Juni 2007
Der Rose süßer Duft genügt,
Man braucht sie nicht zu brechen -
Und wer sich mit dem Duft begnügt,
Den wird ihr Dorn nicht stechen.
Friedrich von Bodenstedt

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Juni
Schön wie niemals sah ich jüngst die Erde.
Einer Insel gleich trieb sie im Winde.
Prangend trug sie durch den reinen Himmel
ihrer Jugend wunderbaren Glanz.Funkelnd lagen ihre blauen Seen,
ihre Ströme zwischen Wiesenufern.
Rauschen ging durch ihre lichten Wälder.
Große Vögel folgten ihrem Flug.Voll von jungen Tieren war die Erde.
Fohlen jagten auf den grellen Weiden,
Vögel reckten schreiend sich im Neste,
gurrend rührte sich im Schilf die Brut.Bei den roten Häusern im Holunder
trieben Kinder lärmend ihre Kreisel.
Singend flochten sie auf gelben Wiesen
Ketten sich aus Halm und Löwenzahn.
Unaufhörlich neigten sich die grünen
jungen Felder in des Windes Atem,
drehten sich der Mühlen schwere Flügel,
neigten sich die Segel auf dem Haff.
Unaufhörlich trieb die junge Erde
Durch das siebenfache Licht des Himmels.
Flüchtig nur wie einer Wolke Schatten
Lag auf ihrem Angesicht die Nacht.
(1935)Marie Luise Kaschnitz
Kirsche 2007
Unterländer Kirsche – Süße Versuchung
Der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg hat die Unterländer Kirsche zur regionalen "Streuobstsorte des Jahres 2007" gekürt. Diese besonders dunkle Süßkirsche aus der Gruppe der Knorpelkirschen soll einst als Sämling in der Gegend von Esslingen entstanden sein. Längst hat die Unterländer Kirsche ganz Württemberg erobert, sie findet sich heute auch am badischen Oberrhein.
Die Unterländer Kirsche blüht recht früh, was sie eben leider auch empfindlich für Spätfröste macht. Sie bevorzugt tiefgründige Böden. Größte Ertragssicherheit bietet sie in den wärmeren Lagen, also im so genannten Weinbauklima. Der Baum bildet eine breite pyramidenartige Krone aus.
Süßkirschen genießt man am besten frisch vom Baum. Die Unterländer ist aber auch gut zum Einmachen geeignet.
Die glänzende, nahezu schwarze Frucht mit ihrem intensiven Aroma ist der verbreiteten Großen Schwarzen Knorpelkirsche sehr ähnlich. Die dunkle Färbung wird von einem besonders hohen Anteil roter Farbstoffe hervorgerufen, den Anthozyanen. Diese gelten unter anderem als entzündungshemmend und bindegewebsfestigend - einschließlich des Zahnfleischs.
Die Unterländer Kirsche reift je nach Region Mitte bis Ende Juli, wobei vor allem das zwei- und dreijährige Fruchtholz trägt - älteres Fruchtholz verkahlt leicht. Dank des festen Fruchtfleischs gilt die Unterländer Kirsche als vergleichsweise transportfest. Dennoch spielt sie wie alle Hochstamm-Kirschen heute nur noch eine untergeordnete Rolle als reine Liebhabersorte.
Das Lied vom Kirschbaum
Zum Frühling sagt der liebe Gott
"Geh, deck dem Wurm auch seinen Tisch!"
Gleich treibt der Kirschbaum Laub um Laub,
vieltausend Blätter, grün und frisch.Das Würmchen ist im Ei erwacht,
es schlief in seinem Winterhaus;
es streckt sich, sperrt sein Mäulchen auf
und reibt die blöden Augen aus.Und darauf hat's mit stillem Zahn
an seinen Blätterchen genagt;
es sagt: "Man kann nicht weg davon!
Was solch Gemüs' mir doch behagt!"-Und wieder sagt der liebe Gott:
"Deck jetzt dem Bienchen seinen Tisch!"
Da treibt der Kirschbaum Blüt' an Blüt",
vieltausend Blüten, weiß und frisch.Und's Bienchen sieht es in der Früh
im Morgensonnenschein und fliegt heran
und denkt: Das wird mein Kaffee sein;
was ist das kostbar Porzellan!Wie sind die Tässchen rein gespült!"
Es steckt sein Züngelchen hinein,
es trinkt und sagt: Wie schmeckt das süß!
Da muss der Zucker wohlfeil sein!"Zum Sommer sagt der liebe Gott:
"Geh, deck dem Spatzen seinen Tisch!"
Da treibt der Kirschbaum Frucht an Frucht,
vieltausend Kirschen, rot und frisch.Und Spätzchen sagt: "Ist's so gemeint?
ich setz' mich hin, ich hab' App'tit,
das gibt mir Kraft in Mark und Bein,
stärkt mir die Stimm' zu neuem Lied."-Da sagt zum Herbst der liebe Gott:
"Räum fort, sie haben abgespeist!"
Drauf hat die Bergluft kühl geweht,
und 's hat ein bissel Reif geeist.Die Blätter werden gelb und rot,
eins nach dem andern fällt schon ab,
und was vom Boden stieg herauf,
zum Boden muss es auch hinab.Zum Winter sagt der liebe Gott:
"Jetzt deck, was übrig ist, mir zu!"
Da streut der Winter Flocken drauf;
nun danket Gott und geht zur Ruh'!Hebel, Johann Peter (1760-1826)
Die Krawatte - Bericht für meine Besucher gefunden
Während des Dreißigjährigen Krieges wurden kroatische Soldaten gesichtet, die ein Tuch um den Hals trugen. Das erklärt, dass der Begriff Krawatte aus dem Kroatischen stammt. Ursprünglich war sie ein Kälteschutz. Historisch gesehen ist der Schlips verrucht: In der Gaunersprache wurde ein Wucherer Krawattenmacher genannt, und in Indianersprachen Amerikas ist der Begriff Krawatte Synonym für den Würgegriff. Dahinter stehen Erfahrungen. Allem zum Trotz ist die Krawatte heute ein Muss für den erfolgsorientierten Mann. Doch wie lange noch?
Eigentlich erstaunlich, dass ein längliches, doppelt gearbeitetes Stück Stoff, das oben schmal, unten breit ist und mit Hilfe eines Knotens den Hals einschnürt, Weltkarriere machen konnte. Dabei wurde sie,
nie unkritisch gesehen. Mediziner können anschaulich erläutern, was im Organismus eines Mannes passiert, der seinen Schlips zu straff zieht. Es handelt sich um Vorgänge wie bei einer Strangulation. Atemnot, Unwohlsein, manchmal Übelkeit, bis hin zu Herzschmerz - und mitunter der Befreiungsschlag.Unvergesslich, wie der inzwischen verstorbene Prinzgemahl der niederländischen Königin, Claus von Amsberg, während einer Preisverleihung seine Contenance verlor. Begleitet vom Ausruf "Weg mit dieser Würgeschlange!", fetzte sich der sonst immer höfliche Würdenträger die Krawatte vom Hals.
Trotzdem sind Männer, die in der Öffentlichkeit agieren, oben zu. Ausgerechnet die Japaner machen nun gegen den Schlips mobil. Im Land der Rituale und Standesregeln lautet das Motto: Krawatte ab für den Klimaschutz. Der Staat muss sparen, und Japan hat heiße Sommer mit über 40 Grad Celsius, selbst im Spätherbst kann es schwül sein. Deshalb hat jedes Bürohaus leistungsstarke Klimaanlagen, die viel Energie fressen. Wären sie weniger stark eingestellt, wäre die Einsparung enorm. Selbst Premierminister Koizumi forderte sein Kabinett auf, bei Sitzungen auf die Krawatte zu verzichten. Politisch korrekt wies er daraufhin, dass Japan damit den Verpflichtungen des Kyoto-Protokolls besser nachkommen könne.
Schon viele Gruppierungen hatten der Krawatte den Kampf angesagt. Die Achtundsechziger verloren ihn, die Fastnachtsweiber am Rhein, die ihn am Schmutzigen Donnerstag seriell mit der Schere kürzen, ebenso. Bei den Japanern aber scheint die Angelegenheit in guten Händen zu sein, sie verfügen über die Konsequenz, Erkenntnisse umzusetzen. Es könnten 310 Millionen Liter Heizöl gespart werden, hat einer errechnet.
Man muss sich vorstellen, mit welchen Entzugserscheinungen japanische Businessmänner jetzt zu kämpfen haben. Sie sind im Zugzwang, denn ihr Premier tritt bei Staatsgeschäften mit blauem Hemd, das er locker über der Hose trägt, auf. Auch Chefs von Toyota wurden mit offenen Hemdkragen gesichtet. Der eine oder andere wird sich erst an die neu gewonnene Freiheit gewöhnen müssen.Auch in der Alten Welt ist das unbequeme Tragen von Krawatten eine alte Gewohnheit. Manche halten den Strang zwischen Adamsapfel und Bauchnabe sogar für sexy. Sie würden ihren Schlips ebenso wenig opfern wie Frauen ihre hochhackigen Schuhe, obwohl nachgewiesen ist, wie ungesund sie sind. Die Vorstellung, dass Konzernlenker mit nacktem Hals in TV-Kameras sprechen, ist gewöhnungsbedürftig. Schwer vorstellbar.
In Japan aber ist es gelungen, eine Frau sorgte dafür. Umweltministerin Yuriko Koike hatte sich markig gegeben: "Ich werde niemanden mit Krawatte in meinem Büro dulden." Krawattenabstinenz ist auf einmal zu einer Karriereoption geworden. Und was erwartet Beschlipste unter der Kanzlerin Angela Merke!?
Traurigkeit die jeder kennt
Man weiß von vornherein, wie es verläuft.
Vor morgen früh wird man bestimmt nicht munter.
Und wenn man sich auch noch so sehr besäuft:
die Bitterkeit, die spült man nicht hinunter.Die Trauer kommt und geht ganz ohne Grund.
Und angefüllt ist man mit nichts als Leere.
Man ist nicht krank. Und ist auch nicht gesund.
Es ist, als ob die Seele unwohl wäre.Man will allein sein. Und auch wieder nicht.
Man hebt die Hand und möchte sich verprügeln.
Vorm Spiegel denkt man: "Das ist dein Gesicht?"
Ach, solche Falten kann kein Schneider bügeln.Vielleicht hat man sich das Gemüt verrenkt?
Die Sterne ähneln plötzlich Sommersprossen.
Man ist nicht krank. Man fühlt sich nur gekränkt.
Und hält, was es auch sei, für ausgeschlossen.Man möchte fort und findet kein Versteck.
Es wäre denn, man ließe sich begraben.
Wohin man blickt, entsteht ein dunkler Fleck.
Man möchte tot sein. Oder Gründe haben.Man weiß, die Trauer ist sehr bald behoben.
Sie schwand noch jedes Mal, so oft sie kam.
Mal ist man unten, und mal ist man oben.
Die Seelen werden immer wieder zahm.Der Eine nickt und sagt: "So ist das Leben."
Der andre schüttelt seinen Kopf und weint.
Wer traurig ist, sei's ohne Widerstreben!
Soll das ein Trost sein? So war's nicht gemeint.Erich Kästner
Rosenduft ...Ich sitze am See und träume, über mir rauschen die Bäume. Süßer Rosenduft liegt in der Luft. Plötzlich ich mich erinnern kann, mit EINER Rose fing alles an. Tanzstundenball, lange ist es her, mit einer Rose kam er daher. Ach, was waren wir verliebt, ich glaubte kaum, dass es das gibt. Mit roten Rosen zum Traualtar, ein Märchen wurde wahr. Schwerer Rosenduft, nimmt mir fast die Luft. Mit Kindern wurde die Ehe gesegnet und wieder hat es Rosen geregnet. Mein Herz wird plötzlich schwer, ich rieche den Rosenduft nicht mehr! Was war damals nur geschehen? Ich konnte es nicht verstehen. Eine Liebe begann zu sterben, alles lag in tausend Scherben. Was mit EINER Rose angefangen, ist mit Dornen zu Ende gegangen.Heidi Gotti
Abseits
Es ist so still; die Heide liegt
im warmen Mittagssonnenstrahle,
ein rosenroter Schimmer fliegt
um ihre alten Gräbermale;
Die Kräuter blühn; der Heideduft
steigt in die blaue Sommerluft.Laufkäfer hasten durch’s Gesträuch
in ihren goldnen Panzerröckchen,
die Bienen hängen Zweig an Zweig
sich an der Edelheide Glöckchen;
Die Vögel schwirren aus dem Kraut –
Die Luft ist voller Lerchenlaut.Ein halbverfallen ‚niedrig’ Haus
Sieht einsam hier und sonnenbeschienen;
Der Kätner lehnt zur Tür hinaus,
behaglich blinzelnd nach den Bienen;
sein Junge auf dem Stein davor
schnitzt Pfeifen sich aus Kälberrohr.Kaum zittert die Mittagsruh
Ein Schlag der Dorfuhr, der entfernten;
Dem Alten fällt die Wimper zu,
er träumt von seinen Honigernten.
Kein Klang der aufgeregten Zeit
drang noch in diese Einsamkeit.Theodor Storm
Blaubeeren
Viele kennen die kleinen blauen Beeren noch aus der Kindheit. Im Wald wurden sie direkt vom Strauch gepflückt. Die blau gefärbte Zunge verriet was man gegessen hatte.
In einem Märchen wird behauptet, dass überall dort, wo Heidelbeeren wachsen, Zwerge ein- und ausgehen.
Blau ist ohnehin eine beliebte Märchenfarbe: Ein schwedisches Kinderbuch erzählt vom Hänschen im Blaubeerenwald.Doch früher war die Beerenlese kein Kinderspiel.
Im Schwarzwald ist bekannt, dass dort die Heiberhexen den Wald stürmen, sobald die Heidelbeeren reif sind. Früher wie heute. Nur früher wurde damit oft der ärmliche Speiseplan der Dörfler belebt oder die Haushaltskasse mit dem anstrengenden Sammeln aufgebessert.Der Farbstoff in den Waldheidelbeeren wird schon lange genutzt – die Kelten färbten mit Heidelbeeren die Gewänder ihrer Sklaven violettrot.
Usprünglich kommt die Heidelbeere vor allem in den Kiefern- und Fichtenwäldern sowie in Hochmooren und Heiden Eurasiens und Nordamerikas vor. Sie ist eine typische Wildfrucht. Vor etwa 100 Jahren begann man in Nordamerika wild wachsende Sträucher zu kultivieren.
Die Kulturheidelbeere stammt also von den Blueberries ab, die fast murmelgroß und säurearm ist.
Der deutsche Name kommt wohl von „auf der Heide wachsende Beere“.
Der Weg des Lebens
Manchmal ist der Weg schwer und beschwerlich.
Manchmal ist er schnell und rauscht vorbei ...
zu schnell um den Moment festzuhalten.Manchmal bleibst du stecken, kommst nicht vor und zurück -
es liegt ein Stein im Weg der erstmal weg geräumt werden muss.
Du kannst deinen Weg der Vergangenheit verfolgen, kannst sehen was geschehen ist.
Manches mag wehtun, manches mag erfreuen.
Du kannst dir überlegen, welchen Weg
du für die Zukunft gehst.Doch du kannst nicht sehen, was dir dieser Weg bringt.
Doch auch wenn du das nicht weißt, lass es dein Weg sein.
Lass es nicht zu, dass wer anderes entscheidet,
wo du langzugehen hast.Du musst diesen Weg gehen und du musst dieses Leben leben.
Kein anderer außer dir muss mit dem eingeschlagenen Weg leben.Du musst ihn selber gehen, den Weg deines Lebens.
Geh Deinen Lebensweg und werde glücklich!
Bekam ich mit einem lieben Gruß von einer Freundin geschickt
Keltischer Baumkreis
Jeder Mensch ist einem Baum zugeordnet im keltischen Baumkreis.
Sieh nach deinem Geburtsdatum, und schau mal welcher Baum dein Bruder ist.
Bringt Glück, wenn man diesen Baum des Öfteren umarmt.
Es durchfließt deinen Körper neue Energie.
Begebe dich auf die Suche nach deinen Bruder Baum.
Die Hainbuche 04.06. – 13.06.
Die Hainbuche ist ein Haselgewächs, das das härteste europäische Nutzholz liefert. Sie ist fähig, die größten Verstümmelungen auszuhalten und doch wieder neu auszutreiben. Eng nebeneinander gesetzte Hainbuchen verwachsen zu einem beinahe undurchdringlichen Dickicht, weshalb sie in früheren Zeiten oft als "lebende Zäune" dienten.
An den Tagen der Hainbuche geborene Menschen sollen außerordentlich stark um Loyalität bemüht sein. Sie sind zäh und widerstandsfähig und kämpfen energisch für Gerechtigkeit. Sehr diszipliniert legen sie sich ganz klar fest und setzen sich hohe, aber erreichbare Ziele. Vom vielen Gerede halten sie nicht viel. - Sie handeln lieber.
Die im Baumzeichen der Hainbuche Geborenen sind die Zuversicht in Person. Unbeirrbar halten Sie an ihren Vorhaben fest und bringen sie durch ihre bewundernswerte Beharrlichkeit sicher zum Erfolg. Unbezwingbar ist ihr Siegeswille, wenn sie für ein lohnenswertes Ziel kämpfen. Ihre feste Überzeugung in die eigene Kraft und Unverwüstlichkeit lässt sie immer wieder neu erwachsen. Geduldig ertragen sie Unabänderliches und nehmen dabei allergrößte Belastungen auf sich. So manche Verletzung ihrer Seele ertragen sie geduldig und erstrahlen auch in diesen Situationen in einem Licht der absoluten Unverwundbarkeit. Ihr bewahrendes Wesen wird ihnen durch eine besondere innere Haltung der Gewissheit des Vergänglichen verliehen. Sie stehen über den Dingen und erhellen dadurch auch das Leben ihrer Mitmenschen.
Die Berge, die Meere, den Geist und das Leben
hat Gott zum Geschenk uns gemacht;
doch uns auch den Frieden, den Frieden zu geben,
das hat er nicht fertiggebracht!
Wir tasten und irren, vergehen und werden,
wir kämpfen mal so und mal so ...
Vielleicht gibt's doch richtigen Frieden auf Erden?
Vielleicht grade jetzt? - - Aber wo? ...(Heinz Erhardt, deutscher Humorist, 1909-1979)
Die kleine Weisheit
Vergessen können: Es ist mehr ein Glück als eine Kunst.
Der Dinge, die am meisten fürs Vergessen geeignet sind, erinnern wir uns am besten.
Das Gedächtnis ist nicht allein widerspenstig, indem es uns verlässt, wenn wir es am meisten brauchen, sondern auch töricht, indem es herangelaufen kommt, wenn es gar nicht passt.
In allem, was uns Pein verursacht, ist es ausführlich, aber in dem, was uns ergötzen könnte, nachlässig. Oft besteht das einzige Heilmittel unserer Schmerzen im Vergessen; aber wir vergessen das Heilmittel. Man muss jedoch seinem Gedächtnis bequeme Gewohnheiten beibringen; denn es reicht hin, Seligkeit oder Hölle zu schaffen.
Auszunehmen sind hier die Zufriedenen, die im Stande ihrer Unschuld ihre einfältige Glückseligkeit genießen.
???
Mit Worten will ich morgen behutsam umgehen.
Ob es mir bewusst oder unbewusst ist:
Worte haben eine ungeheure Macht.
Es ist, ob hinter ihnen eine Kraft fließt,
die ich nicht bändigen kann
außer durch Bedachtsamkeit.
Viele Mensche meinen, einen Partner oder einen Ort
wechseln zu müssen, damit es ihnen besser geht.
Sie bedenken nicht, dass sie sich selbst mitnehmen und
dass sie zuerst ihre Einstellung den Ereignissen gegenüber
ändern müssen.
Wenn das geschehen ist, brauchen sie nicht mehr zu fliehen.
Das Wesen der Umarmung
Bei einer richtigen Umarmung sollte jeder fest auf den Beinen stehen, die jeweils das eigene Körpergewicht tragen. Wer anlehnungsbedürftiger ist, sollte entspannt bleiben und erspüren, ob sein Gegenüber bereit ist, das Quäntchen Mehrbelastung zu tragen.
Das Wesen der Umarmung ist, dass jeder den Körper des anderen spürt und dessen Nähe genießt. Stellt sich Unbehagen ein, lieber abbrechen. Wenn einer der Partner sich wieder zurückziehen will, merkt der andere das an der Veränderung der Muskelspannung oder einer leichten Gewichtsverlagerung. Dann sollte man ihn freigeben
Eine Umarmung wird zum Akt der Liebe, wenn beide spüren: Der andere hält mich ja wirklich in den Armen! Die Umarmung wird mm Höhepunkt, wenn sich beide Beteiligten geborgen fühlen und sich vertrauen. Diese angenehmen Empfindungen führen zur inneren Ruhe, der erste Grad der Entspannung.
In einer längeren Umarmung, bei der sich die Partner fast wie beim engen Tanzen bewegen, hilft eine synchrone Atmung. Bei Angleichung des Atemrhythmus gelingt es jedem Partner mühelos, ich auf seine eigene Mitte zu konzentrieren. Letzte Nervosität verschwindet, man fragt sich nicht mehr, was der andere denkt oder je er sich fühlt.
Hat mir gefallen und … dann kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen, grins.
Ich warf eine Rose ins Meer
Ich warf eine Rose ins Meer,
eine blühende Rose ins grüne Meer.
Und weil die Sonne schien, Sonne schien,
sprang das Licht hinterher,
mit hundert zitternden Zehen hinterher.Als die erste Welle kam,
wollte die Rose, meine Rose, ertrinken.
Als die zweite sie sanft auf ihre Schultern nahm,
musste das Licht,
das Licht ihr zu Füßen sinken.Da fasste die dritte sie am Saum,
und das Licht sprang hoch,
zitternd hoch, wie zur Wehr;
aber hundert tanzende Blütenblätter
wiegten sich rot, rot, rot um mich her,
und es tanzte mein Boot,
und mein Schatten auf dem Schaum,
und das grüne Meer, das Meer.Dehmel, Richard (1863-1920)
Der Lavendel
Ohne Lavendel-Stauden können sich viele von uns einen Garten überhaupt nicht vorstellen. Klassisch kombiniert wird der Lavendel immer wieder mit Edel- oder Beetrosen. Und tatsächlich, das Blau des Lavendels passt zum Orange, Rot, Rosa oder Weiß der Rosen einfach vorzüglich.
Am besten ist dafür der gewöhnliche Garten-Lavendel geeignet. Er gilt als ausreichend winterhart und gedeiht wie alle Lavendelarten in der vollen Sonne am besten. Ein starker Rückschnitt im Frühjahr lässt konstant kompakte und reich blühende Pflanzen entstehen. Sogar rosa-, fliederfarbener, violetter und auch weißer Lavendel sind zu bekommen.
Wer kennt sie nicht, die sich wie blaue Bänder durch die hügelige Landschaft der Provence ziehenden Lavendelfelder? Die Ernten dieser Ländereien sind Bestandteile der besten französischen Seifen und Parfüms. Aber auch in der bekannten Gewürzmischung "Kräuter der Provence" darf der Lavendel keinesfalls fehlen.Die Inhaltsstoffe des Lavendels haben jedoch noch viel mehr zu bieten. Tasten wir uns doch einmal an den Geschmack heran und legen z. B. ein paar Lavendelrispen in einen guten Weinessig - der passt dann herrlich zu Radicchio-Salat. Zucker und Lavendel luftdicht in einem Schraubglas eine Woche lang gemeinsam stehen gelassen, ergeben einen herrlich duftenden Lavendel-Zucker. Er aromatisiert Gebäck, Kompott und Kuchen auf ganz besondere Art.
Manch Kräutlein
Manch Kräutelein hat Gott gestellt
in uns´re wunderschöne Welt,
es ist zum Nutzen uns gedacht,
zur Hilf´ und Freude uns gemacht.
Man sieh nur die Kamille an,
mit ihrer zarten Blüte.
Wie sie im Wind sich wiegen kann
und nur durch seine Güte.
Sie bringet uns so mancherlei,
hilft uns bei Magenleiden.
So könnten wir ein wenig auch
uns seiner dankbar zeigen.
Der Fingerhut in seiner Pracht
hilft, daß uns das Herze lacht,
sollt man sich vorm Gift auch hüten,
dem Hertzen helfen seine Blüten.
Holunder ist für vieles gut,
ja selbst in unsern Küchen.
Verwöhnt den Gaumen zart und fein,
mit mancherlei Genüssen.
Auch hilft er uns wenn wund der Hals,
und Grippe stellt sich ein
aus seinen Blüten nimm ein Bad,
was könnte schöner sein.
Der Fenchel breitet seinen Duft
in unsrer Küche aus.
Er lädt mit seinem Wohlgeschmack
uns freundlich ein zum Schmaus.
Mit seinem Samen bringt er uns
so manche Linderung,
sein Tee tut unserm Magen gut
schenkt uns Beruhigung.
So gibt es vieles was man könnt
aufzählen ohne Ende.
Genießen wir´s voll Dankbarkeit
und falten still die Hände.© ChT
und der link zu ihr: http://www.lesetraum.beep.de
Duftöle
Im antiken Griechenland gehörten Duftöle zum täglichen Bedarf. Ihre Zubereitung lag in den Händen der Frauen, die dafür Oliven-, Mandel- oder Nussöl durch Erhitzen eindickten. Nach dem Abkühlen kamen wohlriechende Pflanzen wie Majoran, Ginster, Iris, Minze oder Narzisse dazu. Die Zugabe von Salz und Gummi arabicum machte die dick-flüssigen, duftenden Hautöle anschließend haltbar.
Gummi arabicum ist ein nützliches, wenn auch eher teueres, Verdickungsmittel, Emulgator, Füllstoff und Filmbildner. In der Getränkeindustrie ist das Verwenden von Gummi arabicum weit verbreitet, um Geschmacksstoffe und essenzielle Öle zu stabilisieren, z.B. in Konzentraten für Limonaden. Es wird auch bei Süßwaren eingesetzt, z.B. bei Weingummi, Bonbons und als Schaumstabilisator bei Marshmallows
Was ist Gummi arabicum
Gummi arabicum (auch bekannt als E414, Akaziengummi) wird aus dem Pflanzensaft von Stielen und Zweigen der sub-Saharischen (Sahel Zone) Bäume Acacia senegal und Acacia seyal hergestellt. Es entsteht auf natürliche Weise als große Knötchen wenn die Wunden in der Rinde des Baumes verschlossen werden. Diesen Vorgang nennt man auch Gummifluss. Wenn die Rinde eines Baumes eingeschnitten wird, produziert der Baum Gummi um den Spalt zu schließen. Dieser Vorgang dauert ungefähr 3-8 Wochen.Es ist bekannt, dass die Ägypter Gummi arabicum als Verdickungsmittel und bei der Mumifizierung verwendeten.
Baumharze gelten als die ältesten, bekannten Bindemittel. Traganthgummi wurde bereits von den alten Ägyptern verwendet. Der in Persien, Kleinasien, Griechenland und Südamerika beheimatete Strauch und Schmetterlingsblütler Astragalus wird an seiner Rinde aufgeschnitten, worauf ein zähflüssiger Saft ausfließt. Dieser erstarrt in wenigen Tagen zu einem Harz, welches in groben Stücken oder als feines Pulver gehandelt wird. Das aus einer Akazienart gewonnene Gummi Arabicum wurde schon vor über 4000 Jahren mit Wasser und mit Pigmenten vermischt. Noch heute ist Gummi Arabicum das wichtigste Bindemittel für Aquarellfarben.
Öl ist vielfältig einsetzbar, unter anderem auch als Badezusatz. Da sich Öl und Wasser jedoch nicht von alleine mischen, braucht man für ein wohltuend duftendes Bad aus ätherischen Ölen einen Emulgator. Zu den natürlichen Emulgatoren zählen beispielsweise Sahne, Milch oder Honig.
Und so mischt man sich das Aroma-Ölbad selbst:
Lieblich: Für ein Rosenölbad benötigt man drei Esslöffel Sahne oder Milch sowie sechs Tropfen ätherisches Rosenöl.
Sinnlich: In ein Vanille-Honigbad kommen drei Esslöffel Sahne oder Milch, ein Teelöffel Honig sowie zwei Tropfen Vanille-, Zimt- und Zitronenöl.
Belebend: Für ein Rosmarinbad benötigt man drei Esslöffel Sahne oder Milch, vier Tropfen Rosmarin- und zwei Tropfen Orangenöl.
Die Kraft in der
geistigen Welt ist reines
Sein und vollkommene
Schönheit;
denn wo wäre das Schöne,
das des Seins beraubt wäre
und wo das Sein, das der
Schönheit beraubt wäre?Denn wo das Schöne aufhört,
da hört auch das Sein auf!
Darum ist das Sein
begehrenswert, weil es
mit dem Schönen identisch
ist, und das Schöne so
liebenswert, weil es das
Sein ist.* * * Plato * * *
Keltischer Baumkreis
Jeder Mensch ist einem Baum zugeordnet im keltischen Baumkreis.
Sieh nach deinem Geburtsdatum, und schau mal welcher Baum dein Bruder ist.
Bringt Glück, wenn man diesen Baum des Öfteren umarmt.
Es durchfließt deinen Körper neue Energie.
Begebe dich auf die Suche nach deinen Bruder Baum.
Der Feigenbaum 14.06. – 23.06.
Die Früchte des Feigenbaumes dienten den Menschen schon früh als wichtiges Nahrungsmittel. Selbst den Toten gab man im alten Ägypten als Wegzehrung für den Gang ins Jenseits Feigen mit. Doch nicht nur den Körper nährt der Feigenbaum. -
Unter einem Feigenbaum war es auch, wo Buddha Erleuchtung fand.Menschen, die im Baumzeichen des Feigenbaums geboren wurden, verbreiten eine Atmosphäre der Harmonie und Eintracht. Sie sind im Einklang mit der Natur und ihren Mitmenschen. Sie finden dort auch die Zufriedenheit ihres Seelenlebens. Für sie ist Erfüllung in der Partnerschaft ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Sie sind der ruhende Pol in der Familie und verbreiten eine beruhigende Gelassenheit. Diese Ruhe strahlt Sicherheit auf alle Menschen in ihrer Umgebung aus. Man fühlt sich in ihrer Nähe geborgen und weiß, es ist aus den Schätzen der Natur für alles gesorgt und es wird gerecht geteilt. Sie haben das Glück durch beständigen Fleiß für sich dauerhaft gebucht. Reichtum und Erfüllung sind bei ihnen Zuhause und bieten eine gute Basis für ein zufriedenes und erfülltes Leben.
König Friedrich I. von Württemberg war mit seiner geliebten Stute Selma auf einem Ausritt. Unterwegs begegnete er einem Bäuerle der vor seinen Karren zwei Esel gespannt hatte.
Leutselig fragte der König: „Wo wollt ihr drei den hin?“
Schlagfertig antwortete das Bäuerle: „Am vierten vorbei.“<-<-<-<-<-<-<-<-
Aus was besteht ein fünfgängiges schwäbisches Menu?
Ein Roschtbraten und vier Viertele!!!!<-<-<-<-<-<-<-<-
erzählt vom Schlossführer in Ludwigsburg
Schwarzer Vogel ...Schwarzer Vogel "Traurigkeit", spreizt die Flügel, macht sich breit. Bitte, flieg doch wieder fort, such Dir einen andern Ort. Traurig zu sein, ist nicht schön, man kann vor Tränen ja nichts sehn. Freunde, nehmt Euch in den Arm, vergesst schnell Kummer und Harm! Dann wird uns der Vogel meiden, und die Seelen müssen nicht leiden. Schwarzer Vogel flieg schnell fort, an einen weit entfernten Ort, dort musst Du fröhlich singen darfst nie mehr Kummer bringen!Heidi Gotti
Der Suchende
Es war einmal ein Suchender. Er suchte nach einer Lösung für sein Problem, konnte sie aber nicht finden. Er suchte immer heftiger, immer verbissener, immer schneller und fand sie doch nirgends. Die Lösung ihrerseits war inzwischen schon ganz außer Atem. Es gelang ihr einfach nicht, den Suchenden einzuholen, bei dem Tempo, mit dem er hin- und herraste, ohne auch nur einmal zu verschnaufen oder sich umzusehen.
Eines Tages brach der Suchende mutlos zusammen, setzte sich auf einen Stein, legte den Kopf in die Hände und wollte sich eine Weile ausruhen.
Die Lösung, die schon gar nicht mehr daran geglaubt hatte, dass der Suchende einmal anhalten würde, stolperte mit voller Wucht über ihn! Und er fing auf, was da so plötzlich über ihn hereinbrach und entdeckte erstaunt, dass er seine Lösung in Händen hielt.
Keltischer Baumkreis
Jeder Mensch ist einem Baum zugeordnet im keltischen Baumkreis.
Sieh nach deinem Geburtsdatum, und schau mal welcher Baum dein Bruder ist.
Bringt Glück, wenn man diesen Baum des Öfteren umarmt.
Es durchfließt deinen Körper neue Energie.
Begebe dich auf die Suche nach deinen Bruder Baum.
Die Birke - 24.06
Die Birke - mit ihrer frischen, weißen Rinde und den zarten, hellgrünen Blättchen - ist der Baum des Frühlings; sie ist der erste Baum, der nach dem Winter neue Blätter treibt.
Birken-Geborene sollen sich guter Gesundheit erfreuen und sich durch Bescheidenheit auszeichnen. Sie sind selbstbewusst, Eitelkeit oder Ehrgeiz aber kennen sie nicht. Sie sind bereit, viel zu leisten und Verantwortung zu übernehmen. Birken-Menschen sind ausgesprochen hilfsbereit. Und alles, was sie an Liebe und Verständnis erfahren haben, geben sie dreifach zurück.
Birke Geborene bringen Licht und Sonnenschein in den Alltag. Ihre gute Laune und ihr freundliches Lächeln verbreiten eine angenehme entspannte Atmosphäre und erheitern nahezu jedes Gemüt. Ihre reinen, unbeschwerten Gedanken vertreiben jedes düstere Mienenspiel auf den Gesichtern ihrer Mitmenschen. Durch ihr gutes Wesen heilen sie auch erlittene Verletzungen des Vertrauens und des Seelenfriedens. Mit ihrer freundlichen Zuneigung erobern sie die Herzen mit Leichtigkeit und laden zu spontanen Unternehmungen ein. So gewinnen sie ehrliches Vertrauen und Anerkennung. Ihre zarte Schönheit schlägt einen bezaubernden Bann und Bewunderung auf die Herzen. In ihrer Gesellschaft lässt es sich gut leben und man gewinnt Kraft aus einer starken Freundschaft mit einer(m) Birke-Geborenen
Rote Wolken am Himmel;
In den Bergen der Föhn;
Und ich freu' mich, ja, ich freu' mich,
ist der Morgen so schön.Rote Rosen am Hügel,
rote Beeren am Hag;
Und ich freu' mich, ja, ich freu' mich
am sonnigen Tag'.Sie sagen der Herbst kommt,
und das Laub fällt vom Baum',
und die Freude, ja, die Freude,
die verweht wie ein Traum.Kommt der Herbst dann und Winter,
weiß ich dennoch ein Glück,
dass ein jeder neue Frühling
bringt die Rosen zurück.^^Lied^^
Disteln - Kratzbürstige Schönheiten
Seit Menschengedenken verflucht und gefürchtet, aber auch geschätzt
Manche von ihnen wie die Silberdistel sind landschaftstypisch und deswegen beliebt, andere von ihnen wie die Acker-Kratzdistel gelten einfach als lästig. Gemeinsam ist ihnen der Name „Distel“, obwohl diese kratzenden Korbblütler verschiedenen Gattungen angehören.
Die Silberdistel ist das Symbol der Schwäbischen Alb. Doch auch in anderen Gebirgen Mittel- und Südeuropas, wo sie kalkhaltige Magerrasen und trockene Weiden findet, ist sie bis zu 2800 Meter Höhe verbreitet. Früher sagte man dieser kurzstängeligen Pflanze geheimnisvolle Kräfte nach. Weil sich ihre silbrig-glänzenden Hüllblätter bei hoher Luftfeuchtigkeit nach innen bewegen, bei Sonnenschein und trockener Luft dagegen weit nach außen spreizen, heißt sie auch Wetterdistel.
Ihr Name Carlina geht der Sage nach auf Karl den Großen zurück. Ihm soll im Traum ein Engel diese Distel als wahres Heilmittel gegen die Pest gezeigt haben. Sie heißt daher auch Karlsblume oder Engelsdistel.
Als wahrscheinlicher gilt allerdings die Ableitung des Namens von Cardulina = Kleine Distel. Ihre Wurzeln enthalten, wie man heute weiß, ätherisches Öl und das antibakteriell wirkende Carlinaoxyd. Sie wurden gesammelt und vor allem gegen Wassersucht, Harnbeschwerden, Grippe und Eingeweidewürmer verwendet. Außerdem als Mast- und Brunstmittel in der Viehzucht, worauf der Name Eberwurz anspielt.
Almhirten bezogen aus der Silberdistel seit jeher ihr "Jagerbrot". Das waren die Blütenböden der Pflanze, die an Artischocken erinnern - die übrigens ebenfalls zu den Disteln zählen.Nach altem Aberglauben wurde, wer die Eberwurz bei sich trug, nicht so schnell müde und entzog seinen Gefährten sogar deren Kraft. Daher war es früher auch üblich, Pferden bei Wettrennen die Wurzel umzuhängen. Wie groß damals der Glaube an die geheimen Kräfte der Pflanze war, zeigt der alte Spruch: "Wenn nichts mehr hilft, dann hilft die Eberwurz".
Im Vertrauen darauf hat man früher Silberdisteln über der Haus- oder Stalltür angebracht, damit sie Blitz, Feuer, Hexen und Dämonen fernhielten.Morgen geht der Bericht weiter
Hier geht's weiter mit den Disteln:
Disteln kommen weltweit in einer Vielzahl von Erscheinungsformen vor. Sie gehören ganz unterschiedlichen Pflanzengattungen an, die für den Laien oft kaum zu unterscheiden sind. So sind Disteln der Gattung Carduus mit ihren rund 120 meist dornigen Arten leicht mit den ebenfalls sehr vielfältigen Kratzdisteln der Gattung Cirsium zu verwechseln. Zu ihnen gehört beispielsweise die seit jeher als besonders hartnäckiges Unkraut gefürchtete, bis 150 Zentimeter hohe Acker-Kratzdistel.
Sie bringt von Juli bis Oktober stets aufs Neue ihre violetten Blüten hervor. Mit ihren bis zu drei Meter tief reichenden Wurzeln ist sie nur schwer zu bekämpfen. Viele Arten dieser robusten Kräuter wachsen bei uns wild an Wegrändern, Schuttplätzen, Böschungen und anderen ÖdsteIlen.
Die volkstümliche Umgangssprache nimmt es mit den botanischen Feinheiten nicht so genau und bezeichnet mehr oder weniger alle dornigen und stechenden Korbblütengewächse vereinfacht als Disteln. Nur was sich durch seine auffällige Form, Farbe, den bevorzugten Standort oder etwa den speziellen Verwendungszweck von der breiten Masse abhebt, findet seit alters her besondere Beachtung. Dazu gehören neben der Silberdistel die heute weitgehend in Vergessenheit geratene Benediktendistel, in erster Linie aber die Mariendistel.Und morgen der Rest des interessanten Beitrags über Disteln.
Mariendistel
Obwohl alle Distelarten heilkräftige Stoffe enthalten, reicht in dieser Hinsicht keine an die Mariendistel heran. Sie ist gewissermaßen die Königin unter den heilenden Disteln. So lässt sich ihre medizinische Verwendung denn auch bis in die griechisch/römische Antike zurückverfolgen.
Ursprünglich stammt die bis 150 Zentimeter hohe Pflanze mit den großen, grün-weiß marmorierten Blättern, deren Spitzen Dornen tragen, und den kugeligen, purpurroten Blütenköpfen aus dem Mittelmeerraum und dem Vorderen Orient. Über die Klöster gelangte sie als geschätzte Heilpflanze nach Mitteleuropa und wurde hier seitdem erfolgreich zur Behandlung vor allem von Lebererkrankungen und Gallenproblemen benutzt. Der Name der Mariendistel, die auch Liebfrauendistel heißt, soll auf eine alte Legende zurückgehen, nach der die weißen Streifen ihrer Blätter von der Milch der Muttergottes stammen, die ihr Kind auf der Flucht nach Ägypten unter dem schützenden Blätterdach einer solchen Distel stillte.Die traditionell in Gärten gezogene und auch verwildert an sonnigen Stellen anzutreffende Heilpflanze wird heute in großen Plantagen in Osteuropa, Südamerika und China angebaut. Ihre medizinisch wirksamen Stoffe werden seit jeher aus den im August und September reifenden Samen gewonnen. Vor allem das darin enthaltene Silymarin hat sich auch aus der Sicht der modernen Medizin als besonders wirksam bei der Behandlung von schweren Leber- und Gallenleiden bewährt. Weitere Einsatzgebiete für die Heilkräfte der Mariendistel sind Magen- und Darmbeschwerden, Migräne, Trigeminusneuralgien oder etwa Krampfadern.
Wer heute eine Mariendistel in seinem Garten hat, muss nicht unbedingt auch ihre altüberlieferten Vorzüge als essbare Distel ausprobieren. Zwar liefern ihre von den Dornen befreiten Blätter und die Wurzel seit alters her den Grundstoff für schmackhafte Salate, Spinat oder auch ein Wurzelgemüse. Und auch die kleinen Blütenböden der “wilden Artischocke" von einst sind ohne weiteres genießbar. Doch angesichts unseres heute ohnehin überreichlichen Nahrungsangebotes sollte man sich vielleicht einfach nur an der Schönheit dieser beeindruckenden Pflanze erfreuen, die eine Bereicherung für jeden Ziergarten darstellt. Ihre kulinarische Verwertung kann man dann getrost den zahlreichen Schmetterlingen. Bienen, Hummeln und Vögeln überlassen. Die schauen immer wieder gerne bei der Mariendistel vorbei ebenso wie bei den vielen früher so oft verfluchten und als „Geschenk des Teufels" geschmähten wilden Distelarten.
"Dorn und Distel
stechen sehr!
Falsche Zungen
noch viel mehr!
Drum mein Kind ich mahne Dich,
hüt' vor falscher Freundschaft Dich!"Das ist ein Vers aus meinem Poesiealbum - mehr darüber unter: http://www.gottiswelt.de/wirueberuns/poesiealbum.htm
Keltischer Baumkreis
Jeder Mensch ist einem Baum zugeordnet im keltischen Baumkreis.
Sieh nach deinem Geburtsdatum, und schau mal welcher Baum dein Bruder ist.
Bringt Glück, wenn man diesen Baum des Öfteren umarmt.
Es durchfließt deinen Körper neue Energie.
Begebe dich auf die Suche nach deinen Bruder Baum.
Der Apfelbaum 25.06.
Apfelbäume sind bei uns schon seit der Jungsteinzeit bekannt. Bei Ausgrabungen fand man in den Resten früherer Behausungen Apfelkerne.
In den Mythen vieler Völker taucht der Apfel als paradiesische Frucht auf. Eva verführte Adam mit einem Apfel. Und das Paradies der Kelten heißt Avalon, "Apfelland".Es wird gesagt, dass Apfelbaum-Geborene zwischen Himmel und Erde, Gut und Böse vermitteln sollen. Verstand und Gefühl gehören für diese Menschen zusammen, und ihre moralische Toleranz soll vorbildlich sein. Sie helfen gerne und sind sehr verständnisvoll, aber auch verletzlich und geneigt, zuviel zu schlucken. Das birgt die Gefahr der Unterdrückung durch andere, denn sie wehren sich nur in äußerster Not.
Die im Baumzeichen Apfelbaum Geborenen sind die Menschen der Liebe. Sie sind ganz ohne überzogene Erwartungen und große Ansprüche. Wenn sie lieben, dann geben sie sich ganz bedingungslos hin. Durch ihre Bedingungslosigkeit leben sie ein erfülltes und reiches Leben, denn sie erfreuen sich an jeder Kleinigkeit, wie zum Beispiel an einem einzelnen bunten Herbstblatt. Ihre unschuldige Liebe durchdringt jede Mauer des Schweigens, Misstrauens und erwärmt die Herzen der Mitmenschen. Sie verstehen alles, selbst vordergründig Böses. Sie sind die Verbindung zu einer geheimnisvollen harmonischen Welt. Sie setzen sichtbare Zeichen und erschließen sich durch die Liebe zu sich selbst das Mitgefühl für Andere. Ihre Liebe ist immerwährend wie die Bäume und die Natur.