September 2007
Hans Christian Andersen

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Wie die Monate zuvor, ist auch der Juni den Rosen gewidmet und die Königin der Blumen wird uns das ganze Jahr hindurch begleiten.
Septembermorgen
Im Nebel ruhet noch die Welt,
noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
den blauen Himmel unverstellt,
herbstkräftig die gedämpfte Welt
in warmem Golde fließen.Eduard Mörike
Kunstfaser aus Mais
Ein neuer Pullover: Das Material fühlt sich an wie ein Baumwoll-Gemisch, weich, leicht samtig und zeigt einen feinen Glanz. Das Etikett kennzeichnet den Stoff mit Bamboo. Was sich anhört wie eine Naturfaser aus Bambus, ist in Wirklichkeit eine chemisch hergestellte Viskosefaser.
Es heißt im Forschungsinstitut Hohenstein in BW: Die Textilien mit der Bezeichnung Bambus, die bis jetzt in den Laboratorien untersucht wurden, enthielten keine Naturfasern, sondern Celluloseregeneratfasern. Diese Fasern werden normalerweise aus Zellstoff auf der Basis von Holz hergestellt und zu Viskose verarbeitet. Dient Bambus als Rohstoff für den Zellstoff, hat das durchaus ökologische Vorteile. Das tropische Süßgras zählt zu den am schnellsten wachsenden Rohstoffen der Welt und wird nicht gespritzt. Bis zu einem Meter können Bambuspflanzen innerhalb von 24 Stunden in die Höhe schießen. Zudem erzeugt Bambus erheblich mehr Sauerstoff als Bäume. Rodungen führen nicht zur Bodenerosion, da sich Bambus durch ein dichtes Netzwerk unterirdischer Triebe verbreitet. Kein Wunder, weckt allein die Kennzeichnung Bambus oder Viskose Bambus Assoziationen an Umweltfreundlichkeit.
Der chemische Herstellungsprozess mit Natronlauge und einem hohen Energieaufwand wird dabei unterschlagen.
Beworben werden Bambus-Fasern mit Hinweisen auf eine feuchtigkeitsabsorbierende und vor allem antibakterielle Wirkung. Diese Wirkung ist bei Bambus aber nur als Naturfaser nachgewiesen. Wird der Bambus durch die Natronlauge gezogen, ist es damit vorbei.
Die Viskosefasern haben keine Gemeinsamkeit mit den Eigenschaften der als Celluloserohstoff verwendeten Naturgewächse. Die IVC verweist auf das Textilkennzeichnungsgesetz, das unabhängig vom zu Grunde liegenden Rohstoff die Kennzeichnung Viskose vorschreibt. Als Urheber des Verwirrspiels mit falschen Kennzeichnungen werden Chemiefaserlieferanten aus dem fernen China genannt.
Aber Bambus ist nicht der einzige nachwachsende Rohstoff, den die Textilindustrie nutzt. Auch aus Algen lässt sich eine Celluloseregeneratfaser gewinnen. Diese Fasern sind unter dem eingetragenen Namen Sea-Cell auf dem Markt.
Kunstfasern, die gewöhnlich auf der Basis von knapp werdendem Erdöl hergestellt werden, erhalten nun ebenfalls Konkurrenz – durch Fasern, die polyesterähnlichen Verfahren aus Mais hergestellt werden.
In den USA entwickelt, kommen diese Chemiefasern unter dem Handelsnamen Ingeo vor allem für Funktionsbekleidung zum Einsatz, zum Beispiel bei Bergsportartikeln. Ingeo-Textilien sollen Schweiß vom Körper wegtransportieren, schnell trocknen, bügelfrei und ähnlich angenehm wie Seide zu tragen sein.
Der Spinnerin Nachtlied
Es sang vor langen Jahren
wohl auch die Nachtigall,
das war wohl süßer Schall,
da wir zusammen waren.Ich sing’ und kann nicht weinen,
und spinne so allein
den Faden klar und rein
so lang der Mond wird scheinen.Als wir zusammen waren
da sang die Nachtigall
nun mahnet mich ihr Schall
dass du von mir gefahren.So oft der Mond mag scheinen,
denk’ ich wohl dein allein,
mein Herz ist klar und rein,
Gott wolle uns vereinen.Seit du von mir gefahren,
singt stets die Nachtigall,
ich denk’ bei ihrem Schall,
wie wir zusammen waren.Gott wolle uns vereinen
hier spinn’ ich so allein,
der Mond scheint klar und rein,
ich sing’ und möchte weinen.Clemens Brentano
Zurück zur Quelle
Der Deutschen liebstes Bier ist das Pils. Dabei ist es ursprünglich gar kein Bier aus Deutschland, sondern vor 160 Jahren in Böhmen erfunden worden. Eine Reise zur Quelle nach Tschechien, wo in einer Stadt namens Pilsen bis zum heutigen Tage ein guter Stoff gebraut wird.
Die guten Bürger von Pilsen hatten genug; Genug von jenem Gebräu, das ihnen seit Jahren in ihren Schankwirtschaften vorgesetzt wurde und den Namen Bier nicht verdiente. Eine braune, schnell vergorene Brühe von mäßiger Haltbarkeit und saumäßigem, Geschmack. Es schien buchstäblich Hopfen und Malz verloren. Im Sommer des Jahres 1842 berief deshalb eine Gemeinschaft brauberechtigter Bürger den bayerischen Braumeister Josef Groll in die Stadt. Sein Auftrag: ein Bier nach untergäriger Brauart herzustellen, das im Geschmack und in der Haltbarkeit den obergärigen böhmischen Bieren überlegen war.
Als Groll am 5. Oktober 1842 den Brauvorgang in Pilsen begann, ahnte niemand, dass ihm weit mehr als eine Kopie des bayerischen Originals gelingen würde. Der junge, experimentierfreudige Vilshofener hatte so lange gemälzt, gemaischt und gekocht, bis am Ende ein goldgelbes, schaumfestes Bier herauskam, das in Farbe, Aroma und bitterer Hopfenherbheit die bayerischen Vorbilder übertreffen sollte: Das erste Pils der Welt war geboren.
Der Kupferkessel des Jahres 1842 steht heute noch in den. Kellern der Pilsner-Urquell-Brauerei. Eine große Wanne mit 37 Hektoliter Fassungsvermögen, in der Josef Groll den ersten Zaubertrank anrührte. Heute trifft man im edelstählernen Sudhaus fast niemanden mehr, sitzen gerade noch zwei Männer in einem Computerraum und überwachen den hoch technisierten Brauprozess. Er wirft heute täglich die zweifache Menge dessen ab, was Josef Groll in einem Jahr hervorbrachte.
Bierhefe – Gutes aus der Brauerei
Die bei der Gärung in Brauereien anfallende Bierhefe wurde schon von den alten Ägyptern als wirksames Naturheilmittel für die Haut geschätzt.
Grund ist ihr hoher Gehalt an B-Vitaminen, vor allem an Vitamin B1. Darüber hinaus besteht die Bierhefezelle zu mindestens 40 Prozent aus Eiweiß und dessen Bestandteilen, den lebenswichtigen Aminosäuren. Bierhefe liefert Nährstoffe, die unser Körper bei starker Belastung oder vegetarischer Ernährung braucht. So können bei Vitamin-B-Mangel unreine Haut, brüchige Fingernägel oder Haarausfall auftreten. Biotin, Niacin, Panthodenat und Aminosäuren fördern den Hautstoffwechsel und regen so die Zellerneuerung der Haut an. Doch jetzt nicht zu Bier aus der Flasche greifen!
Denn Bierhefe wird aus Haltbarkeitsgründen inzwischen weit gehend aus dem Gerstensaft entfernt. Die wertvolle Bierhefe wird in Form von Tabletten, Flocken oder flüssigen Kurmitteln in Drogeriemärkten, Naturkostläden, Reformhäusern und Apotheken angeboten.
Während sich Flocken zum Drüberstreuen und Anreichern von Speisen (Suppen, Salaten, Soßen, Joghurt) und Getränken eignen, sind Tabletten praktisch für unterwegs.
Wer Bierhefe einnimmt, braucht Geduld. In der Regel dauert es vier bis sechs Wochen, bis erste positive Ergebnisse sichtbar werden. Daher sollte Bierhefe kurmäßig über mehrere Monate eingenommen werden. In den ersten Tagen können vermehrt Pickel und Unreinheiten auftreten, Dies ist Anzeichen dafür, dass Schlackenstoffe aus den unteren Hautschichten nach oben transportiert werden. Der Verzehr von Bierhefe kann vereinzelt zu Blähungen führen. Auch Menschen mit hohen Harnsäurewerten oder Gicht sollten wegen des hohen Purin-Gehaltes vorsichtig sein.
Bierhefe eignet sich auch für die äußere Anwendung. Masken mit Bierhefe entfernen Talg und abgestorbene Zellen bei unreiner Haut, normalisieren den Hautstoffwechsel und regen die Zellerneuerung an.
Sie lassen sich leicht selbst herstellen: Ein Eigelb, ein Esslöffel Bierhefeflocken und drei Esslöffel Sahne verrühren und anschließend zwei Esslöffel gemahlene Weizenkeime hinzugeben, bis ein dickflüssiger Brei entsteht. Die Maske auftragen und 15 bis 20 Minuten einwirken lassen, mit lauwarmem Wasser abspülen, die Haut eincremen.
Bei unreiner Haut: Ein bis zwei Esslöffel Bierhefeflocken mit etwas lauwarmem Wasser vermischen, bis ein Brei entsteht. Wie ein Peeling verwenden oder ein paar Minuten einwirken lassen. Dann mit lauwarmem Wasser abspülen.
Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da
Wenn die Bürger schlafen geh’n
in der Zipfelmütze
und zu ihrem König flieh’n,
dass er sie beschütze
zieh’n wir festlich angetan
hin zu den Tavernen;
Schlendrian,
Schlendrian unter den Laternen.
Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da,
die Nacht ist da
dass was gescheh’.
Ein Schiff ist nicht nur für den Hafen da
es muss hinaus
hinaus auf hohe See!Berauscht euch Freunde
Trinkt und liebt und lacht
und lebt dem schönsten Augenblick.
Die Nacht, die man in einem Rausch verbracht
bedeutet Seligkeit und Glück!
Wenn im Glase perlt der Sekt
unter roten Ampeln
Und die Mädchen süß erschreckt
auf dem Schoß und strampeln
Küssen wir die Prüderie von den roten Mündern;
Amnestie,
Amnestie
allen braven Sündern.
Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da ...Theo Mackeben komponierte diesen Schlager 1938 für den Film „Tanz auf dem Vulkan“. Gustav Gündgens sang ihn als aufrührerischer Schauspieler im Film-Paris von 1830. Wegen der letzten Strophe („Rebellion, Rebellion in den Katakomben“) verhinderte Propagandaminister Goebbels, dass der Song auf Platte erschien.
DIE SIEBEN WELTWUNDER
Eine Schulklasse wurde gebeten zu notieren, welches für sie die Sieben Weltwunder wären.
Folgende Rangliste kam zustande:1. Pyramiden von Gizee
2. Taj Mahal
3. Grand Canyon
4. Panamakanal
5. Empire State Building
6. St. Peters Dom im Vatikan
7. Große Mauer Chinas
Die Lehrerin merkte beim einsammeln der Resultate, dass eine Schülerin noch am Arbeiten war.Deshalb fragte sie die junge Frau, ob sie Probleme mit ihrer Liste hätte.
Sie antwortete: "Ja. Ich konnte meine Entscheidung nicht ganz treffen.
Es gibt so viele Wunder."Die Lehrerin sagte:
"Nun, teilen Sie uns das mit, was Sie bisher haben und vielleicht können wir ja helfen."Die junge Frau zögerte zuerst und las dann vor.
"Für mich sind das die Sieben Weltwunder:
1. Sehen
2. Hören
3. Sich Berühren
4. Riechen
5. Fühlen
6. LACHEN
7. … und LIEBEN."
Im Zimmer wurde es ganz still.
Diese alltäglichen Sachen, die wir als selbstverständlich betrachten und oft gar nicht realisieren, sind wirklich wunderbar.Die kostbarsten Sachen im Leben sind jene, die nicht gekauft und nicht hergestellt werden können.
Die Wolke
Es ist eine Wolke
übers Land gegangen,
da ließen die Blumen die
Köpfe hangen.Es hat gelber Regen
in den Bäumen gesessen,
da haben die Vögel
ihr Lied vergessen.Es wehte ein Windstoß
auf Kräutern und Steinen,
da wollte der Sonne
Schein nicht mehr scheinen.Es wurde das Waldlaub
wie Staub so trocken,
da sind die Menschen
zu Tode erschrocken.- Rudolf Otto Wiemer -
Keltischer Baumkreis
Jeder Mensch ist einem Baum zugeordnet im keltischen Baumkreis.
Sieh nach deinem Geburtsdatum, und schau mal welcher Baum dein Bruder ist.
Bringt Glück, wenn man diesen Baum des Öfteren umarmt.
Es durchfließt deinen Körper neue Energie.
Begebe dich auf die Suche nach deinen Bruder Baum.
Der Weidenbaum 03.09. - 12.09.
Weiden sind anspruchslose Bäume, die nicht viel mehr als einen feuchten Boden brauchen, um den Bienen reichlich Nahrung zu geben.
Die Weide ist Demeters Baum (Demeter = Göttin der Fruchtbarkeit der Erde)Weidengeborene sollen ausgesprochene Menschenfreunde sein. Sie sind sensibel, mitfühlend und teilnahmsvoll. Ihrer Introvertiertheit zum Trotz sind ihre Gefühle so lebendig wie das Wasser, das Weiden lieben und brauchen, und sie sind geistig und seelisch so elastisch wie die Weidenruten. Von allen Baumgeborenen haben sie den stärksten Zugang zum Unbewussten und Mystischen.
Menschen, die im Baumzeichen der Weide geboren wurden, sind wahre Energiebündel. Ihre Ausdauer ist sprichwörtlich und lässt jeden bewundernd über ihre Leistungsfähigkeit staunen. Nichts kann sie aufhalten, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Ihre Vorhaben setzen sie daher spontan und mit einer alles begeisternden Energie um. Ihr Tatendrang ist so gewaltig, dass sie scheinbar Unmögliches mit spielerischer Leichtigkeit vollbringen. Ihre Flexibilität selbst in schwierigen Situationen löst anerkennende Bewunderung und bloßes Erstaunen aus. Sie sind der geschätzte Helfer in der Not. Sie biegen jede Situation zum Vorteil und zur Zufriedenheit für alle Beteiligten wieder hin. Sie weichen mit dieser Fähigkeit auch den meisten unangenehmen Begebenheiten aus und gewinnen dabei für sich ein Stück mehr Zufriedenheit und Freude am Leben.
An den Mond
Guter Mond, du gehst so stille
Durch die Abendwolken hin;
Deines Schöpfers weiser Wille
Hieß auf jener Bahn dich ziehn.Leuchte freundlich jedem Müden
In das stille Kämmerlein!
Und dein Schimmer gieße Frieden
Ins bedrängte Herz hinein!Unbekannter Dichter (um 1800)
Regenschirm
Auch die Kulturgeschichte des Regenschirms hat ihren Märtyrer, und zwar den englischen Handelsmann Jonas Hanway (1712-1786). Dass er aus London stammt, verwundert nicht, gilt die Stadt an der Themse doch allen Statistiken zum Trotz als Regenloch und somit wie geschaffen für ein Accessoire, das seinen Träger vor den Unbilden atlantischer Tiefs schützen soll. Erstaunlich ist dagegen, dass der Regenschirm in England anfangs nicht nur äußerst skeptisch betrachtet, sondern mit offener Ablehnung bedacht wurde. Noch Mitte des 18. Jahrhunderts setzten sich Gentlemen, die sich mit Schirm zeigten, dem Gelächter aus. So ging es auch Handay, einem ehrenwerten Mitglied der Londoner Gesellschaft, als er eines Tages mit einem kunstvoll gefertigten doch zugegebenermaßen monströsen Exemplar durch die Londoner Straßen spazierte. Dass von den Sänftenträgern und Kutschern Kritik kam, war klar. Sie fürchteten um ihr Geschäft, das bei Regenwetter besonders gut lief. Doch auch die Passanten hatten nur Kopfschütteln für ihn übrig. Die Straßenjungen gar warfen mit Steinen auf das seltsame, aufgespannte Dach über Hanways Haupt und beschimpften ihn als Franzosen.
In der Tat hatte Hanway den Schirm aus Frankreich mitgebracht. In England war es bis dahin für Herren üblich, sich vor Regen zu schützen, indem sie einen großen Hut aufsetzten und sich ein Tuch um die Schulter schlugen. Anders Hanway: Er ging drei Jahrzehnte lang bei jedem Wetter mit Regenschirm durch Londons Straßen. Mit seiner Hartnäckigkeit verwandelte er den Schirm schließlich in den ständigen Begleiter des britischen Gentleman.
Anerkennung erhielt Hanway erst nach seinem Tod. Eine Gedenktafel in der Westminster Abbey erinnert an ihn – und an seinen Einsatz für Findelkinder und Prostituierte. Dass er den Siegeszug des Regenschirms vorantrieb, verschweigt die Tafel indes. Trotz Hanways Bemühen, den Schirm ins bürgerliche Leben einzuführen, bedurfte es einiger Voraussetzungen, um ihn zum Alltagsgegenstand zu machen. So „erlaubte“ die Royal Society, die sich der Förderung der Wissenschaften verschrieben hat, im Jahr 1787 jedem Gentlemen das Tragen eines Schirmes bei Regen.
Zunächst hatte die Sache einen Nachteil: Die Gestelle bestanden aus schweren Holzstäben und Fischbein, das Ganze war zudem mit Wachsleinwand bezogen, so dass ein Schirm bis zu fünf Kilo wog. 1852 jedoch erfand Samuel Fox aus Sheffield das Stahlgestell, das die Schirme von ihrem unhandlichen Gewicht befreite. Dank günstiger Rohstoffimporte aus den Kolonien konnte England von nun an preiswert Schirme produzieren. Einer massenhaften Verbreitung stand nichts mehr im Weg.
Der klassische englische Schirm ist schwarz, schlank und stets exakt gerollt. Luxusvarianten sind die von Hand angefertigten Schirme mit dem Stahlgestell des Erfinders Fox, dem Fox Frame. Die trotzen auch heftigen Winden und sind mit dreifach verwebter feinster Seide überspannt, wodurch das Wasser abperlt. Viele Käufer legen Wert auf ausgefallene Griffe aus Edelmetall, Leder, Horn, Schildpatt, Elfenbein und Edelhölzern. Pferdesportliebhaber sind entzückt wenn sie einen Bleistifthalter an ihrem Horse-Racing-Umbrella vorfinden, so dass sie leichter Wettscheine ausfüllen können.
Regentag im Sommer
Endlich der Schluss des ewigen Sonnenbrandes:
Der Regen wird den ganzen Tag regieren.
Bravo! Kaum wird ein Streifen des Gewandes
der Menschen heut den Pflasterstein passieren.
Ich bin allein. Gottlob! Es wird niemandes
Geschwätz mein Zimmer grausam profanieren.
Ein Sprichwort sagt, ich weiß nicht welches Landes:
Im Regen geht der Pöbel nicht spazieren.Detlev von Liliencron
„Was haben Kürbisse mit Sonnenblumen gemein?“
Ganz einfach, sie sind der Stolz vieler Gärtner, wenn sie riesengroß werden. Dann sind sie beliebte Vorzeigeprodukte. Sie werden wie Stars fotografiert, gewogen, vermessen und ausgestellt. Man gibt aus Herzenslust mit ihnen an. Kindern bereiten solche Dinge natürlich ganz besonders viel Freude, aber auch Erwachsene sind stolz auf „Gärtnererfolge“ solcher Art.
In den letzten Jahren sind Riesenkohlrabi und Riesenzwiebeln hinzugekommen, ganz zu schweigen von den ellenlangen weißen Rettichen. Auch bei diesen werden die Erfolge an Gewicht und Größe gern auf Fotos dokumentiert. Ganze Alben könnte man mit solchen Bildern füllen, die stolze Gärtner dokumentierten.Für solche Erfolge ist das Saatgut wichtig, aber was wäre alles ohne den vielzitierten „Grünen Daumen“?
Denn Fachkenntnisse allein reichen nicht aus, Erfahrung und ein Gefühl für Pflanzen gehören unbedingt dazu. Das bezieht sich jedoch nicht nur auf solche „Super-Ergebnisse“ sondern auf alles, was wir im Garten zu unserem Nutzen oder ganz einfach zur Freude heranziehen.
Sommers Ende
Gleichtönig, leis und klagend rinnt
den lauen Abend lang der Regen,
hinweinend wie ein müdes Kind,
der nahen Mitternacht entgegen.Der Sommer, seiner Feste müd,
hält seinen Kranz in welken Händen
und wirft ihn weg – er ist verblüht –
und neigt sich bang und will verenden.Auch unsre Liebe war ein Kranz
auflodernd heißer Sommerfeste,
nun löst sich sacht der letzte Tanz,
der Regen stürzt, es fliehn die Gäste.Und eh’ wir der verwelkten Pracht
und der erloschenen Glut uns schämen,
lass uns in dieser ernsten Nacht
von unserer Liebe Abschied nehmen.Hermann Hesse
Sonnenblume
Die Sonnenblume gilt als urdeutsche Bauernblume, obwohl sie keineswegs aus Europa stammt. Sie ist allerdings bereits im 16. Jahrhundert aus Mittelamerika nach Europa gekommen und galt hier bis ins vorige Jahrhundert ausschließlich als Zierpflanze. Man bewunderte nicht nur ihre herrlichen Blüten, sondern vor allem auch deren Eigenart, sich immer der Sonne zuzuwenden.
Im 19. Jahrhundert entdeckte man dann den Wert der leckeren Kerne, die aufgrund ihres hohen Kohlehydrat-, Öl- und Proteingehaltes zu einem wichtigen, nahrhaften Lebensmittel wurden. Vor allem aber entdeckte man die Kerne als Öllieferanten. Heute wissen wir, dass Sonnenblumenöl bei schonender Herstellung einen hohen gesundheitlichen Wert besitzt. Es ist ausgesprochen reich an ungesättigten Fettsäuren.
Die größten Anbaugebiete sind in Osteuropa und Russland zu finden. Aber auch hierzulande sehen wir mehr und mehr Sonnenblumenfelder.
Als Zierpflanze im Garten gibt es sie in vielen Variationen: hohe und niedrige, groß- und kleinblumige, mit gefüllten und ungefüllten Blüten. Selbst rot blühende Sorten und pollenfreie Züchtungen für Allergiker werden bereits angeboten.
Im April sät man dann die Kerne an Ort und Stelle aus. Sonnenblumen gedeihen in jeder Erde an einem sonnigen Fleck und sind auch als Gründüngung einzusetzen: Mit ihren tiefreichenden Wurzeln lockern sie den Boden auf und durchbrechen außerdem verdichtete Bodenschichten.
Reizender Schmetterling,
flüchtiges, kleines Ding,
willst du nicht einmal ruhn,
mir es zu Liebe tun,
dass ich gemütlich kann
schauen dein Kleidchen an?
Reizender Schmetterling,
flüchtiges, kleines Ding,
Schmetterling, setz' dich!Kleiner, was neckst du mich,
warte, jetzt fang ich dich!
Blühendes Röslein dort
lässt dich so lang nicht fort.
Wehe, da bist du schon
wieder mir schnell entflohn!
Reizender Schmetterling,
flüchtiges, kleines Ding,
Schmetterling, setz' dich!Will nicht den ganzen Tag
laufen dir Flüchtling nach!
Da ich nun ruhe hier,
kommst du wohl selbst zu mir!
Sieh doch, da bist du ja,
spielst mir ums Haupt so nah!
Reizender Schmetterling,
flüchtiges, kleines Ding,
Schmetterling, setz' dich!
Franz Wilhelm Abt, 1819-1885
Die Seidenpflanze,
hat sich in den letzten Jahren zu einer außergewöhnlich beliebten Kübelpflanze entwickelt, die den ganzen Sommer hindurch ihre zauberhaften Blüten hervorbringt. Besonders interessant sind die Fruchtstände, die im übrigen der Pflanze auch den Namen gegeben haben.
Alle Samenkörner sind mit einem seidig schimmernden Haarschopf versehen, mit dessen Hilfe sie vom Wind sehr weit verbreitet werden können. Diese Eigenart ist für die gesamte Großfamilie der Seidenpflanzengewächse typisch.Der botanische Gattungsname Asclepias erinnert an Asklepios, den griechischen Gott der Heilkunst und der Ärzte. Und dieser Name ist sinnvoll, denn einige Arten der Seidenpflanzen sind tatsächlich Heilpflanzen. In der Medizin werden die giftigen Rhizome verwendet. Besonders gefährlich aber sind diese Stauden aus der Familie der Schwalbenwurz- oder Seidenpflanzengewächse nicht.
Viele uns bekannte Pflanzen gehören dazu, so die Kranzschlinge, eine beliebte Zimmerpflanze mit nur geringen Ansprüchen, und die Wachsblume mit ihren verschiedenen Arten. Auch die Leuchterblume gehört dazu, genauso wie die Stapelia, auch Aasblume genannt, weil ihre zauberhaften Blüten einen fast unerträglichen Aasgeruch verströmen, mit dem sie in ihrer Heimat die für ihre Bestäubung notwendigen Insekten anlockt. Letztere gibt es in vielen Sorten, und es ist schade, dass die blühenden Pflanzen aufgrund ihres Geruches kaum zu ertragen sind. Ordensstern werden sie auch gern genannt, weil die Blüten die Form eines solchen haben, frei am Topfrand herunterhängen und sich so in ihrer ganzen Schönheit präsentieren. Die Wachsblume hingegen hat einen bezaubernden Duft. Eine einzige blühende Pflanze verbreitet ihren süßlichen Duft so intensiv, dass auch sie für empfindliche Nasen häufig schwer zu ertragen ist.
Ach, wer doch das könnte
Gemäht sind die Felder, der Stoppelwind weht,
hoch droben in den Lüften mein Drache nun steht,
die Rippen von Holze, der Leib von Papier,
zwei Ohren, ein Schwänzlein sind all seine Zier,
und ich denk: So drauf liegen im sonnigen Strahl,
ach, wer doch das könnte, nur ein einziges Mal!Da guck ich dem Storch in das Sommernest dort:
„Guten Morgen, Frau Störchin, geht die Reise bald fort?“
Ich blick in die Häuser zum Schornstein hinein:
„Papachen, Mamachen, wie seid ihr so klein.“
Tief unter mir seh ich Fluss, Hügel und Tal –
Ach, wer doch das könnte, nur ein einziges Mal!Und droben, gehoben auf schwindelnder Bahn,
da fass ich die Wolken, die segelnden an:
Ich ließ mich besuchen von Schwalben und Krähn
und könnte die Lerchen, die singenden sehn.
Die Englein belauscht ich im himmlischen Saal –
Ach, wer doch das könnte, nur ein einziges Mal.Victor Blüthgen
Keltischer Baumkreis
Jeder Mensch ist einem Baum zugeordnet im keltischen Baumkreis.
Sieh nach deinem Geburtsdatum, und schau mal welcher Baum dein Bruder ist.
Bringt Glück, wenn man diesen Baum des Öfteren umarmt.
Es durchfließt deinen Körper neue Energie.
Begebe dich auf die Suche nach deinen Bruder Baum.
Die Linde 13.09. - 22.09
Die Linde ist der Baum der Liebe. Linden sind weich und süß. Der Duft ihrer bis zu 60.000 Blüten betört uns und ihre Blätter haben die Form kleiner Herzen. Welcher Gottheit sonst hätte man die Linde weihen können als Freya, der Göttin der Liebe und des Glücks?!
An den Tagen der Linde geborene Menschen sind sensibel und mitfühlend. Sie helfen und schützen selbstlos all jene, die ihrer Hilfe und ihres Schutzes bedürfen. Ihr Ideal einer vollkommenen und friedvollen Welt zählt für sie mehr als die unschöne Realität. Wer in diesen Tagen geboren ist, soll sich fragen: "Warum sind meine Träume schöner als die Realität?"
Die im Baumzeichen der Linde Geborenen zeichnen sich durch besonderen Gerechtigkeitssinn und eine ausgeprägte Harmoniefähigkeit aus. Sie verstehen es, sich in die Lage ihrer Mitmenschen zu versetzen, um eine akzeptable Lösung für jede Situation zu entdecken. Keine noch so kleine Ungerechtigkeit bleibt ihrem aufmerksamen Blick verborgen und sie sind es dann auch, die sich für einen baldigen und gerechten Abschluss der Angelegenheit einsetzen. In ihrer Gesellschaft ist immer etwas los. Ihre sprichwörtliche Lebensfreude überträgt sich wie ein Lauffeuer auf alle Menschen in ihrer Umgebung. Sie sind wahre Meister der Geselligkeit und verbinden die Menschen miteinander. Sie teilen mit ihren Mitmenschen Freud und Leid und gehen mit ihnen als guter treuer Freund und Partner durchs Leben.
Das größte Geheimnis
und das größte Geschenk des Lebens
besteht darin,
dass sich zwei ‚gleichartige' Menschen begegnen.
Das ist das höchste Gut,
die Beziehung zwischen Freunden.
Da gibt es nichts Knechtisches,
kein Gefälle von oben nach unten,
kein Bessersein wollen als der andere.
Freunde ergänzen sich, kennen einander,
bis in die geheimsten Regungen hinein.
Freunde haben keine Angst vor -,
sondern Vertrauen zueinander.
Der eine steht für den anderen ein.[Sandor Marai, Ungarn]
Elisabeth von Thüringen – Landgräfin
Wenn den Worten Jesu zufolge der Diener der Größte ist, dann gehört sie zu den ganz Großen. Viele karitative Einrichtungen tragen ihren Namen. Bei ihren eigenen Standesgenossen erweckte sie zunächst eher Widerspruch. Dennoch stand sie schon zu ihren Lebzeiten im Ruf der Heiligkeit. Sie wurde von Protestanten und Katholiken als vorbildlich anerkannt.
1207 wurde Elisabeth in der nordungarischen Königspfalz als Tochter König Andres II. von Ungarn geboren. Ihre Mutter entstammte einem mächtigen bayerischen Fürstengeschlecht.
Mit vier Jahren musste das Kind seine Heimat verlassen und kam an den Hof des Landgrafen von Thüringen, zu jener Zeit eines der bedeutendsten Fürstengeschlechter. Sie war als Braut des Thronerben vorgesehen. Ein fröhliches und temperamentvolles Kind war sie und besaß eine außergewöhnlich intensive und konsequente Frömmigkeit.
Sie weigerte sich in der Kirche eine Krone zu tragen, weil der Heiland eine Dornenkrone getragen habe. Vor allen Dingen besaß sie ein Herz für Arme, denen sie Gutes tat, wann immer sie konnte.
1221 heiratete der 21-jährige Landgraf die erst vierzehnjährige Elisabeth. Beide liebten einander herzlich und Elisabeth brachte drei Kinder zur Welt.
Entscheidende Anregungen erfuhr Elisabeth durch die Begegnung mit den Franziskanern, vor allem von Franz von Assisi. Sie weigerte sich Speisen zu essen, die durch Ausbeutung des einfachen Volkes gewonnen wurden. Ihre Verwandtschaft war gegen sie, aber Ludwig hielt zu ihr.
1226 in der Hungersnot ließ Elisabeth die Armen mit Lebensmitteln, Kleidung und allem was notwendig war, versorgen. Als Ludwig, der zu diesem Zeitpunkt in Italien weilte, zurückkam, billigte er ihre Maßnahmen. Viel Gutes tat sie den Menschen, den Kindern auch weiterhin. Als sie 20 Jahre alt war, starb ihr Gemahl in Apulien auf dem Weg zu einem Kreuzzug.
Sie verließ die Wartburg und lebte unter ärmlichen Verhältnissen in Eisenach, danach im Land ihres Onkels, des Bischofs von Bamberg. Elisabeth entsagte sich ihrer Familie und allen fürstlichen Würden und verpflichtete sich zu einem Leben in Frömmigkeit und Keuschheit. Auch weigerte sie sich erneut zu verheiraten und lehnte auch den Antrag Kaiser Friedrich II. ab.
Mit den ihr zugewiesenen Ländereien dotierte sie ein Spital, nahm sich selbst dort eine Wohnung und widmete den Rest ihres Lebens als einfache Hospitalschwester den Armen und Kranken. Nach drei Jahren selbstloser Hingabe waren ihre körperlichen Kräfte aufgezehrt. Sie starb in der Nacht vom 16. zum 17. November 1231 in heiterer und gläubiger Zuversicht im Alter von nur 24 Jahren.
Schon vier Jahre nach ihrem Tod wurde sie heilig gesprochen. Bis heute bleibt die Fürstin, die ihr Leben und ihre Kraft den Mühseligen und Beladenen opferte, unvergessen.
Der Pilgrin vor St. Just
Nacht ist’s und Stürme sausen für und für,
Hispanische Mönche, schließt mir auf die Tür!Lasst hier mich ruhn, bis Glockenton mich weckt,
Der zum Gebet euch in die Kirche schreckt!Bereitet mir was euer Haus vermag,
Ein Ordenskleid und einen Sarkophag!Gönnt mir die kleine Zelle, weiht mich ein,
Mehr als die Hälft dieser Welt war mein.Das Haupt, das nun der Schere sich bequemt,
Mit mancher Krone ward’s bediademt.Die Schulter, die der Kutte nun sich bückt,
Hat kaiserlicher Hermelin geschmückt.Nun bin ich vor dem Tod den Toten gleich,
Und fall in Trümmer, wie das alte Reich.August von Platen
Keltischer Baumkreis
Jeder Mensch ist einem Baum zugeordnet im keltischen Baumkreis.
Sieh nach deinem Geburtsdatum, und schau mal welcher Baum dein Bruder ist.
Bringt Glück, wenn man diesen Baum des Öfteren umarmt.
Es durchfließt deinen Körper neue Energie.
Begebe dich auf die Suche nach deinen Bruder Baum.
Der Olivenbaum 23.09
Olivenbäume gehören zu den langlebigsten Bäumen Europas und können bis zu 2000 Jahre alt werden. Schon in der Antike galten sie als kostbares Gut. Einen Olivenbaum zu besitzen war Zeichen von Wohlstand und Glück Auch zu einem Symbol des Friedens ist der Baum, insbesondere eine Zweiglein von ihm im Schnabel einer Taube, geworden. Noah sandte die Taube aus, um zu prüfen, ob das Wasser nach der Sintflut gesunken sei. Als sie schließlich mit einem Zweig des Olivenbaums zurückkehrte, wusste er, dass die Erde wieder zu grünen begann und Gott den Menschen vergeben hatte.
Die Kelten bestimmten die Tagundnachtgleiche im September zum Tag des Olivenbaums. Wer an diesem Tag geboren wurde, weiß genau, was er will und wie er es bekommen kann. Olivenbaum-Geborene beobachten scharf, nehmen jede Kleinigkeit wahr und passen sich klug an. Ihr Handeln ist zielgerichtet, überlegt und ökonomisch. Egozentrisch sind sie dabei aber nicht; im Gegenteil, sie dienen oft auf bewundernswerte Weise der Gemeinschaft und sorgen für Harmonie und Gerechtigkeit.
Olivenbaum-Geborene sind von einem Hauch von ewiger Beständigkeit umgeben. Ruhig und gelassen vollbringen sie ihr Lebenswerk und sind dabei in voller Aufmerksamkeit ganz in sich selbst versunken. Ihre Kraft für noch so schwere Aufgaben und Herausforderungen schöpfen sie aus einem unendlichen Durchhaltevermögen. Ihr Zeithorizont ist unendlich weit, denn der erschließt sich ihnen dadurch, dass sie im Augenblick, im Hier und Jetzt leben. Sie wissen, dass das heutige Handeln die Grundlage des morgen ist. Mit ihrer Zuversicht und ihrem dauerhaften Festhalten vollbringen sie Außergewöhnliches. Für ihre Mitmenschen sind sie wie ein Baum, an den man sich sicher anlehnen kann und weiß, dass man gegen alle Widrigkeiten beschützt ist. Ihr Rat ist gefragt und oft sind es die langfristigen, dauerhaften Dinge, die man durch sie erfährt, denn sie sind berühmt für ihre Besonnenheit.
Herbst 1945
Gott hat sein Antlitz abgewandt
von unserm Heimatland.
Brandung und Stürme brausen
um den verödeten Strand.Das Ährenfeld, von Körnern schwer,
liegt hingemäht vom Regen.
Es drischt den goldnen Segen
allein der Hagel leer.Es geht nicht Frau noch Mann
über verwüstete Wege.
Es bricht die Ackerschläge
nicht Pflüger mehr noch Pfluggespann.Es rauscht kein Baum, kein Apfel reift
in dem zerkämpften Garten.
Krieg hat sein Blühen abgestreift.
Zersplitterte Stümpfe starrtenherüber, wo verfallend klagt
Geborstenes Gemäuer.
Durch schwarz verkohlte Scheuer
wildernder Hunde Meute jagt.Aus Schutt und Staub, im fahlen Licht
anklagend ragt verdorrte Hand, -
Gott wendete sein Angesicht
von unserm Heimatland!Agnes Miegel
Das ist mal was Nettes!!!
Als Gott dabei war, die Frau zu erschaffen, war er schon bei seiner sechsten
Überstunde. Ein Engel erschien, und fragte "Warum verbringst du so viel Zeit damit???"Gott antwortete "Hast du das Datenblatt dazu gesehen??? Sie muss komplett waschbar sein, aber kein Plastik, muss über 200 bewegliche Teile haben, die alle ersetzt werden können und ihr Körper muss auch laufen, wenn sie sich nur mit Diätcola und kleinen Snacks ernährt. Sie muss ein Schoß haben, auf dem vier Kinder gleichzeitig sitzen können, sie muss einen Kuss haben, der alles heilen kann, von einem aufgekratzten Knie bis zu einem gebrochenen Herzen - und sie wird alles nur mit zwei Händen machen."
Der Engel war über die Ansprüche erstaunt "Nur zwei Hände!? Und das beim Standardmodell??? Das ist zu viel Arbeit für einen Tag. Warte bis morgen um sie fertig zu machen."
"Das werde ich nicht", protestierte Gott, "ich bin so nah dran, diese Kreation, die mir so ans Herz gewachsen ist zu fertigen. Sie kann sich bereits selbst heilen UND kann 18 Stunden am Tag arbeiten."
Der Engel trat näher und berührte die Frau, "Aber du hast sie so weich gemacht, Gott."
"Sie ist weich", stimmte Gott zu, "aber ich habe sie auch hart gemacht. Du hast keine Ahnung, was sie dulden bzw. durchsetzen kann."
"Wird sie denken können?", fragte der Engel.
Gott antwortete: "Sie wird nicht nur denken können, sie wird erörtern und verhandeln können .... besser als ein Mann."
Der Engel bemerkte etwas, streckte seine Hand aus, und berührte die Wange der Frau. "Oops, es sieht aus, als hättest du eine undichte Stelle in diesem Modell. Ich habe dir gleich gesagt, dass das alles zu viel Arbeit für einen Tag ist."
"Das ist keine undichte Stelle", korrigierte Gott, "das ist eine Träne."
"Für was ist die Träne?" fragte der Engel.
Gott antwortete: "Die Träne ist eine Möglichkeit, mit der sie ihre Freude, ihren Schmerz, ihren Kummer, ihre Enttäuschung, ihre Liebe, ihre Einsamkeit, ihr Bekümmernis und ihren Stolz ausdrücken kann."
Der Engel war beeindruckt: "Gott du bist ein Genie. Du hast an alles gedacht! Frauen sind wirklich erstaunlich."
Und sie sind es wirklich! Frauen haben Stärke, um Männer zu erstaunen. Sie ertragen Not und tragen Belastungen, aber sie halten immer Freude, Liebe und Glück in sich. Sie lächeln, wenn sie schreien möchten. Sie singen, wenn sie
weinen möchten. Sie weinen, wenn sie glücklich sind und lachen, wenn sie nervös sind. Sie kämpfen für das an das sie glauben, sie stehen auf gegen Ungerechtigkeit. Sie akzeptieren kein "Nein", wenn sie denken, dass es eine
bessere Antwort gibt. Sie gehen ohne alles, damit ihre Familien haben was sie brauchen. Sie gehen zum Doktor mit einem ängstlichen Freund. Sie lieben ohne Vorbehalt. Sie weinen, wenn ihre Kinder hervorragende Leistungen
erbringen und jubeln, wenn ihre Freunde Auszeichnungen bekommen. Sie freuen sich wenn sie von einer Geburt oder einer Hochzeit hören. Ihre Herzen, brechen wenn ein Freund stirbt. Sie sind bekümmert über den Verlust eines
Familienmitgliedes. Sie sind stark, auch wenn sie denken, dass es keinen Ausweg mehr gibt. Sie wissen, dass ein Kuss und eine Umarmung ein gebrochenes Herz heilen können.Frauen gibt es in allen Formen, Größen und Farben. Sie würden zu dir fahren, fliegen, laufen, rennen oder E-mailen nur um zu zeigen wie sehr sie sich um dich kümmern. Das Herz einer Frau ist was die Welt zu einem schönen Ort macht.
Sie bringen Freude, Liebe und Hoffnung. Sie haben Mitgefühl und Ideale. Sie geben ihren Freunden und ihrer Familie moralischen Beistand.
Frauen haben wichtige Dinge zu sagen und geben ALLES!!!
Wie auch immer..., wenn es einen Fehler bei Frauen gibt, ist es der, dass sie vergessen was sie wert sind.
Von einem Freund bekommen
Frauen
Bei denen um Zehn
Wird man erst sehnDie um die Zwanzig
Zieht Männer an sichDie um die Dreißig
Flirtet sehr fleißigDie um die Vierzig
Emanzipiert sichDie um die Fünfzig
Mag es recht zünftigBei denen um Sechzig
Widerspruch rächt sichSo um die Siebzig
Das meiste gibt sichBei denen um Achtzig
Verflüchtigt die Pracht sichJene um Neunzig
Fühlen allein sichBei denen um Hundert
Ist alles ein WunderHorst Winkler
http://www.verseschmiede.com/geburtstagsreden.htm
Frauen sind Gemälde.
Männer sind Probleme.
Wenn Sie wissen wollen, was eine Frau wirklich meint –
was übrigens immer ein gefährliches Unterfangen ist –
sehen Sie sie an, und hören Sie ihr nicht zu.(Oscar Wilde, engl. Schriftsteller, 1854-1900
DER ABSCHIED
Lass mein Aug den Abschied sagen,
Den mein Mund nicht nehmen kann!
Schwer, wie schwer ist er zu tragen!
Und ich bin doch sonst ein Mann.Traurig wird in dieser Stunde
Selbst der Liebe süßstes Pfand,
Kalt der Kuss von deinem Munde,
Matt der Druck von deiner Hand.Sonst, ein leicht gestohlnes Mäulchen,
0 wie hat es mich entzückt!
So erfreuet uns ein Veilchen,
Das man früh im März gepflückt.Doch ich pflücke nun kein Kränzchen,
Keine Rose mehr für dich.
Frühling ist es, liebes Fränzchen,
Aber leider Herbst für mich!Johann Wolfgang von Goethe
Keltischer Baumkreis
Jeder Mensch ist einem Baum zugeordnet im keltischen Baumkreis.
Sieh nach deinem Geburtsdatum, und schau mal welcher Baum dein Bruder ist.
Bringt Glück, wenn man diesen Baum des Öfteren umarmt.
Es durchfließt deinen Körper neue Energie.
Begebe dich auf die Suche nach deinen Bruder Baum.
Der Haselbaum 24.09 - 03.10.
Haselbäume sind ausgesprochen gute Leiter für Energieströme. Ein Haselnussstrauch, den man am Haus pflanzt, zieht Erdstrahlen an und wirkt wie ein Blitzableiter. Nicht nur mit seinen Nüssen beschenkt er uns, auch bedeutsame Träume soll der Strauch bringen, wenn man unter ihm schläft. Nach einer Sage kann man zwischen seinen Zweigen silberne Schlüssel finden, die Schatztruhen öffnen.
Die Haselnuss ist eine sogenannte Pionierpflanze; das heißt, sie bereitet den Boden für andere Pflanzen vor. Und so ist auch der Haselbaum-Geborene - ein typischer Pionier, mit einem starken Willen und großer Ungeduld, bisweilen auch eigensinnig und egoistisch.
Menschen, die im Baumzeichen der Hasel geboren wurden, sind sehr wahrheitsliebend. Ihre Ehrlichkeit ist für ihre Mitmenschen meist entwaffnend und bringt die Dinge sehr schnell auf den Punkt. Unwahrheiten und verschleierte Aussagen werden von diesen Menschen unerbittlich durchschaut und klargestellt. Sie sind wie ein Fels in der Brandung, an dem zweifelhafte Vermutungen wie Wassertropfen zerschellen. Gerade wegen ihrer Geradlinigkeit und ihrer ausgesprochenen Ehrlichkeit sind sie ein guter Freund und Partner, auf den man sich jederzeit verlassen kann. Wegen ihrer ausgeprägten Fähigkeit, Sachverhalte auf den Punkt und ans Licht der Wahrheit zu bringen, wird ihre Meinung von ihren Mitmenschen sehr geschätzt. Stets sind sie bemüht, sich selbst zu vervollkommnen. Ihre Erkenntnisse teilen sie mit engsten Freunden und auch Bekannten in tiefen Gesprächen und besonderen Treffen.
Erntedankfest
Gedanken beim Kartoffelbuddeln
Der Winzer erntet seine goldnen Trauben
die edle Frucht ist allerwärts begehrt.
Ich denk bescheiden beim Kartoffelklauben:
Ein jeder erntet, was ihm Gott beschert.Wo die Zitronen blühn im fernen Süden,
reift die Orange voller Herrlichkeit.
Ihr Dichter, lasset mich damit in Frieden,
der Bratkartoffel sei mein Lied geweiht.Die Kokosnuss erzählt von hohen Palmen
Romanzen aus der Tropenkolonie.
Wenn hier daheim Kartoffelpuffer qualmen
das nenn ich Weihrauch - das ist Poesie.Ich stütze meine Arme auf den Spaten,
Die Pellkartoffeln sind famos geraten.
Nun noch der Hering
Herz was willst Du mehr.Frisch auf, ans Werk.
Das Buddeln hat begonnen.
Man buddelt hier,
man buddelt da und dort.
Man buddelt alles an
Das Licht der Sonnen –
Das weiß der Bauer
Verdammt - das Bücken
fällt beim Buddeln schwer
das ahnt der Lord.Fred Endrikat