Oktober 2006

Weinmonat

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1. Oktober

Morgengebet

O wunderbares, tiefes Schweigen,
wie einsam ist‘s noch auf der Welt
Die Wälder nur sich leise neigen,
als ging der Herr durchs stille Feld.

Ich fühl mich recht wie neu geschaffen,
wo die Sorge nun und Not?
Was mich noch gestern wollt erschlaffen,
ich schäm mich des im Morgenrot.

Die Welt mit ihrem Gram und Glücke
will ich, ein Pilger, frohbereit
betreten nur wie eine Brücke
zu dir, Herr übern Strom der Zeit.

Und buhlt mein Lied, auf Weltgunst lauernd,
um schnöden Sold der Eitelkeit;
zerschlag mein Saitenspiel, und schauernd
schwieg ich vor dir in Ewigkeit

Joseph Freiherr von Eichendorff

2. Oktober

Lostag: Laubfall an Leodegar, kündet an ein fruchtbar Jahr.

Melisse - Das Nervkräutel hilft

Die Melisse ist Heilpflanze des Jahres 2006. Gekürt wurde sie von einer Jury des Vereins NHV Theophrastus, der sich der natürlichen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, besser bekannt als Paracelsus, verschrieben hat.

Die Melisse ist eine der ältesten bekannten Heilkräuter. In den meisten Kräutergärten ist die Pflanze auch heute noch reichlich vorhanden. Wegen ihres zitronenartigen Geruchs wird die Pflanze meist Zitronenmelisse genannt. Aber auch andere volkstümliche Namen wie Nervenkräutl, Frauenwohl, Herztrost weisen auf die vielgestaltigen Verwendungsmöglichkeiten hin.

Die zur großen Familie der Lippenblütler gehörende Pflanze wird 60 bis 80 Zentimeter hoch und liebt sonnige, windgeschützte Plätze. Die gesundheitlich wirksamen Bestandteile der Melisse sind vor allem in den auf der Oberseite fein behaarten Blättern zu finden. Deshalb sollte sie vor der Blütezeit geerntet werden, die sich in der Regel von Juli bis August erstreckt. Wie viele andere Heilpflanzen auch, ist die Melisse aus dem warmen Süden eingeführt worden. Wild kommt sie im östlichen Mittelmeergebiet vor. Melisse wirkt entkrampfend, beruhigend, antibakteriell und virusstatisch. Überall dort, wo rhythmische Abläufe gestört sind, kommt diese Heilpflanze zur Anwendung, so bei Herzbeschwerden, Magen-Darm-Leiden, Menstruationsbeschwerden, Schlafstörungen, Unruhezuständen, Kopfschmerzen, Depressionen und Erkältung. Bei neueren wissenschaftlichen Untersuchungen in Großbritannien wurde festgestellt, dass Melisse die Gehirnleistung verstärkt und dadurch wahrscheinlich Demenzkranken Unterstützung bieten könnte.

Melissentee kann - äußerlich angewendet - Hautunreinheiten beseitigen, Ein Melisse-Dampfbad ist wirksam gegen fettige Haut. Außerdem stellt diese Heilpflanze eine wirksame Alternative zu synthetischen Virustatika gegen Lippenherpes dar.
Das durch Wasserdampfdestillation gewonnene ätherische Öl wird in verschiedensten
Arzneizubereitungen verarbeitet, aber auch in Likörfabriken - man denke nur an den bekannten Melissengeist, auch im Absinth wird Melisse beigemengt -, Parfümerien und Naturkosmetikfirmen.

3. Oktober

Wetterregel: Wetterregel: Oktoberwetter warm und hell, bringt kalten Wind und Winter schnell.

Hier ein paar schöne Verse aus einer Präsentation, die ich zum heutigen Tag präsentieren möchte.

Ich wünsche dir Offenheit

Ich wünsche dir offene Augen,
in denen der Himmel sich spiegeln kann.
Nur wenn sie zur Offenheit taugen,
zieh´n sie ein anderes Augenpaar an.

Ich wünsche dir offene Ohren,
zu lauschen dem Wort, dem Gesang.
Als Hörender bist du erkoren,
Glück zu erfahren durch Klang.

Ich wünsche dir offene Arme,
in denen sich Freundschaft beweist,
und dass dein Verstand nicht verarme,
auch in einem aufgeschlossenem Geist.

Ich wünsche dir offene Sinne,
es öffne dein Herz sich ganz weit,
wie einst bei den Sängern der Minne,
die Laute zum Klingen bereit.

Sich öffnen,
das mag dazu führen,
dem andern entgegen zu geh´n.
Dann wird vor verschlossenen Türen,
kein Mensch mehr als Fremder steh´ n.

???

4. Oktober

Wetterregel: Schneit's im Oktober gleich, dann wird der Winter weich.

Spiritualität

Wie spirituell bin ich?

Nachfolgend der Ausschnitt eines Persönlichkeitstests von Robert Cloninger – Professor für Psychiatrie, Genetik und Psychologie an der Washington University School of Medicine in St. Louis.
Er hat einen Katalog von 240 Fragen zusammengestellt, die mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten sind und sieben Dimensionen der Persönlichkeit charakterisieren, darunter die Spiritualität.

1. Ich fühle mich häufig so mit den Menschen in meiner Umgebung verbunden, dass es mir vorkommt, als gäbe es keine Trennung zwischen uns.

2. Ich tue viel, um Tiere und Pflanzen zu schützen.

3. Ich bin fasziniert von den zahlreichen Aspekten im Leben, die wissenschaftlich nicht erklärt werden können.

4. Ich habe häufig unerwartete Momente von Einsicht oder Verständnis, wenn ich mich entspanne.

5. Ich fühle mich manchmal so eng mit der Natur verbunden, dass mir alles als ein Teil eines einzigen lebenden Organismus vorkommt.

6. Ich scheine einen „sechsten Sinn“ zu haben, der es mir manchmal zu wissen ermöglicht, was geschehen wird.

7. Mitunter fühle ich mich als Teil von etwas ohne Grenzen in Raum und Zeit.

8. Ich werde oft für „geistesabwesend“ gehalten, weil ich so in meiner Tätigkeit aufgehe, dass ich alles andere um mich herum nicht bemerke.

9. Ich habe häufig ein starkes Gefühl der Einheit mit allem, was mich umgibt.

10. Ich habe gelernt, meinen Gefühlen mehr zu trauen, als meinem logischen Denken, selbst wenn ich lange über etwas nachgedacht habe.

11. Ich fühle häufig eine starke spirituelle oder emotionale Verbindung zu all den Menschen um mich herum.

12. Wenn ich mich auf etwas konzentriere, nehme ich oft nicht wahr, wie die Zeit vergeht.

13. Ich habe große persönliche Opfer auf mich genommen, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen, beispielsweise um zu versuchen, Krieg, Armut und Ungerechtigkeit zu verhindern.

14. Es gab Erlebnisse, die mir meine Rolle im Leben so stark verdeutlicht haben, dass ich darüber sehr glücklich bin.

15. Ich glaube, dass ich übersinnliche Wahrnehmungen hatte.

16. Ich habe Momente großer Freude erlebt, in denen ich plötzlich ein tiefes Gefühl der Einheit mit allem, was existiert, empfand.

17. Wenn ich einen ganz gewöhnlichen Gegenstand betrachte, geschieht häufig etwas Wundervolles: Ich bekomme den Eindruck, als würde ich ihn zum ersten Mal sehen.

18. Ich liebe die aufblühenden Blumen im Frühling so sehr wie das Wiedersehen eines alten Freundes.

19. Andere Menschen haben oft den Eindruck, dass ich in einer anderen Welt sei, weil ich so wenig mitbekomme, was um mich herum vor sich geht.

20. Ich glaube, dass Wunder geschehen.

Morgen die Auflösung ...

5. Oktober

Wetterregel: Siehst du die Wildgänse südwärts ziehen, wird bald der Herbst von dannen ziehen.

Auswertung:

Zählen, wie viele der 20 Aussagen auf einen zutreffen.
Jedes „Ja“ ergibt einen Punkt, jedes „Nein“ keinen.

14 Punkte und mehr:
Man ist sehr spirituell, ein richtiger Mystiker.

12 bis 13 Punkte:
Man ist spirituell und geht leicht im Augenblick auf.

8 bis 11 Punkte:
Man ist durchschnittlich spirituell und könnte ein spirituelleres Leben führen, wenn man wollte.

6 bis 7 Punkte:
Man ist ein praktisch veranlagter Empiriker und neigt kaum zur Selbst-Transzendenz.

1 bis 5 Punkte:
Man ist skeptisch, keine spirituelle Einstellung.

Cloninger unterscheidet drei Facetten von Spiritualität:

Selbst-Vergessenheit: Wie sehr man in seiner Tätigkeit aufgehen kann und dabei Glücksgefühle erlebt.

Transpersonale Identifikation: Wie sehr man sich mit einem größeren Ganzen, etwa der Sozialgemeinschaft oder allem, was lebt, verbunden fühlt und sich dafür einsetzt – prominente Vertreter sind Albert Schweitzer und Albert Einstein.

Und schließlich die Neigung zur Mystik.

Dieser Kurztest enthält Fragen zu allen Facetten, doch ist die Zahl der Fragen nicht ausreichend, um den jeweiligen Anteil zu bestimmen.

Zu beachten ist, dass der Test keine Wertung darstellt, sondern eine Messung. Er besagt nicht, dass es besser oder schlechter wäre, spirituell oder skeptisch zu sein. Cloninger, der selbst praktizierender Katholik ist, will den individuellen Grad der Spiritualität aber als Persönlichkeitsmerkmal ernst genommen wissen. Und sicherlich ist es richtig, hier einen Erklärungsbedarf zu sehen. Denn alle Kulturen der Menschheit zu allen Zeiten – zumindest, seit es verlässliche Aufzeichnungen gibt – sind von Spiritualität und Religion geprägt: von den ältesten Bestattungen und Felsmalereien bis zu den technokratischen Sekten der Gegenwart.

Cloninger: „Man sollte nicht vergessen, dass Menschen jeden Tag wesentlich häufiger und länger beten, als Sexualkontakte zu haben.“

6. Oktober

Ich bin der Weg zum Horizont, sagte das Glück...
Ich bin der Weg zum Abgrund, sagte der Schmerz...
Ich bin Licht und Schatten, sagte das Leben...
Ich bin Erlösung und Ende, sagte der Tod...
Ich bin GLÜCK - SCHMERZ - LEBEN und TOD,
dachte die LIEBE und schwieg...!!!
 *So ist das Leben*

???

7. Oktober

Diese Zeilen, die ich selbst einmal geschickt bekam, möchte ich zum heutigen Tag hier einfügen. Seit Jahren mailten wir uns: Die Carmen aus North-Dakota, die Ruth aus Bottrop und ich und heute wollen wir uns endlich umarmen.

 

Ich habe gelernt, dass Du niemanden dazu bringen kannst, Dich zu mögen oder zu lieben.
Alles was Du tun kannst ist, jemand zu sein, den man mögen und lieben kann!

Ich habe gelernt, dass man immer jemanden mit lieben Worten verlassen sollte.
Es könnte das letzte Mal sein, dass man ihn sieht!

Ich habe gelernt, dass es Jahre braucht Vertrauen aufzubauen, aber nur Sekunden, um es zu zerstören!!

Ich habe gelernt, dass im Leben nicht zählt was Du hast, sondern wen Du hast!

Ich habe gelernt, dass Du impulsiv etwas machen kannst,
was Dir für den Rest Deines Lebens Kopfschmerzen bereitet!

Ich habe gelernt, dass es oft einfacher ist zu reagieren als zu denken!

Ich habe gelernt, dass Du noch lange weitermachen kannst, nachdem Du dachtest, es geht nicht mehr!

Ich habe gelernt, dass Du Dich nicht mit dem Besten, das andere geben können, vergleichen solltest, sondern mit dem Besten, das Du geben kannst!

Ich habe gelernt, dass wir immer verantwortlich sind für das was wir tun,
egal wie wir uns fühlen.

Ich habe gelernt, dass es Übung braucht, verzeihen zu erlernen!

Ich habe gelernt, dass es Menschen gibt, die aufrichtig lieben, aber nicht wissen, wie sie es zeigen sollen!



8. Oktober

Ich will es öfters sagen,
damit ihrs alle wisst,
die ihr mich könntet fragen,
wie schön das Leben ist.

Die Leute, welche meinen,
die Welt sei schlecht gemacht,
sind nicht mit sich im Reinen
und gar noch nicht erwacht.

Im Guten wie im Schlechten,
hört eines Freundes Rat:
Nicht mit dem Schöpfer rechten,
der wusste, was er tat!

Gehst du am End zu Grunde,
so trag’s mit starkem Mut:
Die eine Schöpferstunde
macht alle Tode gut.

Carl Zuckmayer

9. Oktober

Lostag: Regnet's an Sankt Dionys, so regnet's den ganzen Winter gewiss.

Kalebassen

Man erntet sie vor dem ersten Frost und trocknet sie vollständig an einem kühlen Platz.
Vor dem Bemalen reibt man die natürliche Wachsschicht mit Stahlwolle oder Sandpapier ab.
Die reifen Früchte der Kalebassen werden gern zum Basteln verwendet.
Es lassen sich daraus verschiedene Gefäße, Vasen , Schalen oder Becher herstellen.
Es ist sicher interessant zu wissen, dass aus Kalebassen wohl mit die ersten Haushaltsgeräte hergestellt wurden. Das wird in vielen tropischen Ländern sogar noch heute so gemacht. Die voll ausgereiften Früchte haben so harte Schalen, dass sie ohne besondere Behandlung haltbar sind, wenn man sie lange genug in normaler Zimmertemperatur oder im Heizungskeller trocknen lässt.
Die Früchte bleiben an den Pflanzen hängen, bis diese durch die ersten Fröste absterben. Wenn man sie dann aufschneidet und das Fruchtfleisch entfernt, trocknen sie viel schneller. Andernfalls kann dieser Trocknungsprozess bis zu einem Jahr dauern.
Damit viele reife Früchte geerntet werden können, sollten wir die Aussaat schon möglichst früh im Haus in kleinen Töpfchen vornehmen. Die Jungpflanzen werden an einen hellen, aber nicht sonnigen Platz gestellt und – ganz wichtig – rechtzeitig umgetopft, damit sich kräftige Setzlinge entwickeln können. Erst nach Mitte Mai, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, kommen sie ins Freiland. Sie eignen sich gut zum Beranken von Laubenwänden und Pergolen, denn sie benötigen sowieso eine derartige Rankhilfe. An einem geschützten, warmen Platz mit nahrhaftem Erdreich werden die besten Erfolge erzielt. Die bizarr geformten Früchte sind auch für den Garten ein interessanter Schmuck.

Im Orient macht man in Massen
Vasen so aus Kalebassen.
Getrocknet kann man sie bemalen
Und die Beschenkten werden strahlen.

Von einem Kalenderblatt

10. Oktober

Die Kunst der kleinen Schritte

von Antoine de Saint-Exupéry

Ich bitte nicht um Wunder und Visionen, Herr,
sondern um die Kraft für den Alltag.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.

Mach mich sicher in der rechten Zeiteinteilung.
Schenk’ mir das Fingerspitzengefühl, um herauszufinden,
was erstrangig und was zweitrangig ist.

Schenk’ mir die nüchterne Erkenntnis,
dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge
eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind,
durch die wir wachsen und reifen.

Erinn’re mich daran,
dass das Herz oft gegen den Verstand streikt.

Schick’ mir im rechten Augenblick jemanden,
der den Mut hat,
die Wahrheit in Liebe zu sagen.
Du weißt,
wie sehr wir der Freundschaft bedürfen.
Gib dass ich diesem schönsten, schwierigsten, riskantesten
und zartesten Geschenk des Lebens gewachsen bin.

Verleihe mir die nötige Phantasie,
im rechten Augenblick ein Päckchen Güte
mit oder ohne Worte an der richtigen Stelle abzugeben.

Bewahre mich vor der Angst,
ich könnte das Leben versäumen.

Gib mir nicht,
was ich mir wünsche,
sondern das,
was ich brauche.

Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte!

11. Oktober

Ysop

Der biblische Ysop ist nicht mit dem blau blühenden, bitter-würzigen europäischen Ysop gleichzusetzen, denn dieser ist in Palästina und im Sinai nicht zu finden. Wahrscheinlich meinen die biblischen Schriften einen verwandten Strauch aus der Familie der Lippenblütler, auch syrischer Ysop genannt. Dieser vielstängelige Busch erreicht eine Höhe bis zu 70 Zentimeter und trägt im Sommer unauffällig weiße Blüten in dichten Kolben an jeder Astspitze.
Mit seinen kleinen runden, grau behaarten Blättern hebt er sich kaum vom Mauerwerk ab, aus dem der Ysop oft hervorgeht.
Die getrockneten Blätter werden bis heute als Gewürz für Tees und für gekochte wie gebackene Speisen verwendet.

Bei Griechen und Römern wurde dem Ysop reinigende Kraft zugeschrieben. Mit dieser Vorstellung steht wohl auch die Verwendung des Ysops in verschiedenen (Reinigungs-)Riten im Alten Testament in Zusammenhang. In 2. Mose wird Ysop beim Unheil abwehrenden Blutritus während des ersten Passahfestes erwähnt. Nach dem Schlachten des Passalammes weist Mose die Ältesten an: „Nehmt ein Büschel Ysop und taucht es in das Blut in dem Becken und bestreicht damit die Oberschwelle und die beiden Pfosten.“
Dieser Ritus, der als ewige Ordnung eingesetzt wird, schützt die Israeliten vor dem „Verderber“, der die Erstgeburt schlagen soll.

Ebenfalls zur Blutbesprengung wird die behaarte Pflanze zusammen mit Zedernholz und scharlachrotfarbener Wolle bei der Reinigung von Aussatz bei Menschen, an Häusern, sowie bei der Herstellung von Reinigungswasser für die Israeliten verwendet. Dieser Reinigungsritus steht auch im Psalm 51,9 im Hintergrund: „Entsündige mich mit Ysop, dass ich rein werde.“

Am bekanntesten ist Ysop durch seine Nennung in der Passionsgeschichte. Nach Johannes wird Jesus am Kreuz der mit Essig getränkte Schwamm auf kurzen Ysopstängeln gereicht.

12. Oktober

Wetterregel: Wenn's im Oktober friert und schneit, bringt der Jänner milde Zeit.

Alle Dinge haben Zeiten
des Vorangehens und Zeiten
des Folgens,
Zeiten des Flammens und
Zeiten des Erkaltens,
Zeiten der Kraft und
Zeiten der Schwäche,
Zeiten des Gewinnens und
Zeiten des Verlierens.

Deshalb meidet der Weise
Übertreibungen, Maßlosigkeit
und Überheblichkeit.

Laotse

13. Oktober

Ein Lächeln bedeutet Licht

Ein Lächeln kostet nichts und bewirkt viel.
Es bereichert die, die es empfangen, ohne die ärmer zu machen, die es geben.
Es dauert nur einen Augenblick, aber die Erinnerung währt manchmal ewig.
Niemand ist reich genug, um es entbehren zu können und niemand ist zu arm, um es nicht geben zu können.
Es bringt dem Heim Glück und ist das zarte Zeichen der Freundschaft.
Ein Lächeln schenkt der müden Seele Ruh und dem Verzweifelten neuen Mut.
Wenn Du einmal einem Menschen begegnest, der Dir das Lächeln versagt,
sei großzügig, schenk ihm das Deine, weil niemand ein Lächeln so nötig hat wie der,
der es andern nicht geben kann.
???

14. Oktober

Lostag: Sankt Burkardi Sonnenschein, schüttet Zucker in den Wein.

DU BIST DAS RESULTAT DEINER SELBST
(Pablo Neruda, Cuba)

Erinnere dich,
dass jeder Tag ein neuer Anfang ist
und dass keiner so schrecklich ist,
um zu resignieren.
Hör’ auf, dich selbst zu täuschen.
Du bist der Grund deiner selbst,
deiner Erinnerung
deiner Traurigkeit,
deines Schmerzes!

Lerne von den Starken,
von den Tapferen,
tu es den Zielstrebigen gleich, den Siegern;
denen, die Situationen nicht einfach hinnehmen.
Denen, die siegten, trotz allem.
Schau in den Spiegel deiner selbst!,
und fange an aufrichtig zu sein - zu dir selbst.
Erkenne dich selbst
durch deinen Willen und deinem Wert,
um dich zu rechtfertigen.

Erinnere dich, dass es in dir eine Kraftquelle gibt,
die alles bewirken kann.
In dem du dich selbst erkennst,
wirst du frei sein und stark
und du bist nicht mehr ein Spielball der Umstände.
Denn du selbst bist dein Schicksal
und niemand
kann Dich in der Konstruktion
deines Schicksals ersetzen.

Steh auf,
sieh dir den Morgen an,
atme das Licht der Morgendämmerung ein.
Du bist der Teil deiner selbst,
deiner Kraft und deines Lebens.
Fang jetzt an!
Kämpfe!
Entscheide dich und du wirst gewinnen!

DENKE NIEMALS AN DAS GLÜCK -
es ist der Vorwand der Gescheiterten ...

15. Oktober

Bauernregel: Sitzt die Birne fest am Stiel, bringt der Winter Kälte viel.

Orangerien mit Zitrusfrüchten und herrlichen Pflanzen, vermitteln mir das Gefühl Urlaub und südliche Gefilde. Scheinbar können wir uns diese Kostbarkeiten auch nach Hause holen

Der Begriff "Kalthauspflanze" wird kaum noch verwendet, genauso wenig wie "Orangerie". Doch sicher kann man sich leicht vorstellen, was damit gemeint ist: Die "Orangerie" wurde gebaut, um empfindlichen Pflanzen, vor allem Orangen, Zitronen und anderen Zitrusfrüchten, eine Möglichkeit zu geben, auch in unseren Breitengraden zu überleben. Und genau diese Zitruspflanzen, aber auch andere Gewächse, die aus den Subtropen stammen, wie Oleander, Phönix-Palmem, Yucca, Kamelien und noch viele mehr, bezeichnet man als Kalthauspflanzen, denn sie sind perfekt für den Wintergarten, bzw. die Orangerie geeignet, die ja kühl, aber frostfrei bleibt.
Wer über einen Wintergarten verfügt, hat einen idealen Überwinterungsraum für seine wertvollen Kübelpflanzen. Sie haben es dort hell, und man hat sie immer vor Augen, weshalb sie auch besser gepflegt werden als ihre armen Kollegen, die in irgendeinem Kellerraum untergebracht werden müssen. Die Kalthauspflanzen behalten zudem ihr Laub auch im Winter und sind so in dieser dunklen Zeit ein willkommener Schmuck.
Zitruspflanzen blühen und fruchten sogar im Winter, wenn sie die richtigen Bedingungen vorfinden. Wer seinen Wintergarten als erweitertes Wohnzimmer nutzen möchte, der sollte sich auf Zimmerpflanzen beschränken, die es gerne warm haben, wie z. B. viele Palmenarten, Birkenfeigen und Aralien. Auch unter besten Bedingungen müssen wir natürlich vor Schädlingen und Krankheiten auf der Hut sein.

16. Oktober

Lostag: Hedwig und Galle (morgen), machen das schöne Wetter alle.

Kennst Du den Weg über den Regenbogen?
Er ist wunderschön.
Seine Farben sind aus Träumen gemacht.
Und nur wer träumen kann, darf ihn betreten.
Er ist die Sehnsucht nach dem Schönen auf dieser Welt.
Ich war schon oben, auf dem Regenbogen.
Zart umwehte mich der Sonnenschein.
Regentropfen perlten tränengleich an mir herunter.
Es ist ruhig hier oben.
Ganz still.
Das Herz schlägt sanft, man kann es hören.
Leise geht der Atem.
Man kann jetzt alles vergessen was betrübt.
Die Gedanken werden klar, ganz rein.
Dann öffnet sich das Herz.
Und das, was man tief in sich vergraben hat,
dringt in meine Gedanken ein,
macht sie frei von allen Zwängen.
Es ist nur ein kurzer Augenblick.
Dann legt sich Einsamkeit auf meine Seele.
Der Weg über den Regenbogen ist nur ein Traum.
Er führt in die Einsamkeit.
Träumer sind einsam.
In ihren Gedanken gefangen.
Auf ewig verdammt, in ihren Träumen zu leben.
Träume die bunt und schön sind.
Ohne Anfang, ohne Ende ...
... so wie der Regenbogen.
??? – bekam ich einmal geschickt

17. Oktober

Lostag: Wenn auf Sankt Gallus Regen fällt, das Schlechtwetter sich bis Weihnachten hält.

 

Auf der Schwelle

In einer Statistik las ich, dass in sechsundzwanzig Jahren vier Fälle von Selbstmord unter Kindern zwischen fünf und zehn Jahren vorgekommen sind.

Als ich das las, dachte ich: „Nein! Mit fünf und zehn Jahren! Ist das möglich? Und die Ursache? Ich konnte nicht weiter denken, aber ich sah eine Szene, zwei Szenen, drei... –

Fünf Jahre alt war das kleine Mädchen; es spielte im Zimmer bei der Mutter. Kinder müssen etwas zu tun haben, aber die Mutter war nervös. –
Schaukle das Pferd nicht, Mama kriegt Kopfschmerzen davon. Das Kind war artig und wollte nicht zuwider handeln. Was sollte es tun. Es setzte sich an den Tisch und schwieg, um die Mama nicht böse zu machen. Aber ein Kinderkörper kann nicht still sein, darf es auch nicht, er bewegt sich von selbst; wahrscheinlich muss er sich ein Lied gesungen haben, denn die kleinen ungehorsamen Füße schlugen den Takt gegen die Stuhlbeine. –
Geh hinaus zu Ellen in die Küche, ungehorsames Kind!
Das Kind war nicht ungehorsam; doppelt gekränkt in seinem kleinen Herzen ging es in die Küche, artig und gehorsam. Gleich darauf aber zeigte es sich wieder auf der Schwelle: Ellen wusch auf!
Da stand das Kind auf der Schwelle, von zwei Seiten ausgewiesen, zurückgestoßen, durfte nirgends sein. Die Kleine war verzweifelt, ohne Tränen, aber mit dem ganzen Entsetzen des Einsamen auf dem Gesicht. Stumm, versteinert, als gebe es in der ganzen Welt keinen Platz für sie.

Sie stand in diesem Augenblick wahrhaftig auf der Schwelle des Lebens, denn plötzlich leuchtete ihr Gesicht auf und sie näherte sich dem offenen Fenster, das hoch über der Erde war.

Zur Ehre der Mutter muss ich gestehen, dass sie mir die Szene mit größter Reue geschildert hat.
Sie ist damals aufgesprungen, nahm das Kind in die Arme und spielte mit ihm bis zum Sonnenuntergang.

Aber jedenfalls: mit fünf Jahren auf der Schwelle des Lebens!

In einer Zeitung gefunden

18. Oktober

Lostag: Ist Sankt Lukas mild und warm, kommt ein Winter, dass Gott erbarm.

Das kalte Herz
 
Mit den Gefühlen schlecht bestellt
ist’s in der Kälte unsrer Welt.
Gemütsprobleme gehen unter –
manch’ Herz verkommt zum Wohlstandsbunker.
 
‚Freund’ Alkohol ist ständig ‚in’.
Nach Drogen steh’n der Menschen Sinne
und Umweltgifte, Nikotin,
die nisten, gleich’ ner schwarzen Spinne.
 
Ein ständig Hasten, Dauereilen,
für Kinder, Freundschaft wenig Zeit.
Kein Drang, beim Nachbarn zu verweilen –
zu kleinen Hilfen mal bereit.
 
Ein Kind braucht oft der Eltern Rat,
doch jene denken mehr ans Raffen
und sehn als größte Lebenstat,
durch Arbeit Wohlstand zu erschaffen.
 
Oh, eisigkaltes Menschenherz,
verwehrst Gefühle, züchtest Schmerz,
löschst Freundschaft und der Liebe Sterne –
drängst uns in dunkle Schicksalsferne.

@ S.Grad - 2006
 
 
www.musenstuebchen.de

19. Oktober

Ahorngewächse versprechen Glück

Feldahorn, Spitzahorn und Bergahorn sind häufig in unseren heimischen Wäldern zu finden. Kinder lieben die Flügelfrüchte des Ahorns und „A-Horn“ heißen die Bäume möglicherweise deshalb, weil die Kinder sich schon seit Jahrhunderten die unreife Frucht als „Nasenhorn“ auf die Nase kleben und so zum „Nas-Horn“ werden. Glücklich macht der Ahornbaum auch, vorausgesetzt man glaubt an Traumdeutung, denn hier gilt er als Symbol für ein angenehmes und glückliches Leben.

Der Feldahorn verlangt mehr Sonnenwärme als Berg- und Spitzahorn und ist ein raschwüchsiges Gehölz. Deswegen wird er häufig zur Begrünung von Straßenböschungen und Dämmen angepflanzt. Er gilt als wertvolles Vogelschutzgehölz und Deckungspflanze in der offenen Feldflur und erreicht ein Alter von bis zu 150 Jahren.

Das Holz des Bergahorns zählt zu den wertvollsten Edellaubhölzern. Die Jahresringe sind gelblich-weiß bis weiß gefärbt; Splint und Kern setzen sich farblich nicht voneinander ab. Aus dem Holz des Bergahorns werden Küchengeräte, Tischplatten, Möbel, Musikinstrumente und Parkett gefertigt.

Der Spitzahorn liebt vor allem tiefgründige, feuchte und kalkhaltige Böden in luftfeuchter Lage. Im Volksglauben hat der Spitzahorn sogar heilende Kraft. So soll er durch irgendein Ereignis Aufgeschreckte beruhigen können, wenn sie täglich einige Minuten unter ihm ruhen. Er gilt als Baum der Optimisten und der guten Laune.

20. Oktober

Lostag: Sankt Wendelin verlass uns nie, schirm unsern Stall, schütz unser Vieh.

Der Herbst malt Büsche und Bäume an,
wie es ein Maler nicht schöner kann.
Die Sonne strahlt,
es "brennt" der Wald.
Mit seinen Gelb-, Braun und Rottönen,
will er uns verwöhnen.
Noch nie so schön,
hat man ihn gesehn.
Von einem herrlichen Sommer verwöhnt,
uns der Herbst den Abschied verschönt.
Immer tiefer sinkt die Sonne,
das Farbenspiel eine Wonne.
Von Gold zu Rot,
dann schwarz und tot.
Schon ist es Nacht,
ein Tag vollbracht,
voller Schönheit und Sonnenschein,
an dem sich alle Menschen erfreun.

Heidi Gotti

21. Oktober

Lostag: Vor Ursula muss das Kraut herein, sonst schneien Simon und Juda (28.10.) drein.

Neue Auszüge aus Kinderaufsätzen
 
Arnold Schwarzenegger is a interneschernell person an his nick-name is "Steirische Eichel".
 
Den Treibstoff für die Flugzeuge nennt man Clerasil.
 
Die Erde beschreibt eine epileptische Bahn um die Sonne.
 
Die allgemeine Schulpflicht wurde in Österreich von Mutter Theresa eingeführt.
 
Meine Frau Lehrer hat eine strenge Regel.
 
Er ist mit einer Gehirnerschütterung noch halbwegs gut ums Leben gekommen.
 
Es ist ein heißer Tag und bald fliest allen der Scheiß von der Stirn.
 
Wir haben zu Hause einen Zwergenhahn, der unsere Hennen fast nicht derbucken kann.
 
Manche Menschen entrümpeln ihr Haus und werfen es dann in den Wald.
 
Mit der Frau Lehrer sind wir 22 Kinder.

Juri Gagarin war der erste bemannte Raumfahrer.
 
Mein Lieblingsessen ist Schnitzl mit Baum Fritz.
 
Diesen Vorfall meldete ich sodann der Schanda Marie.
 
Im Geografiuntericht lernten wir vom großen Fluss Mrs.Sipi.
 

Einer wurde gefoult. Es gab elf Meter.
 
Während der Fernsehsendung vergasen die Eltern ihre Kinder.
 
Die Schnitzel brunzelten in der Pfanne.
 
Das Mädchen fiel von der Bank und blieb unerregt liegen.
 
 
 
Der Hansi hat sich heute nacht an der Zimmertür vergangen
 
Ich habe am Wochenende nichts gemacht. Ich habe faul gelenzt.

Unsere Omi ist mit dem Omibus in die Stadt gefahren.
 
Ich betrat den Frisörsalon, grüßte Gott und setzte mich.
 
Ich mag unsere Religionsfraulehrer sehr.
 
Und dann gehen die Erstkommandanten in die Kirche.
 
Der Engel Gabriel brachte Maria die Botschn (Hausschuhe in Österreich).
 
Maria im Gefängnis (Maria Empfängnis)
 
Erkläre das Sakrament der Ehe: Die Vereinigung erfolgt vor dem Priester.
 
Wo in Österreich gibt es einen Erzbischof ? Am Erzberg.
 
Rechtschreibfehler:
Die meisten EZ (Aids) Fälle gibt es in Afrika.
Mein Bruder ist gerade beim Mülitäa.
Ich möchte gerne Elkawefarer (LKW-Fahrer) werden.

22. Oktober

Kindersegen

Kinderlachen hallt durch' Haus,
Freude und Frohsinn breitet sich aus.
Sie raufen, sie schreien, sie toben,
man muss sie tadeln oder loben.

Es ist als würde das Haus lebendig,
doch es gibt Nachbarn,
die sind da empfindlich.
Sie schreien, sie tadeln, sie toben,
sie würden niemals loben.

Es gibt viele Menschen,
in der heutigen Zeit,
denen Kinderlachen leider
nicht ihr Herz erfreut.
Sie wissen nicht was Kinder bedeuten,
sie kennen nicht die Elternfreuden.

Sie denken Kinder sind eine Plage,
nicht des Lebens schönste Gabe.
Was kann es schöneres geben im Leben,
als die Erschaffung eines
neuen Lebens.

Doch leider ist es nicht jedem gegeben,
die Erschaffung eines neuen Leben.
Deshalb kann man es nicht versteh'n,
Kinder als notwendiges Übel anzuseh'n.
???

23. Oktober

Lostag: Wenn's Sankt Severin gefällt, bringt er mit die erste Kält'.

Neues auf der HP: Die Digibilder vom Oktober

Die Dahlie kommt zu Wort:

"Unseren Namen verdanken wir Andreas Dahl (1751 bis 1789) und heißen botanisch Dahlia. Wir sind knollenbildende Asterngewächse und kamen im Todesjahr Dahls von Mexiko nach Europa. Erst 1812 brachte man uns nach Deutschland, wo man glaubte, unsere fleischigen Wurzelstöcke verspeisen zu können.
Ungezählte Sorten gibt es heute: angefangen von kleinen, 30 cm hohen Zwergen bis hin zu 2 m großen, farbenfrohen Riesen.
Wir wachsen in jedem Gartenboden, blühen aber in humosen Böden besonders stark. Unsere Wurzelstöcke werden ab April/Mai etwa 5 - 10 cm tief gepflanzt. Da unsere jungen Triebe ein Leckerbissen für Schnecken sind, benötigen wir entsprechenden Schutz. Hohe Sorten sollten später mit einem Stab gestützt werden. Im Herbst bleiben wir bis zum ersten Frost in der Erde. Eine Handbreit über dem Boden schneidet ihr dann alle Triebe ab, nehmt unsere Knollen aus der Erde heraus und klopft sie ab. Unsere Überwinterung erfolgt in einem kühlen Keller.“

Aus einem geschenkten Büchlein unseres Gartencenters. Bald werden wir diese Knollen wieder einlagern müssen, damit wir uns nächstes Jahr erneut an den Blüten erfreuen dürfen.

24. Oktober

Wetterregel: Bringt der Oktober viel Frost und Wind, sind der Januar und Hornung gelind.

Neues auf der HP: Neue Geschichte "Freunde für immer"

Die Vorlieben der Sternzeichen

Scorpius/Skorpion: 
24.10.-22.11.
 
Element: Wasser
Planet: Pluto
Stein: Oktober - Opal
November - Topas oder Citrin
Pflanze: Aster oder Chrysantheme
Farbe: Blau oder Grün
Charakter: risikofreudig, ehrlich, besitzergreifend, musisch begabt


So küsst der leidenschaftliche Skorpion

Der Kuss des erotisierenden Skorpions ist hemmungslos und alles verschlingend. Wenn sich der Kusspartner nicht freiwillig ergibt, wird er genommen und besiegt. Beim Küssen wird die leidenschaftliche Natur des Skorpions zur Schau getragen. Der Skorpion folgt ungehemmt seinen Trieben und wird zum fanatischen Küsser. Doch die Küsse können für ihn nur der Vorgeschmack für mehr sein. Einfach nur so küsst man keinen Skorpion ungestraft.

Skorpion-Männer setzen ungeheure Energien beim Küssen frei. Der Partner glaubt, ihm schwinde der Boden unter den Füssen. Skorpion-Küsse verzehren den Kusspartner förmlich. Dies geschieht bisweilen ein wenig rücksichtslos und ungehemmt. Nicht jeder Partner kann das gut vertragen.

Skorpion-Frauen verfügen über eine magnetische Anziehungskraft. Beim Küssen schwanken sie zwischen extremer Selbstbeherrschung und leidenschaftlicher Zügellosigkeit. Heiß und feurig geküsst, schmilzt der Partner dahin. Skorpion-Küsse haben immer eine erotische Note.

Gute Kusspartner sind: Stier, Widder, Fische und Löwe.
Weniger gute Kusspartner sind: Zwillinge, Waage und Wassermann.

25. Oktober

Lostag: An Krispin sind alle Fliegen hin.

Überlass es der Zeit

Erscheint dir etwas unerhört,
bist du tiefsten Herzens empört,
bäume nicht auf, versuch's nicht mit Streit,
berühr es nicht, überlass es der Zeit.
Am ersten Tag wirst du feige dich schelten,
am zweiten lässt du dein Schweigen schon gelten,
am dritten hast du's überwunden,
alles ist wichtig nur auf Stunden.
Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter,
Zeit ist Balsam und Friedensstifter.

°°°Theodor Fontane°°°

26. Oktober

Die bunte Klebefolie von der Rolle

Streifen und Blümchenmuster haben in Schubladen und auf Regalbrettern alter Schränke die Jahrzehnte überdauert. Die Farben der Folie strahlen erstaunlich kräftig. Und sie hält, noch heute.
Die Folie heißt d-c-fix.
Wir Kinder hielten die Marke für das Produkt. Mit beschichteten Trägermaterialien, so der Fachbegriff, hätte man uns nicht kommen können.

Mama nahm d-c-fix, um Holzbretter zu bekleben. Sorgfältig maß sie die Fläche aus und schnitt das Material zu. Dann kam der spannende Moment. Mit dem Fingernagel trennte sie die Folie vom Papier und platzierte den ersten Streifen auf dem Brett. Dann zog sie langsam mit der rechten Hand das Papier weg, derweil sie mit der flachen Linken die Folie auf der Oberfläche glatt strich, damit nur keine Luftblasen den Effekt störten. Das Ergebnis sah nicht nur hübsch aus, es hatte auch seinen Nutzen: Die Kunststoffoberfläche ließ sich leicht säubern, und Mama zog sich beim schnellen Drüberwischen keine Spreißel zu.

Heutzutage beklebt bei uns kaum jemand die Fächer oder Schubladen von Holzschränken. Wer hat überhaupt noch einen – die Billigheimer unter den Möbelgeschäften liefern das Gewünschte aus kinderpopoglattem Kunststoff in Holzoptik.

D-c-fix aber gibt es noch heute.
Nahe Künzelsau, in Weißbach am Kocher, steht das Firmengebäude des 1898 gegründeten Traditionsunternehmens. Der Marktführer bei Designfolien, Schaumfolien und beschichteten Trägermaterialien, wie die Produkte korrekt heißen, beschäftigt heute knapp 800 Menschen. Produziert wird in Württemberg. Umsatz macht das Unternehmen zu mehr als 70 Prozent im Ausland.

27. Oktober

Bauernregel: Nichts kann mehr vor Raupen schützen, als Oktobereis in Pfützen

Die Zeit geht mit der Zeit: Sie fliegt.
 Kaum schrieb man sechs Gedichte,
 ist schon ein halbes Jahr herum
 und fühlt sich als Geschichte.

Die Kirschen werden reif und rot,
die süßen wie die sauern.
Auf zartes Laub fällt Staub, fällt Staub,
so sehr wir es bedauern.
 
Aus Gras wird Heu. Aus Obst Kompott.
Aus Herrlichkeit wird Nahrung.
Aus manchem, was das Herz erfuhr,
wird bestenfalls Erfahrung.
 
Es wird und war. Es war und wird.
Aus Kälbern werden Rinder
und - weil's zur Jahreszeit gehört,
aus Küssen kleine Kinder.
 
Die Vögel füttern ihre Brut
und singen nur noch selten.
So ist's bestellt in unsrer Welt,
der besten aller Welten.
 
Spät tritt der Abend in den Park,
mit Sternen auf der Weste,
Glühwürmchen ziehn mit Lampions
zu einem Gartenfeste.
 
Dort wird getrunken und gelacht.
In vorgerückter Stunde
tanzt dann der Abend mit der Nacht
die kurze Ehrenrunde.
 
Am letzten Tische streiten sich
ein Heide und ein Frommer,
ob's Wunder oder keine gibt.
- - - - -
Und nächstens wird es Sommer.

von Erich Kästner

28. Oktober

Lostag: Wenn zu uns Simon und Judas wandeln, wollen sie mit dem Winter wandeln.

Beeren – Wildobst ist gesund, schmeckt oft bitter und ist manchmal giftig

Knackige Äpfel und duftende Quitten, pralle Kürbisse und würzige Walnüsse - im Herbst zeigt die Natur noch einmal, wie verschwenderisch sie sein kann.
Frisch geerntetes Obst aus dem eigenen Garten ist der reine Genuss. Über all den saftigen Leckerbissen werden leider oft die wertvollen Wildobstsorten vergessen. Für viele sind die Früchte von Eberesche, Felsenbirne, Mispel oder Heckenrose unbekannte Genüsse, die erst entdeckt werden müssen. Auch sind die wilden Früchtchen in puncto gesunde Inhaltsstoffe ihren veredelten und gezüchteten Verwandten oft weit überlegen.
Als Wildobst bezeichnet man alle Bäume und Sträucher, die essbare Beeren, Früchte, Nüsse oder Blätter tragen. Im Gegensatz zu den Kulturobstarten wie Apfel oder Birne werden die Wildfrüchte von Menschen wenig genutzt oder dienen vor allem als Ausgangsmaterial für veredelte Zuchtsorten. Neben Klassikern wie Heidel-, Him- und Brombeeren, Schwarzem Holunder, Haselnüssen und Hagebutten zählt man auch fruchtende Zierpflanzen wie Felsenbirne, Sanddorn, Apfelbeere, Scheinquitte und Kirschpflaume zu den Wildobstarten.
Darüber hinaus gibt es eingebürgerte Exoten wie die aus Südeuropa stammenden Edelkastanien und Walnüsse, die so genannte Bayernkiwi oder die Maulbeere, die beide aus Ostasien stammen. Während manche Arten wie Kornelkirsche, Schwarzer Holunder und die Wilde Heckenrose mit ihren leuchtend roten Hagebutten in der freien Natur vorkommen, findet man andere Arten vorwiegend angepflanzt in Gärten und Parks. Dort stehen sie als schön gewachsene Solitäre ganz allein für sich oder bilden naturnahe Hecken, die Vögeln Unterschlupf und Nistmöglichkeiten bieten und wertvolle Bienennährgehölze darstellen.
Ganz gleich, ob am Feldsaum, am Waldrand oder im eigenen Garten - noch ist Zeit, um auf Beerenjagd zu gehen. Einige der jetzt reifenden Wildobstarten sind wahre Fitmacher für den Winter. Leider ist nicht alles, was gesund ist, zwangsläufig auch lecker. Zwar lassen sich viele Wildfrüchte zu Konfitüre, Gelee, Saft oder Most verarbeiten oder als Salat, Sauce oder einfach roh genießen.
Die leuchtend roten, erbsengroßen Früchte der Eberesche, im Volksmund auch Vogelbeeren genannt, müssen vor dem Genuss jedoch erst durch Frosteinwirkung entbittert werden. Dafür sind sie reich an Vitamin C und A, an wertvollen Flavonoiden sowie pflanzlichen Gerbstoffen, Fruchtsäuren und Pektinen. Nur die Mährische Eberesche ist gänzlich frei von Bitterstoffen.
Nahe verwandt sind die etwas fad schmeckende Mehlbeere und die Elsbeere mit säuerlich-teigigem Fruchtfleisch. Die birnenförmigen Früchte des Speierlings werden mit anderem Kernobst zusammen zu Most vergoren und verleihen diesem einen herb-frischen Geschmack.
Nicht nur die Vogelbeeren, auch andere Wildobstarten brauchen zunächst eine frostige Abreibung, bevor sie genießbar werden. Die ersten eisigen Nächte machen die Früchte der Wildrosen, Schlehen und heimischen Berberitzen weich und aromatisch. Die Früchte der Mispel brauchen sogar einige Minusgrade mehr und werden oft erst im Dezember erntereif. Nur in gekochtem Zustand genießbar sind Roter Holunder und Scheinquitte.

Anders als Kinder, wissen Erwachsene in der Regel, dass man nicht alles, was schön bunt ist und appetitlich glänzt, in den Mund nehmen darf. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nur Früchte, die man eindeutig identifizieren kann und als essbar kennt, geerntet und verarbeitet bzw. verzehrt werden dürfen. Viele wilde Früchte sind alles andere als zahm und können Übelkeit und sogar schwere Vergiftungen hervorrufen. Dazu zählen die blauschwarzen Beeren des Wilden Weins ebenso wie die Früchte von Efeu, Schneeball, Liguster, und Eiben (Taxus).

29. Oktober

Ein Gedicht zur Uhrenumstellung auf die Winterzeit:

November

Kalt ist es plötzlich geworden,
der Wind bläst aus Norden.
Der Winter ist jetzt nicht mehr weit,
es kommt die nebelreiche Zeit.
Die Bäume haben das Laub verloren,
es fliegt uns um die Ohren.
Ich geh mit meiner Laterne,
das Lied hört man so gerne.
Nicht mehr weit
ist auch die Kerzleszeit.
Wenn es dämmert dann,
abends zünden wir sie an.
Alles kann man nur verschwommen sehn,
selbst die Gesichter schummrig schön.
Gefangen sind wir wie in einem Bann,
voll Liebe reichen wir uns die Hände dann.

Heidi Gotti

30. Oktober

Wissenswertes über Halloween:

Halloween

Der Name Halloween kommt vom englischen Begriff All Hallows Eve und bezeichnet den Abend vor Allerheiligen am 31.Oktober. Im Mittelalter nahm man an, dass die Toten während dieser Nacht zurückkehren würden, um ihre Angehörigen zu sehen.
Im 19. und 20. Jahrhundert glaubte man, Halloween sei eine Nacht, in welcher Geister, Hexen und Feen besonders aktiv seien.
Heute wird Halloween vor allem im Ursprungsland Irland und in den USA gefeiert – mit Kürbisgerichten, ausgehöhlten Kürbisköpfen als Laternen, fantastischen Verkleidungen und ausgelassenen Partys. Kinder ziehen an diesem Tag als Hexen und Gespenster verkleidet von Haustür zu Haustür und sammeln Süßigkeiten mit dem Spruch: „Süßes...oder es gibt Saures“.

31. Oktober

Halloween: Hexen, Dämonen und Kürbiskult
 
Halloween wird nun auch in unseren Sphären immer populärer, aber kaum einer weiß, was es mit der geheimnisvollen Nacht so alles auf sich hat.
 
Im alten Britannien und in Irland fiel das Ende des Sommers auf den 31. Oktober. Die ältesten Halloween-Feiern wurden von Druiden veranstaltet: sie begingen das "Festival of Samhain", das Fest des Fürsten des Totenreichs.
 
Zugleich war der 31. Oktober in keltischer und später in angelsächsischer Zeit auch der letzte Tag des alten Jahres - und dieser Abend wurde mit riesigen Feuern auf Hügeln verabschiedet, um die bösen Geister zu vertreiben.
 
Samhain sammelte in der Nacht die Seelen der während des Jahres Verstorbenen. Wegen ihrer Sündhaftigkeit waren diese in die Körper von Tieren gebannt worden - mit Anfang des neuen Jahres waren jedoch die Sünden gesühnt und die Seelen durften in den Druidenhimmel eingehen.
 
Die heidnischen Kelten entzündeten am Vorabend des Samhainfestes Feuer auf den Hügeln, um den Winter zu begrüßen und böse Geister abzuschrecken. In den Wohnstätten wurden die Herdfeuer gelöscht und zum Zeichen des neuen Jahres wieder entzündet.
 
Der Glaube, dass Geister das Feuer fürchten, war nämlich weit verbreitet - so waren die viel späteren Hexenverbrennungen eher als Reinigung denn als Bestrafung gedacht.
 
Die Hexe, die auf ihrem Besenstiel reitet, die schwarze Katze hinter sich, ist das markanteste Halloween-Symbol. Irische Einwanderer brachten die Halloweenbräuche mit in die Vereinigten Staaten.
 
Ein geläufiges Halloweensymbol ist das Irrlicht "jack-o'-lantern". Es besteht aus einem ausgehöhlten Kürbis, in den Kinder eine dämonische Fratze schneiden und eine brennen- de Kerze stellen. So beleuchten sie die große Frucht von innen, so dass man sich an den Herbstabenden ein bisschen grausen kann.
 
In der Nacht der Geister soll angeblich auch ein Blick in die Zukunft möglich sein. Ein Brauch aus einem Herkunftsland von Halloween, aus Irland, geht folgendermaßen: Von einem Apfel wird - möglichst dünn und an einem zusammenhängen- den Stück - die Schale abgeschnitten. Diese meist spiralförmige Apfelschale muss man jetzt über die linke Schulter hinter sich werfen. Kann man an der Form der Schale einen Buchstaben erkennen, beginnt mit diesem der Vorname des künftigen Liebes-/Ehepartners.


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