März 2010

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http://www.gottiswelt.de/urlaub/urlaub08_pappenheim_treuchtlingen_theilenhofen.htm
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Der dritte Geselle des Jahres: der März
Nun ist es nicht mehr lang
Bis hin zum Frühlingsanfang.
Märzveilchen und Huflattich,
erfreuen dich und auch mich.
Die Sonne hat schon Kraft,
die Schneereste sie schafft.
Auch der Schneemann muss dran glauben,
lässt sich Hut, Stock und Gesicht rauben.
Die Menschen atmen freudig auf,
verlassen die Häuser zu Hauf,
gehen raus in die Natur,
überall Freude pur.
Heidi Gotti
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Wie die Weiden zu ihren Kätzchen kamen
Frierend bog sich der Weidenstrauch im Wind. Pfui, war das noch kalt! Besorgt sah er an sich herunter. Die kleinen Blütenkinder regten sich schon, als wollten sie jeden Augenblick ihre Köpfchen aus den Knospen strecken. "Bleibt ihr wohl, wo ihr seid", schimpfte der Strauch, "es ist doch noch viel zu früh für euch."
Doch eines Morgens, als die Sonne schüchtern zwischen zwei Wolken hervor auf die Erde lugte, wurden die Blütenkinder wach. Sie rumorten und reckten und streckten sich und hoben ihre kleinen Köpfchen empor. "Die Sonne ist da, es ist Frühling!" jubelten sie. "Aber nicht doch!" rief der Strauch. "Glaubt mir doch, es ist zu früh! Ihr werdet sterben, wenn ihr nicht auf mich hört!"
"Ach, woher denn!" antworteten die Blütenkinder. "Sieh doch, die Sonne scheint ja ganz warm, und außerdem sind die Blüten vom Haselstrauch auch schon da!"
"Gewiss", sagte der Strauch, "aber die haben auch ein festes Schuppenkleid an, das sie gegen die Kälte schützt."
"Aber es ist doch gar nicht kalt", riefen die Blütenkinder erstaunt.Bald merkten sie jedoch ihren Irrtum. Denn als die Sonne müde wurde und sich hinter dicken Wolken wieder zum Schlafen hinlegte, wurde es bitterkalt. Der Wind trieb sein böses Spiel mit den zarten Blütenkindern, bis sie ganz klamm und steif auf ihren Ästen saßen.
"Ja, hilft uns denn niemand, wir erfrieren ja!", jammerten sie und bogen ihre Köpfchen in dem eisigen Wind hin und her. "Wenn wir doch auch so ein Schuppenkleidchen hätten", weinten sie und zitterten vor Kälte. "Miau", machte es da plötzlich unten am Strauch. Als die Blütenkinder heruntersahen, erblickten sie eine Wildkatze mit ihren Jungen, die sich behaglich an ihr schönes dichtes Fell schmiegten. "Friert ihr auch?", wisperten die Blütenkinder. "Aber nein", sagte die Katze, "mein Fell ist warm und weich. Uns können Wind und Kälte nichts anhaben."
"Gib uns doch auch so ein schönes Fell", bettelten die Weidenblüten. Da hatte der liebe Gott Mitleid mit den voreiligen Blütenkindern. Kaum hatten sie ihren Wunsch ausgesprochen, wuchsen ihnen auch schon kleine silberweiße Haare. Zuerst entstand ein kleines Häubchen, dann wurde das Fell immer dicker, und endlich hockten die Blütenkinder wie kleine Kätzchen auf den Ästen. So kam der Weidenstrauch zu seinen Kätzchen.überliefert
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Von meinem Blümchen
Ward ein Blümchen mir geschenket,
hab’s gepflanzt und hab’s getränket,
Vögel, kommt und gebet acht!
Gelt, ich hab’ es recht gemacht?
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Sonne, lass mein Blümchen
sprießen! Und ich kann es kaum
erwarten, |
Sonne ließ mein Blümchen
sprießen, Wie’s vor lauter Freuden
weinet! |
Hoffmann von Fallersleben
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Kinder und gärtnern
Man sollte sie früh genug heranführen und natürlich etwas aussuchen, das Spaß macht und spannend ist. Im Winter gibt es da natürlich nicht sehr viel, aber am meisten Freude haben Kinder doch bei den Aussaaten. In den Kaufhäusern werden viele exotische Früchte angeboten und nach dem Verzehr kann man gemeinsam mit den Kindern diese Kerne in Aussaaterde stecken und abwarten, ob sie keimen. Natürlich muss man diese Tropenpflanzen warm stellen und die Kleinen werden begeistert jeden Tag nachschauen, ob sich schon etwas Grünes zeigt.
Besonders rasch keimen die Samen der Baumtomate und die Pflanze wird schnell groß und trägt auch Früchte.
Auf Keimlinge von Wollmispeln, Litchis, Granatapfelbäumchen oder Zitrusfrüchten braucht man nicht lange zu warten. Dattelkerne dagegen keimen wie alle Palmensamen erst nach vielen Monaten.
Interessant ist auch der dicke, glatte Avocadokern. Er wird gewässert und dann mit der Spitze nach oben in lockere, sandige Erde gesteckt. Wichtig ist dass man vor der Aussaat die Samen oder Kerne vom Fruchtfleisch reinigt, denn dieses trägt oft keimungshemmende Substanzen in sich, die das sichtbare Erfolgserlebnis verzögern.Kommt dann aber das Frühjahr, steht weiteren heimischen Aussaaterfolgen im Freien nichts mehr im Wege.
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Die Sterne
Ich sehe oft um Mitternacht,
wenn ich mein Werk getan
und niemand mehr im Hause wacht,
die Stern am Himmel an.
Sie geh’n da, hin und her, zerstreut
als Lämmer auf der Flur;
in Rudeln auch, und aufgereiht
wie Perlen an der Schnur;
und funkeln alle weit und breit,
und funkeln rein und schön;
ich seh’ die große Herrlichkeit,
und kann nicht satt mich seh’n ...
Dann saget unterm Himmelszelt
mein Herz mir in der Brust:
Es gibt was Besser’s in der Welt
als all ihr Schmerz und Lust.
Matthias Claudius
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Die ewige Bürde
Der Kalif Hakkam, der die Pracht liebte, wollte die Gärten seines Palastes verschönern und erweitern. Er kaufte alle benachbarten Ländereien und bezahlte den Eigentümern so viel dafür, als sie verlangten. Nur eine arme Witwe fand sich, die das Erbteil ihrer Väter aus frommer Gewissenhaftigkeit nicht veräußern wollte und alle Anerbietungen, die man ihr machte, ausschlug. Den Aufseher der königlichen Gebäude verdross der Eigensinn dieser Frau; er nahm ihr das kleine Land mit Gewalt weg, und die arme Witwe kam weinend zum Richter.
Ibn Beschir war eben Kadi der Stadt. Er ließ sich den Fall vortragen und fand ihn bedenklich; denn obschon die Gesetze der Witwe ausdrücklich recht gaben, so war es doch nicht leicht, einen Fürsten, der gewohnt war, seinen Willen für die vollkommene Gerechtigkeit zu halten, zur freiwilligen Erfüllung eines veralteten Gesetzes zu bewegen.
Was tat also der gerechte Kadi? Er sattelte seinen Esel, hing ihm einen großen Sack über den Hals und ritt unverzüglich nach den Gärten des Palastes, wo der Kalif sich eben in dem schönen Gebäude befand, das er auf dem Erbteil der Witwe erbaut hatte.
Die Ankunft des Kadi mit seinem Esel und Sacke setzte ihn in Verwunderung, und noch mehr erstaunte er, als Ibn Beschir sich ihm zu Füßen warf und also sagte: "Erlaube mir, Herr, dass ich diesen Sack mit Erde von diesem Boden fülle!" Hakkam gab es zu. Als der Sack voll war, bat Ibn Beschir den Kalifen, ihm den Sack auf den Esel heben zu helfen. Hakkam fand dieses Verlangen noch sonderbarer; um aber zu sehen, was der Mann vorhabe, griff er mit an. Allein der Sack war nicht zu bewegen, und der Kalif sprach: "Die Bürde ist zu schwer, Kadi, zu gewichtig." –
"Herr", antwortete Ibn Beschir mit edler Dreistigkeit, "du findest diese Bürde zu schwer, und sie enthält doch nur einen kleinen Teil der Erde, die du ungerechterweise einer armen Witwe genommen hast! Wie willst du denn das ganze geraubte Land tragen können, wenn es der Richter der Welt am großen Gerichtstage auf deine Schultern legen wird?"
Der Kalif war betroffen; er lobte die Herzhaftigkeit und Klugheit des Kadi und gab der Witwe das Erbe zurück mit allen Gebäuden, die er hatte anlegen lassen.Johann Gottfried Herder
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Ich habe drei Schätze,
die ich hüte und hege.
Der eine ist die Liebe,
der zweite ist die Genügsamkeit,
der dritte ist die Demut.
Laotse
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Schneeglöckchen läutet!
Die Sonnenstrahlen hatten das schlafende Schneeglöckchen geweckt. Da mochte es nicht länger mehr unter der warmen Schneedecke bleiben. Es sprach zu sich selbst: „Ich muss doch einmal nachsehen, ob der schöne, bunte Schmetterling, der voriges Jahr so lustig mit mir spielte, schon da ist und ob Veilchen, Schlüsselblume und Gänseblümchen, die so viele schöne Geschichten erzählen können, nicht schon auf mich warten.“
Vorsichtig steckte es sein schmales Händchen heraus, ob’s da oben nicht noch zu kalt sei. Als die Sonnenstrahlen das grüne Händchen sahen, riefen sie: „Komm nur heraus, kleines Schneeglöckchen, wir wollen dich wärmen, dass es dich nicht friert!“ Da kam das Schneeglöckchen geschwind aus seinem Schneebettchen und schaute sich um nach seinen Spielkameraden. Aber die hatten sich alle verschlafen. „Da muss ich sie geschwind wecken, die kleinen Langschläfer, sonst verträumen sie gar noch den ganzen schönen Frühling“, sprach das Schneeglöckchen. Und es langte seine zarten, schneeweißen Glöckchen hervor und läutete. Da hättet ihr sehen sollen, wie sie alle aus ihrem Winterbett herauskamen: Veilchen, Schlüsselblumen, Gänseblümchen und all die andern. Auch der Schmetterling kam zu seinem lieben Schneeglöckchen geflogen.Weilhelm Meyer-Markau
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Das Bienchen

Hunger hat das kleine Bienchen
mit dem süßen Namen „Trienchen“.
Es war ein wenig ungezogen,
ist klammheimlich fortgeflogen.
Eine Wiese voller Schneeglöckchen lockt,
schnell hat Bienchen sich dort hingehockt.
Hat gesammelt und gespeist,
ist dann wieder heim gereist.
Mit dem Schwänzeltanz sodann,
zeigt’s wo man die Nahrung finden kann.
Zuhauf sind alle nun gekommen,
haben Nektar und Blütenstaub genommen,
haben ihn dann heimgebracht
dort viel Freude damit gemacht.
Vorbei ist nun endlich der Winter,
es freuen sich alle Bienenkinder.
Heidi Gotti
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Als Geschädigter des Schneeschippens, hab ich folgende Zeilen entdeckt:
Rückenschmerzen
Man kann nicht sagen, warum sie beim einen Menschen nur einmalig auftreten und bei anderen immer wiederkehren. Unsere Lebensweise hat sicher einen wichtigen Einfluss darauf. Unser Bewegungsapparat aus Muskeln, Sehnen, Bändern und Knochen – dazu gehört auch unser Rücken – ist so geschaffen, dass wir uns viel bewegen sollten. Ist das nicht möglich, führt das zu Schmerzen.
Die meisten Rückenschmerzen sind harmlos und verschwinden so plötzlich wie sie aufgetreten sind. Man sollte ihnen kein allzu großes Gewicht beimessen und so früh wie möglich seinem normalen Tagesablauf nachgehen. Wenn nötig kann ein einfaches Schmerzmittel helfen, Bettruhe oder Schonung sind nicht notwendig, sondern können sogar dazu führen, dass die Beschwerden länger andauern.
Leider tauchen manche Schmerzen immer wieder auf, wenn sie auch oft von selbst verschwinden. Aber nicht nur die Bewegung, sondern auch die Psyche spielt dabei eine große Rolle.
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Nie verlerne so zu lachen,
wie du jetzt lachst,
froh und frei –
denn ein Leben ohne Lachen,
ist wie der Frühling ohne Mai.
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Es ist fast schon Mitte März und ich freue mich, auch wenn wir bereits erneut einschneien, auf die duftenden und so typischen Blümchen dieses Monats:
Und hier geht es zu meiner Veilchengeschichte: http://www.gottiswelt.de/geschichten/veilchenstrauss.htm
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Im März
Nun im März
Hoff’ mein Herz!
Horch! Es regt sich in den Lüften,
und ein ahnungsreiches Düften
weht im Garten
kaum erwarten
kann ich, was die Tage bringen.
Hörst du nicht? Die Lerchen singen!
Junges Blühn!
Frisches Grün!
Überall ein keimend Regen,
stilles, heimliches Bewegen,
Säfte quellen,
Knospen schwellen.
Nur ein wenig stilles Warten,
und die Veilchen blühn im Garten!
Heinrich Seidel
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Kakteen
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Kakteen werden im Winter trocken und kühl gehalten, aber sie müssen einen sehr hellen Platz bekommen. Kakteen werden als pflegeleicht betrachtet und viele Zimmergärtner glauben, man könne sie im Winter getrost sich selbst überlassen. Doch im Frühjahr ist die Überraschung dann groß, wenn festgestellt wird, dass die stacheligen Pflanzen den Winter nicht schadlos überstanden haben.
In den Wintermonaten breitet sich die gefürchtete Wolllaus besonders schnell aus, denn dieser Schädling findet in der trockenen Erde ideale Bedingungen vor.
Diese Schädlinge sehen wie kleine Wattebäuschchen aus und man entdeckt sie am Wurzelhals der Pflanzen. Sobald man sie entdeckt, wird es höchste Zeit, einzugreifen. Bei vielen Kakteen kann man diese Tierchen zwischen den Stacheln mechanisch mit einem Stäbchen oder Streichholz entfernen. Aber das allein reicht meist nicht aus. Will man die Anwendung der üblichen chemischen Präparate vermeiden, kann man zu einem bewährten Hausmittel greifen: wenn man Brennspiritus zu gleichen Teilen mit Wasser vermischt, erhält man ein wirksames Mittel. Mit der Lösung kann man die Pflanzen einpinseln oder spritzen. Auf jeden Fall ist es wichtig, den Bereich um den Wurzelhals einer ganz besonders gewissenhaften Untersuchung und Behandlung zu unterziehen. Denn schon wenn man nur ein paar der Tierchen übersieht, kann man bald einen erneuten starken Befall feststellen.
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An meinen Kaktus
Du alter Stachelkaks,
du bist kein Bohnerwachs,
kein Gewächs, das die Liebe sich pflückt,
sondern du bist nur ein bisschen verrückt.
Ich weiß, dass du wenig trinkst.
Du hast auch keinerlei Duft.
Aber, ohne dass du selber stinkst,
saugst du Stubenmief ein wie Tropenluft.
Du springst niemals Menschen an oder
Vieh.
Wer aber mit Absicht oder versehentlich
sich einmal auf dich
setzte, vergisst dich nie.
Ein betrunkener, lachender Neger
schenkte dich mir, du lustiges Kleines,
dass ich den Vater ersetze dir kantigem Ableger
eines verrückten, stets starren Stachelschweines.
Joachim Ringelnatz
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Warte nicht auf ein Lächeln, um nett
zu sein,
Warte nicht auf ein Lächeln, um lieb zu sein.
Warte nicht bis du alleine bist, um den wahren Wert eines Freundes zu schätzen.
Erwarte nicht die beste Arbeit, sondern fange an zu arbeiten.
Erwarte nicht viel, sondern teil was du hast.
Erwarte nicht dort anzukommen, um dich an etwas zu erinnern.
Erwarte nicht einen Schmerz, um zu beten.
Warte nicht, um behilflich zu sein.
Erwarte nicht eine Verletzung durch
andere, um sich zu entschuldigen,
auch nicht einen Streit um sich wieder zu versöhnen.
Warte nicht ...
Bekam ich von einer Mail-Freundin
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Neues auf der HP: Von der Hauptseite kann man nun die Osterseiten anklicken.

Die habgierige Bäuerin
Eine Bäuerin hatte zehn Hennen, die Tag für Tag je ein Ei legten. Das war wirklich brav von den Tieren, doch der Bäuerin reichte das nicht. Sie dachte: Wenn die Hühner jeden Tag ein Ei legen, so habe ich täglich zehn Stück und in der Woche sieben mal zehn. Wenn ich den Hennen das Futter verdoppele, dann müssten sie doch auch doppelt soviel Eier legen. Das wären zwanzig Stück am Tag und einhundertvierzig in der Woche. Wie die habgierige Bäuerin dachte, so handelte sie auch. Die Hühner bekamen an Futter und Körnern vorgeworfen, was sie nur fressen konnten. Sie brauchten nicht mehr auf dem Hof, den Wiesen und Ackern zu scharren und zu suchen. Sie brauchten ja nicht einmal mehr den Stall zu verlassen.
Sie fraßen gehorsam, was sie konnten. Sie fraßen und fraßen und wurden ob des mühelosen Futters dick und fett. So fett, dass ihnen vor lauter Faulheit die Lust zum Eierlegen verging und sie überhaupt keine mehr legten. Darüber wurde die Bäuerin wütend und schlachtete sie alle zehn. Wäre sie selbst nicht so dumm gewesen, lebten die Hennen heute noch und legten täglich zehn Eier. Aber Habgier schadet nur.Überliefert
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Zufriedenheit bringt auch in der Armut Glück;
Unzufriedenheit ist Armut, auch im Glück.
Konfuzius
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Vom glücklichen Schuster
Es lebte vor vielen Jahren einmal ein Schuster, der saß auf seinem Dreifuß, zog lustig seinen Pechdraht und pfiff und sang dazu. Da kam in Verkleidung der König an seinem Hause vorbei, sah den fröhlichen Mann, setzte sich zu ihm hin und sprach: „Gott grüß Euch, Schustermeister!"
„Schönen Dank, Herr Wandersmann!", sprach der Schuster, denn er erkannte den König nicht.
„Ihr scheint mir ein recht glücklicher Mann zu sein", fuhr der König fort.
Der Schuster entgegnete: „Ei, was sollte mir auch fehlen? Gestern habe ich ein Paar Stiefel verkauft und von dem Gelde neues Leder und frisches Brot mitgebracht, und morgen sind die Stiefel wieder fertig, und da hab' ich wieder Verdienst. Ist das kein glückliches Leben?“
„Doch“, sagte der König. „Aber hört einmal! Ich muss heute noch fort von hier und hätte doch gern etwas, von Eurer Hand gemacht: Wollt Ihr mir den einen fertigen Schuh verkaufen? Ich will Euch so viel dafür geben, dass Ihr Leder für zweieinhalb Paar kaufen könnt. Seid Ihr damit für's erste zufrieden?“
"Ja, warum nicht?“, sprach der Schuster. „Ich bin Euch viel Dank schuldig. Aber was wollt Ihr mit dem einen Schuh? Es ist ein gar wunderlicher Einfall von Euch.“
"Darum kümmert Euch nicht!", entgegnete der König, nahm den Schuh, gab dem Schuster das Geld und ging seines Weges weiter.Drei Wochen später kam der König, wieder verkleidet, desselben Weges, um zu sehen, was der Schuster mache. Aber in dem Schusterhäuschen war es so still, so still wie in einem Mauseloch. Das verwunderte den König sehr, er trat hinein und fragte den Schuster, warum er nicht mehr singe.
„Ei", sprach der Schuster, „ich habe das Geld daliegen, was mir übrigblieb und was ich durch Euch gewann, und sehe nun, dass meine Kinder keine rechten Kleider haben, und ich möchte sie ihnen doch so gerne kaufen. Aber ich habe nicht genug, und liegt das Geld so da, wie leicht könnte es mir gestohlen werden!"
„Wenn das Eure ganze Sorge ist", sprach der König, „dann will ich Euch schon helfen", und er gab dem Schuster Geld, um Kleider für die Kinder zu kaufen, wünschte ihm einen guten Tag und ging zufrieden seines Weges weiter.Nach drei Wochen kam der König abermals in die Nähe des Schusterhäusleins und freute sich schon, den Schuster nun recht lustig wieder singen zu hören; aber es war noch stiller in dem Häuslein als vorher. Erstaunt trat der König hinein zu dem Mann und fragte, was denn nun noch fehle, er singe ja gar nicht mehr.
"Ja, das dank Euch der Gottseibeiuns!“, fuhr der Schuster auf. "Euer dummes Geld hättet Ihr nur behalten sollen, das hat mir nur dumme Gedanken in den Kopf gesetzt!“ Und damit griff er unter das Kopfkissen von seinem Bett und nahm das Geld und warf es dem König vor die Füße, so dass der König böse wurde und wegging.Am anderen Morgen dachte der König, er müsse doch einmal zusehen, ob der Schuster nun glücklicher wäre und stieg aus dem Schloss nieder. Aber er war noch einen guten halben Kirchweg von dem Häuschen entfernt, da hörte er den Schuster schon singen und jauchzen: "Juchhei, juchheisa, juchhei!“
Da dachte der König: Ach, was wäre es für ein gutes Leben auf der Welt, wenn alle Menschen so genügsam wären wie der Schustermeister!Wolf Brunner
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Zum Frühlingsanfang ein Gedicht von Hugo von Hofmannsthal
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Vorfrühling |
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Es läuft der Frühlingswind
durch kahle Alleen,
seltsame Dinge sind
in seinem Weh'n.
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Er hat sich gewiegt, Er schüttelte nieder Lippen im Lachen Er glitt durch die Flöte,
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Er flog mit Schweigen Es läuft der
Frühlingswind Durch die glatten Und den Duft, |
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Frühlings Ankunft

Alle Vögel sind schon da,
alle Vögel, alle!
Welch ein Singen, Musizier'n,
Pfeifen, Zwitschern, Tirelier'n,
Frühling will nun einmarschier'n,
kommt mit Sang und Schalle.
Wie sie alle lustig sind,
flink und froh sich regen!
Amsel, Drossel, Fink und Star,
und die ganze Vogelschar
wünschet uns ein frohes Jahr,
lauter Heil und Segen.
Was sie uns verkündet nun,
nehmen wir zu Herzen:
Wir auch wollen lustig sein,
lustig wie die Vögelein,
hier und dort, feldaus, feldein
singen, springen, scherzen!
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Der Star in der Tasche
Der alte Jäger Moritz hatte in seiner Stube einen abgerichteten Star, der einige Worte sprechen konnte. Wenn zum Beispiel der Jäger rief: „Stärlein, wo bist du?“, so schrie der Star allemal: „Da bin ich!“
Des Nachbars kleiner Karl hatte an dem Vogel eine ganz besondere Freude und machte ihm öfters einen Besuch. Als Karl wieder einmal hinkam, war der Jäger eben nicht in der Stube. Karl fing geschwind den Vogel, steckte ihn in die Tasche und wollte damit fort schleichen.
Allein in eben dem Augenblicke kam der Jäger zur Türe herein. Er wollte dem Knaben eine Freude machen und rief wie gewöhnlich: „Stärlein, wo bist du?“ – und der Vogel in der Tasche des Knaben schrie, so laut er konnte: „Da bin ich!“Christof von Schmid
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Die Sperlinge


Altes Haus mit deinen Löchern,
geiziger Bauer, nun ade!
Sonne scheint, von allen Dächern
tröpfelt lustig schon der Schnee,
draußen auf dem Zaune munter
wetzen unsere Schnäbel wir,
durch die Hecken rauf und runter,
in dem Baume vor der Tür
tummeln wir in hellen Haufen
uns mit großem Kriegsgeschrei,
um die Liebste uns zu raufen,
denn der Winter ist vorbei!
Joseph von Eichendorff
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Was die Spatzen sagen
Mitten auf der Straße sitzen drei graue Spatzen. Die zanken sich und schreien fast lauter als die Gassenbuben. Was mögen sie nur haben? Jetzt seh ich’s. Ein kleines Schulmädel hat ein Stück von seinem Butterbrot verloren. Nun sitzen die drei drum rum und jeder zieht an einer anderen Seite.
„Gib! Gib! Gib!“, ruft der eine,
„Dieb! Dieb! Dieb!“, schreit der andere,
„Mir! Mir! Mir!“, sagt der dritte.Auf einmal lassen sie los und hacken sich und beißen sich. Ein anderer Spatz sitzt auf der Dachrinne und hört das Geschrei. Hui! Hui! Hui!, sagt er für sich hin. Dann fliegt er herab auf die Straße, erwischt das Stücklein Brot und trägt es schnell fort.
Dort oben guckt er herunter und schreit ganz frech: „Ätsch! Ätsch! Ätsch!“Fr. Dörffel
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Frühlingsglöckchen
Zehn Meisen sitzen auf einem Zweig,
kopfüber, kopfunter, das ist ihnen gleich.
Sie rupfen sich, sie reißen sich,
sie zupfen sich, sie beißen sich.
Sie bürsten sich ihr Röckchen
und rufen hell wie Glöckchen:
„Frühling! Frühling! Frühling!“
Franz Joseph Koch
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Es naht der Gründonnerstag und da war es bei uns daheim immer Tradition etwas "Grünes" zu essen. Entweder gab oder gibt es Spinat mit Spiegeleiern und Salzkartoffeln oder Maultaschen, eines der typischen schwäbischen Gerichte. Auch hier kam Spinat dazu, damit die Füllung die typische grünliche Farbe erhält.
Der Spinat
Er kann in losen Blättern oder mit Wurzel angeboten werden. Der Unterschied hängt vom Erntevorgang ab. Blattspinat wird von Hand gepflückt. Wurzelspinat maschinell geerntet. Tiefgefrorener Spinat enthält umso mehr Vitamine, je weniger er verarbeitet wurde. Daher sollte man Blattspinat dem zerkleinerten Rahmspinat vorziehen.
Vor dem Zubereiten sollte frischer Spinat immer gründlich in viel Wasser gewaschen werden, um den natürlichen Nitratgehalt zu reduzieren. Auch sollte man die Stiele abtrennen und die Rippen entfernen. Freilandspinat und ökologisch angebauter Spinat enthält in der Regel weniger Nitrat. Da Vitamin C verhindert, dass das Nitrat im Körper in krebserregende Nitrosamine umgewandelt wird, sollte Spinat mit Zitronensaft gewürzt werden, das gilt vor allem, wenn er als Salat zubereitet wird. Den gleichen Zweck erfüllt die Beigabe von filetierten Orangenscheiben zum Spinatsalat.
Spinat eignet sich gut, um Risotto, Pasta und Wok-Gerichten eine besondere Note zu geben. Sein frisches Aroma bleibt am besten erhalten, wenn er tropfnass als letzte Zutat zugegeben wird. Püriert färbt er Nudelteig oder Pfannenkuchen grün. Wer es süß mag, macht es wie die alten Römer und mischt Rosinen, etwas Knoblauch und geröstete Pinienkerne unter das gedünstete Gemüse – schmeckt auch als Pizza-Belag.
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Gleich und Gleich
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Ein Blumenglöckchen Da kam ein Bienchen |
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Johann Wolfgang von Goethe
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Gräfin Maultasch
Margarete von Tirol, sie wurde auch Gräfin Maultasch genannt.
Das lässt Schwaben aufhorchen. Maultaschen in der Brühe, mit Kartoffelsalat, geschmelzt …
Vermutlich ging der Name von Margaretes Lieblingsburg auf die Besitzerin über – Burg Neuhaus über Terlan, einem Weinort im Etschtal. Die Burg liegt über einer Zollstation namens „mala tasca“, was italienisch ist und wörtlich übersetzt „schlechte Tasche“ bedeutet.
Aus lauter Kauderwelsch wurde daraus dann Maultasch.Diese Version der Gräfin Maultasch ist aber ungesichert. Eine andere Theorie besagt, Maultasch sei ein Schimpfwort, das Hure bedeutet. Eine andere, es sei eine Anspielung auf Margaretes außergewöhnlich großen Mund. Das widerspricht jedoch den Überlieferungen, dass Margarete eine sehr schöne Frau gewesen sein soll.
Auf jeden Fall wurde die 1318 geborene Margarete, Gräfin von Tirol, als Zwölfjährige mit einem vier Jahre jüngeren Luxemburger verheiratet. 1341 der Skandal in Europa: Margarete soll ihren Mann nicht mehr ins Schloss hereingelassen haben. Ein Jahr später heiratete sie, ohne dass der Papst ihre Scheidung anerkannt hätte, in Anwesenheit des Kaisers, dessen 1315 geborenen Sohn Ludwig. Als dann Mann und Sohn starben, vererbte Margarete ihr Land den Habsburgern.
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Gar lieblich dringen aus der Küche,
bis an das Herz die Wohlgerüche.
Hier kann die Zunge fein und scharf
sich nützlich machen und sie darf!
Hier bereitet man die Zaubermittel
in Töpfen, Pfannen oder Kesseln,
um ewig den Gemahl zu fesseln,
von hier aus herrscht
mit schlauem Sinn
die Haus- und Herzenskönigin.
Wilhelm Busch
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Maultaschen
Als junge Frau war das immer bereits am Mittwoch oder erst am Gründonnerstag eine fast Tages füllende Beschäftigung. Anfangs machte ich auch den Teig selbst, der dann ruhen musste und im Schlafzimmer auf Tüchern herumlag.
Später gab es fertigen Teig beim Bäcker und ich machte mir diese Mühe nicht mehr.
Auch die Füllung durfte verschieden sein, so verwendete ich was man eben so hatte und wie der Geldbeutel es zuließ. Deshalb habe ich unten bei den Zutaten vor allem beim Fleisch verschiedene Möglichkeiten aufgeschrieben.Nun, da die Kinder aus dem Haus sind, kaufen wir die Maultaschen fertig und bereiten sie schmackhaft zu, je nach Lust und Laune. Sie sehen genauso lecker aus wie die selbst gemachten.
Für die Füllung Fleisch in Form von Bratwurstbrät und Hackfleisch.
Man kann auch Speck und kleine Würfelchen von gerauchter Schinkenwurst nehmen.Kleine Zwiebelstücken anbraten, ebenso die Speckwürfel und ein wenig Petersilie.
Brötchen grob gewürfelt in Milch einweichen.
Den Spinat auftauen lassen und mit den Fleischzutaten, den ausgedrückten Brötchen und Eiern gut mischen. Dann mit Salz und Pfeffer sowie etwas Muskat abschmecken.
Dann nimmt man den Teig und bestreicht die Hälfte mit der Füllung. Anschließend legt man die leere Teighälfte darüber, drückt sie leicht an – damit die Luft darunter entweicht – und drückt dann die Ränder zusammen. Nun drückt man mit einem dicken Porzellanteller verschobene Vierecke ab, schneidet diese den Vertiefungen nach durch, gibt sie in kochendes Salzwasser oder Fleischbrühe und lässt sie ungefähr 10 Minuten oder eine Viertelstunde langsam, anfänglich zugedeckt, dann offen kochen bzw. ziehen.
Man kann die Maultaschen mit Brühe anrichten oder schmälzt sie mit in Butter gerösteten Zwiebelringen oder Weckbröseln.
Bei der Mahlzeit im Schwäbischen ist es üblich, zuerst einen Teil der Maultaschen mit der Kochbrühe zusammen als Suppe, die übrigen ohne Brühe mit gemischtem Salat auch gerne Kartoffelsalat zu essen.
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