Mai 2006

Blumenmonat

Der Mai ist gekommen ... die Luft wird lau,
Blümelein blühen in Wald, Wies und Au.
Die Bäume tragen ihr Hochzeitskleid,
sind für einen Neubeginn bereit.
Sonnenstrahlen wärmen,
Insekten schwärmen,
wie ist es auf der Welt doch schön,
man braucht nur Augen, um zu sehn!

bitte die Tage aus dem Kalender wählen

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Maifeiertag . 1 2 3 4 5 6

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1. Mai

Lostag: Regnet's am ersten Maientag, viel Früchte man erwarten mag.

Maiglöckchen und die Blümelein
Maiglöckchen läutet in dem Tal,
das klingt so hell und fein,
so kommt zum Reigen allzumal,
ihr lieben Blümelein!

Die Blümchen, blau und gelb und weiß
Sie kommen all herbei,
Vergißmeinnicht und Ehrenpreis
und Veilchen sind dabei.
Maiglöckchen spielt zum Tanz im Nu
und alle tanzen dann.

Der Mond sieht ihnen freundlich zu,
hat seine Freude dran.
Den Junker Reif verdroß das sehr,
Er kommt ins Tal hinein;
Maiglöckchen spielt zum Tanz nicht mehr.

Fort sind die Blümelein.
Doch kaum der Reif das Tal verläßt,
da rufet wieder schnell
Maiglöckchen auf zum Frühlingsfest
und leuchtet doppelt hell.

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

2. Mai

Wetterregel: Der Mai kommt gezogen, wie der November verflogen.

Indianische Meditation

Neues Leben entsteht nur, wenn wir uns von dem alten lösen.
Es muss einen Ort geben für das, was wir wollen oder brauchen. Wenn kein solcher Ort da ist, bahnen sich die neuen Umstände an und gehen vorbei - und wir bleiben mit den Dingen zurück, die wir immer hatten.
Wenn wir glauben, wir könnten es nicht ertragen, eine alte Lebensweise aufzugeben, sind wir nicht bereit, etwas Neues anzunehmen.
Statt dessen können wir eine persönliche Entscheidung treffen, eine feste Verpflichtung eingehen, das Zurückliegende zu vergessen und das Zukünftige energisch anzustreben.
Unsere geistige und seelische Haltung machen Platz für neues Leben, wenn wir sie mit unseren Worten in Bewegung setzen.
Nichts wird von uns Besitz ergreifen - nicht Liebe, nicht Glück, nicht Friede noch Freude - ehe wir nicht einen Platz für sie bereitstellen und sie bitten, hereinzukommen.
Die Hoffnung allein tut es nicht, aber eine feste Entscheidung macht den Weg frei.

3. Mai

Lostag: Auf Philippi und Jakobi Regen, folget sicherer Erntesegen.

Als ich der Mutter meinen Kummer klagte,
ich höre noch, was sie dem Kinde sagte
mit einem Lächeln, wie ich`s nie gesehn -
"Sei still, es wird vorübergehn."

So hielt ich still. Und manches ging vorüber.
Denn alles geht vorüber mit der Zeit.
Das große Glück. Das Frösteln und das Fieber.
Selbst ein Novembertag, ein noch so trüber.
Beständig bleibt nur: Unbeständigkeit.

Als dann der große Zweifel an mir nagte,
Ich wusste schon, dass man es keinem klagte
und dass sogar die Freunde missverstehn -
So oft ich damals an mir selbst verzagte,
War es die leise Stimme, die mir sagte:
Sei still, es wird vorübergehn.

Was ist nicht alles schon dahingegangen
wie Schneegestöber und wie Windeswehn....
und dennoch hab ich jetzt erst angefangen,
den Dingen langsam auf den Grund zu gehn.
Wer nichts begehrt, der ist nicht zu berauben,
Gespenster sind nur dort, wo wir sie glauben.
Ich habe lange, lange nicht geklagt.
Nichts tut das Leid dem, der "es tut nichts" sagt.
Sei der du bist. Mag kommen, was da will.
Es geht an Dir vorüber, bist du still.

Mascha Kaleko,

4. Mai

Insekt des Jahres 2006: Augenmerk wird auf Marienkäfer gelenkt

Ehrung für populären Glücksbringer

Als Glücksbringer erfreut sich der Siebenpunkt-Marienkäfer großer Beliebtheit. Das Kuratorium "Insekt des Jahres" hat nun entschieden, den populären Krabbler zum Insekt des Jahres zu küren. Die Proklamation erfolgt zum zweiten Mal gemeinsam mit der Österreichischen Entomologischen Gesellschaft.

Die Zahl Sieben, in diesem Fall die Anzahl schwarzer Punkte auf den roten Flügeldecken des Käfers, galt schon seit je her als Glückszahl und mystische Zahl, vereint sie doch in sich die irdische Vier (vier Elemente) und die göttliche Dreizahl. Marienkäfer sollen Kinder beschützen und Kranke heilen. Sie galten etwa als geheiligte Tiere der Freya, der germanischen Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit. Bereits eine etwa 20 000 Jahre alte Schnitzerei aus Mammutelfenbein zeigt einen Marienkäfer. Auch heute finden sich Marienkäfer-Motive in Hülle und Fülle im Handel als Lampenschirme, Kuschel-, Schoko-, Glastiere oder Schlüsselanhänger.

Fakt ist, dass beim Anblick der Käfer mit den wunderbaren roten Flügeldecken und den sieben Glückspunkten weder von Kindern noch von Erwachsenen "Igitt"-Ausrufe zu hören sind.
Glück für den Käfer!
Und er hat noch mehr Glück: Vögel verschmähen das bitter schmeckende Tier und werden durch seine rote Warnfarbe abgeschreckt. Die Menschen stufen ihn als Nützling ein, da die Larven und die Käfer große Mengen an Blattläusen vertilgen. Für die Bauern im Mittelalter waren sie ein Geschenk der heiligen Maria; daher der Name.
Langzeituntersuchungen zeigen, dass die Käfer im Getreidefeld auf jeden Fall gefördert werden sollen. Der Siebenpunkt gehört zur großen Familie der Marienkäfer. Weltweit kennt man etwa 5 500 Arten vor allem in den Tropen und Subtropen. In Deutschland wurden bisher 80 Arten nachgewiesen.
"Alle kennen ihn, und doch gibt es immer noch viele irrige Vorstellungen", sagt Professor Dr. Holger Dathe, Leiter des Deutschen Entomologischen Instituts und Vorsitzender des Kuratoriums.
"Weit verbreitet ist, dass die Zahl der Punkte etwas mit dem Alter des Käfers zu tun hätte.
Die Zahl der Punkte ist aber sein ganzes, maximal einjähriges Leben1ang gleich.
Nur deren Größe nimmt von West nach Ost zu."
Ein Verwandter aus Ostasien hat vor fünf Jahren Schlagzeilen geschrieben, Massen des Asiatischen Marienkäfers waren in Städten wie Hamburg an Häuserwänden gefunden worden, wo sie überwintern wollten. Noch ist völlig offen, wie die heimischen Marienkäferarten auf den fremden Artgenossen reagieren. Übrigens kann auch unser Siebenpunkt in Massen auftreten. An einem fünf Kilometer langen Ostseestrand wurde ein Schwarm von mehr als 25 Millionen Käfern beobachtet. Zu viel Glück kann auch zur Last werden.

5. Mai

Lostag: Wie Christus in den Himmel fährt, zehn Sonntag so das Wetter währt.

Herrgottschäfel

Herrgottschäfel kleines,
liebes, buntes, feines,
meinen Finger auf und ab
machst du leise kribbelkrabb.
Käferlein, wie bist du schön
und gar lustig anzusehn!
Wie ein Feuerfünkchen
mit sechs schwarzen Pünktchen.
Ei, du hebst die Flügel nun,
willst nicht länger bei mir ruhn.
Flieg zu deinem Mütterlein,
Herrgottschäfel, grüß es fein!

Reinhold Braun

6. Mai

Bauernregel: Den Bohnen, dem Weinstock und Mais, wird es niemals zu heiß.

Marienkäferchen

Am Rande des Ährenfeldes setzen sich Mädchen nieder und wickeln Kränze. Da, in einer leuchtend blauen Kornblumenkrone, liegt weich im Grunde eine rote Perle mit sieben schwarzen Pünktchen: ein niedliches Marienwürmchen.
Lottchen nimmt den Käfer in die hohle Hand und hat ihre stille Freude dran. Aber der ist ein Schlaumeier. Er kugelt sich auf den Rücken, zieht die Beine dicht an den Leib und stellt sich tot. Lottchen bläst und haucht ihn an, damit er wieder zum Bewusstsein kommt. Und richtig, der Scheintote regt plötzlich die Beine, wirft sich auf den Bauch und breitet die Flügeldecken aus.

Lottchen singt:

Marienwürmchen,
setze dich auf meine Hand, auf meine Hand,
ich tu dir nichts zuleide.
Es soll dir nichts zuleid geschehn,
will nur deine bunten Flügel sehn,
bunte Flügel meine Freude.

Und alle kleinen Mädchen stecken dicht die Köpfe zusammen, im Haar die blauen Blumen, und schauen mit großen Augen das rote Käferlein wie ein Wunderding an.

Und alle singen:

Marienwürmchen,
fliege hin zu Nachbars Kind, zu Nachbars Kind,
sie tun dir nichts zuleide.
Es soll dir kein Leid geschehn,
sie wollen deine bunten Flügel sehn,
und grüß sie alle beide.

Und siehe, nun hebt er auch die dünnen Unterflügel und segelt los. Die Mädchen sehen ihm nach, bis er wieder zu seiner geliebten blauen Blume heimkehrt und sich dort wie in ein weiches Bettchen niederlässt.
Die Mädchen aber wickeln weiter an ihren Kränzen.

Paul Maede - aus meinem alten Lesebuch von 1945

7. Mai

Lostag: Wenn sich naht St. Stanislaus, sollen die Kartoffeln raus.

Neues auf der HP: Eine Geschichte am Ende der Übersicht

Das Wasser  

Vom Himmel fällt der Regen,
und macht die Erde nass,
die Steine auf den Wegen,
die Blumen und das Gras.
 
Die Sonne macht die Runde
in altgewohntem Lauf
und saugt mit ihrem Munde
das Wasser wieder auf.
 
Das Wasser steigt zum Himmel
und wallt dort hin und her,
da gibt es ein Gewimmel
von Wolken grau und schwer.

Die Wolken werden nasser
und brechen auseinander
und wieder fällt das Wasser
als Regen auf das Land.
 
Der Regen fällt ins Freie
und wieder saugt das Licht.
Die Wolke wächst aufs neue,
bis dass sie wieder bricht.
 
So geht des Wassers Weise:
es fällt, es steigt, es sinkt
in ewig gleichem Kreise
und alles alles trinkt.

James Krüss
 

8. Mai

Bauernregel: Der Mai bringt Blumen dem Gesichte, aber dem Magen keine Früchte.

Kakao

Schon die indianischen Hochkulturen in Mittelamerika haben Kakao mit befremdlichen Zutaten gemischt, vor allem mit scharfen Gewürzen wie Chili. Die ersten, die nachweislich Kakao verzehrten, waren vor 3500 Jahren die Olmeken. Ihre Kultur ist kaum erforscht, aber man weiß, dass das Wort „cacao“ aus ihrer Sprache kommt und von den weit bekannteren Kulturen, die auf die Olmeken folgten, benutzt wurde: den Maya und den Mexika, wie die Azteken sich selbst nannten.
Bei denen entstand ein wahrer Kult um die Kakao-Bohne. Es gab einen Schokoladen-Gott, und nur dem Kaiser der Mexika, dem Adel und den Priestern sowie den Kriegern war es erlaubt, heißen Kakao zu trinken. Kakao wurde übrigens bis 1879 ausschließlich getrunken.
Erst dann gelang es der Schweizer Firma Lindt, mit Hilfe des Conchier-Verfahrens, Tafelschokolade herzustellen.

Die Krieger bekamen ihre tägliche Ration, weil Kakao mit einem Fettanteil von über 50 Prozent der hochwertigen Kakaobutter ausgesprochen nährreich ist. Umsonst bekamen sie die begehrte Frucht allerdings nicht: Man weiß, dass die Mexika Kriege ausschließlich zu dem Zweck führten, um Anbaugebiete des Kakao unter ihre Kontrolle zu bekommen. Die lange haltbaren, getrockneten Bohnen waren außerdem das Zahlungsmittel in ihrem Reich – ein Truthahn zum Beispiel kostete 200 Bohnen, für eine Bohne gab es eine Tomate. Es kursierten sogar gefälschte Kakaobohnen: Den billigen Sorten wurde künstlich die Farbe von hochwertigen Bohnen gegeben.

Auch heute kommt es für den Schokoladenkenner noch auf die Bohne an.
80 Prozent der Welternte macht die bitterste, aber robusteste Bohne aus, die vor allem in Afrika, in Ländern wie Ghana und der Elfenbeinküste – dort zum Teil mit Sklavenarbeit – geerntet wird.
Nur 3 Prozent macht die feinste und begehrteste Sorte aus, es ist die Ur-Kakao-Bohne, die am säureärmsten ist, aber auch anfällig für Krankheiten. Angebaut wird sie in den südamerikanischen Ländern, wie Venezuela.
Dann gibt es noch eine Kreuzung, sie verbindet die positiven Eigenschaften der beiden anderen.
Je milder die Bohne, desto hochprozentiger die Schokoladen.

9. Mai

Bauernregel: Viele Gewitter im Mai, machen gedeihlich das Heu.

Ideal Figur

Zur Zeit wird heftig diskutiert,
ob "Frau" ihre "Problemzonen" operiert.
Die einen meinen - se sen z'dick,
de Andere - ein größerer Busa wär ihr Glück.
Fett absauga - Schmollmund schpritza,
unter Folie d'Orangenhaut wegschwitza,
Busa schtraffa - Falten lifta,
biologisch ernährt - "vergifta".
Wer sichs leisten kann goht vier Wocha uf d' "Runzelränch",
kommt bettelarm zurück - als neuer Mensch.

Bloß - wer- diktiert- was ist "ideal",
"guat baut" - oder "Twiggy schmal".
Wie kann sich denn ein Mann getrauen
so z'urteila über uns Fraua?
Seid doch objetiv - und gucket Euch um,
wie laufet denn de meischte Männer rum?
- Mit dicke Bäuch ond krumme Füß,
em G'sicht - o'gepflegtes G'müs,
ausbeulte Hosen - d'Absätz kromm gloffa,
einige auch sternhagel bsoffa!

Mancher - jetzt noch "junge dynamische Männer"
setzt irgendwann au - ein Rettungsring an,
kommt in d'Mittleifkreisis und somit in d'Jahr,
kriegt selber Falten - wird grau und verliert Hoor!
Im Grund genommen - nemmt au sei Kraft ein mal ab,
wird müd und grätig - ond em Bett schlapp.

Liebe " Mitfrauen " - ich geb euch einen Rat:
" Standet zu Euch selber - sonst ist alles zu spat !!
Ich brauch kein Mann - der mir s'Idealbild diktiert,
es hat lang braucht, aber ich - für mich - han's kapiert.
Ich hab keine Angst vor meinem Spiegelbild,
werd net bei jedem Fältle wild,
i schtand zu meine graue Haar,
verschweig au net meine Lebensjahr.
Sag mir - wie ich bin - so ischts richtig,
wer anderscht denkt - - der ischt net wichtig.

???

10. Mai

Die Wahrheit über Schokolade

Schokolade wird aus der Bohne der Kakao Pflanze hergestellt ...

Bohnen sind Gemüse

Zucker wird aus der Zuckerrübe gewonnen
Zucker ist also ein Gemüse

 

Deshalb ist Schokolade ein Gemüse

Lasst uns dies weiterspinnen:
Schoko-Riegel enthalten Milch
Deshalb sind Schoko-Riegel
gesund
 

Rosinen, Kirschen, Orangen und Erdbeeren in Schokolade ...

gehören zu der Früchte-Familie, also, iss so viel wie du willst

Schokolade ist gut gegen Stress

Überlege mal :
"STRESSED“ rückwärts gelesen bedeutet:
"DESSERTS"

Wenn du diese Botschaft allen Schokoladenliebhabern mitteilst, wirst du 5 Kilo verlieren.
Wenn du es für dich behältst, wirst du 10 Kilos zunehmen.
Ich wollte das Risiko nicht eingehen und veröffentliche deshalb mein Wissen,
das ich per Mail geschickt bekam.

 

11. Mai

Lostag: Der Heilige Mammerz, hat aus Eis ein Herz.

Ganz pünktlich kommen die Eisheiligen nie, sie kommen irgendwann zwischen dem 9. und 17. Mai.

Das Wiesenschaumkraut ist die Blume des Jahres 2006

Nicht nur der Aurorafalter freut sich ...

Von. April bis Juni verwandelt es Feuchhwiesen in ein Meer aus weißen und rosafarbenen Blüten. Jetzt wurde das Wiesenschaumkraut von der Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen zur Blume des Jahres 2006 ernannt. Obwohl die Feuchtwiesenart bundesweit verbreitet ist, will die Stiftung mit der Wahl auf die schleichende Gefährdung des Wiesenschaumkrauts durch Entwässerungsmaßnahmen aufmerksam machen. So wurde beispielsweise in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg- Vorpommern nach Angaben der Stiftung ein erheblicher Bestandsrückgang verzeichnet und die Art in die Rote Liste als gefährdet eingestuft.

Das Wiesenschaumkraut gehört zu den Kreuzblütlern und wächst auf nährstoffreichen Feuchtwiesen, in Flachmooren und feuchten, lichten Wäldern. Von April bis Juni entwickelt die Pflanze unzählige, kleine weiße und rosafarbene Blüten und ist wunderbar anzusehen. Im Volksmund kennt man sie auch unter den Namen Muttertagsblume. Die Blüten des Wiesenschaumkrautes sind sehr nektarreich und werden durch zahlreiche Insekten wie zum Beispiel den Aurora-Falter angeflogen, da dessen Raupen sich gern von dem Pflanzensaft des Schaumkrautes ernähren. Das Tagfalter-Männchen ist unverwechselbar an seinen orangen Flügelspitzen zu erkennen. Die Pflanzensamen befinden sich in einer Schote, welche bei Reife aufspringt. Wenn die grundständigen Blätter des Wiesenschaumkrautes feuchten Boden berühren, dann passiert es oft, dass sich an den Ansatzstellen der Fiederblättchen wurzelnde Brutknospen bilden, die zu selbständigen Pflanzen heranwachsen.
Wiesenschaumkraut ist mit der Brunnenkresse verwandt und ebenso wie diese essbar. Es hat einen leicht scharfen, würzigen und bitteren Geschmack. Die jungen Blätter lassen sich zu Salat verarbeiten, klein gehackt würzt die Pflanze Frischkäse und Quark mit leicht scharfem und kresseartigem Geschmack. Auch als Hausmittel findet die Pflanze Anwendung: Wiesenschaumkraut-Tee gilt. unter anderem als Heilmittel gegen Rheuma. Außerdem wird ihm eine belebende Wirkung nachgesagt und enthält Senfölglykoside, Bitterstoffe und Vitamin C. Sammelzeit ist im April.

12. Mai

Lostage: Mamertus (gestern), Pankratius (heute) und Servatius (morgen), bringen oft Kälte und Verdruss.

Böse Buben sind die drei, wenn sie uns besuchen im Mai - Lege dir um diese Zeit, Deckmaterial bereit.

So sei gegrüßt viel tausendmal,
holder, holder Frühling!
Willkommen hier in unserm Tal,
holder, holder Frühling!
Holder Frühling, überall
grüßen wir dich froh mit Sang und Schall,
mit Sang und Schall.

Du kommst, und froh ist alle Welt,
holder, holder Frühling!
Es freut sich Wiese, Wald und Feld,
holder, holder Frühling!
Jubel tönt dir überall,
dich begrüßet Lerch und Nachtigall,
und Nachtigall.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1798 - 1874

13. Mai

Lostag: Wenn Luziä die Ganz geht im Dreck, so geht sie am Christtag auf Eis.

Kleine Engel

Es war einmal ein Kind das bereit war zur Welt zu kommen.
Eines Tages fragte das Kind Gott: "Mir wurde gesagt, dass Du mich
morgen auf die Erde schicken würdest, aber wie kann ich dort leben, so
klein und hilflos wie ich bin?"
Gott antwortete,
"Unter den vielen Engeln habe ich einen für Dich ausgewählt.
Er wird auf Dich warten und auf Dich aufpassen."
"Aber", sagte das Kind, "hier im Himmel tue ich nichts anderes als singen
und lachen, das ist was ich brauche um glücklich zu sein!"
Gott sagte,
"Dein Engel wird jeden Tag für Dich singen.
Und Du wirst die Liebe Deines Engels fühlen und glücklich sein."
"Und", sagte das Kind, „wie wird es möglich sein die Leute zu verstehen
wenn sie mit mir reden, wenn ich die Sprache nicht kenne, die sie
sprechen?"
"Das ist leicht", sagte Gott.
"Dein Engel wird Dir die schönsten und herzigsten Wörter sagen, die Du je
hören wirst, und mit viel Geduld und Sorge, wird Dein Engel Dich das
Sprechen lehren."
Zu Gott aufschauend sagte das Kind:
"Und was mache ich wenn ich mit Dir sprechen will?"
Das Kind anlächelnd sagte Gott:
"Dein Engel wird Dir Deine Hände falten und dich beten lehren."
Das Kind sagte: "Ich habe gehört, dass es auf der Erde böse Menschen
gibt. Wer wird mich schützen?"
Gott legte seinen Arm um das Kind und sagte:
"Dein Engel wird Dich verteidigen – selbst wenn er sein Leben riskieren
muss!"
Das Kind schaute betrübt und sagte: "Aber ich werde immer traurig sein,
weil ich Dich nicht mehr sehen werde."
Gott umarmte das Kind
"Dein Engel wird immer mit Dir über mich sprechen, und er wird Dir den
Weg zurück zu mir zeigen, obwohl ich immer in Deiner Nähe sein werde."
In diesem Moment war viel Friede im Himmel, aber Stimmen von der Erde
konnten schon gehört werden.
In Eile fragte das Kind mit weicher Stimme:
"Oh Gott, ich gehe jetzt gleich weg, sage mir bitte den Namen meines
Engels!"
Gott antwortete,
Der Name Deines Engels ist nicht wichtig, …nenne ihn einfach

"MAMA!"

14. Mai

Zum Muttertag
von Eva Rechlin

Wir wären nie gewaschen
und meistens nicht gekämmt,
die Strümpfe hätten Löcher
und schmutzig wär' das Hemd.

Wir gingen nie zur Schule,
wir blieben faul und dumm
und lägen voller Flöhe
im schwarzen Bett herum.

Wir äßen Fisch mit Honig
und Blumenkohl mit Zimt,
wenn du nicht täglich sorgtest,
dass alles klappt und stimmt.

Wir hätten nasse Füße
und Zähne schwarz wie Ruß
und bis zu beiden Ohren
die Haut voll Pflaumenmus.

Wir könnten auch nicht schlafen,
wenn du nicht noch mal kämst
und uns, bevor wir träumen,
in deine Arme nähmst.

Wer lehrte uns das Sprechen?
Wer pflegte uns gesund?
Wir krächzten wie die Krähen
und bellten wie ein Hund.

Wir hätten beim Verreisen
nur Lumpen im Gepäck.
wir könnten gar nicht laufen,
wir kröchen durch den Dreck.

Und trotzdem sind wir alle
auch manchmal eine Last,
doch was wärst Du ohne Kinder,
sei froh dass du uns hast

15. Mai

Lostag: Vor Nachtfrost bist du sicher nicht, bis dass die Sophie vorüber ist.

Der erste Maikäfer

Der große Kastanienbaum vor dem Hause ist mit seinen Blüten geschmückt wie ein Christbaum mit feinen Weihnachtskerzen. Drei Kinder kauern unter dem Baume und haben die Köpfe dicht zusammengesteckt. In der Hand des Knaben liegt ein Maikäfer auf dem
Rücken; er schläft und ist wie tot. Alle drei belauschen ihn mit neugierigen und glänzenden Augen.
„Er rührt sich!", sagt Kätzchen.
„Nun hauche ihn noch einmal an, Max!", ruft Liese.
„Jetzt regt er sich! Sieh, er bewegt ein Bein!"
Er streckt die Fühlhörner aus, das ist der Anfang, passt auf, jetzt macht er sich auf!", jubelt der Knabe und erwärmt noch einmal das schlafende Tierchen durch seinen warmen Atem.
Liese klatscht in die Hände: „Er ist aufgewacht! Er ist aufgewacht! Sieh, sieh!"
Mit allen Beinen zappelnd, sucht das Tier auf die Füße zu kommen; es gelingt ihm nach vieler Mühe.
„Lass ihn nicht wegfliegen, halt ihn, halt ihn!", rufen die beiden kleinen Mädchen.
Max deckt schnell die andere Hand auf den Käfer, aber vergeblich! Zwischen den kleinen Fingern durch drängt sich das Tier.
„Da ist er!", jubelt Kätzchen.
„O seht, was für große schwarze Augen er hat! Jetzt lass ihn, Max! Bitte, bitte!"
„Er zählt! Er zählt!", ruft Liese.
„Eins, zwei, drei – Maikäfer, flieg, dein Vater ist im Krieg!"
„Jetzt fängt er an zu fliegen!", ruft Max.
„Nein, noch nicht, aber gleich, seht, wie er mit dem Kopfe nicht und die Flügel hebt!"
„Wenn ihn nur kein Sperling fängt! Da – surr!"
Der Käfer breitet die Flügel aus und summt im Bogen hinauf in die Frühlingsluft, den Zweigen des Kastanienbaums zu. Da – ein Angstruf aus dem Munde der drei Kinder; Max greift nach einem Stein. Ein hungriger Spatz schießt unter dem Baum durch, ehe der Maikäfer
die schützenden Zweige erreicht hat, fasst ihn über den Lockenköpfchen der Kleinen und trägt
ihn blitzschnell mit sich fort.
„Bösewicht!", ruft der Knabe und wirft seinen Stein dem Räuber nach.
„Kirschendieb! Galgendieb" Ach, der arme Maikäfer!", klagt die kleine Liese, und traurig
singt Kätzchen: „Deine Mutter ist im Pommerland, Pommerland ist abgebrannt."

Wilhelm Raabe

16. Mai


Glücksgedicht

Um den Wert eines Jahres zu erfahren,
frage einen Studenten
der im Schlussexamen durchgefallen ist.

Um den Wert eines Monats zu erfahren,
frage eine Mutter,
die ein Kind zu früh auf die Welt gebracht hat.

Um den Wert einer Woche zu erfahren,
frage den Herausgeber einer Wochenzeitschrift.

Um den Wert einer Stunde zu erfahren,
frage die Verlobten,
die darauf warten, sich zu sehen.

Um den Wert einer Minute zu erfahren,
frage jemanden, der seinen Zug,
seinen Bus oder sein Flugzeug verpasst hat.

Um den Wert einer Sekunde zu erfahren,
frage jemanden,
der einen Unfall überlebt hat.

Um den Wert einer Millisekunde zu erfahren,
frage jemanden,
der bei den Olympischen Spielen eine Silbermedaille gewonnen hat.

Die Zeit wartet auf niemanden.
Sammle jeden Moment, der Dir bleibt, denn er ist wertvoll.

Teile ihn mit einem besonderen Menschen und er wird noch wertvoller.

Der Ursprung dieses Gedichts ist unbekannt, aber es bringt jedem Glück,
der es weitergibt.

Behalte es nicht.

Habe ich von einer lieben Freundin erhalten

17. Mai

Es war einmal eine Insel, auf der alle verschiedenen Gefühle lebten.
Das Glück, die Traurigkeit, das Wissen und all die anderen - die Liebe natürlich auch.

Eines Tages meldete das Schicksal den Gefühlen, dass die Insel untergehen wird.

So bereiteten sie ihre Schiffe und verließen die Insel.
Nur die Liebe wollte bis zum letzten Moment bleiben.
Als es fast zu spät war und die Insel unterging, rief sie um Hilfe.
Der Reichtum war in der Nähe mit einem Luxusschiff.

Die Liebe fragte ihn: "Reichtum, kannst du mir helfen?
„Nein, weil ich zuviel Geld und Gold auf meinem Schiff habe, so ist für dich kein Platz hier!"
Die Liebe fragte sodann den Hochmut um Hilfe, der auch mit seinem wunderschönen Boot vorbeifuhr.
"Ich kann dir nicht helfen, du bist ganz nass und könntest mein Schiff beschmutzen!"
Als die Traurigkeit nicht weit vorbeisegelte, fragte die Liebe: "Traurigkeit, lass mich mit dir gehen.“
„O, Liebe, ich bin so traurig, ich möchte besser alleine bleiben."
Das Glück ist auch weitergefahren. Es war so glücklich, dass es die Liebe nicht hörte....
Und plötzlich hörte die Liebe eine Stimme: "Komm, komm doch, ich nehme dich mit !"
Da war ein alter Mann, der gesprochen hatte. Die Liebe war so glücklich, so zufrieden, dass sie nicht nach seinem Namen gefragt hat. Als beide wieder festen Boden unter den Füßen hatten und gerettet waren, ging der Alte weg.

Die Liebe merkte, wie viel sie dem Alten schuldete, der aber war schon fort.
Sie fragte daraufhin das Wissen: "Wer hat mich gerettet, wer hat mir geholfen?"
"Das war die ZEIT" - antwortete das Wissen.
" Die Zeit? " fragte die Liebe, "aber warum hat mich die Zeit gerettet?"
Das Wissen lächelte weise und geheimnisvoll und antwortete ihr:
"WEIL NUR DIE ZEIT VERSTEHEN KANN, WIE WICHTIG DIE LIEBE IM LEBEN IST ..."

18. Mai

Achte gut auf diesen Tag,
Denn er ist das Leben
Das Leben allen Lebens.
In seinem kurzen Ablauf
Liegt alle Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins,
Die Wonne des Wachsens,
Die Größe der Tat,
Die Herrlichkeit der Kraft.
Denn das Gestern
ist nichts als ein Traum
Und das Morgen nur eine Vision.
Das Heute jedoch - recht gelebt
Macht jedes Gestern zu einem Traum voller Glück
Und jedes Morgen zu einer Vision voller Hoffnung.
Drum achte gut auf diesen Tag!

(Sanskrit)

19. Mai

Bauernregel: Ein rechter Mai fürwahr, das ist der Schlüssel zum ganzen Jahr.

Schenken:

Schenken ist ein Brückenschlag über den Abgrund deiner Einsamkeit – Antoine de Saint-Exupériy.

In der Bibel heißt es: Geben ist seliger als nehmen.

Schenken ist dreifache Mühe: Ausdenken, auswählen und die Mühe des Hingebens.


Für alle Völker ist das Schenken wichtig:

In China heißt es: Wenn der Schenkende kommt, öffnet sich ihm das Tor von selbst.
In England: Schenken und Geben macht viele Vettern.

Joachim Ringelnatz hat eine treffende Anleitung zum Schenken gegeben:
Schenke groß oder klein;
Aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten
die Gabe wiegen,
sei dein Gewissen rein.
Schenke herzlich und frei,
schenke dabei –
was in dir wohnt –
an Meinung, Geschmack und Humor,
so dass die eigene Freude zuvor
dich reichlich belohnt.
Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
dass dein Geschenk
du selber bist.

20. Mai

Neu auf der HP sind die Mai-Digi-Bilder

Die eigentlichen Geschenke des Lebens
werden zumeist in der Stille überreicht;

Freundschaft und Liebe,
Geburt und Tod,
Freude und Schmerz,
Blumen und Sonnenaufgänge
und das Schweigen
als eine tiefe Dimension des Verstehens!

Diese Worte bekam ich selbst einmal geschickt

21. Mai

Die Vorlieben der Sternzeichen

Gemini/Zwillinge
21.5.-21.6.
 
Element: Luft
Planet: Merkur
Stein: Mai - Emerald
Juni - Perle oder Mondstein
Pflanze: Maiglöckchen
Farbe: Violett
Charakter: wissbegierig, anpassungsfähig, verbal und praktisch begabt, liebenswürdig


So küsst der faszinierende Zwilling

Der Zwillinge-Kuss ist animierend und will den Partner zu mehr überreden. Das Luftzeichen mit den zwei Gesichtern versteckt seine Leidenschaft oft aus Bindungsängsten. Ähnlich verhält es es sich mit den Küssen des Zwillings. Sie sind fordernd und animierend; und trotz dieser Faszination weiß der Geküsste oft nicht, was der Zwilling eigentlich will.

Zwillinge-Männer küssen eher zart und bedächtig. Ihr Kuss hat etwas Anziehendes und Magnetisierendes an sich. Der Kuss eines Zwillings kann noch Tage später prickeln.

Mit Zwillinge-Frauen verhält es sich nicht anders, wobei die Kuss-Spiele der Zwillinge-Frau viel interessanter und aufreizender sind als die des Zwillinge-Mannes.

Gute Kusspartner sind: Wassermann, Löwe und Waage.
Weniger gute Kusspartner sind: Krebs, Steinbock und Jungfrau.

22. Mai

Eine Aufnahme vom Kloster Lorch

Der alte Brunnen

Lösch aus dein Licht und schlaf! Das immer wache
Geplätscher nur vom alten Brunnen tönt.
Wer aber Gast war unter meinem Dache,
hat sich stets bald an diesen Ton gewöhnt.

Zwar kann es einmal sein, wenn du schon mitten
im Träume bist, dass Unruh geht ums Haus.
Der Kies beim Brunnen knirscht von harten Tritten,
das helle Plätschern setzt auf einmal aus.

Und du erwachst, - dann musst du nicht erschrecken!
Die Sterne stehn vollzählig überm Land,
und nur ein Wandrer trat ans Marmorbecken,
der schöpft vom Brunnen mit der hohlen Hand.

Es geht gleich weiter, und es rauscht wie immer.
O freue dich, du bleibst nicht einsam hier.
Viel Wandrer gehen fern im Sternenschimmer,
und mancher noch ist auf dem Weg zu dir.

Hans Carossa

23. Mai

Magnolien

Es ist, als säßen tausend Vögel auf den Zweigen, wenn Magnolien ihre großen Blüten noch am fast kahlen Baum öffnen. Ende März oder Anfang April – oft auch erst im Mai - sprießen die ersten exotisch anmutenden weißen, rosafarbenen oder gelb getönten Kelche aus den filzigen Knospen und machen unmissverständlich klar, dass der Frühling Einzug in die Gärten hält.

Im alten China war die Magnolie ein Sinnbild für Reinheit und Süße, und allein dem Kaiser war es vorbehalten, den Baum an seine Günstlinge zu verschenken.

Seit dem späten 17. Jahrhundert bezaubern die anmutigen Gehölze auch die Europäer. Dabei kam die erste Magnolie nicht aus Asien zu uns, sondern über den Großen Teich, denn Wildformen der frühjahrsblühenden Schönheit kommen auch im atlantischen Nordamerika vor. Von dort brachte der Pflanzensammler John Banister im Jahr 1688 ein Exemplar von Magnolia virginiana nach England.

Etwa hundert Jahre später fanden die asiatischen Magnolienarten ihren Weg in europäische Gärten. Aber es war zuerst die Sorte Magnolia denudata.

Nach dem Fall der Kontinentalsperre, die alte Handelsbeziehungen mit Japan über zwei Jahrzehnte verhinderte, kamen weitere Magnolienarten nach Europa.
Sie mussten in Regionen mit mildem Klima kultiviert werden. Später fanden die frostharten Sorten ihren Weg und es wurden durch Kreuzungen winterharte HHybriden gezüchtet.

Ihren Namen erhielten die aufgrund der Blütenform auch Tulpenbaum genannten Magnolien nach Pierre Magnos, der Ende des 17. Jahrhunderts Direktor des Botanischen Gartens in Montpellier war.
Zu dieser Zeit wurden auch andere Zierpflanzen aus Asien und Nordamerika in Europa eingeführt. Mit den kunstvollen englischen Landschaftsgärten, der aristokratischen Leidenschaft für alles Exotische, breiteten sich Magnolien rasch über den ganzen Kontinent aus.

Viele wissen nicht, dass Vorläufer der Magnolie vor Urzeiten auch in Europa heimisch waren, bevor die Eiszeiten sie zum Rückzug zwangen und aussterben ließen.
Sie gehören in Wirklichkeit zu einer der ältesten Familien von Blütenpflanzen überhaupt. Schon vor mehr als hundert Millionen Jahren haben sich die Ahnen der Magnolien entwickelt, was kundige Botaniker an den zapfenförmigen, gurkenähnlichen Fruchtständen erkennen können, die in der Tat sehr urzeitlich wirken.

Alle Arten der Magnolien lassen sich leicht kultivieren und sind widerstandsfähig gegen Krankheiten, brauchen auch keine Pflege, sofern sie sonnig oder im lichten Schatten stehen – in sandig-humosen bis lehmigen Böden wurzeln dürfen.
Ein Rückschnitt ist für eine üppige Blüte unerwünscht. Aber eine kleine Gabe organischen Düngers im Spätfrühjahr belohnen die fremdländischen Schönen mit alljährlich wiederkehrender, atemberaubender Blütenpracht.

24. Mai

Wetterregel: Wenn die Kröten fleißig laufen, wollen sie bald Regen saufen.

Am See

Und wieder Unruh, die ich nicht versteh,
drum zieht’s mich hin zu meinem See.
Der liegt, von dichtem Grün umsäumt,
in einem Walde ganz verträumt.
Im klaren Wasser mein Gesicht,
ein Bild, das keine Welle bricht.
Die Wasserfläche spiegelglatt
bis leise treibt ein kleines Blatt,
zieht schmale Furchen ins Gesicht
ich heb den Kopf und es zerbricht.
Ins Wasser werf’ ich einen Stein
und fühl mich wundersam allein,
bis plötzlich kleine Fische springen
und winzige Wasserkreisel bringen.
Jetzt langsam spüre ich den Frieden
an diesem Platz, so abgeschieden.
Die Bäume werfen lange Schatten
und dennoch Ast und Grün gestatten
den Blick ins schwache Himmelsblau
den wunderbaren Überbau.
Für diesen einzig schönen Flecken
nur Stille ohne jeden Schrecken,
so dass im leisen Abendwinde
ich meine Ruhe wiederfinde.

Dieter Melzer

25. Mai

Zum heutigen Vatertag:

Männer sind so edel....

Ein Holzfäller war gerade dabei, mit einer Axt  einen kleinen Baum zu fällen, der sich am  Flussrand befand, da rutschte ihm seine einzige Axt aus den Händen und fiel direkt in den Fluss. Er wusste, dass der Fluss zu tief war und fing deshalb  fürchterlich an zu  weinen.
Da erschien Gott und ließ sich  erklären, warum der Holzfäller weinte.

Wortlos tauchte Gott in die Tiefe des Flusses und erschien Sekunden später wieder mit einer Axt aus  purem Gold. "Ist das Deine?", fragte er.
Der Holzfäller antwortete: "Nein!"

Wieder verschwand Gott im Wasser und kam hoch mit einer Axt aus reinem Silber.
Auf die Frage, ob das die richtige sei, antwortete  der Holzfäller wieder: "Nein!"

Beim  dritten Versuch dann präsentierte Gott  die richtige Axt, und der Holzfäller antwortete diesmal: "Ja das ist meine!"

Gott war sehr stolz auf ihn, und schenkte ihm alle drei als Belohnung dafür, dass  er so ehrlich war.

Einige Wochen später  ging der Holzfäller mit seiner Frau am Fluss spazieren, und die Frau rutschte aus und versank im Fluss.
Natürlich weinte er wieder bitterlich, und als Gott  erschien und sich den Sachverhalt erklären ließ, glitt er sofort ins Wasser und kam mit Jennifer Lopez wieder rauf.

"Ist das Deine Frau?", fragte er den Holzfäller.
Dieser antwortete: "Ja, das ist sie!"
Gott war  sehr erbost und schimpfte mit dem Mann: "Du bist ein Lügner, so eine Schande!!!" Sofort antwortete der Holzfäller: "Lass mich erklären.
Wenn ich  jetzt bei Jennifer Lopez nein gesagt  hätte, wärst Du nochmals eingetaucht und wahrscheinlich mit Catherine Zita-Jones aufgetaucht, ich hätte wieder nein gesagt und als drittes hättest Du dann meine Frau geholt.

Zum Dank für meine Ehrlichkeit hätte ich dann alle drei haben können.
Da ich aber ein armer Mann bin, könnte ich gar  nicht gut genug für die drei Frauen  sorgen, deshalb habe ich bei der ersten ja gesagt........."

Die Moral von der Geschichte: WENN MÄNNER LÜGEN,
HABEN SIE IMMER EINEN GUTEN UND EDLEN  GRUND !!!!!!!

26. Mai

Lostag: Wie's Wetter am St. Urbanstag, so der Herbst wohl werden mag.

Hans Kruppa)

Gib gut auf deine Träume acht

Gib gut,
auf deine Träume acht,
ohne sie bist du
verraten und verkauft.
Gib ihnen nur das Beste,
lies ihnen jeden Wunsch
von den Augen ab -
und lass sie niemals warten.
Halt warme Kleidung
stets für sie bereit,
wenn sie spazieren wollen
in der Weltgeschichte,
in der es für sie,
selbst im Hochsommer,
oftmals schneit.

Mach deine Seele nicht
zu einem Friedhof
gestorbener Sehnsucht
und vergeudeter Zeit.

Gib gut
auf deine Träume acht,
sonst fliegen sie davon -
und mit ihnen
deine Flügel.

27. Mai

Bauernregel: Wenn der Flieder langsam verblüht, die Ernte später sich lange hinzieht.

Der Sorgensack

Eines Tages wurde einer Frau ihr Sorgensack zu schwer, sie schien fast darunter zu zerbrechen. Sie wusste nicht mehr, wie sie es schaffen sollte, ihn weiter zu tragen. Irgendwann hatte sie von einer Stelle tief im Wald gehört, an der es eine verschlossene Höhle gab, in der man unter bestimmten Voraussetzungen seinen Sorgensack loswerden konnte.
Heimlich machte sie sich auf den Weg. Nach nicht allzu langer Zeit fand sie den Ort. Vor der Höhle saß ein alter Mann, der sie freundlich willkommen hieß.
"Ich möchte hier bei dir meinen Sorgensack loswerden", bat sie ihn.
Er schaute sie eindringlich an: "Das möchten viele, und das können sie hier auch tun. Aber es gibt eine Bedingung: In diesem Raum stehen viele Sorgensäcke, und du kannst deinen nur loswerden, wenn du ihn gegen einen anderen umtauschst. "
Die Frau willigte ein, und der Alte führte sie in ein riesiges Gewölbe. Erleichtert stellte sie ihren Sorgensack ab. Dann versuchte sie, ihn gegen einen passenden einzutauschen. Eilig rannte sie von Sack zu Sack und schaute hinein. Enttäuscht band sie jeden schnell wieder zu.
Nach langem Suchen schlich sie zu ihrem Sack zurück, packte ihn wieder auf die Schultern und verließ nachdenklich den Raum. Ihr Sorgensack schien ihr plötzlich so leicht, dass sie ihn gar nicht mehr auf ihren Schultern spürte und sie ging leichtfüßig und guten Mutes davon. Und jedem, den sein Sorgensack fast zu erdrücken schien, erzählte sie von ihrem Erlebnis.
Von einer lieben Mail-Freundin erhalten

28. Mai

Himmelsgaben

Ich fang mir einen Strahl der Sonne
und spiele damit Fangen
nehm' ihn dann heim mit voller Wonne
er wird ne Weile langen

'nen kleinen Windhauch schnapp ich mir
Traurigkeit bläst er fort
weit fliegt sie mit dem Wind von hier
an einen fernen Ort

ein paar Regentropfen sammle ich
zum Mischen meiner Tränen
wenn es überkommt mal mich
unerfüllbar heißes Sehnen

eine weiche Wolke wär' mein Glück
baute mir ein Kuschelnest
träumt' mir ein Stückchen Freud' zurück
weit weg vom Alltagsrest

des Nachts pflück ich mir einen Stern
seine Helligkeit tut mir gut
so leuchtet er mir nicht von fern
und macht mir frohen Mut

von der Regenbogen Farbenpracht
möcht' Vorrat ich mir klauen
wenn mir mal nicht die Sonne lacht
kann ich dann darauf bauen.

Karin Ernst

29. Mai

Bäuerliche Wetterregel: Wie's im April und Maien war, schließt man aufs Wetter fürs ganze Jahr.

Das Tränende Herz

gehört zu den häufigsten fotografierten Blumen. Ein wahres Kunstwerk der Natur!
Frauenherzen oder auch Herzchenblüten, das Tränende Herz ist Nostalgie pur. Eine altmodische Bauerngartenblume, die seit Urgroßmutters Zeiten geliebt wird.

Zwanzig und mehr Sorten, der aus Asien und Nordamerika stammenden Staude, sind bekannt.
Sie kann bis zu einem Meter hoch wachsen. Bei uns ist vor allem die Dicentra spectabillis bekannt: ein Tränendes Herz mit dicken, fleischigen Wurzeln und fingrigen blaßgrünen Blättern.

Von Mai bis September hängen die anmutigen Herzen an zierlichen Stängeln. Die äußeren Blütenblätter sind kräftig rosa, die inneren hängen winzig und weiß, wie der Schwengel in einer Glocke. Nach der Blüte verschwindet das Laub und Spätblüher, wie z.B. die Prachtspiere (Astilbe) mit ihrem kräftigen Blattwerk, füllen die Lücken.
Das weiße Tränende Herz ist genauso robust wie das rosa-farbene. Im Halbschatten, ja sogar im Schatten, wo es immer ein wenig feucht ist, ist der optimale Standort. Neben Farnen und Azaleen gefällt es dem Tränenden Herz besonders gut. Nur später Frost kann den jungen Trieben schaden.

Vorsicht bei Hautkontakt mit den Blättern, sie können Allergie auslösen! Das Tränende Herz ist als Schnittblume bestens geeignet. Schon ein einziger Stiel in einer schönen Vase ist eine Attraktion.


Das Tränende Herz ist wohlbekannt –
Marienherz wird es auch genannt.
Einst nur in Rot – im Angebot,
dank Züchterfleiß – jetzt auch in weiß.

30. Mai

Bauernregel: Dürres Jahr, wenn trockner Mai - Kühler Mai, viel Frucht und Heu.

Der Gärtner

Der Gärtner wackelt mit der Hüfte,
flattert Frühlings Band wieder durch die Lüfte.
Vergessen sind Rheuma, Pein und Gicht:
Wer jetzt nicht sät, der erntet nicht!
Hacke, Spaten, Kreil, - alles steht bereit;
Das Herz des Gärtners wird ganz weit.
Der Boden dampft, die Erde riecht,
auf den Knien er umher nun kriecht
und pflanzet und säet und zupft.
Dann springt er auf, und lacht und hupft
Durch die Beete, über die Quartiere,
spricht mit Vögeln, Mäusen, sonstigem Getiere.
Er gräbt und rechelt und hackt,
doch findet er, von Tatendrang gepackt,
bei seiner Arbeit immer noch die Muße
zum Schauen, zum Freuen und zum Gruße
an die Natur und zu seinem Weibe hin:
„Wie schön, dass ich ein Gärtner bin.“

Ulrich Lacher, der „Dorfpoet“

31. Mai

Lostag: Wer Hafer sät an Petronell, dem wächst er gut und schnell.

Die Henne, die nicht fliegen wollte - von James Thurber

Moral: Nutze die Schwingen, die dir angeboren, oder du bist rettungslos verloren

In einem Staat des Mittelwestens lebte eine gesprenkelte Henne, die eine ausgesprochene Gegnerin des Flugwesens war. In ihrer Jugend hatte sie einen Zug Wildgänse beobachtet, die nach Norden flogen und von denen zwei abstürzten (von Jägern abgeschossen). Sie hatte gesehen, wie sie zunächst in den Sturzflug übergingen und dann in den Wald fielen.

So lief sie nun auf dem Lande herum und verbreitete überall, das Fliegen sei sehr gefährlich und Federvieh mit einigem Verstand hielte es besser mit der festen Erde. Jedesmal, wenn sie die Landstraße bei ihrer Farm überkreuzte, rannte sie schreiend und gackernd auf die andere Seite. Manchmal aber wurde sie um ein Haar von vorüberfahrenden Autos erfaßt. Fünf ihrer Schwestern und drei ihrer Schwiegersöhne wurden bei einem Versuch, die Straße zu überqueren, in einem einzigen Monat (Juli) getötet.

Kurz darauf setzte sich eine unternehmende Wildente als Luftbrücke über die Straße ein. Sie verlangte fünf Körner für eine Henne oder einen Hahn, zwei Körner für ein Küken. Aber die gesprenkelte Henne, die in ihrer Gemeinde sehr mächtig war, lief herum, gackerte, kakelte und spektakelte und erzählte jedem, daß Luftreisen nicht sicher seien und es niemals sein würden.

Sie überredete die Hühner, nicht auf dem Rücken der Ente zu fliegen, und so brach deren Geschäft zusammen und sie kehrte in die Wälder zurück. Bevor das Jahr um war, wurden die gesprenkelte Henne, vier Schwestern von ihr, drei ihrer Schwiegersöhne, vier Tanten und ein Großvater bei dem Versuch, die Chaussee zu Fuß zu überqueren, getötet.

Über James Thurber berichte ich am 6. März 1006 bei "aktuell".

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