Oktober 2009

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Neues auf der HP- zwei neue Geschichten am Ende der Tabelle
Es
schauen die Blumen alle
zur leuchtenden Sonne hinauf;
Es nehmen die Ströme alle
zum leuchtenden Meere den Lauf.
Es flattern die Lieder alle
zu meinem leuchtenden Lieb
Nehmt mit meine
Tränen
und Seufzer,
ihr Lieder, wehmütig und trüb!
Heinrich Heine
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Wenn jemand etwas "durch die Blume" sagt, dann spricht er in Andeutungen, er verhüllt seine klare Aussage. Früher ließ man allerdings tatsächlich "Blumen sprechen". Wie das möglich war? Nun, die Bedeutung der Blumen war allen bekannt, und wer es nicht genau wusste, konnte sogar in einem "Lexikon der Blumensprache" nachschlagen.
Es war Liebenden nicht wie heute möglich, sich ungezwungen zu unterhalten, zu verabreden oder sich die Liebe zu gestehen. Man half sich daher, in dem man sich Blumen schenkte, die die Botschaft überbrachten. Dabei war nicht nur die Blumensorte von Bedeutung, sondern auch die Art, in der die Blumen gebunden und zusammengestellt waren, ob sie bereits voll erblüht oder noch knospig, hängend oder aufrecht stehend, mit Schleifen oder ohne gesteckt waren.Bekam man also einen Strauß geschenkt, was für eine Fülle von Aussagen und Andeutungen mögen in ihm verborgen sein.
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zum heutigen Tag:
Der gute Kamerad
Ich hatt’ einen Kameraden,
einen bessern findst du nit.
Die Trommel schlug zu Streite,
er ging an meiner Seite
im gleichen Schritt und Tritt.
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Eine Kugel kam geflogen, |
Will mir die Hand noch
reichen, |
Ludwig Uhland
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"Wie lange leben wir auf Erden? Nicht für immer, nur eine kleine Spanne. Jade zerbricht, Gold wird zerdrückt, Quetzalfedern knicken.
Nichts dauert auf Erden, alles lebt nur einen Hauch lang. Unsere Zeit ist geliehen, im Nu müssen wir sie hinter uns lassen.
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Ach, wer doch das könnte
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Gemäht sind die Felder,
der Stoppelwind weht, Da guck ich dem Storch in
das Sommernest dort: Und droben, gehoben auf
schwindelnder Bahn, |
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Victor Blüthgen
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Schnupfenzeit
Wenn es draußen ungemütlich kalt wird, haben Erkältungserreger leichtes Spiel. Die trockene Luft in geheizten Räumen lässt die Schleimhäute im Nasen- und Rachenraum austrocknen. Die Folge: Die natürliche Barrierefunktion der Schleimhäute gegen Viren und Bakterien wird geschwächt. Im Herbst und Winter ist es daher wichtig, ausreichend zu trinken, um sich gegen Erkältungen zu wappnen.
Wer wenig trinkt ist anfälliger für Krankheiten. Wenn es im Körper an Flüssigkeit mangelt, wird das Blut dickflüssiger und kann die Schleimhäute nicht optimal versorgen, was sie anfälliger für Bakterien und Viren macht. Schwächen Kälte und Stress das Immunsystem zusätzlich, können sich Erreger in der Nasenschleimhaut leichter einnisten und eine Erkältung auslösen. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann also entscheidend dazu beitragen, sich vor einer Erkältung zu schützen. Man sollte über den Tag verteilt mindestens 1,5 Liter trinken, damit der Wasserhaushalt im Gleichgewicht bleibt. Bei Aufenthalt in klimatisierten oder beheizten Räumen mit trockener Luft, sollte diese Trinkmenge noch gesteigert werden. Mineralwasser, Leitungswasser, ungezuckerte Früchte- und Kräutertees sowie stark verdünnte Obst- und Gemüsesäfte sind ideale Getränke, um den Durst zu stillen. Heiße Teegetränke sind zudem in der kühleren Jahreszeit besonders wohltuend.Hat man sich dennoch einen der über 200 bekannten Erkältungserreger eingefangen, gibt es kein „Gegenmittel“ – dann hilft nur noch, die Erkältung auszukurieren und die Beschwerden zu lindern. Auch hierbei unterstützt der häufige Griff zum Wasserglas.
Kommt bei einer Erkältung noch leichtes Fieber hinzu, müssen die durch das Schwitzen erhöhten Flüssigkeitsverluste ersetzt werden.
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Überlistet
Wenn Blätter von den Bäumen stürzen,
die Tage täglich sich verkürzen,
wenn Amsel, Drossel, Fink und Meisen
die Koffer packen und verreisen,
wenn all die Maden, Motten, Mücken,
die wir versäumten zu zerdrücken,
von selber sterben - so glaubt mir:
es steht der Winter vor der Tür !
Ich lass ihn stehn!
Ich spiel ihm einen Possen!
Ich hab die Tür verriegelt
und gut abgeschlossen!
Er kann nicht rein!
Ich hab ihn angeschmiert!
Nun steht der Winter vor der Tür …
und friert
Heinz Erhardt
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Und nun ist es da, das Musterbuch:
Hundkatz auf Abwegen

Klappentext:
Eigentlich heiße ich ja Ricky! Warum die mich Hundkatz nennen, erfährt man in diesem Büchlein, das mein Frauchen schrieb. Dort erzählt sie auch, was wir – meine Familie, die von mir adoptiert wurde – und auch ich, gemeinsam erlebten. Und das ist eine ganze Menge.
Es fängt schon damit an, dass ich auf vier weichen Pfoten, jedes Geräusch vermeidend, suchend durch die Dämmerung schleiche. Ob ich – nach langer Wanderschaft – bei Hedi und Oskar ein neues Zuhause finden kann? Ich wusste es damals nicht. Auch nicht, ob ich nach schwerer Krankheit wieder gesund werde.
Als Königliche Hoheit kann ich manchmal sehr eigensinnig sein, bin aber auch ein besonders liebevoller und anschmiegsamer Ausnahmekater.
Dankbar schnurre ich, wenn Herrchen mich mal wieder vor dem Regen, den ich hasse, gerettet hat. Dann sitze ich auf seinem Schreibtisch und schließe wohlig die Augen. Meine Ohren sind in alle Richtungen verdreht wie die verbogenen Flügel einer Windmühle.
Bekannt als Randalierer, zeige ich viele Gesichter und vereine einen Zoo in mir. Knurre wie ein Hund, springe wie ein Geißbock oder Fohlen, sitze als Häschen oder Erdmännchen, nage nach Biber-Art, strecke den Hals wie eine Giraffe, verspeise Fliegen und Spinnen wie ein Vampir, bewege sexy mein Hinterteil wie die Ente ihren Bürzel, gurre als Täubchen und oft bin ich ein störrischer Esel und noch viel mehr.
Aber lest selbst, was ich so treibe und wie ich meine Menschen in meinem Sinne erzogen habe.
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Mein KaterAls Kind hatte ich einen Freund, hab letzte Nacht von ihm geträumt.Winzig klein ist er zu uns gekommen, wir haben ihn liebend gern aufgenommen. Ein Tigerkater herrlich anzusehn, mit einem Fell einmalig schön. Ein besonders schönes Exemplar, er wurde, als er ausgewachsen war. Einmalig im Leben war er für mich, so groß und stattlich."Mozl" hab ich ihn genannt, den Namen hat er anerkannt. Dieses Tier war wirklich eine Pracht für eine Zeitung wurde ein Bild gemacht. Wir beide waren darauf zu sehen, ich war stolz, muss ich gestehen.Gespielt hab ich mit Puppen und -Wagen Natürlich hab ich den "Mozl" rumgetragen. Puppenkleider zog ich ihm an, legte in den Wagen ihn dann. Lange gefiel ihm das Spiel, bis es ihm wurde zuviel. Dann ist er auf das Bett gesprungen, hat meinen Kopf mit den Pfoten umschlungen. "Mutti, der Mozl will mich fressen", ich schrie, Mutter sagte: "Merk Dir, ein Tier quäle nie!" Gleich darauf ließ er mich fühlen, "Ich bin wieder bereit zum Spielen!"Bin ich später in die Schule gestartet, hat er jedes Mal auf mich gewartet. Mein Schulweg war sehr lang, mit Mozl wurde es mir nie bang. Er hat mich hin und zurück begleitet und mir damit immer Freude bereitet. Seine innere Uhr duldete ihn nicht mehr zu Haus, er spürte instinktmäßig, jetzt ist die Schule aus.Eine neue Wohnung haben wir bekommen, natürlich haben wir ihn mit genommen. Nicht wohl gefühlt hat er sich dort, an diesem neuen, fremden Ort. An die Stadt hat er sich nicht gewöhnt, hat sich aufs Land nach Freiheit gesehnt. Wir brachten ihn dann zurück, er war total beglückt. Leute, die er von vorher gekannt, hat er als "Familie" dann anerkannt. Traurig bin ich schon geworden, als ob ein Freund gestorben. Später im Leben durfte ich erkennen, ich "musste" ihm sein Leben gönnen.Heidi Gotti
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Der Fuchs und die Katze
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Eines Tages traf die Katze im Walde den Fuchs, den sie für einen gescheiten und wohl erfahrenen Gesellen hielt. Sie grüßte ihn daher freundlich und sprach: "Guten Morgen, lieber Herr Fuchs, wie geht's? Wie steht's? Wie schlagt Ihr Euch durch in dieser teuren Zeit?“
Hochmütig betrachtete der Fuchs sie von oben bis unten und überlegte sich, ob er überhaupt antworten solle. Endlich sprach er: "Du armseliger Bartputzer, du Hungerleider und Mäusejäger, was kommt dir in den Sinn? Wer bist du überhaupt? Was kannst du? Wie viel Künste verstehst du?“
"Nur eine einzige“, sagte die Katze bescheiden, "ich kann, wenn die Hunde hinter mir her sind, auf einen Baum springen und mich retten."
Da lachte der Fuchs: "Ist das alles? Ich bin Herr über hundert Künste und habe überdies noch einen Sack voll Listen.“
Da kam ein Jäger mit vier Hunden daher. Behände sprang die Katze auf einen Baum.
Die Hunde stürzten sich auf den Fuchs und packten ihn.
"Bindet den Sack auf, Herr Fuchs!“, rief die Katze ihm aus ihrem Versteck zu. "Was ist mit Euren hundert Künsten? Hättet Ihr heraufklettern können wie ich, so wär's nicht um Euer Leben geschehen.“Nach einer Überlieferung
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Auf der Heide blüh'n die letzten Rosen
Auf der Heide blüh'n die letzten Rosen
braune Blätter fallen müd' vom Baum
und der Herbstwind küsst die Herbstzeitlosen
mit dem Sommer flieht manch Jugendtraum.
Möcht einmal noch wie damals kosen
möcht vom Frühling träumen und vom Glück
Auf der Heide blüh'n die letzten Rosen
ach die Jugendzeit kehrt nie zurück.
Versunken ist die Frühlingszeit
kein Vogel singt im Lindenhain
die Welt verliert ihr Blütenkleid
und bald wird Winter sein.
Verlassen ist der Holderstrauch
an dem ich einst geküsst
es blieb ein Duft der wie ein Hauch
aus fernen Tagen ist
Auf der Heide blüh'n die letzten Rosen
braune Blätter fallen müd' vom Baum
und der Herbstwind küsst die Herbstzeitlosen
mit dem Sommer flieht manch Jugendtraum.
Möcht einmal noch wie damals kosen
möcht vom Frühling träumen und vom Glück
Auf der Heide blüh'n die letzten Rosen
ach die Jugendzeit kehrt nie zurück.
Holde Jugend, holde Jugend
kämst du einmal doch zu mir zurück
(Robert Stolz / B. Balz)
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Hagebutten
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Sie sind ein Vitamin-C-Lieferant und deshalb beliebt und geschätzt.
Es war früher eine mühevolle Arbeit, die Früchte der wilden Hagebutte von ihren haarigen Samen zu befreien. Als Kinder wurden diese gern als „Juckpulver“ verwendet.
Die großen Früchte der Kartoffelrose sind da viel einfacher zu verarbeiten. Bereits die Ernte ist nicht mehr so mühevoll wie die der kleineren Früchte der wilden Hagebutte und der Vitamingehalt ist ebenfalls sehr hoch.
August bis September wird sie gepflückt, denn die Früchte sollten bei der Ernte noch fest, aber gut durchgefärbt sein. Wenn die Früchte bereits schrumpeln, ist der Vitamingehalt geringer.Hagebutten-Marmeladen und -Gelees sind sehr lecker, deshalb nimmt man die mühevolle Herstellung gerne auf sich. Man kann die Früchte aber auch trocknen und Tee aus ihnen bereiten. Dabei muss man aber beachten, dass die Trocknung bei milder Temperatur im Backofen vorgenommen wird, denn die Früchte, die ja sehr fleischig sind, würden bei einer normalen Lufttrocknung sehr leicht schimmeln.
Hagebuttentee trinkt man bei Vitamin-C-Mangel und kann so der. Frühjahrsmüdigkeit entgegenwirken. Er wirkt harntreibend und kann auch bei entzündlichen Nierenerkrankungen gute Erfolge erzielen.
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Ein Männlein steht im Walde ganz
still und stumm,
es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
das da steht im Wald allein
mit dem purpurroten Mäntelein?
Das Männlein steht im Walde auf einem
Bein
und hat auf seinem Haupte schwarz Käpplein klein.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
das da steht im Wald allein
mit dem kleinen, schwarzen Käppelein?
Ein Kind spricht:
Das Männlein dort auf einem Bein mit seinem roten Mäntelein
und seinem schwarzen Käppelein kann nur die Hagebutte sein.
Hoffmann von Fallersleben
Engelbert Humperdinck übernahm das alte Lied für seine Märchenoper „Hänsel und
Gretel“
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Hagebuttentee: Die Früchte sollten leuchtend rot, aber vor dem ersten Frost gesammelt werden. Stiele und Blätter der Hagebutten entfernen, aufschneiden, von Härchen und Kernen befreien, an der Luft oder im Backofen (bei maximal 40 Grad Celsius) trocknen.
Zwei Teelöffel der getrockneten Hagebutten mit einem Viertelliter heißem, nicht mehr kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen.
Hagebuttentee gilt als ideales Getränk in der Erkältungszeit. Er löscht den Durst bei Fieber, stärkt das Immunsystem und reinigt die Niere und das Blut.
Wirkungsvoller und schmackhafter: Die getrockneten Früchte mit getrockneten Lindenblüten mischen, als Tee zubereiten und mit etwas Zitronensaft versetzt trinken.Hagebuttenmark: Die geernteten Früchte von Stielen und Blättern befreien, waschen, mit Wasser knapp bedecken und 30 bis 45 Minuten köcheln lassen. Sind die Hagebutten weich, durch ein stabiles Sieb streichen oder durch die Flotte Lotte passieren. Damit die kratzenden Härchen nicht im Mus bleiben, den Vorgang wiederholen, am besten mit einem feineren Sieb. Wahlweise mit Honig oder Zucker gesüßt, dient Hagebuttenmark als Brotaufstrich und Backzutat. Aber auch für rezente Speisen kann es eingesetzt werden, zum Beispiel für würzige Saucen.
Tipp: Wer den Aufwand scheut, findet Hagebuttenprodukte auf Märkten, in Naturkostläden, Reformhäusern oder in der Apotheke. Außer zu Tee, Marmelade und Mus werden Hagebutten auch zu Likör, Sirup und Essig verarbeitet.
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Der Herbst streut weiße Nebel aus,
es kann nicht immer Sommer sein!
Der Abend lockt mit Lampenschein
mich aus der Kühle früh ins Haus.
Bald stehen Baum und Garten leer,
dann glüht nur noch der wilde Wein
ums Haus, und bald verglüht auch der.
Es kann nicht immer Sommer sein.
Was mich zur Jugendzeit erfreut,
es hat den alten frohen Schein
nicht mehr und freut mich nimmer heut -
Es kann nicht immer Sommer sein.
O Liebe, wundersame Glut,
die durch der Jahre Lust und Müh’n
mir immer hat gebrannt im Blut -
O Liebe, kannst auch du verglüh’n?
Hermann Hesse
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Zierkürbisse
An vielen Orten sieht man sie nun, denn sie sind in dieser Jahreszeit eine beliebte Dekoration. Mit ihren bizarren Formen, lustigen Zeichnungen und vielfältigen Farben sind sie ein hübscher Schmuck in den Wohnungen und auch vor den Häusern. Oft kann man sie längere Zeit frisch halten. Wurden sie aber zu früh geerntet, oder man ließ sie nicht genügend abtrocknen, klappt das leider nicht. Zierkürbisse kann man während des Sommers an jedem Zaun oder Gitter empor ranken lassen. Aber der Standort muss voll sonnig sein, denn nur dann entwickeln sich die schönsten und lustigsten Früchtchen. Spätestens vor den ersten Frösten im September und Oktober müssen sie geerntet werden. Anschließend lässt man sie dann an einem luftigen Platz, in flachen Kisten ausgebreitet, mindestens acht Wochen trocknen. Anschließend halten sie auch in Ziergestecken oder ganz einfach in Fruchtschalen über längere Zeit. Man kann die trockenen Früchte auch aufschneiden und das Mark herauskratzen. Dann sind sie zum Basteln sehr gut zu gebrauchen. Die Samenkörner kann man für die nächste Aussaat im Frühjahr verwenden. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass verschiedene Farben und Formen vertreten sind, sonst wird die Mischung zu einseitig.
Da Zierkürbisse stark zehrende Pflanzen sind, gedeihen sie am besten in einem nahrhaften, kräftigen und humushaltigen Gartenboden.
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Neues auf der HP: Fotogalerie und mein Buch "Hundkatz auf Abwegen"
Klugheit wagt keinen hohen Flug,
hält sich in sicherem Gleise.
Ihr eigenes Wohl ist ihr genug -
Weisheit zieht größere Kreise.
Der weise Mann ist selten klug
und der kluge selten weise.
Friedrich von Bodenstedt
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Die Eichel und der Kürbis
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Da lebte einmal ein Mann, der glaubte, alles viel besser zu wissen. So sah er im Garten eines Nachbarn schöne große Kürbisse. Sie hingen nur an schwachen Ranken, was der Mann als schlecht ansah. Nach seiner Ansicht wäre es besser gewesen, wenn die großen gelben und weißen Früchte hoch an einem starken Eichenbaum gewachsen wären.
Mit solchen Gedanken spazierte er weiter und kam sich ungeheuer klug vor. Ermüdet hielt er Rast an einer Eiche, lagerte sich und schlief ein. Währenddessen kam ein Wind auf und rüttelte und schüttelte die Zweige und Äste des Eichbaumes. So blieb es nicht aus, dass vom hohen Wipfel etliche Eicheln herab fielen. Eine traf genau die Nase des überklugen Menschen. Er schreckte aus dem Schlaf hoch.
Da wischte er sich die blutende Nase und seufzte: "Wie töricht war ich doch, als ich dachte, ein Eichbaum solle Kürbisse tragen. Hätte ein Kürbis mich getroffen, lebte ich sicher nicht mehr. Dumm, sehr dumm habe ich gedacht; der liebe Gott hat alles wohl gemacht."überliefert
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Keins von allen
Wenn du dich selber machst zum
Knecht,
bedauert dich niemand, geht’s dir schlecht;
Machst du dich aber selbst zum Herrn,
die Leute sehn es auch nicht gern;
Und bleibst du endlich, wie du bist,
so sagen sie, dass nichts an dir ist.
Johann Wolfgang von Goethe
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Als ich zum ersten Termin im Wartezimmer eines neuen Zahnarztes saß, sah ich eine seiner Urkunden, die seinen vollständigen Namen trug.
Plötzlich erinnerte ich mich, dass ein schlanker, fleißiger Junge mit dem gleichen Namen im Gymnasium in meiner Klasse war, vor gut 30 Jahren. Als ich den Arzt dann jedoch sah, verwarf ich sofort jeden diesbezüglichen Gedanken. Dieser glatzköpfige, weißbärtige Mann mit den tiefen Falten im Gesicht war viel zu alt, um in meiner Klasse gewesen zu sein.
Nachdem er meine Zähne untersucht hatte, fragte ich ihn dann doch, ob er das örtliche Gymnasium besucht hätte.
"Ja", antwortete er.
"Wann haben Sie Ihr Abi gemacht?"
"1972. Warum?"
"Sie waren in meiner Klasse", antwortete ich.
Er betrachtete mich ganz aufmerksam aus der Nähe und fragte dann: "Was haben Sie unterrichtet?"
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Der Zahnarzt
Nicht immer sind bequeme Stühle
ein Ruheplatz für die Gefühle.
Wir säßen lieber in den Nesseln,
als auf den wohlbekannten Sesseln,
vor denen, sauber und vernickelt,
der Zahnarzt seine Kunst entwickelt.
Er lächelt ganz empörend herzlos
und sagt, es sei fast beinah schmerzlos.
Doch leider, unterhalb der Plombe
stößt er auf eine Katakombe,
die, wie er mit dem Häkchen spürt,
in unbekannte ‚Tiefen führt.
Behaglich schnurrend mit dem Rädchen
dringt vor er, bis zum Nervenfädchen.
Jetzt zeige, Mensch, den Seelenadel!
Der Zahnarzt prüft die feine Nadel,
mit der er alsbald dir beweist,
dass du voll Schmerz im Innern seist.
Du aber hast ihm zu beweisen,
dass du im Äußern fest wie Eisen.
Nachdem ihr dieses euch bewiesen,
geht er daran den Zahn zu schließen.
Hat er sein Werk mit Gold bekrönt,
sind mit der Welt wir neu versöhnt
und zeigen, noch im Aug’ die Träne,
ihr furchtlos wiederum die Zähne,
die wir – ein Prahlhans, wer’s verschweigt –
dem Zahnarzt zitternd nur gezeigt.
Eugen Roth
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VitamingetränkIn der Erkältungszeit ist eine Extraportion an Vitaminen wichtig für das Immunsystem. Frisch gepresste Fruchtsäfte kommen da genau richtig.
Wenn frisch gepresster Orangensaft zu langweilig ist, kann ihn im Mixer mit pürierten Obstsorten verfeinern. Ob Kiwi, Mango, Ananas, Maracuja oder Papaya - exotische Früchte eignen sich dafür besonders gut.
Bei kostengünstigen Entsaftern, die mit einer Zentrifuge funktionieren, werden das Obst und Gemüse mit Hilfe einer Reibescheibe zerkleinert und der dadurch entstandene Saft durch Schleudern von den Faserresten getrennt. Da bei diesem Vorgang viel Sauerstoff in den Saft gelangt, sollte er unmittelbar nach der Herstellung getrunken werden.
Bei kostspieligeren Saftpressen werden das Obst und Gemüse durch einen Kolben gepresst und die Masse durch ein Sieb gedrückt. Die Ausbeute ist hoch und die Haltbarkeit der schonend gepressten Säfte bei Aufbewahrung im Kühlschrank deutlich länger als bei der Zentrifugaltechnik. Dennoch lohnt sich die Anschaffung nur, wenn sehr viel frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte getrunken werden.
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Nimm dir Zeit zu lieben und geliebt zu werden ... das ist das Privileg der Götter!
Nimm dir Zeit zu lachen … das ist die Musik der Seele!
Nimm dir Zeit zu weinen … das ist die Bewegtheit eines großen Herzens!
Nimm dir Zeit zu lesen … das ist die Grundlage der Weisheit!
Nimm dir Zeit freundlich zu sein … das ist der Weg zum Glück!
Nimm dir Zeit zu arbeiten … das ist der Garant des Erfolges!
Nimm die Zeit zu spielen … das ist das Geheimnis der ewigen Jugend!
Nimm die Zeit zu träumen … das ist der Weg zu den Sternen!
Nimm die Zeit zu leben … denn die Zeit vergeht SCHNELL!
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Zur Uhrenumstellung:
Der Tag wird verlängert
Die Geschichte spielt in Litauen. Sie ist schon über hundert Jahre alt, aber doch so lustig und lehrreich, daß ich sie erzählen möchte.
Damals lebte dort ein reicher Graf, der ein großes Gut besaß, auf dem viele Leute arbeiteten. Diese Männer und Frauen waren sehr fleißig von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Der Graf war aber damit nicht zufrieden. Er meinte, die Leute arbeiteten zu wenig oder der Tag sei zu kurz und müsse verlängert werden. Während einer Mittagspause rief er die Leute zusammen und erklärte: "Ihr arbeitet zwar viel, aber schafft am Tag zu wenig, weil der Tag zu kurz ist. Wer mir einen guten Vorschlag machen kann, wie man den Tag verlängert, der erhält ein Goldstück."
Da meldete sich ein alter, weißhaariger Landarbeiter und sagte: "Gnädiger Herr Graf, ich kann eine Maschine bauen, die den Tag verlängert. Voraussetzung ist allerdings, dass Ihr sie selbst bedient."
"Daran soll es nicht fehlen, Alter", sagte der Graf. Schon am nächsten Tag war die Maschine zum Tagesverlängern fertig. Sie bestand aus einem großen Wagenrad, das auf einer Achse stand und durch eine Kurbel gedreht werden konnte. Der Graf betrachtete das Werk mit Misstrauen. "Das soll helfen?", fragte er. "Das ist doch nur ein einfaches Rad mit Kurbel."
"Dreht sie nur", sagte der Alte, "dreht sie so lange, wie die Sonne auf- und untergeht. Ihr müsst, wenn Ihr den Tag verlängern wollt, also von morgens bis abends drehen."
"Wenn es hilft, so soll es sein", meinte der Graf und packte sofort die Kurbel. Er drehte sie vom frühen Morgen bis zum späten Abend. Es ging nicht leicht, denn das Rad war groß und schwer. Mehr als einmal musste sich der Graf den Schweiß von der Stirn wischen. Als der Abend kam und die Sonne zu sinken begann, ließ er die Kurbel los. Er spürte seine Glieder kaum noch, und das Kreuz schmerzte ihm wie nie im Leben.
"Nun, Herr Graf", fragte der alte Landarbeiter, "war der Tag heute nicht länger als sonst?"
"Oh, Alter", stöhnte der Gutsbesitzer, "er kam mir so lang wie eine Woche vor. Das Rad sollte ab morgen ein anderer drehen."
"Dann, edler Herr Graf", antwortete der Alte, "nutzt die Maschine Euch nichts, denn dann merkt Ihr ja nicht, wie lang der Tag ist."
Der Graf sah den Alten nachdenklich an, gab ihm das Goldstück und sagte: "Lassen wir es so, wie es früher war. Der Tag ist lang genug."Aus dem Litauischen
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Die Zeit ein stetes heute
Was heute gestern heißt
das hieß man gestern heute.
Was heute morgen ist
wird morgen heute sein.
Und dennoch sorget ihr für morgen,
blinde Leute!
Weil’s morgen heut' auch ist
so sorgt für heut' allein.
Nicolaus Ludwig Esmarch
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Die Stadt der Barmherzigkeit
Mitten im schönen Westfalenlande liegt eine eigenartige Stadt. Sie hat keinen Bürgermeister, kein Rathaus und keine Parteien, die sich streiten und sich in die Regierung teilen. Aber sonst hat sie alles, was zu einer richtigen Stadt gehört. Man findet dort Kirchen, Schulen und Krankenhäuser, Handwerksbetriebe und Fabriken, Kaufläden und Schreibstuben, Wasserleitung und Kanalisation, Fernsprecher und elektrisches Licht, Spielplätze und Friedhöfe, und an ihrem Rand liegen sogar einige schöne Ackerhöfe. Ihre breiten, schönen Straßen führen dicht vor den Toren Bielefelds durch zwei Längstäler des Teutoburger Waldes, und ihre Gassen klettern steil und mühsam auf die Höhe des von den Tälern eingeschlossenen Bergrückens.
Diese Stadt ist nicht an einem Tage erbaut worden, so wenig wie irgendeine andere. Im Herbst 1867 stand von ihr nur ein Häuslein. Barmherzige Menschenfreunde aus Rheinland und Westfalen hatten es angekauft, um es zu einer Pflegestätte für fallsüchtige Kranke einzurichten. Damit verbunden war ein kleines Diakonissenhaus, in dem Schwestern für ihren schweren. und schönen Beruf ausgebildet werden sollten. Da wurde im Jahre 1872 ein Mann zur Leitung der Häuser berufen, den heute fast jedes Westfalenkind kennt. Es war Pastor Friedrich von Bodelschwingh. Dem hatte Gott einen klugen Kopf und helle, weitsehende Augen geschenkt und, was noch wichtiger war, ein großes Herz voll tiefer, erbarmender Liebe zu allen Elenden und Kranken, Einsamen und Verlassenen. Unter seinen fleißigen Händen wuchs aus den kleinen Anfängen in vierzigjähriger treuer Arbeit die große Stadt der Elenden heran. Er hat nie etwas anderes sein wollen als ein "Handlanger Gottes", wie er sagte. Darum nannte er die Stadt "Bethel", d. h. Gotteshaus.
Wenn die Stadt der Elenden auch in vielen Dingen anderen Städten gleicht, in einem Stück ist sie doch anders, ganz anders. Ihre Einwohner sind einzig in ihrer Art. Sie sind nicht in dieser Stadt geboren, sondern von allen Himmelsrichtungen dort zusammengeströmt. Aus allen Gauen unseres Vaterlandes kommen sie und auch aus den benachbarten Ländern. Ja, einige sind sogar über das weite Meer aus fremden Erdteilen herübergekommen, um hier zu wohnen, um sich pflegen und, wenn möglich, heilen zu lassen. Kinder und Alte sind darunter, Knaben und Mädchen, Männer und Frauen, Arme und Vornehme. So verschieden sie sind, in einem Punkte sind sie alle gleich: ihr Körper ist krank, und ihr Geist ist gebunden von der furchtbaren Kette der Fallsucht. Plötzlich, wie vom Blitz getroffen, fallen sie um, die einen in stummer Qual, die andern mit dem gellenden Schrei der Angst. Mehr als zweitausend solcher Kranken wohnen jetzt in der Stadt. Im Laufe der Zeit haben sich auch noch andere hilfsbedürftige Menschen hinzugefunden: Geisteskranke und arme Trinker, Schwachsinnige und Heimatlose, "Brüder von der Landstraße", Lungenkranke und junge Burschen, die noch erzogen werden müssen. Etwa fünfhundert Kranke und Elende aller Art wohnen jetzt in den Häusern von Bethel. Welch eine Summe von Leiden und Not!
Man könnte denken, das sei ein trauriges Leben in einer solchen Stadt des Elends. Aber das ist ein Irrtum. Wer nach Bethel kommt, wundert sich oft, so manche vergnügte Gesichter zu sehen und so viel fröhlichen Gesang zu hören. Woher kommt das?
Es gibt dort keinen, der nicht nach dem Maß seiner Kräfte noch nützliche und frohe Arbeit tun darf. Die Kinder gehen in die Schule, die auf ihre Schwachheit Rücksicht nimmt. Die jungen Burschen dürfen ein Handwerk lernen. Die Erwachsenen dürfen in den Handwerksbetrieben oder auf den Schreibstuben, in der Gärtnerei oder auf den Ackerhöfen mithelfen, jeder, so gut er kann. Und die Schwachen und Kranken werden gehegt und gepflegt von "Brüdern und Schwestern“, die ihr Leben in den Dienst des Heilands an den Elenden und Kranken gestellt haben. Eine ganze Schar geschickter Ärzte sorgt für den kranken Leib und den müden Geist. Ihre Kunst sucht zu heilen und zu lindern, soviel sie kann. Und Prediger und Seelsorger bringen allen das Evangelium von Jesus, dem großen Arzt und Freund aller Sünder und kranken Seelen. Aus Gottes Wort lassen sie das helle Licht der Ewigkeit in die dunklen Täler des Leidens hineinleuchten.Gustav Dietrich - Aus einem meiner alten Schullesebücher
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Offenbarung
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Auf deinem Grabe saß ich
stumm |
Und meine Augen schlossen
sich, |
Was ich geträumt, ich weiß es nicht,
ich ahn es nur noch kaum,
dass du, ein himmlisches Gesicht,
mir nahe warst im Traum.
Doch war dies flücht’ge Wiedersehn
In meiner Brust geschafft,
das kann die Seele wohl verstehn,
die glüht in neuer Kraft.
Du hast der Dinge Zeil und Grund
An Gottes Thron durchschaut,
und tatest kühn mir wieder kund,
was dir der Tod vertraut.
Und wenn das große Lösungswort
Auch mit dem Traum entschwand,
so wirkt es doch im Tiefsten fort,
gewaltig, unerkannt!
Friedrich Hebbel
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Über einen Spruch des Predigers Salomo
Der Spruch soll sein der bekannte und in aller Welt gang und gäbe Modespruch: Es ist alles eitel.
Stellen Sie sich einen Mann vor, wie Sie den Salomo kennen, von viel Geschick und Gaben, der sein Herz begab zu suchen und zu forschen weislich alles, was man unter dem Himmel tut; der die Mittel in Händen hatte, sich alles, was dem Menschen gut dünkt, zu verschaffen, zu kosten und zu versuchen; und der auch nach seinem eignen Geständnis das alles wirklich gekostet und versucht hat; wenn der aufrichtig sagt: Ich habe dies und das getan, "baute Häuser, pflanzte Weinberge, machte mir Gärten und Lustgärten, hatte Knechte und Mägde, sammelte mir Silber und Gold, schaffte mir Sänger und Sängerinnen und wehrte meinem Herzen keine Freude, aber siehe, es war alles eitel", so sollte sein Spruch doch eigentlich zu denken geben. Und mich dünkte, er könnte uns viel Mühe ersparen.
Zum Beispiel: Du willst so gerne dies und das sein, Oberschenke oder Oberbäcker, und bringst darüber Dein Leben in Sorge und Unlust hin - Lieber! Salomo war mehr als Oberschenke und Oberbäcker; er war König über Israel, über das merkwürdigste Volk der Erde, und doch war damit ihm nicht geholfen. Wie sollte denn Dir geholfen sein? Darum sei fröhlich und habe Geduld und lass die andern Oberbäcker sein. So auch: Du wünschest Dir dies und das, ein Rittergut oder einen Mahagonitisch, denn groß oder klein ist eins wie das andere. Also Du wünschest Dir einen Mahagonitisch, kannst darum nicht schlafen, sinnest und sorgst und bildest Dir ein: mit dem Tisch werde die Glückseligkeit ins Haus kommen - Lieber! Salomo hatte lauter Mahagonitische! Eckschränke und Kommoden, Fußboden und Treppen, alles war von Mahagoni! Und er sagte: Alle die schönen Mahagonis taugen nicht. Was wird denn der einzige Tisch tun? Darum sei fröhlich an Deinem Tisch von Nussbaum- oder Föhrenholz und mache Dir Dein Leben nicht sauer!
Mir fällt hier Kaiser Karl V. ein. Er war bekanntlich ein großmächtiger Fürst, der seine Größe nicht eitel achtete, sondern sie durch viele Kriege und Siege zu behaupten suchte und auch wirklich behauptete. Auf einmal, als es nicht gar nach seinem Willen gehen wollte und dazu seine Gesundheit brüchig ward, dünkte ihm alles eitel. Er legte seine zwei Kronen nieder und ging nach Estremadura in ein Kloster. Hier pflegte er fleißig der Todesgedanken und Religionsübungen und machte in den Zwischenstunden Uhren zum Zeitvertreib und zu seinem Vergnügen. Bald wollte ihm auch das nicht mehr schmecken, und er mochte an nichts anders denken, von nichts anderem hören und sehen als vom Tode. Endlich ging er gar so weit, dass er bei lebendigem Leibe seine Exequien halten ließ. Der Kaiser Karl V. legte sich in den Sarg, wie eine Leiche bekleidet; zu beiden Seiten des Sarges standen seine Hofbedienten mit brennenden Wachskerzen, und die Geistlichen mussten die Exequien halten und für seine abgeschiedene Seele beten, und er betete selbst im Sarge inbrünstig mit. Er starb auch wirklich nicht lange hernach.
Der Tod ist ein eigener Mann. Er streift den Dingen dieser Welt ihre Regenbogenhaut ab, und es ist ein großer Gewinn, alles, was man tut, wie vor seinem Katheder und unter seinen Augen zu tun.Matthias Claudius
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Ich holt’ ihn aus dem Garten raus,
nun steht er vor dem Haus.
Die Augen glühen wie die Kohlen,
der Mund ist schreckverzerrt.
Der Kürbis nun ganz unverhohlen,
bösen Geistern jeden Zugriff versperrt.
Wir aber fürchten uns nicht,
beim flackernd’ Kerzenlicht,
es ist einfach schummrig schön,
es im Dunkeln glimmen zu sehn.
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Kürbisrisotto
600 g Kürbisfleisch
1 Zwiebel
3 EL Pflanzencreme
250 g Risottoreis
ca. 500 ml Gemüsebouillon
100 ml Schlagsahne
Salz, Pfeffer
125 ml Weißwein
1 TL Honig
2 Frühlingszwiebeln
1 EL gehackte Petersilie
1 TL Thymianblättchen
50 geriebener Parmesan
Zwiebel schälen, fein würfeln und in einem Topf in 2 Esslöffel heißer Pflanzencreme andünsten. Reis dazugeben und kurz mitdünsten. Gemüsebouillon und Sahne dazugießen, und den Reis bei schwacher Hitze zirka 20 Minuten garen lassen. Ab und zu umrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
In der Zwischenzeit Kürbisfleisch in 1 Zentimeter große Würfel schneiden. In restlicher Pflanzencreme andünsten, Weißwein, Honig dazugeben und zugedeckt 3 bis 5 Minuten bei schwacher Hitze dünsten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden.
Mit den Kräutern, Parmesan und Kürbisfleisch unter das Risotto mischen.
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Zu Allerseelen und Allerheiligen

Nicht immer
Nicht immer, wo wir gehen
reicht uns ein warmes Glück die Hand.
Oft raue Stürme wehen
und machen uns dem Leid verwandt.
Lass nie den Mut dir rauben
und nimmer deine Zuversicht,
bewahre stets den Glauben
an das Glück und an das Licht.
Denn immer werden wieder
die dunklen Wolken auch vergeh’n
und neue Lebenslieder
in deinem Herzen auferstehn.
Franz Cingia
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