Januar 2010

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1. Januar

Das neue Jahr – es hat begonnen,
kaum, dass das alte ist entronnen.

Zwölf junge Burschen bereits warten,
geduldig – nacheinander zu starten.
Keiner dem anderen gleicht,
jeder uns was anderes reicht.
Mancher dick vermummt,
ein anderer oft verstummt.

Weitere machen gern Radau,
oder gestalten eine schöne Au.
Sie lassen draußen Blumen blühen,
Sonne scheinen und Wolken ziehen.
Einige stürmen gewaltig ums Haus,
oder schütten ihr Füllhorn aus.

Wir können daran gar nichts ändern,
hier nicht – und in anderen Ländern.
Trotzdem erhoffen wir uns eine schöne Zeit –
Auf, auf, Gesellen – macht euch bereit!

Heidi Gotti

Und die nächsten zwölf Monate werden sich diese Burschen hier vorstellen

Folgendes Bild führt zum neuesten Fotoalbum "Winter 09/10"

2. Januar

Neujahr auf Chinesisch

In China ist das Neujahrsfest immer an einem anderen Tag. Immer zwischen dem 21. Januar und dem 20. Februar. Nicht irgendwann, sondern haargenau in der ersten Neumondnacht zwischen diesen Tagen.

An diesem Tag feiern Asiaten auf der ganzen Welt "Chinese New Year", das Chinesische Neujahrsfest. Sie heißen an diesem Tag zusammen mit der ganzen Familie das neue Jahr willkommen. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten steht ein ausgedehntes Festmahl.
Eine Besonderheit daran ist, dass die Zutaten dazu nicht etwa willkürlich gewählt werden. Vielmehr trägt jede Zutat zu den Gerichten eine symbolische Bedeutung in sich. So versprechen beispielsweise Gerichte mit Fisch ein langes Leben. Auch wenn uns Europäern die Tradition dieser Essenssymbolik nicht so geläufig ist und nach unserer Zeitrechnung das neue Jahr längst begonnen hat: Eine gute Mahlzeit ist immer willkommen.

Beispiel:

Nudel-Wok mit Garnelen

Zutaten für 4 Personen:
100 g Mie-Nudeln – Rohgewicht
buntes Gemüse der Saison – Paprika, Frühlingszwiebeln, Pilze
1 Knoblauchzehe
Erdnussöl
16 mittelgroße geschälte Garnelen
Saft von 1 Zitrone
40 g Cashewnüsse
60 ml Woksauce – z.B. Kikkoman

Zubereitung:
Nudeln im Salzwasser circa 4 bis 5 Minuten bissfest kochen, in einem Sieb abtropfen lassen.
Gemüse waschen, putzen, in mundgerechte Stücke schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken.
Öl im Wok erhitzen und Garnelen von allen Seiten stark anbraten, mit Zitronensaft ablöschen. Gemüse und Nüsse zugeben und einige Minuten mitbraten. Mit Woksauce und Knoblauch würzen. Nudeln untermischen.

3. Januar

Die zwölf Gesellen des Jahres

Der erste Gesell’ ist der Januar,
er immer schon der erste war.
Mit Krach und Gepolter kommt er an,
damit man ihn gebührend begrüßen kann.
Kaum hat man ihn erblickt,
er schon Eis und Kälte schickt.
Die drei Heiligen Könige sind auf der Reise,
huldigen dem Kindlein auf ihre Weise.

Manchmal ist Bursche Januar gar nicht wild,
zeigt sich Natur und Menschen recht mild.
Dann hört man ein leises Singen,
versteckt ein geheimnisvolles Klingen.
Es blicken uns weiße Glöckchen entgegen,
aus dem Schnee, trotzig und verwegen.
Die ersten Frühlingsboten sich zeigen,
sie eröffnen den Blütenreigen.
Doch sind sie auch da, diese „Zarten“,
der Frühling lässt noch auf sich warten.
31 Tage führt der Januar das Regiment,
teils milder, teils auch sehr streng.
Doch irgendwann ist vorbei seine Zeit
Und er macht sich für den Abschied bereit.

Heidi Gotti

4. Januar

Der Kalender

Eine Bauersfrau ging in die Stadt und wollte einen Kalender kaufen. Sie ließ sich im Geschäfte viele vorlegen, aber alle waren ihr zu teuer.
Sie fragte: „Habt ihr keine billigeren Kalender?“
„Jawohl“, sagte der Kaufmann, „wir haben schon billigere und sehr schöne vom vorigen Jahr!“
Der Kaufmann zeigte ihr einen.
Die Bauersfrau schaute sich den Kalender von vorn bis hinten an und sagte verwundert: „Der ist ja ganz wie neu und viel billiger, der ist schon recht für uns!“

Und sie kaufte den Kalender vom vorigen Jahr.

Verfasser unbekannt

5. Januar

Die Monate

Im Januar fängt an das Jahr,
sehr kalt ist’s oft im Februar.
Im März, der Winter scheiden will,
der Osterhas’ kommt im April.
Im Mai freut sich die ganze Welt,
im Juni blüht das Korn im Feld.
Im Juli pflückt man Kirsch und Beer’
August plagt uns die Hitze sehr.
September reift den guten Wein,
Oktober fährt Kartoffeln ein.
November tobt mit Schnee und Wind,
Dezember uns das Christkind bringt.

Volksgut

6. Januar

Die heiligen drei Könige

Die heil'gen drei König mit ihrigem Stern,
die kommen gegangen, ihr Frauen und Herrn!
Der Stern gab ihnen den Schein,
ein neues Reich geht uns herein.

Die heiligen drei König mit ihrigem Stern,
sie bringen dem Kindlein das Opfer so gern.
Sie reisen in schneller Eil,
in dreizehn Tagen vierhundert Meil.

Die heiligen drei König mit ihrigem Stern
knien nieder und ehren das Kindlein, den Herrn.
Ein’ selige, fröhliche Zeit,
verleih uns Gott im Himmelreich!

Aus Oberbayern, Anfang des 18. Jahrhunderts

7. Januar

Die drei Gesellen

Drei Gesellen machten einst eine Reise, und es begab sich, dass sie außer einem Brote durchaus keine Lebensmittel finden konnten. Und doch waren sie sehr hungrig, sprachen daher so zueinander: „Wenn dieses Brot in drei Teile geteilt wird, wird ein solcher keinem von uns zur Sättigung ausreichen, wir wollen also einen vernünftigen Rat halten, wie wir über dieses Brot verfügen müssen.“
Da sprach einer: „Wir wollen uns hier auf der Straße zum Schlafen niederlegen, und ein jeder möge träumen, und wer den wunderbarsten Traum erblickt haben wird, der soll das ganze Brot haben.“
Die andern zwei antworteten: „Dein Rat ist gut“, und begannen zu schlafen. Der aber, welcher den Rat gegeben hatte, stand, während jene schliefen auf und verzehrte das Brot ganz und gar und ließ seinen Begleitern nicht ein Krümchen. Als er das getan hatte, weckte er seine Kameraden auf und sprach: „Steht schnell auf, es ist Zeit, dass ein jeder seinen Traum sage.“
Da sprach der erste: „Ihr Lieben, ich habe einen wunderbaren Traum gesehen, eine goldne Leiter, die vom Himmel auf die Erde herab ging; auf dieser stiegen die Englein hinauf und hinab und führten meine Seele aus meinem Leibe gen Himmel. Als ich dort ankam, sah ich den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, und so viel Fröhlichkeit war in meiner Seele, und nie hat ein Auge geseh'n noch ein Ohr gehört, was ich da vernommen habe. Und das ist mein Traum.“
Da sprach der zweite: „Auch ich sah, wie Teufel mit eisernen und feurigen Werkzeugen meine Seele aus dem Leibe rissen, mich misshandelten und sprachen: ‚Solange Gott im Himmel regiert, wirst du an diesem Orte bleiben.’“
Der dritte aber sagte: „Hört meinen Traum! Mir kam es vor, als wenn ein Engel zu mir käme und sagte: ‚Teuerster, willst du sehen, wo deine Kameraden sind?’ Ich antwortete: ‚Ei wohl, Herr. Wir haben unter uns ein Brot zu teilen; Ich fürchte sie sind mit dem Brot davongelaufen.’ Jener aber sprach: ‚Nein, dies ist nicht der Fall, das Brot liegt neben uns, folge mir.’ Da führte er mich zur Himmelspforte, und ich steckte meinen Kopf seinem Gebote nach unter das Tor und erblickte dich; es kam mir vor, als wenn du gen Himmel entführt würdest und auf einem goldnen Throne säßest und viele treffliche Weine und Speisen vor dir hättest. Und der Engel sprach zu mir: ‚Siehe, dein Gesell lebt im Überfluss unter lauter Freuden und Speisen und wird dort in Ewigkeit bleiben; denn wer einmal in das Himmelreich gekommen ist, der kann nie wieder herausgehen. Komm du nun mit mir, ich will dir zeigen, wo dein anderer Kamerad ist.’ Als ich ihm aber gefolgt war, da führte er mich an das Höllentor, und da erblickte ich dich, so wie du gesagt, in der schwersten Pein. Und da dir täglich Brot und Wein in großer Menge aufgetragen wurden, da frage ich: ‚O liebster Gesell, es gefällt mir nicht, dass du in solcher Pein liegst.’ Du aber antwortetest mir: ‚Solange Gott im Himmel regiert, werde ich hier verbleiben, denn ich habe es verdient, stehe also schnell auf und iss das ganze Brot, denn fürder wirst du weder mich noch unsern Gesellen sehn.’ Ich aber, als ich das geseh'n hatte, stand auf und verzehrte das Brot, wie du gesagt hattest.“

Aus einer alten Chronik

8. Januar

Noch ist das Jahr "jung" genug, um sich Gedanken darüber zu machen:

Das Neue Jahr

Das neue Jahr hat angefangen,
Menschen leben zwischen Hoffnung und Bangen.

Sie fragen sich, wird es mir Gutes bringen,
werde ich vielleicht ein neues Leben beginnen?

Werde ich meine Ängste überwinden können,
die mein Herz belasten, außen und innen?

Ich will meine Hoffnung immer bewahren,
selbst im Anblick von Gefahren.

Ich wünsche meinen Nächsten in kommender Zeit,
Glück und Frieden und das weltweit.

Menschen, die Verantwortung tragen,
wünsche ich Kraft und Mut an allen Tagen.

Das sie Frieden schaffen auf dieser Erde,
damit das Leben wieder für alle lebenswert werde.

Das neue Jahr gibt uns die Möglichkeit,
unsere Hoffnung zu nutzen und das zu jeder Zeit.

von
Detlef Wolfgang Scholz
Apelnstedt

Neujahr 2010

9. Januar

Hilfe in der dunklen Jahreszeit

Ab dem 22. Dezember werden die Tage wohl wieder etwas länger, aber die wenigen Minuten nimmt man kaum wahr. Kälte und Wolken behalten die Oberhand und das kann einem so richtig aufs Gemüt schlagen.

Da hilft oft eine Aromatherapie, denn Pflanzendüfte haben großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Ganz leicht kann man sich diese Wirkungen zugänglich machen.

Mandarinen und Orangen sind die beliebtesten Früchte dieser Jahreszeit. Sie liefern das wichtige Vitamin C und ihr Duft stimmt heiter, liegt sicher auch an ihrer leuchtenden Farbe.
Orangen mit ihrem gesunden Inhalt, sind vitaminreich und enthalten Folsäure und wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium. Meistens werden sie sofort verspeist, aber auch für Fruchtsalate, Desserts, Fleisch- und Fischgerichte verwendet. Sollte sich die Schale schlecht lösen, die Frucht kurz in heißes Wasser tauchen. Ich lasse die Schalen immer noch eine Weile in der Küche liegen, um den Duft zu behalten.
Die Mandarine inspiriert sogar zusätzlich unsere Kreativität.
Auch Eukalyptus, das eine stark antiseptische Wirkung hat, belebt spürbar die Sinne.
Wer besonders angespannt und nervös ist, nimmt ein Bad mit Melissenzusatz, denn Melisse heitert auf, wirkt ausgleichend und entspannend und beschert einem so mehr Gelassenheit. Die Wirkung ätherischer Öle, die man in der Apotheke, im Reformhaus und in vielen Kaufhäusern bekommt, lässt sich durch entspannende Musik noch steigern.
Den Weißtannenduft gibt es auch als Duftöl. Sein warmherbes Aroma ist in dieser düsteren Zeit ein richtiger Seelentröster, denn es macht frei und schenkt uns Selbstvertrauen.
Auch die Küchenkräuter, die uns so oft das Essen verfeinern, sind nicht nur ein kulinarischer Genuss. So beruhigt Basilikum und muntert auf, genau wie Majoran, der auch besänftigend und entspannend wirkt.

10. Januar

Die Bäume im Wald hatten Besuch,
Frau Holle kam über Nacht -
Und hat für jedes Pflanzenkind
ein Pelzröcklein mitgebracht.

Da haben sich alle ganz tief versteckt,
mit den weißen Decken fein zugedeckt -
Denn still unterm Schnee
tut der Frost den Gräsern und Bäumen nicht weh.

???

11. Januar

Wintersalate

Vitamine und Mineralstoffe sind wichtig - gerade in der Winterzeit, wenn es nass, neblig und frostig ist, muss man für eine ausreichende Versorgung mit den lebensnotwendigen Fittmachern sorgen.
Knackige Wintersalate sind optimal, vor allem dann, wenn die leckeren Vitaminbomben mit frischen saisonalen Zutaten aus heimischem Anbau zubereitet werden.
Das Angebot unterschiedlicher Obst- und Gemüsesorten ist heutzutage nahezu unbegrenzt - und das zu jeder Jahreszeit. Zum Glück gibt es auch in der kalten Jahreszeit eine bunte Auswahl erntefrischer Produkte aus heimischem Anbau, die vor Vitaminen und anderen Nährstoffen nur so strotzen. So haben zum Beispiel Blattsalate wie Feldsalat und Endivien in der Winterzeit absolute Hochsaison. Für gesunde und figurbewusste Abwechslung auf dem winterlichen Speiseplan sorgen auch leckere Salatkreationen aus heimischen Gemüsesorten wie Karotten, Kohlrabi, Fenchel oder Champignons. Ob roh, gedünstet oder gebraten - mit einem raffinierten Dressing bieten knackige Gemüsesalate eine schmackhafte und vitaminreiche Alternative zu den winterlichen Blattsalaten.

Beachten sollte man: Frische Salatzutaten sollten möglichst rasch verwendet werden, um zu verhindern, dass die wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen. Kann der frische Blattsalat einmal nicht unmittelbar nach dem Einkauf aufgebraucht werden, lässt er sich für kurze Zeit am besten in einer perforierten Plastiktüte im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. In ein feuchtes Tuch gehüllt, bleiben auch zarte Blattsalate wie Kopf- oder Eichblattsalat im Gemüsefach ein bis zwei Tage frisch. Radicchio und Chicoree halten sich hier bis zu vier Tagen und Eisbergsalat bleibt in einen Folienbeutel verpackt sogar bis zu einer Woche frisch.

Wichtig ist das sorgfältige Trocknen der Salatblätter, denn nur trockene Blätter können das Dressing optimal aufnehmen, ohne es zu verwässern. Zum Trocknen eignet sich dabei am besten eine geschlossene Salatschleuder aus Plastik oder Edelstahl. Sollte keine Salatschleuder zur Hand sein, funktioniert das Trocknen der Salatblätter auch mit einem sauberen Küchentuch. Einfach die Blätter in das Tuch legen, dieses im Anschluss gut zudrehen und die Blätter darin trocken schleudern.
Grundsätzlich gilt: Blattsalate sollten erst nach dem Waschen zerkleinert werden, da sonst an den Schnittstellen wertvolle Inhaltsstoffe austreten und ausgewaschen werden können. Damit der Salat schön knackig bleibt, sollte er außerdem erst kurz vor dem Verzehr angemacht werden.

12. Januar

Wintersalate - Fortsetzung

Besonders gut und wertvoll im Winter: Feldsalat und Endivie

Der Feldsalat - auch bekannt als Nüsschen oder Rapunzel - gehört zu den Baldriangewächsen. Seine Blätter bilden kleine Rosetten, die dem aromatischen Wintergewächs ein charakteristisches Aussehen verleihen. Leicht nussig im Geschmack, lassen sich die verschiedenen Sorten dieser winterharten Salatart durch ihre Blattform und eine tief- bis hellgrüne Blattfarbe unterscheiden.
Feldsalat ist besonders reich an wertvollen Inhaltsstoffen. So überzeugt das kerngesunde Blattgemüse nicht nur durch seinen hohen Gehalt an Folsäure, Vitamin B6, Vitamin C und Provitamin A, sondern enthält auch viel Eisen und Zink sowie die Carotinoide Beta-Carotin und Lutein. Feldsalat sollte möglichst rasch und frisch verzehrt werden, da seine zarten Blättchen durch Transport und Druck leicht welken oder beschädigt werden können. Frisch verarbeitet lässt sich der nussige Wintersalat wunderbar mit unterschiedlichsten Dressings und Salatzutaten wie frischen Pilzen, Nüssen, Schafskäse oder gebratenem Speck kombinieren.

Im Vergleich zum Feldsalat zeichnet sich die Endivie durch einen pikanten und angenehm herben, leicht bitteren Geschmack aus, der durch den Inhaltsstoff Intybin hervorgerufen wird. Die unterschiedlichen Sorten dieser Salatart lassen sich ganz leicht an ihren charakteristischen Blattformen erkennen. So sind die Blätter der "glatten" Endivie breit und nur leicht gekräuselt, während sich der Frisée durch seine krausen, geschlitzten oder gefiederten Blätter auszeichnet. Eng verwandt mit der Zichorie sind Endivien besonders reich an Flavonoiden und sowohl roh als auch gedünstet ein winterlicher Gaumenschmaus. Durch ihr leicht herbes Aroma harmonisiert die Endivie geschmacklich zudem hervorragend mit Birnen und vielen anderen Früchten.

13. Januar

Winternacht

Verschneit liegt rings die ganze Welt,
ich hab’ nichts, was mich freuet,
verlassen steht der Baum im Feld,
hat längst sein Laub verstreuet.

Der Wind nur geht bei stiller Nacht
und rüttelt an dem Baume,
da rührt er seinen Wipfel sacht
und redet wie im Träume.

Er träumt von künft’ger Frühlingszeit,
von Grün und Quellenrauschen,
wo er im neuen Blütenkleid
zu Gottes Lob wird rauschen.

Joseph Freiherr von Eichendorff

14. Januar

Winterfreuden

Warum nur alle Kinder jubeln, wenn die ersten Schneeflocken gegen die Scheiben tanzen? So freudig begrüßen sie doch nicht einmal im Frühling die ersten weißen Gänseblümchen auf der Wiese oder die lieben blauen Veilchen. Freilich sieht sich’s lustig mir an, wenn die zarten Sternlein dicht und dichter fallen, der Zaunpfahl allmählich eine weiße Kappe bekommt und das Hausdach einen dicken Pelzmantel.
„Frau Holle schüttelt die Betten tüchtig!“, sagt die Mutter und die Kinder jubeln in Erwartung der kommenden Winterfreuden. Sie denken an Schlittenfahren und Schlittschuhlaufen, an Schneeballgefechte und an das Bauen eines riesigen Schneemanns.
Wie schön ist’s nun gar, wenn der heilige Christ großen und kleinen Leuten draußen die blitzende Winterherrlichkeit aufbaut und den kleinen dazu drinnen im Stübchen unter dem Lichterbaum beschert, was sie zu rechter Winterlust brauchen und schon lange ersehnten: den kleinen Schlitten und die blanken Schlittschuhe. O welche herrlichen Festtage gibt das! Die Wolken haben genug Schnee herabgeschüttelt, weiß und weich liegt die weite Fläche um das Haus her und Maxl zieht die Pelzmütze über die Ohren und die Fausthandschuhe an die Hände, um mit dem neuen Weihnachtsschlitten die erste Fahrt zu versuchen. Freilich will auch das Dahinsausen über die weiche Schneedecke erst gelernt sein, aber der Bub kann’s schnell. Er ist sein eigenes Rösslein und sein eigener Kutscher; mit geschickten, kräftigen Fußstößen treibt er sein Fahrzeug vorwärts.
Das Mariele aber, sein dreijähriges Schwesterchen, das vom Fenster aus zuschaut, bekommt auch Lust aufs Schlittenfahren: „Is will auch!“, sagt es und bettelt so lange, bis der gute Bruder es in sein warmes Tuch wickelt und in seinen Schlitten setzt. Das Kunststück aber, sich selbst zu fahren, bringt das Mädele noch nicht fertig, deshalb bindet Maxl einen Strick ums Fußbrett und spannt sich als Pferd davor. Hurra, welche lustige Schlittenfahrt! Erst ist’s wonnig und Mariele jauchzt vor Freude, bald aber wird’s still und wie der Bub sich nach ihm umschaut, sieht er ein paar helle Tränen in den Augen der Kleinen.
„Was ist denn, Mariele?“, fragt er, sich zu ihr niederkauernd.
„Hu, is so talt!“, antwortet ein klägliches Stimmchen.
Maxl lacht: „Bist eben noch zu klein Schwesterl! Da, schau mich mal an, mir ist so warm, so warm!“ Dabei leuchten seine Augen in heller Winterlust aus dem rosigen Gesicht.
„So sind die Mädeles“, denkt der Sechsjährige überlegen, sein Schwesterchen in die warme Stube zurückbringend. Und: „Wir Buben sind doch ganz anders!“, denkt er weiter, als er hinter dem Hause auf dem Teich sein vierjähriges Brüderchen sieht, das die ersten Versuche in der Kunst des Eislaufs macht. Es hat die Schlittschuhe angeschnallt, die ihm das Christkind gebracht und die Maxl wohl kennt, denn es sind seine alten, die ihm zu klein wurden. Das Christkind hat sie mit seinem Freudenglanz so blank geputzt, dass sie dem Loisl funkelnagelneu in die Augen strahlten. Nun versucht er damit sein Glück auf der blanken Eisfläche. Es steht sich schlecht, es geht sich schlecht auf den schmalen Eisen – mit dem schnellen Dahinfliegen, das er an den andern Buben bewundert, ist’s noch nichts, aber – aller Anfang ist schwer und:
Jeder tapfre kleine Mann versucht’s so lange, bis er’s kann!

Hermann Kaulbach

15. Januar

Der Schneemann

Seht den Mann, 0 große Not!
Wie er mit dem Stocke droht,
gestern schon und heute noch!
Aber niemals schlägt er doch.
Schneemann, bist ein armer Wicht,
hast den Stock und wehrst dich nicht.

Freilich ist's ein gar armer Mann,
der nicht schlagen, noch laufen kann,
schleierweiß ist sein Gesicht.
Liebe Sonne, scheine nur nicht,
sonst wird er gar wie Butter weich
und zerfließt zu Wasser gleich.

Wilhelm Hey

16. Januar

Die halbgefüllte Flasche

In Flensburg lebt noch heute eine Familie, deren Wappen eine halbgefüllte Flasche zeigt. Es sind die Urenkel eines Soldaten, dem Folgendes passierte:
Als die Schweden im schleswig-holsteinischen Lande waren und dort gegen die Bauern gerade eine Schlacht verloren hatten, bekam ein gemeiner Soldat einen Wachtposten auf dem Schlachtfeld. Es war damals eine sehr knappe Zeit, und nur mit Mühe hatte er für seinen brennenden Durst eine einzige Flasche Bier erhalten.
Gerade als er sie an den Mund setzen wollte, hörte er neben sich die Stimme eines verwundeten Schweden, der flehentlich um einen Labetrunk bat. Mitleidig ging der Soldat zu dem Sterbenden und beugte sich über ihn, um ihm die Flasche zu reichen.
Der Schwede aber war ein tückischer Mensch, er feuerte mit seiner Pistole auf den Wohltäter. Er wollte sich rächen und zugleich in den Besitz der ganzen Flasche setzen. Glücklicherweise ging der Schuss fehl. Ruhig griff der Soldat nach seiner Flasche, trank sie halb aus und reichte sie dann dem Sterbenden.
"Nun kriegst du sie nur halb, du Schlingel", sagte er.
Als der König davon erfuhr, ließ er den Soldaten zu sich kommen und schenkte ihm zur Belobigung ein Wappen, in dem eine halbgefüllte Flasche stand.

überliefert

17. Januar

Ein guter Rat fürs Leben?

Lebe einfach wie du willst und
nimm dich und die Welt nicht so ernst!
Das Leben ist kurz, und Kummer so lang,
macht kürzer nur schöne Tage.
Und deine Träume, bewahr sie gut auf,
genieß sie und lebe sie auch aus.

Höre auf dein Herz und liebe, vertraue,
falle auf die Nase, aber stehe wieder auf.
Bewege dich ruhig im gegebenen Rahmen
doch einsperren lasse dich nicht von ihm,
und sprenge ihn ruhig, sooft du kannst.

Denk selber nach und hab deine Meinung,
pfeife auf das, was andere denken,
sie sagen so vieles so schnell, doch:
wenn es drauf ankommt, dann ist es so,
dann hast du nicht mal ein Stück Brot in der Hand!

Pflege deine Freundschaften, und stehe dazu
doch suche sie gut und sorgfältig aus.
Lebe und sorge dich, doch auch um dich,
denn nichts ist so wichtig wie du.
Bleib auf deinen Füßen ganz fest stehen,
doch mit einem Bein sei ruhig mal im Himmel der Träume!

Und greif nach den Sternen, sie sind da für dich
und gestern war gestern, ist lange vorbei.
Heute ist wichtig, und das wirst du schaffen,
was morgen kommt, das wird man dann sehen.

Schließ Kompromisse, wenn du sie brauchst,
denn es gibt ja nicht nur schwarz oder weiß.
Nimm was geboten, die Welt gehört dir
und mit ihr auch alle Farben darin.

Gib niemals auf, egal was auch ist
und wenn Wunden heilen, lasse die Narben zu.
Lasse dich nicht von Problemen überrollen,
es sind nur schlechte Situationen, die du lösen musst.

Sei einfach nur du und auf dich stolz,
so lebe dein Leben und denke daran:
Die Welt, sie wäre ärmer, gäbe es dich nicht,
und soviel kälter, wärst du nicht da!

Gib, was du kannst, doch von hundert Prozent
lasse immer dreißig bis fünfzig dir übrig.
Dein Stück vom Kuchen, nimm es dir ruhig,
und nicht nur die Krümel, die sind nur dabei.

Sei auch egoistisch und denke an dich,
das schützt und gibt Kraft für dich selber!
Denn "Pflichten" erfüllst du sicher genug,
darum nimm dir auch deine Rechte.

Ich denke, so kann man leben, sorglos und frei
und kann einmal ganz ehrlich sagen:
"Ich habe gelebt" und nicht :"Hätte ich doch ...

Weiß leider nicht, von wem es ist - bekam es selbst mal geschickt

18. Januar

Zeit

Es rinnen die Sekunden
werden bald zu Stunden,
die vergehen wie im Fluge.
Kaum kommt man zum Zuge
ist die Zeit auch schon vorbei
und im täglichen Einerlei
will sie nicht vergehen.
Doch jeder Tag der wunderschön
bleibt in der Erinnerung.
Und in der Rückbesinnung
sind gerade diese Tage
des Lebens wahre Gabe

Steffi Stollberg

http://www.steffi-stollberg.de/

19. Januar

Duft-Tröster

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass viele Menschen, wenn ein Partner z.B. verreist ist, sich mit einem von ihm getragenen Kleidungsstück trösten.
Vor allem Frauen haben schon an einem Kleidungsstück des Partners gerochen oder sogar darin geschlafen. Männer haben einen weit weniger emotionalen Zugang zu Gerüchen.

Die Motive von Mann und Frau sind beim Riechen offenbar unterschiedlich.
Schnuppert ein Mann; dann meistens nur, weil etwas gut riecht.
Frauen riechen, um Nähe aufzubauen und bei ihrem Partner zu sein.
Fragten die Wissenschaftler nach den Gründen des Riechens, kam von den Männern Schulterzucken, von den Frauen hingegen sehr emotionale Antworten wie "weil mich der Duft beruhigt" oder "weil ich mich geborgen fühle".
Riechen ist Nähe, Riechen ist Fühlen, bedeutet weiblichen Zugang. Einige Frauen suchen zum Beispiel die Nähe von Menschen, die die gleiche Zigarette wie ihr Partner rauchen. Geruch ist ein sehr alter und auch sehr weiblicher Reiz. Früher brauchten Männer für die Jagd ein gutes Auge und schnelle Reflexe. Frauen mussten sehr genau wissen, ob sie die Nahrung ihrem Kind noch geben konnten oder welche Beeren bekömmlich waren. Daraus resultiert noch heute ein Geruchssinn, der dem männlichen überlegen ist.
Aber das allein ist es nicht. Frauen suchen in der Partnerschaft vor allem Nähe. Das ist auch der Grund, warum sie zumeist deutlich mehr Fotos von ihrem Partner haben als Männer von ihren Partnerinnen.
Frauen suchen Liebe, das kann dann gelegentlich zu Sex führen. Bei Männern dagegen ist es umgekehrt.

Dabei hat bei der Sexualität der Faktor Geruch im Laufe der Evolution an Bedeutung verloren. Der Mensch ist das einzige Säugetier, bei dem das Männchen nicht riecht, ob das Weibchen empfänglich ist.
Parfüm, Deodorant und Kosmetika tun ein Übriges. Dennoch erfüllt der Geruch noch immer eine wichtige biologische Funktion. Menschen mögen den Körpergeruch von Partnern, die ein anderes Immunsystem haben. Auf diese Weise erhalten mögliche Nachkommen garantiert einen vielfältigen Schutz.
Zudem hat die Redewendung „jemanden nicht riechen können“ ihre Berechtigung. Der Geruch ist ein Faktor, der eine Beziehung stärken oder schwächen kann. Und er hängt nicht vom Gebrauch eines Deodorants ab.

20. Januar

Du bist nicht mehr da, wo du warst …
aber du bist überall, wo ich bin.

Ein Mensch wird nicht sterben,
solange ein anderer
sein Bild im Herzen trägt.

Ich kehre zurück an die Orte,
wo wir uns begegnet sind
- und du bist da.
Ich gehe die Wege,
die du gegangen bist.
Du gehst wieder mit mir.
Ich freue mich an dem,
was dich weiterhin erfreut hätte,
und sehe dich mitlächeln.
Ich gehe den Spuren nach,
die du hinterlassen hast,
und begegne dir immer wieder.

Nichts kann uns trennen,
wenn uns
so viel
verbindet.

(Verfasser unbekannt)

21. Januar

Vogelkekse

Man benötigt:
Frittierfett z.B. von Palmin in Portionsstücken (ein Stück reicht für etwa einen Keks),
gemischte Vogelfutterkerne,
Strohhalme,
Backformen (Sterne und Herzen mit einem Durchmesser von mindestens 6 cm),
Bindfaden,
Backpapier
und einen Kochtopf.

Zubereitung:
Ein Stück Frittierfett bei geringer Hitze im Topf schmelzen. Dann so viel Vogelfutter dazu streuen, dass eine dicke Körnermasse entsteht. Die Backförmchen auf ein Stück Backpapier legen und eine dünne Schicht der Vogelfuttermasse hineinfüllen. Damit man die Vogelkekse später aufhängen kann, schneidet man von einem Strohhalm ein etwa 5 cm langes Stück ab und drückt es in das untere Drittel, z.B. in einen Zacken, zwischen die Körner. Den Halm festhalten und warten bis die Masse etwas abgekühlt ist. Dann kommt die nächste Schicht drauf und muss ebenfalls hart werden. So geht es weiter, bis die Keksform ganz gefüllt ist. Danach das Fett aushärten lassen, evtl. im Kühlschrank.
Zum Schluss die „Plätzchen“ vorsichtig aus der Form lösen und den Strohhalm herausziehen. Durch das Loch ein Stück Bindfaden zum Aufhängen fädeln.

Vogelkekse zu „backen“ ist für Kinder eine schöne, winterliche Bastelarbeit.

22. Januar

 

Sehnsucht nach dem Frühling

 

O wie ist es kalt geworden
und so traurig, öd' und leer!
Raue Winde weh’n von Norden,
und die Sonne scheint nicht mehr.

Auf die Berge möcht' ich fliegen,
möchte seh’n ein grünes Tal,
möcht' in Gras und Blumen liegen
und mich freu’n am Sonnenstrahl.

Möchte hören die Schalmeien
und der Herden Glockenklang,
möchte freuen mich im Freien
an der Vögel süßem Sang.

Schöner Frühling, komm doch wieder,
lieber Frühling, komm doch bald,
bring uns Blumen, Laub und Lieder,
schmücke wieder Feld und Wald!

Heinrich Hoffmann von Fallersleben
 

23. Januar

Karottensuppe

Zutaten:
300 g Karotten,
200 g Kartoffeln,
2 Zwiebeln,
1 Lorbeerblatt,
2 Nelken,
1 l Brühe,
Salz,
Pfeffer,
   Sahne zum Abschmecken,      Kräuter nach Belieben

Zubereitung:
Karotten und Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden. Die
Karotten zusammen mit den Zwiebeln andämpfen. Kartoffeln hinzufügen
und mit dem Lorbeerblatt und den Nelken in der Brühe weich kochen.
Wenn man möchte, das Gemüse mit dem Mixstab pürieren. Mit Salz und
Pfeffer würzen und mit Sahne verfeinern. Vor dem Servieren fein
gehackte Kräuter darüber streuen.

Dazu Landjäger oder gerauchte Wurst

24. Januar

Interessantes über Suppen

Suppe war lange Zeit wegen der Kalorien verpönt. Dabei ist sie eine Vorspeise, weil sie den Magen öffnet und Appetit und Verdauung anregt.
Die dicke Suppe, eine Eintopfsuppe, kann eine ganze Mahlzeit ersetzen.
Erbsensuppe mit Würstle, Gerstensuppe mit Speck, Grüne Bohnensuppe oder Kartoffelsuppe.

Ich bereite immer gleich mehr davon zu und friere einen Teil ein. Wenn man diese Köstlichkeit dann wieder auftaut, muss man – bei den sämigen Suppen - nur noch mit einem Schneebesen durchrühren und evtl. etwas mit einer Gemüse-, Fleisch- oder Würfelbrühe verdünnen.

Suppen mit Gemüse und magerem Rindfleisch haben für Menschen, die ihr Gewicht kontrollieren um nicht zu- oder abzunehmen, eine günstige Wirkung. Entscheidend dabei ist nicht nur die geringere Kalorienzufuhr, sondern auch die Sättigungswirkung. Dieses Sättigungssignal tritt u. a. dann ein, wenn die Magenwand gedehnt wird. Dazu braucht man Voluminöses und Schweres, was durch Wasser, Gemüse und mageres Rindfleisch erfüllt ist.

Die kleine Portion Suppe ist eine gute Grundlage, um beim nachfolgenden zweiten Gang nicht viel essen zu müssen. Als Hauptgericht ist die Suppe hervorragend geeignet, weil sie rasch sättigt und kalorienarm ist.

Der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffe ist der gleiche, ob das Gemüse und das Fleisch in der Suppe oder separat auf dem Teller gereicht werden. Allerdings bringt der Wassergehalt in der Suppe einen schnelleren Sättigungsgrad. Bekannt ist diese Erkenntnis durch die Kohlsuppen-Diät.

Hülsenfrüchte eignen sich besonders als Suppenzutat. Sie haben einen relativ hohen Eiweißgehalt und Fettanteil, sehr viele Ballaststoffe und Kohlenhydrate.

25. Januar

Um den Herd herum die Köchin springt
und singt ein Lied, das komisch klingt

Was soll ich denn kochen?
‚s ist alles zerbrochen:
Das Maß
und die Pfanne,
das Glas
und die Kanne –
und was will ich kaufen,
es kost’t einen Haufen:
der Weck
und der Fladen,
der Speck
und der Braten,
das Salz
und das Mehl,
das Schmalz
und das Öl;
und die Eier
und ‚s Feuer
sind heuer so teuer!
Und krieg keinen Lohn,
ich lauf noch davon.

Fr. Güll

26. Januar

Aromatherapie – Gerüche und ihre Kraft

Menschen setzen seit über 3.000 Jahren auf die lindernde und wohltuende Wirkung von Düften. Bereits im alten Ägypten wurden Duftstoffe für therapeutische und rituelle Zwecke genutzt. Die moderne Aromatherapie geht auf den französischen Chemiker Rene Gattefossé zurück, der sich 1910 erstmals mit der Wirkungsweise ätherischer Öle befasste. Nachdem er sich selbst nach einem Unfall in seinem Labor mit Lavendelöl behandelt hatte, beschäftigte er sich vor allem mit den antiseptischen Eigenschaften von Pflanzenölen. Er nutzte die wohltuende Wirkung von Düften aber auch für die Entwicklung von Kosmetikprodukten.
Gerüche wirken direkt auf das limbische System unseres Gehirns, dieses spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung unserer Gefühle. Was wir mit der Nase wahrnehmen, wirkt sich also direkt auf unser Gefühlsleben aus. Deshalb kann es auch vorkommen, dass wir jemanden buchstäblich nicht riechen können. Dabei werden angenehme Düfte eingesetzt, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu mobilisieren und so ein Gleichgewicht zwischen Körper und Seele herzustellen.
Ätherische Öle kommen aus diesem Grund vor allem bei psychosomatischen Beschwerden wie Schlafstörungen, Nervosität, Verstimmungen und Stress zum Einsatz. Lavendel und Melisse gelten als beruhigend, Thymian ist aktivierend, Orangen- und Zitronenöl wirken sich positiv auf die Stimmung aus.

Aber auch bei Beschwerden wie Erkältungs- und Magen-Darm-Erkrankungen, Kopfschmerzen und sogar bei Verbrennungen setzen immer mehr Menschen auf die Kraft der Natur. Ein paar Tropfen Pfefferminzöl auf den Schläfen können ebenso wirksam sein wie eine Kopfschmerztablette. Kein Wunder also, dass die
pflanzlichen Alleskönner mittlerweile fast überall zum Einsatz kommen: Etwa in Duftlampen, Massageölen, Badezusätzen und Kerzen. Richtig angewendet wirken sich die über siebzig verschiedenen ätherischen Öle positiv auf unser Wohlbefinden aus.

Doch man sollte beachten:
Nur "natürlich ätherisches Öl" verwenden. Um die große Nachfrage zu decken, sind immer mehr synthetische Substanzen im Umlauf, die zum Teil allergieauslösende Stoffe enthalten.

Auf die Dosierungshinweise achten. Zuviel des Guten (Öls) kann das Gegenteil bewirken, aufs Gemüt schlagen und Kopfschmerzen auslösen.

Vorsicht bei direktem Hautkontakt. Vor allem wer zu Allergien neigt, Kinder, Schwangere und geschwächte Menschen sollten beim Einsatz stark konzentrierter Öle vorsichtig sein.

27. Januar

In einem Traum aus Rosenblüten, seidenschimmernder Nacht,
hat ein Engel strahlend schön, über ein zerbrochenes Herz gewacht.
Er hüllte es mit seinen Flügeln ein, gab ihm Wärme und auch Licht,
damit dieses zarte Herz nicht ganz in tausend Stücke zerbricht.

Er sprach oft mit dem Herzen und gab ihm Mut,
nach einiger Zeit floss aus dem Herzen schon weniger Blut.
Ein Schleier aus Eis legte er um die Wunden,
und hat es mit Hoffnung zusammen gebunden.

Das Herz nun in einem Mantel aus Eis,
flüstert zu dem Engel ganz leis:
Engel, was wird nun sein?
Kommt keine Wärme mehr in mich hinein?
Wird das Band der Hoffnung die Narben ertragen?
Engel kannst Du es mir sagen?

Der Engel sprach: das weiß ich nicht.
Doch denke immer daran:
wo Schatten ist, da ist auch Licht.

Unbekannt

28. Januar

Schwimmende Blüten

Wir Menschen bestehen zu einem Großteil aus Wasser und sind vor allem auf dieses Element angewiesen. Durch Atmung, Urin und Schweiß gehen uns täglich etwa 2,5 Liter verloren. Die Hälfte der Flüssigkeit holen wir uns durch die Nahrung zurück. Die restlichen 1,5 Liter, im Sommer eher mehr, sollten wir trinken. Wasser ersetzt Wasser am besten.
Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist Trinkwasser aus öffentlicher Hand in einem einwandfreien Zustand. Um Belastungen durch Rohre zu vermeiden, wird empfohlen, das Leitungswasser vor dem Abfüllen eine Weile laufen zu lassen. Kalzium- und magnesiumreiche Mineralwässer unterstützen die Mineralstoffversorgung.
Nun bieten Getränkemärkte zunehmend aromatisiertes Wasser an, oft versetzt mit Zucker oder künstlichen Aroma- und Süßstoffen.
Wer es natürlich frisch mag, gibt seinem Wasser selbst Geschmack.

Klassisch ist eine Zitronenscheibe im Wasser. Warum nicht einmal ein Stück Grapefruit oder Limette, eine Scheibe Orange oder Karambole (Sternfrucht), ein paar Apfel- oder Birnenschnitze verwenden? Das Obst vorher waschen. Wer ungespritzte Zitrusfrüchte zu Hause hat, kann auch nur ein wenig Orangen- oder Zitronenschale verwenden. Das sieht in einem Glaskrug nicht nur sehr schön aus, sondern verleiht dem Getränk auch eine herbe Frische.

Eine Stange Zitronengras, ein Stück Ingwerwurzel oder ein Zweig Minze sind ebenfalls hübsche Aromageber fürs Trinkwasser. Der Geschmack wird intensiver wenn man vom Zitronengras die äußerste Hülle entfernt und es der Länge nach mit einem Messer anritzt, bevor man es in eine mit Wasser gefüllt Karaffe stellt. Je feiner der Ingwer geschnitten ist, desto schärfer die Aromatisierung. Ebenfalls geeignet sind Korianderkraut oder ein Zweig Basilikum.

Eine duftige Note erhält Wasser durch einige Rosenblätter, ein paar Lavendelzweige oder andere essbare Blüten. Außerdem sehen diese „schwimmenden Blüten“ hübsch aus.

29. Januar

Glück

Glück ist eine Einstellung, die der Zufriedenheit entspringt.

Meist erkennen wir es erst im Nachhinein,
wenn wir die Dinge aus der Ferne betrachten.

Der Zauber des Augenblicks ist da bereits verflogen …

und wir haben nur eine leise Ahnung davon,
was Glück wirklich bedeutet.

Wenn wir das Glück aber in dem Augenblick wahrnehmen,
in dem es uns geschenkt wird, bereitet es uns Freude im Herzen.

???

30. Januar

Glück für zweihundert Euro

31. Januar

Der erste Monat des neuen Jahres ist vorbei und ich frage mich:

Was ist Zeit?

Unaufhörlich rinnt sie durch das Stundenglas des Lebens.

Aus Sekunden werden schnell Minuten
und ehe Du Dich versiehst ist eine Stunde herum.

Der Zahn der Zeit nagt unbarmherzig an uns
und wir können uns nicht dagegen wehren

aber wir können bewusster mit diesem
kostbaren Geschenk umgehen
und jeden schönen Augenblick genießen

Wir dürfen nicht nur in die Zukunft schauen
sondern das Jetzt im Heute erleben.

???

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