| Oktober muss geben dem Wein seine Kraft, |
| daraus man dann keltert den fröhlichen Saft |
Oktober 2005
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Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 1 2 Tag dt.Einheit 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 Reformationstag 31 Gilbhart ist eine sehr alte Bezeichnung für den Oktober, was so viel heißt wie „reich an Gelbem“ ( =Herbstfärbung des Laubes). Der Oktober ist der 8. Monat (octo-acht) des mit dem März beginnenden altrömischen Kalenders. Alte deutsche Namen sind Gilbhart, Weinmonat und Erntemonat.
Oktober, der fröhliche Wandersmann, er pinselt Wald, Heide und Hecken an.
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Ein schöner Herbsttag
Schwarze
Wolken, groß und dick,
dahinter blauer Himmel, ein ganzes Stück.
Gewaltig pfeift der Wind,
dreht sich lustig wie ein Kind,
treibt bunte Blätter vor sich her,
und es werden immer mehr.
Vorhin noch hat der Himmel geweint,
ganz plötzlich die Sonne scheint.
Es ist schade, solch milde Tage,
werden selten sein,
wir woll'n uns drüber freun.
Heidi Gotti
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Die
Herbstzeitlose, Einerseits heilsam, andererseits
tödlich: |
Als ausgesprochen eigenwilliges Pflänzchen hält die Herbstzeitlose nicht viel vom "Mainstream". Sie blüht erst im Herbst, zu einer Zeit also, wenn andere längst ihr Programm abgespult und nahezu alle Vegetationsstadien durchlaufen haben. Weil sie sich nicht an die übliche Jahreszeit hält, heißt sie von der Gattung her auch die "Zeitlose".
Obendrein bringt sie vom Spätsommer bis in den November hinein aus einer unterirdischen Knolle ihre zauberhaften blassrosa bis violett gefärbten Blütenkelche ohne die sonst üblichen Blätter und Stängel hervor. Der Volksmund kennt sie daher auch unter dem Namen "Nackte Jungfer". Erst im folgenden Frühjahr lässt die seltsame Knollenpflanze dann ihre fleischigen Blätter und die mit den Samen gefüllte Fruchtkapsel folgen. Auf diese gewissermaßen verkehrte Reihenfolge bezieht sich ein anderer von mehreren hundert volkstümlichen Namen der ungewöhnlichen Pflanze: "Kind vor dem Vater".
Ihr botanischer Name Colchicum autumnale verweist zum einen auf die ungewöhnliche Blütezeit im Herbst. Zum anderen leitet er sich von einer Landschaft am Schwarzen Meer ab, der Colchis. Das war die Heimat der sagenhaften Giftmiseherin und Zauberin Medea. Wissenschaftler vermuten einen Zusammenhang zwischen den alten Mythen um diese giftkundige Königstochter und einer der in der
Colchis vorkommenden Herbstzeitlosenarten. Denn äußerst giftig sind die rund 70 Mitglieder dieser Gattung allemal.
Auch die einzige bei uns wild wachsende Herbstzeitlose hat es in sich: Alle Pflanzenteile enthalten das stark giftige Alkaloid Colchicin. Schon die bloße Berührung kann gefährlich werden, besonders für
Kinder. Da sie auf Feuchtwiesen und Weiden vorkommt, wird die Herbstzeitlose manchmal mit dem ähnlich aussehenden Krokus verwechselt, der jedoch zu einer ganz anderen Pflanzenfamilie, den Irisgewächsen, gehört. Zu Vergiftungen mit sogar tödlichem Ausgang kommt es vor allem durch Verwechslung der Blätter der Herbstzeitlosen mit Wildsalat oder ihrer Zwiebelknolle mit der Küchenzwiebel. Weidetiere wie Rinder und Pferde gehen der hochgiftigen Pflanze in der Regel aus dem Weg. Selbst Heu, in dem sich vertrocknete Reste von ihr befinden, lehnen sie ab. Es soll jedoch schon zu tödlichen Vergiftungen bei Menschen nach dem Genuss von Ziegen- oder Schafsmilch gekommen sein, wenn die Tiere zuvor die für sie unschädlichen Blätter der Herbstzeitlosen gefressen hatten. Landwirte sind daher gar nicht gut auf das schöne, aber gefährliche Gewächs zu sprechen. Inzwischen haben sie es so erfolgreich bekämpft, dass es auf unseren Wiesen und Weiden kaum noch zu finden ist.
Trotz ihrer Giftigkeit hat die Herbstzeitlose, die ja schon in der Antike sowohl zum Heilen als auch zum Morden benutzt worden war, in Volksmedizin und Aberglauben des Mittelalters eine bedeutende Rolle gespielt. Staubgefäße und Stempel der Pflanze wurden beispielsweise für eine Fettsalbe zur Behandlung von wunden Händen und Frostbeulen verwendet. Frauen und Mädchen in Thüringen zerrieben die erste im Herbst gefundene "Spinnblume" zwischen den Fingern, damit sie beim Spinnen nicht wund wurden. Mancherorts bestrich man sich die Augenlider mit dem Saft der ersten "Lichtblume" , wie sie auch hieß, um bei der Arbeit an den bevorstehenden Winterabenden nicht schläfrig zu werden.
Vor allem von der getrockneten Zwiebelknolle versprach man sich besondere Schutzwirkung: Als Talisman um den Hals oder in der Hosentasche getragen, sollte sie gegen Ruhr, Zahnweh, Kopfschmerz und Pestilenz schützen. Dieser "Tragezauber" soll bereits 1680 - wenn auch ohne Erfolg - bei einer Pestepidemie in Dresden geübt worden sein. Heilkundige nutzten die Wirkungen der Pflanze damals auch schon zur Gichtbehandlung.
Andererseits warnte Hieronymus Bock im 16. Jahrhundert bereits eindringlich vor Ihrer Giftigkeit. Und Tabernaemontanus erwähnt, dass die Herbstzeitlose von Apothekern mit anderen Pflanzen verwechselt wurde, was zum Verderben der Kranken führte, ". . . weil diese Wurzel im Leib gifftig / die den Menschen tödtet / . . ."Walpurgisnacht -Salat
Nach dem Volksglauben konnte die giftige Pflanze nur dort wachsen, wo ein Unschuldiger enthauptet worden war. In Hessen hieß es, dass Hexen sich in der Walpurgisnacht aus den Blattspitzen einen
giftigen Salat zubereiten.
Auch für ein Wetterorakel hat man die seltsame Pflanze benutzt. So deutete man ein frühzeitiges Blühen unter anderem in Schwaben als Hinweis auf einen strengen Winter. Vier Blütenblätter kündigten eine schlechte, sechs hingegen eine sehr gute Ernte im kommenden Jahr an. Dort heißt das Liliengewächs manchmal nach Wilder Safran, womit ursprünglich der wilde Frühlingskrokus gemeint war. .
Das hochgiftige Colchicin aus der Knolle der Herbstzeitlosen fand auch Eingang in die neuzeitliche Medizin. So werden daraus gewonnene Drogen zum Beispiel gegen Rheuma, Gicht und auch zur
Behandlung einiger Krebsarten eingesetzt. Auch in der Pflanzenzucht hat die giftige Schöne, von der es inzwischen zahlreiche Gartenformen in unterschiedlichsten Spielarten auf dem Markt gibt, sich längst ihre Meriten verdient: Durch die Behandlung von Pflanzensamen mit einer Colchicinlösung gelang es Forschern, künstliche Mutationen zu erzeugen. Dadurch sind bereits viele neue, größere und kräftigere Nutz- und Zierpflanzen gezüchtet worden, etwa Getreide, Erdbeeren und zahlreiche Blumensorten.
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zum heutigen Tag etwas Neues auf der HP: bei "dies und das" und weiter bei "Banknoten und Münzen" ... Geld der DDR
Herbstlied
Feldeinwärts flog ein Vögelein
und sang im hellen Sonnenschein
mit süßem wunderbarem Ton.
Ade ich fliege nun davon,
weit, weit, weit,
reis ich noch heut,
weit, weit, weit.Ich horchte auf den Feldgesang,
mir ward so wohl und doch so bang,
mit frohem Schmerz und trüber Lust
stieg wechselnd bald und sank die Brust.
Herz, Herz, Herz,
ist's Wonne oder Schmerz?
Mein Herz, mein Herz.
Doch als ich Blätter fallen sah
da dachte ich: Ach, der Herbst ist da!
Der Sommer geht, die Schwalbe flieht,
vielleicht so Lieb' und Sehnsucht flieht,
weit, weit, weit,
rasch mit der Zeit,
weit, weit, weit.Doch rückwärts kam der Sonnenschein,
dicht zu mir drauf das Vögelein,
es sah mein tränend Angesicht
und sang: Die Liebe wintert nicht,
nein, nein, nein
es ist und bleibet Frühlingsschein!
Nein, nein, nein!Aus einem alten Liederbuch...
Dieses Bild hat mir mein Mail-Freund Oskar zur Verfügung gestellt:
Das Riesenspielzeug
Die Burg Niedeck ist im Elsaß
wohlbekannt,
die Höhe, wo vorzeiten die Burg der Riesen stand;
sie selbst ist nun verfallen, die Stätte wüst und leer;
du fragest nach den Riesen, du findest sie nicht mehr.
Einst kam das Riesenfräulein aus
jener Burg hervor,
erging sich sonder Wartung und spielend vor dem Tor
und stieg hinab den Abhang bis in das Tal hinein,
neugierig zu erkunden, wie's unten möchte sein.
Mit wen'gen raschen Schritten
durchkreuzte sie den Wald,
erreichte gegen Haslach das Land der Menschen bald,
und Städte dort und Dörfer und das bestellte Feld
erschienen ihren Augen gar eine fremde Welt.
Wie jetzt zu ihren Füßen sie spähend
niederschaut,
bemerkt sie einen Bauer, der seinen Acker baut;
es kriecht das kleine Wesen einher so sonderbar,
es glitzert in der Sonne der Pflug so blank und klar.
"Ei, artig Spielding!" ruft sie, "das
nehm' ich mit nach Haus!"
Sie knieet nieder, spreitet behend ihr Tüchlein aus
und feget mit den Händen, was da sich alles regt,
zu Haufen in das Tüchlein, das sie zusammenschlägt;
und eilt mit freud'gen Sprüngen - man
weiß, wie Kinder sind -
zur Burg hinan und suchet den Vater geschwind:
"Ei, Vater, lieber Vater, ein Spielding wunderschön!
So Allerliebstes sah ich noch nie auf unsern Höhn."
Der Alte saß am Tische und trank den
kühlen Wein,
er schaut sie an behaglich, er fragt das Töchterlein:
"Was Zappeliges bringst du in deinem Tuch herbei?
Du hüpfest ja vor Freuden; lass sehen, was es sei!"
Sie spreitet aus das Tüchlein und
fängt behutsam an,
den Bauer aufzustellen, den Pflug und das Gespann;
wie alles auf dem Tische sie zierlich aufgebaut,
so klatscht sie in die Hände und springt und jubelt laut.
Der Alte wird gar ernsthaft und wiegt
sein Haupt und spricht:
"Was hast du angerichtet? Das ist kein Spielzeug nicht!
Wo du es hergenommen, da trag es wieder hin!
Der Bauer ist kein Spielzeug; was kommt dir in den Sinn!
Sollst gleich und ohne Murren
erfüllen mein Gebot!
Denn wäre nicht der Bauer, so hättest du kein Brot;
Es sprießt der Stamm der Riesen aus Bauernmark hervor;
Der Bauer ist kein Spielzeug, da sei uns Gott davor!"
Burg Niedeck ist im Elsaß der Sage
wohlbekannt,
die Höhe, wo vorzeiten die Burg der Riesen stand;
sie selbst ist nun verfallen, die Stätte wüst und leer,
und fragst du nach den Riesen, du findest sie nicht mehr.
Adalbert von Chamisso
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Bei Zwergen und Riesen
| So ist es im Lande
der Zwerge: Ameisenhaufen sind die Berge, das Sandkorn ist ein Felsenstück, der Seidenfaden ist ein Strick, die Nadel ist da eine Stange, ein Würmchen eine Schlange, als Elefant gilt eine Maus, der Fingerhut ist dort ein Haus, die Fenster scheinen Nadelöhre, ein Glas voll Wasser wird zum Meere, ein Haar wird da zum dicksten Baum - man glaubt es kaum! |
So ist es im Lande
der Riesen: Da nähen die Schneider mit Spießen, da stricken die Mädchen mit Stangen, da füttert man Vögel mit Schlangen, da malen mit Besen die Maler, da macht man wie Kuchen die Taler, da schießt man die Mücken mit Pfeilen, da webt man die Leinwand mit Seilen, und fingerdick wächst dort ein Haar - ist's wirklich wahr? Volksgut |
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... ohne Bauer kein Brot ...
Unser "täglich' Brot' in Zahlen
Die Deutschen essen immer noch ihr "täglich' Brot". Einer Verbraucherbefragung zufolge stehen, Brot fünf Mal, Brötchen fast vier Mal und andere Kleingebäck wie Brezeln oder Croissant zwei Mal wöchentlich auf dem Speiseplan.
Es heißt, wahre Schönheit kommt von innen. Stimmt. Denn eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung ist die beste Schönheitspflege. Brot und Brötchen sind eine besonders gute Quelle für natürliche Beautystoffe, denn kaum ein anderes Lebensmittel enthält Vitamine, und Mineralstoffe in einer so ausgewogenen Kombination.
Besonders die Vitamine der B-Gruppe sind entscheidend, wenn es um ein ausgeglichenes Hautbild geht:
Biotin kurbelt den Stoffwechsel an und versorgt die Haut mit Aufbaustoffen.
Als Bestandteil von Enzymen stellt Niacin Energie für die Zellerneuerung zur Verfügung.
Pantothensäure hilft bei der Heilung kleiner Wunden und sorgt für die Feuchtigkeitsregulierung in der Haut.
Brot und Brötchen gehören zu den besten natürlichen Lieferanten für diese Vitamine: Schon vier Scheiben Brot decken zwanzig Prozent eines Tagesbedarfs an Biotin, mehr als ein Viertel der empfohlenen Zufuhr an Pantothensäure und fast vierzig Prozent der Niacinzufuhr.
Besonders Vollkornbrote aus Roggen gehören zu den Vitamin-E-reichen Lebensmitteln. In zwei Scheiben à fünfzig Gramm sind schon zehn Prozent der empfohlenen Zufuhr enthalten.
Vitamin E gilt als "Leibwächter" der Hautzellen, neutralisiert zellschädigende Stoffwechsel-Produkte und beugt damit der Hautalterung vor. Durch die Vielzahl der in Brot und Brötchen enthaltenen Nährstoffe lässt sich allein damit schon ein großer Teil des täglichen Bedarfs an Vitaminen und Mineralstoffen für Schönheit und Gesundheit decken.
Bei den Getreideprodukten ist die Auswahl besonders groß: Mit mehr als dreihundert verschiedenen Sorten ist eine kohlenhydrat- und abwechslungsreiche Ernährung leicht.
Brot und Brötchen enthalten kein Cholesterin und in der Regel wenig Fett. Außerdem liefern sie wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Man sollte reichlich davon essen, am besten in Vollkornqualität.
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Brot mit Zwiebeln
250 g Weizenmehl,
250 g Roggenvollkornmehl,
125 g Weizenkeime,
40 g Hefe, reichlich
1/4 I lauwarmes Wasser, 3 Zwiebeln, 50 g Butter oder 5 EL Weizenkeimöl, Salz, Mehl zum Formen, Margarine zum Einfetten, Milch zum Bestreichen.Mehl und Weizenkeime in einer Schüssel mischen. In die Mitte eine Mulde drücken. Hefe reinbröckeln und mit dem Wasser verrühren. 15 Minuten gehen lassen.
Zwiebeln schälen, hacken. Fett in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln drin rösten. Erkalten lassen. Mit Salz in den Teig kneten. Wieder gehen lassen. Einen kastenbrotähnlichen Laib formen. Ein Backblech mit Alufolie belegen. Laib draufsetzen. 30 Minuten gehen lassen. Mit Milch bestreichen.
Blech auf die untere Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben.Backzeit: 80 Minuten. Elektroherd: 180 Grad. Gasherd: Stufe 2 oder knapp 1/3 große Flamme.
Ergibt 20 Scheiben. Arbeitszeit: 20 Minuten. Kalorien pro Scheibe: Etwa 135/565 Joule.
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Lob des Brotes Ein Kerl, der sich zu wehren weiß,
will was zu beißen haben.
Es mögen sich an süßer Speis
die Kinder und der Mummelgreis
und alte Tanten laben.Die rechte Kraft gibt schwarzes Brot,
ob trocken, ob mit Butter.
Wer's isst, der kriegt die Wangen rot,
und keiner isst sich daran tot,
es ist gesundes Futter.Wer fleißig seine Arbeit schafft,
der braucht gern seine Zähne.
Im Schwarzbrot steckt der Erde Saft,
die warme Sonne gab ihm die Kraft,
damit der Mensch sie nehme.Und vieler Händ am Werke sind.
Der Bauer pflügt die Äcker.
Des Müllers Rad dreht sich geschwind,
es helfen Wasser und der Wind,
das Mehl bekommt der Bäcker.Wir alle essen, was er bäckt.
Sein Brot nährt Alt' und Junge.
Und was an Müh' hineingesteckt,
als neue Kraft wird's aufgeweckt,
mein Freund, auf deiner Zunge.Was Mensch und Erde, Sonn und Wind
mit ihrer Kraft bereiten,
es sättigt Bauer und Gesind,
es nähret Mann und Weib und Kind
für heut und alle Zeiten.Worte und Weise: Wilhelm Twittenhoff
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Im Nebel
Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
kein Baum sieht den andern,
jeder ist allein.Wahrlich, keiner ist weise,
der nicht das Dunkel kennt,
das unentrinnbar und leise
von allen ihn trennt.Voll von Freunden war mir die Welt
als noch mein Leben licht war;
nun, da der Nebel fällt,
ist keiner mehr sichtbar.Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein,
kein Mensch kennt den andern,
jeder ist allein.Hermann Hesse
Heiliges Brot - Baguette
Wer an französisches Brot denkt, hat sofort dieses lange Weißbrot, das ein Mann unter dem Arm geklemmt durch die Gegend trägt, vor Augen. Dieses Standardbrot fehlt dort bei keiner Mahlzeit. Viermal am Tag wird es frisch gebacken, außen goldbraun und Kross, innen hell und unvergleichlich locker. Deshalb ist es auch so verführerisch dieses "Baguette". Eine Stange, die von den Einheimischen stets gebrochen wird, obwohl man ihr hier bei uns oft mit dem Messer auf den Laib rückt.
Das Baguette gilt dort als nationales Kulturgut, selbst der Präsident kümmert sich um das Heiligtum und lobt die kleinen Bäckereien, die blulangeries artisanales, die den größten Prozentsatz herstellen.
Auch in der nationalen Wertschätzung rangiert diese Köstlichkeit an fünfter Stelle.
Aber seit längerem müssen sich diese Bäckereien einer wachsenden Konkurrenz von Brotfabriken und Supermärkten erwehren.
Das Baguette ist allerdings keine französische Erfindung. Die Stangen, meist 40 Zentimeter lang, stammen ursprünglich aus Österreich.
Um 1830 standen die Bäcker Wiens bei der Technik des Brotbackens an der Spitze Europas. Sie setzten als Erste Bierhefe ein und backten ein Brot aus Weizenmehl mit lang anhaltender Knusprigkeit, dessen Krume sich durch eine goldbraune Farbe auszeichnete.
Ein Wiener Höfling, der Offizier Baron Zang, brachte dieses Brot 1838 nach Paris. In seiner Bäckerei in der Rue Richelieu, ging es weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln.
Es gefiel den Franzosen und es war auch nicht so sauer wie das bis dahin gängige Brot.
Das Geschäft blühte, überhaupt in diesem Viertel der Reichen, denn Weißbrot galt immer noch als "Herrenbrot".
Mit der Zeit entwickelten sich dann auch noch andere Brotformen, die sich auch noch durch Dicke unterschieden.
Teilweise aus der Zeitung übernommen
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Herbstgefühl
Müder Glanz der Sonne!
Blasses Himmelblau!
Von verklungener Wonne
träumet still die Au'.
An der letzten Rose
löset lebenssatt
sich das letzte lose
bleiche Blumenblatt.
Goldenes Entfärben
schleicht sich durch den Hain!
Auch Vergeh'n und Sterben
däucht mir süß zu sein.
Karl von Gerok

ein rotes herzblatt
aus abgeblühter rose
duft reifen sommers
Haiku - (c) Silvia Grad -
http://www.musenstuebchen.de
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Der Wetterstern - der Pilz des Jahres 2005
Ein Pilz, der das Wetter fühlt ...
Er wächst zunächst als unterirdische Kugel mit einer zweischichtigen Hülle heran, die sich - kaum aus dem Boden lugend - in eine äußere und eine innere Schicht aufspaltet. Das sternförmige Aufreißen reifer Fruchtkörper wird von der Luftfeuchtigkeit gesteuert: Bei feuchter Witterung löst sich die äußere Schicht von der inneren, reißt sternförmig auf und hebt den eigentlichen Sporenbehälter, eine dünnhäutige Kugel mit kleiner, zentraler Öffnung, empor.
Trockene Luft kehrt den Vorgang um: Die "Arme" des Wettersterns schließen sich wieder um den Sporenbehälter.
Trifft bei feuchtem Wetter ein großer Regentropfen oder ein herab fallender Zweig auf den freigelegten Sporenbehälter, werden die Sporen, ähnlich wie bei den Bovisten und Stäublingen, wie mit einem Blasebalg durch die kleine, runde Öffnung gepustet. An getrockneten und wieder angefeuchteten Fruchtkörpern lässt sich diese Bewegung über viele Jahre hinweg nachvollziehen.
Es fällt nicht leicht, einen gespreizten Wetterstern von seinem Doppelgänger aus der artenreichen Gattung der Erdsterne zu unterscheiden. Neben der einzigartigen "wetterfühligen" Reaktion ist vor allem das leopardenfellartige Muster der Sternzacken charakteristisch. Trotz der Ähnlichkeit sind die Erdsterne nur entfernt mit den Wettersternen verwandt.
Der Wetterstern ist weltweit verbreitet, in Südeuropa aber mehr als im Norden.
Seine frühere Bedeutung als "Wetterprophet" hat er längst verloren. Im Zeitalter der Satellitenprognosen erinnert daran nur noch der Name Wetterstern.
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Fröhlicher RegenWie der Regen tropft, Regen tropft, an die Scheiben klopft! Jeder Strauch ist nass bezopft. Wie der Regen springt! In den Blättern singt eine Silberuhr. Durch das Gras hinläuft, wie eine Schneckenspur, ein Streifen weiß beträuft.Das stürmische Wasser schießt in die Regentonne, dass die überfließt, und in breitem Schwall auf den Weg bekiest stürzt Fall um Fall.Und der Regenriese, der Blauhimmelhasser, Silbertropfenprasser, nieselnd fasst er in der Bäume Mähnen lustvoll schnaubend in dem herrlich vielen Wasser.Und er lacht mit fröhlich weißen Zähnen und mit kugelrunden, nassen Freudentränen.Georg Britting
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Wieder einmal was Interessantes:
Zeitungen - Zeittafel
um 1450 erfindet Johannes Gutenberg das Drucken mit metallischen Einzeltypen.
1529: Reichtagsabschied von Speyer. Die Vorzensur wird Pflicht.
1605: Der Straßburger Nachrichtenhändler Johann Carolus druckt die erste regelmäßig erscheinende Zeitung.
1618: Beginn des Dreißigjährigen Kriegs. Das Verlangen nach Informationen wächst.
1650: Die erste Tageszeitung der Welt erscheint in Leipzig.
Um 1700: Mit über 60 konkurrierenden Blättern ist das deutsche Sprachgebiet das Musterland des europäischen Zeitungswesens.
1770: Erste gesetzliche Garantie der Pressefreiheit auf deutschem Boden (Schleswig, Holstein mit Altona, Oldenburg).
1789: Die Französische Revolution löst eine Auflagensteigerung aus.
Bei einer Gesamtauflage von über 300 000 Exemplaren erreichenum 1800 die rund 200 deutschen Zeitungen mehr als drei Millionen Leser.
1808: Der "Hamburgische unpartheyische Correspondent" ist mit über 50 000 Exemplaren die auflagenstärkste Zeitung Europas.
1819: Karlsbader Beschlüsse. Metternich, Leiter der österreichischen Außenpolitik, setzt erstmals für alle deutschen Staaten eine einheitliche strenge Zensur durch.
1833: Die Erfindung des Telegrafen revolutioniert das Nachrichtenwesen.
1848: Revolution in Deutschland, Verkündigung der Pressefreiheit und Abschaffung der Vorzensur in allen deutschen Staaten.
1849: Die ersten Nachrichtenagenturen werden von B. Wolff und P. J. Reuter gegründet.
1874: Der Reichstag beschließt das liberale Reichspressegesetz.
1904: Gründung der "B. Z. am Mittag", der ersten Boulevard-Zeitung.
1914: Ausbruch des 1. Weltkriegs. Wiedereinführung der Zensur. für die Kriegsdauer.
1918: Nach der Abdankung des Kaisers konstituiert sich die Presse der politischen Extreme von Links und Rechts, die die demokratische Ordnung heftig bekämpft.
1919: Die Weimarer Republik bringt die größte Zeitungsvielfalt der deutschen Pressegeschichte. Es existieren weit über 4000 Blätter.
1933: Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten ist das deutsche Zeitungswesen der schärfsten Bevormundung ausgesetzt. Unter dem "Minister für Volksaufklärung und Propaganda", Joseph Goebbels, wird mit einer Serie von Gesetzen die Grundlage für eine lückenlose Kontrolle der Presse gelegt.
1945: Die "Stunde Null". Durch Befehl Nr.191 wird die deutsche Presseproduktion untersagt. Es erscheinen zunächst nur Nachrichtenblätter der Alliierten.
1945: In allen Besatzungszonen vergeben die Alliierten Lizenzen zum Zeitungsdruck an politisch unbelastete Deutsche. Die Kontrolle der Lizenzpresse fällt 1949 mit der Aufhebung des Lizenzzwangs.
1949: Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der DDR. Das Grundgesetz garantiert im Westen die umfassende Pressefreiheit und verbietet die Zensur.
1989: In einer friedlichen Revolution stürzt das Volk in der DDR das SED-Regime und erzwingt mit der Gewährleistung der Bürgerrechte auch die Pressefreiheit. Der Pressevielfalt der alten Bundesländer stehen heute in Ostdeutschland deutlich weniger Zeitungen, oft in regionaler Monopolstellung, gegenüber.
Freude und Leid ...Wenn Dein Herz vor Freude springt und Dir alles gut gelingt, lass teilhaben Deinen Freund, der es immer gut mit Dir meint. Er wird sich mit Dir freuen und Du wirst es nie bereuen, denn wie schnell kann das Blatt sich wenden, das Schicksal Dir schwere Stunden senden.Wenn Dir Leid droht, Dein Herz ist in Not, dann brauchst Du einen Freund, der mit Dir weint. Er wird Dich in den Armen halten, zu Gott für Dich die Hände falten. Er wird Dir schenken all seine Kraft, bis ihr es gemeinsam wieder geschafft.Drum teilt miteinander Freud und Leid, solange Euch bleibt dazu die Zeit.Heidi Gotti
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Schokolade - süße Sünde
Kakao, schon das mexikanisch-spanische Wort trägt den bittersüßen Schmelz von Schokolade in sich.
In der traditionellen indianischen Medizin galt Kakao auch als magische und heilende Pflanze. Nicht zu Unrecht.Dunkle Schokolade stärkt die Blutgefäße, wurde in einer Studie herausgefunden.
Dennoch gilt: Zu viel Schokolade führt durch den hohen Fett- und Zuckergehalt zu Übergewicht. Daher sollte das Genussmittel nur gelegentlich verzehrt werden.
Bitterschokolade hat den geringsten Fettanteil.In Finnland wurde herausgefunden, dass schwangere Frauen, die täglich ein wenig Schokolade aßen, besonders fröhliche, lebhafte Babys bekamen.
Schokoladeabstinenzlerinnen klagten dagegen oft über ängstlichere Kinder.Außer Kakaobutter findet man nun auch die Inhaltsstoffe von Schokolade in der Kosmetik.
Ganzkörperpackungen aus geschmolzener Schokolade in der Wellness.
Die Wirkung muss mit dem Schmelzpunkt der Schokolade von 38 Grad Celsius zusammenhängen. Zudem enthält die Kakaobohne viele Mineralien, Vitamine und Proteine, die den Zellaufbau der Haut ankurbeln sollen.Das macht doch Mut!
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Ideal Figur
Zur Zeit wird heftig diskutiert,
ob "Frau" ihre "Problemzonen" operiert.
Die einen meinen - se sen z'dick,
de Andere - ein größerer Busa wär ihr Glück.
Fett absauga - Schmollmund schpritza,
unter Folie d'Orangenhaut wegschwitza,
Busa schtraffa - Falten lifta,
biologisch ernährt - "vergifta".
Wer sichs leisten kann goht vier Wocha uf d' "Runzelränch",
kommt bettelarm zurück - als neuer Mensch.
Bloß - wer- diktiert- was ist
"ideal",
"guat baut" - oder "Twiggy schmal".
Wie kann sich denn ein Mann getrauen
so z'urteila über uns Fraua?
Seid doch objetiv - und gucket Euch um,
wie laufet denn de meischte Männer rum?
- Mit dicke Bäuch ond krumme Füß,
em G'sicht - o'gepflegtes G'müss,
ausbeulte Hosen - d'Absätz kromm gloffa,
einige auch sternhagel bsoffa!
Mancher - jetzt noch "junge
dynamische Männer"
setzt irgendwann au - ein Rettungsring an,
kommt in d'Mittleifkreisis und somit in d'Jahr,
kriegt selber Falten - wird grau und verliert Hoor!
Im Grund genommen - nemmt au sei Kraft ein mal ab,
wird müt und grätig - ond em Bett schlapp.
Liebe " Mitfrauen " - ich geb euch
einen Rat:
" Standet zu Euch selber - sonst ist alles zu spät !!
Ich brauch kein Mann - der mir s'Idealbild diktiert,
es hat lang braucht, aber ich - für mich - hau's kapiert.
Ich hab keine Angst vor meinem Spiegelbild,
werd net bei jedem Fältle wild,
i schtand zu meine graue Haar,
verschweig au net meine Lebensjahr.
Sag mir - wie ich bin - so ischts richtig,
wer anderscht denkt - - der ischt net wichtig.
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Die Oktober-Digibilder sind auf der HP
Pustewind
Blase nur, Herr Pustemeier!
Dafür geb ich keinen Dreier.
Meinst du, so was könnt mich rühren?
Grade geh ich nun spazieren,
und ich pfeif auf deine Wut.
Hui -! Da pfeift er---
Wui -! Da greift er...
Donnerwetter!
Halt ihn, Vetter!
Himmel, hilf! Mein neuer Hut!Adolf Holst
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Der Drachen
Helmut hatte zu seinem Geburtstag einen Drachen bekommen. Er war von gelbem Papier und hatte zwei blaue Sterne. Er hatte auch einen Schwanz von weißen Papierschnitzeln. Helmut band. einen langen Bindfaden daran und ließ ihn auf der Straße fliegen; denn dort wehte es tüchtig. Der Drachen flog gut und stieg bis an die Dächer hinauf. Aber Helmut musste in einem fort laufen; denn wenn er stehen blieb, so fiel der Drachen gleich auf die Erde.
Nun lief er wieder die Straße entlang, als ein Hund aus einem Hause herauskam und den Drachen sah. Und weil der Schwanz des Drachens so dicht vor seiner Nase umher flog, so war er nicht faul und rannte mit lautem Gebell hinterher. Helmut wollte sich totlachen; denn wenn der Hund zupacken wollte, so flog der Drachen in die Höhe. Und je mehr der Hund bellte und tobte, um so lustiger wurde unser Helmut.
Aber aus dem Lachen wurde auf einmal Weinen. Denn nun war die Straße zu Ende, und Helmut musste in eine Nebenstraße einbiegen. Da kam aber der Wind von der Seite und warf den Drachen gegen ein Haus. Der Drachen fiel herunter und schleifte auf der Straße dahin. Im Nu hatte ihn der Hund gepackt und mit den Pfoten und Zähnen zerrissen. Helmut war vor Schrecken außer sich. Er wollte dem Hund den Drachen wegreißen; aber der hielt ihn fest und wälzte sich in dem bunten Papier umher. Da kam ein Mann und jagte den bösen Hund davon. Weinend nahm Helmut die Stücke auf und brachte sie ins Haus.
Aber der Vater tröstete ihn und sagte: "Sonntagmorgen machen wir zusammen einen neuen Drachen und lassen ihn auf dem Felde steigen. Dann kann ihn kein böser Hund kriegen."Fritz Gansberg - aus meinem ersten Lesebuch
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Apfelkantate - Das Apfeljahr
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Der Apfel war nicht gleich am Baum
da war erst lauter Blüte,
das war erst lauter Blütenschaum
und lauter Lieb und Güte.
Dann waren Blätter grün an grün
und grün an grün nur Blätter,
Die Amsel nach des Tages Mühn,
sie sang ihr Abendlied gar kühn
und auch bei Regenwetter.Der Herbst, der macht die Blätter steif
der Sommer muss sich packen.
Hei! Dass ich auf die Finger pfeif
da sind die ersten Äpfel reif
und haben rote Backen.
Und was bei Sonn' und Himmel war
erquickt nun Mund und Magen
und macht die Augen hell und klar.
So rundet sich das Apfeljahr
und mehr ist nicht zu sagen.Mathias Claudius (1740 - 1815)
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Apfelsorten
Es wird heutzutage immer darüber gejammert, dass die neuen Apfelsorten nicht das Aroma alter, meist nicht mehr zu beschaffender Sorten haben. Das ist aber nur zum Teil richtig, denn die Äpfel, die wir das ganze Jahr hindurch angeboten bekommen, haben meist einen langen Transport hinter sich und müssten unreif geerntet werden. Sie konnten also kein Aroma entwickeln, wie wir es uns eigentlich wünschten. Die hier in Europa angebauten Äpfel werden nämlich abgenommen, wenn sie die Pflückreife erreicht haben. Damit ist nicht die Genussreife gemeint, die bei den meisten Sorten erst nach einer bestimmten, je nach Sorte verschiedenen, Lagerzeit erreicht wird.
Es ist sicherlich ein Jammer, dass viele hervorragende alte Apfelsorten in den letzten Jahren verschwunden sind, weil der geringe Absatz einen Anbau verhinderte. Auch die Obstbauern müssen sich nach der Nachfrage richten, wenn sie überleben wollen. Hier sind die Kunden gefragt, die leider immer mehr nach den äußerlich attraktiven Sorten ohne Fehl und Tadel greifen. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass durch die beträchtlichen Obstimporte jedermann heutzutage in der Lage ist, das ganze Jahr hindurch frisches Obst und Gemüse zu erschwinglichen Preisen zu bekommen.
Das war vor 50 Jahren noch unvorstellbar!
Der Apfel gehört zum ältesten heimischen Obst überhaupt. Früher waren Apfelbäume nicht nur in jedem Hausgarten zu finden, sie wurden auch viel als Straßenbäume gepflanzt.
Wer kann sich nicht erinnern, als Kind auf dem Schulweg Äpfel stibitzt zu haben, obwohl doch im elterlichen Garten reichlich zu ernten war.
Heute ist es nicht mehr gut, Äpfel am Straßenrand zu pflanzen, zu hoch ist die Belastung durch die Autoabgase, die den Wert der Früchte erheblich beeinträchtigen. Man könnte dort geerntete Äpfel nicht mit Schale essen, und gerade das wäre schade, denn unter der Schale sitzen die Vitamine, Mineral- und Nährstoffe. Deshalb ist es umso wichtiger, Äpfel, von denen man weiß, dass sie ungespritzt sind in bekannten oder eigenen Gärten ernten zu können. Die kann man dann auch mit der Schale verputzen.
Wer regelmäßig Äpfel isst, fördert nicht nur die Widerstandsfähigkeit seines Körpers gegen Erkältungskrankheiten, sondern man sagt ihm auch nach, sogar den Cholesterinspiegel auf natürliche Weise zu senken. Dazu ist es aber wichtig, regelmäßig und täglich einige Äpfel zu essen. Gerade ältere Menschen sollten nie darauf verzichten.
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Herbst
Der Garten ist nun herbstesmüd; Er hat des Sommers reiche Frucht getragen. Zur eigenen Freude er in gold'nen Farben glüht In diesen letzten warmen Tagen.
Frühmorgennebel hüllt den Garten sachte ein, lässt ihn behutsam in den Tag erwachen. Die späten Asternsterne in der Sonne warten Dein, Dich vor dem Winter noch blaulila anzulachen.
Und ist in Deinem Leben Herbst gekommen, die schwere Last der Pflichten abgetan; lass in Dein Herz die kleinen Wonnen, ein jeder Tag dient sie Dir an.
Rosamunde Bushart
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Dieses Bild bekam ich von Renate, meiner Freundin geschickt.
In der Herde hat sich unser gemeinsamer Freund Oskar - ein schwarzes Schaf - versteckt. Wenn ihr wissen wollt wie er aussieht, um ihn auf dem Bild zu finden, klickt bittean. Dort sind noch mehr Tiere und bezaubernde Geschichten zu finden.
Muck, der Schäferhund, und das Lämmchen
Es war schon nahe am Dunkelwerden, da kam der Schäfer mit seiner Herde an einen großen Platz, um den ein Lattenzaun ging. Und der Schäfer machte ein Türchen auf und ließ sie alle hineinspazieren.
"So, nun legt euch nieder und schlaft wohl!" sagte der Schäfer, und das taten die Schäflein auch gleich. Für den Schäfer war ein Karren da, in den er ganz hineinkriechen konnte. Das tat er jetzt auch; aber vorher sagte er noch zu Muck, dem Hund: "Du hältst mir fein die Augen offen und spitzst die Ohren, Muck! Und wenn, etwas geschieht, so rufst du mich!" -
"Wau!" sagte Muck, und das galt bei ihm ebensoviel, als wenn ein kleiner Knabe zu seinem Vater sagte: Ja, ganz gewiss, du kannst's glauben, dass ich's tue!
So wachte denn Muck ganz allein bei den Schafen. In der ersten Nacht geschah nichts Besonderes, in der zweiten auch nicht. Aber, in der dritten hörte er ganz von weitem ein ängstliches Stimmchen. "Mäh", rief es ängstlich, "mäh!" Muck fuhr auf und spitzte die Ohren. "Määh!" rief es noch einmal.
Da weckte er den Schäfer. "Ei der Tausend", sagte der, "hab ich doch heute Abend nichts vermisst, und jetzt fehlt ein Lämmchen! Muck, Muck, wie konnte das geschehen, dass sich eins verlief?" Es war dem Muck auch unbegreiflich, er senkte beschämt den Zottelkopf.
Das Schäfchen war aber schon am Abend draußen geblieben, als der Schäfer die Herde in die Hürde trieb; Er hatte sich nur verzählt gehabt. Und Muck konnte leider nicht sehr gut zählen, so brauchbar er sonst war.
Es war ein neugieriges kleines Ding gewesen, das Lämmchen, das sich verlaufen hatte. Es war in eine dornige Hecke geraten, und die Dornen griffen es und hielten es an seinem Röckchen fest, es mochte schreien, wie es wollte. Und als die Nacht kam, wurde ihm immer. ängstlicher zu Mute, und es nahm alle Kraft zusammen und schrie, so laut es nur konnte: "Määh, määh!" bis es gehört wurde.
Muck wäre sehr gern dorthin gelaufen, wo die Stimme her kam. Er war sehr ärgerlich über das vorwitzige Lämmlein und hätte es gerne ausgezankt und vor sich hergetrieben. Aber sein Herr sagte: "Das verstehst du nicht, Muck. Du bleibst hier und passt wohl auf, dass den andern Schafen nichts geschieht!" Damit ging er selbst der Richtung nach, von der das ängstliche Rufen herkam. Immer näher kam er der Stelle; dann sah er etwas Weißes im Mondlicht schimmern; und da hing das Lämmchen in den Dornen und konnte nicht weiter.
Mitleidig machte er es los und nahm es auf den Arm. Dann trug er das zitternde Tierchen zurück in die Hürde und streichelte es, dass es wieder ganz ruhig wurde und einschlief.
"Muck", sagte er dann, ehe er sich wieder zur Ruhe begab, "hörst du wohl, das darf nicht wieder vorkommen, dass wir uns verzählen!" Und Muck fand das ganz in Ordnung und sagte nichts als "Wau!" obgleich sein Herr viel besser zählen konnte als er.
Das Schäflein hat sich nicht wieder verlaufen, auch sonst keins; denn Muck tat seine Schuldigkeit und war hinten und vorne an der Herde fast zu gleicher Zeit. Und die ganze Herde gehorchte ihm je länger je mehr.
Anna Schieber - aus meinem allerersten Lesebuch von 1945
Skorpion 24. Oktober bis 22. November
Skorpion-Männer lügen nicht
Sie sagen die Wahrheit, auch wenn es weh tut. Schroff können sie reagieren, aber auch von einer bezwingenden Liebenswürdigkeit sein. Sie kommandieren gern, führen selbst Befehle aber auch bis ins letzte Detail aus. Wahrheitsliebend gehört Selbstkritik nicht unbedingt zu ihren starken Seiten. Wird der Skorpionmann beleidigt, ist er sehr nachtragend, trotzdem vergisst er den nicht, der ihm einmal Gutes erwiesen hat.
Gesellig ist dieser Mann und in der Liebe kein Kostverächter. Schon im frühen Mannesalter sucht er sich unverbindlich Gespielinnen, die ihm die Langeweile vertreiben. Sehr wählerisch ist er dabei nicht und er wird SIE auch mit einem Geschenk oder einem handfesten Krach wieder nach Hause schicken, wenn er sie über hat.
Scheinbar ein Don Juan, ist er in Wirklichkeit ein Sucher nach der Einen, die er besitzen will, und zwar ganz. Ein zärtliches Wesen, das sich ihm völlig unterwirft, sollte SIE sein. Nach dem Gang zum Standesamt, dürfte sie keinen Eigenwillen mehr besitzen, aber er wird ihr ein leidenschaftlicher Liebhaber sein. Nur darf sie nach keinem Anderen schauen, denn Othello war gegen die Eifersucht dieses Mannes ein Waisenknabe. Sparsam in den Komplimenten ist seine Ehrlichkeit umso verblüffender.
Vollkommen egal ist es dem Mann, was Andere von ihm halten, er geht seinen Weg und entscheidet ohne zu fragen.
Seine Neugier, hinter Geheimnisse zu kommen, macht ihn zum Forscher.
Aber auch in anderen Berufen wird er zum Wohle der Firma tätig sein, nur braucht er Anerkennung seiner Leistungen. Loyal ist er, aber man muss seine Arbeitskraft als vollwertig respektieren. Passt ihm was nicht, kann er alles hinschmeißen, kann selbstzerstörerisch handeln.
Er dient sich oft nach oben, ist er dort, kann er das beseitigen was Vorgänger falsch machten.
Aus den Mitarbeitern wird er alles rausholen, widersprechen sollte man ihm nur mit guten Argumenten, sein Ziel verfolgt er beharrlich und lässt niemanden in seine Karten schauen.
Er lässt sich nie unterkriegen, er wird von vielen für unbesiegbar gehalten.
Er ist ein Anhänger vom Stammtisch, bei dem es deftig zugeht, aber auch von feinen Gesellschaften. Er ist für die Völlerei und liebt das Abenteuer, weil er Gefahr nicht scheut.Die Skorpion-Frau trimmt sich den Mann zurecht
Sie hat Sex-Appeal, keine andere unter dem Sternenzelt kann so glutäugig schönste Hoffnungen erwecken. Aber sie ist nicht zum Spielen, sie will IHN ganz. Was ihre Augen und ihre Finger versprachen, hält sie, sie wird keinen Mann enttäuschen, der ihre Liebe gewinnt. Sie ist eine leidenschaftliche Geliebte und wer sie hat, bekommt sie nicht so leicht wieder los. Sie kann "echte" Männer machen, als Bezahlung verlangt sie Treue und schafft sich ihr Idealbild selbst, indem sie den Mann ihres Herzens ganz auf sich abstimmt. Fehler werden abgeschliffen, Korrekturen angebracht, gefeilt und gehämmert, bis ER endlich gefällt.
Aber sie kann auch sehr herzlich sein und möchte in der Ehe gar nicht das Sagen haben, sie will nur einen richtigen Mann, keinen Waschlappen. Da sie keine bürgerlichen Vorurteile kennt, wird sie auch ohne Standesamt mit ihm leben können.
Natürlich hat sie auch ihre Erfahrungen im Mai des Lebens machen müssen und verschoss oft ihre glutäugigen Blicke. Wird auch verschrien sein wegen vieler Liebesabenteuer. Ein Mann, der von ihr verlassen wird, nennt sie oft eine Hexe, denn er kommt schwer von ihr los, dafür sorgt schon der Giftstachel des Skorpions. Vorschlag: das Weite suchen mit der Nachricht "unbekannt verzogen".
Sehr eifersüchtig ist eine Skorpion-Frau, gibt selbst aber auch durch ihr sexy Verhalten allen Grund dazu. Hat sie den richtigen ist sie trotzdem unbedingt treu.
Hohe Ansprüche stellt sie an IHN. Er muss ihre heiße Liebe noch mehr erwidern und sich verausgaben in Sachen Sex, sollte aber auch intelligent sein und geistvolle Gespräche führen können, denn sie will zu ihm aufschauen können.
Oft gibt es in der Ehe Krach und sie wird ihrem Mann - da selbst grundehrlich - Wahrheiten an den Kopf werfen, dass er meinen wird, ein erbärmlicher Nichtsnutz zu sein, der sie nicht verdient. In der Öffentlichkeit wird sie zu ihm aufsehen und sich bewundern lassen, was für einen Mann sie geheiratet hat. Wird er angegriffen wird sie ihn verteidigen. Zu Hause wird es dann aber wieder krachen.
Auch darf man ihren Kindern nichts zuleide tun, sie wird sich vor sie stellen. Diese haben viele Freiheiten, denn sie denkt, sie brauchen die zärtliche Liebe der Mutter.
Geheimnisse wird die Frau ihr Leben lang für sich behalten. Sie wird geheime Dinge in einen Schrank einsperren und wehe, wenn ER sich einen Nachschlüssel besorgt.
Sie ist sehr gerecht, aber wer einmal ihre Rache spürt, wird bemerken dass sie dies im Zorn vergisst. Menschen, die ihr Gutes taten, vergisst auch sie nie.
Selten in der Ehe im Beruf verbleibend, wird sie nur arbeiten, wenn es finanziell nötig ist. Dann ist sie pflichtbewusst, ohne Abhängigkeit von fremden Leuten. Aber der Kollegenkreis sollte ein wenig Wärme ausstrahlen, denn Einsamkeit kann sie nicht ertragen.
Als Chefin ist sie großartig und bemüht um ihre Mitarbeiter. Mit ihrem eisernen Willen, wird wohl auf sie geschimpft werden, aber sie setzt den Willen nur dort ein, wo es nötig ist.Wie erzieht man Skorpion-Kinder?
Oft kommt das Kind mit Schrammen und Beulen nach Hause, aber diese Händel mit anderen Kindern sind lebensnotwendig. Ein Skorpionkind sollte erzogen werden, auf Schwächere Rücksicht zu nehmen, denn die Stärken der anderen merkt es von selbst.
Es ist gelehrig, braucht aber eine starke Hand, die seinem übermäßigen Eigenwillen in die richtigen Kanäle lenkt. Es wird oft zornig reagieren, aber ein strenger Blick der Eltern kann es zur Räson bringen. Prügel würden den starren Sinn verhärten. Dieses Kind braucht neben der festen Hand, die nie zum Schlagen ausholen sollte, mehr Liebe und Fürsorge als andere Kinder. Es zahlt solche Aufmerksamkeit doppelt zurück.
Herbst - Hoffnung
Wieder fallen sacht die Blätter,
gold´n Blätter ohne Zahl,
und der Wind, er reißt die Letzten,
und der Baum steht schwarz und kahl;
doch schau
die wundervollen Farben,
geh´ doch nicht so schnell vorbei:
das Blatt vergeht, doch neu kehrt´s wieder,
wenn die Rosen blüh´n im Mai.
???
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Eine Lehre für's Leben (August Strindberg)
Ich war dreißig. Ich besaß ein Heim Frau und Kinder. Ich war mein eigener Herr. Und nachdem ich viel gearbeitet hatte, begann ich abends auch mal Freunde zu mir einzuladen. Wir taten nichts Böses; wir spielten wie Kinder mit Worten, verkleideten uns, um uns schöner zu machen - schwangen große Reden... Ich glaube, man gönnte mir diese Stunden. Aber bald wurde ich ein bisschen übermütig. Und eines Nachts, gegen Morgen, da übertrieb ich's. Und ich sprach ein Wort aus, das ein verheirateter Mann nicht in den Mund nehmen sollte. Und - schon erhielt ich eine kräftige Ohrfeige! Ich fand das so selbstverständlich, dass ich wieder redete, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern. Allerdings nun in einer gebührenden Tonart. Keiner nahm groß Notiz von dem Geschehen, alles ging weiter wie bisher. Wir trennten uns alle als Freunde. Derjenige, der mir da die Ohrfeige versetzt hatte, war ein Junggeselle. Er galt nicht eben als sehr pingeliger Mensch. Und wenn er meinen Standpunkt so sehr missbilligt hatte, dann muss ich allerdings außerordentlich grob gewesen sein. Mehrere Tage trug ich das blaue Zeichen auf meiner Wange. Meine Frau sagte kein Wort - nur einer der Freunde sagte zu mir: "Wie konntest du dir das nur gefallen lassen?" - "Nun, ich muss wohl gefunden haben, dass ich sie verdiente. Was gibt es da mehr zu sagen?" -
Heute, da ich sechzig bin, wünschte ich, man hätte mir öfter solche Ohrfeigen im rechten Moment gegeben. Denn die erste hat nichts genützt. Wenn ich das alles jetzt bekenne, empfinde ich es als großes Glück, dass ich dies alles zugeben kann. Und nun möchte ich am liebsten noch zwanzig Jahre länger leben, um die Lehren, die ich erhalten habe, beherzigen zu können....
Folgende Meditation bekam ich von unserem Freund Siegfried "geschenkt", der auch Psychotherapeut und Leiter einer Gesprächsgruppe ist, die wir jede Woche besuchen.
Hier seine Meditation zu 1.Kor.13 - der Liebe.
Wenn ich die tollsten Methoden beherrschte........
Gruppenarbeit leistete, wo jeder beteiligt ist,
wo etwas geschieht und vorwärts geht,
wo Probleme erkannt und Bedürfnisse geäußert werden,
wo man sich noch aufregt über Unrecht und Beeinflussung,
wenn ich solche Gruppenarbeit leistete,hätte aber die Liebe nicht, so wäre das nichts!
...und wenn ich eine Führungskraft wäre, die sich
bestens auskennt in Psychologie und Gruppendynamik,
die genau weiß, wie eine Gruppe auf bestimmtes Provozieren reagiert,
gezielt fragen kann, dass dem anderen manches bewusst wird,
richtig aufrütteln kann,
dass den Leuten ihre Situation bewusst wird,
wenn ich also eine perfekte Führungskraft wärehätte aber die Liebe nicht, so wäre das nichts!
...und wenn ich noch so schöne Gruppenstunden gestaltete,
mit viel Vorbereitung und Organisation,
wenn keiner in der Gruppenstunde fehlte,
die Gruppenmitglieder selbst die Stunde gestalten,
gute Inhalte und auch religiöse Diskussionen die
Gruppenstunden füllten,
wenn ich also beste fachliche und themenbezogene Praxis hätte,hätte aber die Liebe nicht, so wäre das nichts!
Die Liebe ist langsam im Urteilen und verurteilt nicht,
bejaht den anderen nicht nur um seiner Leistung willen,
will dem anderen das Beste, kann auch andere Meinungen gelten lassen,
ist unendlich geduldig, nörgelt nicht, wo es dem anderen nicht hilft,
kritisiert nicht hinter dem Rücken,
sagt ein offenes Wort, wo es sein muss, taktiert nicht
um des eigenen Vorteils willen.
Die Liebe glaubt alles - hofft alles - hört nimmer auf!Liebe Heidi.
Ich habe versucht, diesen berühmten und herrlichen Text aus dem Neuen Testament
auf meine Arbeit in und mit der Gruppe zu beziehen. Ich habe dies für Dich hier mit dieser E-Mail neu formuliert-
und damit schriftlich festgehalten.Herzliche Grüße
SiegfriedIch danke unserem Freund für die schönen Worte!
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden,
denn man kann dem Leben nicht mehr Tage geben,
aber dem Tag mehr Leben.
Diesen Vers bekam ich von einem Mail-Freund geschickt ... danke
Das Hühnchen und der Diamant
Ein verhungert Hühnchen fand
einen feinen Diamant
und verscharrt' ihn in den Sand."Möchte doch, mich zu erfreun",
sprach es, "dieser schöne Stein
nur ein Weizenkörnchen sein!"Unglücksel'ger Überfluss,
wo der nötigste Genuss
unsern Schätzen fehlen muss!Friedrich von Hagedorn
Von dem Tode des Hühnchens - aus meinem Lesebuch von 1945
Auf eine Zeit ging das Hühnchen mit dem Hähnchen auf den Nussberg, und sie machten miteinander aus, wer einen Nusskern fände, sollte ihn mit dem andern teilen. Nun fand das Hühnchen eine große, große Nuss, sagte aber nichts davon und wollte den Kern allein essen. Der Kern war aber so dick, dass es ihn nicht hinunterschlucken konnte und er ihm im Hals stecken blieb, dass ihm angst wurde, es müsste ersticken.
Da schrie das Hühnchen: "Hähnchen, ich bitte dich, lauf, was du kannst, und hol mir Wasser, sonst erstick ich!"
Das Hähnchen lief, was es konnte, zum Brunnen und sprach: "Born, du sollst mir Wasser geben; das Hühnchen liegt auf dem Nussberg, hat einen großen Nusskern geschluckt und will ersticken!"
Der Brunnen antwortete: "Lauf erst hin zur Braut und lass dir rote Seide geben!" Das Hähnchen lief zur Braut: "Braut, du sollst mir rote Seide geben; rote Seide will ich dem Brunnen geben, der Brunnen soll mir Wasser geben, das Wasser will ich dem Hühnchen bringen, das liegt auf dem Nussberg, hat einen großen Nusskern geschluckt und will daran ersticken!"
Die Braut antwortete: "Lauf erst und hol mir mein Kränzlein, das blieb an einer Weide hängen!" Da lief das Hähnchen zur Weide und zog das Kränzlein von dem Ast und brachte es der Braut, und die Braut gab ihm rote Seide dafür, die brachte es dem Brunnen, der gab ihm Wasser dafür.
Da brachte das Hähnchen das Wasser zum Hühnchen. Als er aber hinkam, war dieweil das Hühnchen erstickt und lag tot da., und regte sich nicht. Da war das Hähnchen so traurig, dass es laut schrie, und alle Tiere kamen und beklagten das Hühnchen, und sechs Mäuse bauten einen kleinen Wagen, das Hühnchen darin zu Grabe zu fahren. Und als der Wagen fertig war, spannten sie sich davor, und das Hähnchen fuhr.
Auf dem Wege .aber kam der Fuchs: "Wo willst du hin, Hähnchen?" -
"Ich will mein Hühnchen begraben." -
"Darf ich mitfahren?"
"Ja, aber setz dich hinten auf den Wagen, vorn können's meine Pferdchen nicht vertragen!"
Da setzte sich der Fuchs hinten auf, dann der Wolf, der Bär, der Hirsch, der Löwe Und alle Tiere in dem Wald.So ging die Fahrt fort, da kamen sie an einen Bach.
"Wie sollen wir nun hinüber?" sagte das Hähnchen.
Da lag ein Strohhalm am Bach, der sagte: "Ich will mich, quer darüber legen, so könnt ihr über mich fahren."
Wie aber die sechs Mäuse auf die Brücke kamen, rutschte der Strohhalm und fiel ins Wasser, und die sechs Mäuse fielen alle hinein und ertranken.
Da ging die Not von neuem an, und es kam eine glühende Kohle und sagte: "Ich bin groß genug, ich will mich darüber legen, und ihr sollt über mich fahren."
Die Kohle legte sich auch an das Wasser, aber sie berührte es unglücklicherweise ein wenig, da zischte sie, verlöschte und war tot. Wie das ein Stein sah, erbarmte er sich und wollte dem Hähnchen helfen und legte sich über das Wasser.
Da zog nun das Hähnchen den Wagen selber. Als es ihn aber bald drüben hatte und mit dem toten Hühnchen auf dem Land war und die andern, die hinten aufsaßen, auch heranziehen wollte, da waren ihrer zuviel geworden, und der Wagen fiel zurück, und alles fiel miteinander in das Wasser und ertrank.
Da war das Hähnchen noch allein mit dem toten Hühnchen und grub ihm ein Grab und legte es hinein und machte einen Hügel darüber. Auf den setzte es sich und grämte sich so lange, bis es auch starb, und da war alles tot.
Brüder Grimm
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Spürst du noch?
Du liegst am Sonntag um zwölf noch im Bett,
lebst dein Leben und findest es nett.
Du bist bei allem zufrieden dabei.
Cool sein ist in und macht dich so frei!Du bist verwoben im Rhythmus der Zeit,
schaust nur auf die Nachbarn, zerfressen vor Neid.
Geld und Besitz, die machen dich "heiß",
doch drehst du dich nur ständig im Kreis.
Spürst du noch den Wind? Hörst du das Kind?
Schmeckst du noch die Luft? Atmest Rosenduft?
Siehst du noch den Mohn, schwingt deiner Seele Ton?
Riechst du noch den Wein? Oder - Sagst du nur noch NEIN?
@ S. Grad - http://www.musenstuebchen.de
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Ich freue mich für die Dresdner, alle Besucher - die gestern die Stadt besuchten - überhaupt mit allen Menschen, dass es endlich wahr wurde, dass die Frauenkirche in neuem Glanz erstrahlen darf.
Das Bild bekam ich von Silvia, deren link ich am gestrigen Tag präsentiere. Auf ihrer HP kann man mehr über die neu eingeweihte Kirche erfahren.
Der Reformationstag ist eine jährliche Gedenkfeier der protestantischen Christen zur Erinnerung an den 31.10.1517, an dem Martin Luther seine 95 Thesen an der Schlosskirche zu Wittenberg anschlug.
Wissenswertes rund um das Halloween-Symbol
Der Kürbis und seine Geschichte
Der Anbau von Kürbissen begann etwa 6.000 Jahre vor Christus. Damit dürfte der Kürbis zu den ältesten Kulturpflanzen unserer Geschichte zählen.Warum Halloween so heißt.
Die Römer brachten das Erntefest, das am 1. November gefeiert wurde, nach Britannien. Schließlich wurde der 1. November zum Allerheiligen erklärt. Und aus dem Abend davor, nämlich dem "All Hallows Evening" oder kurz "Hallows' Evening" wurde später "Halloween"Warum wird der Kürbis ausgehöhlt
Aus Irland stammt der Brauch, Rüben auszuhöhlen, um an Halloween den Geistern den Weg zu weisen. Irische Einwanderer brachten diesen Brauch nach Amerika, wo aus üben schnell Kürbisse wurden, da sich diese einfacher verarbeiten ließen.Der Kürbis hat's in sich
Fast alles aus und am Kürbis lässt sich verwenden. Er ist nicht nur beliebt als Herbstdekoration, sondern auch, ausgehöhlt und beleuchtet, als Lampe zu Halloween.
Aus dem Samen wird Kürbiskernöl gepresst, das viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren und das Krebs hemmende Spurenelement Selen enthält sowie viele wertvolle Vitamime:
* Vitamin A, das besonders wichtig ist für die Augen und den Stoffwechsel der Haut und Schleimhaut.
* Vitamin C, das Hauptvitamin für unser Immunsystem, das vor Infektionskrankheiten schützt.
* Vitamin E, ein wichtiges Vitamin für unseren Fettstoffwechsel.
Weiterhin enthält der Kürbis reichlich Ballaststoffe und die Mineralien Kalium, Kalzium und Folsäure.
Das Öl enthält die wichtigen Inhaltsstoffe des Kürbis in konzentrierter Form und zusätzlich einen ganz besonderen Stoff namens Beta Sitosterin, ein Pflanzenhormon, das in menschlichen Körper eine Konkurrenz zum Cholesterin bildet.Der Kürbis in der Botanik
Botanisch gesehen ordnet man den Kürbis der Familie Cucurbitaceae zu. Er gehört zu den größten Einzelfrüchten, die es im Pflanzenbereich gibt. Um botanisch korrekt zu sein, muss man den Kürbis allerdings zu den Beerenfrüchten zählen, so wie Orangen, Bananen und Tomaten auch - und nicht zum Gemüse!Formen- und Farbvielfalt
Die Farben variieren von weiß über gelb und orange bis grün.Der Kürbis und sein Inhalt
Fett: 45 bis 53 %, Eiweiß: 32 bis 38 %, Kohlenhydrate: 3 bis 5 % und Rohfasern: 2 bis 4 %.
100 Gramm Kürbiskernöl enthält etwa 615 Kalorien.Der Kürbis als Schimpfwort.
Manchmal muss der Kürbis als Schimpfwort herhalten. Jemand, der eine beschränkte Auffassungsgabe hat, wird oft "Kürbis" genannt. Die kommt vermutlich daher, dass der Kürbis rasch wächst, sich förmlich aufbläst, dann aber oftmals hohle, ungenießbare Früchte trägt, die rasch verfallen.
- aus einem alten Wochenblatt -
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