November 2008

Das Kälbchen
Es spielt das Kind vom Rind im Wind,
ist froh und guten Mutes.
Es kennt nicht Not, nicht den Papa,
nicht den Geruch des Blutes.
| Der Weg ist
weit, der Kasten eng, das Kälbchen ahnt nichts Gutes. Der Schlächter ist kein schlechter Mann, doch muss er’s tun – und tut es. |
Das Kälbchen
existiert nicht mehr, in unsern Mägen ruht es, doch nachts erscheint es uns im Traum, und traurig muh – muh – muht es. |
Heinz Erhardt
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Novembertag
Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
drängt die Welt nach innen,
ohne Not geht niemand aus,
alles fällt in Sinnen.
Leiser wird die Hand, der Mund,
stiller die Gebärde.
Heimlich, wie auf M3eeresgrund
Träumen Mensch und Erde.
Christian Morgenstern
(1871-1914)
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Walnuss
„Tschor mos“ der Name der Walnuss in Farsi, einer Sprache, die in Afghanistan gesprochen wird, bedeutet übersetzt „vier Hirne“ und ist ein Hinweis auf das Aussehen der Nüsse, die an das menschliche Gehirn erinnern. Der lateinische Name Juglans regia steht für königliche Frucht des Jupiters. Dies war der höchste Gott des Altertums. Ein Hinweis auf den hohen Stellenwert, den die Walnuss schon immer für die Menschen hatte. Der Baum wird in unseren Breiten vor allem in den privaten Gärten angepflanzt. Im Wald wird er aufgrund seiner hohen Lichtbedürftigkeit von anderen Bäumen häufig verdrängt. Die Walnuss ist Wärme liebend. Sie ist gut für den Klimawandel gerüstet. Ihre heutige Verbreitung ist eng mit der Geschichte Europas verknüpft. Die ursprünglich nur südlich der Alpen heimische Baumart wurde wegen ihres vielfältigen Nutzens von den Römern über ganz Europa verbreitet.
Beliebt sind die Früchte nicht nur wegen des Geschmackes, sondern auch wegen ihrer gesundheitlichen Wirkung. Der Verzehr der Nüsse senkt unter anderem den Cholesterinspiegel und wirkt damit einer der häufigsten Ursachen für Herz- und Kreislauferkrankungen entgegen.
Das schön gemaserte Holz des Walnussbaumes gehört zu den beliebtesten und wertvollsten Hölzern in unseren Breiten. Es wird unter anderem zu Parkett, Möbeln und Gewehrschäften verarbeitet. Der Walnussbaum trägt bis zu 150 Kilogramm Nüsse. Er wird bis zu 25 Meter hoch und seine Altersgrenze liegt im Allgemeinen bei etwa 180 Jahren.
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Spannenlanger
Hansel, nudeldicke Dirn,
gehen wir in den Garten, schütteln wir die Birn’.
Schüttel ich die großen, schüttelst du die klein’,
wenn das Säckel voll ist, gehen wir wieder heim.
„Lauf doch nicht so närrisch,
spannenlanger Hans!
Ich verlier die Birnen und die Schuh noch ganz.“
„Trägst ja nur die kleinen, nudeldicke Dirn,
und ich schlepp den schweren Sack mit den großen Birn’.“
*** noch mehr Liedtexte unter dem Button "Liedgut"***
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Bartholomäus Ziegenbalg
War der erste evangelische Missionar, der aus Deutschland hinaus zu den „Heiden“ ging. Auf ihn führen die heutige Evangelisch-Lutherische-Tamilkirche und ein Teil der protestantischen Südindischen Kirche ihre Anfänge zurück. Dort soll man heute noch Jungen finden, die zur Erinnerung an den Mann mit dem seltsamen Namen „Ziegenbalg“ gerufen werden.
Am 10.Juli 1682 wurde er in der sächsischen Kleinstadt Pulsnitz unweit von Leipzig geboren.
Der früh elternlos gewordene Sohn eines Getreidehändlers wurde als Jugendlicher durch den eben aufblühenden Pietismus geprägt. Als Gymnasiast in Berlin lernte er Philipp Jakob Spener kennen, ab 1703 studierte er bei August Hermann Francke in Halle Theologie.
Schon mit 23 Jahren wurde er 1705 von der Dänisch-Halleschen Mission als erster evangelischer Missionar nach Tranquebar an der Südküste Indiens ausgesandt, das von 1629 bis zum Verkauf an England im Jahr 1845 dänische Kolonie war.
Nach einer beschwerlichen, sieben Monate währenden Reise mit dem Segelschiff erreichte Ziegenbalg die Stadt Tarangambadi, wie sie heute heißt. Dort wurde er keineswegs begeistert empfangen. Man sah durch ihn dänische Handelsinteressen bedroht, der Missionar hatte deshalb heftige Anfeindungen zu erdulden. Unter unmenschlichen Bedingungen wurde er sogar monatelang eingesperrt, seine Arbeit behindert, wo es nur ging.
Damals gab es für die Arbeit eines Missionars keine Vorbilder und Ziegenbalg entwickelte sich zum „Prototyp“. Binnen kurzem erlernte er die uralte Kultur- und Literatursprache Tamil. Dann übersetzte er Bibelteile, Martin Luthers Kleinen Katechismus und Gesangbuchlieder, um so eine „Volkskirche“ zu schaffen. In der Hoch-Zeit des Kolonialismus korrespondierte er mit tamilischen Gelehrten, verfasste Abhandlungen über ihre Kultur und übersetzte Tamil-Texte ins Deutsche. Seine ersten Schritte, er sammelte die Kinder von Tamilensklaven und Waisenkinder und unterrichtete sie. 1707 gründete er die wohl in ganz Südindien erste Schule für Mädchen und 1716 ein Seminar zur Ausbildung einheimischer Lehrer und Pfarrer.
Schon ein Jahr nach seiner Ankunft konnte Ziegenbalg die ersten Tamilen und Mischlinge taufen und eine kleine lutherische Gemeinde gründen. Sie wuchs bis 1712 auf etwa 200 Mitglieder an. 1707 wurde der Grundstein für eine Neu-Jerusalem-Kirche gelegt, Begeisterung in weiten Teilen Europas darüber. 1714 weilte Ziegenbalg erstmals auf Heimaturlaub, hielt Vorträge und wurde am englischen Königshof empfangen.
Noch erleben konnte er, dass sich die Missionsarbeit ausdehnte, aber das Klima und die Strapazen seiner Arbeit schwächten den ohnehin kränklichen jungen Mann, sodass er mit nur 31 Jahren am 23. Februar 1719 in Trensquebar starb. Dort wurde er in der von ihm erbauten Kirche bestattet. Neben dem Grab erinnert eine Büste an ihn. Auch ein Denkmal wurde errichtet, auf dem der Tag seiner Ankunft festgehalten wurde.
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Das Wunder der Perle
Man erzählt sich eine Geschichte
einer Perle hier am Strand.
Sie entstand in jener Muschel durch ein grobes Körnchen Sand.
Es drang ein in ihre Mitte und die Muschel wehrte sich.
Doch sie musste damit leben und sie klagte: Warum ich?
Eine Perle wächst ins Leben, sie
entsteht durch tiefen Schmerz.
Und die Muschel glaubt zu sterben, Wut und Trauer füllt ihr Herz.
Sie beginnt es zu ertragen, zu ummanteln dieses Korn.
Nach und nach verstummt ihr Klagen und ihr ohnmächtiger Zorn.
Viele Jahre sind vergangen. Tag für
Tag am Meeresgrund
schließt und öffnet sich die Muschel, jetzt fühlt sie sich kerngesund.
Ihre Perle wird geboren. Glitzert nun im Sonnenlicht.
Alle Schmerzen sind vergessen, jenes Wunder jedoch nicht.
Jede Perle lehrt uns beten, hilft
vertrauen und verstehn,
denn der Schöpfer aller Dinge hat auch deinen Schmerz gesehn.
Nun wächst Glaube, Hoffnung, Liebe, sogar Freude tief im Leid.
So entsteht auch deine Perle, sein Geschenk für alle Zeit.
Soren Kahl
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Schwarzwälder Wunderheiler
In einem Schwarzwälder Bauernhaus stießen Handwerker auf eine Sensation. Unter Holzbohlen lagen Gebrauchsanweisungen von Wunderheilern.
Der Fund stellt eine wissenschaftliche Sensation dar. Es handelt sich dabei um über 130 handschriftliche Aufzeichnungen, Briefe, Seiten aus Arzneibüchern, die unter den Holzbohlen des 1790 erbauten Anwesens zu Tage kamen. Der Inhalt liefert faszinierende Einblicke in die geheimnisvolle Arbeit von Wunderheilern.
Von der Familie sind seit 1610 elf Generationen nachgewiesen, Dass einige der Männer über unerklärliche Fähigkeiten verfügten, war allgemein bekannt. Wie sie gearbeitet haben, wurde durch die versteckten Papiere erstmals verständlich, haben die damit doch "einen Großteil ihres Wissens“ hinterlassen.
Rasch konnte der Denkmalschützer erkennen, dass die „Familie“ so gar nicht dem üblichen Bild vom einfältigen Bauern entsprach.Die Familie habe schon im 18. Jahrhundert über "ein enormes medizinisches und theologisches Wissen verfügt". Auf den Zetteln wurden Wörter in Schwäbisch, Deutsch, aber auch in Lateinisch und Hebräisch entziffert.
Der jeweils tätige Heiler auf dem Hof war oft die letzte Rettung bei Gebrechen aller Art, für Mensch und Tier gleichermaßen. Er half mit Tinkturen und Sprüchen, mit Salben und Kräutern, mit Handauflegen und mit Hellsehen.
Auch die Therapie war, gelinde gesagt, ungewöhnlich: Der Gelbsüchtige musste über ein Stück Holz urinieren, in das der Blitz eingeschlagen hatte. Auf den Bauch eines Siechen wurde eine lebende Forelle gebunden; sobald sie ihren letzten Schnaufer getan hätte, sei der Patient gesund, so lautete die Hoffnung. Der Heiler setzte Hundefleisch ein, Igelspeck und Dachsfett, Öle und Eier. Er vertraute seinen anatomischen Kenntnissen als Hausmetzger und er stützte sich auf homöopathische Erfahrungen.„Er scheint auch über eine heimliche magnetische Kraft zu verfügen", schrieb der Dorfpfarrer (1835 -. 1910). "Ich habe Fälle gesehen, in denen er durch Streicheln merkwürdige Wirkungen erzielt hat." Der Bauer sei "ein vielseitiger Doktor", lobte der Geistliche, "die Zahl seiner Heilungen ist Legion und der Glaube an ihn offen und insgeheim groß". Dabei hielten sich die Familienmitglieder nicht an die üblichen Regel des protestantischen Dorfes, riefen sie doch diverse Schutzheilige und Engel an - möglicherweise aus vorreformatischer Familientradition.
Die katholischen Badener kamen denn auch ungeniert über die nahe Grenze, die Einheimischen wollten am liebsten nicht gesehen werden. Aber der Erfolg gab den Wunderlingen mit ihren Wunderdingen eben Recht. Hatte sich eine Kuh im Wald verirrt, wusste der „Bauer“, wo sie zu finden war, wie er auch beschreiben konnte, wo vor Jahren vergrabene Gewehre freizuschaufeln seien.
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Ich spreche zu den Engeln meiner Kinder:
Folgt ihr ihnen immer noch?
Tragt ihr ihre Wünsche in euren Händen?
Wisst ihr etwas von ihrer Einsamkeit, die voll innerer Kämpfe ist?
Und wenn sie euch und das Leben verneinen,
wendet ihr euch ab und weint, aber bleibt doch?
Sie brauchen euch,
mehr als früher, als sie noch klein waren.
Sie brauchen euch verzweifelt,
denn die Jugend ist die schwerste Zeit.
Alles soll auf eigenes Risiko entschieden werden,
man soll sich losreißen,
alles selbst durchdenken,
will nichts wissen von Engeln.
Oh, ihr engel meiner erwachsenen Kinder!
Eine Mutter darf nicht länger eingreifen.
Aber ihr dürft.
Eine Mutter kann nicht länger Rat geben,
aber eure Weisheit kommt von Gott.
Haltet aus an der Seite meiner erwachsenen Kinder, ihr Engel.
Helft ihnen, im Dickicht zu wandern, den rechten Weg zu finden,
ihren einzigen Weg.
Viola Revall (Finnland)
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Schlehen
Nach den ersten Frösten, wenn sich der Geschmack der Früchte von herb und zusammenziehend nach süß und mild verwandelt hat, können die blauschwarzen, steinigen Früchte der Schlehen auch für den. menschlichen Verzehr geerntet und als Saft, Mus und Marmelade sowie zu Schlehenwein oder -likör weiterverarbeitet werden. Schlehen kann man kaum mit anderen Früchten verwechseln; ähnlich sind die etwas größeren, ebenfalls essbaren Früchte der Schlehenpflaume, deren Stein etwas scharfkantiger ist.
Schlehengehölze erkennt man an ihrem strauchigen bis drei Meter hohen Wuchs und der auffallenden Dornenausbildung. Zur Vermehrung bietet sich neben Aussaat vor allem Steckholzvermehrung an. Geeignet sind dazu Jahrestriebe, die ein kräftiges Wachstum aufzeigen. Geschnitten werden die Ruten von November bis Mitte Februar, je nach Witterungsverlauf. Die Knospen sollten noch völlig ruhen. Die Ruten werden in Teilstücke von 20 Zentimetern geschnitten, zu Bündeln gefasst und in Kästen mit feuchtem Sand gelegt und frostfrei gelagert. Im Frühjahr steckt man die Hölzer im Abstand von 5 mal 15 Zentimeter in Beete und drückt sie anschließend fest an, so dass sie von allen Seiten mit Boden verbunden sind.
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Nebel
Du, trüber Nebel, hüllest mir
Das Tal mit seinem Fluß,
Den Berg mit seinem Waldrevier
Und jeden Sonnengruß,
Nimm fort in deine graue Nacht
Die Erde weit und breit!
Nimm fort, was mich so traurig macht,
Auch die Vergangenheit!
Nikolaus Lenau, 1831
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Boden des Jahres
Der Boden des Jahres 2008 ist die Braunerde. Der Bundesverband Boden und Bodenkundliche Gesellschaft haben die Braunerde zum Boden des Jahres ernannt. Braunerden sind häufige Bodentypen des gemäßigt humiden Klimas. Sie entwickeln sich vorwiegend aus silikatischem, kalkfreiem oder kalkarmem Ausgangsgestein und entstehen aus Rankern oder Regosolen durch eine fortschreitende Bodenentwicklung. Je nach Ausgangsgestein unterscheiden sich Braunerden stark in ihren Eigenschaften.
Braunerden aus Lockergesteinen wie beispielsweise Geschiebelehm weisen meist eine mittlere Basensättigung und eine mittlere bis hohe nutzbare Feldkapazität auf und werden oft ackerbaulich genutzt.
Unterschiedliche Ausgangsgesteine und Entwicklungsbedingungen lassen nährstoffreiche bis nährstoffarme Braunerden entstehen. Alle Braunerden erfüllen als Lebensraum für Menschen, Pflanzen und Tiere allgemeine Bodenfunktionen. Sie werden im Bergland wegen ihrer Steinigkeit, Flachgründigkeit und der steilen Lage, im Norddeutschen Tiefland wegen ihrer Basenarmut oft als Forststandorte genutzt und dienen dabei der Erholung. Sandige Braunerden werden in starkem Maße auch landwirtschaftlich genutzt. Sie leiden in trockenen Jahren zwar unter Wassermangel, bei ausreichenden Niederschlägen und regelmäßiger Düngung können aber mittlere bis gute Erträge erzielt werden. Fruchtbare tiefgründige Braunerden sind zusammen mit Parabraunerden aus Löss oder Mergeln entstanden. Sie sind basen- und nährstoffreich und speichern aufgrund hoher Schluffgehalte Wasser über längere Zeiträume.
Die Filter- und Pufferleistung sandiger, basenarmer Braunerden ist meist gering, wodurch Schadstoffe leicht ins Grundwasser eingetragen werden können. Auf hängigen Standorten besteht die Gefahr von Erosion durch Wasser, sandige Braunerden ausgedehnter Ebenen sind auch durch Winderosion gefährdet. Krumen- und Unterbodenverdichtung infolge von unangepasstem Maschineneinsatz können Pflanzenwachstum und Wasserhaushalt dieser Böden empfindlich beeinträchtigen.
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Gedicht!
Es lohnt sich doch, ein wenig lieb zu
sein.
Und alles auf das Einfachste zu schrauben.
Und es ist gar nicht Großmut, zu verzeihn,
dass andere ganz anders als wir glauben.
Und stimmte es, dass Leidenschaft Natur
bedeutete im guten und im bösen, ist doch
ein Knoten in dem Schuhband nur mit Ruhe
und mit Liebe aufzulösen.
(Joachim Ringelnatz)
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Ich habe gelernt, dass Du niemanden dazu bringen kannst, Dich zu mögen oder zu lieben.
Alles was Du tun kannst ist, jemand zu sein, den man mögen und lieben kann !Ich habe gelernt, dass man immer jemanden mit lieben Worten verlassen sollte.
Es könnte das letzte Mal sein, dass man ihn sieht!Ich habe gelernt, dass es Jahre braucht Vertrauen aufzubauen,
aber nur Sekunden, um es zu zerstören!!Ich habe gelernt, dass im Leben nicht zählt was Du hast,
sondern wen Du hast !Ich habe gelernt, dass Du impulsiv etwas machen kannst,
was Dir für den Rest Deines Lebens Kopfschmerzen bereitet!Ich habe gelernt, dass es oft einfacher ist zu reagieren als zu denken!
Ich habe gelernt, dass Du noch lange weitermachen kannst -
nachdem Du dachtest, es geht nicht mehr!Ich habe gelernt, dass Du Dich nicht mit dem Besten, das andere geben können, vergleichen solltest, sondern mit dem Besten, das Du geben kannst !
Ich habe gelernt, dass wir immer verantwortlich sind für das was wir tun,
egal wie wir uns fühlen.Ich habe gelernt, dass es Übung braucht , verzeihen zu erlernen!
Ich habe gelernt, dass es Menschen gibt die aufrichtig lieben - aber nicht wissen - wie sie es zeigen sollen!
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Gebet
Herr! Schicke, was du willst,
ein Liebes oder Leides;
ich bin vergnügt, dass beides
aus deinen Händen quillt.
Wolltest mit Freuden
Und wolltest mit Leiden
Mich nicht überschütten!
Doch in der Mitten
Liegt holdes Bescheiden.
Eduard Mörike
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Papiertaschentücher
Selbst der sorgfältigste Wäschesortierer ist vor ihnen nie ganz sicher: Papiertaschentücher, die sich heimlich in die Trommel schmuggeln. Meist überleben die Zellstoffquadrate das unfreiwillige Bad nicht und machen sich in Form zahlreicher kleiner Fusseln bevorzugt auf dunklen Kleidungsstücken breit. Manchmal aber plumpst auch ein fast unversehrtes Klümpchen beim Aufhängen zu Boden. Wie konnte es den Waschgang so gut überstehen?
Papiertaschentücher sollen möglichst gut halten, sonst hätte man beim Naseputzen schnell nasse Finger. Bei Toilettenpapier ist das Gegenteil erwünscht, das soll sich in Wasser möglichst gut auflösen.
Papier ist also nicht gleich Papier. Einige Sorten müssen widerstandsfähiger sein als andere – etwa Filterpapier, Teebeutel, Flaschenetiketten oder Geldscheine und Wertpapiere. Um das zu erreichen, brauchen sie eine besondere Behandlung: Sie werden nassfest gemacht. Die Zellstofffasern, also der Papierausgangsstoff, werden im noch feuchten Zustand mit bestimmten Chemikalien behandelt. Häufig verwendete Nassfestmittel sind Glyoxal, Harnstoff-Formaldehyd-Harze, Melamin-Formaldehyd-Harze und Chlorhydrin-Harze.
Beim Trocknen kommt es zu einer chemischen Reaktion zwischen Zellstoff und Harz. Die Fasern werden dabei zusätzlich miteinander vernetzt beziehungsweise die Stellen, an denen die Fasern sich kreuzen, mit einer Arzt Manschette verpackt. So entsteht die besondere Stabilität. Jeder Hersteller hat seine eigene Methode und Dosierung. Daher gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten. Die Firmen lassen sich da nicht gern in die Karten schauen und eine entsprechende Norm gibt es nicht.
Um Verbraucher vor schädlichen Nebenwirkungen der Festiger zu bewahren, gibt es die Empfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung und genaue Grenzwerte.
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Die krumme Nase
Die Nase schauet trutziglich
in's Land, der Nüster blähet sich —
Drum fällst du, Nashorn ohne Horn,
mein stolzes Menschlein, stets nach vorn!
Und stets beisammen find't sich das:
Gerader Stolz, gekrümmte Nas.
Friedrich Nietzsche
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Das Schnupfenmännchen
Wen man auch fragt, gesehen haben ihn die wenigsten, diesen kleinen und heimtückischen Kobold. Er ärgert die Menschen, gleich ob sie jung oder alt sind, alljährlich in den nassen und kalten Monaten. Ein paar alte Frauen wollen das Schnupfenmännchen gesehen haben. Sie beschreiben es als einen kleinen hässlichen Gnom, der einen grauen Lodenmantel mit Kapuze trägt, aus dem nur eine rote Nase herausleuchtet. Die Augen sollen ganz klein und verschmitzt sein, die Lippen ganz weiß. Wenn das Schnupfenmännchen kichert oder lacht, so klingt es blechern und schadenfroh.
Besonders gern hält sich der hinterhältige Gnom an offenen Fenstern, Türen und auf nassen Straßen auf. Dort wartet das Schnupfenmännchen auf unvorsichtige Buben und Mädchen, denen es heimlich folgt, um ihnen in die Nase zu zwicken.
Das ist gar nicht lustig, wenn es auch zuerst nicht weh tut. Aber am nächsten Tag haben die gezwickten Kinder einen richtigen Schnupfen. Es kribbelt ihnen in der Nase, die dauernd geputzt werden muss und nachher vor Entzündung ganz rot ist. Wenn es noch schlimmer wird, muss das gezwickte Kind ins Bett, darf nicht in die Schule, nicht auf der Straße spielen, keinen Krankenbesuch empfangen und muss viel heißen Tee trinken. Aber wie kann man sich vor dem Schnupfenmännchen schützen? Wenn man es nicht sehen und hören kann, weiß man doch nicht, wann es kommt.
Doch, das weiß man: immer dann, wenn man an nassen oder kalten Tagen nicht dem Rat der Mutter folgt und unvorsichtig ist. Wer leichtsinnig in Pfützen patscht, in zugigen Hausfluren spielt, sich nicht warm genug anzieht oder erhitzt ans offene Fenster oder vor die Tür geht.
Wenn ihr einmal beim Spielen nasse und kalte Füße bekommt, dann ist das Schnupfenmännchen nicht mehr weit. Dann hilft nur noch eins: Ihr müsst tüchtig laufen und springen, bis die Füße wieder warm sind und das Schnupfenmännchen euch mit seinen kurzen Beinchen nicht erreichen kann.
Wer das nicht tut, den wird es zwicken und dazu zwingen, dauernd "hatschi!« zu rufen; dem wird es eine rote Nase anhängen und ihn vielleicht sogar ins Bett stecken lassen.
H.G.
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Ich habe Jahre gebraucht, um zu
begreifen,
dass Worte oft genauso wichtig sind wie die Erfahrung;
denn sie verleihen der Erfahrung erst Bestand.
Autor unbekannt
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Weihnachtskakteen
Weihnachtskakteen sind an sich ganz unverwüstliche Gesellen. Sie werden jetzt in Blumengeschäften und Garten-Centern in vielen Sorten und Größen angeboten. Selbst als kleine Bäumchen sieht man sie häufig. Dann sind sie aber auf eine andere, stammbildende Kakteensorte veredelt worden.
Obwohl sie in die große Familie der Kakteen gehören, stellen sie doch ganz andere Ansprüche als die meisten ihrer Familienmitglieder. So lieben sie einen hellen, aber nicht ausgesprochen sonnigen Platz. Sie müssen zudem jetzt ganz gleichmäßig feucht gehalten werden. Wiederholtes Trockenwerden führt dazu, daß die Knospen abfallen. Die normale Zimmertemperatur unserer Wohnräume sagt ihnen unbedingt zu. Nach der Blüte dürfen wir sie kühler stellen, den Sommer über sogar in den Garten. Aber auch dort dürfen sie nicht vollkommen austrocknen.
Lediglich im August ist es ratsam, eine Ruhezeit einzulegen. Die Pflanzen brauchen dann sehr wenig Feuchtigkeit, aber einen schattigen Platz. Nach etwa vier Wochen wird wieder regelmäßig gegossen. Schon bald zeigen sich dann an den Enden der Triebe die ersten Knospen. Damit diese nicht abgestoßen werden, sollte man die Pflanze möglichst in gleicher Richtung zum Licht und am gleichen Platz stehen lassen. Leichte Düngergaben sind vom Frühling bis zur Ruhezeit im August von
Vorteil.
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Die Sterne



Ich sehe oft um Mitternacht,
wenn ich mein Werk getan
und niemand mehr im Hause wacht,
die Stern am Himmel an.
Sie gehn da, hin und her, zerstreut
als Lämmer auf der Flur;
in Rudeln auch, und aufgereiht
wie Perlen an der Schnur;
und funkeln alle weit und breit,
und funkeln rein und schön;
ich seh die große Herrlichkeit,
und kann nicht satt mich sehn....
Dann saget unterm Himmelszelt
mein Herz mir in der Brust:
Es gibt was Bessers in der Welt
als all ihr Schmerz und Lust.
Matthias Claudius
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Die Sterntaler
Es war einmal ein kleines Mädchen, dem waren Vater und Mutter gestorben. Und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr, darin zu schlafen. Und endlich hatte es gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand. Das hatten ihm gute Menschen geschenkt. Das Mädchen war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld.
Da begegnete ihm ein armer Mann, der sprach: „Ach, gib mir etwas zu essen, ich bin so hungrig!“ Das Mädchen reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte: „Gott segne dir’s!“ und ging weiter.
Da kam ein Kind, das jammerte uns sprach: „Es friert mich so an meinem Kopfe; schenk mir etwas, womit ich ihn bedecken kann!“ Da tat das Mädchen seine Mütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und fror. Da gab es ihm seins und ging noch weiter.
Da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin. Endlich gelangte es in einen Wald, und es war schon dunkel geworden. Da kam noch ein Kind und bat um ein Hemdlein. Und das fromme Mädchen dachte: Es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand. Du kannst wohl dein Hemd weggeben. Es zog sein Hemdchen aus und gab es auch noch hin. Und wie es stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel und waren lauter harte, blanke Taler. Und ob es gleich sein Hemdlein weggeben, so hatte es ein neues an; das war vom allerfeinsten Linnen. Da sammelte es sich die Taler hinein und war reich für sein Lebtag.Grimm
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Am Fenster
Ich schau` in den weißen Nebel hinaus
und seh’ keinen Baum, keinen Strauch und kein Haus,
kein Pferdchen am Wagen, keinen Hund auf dem Platz,
keinen Vogel im Garten, nicht mal einen Spatz.
Kein blauer Himmel, keine Sonne ‚rausguckt:
Der weiße Nebel hat alles verschluckt.
Ernst Kreidolf
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Bronzepute
Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen hat die Bronzepute zur Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2008 gekürt. Bronzeputen sind selten geworden und werden nur noch von wenigen Landwirten und Hobbyzüchtern gehalten. Derzeit liegt der Zuchtbestand deutschlandweit bei 800 Tieren.
Damit haben sich die Bestände zwar etwas erholt, denn vor zehn Jahren waren es nur noch 330 Bronzeputen bei 55 Züchtern. Dennoch droht in Zeiten der Geflügelgrippe immer die Gefahr, dass zumindest ein großer Teil der Zuchten verloren gehen kann. Bereits der Verlust weniger Tiere könnte diese kleine Population in massive Erhaltungsengpässe bringen. Auf der Roten Liste der Nutztierrassen Deutschlands ist die Bronzepute deshalb als „gefährdet“ eingestuft.
Die ursprüngliche Heimat der Puten oder Truthühner ist Nord- und Mittelamerika. Im Jahr 1520 brachten spanische Seefahrer die ersten „Indischen Hühner“ mit zurück in ihre Heimat und nur wenige Jahre später erreichten die ersten Vögel Deutschland. Am Niederrhein und in den benachbarten Niederlanden wurden die leckeren Puten schnell beliebt und lösten den aus Asien importierten Pfau als Großgeflügel ab.
Hauptahn der domestizierten Puten ist wohl der Mexikanische Truthahn, auch die östliche Unterart des Truthahns hat Eingang in die Zucht gefunden. Puten gibt es in zahlreichen Formen und Farbschlägen, wobei die Bronzepute dem Wildtruthahn noch am ähnlichsten ist. Die Grundfarbe des Gefieders ist schwarz mit starkem Bronzeglanz, der in allen Regenbogenfarben schillern kann.
Die Bronzepute besitzt einen langgestreckten und kräftigen Rumpf. Der Kopf ist unbefiedert mit abwechselnd blauer, weißer und roter Haut sowie dicht mit roten Fleischwarzen besetzt, die sich bei Erregung bis hin zu violett verfärben können – daher die Bezeichnung „puterrot“, wenn jemand aus Ärger oder Scham einen roten Kopf bekommt.
Die Bronzepute ist eine gute Mastpute mit magerem und zartem Fleisch. Hähne wiegen 12 bis 15 Kilogramm, die Hennen sind mit 6 bis 8 Kilogramm deutlich leichter. Eine Bronzepute legt pro Jahr 20 bis 50 Eier. Die Brut beginnt bei uns etwa Anfang April, das Ausbrüten der Eier dauert jeweils 28 Tage. Puten sind zuverlässige Brüterinnen und brüten auch die Eier anderer Geflügelarten aus. Der Bruttrieb der domestizierten Puten geht so weit, dass sie nach Beginn des Brutgeschäfts auf tauben Eiern endlos weiterbrüten würden – bis zum eigenen Verhungern. Erst das Schlüpfen der Küken ist für sie Signal, mit dem Brüten aufzuhören. Im Freiland gehaltene Bronzeputen sind wenig krankheitsanfällig und recht wetterfest. Nur starke Zugluft und zu viel Feuchtigkeit können ihnen gefährlich werden. Puten können sich gut selbst ernähren und suchen vor allem Früchte, Gräser, Blätter, Insekten, Schnecken und andere Kleintiere. Außerdem nehmen sie Sand und kleine Steinchen auf, die im Magen helfen, die Nahrung zu zerkleinern. Da es in der Steppe wichtig ist, Fressfeinde frühzeitig zu erkennen, sind Puten ausgesprochen weitsichtig. Dafür sehen sie im Nahbereich sehr schlecht, sodass sie selbst ausgestreutes Futter bestenfalls zufällig entdecken.
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Tiefgefroren in der Truhe
liegt die Gans aus Dänemark.
Vorläufig lässt man in Ruhe
sie in ihrem weißen Sarg.
Ohne Kopf, Hals und Gekröse
liegt sie neben dem Spinat.
Ob sie wohl ein wenig böse
ist, dass man sie schlachten tat?
Oder ist es nur zu kalt ihr,
man sieht’s an der Gänsehaut.
Na, sie wird bestimmt nicht alt hier
morgen wird sie aufgetaut.
Hm, welch Duft zieht aus dem Herde,
durch die ganze Wohnung dann.
Mach, dass gut der Braten werde -
bald kommt auch der Weihnachtsmann.
nach Heinz Ehrhardt
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In der Weihnachtsbäckerei, gibt es manche Leckerei
Zwischen Mehl und Milch, macht so mancher Knilch
eine riesengroße Kleckerei. In der WeihnachtsbäckereiWo ist das Rezept geblieben, von den Plätzchen, die wir lieben?
wer hat das Rezept - verschleppt?
Na, dann müssen wir es packen, einfach frei nach Schnauze backen
Schmeißt den Ofen an - ran!Brauchen wir nicht Schokolade, Zucker, Honig und Succade,
und ein bisschen Zimt? das stimmt.
Butter, Mehl und Milch verrühren, zwischendurch einmal probieren
und dann kommt das Ei, vorbei.Bitte mal zur Seite treten, denn wir brauchen Platz zum kneten
Sind die Finger rein? Du Schwein!
Sind die Plätzchen, die wir stechen, erstmal auf den Ofenblechen,
warten wir gespannt - verbrannt!In der Weihnachtsbäckerei, gibt es manche Leckerei ...
Wie schön dieses Lied, das mich nächste Woche beim Backen inspirieren wird, hoffe ich ...
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Bereits im November fangen die Weihnachtsvorbereitungen für mich an. Alle Rezepte werden geortet, es wird eingekauft und dann geht's los. Jedes Jahr werden Erinnerungen in mir geweckt:
An das Backen mit meiner Mutti, als ich noch klein war: Damals gab es ja nicht viel. Es wurde aus Mehl, Milch, einem Ei und Zucker, wenn vorhanden etwas Fett - oft Schweineschmalz - ein Teig hergestellt. Vati hatte aus Zinkblech Ausstechformen erstellt. Kreise, Dreiecke und Vierecke, in verschiedenen Größen. Für die runden Formen bastelte er sogar einen Griff in Art eines Henkels. Dieser wurde, wie die Formen selbst, zusammengeschweißt. Dann hat er diese Stellen abgeschliffen, damit sie schön glatt waren. Wenn ich meine Ausstechformen der "Neuzeit" aus der Dose entnehme, fallen mir die aus der damaligen Zeit in die Hände. Ich besitze sie noch immer. Warum weiß ich nicht. Kann sie einfach nicht wegwerfen, hatte er sich damals doch so viel Mühe gegeben. Mit diesem "Werkzeug" stachen wir unsere Plätzchen aus, die dann auf ein, auch selbst hergestelltes Bachblech gelegt wurden. Dieses wurde vorher mit einer Speckschwarte gefettet. Dann kamen diese Köstlichkeiten in den mit Holz geheizten kleinen gusseisernen Ofen.
Heute ist das viel einfacher. Und so werde ich auch dieses Jahr wieder anfangen und weitere Erinnerungen werden mich berühren. Nach vielen Lebensjahren habe ich mein System entwickelt, in welcher Reihenfolge bestimmte Plätzchensorten erstellt werden. Fange ich mit den Kokos- und Haselnussmakronen an, muss ich an die Schule denken. Wir hatten damals auch "Kochen und Backen" als Unterrichtsfach. Eben diese Sorten lernte ich dort kennen. Die Kokosmakronen erinnern mich an meinen Vati und den Schwiegervater, waren deren Lieblingsplätzchen. Erstelle ich dann den Teig der "Ausstecherle" und bin dabei, Sterne, Herzen und noch viel mehr Formen auszustechen, muss ich an meine Kinder denken. Dabei halfen sie immer gerne. Diese Plätzchen wurden, bevor sie in den Ofen kamen, mit Eigelb oder -weiß bestrichen. Bestreut haben die Kinder sie mit Hagel- oder buntem Zucker. Mein Lebkuchenrezept hat mir meine Schwiegermutter "geschenkt". Wenn es nun wieder ans Backen geht, werden wir oft davon reden, wenn wir sie im Pflegeheim besuchen. So ist fast jede Plätzchensorte für mich mit einer Erinnerung verbunden. Wie herrlich duftete das Gebäck, wenn es aus dem Ofen kam. Oft war die Enttäuschung groß, wurden manche der Plätzchen hinterher sehr fest. Ins Schlafzimmer stellen, bekam ich von meiner Schwiegermutter den Rat. Aber viel Platz war da nicht. Nun hatten wir einen etwas absurden Einfall. Die Plätzchen wurden wie eine Reliquie in eines unserer Gewächshäuschen getragen und dort, mit Tüchern abgedeckt auf die Regale gestellt. Oft schon nach ein paar Tagen hatten sie die gewünschte "Bissfeste". Natürlich musste Otto, mein Mann, jeden Tag danach sehen. War sehr wichtig. Nur wunderte ich mich, warum das Nachschauen so lange dauerte. Als wir die Köstlichkeiten dann ins Haus holten, um sie in Dosen zu verstauen, wunderte ich mich schon. Hatte ich so wenige gebacken? Das Geheimnis lüftete sich bald: Es war die Weihnachtsmaus! Aber eine mit zwei Beinen!
Hier geht es zur Seite der Plätzchen-Rezepte: http://www.gottiswelt.de/gedichte/weihnachtsplaetzchen.htm
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Die Weihnachtsmaus
Aus dem Ofen zart und weich,
muss probieren ich sogleich.
Eine Weile später, o Schreck!
Sind sie nicht mehr zart,
sondern total hart!
Enttäuscht bring ich sie weg!Tage später, die Weihnachtsmaus
ist neugierig unterwegs im Haus!
Sie hat geknabbert hier,
hat gekostet dort,
schmunzelnd bringt sie mir,
ohne ein einzig Wort',
Plätzchen weich und zart
und mit Lob nicht spart!Diese Maus ist wohlbekannt,
in jedem Haus man sie fand!
Zum Kosten ist sie stets bereit,
immer um die Weihnachtszeit!
Bleib bei mir, in meinem Haus,
Ich liebe dich, du zweibeinige Maus!Heidi Gotti
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Wir helfen beim Backen
Es war kurz vor Weihnachten. Die Mutter buk kleine Plätzchen für den Christbaum. Sie hatte die tiefe Schüssel auf dem Schoße und rührte sorgsam zusammen, was zu einem guten Teig gehört: Butter und Eier, Milch und Mehl, Zucker und Zimt. Eifrig sahen die Kinder zu.
Jetzt war der Teig fertig. Die Mutter rollte ihn dünn aus, dann sagte sie: „So, jetzt könnt ihr helfen. Everl und Bertel, ihr nehmt jede ein Weinglas und stecht damit runde Plätzchen aus!“
„Und was kann ich tun?“, rief die kleine Lore.
„Du nimmst meinen Fingerhut und stichst aus jedem Plätzchen in der Mitte ein Stück Teig heraus, damit man den Faden zum Anbinden durchziehen kann.“
Emsig machten sich die Kinder an die Arbeit.
„Nun haben wir genug runde Plätzchen“, sagte die Mutter nach einer Weile. „Jetzt könnt ihr beiden Großen Herzchen und Sterne ausstechen.“
Die Mutter holte zwei kleine Blechformen und zeigte den Mädchen, wie sie diese auf den Teig drücken und den Teig ausstechen müssten.
„Und ich kann gar nichts tun?“, fragte Lore.
„Du kannst Mandeln auf die Sterne und Herzen legen.“
Da steckte der Vater den Kopf zur Küchentür herein. „Bei euch geht`s ja lustig zu“, sagte er. „Darf ich helfen?“
„Ja, ja!“, riefen alle und Evchen und Bertel boten dem Vater eifrig ihre kleinen Formen an.
Der Vater aber sagte: „Nein, nein, Herzchen und Sterne mache ich nicht, ich steche aus, was mir gefällt!“
Dabei nahm er ein Messer und fing an, die hübschesten Sachen aus dem Teig herauszuschneiden: Vögel und Rehe, Schweine und Esel und sogar ein Auto.
Die Kinder lachten, was sie nur lachen konnten. Dazwischen hieß es: „Vater, dein Elefant hat ja nur drei Beine!“ Oder: „Du hast ja dem Schweinchen keinen Schwanz gemacht!“
Da lachte auch der Vater und besserte sein Kunstwerk aus. Zuletzt war nur noch ein kleines Stückchen Teig da. Aus dem machte der Vater für jedes seiner drei Töchterchen ein Kätzchen mit langem Ringelschwanz und die kleinen Mädchen freuten sich schon, die Kätzchen an dem Christbaum wiederzufinden.
„Nun esst eure Suppe“, sagte die Mutter, „und dann heißt es zu Bett gehen, es ist schon spät!“Helene Stökl
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Fingerzählen Fünf Engelein haben
gesungen, Volksgut |
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Bald ist es wieder soweit ... es fallen bereits die ersten Flocken und der Advent steht vor der Tür. Plätzchen duften und Kerzen verbreiten einen warmen Schein. Nicht mehr lange und wir sitzen wieder unter einem hübsch geschmückten Weihnachtsbaum. Wir sollten dann aber nicht versäumen auch der Menschen zu gedenken, denen es nicht so gut geht und sie in unsere Gebete mit einschließen.
Die Kerze führt zu einer Adventsgeschichte
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Erster Advent!

die Kerze brennt.
Gedanken schweifen zurück,
an Augenblicke voll Kinderglück.
Weihnachten liegt in der Luft
Bratapfel- und Glühweinduft.
In Tassen heißer Tee,
draußen kalter Schnee.
Weihnachtsplätzchen auf dem Tisch,
das Tannenreisig duftet so frisch.
Geschichten vorlesen und Lieder
singen,
wie schön diese Adventsweisen klingen!
Die Gedanken schwingen lassen
beim Wunschzettel verfassen.
Die Ahnung an den „Heiligen Christ“
in uns wach geworden ist.
Es ist wie ein Traum,
vor uns der Christbaum,
die Geschenke darunter,
wie ein großes Wunder.
Die Erwartung wird übergroß!
Wie lange dauert es denn bloß?
Kinderträume werden wahr,
immer wieder Jahr für Jahr!
Heidi Gotti
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