Heumonat

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Sommermittag
Nun ist es still um Hof und Scheuer,
und in der Mühle ruht der Stein;
Der Birnenbaum mit blanken Blättern
steht regungslos im Sonnenschein.
Die Bienen summen so verschlafen;
Und in der offnen Bodenluck',
benebelt von dem Duft des Heues,
im grauen Röcklein nickt der Puck.
Der Müller schnarcht und das Gesinde,
und nur die Tochter wacht im Haus;
Die lachet still und zieht sich heimlich
fürsichtig die Pantoffeln aus.
Sie geht und weckt den
Müllerburschen,
der kaum den schweren Augen traut:
"Nun küsse mich, verliebter Junge;
Doch sauber, sauber! nicht zu laut."
Theodor Storm

Lostag: Wie Maria über das Gebirge geht, so vierzig Tage das Wetter steht.


Eine Abhandlung über Elektrizität
Die Frage, die die heutige Wissenschaft beschäftigt, ist: Was zum Kuckuck ist Elektrizität? Und wohin geht sie, nachdem sie den Toaster verlassen hat?
Hier ist ein einfaches Experiment, mit dem wir eine wichtige Lektion über Elektrizität lernen können: An einem kühlen, trockenen Tag schlurfen wir mit den Füßen über einen Teppich, greifen dann mit der Hand in den Mund eines Freundes und berühren eine seiner Zahnplomben. Unser Freund zuckt heftig zusammen und schreit vor Schmerz auf. Wir lernen daraus, dass Elektrizität eine sehr mächtige
Kraft sein kann, die wir niemals dafür verwenden dürfen, unseren Mitmenschen Schmerzen zuzufügen, außer wenn wir eine wichtige Lektion über Elektrizität lernen müssen.Wir erfahren dabei auch, wie ein elektrischer Stromkreis funktioniert. Als wir über den Teppich geschlurft sind, haben wir dabei etliche "Elektronen" aufgesammelt, äußerst kleine Teilchen, die von den Teppichherstellern in die Teppiche eingewoben werden, um Schmutz anzuziehen. Die Elektronen fließen durch den Blutkreislauf und sammeln sich im Finger an, von wo ein Funke zur Zahnfüllung unseres
Freundes überspringt. Von dort aus fließen die Elektronen durch seine Füße hinunter und zurück in den Teppich, womit der Stromkreis wieder geschlossen ist.Heutzutage sind elektrisches Licht, Radios, Mixer etc. für uns bereits selbstverständlich geworden. Vor hundert Jahren waren solche Dinge noch völlig unbekannt, was aber nicht weiter schlimm war, da sie nirgendwo eingesteckt werden konnten.

Bauernregel: So golden im Juli die Sonne erstrahlt, so golden sie uns die Ernte bemalt.
Weiter mit der Elektrizität
Dann kam der erste Pionier auf dem Gebiet der Elektrizität, Benjamin Franklin, der während eines Gewittersturms einen Drachen steigen ließ und dabei einen schweren elektrischen Schlag bekam. Dies beweist, dass Blitze von derselben Kraft angetrieben werden wie Teppiche. Leider wurde Franklins Gehirn dabei so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass er nur noch völlig unverständliche
Sprüche von sich gab, wie zum Beispiel "Einen Pfennig gespart heißt einen Pfennig verdient".Nach Franklin kam eine Reihe von Entdeckern und Erfindern, deren Namen in die heutige Terminologie der Elektrotechnik Eingang gefunden haben: Myron Volt, Marie-Louise Ampere, James Watt, Robert Transformator usw. Alle von ihnen machten wichtige elektrische Experimente.
So entdeckte zum Beispiel Luigi Galvani (kein Scherz) im Jahre 1780, dass, sobald er das Bein eines Frosches mit zwei verschiedenen Metallen in Verbindung brachte, ein elektrischer Strom floss und das Bein des Frosches zuckte, selbst wenn es bereits vom jeweiligen Frosch getrennt war, der ja sowieso schon tot war. Galvanis Entdeckung führte zu gewaltigen Fortschritten auf dem Gebiet der Amphibienchirurgie. Heutzutage können fähige Veterinärchirurgen Metallteile in die Muskeln eines schwerverletzten oder gar
getöteten Frosches implantieren und zusehen, wie er zurück in den Teich hüpft. Ganz wie ein normaler Frosch,wenn man davon absieht, dass er wie ein Stein zu Boden sinkt.
Der größte Pionier im Bereich der Elektrizität jedoch war Thomas Alva Edison, ein brillanter Erfinder trotz der Tatsache, dass seine Schulbildung sehr gering war und er in New Jersey lebte. Edisons erste Erfindung war der Phonograph, der bald in tausenden amerikanischer Haushalte zu finden war, wo er im Prinzip bis 1923 blieb, bis die Schallplatte erfunden wurde. Edisons Meisterstück jedoch war die Erfindung des Elektrizitätswerkes im Jahre 1879. Edisons großartige Idee war die Übertragung des Prinzips des einfachen elektrischen Stromkreises: Das Elektrizitätswerk sendet Elektrizität über einen Draht zum Kunden und bekommt sie ohne Verzögerung
durch einen anderen Draht wieder zurück, um sie anschließend (und das ist der geniale Teil daran) gleich wieder zum Kunden zu schicken.
Das heißt, dass ein Elektrizitätswerk dem Kunden dieselbe Elektrizität einige tausend Mal pro Tag verkaufen kann, ohne dabei erwischt zu werden, da sich die wenigsten seiner Kunden die Zeit nehmen, ihre Elektrizität genau anzusehen. Tatsächlich wurde zum letzten Mal in den USA im Jahre 1937 neue Elektrizität erzeugt. Seitdem haben die Elektrizitätswerke dieselbe Elektrizität immer und immer
wieder verkauft. Dies ist auch der Grund dafür, warum sie soviel Zeit haben, sich mit Tariferhöhungen zu beschäftigen.

Der Rest über die Elektrizität
Dank Pionieren wie Edison oder Franklin und Fröschen, wie dem von Galvani bietet uns heutzutage die Elektrizität fast unbegrenzte Möglichkeiten. So haben zum Beispiel in den letzten zehn Jahren Wissenschaftler den Laser entwickelt, ein elektrisches Gerät, das einen Lichtstrahl aussendet, der solche Energie besitzt, dass er noch in einer Entfernung von 2000 Metern eine Planierraupe atomisieren kann, und andererseits so exakt ist, dass Chirurgen damit hochpräzise Arbeiten am
menschlichen Auge vornehmen können. Vorausgesetzt, sie vergessen nicht, den Regler von "PLANIERRAUPE ATOMISIEREN" auf "MIKROCHIRURGIE" umzustellen.
Und zum Schluss noch eine kurze Definition für Elektrizität:
Morgens mit HOCHSPANNUNG aufstehen,
mit WIDERSTAND zur Arbeit gehen,
den ganzen Tag gegen den STROM schwimmen,
abends GELADEN nach Hause kommen,
an die DOSE fassen und
EINEN GEWISCHT kriegen...

Der Mensch hat keine Zeit!!!
Er hat keine Zeit, seinem Kind zu
erklären,
warum es dieses oder jenes gibt.
Er hat keine Zeit, seinem Partner zu
sagen,
wie sehr er ihn braucht und liebt.
Er hat keine Zeit, sich um Freunde zu
kümmern;
das könnte nur eigene Probleme verschlimmern.
Er hat keine Zeit, mit seinen
Nachbarn zu sprechen,
vielleicht nur manchmal mit Freunden zu zechen.
Er hat keine Zeit, Sorgen von anderen
anzuhören,
das könnte ihn nur in seiner Eile stören.
Er hat keine Zeit, muss viel arbeiten
gehen;
keine Zeit, die Schönheit der Natur zu sehen.
Er hat keine Zeit, muss viel Geld
anschaffen,
für sich, seine Familie, für das Sparkonto raffen.
Er hat keine Zeit, zu sich selber zu
finden,
vielleicht den Sinn des Lebens zu ergründen.
Er hat keine Zeit zum Reden und
Denken,
sitzt lieber vorm Fernsehgerät, um sich abzulenken.
Er hat keine Zeit, denn bald stirbt
er schon.
Nun hat er viel Zeit - doch was hat er davon??
(Lore Jochens-Kähler)

Bauernregel: Wenn der Kuckuck lang im Juli schreit, wird es unfruchtbare und teure Zeit.
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Eine gut funktionierende Zweierbeziehung
Liebe ist es wohl kaum, die Herrn Pilz und Frau Alge zur Lebensgemeinschaft Flechte zusammen schweißt, sondern vielmehr die schlichte Erkenntnis, dass zu zweit vieles leichter geht im Leben. Sie versorgt ihn mit leckeren organischen Nährstoffen, er dient ihr als Wasser- und Mineralstoffspeicher und bietet ihr obendrein mit seinem stabilen Fadengeflecht Schutz vor dem Austrocknen und Gefressenwerden.
Ihre Ansprüche an ein Zuhause sind bescheiden: Mal lassen sie sich eng umschlungen auf einer Natursteinmauer, mal auf einem Zaun nieder, mal richten sie sich auf einem alten Obstbaum ein und mal auf einem Garagendach. Keine Angst, wer in seinem Garten eine bizarre Krusten- oder andere Flechte entdeckt, muss nicht gleich zu Schaber oder zur chemischen Keule greifen. Ehepaar Flechte ist nämlich kein Parasit, sondern ausgesprochen harmlos. Es siedelt sich nur oberflächlich auf Steinen oder Rinde an und richtet somit keinerlei Schaden an. Lassen Sie das farbenfrohe Paar getrost leben und machen Sie ihm bitte nicht den Garaus – sind doch einige Vertreter dieser Art bereits stark gefährdet. Wenn es Ihnen ernst ist mit dem Naturschutz, dann bieten sie den urigen Geflechten an geschützter Stelle einen kleinen Steingarten oder einen alten Baumstumpf zur Untermiete an. Bescheiden, wie sie sind, werden sie auch nicht mehr als ein paar Millimeter im Jahre an Größe zulegen.

Pilze
Der Fürwitz dieser alten Erde
lacht in den Pilzen uns hervor.
Dass er dir nicht gefährlich werde,
sieh dich beim Pilzesuchen vor.
Nur für das schöne Märchen sind die
roten
und darum für das Leben Gift.
Vielleicht dass sich das Volk der Toten
beim Fliegenpilz zum Tanze trifft.
Der Steinpilz, die bescheidenen
Maronen
sind da, beim Suchen dich zu lohnen.
Du findst dann auf der Gabelspitze
ganz köstlich diese Erdenwitze.
G. Meurer

Lostag: Sankt Kilian stellt die ersten Schnitter an.
Gefüllte Champignon-Crêpes
Zutaten für 4 Personen:
Für die Füllung:
1 EL Speiseöl
1 Zwiebel
1 Möhre
4 EL grüne Erbsen
250 g Frische Champignons
¼ Blumenkohl
1 EL gehackte Petersilie
Pfeffer und SalzFür den Teig:
8 EL Mehl
2 Eier
2 Tassen Milch
Salz
4 EL geriebener Käse
4 EL Sahne
4 EL Speiseöl zum AusbackenZubereitung:
Champignons säubern und in feine Scheiben schneiden. Blumenkohl in Röschen teilen und in kochendem Wasser cirka zwei Minuten blanchieren.
Öl in der Pfanne erhitzen, die Zwiebel, Möhrenscheiben, grüne Erbsen und Champignonscheiben cirka fünf Minuten dünsten. Blumenkohlröschen und Petersilie dazugeben, unterheben. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Mehl in eine Schüssel geben, Eier, Milch, Salz, geriebenen Käse und Sahne hinzugeben, kräftig durchführen. Den Teig cirka 15 Minuten ruhen lassen. Öl in der Pfanne erhitzen und darin Pfannkuchen ausbacken, auf vier vorgeheizte Teller legen, die Champignonfüllung darauf geben und zuklappen.

Bauernregel: Juli heiß, lohnt Müh und Schweiß.
"Schicksalsnacht" eine neue Geschichte auf der HP
Sommernacht
Laue, stille Sommernacht,
rings ein feierliches Schweigen,
und am mondbeglänzten See
tanzen Elfen ihren Reigen.
Unnennbares Sehnen schwillt
mir das Herz. In jungen Jahren
hab ich n i e der Liebe Lust,
n i e der Liebe Glück erfahren.
Schmeichelnd spielt die linde Luft
um die Stirne, um die Wangen.
und es fasst mit Allgewalt
mich ein selig-süßes Bangen.
Blaue Augen, blondes Haar
soll ich bald mein eigen nennen?
Und der Ehe Hochgefühl
soll ich am Erfahrung kennen.
In der lauen Sommernacht
Wird sie dann im Bette sitzen,
>Männchen<, fragt sie, >sag mir doch,
musst du auch so grässlich schwitzen ?<
~~ Ludwig Thoma ~~

Lostag: Wie es die sieben Brüder treiben, so soll es sieben Wochen bleiben.

Die Fußballweltmeisterschaft
Die Welt war bei Freunden zu Gast,
uns das nie vergessen lasst.
Der Ball ist gerollt,
es wurde gesiegt, getrauert, geschmollt.
Nun heißt es Abschied nehmen,
mit einem Lächeln und unter Tränen.
Unsere Jungs haben gefightet,
wir haben mit gekämpft, gebangt,
Sie haben uns viel Freude bereitet,
hat’s auch nicht ganz gelangt.
Sie spielten sich in unsere Gefühle hinein,
werden für immer die „Weltmeister der Herzen“ sein!
Heidi

Steinobst
Aprikosen, in Österreich auch Marillen genannt, gibt es in zahlreichen Sorten. Frisch kommen sie vor allem aus Südeuropa, getrocknet aus der Türkei.
Bastardkirschen sind Kreuzungen zwischen Süß und Sauerkirschen. Sie können dunkelrot oder gelb sein.
Brugnolen sind nahe Verwandte der Nektarinen; Stein ist schwer zu lösen.
Mirabellen sind rund wie Renekloden, kleiner und grüngelb bis orangegelb gefärbt. Sie lösen sich gut vom Stein.
Nektarinen sind eine Pfirsich-Unterart mit glatter Schale und festem Fleisch.
Pfirsiche gibt es in Gelb und Weiß. Gelbe Sorten enthalten viel gesunde Carotinoide. Weiße Sorten schmecken oft hocharomatisch und sehr intensiv.
Pflaumen sind rundlicher und früher reif als Zwetschgen. Sie lösen sich aber weniger gut vom Stein. Bei den länglicheren
Zwetschgen gibt es auch grün-gelbe Sorten, wie etwa die „Golden Drop“.Renekloden sind rund und haben eine grüne, violette oder gelbe Farbe. Steine lösen sich meist schlecht vom Fleisch.
Sauerkirschen (Weichseln, „echte Sauerkirschen“) haben roten Saft und dunkle Farbe;
Amarellen sind hellrot bis gelb.Süßkirschen unterscheidet man in weichfleischige Herzkirschen (Burlat) und festere Knorpelkirschen oder Knacker. Daneben gibt es dunkle Brennkirschen (hoher Zuckergehalt, viel Aroma), aus denen Kirschbrand gewonnen wird.
Traubenkirschen finden sich an Waldrändern, sind dunkelblau und für Konfitüre gut geeignet. Sie sind mit der Kirsche nur entfernt verwandt.
Weinbergpfirsiche werden durch den roten Farbstoff Anthocyan gefärbt und schmecken besonders süß.

Das Gedicht von der Made
Hinter eines Baumes Rinde
wohnt die Made mit dem Kinde.
Sie ist Witwe, denn der Gatte, den Sie hatte,
fiel vom Blatte. Diente so auf diese Weise,
einer Ameise als Speise.
Eines Morgens sprach die Made,
Liebes Kind, ich sehe gerade,
drüben gibt es frischen Kohl, den ich hol, so leb denn wohl.
Halt, noch eins, denk was geschah,
geh nicht aus, denk an Papa.
Also sprach sie und entwich.
Made Junior aber schlich, aus der Wohnung,
das war schlecht, denn schon kam ein Specht,
und verschlang die kleine, fade Made ohne Gnade. Schade!
Hinter eines Baumes Rinde
ruft die Made nach dem Kinde.
Heinz Erhardt

Lostag: Bringt Margarethe Regenzeit, so verdirbt Most und Mus weit und breit.
Die Märtyrerin Margarete lebte um 307 in Antiochia. Sie ist die Patronin der Feldfrüchte und einer der 14 Nothelferinnen. Ihre Gedenktage sind am 13. und 20. Juli.


Die Frau und der Weizen
Es waren einmal drei Tierlein, eine Ente, eine Ziege und eine Katze.
Die wohnten in einem kleinen Häuschen, und ihre Frau war ein altes Waldweiblein. Das bekam einmal eine Handvoll Weizenkörner geschenkt.
„Die lege ich in den Boden, damit sie wachsen“, sagte das Weiblein; „wer will mir helfen?“
„Wir nicht“, sagten die Ente, die Ziege und die Katze.
Da tat sie es allein.
Der Weizen wurde hoch und reif.
„Nun will ich den Weizen schneiden“, sagte das Weiblein; „wer will mir helfen?“
„Wir nicht“, sagten die Ente, die Ziege und die Katze.
Da tat sie es allein.
„Nun trage ich die Körner in die Mühle und lasse Mehl mahlen“, sagt das Weiblein; „wer will mir helfen?“
„Wir nicht“, sagten die Ente, die Ziege und die Katze.
Da tat sie es allein.
„Nun wird Brot gebacken“, sagte das Weiblein; „wer will mir helfen?“
„Wir nicht“, sagten die Ente, die Ziege und die Katze.
Da tat sie es allein.
„Nun will ich das Brot essen“, sagte das Weiblein; „wer will mir helfen?“
„Wir essen mit“, sagten die Ente, die Ziege und die Katze.
„Nein, nein, nein“, sagte das Weiblein, „ich esse es allein. Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“
Christian Keller

Wetterregel: Macht der Juli uns heiß, bringt der Winter viel Eis.
Die gute, alte Zeit....
Man hört oft in betagten Kreisen
die guten, alten Zeiten preisen.
Doch wer von uns wäre schon bereit
zu tauschen mit der alten Zeit.
Was hatten früher denn die Leute,
das wollen wir betrachten, heute.
Keine leichte, sondern Schwerstarbeit
gab es in der guten, alten Zeit.
Die Schuhe waren schwer zu tragen,
mit Eisen und Nägeln voll beschlagen.
Zur Arbeit ging man stundenweit
in der guten, alten Zeit.
Es gab auch keine Urlaubstage,
das kam damals nicht in Frage.
Beten und Arbeit war das Geleit
in der guten, alten Zeit.
Es fuhr auch noch kein Omnibus,
die Leute gingen alle zu Fuß,
vom Badener Land bis in die Heid',
in der guten, alten Zeit.
Es gab auch kein elektrisch Licht,
das Wasser kam aus der Leitung nicht.
Das holte man vom Brunnen weit
in der guten, alten Zeit.
Die Zimmer waren ziemlich klein,
da gingen nicht so viele Möbel rein.
D'rum schlief man noch im Bett zu Zweit
in der guten, alten Zeit.
Im Bett lag man auf Haferstroh,
ein Lieblingsort auch für den Floh.
Der nutzte die Gelegenheit
in der guten, alten Zeit.
Die Zähne zogen die Barbiere,
da brüllten Menschen wie die Tiere.
Eine Spritze, die vom Schmerz befreit,
gab es nicht in der alten Zeit.
Und waren dann viele Zähne raus,
sah das Mäulchen wie'ne Tropfsteinhöhle aus.
Kein Zahnersatz stand dann bereit
in der guten, alten Zeit.
In der Wohnung war noch kein Klosett,
da stand ein Töpfchen unter'm Bett.
Es stand dort immer griffbereit
in der guten, alten Zeit.
Die Rente war sehr karg bemessen,
sie reichte oftmals kaum zum Essen.
Was war das für eine Erbärmlichkeit
in der guten, alten Zeit.
Es gab auch keine Konservendosen,
für Damen keine langen Unterhosen.
Sie trugen Röcke lang und breit
in der guten, alten Zeit.
Ein Fass voll Sauerkraut und Bohnen
tat sich damals immer lohnen.
Das war bestimmt eine Köstlichkeit
in der guten, alten Zeit.
Kroketten und Pommes
waren noch nicht bekannt, doch Kartoffeln
gab es überall im Land.
Da aß man sich satt und der Bauch wurde nicht weit,
in der guten, alten Zeit.
Doch eines muss man gestehen,
man konnte noch sorglos
über die Straßen gehen
in Ruhe und Gelassenheit...,
in der guten, alten Zeit !
Verfasser unbekannt
Taschenbuch
Stoff oder Papier?
Kleine Kulturgeschichte des Tuchs für alle GelegenheitenDraußen feucht und kalt, drinnen überheizt: Prompt wird Schniefen zum Volkssport.
Schnupfenviren und Grippebakterien nervten schon Cäsar und seine Legionen. Der Feldherr nahm seine Toga zu Hilfe, um die Nase zu schnäuzen.
Wir geben uns zivilisierter, spätestens seit Ende der zwanziger Jahre die ersten Papiertaschentücher auf den deutschen Markt kamen.
In Europa ließ man sich Zeit, ehe man ein Taschentuch in die Hand nahm. Davor griff man sich mit Daumen und Zeigefinger an die Nase, schnäuzte und wischte den Schleim irgendwo ab. Vom 15. Jahrhundert an benutzten Adelige Stofftaschentücher, die allerdings nicht mit Rotz verunreinigt wurden. Adel verpflichtet.
Im 17. Jahrhundert erreichten die Sacktücher ganz Mitteleuropa. Die Damen der Renaissance trugen mit Perlen besetzte, kunstvoll bestickte Stofftüchlein bei sich.
Die Tochter eines Lagerverwalters, die im Jahr 1745 vom französischen König zu einem Ball in ein Pariser Hotel eingeladen wurde, verwendete ihr mouchoir in Liebesdingen: Sie ließ es vor Ludwig XV fallen. Dessen Affäre mit der Bürgerlichen hatte Folgen: Madame Pompadour entwickelte sich zu einer einflussreichen Persönlichkeit.
Nach der Französischen Revolution wurde vieles anders: Die Damen benutzten das Tuch jetzt auch zu ganz profanen Zwecken. Die kokette Joséphine Beauharnais, die erste Gattin Napoleons, hatte schwarz verfärbte Zähne. Beim Sprechen hielt sie sich deshalb immer ein Tuch vor den Mund. Die Geste wurde im Empire rasch Mode.
Erst Anfang des 19. Jahrhunderts durften alle zum Taschentuch greifen. Dank leistungsfähiger Textilmaschinen ließen sich die Tüchlein preiswert herstellen: Bunte aus Baumwolle für Bauern und Bürger, weiße aus Leinen für die Hautevolee.
Bereits 1894 begannen erste Experimente mit dem Papiertaschentuch. Dafür wurden Holzschnitzel gekocht, bis ein faseriger Brei entstand, der gebleicht, gepresst und getrocknet wurde.
Am 29. Januar 1929 meldeten die Vereinigten Papierwerke Nürnberg Tempo zum Patent an. Anfangs falteten die Arbeiter jedes einzelne Taschentuch mit der Hand, 18 Stück kamen in eine Packung.

Wetterregel: Wenn die Schwalben im Flug das Wasser berühren, werden wir bald Regen verspüren.
Auf meiner Hauptseite führt ein Link zu Neuerscheinungen von interessanten und lesenswerten Büchern.
Fuchs und Igel
Ganz unverhofft an einem Hügel
sind sich begegnet Fuchs und Igel.
Halt, rief der Fuchs, der Bösewicht.
Kennst du des Königs Order nicht?
Ist nicht der Friede längst verkündigt,
und weißt du nicht, dass jeder sündigt,
der immer noch gerüstet geht?
Im Namen seiner Majestät –
Geh her und übergib dein Fell!
Der Igel sprach: Nur nicht so schnell!
Lass dir erst deine Zähne brechen,
dann wollen wir uns weiter sprechen.
Und sogleich macht er sich rund,
schließt seinen dichten Stachelbund
und trotzt getrost der ganzen Welt.
Bewaffnet, doch als Friedensheld.
Wilhelm Busch

Lostag: Wenn's auf Alexis regnet, wird die Ernte nicht gesegnet.

Bestimmung
Ein Fuchs von flüchtiger Moral und unbedenklich, wenn er stahl, schlich sich bei Nacht zum Hühnerstalle von einem namens Jochen Dralle, der, weil die Mühe ihn verdross, die Tür mal wieder nicht verschloss. Er hat sich, wie er immer pflegt, so, wie er war, zu Bett gelegt. Er schlief und schnarchte auch bereits. Frau Dralle, welche ihrerseits noch wachte, denn sie hat die Grippe, stieß Jochen an die kurze Rippe. »Du«, rief sie flüsternd, »hör doch bloß! Im Hühnerstall, da ist was los. Das ist der Fuchs, der alte Racker!« Und schon ergriff sie kühn und wacker, obgleich sie nur im Nachtgewand, den Besen, der am Ofen stand; indes der Jochen leise flucht und erst mal Licht zu machen sucht. Sie ging voran, er hinterdrein. Es pfeift der Wind, die Hühner schrein. »Nur zu,« mahnt Jochen, sei nur dreist und sag Bescheid, wenn er dich beißt!« Umsonst sucht sich der Dieb zu drücken vor Madam Dralles Geierblicken. Sie schlägt ihm unaussprechlich schnelle zwei-, dreimal an derselben Stelle mit ihres Besens hartem Stiel aufs Nasenbein. Das war zuviel. Ein jeder kriegt, ein jeder nimmt in dieser Welt, was ihm bestimmt. Der Fuchs, nachdem der Balg herab, bekommt ein Armesündergrab. Frau Dralle, weil sie leichtgesinnt sich ausgesetzt dem Winterwind zum Trotz der Selbsterhaltungspflicht, kriegt zu der Grippe noch die Gicht. Doch Jochen kriegte hocherfreut infolge der Gelegenheit von Pelzwerk eine warme Kappe mit Vorder- und mit Hinterklappe. Stets hieß es dann, wenn er sie trug: »Der ist es, der den Fuchs erschlug!«
Wilhelm Busch (1832-1908)

Wetterregel: Wenn der Donner kommt im Julius, viel Regen man erwarten muss.

Der Umkehrende
Es wandelt, was wir schauen
Tag sinkt ins Abendrot,
die Lust hat eignes Grauen,
und alles hat den Tod.
Ins Leben schleicht das Leiden
sich heimlich wie ein Dieb,
wir alle müssen scheiden
von allem, was uns lieb.
Was gäb es doch auf Erden,
wer hielt den Jammer aus,
wer möcht geboren werden,
hieltst du nicht droben haus!
Wer bist’s, der, was wir bauen,
mild über uns zerbricht,
dass wir den Himmel schauen –
darum so klag ich nicht.
Joseph von Eichendorff

Der Zug des Lebens
Vor einiger Zeit las ich ein Buch, worin das Leben mit einer Zugreise verglichen wurde.
Eine sehr interessante Lektüre.
Das Leben ist wie eine Reise im Zug:
Man steigt oft ein und aus, es gibt Unfälle, bei manchen Aufenthalten angenehme Überraschungen und tiefe Traurigkeit bei anderen.
Wenn wir geboren werden und in den Zug einsteigen, treffen wir Menschen, von denen wir gauben, dass sie uns während unserer ganzen Reise begleiten werden: unsere Eltern.
Leider ist die Wahrheit eine andere.Sie steigen bei einer Station aus und lassen uns ohne ihre Liebe und Zuneigung, ohne ihre Freundschaft und Gesellschaft zurück.
Allerdings steigen andere Personen, die für uns sehr wichtig werden, in den Zug ein.
Es sind unsere Geschwister, unsere Freunde und diese wunderbaren Menschen, die wir lieben.
Manche dieser Personen die einsteigen, betrachten die Reise als kleinen Spaziergang.
Andere finden nur Traurigkeit auf ihrer Reise.Und es gibt wieder andere im Zug, die immer da und bereit sind, denen zu helfen, die es brauchen.
Manche hinterlassen beim Aussteigen eine immerwährende Sehnsucht...
Manche steigen ein, und wieder aus, und wir haben sie kaum bemerkt..Es erstaunt uns, dass manche der Passagiere, die wir am liebsten haben, sich in einen anderen Wagon setzen und uns die Reise in diesem Abschnitt alleine machen lassen.
Selbstverständlich lassen wir uns nicht davon abhalten, die Mühe auf uns zu nehmen,
sie zu suchen und uns zu ihrem Waggon durchzukämpfen.
Leider können wir uns manchmal nicht zu ihnen setzen, da der Platz an ihrer Seite schon besetzt ist.
Macht nichts, so ist die Reise: voll von Herausforderungen, Träumen, Fantasien, Hoffnungen und Abschieden ... aber ohne Rückkehr.Also, machen wir die Reise auf die bestmögliche Weise.
Versuchen wir mit unseren Mitreisenden gut auszukommen, und suchen wir das Beste in jedem von ihnen..
Erinnern wir uns daran, dass in jedem Abschnitt der Strecke einer der Gefährten schwanken kann und möglicherweise unser Verständnis braucht.
Auch wir werden öfter schwanken und es wird jemanden geben, der uns versteht.Das große Mysterium der Reise ist, dass wir nicht wissen, wann wir endgültig aussteigen werden und genausowenig wann unsere Mitreisenden aussteigen werden, nicht einmal der, der gleich neben uns sitzt.
Ich glaube, ich werde wehmütig sein, wenn ich aus dem Zug für immer aussteige.....
Ja, das glaube ich.Die Trennung von einigen Freunden, die ich während der Reise traf, wird schmerzhaft sein.
Meine Liebsten allein zu lassen, wird sehr traurig sein.
Aber ich habe die Hoffnung, dass irgendwann der Zentralbahnhof kommt, und ich habe das Gefühl, sie ankommen zu sehen, mit Gepäck, das sie beim Einsteigen noch nicht hatten.Was mich glücklich machen wird, ist der Gedanke, dass ich mitgeholfen habe ihr Gepäck zu vermehren und wertvoller zu machen.
Ihr meine Freunde, schauen wir darauf, dass wir eine gute Reise haben und dass sich am Ende die Mühe gelohnt hat.
Versuchen wir, dass wir beim Aussteigen einen leeren Sitz zurücklassen, der Sehnsucht und schöne Erinnerungen bei den Weiterreisenden hinterlässt.Denen, die Teil meines Zuges sind, wünsche ich
Gute Reise !Habe ich selbst einmal geschickt bekommen und möchte es weitergeben.

Lostag: Die erste Birn bricht Margaret, darauf überall die Ernt angeht.
Herr von Ribbeck auf Ribbeck im
Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit
Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn's Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher;
So rief er: "Junge, wiste 'ne Beer?"
Und kam ein Mädel, so rief er: "Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb 'ne Birn."
So ging es viele Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
Er fühlte sein Ende. 's war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit,
Da sagte von Ribbeck: "Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab."
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner, mit Feiergesicht,
Sangen "Jesus meine Zuversicht",
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
"He is dod nu. Wer giwt uns nu 'ne Beer?"
So klagten die Kinder. Das war nicht
recht,
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht,
der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtrauen gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was damals er tat,
Als um eine Birn ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr, aus dem stillen Haus,
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.
Und die Jahre gehen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet 's wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung übern Kirchhof her,
So flüstert 's im Baume: "Wiste 'ne Beer?"
Und kommt ein Mädel, so flüstert's: "Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ich gew di 'ne Birn."
So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.
Theodor Fontane

Die Juli-Digitalbilder kann man nun ansehen.
Wer erinnert sich noch an das "Ährenlesen" auf den abgeernteten Getreidefeldern? Oft barfuß, denn es gab kein richtiges Schuhwerk. Aber die Füße hatten sich - weil wir nichts anderes kannten - schon an einige Misshandlungen gewöhnt. Es hieß: Auf die Zähne beißen. Wie stolz waren auch wir, wenn wir viele Ähren gefunden hatten, denn wir bekamen im Gegenzug Mehl dafür. Mehrmals wurden die Acker durchlaufen, von allen Richtungen, um ja nichts zu übersehen. Das sind meine Erinnerungen, geweckt durch diese Geschichte in meinem allerersten Lesebuch.
Beim Ährenlesen
Gertrud war während des Sommers bei ihrer Großmutter auf dem Dorf gewesen. Am Tag vor ihrer Abreise in die Stadt wollte sie noch mit ein paar Dorfkindern Ährenlesen gehen. Aber all ihre Habe war schon eingepackt, und sie hatte ihre leichten, niederen Sandalen an den Füßen. „So kannst du nicht zum Ährenlesen“, sagte die Großmutter.
„O, das geht gut“, wehrte sich Gertrud, denn sie sollte sich gern den anderen Kindern noch einmal in ihren schönen blauen Sandalen zeigen.
„Glaub mir“, sagte die Großmutter noch einmal, „in solchen Schuhen wirst du auf dem Stoppelfeld nicht weit kommen. Wir packen noch einmal deine alten festen Schuhe aus.“
Aber während die Großmutter in die Kammer ging, flitzte Gertrud zum Haus hinaus und lief zu den Dorfkindern, die schon auf sie warteten.
„Au, hat die schöne Schuhe!“, rief eines der Mädchen schon von weitem.
Als Gertrud aber näher kam, sagte ein anderes: „Wenn’s dich nur nicht stupfelt!“
Auf dem Weg zum Acker, der vor dem Dorf lag, war noch ein paar Mal von den feinen und schönen Schuhen die Rede, und Gertrud freute sich mächtig, dass sie der Großmutter davongelaufen war und nun so bewundert wurde.
Als die Kinder auf dem Acker ankamen, banden sie ihre Säckchen um und fingen an, die liegen gebliebenen Ähren zu sammeln. Sie waren so im Eifer, dass sie ihre Kameradin Gertrud mitsamt den feinen Sandalen vergaßen. Erst in der Mitte des Ackers richtete sich eines der Mädchen auf und schaute zurück. Da stapfte und stockelte Gertrud am Rand des abgemähten Ährenfeldes, wo es an eine Wiese grenzte. Man konnte von weitem sehen, wie sie bei jedem Schritt das Gesicht verzog, und wie sie sich immer wieder aus den Stupfeln in die Wiese flüchtete und zuletzt nur noch von dort aus die paar Ähren aufsammelte, die sie am Rand des Feldes finden konnte.
Als die Kinder am Abend heimgingen, trug Gertrud ein gar leichtes Säcklein in der Hand. Keines der anderen Mädchen bewunderte mehr ihre schönen Sandalen. Denn sie waren alle damit beschäftigt, ihre prallvollen Ährensäcklein in der Hand zu wiegen und herauszubekommen, wer von ihnen am meisten gesammelt hatte.
Sophie Schieker
Lostag: Maria Magdalena weint um ihren Herrn, drum regnet's an diesem Tage gern.
Wenn morgens früh die Sonn aufgeht
und golden wird die Welt,
wenn alles in der Blüte steht
und Ähren trägt das Feld,
dann denk ich:
Alle diese Pracht
Hat Gott zu meiner Lust gemacht!
Und uns zuliebe schmücken sich
ja Wiese, Berg und Wald,
und Vögel singen fern und nah,
dass alles widerhallt.
Zur Arbeit singt die Lerch uns zu,
die Nachtigall bei kühler Ruh!Dann preis ich laut und lobe Gott
und schweb in hohem Mut
und denk: Es ist der liebe Gott,
der’s meint mit allen gut.
Drum will ich immer dankbar sein
und mich der Güte Gottes freun!Aus einem Schul-Liederbuch von 1976
Wetterregel: Der Hundsstern Sirius - bringt den Schweiß in Fluss.
Die Vorlieben der Sternzeichen
Leo/Löwe:
23.7.-23.8.
Element: Feuer
Planet: Sonne
Stein: Rubin
Pflanze: Wasserlilie
Farbe: Gelb
Charakter: romantisch, warmherzig, großzügig, kontaktfreudig
So küsst der königliche Löwe
Der Löwe küsst raffiniert und königlich. Seine erotischen Küsse sind erobernd und leidenschaftlich. Es spiegelt sich in ihnen aber auch Sentimentalität wieder. Die Auftritte der Löwen beim Partner sind dramatisch und bühnenreif. Seine leidenschaftlichen Küsse sind so engagiert und raffiniert, dass der Partner sie ein Leben lang nicht mehr vergessen wird.
Löwe-Männer küssen mit Haut und Haaren. Sie wollen den Kusspartner zur Extase bringen - da helfen manchmal sogar die Zähne mit.
Die Küsse der Löwe-Frauen sind der Himmel auf Erden. Die Vertreterinnen dieses Feuerzeichens küssen vollendet und perfekt. Der Partner glaubt, dass die Zeit stehen bliebe, und die ganze Welt sich nur noch um das küssende Paar drehe.
Gute Kusspartner sind: Wassermann, Schütze, Skorpion und Waage.
Weniger gute Kusspartner sind: Stier, Steinbock und Jungfrau.
Das ist vermutlich eine der besten Single Werbungen, die es je gab.
Angeblich wurde sie so im Atlanta Journal gelistet.
Schwarze Single Frau sucht männliche Kameradschaft, Herkunft unwichtig.
Ich bin ein sehr braves Mädchen, das gerne spielt. Ich mag lange Spaziergänge in der Natur, fahre gerne im Pickup Truck, gehe gerne jagen und fischen und mag Camping, sowie kuschelige Winterabende am Kaminfeuer.
Bei Candlelight Dinners würde ich dir aus der Hand essen. Ich würde dich an der Haustüre empfangen, wenn du von der Arbeit nach Hause kommst, und zwar so bekleidet, wie mich die Natur schuf.Rufe (404) 875-6420 und frag nach Daisy. Ich warte auf deinen Anruf.
Lostag: Schäfchen am Himmel am Jakobitag, viel Schnee im Winter fallen mag.
ES IST ZU EINFACH
Es ist zu einfach eine Blume zu pflücken,
um dann zu vergessen sie zu gießenEs ist zu einfach zuzusehen wie ein Hund überfahren wird,
um dann zu sagen es war nicht meineres ist zu einfach über Liebe zu sprechen
ohne zu wissen was Liebe bedeutetes ist zu einfach ich mag dich zu sagen
ohne nachzudenken ob es der andere auch willEs ist zu einfach einen lieben Menschen zu verlieren
um dann zu sagen, es gibt ja andereEs ist zu einfach wie wir leben,
denn Leben ist eine sehr ernste Sache.??? - bekam es von einer Mailfreundin geschickt und finde es einfach schön und wahr.
Lostag: Ist Sankt Anna erst vorbei, kommt der Morgen kühl herbei.
Wenn Du so viele Probleme hast, die Dir Kopfschmerzen bereiten ...
und Du fühlst Dich, als ob Dein Leben an einem Faden hängt ...
und Du merkst, dass die Haut langsam anfängt zu zerknautschen und dass Du alt wirst ...
und dass Du keine Kraft mehr für die täglichen Kämpfe hast ...
Bleib ruhig und überlege mal ein bisschen ….
Denke an Deine Freunde und an alle, die Dich gern haben …
Du wirst sehen, nicht alles ist schlecht und schwarz.
Schmeiße alle finsteren und depressiven Gedanken aus dem Kopf ...
und Du wirst sehen, die finstersten Nächte werden klar und leuchtend.
Du wirst verstehen, dass der Himmel sich all denen öffnet, die an eine bessere Zukunft glauben und im Leben kämpfen wollen
Folge Deinen Träumen !!!„Gott
zu Dir rufe ich in der Frühe des Tages,
Hilf mir beten.
In mir ist es finster, aber bei Dir ist das Licht;
Ich bin einsam, aber Du verläßt mich nicht;
Ich bin kleinmütig, aber bei Dir ist die Hilfe;
Ich bin unruhig, aber bei Dir ist der Friede;
In mir ist Bitterkeit, aber bei Dir ist die Geduld;
Ich verstehe Deine Wege nicht,
aber Du weißt den Weg für mich.“
Dietrich Bonhoeffer
(evang. Theologe)
Bauernregel: Regnet's zum Juli hinaus, so guckt der Bauer nicht gern aus dem Haus.
Der Bikini wurde 60
Vor 60 Jahren, am 5. Juli 1946, stellte ein französischer Maschinenbauingenieur der Weltöffentlichkeit den ersten Bikini vor. Moralisten in aller Welt zeigten sich empört über so wenig Verhüllung. Der Erfinder Louis Réard wusste, dass er mit seinem bauchfreien Badedress gesellschaftlichen Sprengstoff geschaffen hatte: Benannt nach dem Pazifik-Atoll, an dem die USA vier Tage zuvor eine Atombombe getestet hatten, wurde der knappe Zweiteiler von der Nackttänzerin Micheline Bernardini in einem Pariser Schwimmbad präsentiert.
Die Pariser Models hatten sich geweigert, die wenigen Quadratzentimeter großen Stoffdreiecke anzuziehen, die nur durch Schnüre verbunden waren.
1946 war der knappe Zweiteiler ein Skandal: "Plötzlich kam Micheline Bernardini mit dem Bikini-Badeanzug hervor, und alles hielt den Atem an. Es war so unerwartet, als wenn wir, auf einen anderen Planeten gebracht worden wären", notierte damals ein Journalist. Keine zwei Wochen nach dem weltweiten. Publicity-Erfolg beantragte Réard Marken- und Patentschutz für das Modestück mit dem geringen Textilbedarf.
In Hollywood war der Bikini ebenso wie an den Stränden Italiens, Portugals oder Spaniens verboten. Die Katholische Kirche belegte ihn mit einem Bann, und in Brasilien schlossen sich die Gegner in einem Anti-Bikini-Verein zusammen. Sogar das liberale Frankreich tat sich bis zu Brigitte Bardots öffentlichen Bikini-Bekenntnissen – siehe Bild - schwer mit dem Bikini: Noch 1948 ließ der Bürgermeister von Biarritz per Anschlag das Tragen der Zweiteiler an den Stränden der Stadt untersagen. Der Spagat zwischen nackt und gerade noch angezogen erhitzte die Gemüter geraume Zeit.
Erst in den fünfziger und sechziger Jahren setzte sich der Bikini weltweit durch.
1962 kam er auf die Kinoleinwand: Ursula Andress entstieg in dem James-Bond-Film ,,007 jagt Dr. No" als Muscheltaucherin im Zweiteiler den Fluten - bewaffnet mit einem Messer.
Brigitte Bardot, Raquel Welch oder Claudia Schiffer - sie alle haben dem Bikini ihre Reverenz erwiesen. Mit der Oben-ohne-Welle blieb vom Bikini nur das Höschen übrig. Inzwischen ist das Oberteil an die Strände zurückgekehrt.
Louis Réard starb 1984 in der Schweiz. Der wirtschaftliche Erfolg währte für den Bikini-Erfinder nur wenige Jahre, dann wurde seine Kreation weltweit hemmungslos kopiert.
Wetterregel: Schnappt im Juli das Weidvieh nach Luft, riecht es schon Gewitterduft.
Einen Sommer lang
Zwischen Roggenfeld und Hecken
führt ein schmaler Gang;
Süßes, seliges Verstecken
einen Sommer lang.Wenn wir uns von ferne sehen,
zögert sie den Schritt,
rupft ein Hälmchen sich im Gehen,
nimmt ein Blättchen mit.Hat mit Ähren sich das Mieder
unschuldig geschmückt,
sich den Hut verlegen nieder
in die Stirn gerückt.Finster kommt sie langsam näher,
färbt sich rot wie Mohn;
doch ich bin ein feiner Späher,
kenn die Schelmin schon.Noch ein Blick in Weg und Weite,
ruhig liegt die Welt,
und es hat an ihre Seite
mich der Sturm gesellt.Zwischen Roggenfeld und Hecken
führt ein schmaler Gang;
Süßes, seliges Verstecken
einen Sommer lang.Detlev von Liliencron
Tomaten – der „Liebesapfel“ hat einiges zu bieten
Tomaten stehen in Deutschland hoch im Kurs. Kein Wunder: Die von den Franzosen auch Liebesapfel genannte Tomate ist nicht nur schmackhaft, sie sorgt auch für kalorienarmen Genuss. In 100 Gramm stecken gerade einmal 18 Kalorien. Ein weiteres Plus des roten Gemüses: Es liefert Schönheit von innen. Spurenelemente wie Eisen, Kupfer und Zink" fördern die Zellbildung, festigen das Bindegewebe und verjüngen die Haut, wie die Experten der Kammer in ihrer aktuellen Broschüre "Ob rot oder gelb - Hauptsache Tomaten" berichten.
Die Sortenvielfalt und Geschmacksfülle ist groß. Die beliebteste Sorte ist der Landwirtschaftskammer zufolge die ganzjährig erhältliche runde Tomate, zu der auch die mit Stiel geerntete Strauchtomate zählt.
Die besonders schnittfesten Fleischtomaten sind wegen ihres geringen Wassergehaltes gut zum Braten und Backen geeignet. Längliche Exemplare - auch Eier- oder Flaschentomaten genannt - haben deutlich weniger Saft als runde.
Die kernarmen aromatischen n Früchte lassen sich gut schälen und werden meist zu Konserven
verarbeitet. Die der Tomaten-Urform ähnlichen Kirsch- oder Cocktailtomaten sind auch in gelb oder orange (rot) erhältlich. .Ausgefallene Geschmacksnoten bieten die säuerlich, süßen Johannisbeertomaten. Leicht mehlig schmeckt hingegen die kaum säurehaltige Sorte , "Banana legs".
Eine Orangen-Note verbreitet die Sorte "Jaffa". Das maximal zwei Zentimeter lange "Gelbe Birnchen" - sorgt für farbige Abwechslung im Tomatensalat.
Der Haken: Die ausgefallenen Sorten sind in der Regel nicht im Handel erhältlich und müssen selbst kultiviert werden. In gut sortierten Feinkostläden findet sich jedoch noch ein besonderer Hingucker: Das große fleischige "Ochsenherz". Gleiches gilt für die vergleichsweise süße kleine Flaschentomate "Mini Roma".Besondere Bekanntheit haben die 1991 zum Filmtitel erkorenen "Grünen Tomaten" errungen. Bei ihnen handelt es sich lediglich um noch unreifes Gemüse. Das in den grünen Gemüsebestandteilen enthaltene, giftige Solanin kann beim Verzehr zu Kopfschmerzen und Übelkeit führen. Da selbst beim Braten grüner Tomaten Solaninreste erhalten bleiben, sollten diese nur sehr begrenzt genossen werden
Zum Nachreifen grüner Tomaten empfiehlt man einen einfachen Trick: Unreife Früchte in Zeitungspapier wickeln und in einen Schrank legen.
Für reife Tomaten gilt, sie werden offen in einer Schale bei Zimmertemperatur gelagert. Hier halten sie rund eine Woche. Im Kühlschrank verlieren sie Aroma und man sollte sie 15 Minuten vor dem Verarbeiten aus dem Kühlschrank nehmen.
Am besten werden die Früchte komplett verarbeitet.
Doch bei feinen cremigen Suppen oder Saucen kann die Haut stören. Hier hilft es, sie zu enthäuten: Tomaten mit scharfem Messer gegenüber dem Stielansatz kreuzförmig einschneiden und gut zehn Sekunden mit kochend heißem Wasser überbrühen. Danach lässt sich die Haut leicht entfernen. Den Stielansatz sollte man wegen seines holzigen Geschmacks ebenfalls beseitigen. Zuweilen macht er sich allerdings optisch gut.
Steh auf!
Steh auf! Steh auf, mein liebes Kind!
Hast genug geschlafen.
Auf der Wiese tanzt der Wind
Bei den weißen Schafen.Steh auf! Steh auf, mein liebes Kind!
Flöte bläst der Schäfer,
und es tanzen mit dem Wind
Schmetterling und Käfer.Steh auf! Steh auf, mein liebes Kind!
Komm heraus zum Tänzchen!
Wo die schönsten Blumen sind,
pflücke dir ein Kränzchen.Reinhold Braun
Gesparte Feier
Der werdende Vater saß bei seinen Schwiegereltern und wartete auf die Geburt seines Sohnes. Da er schon seinen ganzen Urlaub verbraucht hatte, musste er zurück ins Büro.
Er sagte zu seinem Schwiegervater:
"Wenn mein Sohn geboren ist, dann rufe mich nicht im Büro an und erzähl es meiner Sekretärin. Sonst muss ich wieder endlose Partys bezahlen. Sage einfach, dass die Standuhr angekommen sei. Das ist unser Kodewort für das Baby."Nach ein paar Tagen kam endlich der Nachwuchs an, aber es war ein Mädchen und kein Junge.
Der Schwiegervater denkt sich: "Wenn ich meinem Schwiegersohn sage, dass die Uhr nicht angekommen ist, dann macht er sich vielleicht Sorgen um das Baby und kommt sofort hierher."
Deswegen schickt er folgende Nachricht:
"Die Uhr ist angekommen aber das Pendel fehlt..."(Verfasser unbekannt)