Im Märzen der Bauer die Ochsen einspannt,

er pflüget, er egget und dünget das Land.

März 2005

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Ostermontag 28 29 30 31      

Der März wurde Mars, dem römischen Kriegsgott gewidmet
und nach im benannt.
Alte Namen sind Lenzing, Lenzmond oder Lenzmonat.

1. März

Der März

Sonne lag krank im Bett.
Sitzt nun am Ofen.
Liest, was gewesen ist.
Liest Katastrophen.
 

Springflut und Havarie,
Sturm und Lawinen, -
gibt es denn niemals Ruh
drunten bei ihnen.
Schaut den Kalender an.
Steht drauf: "Es werde!"
Greift nach dem Opernglas.
Blickt auf die Erde.
 

Schnee vom vergangenen Jahr
blieb nicht der gleiche.
Liegt wie ein Bettbezug
klein auf der Bleiche.
Winter macht Inventur.
Will sich verändern.
Schrieb auf ein Angebot
aus anderen Ländern.
Mustert im Fortgehn noch
Weiden und Erlen.
Kätzchen blühn silbergrau.
Schimmern wie Perlen.
In Baum und Krume regt
sich's allenthalben.
Radio meldet schon
Störche und Schwalben.
Schneeglöckchen ahnen nun,
was sie bedeuten.
Wenn Du die Augen schließt,
hörst Du sie läuten

Erich Kästner

2. März

Liebe Freunde, heute mal etwas Anderes, auf das ich mit einer Geschichte einstimme:

Wie Schwalben bauen

Mitten im Dorf kreuzen sich die beiden Straßen. Dort ist ein freier Platz mit einer alten Linde. 1m Schatten des Baumes steht eine Pfütze, sie ist vom letzten Regen zurückgeblieben. In den leeren Straßen jagen Schwalben auf und ab. Eine lässt sich am Rand des Wassers nieder; sofort kommen noch zwei, drei hinzu. Mit ihren zarten Füßchen stehen sie auf dem weichen Schlamm. Wenn sie weiter trippeln, bleiben ganz feine Spuren darin zurück. immer drei Striche nach vorn und einer nach hinten. Eifrig picken sie in der feuchten Erde, erheben sich, fliegen ein Stückchen weiter und lassen sich wieder nieder.
Fritzchen schaut ihnen zu. "Schau mal", sagt er zu seinem Vater, "die Schwalben fressen Erde."

"O nein", antwortet der Vater, "erst sieh mal gut hin!"
Fritz sieht schärfer zu. Da merkt er, dass sie die Erde nicht fressen. Sie füllen ihren Schnabel damit und fliegen dem Stalle zu. Fritz schaut ihnen nach. Sie fliegen zum Fenster aus und ein.
"Ist an unserem Stall ein Fenster entzwei?", fragt er. "Nein", antwortet der Vater, "ich habe eine Scheibe herausgenommen damit die Schwalben ungehindert aus- und einfliegen können. Sie stehen noch früher auf als wir und können sonst morgens nicht hinaus. Komm, wir wollen einmal zusehen wie sie bauen!"
Beide gehen dem Stall zu. Durch das Loch im Fenster geht es, aus und ein und ein und aus: Nicht ein einzigmal stoßen sie mit den Flügeln an. Erdklümpchen und feine Halme tragen sie im Schnabel herbei, setzen sich damit auf den Nestrand und bauen die Wand höher. Halb ist das eine Nest schon fertig, das andere fast ganz. An jedem baut ein Pärchen. Noch ein drittes ist da, auch erst angefangen; daran wird nicht gebaut, es muss trocknen, ehe weitergebaut wird.
"Sieh, Junge, das sind unsere Schwalben!" sagt der Vater. "Tu ihnen nichts! Sie bringen Glück ins Haus."
Fritz geht an die Pfütze und holt sich einen großen Klumpen Schlamm. Den knetet er mit seinen Händen zurecht. Dann baut er an der Stallwand auch ein Nest, gerade so rund und ebenso groß wie ein Schwalbennest.
"Da sollen sie hineinbauen", meint er. "Es sitzt gut; keine Katze kann daran und kein Regen kann es treffen."
Als er aber am andern Morgen nachschaut, liegt es zerbrochen an der Erde. Es hat nicht gehalten. Die Schwalbennester aber fallen nicht ab, weil die Tiere ihren klebrigen Speichel zwischen die Erde mengen. Davon werden sie fest wie Mörtel. Das hat Fritz nicht gewusst.
Heinrich Grupe


Nach diesem Märchen, aus meinem Lesebuch von 1945 - ein Aufruf an alle Tierfreunde:

Mehlschwalben und Spatzen stehen auf der roten Liste
Doch dies was man für Mehlschwalben als Schwalbenabwehr macht, ist der Gipfel! Die Tiere kommen im Frühjahr zurück; was dann passiert, kann sich jeder ausmalen. Die kleinen Tiere kämpfen um Nistmöglichkeiten; weil sie durch die Betonstädte keine Möglichkeit zum Nestbau haben. So werden sie auch an den Einfamilienhäusern versuchen, Nester zu bauen. Schrecklich wenn man sich vorstellt, wie es im Frühjahr wird.
Als Menschen, die Tiere lieben, müsste sich der Zorn in uns entzünden, zu erfahren, dass die ihr Geld mit Drahtspießen machen, die zur Abwehr der Schwalben dienen sollen - aufgespießte und verletzte Vögelchen, schrecklich!
Die Schwälbchen brauchen dann keinen Flug mehr in den Süden buchen; und unsere Kindeskinder werden dann fragen: "Mama was sind Schwalben?"
Soweit darf es nicht kommen.
Um den Kot der Schwalben vom Haus fernzuhalten, kann man seinen Dachüberstand mit Holz verkleiden. Doch nicht diese Spieße anbringen.

 

Bitte klickt folgenden link an:



3. März

Neu auf der HP: Die März-Digibilder sind da - leider noch kein Frühling ...

Rezeptvorschlag für ein ganzes Jahr

Man nehme zwölf Monate,
putze sie ganz sauber von Bitterkeit,
Geiz, Pedanterie und Angst
Und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile,
so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.

Es wird jeder Tag einzeln angerichtet,
aus einem Teil Arbeit
und zwei Teilen Frohsinn und Humor.

Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu,
einen Teelöffel Toleranz,
ein Körnchen Ironie,
und eine Prise Takt.

Dann wird die Masse sehr reichlich mit Liebe übergossen.

Das fertige Gericht schmücke man
mit Sträußen kleiner Aufmerksamkeiten
und serviere es täglich mit Heiterkeit.

Johann Wolfgang von Goethe

4. März

Heute ein Rezept für das "leibliche" Wohl, unabhängig von frischen Zutaten, das "Warum" werdet ihr Morgen entdecken:

Erbsensuppe

500 g getrocknete Erbsen (am Vortag eingeweicht),
1 l Wasser,
1 l Fleischbrühe,
2 EL Mehl,
2 EL Butter,
Salz,
Muskatnuss,
2 Eigelb,
1/4 l Sahne

Die Erbsen mit dem Einweichwasser in kochendes Wasser einrühren und zum Kochen bringen. Nach 10 Minuten die Hitze reduzieren und heißes Wasser nachgießen. Langsam weiter köcheln lassen. Wenn die Erbsen
weich sind, pürieren. Aus Butter und Mehl eine Mehlschwitze herstellen, mit kaltem Wasser bzw. verdünnter Fleischbrühe ablöschen.
Mit Salz und Muskatnuss würzen. Aufkochen lassen und mit Eigelb und Sahne verfeinern. Das Erbsenpüree dazu geben und gut vermischen.
Eventuell mit Fleischbrühe verdünnen.

5. März

Neu auf der HP: Geschichte "Meine Kinder und der Osterhase" zu finden entweder bei den Geschichten oder von der Osterseite aus. Auch das erste Oster-Gedicht ... es werden noch weitere folgen ...

Nun zu der einfachen Variante der Erbsensuppe ...

Wisst ihr noch???

Suppe, die aus der Wurst kommt - Preußische Erbswurst - das erste Fertiggericht

Einem Berliner Koch gelang 1867 ein Geniestreich, der die deutsche Suppenzubereitung mit einem Schlag zur Weltgeltung brachte. Johann Heinrich Grünberg kreierte die Erbswurst, ein Ensemble aus Erbsenmehl, Speck und Gewürzen, das er mit einer Wurstspritze in Papierhüllen presste. Da lag der Gang zum Patentamt nahe. Der Antrag blieb dort aber liegen, bis er vom preußischen Heeresforschungsamt entdeckt wurde. Diese gelbe Presskonserve entsprach der idealen Marschverpflegung. Schnelligkeit war Trumpf. Man wollte vor dem Feldzug gegen Frankreich nichts dem Zufall überlassen.

Das Patent wurde für 35 000 Taler abgekauft. 1870 kam die Bewährungsprobe, im Deutsch-Französischen Krieg wurde erstmals die Erbswurst als eiserne Ration an die Soldaten ausgegeben. Der Staat gründete eine Fabrik und die deutschen Soldaten löffelten Unmengen dieser Suppe aus großen Feldküchen.
Deutschland wurde Europas größter Industriestaat und mit ihm kam die Erbswurst in Mode.
Alle Schichten, speziell die unteren und mittleren verköstigten sich damit.
Seit 1889 ist die Erbswurst ein Verkaufsschlager verbunden mit dem Namen Carl Heinrich Knorr aus Heilbronn, der einer der Pioniere der neuen Lebensmittelindustrie geworden war.
125 g Erbswurst kosteten damals zwischen 15 und 20 Pfennig.
Die Erbswurst ist selbst in den Wüsten Nordafrikas und im Himalaja zu Hause. Mit ihren 16 Zentimeter Länge und 3 Zentimeter Dicke passt sie in jeden Rucksack. Das Gewicht liegt bei 100 Gramm. Die gepresste Masse, in Wasser aufgelöst, liefert bei einer Kochzeit von einer Minute anderthalb Liter Suppe.
Auch ich kann mich noch sehr gut an diese sonderbare Wurst erinnern ...

                              

6. März

Heute ein Gedicht von meinem Mail-Freund Gerhard. Weitere auf meiner HP bei: "freunde & links" und dann "Heidis Insel"

Vater und Sohn
15.3.1994

Ein Kaufmann und Sohn zusammen sind,
er spricht zu ihm: "Hör zu mein Kind,
was ich dir heute will sagen,
das merke dir an allen Tagen,
vielleicht werde ich bald sterben,
dann wirst du sicher alles erben,
was ich erarbeitet habe im Leben,
das will ich in deine Hände geben.
Der Sohn, er schweigt, er lächelt nur,
er spielt herum an seiner Uhr,
er ist in Gedanken weit weg fort,
er denkt an seinen geliebten Sport,
ans Fußballspielen, ans Laufen,
für das kann er sich was kaufen,
dafür übt er und strengt sich an,
der Sohn vom reichen Handelsmann.

 

Der Vater, wie so Väter sind,
verliert die Nerven recht geschwind,
wenn Kinder nicht so schnell parieren,
nicht nach ihrem Willen marschieren,
er sieht wie der Sohn nicht auf ihn hört,
nicht an seinen Mahnungen sich stört,
wie er gelangweilt in die Ferne sieht,
und dabei keine Miene verzieht.
Der Redefluss des Vaters wird schneller,
die Stimme lauter und heller,
der Vater wird rot im ganzen Gesicht,
den Sohn stört das nicht,
er schaut ruhig in die Weite,
der Vater greift sich an die Seite,
wo das Herz wie rasend pocht,
vor Ärger und Wut er innen kocht!
Es nützt nichts, der Sohn bleibt stur,
spielt weiterhin an seiner Uhr,
der Vater redet viel und lang,
merkt nicht wie er ist schwerkrank,
er redet und redet zu seinem Erben,
merkt nicht sein eigenes Sterben,
wird plötzlich blass und rot,
fällt um und ist tot.

Weitere interessante Einträge unter:

http://home.t-online.de/home/ger24.hard/ 

7. Februar

Der Braunbär ist das Wildtier des Jahres 2005

Es ist ein Tier, das es in Deutschland eigentlich gar nicht mehr gibt. Der Braunbär ist seit 1835 in Deutschland ausgerottet. Naturschützer haben allerdings die Hoffnung auf eine Rückkehr von Meister Petz. Schließlich ist es bereits gelungen, ihn in Österreich wieder anzusiedeln - wenn auch in sehr kleiner Population. Mit dem Braunbären hat die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild also eine optimistische Wahl zum Wildtier des Jahres getroffen.

In den letzten Jahren wandern vermehrt Bären aus dem Süden und Osten in die Alpen ein, so dass es möglicherweise nur eine Frage der Zeit ist, wann der erste Neu-Bär auf deutschem Territorium gesichtet wird. In Österreich werden 25 Stück vermutet, so dass er auch im deutschen Alpenraum wieder heimisch werden kann.
1835 soll das letzte Exemplar in Bayern erlegt worden sein. Heute sind sie in einer kleinen Kolonie an der bayr. Grenze, in Kärnten und Steiermark anzutreffen.
In ganz Europa leben schätzungsweise 6000 bis 10 000 Braunbären, die meisten in den südosteuropäischen und osteuropäischen Ländern.
Die Allesfresser erlegen Nage- und Huftiere, ernähren sich aber vorwiegend von pflanzlicher Nahrung und bevorzugen dabei Beeren und Früchte. Zur Winterruhe ziehen sie sich in Erd- oder Felshöhlen zurück. Die Paarungszeit ist im Juni/Juli. Ein Weibchen bringt in der Regel zwei Junge zur Welt. Die Tragezeit beträgt sechs bis neun Monate. Braunbären halten eine Winterruhe, während dieser liegen die Jungen in den Pfoten der Bärin. Die Mutter hält sie wärmend gegen die Brust und leckt sie sauber, bis sie nach etwa 30 bis 32 Tagen die Augen öffnen. Im Alter von drei bis vier Monaten dürfen die Jungen das erste Mal aus der Höhle hinaus, werden aber noch bis ins zweite Lebensjahr geführt, bis sie vor der nächsten Brunst mit kräftigen Ohrfeigen von der Mutter fortgejagt werden.

8. März

Heute ist internationaler Frauentag:

Die Tränen der Frauen

Ein kleiner Junge fragte seine Mutter:
"Warum weinst du?"
"Weil ich eine Frau bin", erzählte sie ihm.
"Das versteh ich nicht", sagte er

Seine Mama umarmte ihn nur und sagte:
"Und das wirst du auch niemals."
Später fragte der kleine Junge seinen Vater:
"Warum weint Mutter scheinbar ohne einen Grund?"

"Alle Frauen weinen ohne Grund"
war alles, was sein Vater sagen konnte.
Der kleine Junge wuchs heran, wurde ein Mann und fragte sich immer noch, warum Frauen weinen.

Endlich rief er das Höchste Wesen an, und als das Höchste Wesen ans Telefon kam fragte er:
"Höchstes Wesen, warum weinen Frauen so leicht?"

Das Höchste Wesen sagte:
"Als ich die Frau machte,
musste sie etwas Besonderes sein...

Ich machte ihre Schultern stark genug, um die Last der Welt zu tragen,
doch sanft genug, um Trost zu spenden.
Ich gab ihr eine innere Kraft, um sowohl Geburten zu ertragen,
wie die Zurückweisungen, die sie von ihren Kindern erfährt.

Ich gab ihr eine Härte, die ihr erlaubt weiterzumachen,
wenn alle anderen aufgeben und ihre Familie
in Zeiten von Krankheit und Erschöpfung zu versorgen,
ohne sich zu beklagen.

Ich gab ihr Gefühlstiefe,
mit der sie ihre Kinder immer und unter allen Umständen liebt,
sogar wenn ihr Kind sie sehr schlimm verletzt hat.

Ich gab ihr Kraft, ihren Mann mit seinen Fehlern zu ertragen
und machte sie aus seiner Rippe, damit sie sein Herz beschützt.

Ich gab ihr Weisheit, damit sie weiß,
dass ein guter Ehemann niemals seine Frau verletzt,
aber manchmal ihre Stärke und ihre Entschlossenheit testet,
unerschütterlich zu ihm zu stehen.

Und zum Schluss gab ich ihr eine Träne zum Vergießen.

Die ist ausschließlich für sie, damit sie davon Gebrauch macht,
wann immer es nötig ist.

Siehst du: Die Schönheit der Frau ist nicht in der Kleidung die sie trägt,
nicht in der Figur, die sie hat oder in der Art, wie sie die Haare trägt.

Die Schönheit einer Frau muss in ihren Augen erkannt werden,
weil sie das Tor zu ihrem Herzen sind,
der Ort, an dem Liebe wohnt.



9. März

Neues auf der HP: die Seiten über meine Kinder sind fertig - anzusehen bei "wir über uns" und dann dem "button" Kinder usw.

Die sechs Brote - chinesische Legende

Chüen ging jeden Tag zum Bäcker und kaufte diesem sechs Brote ab. Eines Tages fragte ihn sein guter Freund Chen: Sag mir, Chüen, was tust du mit den sechs Broten, die du da täglich erwirbst?" Chüen antwortete: "Ein Brot kaufe ich für mich, um es zu essen, ein Brot werfe ich weg, zwei Brote gebe ich zurück, und die letzten Brote leihe ich aus!"

Chen dachte nach und erwiderte: "Mein Freund, dunkel ist mir der Sinn deiner Worte. Willst Du mir nicht erklären, was du meinst?"

Chüen aber, der Mann, der täglich sechs Brote kaufte, antwortete seinem Freund: "Nun - den Laib, den ich für mich behalte, esse - ich sagte es schon - ich allein. Das Brot, von dem ich sagte, daß ich es wegwerfe, gebe ich meiner Schwiegermutter. Die beiden Brote jedoch, von denen ich sagte, daß ich sie zurückgebe, bekommen meine ehrwürdigen Eltern, weil sie mich im Kindesalter ernährten. Die beiden aber, von denen ich sagte, daß ich sie ausleihe, gebe ich meinen Söhnen und sage ihnen dabei, daß sie sie mir zurückgeben mögen, wenn ich selbst ein Greis geworden bin.

10. Februar

Schneeglöckchen

`s war doch wie ein leises Singen
In dem Garten heute nacht,
Wie wenn laue Lüfte gingen:
"Süße Glöcklein, nun erwacht,
Denn die warme Zeit wir bringen,
Eh's noch jemand hat gedacht."
's war kein Singen, 's war ein Küssen,
Rührt die stillen Glöcklein sacht,
Daß sie alle tönen müssen
Von der künftgen bunten Pracht.
Ach, sie konntens nicht erwarten,
Aber weiß vom letzten Schnee
War noch immer Feld und Garten
Und sie sanken um vor Weh.
So schon manche Dichter streckten
Sangesmüde sich hinab,
Und der Frühling, den sie weckten,
Rauschte über ihrem Grab.

Eichendorff

11. März

Wieder erzählt eine Blume - aus dem Büchlein unserer Gärtnerei:

Stiefmütterchen


"Warum nennt ihr uns eigentlich Stiefmütterchen?
Sicherlich nur, weil ihr uns "stiefmütterlich" behandeln könnt, und wir trotzdem noch wachsen und blühen. Die Botaniker waren da nobler. Sie tauften uns "Viola x wittrockiana (Tricolor Maxima). Das klingt wenigstens schön und bedeutet: Dreifarbiges großes Veilchen. In der Zeit der Christenverfolgung waren wird das Sinnbild der göttlichen Dreieinigkeit.
Wir, die Familie der Veilchengewächse, sind eine große Gesellschaft mit vielen guten Eigenschaften. Wir gehören zu den zweijährigen Pflanzen und möchten im Juli/August ausgesät werden. Beachtet dabei, dass wir Lichtkeimer sind. Die Aussaat muss auf ein geschütztes Saatbeet erfolgen. Pflanzt uns dann im Herbst möglichst auf die vorgesehenen Beete in einem Abstand von 15 - 20 cm, dann blühen wir bereits im Frühling, teilweise sogar in milden Wintermonaten. Wir wachsen in jedem Gartenboden, sogar im Halbschatten, wenn ihr kein anderes Plätzchen habt."

12. März

Denk an Deinen Traum
Träume bedeuten vielleicht ein hartes Stück Arbeit.
Wenn wir versuchen dem auszuweichen,
können wir den Grund,
warum wir zu träumen begannen,
aus den Augen verlieren,
und am Ende merken wir,
dass der Traum gar nicht mehr uns gehört.
Wenn wir einfach der Weisheit unseres Herzens folgen,
wird die Zeit vielleicht dafür sorgen,
dass wir unsere Bestimmung erfüllen.

Denk daran:
Gerade wenn Du schon fast aufgeben willst,
gerade wenn Du glaubst,
dass das Leben zu hart mit Dir umspringt,
dann denk daran wer Du bist.
Denk an Deinen Traum!

(Sergio Bambaren)

13. März

Neues auf der HP bei "ha ha ha" weitere Witze und lustige Geschichten

Orchidee des Jahres ist das Brandknabenkraut
Der Arbeitskreis Heimische Orchideen (AHO) hat das seltene Brandknabenkraut zur "Orchidee des Jahres 2005" gekürt. Die zierliche Pflanze mit ihren hellen, purpur gepunkteten Blüten verträgt sowohl Frost wie auch Trockenheit recht gut.

Sehr empfindlich reagiert das Brandknabenkraut jedoch auf Düngung. Die Intensivierung der Landwirtschaft mit vermehrtem Nährstoffeintrag ist deshalb in erster Linie für seinen Rückgang verantwortlich. Aber auch das Gegenteil, nämlich fehlende Beweidung wegen Nutzungsaufgabe und nachfolgende Verbuschung bedroht die Orchidee des Jahres 2005. Sie verschwindet fast unbemerkt mehr und mehr aus unserer Kulturlandschaft.
In Deutschland ist das Brandknabenkraut nördlich der Mittelgebirge praktisch ausgestorben, die nationale Rote Liste weist es als "stark gefährdet" aus. Nennenswerte Restvorkommen gibt es in den Alpen, im Alpenvorland, außerdem in der Eifel und in der Rhön. In Baden-Württemberg kommt es am Kaiserstuhl und auf der Schwäbischen Alb vor. Lieblingslebensräume des Brandknabenkrautes sind magere, meist trockenwarme Wiesen; es kommt aber auch in lichten Kiefernwäldern, Sandmagerrasen und alpinen Weideflächen bis zu 2 500 Metern Meereshöhe vor. Es ist eine so genannte eurosibirische Pflanze. Sein natürliches Verbreitungsgebiet reicht im Norden bis England, Dänemark und Südschweden, im Süden bis Spanien, Italien und Griechenland, im Osten bis an den Ob in Sibirien. Im Vergleich zu anderen Knabenkräutern ist das Brandknabenkraut recht klein, die meisten Pflanzen werden nicht höher als 20 bis 30 Zentimeter. Die Blüten duften intensiv nach Honig. Zuerst öffnen sich die unteren Blüten des ungefähr 60-teiligen Blütenstandes. Die obersten Blüten sind vor dem Öffnen dunkelpurpurn bis schwarzbraun gefärbt und geben dem Ganzen mit etwas Phantasie ein angebranntes Aussehen. Die Einzelblüten bestehen aus purpurnen Blütenhüllblättern und einer weißen Lippe mit roten Punkten. Das Brandknabenkraut wird vor allem von Fliegen bestäubt. Es vermehrt sich aber nicht nur per Samenflug, sondern auch durch Ausläuferbildung. So entstehen aus einer Wurzelknolle über die Jahre viele Tochterknollen, weshalb oft Knabenkrauthorste mit mehreren eng beieinander stehenden Blütenständen vorkommen. Aus frisch gebildeten Tochterknollen sprießen im Herbst unscheinbare grasartige Blätter. In Deutschland blüht das Brandknabenkraut normalerweise von Anfang Mai bis Mitte Juni. Es gibt aber auch Bestände, die erst von Mitte Juni bis Mitte August blühen. Der Blühzeitpunkt ist genetisch festgelegt, so dass die spät blühenden Pflanzen botanisch als eigene Variante gelten.

14. März

Von Edda erhielt ich einen Award und bedanke mich dafür

Vorfrühling

Vorfrühling seufzt in weiter Nacht,
dass mir das Herze brechen will;
Die Lande ruhn so menschenstill,
nur ich bin aufgewacht.

O horch, nun bricht des Eises Wall
auf allen Strömen, allen Seen;
Mir ist, ich müsste mit vergehn
und, Woge, wieder auferstehen,
zu neuem Klippenfall.

Die Lande ruhn so menschenstill;
Nur hier und dort ist wer erwacht,
und meine Seele weint und lacht,
wie es der Tauwind will.

Christian Morgenstern



15. März

Gehe deinen Weg ohne Eile und Hast
und suche den Frieden in dir selbst zu finden.
Und wenn es dir möglich ist, versuche den anderen zu verstehen.

Sag ihm die Wahrheit ruhig und besonnen und höre ihm zu,
auch wenn er gleichgültig und unwissend ist,
denn auch er hat seine Sorgen.

Vermeide laute und aggressive Menschen,
denn sie lassen dich nicht zur Ruhe kommen.

Wenn du dich mit all den anderen vergleichst,
wirst du eitel und bitter werden,
denn es wird immer Menschen geben,
die größer oder kleiner sind als du selbst.

Sei stolz auf deinen Erfolg und denke an deine Karriere,
aber bleibe bescheiden,
denn das Schicksal kann sich jederzeit wenden.

Sei vorsichtig in deinen Geschäften, denn die Welt ist voller List und Tücke,
aber lass dich trotz allem nicht von deinem Weg ablenken.

Viele Leute reden von hohen Idealen,
und überall wird Heldenmut angepriesen:
Bleibe du selber und heuchle nicht Mitgefühl.
Stehe der Liebe nicht zynisch gegenüber, denn sie ist das Einzige,
das wahr und unvergänglich ist.

Sei dankbar für jedes Jahr, das du erleben darfst,
auch wenn mit jedem Tag ein Stück deiner Jugend entschwindet.

Bereite dich auf den Augenblick vor,
in dem etwas Unvorhergesehenes in dein Leben tritt,
aber zerstöre dich selber nicht aus Angst vor der Einsamkeit.

Sei immer so, dass du vor dir selbst bestehen kannst.

Du hast ein Recht auf der Welt zu sein -
genau wie die Blume die blüht und wie ein Stern in der Nacht.

Doch auf dieser Welt lebst du nicht allein.
Hast du schon irgendwann einmal darüber nachgedacht?

Darum schließe Frieden mit Gott, wo immer er dir begegnet.

Ganz gleich, was das Leben Dir auch an Schwierigkeiten auferlegt:
die Welt ist immer noch schön.
Versuch, auf ihr zu leben und glücklich zu werden!

Dieser Text wurde 1692 in der alten St. Pauls Kirche in Baltimore gefunden.

16. März

Da wir vom heutigen Tag bis zum Wochenende in Leipzig sind, werde ich nun die folgenden Tage schon hier einfügen.

Neues auf der HP: Bei den Awards und Geschenken, habe ich auch einige meiner Geburtstagsgeschenke eingefügt

Auch die Osterseite habe ich erweitert

Die Höflichkeit

Wer möchte diesen Erdenball
noch fernerhin betreten,
wenn wir Bewohner überall
die Wahrheit sagen täten.

Ihr hießet uns, wir hießen euch
Spitzbuben und Halunken,
wir sagten uns fatales Zeug,
noch eh wir uns betrunken.

Und überall im weiten Land
als langbewährtes Mittel,
entsprosste aus der Menschenhand
der treue Knotenkittel.

Da lob ich mir die Höflichkeit,
das zierliche Betrügen.
Du weißt Bescheid, ich weiß Bescheid:
Und allen macht's Vergnügen.

Wilhelm Busch

17. März

Hans-Christian Andersen

Großmütterchen
Großmutter ist so alt, sie hat gar viele Runzeln und ganz schneeweißes Haar, aber ihre Augen leuchten wie zwei Sterne; ja sie sind eigentlich viel schöner, sie sind so milde, dass es von Herzen wohl tut, in sie hineinzuschauen. Sie weiß die herrlichsten Geschichten und hat ein Kleid mit großen, großen Blumen an; das ist aus so dickem Seidenzeug, dass es bei jeder Bewegung rauscht. Großmutter weiß so viel, denn sie hat viel länger als Vater und Mutter gelebt, das ist ganz gewiss. Großmutter hat ein Gesangbuch mit dicken Silberbeschlägen, und darin liest sie oft.

 Mitten in dem Buche liegt eine Rose, die ganz flach und trocken ist; sie ist nicht so schön wie die Rosen, die sie im Glase stehen hat, und doch lächelt sie dieser am allerfreundlichsten zu, ja, es kommen ihr dabei Tränen in die Augen. Weshalb mag
Großmutter so auf die welke Rose in dem alten Buche niederschauen? Weißt Du es? Jedes Mal, wenn Großmutters Tränen auf die Blume fallen, wird ihre Farbe frischer, die Rose schwillt empor, und die ganze Stube erfüllt sich mit ihrem Duft, die Wände versinken, als seien sie Nebelschleier, und ringsum ist der grüne, herrliche Wald, wo die Sonne zwischen den Blättern spielt und Großmutter - ja sie ist ganz jung, ist ein liebreizendes Mädchen mit blonden Locken, mit rosigen, runden Wangen, schmuck und lieblich, keine Rose kann frischer sein. Doch die Augen, die milden sanften Augen, ja das sind immer noch Großmutters Augen. An ihrer Seite sitzt ein Mann, so jung und kräftig und schön; er reicht ihr die Rose, und sie lächelt, - so lächelt Großmutter doch nicht.- Ja, das Lächeln ist da. Er ist fort; nun gehen viele Gedanken und Gestalten vorüber. Der schöne Mann ist fort, die Rose liegt im Gesangbuche, und Großmutter - ja, da sitzt sie wieder, eine alte Frau, und betrachtet die verwelkte Rose, die im Buche liegt.

Nun ist Großmutter tot. - Sie saß im Lehnstuhl und erzählte eine lange, lange herrliche Geschichte: "Und nun ist sie aus," sagte sie, "und ich bin so müde, lasst mich nun ein wenig schlafen!" Und dann lehnte sie sich zurück und atmete sanft; sie schlief. Aber es wurde stiller und stiller und ihr Antlitz war so voller Frieden und Glück, es war gleichsam, als ob der Sonnenschein darüber hinglitte, und da sagten sie, sie sei tot.
Sie wurde in den schwarzen Sarg gelegt. Dort lag sie, in weißes Linnen gehüllt; sie war so schön, aber die Augen waren geschlossen; alle Runzeln waren nun fort,
und sie lag mit einem Lächeln um den Mund. Ihr Haar war so silberweiß, so ehrwürdig, ihr Anblick flößte gar keine Furcht ein, es war ja die liebe, herzenesgute Großmutter. Und das Gesangbuch wurde unter ihren Kopf gebettet, das hatte sie selbst verlangt, und die Rose lag in dem alten Buche; so wurde Großmutter begraben.

Auf dem Grabe, dicht unter der Kirchenmauer pflanzten sie einen Rosenbaum. Er stand voller Blüten, und die Nachtigall sang über ihm, und aus der Kirche hörte man die Orgel die schönsten Psalmen spielen, die in dem Buche unter dem Haupte der Toten standen. Der Mond schien gerade auf das Grab herab; aber die Tote ließ sich nicht blicken. Jedes Kind konnte des Nachts ruhig hingehen und sich dort an der Kirchhofmauer eine Rose pflücken. Ein Toter weiß mehr, als wir Lebenden wissen; der Tote kennt die Angst, die uns sein Wiedererscheinen einflößen würde. Die Toten sind besser als wir alle, und deshalb kommen sie nicht Es liegt Erde über dem Sarge und Erde darin. Das Gesangbuch mit seinen Blättern ist zu Staub zerfallen. Aber darüber blühen neue Rosen, darüber singt die Nachtigall und die Orgel spielt. Man denkt an die alte Großmutter mit den milden, ewig jungen Augen. Augen können niemals sterben. Die unsrigen werden sie einmal erblicken, so jung und schön wie damals, als sie zum ersten Male die frische, rote Rose küßte, die Staub im Grabe ist.

18. März

Letzte Worte

Geliebte, wenn mein Geist geschieden,
so weint mir keine Träne nach;
denn, wo ich weile, dort ist Frieden,
dort leuchtet mir ein ew'ger Tag!

Wo aller Erdengram verschwunden,
soll euer Bild mir nicht vergehn,
und Linderung für eure Wunden,
für euern Schmerz will ich erflehn.

Weht nächtlich seine Seraphsflügel
Der Friede übers Weltenreich,
so denkt nicht mehr an meinen Hügel,
denn von den Sternen grüß ich euch!

Annette von Droste-Hülshoff

19. März

Napfkuchen mit Schuss

Rotwein ist der ideale Begleiter zu leckeren Fleischgerichten.
Der Rebsaft kann noch mehr:
Er gibt Kuchen ein feines Aroma und macht den Teig schön locker.

Rotweinkranz

Zutaten:
300 g Margarine
200 g Zucker
6 Eier
300 g Mehl
200 g Schokostreusel
1 TL Zimt
1 gestrichener EL Kakao
1 1/2 Päckchen Backpulver
200 ml Rotwein
Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung:
Margarine mit den Schneebesen des Handrührgeräts schaumig rühren. Zucker und Eier dazugeben und so lange rühren, bis eine helle, cremige Masse entsteht. Mehl mit Zimt und Kakao mischen und sieben. Schokostreusel unter die Mehl-Zimt-Kakao-Mischung heben. Im Wechsel mit dem Rotwein zur Fett-Zucker-Ei-Masse geben. Eine Wellen-Backform ganz dünn mit Margarine ausreiben und leicht mit etwas Mehl bestäuben. Teig in die Form einfüllen. Alles gleichmäßig glatt streichen.
Backofen 180 Grad vorheizen. Rotweinkranz auf die unterste Schiene stellen und 60 Minuten backen. Den fertigen Kuchen aus dem Backofen nehmen. Kuchen noch nicht stürzen, sondern zuerst 15 Minuten in der Form auskühlen lassen. Anschließend auf einen Kuchenrost stürzen und vollständig auskühlen lassen. Rotweinkuchen vor dem Servieren mit dem Puderzucker bestäuben.
Tipp: Der Rotweinkranz schmeckt auch mit einer Schokoladenglasur. Dafür eine Packung dunkle Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Kuchen damit bestreichen.

20. März

Heute zum Frühlingsanfang

Der Frühling

Sehr zaghaft guckt die Sonne heraus,
als hätte sie Angst vor der Welt.
Die Menschen kommen freudig aus dem Haus,
der Winter hat uns lang gequält!

Die Amsel singt ihre Frühlingslieder
Gar lustig sind nun die Spatzen,
große Knospen hat schon der Flieder,
der Wachhund wärmt seine Tatzen.

Hie und da zeigt sich schon eine Biene,
ja, manche ist besonders kühn!
Zufrieden ist unsere Miene,
denn auch der Rasen wird nun grün.

Die Kinder dürfen endlich draußen sein,
jedes mit rotgefärbten Wangen,
rot vom Spiel und vom Sonnenschein,
vom Raufen und wilden Rangen

In der Luft liegt ein geheimes Raunen:
Von Schönheit und von neuem Leben -
Täglich erfasst uns neues Staunen,
was uns die Natur gegeben.

Neue Blumen sprießen aus dem Boden
sie erblühn in einem Tag!
Wir sehn auch neue Frühjahrsmoden
die jede Frau so gerne mag.

Sie wetteifert mit den Schmetterlingen.
Süße Mädchen in hellem Kleid
schweben vorbei, wie auf Schwingen,
dass sich jedes Männerherz freut!

Heidi Gotti

21. März

Widder vom 21. März bis 20. April  

Widder sind sehr naturliebend und wandern gern. Doch wie das Wetter Ende März und im April sind sie unbeständig: Einmal sind sie fröhlich und leben unbeschwert in den Tag hinein, dann wieder sind sie niedergeschlagen und wirken unsicher. Sie sind leicht zu begeistern, aber ihre Begeisterung klingt schnell ab. Sie spielen den Starken und wollen dabei oft nur die eigenen Schwächen verbergen. Von daher bringen sie auch die gehörige Portion Dickkopf mit, die es einem nicht leicht macht, mit ihnen gut Freund zu sein. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt haben, sind sie schwer davon abzubringen, auch wenn Vernunftgründe dagegen sprechen. Aber sie sind freigiebig, und ihr Pflichtgefühl ist beinahe sprichwörtlich. Sie sind meist von guter Gesundheit, weil ihre Energie Krankheiten schnell besiegt. Kopf und Gesicht sind besonders gefährdet, vor allem die Gehörorgane, die Augen und die Bronchien. Ihre Farbe ist rot, ihr Metall das Eisen, Glückssteine sind Diamant, Amethyst und Sardonyx.

Müde Widder-Männer gibt es nicht,
das bestätigen ihre Partnerinnen: Er ist der reizendste, liebenswürdigste und zärtlichste Mann der Welt. Man muss nur immer hochschauen zu diesem Wundergebilde von Kraft und Schönheit, dann hat man den Himmel auf Erden. Wenn nicht, lernt man seine Schattenseiten kennen: Er ist ein Meister der Taktlosigkeit, ohne sich dabei das Geringste zu denken.
Chefs mögen seine nach vorn strebende Art, seine Ideen und seinen nur auf Erfolg gerichteten Arbeitseifer. Er gibt nie auf. Das hat manchmal Nachteile: er kann sich auch in eine erfolglose Sache verrennen. Dann steht er wieder einmal am Anfang, muss sich durchbeißen, um wieder oben zu sein.
Er hält sich für absolut ehrlich und neigt dazu, seinen Mitmenschen ständig Wahrheiten an den Kopf zu werfen, die jedermann brüskieren. Die Wahrheitsliebe hindert ihn aber nicht am Flunkern. Er ist ein Meister des Erzählens spannender Geschichten, die er selber glaubt, deren Wahrheitsgehalt man aber besser nicht nachprüft. Man sollte ihm auch lieber nicht widersprechen, das mag er gar nicht, wegen seiner Autorität.
Selbst in der Liebe will er perfekt sein. Für ihn gibt es keine Liebe auf den ersten Blick. Er probiert oft und studiert viel, bis er glaubt, die einzige, die einmalige Herzensdame gefunden zu haben, der er seine feurige Liebe schenken kann - ein Leben lang.
Er ist familiär und seinen Kindern ein guter Vater, obwohl diese oft in ihm nur den Tyrannen sehen.

Die Widderfrau
Gibt es nicht zu kaufen, sie schenkt sich höchstens selbst her. Aber nur leihweise bekommt man sie. Sie ist sehr wählerisch, obwohl sie auch vom Helden träumt. Sie ist nicht Ich-bezogen, schenkt ihr letztes Hemd her oder den letzten Pfennig, wenn es jemanden glücklich macht. Sie probiert oft, nippt hier und dort ein wenig am Nektar der Liebe. Sie zieht beim Auserwählten ein und wieder aus. Sie kann sehr leicht ohne Mann auskommen als andere Sternenkinder. Sie sucht einen Helden, möchte einen ganzen Kerl als Mann haben. In der Ehe ist sie treu, ist eine leidenschaftliche Geliebte. Es steht aber die Scheidung ins Haus, wenn sich der Mann zu oft bei beruflichen Verpflichtungen entschuldigen lässt. Im Beruf Managerin, Politikerin, Unternehmerin möchte sie nicht mehr nur Hausfrau sein.
Sie ist eine gute Mutter, aber sie ist auch streng. Sie hat viel Humor, lächelt sogar noch, wenn sie sich eigentlich vor Schmerzen krümmen müsste. Sie wird keinem Krach aus dem Wege gehen, aber sie wird niemandem etwas nachtragen, sie verzeiht, erwartet es aber auch von anderen.
Sie hat Ideale und Träume und niemand sollte wagen, diese zu zerstören.
Man sollte mit ihr träumen und ihr mit der gleichen Ehrlichkeit gegenübertreten, die sie täglich praktiziert.

Wie erzieht man Widder-Kinder?
Um es vorweg zu sagen: Ein rechter Widder bleibt zeit seines Lebens ein Kind; denn nur Kinder können sich erlauben, so viel Eigenwillen zu besitzen. Schon im zartesten Alter möchte das Kind Mittelpunkt des Hauses sein. Guter Rat: Schalldichter Raum als Kinderzimmer. Dort schreien lassen, wenn mit Güte nichts zu erreichen ist.
Das Kind ist stürmisch, es klettert schon früh in Nachbars Garten und auf verbotene Bäume. Oft stellt es sich ungeschickt dabei an: im zartesten Alter blühen dann schon blaue Flecke und blutige Risse. Aber das Kind denkt mit: Einmal die Finger am gerade gekochten Gelee verbrannt, wird es nicht noch einmal die Finger in die heiße Brühe stecken. In der Schule gibt es selten Schwierigkeiten, aber nur zu gern lassen diese Kinder ihre Hausarbeiten liegen. Man sollte sie ab und zu einmal loben; denn Lob ist für Widder-Sprösslinge etwas, für das man sogar Hausarbeiten in Kauf nimmt.

22. März

Neues auf der HP: Gedichte auf der Osterseite

Frühlingserwachen

Mit immer wärmerer Temperatur
Erwacht nach und nach die Natur
Auf all den grünen Wiesen
Sieht man das Schneeglöckchen sprießen
Krokus, Lebeblümchen, und Vergissmeinnicht
Erblinzeln nun das Tageslicht.
Jedes Pflänzchen noch so klein
Reckt sich in den warmen Sonnenschein
Und zu des Menschen Freud
Steht jeder Baum nun weit und breit
In voller rosa und auch weißer Blüte
Der Fön verweht so manche Hüte
Und der Natur' Frühlingserwachen
Ermuntert auch mich zum fröhlich lachen
All dies ist für mich geschehen
Ich freu mich auf ein Wiedersehen
Wenn du mich dann zärtlich berührst
Und all meine Liebe du verspürst
So verschönst du mir des Mühens Plag
Drum lieb ich dich umso mehr an jedem Tag
Meine Liebe zu dir soll ab heut
So bleiben bis in alle Ewigkeit.

???

23. März

Neues auf der HP: Digibilder - der Frühling ist endlich da ...

Warum sind manche Eier braun und andere weiß?
Die Lösung des Rätsels findet man beim Huhn

Zu Ostern schillern sogar die Hühnereier in vielen bunten Farben. In der übrigen Zeit des Jahres gibt es Hühnereier nur in zwei Farben. Entweder sind sie braun oder weiß.
Oft fragt man sich, was die Farbe der Eier bestimmt. Ein bisschen ist es so wie mit der Frage: Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?
Legen weiße Hühner weiße Eier und braune Hühner braune Eier?
Das kann nicht stimmen, denn es gibt durchaus im Hühnerstall weiße Hennen, die braune Eier legen. Der umgekehrte Fall übrigens, also braune Hühner, die weiße Eier legen, kommt in der Natur nicht vor.
Also ist die Gefiederfrage kein Kriterium.
Die Farbe der Eier hängt vom Huhn ab - sie ist genetisch festgelegt.
Somit hat die Eierfarbe auch nichts mit dem Futter zu tun, das die Hühner bekommen.
Man kann einem Huhn, das weiße Eier legt, nur noch Biofutter zu fressen geben, es wird doch bis an sein Lebensende weiße Eier legen.
Es ist ein Gerücht, dass braune Eier natürlicher wären. Es sind heute zwar viel mehr braune Eier im Handel, das liegt aber einfach nur daran, dass wir Kunden sie lieber kaufen. Experten meinen, diese würden uns Verbrauchern freundlicher erscheinen.
Es ist aber rational nicht zu erklären, denn die weißen unterscheiden sich nur durch die Schale. Somit ist der Griff zum braunen Ei eine emotionale Entscheidung.
                           

24. März

Neues auf der HP: Bericht über unseren Besuch in Leipzig. Stadtbesichtigung, Buchmesse und Treffen mit Freunden. Unsere Träume möchten wir verwirklichen und sind auf dem besten Weg, auch darüber berichte ich auf dieser Seite und ich lade euch dorthin ein.

 

Träume haben Flügel
schwingen sich in endlose Höhen
dringen durch die Dunkelheit,
tauchen ab in unbekannte Tiefen,
ziehen Spiralen durch Gefühle,
lassen schweben,
lassen fallen,
werden lebendig und zerfallen in
Nichts ...

???


25. März

Ich danke Wolfgang für seine Worte, die er als Laienprediger verfasste

Predigt für den 25.03.2005 Karfreitag Jesaja 53, 5

Ausflugs-Tipp zu Ostern

Das erste und einzige Osterei-Museum Deutschlands existiert in Sonnebühl. In dem ehemaligen Schulhaus kann man über tausend Ausstellungsstücke in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Techniken bestaunen.
In der Dauerausstellung wird christliches Osterbrauchtum von gestern und heute vorgestellt.
Der Rundgang durch das Museum ist eine Reise durch Europa.
Kostbare Eier aus russischen Goldschmiedewerkstätten und handbemalte Ikoneneier findet man neben Eiern aus Ungarn, die mit kleinen Hufeisen beschlagen sind.
Die Reise geht weiter über Böhmen und Mähren nach Polen. Typisch sind hier die farbigen Scherenschnitte auf Eiern. Im westlichen Europa hat sich wenig Osterbrauch erhalten. In Deutschland ist in Hessen und der Lausitz das alte Brauchtum des Eierverzierens noch lebendig.
 

Das Ostermuseum ist in Sonnenbühl, Steigstraße 8, 72820 Sonnenbühl-Erpfingen, Telefon 07128-774

26. März

Geflochtene Nestchen

Zutaten für 4 Stück:
250 g Mehl
1/2 Päckchen Trockenhefe
65 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
1 TL geriebene Zitronenschalen
ca. 50 ml lauwarme Milch
65 g weiche Butter
1 Ei
2 EL Aprikosenmarmelade
Hagel-Zucker
Rote Belegkirschen
geschälte Mandeln

Zubereitung:
Mehl, Trockenhefe, Zucker, Vanillezucker, Salz und Zitronenschale in eine Schüssel geben und vermischen. Milch, Butter und Ei dazugeben und das Ganze zu einem glatten Teig verarbeiten. Mit einem Küchentuch abdecken, an einem warmen Ort zur doppelten Menge aufgehen lassen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche kräftig durchkneten und in 4 Portionen teilen. Aus jeder Portion 3 Stränge formen, zu einem Zopf flechten und zu einem Kranz schließen.
Die Kränze auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit Milch bestreichen. Im auf 180 bis 200 Grad vorgeheizten Backofen 20 bis 25 Minuten backen, herausnehmen und auf ein Kuchengitter legen. Die Marmelade erhitzen, durch ein Sieb streichen und die Kränzchen damit überziehen. Mit Hagelzucker bestreuen, mit roten Belegkirschen und den halbierten Mandeln verzieren und erkalten lassen. Mit einem gefärbten Ei oder Schokoladeneiern in der Mitte belegen.

27. März

Ostersonntag - Sommerzeit

Ostern

Ja, der Winter ging zur Neige,
holder Frühling kommt herbei,
lieblich schwanken Birkenzweige,
und es glänzt das rote Ei.

Schimmernd wehn die Kirchenfahnen
Bei der Glocken Feierklang,
und auf oft betretnen Bahnen
nimmt der Umzug seinen Gang.

Nach dem dumpfen Grabchorale
Tönt das Auferstehungslied
Und empor im Himmelsstrahle
Schwebt er, der am Kreuz verschied.

So zum schönsten der Symbole
Wird das frohe Osterfest,
dass der Mensch sich Glauben hole,
wenn ihn Mut und Kraft verlässt.

Jedes Herz, das Leid getroffen,
fühlt von Anfang sich durchweht,
dass sein Sehnen und sein Hoffen
immer wieder aufersteht!

Ferdinand von Saar (1833-1906)

28. März

Ostermontag

Der kleine Hase

Gestern saß ein kleiner Hase,
allein und glücklich dort im Grase.
Doch das Glück war schnell vorbei,
denn plötzlich gab's ein Mordsgeschrei.

Der Hase spitze seine Ohren,
was haben die denn hier verloren.
Er dachte, hui was ist denn das,
was wollen die im grünen Gras.

Er duckte sich und schaut erschreckt,
er hätte besser sich versteckt.
Es waren Menschen die er sah,
nanu, was machen die denn da?

Es war ein Mann und eine Frau,
der Hase überlegt genau,
soll ich nun hier sitzen bleiben
und mal gucken was die treiben.

Er überlegte gar nicht lange,
doch es war ihm Angst und Bange.
Denn jetzt wollte er mal wissen,
warum die beiden sich als küssen.

Doch plötzlich ruft die Frau ganz laut,
Liebling gucke mal da schaut,
uns ein Has beim Küssen zu,
der sagt, hat man denn nirgends Ruh.

Der Has springt auf und rennt schnell weg,
er läuft und sucht sich ein Versteck.
Er denkt, nun werd ich niemals wissen,
warum die Menschen sich oft küssen.

???

29. März

Nun ist Ostern vorbei und oft noch Eier übrig

Eierhäckerle

Zutaten für 4 Personen:
12 Eier
100 g Saure Sahne
100 g Majonäse
2 EL mittelscharfer Senf
1 Zwiebel
1 EL Johannisbeergelee
2 EL Meerrettich
50 ml weißer Balsamico-Essig
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1 Prise Cayennepfeffer
1/2 rote, grüne und gelbe Paprikaschote
4 Matjesfilets
1 kleiner Apfel
2 EL Kapern
100 g Gewürzgurken
100 g süßsauer eingelegte Kürbiswürfel
100 g Senfgurken
75 ml Olivenöl
75 ml Kürbismarinade
1 EL Dijonsenf
Kräuterzweige zum Garnieren

Zubereitung:
Eier hart kochen, abgießen, abschrecken, pellen, in feine Würfel schneiden. Saure Sahne, Majonäse, Senf verrühren. Zwiebel schälen, fein würfeln, mit Johannisbeergelee, Meerrettich und Balsamico-Essig dazugeben und untermischen. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken. Zwei Drittel der Eier unter die Creme ziehen, nochmals nachwürzen.
Paprikaschoten putzen, waschen, entkernen, in feine Würfel schneiden. Die Eiercreme halbieren, die Paprikawürfel unter eine Hälfte der Creme rühren.
Matjesfilets waschen, trockentupfen, in feine Würfel schneiden. Mit dem geschälten, entkernten, in feine Würfel geschnittenen Apfel und den Kapern unter die zweite Hälfte der Eiercreme rühren und nachwürzen.
Gewürzgurken, Kürbis und Senfgurken abtropfen lassen, fein würfeln, mit den restlichen gehackten Eiern in eine Schüssel geben und vermischen. Öl, Kürbismarinade und Dijonsenf unter die Mischung rühren, salzen und pfeffern. Die Eierhäckerle dekorativ anrichten, mit Kräuterzweigen ausgarnieren.

Natürlich kann man auch einen Teil weglassen und nur eine dieser angegebenen "Sorten" anrühren. Auch die Zutaten lassen sich verändern.

30. März

Im Märzen der Bauer

Im Märzen der Bauer
Die Rösslein einspannt;
Er pflanzt und beschneidet die Bäume im Land.
Er ackert er egget, er pflüget und sät
und regt seine Hände gar früh und noch spät.

Den Rechen, den Spaten, den nimmt er zur Hand
und ebnet die Äcker und Wiesen im Land.
Auch pfropft er die Bäume mit edlerem Reis
und spart weder Arbeit noch Mühe noch Fleiß.

Die Knechte und Mägde und all sein Gesind,
es regt und bewegt sich wie er so geschwind;
sie singen manch munteres fröhliches Lied,
und freu'n sich von Herzen, wenn alles schön blüht.

Und ist dann der Frühling und Sommer vorbei,
dann füllt sich die Scheuer im Herbst wieder neu;
es füllt sich der Keller, der Stall und das Haus,
da gibt es im Winter manch' fröhlichen Schmaus.

Aus Mähren

31. März

Der Hundertjährige Kalender wird immer wieder gern zitiert und auch zu Rate gezogen,
obwohl seine "Wettervorhersagen" keineswegs auf hundertjähriger Beobachtung beruhen, wie oft angenommen wird. Mauritius Knauer, Abt des Klosters Langheim im Bistum Bamberg, hat von 1652 bis 1658 Wetteraufzeichnungen gemacht, die dem Hundertjährigen Kalender, wie wir ihn kennen, zugrunde liegen. Knauer hat niemals den Anspruch erhoben, seine Beobachtungen und Angaben könnten auch außerhalb seines Bereiches, also der Bamberger Gegend, Geltung haben. Zudem ging er von völlig falschen astronomischen Vorstellungen aus. Er nannte seine Aufzeichnungen "Beständiger Hauskalender, aus welchem jährlich die Witterung zu erkennen und danach der Wein- und Feldbau mit Frucht und Nutzen zu ordnen sei". Es war bei ihm jedoch nie die Rede von einer hundertjährigen Wettervoraussage. Es gibt, wie auch das Lexikon erklärt, keine hundertjährige Periode des Wetters - warum auch zufällig genau hundertjährig?
Bald nach Knauers Arbeit wurden Abschriften davon - meist fehlerhaft - verbreitet, von denen eine, die der Arzt Hellwig in Erfurt drucken ließ, zum "Bestseller" wurde. Von diesem Arzt stammt der Einfall, den Kalender "auf hundert Jahre gestellter Kalender" zu nennen, und daraus wurde dann später der "Hundertjährige Kalender". Allein daran kann man wohl ablesen, dass sämtliche Aussagen nichts mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu tun haben. Sollten sie zutreffen, ist das reiner Zufall. - Von einem Kalenderblatt - 

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