, trübe Tage.
Die Wirkstoffe aus der asiatischen Wurzel kurbeln den Kreislauf an und fördern die Durchblutung. Ob als Tee oder kandiert - Ingwer wärmt und belebt.
Bereits am 27. Januar kann man Verse von jener Frau lesen, die auch folgende Zeilen geschrieben hat:
Versäume nicht, das Glück
mit beiden Händen zu ergreifen,
zu lieben, wenn es dir
im Herzen brennt;
Freundschaften zu genießen,
wenn sie dir geschenkt werden,
Tränen fließen zu lassen,
um der Trauer
und dem Schmerz des Abschieds
Raum und Zeit zu geben.
Versäume nicht zu leben,
solange du kannst.Diese Verse schrieb Christa Spilling-Nöker.
Wer ist diese Frau?
Geboren 1950 in Hamburg ist sie Pfarrerin der badischen Landeskirche und als Religionslehrerin in Karlsruhe tätig. Zahlreiche Büchlein hat sie veröffentlicht, eines davon besitze ich: "Jeder Augenblick zählt" - Segensworte.In diesem Büchlein fand ich folgende Zeilen:
"Ich habe Zeit" ist einer der Sätze, mit denen man andere Menschen zutiefst irritieren kann. Es ist üblich geworden, keine Zeit zu haben, mitunter, weil die Anforderungen in Familie, Beruf und Haushalt ständig anwachsen oder weil man meint, immer mehr leisten zu müssen, um überhaupt mithalten zu können und Anerkennung zu finden. Und wenn man wider Erwarten plötzlich doch einmal Zeit hat, kann man oft genug nichts damit anfangen und versucht, die plötzlich eintretende innere Leere durch oberflächliche Unterhaltung zu überdecken. Aber spätestens am Geburtstag oder zur Zeit des Jahreswechsels erschrickt man darüber, dass schon wieder ein Jahr vergangen ist und viele der guten Vorsätze ungelebt geblieben sind. Manchmal lässt einen erst der Tod eines geliebten Menschen in der ständigen Begrenztheit des Lebens über versäumte Liebe und unerfüllte Sehnsüchte nachsinnen.
Mitten im Alltag zur Ruhe kommen, sich Zeit nehmen für sich selbst und für andere, den einen oder anderen Gedanken in sich nachklingen lassen, Versäumtes bedenken, um für die Zukunft aufmerksam zu werden und dann und wann einen Traum Wirklichkeit werden zu lassen; die Erinnerung an schwere Zeiten aushalten und sich an glücklichen Augenblicken nachhaltig freuen, um daraus wieder neue Kräfte zu schöpfen: Dazu möchte dieses Heft anregen und bewegen.
Heller Morgen
Als ich schläfrig heut erwachte,
und es war die Kirchenzeit -
hörte ich's am Glockenklange,
dass es über Nacht geschneit.Denn in meinem hellen Zimmer
Klang so hell der Glockenschlag
dass ich schon im Träume wusste:
heute wird ein heller Tag.Als ich froh die Läden aufstieß,
trug die Welt ein weißes Kleid,
meine ganze Seele wurde
glänzend weiß und hell und weit.Böris von Münchhausen
Börries von Münchhausen
Zu meinem Geburtstag erhielt ich als Gartenfreund von meinem Pflanzenversand, dessen Gartenklub ich auch angehöre, ein kleines lustiges Büchlein, das der Großvater dieses "Gärtner Pötschke" erstmals in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts mit großem Erfolg herausgegeben hatte.
Der jetzige Gärtner hat sich nun daran gesetzt und es überarbeitet. Dabei hat er sich bemüht, das Besondere dieses Büchleins zu bewahren: nämlich die Pflanzen alles Wichtige selbst erzählen zu lassen.
Über dieses Geschenk freute ich mich natürlich sehr,
OttoHeute möchte ich aus diesem Büchlein die Amaryllis auch Ritterstern genannt, den man ab dem Herbst und auch jetzt noch zur Blüte bringen kann, erzählen lassen.
Ritterstern ...
"Botanisch wurde ich Hippeastrum getauft, und ich gehöre zu den Amaryllengewächsen. Meine Heimat liegt im tropischen Amerika, wo es viele Arten von mir gibt. Durch intensive Züchterarbeit bin ich zu meiner heutigen, vollen Schönheit gelangt, und so ist es keine Seltenheit, wenn ich bis zu sechs riesige Blüten zeige.
Du pflanzt mich so in einen Topf, dass etwa eine Daumenbreite Platz zwischen dem Topfrand und meiner Zwiebel bleibt und die Zwiebel etwa ein Drittel über den Rand herausragt.
Dann gießt du mich einmal an und lässt mich anschließend in Ruhe an einem warmen, hellen Ort stehen. Sobald mein Blütentrieb etwa eine Handbreit hoch gewachsen ist, kannst du anfangen, mich zu gießen. Während meiner Blütezeit solltest du mich etwas kühler stellen, dann halte ich mich länger.
Damit ich in den folgenden Jahren auch noch fleißig blühe, ist etwas Kenntnis notwendig. Du wirst aber in jedem guten Gartenbuch alles Wissenswerte über mich nachlesen können."Auch wir haben das Wissen auf unserem PC. Falls Jemand Interesse haben sollte, füge ich es hier gerne ein. - Heidi -