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September durchstreifet der Jäger den Wald. |
| Die Rehe erjagt er, sein Horn laut erschallt |
September 2005
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Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 Herbstanfang 22 23 24 25 26 27 28 29 30 Der September ist der 7. Monat (septem = sieben) des mit dem März beginnenden altrömischen Kalenders. Alte deutsche Namen sind Scheiding, Holz- oder Herbstmonat. Der Volksmund sagt, er sei der Mai des Herbstes.
Im September
Wir wollen in den Nussbusch gehn
Und dort einmal zum Rechten sehn.
Das Eichhorn und der Häher
Sind arge Nüssespäher,
Der Buntspecht und die Haselmaus,
Die lieben auch den Nusskernschmaus!
Sie nagen und sie zwicken,
Sie hacken und sie picken,
Und wer nicht kommt zur rechten Zeit,
Geht, wie ihr wisst, der Mahlzeit queit.Wir wollen in den Garten gehen
Und dort einmal zum Rechten sehn.
Zur Nachtzeit war es windig!
Nun seht nur her! Was find ich
Im sand'gen Steig, im grünen Gras,
Bald hier, bald dort? Was ist denn das?
Äpfel mit rothen Stirnen
Und goldgestreifte Birnen!
Und dort beim Eierpflaumenbaum ...
O seht nur hin! Man glaubt es kaum!Wir wollen an den Zaun hin gehn
Und dort einmal zum Rechten sehn.
Was steht denn gleich dahinter?
O seht, zwei arme Kinder!
Sie ladet hinter ihrem Haus
Kein Garten ein zu frohem Schmaus.
Da sollte man doch denken:
Heut' gibt's was zu verschenken!
Und merkt ihr erst, wie wohl das thut,
Da schmeckt es euch noch mal so gut!
Heinrich Seidel
Lotosblüte und Goldfisch - Nach einer alten chinesischen Legende
Im Garten des Fürsten Yang Sun wuchs eine herrliche Lotosblüte, die der Herrscher jeden Tag bewunderte. Einst stand er wieder in seine Betrachtung dieses Naturwunders vertieft, als plötzlich in ihm der Wunsch erwachte, die Blume zu pflücken. Er beugte sich vor, wollte sie eben greifen, als sich die Lotosblüte auf einmal in einen Goldfisch verwandelte und wie ein Pfeil davon schwamm. Yang Sun lief in seinen Palast und befahl seinen Dienern, den Fisch zu fangen. Wenig später kamen sie zurück und der Goldfisch zappelte in dem Netz.
Yang Sun befahl, die Netze umzustülpen - aber kaum berührte der Fisch die marmornen Fliesen des Palastes, da verwandelte er sich in einen Adler mit riesigen Klauen, der hoch aufstieg. Da riss Yang Sun einem Diener den Bogen von der Schulter, nahm einen Pfeil aus seinem Köcher, zielte kurz - und schon stürzte der große Vogel, in den Hals getroffen, vor die Füße des Fürsten.Und nun verwandelte sich die Lotosblüte erneut. Aus dem Federkleid des Vogels entstieg ein wunderschönes Mädchen, das erstaunt die Augen öffnete und den Fürsten anlächelte. Yang Sun war hingerissen von der Gestalt dieser Mensch gewordenen Fee und als er einen Kuss auf ihre zarte Hand drückte, da verwehrte sie es ihm nicht. Er führte sie in sein Schlafgemach und verbrachte die ganze Nacht in ihren Armen. Noch niemals in seinem Leben hatte er ein solches Geschöpf kennen gelernt - und als er im Morgengrauen erschöpft einschlief, hatte die Liebe an sein Herz geklopft.
Als er aber am nächsten Morgen erwachte, da war er allein. Neben ihm lag nichts als die Lotosblüte, die er noch vor Stunden zu pflücken gedachte. Das Rätsel dieses Vergehens und Erneuerns beschäftigte ihn tief. Er verwehrte einem jeden den Zutritt zu seinem Schlafgemach und vermochte weder zu essen noch zu trinken.
Nun geschah es, dass Buddha zu jener Zeit das Reich des Yang Sun besuchte. Man berichtete ihm von der Trauer des Fürsten und bat ihn, den Herrscher zu trösten und ihm neues Leben einzuhauchen. Buddha ging zu dem Palast - und dem großen Weisen öffnete der Fürst die Tür des Schlafgemaches.
Und er erzählte von diesem Mädchen: "Herr, ich verstehe es einfach nicht. Ich wollte die Lotosblume pflücken und ein Goldfisch schwamm mir davon, ich erlegte den Adler im Fluge und ein Mädchen wie Samt und Seide stand vor mir. Ich liebte es wie keines vorher - und nun bin ich allein. Geblieben ist mir von den Verwandlungen nur diese vertrocknete Lotosblüte. Wie soll ich all dies verstehen?"
Da nahm Buddha die Lotosblume in die Hand - er schaute auf sie herab und auf einmal war sie verschwunden. Und nun wandte er sich an Yang Sun, der nicht glauben konnte, was er da gerade gesehen und er sprach: "Siehe Fürst, eben hatte ich eine Lotosblume in der Hand - und nun ist sie verschwunden wie von Zauberhand. Denn wisse Fürst - alles, was du siehst, was als feste Materie erscheint, ist doch nichts als Täuschung. Eine Täuschung war die Lotosblüte und ebenso der Goldfisch und der Adler und das Mädchen. Dies alles war nur die Spiegelung deiner Sinne, die nach immer neuen Sensationen dürsten.
Wenn du glücklich werden willst auf dieser Welt, so wende dich ab von deinen Sinnen, denn sie betrügen dich und schaue in deine ewige Seele, die als einzige auch die ewige Wahrheit kennt, die da lautet: Alles im Leben muss sich ständig um und um wandeln, damit du werden kannst, der du einst sein musst, damit du eingehen kannst in die große Leere. Dann ist dein Schicksal erfüllt. Siehe durch die Dinge auf dieser Erde, damit du die Ewigkeit gewinnst. Bleibst du jedoch auf einem Weg der Äußerlichkeiten, so wirst du dein ganzes Leben lang Trugbildern hinterher laufen und endlich immer wieder mit leeren Händen da stehen!"
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Das Würfelspiel
Wenn ich´s mir recht so überlege
ist´s Leben wie ein Würfelspiel,
manchmal wirft Augen man nur wenige,
ein andres Mal trifft man auch viel.
Es lässt sich nichts vorausberechnen,
das Glück ist halt ein leichtes Kind
und was du heute noch besessen,
nimmt es dir morgen fort geschwind.
Wenn wir uns heute Sorgen machen
gibt´s morgen wieder Sonnenschein,
´drum lasst uns heute lieben, lachen
und trinken unseren besten Wein.
Lasst uns heut mit Freunden reden
ein ernstes oder heitres Wort;
morgen ziehen wir auf anderen Wegen,
oder die Freunde bleiben fort.
Wer das begreift, genießt die Stunden,
die uns das Leben heute schenkt,
wie oft ist oft das Glück entschwunden -
es ist meist später, als man denkt.
Katarina Reich
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Das Sammeln von Wildfrüchten war früher für uns eine selbstverständliche Pflicht, die wir zudem sehr gern erfüllten.
Im Mai hatten wir zunächst einmal die Blüten des Holunders zu schneiden. Diese wurden getrocknet, um im Winter den so notwendigen Fliedertee herzustellen. Aus den Früchten wurden köstliche Säfte und Gelees hergestellt.
Später im Jahr mussten wir dann "in die Heidelbeeren", wie man in Thüringen sagte. Oft kam es vor, dass man im Wald sogar Preiselbeeren fand, und ganz wichtig waren natürlich die Pilze, die auch heute noch von vielen Hobbysammlern gesucht werden. Für das Pilzesammeln braucht man jedoch eine gehörige Portion Sachkenntnis. Ohne diese sollte man besser die Finger davon lassen, oder sich erfahrenen Pilzesammlern anschließen.
Später reifen die Ebereschen, die Hagebutten und die Schlehen. Leider werden diese Gehölze in der freien Natur immer seltener. Viele von uns haben gar keine Möglichkeit, in Wald und Feld zu ernten, im Gegenteil, ihnen käme es sogar seltsam vor, so sehr haben wir alle uns an die fertigen Produkte in den Supermärkten gewöhnt.
Wer diese Früchte selbst ernten möchte, sollte sie im Garten anpflanzen. Ein blühender Schlehen-, Holunder- oder Wildrosenstrauch passt auch wunderbar in jeden Ziergarten; man kann sie also dorthin setzen, wenn der Nutzgarten keinen Platz mehr bietet. Die leuchtenden Früchte von Ebereschen geben dem herbstlichen Garten eine ganz besondere Note.
Von einem Kalenderblatt
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Wisst Ihr noch ... als wir es sangen?
Ein Männlein steht im Walde ganz
still und stumm
Es hat vor lauter Purpur ein Mäntlein um.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
das da steht im Wald allein
mit seinem purpurroten Mäntelein?
Das Männlein steht im Walde auf einem
Bein
Und hat auf seinem Haupte schwarz Käpplein klein.
Sagt, wer mag das Männlein sein, das da steht im Wald allein
Mit dem kleinen, schwarzen Käppelein?
Das Männlein dort auf einem Bein mit
seinem roten Mäntelein
Und seinem schwarzen Käppelein kann nur die Hagebutte sein!


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Holunderbeeren
Sie werden meist zu Säften verarbeitet, die im Winter ein vorzügliches Mittel zur Bekämpfung von Erkältungskrankheiten sind.
Für kalte Abende ist aber auch eine Suppe aus Holunderbeersaft mit Apfelschnitzeln nicht zu verachten. Viel zu wenig werden diese aromatischen, gesunden, gar heilsamen Früchte genutzt. Wer keinen solchen Strauch im Garten hat, der kann die Beeren ohne weiteres auch draußen an Wald- und Wegrändern ernten. Dabei müssen wir aber beachten, dass die Sträucher möglichst nicht an viel befahrenen Straßen stehen, weil sich dort zu viele Schadstoffe auf den Beeren ablagern können.
Mit einer normalen Schere werden die vollreifen Trauben vom Strauch geschnitten. Es ist sehr wichtig, dass alle Beeren reif sind, denn selbst wenige noch grüne Früchte vermindern das gute Aroma, wenn sie nicht ausgelesen werden.Für den Dampfentsafter wäscht man die Dolden gründlich und entfernt die dicken Stiele.
Aus dem Saft wird ein sehr bekömmliches und wohlschmeckendes, delikates Gelee hergestellt. Besonders gut schmeckt dieses, wenn man eine Vanilleschote oder Stangenzimt hinzufügt.
Wer Marmelade kochen möchte, sollte mit einer Gabel die Beeren restlos von allen Stängeln und deren Resten befreien. Mit der Schale von Zitronen kann man dem Geschmack noch einen besonderen Pfiff geben.
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Welkes Blatt
Jede Blüte will zur Frucht,
Jeder Morgen Abend werden,
Ewiges ist nicht auf Erden,
Als der Wandel, als die Flucht.
Auch der schönste Sommer will
Einmal Herbst und Wolke spüren,
Halte, Blatt, geduldig still,
Wenn der Wind dich will entführen.
Spiel dein Spiel und wehr' dich
nicht,
Lass es still geschehen.
Lass vom Winde, der dich bricht,
Dich nach Hause wehen.
Hermann Hesse
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Die Hoffnung
Wir sitzen in einem kleinen Kreis von Menschen und unterhalten uns über ein Theaterstück. Es heißt "Glaube, Liebe, Hoffnung!" -
Mehr und mehr kommen wir zu dem Schluss, dass wir in der Liebe nicht eben allzu stark sind und doch auf die Hoffnung setzen müssen. Ein Wort aus dem Epheserbrief fällt, dass wir uns mit hellen Augen begegnen sollten. Und wir fragen uns, ob wir das alle nicht doch ziemlich verlernt haben, oder besser, neu erlernen müssten. Es ist ein gutes Wort für den soeben begonnenen Tag. -
Dennoch quälen wir uns doch ein wenig, um herauszufinden, was uns denn dies heute bedeutet:
Glaube, Liebe, Hoffnung. Das Licht dringt nur zögernd in das Dunkel.
Schließlich geht die Hausfrau zu einem Tonbandgerät und lässt es anlaufen. Nun müsse ja mindestens das Wort eines großen Propheten oder eines mächtigen Weisen zu hören sein. -
Aber auf diesem Tonband singt nur ein Baby seine erste Meinung über die Welt hinaus, es kräht und jauchzt. - Die Stirnen werden heller, die Augen klarer, des Kindes Stimme lässt uns wieder hoffen.
Aus der Zeitung
| Sind so kleine Hände winz'ge Finger dran. Darf man nie drauf schlagen, die zerbrechen dann. Sind so kleine Füße Sind so kleine Ohren, Sind so schöne Münder, |
Sind so klare Augen, die noch alles sehn. Darf man nie verbinden, könn' sie nichts mehr seh'n. Sind so kleine Seelen, Ist so'n kleines Rückgrat, Grade klare Menschen |
(unbekannt)
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Herbstlich sonnige Tage
Herbstlich sonnige Tage,
mir beschieden zur Lust,
Euch mit leiserem Schlage
grüßt die atmende Brust.O wie waltet die Stunde
nun in seliger Ruh!
Jede schmerzende Wunde
schließet leise sich zu.Nur zu rasten, zu lieben,
still an sich selber zu baun,
fühlt sich die Seele getrieben
und mit Liebe zu schaun.Jedem leisen Verfärben
lausch ich mit stillem Bemühn,
jedem Wachsen und Sterben,
jedem Welken und Blühn.Was da webet im Ringe,
was da blüht auf der Flur,
Sinnbild ewiger Dinge
Ist's dem Schauenden nur.Jede sprossende Pflanze,
die mit Düften sich füllt,
trägt im Kelche das ganze
Weltgeheimnis verhüllt.Emanuel Geibel
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Geborgenheit ...
Das Leben erfüllt Dir Deine Sehnsucht nach absolutem Halt.
Wenn Du still wirst und in Dich hineinlauschst, dann hörst Du eine Stimme.
Das ist die Stimme des Lebens und des Vertrauens.
Diese Stimme wird Dich zu Deiner eigenen Mitte führen, da wo Du zuhause bist.
Und sie wird Dich zu Deiner Sehnsucht der absoluten Geborgenheit führen.
Lass Dich einfach fallen.Einen wunderschönen Tag wünsche ich Dir und dass Du Dich geborgen fühlst,
geborgen inmitten Deiner Mitmenschen.
Diese Zeilen erhielt ich von einiger Zeit von einer lieben Freundin.
Sommer und Herbst die Beiden sich streiten, Sommer möchte noch bleiben! Herbst fegt mit Sturmgebraus über die Felder und ums Haus. Den Winter ahnend, die Blumen mahnend ihre letzten Blüten zeigen aus ihrem Blumenreigen. Wohl nicht mehr lang - das Herz pocht bang! Es ist ein schwerer Abschied, erwähnt in so manchem Lied. Verse wurden geschrieben, von Winterahnung getrieben. Mein Herz, nimm's nicht so schwer, auf jeden Abschied folgt eine Wiederkehr!Heidi Gotti
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Wildgänse rauschen durch die Nacht
Wildgänse rauschen durch die Nacht
Mit schrillem Schrei nach Norden;Unstete Fahrt habt Acht, habt Acht,
Die Welt ist voller Morden.Fahrt durch die nachtdurchwogte Welt,
Graureisige Geschwader!Fahlhelle zuckt und Schlachtruf gellt,
Weit wallt und wogt der Hader.Rausch zu, fahr zu, du graues Heer!
Rauscht zu, fahrt zu nach Norden!Fahrt ihr nach Süden übers Meer,
was ist aus uns geworden?Wir sind wie ihr ein graues Heer
Und fahr'n in Kaisers Namen,Und fahr'n wir ohne Wiederkehr,
Rauscht uns im Herbst ein Amen:das schrieb Walter Flex
auf Wachtposten im Ersten Weltkrieg,
in seinem Todesjahr 1917.
Die Melodie schrieb Robert Götz (1892 - 1978).Walter Flex schrieb in seinem Buch "Der Wanderer zwischen beiden Welten" über die Entstehung dieses Liedes:
"Ich lag als Kriegsfreiwilliger wie hundert Nächte zuvor auf der granatenzerpflügten Waldblöße auf Hochposten und sah mit windheißen Augen in das flackernde Helldunkel der Sturmnacht, durch die ruhelos Scheinwerfer über deutsche und französische Schützengräben wanderten. Der Braus des Nachtsturms schwoll anbrandend über mich hin. Fremde Stimmen füllten die zuckende Luft. Über Helmspitze und Gewehrlauf hin sang und pfiff es schneidend, schrill und klagend, und hoch über den feindlichen Heerhaufen, die sich lauernd im Dunkel gegenüberlagen, zogen mit messerscharfem Schrei wandernde Graugänse nach Norden...
Die Postenkette unseres schlesischen Regiments zog sich vom Bois des Chavaliers hinüber zum Bois de Vérines, und das wandernde Heer der wilden Gänse strich gespensterhaft über uns alle dahin. Ohne im Dunkel die ineinander laufenden Zeilen zu sehen, schrieb ich auf einen Fetzen Papier die Verse....."
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Pisa-Studie
Ein Journalist kommt in eine Schule und besucht eine Klasse.
Er fragt einen Schüler:
"Was weißt Du über den zerbrochenen Krug?"
Der Bub fängt an zu weinen und antwortet unter Schluchzen:
"Ich war's nicht!"
Der Journalist wendet sich betroffen an den Lehrer und dieser erwidert:
"Der Junge kommt aus einer anständigen und ehrlichen Familie, und wenn er sagt dass er es nicht gewesen ist, dann war er es auch nicht."
Der Journalist denkt, wenn schon der Schüler nichts vom "Zerbrochenen Krug" weiß, der Lehrer müsste es doch wissen und begibt sich daraufhin zum Rektor der Schule.
Nachdem er diesem den Vorgang geschildert hat, ist der Rektor sehr empört und erklärt sich letztendlich bereit für den Schaden aufzukommen, also den Krug zu bezahlen.
Der Journalist ist entsetzt und entschließt sich zu einem Besuch des Unterrichtsministeriums.
Nachdem er dem Unterrichtsminister den Fall vorgetragen hat, entgegnet dieser:"Das ist ja entsetzlich,
ausgerechnet in meiner Amtsperiode muss so etwas Peinliches passieren."Er läuft im Zimmer hin und her und überlegt was zu tun sei.
Plötzlich hellt sich sein Gesicht auf, er hat eine Lösung gefunden."Wenn der Rektor sagt er bezahle den Krug, dann hat er ihn auch zerbrochen!
Und mit der Bezahlung des Kruges wäre die peinliche Angelegenheit somit erledigt!", äußert er sich mit zufriedener Miene.
Zum Schulanfang:
Heute ist ein großer Tag,
weil du zur Schule gehen darfst,
der Lehrer und die Lehrerin,
warten schon darauf dich zu sehen.
Auch andere Kinder werden dort sein,
zum Spielen, Fangen und Lachen.
Ihr werdet viel Lernen und auch was singen
und noch andere Sachen machen.
Darum hab keine Angst, es wird gar nicht schlimm,
zur Schule muss eben jeder mal hin!
Die Schultüte
Die Schultüte gehört seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland als Tradition zum ersten Schultag.
Gefüllt werden diese komischen Tüten meistens mit Süßigkeiten, aber immer mehr auch mit Kleinigkeiten für die Schule.
Mäppchen, Buntstifte, Radiergummis, Spitzer, Lineale.
Gutscheine, Bücher, Stempel, Seifenblasen und noch viel mehr.
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Zum Schulanfang Neues auf der HP - "Fabelhafte Kinderwelt"
| Wer lernt wird schlau, ob Mann, ob Frau, ob groß, ob klein, lernen muss sein. Wer faul ist, bleibt dumm, Drum lerne, mein Kind, |
Rechnen, schreiben, lesen, schwere Aufgaben lösen, singen, tanzen, spielen, ein Spiel auch mal verlieren, hüpfen, rennen, laufen, sich nicht mit andern raufen, Englisch, Deutsch, Geschichte, was ist eine Fichte, Mathe, Sport, Chemie, was ist ein Genie, malen, schwimmen und viel mehr, ist alles überhaupt nicht schwer! |
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LEBENSWEISHEIT
Ein Philosophieprofessor stand vor seinen Studenten und hatte ein paar Dinge vor sich liegen.
Als der Unterricht begann, nahm er ein großes, leeres Mayonnaiseglas und füllte es bis zum Rand mit großen Steinen.
Anschließend fragte er seine Studenten, ob das Glas voll sei. Sie stimmten ihm zu.
Der Professor nahm eine Schachtel mit Kieselsteinen, schüttete die Steine ins Glas und schüttelte es. Die Kieselsteine rollten in die Zwischenräume der größeren Steine.Dann fragte er seine Studenten erneut, ob das Glas voll sei. Sie stimmten wieder zu und lachten.
Nun nahm der Professor eine Schachtel mit Sand und schüttete ihn ins Glas. Natürlich füllte der Sand auch noch die letzten Zwischenräume aus.
"Nun", sagte der Professor zu seinen Studenten, "ich möchte, dass Sie erkennen, dass dieses Glas wie Ihr Leben ist:
Die Steine sind die wichtigen Dinge im Leben - Ihre Familie, Ihr Partner, Ihre Gesundheit, Ihre Kinder - Dinge, die, wenn alles andere wegfiele und nur sie übrig blieben, Ihr Leben immer noch erfüllen würden.
Die Kieselsteine sind andere, weniger wichtige Dinge, wie z. B. Ihre Arbeit, Ihre Wohnung, Ihr Haus oder Ihr Auto.
Der Sand symbolisiert die ganz kleinen Dinge im Leben.
Wenn Sie den Sand zuerst in das Glas füllen, bleibt kein Raum für die Kieselsteine oder die großen Steine. So ist es auch in Ihrem Leben: Wenn Sie all Ihre Energie für die kleinen Dinge Ihres Lebens aufwenden, haben Sie für die großen keine mehr. Achten Sie auf die wichtigen Dinge; nehmen Sie sich Zeit für Ihre Kinder oder Ihren Partner, achten Sie auf Ihre Gesundheit. Es wird noch genug Zeit für Arbeit, Haushalt, Partys usw. geben. Achten Sie zuerst auf die großen Steine - sie sind es, die wirklich zählen. Der Rest ist nur Sand".
Nach dem Unterricht nahm einer der Studenten das Glas mit den großen Steinen, den Kieseln und dem Sand (bei dem mittlerweile sogar der Professor zustimmte, dass es voll war) und schüttete eine Flasche Bier hinein. Das Bier füllte den noch verbliebenen Raum im Glas aus; erst jetzt war es wirklich voll.
Die Moral von der Geschichte:
Egal wie erfüllt Ihr Leben ist: Es ist immer noch Platz für ein Bier! - Verfasser unbekannt -
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Ein schöner Tag ging zu Ende, der 17. September 2005 - die Einschulung unseres jüngsten Enkels Thomas
Spuren im Sand
von Margret Fishback-PowersEines Nachts hatte ich einen Traum. Ich ging am Meer entlang mit meiner Mutter . Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene und die meiner Mutter.
Als das letzte Bild an meinen Augen vorbeigezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte, dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.Da antwortete sie: Mein liebes Kind;
Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da hab ich dich getragen.
Das A B C
A B C D, wenn ich dich seh',
dich meine süße Lust,
klopft die bewegte Brust,
wird mir so wohl,
so wohl, wenn ich dich seh'.
| E F G H, wärst du
doch da! Drückte mein treuer Arm, Holde, dich, liebewarm! Schätzchen, ach wärst du da, wärst du mir nah'! I K und L, Äuglein so hell M N O P, gleich einer Fee |
Q R S T, scheiden
tut weh; halte mein Herz und Mund Treu an dem Liebesbund! Sag' du mir nie Ade! Scheiden tut weh! U V W X, mach' einen Knix, Ypsilon Z, nun geh zu Bett. |
Im Jahre 1820 entstanden
Text: Wilhelm Gerhard
Melodie: August Pohlenz
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Herbstliche Gedanken
Oh du schöne Sommerzeit,
wie ich dich liebe,
doch nun......
der Garten abgeerntet,
die Blumen fast verwelkt,
alles schon wieder schön verstaut,
was ich für Sommerfeste hab gebraucht,
denn nun.......
kommt in eiligen Schritten,
Dunkelheit und Kälte auf mich zu geritten.
Schnell Socken und Pullover hervor,
damit es mich nicht friert,
und schon......
ich kann es kaum fassen,
es färben sich die Blätter der Bäume bunt und
am Ende fallen sie gar herunter.
Dann ist es vollbracht und
der Herbst entfaltet seine volle Pracht.
???
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Sie "schwätzen", fliegen, segeln und sammeln sich - unsere Schwalben.
In der "Fabelhaften Kinderwelt" - siehe meine HP - erzählt die Autorin Silvia Grad die bezaubernden Erlebnisse eines Schwalbenkindes auf dem Flug nach Afrika und zurück.
Muttergottesgläschen
Es hatte einmal ein Fuhrmann seinen Karren, der mit Wein schwer beladen war, so festgefahren, dass er ihn trotz aller Mühe nicht wieder losbringen konnte. Nun kam gerade die Mutter Gottes des Weges daher, und als sie die Not des armen Mannes sah, sprach sie zu ihm: "Ich bin müd und durstig, gib mir ein Glas Wein, und ich will dir deinen Wagen frei machen."
"Gerne", antwortete der Fuhrmann, "aber ich habe kein Glas, worin ich dir den Wein geben könnte." Da brach die Mutter Gottes ein weißes Blümchen mit roten Streifen ab, das Feldwinde heißt und einem Glase sehr ähnlich sieht, und reichte es dem Fuhrmann. Er füllte es mit Wein, und die Mutter Gottes trank ihn, und in dem Augenblick ward der Wagen frei, und der Fuhrmann konnte weiterfahren. Das Blümchen heißt noch immer Muttergottesgläschen.
Brüder Grimm
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... Herbstanfang ...
Mein Buch wurde von der Sudetendeutschen Landsmannschaft e.V. aufgenommen in die Rubrik: gelesener Bücher ... ich kann mit diesem Text nur anschließen. Zu entdecken, bei den Buchbeurteilungen zu meinem ersten eigenen Buch - hier auf der HP.
Herbstbeginn
Hermann Hesse - August 1910Der Herbst streut weiße Nebel aus,
es kann nicht immer Sommer sein!
Der Abend lockt mit Lampenschein
mich aus der Kühle früh ins Haus.Bald stehen Baum und Garten leer,
dann glüht nur noch der wilde Wein
ums Haus, und bald verglüht auch der,
es kann nicht immer Sommer sein.Was mich zur Jugendzeit erfreut,
es hat den alten frohen Schein
nicht mehr und freut mich nimmer heut -
es kann nicht immer Sommer sein.O Liebe, wundersame Glut,
die durch die Jahre Lust und Mühn
mir immer hat gebrannt im Blut -
O Liebe, kannst auch du verglühn?
Die Digibilder von September sind auf der HP
Die endlose Suche nach dem Weg
Unsere Suche findet häufig in einem
Dschungel statt,
nach dem passenden Weg, deshalb fühlen wir uns matt.
Alleine beginnen wir es nun anzugehen unser Problem,
allerdings werden wir dadurch nachlässig und bequem.
So schieben wir es hinaus und wir
beachten es nicht,
deshalb kommt in unseren Dschungel niemals ein Licht.
Suchen möchten wir in ihm, nach einem kleinen Steg,
der uns zurückbringt auf den für uns passenden Weg.
Aber vor uns sehen wir doch nur die
gewaltigen Bäume,
abholzen möchten wir sie, um sie danach zu verräumen.
Hat die Motorsäge nun auch den letzten Baum geschafft,
schöpfen wir nur vorrübergehend wieder Mut und Kraft.
Langsam und schleichend, selbst
merken wir es nicht,
wächst unser Dschungel, über die Jahre, wieder dicht.
Eine Veränderung die stellt sich in uns so nun ein,
eigentlich aber haben wir Angst vor dem Alleinsein.
Ein Dschungel heute leitet uns auf
einen kleinen Steg,
er bleibt nicht dicht und öffnet uns einen neuen Weg.
Erreicht man Euch heute deshalb mit dem kleinen Finger,
ergreift untereinander die Hand und seid die Gewinner.
( Verena Wolf )
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Waage - 24. September bis 23 Oktober
Der Optimist aus der Waage
Waage-Männer sind unverbesserliche Optimisten, so leicht wirft sie nichts um. Trotz des Strebens nach Unabhängigkeit, passen sie sich schnell an. Grundsätzlich gehen sie Konflikten aus dem Wege. Dieser Mann ist friedfertig, hilfsbereit, fragt man ihn um Rat, bekommt man eine passable Antwort. Er hat diplomatisches Geschick, kann mit seiner Lebensstrategie auch in einer Sackgasse landen, aus der er sich aber befreien kann, denn er gibt nie die Hoffnung auf. Die Waagschalen seines Zeichens sind leider nicht immer so ausgeglichen, dass diese guten Eigenschaften zum Tragen kommen. Oft pendeln sie hin und her, als Sinnbild für den unsteten Charakter. Der Waagemann wägt zu viel, bevor er sich entscheidet. Es mag sein Gutes haben, aber oft werden ihm Entscheidungen abgenommen und er steht dann im Abseits. Dabei leistet er Überdurchschnittliches, verbeißt sich gerne in der Arbeit. Ebenso können seine Kräfte aber schnell erlahmen.
Auch in der Liebe pendeln die Waagschalen hin und her, er kann so schlecht nein sagen. Diese Männer heiraten deshalb oft früh, gleich die erste, die ihnen über den Weg läuft. Kaum denken sie, die Richtige gefunden zu haben, rennen sie schnell zum Standesamt, was man hat, das hat man. Siegt der Rivale, wird es schnell unter "Erfahrungen" abgebucht. Die Gefühle des Waagemannes sind tief und echt, er kann aber schnell über etwas Negatives hinwegkommen, die Augen verschließen vor den schlimmen Seiten des Lebens. Sie sind die Erfinder der Liebesaffären, verstehen das Bäumchen-wechsel-dich-Spiel ausgezeichnet, sind aber nie schuld, sondern können alles gut erklären, was aber als Wortverdrehen aufgefasst wird. Diese charmanten Burschen sind eine Heirat wert, denn SIE lernt immer neue Seiten seines Charakters kennen. Der Waagemann ist einfühlsam, freundlich, aufmerksam, taktvoll und mit der sanftesten Stimme kann er die größten Unverschämtheiten aussprechen. Seine Ironie treibt jeden auf die Palme. Er eckt mit der nackten Wahrheit oft an, weil er sie im falschen Moment ausspricht. Treu ist der Waagemann, schlau, sich nicht erwischen zu lassen. Tolerant, wird er im Grunde des Herzens nie zugeben, eifersüchtig zu sein. Besitz ergreifend muss seine Frau für ihn da sein, selbst die Kinder dürfte sie ihm nie vorziehen. Er wird seine Kinder freiheitlich erziehen, sich im stillen die Anerkennung als Patriarch wünschen. Gerne hat er Gäste, die Arbeit überlässt er der Frau, spielt gerne den Alleinunterhalter. Auch ist er allergisch gegen Streit. Ordnungsliebend überlässt er das Aufräumen gerne den anderen. Als Chef ist er sehr aktiv, hat es mit Entschlüssen aber nicht eilig.
Wählerische Waage-Frau
Sie hat Charme und Esprit, versteht die Männer so zu nehmen, dass diese von ihr träumen: Die oder keine! Man muss sie in Samt und Seide verpacken, aber ihre Anmut tritt auch im Aschenputtel-Look noch zutage. Sie weiß um ihre Vorzüge und ist - was Männer angeht - sehr wählerisch. Das schönste ist, dass sie aus jeder Lage das Beste machen kann, aus der bescheidensten Hütte ein gemütliches Heim. Immer wird sie ein gern gesehener Gast sein, kann über alles plaudern. Ihre männliche Logik wird sie mit weiblicher Raffinesse an den Mann bringen. Die Waagefrau ist sehr hilfsbereit, hat brauchbare Rezepte gegen alle Sorgen und Nöte. Sie liebt den Frieden und ist gerne Schlichterin. Sie trauert untauglichen Objekten, denen sie ihr Herz schenkte, nie lange nach, lässt sich aber immer ein Hintertürchen offen. Nie wird sie lange alleine sein, denn sie braucht Liebe, um zu existieren. Sie wird letztendlich für eine dauerhafte Ehe sorgen, denn sie ist bedingungslos treu, vorausgesetzt dass ER auch treu ist. Sollte ihr von der Untreue ihres Mannes erzählt werden, wird sie sich die Ohren zuhalten und seinen Liebesschwüren Glauben schenken. Sie möchte immer für ihren Mann da sein, ihn umsorgen und pflegen. Leider hat sie Wünsche, die der junge Ehemann oft in den ersten Jahren nicht erfüllen kann. Da diese Frau intelligent ist, kann sie sich im Berufsleben gut zurecht finden. Was sie anpackt, gelingt. Bei der Arbeit hat sie kein Programm, sie kann auch mal unordentlich sein. Auch Pünktlichkeit ist nicht ihre Sache, aber sie wird tolle Ausreden erfinden. Erstaunlich, viele dieser Frauen kommen in höhere Stellungen oder werden gar Chefs.
Wie erzieht man Waage-Kinder?
Eltern werden mit diesen Kindern kaum Kummer haben. Sie sind treue Wesen, die durch ein Lächeln überzeugen. Sie können stillvergnügt ganz allein spielen und neue Spiele erfinden, die sie von den anderen Kindern unabhängig machen.
Sie sind trotzdem keine Einzelgänger, werden viele Freunde finden, da sie sehr freigiebig sind. Würden noch das letzte Weihnachtsgeschenkt weitergeben, wenn man nicht bremst. Diese Kinder sind wahrheitsliebend und versuchen, gerecht zu sein. Harte Strafen macht sie verbittert, aber sie sehen eigenes Unrecht sehr schnell ein. Man muss sie zu vielem drängen, auch zu den Schularbeiten, da sie sich nicht entscheiden können, was sie im nächsten Augenblick machen sollen. Trotzdem sollte man sie nie zwingen
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Der Lebensfaden
- Reine Handarbeit -
Wir alle stricken unser Leben
jeden Tag ein Stück weiter.
Die einen stricken liebevoll und sorgsam,
man merkt, welche Freude es ihnen bereitet,
ihr ,,Lebenswerk,, zu gestalten.
Die anderen stricken mühevoll und ungern,
man merkt, welche Kraft und Arbeit es sie kostet
,,Leben,, jeden Tag neu aufzunehmen.
Manche wählen ein kompliziertes Muster,
andere ein ganz schlichtes.
Oft ist es ein buntes Maschenwerk,
oder ein Stück in tristen Farben.
Nicht immer können wir die Farbe selber wählen
und auch die Qualität der Wolle wechselt,
mal weiß und flauschig weich,
mal grau und kratzig.
Und öfters lässt man eine Masche fallen,
oder sie fällt ohne dein Zutun
und zurück bleiben Löcher
und ein unvollständiges Muster.
Manchmal reißt der Faden
und es hilft nur ein dicker Knoten.
Wenn wir unser Leben betrachten,
wissen wir genau, welche Stellen es sind.
Und so oft geschieht es, dass einer
sein Strickzeug in die Ecke schmeißt.
Es wird für uns Menschen,
ebenso ein Geheimnis bleiben,
wie viele Lebensfäden uns noch zu verstricken bleiben.
Du hast die Nadeln in deiner Hand.
Du kannst das Muster wechseln,
die Technik oder das Werkzeug.
Nur aufribbeln kannst du nicht,
auch nicht ein kleines winziges Stück.
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Wieder wurden und werden noch überall die Kartoffeln geerntet. An meine Kinderzeit werde ich erinnert. Die Erwachsenen gingen vornweg, das Kartoffelkraut wurde abgerissen und auf einen Haufen geworfen, dann grub man - die damals kostbaren Erdknollen - mit dem Karst aus. Wir Kinder sammelten die "Ebiere", "Krumbiere" und wie sie je nach Landstrich mundartlich genannt werden eifrig in Körbe, Kisten und Eimer. Aber damit nicht genug, mehrmals wurde das Erdreich "durchgearbeitet" um ja keine Knolle zu übersehen. Wenn die Arbeit, die sich über Tage erstreckte, getan war, wurde das getrocknete Kartoffelkraut angezündet. Das war ein eigentümlicher Geruch und ein Gefühl der Wehmut bemächtigte sich der Menschen. Ein Ahnen des Winters. Von der Ernte war ein Teil "abgezweigt" worden, diese Erdfrüchte wurden in die heiße Asche gesteckt und wir konnten es oft nicht erwarten, sie essen zu dürfen. Meistens waren sie innen noch roh, weil wir viel zu gierig auf deren Verzehr waren. Auch nahmen wir uns zum Schälen oft keine Zeit. So gut schmeckten mir seither keine Kartoffeln mehr, mein ganzes Leben lang werde ich diesen eigentümlichen Geschmack nicht vergessen.
Mein Vati erzählte mir von den Topinambur, die sie in der Heimat auf dem Hof anbauten und die ihm viel besser schmeckten, als die Kartoffeln selbst.
Topinambur
Kein Zuckerkranker sie verschmäht - er braucht die Knolle zur Diät!
Topinambur, der botanische Name ist Helianthus tuberosus, wird gern als Kartoffel der Zuckerkranken bezeichnet, weil sie eine vorzügliche Ergänzung der Diät ist. So darf ein Zuckerkranker die doppelte Menge Topinamburknollen essen, wie ihm Kartoffeln erlaubt sind. Der Gehalt an Fruchtzucker und Inulin, nicht Insulin, wie immer wieder fälschlich vermutet wird, macht die Knolle besonders wertvoll.
Mit der Kartoffel ist Topinambur nicht verwandt. Die Pflanze ist ein Korbblütler und eine nahe Verwandte der Sonnenblume. Sie ist aber ausdauernd und winterhart.
Bevor die Kartoffel im 18. Jahrhundert hierzulande eingeführt wurde, war den Anbau von Topinambur weit verbreitet. Die ersten Pflanzen kamen über Frankreich vor 300 Jahren zu uns. Sie stammen aus Nordamerika. Die Erträge sind nicht so hoch wie bei Kartoffeln, und die Knollen lassen sich nicht wie diese lagern. Deshalb sollte man die Frosthärte nutzen und nur nach Bedarf ernten. Damit wir auch bei Frost an die Knollen gelangen können, sollten wir jetzt die Beete mit Laub oder Stroh abdecken.
Topinambur kann sowohl roh, als auch gekocht verwendet werden. Wer die Knollen kocht, darf sie auf keinen Fall vorher schälen. Ansonsten können sie genau wie Kartoffeln angerichtet werden.
Loblied auf die Kartoffel
Herbei, herbei zu meinem Sang,
Hans-Jörgel, Michel, Stoffel
und singt mir das frohe Lied dem Stifter der Kartoffel.
Heidi, heida, Kartoffeln aus Amerika,
heidi, heida, Kartoffeln in der Schal.
Franz Drake hieß der brave Mann, der
vor zweihundert Jahren,
von England nach Amerika als Kapitän ist gefahren.
Salat davon, gut angemacht, mit
Feldsalat durchschossen,
der wird mit großem Appetit von jedermann genossen.
Gebraten schmecken sie recht gut,
gesotten nicht viel minder,
Kartoffelklöße essen gern die Eltern und auch die Kinder.
Von Straßburg bis nach Amsterdam, von
Stockholm bis nach Brüssel
kommt Johann zu der Abendsupp mit der Kartoffelschüssel.
Friedrich Sauter - 1766-1846
Weise in der schwäbischen Fassung
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Der Herbst
Warum muss der Herbst kommen ... wenn
der Sommer zu Ende ist?
Wenn man Trost und Wärme braucht ...
Wenn die Tage kürzer werden und die Kälte sich aufdrängt,
kommt ein Gefühl von Einsamkeit und Verlassenheit.
Wen hat man dann ...? Wen will man
haben ...?
Was ist das, worauf man hofft.
Wonach sehnt man sich?
Vielleicht nach streichelnden
Strahlen der Sonne,
nach dem Geruch von Gras und Blumen,
oder vielleicht nach dem Liebesgesang der Vögel.
Aber vielleicht nur das Gefühl frei zu leben,
frei von Gesetz, Zeit und Verantwortung?
So, was ist der Herbst verglichen mit
dem Sommer ...?
Wahrscheinlich eine Sehnsucht, eine Hoffnung auf Zukunft.
Wer will den Herbst haben?
Er ist so kalt, so trübe ... oder ganz, ganz wunderbar ... ?
Linda-Marie Wahl und & Christina Edström
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Das
Moos des Jahres
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Die Bryologisch-Lichenologische Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa (BLAM) hat ein Moos des Jahres gewählt. Die Entscheidung fiel dabei auf das Silber-Birnmoos. |
Diese weniger als einen Zentimeter große Art ist wegen ihrer silbrigen Färbung und den wurmförmig beblätterten Pflänzchen auch für Laien sehr leicht zu erkennen. Sie zählt zu den häufigsten Moosen Deutschlands und kommt insbesondere in Städten und Dörfern verbreitet vor. Dort wächst das Moos auf Hausdächern, zwischen Gehwegplatten und Pflastersteinen, auf Mauerkronen und an verschiedensten Erdstandorten, so auch in Blumentöpfen.
Mit der Nominierung eines Mooses des Jahres möchte die BLAM auf eine allgemein eher wenig beachtete Pflanzengruppe aufmerksam machen, die in Deutschland mit mehr als 1000 Arten vertreten ist und dem Menschen einen großen Nutzen bietet. So reagieren Moose auf Veränderungen der Luft- und Wasserqualität höchst sensibel und eignen sich deshalb sehr gut zur Beobachtung und Beurteilung von Umweltveränderungen. Durch die Wahl des Silber-Birnmooses soll auf die besondere Umweltproblematik des schädlich hohen Stickstoffeintrags aufmerksam gemacht werden. Die Art, die natürlicherweise an Vogelfelsen und anderen von Tierkot gedüngten Stellen vorkommt, gilt als Stickstoff liebend.
Ihre Verbreitung ist in den vergangenen 150 Jahren durch den Menschen stark gefördert worden. Seit Beginn der Industrialisierung konnte sie sich in Städten stark ausdehnen, da sie von Stickstoffemissionen aus Verkehr, Industrie und Hausbrand profitiert. Auch mit extrem hohen Stickstoffeinträgen in der Landwirtschaft kommt sie zurecht, was Vorkommen auf intensiv bewirtschafteten Maisäckern zeigen.
Aktuell zu verzeichnende weitere Zunahmen der Art trotz leicht gesunkener Stickstoffimmissionen sind vermutlich darauf zurückzuführen, dass der Regen heute weniger sauer ist als noch vor einigen Jahren und an hemmender Bedeutung für Moose insgesamt verloren hat.
Ein eher außergewöhnliches Problem aus Sicht des Naturschutzes besteht in der Ausbreitung des Silber-Birnmooses an natürlicherweise nährstoffarmen Standorten wie Felshängen oder Trockenrasen. Dort kann das Moos empfindlichere Arten verdrängen und so zu einem Artenrückgang beitragen.
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| Moos Siegfried von Vegesack Hast du schon jemals Moos gesehen? |
Und riesengroß die Bäume stehen- |
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