Juni 2006

Rosenmonat

 

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1. Juni

Schöne Junitage

Mitternacht, die Gärten lauschen,
Flüsterwort und Liebeskuss.
Bis der letzte Klang verklungen,
weil nun alles schlafen muss –
flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Sommergrüner Rosengarten,
sonnenweiße Stromesflut,
sonnenstiller Morgenfriede,
der auf Baum und Beeten ruht –
flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Straßentreiben, fern, verworren,
reicher Mann und Bettelkind,
Myrtenkranz, Leichenzüge,
tausendfältig Leben rinnt –
flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Langsam graut der Abend nieder,
milde wird die harte Welt,
und das Herz macht seinen Frieden,
und zum Kinde wird der Held –
flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Detlev von Liliencron

2. Juni

Bauernregel: Weinstock, der im Vollmond blüht, einst in vollen Beeren glüht.


Der Fuchs und die Trauben

An einem Weinstock hingen schöne Trauben.
Der Fuchs kam vorbei, sah die Trauben und sprang aus Leibeskräften nach ihnen in die Höhe.
Doch er konnte sie nicht erreichen.
Das verdross ihn sehr.
Aber er wollte es nicht merken lassen.
Da trottete er weiter und sagte im Weggehen:
„Die Trauben sind sauer. Ich mag keine davon.“

3. Juni

Im 18. Jahrhundert hatten Rosenstämmchen ihre große Blütezeit. Die modisch weiten Reifröcke der Damen machten es ihnen damals unmöglich, an den normalen Rosenbüschen zu schnuppern. Also erfanden Gärtner Rosenbäumchen, denn dort störten unten weder Stacheln noch Zweige, und der Duft befand sich genau in Nasenhöhe.

Der Rosenbusch

Es haben meine wilden Rosen
- erschauernd vor dem Hauch der Nacht -
die windeleichten, dichten, losen
Blüten behutsam zugemacht.

Doch sind sie so voll Licht gesogen,
dass es wie Schleier sie umweht,
und dass die Nacht im scheuen Bogen
am Rosenbusch vorübergeht.

Hermann Claudius

4. Juni

Bauernregel: Junisonne und Juniregen, bringen dem ganzen Jahr viel Segen.

Die weiße Rose

Es ist Juni und das Rosenbeet übertrifft sich im Farbenreichtum dieser herrlichen Gewächse. Die gelben Blüten duften zart nach Zitrone, die rosafarbemem verströmen ein süßes, die weißen ein herbes Aroma. Nur bei den edelsten kann man nichts feststellen. Die alte Frau, der dieser Garten gehört, ist schon wieder bei der Arbeit. Unentwegt schneidet sie das Verblühte aus, düngt die Pflanzen und gießt fleißig. Die Rosen danken es ihr.
Jede dieser Sorten hat eine eigene Geschichte. Dort der gelbe Rosenstock, den nahm sie als junges Mädchen von zu Hause mit, als sie heiratete, sie sieht sich im Brautkleid, mit einem solchen Strauß.
Kurz nach der Hochzeit brachte der Mann seiner jungen Frau eine Rosenpflanze mit, die dunkelrot blühen sollte. Als dann drei Jahre später das erste Kind geboren wurde, erhielt sie diese Blüten.
Ein rosaroter Rosenstock wurde am zehnten Hochzeitstag gekauft und eingepflanzt. Der Duft betört und sie verharrt in der Erinnerung.
An ihrem vierzigsten Geburtstag schenkten ihr die Kinder eine zweifarbige Rose. Jahre vergingen, bis sie zum Blühen kam. Im Herbst eingepflanzt, dauerte es im Frühjahr sehr lange, bis die ersten Triebe wuchsen. Erst im dritten Jahr zeigte sich eine Blüte, die aber umso schöner, ja größer war. Das Farbenspiel veränderte sich, je weiter sie aufblühte. Gelb, Orange, Rosa und Rot bis Lila. Diese Farbtöne vermischten sich immer mehr. Der Duft schwankte zwischen Zitrone und einer schweren Süße.
Was nun noch fehlte, war ein weißer Rosenstock, der nach der Rente der Eheleute angeschafft wurde. Nun war das Beet vollständig. Die zuletzt gekaufte Rose blühte jedes Jahr schöner. Nur konnte sich der Mann nicht lange daran erfreuen, er wurde krank und verstarb kurz darauf. Zu seiner Beerdigung schnitt seine Frau alle weißen Blüten ab und legte sie ihm auf den Sarg. Und nun steht sie hier und pflückt wieder diese stolzen, optisch ‚kalten’ Rosen, um sie auf das Grab ihres Liebsten zu stellen.
Viele Tränen sind schon auf diese Rosen gefallen im Andenken an diesen lieben Menschen, dem sie bis an sein Lebensende treu geblieben ist und es darüber hinaus sein wird.
Heidi

weitere Blumengeschichten unter: http://www.gottiswelt.de/geschichten/blumengeschichten.htm

5. Juni

Wetterregel: Stellt der Juni mild sich ein, wird auch mild der Dezember sein.

Nachdenkliches Pfingstgedicht

Die Heckenrose greift nicht zum Kalender,
um festzustellen, wann der Lenz beginnt.
Die Schwalben finden heim in ihre Länder.
Ihr "Reiseführer" ist der Maienwind.

Der kleinste Käfer rüstet sich im Grase
und weiß auch ohne Weckeruhr Bescheid.
Die Frösche kommen pünktlich in Ekstase.
Und auch die Schmetterlinge sind bereit.
Im Stalle blöken neugeborene Schafe,
und junge Entlein tummeln sich im Bach.
Der Wald erwacht aus seinem Winterschlafe
ganz ohne Kompass oder Almanach.

Ein Badehöschen flattert von der Stange.
Es riecht nach Maitrank, Bohnerwachs und Zimt.
Die Kaffeegärten rüsten zum Empfange.
Der Lenz beginnt. Es dauert ziemlich lange,
bis ihn das Menschenherz zur Kenntnis nimmt
und Blüten treibt. (Sofern das Datum stimmt.)

Mascha Kaleko

6. Juni

Nützliche Tiere im Garten

Unser Garten wird von einer ganzen Reihe nützlicher Tiere bewohnt, die wir meist gar nicht sehen. Igel gehören dabei zu den beliebtesten. Fast jeder mag die putzigen Stacheltiere und bietet ihnen Unterschlupf in Form eines Laub- oder Reisighaufens. Das ist auch notwendig, denn Füttern alleine reicht nicht aus, der Igel braucht eine behagliche Bleibe.

 

Kröten erfreuen sich deutlich geringerer Beliebtheit. Man scheut sich nämlich vor allem, was da so kriecht und krabbelt und auch gar nicht so possierlich aussieht wie etwa ein Igel. Dabei sind Kröten im Garten genauso nützlich, weshalb wir auch sie schützen sollten. Es stimmt übrigens nicht, dass Kröten giftig sind. Zwar scheidet die warzige Haut ein übelriechendes Sekret aus, das schwach giftig, aber für den Menschen keineswegs schädlich ist. Kröten sind vor allen Dingen nachts aktiv. Sie leben unter Laub und Wurzeln, überall dort also, wo es schön feucht ist. Sie fressen große Mengen Nacktschnecken, Raupen, Würmer und auch Insekten.

 

Blindschleichen werden leider immer wieder mit Schlangen verwechselt, was manchmal zu panikartigen Reaktionen führt. Dabei sind unsere Blindschleichen, die zur Familie der Eidechsen gehören, völlig ungefährlich und stehen unter Naturschutz. Wer sie im Garten entdeckt, darf sich über einen fleißigen Helfer freuen: sie vertilgen gern und zahlreich Nacktschnecken, Insektenlarven und natürlich auch Würmer.

7. Juni

Der Schmetterling

Der Schmetterling ist
in die Rose verliebt,
umflattert sie tausendmal,
ihn selber aber, goldig zart,
umflattert der liebende
Sonnenstrahl.

Jedoch, in wen ist die
Rose verliebt?
Das wüßt' ich gar zu gern.
Ist es die singende
Nachtigall?
Ist es der schweigende
Abendstern?

Ich weiß nicht, in wen
die Rose verliebt;
ich aber lieb euch all:
Rose, Schmetterling,
Sonnenstrahl, Abendstern
und Nachtigall.

~ Heinrich Heine ~

8. Juni

Lostag: Wie's Wetter auf Medardi fällt, meist bis Monatsende fällt.

Am Boden liegend, aber betend

Menschen, die am Boden liegen, kennen wir eigentlich nur, z.B. von Urlaubsbildern, in der Sonne aalend am Strand .

Doch dann gibt es da noch eine andere Seite, die der Niederlage und Schmach. Wer am Boden liegt oder gar am Boden zerstört ist, ist am Ende – mit seinen Hoffnungen am Ende und auch mit seiner Lebensplanung. Die Situation in der er sich befindet, erscheint ausweglos und dunkel. Es ist ein Bild des Jammers, dieses Am-Boden-Liegen.

Gerade aber an diesem Punkt, wo man schnell dabei ist, alle Hoffnungen zu Grabe zu tragen und sich apathisch in sein Schicksal zu fügen, setzt der Bibelvers an: „Wir liegen vor dir mit unserem Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.“

Der, der hier betet, kennt den Nullpunkt menschlichen Seins, weiß um tausend Ausweglosigkeiten und wie machtlos er ihnen gegenübersteht – unfähig, die Situation entscheidend zu verändern. Im wahrsten Sinn des Wortes liegt er am Boden – doch betend! Und damit wendet sich sein Blick weg von all dem, was ihn belastet und niederdrückt, hin zu dem, von dem er Hilfe erwartet und eine neue Zukunft, nämlich hin zu Gott. Ihm traut er es zu, dass alles doch noch gut werden kann, dass auch nach der Katastrophe ein neuer Anfang möglich ist. Im Gebet – im Gespräch mit Gott, sucht er Halt, neue Hoffnung und Kraft – wagt er einen Blick über den Berg der Probleme und bittet um neuen Lebensmut. Er tut es aus der Erfahrung heraus, dass Gottes Barmherzigkeit neue Türen zu öffnen vermag und Wege aufzeigen kann in eine neue Zukunft.

9. Juni

Wetterregel: Wenn die Nacht zu langen beginnt, dann die Hitze am meisten zunimmt.

Abendlied

Abend wird es wieder.
Über Wald und Feld
säuselt Frieden nieder
und es ruht die Welt.

Nur der Bach ergießet
sich am Felsen dort,
und es braust und fließet
immer, immer fort.

Und kein Abend bringet
Frieden ihm und Ruh’.
Keine Glocke klinget
ihm ein Rastlied zu.

So in deinem Streben
Bist, mein Herz auch du:
Gott nur kann dir geben
wahre Abendruh’.

Hoffmann von Fallersleben – 1798-1874

10. Juni

Lostag: Regnet's am Margaretentage, dauert der Regen 40 Tage.

Löwenzahn, Löwenzahn,
zünde deine Lichtlein an!
Lichtlein hell und Lichtlein weiß,
Lichtlein auf der Wiese.
Pust ich alle Lichtlein aus,
dunkel wird’s im Wiesenhaus.
Tausend Fünklein fliegen fort,
blühn an einem andern Ort.
Löwenzahn, Löwenzahn,
nächstes Jahr, hebt’s wieder an!
Kurt Kölsch

Löwenzahn ist eine Pflanze, über die die Meinungen oft weit auseinander gehen. Für die einen ist er nichts weiter als ein lästiges Unkraut, das möglichst schnell beseitigt werden sollte, für die anderen ein vorzügliches Kleintierfutter oder ein gesunder und leckerer Frühlingssalat.
Kinder sind immer begeistert, wenn sie die "Pusteblume" entdecken, wenn also der Löwenzahn seine Samen gebildet hat, den sie dann in alle Richtungen pusten. Dies ist eine sehr wirkungsvolle Uberlebensstrategie des Löwenzahns.
Jedes Samenkorn der "Pusteblume" hat eigene Flugorgane und kann vom Wind weit fort getragen werden. So ist auch der gepflegteste Garten niemals vor ihm sicher, auch dann nicht, wenn man im eigenen Garten keine Pflanze zur Blüte kommen lässt und bei der Bodenbearbeitung jedes Wurzelstück sorgfältig herausholt. Das allerdings ist schwierig, denn die tiefgehenden Pfahlwurzeln können meist beim Hacken nicht restlos entfernt werden.
Welch große Kraft im Löwenzahn steckt, kann man häufig auf asphaltierten Feldwegen erkennen, wenn die Straßendecke reißt und sich dort eine Löwenzahnpflanze entwickelt.
Taraxacum officinalis, wie der Löwenzahn botanisch heißt, wird aber auch als Heilpflanze verwendet. Der Namenszusatz "officinalis" weist auf seinen hohen gesundheitlichen Wert hin. Er ist vor allem für seine blutreinigende Wirkung bekannt. Verwendet werden können Blätter, Blüten und die Wurzeln. Am wirksamsten ist ein Tee oder eine Tinktur, die aus allen drei Pflanzenteilen hergestellt wird.

11. Juni

Bei "dies und das" habe ich die "Tipps und Ratgeber" erweitert.

Pusteblumen

Nach der Wiese lass uns gehn,
wo die schönen Blumen stehn,
wo die Schmetterlinge fliegen
und sich in den Lüften wiegen.
Weißt du neulich, nah und ferne,
war sie ganz voll goldner Sterne.
Heute sind sie alle fort
und nur Federkugeln dort.
Federkugeln, zart und duftig,
und wie Spinngewebe luftig
auf den runden Polstern stehn,
ganz wie Quirlchen anzusehn,
lauter kleine, zarte Fädchen.
Und nun zeige mal, mein Mädchen,
wer am besten blasen kann!
Bleibt kein einziges daran,
kriegst du in nächster Zeit
ganz gewiss ein neues Kleid.

Heinrich Seidel

12. Juni

Volksmund: Eine Lerche, die singt, noch keinen Sommer bringt; doch rufen Kuckuck und Nachtigall, so ist es Sommer überall.

 

Frühlingszeit ist Spargelzeit
Mutter Natur gibt von April bis Juni ihr „Weißes Gold“ preis

Die ersten Sonnenstrahlen locken die kleinen weißen Köpfe aus dem sandig weichen Boden hervor – ein klares Indiz dafür, dass es endlich soweit ist: Die Spargelsaison beginnt. Geerntet werden die begehrten Stangen bei uns in Deutschland von Anfang April bis zum Johannistag, dem 24. Juni. Eine kurze, aber intensive Saison, in der das edle "Königsgemüse“ die Gaumen der Nation erfreut.

Also: Spargel genießen, so lange es Zeit ist. Der Spargel gilt nicht umsonst als königlicher Genuss, denn bereits vor 5.000 Jahren wurde er den ägyptischen Pharaonen als Delikatesse serviert. Die alten Griechen und Römer wussten 1.000 Jahre später besonders die gesundheitsfördernde Wirkung der geschmackvollen Stangen zu schätzen und König Ludwig der XIV ließ das "Weiße Gold" in seinem Schlossgarten anbauen.

Seit dem 16. Jahrhundert wird das Gemüse der Adligen auch in Deutschland kultiviert und angebaut. Bei der Zubereitung sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Ob klassisch mit Kartoffeln, Schinken, Butter oder Sauce Hollandaise, knackig frisch als Salat, sanft gebraten oder sogar als Spargeltorte - er macht immer eine gute Figur.

Überprüfen lässt sich die Frische des „Weißen Goldes“ indem man die Stangen aneinander reibt. Quietschen sie dabei, sind sie frisch und saftig.

13. Juni

Lostag: Wenn Sankt Anton die Sonne lacht, Sankt Peter (29.6.) meist viel Wasser macht.

Spargelpastetchen

500 g Spargelbruch
3 EL Butter
1 TL Zucker
1 Schalotte (fein gehackt)
2 EL Mehl
1/2 l Spargelbrühe
200 g gekochter Schinken (feine Streifchen)
200 g Champignons (blättrig geschnitten)
Salz
Pfeffer
1 Becher Sahne
Petersilie (fein gehackt)
8  kleine Blätterteigpastetchen

Spargel in leichtem Salzwasser, dem 1 EL Butter und 1 TL Zucker beigefügt ist,
ca. 10 Minuten köcheln.
Die restliche Butter schmelzen, die Schalotten darin anschwitzen und mit Mehl bestäuben. Mit der Spargelbrühe ablöschen. Schinken und Champignons dazu geben und so lange köcheln lassen, bis die Pilze weich sind.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit der Sahne verfeinern.
Die Spargel aus dem Kochwasser nehmen, abtropfen lassen und in die Sauce geben.
Die Pastetchen im Backofen heiß machen und jeweils zwei auf einen Teller setzen.
Die Spargelmischung in die Pastetchen füllen. Vor dem Servieren mit Petersilie bestreuen.

14. Juni

Sprichwort: Wer im Sommer nicht erntet, muss im Winter darben.

Kommt die liebe Sommerzeit,
trägt der Wald ein grünes Kleid,
und der Kuckuck, Kuckuck, Kuckuck
der Kuckuck schreit.

Wenn du dann den Kuckuck fragst,
wie lang du noch legen magst,
ruft der Kuckuck, Kuckuck, Kuckuck,
der Kuckuck wohl hundert Mal.

Hast du einen Pfennig dann,
wirst du wohl ein reicher Mann,
weil der Kuckuck, Kuckuck, Kuckuck,
der Kuckuck das machen kann.

Hast du keinen Pfennig nicht,
bleibst du stets ein armer Wicht,
doch den Kuckuck, Kuckuck, Kuckuck
den Kuckuck, den kümmert’s nicht.

Aus einem alten Liederbuch

15. Juni

Fronleichnam

Bedeutung:
An "Fronleichnam" wird die (ständige) Gegenwart Christi (bei jeder Messe) - also "der lebendige Leib des Herrn" - in Form von Wein und Brot (Hostie), gefeiert.
Der Begriff "Fronleichnam" setzt sich aus den mittelhochdeutschen Wörtern "fron" ("Herr") und "lichnam" ("Leib") zusammen und entspricht damit sinngemäß dem "Fest des heiligsten Leibes Christi". Die heutige Bezeichnung von Fronleichnam lautet offiziell "Hochfest des Leibes und Blutes Christi" (bezieht sich also auf das letzte Abendmahl).

Brauchtum:
Einen ganz wesentlichen Bestandteil des "Fronleichnam"-Festes bildet die Fronleichnams-Prozession (Sakramentsprozession), die im Anschluss an die Messe stattfindet und die eine "Demonstration katholischer Glaubensfreude" darstellt. Die Prozession wird vom Pfarrer angeführt, der die ganze Zeit über die sogenannte "Monstranz" (eine Art "sichelförmiges Holzschiff"), die die Hostie (also eine Oblate, die sinnbildlich für Brot und damit für den "Leib des Herrn" steht) beinhaltet, hocherhoben vor sich herträgt. Die Gemeinde folgt dahinter. Allerdings werden diese Prozessionen heute hauptsächlich nur noch in ländlichen Gegenden durchgeführt.
Früher bewegte sich der Zug betend und singend durch die geschmückten Straßen. In den Fenstern und Hauseingängen hingen Fahnen und manchmal wurden die Straßen mit Blumenteppichen ausgelegt. Zuhause wurden Heiligenfiguren und Kreuze mit Blumen geschmückt.
Der Prozessionszug bewegt sich in Richtung von vier extra errichteten (mobilen) Altären, Kapellen oder Kreuzen, die nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet und besonders prächtig mit Prangerstauden (Sträuße aus Blumen, Blättern und Zweigen) geschmückt waren. Bei jeder Station wurde das Evangelium verkündet, Fürbitten gesprochen und der Segen gespendet.
Am Ende der Prozession wurde ein Gottesdienst abgehalten.
Es entstand auch der Brauch der Fronleichnamsspiele. Da aber keine besondere Tradition vorhanden war, entwickelten sich regional unterschiedliche Ausgestaltungen.
Im Süden nannte man Fronleichnam auch "Hoffarts-" oder "Prangertag". Die Mädchen bekamen neue weiße Kleider zum "Prangen" bei der Prozession. Sie schmückten sich mit Kränzen aus segenbringenden Kräutern. Nach der Prozession wurden "Jungfernnudeln" und "Jungfernschmarrn" (Schmalzgebackenes) serviert.

Geschichte/Ursprung:
1209 hatte die Augustinernonne Juliane von Lüttich in einer Vision während des Betens den an einer Stelle verdunkelten Mond gesehen. Jesus habe ihr erklärt, dass der Mond die Kirche bedeutete und der Fleck das Fehlen dieses Festes.
1246 führte Bischof Robert von Lüttich das Fest auf Anregung der Nonne in seinem Bistum ein.
1264 führte Papst Urban IV. - der vorher Erzdiakon in Lüttich war - das Fronleichnam-Fest als "Fest des Leibes Christi" offiziell als Fest in der Kirche ein und legte den Termin auf den zweiten Donnerstag nach Pfingsten.
Noch im selben Jahr fanden die ersten Fronleichnams-Feiern u.a. in Rom und Münster statt.
Der Dominikaner-Orden förderte die Ausbreitung sehr.
1274 erste Durchführung der Feier in Köln.
1277 fand die erste Fronleichnams-Prozession in Köln statt.
1311 bestätigte Papst Clemens V. das Fronleichnams-Fest auf dem Konzil von Vienne.
1317 ordnete Papst Johannes XXII. die endgültige aktive Durchführung des Festes für die gesamte Kirche als verbindlich an.
Auf dem Trienter Konzil 1545-1563 wurde das Fronleichnamsfest nochmals bestätigt. Dies sollte gleichzeitig eine "Demonstration des katholischen Glaubens" darstellen und zielte in Richtung des neu entstandenen Protestantismus (Luther lehnte das Fest ab, da für ihn Prozessionen eine Gotteslästerung darstellten).

16. Juni

Lostag: Wer auf Benno baut, kriegt viel Flachs und Kraut.

Hausordnung während der WM 2006
gültig vom 09. Juni bis 09. Juli

§ 1 In dieser Zeit ist der Mann absoluter Herrscher über TV-Gerät und dazugehöriger
Fernbedienung
§ 2 Die Ehefrau beschäftigt sich in dieser Zeit stumm mit häuslichen Arbeiten
§ 3 Vor jedem Spiel ist dem Mann eine Kiste mit kühlem Bier neben den Fernsehsessel
zu stellen
§ 4 Während eines Spieles ist der Frau der Aufenthalt im Fernsehzimmer strengstens
untersagt
§ 5 In der Halbzeitpause besteht für die Frau ein 15-minütiges Betretungsrecht, um den
Aschenbecher zu leeren und leere Getränkeflaschen durch frisch gekühlte volle Flaschen
zu ersetzen. Bei Bedarf können diverse Knabbereien gereicht werden. Das Rascheln mit
Tüten ist zu unterlassen. Der Gebrauch verbaler Kommunikation ebenso
§ 6 Spätestens 30 Minuten vor Beginn eines Spieles ist dem Mann eine mit Liebe zubereitete
Mahlzeit zu reichen. Um die mentale Spielvorbereitung des Mannes nicht zu stören, ist
auch die Schnatterluke zu halten.
§ 7 Sollte der Mann in seiner Großmut der Frau gestatten, die eine oder andere Minute einen
Blick auf das Spiel zu werfen, sind Zwischenrufe sowie Fragen, die den
fußballtechnischen Intellekt der Frau verraten würden (z.B. „was ist ein Abseits?“)
unbedingt zu unterlassen.

Ja, liebe Frauen, wenn ihr euch an diese minimalen Verhaltensregeln haltet, wird euch euer Mann damit danken, dass er versuchen wird,

a)      kein Bier zu verschütten
b)      nicht jeden Quadratzentimeter im Umkreis von drei Metern um seinen Trainerstuhl
(= Fernsehsessel) vollzubröseln

Viele Grüße an alle Frauen. Seid stark und geduldig

17. Juni

Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!

Hinab ins Tal, mit Rasen sanft begleitet,
vom Weg durchzogen, der hinüberleitet,
das weiße Haus inmitten aufgestellt,
was ist’s worin sich hier der Sinn gefällt?

Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!
Erstieg ich auch der Länder steilste Höhen,
von wo ich könnt die Schiffe fahren sehen
und Städte fern und nah von Bergen stolz umstellt,
nichts ist’s was mir den Blick gefesselt hält.

Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!
Und könnt ich Paradiese überschauen,
ich sehnte mich zurück nach jenen Auen,
wo deines Daches Zinne meinem Blick sich stellt.
Denn der allein umgrenzet meine Welt!

Bettina von Arnim

18. Juni

Wetterregel: Sind am Sommerabend über Wies' und Fluss Nebel zu schauen, so wird die Luft anhaltend schön Wetter brauen.

Nachwuchssorgen am Bachgrund

Die Gemeine Flussmuschel ist das Weichtier des Jahres 

Bis vor wenigen Jahrzehnten galt die Gemeine Fluss- oder Bachmuschel als häufigste heimische Fließgewässermuschel. Das hat sich dramatisch geändert. In ganz Mitteleuropa sind die Bestände auf kaum mehr ein Zehntel früherer Zeiten zusammengebrochen. In vielen Regionen ist die Flussmuschel bereits ausgestorben. Bundesweit wird sie in der Roten Liste in die Kategorie 1 als "vom Aussterben bedroht“ geführt. Grund genug für das aus Experten und Fachverbänden bestehende Kuratorium Weichtier des Jahres, das Augenmerk auf die Gemeine Flussmuschel zu richten.

Nur mit großer Anstrengung und gezielten Maßnahmen bestehe noch eine Chance, die letzten Flussmuschel-Vorkommen zu erhalten, so das Kuratorium. Die EU hat die Flussmuschel als besonders geschützte Art in die Fauna-FloraHabitat-Richtlinie (FFH) aufgenommen. Die EU-Mitgliedsstaaten sind nun verpflichtet, für die Flussmuschel Schutzprogramme zu entwickeln und spezielle Schutzgebiete auszuweisen.

Ihre Lebensraumansprüche und eine komplizierte Fortpflanzungsweise machen die Flussmuschel besonders empfindlich gegenüber Umweltveränderungen. Sie ernährt sich von Plankton und feinsten organischen Schwebeteilchen, die sie aus dem Wasser filtert.
Die Verbreitung der Fluss- oder Bachmuschel reicht über ganz Europa mit Ausnahme der britischen Inseln, Italiens und weiter Teile der iberischen Halbinsel, im Osten weiter bis zum Schwarzen Meer und ins Zweistromland (Irak).
Große Teile Deutschlands sind heute inzwischen leider völlig "flussmuschelfrei“. Vorkommen gibt es beispielsweise noch in Mecklenburg- Vorpommern und in Bayern.

Die Gemeine Flussmuschel kann in Mitteleuropa über 30 Jahre alt werden, in den kälteren Gewässern Nordeuropas in Einzelfällen sogar bis zu 90 Jahre. Problematisch für die Flussmuschel sind Eingriffe in die Fließgewässer sowie Überdüngung und vermehrter Schwebstoffeintrag. Dies alles führt zur Verstopfung der Sand- und Kieszwischenräume in der Gewässersohle und Sauerstoffmangel, so dass die Jungmuscheln dort absterben. Fast alle noch bestehenden Flussmuschelvorkommen müssen deswegen heute als hoffnungslos überaltert gelten. Jungmuscheln kommen kaum noch hoch. Hinzu kommt, dass durch Besatzmaßnahmen in den Gewässern ortsfremde und oft für die ursprünglichen Muschelpopulationen ungeeignete Wirtsfische eingesetzt werden.

19. Juni

Der alte Brunnen spendet leise
sein Wasser täglich gleicher Weise.
Ich möchte diesem Brunnen gleichen,
was in mir ist, stets weiterreichen.

Doch, geben, geben - alle Tage,
sag Brunnen: wird das nicht zur Plage?
Da sagt er mir, der treu' Geselle:
Ich bin ja Brunnen nur, nicht Quelle!
Mir fließt es zu - ich geb es weiter,
das macht mein Dasein froh und heiter.

So leb' ich nach des Brunnens Weise,
schöpf täglich Kraft zur Lebensreise,
und will - beglückt - stets weitergeben,
was mir die Quelle schenkt zum Leben.

(gefunden/unbekannt)

20. Juni

Wetterregel: Wenn die Junihitze sich stellte, so stellt sich auch die Christmondkälte.

Zuhause in Ballungsräumen – Caperatflechte ist als Flechte des Jahres 2006 gewählt worden

Die Bryologisch-lichenologische Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa (BLAM) hat die Caperatflechte zur Flechte des Jahres 2006 gekürt. Die Bezeichnung Caperat- oder Runzelflechte geht auf Carl von Linne zurück, der ihr vor 250 Jahren den Namen Lichen caperatus gab und der die leicht erkennbare Blattflechte wohl aufgrund ihrer runzligen Oberfläche so benannte. Ihr wissenschaftlicher Name lautet heute Flavoparmelia caperata. Im niederländischen Sprachraum heißt sie "Bosschildmos", worin ihr Lebensraum und ihre Form zum Ausdruck kommen: Sie besiedelt vornehmlich die Borke von Laubbäumen, kann aber auch an moosüberzogenen Felsblöcken gefunden werden.

Erst seit rund zehn Jahren findet man die auffällige Flechte wieder häufiger an Bäumen in den deutschen Ballungszentren. Ein Grund hierfür ist die Entschwefelung der Kraftwerke und die Umstellung auf schwefelärmere Brennstoffe, ein anderer ihre enorme Ausbreitungsfähigkeit. Im Ruhrgebiet gehörte sie zu den Erstbesiedlern von Bäumen - zum Beispiel, rund um die Westfalenhütte in Dortmund.

Flechten sind wechselfeuchte Organismen ohne eine oberflächliche Schutzschicht, weshalb sie Luftschadstoffe nicht ausschließen können, sondern mit dem Niederschlagswasser aufnehmen müssen. Zudem sind sie eine Lebensgemeinschaft aus Algen und Pilzen, die in einer "Hungergemeinschaft" zusammenleben, wo jeder Partner dem anderen hilft. Und diese Gemeinschaft reagiert empfindlich auf Säure- oder Nährstoffeintrag. Letztere, die so genannten eutrophierende Einträge, sind derzeit die dominierenden Luftschadstoffe in Westeuropa. Die von Art zu Art unterschiedliche Empfindlichkeit der Flechten gegenüber verschiedenen Schadstoffgruppen und ihr hohes Ausbreitungspotenzial macht sie zu idealen Bioindikatoren. Darüber hinaus reagieren sie auch rasch auf klimatische Veränderungen. Damit kommt ein inzwischen im Nordwesten Deutschlands häufig gewordener Doppelgänger der Caperatflechte ins Spiel: Flavoparmelia soredians. Diese Art hat keinen deutschen Namen. Ihre Heimat ist unter anderem Westeuropa und das Mittelmeergebiet. Auch sie bildet Soredien, doch sind diese feinkörniger als im Fall der Caperatflechte. Sie ist insgesamt kleiner und schmiegt sich der Unterlage viel enger an als die Caperatflechte, und beide wachsen gelegentlich nebeneinander am selben Baum.

21. Juni

Lostag: Funkeln am Sommerabend die Stern, spielt der Wind bald den Herrn.

Blumenballade

Stoßt laut ins Horn,
stoßt laut ins Horn!
Geboren ist Herr Rittersporn.
Er trägt aus blauer Seide
ein Kleid von eitel Freude,
die Blumen auf den Auen
können sich satt nicht schauen,
die hochgestielten Nelken
sie schaun ihn an und welken,
es seufzen selbst die Veilchen
schaun sie ihn an ein Weilchen.
Er sprach zum Gänseblümlein:
Meine Dame, wollt ihr mich frein?

Karl von Freymann

22. Juni

Wetterregel: Im Juni viel Donner, bringt fruchtbaren Sommer.

Die Vorlieben der Sternzeichen

Cancer/Krebs:
22.6.-22.7.
 
Element: Wasser
Planet: Mond
Stein: Juni - Perle
Juli - Mondstein
Pflanze: Rose
Farbe: Silber
Charakter: treu, loyal, harmonisch, empfindsam, sanft

So küsst der emotionale Krebs

Der Krebs-Kuss ist rekordverdächtig ausdauernd und intensiv. Das Wasserzeichen bekommt vom Küssen nie genug. Der Krebs ist das am meisten verschmuste Zeichen im ganzen Tierkreis. Um richtig in Fahrt zu kommen, braucht der Krebs allerdings die emotionale Sicherheit einer stabilen Partnerschaft.

Krebs-Männer können beim Küssen Ihren Gefühlen mehr Ausdruck verleihen. Sie neigen dazu, Ihren Partner mit Küssen zu überhäufen. Oft verbirgt sich hinter dem massiven Dauerküsser ein sensibler und verletzbarer Mann, der von seiner emotionalen Unsicherheit gequält wird.
Krebs-Frauen könnten mit ihrem Partner in Sachen Dauerküssen leicht ins Buch der Rekorde kommen. Doch so ein langer Kuss einer Krebs-Lady ist keinesfalls langweilig, im Vergleich zum männlichen Krebs legt die Krebs-Frau mehr Emotion und Leidenschaft in den Kuss.

Gute Kusspartner sind: Fische, Stier, Jungfrau und Skorpion.
Weniger gute Kusspartner sind: Wassermann, Zwillinge und Schütze.

23. Juni

Das Ferngespräch

Ein Mensch spricht fern, geraume Zeit,
mit ausgesuchter Höflichkeit,
legt endlich dann, mit vielen süßen
Empfehlungen und besten Grüßen
den Hörer wieder auf die Gabel –
Doch tut er noch mal auf den Schnabel
(nach all dem freundlichen Gestammel)
um dumpf zu murmeln: Blöder Hammel!
Der drüben öffnet auch den Mund
zu der Bemerkung: Falscher Hund!
So einfach wird oft auf der Welt
die Wahrheit wieder hergestellt.

Eugen Roth

24. Juni

Lostag: Wenn der Kuckuck noch lange nach Johannis schreit, wird unfruchtbare und teure Zeit.

Ein lustiger Beitrag zum heutigen Spiel:

Ein Gedicht von Heinz Erhardt 

Vierundzwanzig Beine rasen durch die Gegend ohne Ziel !
Und weil sie so rasen müssen, nennt man das ein Rasenspiel !

Rechts und links steh`n zwei Gestelle , je ein Spieler steht davor .
Hält den Ball er , ist ein Held er . Hält er nicht , schreit man : „ Du Tooor !“

Fußball spielt man meistens immer mit der unteren Figur
Mit dem Kopf , obwohl`s erlaubt ist , spielt man ihn ganz selten nur !

Johannistag (24. Juni)

Sechs Monate vor Jesu Geburt gedenken wir der Geburt Johannes des Täufers.

Der Johannistag gilt als letzter Tag der Spargelernte. Den Rest des Sommers geben Spargelbauern ihren Pflanzen Ruhe, um sich wieder zu regenerieren.

Dass man diesen Tag als Geburtstag Johannes des Täufers begeht, hat mit dem Sonnenstand zu tun. Nach dem 24. Juni werden die Tage kürzer. Das Johannesfest verdrängte im Mittelalter das heidnische Sonnenwendfest.
Gegenstück zum Johannestag bildet im Kalender der Geburtstag Jesu, der 25. Dezember, an dem traditionell die Ankunft des Lichtes gefeiert wurde. Während die Tage mit der Geburt Jesu zunehmen, nehmen sie mit der Geburt des Täufers ab.
Dem entspricht ein Satz, mit dem Johannes der Täufer einen Rangstreit zwischen den Jüngern Jesu und seinen eigenen Jüngern entschied. Er sagte — ganz bescheiden: „Er (Jesus) muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Johannes 3, 30)

Zeitlich orientiert sich der Tag auch am Bericht im 1. Kapitel des Lukasevangeliums. Dort heißt es bei der Verkündigung an Maria, dass Elisabeth, die Mutter des Johannes, im sechsten Monat schwanger war.
Johannes der Täufer kam sechs Monate vor Jesus, seinem Vetter, zur Welt. Als Prophet lebte er von Heuschrecken und wildem Honig und kleidete sich in einem Gewand aus Kamelhaaren. Er kündigte das nahe Kommen des Messias, des göttlichen Erwählten, an und rief zur Umkehr auf, als deren Zeichen er die Taufe im Jordan vornahm.
Auch Jesus ließ sich von ihm taufen. Als Johannes den Herrscher von Galiläa, Herodes Antipas, wegen dessen Ehe mit der Schwägerin Herodias kritisierte, wurde er ins Gefängnis geworfen. Auf Wunsch seiner Stieftochter Salome ließ Herodes den Täufer hinrichten (Matthäusevangelium, Kapitel 3,4,9,11,14)
Überall im Land findet man jetzt die Sonnwendfeuer. Es gibt aber auch noch anderes Brauchtum.
Früher wurde an diesem Tag der Dorfbrunnen gereinigt und aus diesem Anlass ein Brunnenfest begangen. An dessen Anfang stand natürlich eine Andacht, in der man Gott für das Wasser dankte und um dessen Erhalt bat.
Zugleich gedachte man der Taufe Jesu im Jordan und der eigenen Taufe

25. Juni

Neues auf der HP: Die Juni-Digibilder

Alte Bauernregel: Ist der Juni warm und nass, gibt's viel Korn und noch mehr Gras.

Gute Stunde

Erdbeeren glühn im Garten,
ihr Duft ist süß und voll,
mir ist, ich müsse warten,
dass durch den grünen Garten
bald meine Mutter kommen soll.
Mir ist, ich bin ein Knabe,
und alles war geträumt,
was ich vertan, versäumt,
verspielt, verloren habe.
Noch liegt im Gartenfrieden
die reiche Welt vor mir,
ist alles mir beschieden,
gehöret alles mir.
Benommen bleib ich stehen
und wage keinen Schritt,
dass nicht die Düfte verwehen
und meine guten Stunden mit.

Hermann Hesse

26. Juni

Folgende Zeilen bekam ich einmal von einer lieben Freundin geschickt:

Gibt es Engel ?
Haben wir alle einen persönlichen Engel ,unseren Schutzengel ?
Fragen die wir uns stellen und die wir nicht beantwortet bekommen.
 
Der Gedanke dass dort ein Engel mich gerade bewacht und mir ein Licht hält
damit ich aus meiner inneren Dunkelheit herausfinde,
dieser Gedanke hat etwas Beruhigendes.

Vielleicht sind sie uns näher als wir vermuten.
                             
Entspanne Dich und finde Ruhe in Dir. 
Lass Deine Sorgen und Ängste für einen Augenblick  ruhen. Werde ganz still und fühle...
 
Fühle die Wellen von sanfter Liebe und grenzenlosem Verstehen die dir entgegenströmen.
Eine zärtliche Berührung in deinem Herzen, einen sanften Windhauch auf deiner Haut. 
Lasse dich fallen, frei und ohne Angst, denn alles das was du jetzt fühlst, ist ein liebendes Zeichen deines persönliche Engels.
Er ist einfach da für dich. Er lacht mir dir und er weint mit dir.
Dein Engel ist überall, er ist im blauen Himmel über dir, er ist im Gesang der Vögel und im Rauschen der Fichten,
in den Farben des Regenbogens, in den Irrlichtern die über dem Moor tanzen und im bernsteinfarbenen Licht der tief stehenden Sonne.

 

                                                         
 " Engeltraum "
 
Ein Engel erschien mir im Traum heut' Nacht
ich blickte zu ihm und sah, dass er lacht
"Lachst du mich aus?" fragte ich erstaunt
"Nein, ich bin immer so gut gelaunt"

Ich unterhielt mich mit ihm auf seltsame Weise
denn er berichtete von einer sehr langen Reise.
Er reiste durch Träume, Nacht für Nacht,
er war der Engel, der Verliebte bewacht

"Verliebt war ich doch schon so oft bisher,
warum kamst du denn nicht früher hierher?"
"Ich bin nicht der Engel der Einsamkeit!
Ich sehe nicht gerne Kummer und Leid"

"Ich hoffte so sehr dich glücklich zu sehn
und nun darf ich endlich vor dir stehn.
Dein Herz ist nun frei von jeglichen Schmerzen
denn du wirst geliebt, von ganzem Herzen!"
Unbekannt

27. Juni

Lostag: Wenn es an Siebenschläfern regnet, ist man sieben Wochen mit Regen gesegnet.

Siebenschläfer ist die beste Bauernregel, aber ... Tag der Wetterpropheten und des guten Schlafs

Für viele Hobby-Meteorologen ist der 27. Juni der Tag, an dem sich das Wetter für die nächsten Wochen entscheidet. Scheint an Siebenschläfer die Sonne, so ist mit sieben Wochen schönem Wetter zu rechnen, weiß der Volksmund.
 
Wenn es also nach der alten Bauernregel geht, müssten wir uns an diese Prognosen halten. Die Freude könnte aber zu früh sein. Der Siebenschläfer ist zwar die beste Bauernregel, aber man darf nicht exakt auf das Datum schauen, entscheidend ist, wie das Wetter in den ersten Julitagen sein wird.
Wenn sich Anfang Juli ein stabiles Sommerhoch bildet, liegt zumindest in Süddeutschland die Chance bei 70 Prozent, dass auch die kommenden Wochen schön sein werden.
In der Mitte Deutschlands betrage die Wahrscheinlichkeit noch 60 Prozent.
An der Küste dagegen seien es nur noch 50 Prozent. Das habe eine Untersuchung der Freien Universität Berlin ergeben.
"Keine andere Bauernregel ist demnach so genau wie diese", betont der Wetterexperte. "Denn 70 Prozent sind eine stramme Sache. Allerdings mit der Einschränkung, dass die Regel eben für die Küste nicht gilt."
Mit Prognosen für die erste Juliwoche und damit für die kommenden Wochen muss man sich zurückhalten. Was den Sommer insgesamt angeht, heißt es: 'Wir wissen, dass wir nichts wissen. Wenn jemand etwas anderes vorhersagt, ist das unseriös.'

Warum ausgerechnet der 27. Juni entscheidend für das Wetter des Sommers sein soll, erklären Experten so: Den Siebenschläfertag gab es schon vor der Reform unseres heutigen Kalenders. 1582 wurden zehn Tage ersatzlos gestrichen. Dadurch rutschte der Termin auf Ende Juni.

Legende über sieben Schlafende
Seinen Namen hat der Siebenschläfertag nicht von dem gleichnamigen Nagetier, sondern von einer Legende über sieben schlafende Brüder: Maximianus, Malchus, Martinianus, Dionysius, Johannes, Serapion und Constantinus.
Sie flüchteten im Jahr 251, während der Christenverfolgung, in der Nähe des türkischen Ephesus vor Kaiser Decius in eine Höhle und fielen dort in einen tiefen, fast 200 Jahre dauernden Schlaf.
Im Jahr 446 sollen sie wieder aufgewacht sein. Die sieben Brüder allerdings glaubten, sie hätten nur eine Nacht geschlafen. Malchus wollte Brot kaufen und gab den Kaufleuten Münzen mit dem Bild von Kaiser Decius. Doch dessen Herrschaft war längst beendet und die Münzen war ungültig. So wurde die Geschichte von den Siebenschläfern in Ephesus bekannt.
 
Über viele Jahrhunderte verehrte die katholische Kirche die Siebenschläfer (27. Juni) als Heilige. Gläubige Christen bitten die Siebenschläfer um einen guten Schlaf. Mittlerweile sind die Siebenschläfer zwar aus dem offiziellen Heiligenkalender der Kirche verschwunden. Doch vereinzelt gibt es noch Kirchen und Kapellen, die den Siebenschläfern geweiht sind.
Eine Siebenschläfer-Kirche steht im niederbayerischen Rotthof bei Ruhstorf (Landkreis Passau) und eine kleine, erst kürzlich renovierte Kapelle in Stegaurach bei Bamberg.
Vor vielen hundert Jahren führte der Handelsweg zwischen den Bischofsstädten Bamberg und Würzburg an Stegaurach vorbei. An einer Furt, so wird berichtet, sei ein Fuhrmann mit seinem Gespann stecken geblieben. Schließlich habe er gelobt, eine Kapelle an dieser Stelle zu errichten, wenn er gerettet werde. Gegen 1600 sei schließlich ein erster Holzbau entstanden, ehe gegen Ende des 17. Jahrhunderts die Kapelle weitgehend ihre heutige Gestalt annahm.
 
Die Siebenschläfer-Verehrung ist mittlerweile weitgehend unmodern geworden. Die obige Wetterregel kenne dagegen fast jeder.
Einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen den Heiligen Siebenschläfern und dieser Wetterregel gebe es nicht, wird berichtet.

28. Juni

Ich wünsche dir ein warmes Herz und darin eine Nachtigall.

Ich wünsche dir einen Himmel voller Sonne und singender Vögel.

Ich wünsche dir starke Hände, um zu tragen,
und offene Arme, um zu lieben.

Ich wünsche dir einen guten Gott, der dich jeden Tag segnet.

Ich wünsche dir von Zeit zu Zeit einen weichen Sessel, um einzuschlafen.

Ich wünsche dir ein Jahr, von dem du sagen wirst: Es möge Jahre dauern.

Phil Bosmans

29. Juni

Lostag: Schön zu Sankt Paul, füllt Taschen und Maul.

 

Insel der Gefühle

Es war einmal eine Insel, wo alle verschiedenen Gefühle lebten.
Das Glück, die Traurigkeit, das Wissen und all die anderen ... auch die Liebe.
Eines Tages meldete man den Gefühlen, dass die Insel sinken wird. So bereiteten sie ihre Schiffe vor und verließen die Insel. Nur die Liebe wollte bis zum letzten Moment bleiben.

Als die Insel unterging, rief sie um Hilfe.

Der Reichtum war in der Nähe mit einem Luxusschiff.
Die Liebe fragte ihn: Reichtum, kannst du mir helfen? Nein, weil ich zuviel Geld und Gold auf meinem Schiff habe, so hab ich keinen Platz für dich.

Die Liebe fragte sodann den Hochmut um Hilfe, der auch in der Nähe mit seinem wunderschönen Boot vorbeifuhr. Ich kann dir nicht helfen. Du bist ganz nass und könntest mein Boot beschmutzen.

Als die Traurigkeit vorbeisegelte, fragte die Liebe: Traurigkeit, lass mich mit dir gehen! Oooh... Liebe, ich bin so traurig, ich möchte besser alleine bleiben.

Auch das Glück ist weitergefahren. Es war sooo glücklich, dass es die Liebe nicht hörte...

Und plötzlich hörte die Liebe eine Stimme: Komm, komm mit! Ich nehme dich mit. Das war ein alter Mann, der gesprochen hatte. Die Liebe war so glücklich, so zufrieden, dass sie nicht nach seinem Namen gefragt hat.

Als beide auf festem Boden ankamen, ging der Alte weg. Dei Liebe merkte, wie viel sie dem Alten schuldete und fragte das Wissen: Wer hat mir geholfen?
Das war die Zeit, antwortete das Wissen. Die Zeit?!, fragte die Liebe, aber warum hat die
Zeit mich gerettet?

Das Wissen lächelte weise und antwortete ihr: Weil nur die Zeit verstehen kann, wie wichtig
die Liebe ist...

30. Juni

Sprichwort: Schwärmende Bienen stechen bald.

Gesunde Knabbereien – auch für uns Fußballverrückte

Ab und zu Bier, Pizza und Chips sind für die meisten Menschen kein Problem. Wird aber die kalorienreiche Zwischenmahlzeit während der WM zur Gewohnheit, dürfte die Waage nach dem Endspiel ein paar Pfund mehr anzeigen.
Die Kommunikation fetter Snacks mit alkoholischen Getränken bekommt der Figur gar nicht. So lange der Organismus mit dem Alkohol fertig werden muss, baut er kaum Fett ab und lagert es in der Körpermitte ab. Die Folgen: Bierbauch und Hüftgold.

Alternativen:

Spieße aller Art
Ob mit Frucht- oder Gemüsestücken, mit Cocktailtomaten und Mini-Mozarella – bunt bestückte Holzspieße machen Laune. Je mehr Obst und Gemüse zum Einsatz kommen, desto gesünder. Käse- oder Schinkenwürfel geben dem Ganzen die richtige Würze.
Wer mag, stimmt die Zusammensetzung farblich auf die Flaggen der Fußballnationen ab.

Fettarme Knabbereien
Rohkoststreifen, Popcorn, Puffreis, Salzstangen, sowie Apfel- und Bananenchips enthalten weniger Fett als Flips und Chips, krachen beim Reinbeißen aber genauso schön.
Gut für die Nerven: eine Hand voll Nüsse. Die haben allerdings reichlich Kalorien.

Fingerfood exotisch
Wraps, also gefüllte Weizentortillas, sind zwar aufwändig in der Zubereitung, machen aber auch viel her. Als Füllung empfehlen sich je nach Geschmack Blattsalate, Rucola, Hühnerbruststreifen, Lachs, Avocado und Tomatenscheiben. Auch Sushi lassen sich prima mit den Fingern essen, so dass für den Gastgeber wenig Geschirr zum Spülen anfällt.
Ein weiterer Vorteil: Der Sushireis – gut gewaschenen Klebereis in Wasser, Reisessig und mit etwas Zucker garen – lässt sich gut vorbereiten. Rohen Fisch muss niemand zu sich nehmen. Sushi lassen sich auch mit Gurken, Avocado, Rührei und sauer eingelegtem Rettich bestücken.

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