März 2007

Der Duft der Rose

nimmt Dich in einen süßen Bann
Rührt dich liebkosend leise wie eine Liederweise
mit Ahnung voller Schönheit an,
ist ohne Gleichnis rein und zart:
Du kannst es nicht ermessen,
fühlst nur ein süß Vergessen
und eine süße Gegenwart.

Hermann Hesse

bitte auf die Kalendertage klicken

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
      1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 Frühlinsanfang 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31  

Wie ich bereits im Januar erwähnte, ist mein diesjähriger Kalender den Rosen gewidmet und die Königin der Blumen wird uns das ganze Jahr hindurch begleiten.

1. März

DAS VEILCHEN

Ein Veilchen auf der Wiese stand
gebückt in sich und unbekannt;
Es war ein herzigs Veilchen.
Da kam eine junge Schäferin
Mit leichtem Schritt und munterm Sinn
daher, daher,
die Wiese her, und sang.

Ach, denkt das Veilchen, wär ich nur
die schönste Blume der Natur.
Ach, nur ein kleines Weilchen,
bis mich das Liebchen abgepflückt
und an dem Busen matt gedrückt!
Ach nur, ach nur
ein Viertelstündchen lang!

Ach, aber ach!
Das Mädchen kam
und nicht in acht das Veilchen nahm.
Er trat das arme Veilchen.
Es sank und starb und freut' sich noch:
Und sterb ich denn, so sterb ich doch.
Durch sie, durch sie,
zu ihren Füßen dort.

Johann Wolfgang von Goethe

2. März

Das Duftveilchen ist als Frühlingsbote und Lieferant von ätherischen Ölen für die Parfümherstellung bekannt. Dass es auch in der Naturheilkunde einen festen Platz hat, wissen nur wenige. Um es in dieser Hinsicht bekannter zu machen, wurde es jetzt zur Heilpflanze des Jahres bestimmt.
Dabei erkannte schon der griechische Arzt Hippokrates die Heilwirkung des Veilchens und setzte es gegen Kopfschmerzen und Sehstörungen ein.

Später gebrauchten namhafte Heilkundige ebenfalls die Pflanze gegen vielerlei Krankheiten: Hieronymus Bock empfahl die Anwendung des Krautes zur Herzkräftigung und "zu allen hitzigen Krankheiten".
Die Äbtissin Hildegard von Bingen schätzte das Veilchen als Mittel gegen Fieber und Melancholie.
Der bekannteste Arzt des ausgehenden Mittelalters, Theophrastus Bombast von Hohenheim, genannt Paracelsus, schrieb: "Ein Tag im Frühling ohne Veilchenduft ist ein verlorener Tag."

Die Wurzel des auch Märzveilchen genannten Duftveilchens ist nicht identisch mit dem als Veilchenwurzel oder Rhizoma Iridis bezeichneten Wurzelstock der Iris, welcher traditionell als Zahnungshilfe für Babys benutzt wurde.
Heute wird die Pflanze überwiegend bei Erkrankungen der Atemwege, bei nervösen Herz- und Befindlichkeitsstörungen, bei Hautbeschwerden und bei Rheumatismus angewendet. Ätherisches Veilchenöl bereichert den Duft manchen Parfüms. Und als Delikatesse wird das Veilchen von Kennern geschätzt. Eine besondere Leckerei sind kandierte Veilchenblüten, die als appetitanregende Dekoration auf Salaten Auge und Zunge erfreuen.

Weltweit gibt es rund 500 bekannte wild wachsende Veilchenarten, außerdem unzählige Gartenformen. In Deutschland kommen rund ein Dutzend Viola-Arten vor, manche - darunter das häufige Hundsveilchen, das Wald- und das Hainveilchen - ähneln dem Duftveilchen äußerlich sehr, sodass sie für Laien kaum zu unterscheiden sind.
Duftveilchen trifft man bei uns bevorzugt auf schattigen Wiesen, an Waldrändern, unter Hecken und an Grabenrändern an. Im Garten harmonisieren sie mit anderen Frühlingsblühern und nicht zu stark wachsenden Polsterstauden. Im zeitigen Frühjahr zeigen sich die herzförmigen Blätter und von März bis April blüht die Pflanze, die wegen ihres angenehmen Duftes auch das "wohlriechende Veilchen" genannt wird.

3. März

Das Alter

Ewig fliegt man nicht als Falter,
eines Tages kommt das Alter.
Aus dem Falter wird der Falke,
aus dem Schnucki wird die Alte.
Aus dem Jüngling wird der Greis,
ewig ist nur der Verschleiß.
Gestern noch mit flotten Flügeln,
Heute sind die Runzeln da.
da hilft kein kosmetisch bügeln,
Da hilft keine AOK.
Wer mit flinkem Fuß gewippt hat,
schlurft nun - mit knarrendem Gelenk.
Und Du merkst auf einmal deutlich:
Man ist älter als man denkt.
Auf des Lebens grüner Wiese
ist das duft'ge Gras gemäht,
abseits jeder Jugendkrise
lebt man funkstill und Diät.

Soll man flennen nun und jammern,
weil man nunmehr ausgeschirrt?
Soll man sich an früher klammern,
weil man klammer wird?
Ist in dieser engen Runde
auch die Welt nicht mehr so bunt,
Freundchen auch die Abendstunde
Hat noch manchmal Gold im Mund.
Sei vor'm Alter nicht so feige,
ändre einfach dein Programm.
Spielt man nicht mehr erste Geige,
bläst man eben auf dem Kamm.

Verfasser: unbekannt

4. März

Keltischer Baumkreis

Jeder Mensch ist einem Baum zugeordnet im keltischen Baumkreis.
Sieh nach deinem Geburtsdatum, und schau mal welcher Baum dein Bruder ist.
Bringt Glück, wenn man diesen Baum des Öfteren umarmt.
Es durchfließt deinen Körper neue Energie.
Begebe dich auf die Suche nach deinen Bruder Baum.

Der Weidenbaum 01.03. - 10.03.

Weiden sind anspruchslose Bäume, die nicht viel mehr als einen feuchten Boden brauchen, um den Bienen reichlich Nahrung zu geben.
Die Weide ist Demeters Baum (Demeter = Göttin der Fruchtbarkeit der Erde)

Weidengeborene sollen ausgesprochene Menschenfreunde sein. Sie sind sensibel, mitfühlend und teilnahmsvoll. Ihrer Introvertiertheit zum Trotz sind ihre Gefühle so lebendig wie das Wasser, das Weiden lieben und brauchen, und sie sind geistig und seelisch so elastisch wie die Weidenruten. Von allen Baumgeborenen haben sie den stärksten Zugang zum Unbewussten und Mystischen.

Menschen, die im Baumzeichen der Weide geboren wurden, sind wahre Energiebündel. Ihre Ausdauer ist sprichwörtlich und lässt jeden bewundernd über ihre Leistungsfähigkeit staunen. Nichts kann sie aufhalten, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Ihre Vorhaben setzen sie daher spontan und mit einer alles begeisternden Energie um. Ihr Tatendrang ist so gewaltig, dass sie scheinbar Unmögliches mit spielerischer Leichtigkeit vollbringen. Ihre Flexibilität selbst in schwierigen Situationen löst anerkennende Bewunderung und bloßes Erstaunen aus. Sie sind der geschätzte Helfer in der Not. Sie biegen jede Situation zum Vorteil und zur Zufriedenheit für alle Beteiligten wieder hin. Sie weichen mit dieser Fähigkeit auch den meisten unangenehmen Begebenheiten aus und gewinnen dabei für sich ein Stück mehr Zufriedenheit und Freude am Leben.

5. März

Ein Freund

Wer möchte nicht zu jeder Zeit
vom Freunde recht bekommen?
Doch irgendwann ist es soweit,
da macht es dich beklommen.

Du fragst dich: denkt er wirklich so?
Wird er mich belügen?
Auf einmal hast du das Gefühl,
er könnte dich betrügen.

Kritik ist sicher nicht bequem,
doch schafft sich auch Vertrauen.
Ein Freund muss ehrlich zu dir sein,
dann kannst du auf ihn bauen.

Dieter Scharf

6. März

Ein Gebet

Ich bitte nicht um Wunder und Visionen Herr, sondern um Kraft für den Alltag! Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte: Mache mich findig und erfinderisch, um im täglichen Vielerlei und Allerlei rechtzeitig meine Erkenntnisse und Erfahrungen zu notieren, von denen ich betroffen bin. Mach mich griffsicher in der richtigen Zeiteinteilung, schenke mir das Fingerspitzengefühl, um herauszufinden, was erstrangig und was zweitrangig ist. Lass mich erkennen, dass Träume nicht weiterhelfen, weder über die Vergangenheit noch über die Zukunft. Hilf mir, das Nächste so gut wie möglich zu tun und die jetzige Stunde als die wichtigste zu erkennen. Bewahre mich vor dem naiven Glauben, es müsste im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen! Erinnere mich daran, dass das Herz oft gegen den Verstand streikt. Schick mir im rechten Augenblick jemand, der den Mut hat, mir die Wahrheit zu sagen! Ich möchte dich und die anderen immer aussprechen lassen. Die Wahrheit sagt man sich nicht selbst, sie wird einem gesagt. Du weißt, wie sehr wir der Freundschaft bedürfen. Gib, dass ich diesem schönsten, schwierigsten, riskantesten und zartesten Geschäft des Lebens gewachsen bin! Verleihe mir die nötige Phantasie, im rechten Augenblick ein Päckchen Güte mit oder ohne Worte an der richtigen Stelle abzugeben. Mach aus mir einen Menschen, der einem Schiff mit Tiefgang gleicht, um auch die zu erreichen, die „unten“ sind. Bewahre mich vor der Angst, ich könnte das Leben versäumen. Gib mir nicht, was ich mir wünsche, sondern was ich brauche.

(Antoine de Saint-Exupéry)

7. März

Röselein, Röselein,
Müssen denn Dornen sein?
Schlief am schatt'gen Bächelein
Einst zu süßem Träumen ein,
Sah in goldner Sonne-Schein
Dornenlos ein Röselein,
Pflückt' es auch und küsst' es fein,
"Dornloses Röselein!"

Ich erwacht' und schaute drein:
"Hatt' ich's doch! Wo mag es sein?"
Rings im weiten Sonnenschein
Standen nur Dornröselein!
Und das Bächlein lachte mein:
"Lass du nur dein Träumen sein!
Merk' dir's fein, merk' dir's fein,
Dornröslein müssen sein!"

Wilfried von der Neun
(Friedrich Wilhelm Traugott Schöpff -
1826-1916) 
(vertont von Robert Schumann)

8. März

Raglanärmel
Der Ärmel des Feldherrn – Wie der einarmige Lord Raglan ein Stück Modegeschichte schrieb

Soldatenkleidung steht nicht in dem Ruf, ihren Trägern eine entspannte Haltung zu ermöglichen. Doch ein britischer Militär von Rang bestand im 19. Jahrhundert auf größtmögliche Bewegungsfreiheit bei seiner Bekleidung. Nach dieser Person ist der Raglanmantel benannt. Die Textilbranche versteht darunter einen weit zugeschnittenen Herrenmantel. Auch der Raglanärmel geht auf den einarmigen Lord zurück.
Fitzroy James Henry Somerset (1788-1855), der spätere Lord Raglan, wollte mit seinem Mantel eine Kriegsverletzung verbergen. Der Generaladjutant Wellingtons in der Schlacht bei Waterloo hatte im Kampf gegen Napoleon seinen rechten Arm verloren. Die Anekdote will es, dass er sich vom Feldchirurgen noch einmal den abgetrennten Arm reichen ließ, um einen Ring vom Finger zu ziehen.
Vom blutigen Geschehen auf dem Kontinent wurde er nach London zurück beordert. Dort gab er bei seinem Schneider einen Verbergungsmantel in Auftrag, bei dem die Ärmel ganz weit und locker um die Schultern lieben und so ein bequemes An- und Ausziehen ermöglichen sollten. Vor allem aber wollte der Lord, dass seine kaum verheilte Operationsnarbe nicht unnötig von Mantelnähten gereizt werde. Den leeren rechten Ärmel wollte er in den Gürtel stecken. Charakteristisch für den erstmals für einen Einarmigen entworfenen Raglanmantel wurde seine Ärmelform. Der Ärmel setzt hierbei nicht auf der Mitte der Schulterkugel an, sondern ist bis zum Halsansatz eingeschnitten. Dadurch sind Schulterpartie und Ärmel verbunden. Die Raglannaht verläuft im Vorder- und Rückenteil vom Hals aus diagonal bis zu den Achseln.
Ein namentlich nicht bekannter Londoner Schneider erfand diesen Zuschnitt. Erst die Herrenschneider, dann auch die Damenschneider griffen die Neuheit auf. Für den Ärmelschnitt spricht seine Passform: Raglanärmel sitzen perfekt und gewährleisten volle Bewegungsfreiheit. Obendrein lässt sich der Ärmeltyp viel leichter zuschneiden und nähen als ein angesetzter Ärmel, da die Schnittkanten an der Vorder- und Rückseite des Ärmels übereinstimmten.
Für Berufs- und Babykleidung ideal, auch als Kleidung für Frauen mit großer Oberweite.
Ebenso Freizeit- und Sportbekleidung, da die Nähte nun nicht mehr scheuern.
Auch der zweireihig geknöpfte Trenchcoat von Burberry, der im Ersten Weltkrieg als Soldatenmantel berühmt wurde, wies Raglanärmel und die typischen Leistenschubtaschen auf.
Heute ist der Raglanärmel an vielen Kleidungsstücken zu finden, selbst in der Designermode.
Und was wurde aus Lord Raglan? Vierzig Jahre nach Waterloo sorgte er erneut für Schlagzeilen. Schon ergraut, sollte die ehemals rechte Hand Wellingtons das britische Expeditionskorps im Krimkrieg führen. Es zeigte sich trotz anfänglicher Triumphe, dass der Lord angesichts der notwendigen Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Feind Frankreich und der ungewohnten Taktik der Russen als Oberbefehlshaber überfordert war. Er gab unklare Befehle, die direkt ins Verhängnis führten. Lord Raglan starb an den Folgen einer Cholera.

9. März

Der Blusenkauf

Wenn Frau'n was kaufen, das geht flink.
Ich weiß, wie's meinem Freund erging.
Der, jungvermählt, wollt' in der Früh'
mal ins Büro, da sagte sie:
"Laß mich ein Stückchen mit dir gehn."
Dann blieb sie vor 'nem Laden stehn.
"Dein Port'monnaie! Bin gleich zurück,
es dauert nur 'nen Augenblick.
Bleib draußen", sprach Frau Suse,
"ich kauf mir bloß 'ne Bluse."

Nun geht sie rein, "nen Augenblick."
Ihr Mann, sehr heiter, bleibt zurück.
Er freut sich, 's Wetter ist sehr schön,
sieht Kinder, die zur Schule gehn,
und sie sagt drinnen zur Mamsell:
" 'ne blaue Bluse, aber schnell!"
Nun schleppt man alle blauen rein,
und nach 'ner Stunde sagt sie: "Nein,
ich finde keine nette,
ich möcht' 'ne violette."

Nun packt man violette aus.
Ihr Mann, geduldig, steht vorm Haus,
denkt: "Ziemlich lange währt so'n Kauf",
geht auf und ab und ab und auf,
und sie sagt drinnen: "Das ist nett!
Wie kam ich nur auf violett?
Da fällt mir ein: “Frau Doktor Schmidt
geht immer mit der Mode mit,
und sie trägt jetzt 'ne gelbe.
Ach, geb'n Sie mir dieselbe“.

Nun packt man alle gelben aus.
Ihr Mann wird hungrig vor dem Haus.
Der Mittag naht, die Sonne sticht,
die Kinder komm'n vom Unterricht.
Und sie sucht drin und sagt alsdann:
"Was geht Frau Doktor Schmidt mich an?
Wie kam ich auf 'ne gelbe nur?
Es wird ja Frühling, die Natur
zeigt frohe Hoffnungsmiene,
ach, geb'n Sie mir 'ne grüne."

Nun packt man alle grünen aus.
Ihr Mann ist matt und seufzt vorm Haus:
"Gern kauf't ich 'ne Zigarre mir,
doch's Port'monnaie, das ist bei ihr."
Und sie sagt drin: "Beim Sonnenschein,
da wird das Grün zu dunkel sein."
Da schaut er rein. „Mein Port'monnaie",
sie sagt: " 'nen Augenblick noch. Geh!
Ich bin ja gleich zur Stelle.
Ach, geb'n Sie mir 'ne helle."

Nun packt man alle hellen aus.
Da gibt's ein Ungewitter drauß'.
Es regnet bis zum Abendrot.
Ihm fehlt ein Schirm und's Abendbrot.
Und sie sagt drinnen zur Mamsell:
"So'n Wetter heut, und dazu hell?
Und überhaupt, wir haben bald
April, da wird's oft nass und kalt,
dann bin ich die Blamierte.
Ach, geb'n Sie 'ne karierte."

Nun packt man die karierten aus,
und er stöhnt, frei nach Goethe, drauß´:
"Was ewig weiblich, zieht uns an.
Das Weib, das zieht sich ewig an."
Und sie probt drin und sagt entsetzt:
"Was, Nummer vierundvierzig jetzt?
Nicht zweiundvierzig, schlank und schick?
Dann nichts Kariertes, das macht dick."
Ihr Blick zur Taille schweifte.
"Dann geb'n Sie 'ne gestreifte."

Nun packt man die gestreiften aus.
Ihr Mann, der wankt und röchelt drauß':
"Ein'n Augenblick!" Das war ihr Wort!
Dann fällt er um, man trägt ihn fort.
Dann kommt sie mit ner roten raus.
"Hier bin ich schon!" ruft sie froh aus
und schreit: "Mein Mann! Mein Glück!
Gott, ist er tot? Ein'n Augenblick!"
Und in den Laden starrt se:
"Dann geb'n Sie mir 'ne schwarze."

(Otto Reutter (1870 - 1931))

10. März

Isländisch Moos Flechte

Der Name ist irreführend: Das Isländische Moos ist eigentlich kein Moos, sondern eine Flechte. Es wurde von der bryologisch-lichenologischen Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa zur Flechte des Jahres 2007 gekürt.
Der irreführende deutsche Name der Art stammt aus einer Zeit, als man zwischen Moos und Flechte noch keinen großen Unterschied machte. Erst recht nicht wusste man damals, dass es sich bei Flechten um Mischwesen aus Pilzen und Algen handelt.

 

Schon früh bekannt war allerdings die Heilwirkung des auch als Hirschhornflechte oder Fiebermoos bezeichneten Isländisch Moos. Es wird zur Stärkung der Atemwege und Vorbeugung gegen Schleimhautreizungen im Bereich der oberen Luftwege verwendet. Die flechteneigenen Schleimstoffe lindern den rauen Hals, und einige der Flechtensäuren haben eine antibiotische Wirkung. Auch heute noch ist Isländisch Moos unter dem Namen „Lichen islandicus“ Bestandteil von Hustentees, Lutschpastillen und anderen Erkältungsmitteln.

In früheren Jahrhunderten hat man Isländisch Moos getrocknet dem Brotgetreide zugesetzt, um das Mehl damit zu strecken. Außerdem sollte es der Schimmelbildung im Brot entgegenwirken. Ebenso wurden aus der Flechte Suppen gekocht, die zwar wenig nahrhaft waren, aber den gröbsten Hunger linderten. Immerhin besteht die Pflanze zu mehr als der Hälfte aus stärkeähnlichen Polysachariden.
Auf Island selbst steht die so genannte Fjallagrasasupa heute noch auf dem Speisezettel. Isländisch Moos schmeckt ausgesprochen bitter. Vor Verwendung wird es deshalb meist in Sodawasser eingelegt und dann abgewaschen. Im Norden Skandinaviens wird Isländisch Moos gerne von Rentieren gefressen. Problematisch wurde diese Vorliebe nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl. Ähnlich wie bei Pilzen reicherten sich die radioaktiven Stoffe aus den Niederschlägen in der Flechte stark an, was nicht nur den Rentieren zu schaffen machte, auch das als Grundstoff für Arzneimittel angebotene Isländische Moos wies nun erhebliche Strahlungswerte auf.

Isländisch Moos ist in den gemäßigt-kühlen bis arktischen Regionen der ganzen Nordhalbkugel verbreitet. Eine Unterart Cetraria islandica antarctica kommt zudem in den Kältezonen der Südhalbkugel von Feuerland und den Hochgebirgen Neuseelands bis zur Antarktis vor. In Deutschland werden Bergheiden oberhalb der Waldgrenze sowie selten auch Tieflandsheiden und lichte Wälder saurer Standorte besiedelt. Die geeigneten Lebensräume nehmen bei uns aber immer weiter ab, und auch die schleichende Klimaerwärmung macht dieser Flechte zu schaffen.

11. März

Paul Gerhardt wurde am 12. März vor 400 Jahren geboren

Geh aus mein Herz

Geh aus, mein Herz und suche Freud
in dieser lieben Sommerzeit
an deines Gottes Gaben.
Schau an der schönen Garten Zier
und siehe, wie sie mir und dir
sich ausgeschmücket haben.

Die Bäume stehen voller Laub,
das Erdreich decket seinen Staub
mit einem grünen Kleide,
Narzissen und Tulipan,
die ziehen sich viel schöner an
als Salomonis Seide.

Die Lerche schwingt sich in die Luft,
das Täublein fliegt aus der Kluft
und macht sich in die Wälder,
die hochbegabte Nachtigall
ergötzt und füllt mit ihrem Schall
Berg, Hügel, Tal und Felder.

Ich selbsten kann und mag nicht ruhn,
des großen Gottes großes Tun
erweckt mir alle Sinnen.
Ich singe mit, wenn alles singt
und lasse, was dem Höchsten klingt
aus meinem Herzen rinnen.

Paul Gerhardt - 1607 - 1676

12. März

Islandmoos - Fortsetzung

Das Islandmoos gibt es bei allen Blumenbindern. Besonders im Herbst ist es in den Blumengeschäften und Kranzbindereien zu finden: Kränze und Grabschmuck aus einem weichen silbergrauen Pflanzenpolster, kunstvoll verarbeitet, für die Floristen unentbehrlich. Die Pflanze stellt ein botanisches Kuriosum dar, denn sie kommt weder aus Island noch hat sie mit Moos etwas zu tun.
Nur die Importeure und einige eingeweihte Gärtner wissen, dass dieses edle und kostbare Pflanzenprodukt zu 70 Prozent aus Finnland, zu 20 Prozent aus Norwegen, der Rest aus Schweden bezogen wird. Und dass es sich nicht um Moos, sondern um eine in den skandinavischen Wäldern heimische Rentierflechte handelt. Man darf sicher sein, auch auf großen Kisten und Ballen, die, aus dem Norden kommend, in unseren Häfen angelandet werden, ist in den Warenbegleitpapieren jene ganz und gar unzutreffende Bezeichnung zu finden. Islandmoos ist ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor. Für rund sechs Millionen Mark wird es jährlich, überwiegend im Herbst, in die Bundesrepublik eingeführt. Das bedeutet nach der Veredelung des "Rohstoffes", das heißt nach seiner Verarbeitung einen Verkaufswert der fertigen Blumengebinde von insgesamt fünfzig Millionen Mark.
Flechten sind - daher der Name - eine eng verflochtene Symbiose (Lebensgemeinschaft) zwischen einer Pilzgattung, den sogenannten Schlauchpilzen, und den Grün- und Blaualgen. Die Algen liefern die Kohlehydrate, die Pilze das Wasser und die Nährstoffe. (Flechten anderer Art gibt es auch bei uns, zum Beispiel auf Obstbaumrinden, denen sie schaden, weshalb man sie im Herbst mit dem Baumkratzer entfernen muss).
Mit Moos hat das also nichts zu tun, aber auch der Abstammungshinweis hat einen originellen Grund. Als man nämlich Anfang dieses Jahrhunderts den Wert der skandinavischen Rentierflechte für gärtnerische Zwecke entdeckt hatte und sie - bis auf den heutigen Tag überwiegend nach Deutschland - einzuführen begann, da lag auf den Importen von Rentierflechte ein ziemlich hoher Zoll. Das seinerzeit ebenfalls in geringem Umfang aus Island importierte Moos war dagegen zollfrei. So kam ein findiger Gärtner auf die Idee, die für die Blumenbinderei viel besser geeignete und daher begehrte nordische Rentierflechte als "Islandmoos" zu deklarieren und zu verzollen.
Da nun die kaiserliche Zollverwaltung den kleinen botanischen Schwindel nicht merkte, wurde daraus für die inländischen Blumenbinder ein lohnendes Unternehmen. Der - aus zolltechnischen Gründen - eine Zeitlang beibehaltene falsche Name hatte sich in Gärtnerkreisen sehr rasch eingebürgert, so dass er sich (auch nach der Zollsenkung) nicht mehr korrigieren ließ.

13. März

Islandmoos - Rest

In Wirklichkeit handelt es sich um Cladonia alpestris, eine in Höhenlagen wachsende und nah verwandte Art der bekannten Rentierflechte (Cladonia rangiferina). Sie wächst, vergleichbar unserer Heide, auf riesigen Waldflächen, jedoch so langsam, dass die kurzgeschnittene oder von den Rentieren abgeäste Pflanze Jahrzehnte braucht (etwa dreißig Jahre), bis ein erster grüner Schimmer am Waldboden den neuen Austrieb der Flechte anzeigt, die sich nun wieder aufzustocken beginnt. Es sind im Durchschnitt sechzig bis hundert Jahre alte Pflanzen, die in den finnischen und norwegischen Wäldern unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen geerntet werden. Dazu gehört- um einen Raubbau zu verhindern - die staatliche Kontrolle einer Schonzeit für Rentierflechte im Sommer. Außerdem dürfen die pflückreifen Pflanzen nur bei feuchtem, regnerischem Wetter geerntet werden, weil die Dolden sonst leicht brechen. Dadurch entsteht ein schwieriger Engpass.

Durchweg am 1. September beginnt in den mittelfinnischen Waldgebieten, 500 Kilometer nördlich von Helsinki, die Ernte von Islandmoos (um bei dem nun einmal geläufigen Namen zu bleiben). Knapp vier Wochen später, Anfang Oktober, fängt aber bereits die Hauptverarbeitungszeit in unseren Blumenbindereien und Gärtnereien an. Zwischen Allerseelen und Totensonntag ist der Bedarf der Kranzbindereien so groß, dass er in der verfügbaren Zeit kaum gedeckt werden kann.
Jährlich werden rund 50000 Kisten "Frischmoos" allein aus Finnland eingeführt, dazu über 250000 Kartons "Trockenmoos". Das ist ein jedem Blumenbinder geläufiger Begriff, entstanden aus der sogenannten hygroskopischen Fähigkeit dieser Pflanze, die sich auch nach monatelanger Trockenheit durch Bewässerung wie ein Schwamm, der sich mit Wasser vollsaugt - regeneriert und dann wieder genauso frisch ist wie unmittelbar nach der Ernte. Deshalb ist das fast unbegrenzt lagerfähige "Trockenmoos", das bereits im Frühjahr geerntet und in dem kurzen nordischen Sommer luftgetrocknet wird, ein ebenso begehrter Artikel im internationalen Blumenhandel.

Dass die Finnen übrigens in den schweren Kriegswintern des zweiten Weltkrieges Brot daraus gebacken haben, ist ein Beweis dafür, dass man die als Islandmoos deklarierte finnische Rentierflechte sogar essen kann. Und damit nicht genug: Sie soll außerdem einen sehr hohen Vitamingehalt besitzen.

14. März

Die Kröte

Giftig bin ich nicht,
Kinder beiß ich nicht,
Wurzeln mag ich nicht,
nach Blumen frag ich nicht,
Würmlein und Schnecken,
die lass ich mir schmecken.
Ich sitz in dunklen Ecken
und bin so gar bescheiden,
doch keiner kann mich leiden.
Das betrübt mich in meinem Sinn.
Kann ich dafür, dass ich hässlich bin!

Johannes Trojan

15. März

Neues auf der HP. Die Digibilder sind dieses Mal nach Jahreszeiten sortiert.

Märchen von der Unke

Es war einmal ein kleines Kind, dem gab seine Mutter jeden Nachmittag ein Schüsselchen mit Milch und Weckbroten, und das Kind setzte sich damit hinaus in den Hof. Wenn es anfing zu essen, so kam die Hausunke aus der Mauerritze hervorgekrochen, senkte ihr Köpfchen in die Milch und aß mit. Das Kind hatte seine Freude daran, und wenn es mit seinem Schüsselchen dasaß und die Unke kam nicht gleich herbei, so rief es ihr zu:

„Unke, Unke, komm geschwind,
komm herbei, du kleines Ding!
Sollst dein Bröckchen haben.
An der Milch dich laben.!

Da kam die Unke gelaufen und ließ es sich gut schmecken. Sie zeigte sich auch dankbar, denn sie brachte dem Kind aus ihrem heimlichen Schatz allerlei schöne Dinge, glänzende Steine, Perlen und goldene Spielsachen. Die Unke trank aber nur Milch und ließ die Brocken liegen. Da nahm das Kind einmal sein Löffelchen, schlug ihr damit sanft auf den Kopf und sagte: „Ding, iß auch Brocken!“ Die Mutter, die in der Küche stand, hörte, dass das King mit jemand sprach, und als sie sah, dass es mit seinem Löffelchen nach einer Unke schlug, so lief sie mit einem Scheit Holz heraus und tötete das gute Tier.
Von der Zeit an ging eine Veränderung mit dem Kinde vor. Es war solange die Unke mit ihm gegessen hatte, groß und stark geworden, jetzt aber verlor es seine schönen roten Backen und magerte ab. Nicht lange, so fing in der Nacht der Totenvogel an zu schreien, und Rotkehlchen sammelte Zweiglein und Blätter zu einem Totenkranz, und bald hernach lag das Kind auf der Bahre.

Brüder Grimm

16. März

Keltischer Baumkreis

Jeder Mensch ist einem Baum zugeordnet im keltischen Baumkreis.
Sieh nach deinem Geburtsdatum, und schau mal welcher Baum dein Bruder ist.
Bringt Glück, wenn man diesen Baum des Öfteren umarmt.
Es durchfließt deinen Körper neue Energie.
Begebe dich auf die Suche nach deinen Bruder Baum.

Die Linde 11.03. - 20.03.

Die Linde ist der Baum der Liebe. Linden sind weich und süß. Der Duft ihrer bis zu 60.000 Blüten betört uns und ihre Blätter haben die Form kleiner Herzen. Welcher Gottheit sonst hätte man die Linde weihen können als Freya, der Göttin der Liebe und des Glücks?!

An den Tagen der Linde geborene Menschen sind sensibel und mitfühlend. Sie helfen und schützen selbstlos all jene, die ihrer Hilfe und ihres Schutzes bedürfen. Ihr Ideal einer vollkommenen und friedvollen Welt zählt für sie mehr als die unschöne Realität. Wer in diesen Tagen geboren ist, soll sich fragen: "Warum sind meine Träume schöner als die Realität?"

Die im Baumzeichen der Linde Geborenen zeichnen sich durch besonderen Gerechtigkeitssinn und eine ausgeprägte Harmoniefähigkeit aus. Sie verstehen es, sich in die Lage ihrer Mitmenschen zu versetzen, um eine akzeptable Lösung für jede Situation zu entdecken. Keine noch so kleine Ungerechtigkeit bleibt ihrem aufmerksamen Blick verborgen und sie sind es dann auch, die sich für einen baldigen und gerechten Abschluss der Angelegenheit einsetzen. In ihrer Gesellschaft ist immer etwas los. Ihre sprichwörtliche Lebensfreude überträgt sich wie ein Lauffeuer auf alle Menschen in ihrer Umgebung. Sie sind wahre Meister der Geselligkeit und verbinden die Menschen miteinander. Sie teilen mit ihren Mitmenschen Freud und Leid und gehen mit ihnen als guter treuer Freund und Partner durchs Leben.

17. März

Aufbruch

Über Nacht, vom ersten warmen Winde kühn gemacht,
hat der März das Tal geschwinde grün gemacht.

Wärmt der Wald sich, mager und gestrüppig erst das Fell,
bald des Kirschbaums Knospen, üppig bersten hell.

Süßer Regen weint den weh gefrornen Garten auf.
Blüten, die im Schnee verloren, warten drauf.

Hinter das vom Winter ausgebleichte Grau der Welt
ist nun schon das frühlingsleichte Blau gestellt.

Morgen kommt die Sonne: Furcht und Hoffen stöhnt vom Schlag –
Von des Lichtes Blitz getroffen, tönt der Tag!

Eugen Roth

18. März

Auf dem Markte ...
 
Auf dem Markte, gleich am Morgen
hört man des Gemüses Sorgen:
"Lieber Dill, wie kann ich helfen,
dass Sie hier nicht ganz verwelken?"
"Lieber Schnittlauch, es ist schlimm,
Tage schon lieg´ ich hier drin!"
Der Kohlrabi meint bedächtig:
"Schaut die Rübe, die ist prächtig."
Und die Erbse ganz spontan:
"Na, mein Rübchen, geht´s voran?"
"Danke, danke, wie Sie seh´n,
irgendwie muss es ja geh´n.
Doch die Petersilie, seht:
blass und dünn wie ein Asket."
"Oh, wie schade, oh wie schade",
seufzt der Sellerie ganz fade.
Flieht der Spargel vor der Zwiebel,
doch die flüstert ganz sensibel:
"Ach, mein Liebster, sag doch mal,
wärst Du nicht gern mein Gemahl?"
Doch der Spargel schaut nur weg:
"Das hat überhaupt kein´ Zweck!
Mir ist gar nicht nach Amour,
Denn bei Ihnen weint man nur!"
"Oh, wie schade, oh wie schade",
seufzt der Sellerie ganz fade.
Plötzlich schreit die Stangenbohne:
"Hee, das ist hier meine Zone!"
"Rück doch einfach mal ein Stück!"
schreit der Rosenkohl zurück.
Die Karotte kann nur lachen:
"Nein! Wie die sich wichtig machen!"
"Schlichten sollte hier der Kohlkopf!"
"Was, der Kohlkopf?! Dieser Hohlkopf?!"
Doch der weiß genau Bescheid:
"Liebe Leut´, wozu der Streit?
Ist das alles ddenn nicht schnuppe?
Enden wir doch in der Suppe!"
"Oh, wie schade, oh wie schade",
seufzt der Sellerie ganz fade.

???

19. März

Seidelbast

Zu den ersten Gehölzen, die im zeitigen Frühjahr blühen, gehört der Seidelbast.

Zusammen mit Buschwindröschen, Leberblümchen, Lungenkraut, manchmal auch Schneeglöckchen und Märzbecher, verwandelt er so manchen Laubwaldboden in einen Blütenteppich. Die Bäume lassen nämlich um diese Jahreszeit noch genügend Sonnenlicht durch ihre Kronen hindurch, während die Temperaturen langsam in die Höhe klettern.
Das sind die idealen Bedingungen für den Seidelbast, dessen botanischer Name Daphne ist, und er öffnet seine tief rosafarbenen Blüten. Wer eine gute Nase hat, kann den Seidelbast an seinem ausgeprägt typischen Duft erschnuppern. Er erinnert an Ylang-Ylang, den beliebten Rohstoff feiner Parfüms.
Viele Spaziergänger sind dann versucht, sich Zweige zu schneiden oder ihn sogar ganz auszugraben. Das misslingt stets und ist zudem verboten. Wer eine solch dekorative Pflanze im Beet stehen haben möchte, muss sie schon im Fachhandel kaufen.
Der Seidelbast liebt lockere, humusreiche und kalkhaltige Böden. Doch Vorsicht! Die ganze Pflanze ist giftig, vor allem aber die leuchtend roten Beeren, die im Sommer reifen. Kinder spielen gern damit und kommen womöglich auf den Gedanken, sie zu probieren. Deshalb gilt: wenn kleine Kinder im Garten spielen, verzichtet man besser auf den Seidelbast oder man entfernt die noch grünen Beeren rechtzeitig. Sogar diese Arbeit kann zu Hautreizungen führen, deshalb zieht man dabei Handschuhe an.

20. März

Beim Schlafengehen

Nun der Tag mich müd gemacht,
soll mein sehnliches Verlangen
freundlich die gestirnte Nacht
wie ein müdes Kind empfangen.

Hände, lasst von allem Tun.
Stirn, vergiss du alles Denken,
alle meine Sinne nun
wollen sich in Schlummer senken.

Und die Seele unbewacht
will in freien Flügen schweben,
um im Zauberkreis der Nacht
tief und tausendfach zu leben.

Hermann Hesse

21. März

Keltischer Baumkreis

Jeder Mensch ist einem Baum zugeordnet im keltischen Baumkreis.
Sieh nach deinem Geburtsdatum, und schau mal welcher Baum dein Bruder ist.
Bringt Glück, wenn man diesen Baum des Öfteren umarmt.
Es durchfließt deinen Körper neue Energie.
Begebe dich auf die Suche nach deinen Bruder Baum.

Die Eiche 21.03.

Eichen waren allen Völkern, die sie kannten, heilig. Die Germanen unterstellten den Baum Donar, dem Gott des Donners, der Gewitter. Donar liebte seine Eichen, glaubte man, und bedachte sie mit seinen Blitzen. Und tatsächlich schlagen Blitze häufiger in Eichen ein denn in andere Bäume.

Der 21. März, die Tagundnachtgleiche, ist der Tag der Eiche. Menschen, die an diesem Tag geboren sind, sollen stark und unverwüstlich sein wie die Eiche.

Der Eiche-Geborene verfügt über großes Temperament und einen starken Tatendrang. Für ihn zählt nur das Jetzt und Hier, in dem er aus dem Vollen schöpfen will.

Eiche Geborene behaupten sich in fast jeder Situation. Ihre Standhaftigkeit ist beispielhaft, denn nichts kann sie aus dem seelischen Gleichgewicht bringen. Tapfer bewältigen sie die schwersten Prüfungen und sind mit der Gabe gesegnet noch daran zu wachsen. Flexibel gestalten sie ihr Leben und sind dennoch Befürworter fester verlässlicher Werte. Ihre kreativen und schöpferischen Energien setzen sie geschickt und gewinnend für sich und ihre Freunde ein. Spontan entwickeln sie neue Strategien. Deshalb gelten sie bei ihren Mitmenschen als sehr erfinderisch und als verlässliche Ratgeber. Ihre Besonnenheit übt auf die Umwelt positiven Einfluss auf die geplanten Vorhaben aus und bringt so kräftigen Schwung und Unterstützung in neue Entschlüsse.

22. März

Das kleine Glück!!!

Es pochte leise, klopfte sacht
da hab ich zornig aufgemacht.

Ich fragte rau: "Was willst Du hier?"
und leise sprach’s: "Ich will zu Dir!"

"Zu mir? So wend den Schuh,
ich kann Dich nicht brauchen, wer bist denn Du?"

Da ging es und sah traurig zurück
und sagte leise: "Ich war das Glück!

Drum haltet es fest, wenn ihr es seht,
sonst ist es irgendwann zu spät..

von einer lieben Freundin

23. März

Dialog vom Glück

Frau: Jetzt sag mal, Hans: Bist Du glücklich?
Mann: Das ist eine blöde Frage. Frag ich dich jemals, ob du glücklich bist?
Frau: Nein
Mann: Also.
Frau: Bei mir ist das wie bei den Beduinen. Die reden immer vom Wasser. Die Armen reden vom Geld, die Verregneten von trockenen Unterhosen, und ich red vom Glück.
Mann: Glück, das ist einfach ein Wort. Das gibt’s nicht. Schau mich an. Ich bin auch nicht glücklich, und es geht mir prima.
Frau: Ja, das Problem ist, du denkst immer nur an dich, und nur ich denk immer nur an mich.
Mann: Meinst du, andere sind glücklicher als wir?
Frau: Die Italiener lachen immer und singen.
Mann: Was meinst, was die machen, wenn wir um die nächste Ecke verschwunden sind. Dann hauen sie sich den Sack voll. Die singen nur für uns.
Frau: Meinst?
Mann: Wir haben eine Wohnung, eine Arbeit, ein Auto und zu Essen. Folglich sind wir glücklich.
Frau: Weißt noch, wie du mir Liebesbriefe geschrieben hast?
Mann: Ich? Dir?
Frau: „Mein süßes Liebes, Tag und Nacht denke ich an deinen Rosengarten, den ich mit meinem Tau benetzen möchte.“
Mann: Das hab ich geschrieben?
Frau: Ja.
Mann: Damals sind wir auch noch nicht verheiratet gewesen. Vielleicht bin ich besoffen gewesen? Weißt, früher hab ich nämlich gedacht, Frauen sind so etwas wie Feen. Die weinen nie, nur ich will immer, und damit man sie herumkriegt, muss man solche Feenwörter sagen. Jetzt weiß ich, dass die Frauen auch weinen, sie sind wie Männer, genau gleich.
Frau: Und seitdem behandelst mich wie ein Mann?
Mann: Richtig. So wie ich jeden freien Menschen behandle, herzlich und korrekt.
Frau: Aha.

???

24. März

Frühjahrsputz

Das Frühjahrswetter sollte man nutzen
die Wohnung und den Keller zu putzen
einmal im Jahr, da muss es doch sein
damit hinterher alles wieder ist rein

die Betten zum Lüften auf den Balkon
Wintersachen dann in den Karton
Gardinen ab, in die Waschmaschine
Hausfrau wird fleißig wie eine Biene

Mann, nicht um die Füße sollst du mir laufen
geh, nimm den Hund mit, Putzmittel kaufen
bring für die Pause ein Kuchenstück mit
dann werd' ich danach gleich wieder fit

jetzt aber anfangen, den Boden zu fegen
danach alle Decken zusammen legen
auch bei ihnen ist ein Wäschegang wichtig
einmal im Jahr, das ist sicher richtig

von den Kuschelkissen die Bezüge ab
erst mal was trinken, sonst mach ich schlapp
nun Möbel abräumen, entstauben gründlich
so was macht man ja auch nicht stündlich

Spiegeln und Kacheln abwaschen, polieren
sie sollen doch nicht ihren Glanz verlieren
Möbel abrücken, Staubsaugen die Ecken
wie viel Flusen sich dahinter verstecken

der Mann, mit Hund, inzwischen zurück
hilft hinrücken wieder, Stück für Stück
verkriecht sich hinter der Zeitung dann
damit der Rest erledigt werden kann

Schubläden entrümpeln und Gläser spülen
zur Entspannung kurz mit Hündchen spielen
Gardinen wieder rauf auf die Stange
auf der Leiter wird mir doch etwas bange

Böden noch wischen, dann Kaffee trinken
nun werden noch kleine Arbeiten winken
doch bald bist du fertig, und stolz auf dich
zwar knülle, aber zufrieden .... sicherlich.

Karin Ernst

25. März

Schmuck

Edelsteine, Gold, Platin und Silber können Jahrtausende überdauern. Doch unverwüstlich ist Schmuck deshalb noch lange nicht. Vor allem durch den Hautkontakt bleiben Spuren oder sogar Schäden zurück. Wer lange Freude an kostbaren Ringen und Ketten haben möchte, sollte sie achtsam behandeln und ab und zu etwas Zeit für ihre Reinigung aufwenden.

Aufbewahrung: Der größte Fehler ist, den Schmuck unsortiert in eine Kiste zu legen. Damit er ausreichend Platz hat, empfiehlt sich ein großer, flacher Kasten mit vielen Unterteilungen. Für Ringe sollten Steckvorrichtungen vorhanden sein. Sinnvoll ist auch, Schmuck in seiner Originalverpackung aufzubewahren. Im Idealfall ist das Etui mit einer säurefreien Watte und Seide ausgelegt, die das Anlaufen des Schmucks verhindern. Silberschmuck läuft nicht an, wenn er in einem luftdichten Plastiktütchen aufbewahrt wird, das mit einem Streifen Alufolie versehen ist.

Reinigung: Massiver Silberschmuck wird wieder blank, wenn er in eine Plastikschüssel mit heißem Wasser gelegt wird, in der sich ein Stück Alufolie und 200 Gramm aufgelöstes Kochsalz befindet. Dieses Hausrezept nicht mit versilberten Stücken durchführen, da sich die Versilberung lösen kann. Der Glanz kehrt zurück, wenn man das Silber mit einem Silberputztuch oder einer weichen Bürste nachbehandelt. Für Ohrstecker, Ketten oder Ringe mit echten Steinen empfehlen Schmuckexperten ein lauwarmes Wasserbad mit etwas Spülmittel und die sanfte Reinigung mit einer weichen Zahnbürste. Die Stücke immer einzeln säubern. Beim Juwelier kann stark verschmutzter Schmuck per Ultraschall behandelt werden.

Perlenpflege: Perlen sind organisch und reagieren daher empfindlich auf Säure, Salz und andere Substanzen. Daher: Keine Perlenkette anlegen und erst danach Deo, Creme oder Parfüm verwenden. Perlenketten tut es gut, wenn sie nach jedem Tragen mit einem weichen Tuch abgerieben werden. Die Schnüre einer Perlenkette sollten regelmäßig kontrolliert werden. Bei Dauergebrauch sollten sie jährlich erneuert werden.

Allgemein: Wer den Glanz seines Schmuckstückes erhalten will, sollte es nicht ununterbrochen tragen und vor dem Abwasch, Duschen oder Saunieren ablegen.

26. März

Frühling soll mit süßen Blicken
mich entzücken und berücken,

Sommer mich mit Frucht und Myrten
reich bewirten, froh umgürten.

Herbst du sollst mich Haushalt lehren,
zu entbehren, zu begehren,

und du Winter, lehr mich sterben,
mich verderben, Frühling erben.

Clemens Brentano

27. April

Lebenspflichten

Rosen auf den Weg gestreut,
Und des Harms vergessen!
Eine kleine Spanne Zeit
Ward uns zugemessen.

Heute hüpft, im Frühlingstanz,
Noch der frohe Knabe;
Morgen weht der Todtenkranz
Schon auf seinem Grabe.

Wonne führt die junge Braut
Heute zum Altare;
Eh die Abendwolke thaut,
Ruht sie auf der Bahre.

Ungewisser, kurzer Daur
Ist dies Erdeleben;
Und zur Freude, nicht zur Traur,
Uns von Gott gegeben.

Gebet Harm und Grillenfang,
Gebet ihn den Winden;
Ruht, bey frohem Becherklang,
Unter grünen Linden.

Laßet keine Nachtigall
Unbehorcht verstummen,
Keine Bien', im Frühlingsthal,
Unbelauschet summen.

Fühlt, so lang es Gott erlaubt,
Kuß und süße Trauben,
Bis der Tod, der alles raubt,
Kommt, sie euch zu rauben.

Unser schlummerndes Gebein,
In die Gruft gesäet,
Fühlet nicht den Rosenhayn,
Der das Grab umwehet.

Fühlet nicht den Wonneklang
Angestoßner Becher;
Nicht den frohen Rundgesang
Weingelehrter Zecher.

Ludwig Heinrich Christoph Hölty (1748-1776)

28. März

Keltischer Baumkreis

Jeder Mensch ist einem Baum zugeordnet im keltischen Baumkreis.
Sieh nach deinem Geburtsdatum, und schau mal welcher Baum dein Bruder ist.
Bringt Glück, wenn man diesen Baum des Öfteren umarmt.
Es durchfließt deinen Körper neue Energie.
Begebe dich auf die Suche nach deinen Bruder Baum.

Der Haselbaum 22.03 – 31.03.03

Haselbäume sind ausgesprochen gute Leiter für Energieströme. Ein Haselnussstrauch, den man am Haus pflanzt, zieht Erdstrahlen an und wirkt wie ein Blitzableiter. Nicht nur mit seinen Nüssen beschenkt er uns, auch bedeutsame Träume soll der Strauch bringen, wenn man unter ihm schläft. Nach einer Sage kann man zwischen seinen Zweigen silberne Schlüssel finden, die Schatztruhen öffnen.

Die Haselnuss ist eine sogenannte Pionierpflanze; das heißt, sie bereitet den Boden für andere Pflanzen vor. Und so ist auch der Haselbaum-Geborene - ein typischer Pionier, mit einem starken Willen und großer Ungeduld, bisweilen auch eigensinnig und egoistisch.

Menschen, die im Baumzeichen der Hasel geboren wurden, sind sehr wahrheitsliebend. Ihre Ehrlichkeit ist für ihre Mitmenschen meist entwaffnend und bringt die Dinge sehr schnell auf den Punkt. Unwahrheiten und verschleierte Aussagen werden von diesen Menschen unerbittlich durchschaut und klargestellt. Sie sind wie ein Fels in der Brandung, an dem zweifelhafte Vermutungen wie Wassertropfen zerschellen. Gerade wegen ihrer Geradlinigkeit und ihrer ausgesprochenen Ehrlichkeit sind sie ein guter Freund und Partner, auf den man sich jederzeit verlassen kann. Wegen ihrer ausgeprägten Fähigkeit, Sachverhalte auf den Punkt und ans Licht der Wahrheit zu bringen, wird ihre Meinung von ihren Mitmenschen sehr geschätzt. Stets sind sie bemüht, sich selbst zu vervollkommnen. Ihre Erkenntnisse teilen sie mit engsten Freunden und auch Bekannten in tiefen Gesprächen und besonderen Treffen.

29. März

Christiane

Es stand ein Sternlein am Himmel,
ein Sternlein guter Art;
Das tät so lieblich scheinen,
so lieblich und so zart!

Ich wußte seine Stelle
am Himmel, wo es stand;
Trat abends vor die Schwelle
und suchte, bis ich’s fand.

Und blieb dann lange stehen,
hatt‘ große Freud in mir
das Sternlein anzusehen,
und dankte Gott dafür.

Das Sternlein ist verschwunden;
Ich suche hin und her,
wo ich es sonst gefunden,
und find es nun nicht mehr.

Matthias Claudius (1740-1815)

30. März

Der weise Rat – Chinesische Legende

Fu Hsi, der große Kaiser aus der Vorzeit des chinesischen Reiches, ging einst mit seinem ganzen Hof auf eine Inspektionsfahrt durch das Land. Unterwegs nun begegnete ihm der Weise Yün Sung, der als das Orakel der Provinz Sim bekannt war.
Der Weise verbeugte sich und sprach: „Mein Kaiser, meine Provinz hat eine große Hungersnot erlebt und den Menschen in meinem Dorf geht es schlecht. Ich möchte ihnen über den Winter helfen, der uns nun bevor steht. Ich weiß, du bist ebenso mildherzig wie reich: Wenn du mir nur 5000 Yen gibst, um den Armen zu helfen – so will ich dir im Austausch einen Rat geben, der dein Leben nicht nur ändern, sondern einstmals vielleicht sogar retten kann!“
Da wurde der Kaiser neugierig. Er ließ dem Weisen 5000 Yen abzählen und forderte ihn auf zu sprechen.
Und der Weise sagte: „Unternimm nichts, ohne zuvor den Ausgang der Sache reiflich zu erwägen!“
Da lachte der Hof des großen Kaisers und verhöhnte den Weisen, weil er sich für eine Allerweltsweisheit soviel hatte bezahlen lassen. Und der Narr des Kaisers schalt auf seinen Herren selbst in einem schnellen Scherz, weil er sich von dem Provinz-Orakel so frech habe hereinlegen lassen.
Der Kaiser indes strich sich über seinen Bart und sprach: „Oh, Ihr Herren vom Hofe, die ihr so sehr weltgewandt und voll der Ironie seid – dieser Rat scheint mir sein Geld wahrhaftig wert zu sein. Ihr sollt seinen Rat nicht verächtlich machen, nur weil er eine sehr gewöhnliche Volksweisheit zu sein scheint. Eben weil die Klugheitsregel allgemein ist, wird sie so selten befolgt – und genau deshalb hat sie unser Weiser mir auch so hoch berechnet. Nun, in Zukunft werde ich sie immer in meinem Herzen tragen. Sie soll – wenn wir wieder daheim sind – über alle Türen meines Palastes geschrieben werden, damit niemand sie vergesse!“

Kaum war ein Jahr vergangen, da fasste ein ehrgeiziger Provinzgouverneur den Plan, den großen Kaiser zu töten und sich selbst an seiner Stelle auf den Thron zu setzen. Für ein Vermögen erkaufte er sich die Treue des Leibarztes des Kaisers – und dieser versprach, den Kaiser, sobald sich die Gelegenheit als günstig erweisen würde, mit einer vergifteten Akupunkturnadel ums Leben zu bringen!
Die Gelegenheit fand sich bald. Eines Abends, als der Kaiser ein tiefes Unwohlsein gepackt hatte, bestrich der Arzt seine goldenen Akupunkturnadeln, die der Behandlung des Kaisers vorbehalten waren, mit Gift und machte sich auf zu seinem Palast. Da aber sah er über dem Tor die Inschrift: „Unternimm nichts, ohne zuvor den Ausgang der Sache reiflich zu erwägen!“ Da wurde der Arzt in seinem Herzen unsicher. Und anstatt die vergifteten Akupunkturnadeln zu ergreifen, suchte er in seinem Arzneitäschchen nach Heilkräutern. Sein Zögern und Suchen aber hatte des Kaisers Aufmerksamkeit erregt.
Und er fragte seinen Arzt: „Sag, Herr der Heilkunst, warum hast du deine Akupunkturnadeln weg gelegt, mit denen du mich sonst zu behandeln pflegst?“ Da erbleichte der Arzt.
Der Kaiser aber sprang auf und rief: „Sieh mich an und sprich offen: Nur ein Geständnis kann dir nun dein Leben retten!“
Da fiel der Arzt dem großen Kaiser vor die Füße und entdeckte ihm den Anschlag auf sein Leben. Und er gestand, daß er nur gezögert habe, weil er über der Tür des Palastes den Rat des Weisen gelesen habe.
Der Kaiser rief aber seine Diener, erklärte, was geschehen war und fragte einen jeden: „Nun, ihr so klugen und zynischen Hofleute, meint ihr immer noch, ich hätte zuviel für den Rat des Weisen gezahlt?“
Und danach tat er dreierlei: Er schickte den Provinzgouverneur das Seidenband, schenkte dem Arzt das Leben – und ließ dem Weisen 10 mal 5000 Yen zusenden.

31. März

Der Einsame

Wer einsam ist, der hat es gut,
weil keiner da, der ihm was tut.
Ihn stört in seinem Lustrevier
kein Tier, kein Mensch und kein Klavier.

Und niemand gibt ihm weise Lehren,
die gut gemeint und bös zu hören.
Der Welt entronnen, geht er still
in Filzpantoffeln, wann er will.
Sogar im Schlafrock wandelt er
bequem den ganzen Tag umher.
Er kennt kein weibliches Verbot,
drum raucht und dampft er wie ein Schlot.

Geschützt vor fremden Späherblicken,
kann er sich selbst die Hose flicken.
Liebt er Musik, so darf er flöten,
um angenehm die Zeit zu töten,
und laut und kräftig darf er prusten,
und ohne Rücksicht darf er husten,
und im allgemach vergisst man seiner.
Nur allerhöchstens fragt mal einer:
„Was, lebt er noch? Ei Schwerenot,
ich dachte längst, er wäre tot.“
Kurz, abgesehn vom Steuerzahlen,
lässt sich das Glück nicht schöner malen.

Worauf denn auch der Satz beruht:
„Wer einsam ist, der hat es gut.“

Wilhelm Busch

zurück zu aktuell                       zurück zur Hauptseite

zum Seitenanfang