März 2008

Die Kuh

Auf der saftig grünen Wiese
weidet ausgerechnet diese
eine Kuh, eine Kuh.

Was ihr schmeckte wiederkautse,
mit der Schnautse, dann verdautse,
und sag Muh, und sagt Muh.

Ach ihr Herz ist voller Sehnen,
und ihm Auge schimmern Tränen,
ab und zu, ab und zu.

Träumend und das Maul bewegend,
schaut sie dämlich durch die Gegend,
grad wie Du, grad wie Du.

(Heinz Erhardt)

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1. März

Der März

Sonne lag krank im Bett.
Sitzt nur am Ofen.
Liest, was gewesen ist.
Liest Katastrophen.

Springflut und Havarie,
Sturm und Lawinen, -
gbt es denn niemals Ruh
drunten bei ihnen.

Schaut den Kalender an.
Steht drauf: „Es werde!“
Greift nach dem Opernglas.
Blickt auf die Erde.

Schnee vom vergangenen Jahr
Blieb nicht der gleiche.
Liegt wie ein Bettbezug
kein auf der Bleiche.

Winter macht Inventur.
Will sich verändern.
Schrieb auf ein Angebot
aus anderen Ländern.

Mustert im Fortgehen noch
Weiden und Erlen.
Kätzchen blühn silbergrau.
Schimmern wie Perlen.

In Baum und Krume regt
sich’s allenthalben.
Radio meldet schon
Störche und Schwalben.

Schneeglöckchen ahnen nun,
was sie bedeuten.
Wenn du die Augen schließt,
hörst du sie läuten.

Erich Kästner aus dem Gedichtband „Die dreizehn Monate“

2. März

Chinesische Medizin – kühlende-wärmende Lebensmittel

Im Sommer essen wir anders als im Winter.

Die Traditionelle Chinesische Medizin mit ihrer 5000 Jahre alten Ernährungslehre geht von den fünf Elementen aus.
Eines ihrer Grundprinzipien lautet: Was im Warmen wächst, wirkt kühlend, was im Kalten wächst, wirkt wärmend. Anders als in der westlichen Welt sortiert die fernöstliche Ernährungslehre die Lebensmittel nicht nach ihren Inhaltsstoffen, sondern nach ihren thermischen Wirkungen sowie nach deren Zugehörigkeit zu den Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Unterschieden werden kalte, erfrischende, neutrale, wärmende und heiße Speisen. Die messbare Serviertemperatur ist damit nicht gemeint. So soll etwa auch heiß getrunkener grüner Tee eine kühlende Wirkung haben und wird daher im Sommer als gesunder Durstlöscher empfohlen.
Die Nahrungsmittelauswahl richtet sich bei der wissenschaftlich nicht belegbaren Fünf-Elemente-Lehre jedoch nicht nur nach den Jahreszeiten und den Außentemperaturen, sondern auch nach dem Menschentyp. So wird abgeschlagenen, energiearmen Personen empfohlen, mehr wärmende Nahrungsmittel wie Zwiebeln, Fenchel, Kürbis, Meerrettich, Ingwer, Zimt, Chili und Knoblauch zu essen.
Wer unter hohem Blutdruck und Hitzewallungen leidet, soll mit Kühlendem wie Gurken, frischen Tomaten, Melonen, Zitrus- und Südfrüchten, Auberginen, Rettich, Spinat, Joghurt und Pfefferminztee gegensteuern.
Als neutral gelten Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Kohl, Karotten und ungesäuerte Milchprodukte. Auch die Zubereitungsart spielt bei der Zuordnung der Lebensmittel eine Rolle. So gehören Tomaten roh zu den kühlenden Speisen, gedünstet zu den neutralen.
Die Fünf-Elementen-Lehre basiert auf der Annahme, dass in jeder Mahlzeit der Anteil der erfrischenden und wärmenden Nahrungsmittel ausgewogen sein und von kalten und heißen Speisen nicht zu viel gegessen werden sollte. Besteht ein Energiedefizit oder ist zu viel Energie vorhanden, soll die Balance durch die ausgleichende Aufnahme entsprechender Lebensmittel wiederhergestellt werden. Eine Eigenheit der asiatischen Ernährungslehre ist, dass Gemüse und Obst gedünstet oder gekocht, nicht roh verzehrt werden sollte, um die kalten Lebensmittel zu neutralisieren.
Solche Annahmen sind umstritten und wohl nur vor dem Hintergrund der jahrhundertealten Tradition zu erklären. Dennoch liegen viele Empfehlungen westlicher Ernährungsberater bei Hitze oder Kälte gar nicht so weit von denen der Traditionellen Chinesischen Medizin entfernt. Dass im Sommer Leichtes und Tee, im Winter Eintöpfe und Suppen gut tun, ist längst Allgemeinwissen.

3. März

Ein kleines Rezept für 365 Tage
 
 
 
Man nehme 12 Monate, putze sie sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und

Neid und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile,

so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.

Jeder Tag wird dann einzeln angerichtet:

aus einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor.

Man füge 3 gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu,

einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt.

Dann wird die ganze Masse sehr reichlich mit Liebe übergossen!

Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten

und serviere es täglich mit Heiterkeit! 

4. März

Toskanische Hackfleisch-Bohnen-Suppe

Zutaten 4 Portionen:
1 Dose weiße Bohnen (= 425 ml)
1 Dose Kidneybohnen (= 425 ml)
1 Gemüsezwiebel
2 Knoblauchzehen
je 1 rote und gelbe Paprikaschote
400 g Hackfleisch. gemischt
2 EL Olivenöl
1 Dose Tomaten (=425ml)
1 EL Tomatenmark
2 EL italienische Kräuter. TK.
600 ml Gemüsebrühe .
Salz. frisch gemahlener Pfeffer
Paprikapulver

Zubereitung: Bohnen abtropfen lassen. Zwiebel und Knoblauch abziehen, Zwiebel würfeln und Knoblauch zerdrücken. Paprikaschoten halbieren, putzen, waschen und in Streifen schneiden. Hackfleisch, Paprikaschoten, Zwiebel und Knoblauch in erhitztem Öl bei großer Hitze anbraten. Tomaten, Tomatenmark, Kräuter und Gemüsebrühe zugeben, aufkochen und abgedeckt zirka 10 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Bohnen hinzufügen und kurz mit erhitzen. Suppe mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken und nach Wunsch mit knusprigem Weißbrot servieren.

5. März

Der Pfarrersgarten hat die größten Obstbäume
mit den herrlichsten Früchten.
Zur Erntezeit klettern die Kinder immer in den Garten
und sorgen für ihr leibliches Wohl.
Dem Pfarrer wird das zuviel und er stellt
ein Schild auf:
GOTT SIEHT ALLES!
Am nächsten Tag steht darunter:
ABER ER PETZT NICHT!

6. März

Unser Schulhof

Manche Kinder in den großen Städten können sich kaum denken, wie unser Schulhof auf dem Lande ist. Da steht das Schulhaus, und vor ihm teilt sich der Weg, sodass der Schulhof durch zwei Wege in drei Teile geteilt wird. Und jeder Teil ist allein noch größer als ein Schulhof in der Stadt. Auf dem mittleren Teil stehen große, alte Kiefern. Der Wind hat den Sand von den Wurzeln weggeweht, so dass der Stamm erst einen Meter über dem Boden beginnt. Auf diesen Wurzeln sitzen die Mädchen im Sommer und machen Pfänderspiele. Dann ist rechts der Sandberg; auf dem können die Kleinen allerlei bauen. Und der Teil links ist harter Boden; auf dem stehen die Turngeräte. Rechts und links sind kleine Kiefernwäldchen, und von den Wäldchen aus geht man gleich in den wirklichen Wald hinein. Und weil der Wald so nah ist, kommen auf den Schulhof allerlei Tiere, die es in der Stadt nicht gibt.
Da ist im Frühling der Kuckuck. Kuckuck, Kuckuck!, ruft er den ganzen Morgen, so oft, dass die Kinder es gar nicht mehr hören; so sind sie daran gewöhnt, dass während der Schulzeit der Kuckuck durch die offenen Fenster ruft. Nur wenn er gerade angekommen ist, horchen alle auf und freuen sich, und sie legen den Griffel oder den Federhalter hin und sagen: „O, der Kuckuck ist da!“
„Kuckuck, Kuckuck! ruft’s aus dem Wald“, singen dann alle miteinander.
Auch die Nachtigall kann man in der Schule hören. In dem großen Akazienbaum im Gärtchen sitzt sie morgens immer zur selben Zeit. Aber sie ist nicht immer gleich lustig mit ihrem Singen. Wenn es nach einem Gewitter warm und feucht ist, singt sie besonders gern in den Büschen. Nachmittags sitzt sie meist in der alten Laube und abends in den hohen Eichen. Die Nachtigall ist gar nicht furchtsam. Man kann ganz nahe an sie herankommen und sie sehen. Braun ist sie, ähnlich wie ein Sperling, aber schöner, auch länger und schmäler; wenn man sie sieht, dann staunt man, dass solch ein kleiner Vogel so fein singen kann.
In den hohen Eichen hat noch ein anderer Vogel sein Nest; er ist ebenso scheu wie der Kuckuck, den man auch nur selten sehen kann. Es ist der Pirol, ein schöner, großer, ganz gelber Vogel. Düdel-düdel-düdel-düdel-dü singt er, immer wieder düdel-düdel-düdel-düdel-dü … Sein Nest ist besonders fein. Hermann hat es gefunden, und wir haben es genauer angesehen. Es hängt zwischen zwei Ästen; wie an zwei dicken Schnüren schwebt es in der Luft.
So können wir in der Schule allerhand Vogelmusik hören, und in den dicken Hecken am Schulhof sind allerlei Nester, die man gut sehen kann, wenn die Hecke geschoren ist. Rotschwänzchen, Rotkehlchen, Grasmücken sind da; im Apfelbaum ist auch ein Buchfinkennest. Und was das Schönste ist: in der Schule ist sogar ein Schwalbennest. An dem großen Eisenträger, der mitten unter der Decke her liegt, haben die Schwalben gebaut.
An einem Morgen, im April, wenn die Kinder gerade lesen oder schreiben oder der Lehrer etwas erzählt, da geht’s auf einmal tschilpe-tschilpe, tschilpe-tschilp oben in der Luft; dann sind die Schwalben wieder da. Als wenn sie guten Morgen sagen und von ihrer langen Reise erzählen wollten, so sitzen sie und zwitschern da oben an dem Balken in der Ecke. Und dann ist’s mit dem Lesen oder Schreiben vorbei; dann haben die Schwalben das Wort. Und sie bleiben da. Die Kinder gewöhnen sich daran, bis die Jungen ausfliegen. Das ist zu schön, wie sie zuerst noch gar nicht recht fliegen können, nur von einem Bilderrahmen zum andern oder zum Ofenrohr oder auf den Rand des oberen Fensterflügels, der immer offen bleiben muss. Und manchmal kann eine nicht recht hoch bleiben und fällt herunter auf eine Fensterbank oder auch auf ein Schülerpult. Dann nimmt Ernst oder August das Schwälbchen in die Hand und setzt es oben auf den Schrank; von dem fliegt es hernach, wenn es ausgeruht ist, wieder zu seinem Nest. Wenn die Herbstferien zu Ende gehen, sind die Schwalben wieder verschwunden; auch der Kuckuck und der Pirol und die Nachtigall sind fortgeflogen; dann kommt bald der Winter wieder.
Ja, allerhand Tiere sind auf dem Schulhof. Da laufen in der Pause die Jungen alle zusammen dahin, wo die großen Kiefern sind. Ein Eichhörnchen ist da. Hopp! Von einem Baum springt es zum andern, hopp! Immer weiter. Morgens in der ersten Stunde sieht man sie ganz schnell aus dem Wäldchen über den Weg herüberlaufen. Im Herbst fressen sie den Samen aus den Kiefernzapfen. Aber im Frühjahr kommen sie auch. Die jungen Triebe an den Kiefern mögen sie gern.
Auch ein Iltis war einmal auf dem Schulhof. Wenn nicht gerade Pause gewesen wäre, wo alle Kinder auf dem Hof herumliefen, dann hätte er das große braune Huhn gehabt …
Sogar der Fuchs wohnt nicht weit; es sind nicht fünf Minuten bis zu seinem großen Bau. Aber er wagt sich doch nicht bis zur Schule hin. Es wird ihm zu unruhig sein.
Und dann die Krähen und Elstern! Sie kommen gern in der Zeit, wenn die Glucken die jungen Küchlein haben. Und wenn sie es fertigbringen, dann packen sie schnell ein kleines Tier und nehmen es mit. Aber das kommt doch selten vor, weil die Glucken gut aufpassen. Sie kommen auch wohl mehr des Hühnertroges wegen, der an den Kiefern steht, besonders im Winter, wenn es gefroren hat und das Futter selten ist. Das sieht dann schön aus, wenn ein paar schwarze Krähen im weißen Schnee sitzen. Dann fühlt man so recht, wie einsam und still man auf dem Lande wohnt.
Nach Erich Bockenmühl

7. März

Mein Kindchen

Mein Kindchen ist fein,
könnt schöner nicht sein;
es hat mir versprochen,
sein Herzchen g’hör mein.

Blaue Augen im Kopf
und ein Grübchen im Kinn;
O du herzliebes Kindchen,
wie gut ich dir bin!

Des Knaben Wunderhorn

 

8. März

Kalender

Der l00-jährige Kalender, ein mittelalterliches Werk welches versucht, Wetterprognosen zu stellen, wird immer wieder gern zitiert, vor allem in Gärtnerkreisen. Man kann diesen Kalender auch heute noch kaufen, und viele glauben an seine Wettervorhersagen, überprüfen sie aber niemals im Nachhinein.
Auch die heutigen Wettervorhersagen sind nicht hundertprozentig zuverlässig, schon gar nicht, wenn sie weiter als drei Tage in die Zukunft schauen wollen. Doch der Hundertjährige Kalender ist, und das mag jetzt ketzerisch klingen, tatsächlich nur ein wirres Werk aus Druckfehlern und verrückten Spekulationen. Zutreffende Vorhersagen sind äußerst selten, und wenn tatsächlich einmal stimmt, was der Kalender prophezeit, so ist das garantiert ein Zufall.
Jeder, der sich einmal die Entstehungsgeschichte des Hundertjährigen Kalenders ansieht, wird das sicher genauso sehen. Mauritius Knauer, der Abt von Kloster Langheim, beobachtete von 1652 bis 1658, also sieben Jahre lang, das Wetter. Er glaubte, dass das Wetter sich im Siebenjahreszyklus wiederholen würde. Abgesehen davon, dass wir heute wissen, dass das Wetter sich keinem Zyklus unterwirft, sondern sich "chaotisch" ändert, galten die Aufzeichnungen des Abtes nur für die Gegend, in der er lebte. Er hat nie den Anspruch auf die Geltung seiner Prognosen außerhalb seiner engeren Heimat erhoben und schon gar nicht im 100-Jahre-Rhythmus. Seine Aufzeichnungen enthielten neben Wetterbeobachtungen auch solche über das Auftreten von Krankheiten und Ungeziefer.

9. März

Das Böse

Ein Mensch pflückt, denn man merkt es kaum,
ein Blütenreis von einem Baum.

Ein andrer Mensch, nach altem Brauch,
denkt sich, was der tut, tu ich auch.

Ein dritter, weil’s schon gleich ist, fasst
jetzt ohne Scham den vollen Ast.

Und sieh, nun folgt ein Heer von Sündern,
den armen Baum ganz leer zu plündern.

Von den Verbrechern war der erste,
wie wenig er auch tat, der schwerste.

Er nämlich übersprang die Hürde,
der unantastbar reinen Würde.

Eugen Roth

10. März

F1-Hybridem

Was bedeutet der Begriff "F1-Hybride" eigentlich? Diese Frage stellt man sich spätestens beim Kauf von Sämereien, die so bezeichnet werden, denn diese sind stets deutlich teurer als andere.
Es ist hier nicht der richtige Platz, um eine hochwissenschaftliche Abhandlung niederzuschreiben, aber zum richtigen Verständnis kann Folgendes vereinfacht erklärt werden: Nach dem Mendelschen Gesetz - benannt nach seinem Entdecker Gregor Mendel- sind alle "Kinder" bei der Pflanzenkreuzung von reinerbigen "Eltern", die z. B. die Merkmale für nur eine Farbe in sich tragen, vollkommen gleich im Erscheinungsbild. Sind nun die Ergebnisse dieser Tochtergeneration, die F1-Generation genannt wird, gelungen, dann weiß der Züchter, dass er durch Kreuzung der Eltern immer wieder gleiche, besonders einheitliche Nachkommen, die so genannten F1-Hybriden, erhält. Allerdings muss für den Samenbau jedes Jahr die Kreuzung wiederholt werden, und das ist ein mühevolles Unterfangen, denn solche Kreuzungen können nur in Handarbeit durchgeführt werden und sind daher sehr zeitaufwändig. Dennoch lohnt es sich, denn man kann mit einem ganz gleichmäßigen Erscheinungsbild rechnen. Einen Haken haben diese Pflanzen aber: Es ist sinnlos, selbst Samen davon zu nehmen, weil die zweite Generation wieder aufspaltet, wie der Fachmann sagt. Sie sehen anders aus und sind von minderer Qualität. Der höhere Preis des "F1 "-Saatgutes resultiert also aus der sehr zeitaufwändigen Kreuzungsarbeit.

11. März

Die Tulpe

Dunkel
war alles und Nacht.
In der Erde tief
die Zwiebel schlief,
die braune.

Was ist das für ein Gemunkel,
was ist das für ein Geraune?
Dachte die Zwiebel,
plötzlich erwacht.
Was singen die Vögel da droben
und jauchzen und toben?

Von Neugier gepackt,
hat die Zwiebel einen langen Hals gemacht
rund um sich geblickt
mit einem hübschen Tulpengesicht.

Da hat ihr der Frühling entgegengelacht.

Josef Guggenmos

12. März

Tulpen

Am Ende des Winters fühlt man sich bereits besser, wenn man einen Tulpenstrauß im Zimmer hat. Einfarbig, gemischt oder in allen Regenbogenfarben gibt es diese Blüten auch in den tollsten Formen.
Die Niederlande sind bekannt für Mühlen, Käse, Wasser – und natürlich Tulpen. Sie sind aufgrund der Blume mit der schlichten Schönheit weltberühmt und eines der führenden Exportländer für Tulpen und Tulpenzwiebeln. Traditionell gibt es im Frühjahr beim Keukenhof in Lise eine Ausstellung mit Millionen Tulpen, die nicht nur von Touristen gerne besucht wird. Und auch die riesigen Tulpenfelder sind eine beliebte Station für Busreisende aus aller Welt.
Die Tulpe ist das Nationalsymbol der Niederlande und als solches international anerkannt. Aus diesem Grund wird die Tulpe oft bei Aktivitäten eingesetzt, die für die Niederländer werben. Die Rolle der Tulpe kommt unter anderem in dem Lied „Tulpen aus Amsterdam“ zum Ausdruck, einem über die niederländischen Grenzen hinaus bekannten Schlager.
„Tulipa“ ist ein Gattungsname für Blumen aus der Familie der Liliengewächse, die aus einer Zwiebel heraus wachsen.
Die Tulpe wurde im 16. Jahrhundert in der Türkei „entdeckt“ und kam damals unter anderem in den Gärten Konstantinopels vor. Schon damals gab es viele Züchtungen und neue Formen wurden beurteilt und gemalt. Diese Abbildungen wurden in den berühmten Bibliotheken von Istanbul aufbewahrt.
Die Heimat vieler Arten befindet sich jedoch in Nordafrika und Mittelasien und auch in Europa. Von Wien aus eroberte die Tulpe Westeuropa und schon bald wurden die Niederlande das Tulpenland schlechthin. Die ersten Tulpengärtner ließen sich in dem Gebiet nieder, das sich heute zwischen Haarlem und Leiden ausstreckt: dem Bollenstreek (übersetzt: Blumenzwiebelregion).
Als Ende des 16. Jahrhunderts die ersten Tulpenzwiebeln in den Niederlanden angepflanzt wurden, dauerte es nicht mehr lange, bis die Tulpe berühmt wurde. Professionelle Gärtner prophezeiten der Pflanze eine goldene Zukunft und es entstand ein reger Handel mit Blumenzwiebeln. Die Tulpe wurde sogar als eine Geldanlage betrachtet und das führte zu wilden Spekulationen: dem so genannten „Tulpenwindhandel“, auch „Tulpomanie“ oder „Tulpenwahn“ genannt.
Denn plötzlich waren Tulpenzwiebeln eine Handelsware geworden, mit der sich spekulieren ließ. Dieser Wahn peitschte die Preise in die Höhe – so hoch, dass eine Zwiebel zu gegebener Zeit ihr Gewicht in Gold wert war. Die Situation war derart außer Kontrolle geraten, dass die Regierung einschreiten musste: Innerhalb von 24 Stunden brach der Tulpenmarkt zusammen und stürzte viele Tulpenspekulanten in Armut.
Die Tulpe erkennt man an ihrer besonderen Kelchform. Außerdem haben Tulpen weiche und etwas empfindliche Stiele, die in der Vase ein wenig krumm wachsen. Deshalb kann es hin und wieder notwendig sein, die Blumen erneut anzuschneiden und neu zu arrangieren. Von der Unterseite des Stiels legen sich die Blätter kelchförmig um den Stiel herum und prägen gemeinsam mit der Blüte das charakteristische Bild der Tulpe. Tulpen duften nicht und werden somit vor allem wegen ihres Zierwerts verwendet.
Es gibt sie in vielen Farben und Längen, mit vielen v3erschiedenen Blütenformen und Knospengrößen. Am meisten werden die einfach blühenden Arten verkauft. Es werden aber immer neue Farben und Formen gezüchtet.
Mein Tipp: Wenn ich Tulpen kaufe, wickle ich sie immer etwas enger von oben bis unten in Zeitungspapier ein und stelle sie so eine Nacht oder einen Tag in die Vase mit Wasser. Dann bleiben sie gerader und krümmen sich nicht sofort.

13. März

Tulpe

Fest das Fleisch und prall die Haut,
seh ich dich im Garten
magdlich rund und wohlgebaut
in die Dämmerung warten.

Recht zum Küssen angetan,
weibs, es auch zu zeigen:
gehen nicht gar zu zeitlich an
Lieb und Liebesreigen.

Wenn die Mädchen rank und schloh
noch den Kindsschlaf lieben,
treibst du’s zwischen Schütt und Stroh
und beim Nachbarn drüben.

Schenkst das Weiß, das Flammigrot,
und das Gäl des Vlieses:
Lippenwein und Wangenbrot,
ach und jen- und dieses.

Antje, gute, derb und froh
Und so schön durchtrieben:
Wer im Dorf und anderswo
Müsste dich nicht lieben?

Josef Weinheber

14. März

Argusbläuling

Der Argusbläuling ist Schmetterling des Jahres 2008. Die Naturschutzstiftung des BUND Nordrhein-Westfalen und die Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen wählten ihn aus, weil er auf bedrohte und seltener werdende Heidelandschaften, Hochmoore und Magerrasen angewiesen ist. Der auch Geißklee-Bläuling genannte Falter gilt nach der Roten Liste in Deutschland als gefährdet.
Die zahlreichen heimischen Bläuling-Arten sind für Laien nicht einfach zu unterscheiden. Mit dem Idas-Bläuling und dem Kronwicken-Bläuling hat der Geißklee-Bläuling zudem zwei verwandte, die selbst Schmetterlingskundler nur mit Mühe auseinanderhalten können. Alle drei werden deshalb auch als „Silberfleck-Bläulinge“ zusammengefasst.

Mit einer Flügelspannweite von nur 20 bis 23 Millimetern zählt der Argusbläuling zu den kleineren Tagfaltern. Der Name der Art leitet sich von seinen „Argusaugen“ her. Das sind schwarz-orange-blaue Flecken an den Flügelunterseiten. Bei den Männchen sind die Flügeloberseiten metallisch tief-blau mit einem breiten dunklen Rand, beim Weibchen bräunlich mit orangefarbenen Flecken am Rand. Bei beiden Geschlechtern haben die Flügel einen weißen pelzigen Saum. Argusbläulinge sind in den gemäßigten Zonen Europas und Asiens beheimatet. Sie saugen Nektar von Magerrasenpflanzen wie Thymian, Hornklee, Hufeisenklee und Kronwicke. Auch die Raupen fressen vor allem an verschiedenen Kleearten und an der Bunten Kronwicke. In warmen Gegenden fliegen sie in zwei Generationen von Mai bis Anfang September, in kälteren Regionen und Moorgebieten kommt zwischen Juni und August nur eine einzige Generation vor. Argusbläulinge überwintern als Ei.
Bedroht ist der Argusbläuling in Deutschland durch die Zerstörung seiner Lebensräume. Moore und Feuchtwiesen werden trockengelegt, Heideland und Magerrasen wachsen nach Aufgabe der traditionellen Nutzung mit Büschen und Bäumen zu. Um den Argusbläuling dauerhaft zu erhalten, übernehmen Landschaftspfleger oft die frühere Rolle der Bauern. Sie mähen, entfernen den Aufwuchs und sorgen für Beweidung und offene Bodenstellen.
Besonders interessant ist das Verhalten der Raupen, denn sie gehen mit Ameisen eine Symbiose ein. Während Ameisen normalerweise Schmetterlingsraupen fressen, beschützen sie die Raupen des Argusbläulings vor feindlichen Insekten und Spinnen.

15. März

Was soll denn das bedeuten,
Schneeglöckchen hübsch und fein?
Wir wollen nichts, wir läuten
ja nur den Frühling ein.

Bald wird es Sonntag werden,
und vor Gottes Altar
steigt aus dem Schoß der Erden
der Blumen bunte Schar.

Die grünen Augen brechen
dann auch in Busch und Hag,
und alle Blüten sprechen:
Willkommen, Ostertag!

Hoffmann von Fallersleben

16. März

Der Palmsonntag

Schon in den frühen Tagen indogermanischer Kulturentwicklung gab es ein großes Frühlingsfest, an dem Bäume und Zweige geweiht wurden. Noch heute werden dicke Büsche gebunden, die mit bunten Bändern verziert sind, geweiht, und danach als Schutz vor Gewittern und bösen Hausgeistern über der Eingangstür aufgehängt. Damit lösen sie den Mistelzweig der Weihnachtszeit ab.
Der Palmsonntag ist der letzte Sonntag vor Ostern. Der Name bezieht sich auf den Brauch, an diesem Sonntag eine Prozession bis in die Nähe der Auferstehungskirche zu machen. Dabei werden Palmzweige und - auf einer Bahre - ein Kreuz oder ein Evangelienbuch getragen. Dieser Brauch besteht seit dem 8. Jahrhundert.
Die Palme ist das Zeichen des Sieges. Der Baum wurde früher als heilig verehrt. Vom Christentum wurden die Palmzweige als Symbol des Lebens übernommen. In Mitteleuropa wurden die Zweige durch Äste von Saalweiden, Buchsbaum, Wacholder oder Haselzweigen ersetzt. Die geweihten Zweige sollen vor Bösem schützen. Glück bringen sollen auch die ersten Frühlingsblumen, die man am Palmsonntag pflückt.

Mit diesem Tag beginnt die Karwoche (althochdeutsch "kara", Klage). Es ist der traditionelle Name der Trauerwoche vor Ostern, der letzten Woche der Fasten- oder Passionszeit.

Die Karwoche umfasst die stillen Tage Montag bis Mittwoch und die eigentlichen Kartage Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag.
Sie beginnt am Palmsonntag mit dem Gedächtnis des Einzug Jesus in Jerusalem und erreicht über den Gründonnerstagabend, an dem die Einsetzunge der Eucharastie des Abendmahls gefeiert wird, ihren Höhepunkt im Gedächtnis des Kreuzestodes Jesu am Karfreitag. Sie mündet am Ende des Karsamstages in die Feier der Osternacht.

17. März

Das Oster-ABC von
James Krüss

A-lle Vögel singen schon,
B-lumen blühn im Garten,
C-rocus, Veilchen, Anemon,
D-ie verschämten, zarten.
E-ine Amsel schwatzt vom Mai,
F-erne blasen Hörner,
G-locken läuten nahebei,
H-ühnchen suchen Körner.
I-da flicht sich einen Kranz,
J-akob neckt sein Zicklein
K-üsters Frieda träumt vom Tanz,
L-udwig macht sich piekfein.
M-utter Margarete fährt
N-obel zur Kapelle.
O-ttokar, der Mops verzehrt
P-lätzchen auf der Schwelle.
Q-uicklebendig wird's im Haus;
R-uth und Xaver Meier
S-uchen fleißig drin und drauß
T-aubenblaue Eier.
U-nterm Bett, in Uhr und Hut,
V-ase, Topf und Lade
W-ühlen sie. Da findet Ruth
X-avers Schokolade.
Y-psilon, ist das nicht nett?
Z-ett!

18. März

Die Karwoche

umfasst die stillen Tage Montag bis Mittwoch und die eigentlichen Kartage Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag.
Sie beginnt am Palmsonntag mit dem Gedächtnis des Einzug Jesus in Jerusalem und erreicht über den Gründonnerstagabend, an dem die Einsetzunge der Eucharastie/des Abendmahls gefeiert wird, ihren Höhepunkt im Gedächtnis des Kreuzestodes Jesu am Karfreitag. Sie mündet am Ende des Karsamstages in die Feier der Osternacht.

19. März

Joseftag

Der Joseftag (auch Josefstag) ist ein Hochfest der katholischen Kirche, das zu Ehren Josefs, des Ehemannes von Maria am 19. März begangen wird. In Bayern wird der Tag Josefi, in der Schweiz Seppitag, in Österreich (selten) auch Josephinentag genannt. Er ist gesetzlicher Feiertag in einigen Bundesländern Österreichs, in bestimmten überwiegend katholisch bevölkerten Kantonen der Schweiz und im gesamten Fürstentum Liechtenstein. In Bayern zum Beispiel wurde der Josefitag als Feiertag erst 1969, ist aber dort in der ländlichen Bevölkerung noch fest in Erinnerung. In Italien galt der Josefitag am 19. März auch als gesetzlicher Feiertag bis ins Jahr 1977. Er wurde dann abgeschafft. Es liegen aber seit einigen Jahren bereits einige Gesetzesentwürfe im römischen Parlament auf, die die Wiedereinführung des Josefitages als gesetzlichen Feiertag vorsehen. Viele Senatoren und Abgeordnete haben bereits mit unterzeichnet und selbst für Ministerpräsident Romano Prodi sei es ein großes Anliegen. Es bestehen also durchaus berechtigte Hoffnungen, dass der 19. März in ganz Italien wieder zum gesetzlichen Feiertag erklärt wird. Viele italienische Kardinäle und Bischöfe begrüßen das Vorhaben. Die besondere Verehrung des heiligen Josefs entwickelte sich im Mittelalter. Der 19. März als Datum findet sich zuerst im 12. Jahrhundert. 1870 erklärte Papst Pius IX. Josef zum Schutzpatron der ganzen Kirche.
Josef oder Joseph ist ein häufiger Vorname unter Katholiken. In Gegenden, wo der Namenstag gefeiert wird, hat der Tag seine Bedeutung in Familien und Bekanntenkreisen. Josef ist nach seinem von der Bibel überlieferten Beruf als Zimmermann der Patron der Arbeiter, insbesondere der Handwerker, hier wiederum der Zimmerleute und Holzfäller. Außerdem gilt er auch als Schutzpatron der Ehe. Aber wenn man sich ein wenig näher mit ihm beschäftigt, dann kann er uns auch Mut machen, die Menschen einmal nicht in Schubladen zu stecken und sich selbst auch die Freiheit zu erhalten, den eigenen Weg zu finden.
Somit könnte Josef auch zum Schutzpatron des Unerwarteten werden.
Die katholische Kirche hat ihm zwei Gedenktage gewidmet, den eigentlichen Josefstag am 19. März und den 1. Mai, der Josef dem Arbeiter gewidmet ist. Das zeigt die Wertschätzung der menschlichen Arbeit.
Josef hatte es ja auch nicht gerade leicht. Die Bibel erzählt nicht viel von ihm. Zweimal aber tut er etwas, was den Erwartungen nicht entspricht, und beide Male erweist er sich dabei als einer, den man eben in keine Schublade stecken kann. Z.B. hält er zu seiner Verlobten, als er erfährt, dass sie ein Kind erwartet. Und später, nach der Geburt des Kindes, nimmt er die Warnung ernst, dass Herodes dem Kind nach dem Leben trachtet und flieht mit seiner Familie nach Ägypten. Da gehört beide Male schon eine Menge Gottvertrauen dazu. Und der Mut, sich gegen Erwartungen zu stellen. Ein einfacher Zimmermann, den man in den Josefsdarstellungen oft an seinen Zimmermannswerkzeugen erkennen kann, erweist sich als Lebensretter Jesu.

20. März

Frühlingsanfang

Erwacht zu neuen Leben
Steht vor mir die Natur,
und sanfte Lüfte wehen
durch die verjüngte Flur.
Empor aus seiner Hülle
Drängt sich der junge Halm,
der Wälder öde Stille
belebt der Vögel Psalm.

Die Flur im Blumenkleide
Ist, Schöpfer, dein Altar,
und Opfer reiner Freude
weiht dir das junge Jahr;
es bringt die ersten Düfte
der blauen Veilchen dir,
und schwebend durch die Lüfte
Lobsingt die Lerche dir.

 

Ich schau ihr nach und schwinge
Voll Dank mich auf zu dir,
dem Schöpfer aller Dinge,
gesegnet seist du mir!
Weit über sie erhoben,
kann ich der Fluren Pracht
empfinden, kann dich loben,
der du den Lenz gemacht.

Lobsing’ ihm, meine Seele,
dem Gott, der Freuden schafft!
Lobsing’ ihm und erzähle
Die Werke seiner Kraft!
Hier von dem Blütenhügel
Bis zu der Sterne Bahn
Steig’ auf der Andacht Flügel
Dein Loblied himmelan!

 

Christoph Christian Sturm (1740-1786)

Der Gründonnerstag


Ist der Donnerstag vor Ostern. Jesus soll an diesem Tag das letzte gemeinsame Mahl mit seinen Freunden gefeiert, und ihnen zuvor, dem Brauch entsprechend, die Füße gewaschen haben. Dieser Brauch wird teilweise in der katholischen Kirche wieder übernommen.
(Erzählte mir meine Mutti aus ihrer Jugendzeit.)
Der Ursprung des Namens "Gründonnerstag" ist bis heute nicht geklärt.
Möglicherweise wurde er von einer grünen Soße oder Suppe abgeleitet, die man an diesem Tag zu essen pflegte. Sie enthielten Gemüse und Kräuter.
Andere Theorien vermuten eine Ableitung aus dem althochdeutschen "greinen" (weinen).
In der katholischen Kirche verstummen am Gründonnerstag bei der Messe nach dem "Gloria in Exelsis" die Orgel und die Glocken. Man sagt, die Glocken flögen nach Rom auf den Petersplatz. Dort sollen sie vom Papst mit einem Zweig gesegnet werden, damit sie kraftvoll klingen und viele Menschen in die Kirche rufen. Die Glocken erklingen erst wieder am Ostersonntag. Wenn man die fliegenden Glocken am Himmel sieht, soll es einem Glück bringen.

21. März

Karfreitag

Ist der Tag der Erinnerung an den Tod Christi, der höchste Feiertag der evangelischen Christen. Die Katholiken begehen den Karfreitag in stiller Trauer. Für sie besteht ein Fastengebot.

O Haupt voll Blut und Wunden,
voll Schmerz und voller Hohn!
O Haupt zum Spott gebunden
Mit einer Dornenkron!
O Haupt, sonst schön gezieret
Mit höchster Ehr und Zier,
itzt aber hoch schimpfieret –
Gegrüßet seist du mir!

Wann ich einmal soll scheiden,
so scheide nicht von mir.
Wann ich den Tod soll leiden,
so tritt du dann hierfür.
Wann mir am allerbängsten
Wird um das Herze sein,
so reiß mich aus den Ängsten
kraft deiner Angst und Prein.

Erscheine mir zum Schilde,
zum Trost in meinem Tod,
und laß mich sehn dein Bilde
in deiner Kreuzesnot!
Da will ich nach dir blicken,
da will ich glaubensvoll
fest an mein Herz dich drücken,
wer so stirbt, der stirbt wohl.

Paul Gerhardt (1607 – 1667)


An das leidende Angesicht Jesu Christi
1., 9. Und 10. Strophe)

22. März

Karwoche

O Woche, Zeugin heiliger Beschwerde!
Du stimmst so ernst zu dieser Frühlingswonne,
Du breitest im verjüngten Strahl der Sonne
Des Kreuzes Schatten auf die lichte Erde,
Und senkest schweigend deine Flöre nieder;
Der Frühling darf indessen immer keimen,
Das Veilchen duftet unter Blütenbäumen
Und alle Vöglein singen Jubellieder.
O schweigt, ihr Vöglein auf den grünen Auen!
Es hallen rings die dumpfen Glockenklänge,
Die Engel singen leise Grabgesänge;
O still, ihr Vöglein hoch im Himmelblauen!
Ihr Veilchen, kränzt heut keine Lockenhaare!
Euch pflückt mein frommes Kind zum dunkeln Strauße,
Ihr wandert mit zum Muttergotteshause,
Da sollt ihr welken auf des Herrn Altare.
Ach dort, von Trauermelodieen trunken,
Und süß betäubt von schweren Weihrauchdüften,
Sucht sie den Bräutigam in Todesgrüften,
Und Lieb' und Frühling, alles ist versunken!

Eduard Mörike (1804-1875)

23. März

Ostersonntag

Osterhäschen ...

Allen Menschen wird es bang,
Osterhäschen wird noch krank.
Soll doch kommen bald,
friert wohl sehr im Wald.

Regen und Schnee,
tun dem Häschen weh.
Klamme Finger, kalte Ohren,
hoffentlich ist es nicht erfroren.

Kann fast nicht den Pinsel halten,
geschweige seines Amtes walten.
Die Farben vielleicht gefroren sind,
enttäuscht wäre sicher jedes Kind.

Lasst uns nun um Sonne bitten,
Häschen hat genug gelitten,
kommt dann fröhlich aus dem Wald,
bringt bunte Eier für Jung und Alt.

Heidi Gotti

24. März

Ostermontag

Denn sie wissen nicht was sie tun

von

Detlef Wolfgang Scholz
Apelnstedt, Ostern 2008

http://home.feierabend.com/bubbelpety/

Die Menschen haben Christus gequält und gekreuzigt,
denn sie wissen nicht was sie tun.

Die Menschen führten und führen sinnlose Kriege,
denn sie wissen nicht was sie tun.

Die Menschen spielen sich als Gott auf,
denn sie wissen nicht was sie tun.

Die Menschen haben keine Achtung vor dem Leben der Anderen,
denn sie wissen nicht was sie tun.

Die Menschen fügen anderen Menschen Qualen und Leid zu,
denn sie wissen nicht was sie tun.

Die Menschen spielen ihre Macht gegen andere aus,
denn sie wissen nicht was sie tun.

Die Menschen hassen, die anders sind, sie können nicht lieben,
denn sie wissen nicht was sie tun.

Die Menschen zerfrisst der Egoismus und die Achtlosigkeit,
denn sie wissen nicht was sie tun.

1914 bis 1918, 1939 bis 1945, 1961 bis 1990, 2000 bis 2008,
die Menschen haben nichts dazugelernt.

Denn sie wissen nicht was sie tun!

25. März

Gartensalat

Auf den ersten Blick völlig unspektakulär ist die Wahl zum Gemüse des Jahres: Der Salat ist es geworden. Das Gemüse des Jahres wird vom Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt ernannt. Der Verein will mit seiner Wahl den Fokus auf Kulturgeschichte, Fragen der Abstammung und der Rekultivierung und Erhaltung heimischer Sorten legen. So geschehen, macht die Wahl Sinn und ist geradezu logisch.
Das Gemüse des Jahres scheint beliebt zu sein: Fast fünf Kilogramm essen die Deutschen jährlich davon. Ob auf Feldern oder im Treibhaus, im privaten Garten oder beim Bauern – überall in ganz Europa wird das grüne Gewächs angebaut. Auf den Geschmack müssen die Europäer also nicht mehr gebracht werden – aber als Gemüse des Jahres soll an die Jahrtausende alte Geschichte des Salats erinnert werden.
Tatsächlich war Salat schon bei den Griechen und Römern bekannt. Sie nutzten die grünen Blätter nicht nur als Gemüse, sondern auch als Heilmittel. Wilder Lattich heißt die damals verbreitete Urform des Salats. Heute gibt es zahlreiche Gartensalat-Sorten: Kopfsalat, Eisbergsalat, Lollo Rosso, Eichblatt.
Sie unterscheiden sich in Form, Farbe und Geschmack, haben aber eine Gemeinsamkeit: Alle gehören zur Familie der Korbblütler – das sieht man nur nicht, weil Salat geerntet wird, bevor er blüht. Die von den Römern erkannte heilende Wirkung ist inzwischen bestätigt: Salat soll gut bei Nervosität und Schlaflosigkeit sein. Vermutlich müssen dazu aber große Mengen gegessen werden: Das Grünzeug besteht nämlich zu 95 Prozent aus Wasser. Für Wirkstoffe bleibt da nicht viel Platz. Trotzdem gilt: Je grüner die Blätter, desto mehr Vitamine und Mineralstoffe sind drin.
Kopfsalate, Schnitt- und Pflücksalate; Bindesalate und Spargelsalate zählen zu den Gartensalaten. Zu den Kopfsalaten gehören auch die Eissalate und die Bataviasalate. Bei den Schnitt- und Pflücksalaten gibt es verschiedene Farben und Formen (Eichblattsalat), teilweise bilden sie dichte kopfähnliche Rosetten. Binde- und Spargelsalate sind in Deutschland noch recht unbekannt. Bindesalate, auch als Römersalat bezeichnet, stammen aus dem Mittelmeerraum und sind auch dort am meisten verbreitet. Ihr Blatt ist knackig, wie beim Eissalat. Die Köpfe sind hochrund und halb geschlossen. Spargelsalate sind im asiatischen Raum zu Hause, man verwendet neben den Blättern auch den Stängel.

26. März

Über Nacht, vom ersten warmen Winde
Kühn gemacht,
hat der März das Tal geschwinde,
grün gemacht.

Wärmt der Wald sich, mager und gestrüppig,
erst das Fell,
bald des Kirschbaums Knospen üppig,
bersten hell.

Süßer Regen weint den weh gefrornen
Garten auf.
Blüten, die im Schnee verloren,
warten drauf.

Hinter das vom Winter ausgebleichte
Grau der Welt
Ist nun schon das frühlingsleichte
Blau gestellt.

Morgen kommt die Sonne: Furcht und Hoffen
Stöhnt vom Schlag –
Von des Lichtes Blitz getroffen
Tönt der Tag!

Eugen Roth

27. März

Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Die Farbtypen-Lehre kann beim nächsten Einkaufsbummel helfen

Man liebt rot und den roten Lieblingspulli. Und trotzdem sieht man darin seltsam fahl aus. Dafür strahlen die Augen, wenn man ein blaues Shirt trägt, obwohl man dieser zarten Farbe gar nicht so viel abgewinnen kann. Leider ist es so: Was uns gefällt, steht uns nicht immer - und umgekehrt. Das hängt unter anderem vom Hautton und der Augenfarbe ab. Anhand dieser Kriterien hat man vier Typen festgelegt, benannt nach den Jahreszeiten. Und man hat heraus gefunden, welche Farben zu welchen Typ passen. Das heißt nun nicht, dass man fortan im fliederfarbenen Blüschen durchs Leben gehen muss, obwohl das nicht gefällt. Aber vielleicht sollte man sich vom roten Pulli tatsächlich trennen

Frühling:

Frühlingstypen sollten helle und softe Töne wählen, um Ihren Typ zu betonen, keine kräftigen Nuancen. Beim Make-up einen sanften Pfirsichton als Grundierung. Ideal ist ein goldbrauner, zartblauer oder pastellgrüner Lidschatten. Braune statt schwarze.
Mascara betont sanft die Augen, auf die Lippen kommt ein warmes Orange, Rottöne oder Pfirsichnuancen. Entscheidend ist ein gelber Unterton, rosa wirkt fahl.
Kleidung in warmen, gelbstichigen Farben ist perfekt. Wichtig ist, dass der Gelbton warm und sonnig leuchtet. Gut stehen auch Rottöne: Von einem hellen Rot über Tomatenrot bis zu allen warmen Rottönen unterstreichen einen frischen Teint. Auch ein zarter Lachston schmeichelt. Der Frühlingsfrau stehen warme Brauntöne, sie darf sich aber auch bei Grün austoben: Apfelgrün, ein helles Moosgrün oder Erbsengrün betonen ihre Vorzüge besonders. Verzichten sollten sie auf knallige Töne und starke Kontraste. Tabu sind auch kalte und blaustichige Farben, denn sie lassen den Teint fahl erscheinen.

Welcher Typ ist man?

Um zu wissen, was einem steht, muss man erst herausfinden, welcher Typ man ist. Anhand dieser Merkmale wird es leichter fallen:

Frühling: Typisch. für den Frühlingstyp mit klarer, heller Haut ist ein zarter pfirsichfarbener, leicht golden schimmernder Teint mit Sommersprossen. Sehr zu seinem Ärger dauert es nicht lang, bis dieser Typ in der Sonne rot wird. Frühlingstypen haben meist feine Haare in warmen Blondtönen, es gibt aber auch dunkelhaarige oder gar rothaarige Frühlingstypen. Ihre Augenfarbe ist hell und klar und reicht von Aquamarinblau bis Grün, Flecken und Strahlen auf der Iris lassen die Augen strahlen.

Im Sommer dann der Sommer-Typ ...

28. März

Märztag

Wolkenschatten fliehen über Felder,
blau umdunstet stehen ferne Wälder.

Kraniche, die hoch die Luft durchpflügen,
kommen schreiend an in Wanderzügen.

Lerchen steigen schon in lauten Schwärmen,
überall ein erstes Frühlingslärmen.

Lustig flattern, Mädchen, deine Bänder,
kurzes Glück träumt durch die weiten Länder.

Kurzes Glück schwamm mit den Wolkenmassen,
wollt’ es halten, muss es schwimmen lassen.

Detlev von Liliencron (1844-1909)

29. März

Als Amerika entdeckt wurde - Kolumbus

Der wahrhaft historische Augenblick, 12. Oktober 1492, wurde festgehalten im berühmten "Bordbuch" des Kolumbus. Wahrscheinlich hat nicht Kolumbus selbst, wie er behauptete, als Erster Anzeichen des Landes gesichtet, sondern ein Matrose. Kolumbus verweigerte ihm jedoch die Belohnung für die Sichtung - die Summe von 10000 Maravedi, praktisch eine Lebensrente - und beanspruchte sie für sich selbst.
Die Episode bestätigt die Erfahrung, dass, wer etwas Großes vollbringt, nicht selbst auch ein großer Charakter sein muss. Christoph Kolumbus starb vor 500 Jahren, am 20. Mai 1506 in der spanischen Stadt Valladolid. Kein strahlender Held hat die drei Schiffe Santa Maria, Nina und Pinta mit kühner Entschlossenheit über die Weite des Ozeans geführt. Vielmehr ein, Mann, der starrköpfig an seine Idee glaubte, ein begnadeter Redner, der Emotionen wecken konnte - ein guter Verkäufer, aber auch ein Blender, ein ehrgeiziger Aufsteiger, geltungssüchtig, frömmlerisch und geschäftstüchtig.
Kolumbus kam aus dem Land der Renaissance, aus Italien. Er wurde 1451 in Genua als Sohn eines Wollwebers geboren. Das war damals kein angesehener Beruf. Die bescheidene Herkunft erklärt einige Charakterzüge von Kolumbus, seinen Geltungsdrang, aber auch seine Maßlosigkeit, als es später darum ging, seine Ansprüche auf Einkünfte der neu entdeckten Länder einzuklagen.
Die Renaissance war Aufsteigern günstig; gerade in Italien gelangten ehrgeizige Männer nicht selten in gehobene Positionen. Kolumbus betätigte sich im Handel, befuhr das Mittelmeer, kam nach Portugal, England und Guinea, heiratete eine vornehme Portugiesin - Stationen eines Aufstiegs, der Ehrgeiz und Zähigkeit verriet. Doch auch wenn er von seinen Begabungen prahlte, so gründete der Erfolg des Genuesen doch wohl eher in seiner Beredsamkeit als auch seinem ausgeprägten Willen, etwas Großes werden zu wollen.
Am "Balkon Europas" lebten damals die besten Seefahrer der Welt. Die Portugiesen schickten sich an, um Afrika herum den Seeweg nach dem lockenden, reichen Indien zu erkunden. Kolumbus trat mit einer neuen Idee auf: Statt diese lange Route zu nehmen, sei es leichter, direkt über den unbekannten Ozean nach Westen zu fahren, um "die Indien" direkt anzusteuern.
Der portugiesische Hof, beraten von Experten, prüfte das Projekt des Italieners und verwarf es. Aus gutem Grund: Es schien unsinnig und riskant. Tatsächlich ging Kolumbus von falschen Voraussetzungen aus. Er vertraute einer Mixtur von richtigen Erkenntnissen - wie der Kugelgestalt der Erde - und irrationalen, teilweise aus der Bibel abgeleiteten Berechnungen. So war der Seefahrer der festen Überzeugung; dass Meere nur ein Siebtel der Erde bedeckten. Und der Erdumfang fiel in seiner Berechnung viel zu klein aus. Kolumbus reduzierte die Entfernung von Europa bis nach Japan 20 000 Kilometer - auf ganze 4500 Kilometer.
Doch was die Rationalität der Portugiesen verwarf, entzündete die Emotionalität der Spanier, vor allem ihrer Königin Isabella. Nach der Abfuhr in Lissabon warb Kolumbus dort für seinen Plan, über West nach Ost zu fahren. Spanien, zusammengewachsen aus den Königreichen Kastilien und Aragon, war in einem politischpsychologischen Ausnahmezustand. Es führte einen Kreuzzug gegen das letzte muslimische Reich diesseits von Gibraltar. Als Granada Anfang 1492 gefallen war, fand Kolumbus Gehör. Nach zeitgenössischen Berichten verstand er sich auf das, was man heute Selbstinszenierung nennen würde. Als rothaariger, groß gewachsener Mann mit "wohl tönender Stimme", liebte er es, sich in scharlachrote Gewänder zu kleiden. Er malte dem staunenden Königspaar ebenso wie den Höflingen die zu erwartenden Reichtümer "der Indien" in den buntesten Farben aus.

Morgen weiter ...

30. März

Kolumbus

Das Ergebnis ist bekannt. Wäre Amerika ihm nicht in die Quere gekommen, wäre Kolumbus direkt in den Untergang gesegelt, wären seine Mannschaften in einer unendlichen Wasserwüste elend umgekommen. So aber stieß er nach zweimonatiger Fahrt, auf der seine Besatzungen einer Meuterei nahe waren, auf eine Insel, die die Eingeborenen Guanahani nannten, Kolumbus San Salvador. Sie gehört heute zu den Bermuda-Inseln. Der Entdecker, der sich von nun an Admiral nennen durfte, war überzeugt, Eilande gefunden zu haben, die vor Cipangu (Japan) im Meer lagen.
Ein paar Tage später erreichte er die Nordküste Kubas. Die drei Schiffe glitten an einer üppigen tropischen Vegetation vorüber, und die Spanier erwarteten jeden Augenblick, dass Tempel mit goldenen Dächern durch das Grün schimmerten. Doch es erschienen nur einfache Eingeborene, zumeist freundlich gesonnen, oft nackt, die merkwürdige Kräuter rauchten - die erste Begegnung des weißen Mannes mit dem Tabak.
Ein Paradox der Geschichte: Kolumbus hat, obwohl er von falschen Voraussetzungen ausgegangen war, Europa die Richtung gewiesen. Im Westen, nicht im Osten lag die Zukunft Spaniens, ja Westeuropas: Im Westen, nicht im Osten fanden die alten christlichen Länder die Ressourcen und die Stärke, die ihnen die Beherrschung der Welt für fast 500 Jahre erlauben sollten. Und mit den USA entstand so etwas wie ein potenziertes Europa. Freilich um einen ungeheuren Preis: der Unterdrückung und Unterwerfung der einheimischen Bevölkerung, der Indianer.
Zu Zeiten von Kolumbus sahen die meisten Europäer in den Einheimischen bestenfalls gutwillige Wilde, kaum besser als Tiere.
"Ich erkannte, dass es Leute seien, die sich eher durch Sanftmut und Überzeugung als durch Gewalt zu unserem heiligen Glauben bekehren lassen würden", schrieb der Admiral im "Bordbuch", und später äußerte er die Überzeugung, "sie würden alles tun, was man ihnen auftragen würde". Er errichtete auf der ihm zugesprochenen Insel Hispaniola (heute: Haiti und die Dominikanische Republik) ein Terrorregime, das vor allem die gnadenlose Ausbeutung des Gebietes für Gewinne der spanischen Krone zum Ziel hatte.
Kolumbus letzte Jahre waren überschattet von einem unaufhaltsamen Abstieg. Er war zweifellos ein großer Seefahrer und Navigator, doch völlig überfordert als Politiker und Verwalter. Abenteurer strömten auf die paradiesisch anmutenden Inseln, deren üppige Natur der Entdecker in seinem "Bordbuch" hymnisch als "lieblichste Plätze auf Erden" beschrieben hatte. Gier nach Gold, maßlose Ausbeutung, Morde, Rivalitäten um Pfründe und Indianerfrauen zerstörten binnen kurzem die Idylle; bald regierte das Chaos. Die spanische Krone griff ein und setzte den Admiral als Vizekönig der neuen Territorien ab, zeitweise wurde er sogar in Ketten gelegt.
Er unternahm insgesamt noch drei weitere Fahrten, stieß auf die Küsten Süd- und Mittelamerikas. Der große Navigator hing bis zuletzt. seinem Irrtum an, sich gleichsam im Vorgarten Indiens zu befinden. Selbstgerecht, kleinlich und stur, dabei stets im Glauben, von Gott erwählt zu sein, verstrickte er sich in Rechtshändel, kämpfte nach dem Tod seiner Gönnerin Isabella letztlich aber vergeblich.
Als Kolumbus 1506 starb, war sein Name schon halb vergessen.

31. März

1. Ein Mann, der sich Kolumbus nannt,
Widewidewitt bum bum.
War in der Schiffahrt wohlbekannt,
Widewidewitt bum bum.
Es drückten ihn die Sorgen schwer,
Widewidewitt, juch-hei-ras-sa!
Er suchte neues Land und Meer.
Widewidewitt bum bum.
Gloria, Viktoria, widewidewitt juchheirassa.
Gloria, Viktoria, widewidewitt bum bum.

2. Als er den Morgenkaffee trank,
Da rief er fröhlich: Gott sei Dank!
Denn schnell kam mit der ersten Tram
Der span'sche König bei ihm an.
Gloria ...

3. Kolumbus, sprach er, lieber Mann,
Du hast schon manche Tat getan!
Eins fehlt noch unsrer Gloria:
Entdecke mir Amerika!
Gloria ...

4. Gesagt, getan, ein Mann, ein Wort,
Am selben Tag fuhr er noch fort.
Und eines Morgens schrie er: Land!
Wie deucht mir alles so bekannt!
Gloria ...

5. Das Volk am Land stand stumm und zag,
Da sagt Kolumbus: Guten Tag!
Ist hier vielleicht Amerika?
Da schrien all Wilden: Ja!
Gloria ...

6. Die Wilden waren sehr erschreckt
Und schrien all: Wir sind entdeckt!
Der Häuptling rief ihm: Lieber Mann,
Alsdann bist du Kolumbus dann!
Gloria  ...

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