Juni 2009

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Pfingstmontag
Die Geranie
Eigentlich ist der Name Geranie botanisch falsch, aber aus dem deutschen Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken. Die korrekte botanische Benennung ist Pelargonie, die aber zur Familie Geraniaceae, der Storchschnabelgewächse gehört. Und um die Verwirrung komplett zu machen: Der Storchschnabel trägt den botanischen Namen Geranium. Deshalb bleibt man wegen der allgemeinen Verständlichkeit dabei, das, was Pelargonie heißen müsste, Geranie zu nennen.
Wegen der Vielfalt dieser Pflanzengattung, die ganz unterschiedliche Kulturbedingungen erfordert, unterteilen wir im Folgenden nicht nach Arten. Unsere Zimmer- und Balkongeranien sind sowieso keine reinen Arten, sondern Hybriden, also Kreuzungen.
Seit Anfang des 18. Jahrhunderts kamen die Pelargonium-Arten aus Südafrika – wo die meisten daheim sind - zu uns nach Europa. Ab diesem Zeitpunkt haben sich die Gärtner und Blumenliebhaber dieser Gattung mit einer ungewöhnlichen Liebe angenommen.

Neues auf der HP: Eine ungewollte - falsche - Rose
Heideröslein

Sah ein Knab ein Röslein steh’n,
Röslein auf der Heiden,
war so jung und morgenschön,
lief er schnell, es nah zu sehn.
Sah’s mit vielen Freuden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.
|
Knabe sprach: Ich breche
dich, |
Und der wilde Knabe brach |
Johann Wolfgang von Goethe

Eine Legende über die Heckenrose
Als die Muttergottes vor beinahe zweitausend Jahren mit dem Christkind und dem heiligen Josef nach Ägypten fliehen musste, da schliefen sie meist im Wald oder auf freiem Feld. Bei Nacht reisten sie, und bei Tage ruhten sie aus.
Eines Morgens hatte Maria das Kleid des Christkindleins ausgewaschen und sie hängte es über einen Dornstrauch zum Trocknen. Dann setzte sie sich wieder zu ihrem lieben Kindlein und sang es in den Schlaf. Als die Muttergottes nach einiger Zeit wieder zu dem Dornstrauch ging, um nachzusehen, ob das Kleid schon trocken war, erstaunte sie sehr. Der vorher kahle Strauch war plötzlich mit grünen Blättern und Röslein geschmückt.
Am schönsten aber blühte der Strauch dort, wo das Kleidchen hing. Und als es Maria abnahm, da erfüllte ein süßer Duft ringsum die Lüfte. Da ahnte Maria, wer den Dornstrauch so schön geschmückt hatte. Das hat mein Jesuskind getan, sprach sie, es hat dich, du guter Strauch für deinen Dienst belohnt. Seitdem blühen die lieblichen Heckenrosen am Dornstrauch.Überliefert

Meine Rosen
Ja! Mein Glück - es will beglücken -
alles Glück will ja beglücken!
Wollt ihr meine Rosen pflücken?
Müsst euch bücken und verstecken
zwischen Fels und Dornenhecken,
oft die Fingerchen euch lecken!
Denn mein Glück - es liebt das
Necken!
Denn mein Glück - es liebt die Tücken! -
Wollt ihr meine Rosen pflücken?
Friedrich Nietzsche (1844-1900)

Freundinnen
Eine junge Ehefrau saß auf dem Sofa bei ihrer Mutter an einem heißen Tag und trank Eistee. Als sie über das Leben, Ehe und Verantwortung im Leben als Erwachsene sprachen, schenkte die Mutter ihrer Tochter einen nüchternen Blick. "Vergiss nie deine Freundinnen", sagte sie. "Sie werden immer wichtiger wenn du älter wirst. Ganz egal wie viel Liebe du von deinem Ehemann bekommst, ganz egal wie sehr du deine Kinder liebst, du wirst immer Freundinnen brauchen. Geh ab und zu mit ihnen aus und bedenke, dass Freundinnen nicht nur Freundinnen sind, sondern auch deine Schwestern, Töchter und Verwandte. Du wirst andere Frauen brauchen. Frauen brauchen immer Freundinnen."
‚Was für ein eigenartiger Tipp', dachte die junge Frau. 'Habe ich nicht gerade erst geheiratet. Habe ich mich nicht gerade in die Welt der Partnerschaft begeben? Ich bin jetzt eine verheiratete Frau, eine Erwachsene, kein junges Mädchen, das Freundinnen braucht! Sicher wird mein Ehemann und die Familie, die wir gründen werden, alles sein, was ich für ein glückliches Leben brauche!'
Aber sie hörte weiter auf ihre Mutter; sie blieb in Kontakt mir ihren Freundinnen und es wurden immer mehr mit der Zeit. Als die Jahre vergingen verstand sie immer mehr, wovon ihre Mutter sprach. Und als sie immer reifer wurde, wurden ihre Freundinnen zu Grundpfeilern ihres Lebens.Nach 50 Jahren meines Lebens habe ich folgendes gelernt:
Zeit vergeht.
Leben geschieht.
Distanz trennt.
Kinder werden erwachsen.
Liebe wächst und nimmt ab.
Herzen brechen.
Karrieren enden.
Jobs kommen und gehen.
Eltern sterben.
Kollegen vergessen dich.
Männer rufen nicht an, wenn sie sagen sie tun es.
ABER Freundinnen sind da, egal wie viel Zeit und Kilometer zwischen Euch liegen. Eine Freundin ist nie zu weit weg um für dich da zu sein, wenn du sie brauchst. Wenn du allein durch ein finsteres Tal gehen musst, werden deine Freundinnen am Ende stehen und dich anfeuern, für dich beten, dich unterstützen, sich für dich einsetzen und mit offenen Armen am Ende des Tals empfangen. Manchmal werden sie sogar die Regeln brechen und den Weg mit dir gehen. Oder dir zu Hilfe kommen und dich hinaustragen.
Meine Freundin bereichert mein Leben. Die Welt würde ohne sie nicht die gleiche sein, und ich auch nicht. Jeden Tag brauchen wir einander.Das stimmt, man kann es wirklich nicht oft genug sagen.
Bekam ich von einer Freundin „geschenkt“.

Eintrag im Poesiealbum von meinem Vati am 4.2.1951"Dorn und Distel stechen sehr! Falsche Zungen noch viel mehr! Drum mein Kind ich mahne Dich, hüt' vor falscher Freundschaft Dich!"

Achtsamkeit
Wie oft ist man von einer Fernsehsendung fasziniert, wird abgelenkt und tut mehrere Dinge gleichzeitig, u. a. Chips naschen, ohne richtig bei der Sache zu sein – einfach automatisch.
Dabei belegen immer mehr wissenschaftliche Studien, dass Achtsamkeit ein Mittel ist, um Stress abzubauen. Wer es schafft, mehr Bewusstsein in seinen Alltag einzubringen, steigert seine Lebensqualität und Gesundheit.
An der Universität Kentucky wiesen Mediziner nach, dass regelmäßig durchgeführte Meditationen Bluthochdruck und Herzgefäßrisiken verringern.
Auch stellten Psychologen von der Uni Nevada heraus, dass Achtsamkeitstechniken dazu beitragen, dass Diabetiker ihren Blutzuckerspiegel besser unter Kontrolle haben und mit Ängsten infolge der Zuckerkrankheit leichter umgehen können.
Auch an den Universitäten in Basel, Wien und Freiburg förderte eine Untersuchung ähnliche positive Ergebnisse zutage.Mehr Achtsamkeit im Alltag lässt sich lernen.
Wird man den ganzen Tag vom Radio voll gedudelt, schaltet das Gehirn irgendwann ab. Deshalb sollte man nur Musikstücke wählen, die einem gefallen und diese bewusst anhören. Oder versuchen, aus einem Klassikstück die Instrumente herauszuhören.
Beim Essen sollte man sich hinsetzen und jeden Bissen genießen. Hastig oder nebenbei zu essen, sollte man vermeiden. Isst man bewusst, isst man weniger und die Mahlzeiten werden verträglicher.
Bei Gesprächen sollte man sich seinem Gesprächspartner voll und ganz widmen, auf Mimik und Gestik des Gegenübers achten oder (am Telefon) auf die Stimme, das verbessert die Kommunikation.
Unterwegs sollte man mit offenen Augen durch die Natur gehen, Farben der Pflanzen und Bäume wahrnehmen und die frische Luft bewusst ein- und ausatmen. Solch ein Weg wird zum Erlebnis.
Der Kardiologe Herbert Benson von der Harvard-Universität hat schon vor dreißig Jahren auf Basis des Yoga eine leicht erlernbare Meditation entwickelt:
Man soll ein Wort (etwa die Zahl eins) wählen, einen Begriff oder einen Spruch, auf den man seinen geistigen Fokus lenken kann. Man setzt sich bequem hin, schließt die Augen und richtet die Aufmerksamkeit auf die Atmung. Geatmet wird durch die Nase ein und aus. Sobald man entspannt ist, bei jedem Ausatmen das gewählte Wort wiederholen, dabei auf die körperlichen Empfindungen, Geräusche und Gedanken achten. Diese jedoch vorüberziehen lassen, ohne sie zu bewerten. Möglichst jeden Tag 10 bis 20 Minuten diese Meditation machen.


Achte gut auf diesen Tag,
denn er ist das Leben -
Das Leben allen Lebens.
In seinem kurzen Ablauf
liegt alle Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins,
die Wonne des Wachsens,
die Größe der Tat,
die Herrlichkeit der Kraft
Denn das Gestern ist nichts als ein Traum
Und das Morgen nur eine Vision.
Das Heute jedoch - recht gelebt
macht jedes Gestern zu einem Traum voller Glück
und jedes Morgen zu einer Vision voller Hoffnung.
Drum achte gut auf diesen Tag!
(Sanskrit)

Die Tage vor dir werden unterschiedlich sein.
Einer mag dir wichtiger erscheinen als der andere.
Doch alle sind nötig, um einmal ein sinnvolles Ganzes zu ergeben.
Behalte dein Vertrauen in die Hände, die deine Tage zusammenfügen.
Sei gewiss, sie bringen schließlich alles zu einer guten Vollendung.

Wissenswertes über Georg Friedrich Händel
Hinter seiner gewaltigen Leibesfülle wird eine krankhafte Essstörung vermutet. Er bezahlte auf seinen Reisen riesige Rechnungen für Essen und Trinken. Als noch fataler erwiesen sich die Weinmengen, mit denen Händel seine Mahlzeiten hinunter spülte. Womöglich führten sie zu einer schleichenden Bleivergiftung. Es war im 18. Jahrhundert nämlich üblich, den Wein für den Transport mit kräftigen Bleizugaben haltbar zu machen.
Diese verursachten vermutlich Händels Magenkoliken, Schlaganfälle, geistige Verwirrung und zunehmende Erblindung – wie bei einer Bleivergiftung. Auch die berüchtigten Wutausbrüche ließen sich angeblich dadurch erklären.
1737 war seine Hand durch einen Schlaganfall gelähmt. Er suchte erfolgreich Linderung in Aachen. Die Schwitzkuren und die Diät entschlackten seinen Körper von Fett und Blei und er kehrte geheilt heim.
Ein Gutes hatten die Erfahrungen mit Schmerz und Krankheit, denn sie änderten vermutlich auch sein musikalisches Schaffen und retteten ihn vor dem Bankrott, indem er einen Stilwechsel vornahm.

*** Das Buch Fabelhafte Kinderwelt II ist da ***


Fronleichnam
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In weißen Kleidchen und
Kränzchen im Haar |

Schöpfer der Nudel
Es gibt sie in allen möglichen Formen und Farben, als kleine Buchstaben, lange Bänder, Röhren oder Spiralen: die Nudeln.
Sie haben sogar ihren eigenen Tag, den Nudeltag. Da sind in Deutschland viele Nudel-Aktionen geplant.
Aber wer hat eigentlich die leckeren Teigdinger erfunden? Die Chinesen sagen: Wir. Nein, wir, behaupten die Italiener.
Fest steht: bei Ausgrabungen in China entdeckten Forscher einen rund 4000 Jahre alten Topf mit Nudeln. Das sind die ältesten Nudeln der Welt. Für Chinesen ist das der Beweis: Die erste Nudel wurde in China hergestellt.
Der Seefahrer Marco Polo brachte das Rezept um das Jahr 1300 angeblich nach Italien. Viele Italiener sagen aber: Bei uns gab es schon vorher Nudeln. Das zeige ein uralter Grabstein des Volkes der Etrusker. Darauf ist ein Teigrädchen abgebildet. Das könnte bedeuten, dass es schon vor mehr als 2400 Jahren Nudelteig in Italien gab. Wer die Nudel letztendlich wirklich erfunden hat, ist unklar. Vermutlich entstand sie an verschiedenen Orten.

Das Kochen von Teigwaren
Köstlich nahrhaft: Nudeln sind vielseitig, leicht verdaulich und machen schnell satt. Daher sind sie bei Eltern kleiner Kinder genauso beliebt wie bei Sportlern. Man unterscheidet zwischen Teigwaren aus Hartweizengrieß und Eiernudeln. Beides ist sowohl frisch als auch getrocknet in zahllosen Varianten erhältlich. Ernährungswissenschaftler raten zu Nudeln aus Vollkornmehl, da diese mehr Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe liefern.
Nudeln wollen schwimmen: Bei getrockneten Teigwaren rechnet man als Vorspeise 60 Gramm pro Person, als Hauptgericht 100 Gramm. Nudeln wollen schwimmen: Pro 100 Gramm ungekochter Pasta wird etwa ein Liter Kochwasser benötigt. Für eine 500-Gramm-Packung also einen Topf verwenden, der mindestens fünf Liter fasst.
Erst später Salzen: Da Salz den Siedepunkt des Wassers heraufsetzt, sollte man es erst mit den Nudeln ins sprudelnde Wasser geben. Wer kaltes Wasser salzt, steht länger am Herd.
Bloß kein Öl: Nudeln im Wasser ab und zu umrühren, damit sie nicht verkleben. Profiköche lehnen die Zugabe von Öl ab, da sich die Teigwaren sonst nicht mit der Soße verbinden.
Bloß nicht abschrecken: Aus demselben rund würde eine italienische Mamma ihre Pasta auch niemals nach dem Kochen mit kaltem Wasser übergießen, da dies die Stärkehülle um die Nudeln entfernt. Manche Kochprofis breiten die Nudeln nach dem Abseihen auf einer großen Fläche aus, etwa auf einem Backblech, und fügen eine winzige Menge Soße hinzu. Andere kochen sie nicht ganz bissfest und lassen die Nudeln dann noch eine Minute in der fertigen Soße ziehen.
Ansichtssache: An der Frage Deckel drauf oder runter scheiden sich die Geister. Wer Energie sparen möchte, kocht mit Deckel. Um bei einem eventuellen Überkochen schnell eingreifen zu können, sollte man sich aber nicht allzu weit vom Herd entfernen. Wer keine Lust auf eingebrannte Ränder rund um den Topf hat, lässt den Deckel eben weg. Zumindest direkt nach der Zugabe der Nudeln in den Topf empfiehlt sich ein kurzes Aufsetzen, da die kalte Pasta das Kochwasser abkühlt.

Spaghetti alla arrabbiata
Zutaten:
400 g Schweinehack,
Olivenöl,
4 Knoblauchzehen (gepresst),
1 rote Chilischote,
frisch gemahlener Pfeffer,
50 g Rosinen (in Wasser eingeweicht),
10 Walnüsse (zerstoßen),
400 g Spaghetti,
1 Hand voll Pecorino-Käse (gerieben)
Zubereitung:
In das erhitzte Öl Hackfleisch, Knoblauch und ein ausreichend großes Stück Chilischote geben. Mit Pfeffer würzen. Die Nüsse und die eingeweichten Rosinen darunter mischen und gut durchbraten lassen. Mit
so viel Wein ablöschen, dass eine dickflüssige Sauce entsteht. Mit Salz abschmecken.
Die Spaghetti "al dente" (so, dass sie noch "Biss" haben) kochen und abgießen. Sofort den Käse darunter mischen und für ca. 5 Minuten in die vorbereitete Sauce geben. Vor dem Servieren mit Pfeffer bestreuen.

Nudelsalat
Fast jeder mag Nudeln. An heißen Tagen zum Grillen schmeckt eine kalte Pasta-Köstlichkeit herrlich?
Nudelsalat in verschiedenen Variationen beflügelt die Fantasie und bringt Abwechslung aufs Grillbüfett.
Lecker ist Nudelsalat zum Beispiel auf italienische Art mit Tomate, Mozzarella und Pesto, asiatisch mit süßsaurem Gemüse, indisch mit Curry oder karibischfruchtig mit Papaya und Ananas. Köstliche Salate aus Pasta sind außerdem ganz einfach zuzubereiten.Hier ein paar Tipps:
Pasta gibt es in vielen verschiedenen Formen und Farben. Je nach Grundzutaten heißen sie "Hartweizengrieß-Nudeln", "Eiernudeln" oder "Vollkornnudeln". Grundsätzlich eignet
sich jede Nudelsorte für Salat - sogar Spaghetti. Je kleiner und dünner die Nudel ist, desto eher nimmt sie das Aroma des Dressings auf.
Besonders gut legt sich eine Sauce um hohl geformte Nudeln wie Penne oder spiralförmige Sorten wie Fusilli. Die Nudeln können ruhig noch ein wenig bissfester als üblich gekocht werden (ein bis zwei Minuten kürzer), denn während der Salat durchzieht, werden sie ohnehin noch ein wenig weicher.
Ein schmackhaftes Dressing ist. das Geheimnis eines jeden Nudelsalats. Ob mit Essig und Öl, mit Majonäse oder Jogurt, mit Curry oder Senf - die Möglichkeiten sind so vielfältig wie die Geschmäcker: In jedem Fall zu empfehlen ist es, den Salat über Nacht im Kühlschrank durchziehen zu lassen und kurz vor dem Verzehr noch mal mit Essig, Salz und Zucker nachzuwürzen.
Ein besonders hübscher Salat entsteht aus „Farfalle“-Nudeln oder wenn man „eingefärbte“ Nudeln mischt: bräunliche, grüne und und und …
Ich wünsche guten Appetit!

Hausmütterchen

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Die Großen mussten ins
Feld hinaus, Es hält die Geschwister
in Zucht und Hut, bringt sie in die Schule,
fegt blank und rein Und setzt mit ernstem
bedächt’gem Gesicht Nicht zu viel, nicht zu
wenig, denn allezeit Dann nimmt sie ihr
Hütlein vom Nagel herab, holt den großen
Weidenkorb aus dem Schrank Hat sie denn auch alles
beisammen im Kopf? |
Bis sie wiederkommt, da
hält es schon an, Also: beim Krämer Mehl
und Salz, und zuletzt aus dem
Gärtchen grünen Salat, Der soll einmal
schmecken! Nun aber schnell, „Wie aber“, denkt Hannele,
„gehe ich aus, und Diebe gibt es genug
in der Welt, Nein, nein, da habe ich
keine Ruh, und den großen Schlüssel
nehme ich mit, |
Hermann Kaulbach

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Kirschen
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Am besten schmecken sie direkt vom Baum gepflückt. Schmecken aber auch in Desserts, Soßen, Marmelade und als Saft. Zudem liefern Kirschen viel Vitamin C und Knochen stärkende Mineralien, sie wirken auch entzündungshemmend .
Beim Mineralstoffgehalt unterscheiden sich Süß- und Sauerkirschen nur gering. So ist in Sauerkirschen mehr Eisen enthalten. Zudem liefern Kirschen Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor und Kieselsäure. Größer sind die Unterschiede bei den Sorten.
Interessant:
Je dunkler die Kirsche, desto höher ist die Konzentration an wertvollen Inhaltsstoffen. Tiefrote und schwarze Sorten liegen auch bei den Anthocyanen vorn. Dieser Farbstoff gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen. Eine Studie der Michigan State University weist ihm eine schmerzstillende Wirkung nach. So sollen 20 Sauerkirschen mit dem Effekt einer Aspirin-Tablette vergleichbar sein.
Auch die Muskulatur profitiert von den prallen Früchtchen. Kirschsaft hilft nachweislich bei der Vorbeugung und Behandlung von Muskelkater. Die Schutzwirkung beruht auf den im Obst enthaltenen entzündungshemmenden Substanzen. Durch den Konsum von 45 Kirschen pro Tag soll die Konzentration von Stoffen im Blut gesenkt werden, die bei Entzündungsreaktionen entstehen.
Wen möglicher Madenbefall vom Kirschenessen abhält, sollte auf eine feste, glänzende Fruchthaut achten und frühe Sorten bevorzugen. Bei Verdacht die Kirschen etwa 15 Minuten in lauwarmes Wasser legen. Dann kommen die Maden heraus.Sauerkirschen lassen sich gut einmachen und einfrieren. Nach dem Auftauen besser nicht aufkochen, sondern nur heißem Wasser ziehen lassen. In Reformhäusern gibt es getrocknete Sauerkirschen - eine gesunde Knabberei, ganz ohne Zuckerzusatz.

Wie das Kind den Kirschbaum pflanzt
Wer recht gern isst Kirschenkuchen,
muss ein Garteneckchen suchen,
muss ein Kirschenkernlein haben,
muss ein tiefes Löchlein graben,
muss darein das Kernlein stecken,
gute Erde drüber decken
und das Plätzlein wohl begießen.
Wenn nun wird das Bäumlein sprießen,
muss man gleich das Pfählchen schneiden,
muss daran mit dünnen Weiden
gleich das zarte Bäumlein schlingen:
Dann wird's rote Kirschen bringen.
Volksgut

Die Amseln und die Kirschen
Prall und rund mit roten Bäckchen hängen die Kirschen in den Zweigen. Wenn die liebe Sonne hinter den Wolken hervorlacht, leuchten sie verführerisch.
Den Staren und Amseln läuft das Wasser im Schnabel zusammen. Aber leider ist es für sie nicht ohne Gefahr, von den Kirschen zu naschen. Vater Star äugt lange herum, bis er einen Anflug wagt. Hm, die schmecken gut! Bald sitzt die ganze Familie Star auf dem Baum und labt sich an Nachbars Kirschen. Ihnen folgen die Amseln zum Festessen.
Am anderen Morgen sitzt ein schreckliches Ungeheuer im Baum. Es hat einen langen schwarzen Gehrock an, trägt einen steifen Hut und flattert mit seinen langen Armen furchterregend im Wind.
Ein alter erfahrener Star hat das Ungeheuer bald durchschaut. "Habt doch keine Angst vor dem da", brummt er verächtlich, "das ist doch bloß eine harmlose Vogelscheuche, die kann euch gar nichts tun!" Da werden die Stare wieder mutiger, und bald sitzen sie alle schmatzend in den Ästen. Auch die Amseln lassen sich nicht schrecken. Sie gehen beim Kirschenstehlen sogar ganz hinterlistig zu Werk. Während der Amselpapa auf einer Telefonleitung sitzt und ein Sommerlied flötet, pirscht sich Frau Amsel mit ihren gefiederten Kindern lautlos an den Baum heran. Teils im Flug, teils im Gebüsch hüpfend, nutzen sie jede Deckung aus. Auf ein Zeichen von Papa Amsel preschen sie plötzlich alle aus dem Gebüsch hervor und fliegen auf den Kirschbaum. Dort machen sie sich über die schönsten und reifsten Kirschen her. Dann gesellt sich auch Papa Amsel zur Tischgesellschaft. Darauf schnabulieren sie nach Herzens Lust.
Plötzlich aber tritt der Bauer aus dem Haus und sieht, wie Familie Amsel und einige Stare seine besten Kirschen anpicken. Er klatscht in die Hände. Kurz nur unterbrechen die fliegenden Feinschmecker ihre leckere Mahlzeit und wechseln hinüber auf die Telefonleitung. Kaum aber hat der Bauer die Haustür hinter sich zugemacht, hocken sie alle wieder auf dem Baum. "Ich kann doch nicht andauernd unter der Tür stehen und in die Hände klatschen", sagte der Bauer, der besorgt aus dem Fenster dem frechen Treiben zusieht.
An Nachbars Zaun aber steht der kleine Kurt. "Die Amseln dürfen sich aus Nachbars Garten Kirschen holen", sagt er, "mir aber hat es der Vater verboten!" Wie gern möchte er jetzt auch eine Amsel sein!Nacherzählt

Das Lied vom Kirschbaum
Zum Frühling sagt der liebe Gott
"Geh, deck dem Wurm auch seinen Tisch!"
Gleich treibt der Kirschbaum Laub um Laub,
vieltausend Blätter, grün und frisch.
|
Das Würmchen ist im Ei erwacht,
Und darauf hat's mit stillem Zahn
Und wieder sagt der liebe Gott:
Und's Bienchen sieht es in der Früh
Wie sind die Tässchen rein gespült!" |
Zum Sommer sagt der liebe Gott:
Und Spätzchen sagt: "Ist's so gemeint?
Da sagt zum Herbst der liebe Gott:
Die Blätter werden gelb und rot,
Zum Winter sagt der liebe Gott: |
Johann Peter Hebel

Anlässlich der Aktionswoche Alkohol, hier ein Referat von Detlef Wolfgang Scholz:
http://seniorenpage.blogspot.com/2009/06/menschliche-erfahrungen-mit.html
Der Leitspruch auf dem Flyer der Gruppe, die ich betreue lautet:
Heute ist das Morgen, wovor du dich gestern geängstigt hast

Der Regenwurm
|
Ich kenne einen
Regenwurm, Er gräbt sich in den
Boden ein Sein Haus ist eng und
meterlang, |
Er macht sich nichts aus
Sonnenschein Ich mag ihn, meinen
Regenwurm, Ich wünsche mir, dass
mein Regenwurm |
Erna Rodenwald

Tiersprüchlein
Das Mücklein an der Wand,
das Käferlein im Sand,
das Würmlein in dem Staub,
das Schnecklein in dem Laub,
das Vöglein im Geäst,
die Eierlein im Nest -
Kind, rühr das Tier nicht an,
hab deine Freude dran!
Volksgut

Johannistag
Das Johanniskraut
Aus dem Mittelalter sind uns zahlreiche Legenden von Zauberpflanzen überliefert. Viele stammen wahrscheinlich von uralten vorchristlichen Mythen ab und schreiben so manchem Gewächs magische und heilende Kräfte zu.
Das Johanniskraut galt als eines der wirksamsten Mittel zur Teufelsaustreibung.
Eine uralte Geschichte erzählt, eine Jungfrau sei einst auf dem Feld vor dem Gehörnten geflohen, und habe sich dann in ihrer Not in ein Johanniskraut geflüchtet. Diese heilige Pflanze bewahrte das Mädchen vor dem Zugriff des Teufels, der daraufhin rasend vor Wut die Staude durchlöcherte. Noch heute soll man den "Zorn des Teufels" an den dunklen Punkten oder Strichen sehen können, die auf den Blütenblättern des Echten Johanniskrauts sichtbar sind.Diese und ähnliche Vorstellungen erkannte man später in aufgeklärten Zeiten natürlich als Aberglaube, aber wir wissen heute, dass das Johanniskraut dem Menschen durchaus Linderung verschaffen kann. Bei den Punkten auf den Blättern handelt es sich nämlich um kleine Öldrüsen, die das heilsame Öl enthalten, welches die Pflanze unter anderem so nützlich macht.

Das Johanniskraut wird als nervenberuhigendes Mittel schon seit Jahrhunderten eingesetzt. Die beruhigende Wirkung bestätigte auch Paracelsus, der dem Kraut den Namen "Arnika der Nerven" gab. Medizinisch verwendet werden das aus den frischen Blüten gewonnene Johannisöl und das vor der Blüte geerntete Kraut. In den letzten Jahren ist die antidepressive und nervenberuhigende Wirkung dieser Pflanze auch wissenschaftlich nachgewiesen worden, und das hat dazu geführt, dass sich Johanniskrautpräparate großer Beliebtheit erfreuen.
Es gehört in die Familie der Hartheugewächse und wächst hierzulande wild an Waldrändern, auf sonnigen Wiesen und trockenen Plätzen. Wer das Kraut sammeln möchte, sollte darauf achten, dass die Blätter die für dieses Heilkraut so sehr typischen durchscheinenden Punkte aufweisen, damit es nicht mit anderen Wild pflanzen dieser Gattung verwechselt wird.
Lindernd wirkt Johanniskraut bei nervöser Unruhe und depressiven Verstimmungen. Schlecht heilende Wunden, Neuralgien und Verbrennungen werden ebenfalls wirksam damit behandelt. Im Juli/August werden Blüten und Blätter gesammelt. Der daraus hergestellte Tee wird erfolgreich bei Kreislauf-, Magen- und Darmstörungen, aber auch bei Nieren- und Blasenleiden eingesetzt. Johanniskraut erhöht allerdings die Lichtempfindlichkeit des Körpers. Wer es innerlich über längere Zeit anwendet, sollte Sonne meiden.

Psalm 18
Das Sternengewölbe kündet seiner
Hände Werk
die Botschaft raunt ein Tag dem anderen zu
und eine Nacht tut sie der anderen kund
nicht Reden sind‘s noch Worte die vergeblich klängen
Ihr Schall durchtönt die ganze Erde
Und bis zum Rand der Schöpfung dringt Ihr Laut

Das "berühmte" Bauchgefühl
Man bezeichnet den Darm auch als „zweites Gehirn“.
Sagt man nicht auch: Liebe geht durch den Magen? Ich habe eine Wut im Bauch? Der Ärger schlägt mir auf den Magen.
Jeder kennt sicher diese Redensarten, die auch einen medizinischen Hintergrund haben. Sie belegen eindeutig: Wohlbefinden und Verdauung hängen eng beisammen. Kopf und Bauch haben eine Beziehung der besonderen Art zueinander.
Ängste und Sorgen können sich auf die Verdauung niederschlagen, aber auch umgekehrt sind Magen-Darm-Probleme in der Lage, unser psychisches Wohlbefinden entscheidend aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Der Grund: der Mensch hat ein „zweites Gehirn“ – das Darm-Nerven-System, das mit dem Gehirn im Kopf in ständiger Verbindung steht.
Das so genannte Bauchhirn in der Darmwand – wissenschaftlich als enterisches Nervensystem bezeichnet – besteht aus 100 Millionen Nervenzellen und ist nicht nur in Funktion und Struktur dem Kopfhirn sehr ähnlich. Es ist auch mit den gleichen Zelltypen, Rezeptoren und Wirkstoffen ausgestattet.
Dieses Geflecht erstreckt sich von der Speiseröhre bis zum Darmausgang. Es steuert in Eigenregie die Darmbewegung und die Verdauung. Im Verdauungstrakt direkt wird entschieden, welche Nahrungsbestandteile aufgenommen und welche ausgeschieden werden. Damit Giftstoffe nicht in den Körper eindringen können, sitzen mehr als 70 Prozent aller Zellen des Immunsystems als eine Art Schutzwall im Darm, die gefährliche Substanzen erkennen und unschädlich machen.
Das Bauchhirn sendet ständig Informationen an das Kopfhirn. Bewusst werden im Kopf jedoch erst Krisensignale wie Schmerz oder Übelkeit wahrgenommen. Diese Kommunikationsleitung funktioniert aber auch in umgekehrter Richtung. Es ist inzwischen bekannt, dass die Psyche die Muskulatur der Magen- und Darmwände dazu veranlasst, sich schneller oder langsamer zusammenzuziehen. Es gibt also im Darmbereich, ebenso wie im Gehirn, ein ausgeprägtes Gedächtnis. Bei Kopfentscheidungen fließen die gespeicherten Baucheindrücke mit ein.
Deshalb reagieren Kopf und Bauch gemeinsam empfindlich auf Stress, psychische Belastungen und bestimmte Ernährungsgewohnheiten.
Fremd in der Heimat
In der Heimat war ich wieder,
alles hab‘ ich mir beseh'n,
als ein Fremder auf und nieder
musst‘ ich in den Straßen gehen.Nur im Friedhof fern und alleine
Hab‘ ich manchen Freund erkannt,
und bei einem Leichensteine
fühl‘ ich eine leise Hand.Martin Greif
Goldies Ausflug in die Freiheit
Der Adler Goldie lebte schon lange im Zoo. Gewiss, das Raubvogelhaus war groß, und auch der Aufenthalt im Freien bot Platz genug. Aber was ist das schon für einen Adler, dem der ganze Himmel gehört, wenn er in Freiheit lebt. Aber Goldie zeigte seinen Kummer nicht. Adler sind auch in Gefangenschaft stolz. Hochmütig sah Goldie auf die Besucher, die jeden Tag an seinem Käfig vorbeizogen und ihn bewunderten. Dabei dachte er an den Adlerhorst, in dem er groß geworden war. Und er erinnerte sich auch an die kühnen Jagden, die er auf allerlei Tiere gemacht hatte. Während er an die Freiheit dachte, bemerkte sein scharfes Adlerauge plötzlich, dass Henry, der Wärter des Vogelhauses, die Tür zum Außenkäfig nicht verschlossen hatte. Er zögerte keine Sekunde. Ehe der Wärter sein Versäumnis bemerkt und herbeigeeilt war, schwebte Goldie schon hoch in der Luft, in der ersehnten und erträumten Freiheit. Er flog einen weiten Bogen und stieg dann fast senkrecht hinein in den leuchtendblauen Himmel. Aber schon bald merkte er, dass er doch recht ungeübt war. So weit und so hoch hatte er lange Zeit nicht mehr fliegen können. Deshalb spannte er die Flügel weit aus und ließ sich wieder nach unten schweben. Da war ein wunderschöner dicker Baum, mitten in einem Park. Hier wollte er sich vorerst einmal niederlassen. Entsetzt stoben die Spatzen davon, als der große Adler auf dem Baum landete.
"Wenn er Hunger hat, kommt er schon wieder", meinte Henry, der Wärter, indessen zum Direktor des Zoos, wo über Goldies Flucht große Aufregung herrschte. "Jagen kann der bestimmt nicht mehr!" meinten alle Vogelkenner im Tierpark.
Sie hatten recht, tatsächlich verspürte Goldie bald Hunger. Unruhig äugte er nach unten. Dort hatten sich viele Leute versammelt, die ihn anstarrten und aufgeregt nach oben zeigten. Das ließ Goldie kalt. Viel mehr interessierte ihn ein fetter Mops, der gerade mitten über den Rasen lief. Goldie stieg auf und stürzte dann wie ein Stein auf den ahnungslosen Mops. Aber der Hund setzte sich wider Erwarten energisch zur Wehr. Er konnte dem dicken Hund zwar zusetzen, aber es gelang ihm nicht, ihn zur Strecke zu bringen. Außerdem stürzte der Besitzer des Hundes herbei und wollte Goldie mit seinem Stock erschlagen. So musste der Adler von seiner Beute ablassen. Aber sein Jagdinstinkt war geweckt. Langsam kreiste er über dem Ententeich und setzte erneut zum Sturz an. Diesmal hatte er Glück. Mit einer jungen Ente in seinen Klauen landete er wieder auf dem Baum. Aber es war seine einzige Beute. Von überallher wurde er beobachtet, und wenn er zu einer Jagd ansetzte, waren die Menschen zur Stelle. Dennoch hielt Goldie es tagelang auf seinem Baum aus. Wegzufliegen wagte er nicht. Aber zurück in den Käfig wollte er auch nicht. Dabei war es fast genauso wie im Käfig. Nur fehlten ihm die regelmäßigen Fütterungen.
Henry, der Wärter, hatte seine Hoffnung auf eine Rückkehr Goldies keineswegs aufgegeben. Er beobachtete ihn Tag für Tag und stellte fest, dass der Adler der großen, ungeahnten Freiheit nicht mehr gewachsen war. "Goldie ist an gutes Futter gewöhnt«, sagte er und legte ein besonders leckeres Kaninchen in den Außenkäfig. Denn immer wieder tauchte Goldie auf der Suche nach Futter dort auf.
Als er das Kaninchen erblickte, war sein Hunger doch größer als sein Stolz. Lautlos schwebte er hinein und stürzte sich mit Heißhunger auf das Kaninchen. Hinter ihm schloss sich die Tür. Goldies Ausflug in die Freiheit war beendet.Mike Thurner
Vogelhochzeit
Die Vögel hielten Hochzeitsschmaus,
Die Hochzeit gab der Vogel Strauß.
Der schönste Hahn mit Sporn und Kamm,
Das war der stolze Bräutigam.
Und Kratzefuß, die junge Braut,
Die sollt' ihm werden anvertraut.
Der grüne Specht, der grüne Specht,
Der macht der Braut das Haar zurecht.
Der Kakadu, der Kakadu,
Der bringt der Braut die neuen Schuh.
Der Seidenschwanz, der Seidenschwanz,
Der bringt der Braut den Hochzeitskranz.
Die Lerche, die Lerche,
Die führt die Braut zur Kirche.
Der Sperling, der Sperling,
Der gibt der Braut den Trauring.
Der Auerhahn, der Auerhahn,
Das ist der Küster und Kaplan.
Die Schnepfe, die Schnepfe,
Setzt auf den Tisch die Näpfe.
Der Papagei mit krummem Schnabel,
Der bringt den Gästen Messer und Gabel.
Die Meise, die Meise,
Die bringt der Braut die Speise.
Der Wiedehopf, der Wiedehopf,
Der bringt der Braut den Kaffeetopf.
Der Kuckuck und der Kolibiri,
Das sind die Herren Musici.
Das Rotschwänzchen, das Rotschwänzchen,
Macht mit der Braut das erste Tänzchen.Volksgut