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Der Juli wird wärmer, die Sonne erhitzt. |
| Darinnen entstehet viel Donner und Blitz. |
Juli 2005
Bitte die Tage aus dem Kalender wählen
Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 Bei den alten Römern war der Juli der fünfte Monat des im März beginnenden Kalenders und hieß Quintilis. Später wurde er nach Julius Cäsar, dem Reformator des Kalenders benannt. Karl der Große, nannte ihn Heumonat, weil in diese Zeit die Heuernte fällt. Der Heumond oder Heuet heißt auch Bären- und Honigmonat.
Julikinder
Kinder im Juli geboren
Lieben den Duft des weißen Jasmin,
Wir wandern an blühenden Gärten hin
Still und in schwere Träume verloren.
Unser Bruder ist der scharlachene Mohn,
Der brennt in flackernden roten Schauern
Im Ährenfeld und auf den heißen Mauern,
Dann treibt seine Blätter der Wind davon.
Wie eine Julinacht will unser Leben
Traumbeladen seinen Reigen vollenden,
Träumen und heißen Erntefesten ergeben,
Kränze von Ähren und rotem Mohn in den Händen.
Hermann Hesse
Diesen Bericht entdeckte ich vor langer Zeit:
Der James Dean der Formel 1
Ob Helden, Idole oder Stars: Der Mensch braucht Vorbilder, an denen er sich aufrichten kann.Alle sechs Kinder drängelten sich an jenem 5. September 1970 vor dem Fernseher in unserer kleinen Wohnung. Zu der Zeit suchten Eltern Sendungen noch nicht danach aus, ob sie pädagogisch wertvoll für den Nachwuchs waren oder nicht. Eingeschaltet wurde, was Papa interessierte. Wenn die Flimmerkiste lief, ließen wir Kinder uns nichts entgehen. Ein Nordmende war's, schwarzweiß, den die Familie sich extra für die Mondlandung der Amerikaner im Jahr zuvor geleistet hatte.
Damals, an jenem unglückseligen Samstag, schoss der Rennwagen von Jochen Rindt beim Training zum Großen Preis von Italien in Monza mit Tempo 200 in die Leitplanken. O Gott, hoffentlich ist er nicht tot, schoss es mir durch den Kopf. Nur kurze Zeit später bestätigte ein Nachrichtensprecher, was wir alle befürchtet hatten. Diesen Unfall konnte keiner überleben. Jochen Rindt war erst 28 Jahre alt.
Ich habe geflennt wie ein Kind - obwohl ein Achtjähriger eigentlich nicht mehr heult. Stimmt schon, der gebürtige Mainzer fuhr mit einer Linzens aus Österreich und konnte in Interviews nie verleugnen, in Graz aufgewachsen zu sein. Dennoch fuhr er immer auch ein wenig für meine Brüder und mich. Und er gewann für uns, so wie in Monte Carlo, wenige Wochen vor seinem Tod, als er in der allerletzten Kurve Jack Brabham den Sieg wegschnappte. Als er dann posthum zum Weltmeister ernannt wurde, war ich stolz.
Ein Held? Ein Idol? Vielleicht. Ein Star? Ganz sicher. Ich habe den Rennfahrer mit der markanten Nase bewundert, weil in seinem Leben einfach alles zusammenpasste. Wenigstens schien es mir so. Er war, wie ich als Erwachsener auch sein wollte. Meine Wunschträume unterschieden sich da kaum von denen anderer Jungs: Reich sein, Mut beweisen, tolle Autos besitzen, um die ganze Welt reisen. Jochen Rindt, den ein Sportreporter seinerzeit als "Mischung aus Playboy, Hippie und Manager" bezeichnete, verkörperte das für mich wie kein anderer.
Rind war auch privat gern flott unterwegs. Sein Auto war mein Traumauto und ist es bis heute geblieben: der Jaguar E-Type. Ein Gefährt, dem nachgesagt wurde, es sei schnell, aber schwer zu beherrschen. Er hat den Jaguar gebändigt, da bin ich mir sicher. Und natürlich war der Lotus 72, in dem er seine Konkurrenten meist hinter sich ließ, das Lieblingsstück meiner Matchbox-Auto-Sammlung.
Die Formel 1 unserer Tage ist zum Wettbewerb der Großunternehmen verkommen. Die Rennen sind langweilig, die Fahrer geben sich geschäftsmäßig wie kühl kalkulierende Unternehmer. Michael Schumacher dominiert die Szene wie damals Jochen Rindt, fällt jedoch abseits der Piste vor allem durch seine Unauffälligkeit auf. Der Kerpener ist ein Heroe der Kleinbürger. Das genaue Gegenteil war Rindt: Er war ein Draufgänger, er trug die Haare lang, er rauchte, er trank. Über sein Auto sagte er: "Mit Lotus kann ich Weltmeister werden oder draufgehen. Dieses Risiko gehe ich ein." Unvorstellbar, dass einem Schumacher so ein Satz über die Lippen käme.
Rindt war mehr als der schnellste Pilot der sechziger Jahre, er hat gemeinsam mit seinen Konkurrenten den Mythos geprägt, von dem der Sport bis heute lebt. Ein Biograf verlieh ihm den Titel "James Dean der Formel 1", weil er auch so früh starb.
Reimund Abel

Das Brot
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Er saß beim Frühstück äußerst grämlich, |
Wilhelm Busch

Der alte Backofen ... und das Brot
Aus meiner Kindheit hat sich mir dieses Bild eingeprägt: Der alte Backofen auf dem Nachbarhof, wo ich damals wie daheim war. Es ist ein klarer Oktobertag, die Bäuerin kommt vom Haus her über den Hof. Sie schaut hinüber zur Kirchenuhr und nickt: "Ja, jetzt ist es Zeit, das Brot auszuschießen!" Es ist das erste vom Mehl der neuen Ernte. In ihrem Gesicht steht Erwartung. Sie schiebt den Riegel der Eisenstange zurück, öffnet sie und nimmt die braune Holzschaufel mit dem langen Stiel auf. Der erste der großen, runden knusprigbraunen Laibe schiebt sich aus dem Backofen. Er ist geraten! Sie setzt die schweren Laibe behutsam auf der Bank ab, belädt die achtstufige Trage und schreitet mit der duftenden Fracht hinüber ins Haus, die Arme ineinander verschränkt, leicht unter der Last gebückt. Wenn das Brot ausgekühlt war, erwartete die Kinder - die aus der Nachbarschaft eingeschlossen - eine helle Freude: ein Stück neugebackenen Brotes mit frischer Butter! Was konnte es Besseres auf der Welt geben?
Es ist noch nicht lange her, dass man ein Stück Brot wie einen Schatz in der Hand wog. Manche haben das sehr bald vergessen ..... - 1945 in einem Lager:
Die einzelnen "Brotgemeinschaften" der Baracken überwachten kritisch an jedem Tag die Teilung des Brotes. Jede Krume wurde aufgepickt, jeder Rest sorgsam verwahrt.
Eines Tages erhielt ein Kamerad als erster ein Paket von daheim mit einem Laib Bauernbrot. Er wurde wie eine Kostbarkeit angestaunt. Es wurde ganz still, als der Glückliche das Brot in den Händen hielt. Dann nahm er ein Messer und schnitt handgroße, dicke Scheiben ab, die er den Kameraden anbot. Sie wollten dieses Geschenk erst gar nicht annehmen, und mancher, der im Stillen gedacht haben mochte: "Er wird es wohl allein aufessen...", bat ihm nachher alles wieder ab. Die Portionen fielen so ansehnlich aus, dass für den Gebenden selbst das kleinste Stück blieb. Lächelnd saß er inmitten der Essenden und biss in sein Stück Brot, mit dem aus der Heimat mehr als nur zusätzliche Kalorien ins Lager gekommen waren.Brot ist Heimat. -
Als Zeichen der Gastfreundschaft bietet man als erstes ein Stück Brot an. Ich kannte eine Bäuerin, die an jedem Backtag der früher jahrzehntelang auf dem Hof dienenden alten Magd einen Brotlaib, das "Freundschaftsbrot", brachte. Als Hochzeitsgabe schenkte die Braut ein mit Kleingeld gespicktes Brot, das Brautstück, den Dorfarmen. Bei Hochzeiten erhielten früher die Bettler ein Stück vom Hochzeitsbrot aus Weizenmehl."Sich sein Brot verdienen", sagt man und meint damit den Lebensunterhalt überhaupt. "Jemand ums Brot bringen", drückt die ganze Schwere aus, die in der Sorge um das tägliche Brot liegt. "Ein schweres Brot" haben viele Berufe, nicht zuletzt der Bauer selber, dem Acker und Brot zum Lebensinhalt werden. Das "Gnadenbrot" zu essen sind manche gezwungen, die sich ihr tägliches Brot lieber verdienen würden. "Den Brotkorb höher hängen" kann oft wieder die Ehrfurcht vor einem Stück Brot lehren. "Wess' Brot ich ess', dess' Lied ich sing..." ist ein Sprichwort, das die allzu Wandelbaren, Anpassungsfähigen wohlfeil bei der Hand haben.
Wie ein Mensch mit dem Brot umgeht, lässt manchen Schluss auf seinen Charakter zu. Wer nicht um Brot bittet, um es bangen kann, wer nicht gelernt hat, für jede Ernte zu danken, wird es nicht verstehen, dass die Bäuerin, wenn sie abends den Backtrog zurüstet, bittet, dass ihr das Brot geraten möge. Es ist das alte, das ewige Gebet um das tägliche Brot.
Ich habe diese Berichte gesammelt, da sie mich an das Brot, über das ich in meinem ersten eigenen Buch schreibe, erinnern.
Wir sollten nie vergessen, wie kostbar es ist.
Das steinerne Brot
Es war ein arme Mutter, die litt sehr
große Not,
denn ihre kleinen Kinder war'n nah dem Hungerstod.
Sie hatt' eine Schwester, die war an
Gütern reich,
zu dieser ging sie weinend und bat um etwas Brot.
Doch diese sagte: "Schwester! Ich hab
kein Brot im Haus,
das Brot zu Stein mag werden, so ich im Hause hab!"
Und trauernd ging die Arme von ihrer
Schwester fort;
Sie seufzt: "Ach Gott erbarme der armen Kinder dich!"
Darauf trat in den Keller der reichen
Schwester Mann,
wollt schneiden von dem Brote. O weh! Da war es Stein.
"Ach!" sprach er zu dem Weiba "Groß
Sünd hast du getan,
dass du die arme Schwester hast lassen gahn!"
Doch sie erwidert: "Lieber! Ich hab
sie nicht gesehn,
ich schwöre bei meiner Treue, ich hab sie nicht lassen gehn!"
Schnell ging sie nun von dannen, sie
fühlt ihr schwere Schuld;
Sie ging zur armen Schwester, die sie laut jammernd fand.
"Ach Schwester", sprach sie,
"Schwester, vergib mir meine Sünd!
Dein' Kinder will ich nähren, als wie mein eigen Kind."
Die Arme sprach: "O Schwester,
behalte nur dein Gut,
Gott hat sie schon gespeiset, sie schlafen Tag und Nacht."
Sie öffnete die Kammer, sechs Kinder
lagen tot. -
Darauf die reiche Schwester zurück nach Hause ging.
Sie kam zu ihrem Hofe, das Haus in
Flammen stand:
Sie lief zu ihren Schätzen und fand im Feuer ihr Grab.
Volkslied aus Westfalen.
Schildert die Sage von dem in Stein verwandelten Brot.

Neues auf der HP: Juli-Digibilder
Man sieht nur mit dem Herzen gut
Manchmal hat man das unbestimmte Gefühl, jemanden genau zu kennen, auch wenn man sich noch nie zuvor begegnet ist. Es gibt bestimmte Typen von Menschen, die wir sofort mit anderen Menschen oder Erfahrungen in unserem Leben in Verbindung bringen, die uns wohl vertraut sind. "Der erste Schein trügt nie", heißt es - oder doch? Ist es nur ein scheinbar ähnliches Verhalten, das mich an meinem Gegenüber an eine mir bekannte Person erinnert? Ist es dieses Gesicht, das einem anderen so trügerisch ähnlich sieht? Oder sind es die Kleidung, der Tonfall oder die Herkunft, die mir so vertraut vorkommen, dass ich meine, die mir fremde Person genau zu kennen?
Mit einem bisschen Menschenkenntnis sieht man der einen oder dem anderen schon an, was in ihr oder in ihm so vorgeht. Und manche geben sich ja auch nicht die Mühe, dies zu verstecken. Wir sind es gewöhnt, auf vielerlei Zeichen zu achten und Menschen danach einzuteilen, was sie anhaben, wie sie sich geben und wie sie aussehen. "Der Mensch sieht, was vor Augen ist". Doch ist der äußere Schein immer zutreffend? Kann ich Menschen nach ihrem Aussehen, ihrer Kleidung oder ihrem Verhalten beurteilen? "Niemand weiß, wie es innendrin in mir aussieht" werden viele denken. Und manche Menschen bleiben mir auch nach Jahren noch ein Rätsel. Selbst die Menschen, von denen ich meine, dass ich sie gut kenne, sind für mich nicht immer durchschaubar. Es scheint da also etwas Verborgenes in uns zu geben, das anderen nicht sofort Sicht ist - Gott sei Dank! Gott nämlich sieht das Herz des Menschen an. Er weiß, wie es in mir aussieht. Er kennt meine tiefe innere Freude ebenso wie meinen abgrundtiefen Zweifel. Und er weiß, dass ich viel mehr und ganz anders bin, als viele es von mir meinen. Das gefällt mir und bestätigt mich, auch wenn andere ständig etwas an mir auszusetzen haben. Vielleicht könnten wir ebenso lernen, etwas mehr mit dem Herzen zu sehen, als uns immer auf das zu verlassen, was uns vor Augen ist. Ich bin davon überzeugt, dass wir dabei bei vielen Menschen so manche Überraschung erleben würden.
???

DER TRAUM DES DSCHUANG-DSI
Es zeigte einst vor zweitausend
Jahren
Meister Dschuang-Dsi einen Schmetterling,
"Ich war" - sprach er verwundert und zerfahren,
"Ich war im Traum dies flatterhafte Ding".
"Ein Schmetterling" -- sprach er - "ein bunter Falter,
Der flatterte und sprang im Sonnenlicht,
Er ahnte nichts von meinem Sinn und Alter,
Da wacht ich auf - und jetzt, jetzt weiß ich nicht,
Ich weiß es nicht" - so sprach der Meister weiter -
"Und der Gedanke quält mich fürchterlich:
Träumte Dschuang-Dsi von dem Flügel weiter
Oder träumt jener frohe Falter mich?"
Ich lachte laut: "Du scherzt, Du mein Gestalter,
Du bist es : Dschuang-Dsi, lebendig, echt!"
Er lächelte : "Auch mein geträumter Falter
Glaubte so fest und sicher an sein Recht".
Ich zuckte meine Schulter und schien heiter,
Aber ich fühlte es wie einen Riss,
Ich dachte durch zweitausend Jahre weiter
Und ich bin meiner mehr als ungewiss:
Der wahre Satz ist flüchtig, bald verhallt er
Und alles ist nur Bild und Träumerei,
Ich glaube Dschuang-Dsi erträumt den Falter
Der Falter ihn und ich uns alle drei.
Lörincz Szabó (Übersetzung: Sándor Lénárd)

Die Zebraspringspinne - Ein Mitbewohner der Menschen
Als letztes Naturobjekt des Jahres 2005 wird die Spinne gewählt, immer zuerst zu Beginn des neuen Jahres. Diesmal fiel die Wahl auf eine den meisten Menschen wohlbekannte Spinne, nämlich die Zebraspringspinne.
Die Spinne des Jahres 2005 ist die erste Art in den Projekten zum Schutz einzelner Arten, die zusammenfassend für mehrere Länder ausgewählt wurde. Auch Vorurteile möchte man damit abbauen.
Die Begegnung mit dieser Spinnenart hatte jeder schon einmal, an einem sonnigen Tag. Man kann diese kleinen schwarzweißgestreiften Spinnen an Mauern oder Holzwänden krabbeln sehen.
Sie ist eine der 99 mitteleuropäischen Arten, die sich vor allem durch zwei Merkmale unterscheidet.
1. Sie erbeuten Insekten im Sprung, bauen also keine Fangnetze.
2. Ihre Frontaugen sind enorm vergrößert. Die anderen sechs Augen sind in drei Querreihen auf dem Vorderleib so angeordnet, dass die Spinne sogar nach hinten schauen kann. Springspinnen sind allesamt eher kleine Spinnen, die dem Beobachter hauptsächlich durch ihre hüpfende Fortbewegungsweise auffallen.
Der Name Zebraspringspinne erklärt sich beim ersten Anblick von selbst: der Körper, vor allem der Hinterleib ist mit einem schwarz-weißen Zeichnungsmuster versehen.
Es handelt sich dabei um verschiedenartig gefärbte, kleine Schuppenhaare. Männchen tragen im Gegensatz zum Weibchen überlange Giftklauen, mit denen sich Rivalen in der Paarungszeit von Mai bis August bedrohlich wirkende Kämpfe liefern. Meist gehen solche Rituale glimpflich aus, wobei der Unterlegene die Arena verlässt. Die Körperlänge misst bei beiden Geschlechtern 4 bis 7 Millimeter. Die Beine sind im Vergleich zu anderen Spinnen eher kurz, wodurch sie kompakter erscheinen. Beim Beutefang schleicht sich Salticus langsam an ein Insekt an und springt aus einer Entfernung von etwa einem Zentimeter auf die Beute und überwältigt sie, indem sie diese mit ihrem Giftklauen packt und ihre Beine um sie schlingt. Neben dem Beutefang spielen die Augen bei dem Balztanz der Männchen eine Rolle. Die Zebraspringspinne kommt in Deutschland von der Nordseeküste bis zum Alpenrand recht häufig vor. Sie ist meist im Siedlungsbereich an und in Gebäuden zu Hause.

Erfindung der Zeitung
1605 erfindet Johann Carolus in Straßburg die Zeitung, weil es ihm zu lange dauerte, die Nachrichten bezahlter Korrespondenten handschriftlich zu vervielfältigen.
Er druckt sie wöchentlich unter dem Titel "Relation: Aller Fürnemmen und gedenckwürdigen Historien". Es war die erste Zeitung der Welt, die im Sommer 1605 in Straßburg - auf Deutsch - erschien. Sie feiert also dieses Jahr ihren 400. Geburtstag.
s'Rezept
D'r Knöpfles Michel kommt in die
Stadt
zum Doktor Hopfegras.
Er wird des Nachts im Bett net warm,
es frier ihn so an de Füß.
Dr' Doktor meint: "So ging's ihm au,
doch wiss' er do en Rat,
der helf em Michel unbedingt,
des Mittel sei probat.
Wenn er des Nachts ins Bett neisteig',
nehm er sein Weib in Arm,
und glei nach fünf Minuten druf,
sei älles an ihm warm.
Wenn er's amol probiere möchte,
des helf ihm sicher au'."
"Ja" sait dr Michel, "isch mir recht,
wann basst' denn Ihrer Frau?"
~ Werner Veidt ~

Großmutters Rumtopf war lange Jahre nicht in Mode, offenbar hatte man sich an Fertigprodukte gewöhnt oder, wenn man schon selbst einmachte, einfachere Methoden gewählt. Und zugegebenermaßen kostet es schon Zeit, Mühe und vor allem Geduld, einen Rumtopf anzusetzen.
Doch inzwischen erinnern wir uns wieder an diese traditionelle Köstlichkeit, denn kein Kompott ist so gut wie der Rumtopf. Wir brauchen dazu einen Steintopf, einen guten Rum und natürlich die entsprechenden Früchte. Man kann entweder einen gemischten Rumtopf ansetzen oder sich auf Beeren, Stein- oder Kernobst konzentrieren. Geeignet ist fast alles: Erdbeeren, Sauerkirschen, Pfirsiche und Aprikosen, Pflaumen und Mirabellen sowie alle übrigen Beerenarten. Jede Frucht wird, bevor sie in den Steintopf gegeben wird, gründlich gesäubert und gegebenenfalls halbiert oder geviertelt. Steine und Kerne werden entfernt. Von Apfel- und Birnensorten, wählen wir, wenn überhaupt, nur weiche, aromatische Sorten, die geschält, entkernt und klein geschnitten werden müssen. .
Jetzt im Juni beginnt man die erste Lage im Rumtopf mit den schönsten und gesündesten Erdbeeren, die man erntet. Sie werden gewaschen und mit der gleichen Menge Zucker vermischt, in den Steintopf gefüllt und mit Rum völlig abgedeckt. So verfährt man mit allen Früchten, die man immer dann verwendet, wenn sie reif sind.
Im Spätherbst ist der Rumtopf fertig.
Übrigens: mein Vater liebte es, die ein oder andere Lage Rosinen hineinzugeben. Eine köstliche Idee!
In den Rumtopf kommen:
Im Oktober: Ananas, Orangen, Kiwi
Im September: Weintrauben, Pflaumen,
Birnen, ZwetschgenIm August: Mirabellen, Honigmelonen
Im Juli: Johannis- und Himbeeren,
Kirschen, Aprikosen, PfirsicheIm Juni oder Anfang Juli: Erdbeeren

| Am See
Und wieder Unruh, die ich nicht versteh, |
bis plötzlich kleine Fische springen und winzige Wasserkreisel bringen. Jetzt langsam spüre ich den Frieden an diesem Platz, so abgeschieden. Die Bäume werfen lange Schatten und dennoch Ast und Grün gestatten den Blick ins schwache Himmelsblau den wunderbaren Überbau. Für diesen einzig schönen Flecken nur Stille ohne jeden Schrecken, so dass im leisen Abendwinde ich meine Ruhe wiederfinde. Dieter Melzer |

Neues auf der HP: bei "dies und das" und dann "Banknoten und Münzen"
Als die Traurigkeit genug von sich hatte ...
Eines Tages saß die Traurigkeit in einer Ecke und erzählte der Verzweiflung,
dass ihre Schwester - die Kraft - sie verlassen hätte.
Die Einsamkeit sagte kein Wort - sie habe es ohnehin schon immer gewusst.
Das Selbstmitleid strich der Traurigkeit behutsam eine Träne von der Wange
und versuchte vergeblich, sie zu trösten.
Die Wahrheit ließ sich nicht beirren - sie war schon immer bitter gewesen.Plötzlich pochte es an der Türe.
"Soll ich öffnen?" fragte die Unentschlossenheit.
"Wer kann das schon sein?" wunderte sich die Neugier.
"Na, mach schon auf!" forderte das Risiko.
Das Staunen gab einen erleichterten Seufzer von sich, als das Lächeln eintrat.
Es setzte sich zur Traurigkeit: "Hast du denn noch nicht genug von Dir?"
wollte das Lächeln wissen. "Komm lass uns die Liebe besuchen!"
"Nein!" wandte die Vernunft ein, "tu´s nicht!"Doch die Traurigkeit war schon mit dem Lächeln verschwunden.
Die Liebe wohnte hoch oben über den Wolken und hieß die beiden Besucher willkommen.
"Schön, dass du da bist"; sagte die Freude, die gerade mit dem Gefühl spielte.
"Wir haben dich schon vermisst", meinte die Geborgenheit.
"Ich hab es nicht mehr ausgehalten", schluchzte die Traurigkeit.
"Aber jetzt ist alles gut", beruhigte die Zärtlichkeit die Traurigkeit und nahm sie in die Arme.Weinend wachte die Traurigkeit auf, als sich die Hoffnung zu ihr setzte und fragte: "Was ist passiert?"
"Ich hatte einen wunderschönen Traum, aber glaubst Du, dass meine Freunde mich vergessen haben?"
"Keine Sorge. Wenn Du versprichst, mich nicht aufzugeben, wirst du noch viele Wunder erleben", tröstete sie die Hoffnung.
"Niemals würd´ ich Dich aufgeben", versicherte die Traurigkeit und schlief beruhigt weiter.Autor unbekannt

Groß ist die Kraft die der Sonne
gegeben,
sie schafft auf der Erde, Gedeihen und Leben.
Die Königin des Tages wird sie genannt,
man weis sie zu schätzen in Stadt und Land.
Aus dem Dunkel der Nacht steigt sie im Osten empor,
und wirft ihre Strahlen auf Wald und Flur.
Majestätisch steigt sie hoch, wie ein feuriger Ball,
spendet Licht und Wärme für Berg und Tal.
Bei ihrem Untergang verstummen bald der Vöglein Lieder,
die dunkle Nacht senkt sich auf die Erde nieder.
Die Mutter wird gefragt, geht sie zu Bett mit den Kleinen,
wird morgen wieder die Sonne scheinen?
Die Sonne ist wie eine unerschöpfliche Quelle,
sie macht frohe Stimmung und erfreut die Seele.
Die Sonne kann sogar auch die Tiere beglücken,
in ihrem Schein tanzen vor Freude die Mücken.
Aus dem Herzen vertreibt die Sonne so manche Sorgen,
wie schön ist in ihrem Glanz ein Sommermorgen.
Herrlich ist es im Sommer auf einem Berg zu stehn,
und im Osten den Aufgang der Sonne zu sehn.
Viel Freude die Sonne auch im Herbst noch bringt,
wenn ihr Strahl den grauen Nebel durchdringt.
Freude zu spenden ist die Sonne auch im Winter bedacht,
ihr Glanz auf dem Schnee ist wohl eine Pracht.
Die Kräfte der Sonne sind wunderbar,
sie schenkt uns viel Freude das ganze Jahr
???

Jede Blüte will zur Frucht,
jeder Morgen Abend werden,
Ewiges ist nicht auf Erden
als der Wandel, als die Flucht.Auch der schönste Sommer will
einmal Herbst und Welke spüren.
Halte, Blatt, geduldig still,
wenn der Wind dich will entführen.Spiel dein Spiel und wehr dich nicht,
lass es still geschehen.
Lass vom Winde, der dich bricht,
dich nach Hause wehen.Herman Hesse

Gurken
Da wir schon seit einigen Wochen schöne Exemplare dieser Köstlichkeit ernten, möchte ich darüber schreiben. Einen Teil des Wissens entnehme ich den Angaben unseres Gartencenters, ansonsten werde ich über meine eigenen Erfahrungen berichten.
Gurkenwelke
Die Gurkenwelke ist eine Krankheit, die durch einen Bodenpilz verursacht wird und gegen den bisher noch kein Kraut gewachsen ist.
Wenn also im Frühbeet oder Gewächshaus die Gurken ohne ersichtlichen Grund absterben, handelt es sich um diese Krankheit. Sie ist also auf direktem Wege nicht zu bekämpfen.
Mussten wir letztes Jahr schmerzvoll erfahren, wir hatten fünf Stück gezogen und sie sahen prächtig aus, blühten bereits und zeigten die ersten noch kleinen Früchte. Plötzlich ohne ersichtlichen Grund, ließ eine nach der anderen die Blätter hängen. Sie starben ab und wir mussten sie entfernen.
Trotzdem haben wir die Möglichkeit, auch weiterhin im Frühbeet und Gewächshaus gesunde Gurken heranzuziehen, wenn wir die Jungpflanzen auf den Feigenblattkürbis veredeln, der von den Schadpilzen offensichtlich verschmäht wird.
Das haben wir einmal selbst ausprobiert und es ist uns gelungen, bei drei Versuchen durften wir zwei Erfolge vermelden und waren sehr stolz.
Dieses Jahr kauften wir uns die bereits veredelten Pflanzen.
Wo Gurken in kurzen Abständen immer wieder gepflanzt werden, wie dies eben im Frühbeet oder Gewächshaus der Fall ist, bereitet uns diese Krankheit Ärger. Da man ja nur einige wenige Gurkenpflanzen für den Hausgebrauch benötigt, sollte man die Veredelung auf den Feigenblattkürbis ruhig wagen. Übrigens macht dies dem Pflanzenliebhaber auch viel Spaß! Dazu muss man sich rechtzeitig das dafür notwendige Saatgut beschaffen. Dieses wird mit einer sehr ausführlichen und bebilderten Anleitung geliefert.Durften wir feststellen und es hat wirklich viel Spaß bereitet. Es ist jedenfalls eine ausgesprochen umweltfreundliche Pflanzenschutzmaßnahme, die ein bisschen mühevoll, aber außerordentlich wirksam ist.
Mach Gurkenwelke den Garaus, das wird dir sehr viel nützen,
probier mal das Veredeln aus, so kannst du sie gut schützen.Der Feigenblattkürbis
hat sich somit als Veredelungsunterlage für Treibgurken erwiesen, dennoch kann man diese Art natürlich auch eigenständig kultivieren. Jungpflanzen werden an einem warmen, hellen Platz im Hause vorgezogen, und schon bald entwickeln sich kräftige Jungpflanzen, die wir dann an einen gut gedüngten Platz im Garten setzen.
Übrigens gedeihen sie auch vorzüglich in großen Kübeln auf Balkon und Terrasse. Dort entwickeln sie ebenfalls meterlange Triebe, die mit ihren typischen feigenähnlichen Blättern sehr dekorativ aussehen. Blüten und Früchte gibt es aber nur, wenn die Pflanzen reichlich mit Wasser und Dünger versorgt werden. Da die Pflanzen sehr groß werden, genügt für den Hausgebrauch bereits ein Exemplar. Der Feigenblatt-Kürbis trägt, wie auch andere Kürbisarten, männliche und weibliche Blüten an einer Pflanze. Cucurbita ficifolla zählt, und das ist eine weitere Besonderheit, als einzige Kürbisart zu den Stauden, da er bei frostfreier Überwinterung mehrjährig ist. Wenn genügend Platz vorhanden ist, lohnt sich der Versuch mit dieser vielseitigen Pflanze ganz bestimmt.
Das auszuprobieren würde mich ebenfalls reizen.

Sonne und Wind
Einst wetteten Sonne und Wind miteinander, wer von ihnen stärker sei und zuerst machen könne, dass ein Wandersmann seinen Mantel ausziehe.
Der Wind begann zu stürmen. Er jagte die Wolken vor sich her, und die Bäume beugten die Wipfel vor seiner Macht. Der Wandersmann aber setzte ihm seine ganze Kraft entgegen und zog den Mantel fester an.
Da fing die milde Sonne an zu scheinen und erfüllte mit ihrem erwärmenden Strahlen Tal und Hügel. Was tat jetzt der Wanderer? Er zog den Mantel aus. Der Sonne sanfter Strahl war mächtiger als das Ungestüm des Windes.
A.G. Meißner

Ein kleiner Sonntagsgruß:
im erblühen schon
entfaltest du die pracht,
die meine Seele glücklich macht
@ S.Grad -14.07.05

Verkehrte Welt
Christian Morgenstern ???
Dunkel war's der Mond schien helle,
schneebedeckt die grüne Flur,
als ein Wagen blitzesschnelle
langsam um die Ecke fuhr.
Drinnen saßen stehend Leute, schweigend ins Gespräch vertieft, als ein totgeschoss'ner Hase über'n Sandberg Schlittschuh lief. Und der Wagen fuhr im Trabe rückwärts einen Berg hinauf. Droben zog ein alter Rabe grade eine Turmuhr auf. Ringsumher herrscht tiefes Schweigen und mit fürchterlichem Krach spielen in des Grases Zweigen zwei Kamele lautlos Schach. Und auf einer roten Banke, die blau angestrichen war, saß ein blondgelockter Jüngling mit kohlrabenschwarzem Haar. Neben ihm 'ne alte Schachtel, zählte kaum erst sechzehn Jahr', und sie aß ein Butterbrot, das mit Schmalz bestrichen war. |
Droben auf dem Apfelbaume, der sehr süße Birnen trug, hing des Frühlings letzte Pflaume und an Nüssen noch genug. Von der regennassen Straße wirbelte der Staub empor. und ein Junge bei der Hitze mächtig an den Ohren fror. Beide Hände in den Taschen hielt er sich die Augen zu. denn er konnte nicht ertragen, wie nach Veilchen roch die Kuh. Und zwei Fische liefen munter durch das blaue Kornfeld hin. Endlich ging die Sonne unter und der graue Tag erschien. Und das alles dichtet Goethe als er in der Morgenröte liegend auf dem Nachttopf saß und dabei die Zeitung las. |

Szene aus der Hölle - von August Strindberg
Der geschiedene Mann kam am Abend, um für eine Stunde mit seiner Tochter spazieren zu gehen. Vor der Tür der Mutter wollte er sich mit dem Kind treffen. Die Kleine kam, wehmütig fröhlich, ein wenig schelmisch. Oh, diese Straße, dieses Haus, diese Treppe, die er noch vor kurzem empor geeilt ist, die Hände voller Geschenke. Der Gedanke daran hatte ihn damals getrieben, noch rechtzeitig zu kommen, um das Schönste zu sehen, was uns das Leben zeigt: wie die junge Mutter ihr Kind zu Bett bringt. Beide zusammen. Eine schöner als die andere. Das war. -
Jetzt nahm er das Händchen, und Vater und Tochter gingen die schwarze Straße hinunter. Auf einmal drehte sich das Kind um und sagte halblaut: "Mama geht hinter uns!" Warum nur drehte er sich nicht um, sondern ging nur noch schneller, das Kind mit sich ziehend? Frage siebenjähriger Qualen. Sie hatten ihm das Selbstgefühl geraubt. Nun konnte er nicht mehr glauben, dass die Frau hinter ihm sich nach Versöhnung sehnte. -
Das Kind drehte sich noch einmal um, mehrere Male, als sei es in aller Unschuld in eine Verschwörung verwickelt. Und der Mann fühlte an der kleinen Hand, wie das Herz vor Erwartung und Hoffnung schlug. Aber er ging geradeaus, denn er glaubte nicht mehr an eine Wiederkehr, und er wagte es nicht, einem höhnischen Lächeln oder einem scharfen Wort zu begegnen. Er bog in eine Seitenstraße ein, aber er fühlte, dass sie folgte... -
Wer litt am meisten in diesen fünf Minuten in der Hölle, wo sich die Gefühle kreuzen? Das Kind mit seinen schönen Hoffnungen, die getäuscht wurden; die Mutter mit ihrem gekränkten Selbstwertgefühl; der Mann mit der Ungewissheit und dem Zweifel in der einen Herzkammer und in der andern den grenzenlosen Schmerz, das kleine Kinderherz, das keine Schuld hatte, verletzen zu müssen. Während aber all dies geschah, empfand er beinahe nichts, denn er war betäubt von dem Schlag. Erst am nächsten Tag fühlte er das Messer im Herzen, und je mehr Zeit verging, desto weher tat es!

Der kleine Engel
Dort oben am Himmel ein Englein steht,
eine dicke Wolke ihm Wind durch die Haare weht.
Er ist einsam und allein,
möchte doch nur glücklich sein.
Einmal auf die Erde will er hinunter,
dort unten erscheint es ihm viel bunter.
Doch er darf es nicht,
ob er sein Versprechen bricht?
Die Nacht bricht herein,
der Engel ist immer noch allein.
Da beschließt er fortzugehen,
die große weite Welt zu sehen.
Heimlich schleicht er an den Sternen
vorbei,
selbst der Mond ist ihm jetzt einerlei.
Ganz leise er zur Erde schwebt.
Will endlich wissen, wie es ist, wenn man lebt.
Er beginnt sich vorsichtig umzusehen,
spürt, wie hier unten die Winde wehen.
Fühlt sich frei, hier auf der Erde,
auf einer Wiese grasen ruhig ein paar Pferde.
Geht durch Straßen und durch Gassen,
schaut in die Häuser und kann es nicht fassen.
Überall liegen schlafende Kinder in ihrem Bett,
ganz ruhig und so richtig nett.
Mitten in einer Regenrinne,
hält er plötzlich inne.
Schlafend spielen die Kinder nicht,
denn das machen sie nur bei Licht.
Traurig geht er weiter,
auf einmal wird die Straße breiter.
Plötzlich zwei glühende Augen vor ihm sind,
ihr Strahlen macht ihn fast blind.
Erschrocken er zur Seite springt,
das Ding vor ihm erschreckend klingt.
Ein Kasten mit vier Reifen drunter,
nun hupt es auch noch munter.
Nein, so hat er es sich nicht
vorgestellt,
das Leben in einer anderen Welt.
Mit leisem Flügelschlag fliegt er zurück,
denn dort oben, liegt sein wirkliches Glück.
???

Auch das ist Mutterliebe
Wie eine Stieglitzmutter für ihre Kleinen starb
In unserem Garten stand ein Apfelbaum, auf dem sich ein Nest befand. Fünf kleine Stieglitze schauten munter daraus hervor. Ihre Mutter flog immer ab und zu und brachte reichlich Futter. Eines Tages kam ein heftiges Gewitter. Ich stand am Fenster und sah dem Regen zu. Sobald die ersten Tropfen fielen, suchte die Mutter der Vöglein das Nest auf und breitete ihr Gefieder schützend über die nackten Kleinen. Der Regen peitschte immer wilder die Äste des Baumes, die Hagelstücke rasselten hindurch. Aber die treue Mutter saß fest auf ihren Jungen und breitete immer zärtlicher ihr Gefieder über dieselben aus.
Als das Wetter ausgetobt hatte, sah ich sie noch immer sitzen. Aber die Stieglitzmutter rührte sich nicht und ließ sich auch nicht vom Neste herunterscheuchen. Da trat ich hinzu, stieg auf eine Leiter und schaute in das Nest. Die Kleinen piepten munter und waren unversehrt. Die Vogelmutter aber hatte ihr Leben für sie gelassen. Sie saß tot auf ihrem Neste. Ein Hagelstück hatte sie getötet.
Karl Pilz

Wenn wir Kinder hätten Macht....
Erwachsene, nehmt euch in acht...
Wir würden vieles anders machen....
Erst mal bunter... und die Sachen...
wie Panzer und Raketen.....
die würden wir zertreten!
Wenn wir Kinder hätten Macht.....
Wenn wir Kinder könnten wie wir wollten....
Kein Kind der Welt mehr hungern sollte...
Kein Tier würde sinnlos geschlachtet...
Menschenrechte würden geachtet...
Jeder würde zu essen haben....
Es würde geben keine Armen!
Wenn wir Kinder könnten wie wir
wollten...
Wenn wir Kinder hätten viel Geld...
wir würden es herrlich haben auf dieser Welt....
Es würde keine Kriege mehr geben...
Jedes Kind könnte glücklich leben...
Alle, ob rot, gelb oder weiß....
würden bauen ein Kinderparadies.
Aber... wir Kinder haben nichts auf
Erden....
müssen uns sorgen, erwachsen zu werden.....
Viele von uns werden geschlagen und getreten....
Leben immer in Angst und Schrecken.....
Tausende müssen elendig verrecken...
und wir können uns noch nicht einmal wehren....
Wenn wir Kinder hätten Macht.....
(SolarWicca)

WORAN MERKT MANN UND FRAU,
DASS WIR VOM 21. JAHRHUNDERT BEREITS DIE NASE VOLL HABEN?Du versuchst beim Mikrowellenherd Dein Passwort einzugeben....
Du weißt nicht, dass man Solitaire auch mit echten Karten spielen kann...
Du hast 15 verschiedene Telefonnummern um Deine 3-köpfige Familie zu erreichen.
Der Grund, warum Du den Kontakt zu Deinen Freunden verlierst ist, weil sie keine e-Mail Adresse besitzen.
Du weißt nicht, mit welcher Briefmarke man einen Standardbrief frankiert
Die meisten Witze, die Du kennst, hast Du in Emails oder als SMS gelesen.
Du gibst den Firmennamen an, wenn Du am Abend zu Hause das Telefon abnimmst.
Du drückst Zuhause die 0, um beim Telefonieren rauszukommen.
Du sitzt seit 4 Jahren am gleichen Schreibtisch, und hast dort für drei verschiedene Firmen gearbeitet.
Das Firmenschild wird einmal pro Jahr dem Corporate Design angepasst....
Wenn Du einen 90 Minuten Film im Fernsehen schaust, musst Du Dir dafür wegen der Werbeunterbrechungen drei Stunden Zeit nehmen.
Du suchst verzweifelt die Tasten "STRG, ALT und DEL" auf Deiner Fernbedienung, wenn der Fernseher auf Grund einer Sendestörung rauscht...
Deine Visitenkarte ist auf der Vorderseite Deutsch, auf der Rückseite Englisch. Beide Seiten unterscheiden sich nur durch die (+49)
Du arbeitest von 08:00 Uhr bis 21:00 Uhr, davon die ersten sechs Stunden fürs Finanzamt...
Die Verkehrslage ließ es noch nie zu, in Deinem Auto den vierten oder fünften Gang auszutesten...
Deine Eltern oder Kinder beschreiben Dich und Deinen Beruf mit "er/sie macht was mit Computern".
Du erkennst Deine Kinder dank der Fotos auf dem Schreibtisch oder von der privaten Homepage.
Du hast diese Liste gelesen und dauernd zustimmend genickt.
Du überlegst Dir, wem Du diese Merksätze per Email auch noch weiterleiten könntest.
Dir fällt nicht einmal mehr auf, dass die Ziffern 4. und 5. in dieser Aufzählung fehlen!
Ende 21. Jahrhundert WAS FÜR EINE WELT!
Löwe 23. Juli bis 23. August
Seine Majestät, der Löwe-Mann ist eine Persönlichkeit, der Bewunderung gezollt werden sollte. Etwas Königliches liegt in seinem Auftreten, selbst dann, wenn seine Figur entgleist ist. Wie diese Wappentiere brüllen diese Männer für ihr Leben gern, sie wollen sich bemerkbar machen um jeden Preis. Die charakterlich schwächeren brüllen oft lauter, als die stärkeren. Im Mittelpunkt wollen sie stehen und versuchen durch Diskutierfreudigkeit auf sich aufmerksam zu machen, wollen das Wort an sich reißen und das lässt sie arrogant und anmaßend erscheinen. Sie sind es aber nicht, wollen nur nicht im Schatten stehen. Hilfe möchte aus ihm heraus kommen, ohne die Aufforderung anderer. Freunde werden dort gesucht, wo sie beruflich nützen. Aber er hat Charme, weiß sich zu benehmen, das wird geschätzt bei den Damen. Man fängt einen Löwen am sichersten bei Kerzenlicht und zärtlicher Musik. Manchmal wird ihn so eine Jägerin fangen, ihn in einen Käfig der Ehe sperren und zähmen. Unter dem Feuerzeichen geboren, schwelt bei ihm die Glut, die stets zum Liebesbrand entfacht. Er ist ein galanter Liebhaber, aber man muss bedenken, dass er in der Ehe gewisse Freiheiten haben muss. Seine Frau wird keineswegs eine Sklavin sein, er wird sie vorzeigen und sich in ihrem Glanze sonnen, wenn fremde Männer ihr feurige Blicke zuwerfen. Er wird sie mit Gold und Geschmeide überhäufen, sie zur Königin zu erheben, aber sie sollte nur noch zu ihm hoch schauen. Seine Großzügigkeit, was Geld anbetrifft, wird ihn oft zu unüberlegten Ausgaben veranlassen, er wird am nächsten Tag aber versuchen, es durch harte Arbeit wieder hereinzuholen. Er kann viel reparieren, wo die anderen schon aufgeben, ist der geborene Revolutionär, kaum aber oben wird er in das Lied der Mächtigen einstimmen.
Er ist ein guter Ehemann, wechselt aber auch gerne das Jagdgebiet, nur kommt man ihm selten auf die Schliche. Wurde er erwischt, wird SIE gerne wieder zu ihm zurückkehren, auf seinen Schwur hin ... bis zum nächsten Mal. Trotzdem legt er Wert auf ein glückliches Familienleben mit Harmonie, für die aber die Frau sorgen muss.
Im Beruf pflichtbewusst, streben sie viele Titel zu erlangen, sollte das nicht gelingen, entwickeln sie sich aus Frust gerne zum Haustyrannen.
Nicht die intelligentesten Männer, haben sie doch das Flair und Vermögen im Chefstuhl zu landen, dann bringen sie Schwung in den Laden, da sie ohne weiteres den Alleinunterhalter spielen können. Man sollte dem Löwe-Mann nicht widersprechen, ohne diese Rede mit einem Lob seinerseits beginnen. Die Schmeichler haben es bei ihm leichter, obwohl er es am Schluss erkennen wird.Die Löwe-Frau steht immer oben, sie ist eine Dame vom Scheitel bis zur Sohle. Sie geht nicht, sie schreitet und gibt eine Audienz, hört huldvoll zu und bildet sich ihre Meinung. Ihre herablassende Freundlichkeit kann oft auf die Palme bringen. Man kann ihr aber nichts krumm nehmen, denn sie strahlt Wärme aus, ist humorvoll und charmant. Sie hat Sex-Appeal, ohne eine Sexbombe zu sein, man muss einfach andere Maßstäbe bei ihr ansetzen. Ihre Schönheit kommt von ihnen und strahlt nach außen. Sie ist klug, verrennt sich aber gerne, wenn sie von dem Thema nichts versteht und wird dankbar sein, wenn das Thema schnell gewechselt wird. Man sollte sie nie bloßstellen, sie wird es heimzahlen - irgendwann.
Männer haben mit ihr ein Juwel gewonnen. Diese Frauen lieben Schmuck, gutes Essen in teuren Restaurants, wo sie sich gerne präsentieren. Sie wird aber auch dem Haus vorstehen, eine gute Hausfrau sein und die beste Mutter ihrer Kinder.
Sollte das Geld für den Luxus nicht vorhanden sein, wird sie es gerne mit heranschaffen. Sie wird auch gerne das Sagen haben in der Ehe, wird ihren Mann aber nie zum Pantoffelhelden machen, möchte halt mindestens gleichberechtigt bleiben. Sie hält auf Anstand und Sitte, kann dabei aber trotzdem sehr ausgelassen sein. Er sollte auf ein gepflegtes Äußeres achten.
Ihre Kinder werden viele Freiheiten haben, weil auch sie diese liebt. Für die Schularbeiten wird sie keine Zeit haben, einen Einser honorieren, bei einem Fünfer aber gelassen bleiben, mit dem Hinweis auf das spätere Leben. Das Taschengeld wird großzügig sein.
Im Beruf möchte sie nicht unten anfangen, als Sekretärin ist sie für ihren Chef die beste.
Sie braucht viel Aufmerksamkeit, bekommt sie diese nicht, wird sie sich in den Krankenstand retten, um zu zeigen, was durch sie fehlt. Als Chefin ist sie perfekt.
Auf jeden Fall müsste eine Löwin reich zur Welt kommen, denn Armut macht sie krank. Es wird ihr aber immer gelingen, für sich und ihre Familie einen Platz an der Sonne zu erringen.Wie erzieht man Löwe-Kinder?
Kurz nach der Geburt sind sie schon Mittelpunkt der Familie, werden verhätschelt und verwöhnt. Kaum vernachlässigt brüllen sie. Nie sollte man die Talente dieser Kinder unterdrücken. Auch sollte man sie nie zu etwas zwingen, was ihnen nicht behagt.
Diese Kinder setzen bei anderen voraus, dass diese auf ihr Kommando hören und wollen tonangebend sein. Man sollte versuchen, das zu mindern. Behandelt man sie vollwertig, sind sie sehr einsichtig. In der Schule wollen sie glänzen, erreichen das Klassenziel fast immer und sogar mit einem guten Schulabschluss, da sie ja ein hohes Ziel anstreben.
Diese Kinder brauchen viel Liebe, ihre Eltern sind nicht zu beneiden, sie stehen vor einem Erziehungsproblem, das nie ganz zu lösen sein wird.

Liebe Freunde, liebe Leser, beim Einfügen neuer Witze und lustiger Geschichten bei "ha ha ha" musste ich selbst herzlich lachen, angefangen bei "Das Handbuch für die gute Ehefrau" bis "Das Mehrfamilienhaus". - Wusstet ihr, dass der weibliche Körper einem 4-Familienhaus gleicht?
Rainer Maria Rilke
Wer das Lied versteht,
das der Wald sich ruft,
das so müd verweht
in der Abendluft.Wie ein Sehnen klingt
es von Ast zu Ast,
ja zu Tränen zwingt
mich das Rauschen fast.Dennoch weil' ich gern,
wo das Raunen schallt,
immer eil ich fern
in den Fichtenwald.Hin noch zieht es spät
mich; mein Herze lauscht,
ob's das Lied versteht,
das der Wald sich rauscht.
Würzöle
Ein Idee zum Verschenken
Selbstgemachte Kräuteröle:
Sie sind mit wenigen Handgriffen zubereitet, sehr lecker und bei jedermann beliebt. Die Zusammenstellung erfolgt je nach Geschmackspräferenzen. Und in verschiedenen hübschen Karaffen sehen sie auch immer wieder anders aus.
Die "Vorarbeit" ist ein Kinderspiel: je nach Rezept werden die entsprechenden Kräuter zusammen mit Rapsöl in einer Glaskaraffe eingelegt. So ist in kurzer Zeit und mit wenigen Handgriffen beispielsweise ein vielfältig einsetzbares Minzeöl oder eine würzige Kräuterpaste hergestellt!
Tipp: Zwischen der Herstellung und dem ersten Genuss der Kräuteröle sollte genug Zeit liegen, damit das Aroma der Kräuter sich vollständig entfalten kann.Würzöl-Duo:
Lavendel & Thymian
Zutaten: 3 Knoblauchzehen
2 bis 3 Lavendelblüten
einige Zweige Thymian
350 ml kaltgepresstes RapsölZubereitung: Knoblauch schälen, die Zehen in eine Karaffe geben und mit kaltgepresstem Rapsöl aufgießen. Die Kräuter sorgfältig verlesen und zusammen mit den Lavendelblüten in die Karaffe geben. Karaffe verschließen. Das Kräuteröl kühl und dunkel aufbewahren.
Sternenöl
Zutaten:
3 Sterneanis
1 bis 2 Stangen Zimt
5 Kapseln Kardamom
4 getrocknete Chilischoten
3 Gewürznelken
1 orangefarbene Ringelblumenblüte
350 ml kaltgepresstes RapsölZubereitung:
Sternanis, Zimtstange, Kardamom, Chilischoten, Gewürznelken und die Ringelblumenblüte in eine Karaffe geben. Kaltgepresstes Rapsöl hineingießen und die Karaffe leicht schwenken. Karaffe fest verschließen. Sternenöl kühl und dunkel aufbewahren.
Tipp: Die Blüte kann auch weggelassen werden. Sie ist für den Geschmack nicht essenziell, gibt dem Sternenöl jedoch eine intensivere Farbe und sieht besonders hübsch aus.
Rosmarin & Pfeffer
Zutaten:
3 Knoblauchzehen
1 TL weiße Pfefferkörner
2 Zweige Salbei
1 bis 2 Stängel Rosmarin
350 ml kaltgepresstes RapsölZubereitung:
Knoblauch schälen, die Zehen zusammen mit den Pfefferkörnern in eine Karaffe geben. Mit kaltgepresstem Rapsöl aufgießen. Die Karaffe leicht schwenken. Die Kräuter sorgfältig verlesen, Salbei und Rosmarin in die Karaffe geben. Die Karaffe verschließen. Das Kräuteröl kühl und dunkel aufbewahren.
Minzeöl
Zutaten:
2 Zweige Pfefferminze
1 Zweig Zitronenmelisse
3 bis 4 kleine Dillblüten
350 ml feines RapsölZubereitung:
Pfefferminze, Zitronenmelisse und Dillblüten sorgfältig verlesen. Die Kräuterzweige und Blüten in eine Karaffe geben. Feines Rapsöl in dünnem Strahl langsam in die Karaffe gießen. Karaffe schließen. Minzeöl kühl und dunkel aufbewahren.
Würzige Kräuterpaste
Zutaten:
1 Bund Petersilie
1 Bund Kerbel
1 Hand voll Basilikum
1 TL Salz
1 Hand voll Walnusskerne
200 ml feines RapsölZubereitung:
Die Kräuter verlesen, nach Möglichkeit nicht waschen. Kräuter zunächst grob zerkleinern. Dann zusammen mit den Walnusskernen, Rapsöl und Salz mit einem Mixstab oder im Mixer nicht zu fein pürieren. Die Kräuterpaste in ein Glas füllen, falls nötig noch etwas Rapsöl auf die Oberfläche gießen, da die Kräuter mit einer dünnen Schicht Rapsöl bedeckt sein müssen. Das Glas verschließen. Die Kräuterpaste kühl und dunkel aufbewahren.

Der Apfel
Die Stare sangen noch, - da glomm die
Blüte
Im Apfelbaume links vom Gartentor,
Der Anemonen sanfte Frühlingsgüte
Sah mädchenblass und scheu zu ihm empor.
Von fernen Feldern klang die
Mähmaschine,
Da quoll im Apfel wundersam der Saft,
Im zweiten Grase suchte noch die Biene
Vergessene Blüten ab, altjungfernhaft.
Und unter seiner Reife holdem Wunder,
-
Auf silbergrauem Glanz des Heckenpfahls
Lag schwarz und purpurdunkel wie Burgunder
Der samtne Falterglanz des Admirals.
An meinen Lippen schäumt der
Gravensteiner,
Da ward ein Wundertor mir aufgetan,
Denn unter seinen Düften fehlt nicht einer
Der holden Räusche, die ihn reifen sahn.
Börries Freiherr von Münchhausen

Gewürzkräuter und Co.
Da nun die Zeit der Gewürzkräuter ist und wir unser Öl und vor allen Dingen unseren Essig immer selbst ansetzen, hier eine Gebrauchsanweisung, wie wir es handhaben.
Ich verwende übrigens immer Apfelessig. Auch sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, was die Kräuter betrifft, selbst Sellerie und Liebstöckel (Maggikraut) verwende ich.
Die Gläser stehen dann bei uns im Gewächshaus, wo auch die Sonne hin scheint und werden jeden Tag kräftig geschüttelt.
Also nur Mut - einfach ausprobieren.Würzöl und Essig
Aromatischer Essig und würziges Öl
Im Delikatessengeschäft sind sie sehr teuer, selbst verfeinert kosten Essig und Öl nur einen Bruchteil. Und sie sind ganz schnell gemacht.
Hobbyköche schwören auf ihre persönliche Essig- und Ölrezeptur.
Einfach ausgewählte Gewürze, Kräuter oder Beeren in eine Flasche geben, Öl bzw. Essig aufgießen und an einem sonnigen Platz ziehen lassen.
Nach Herzenslust experimentieren und kreieren. Hübsch dekoriert mit Bast, hübschen Bändern und Etiketten sind die Flaschen eine Zierde fürs Küchenregal und ein originelles Mitbringsel für Freunde.
Hier unser Etikett, das ich immer in der Mitte falte und dann in der Ecke loche, dort ziehe ich ein Bändchen ein. Auf der Rückseite, auf dem freien Platz schreibe ich noch die Kräuter auf, die verwendet wurden. Dieses Kärtchen hänge ich um den Flaschenhals der Essigflaschen, lässt sich für Öl entsprechend umschreiben.
Die besten Ergebnisse erzielt man mit Olivenöl und Weiß- oder Apfelessig.
Es gibt viele Möglichkeiten, würzigen Essig selbst herzustellen.Variante A: 200 g frische Kräuter, wie Rosmarin, Salbei, Thymian, 3 geschälte Schalotten.
B: 2 EL Senfsamen
C 1 Estragonzweig
D 100 g Himbeeren
E 100 Erdbeeren und 50 g BasilikumZwei Varianten zum Aromatisieren von Öl:
A 4 Chilischoten, 1 TL schwarze Pfefferkörner, 50 g Basilikum
B 6 Knoblauchzehen, 1 TL schwarze PfefferkörnerDarauf achten, dass alle Gefäße und Verschlüsse völlig sauber sind, bevor man sie verwendet.
Für Essiggefäße eignen sich wie für Ölflaschen Verschlüsse aus Kork.
Plastik oder Glas; sie werden vom Essig nicht angegriffen.
Öl und Essig kühl und dunkel aufbewahren. Essig ist lange haltbar.
Aromatisiertes Öl hält sich bis zu mehreren Monaten, je nach verwendetem Öl und Gewürz.
Eine Geruchs- und Geschmacksprobe zeigt ihnen, ob es noch frisch ist.Variante A mit Essig:
Kräuter und Schalotten in passender Menge im Mörser leicht zerstoßen. Alles in eine gereinigte Flasche oder in ein sauberes Einmachglas geben.
Essig in einem Topf erwärmen und über die Kräuter und Schalotten gießen. Das Gefäß bis etwa zwei Fingerbreit unter die Öffnung auffüllen und gut verschließen.
Zwei Wochen am sonnigen Fenster ziehen lassen. Täglich schütteln. Bei Bedarf Kräuter zugeben und weiter ziehen lassen. Den Essig durch ein Mulltuch oder ein Sieb abseihen.
Den fertigen Essig in gut gereinigte Glasflaschen füllen. Geben sie noch frische Kräuter dazu: Das sieht sehr dekorativ aus und verstärkt außerdem das Aroma!Variante A mit Öl:
Die Chilischoten mit einer Gabel einstechen und anschließend zusammen mit schwarzen Pfefferkörnern und den Basilikumblättern in ein verschließbares Glasgefäß geben.
Olivenöl bis knapp unter den Rand aufgießen, das Gefäß gut verschließen.
Zwei Wochen am sonnigen Fenster ziehen lassen. Täglich schütteln. Das fertige Öl abseihen und in gereinigte Flaschen füllen.Für den Winter friere ich eine Mischung meiner selbst gezogenen Kräuter ein. Ein weiterer Teil wird getrocknet, für den unmittelbaren Gebrauch in der Küche werden die Blättchen von den Stielen entfernt, ansonsten hänge ich die Stängel büschelweise auf, mit den Köpfen nach unten, das ist ein Duft!!! Sind die Blätter dann trocken, kann man sie abstreifen und in einem lichtundurchlässigen Gefäß aufbewahren. Auch in ein gutes Öl kann man die Kräuter einlegen, schwach bedeckt. Die Töpfe mit den Gewürzkräutern selbst lasse ich im ungeheizten Gewächshaus den Winter über stehen, nur sollten sie immer feucht sein, sonst erfrieren sie.

Der Klappertopf - ein Fall für echte Spezialisten
Blume des Jahres 2005. Er wächst vor allem auf feuchten Niedermoorwiesen, vereinzelt auch auf Halbtrockenrasen und Küstendünen. Durch Entwässerung, Düngung und häufigere Mahd wurden in den letzten Jahrzehnten viele Feuchtwiesen in blütenarmes Standardgrünland umgewandelt. Der Große Klappertopf ist deshalb inzwischen in ganz Deutschland selten geworden und steht auf der Roten Liste der bedrohten Blütenpflanzen. Er wird 50 bis 70 Zentimeter hoch, blüht von Mai bis August. Die zitronengelben Blüten haben die Form einer Kronenröhre, sie werden fast nur von Hummeln bestäubt. Der Name stammt von den bei Wind locker im Blütenkelch klappernden Samenständen. Diese Samen haben einen Flügelsaum, so dass der Wind sie über weite Strecken verbreitet. Der Klappertopf ist einjährig, überwintert also als Samen.
Es gibt zwar nur wenige heimische Klappertopfarten, sie zu unterscheiden ist aber selbst für Botaniker nicht immer einfach. Normalerweise werden sich verschiedene Arten nicht untereinander vermehren. Bei den Klappertöpfen sind die Artgrenzen aber relativ durchlässig, so dass Bastarde etwa zwischen dem Großen und dem Kleinen Klappertopf vorkommen. Klappertöpfe verwirren den interessierten Naturfreund nicht nur dadurch, sondern auch mit wechselnden Erscheinungsformen. So sind Klappertöpfe in Beständen, die im Frühjahr blühen, recht schlank und kaum verzweigt, während die erst im Sommer blühenden Pflanzen einen vergleichsweise weit ausladenden und verzweigten Körperbau haben. Botaniker nennen das Saison-Dimorphismus.
Damit nicht genug der Verwirrung: Außerdem unterscheiden sich im Flach- oder Hügelland wachsende Klappertöpfe erheblich von denen im Alpenvorland und in den Alpen. All dies führte dazu, dass die Pflanzenkundler sich über die Jahre hinweg nie ganz sicher waren, wie viele Arten, Unterarten und nicht eben nur zufallsbedingte Varianten es denn eigentlich bei uns gibt. Wer in verschiedene Pflanzenbestimmungsbücher schaut, wird darauf auch unterschiedliche Antworten erhalten.
Der Große Klappertopf jedenfalls kommt insgesamt bundesweit vor, ist im Norden aber deutlich häufiger, am wenigsten Große Klappertöpfe wachsen im Südwesten der Republik.
Von den anderen Arten gedeiht nur der Kleine Klappertopf gleichmäßig im ganzen Land, während der im Süden und der Mitte sehr häufige Zottige Klappertopf in der norddeutschen Tiefebene fast vollständig fehlt und der Grannen-Klappertopf lediglich im gebirgigen Süden und im Harz vorkommt.

Beherzigung
Ach, was soll der Mensch verlangen?
Ist es besser, ruhig bleiben?
Klammernd fest sich anzuhangen?
Ist es besser, sich zu treiben?
Soll er sich ein Häuschen bauen?
Soll er unter Zelten leben?
Soll er auf die Felsen trauen?
Selbst die festen Felsen beben.
Eines schickt sich nicht für alle!
Sehe jeder, wie er's treibe.
Sehe jeder, wo er bleibe.
Und wer steht, dass er nicht falle!
Johann Wolfgang Goethe

Gedanken über Streit und Unfrieden.
Manchmal dauert es sehr lange, bis wir Menschen begreifen, dass Streit und Unfrieden auf Dauer kein verheißungsvoller Weg ist. In einem solchen Fall muss einer anfangen, aufzuhören - selbst wenn man dafür manchmal Nachteile in Kauf nehmen muss.
Oft denken und handeln wir dem genau entgegengesetzt: Wer nachgibt, verliert. Wer nicht die Ellenbogen gebraucht, hat keine Chance. Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.
Dabei bleibt vieles auf der Strecke: Zunächst die Opfer, die eine solche Umgehens- und Verhaltensweise fordert. Aber auch die Mitmenschlichkeit im Zusammenleben, das Verständnis füreinander, die Güte und Nachsicht für andere, die Toleranz gegenüber denen, die anders sind. Kurz gesagt: Im Grunde genommen das, was das Zusammenleben mitmenschlich und lebenswert macht.
Diesen Kreislauf von Gewalt und Gegengewalt zu durchbrechen sollte unser Ziel sein. So wurde es uns vorgelebt z.B. von Martin Luther King.
Er setzte sich unablässig gegen die Gewalt ein, die bei den Massenunruhen in seinem Land herrschte. Und obwohl er selbst Opfer dieser Gewalt wurde, führte sein friedvoller Weg doch zum Erfolg.
Wir erleben in unserer Welt im Großen und im Kleinen Tag für Tag, wie schwer es ist, im Frieden miteinander zu leben. Doch damit Frieden werden kann, muss einer anfangen aufzuhören.
Es ist nicht immer der einzige, aber in der Regel der verheißungsvollste und wirkungsvollste Schritt zum Frieden. Ein Schritt, der zugegebenermaßen nicht immer leicht fällt. Aber ein Schritt, der sich auf jeden Fall lohnt.
Zum Ende des Monats ein kleiner Vers
Es ist nur ein kleines Wort.
Doch ist es erst einmal ausgesprochen,
so kann es große Dinge bewirken.
Es kann in mancher Situation wie
ein Sonnenstrahl nach einem
Regentag wirken.
Es kann Herzen öffnen,
die dir vorher verschlossen waren.
Es kann eine Brücke
zwischen zwei Menschen bilden.
Doch das Wort "danke" kann mehr.
Es kann mich selbst verändern.
Es kann mich zu einem dankbaren
Menschen machen,
der seine Augen für
das Gute öffnet.
???