November 2007

Sieben Rosen

Sieben Rosen hat der Strauch
Sechs gehör'n dem Wind
Aber eine bleibt, dass auch
Ich noch eine find.

Sieben Male ruf ich dich
Sechsmal bleibe fort
Doch beim siebten Mal, versprich
Komme auf ein Wort.

 Berthold Brecht (1898-1956

bitte auf die Kalendertage klicken

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
     

Allerheiligen  1

Allerseelen     2

3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 Volkstrauertag     18
19 20 Buß- und Bettag 21  22 23 24 Totensonntag 25
26 27 28 29 30    

Wie die Monate zuvor, ist auch der Juni den Rosen gewidmet und die Königin der Blumen wird uns das ganze Jahr hindurch begleiten.

1. November

November

Es weint ein schmerzlich Lied
sich durch den Wald,
ist’s Vogel- oder Menschenton?
Ist es der Wind, der Äste geigt?

Der Nordwind hat sich aufgemacht,
er fegte erst die Felder kahl;
dann ging er durch den Sommerwald
und nahm die bunten Stimmen mit
und trank der Blätter grünes Blut.

Nun deckt ein Schleier, grau und dicht,
das welke Antlitz der Natur,
dass niemand ihren Kummer sieht.
Es weint ein schmerzlich Lied
sich durch den Wald.

H. Lersch

2. November


Erkältung – Mittel aus Omas Zeiten

Der Hals kratzt, das Schlucken tut weh, die Nase trieft, die Schläfen pochen. Wenn die Viren doch stärker waren als die körpereigene Abwehr, hat es uns erwischt. Doch was tun, wenn die Erkältung da ist? Man sollte auf bewährte Hausmittel zurückzugreifen:

• Ein heißes Vollbad kann eine beginnende Erkältung "wegbaden". Durch die Wärme wird unter anderem die Schleimhaut besser durchblutet und die Virenvermehrung gedrosselt. Badezusätze wie Heublumenextrakt können den Effekt unterstützen. Anschließend sollte man sich ins warme Bett legen und schlafen.

• Trinken sollte man, viel Wasser und heißen Tee, zum Beispiel Lindenblüten- und Holundertee.
Besonders wohltuend:
Eine Zitrone auspressen und in ein Glas mit warmem Wasser geben. Mit Traubenzucker oder Honig süßen und vorm Erkalten trinken.

Natürliche Hilfe
• Ein wahres Wundermittel bei Erkältungsbeschwerden ist Kochsalz. In der Nase unterstützt es die natürlichen Funktionen der Schleimhaut. Nasentropfen und Spülungen mit Salz sind schnell auch selbst hergestellt: Einen halben Teelöffel Salz in einem Becher mit lauwarmem Wasser auflösen und das Gemisch in eine Pipetten- oder Sprayflasche umfüllen.

• Das Gurgeln mit Salbei-, Kamillen- oder Salzwasserlösungen desinfiziert und wirkt entzündungshemmend. Dafür einen halben Teelöffel Salz mit einem viertel Liter lauwarmen Wasser vermischen.

• Kräftige Hühnerbrühe hat sich als heilsames Hausmittel bewährt. Ihre Wirkung ist zwischenzeitlich sogar wissenschaftlich belegt: In Laboranalysen zeigte sich, dass sie entzündungshemmende Wirkstoffe enthält.

• Auch ein Dampfbad lindert die Entzündung der Nasenschleimhäute, lässt sie abschwellen und verflüssigt das Sekret in den Nasennebenhöhlen. Dafür eine Handvoll Kamillenblüten in anderthalb bis zwei Liter kochendes Wasser geben und eine Viertelstunde lang ziehen lassen. Dann das Gesicht zehn bis zwölf Minuten über die dampfende Schüssel halten, dabei den Kopf mit einem Handtuch abdecken. Damit es nicht zu heiß ist, empfiehlt es sich, mit einem größeren Abstand zur Schüssel zu beginnen. Als Inhalationszusatz können auch ätherische Öle verwendet werden.

• Auch Wickel können wahre Wunder wirken: Bei Halsschmerzen helfen Kartoffelwickel. Dazu werden ungeschälte Kartoffeln gekocht, noch heiß in ein Tuch gelegt und zerdrückt. Den warmen Kartoffelwickel mit einem Handtuch umwickelt für etwa eine halbe Stunde um den Hals legen. Dabei darauf achten, dass der Wick1 nicht mehr heiß ist.

Schmerzlindernd
Bei beginnenden Ohrenschmerzen können Zwiebelwickel helfen. Dafür Zwiebel klein hacken und einem Baumwolltuch zerdrücken, das bei schwacher Hitze anschließend langsam erwärmen - nicht kochen. Den Wickel auf das schmerzende Ohr legen und ihn wirken lassen bis er kalt ist.

• Bei Fieber kann man die Temperatur zum Beispiel durch Wadenwickel senken. Die Unterschenkel dabei maximal 15 Minuten lang mit kühlen, aber nicht eiskalten Tüchern umwickeln.
"Drei Tage kommt sie, drei Tage bleibt sie, drei Tage geht sie", sagt der Volksmund über die Erkältung. Falls man nach einigen Tagen keine Linderung verspürt oder das Fieber anhält, sollte man allerdings einen Arzt aufsuchen.

3. November

Dreifach ist der Schritt der Zeit:
Zögernd kommt die Zukunft hergezogen,
pfeilschnell ist das Jetzt entflogen,
ewig still steht die Vergangenheit.

Keine Ungeduld beflügelt
ihren Schritt, wenn sie verweilt.
Keine Furcht, kein Zweifel zügelt
ihren Lauf, wenn sie enteilt.
Keine Reu, kein Zaubersegen
kann die stehende bewegen.

Möchtest du beglückt und weise
endigen des Lebens Reise,
nimm die zögernde zum Rat,
nicht zum Werkzeug deiner Tat.
Wähle nicht die fliehende zum Freund,
nicht die bleibende zum Feind.

Sprüche des Konfuzius

4. November

Paul Lechler

Ein herausragender Vertreter kirchlich-karitativen Engagements, ein genialer Kaufmann und sozialer Praktiker.
Am 28.11.1849 in Böblingen geboren, übernahm er schon 1871 die kleine Lack- und Farben-Produktion seines Vaters und führte den Betrieb bald zu geschäftlichem Erfolg.
An Weihnachten 1875 tat er seinem ahnungslosen Vater und dem ersten am Firmengewinn beteiligten Mitarbeiter kund, künftig zehn Prozent des Netto-Geschäftsnutzens zugunsten Armer und Bedürftiger zurückzulegen, weil „unser Geschäft mit Gottes Hilfe bei einem so günstigen und fest sondierten Ziel angelangt ist“.
Nach dem Tod seines Vater 1877 erlebte er eine gesundheitliche und seelische Krise, überließ im Herbst 1878 die Firma seinem ersten Mitarbeiter und stellte sich als freiwilliger, vermögender Armenpfleger der Statt Stuttgart zur Verfügung. Diesem Amt ging er bis zum Lebensende nach, dem 24.4.1925.
Mitte 1879 machte sich Lechler wieder mit einem international orientierten Handelsunternehmen selbstständig.
1882 errichtete er ein jahrzehntelang funktionierendes „Büro für unentgeltliche Arbeitsvermittlung für Arme in Stuttgart“ und 1887 einen „Verein zur Hilfe in außerordentlichen Notfällen auf dem Lande“.
Noch viel mehr solcher Institutionen folgten und sein Name ist mit fast allen wohltätigen Vereinen verknüpft.
Seine Nachkommen traten in diese Fußstapfen und halten sich noch streng an das von Paul Lechler eingeführte Gebot des alttestamentarischen Zehnten und investieren so zehn Prozent ihrer Erträge aus den Unternehmen in die 1882 gegründete Paul-Lechler-Stiftung, die sich der Förderung hilfsbedürftiger, behinderter und gefährdeter Menschen verpflichtet sieht.

5. November

Im Frühtau

Im Frühtau zu Berge wir ziehn, fallerra.
Es grünen die Wälder, die Höhn, fallera!
Wir wandern ohne Sorgen, wir wandern in den Morgen,
eh noch im Tale die Hähne wacker krähn.

Ihr alten und hochweisen Leut, fallera,
ihr denkt wohl, wir sind nicht gescheit, fallera!
Wer wollte aber singen, wenn wir schon Grillen fingen,
da es doch Sommer und leuchtet weit und breit!

Werft ab alle Sorgen und Qual, fallera,
und wandert mit uns aus dem Tal, fallera!
Wir sind hinausgegangen, den Sonnenschein zu fangen.
Kommt und versucht es doch selbst jetzt einmal.

Schwedisches Studentenlied
Melodie: Süddeutsche Fassung

6. November

Röhrenhosen

In der Kostümgeschichte besitzt die gerade geschnittene, enge Hose eine weit längere Tradition als landläufig bekannt. Zur Zeit der Französischen Revolution kam das knöchellange, anliegende Beinkleid unter dem Namen Pantalon zum ersten Mal in Mode. Ihren rebellischen Charakter erhielt die Röhrenhose also nicht erst durch die Anhänger der britischen Rock'n'Roll-Ära der fünfziger Jahre, etwa durch die Teddy-Boys - die Diät, um in Hedi Slimanes Röhrenjeans zu passen wohl erste Jugendbewegung, die ihren Kleidungsstil bewusst als Protest gegen die Elterngeneration einsetzte.
Mit ihren samtbesetzten, Gehröcken und hautengen Hosen erinnerte die Garderobe der aufmüpfigen britischen Arbeitersöhne an die Zeit König Edwards VII., dessen Spitzname Teddy dann auch zum Namensgeber der Gruppierung wurde, nachdem ihre Anhänger zunächst als schmalzlockige Cosh-Boys für Schlagzeilen gesorgt hatten. Doch auch die teilweise gegenläufigen Mods (von Modernist abgeleitet) liebten schmale Anzüge und machten durch maßgeschneiderte Kleidung ihren gesellschaftlichen Anspruch deutlich, ganz nach dem Motto: Der Schein bestimmt das Sein.
Cool, lässig, rebellisch, unangepasst - das Image der Teddy-Boys reizte Vivienne Westwood, deren Let-it-rock-Kollektion von 1971 auf deren Kleidungsstil zurückgeht. Auch Hedi Slimanes Rückgriff 2001 auf die Röhrenhose spielt auf die britische Subkultur an, allerdings eher auf die der Mods. Nicht umsonst schickte Slimane seine Models schon vor einigen Saisons mit längeren Haaren, fast androgyn wirkend und romantisch vernachlässigt wie Kate Moss' Verlobter Pete Doherty, über den Laufsteg. Auf den Fotos, die der Dior-Homme-Designer in Clubs schießt, sind neben zahlreichen Gitarrenhälsen auch viele Jugendliche zu sehen, die dem Typus der britischen Undergrounds von damals entsprechen. Die Bandmitglieder von Franz Ferdinand sind mit ihrem Retro-Stil das beste Beispiel dafür.
Ob Teds oder Mods - die Röhrenhose ist in jedem Fall ein Symbol der Rockmusik, und genau darauf spielt Slimane mit seinen ultraschmalen Schnitten an. David Bowies und Mick J agger verstehen den Wink und gehören zu seinen Fans, wie auch der deutsche Modezar Karl Lagerfeld. Dem kreativen Kopf von Chanel gefiel der spindeldürre Look so gut, dass er abspeckte, um endlich in Slimanes hautenge Jeans zu passen.
Röhrenhosen sind aber auch ein Jugendsymbol. Und da fängt die Schwierigkeit an. Dass die Teenager von heute nicht mehr so rank und schlank sind wie die Jugend im Swinging London, ist das eine Problem. Das andere: Gestandene Männer und Frauen - selbst wenn sie über lange Beine und schmale Hüften verfügen - sind in Röhrenhosen nur bedingt adäquat angezogen. Es kommt auf den Schnitt, die Kombination und eine stimmige Gesamterscheinung an. Erwachsene sollten also keinesfalls den Stil der Rock'n'Roll-Zeit imitieren, sondern eher auf Eleganz setzen, etwa indem sie einen passenden Blazer dazu tragen, also auf einen Hosenanzug setzen. Für sie sind vor allem Sneakers zur Röhrenhose tabu. Stattdessen sollten Frauen die Beine optisch verlängernde Pumps zu Röhrenhosen tragen. Der Saum darf bis zur Absatzmitte reichen. Für große, schlanke Frauen bieten sich Ballerinas an. Mit Stiefeln kombiniert, werden die Hosenbeine in den Schaft gesteckt.
Die bei Jugendlichen beliebte Trageweise, die Hose tief nach unten zu ziehen, so dass sie unterhalb des Schritts hängt, ist genauso ein Fauxpas wie statt einer Röhrenhose einfach Leggings zu tragen.

7. November

Die schöne gute alte Zeit.....
 
Man hört oft von ergrauten Greisen,
die gern die alten Zeiten preisen.
Doch wer von uns wäre denn bereit
zu tauschen mit der schönen guten alten Zeit?
 
Was hatten früher denn die Leute?
Das wollen wir mal betrachten heute:
Keine leichte, sondern Schwerst-Arbeit,
die gab es in der schönen guten alten Zeit.
 
Die Schuhe waren schwer im Tragen,
mit Eisen und Nägeln voll beschlagen.
Zur Arbeit ging man Stunden weit
oft in der schönen guten alten Zeit.
 
Es fuhr ja noch kein Omnibus,
da gingen alle noch zu Fuß
Von Dortmund bis nach Wuppertal
in der schönen guten alten Zeit.
 
Es gab auch keine Urlaubstage,
das kam damals ja nicht in Frage.
"Beten und Arbeiten" hieß das Geleit
In der schönen guten alten Zeit.
 
Es gab auch kein elektrisch Licht,
es gab Radio und Fernsehen nicht.
Man schlief auch noch im Bett zu zweit
In der schönen guten alten Zeit.
 
Im Bett lag man auf Haferstroh,
ein Lieblingssport auch für den Floh.
Der nutzte die Gelegenheit
In der schönen guten alten Zeit.
 
Die Zähne zogen die Barbiere.
da brüllten Menschen oft wie Tiere.
Eine Spritze, die vom Schmerz befreit,
die gab es nicht in der schönen guten alten Zeit.
 
Und waren schon viele Zähne raus,
sah der Mund wie 'ne Tropfsteinhöhle aus:
Kein Zahnersatz stand da bereit
In der schönen guten alten Zeit.
 
In der Wohnung war selten ein Klosett,
Da stand das Töpfchen unterm Bett.
Es stand dort immer griffbereit
In der schönen guten alten Zeit.
 
Ein Kleid trug das Kind bis zum sechsten Jahr,
ob es ein Junge oder ein Mädchen war,
trug es aus Gründen der Bedürftigkeit
In der schönen guten alten Zeit.
 
Ein Fass voll Sauerkraut und Schnibbelbohnen,
das tat sich früher immer lohnen.
Es war bestimmt 'ne Köstlichkeit
In der schönen guten alten Zeit.
 
Es gab auch keine Konservendosen.
Die Frauen trugen noch offene Hosen,
die waren ziemlich lang und breit
In der schönen guten alten Zeit.
 
Die Rente war sehr karg bemessen,
Die reichte spärlich kaum für's Essen.
Was war das für eine Erbärmlichkeit
In der schönen guten alten Zeit.
 
Doch eines muss man eingestehen:
Man konnte noch auf die Straße gehen
in Ruhe und Gelassenheit
In der schönen guten alten Zeit.
 
Verfasser unbekannt

8. November

Schlehe

Manchmal scheint es, als sei die Schlehe ganz in Vergessenheit geraten. Zumindest aber wird diesem heimischen Strauch nicht die Beachtung zuteil, die ihm zusteht. Möglicherweise mutet er altmodisch an - wie auch die Zubereitung von Schlehenlikör, -marmeladen, -gelees und was es sonst an Köstlichkeiten gibt.
Die Schlehe gehört zur Familie der Rosengewächse und trägt den botanischen Namen Prunus spinosa. Die weißen Blüten erscheinen im April vor den Blättern, und stehen im schönen Kontrast zu dem sehr dunklen Holz. Daher rührt sicher der häufig verwendete Name Schwarzdorn für den bis zu drei Meter hohen Strauch. Die Schlehe ist sehr anspruchslos und wächst sogar auf Ödland in sehr kalkhaltigen, steinigen Böden als Hecke oder an Feld- und Waldrändern. In Gärten trifft man sie dagegen selten an. Vermutlich ist ihnen der Boden dort zu üppig.
Früher pflanzte man die Schlehe als "wehrhaften Zaun". Sie erfüllte diese Aufgabe sehr gut und bot zudem Nahrung nicht nur für den Menschen, sondern auch für mehr als 300 Kleinlebewesen wie Vögel und Insekten, die die Beeren fressen. Mit exotischen Gehölzen wie etwa der beliebten und auch sehr dekorativen Lorbeerkirsche können nur wenige heimische Vogelarten etwas anfangen.
Die Schlehenfrüchte sind sehr sauer und am besten nach dem ersten Frost zu ernten, weil sie dann etwas milder sind. Die Ernte sollte nicht ohne Handschuhe erfolgen, weil der Schlehbusch viele starke Dornen trägt, die übrigens umgewandelte Seitentriebe sind.

9. November

Lob der Spatzen

Von Carl Zuckmayer

Grau mit viel braun und wenig weißen Federn,
das Männchen auf der Brust mit schwarzem Fleck.
Sie leben unter Palmen, Fichten, Zedern
und auch in jedem Straßendreck.

In Ingolstadt und in der City Boston
am Hook van Holland und am goldenen Horn,
ist überall der Spatz auf seinem Posten
und fürchtet nicht des Schöpfers Zorn.

Inmitten schwarzer Dschungel von Fabriken
und todgeladenen Drähten kreuz und quer,
sieht man die Spatzen flattern, nisten, brüten,
mausern, picken als ob die Welt ein Schutzpark wär.

Es stört sie nicht der Lärm der Transmissionen
und keineswegs das Tempo unserer Zeit,
sie leben schnell und langsam seit Äonen,
wo sie der Himmel hingeschneit.

Als Jesus über Gräser, Zweige, Blumen einritt
und alle Hosianna schrien,
da pickt’ ein Spatz gemächlich gelbe Krumen
aus dem noch warmen Mist der weißen Eselin.

Herr, gib uns Kraft und Mut wie Deinen Spatzen,
mach unser Leben ihrem Rinnstein gleich.
Dann mag wer will von edleren Tauben schwatzen,
denn unser ist Dein gutes Erdenreich.

10. November

Vogelfütterung

Eine wunderschöne dekorative Idee für den Winter sind selbst gemachte Vogelkekse. Man benötigt dafür: Frittiertett, z.B. von Palmin in Portionsstücken (1 Stück reicht für etwa einen Keks), gemischte Vogelfutterkerne, Strohhalme, Backformen, (z.B. Sterne und Herzen oder Kreise - mit einem Durchmesser von mindestens 6 cm), Bindfaden, Backpapier und einen Kochtopf.
Man schmilzt nun ein Stück Frittierfett' bei geringer Hitze in einem Topf. Dann streut man soviel Vogelfutter dazu, bis man eine dicke Körnermasse erhält. Die Backförmchen werden auf ein Stück Backpapier gelegt und eine dünne Schicht der Vogelfuttermasse hineingefüllt. Um den Vogelkeks später aufhängen zu können, schneidet man von einem Strohhalm ein etwa 5 cm langes Stück ab und drückt es in das untere Drittel z.B. eines Zackens zwischen die Körner - wahrscheinlich muss man es am Anfang etwas festhalten. Nachdem die erste Schicht abgekühlt ist, kommt die nächste Schicht darauf und muss ebenfalls fest werden. Man wiederholt den Vorgang so lange, bis die Keksform aufgefüllt ist. Danach lässt man das Fett gut fest werden (z.B. im Kühlschrank) und löst das "Plätzchen" ganz vorsichtig aus der Form. Zum Schluss zieht man den Strohhalm heraus und fädelt ein Stück Bindfaden zum Aufhängen durch das Loch: Fertig! Dies ist übrigens auch eine schöne Bastelidee für Kinder und freut unsere gefiederten Freunde im Garten ungemein.

11. November

Sankt Martin

Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind,
sein Ross, das trug ihn fort geschwind.
Sankt Martin ritt mit leichtem Mut,
sein Mantel deckt ihn warm und gut.

Im Schnee da saß ein armer Mann,
hatt Kleider nicht, hatt Lumpen an.
„O helft mir doch in meiner Not,
sonst ist der bittre Frost mein Tod!“

Sankt Martin zieht die Zügel an,
das Ross steht still beim armen Mann.
Sankt Martin mit dem Schwerte teilt
den warmen Mantel unverweilt.

Sankt Martin gibt den halben still,
der Bettler rasch ihm danken will.
Sankt Martin aber ritt in Eil
Hinweg mit seinem Mantelteil.

Aus dem Rheinland

12. November

Keltischer Baumkreis

Jeder Mensch ist einem Baum zugeordnet im keltischen Baumkreis.
Sieh nach deinem Geburtsdatum, und schau mal welcher Baum dein Bruder ist.
Bringt Glück, wenn man diesen Baum des Öfteren umarmt.
Es durchfließt deinen Körper neue Energie.
Begebe dich auf die Suche nach deinen Bruder Baum.

Die Kastanie 12.11. - 21.11.

Die Kastanie lebt erst seit 1576 bei uns, erstmals gezogen aus einem Samen, der aus den Balkanländern stammte. Jetzt aber ist der Anblick dieses stattlichen, bis zu 25 m hohen Baumes nicht mehr wegzudenken aus unseren Gärten, Parks und Alleen.

Kastaniengeborene, sagt man, brauchen klare Verhaltensmuster, an denen sie sich ausrichten können. Haben sie dieses Ideal gefunden, sind sie verlässlich und verantwortungsbewusst. Sie handeln konsequent und geradlinig, können aber auch als etwas starrsinnig bezeichnet werden, weil sie oftmals lieber einen Irrtum durchziehen, als sich selbst untreu zu werden und von der einmal eingeschlagenen Richtung abzuweichen.

Kastanie Geborene sind offen für alles Neue und Abenteuerliche. Spontan treffen sie Entscheidungen, die sie in neue aufregende Situationen stürzen. Ihre Begeisterungsfähigkeit ist überwältigend und es ist schwer sich ihr zu entziehen. Ihr freundliches Wesen bringt bei Unternehmungen mit ihnen immer neue Entdeckungen und überraschende Erlebnisse mit anderen Menschen. Ihr Erfindungsreichtum kennt keine Grenzen. Dadurch ist es ihnen möglich, sich auf vielen verschiedenen Gebieten auszukennen und immer wieder neue Dinge zu entwickeln. Mutig stellen sie sich den Herausforderungen auf allen Gebieten des Lebens. Oft sprechen und diskutieren sie mit Freunden über all die Dinge, die sie bewegen. Sie suchen mit Hilfe ihrer Offenheit gut gemeinten Rat und konstruktive Kritik und empfinden sie als wertvolle Unterstützung bei ihrem Bemühen, ihre Ziele noch schneller zu erreichen. So ist ihnen ihre Offenheit ein wichtiger Helfer, um schwierige Situationen zu meistern.

13. November

Reiner Novembertag

Einmal noch ein Tag voll Milde
ganz enthoben des Gewichts.
Und die Sonn mit breitem Schilde
stand im Glanz des leichten Lichts.

Aber bald auf schwarzen Rosten
musste lodernd sie verglühn,
und der Mond stand hoch im Osten
unreif, wie ein Apfel grün.

Und im grellen Spiel der Farben
mischte Schwärze sich und Glast,
langsam nur die Lichter starben
eingekrallt im kahlen Ast.

Weinrot über Turm und Zinnen
hing der Abend groß und hell,
und im schmerzlichen Verinnen
wuchs das zärtliche Pastell.

Bis der letzte Tag vergangen,
alle Röte abgestreift,
blieb der Mond am Himmel hangen,
gelb, zur süßen Frucht gereift.

(Eugen Roth)

14. November

Strümpfe und Socken

Jetzt wenn es wieder kalt ist, freut sich jeder über warme Socken und Strümpfe. Handgestrickte haben vor fertig gekauften manche Vorteile. Sie sind sehr haltbar und brauchen wenig gestopft zu werden, sie lassen sich leicht auftrennen, anstricken und umändern, sie können in Muster, Form und Größe ganz nach den persönlichen Wünschen angefertigt werden. Das Strumpfstricken ist, wenn man erst einmal die wenigen damit verbundenen „Klippen“ zu umschiffen gelernt hat, nicht schwer und eine angenehme Handarbeit, die zudem den Vorzug hat, dass sie nicht teuer ist und im Haushalt Geld sparen hilft.
Alle Arten von Strümpfen, ob es lange oder Kniestrümpfe, Socken oder die wie Strümpfe gestrickten „Hütten- oder Baudenschuhe“ sind, werden im Wesentlichen nach der gleichen Methode gestrickt. Denn alle Strümpfe bestehen aus einem mehr oder weniger langen Beinteil mit der Wade, aus Ferse und Fersenkeil (Zwickel), Fußteil und Fußspitze. Ein handgestrickter Strumpf hat aber nur Wert, wenn er passt, wenn er also um das Knie herum oder an der Wade nicht spannt, sondern sich elastisch anschmiegt, wenn das Fußteil genügend Raum bietet, die Fußspitze die Bewegungsfreiheit der Zehen nicht einengt. Es ist also immer gut, und zwar auch dann, wenn man nach einer Vorlage arbeitet, die individuellen Maße zu berücksichtigen und schon zu Beginn der Arbeit mit einer Maschenprobe zu kontrollieren, ob die vorgeschlagene Zahl der Anschlagmaschen passt oder ob man sie verändern muss. Denn es ist hier wie immer beim Stricken: Jede Wolle, jedes Garn verstrickt sich anders, ein geringfügiger Unterschied in der Nadelstärke kann eine von der Vorlage abweichende Maschendichte verursachen, ein Mensch hat schlanke, der andere etwas stärkere Beine und Füße. Man sollte vor allem beim Stricken von langen oder Kniestrümpfen nachprüfen, ob die angegebenen Maschenzahlen stimmen oder ob man sie korrigieren muss.
Vor allen die Socken halten, wenn man sie als Fertigprodukt in Händen hält, die Beine schön warm und man kann damit viel Freude bereiten.

15. November

Schenke groß oder klein,
aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten die Gaben wiegen,
sei dein Herz rein.

Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei,
was in dir wohnt
an Meinung, Geschmack und Humor,
so dass die eigene Freude zuvor
dich reichlich belohnt.

Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk, dass dein Geschenk
du selber bist.

Joachim Ringelnatz

16. November

Mit der Zeit ...

Wenn ich dich aus meinem
Herzen streiche
wie ein falsches Wort
aus einem Gedicht -

was wird mir fehlen?
Sinnlose Hoffnung,
unerfüllte Sehnsucht,
sich wiederholende
Situationen

- wie eine defekte
Schallplatte,
die den Tonabnehmer
immer wieder in
dieselbe Rille
zurückspringen läßt.

Man ahnt die Schönheit
der Musik,
doch was man hört,
wird mit der Zeit
unerträglich.

Verfasser unbekannt

17. November

Neu auf der HP: Lieder zum Tag, zur Nacht, zum Morgen und zum Abend http://www.gottiswelt.de/liedgut/tagnachtlieder.htm
 

Der erste Schnee

Ei, du liebe Zeit,
ei wie hat’s geschneit, geschneit!
Ringsherum wie ich mich dreh,
nichts als Schnee und lauter Schnee.
Wald und Wiesen, Hof und Hecken,
alles steckt in weißen Decken.

Und im Garten jeder Baum,
jedes Bäumchen voller Flaum.
Auf dem Sims, dem Blumenbrett
liegt er wie ein Federbett.
Auf den Dächern um und um
nichts als Baumwoll’ rings herum.

Und gar draußen vor dem Haus –
Wär’ nur erst die Schule aus!
Aber dann, wenn’s noch so stürmt,
wird ein Schneemann aufgetürmt.
Dick und rund und rund und dick
steht er da im Augenblick.

Auf dem Kopf als Hut ‚nen Tiegel
und im Arm den langen Prügel
und die Füße tief im Schnee
und wir ringsherum, juchhe!
Ei, ihr lieben, lieben Leut’,
was ist heut’ das für eine Freud’!

Friedrich Güll.

18. November

Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler in der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen. Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können und das sollten sie neben die Namen schreiben. Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie ihre Blätter der Lehrerin.

Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Mitschüler über den einzelnen aufgeschrieben hatten.

Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle. "Wirklich?", hörte man flüstern … "Ich wusste gar nicht, dass ich irgendjemandem was bedeute!" und "Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen," waren die Kommentare.

Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen.

Einige Jahre später war einer der Schüler in Vietnam gefallen und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre.
Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg.
Als sie dort stand, sagte einer der Soldaten, die den Sarg trugen, zu ihr: "Waren Sie
Marks Mathe Lehrerin?"
Sie nickte: "Ja".
Dann sagte er: "Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen." Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marks früheren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen.
"Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche. "Das wurde gefunden, als Mark gefallen ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen."
Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinandergefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten. "Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben", sagte
Marks Mutter. "Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt."

Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin.
Charlie lächelte ein bisschen und sagte: "Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Lade in meinem Schreibtisch".
Chucks Frau sagte: "Chuck bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben."
"Ich habe meine auch noch", sagte Marilyn. "Sie ist in meinem Tagebuch."
Dann griff Vicki, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. "Ich trage sie immer bei mir", sagte Vicki und meinte dann: "Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt."
Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden.

Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir oft, dass jedes Leben eines Tages endet und dass wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird. Deshalb sollte man den Menschen, die man liebt und um die man sich sorgt – bevor es zu spät ist - sagen, dass sie etwas Besonderes und Wichtiges sind.

19. November

Heller Morgen

Als ich schläfrig heut erwachte,
und es war die Kirchenzeit –
hörte ich's am Glockenklange,
dass es über Nacht geschneit.

Denn in meinem hellen Zimmer
Klang so hell der Glockenschlag
dass ich schon im Träume wusste:
heute wird ein heller Tag.

Als ich froh die Läden aufstieß,
trug die Welt ein weißes Kleid,
meine ganze Seele wurde
glänzend weiß und hell und weit.

Börries von Münchhausen

20. November

Farbenfroher Genuss

Bunt gemischtes Obst und Gemüse macht an

Der Mensch isst auch mit den Augen. Was appetitlich aussieht und ansprechend serviert wird, schmeckt besser. Auch Farben spielen dabei eine entscheidende Rolle. Schließlich haben wir von vielen Obstsorten gelernt, dass sie grün unreif und noch nicht genießbar sind. Viele Früchte schmecken erst, wenn sie rot, orange oder gelb leuchten. Doch auch Grünes ist nicht zu verachten. Auf die Mischung kommt es an – am schönsten bunt.

Grundsätzliches:
Die in Obst und Gemüse enthaltenen Farbstoffe zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und sind dort im Vergleich zu Vitaminen und Mineralien nur in geringen Mengen vertreten. Von gesundheitlichem Nutzen sind sie auf Grund ihrer hohen Schutzwirkung gegen alle möglichen Krankheiten dennoch. Ein Höchstmaß an natürlichen Farbstoffen gewährleisten reif geerntetes Obst und Gemüse. Nachgereifte Früchte enthalten weniger sekundäre Pflanzenstoffe. Damit sie wirken, ist ein regelmäßiger Verzehr notwendig.

Carotinoide:
Die roten und gelben Farbstoffe sind in Pflanzen weit verbreitet. Als Provitamine bilden die meisten von ihnen die Vorstufe für Vitamin A. Am bekanntesten ist das Beta-Carotin, das in fast allen orangefarbenen Obst- und Gemüsesorten vorkommt, zum Beispiel in Möhren. Lutein kommt dagegen in grünblättrigem Gemüse vor. Lycopin färbt Tomaten rot und erhöht den körpereigenen UV-Schutz. Carotine und Lycopine sind relativ hitzestabil.

Flavonoide:
Zu dieser Gruppe gehören die Flavonone (gelborange Färbung). Anthozyane (rote, blaue und violette Färbung von Kirschen und Pflaumen) gelten als schmerzlindernd und entzündungshemmend. Eine Hand voll dunkler Kirschen, Heidel- oder Preiselbeeren kann manches Medikament ersetzen.

Warme Farben steigern Appetit:
Wer abnehmen will, sollte sich vor gelben, orangefarbenen und roten Kalorienbomben wie etwa Pommes frites in Acht nehmen. Diese warmen Farben steigern den Appetit. Viele Schnellimbisse richten ihre Räume in Rot, Gelb und Orange ein, um die Bestellungen ihrer Kunden in ihrem Sinne zu beeinflussen.

21. November

Immer wieder

Der Winter ging, der Sommer kam.
Er bringt aufs neue wieder
Den vielbeliebten Wunderkram
Der Blumen und der Lieder.

Wie das so wechselt Jahr um Jahr,
betracht ich fast mit Sorgen.
Was lebte, starb, was ist, es war,
und heute wird es zu morgen.

Stets muss die Bildnerin Natur
Den alten Ton benützen
Im Haus und Garten, Wald und Flur
Zu ihren neuen Skizzen.

Wilhelm Busch (1832-1908)

22. November

Keltischer Baumkreis

Jeder Mensch ist einem Baum zugeordnet im keltischen Baumkreis.
Sieh nach deinem Geburtsdatum, und schau mal welcher Baum dein Bruder ist.
Bringt Glück, wenn man diesen Baum des Öfteren umarmt.
Es durchfließt deinen Körper neue Energie.
Begebe dich auf die Suche nach deinen Bruder Baum.

Die Esche - 21.11 und 22.11. – 01.12.

Eschen gehören mit einer Größe von bis zu 45 m zu den höchsten europäischen Laubbäumen. Die Esche war Odin geweiht. Aus ihr schufen die Götter den Mann, während die Frau aus der Erle entstand - und tatsächlich wachsen diese beiden Bäume gern nebeneinander. Bei den Kelten galt die Esche als Symbol für die Macht des Wassers. Druiden benutzten ihr Holz für Regenzauber, und aus Eschenholz gefertigte Boote galten als besonders sicher.

Der Esche zugehörige Menschen gelten als offen, begeisterungsfähig und sehr ausdauernd. Sie verfügen über eine große Phantasie und eine positive Denkweise. Esche-Geborene hassen Ungerechtigkeiten und sind auch alles andere als autoritätshörig.

Die im Baumzeichen der Esche Geborenen sind Menschen mit einer Quelle unbegrenzter, unerschöpflicher Energie. Sie sind äußerst belastbar und leisten Ungewöhnliches. Sie stehen fest verwurzelt mit einem unerschütterlichen Selbstvertrauen im Leben und nichts kann sie so schnell umwerfen. In ruhiger Überlegung planen sie das weitere Vorgehen, um aus fast allen Situationen siegreich hervorzugehen. Sie sind ein äußerst zäher Verhandlungspartner, der dennoch zu Kompromissen bereit ist, um das angestrebte gemeinsame Ziel zu erreichen. Sie schaffen es immer wieder, materielle und geistige Interessen miteinander zu verbinden. Dadurch eröffnen sich überraschend neue Aussichten für den Partner. Aus ihrem unbegrenzten Potential erschließen sie sich immer wieder neue Betätigungsfelder.

23. November

"Ich bin das Land. Meine Augen sind der Himmel. Meine Glieder sind die Bäume. Ich bin der Fels, die Wassertiefe.

Ich bin nicht hier, um die Natur zu beherrschen oder sie zu nutzen. Ich bin selbst Natur."

 

Hopi Indianer

24. November

Lebensweisheit (aus der Antike ... auch heute noch gültig)

Aufgeregt kam einst einer zum weisen SOKRATES gelaufen: " Höre, SOKRATES, das muss ich Dir erzählen, wie Dein Freund ..."
"Halt ein!" - unterbrach ihn der Weise, "hast Du das, was Du mir sagen willst, auch durch d r e i S i e b e gesiebt?"
"Drei Siebe?", fragte der andere verwundert.
"Ja, drei Siebe. Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast Du a l l e s, was Du mir erzählen willst, geprüft, ob es auch wahr ist?"
"Nein, ich hörte es erzählen, und ..."
"So, aber sicher hast Du es mehr mit dem zweiten Sieb geprüft, es ist die GÜTE. Ist das, was Du mir erzählen willst - wenn schon nicht als wahr erwiesen - so doch wenigstens g u t?"
"Nein - das nicht, im Gegenteil!"
Der Weise unterbricht ihn: "Lass uns auch noch das dritte Sieb anwenden, und fragen, ob es n o t w e n d i g ist, mir das zu erzählen, was Dich so aufregt!"
" Notwendig nun gerade nicht ..."
"Also", lächelte der Weise," wenn das, was Du mir erzählen willst, weder wahr, noch gut, noch notwendig ist, so lass es begraben sein.
Belaste DICH und MICH nicht damit!"

nach Platon

25. November

Zum heutigen Totensonntag:

Mein Herz, ich will dich fragen:
Was ist denn Liebe, sag?
„Zwei Seelen und ein Gedanke,
zwei Herzen und ein Schlag!“

Und sprich, woher kommt Liebe?
„Sie kommt und sie ist da!“
Und sprich, wie schwindet Liebe?
„Die war’s nicht, der’s geschah!“

Und was ist reine Liebe?
„Die ihrer selbst vergisst!“
Und wann ist Lieb am tiefsten?
„Wenn sie am stillsten ist.“

Und wann ist Lieb am reichsten?
„Das ist sie, wenn sie gibt!“
Und sprich, wie redet Liebe?
„Sie redet nicht, sie liebt!“

???

26. November

Haustiere

Bei welchen guten Freunden akzeptiert man schon Zottelmähne oder Schuppen?
Dafür belohnen Haustiere ihre Besitzer mit viel Zuneigung und Lebensfreude.

Welches Tier für wen?

Hunde:
Anschaffung: Für Rassehunde beim Züchter über 2 000 Euro, im Tierheim ab 50 Euro.

Unterhalt: Erstausstattung wie Körbchen, Decke, Näpfe, Leine, Halsband bis 200 Euro.
Futter zwischen 15 und 130 Euro monatlich;
Tierarzt jährlich zwischen 50 und 100 Euro;
Versicherung: zwischen 50 und 100 Euro jährlich;
Steuer zwischen 40 und 850 Euro im Jahr.

Aufwand: Durchschnittlich ein bis drei Stunden am Tag für Ausführen, Füttern, Fellpflege und Spielen.

Geeignet für:
Aktive Menschen, die einen treuen Begleiter suchen. Denn Hunde müssen mehrmals täglich nach draußen. Als Rudeltiere benötigen sie Aufmerksamkeit und Zuwendung.

Besonderheiten:
Rüden sind eigenwilliger, selbstbewusster und rauflustiger. Der Beschützerinstinkt ist dafür stärker ausgeprägt.
Hündinnen sind dagegen sanfter und anhänglicher.

Katzen
Anschaffung: Für Rassekatzen beim Züchter über 1.000 Euro, im Tierheim ab 50 Euro.

Unterhalt: Erstausstattung wie Körbchen, Plastikwanne mit Katzenstreu, Fessnäpfe, Kratzbaum, Kamm, Bürste, Spielzeug rund 100 Euro.
Nahrung und Katzenstreu pro Monat 40 Euro;
Tierarzt rund 75 Euro im Jahr;
Katzen müssen regelmäßig entwurmt und vor Zecken und Flöhen geschützt werden.

Auf wand: Durchschnittlich eine Stunde am Tag zum Füttern, Schmusen, Spielen und Reinigen der Katzentoilette.

Geeignet für Menschen, die ein verschmustes und anhängliches Tier mögen und mehr an die eigene Wohnung gebunden sind.

Besonderheiten: Katzen können teilweise sehr eigenwillig sein, denn sie lassen sich nur bis zu einem gewissen Grad erziehen. Sie schlafen rund 15 Stunden am Tag.

Fische
Anschaffung ab einem Euro pro Tier.

Unterhalt:
Erstausstattung: Aquarium mit Technik, das heißt Filter, Pumpen, Heizung, Beleuchtung, Lüfter, rund 100 Euro.
Futter, Wasser und Strom rund 10 Euro im Monat.

Aufwand: Dank Futterautomaten und Wasserpumpen nur einige Stunden im Monat.

Geeignet für Menschen, die sich am Blick in ein künstlich erschaffenes Stück Natur erfreuen und dabei entspannen wollen.

Besonderheiten: Je nach Art sind Fische Einzelgänger, Schwarm- oder Paarfische. Bevor sie in ein neu eingerichtetes Aquarium dürfen, muss das Becken zwölf bis vierzehn Tage lang ruhen.

Vögel
Anschaffung: Im Tierfachhandel ab 15 Euro, im Tierheim gegen eine Schutzgebühr.

Unterhalt: Erstausstattung mit Voliere/Vogelkäfig, Sitzstange, Spielzeug, Trinkflasche, Badeschale ab 75 Euro.
Futter und Einstreu ab rund 10 Euro im Monat.

Aufwand: Durchschnittlich eine halbe Stunde am Tag zum Füttern, Spielen und Reinigen des Käfigs.

Geeignet für Menschen, die fröhlich zwitschernde Zimmergesellen mögen. Vögel, insbesondere Wellensittiche, werden schnell zutraulich und können sogar sprechen lernen.

Besonderheiten: Vögel sollten unbedingt paarweise gehalten werden. Bei intensiver Betreuung werden Arten wie Wellensittiche oder Kanarienvögel handzahm.

27. November

Vogel am Fenster

An das Fenster klopft es: „Pick, pick!
Macht mir doch auf einen Augenblick!
Dick fällt der Schnee, der Wind geht kalt,
habe kein Futter, erfriere bald.
Liebe Leute, o lasst mich rein!
Will auch immer recht artig sein.“

Sie ließen ihn ein in seiner Not;
Er suchte sich manches Krümchen Brot,
blieb fröhlich manche Woche da.
Doch als die Sonne durchs Fenster sah,
da saß er immer so traurig dort.
Sie machten ihm auf: husch, war er fort!

Wilhelm Hey (1789-1854)

28. November

Meine Katze

Hier ist mein Geständnis in einem Satze:
Ich habe zu Haus eine kleine Katze!
Sie schnurrt und schmeichelt zu allen Zeiten
und wartet ergeben auf Zärtlichkeiten.

Nur geht sie leider auf eig'ne Faust
zu Nachbarsleuten und stiehlt und maust.
Die Wurst, das Fleisch - und darin ist sie eigen -
schleppt sie ins Haus, um stolz es zu zeigen.

Ob Brötchen, Gemüse, Sardinen, Salat,
ob Hering, Zitronen, Geflügel, Spinat,
ob Soleier, Fische, ob Käse, ob Speck,
das maust sie dem Nachbarn vom Küchentisch weg.

Ich bete, dass nie ein Bestohl'ner aus Wut
dem Kätzchen etwas zu leide tut,
denn davon leben wir königlich:
meine Frau, die Kinder, die Katze - und ich.

Peter Frankenfeld

29. November

Katzen

Warum können Katzen wunde Seelen heilen?

Ganz einfach: Sie haben keinerlei Vorurteile, es ist gleichgültig, ob wir hübsch oder hässlich, mager oder fett, nach neuestem Trend oder 2nd Hand gekleidet sind. Sie kennen keine IQ-Unterschiede, arm oder reich - egal! Ihnen genügen wir genauso, wie wir sind. Das haben sie jedem Menschen voraus.

Ein Hund hat Herrchen oder Frauchen - eine Katze hat Personal!

Ein Hund denkt:
"Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich ... sie müssen Götter sein."

Eine Katze denkt:
"Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich ... ich muss ein Gott sein."

Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt:
durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen.
(Ernest Hemingway)

Für eine Katze gibt es keinen triftigen Grund, einem anderen Tier zu gehorchen,
auch wenn es auf zwei Beinen steht.
(Sarah Thompson)

Nur Katzen freuen sich über einen Muskelkater.

Vor Tausenden von Jahren wurden die Katzen von den Ägyptern als Gottheiten verehrt - sie haben es bis heute nicht vergessen!

30. November

Ab Heute auf der HP bei "Liedgut" die "Winterlieder". Hier eine kleine Kostprobe:

Endlich ist es nun soweit
seht nur, wie es lustig schneit!
Weiße Dächer, weiße Straßen,
watteweißes Winterbild,
rote Wangen, rote Nasen,
und die Flocken wirbeln wild.

Endlich ist es nun soweit,
alle Welt ist weiß verschneit.
Hurtig, holt heraus den Schlitten,
hurtig geht’s hinab den Hang,
auf der Eisbahn wird gelitten,
hei, die glatte Spur entlang!

Endlich ist es nun soweit,
weiß ist alles weit und breit.
Ja, der gute, alte Winter
Hält uns Freuden rings bereit,
denn er ist ein Freund der Kinder,
es schneit und schneit und schneit.

Worte Rudolf Habetin
Weise: Karl Marx

zurück zu aktuell                                zurück zur Hauptseite

zum Seitenanfang