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Algen

... das Geschenk der Natur ...

Das Geschenk der Götter

Spirulina platensis und Chlorella vulgaris sind Mikroalgen, Lithothamnium calcareum ist eine kalziumhaltige Makroalge. Algen sind eine der ältesten Lebensformen auf unserer Erde. Sie existieren seit ca. 3 Milliarden Jahren auf unserem Planeten. Sie haben alle Erdzeitalter und Klimawandlungen erfolgreich überstanden. Neben dieser Anpassungsfähigkeit zeichnen sich Spirulina, Chlorella und die Lithothamnium-Alge durch besonders hochwertige Inhaltsstoffe in einer reichhaltigen Zusammensetzung aus. Sie enthalten für die menschliche Ernährung unverzichtbare Inhaltsstoffe. Schon bei den Azteken waren Mikroalgen als Nahrungsmittel von hohem Stellenwert geschätzt. Zu Recht wurden sie deshalb als "Geschenk der Götter" bezeichnet..

Algen, Nahrungsmittel der Zukunft

Schon heute sind Algen in vielen Ländern ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. In Japan z.B. sind sie vom Speisezettel nicht mehr weg zu denken. Sie werden in jeder erdenklichen Form gegessen oder Nahrungsmitteln beigefügt. In vielen Entwicklungsländern dagegen gelingt es auf Grund von Überbevölkerung und Bodenerosion kaum noch, alle Menschen satt zu machen. Algen haben das Potential, dieser Unterversorgung entgegen zu wirken. Durch die besonders effektive Photosynthese, der Fähigkeit die Kraft der Sonne in Energie zu wandeln, erreichen diese "Poweralgen" einen riesigen Biomasseertrag. Er liegt bis zum zehnfachen über dem von Landpflanzen. Wegen Ihres hohen und vielseitigen Nährwerts nimmt die Bedeutung der Algen für die menschliche Ernährung deshalb immer mehr zu.

Satt aber unterversorgt

Auch da, wo alle Menschen satt werden, wird es immer schwieriger sich vollwertig und gesund zu ernähren. Ausgelaugte Böden, konservierte, denaturierte lebensmittel und lange Wege bis zum Endverbraucher sind nur einige der Gründe, warum unsere Nahrungsmittel immer minderwertiger werden. Bei Untersuchungen an verschiedenem Gemüse z.B. hat man festgestellt, dass der Gehalt an sog. Vitalstoffen * im Zeitalter der Agrarindustrie stetig abgenommen hat. Genetische Verarmung der Nutzpflanzen, Umweltgifte und Pflanzenschutzmittel gefährden die Qualität unserer Lebensmittel. Gleichzeitig ernähren sich immer mehr Menschen einseitig und ungesund. Das ist der Grund, dass Mangelsymptome auch in den Industrienationen keine Seltenheit sind.

*Als Vitalstoffe werden alle die Inhaltsstoffe bezeichnet, die vom Körper zur Aufrechterhaltung der allgemeinen Stoffwechselfunktionen genutzt werden können. Dies sind u.a. Mineralien, Vitamine, Spurenelemente, Enzyme, Fett- und Aminosäuren.

Retorte - weg aus der Krise?

Nahrungsergänzungsmittel treten an, die Lücke in unserer Versorgung zu schließen. Einzelne Wirkstoffe werden in großen Mengen künstlich nachgeahmt und hergestellt. Bei der Einnahme dieser hochkonzentrierten, chemisch reinen Präparate wird aber vergessen, dass unser Körper Vitalstoffe wie Mineralien oder Vitamine immer nur in einer bestimmten Dosis aufnehmen und verarbeiten kann. Wenn das Depot aufgefüllt ist, werden überschüssige Mengen ungenutzt wieder ausgeschieden oder an den falschen Stellen eingelagert. Zudem werden meist weitere Vitalstoffe als Katalysatoren benötigt, um einen Wirkstoff für den Organismus verfügbar zu machen. Für die volle Entfaltung der Leistungskraft benötigt unser Körper also nicht nur zwei oder drei chemisch reine Inhaltsstoffe, sondern die komplette, natürlich gewachsene Vielfalt.

Natürliche Vielfalt - die Mischung wirkt

Der Vorteil auf Algen basierender Nahrungsergänzungsmittel ist, dass sie natürlich gewachsen sind. Als reines Naturprodukt enthalten Spirulina, Chlorella und Lithothamnium alle lebensnotwendigen Vitalstoffe in einer ausgewogenen Mischung. Die perfekte Vielfalt der Inhaltsstoffe dieser Pflanzen lässt sich in keinem Labor der Welt "nachbauen", Untersuchungen haben gezeigt, dass das Spektrum der Inhaltsstoffe in diesen Pflanzen eines der am breitesten gefächerten in einem einzelnen Lebensmittel ist. Durch regelmäßige Einnahme lassen sie sich deshalb sinnvoll dosieren, aufnehmen und hervorragend vom Körper verwerten.

Spirulina & Co - Beste Werte fürs Depot

Unsere Gesundheit beginnt in den Zellen. Täglich werden Millionen von Körperzellen durch neue ersetzt, regeneriert. Für diesen Prozess und ihre allgemeine Versorgung verbrauchen die Zellen die Vitalstoffdepots unseres Körpers. Kommen zu einseitiger Ernährung noch Stress, Umweltbelastungen oder körperliche Belastungen, so sind diese Depots besonders schnell aufgebraucht. Werden sie nicht umgehend wieder aufgefüllt, dann erleidet unser Körper Mangel. Brüchige Nägel und stumpfes, kaputtes Haar sind als Mangelerscheinungen allgemein bekannt. Hautveränderungen, Allergien, Stoffwechsel- und Verdauungsstörungen sowie körperliche und geistige Abgeschlagenheit, d.h. funktionelle Störungen des Körpers bis hin zu manifestierten Erkrankungen drohen dem, der nicht auf die Stimme seines Körpers hört - nicht für "bessere Werte" in seinem Depot sorgt.

Grünes Gold aus kristallklarem Wasser

Algen werden heute mit aufwendiger Technologie in Farmen gezüchtet. Dazu werden sie in einer Nährlösung kultiviert, wo sie sich durch Wachstum und Teilung vermehren. Bis zu ihrer endgültigen Reife wachsen sie in großen, mit kontrolliertem, kristallklarem Quellwasser gefüllten Becken. Dies sichert ihre 100%ige Reinheit. Durch aufwendige Forschung wurden die Wachstumsbedingungen optimiert und der beste Zeitpunkt für die Ernte ermittelt. Schonende Trocknung und Weiterverarbeitung sowie ständige Kontrolle durch unabhängige Lebensmittel-Forschungsinstitute garantieren, dass das "Grüne Gold" vollwertig bis zum Verbraucher erhalten bleibt.

Algen - I-Punkt für die Gesundheit

Das Wirkungsspektrum speziell von Mikroalgen ist erst in jüngster Zeit umfassend erforscht worden. Neben ihrem Nährwert steht besonders die therapeutische Verwendung im Zentrum des Interesses. Präklinische und klinische Studien lassen viele positive Effekte vermuten; eine Senkung des Cholesterinspiegels, Unterstützung der körpereigenen Abwehr, Vermehrung der probiotischen Bakterien im Darm, Bindung freier Radikale durch antioxidative Komplexe, Schutz vor Zellschädigungen und viele mehr. Als Baustoff für Muskel- und Nervenzellen unterstützen die enthaltenen Vitalstoffe das mentale Gleichgewicht, liefern auch unter Belastung körperliche und geistige Stärke und unterstützen Selbstheilungskräfte und Zellregeneration. - Naturbelassene, schadstofffreie Nahrungsmittel sind der Grundstein, Mikroalgen der "i-Punkt" gesunder Ernährung.

Kraft der Algen - Power für Arbeit, Sport und Alltag

Wer im Beruf, beim Sport oder im Alltag Höchstleistung von sich verlangt, der darf seinen Körper nicht im Stich lassen. Unter körperlicher und geistiger Belastung steigt der Energiebedarf der beanspruchten Zellen um ein Vielfaches. Sind die Depots leer, drohen Mangelerscheinungen. Nur durch entsprechende Nährstoff- und Vitalstoffzufuhr bleibt die höchste Leistungskraft erhalten. Die in Algen eingelagerten Vitalstoffe dienen unserem Körper als Muskel- und Nervennahrung. So ist z.B. der direkte Zusammenhang zwischen der ausreichenden Verfügbarkeit an bestimmten Proteinen und dem Muskelwachstum erwiesen. Ebenso abhängig von ausreichender Versorgung mit Vitalstoffen ist die geistige Leistungskraft. Schon nach weniger als zwei Stunden geistiger Arbeit lassen Konzentration und Denkvermögen nach. Kontinuierliche Zufuhr an "Nervennahrung" kann hier Abhilfe schaffen.

Natural Beauty & Anti Aging - Schön durch Algen

Das Aussehen ist Spiegelbild dessen, was im Stoffwechsel unseres Körper passiert. Fühlen wir uns gut, haben wir eine positive Ausstrahlung, straffere Haut und glänzendere Haare. Wir sind motivierter, selbstbewusster, überzeugender. Ist unser Körper im Mangelzustand sinkt das allgemeine Befinden, es kommt zu Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Besonders gefährlich ist die Unterversorgung für die Zellen. Verminderte Selbstheilungskraft, Verlust an Vitalität und beschleunigte Alterungsprozesse sind die Folge. - Die leicht erschließbaren Vitalstoffe in Algen können dem entgegensteuern. Als Bausteine für den Stoffwechsel fördern Amino- und Fettsäuren, Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe nicht nur Vitalität und Gesundheit. Die Qualität der Zellnahrung spielt eine bedeutende Rolle bei der Alterung der Zellen. Die ausreichende Versorgung mit Vitalstoffen pflegt die Zellen und sorgt so für Schönheit, Lebensfreude und natürliches Anti-Aging.

Die TOP 3 der natürlichen Nahrungsergänzung

Dank ihrer sich ergänzenden Inhaltsstoffe eignet sich besonders der Mix von Spirulina, Chlorella und Lithothamnium zur vollwertigen Nahrungsergänzung. Zusammen enthalten sie die perfekte Kombination an Vitalstoffen.

 

Spirulina platensis - Das grüne Kraftwerk

Spirulina ist eine winzige, fadenförmige Süßwasser-Mikroalge. Durch Photosynthese reichert sie "Sonnenkraft" in den wertvollen Inhaltsstoffen an. Ihre intensiv grüne Farbe kommt vom besonders hohen Chlorophyllgehalt, ein Pigment von großer Bedeutung für Verdauung und Stoffwechsel. Im Gegensatz zu anderen Pflanzen besitzt Spirulina keine Zellwand aus unverdaulicher Zellulose, sondern nur eine dünne Zellmembran. Dies ist einer der Gründe, warum die in ihr enthaltenen Vitalstoffe im Magen-Darmtrakt so gut aufgeschlossen werden können. Der Anteil an essentiell lebenswichtigen Aminosäuren liegt weit über dem von Milchprodukten und anderen Nahrungsmitteln, die allgemein als Hauptlieferant für diese Eiweiße gelten. Der basische Charakter von Spirulina wirkt der Übersäuerung des Körpers entgegen. Die wichtigsten enthaltenen Vitalstoffe sind hochwertige Proteine, diverse Aminosäuren und Vitamine, so z.B. der gesamte Vitamin B-Komplex, viel Vitamin B12, Kalium, Magnesium, Zink, Eisen, Beta-Carothin sowie essentiellen Fettsäuren wie die Gamma-Linolensäure. Diese riesige Vielfalt und bei gleichzeitig hoher Verfügbarkeit machen Spirulina platensis zum Kraftwerk für den gesamten Körper.

Chlorella vulgaris - Reinigung als Auftrag

Chlorella ist eine einzellige Süßwasserpflanze. Im Gegensatz zur Spirulina hat die Chlorella eine dreischichtige Zellwand, der entsprechend hohe Ballaststoffgehalt regt die Darmtätigkeit an. Ihr Chlorophyllgehalt liegt noch über dem von Spirulina platensis. Eine weitere Eigenschaft macht diese Mikroalge für die "moderne" Ernährung besonders interessant: Vermutlich auf Grund ihrer einzigartigen Zellstruktur und speziell strukturierten Proteinen wird diese winzige Alge heute überall auf der Welt zum Binden und Ausleiten von Schadstoffen und Schwermetallen verwendet. Sinkt die Schadstoffbelastung im Körper, können Leber und Nieren besser ihren eigentlichen Reinigungsaufgaben nachgehen. Chlorella leistet so einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung und Selbstheilungsfähigkeit unseres Organismus.

 

Lithothamnium calcareum - die Baumeister

Die Lithothamnium-Alge wächst an der Westküste Europas in mineralhaltigen, kristallklaren Gewässern. Lithothamnium calcareum besteht zu 34% aus organischen, natürlichem Kalzium, dem wichtigsten Mineral in unserem Körper. Kalzium ist unentbehrlich für die ständige Regeneration von Knochen, Zähnen, Haaren und Nägeln. Der große Vorteil von natürlich gewachsenem Kalzium ist seine hohe Bioverfügbarkeit, denn anders als bei künstlichen Produkten ist das Kalzium der Lithothamnium-Alge an Aminosäuren gebunden. Untersuchungen haben ergeben, dass die endgültige Verwertung von Lithothamnium durch bestimmte prozentuale Beimischungen von Spirulina optimiert werden kann. So verwendet ist Lithothamnium die effektivste Kalzium-Quelle für unsere Knochen und Zähne.

Keine Zauberei

Spirulina, Chlorella und Lithothamnium sind von immensen Nutzen für eine vollwertige, gesunde Ernährung. Ihr Beitrag für Schönheit, Vitalität und Lebensfreude ist keine Zauberei sondern beruht auf der komplexen Zusammensetzung ihrer Inhaltsstoffe. Durch kontinuierliche Einnahme lässt sich diversen Mangelerscheinungen und den daraus resultierenden Erkrankungen vorbeugen. Im Alltag, im Beruf und besonders in Situationen außergewöhnlicher Belastung helfen die in Mikroalgen enthaltenen Vitalstoffe Gesundheit und volle Leistungskraft bis ins hohe Alter zu erhalten.

Veröffentlichung ...

der Gesellschaft für Ernährungsheilkunde, Sinsheim 08/2003
... unsere Ernährung, kann ... einen besonderen Beitrag leisten indem sie Schadstoffe bindet und den Verdauungsvorgang fördert. Ganz hervorragend eignet sich auch eine Kur mit Süßwasseralgen, usw...

Eine Algentherapie erweist sich besonders hilfreich zur Vorbeugung chronischer Krankheiten wie Arteriosklerose, Rheuma, Bluthochdruck, Magen-Darmerkrankungen, chronische Verstopfung oder Hautprobleme, die meist durch ungesunde Ernährung und Umweltschadstoffe gefördert werden. ... Chlorella ... wird unterstützend eingesetzt bei Infektionen, Erkältung, Immunschwäche Magen-Dünndarm-Erkrankungen, Verstopfung, Arthritis, Rheumatische Beschwerden, Bluthochdruck, Herz und Kreislauf, Arteriosklerose, hohem Cholesterinwert, Hautproblemen und Allergie.

Experten führen die guten Behandlungsergebnisse mit Algen vor allem auf ihre ausleitenden Eigenschaften zurück. Vor allem die komplexe Zellwand ist der Grund für die stark ausleitende Wirkung - vermutlich ist der hohe Ballaststoffgehalt der Zellwand dafür verantwortlich .... Besondere Bedeutung bei der Ausleitung bestimmter Schadstoffe, z. B. Dioxin, Schwermetalle, wird aber auch dem Chlorophyll (Chlorella ... besitzt den höchsten Chlorophyllgehalt im Pflanzenreich) zugeschrieben, das die Darmtätigkeit reguliert und Schadstoffe wie z.B. Dioxin bindet.

Der carotinähnliche Inhaltsstoff Sporopollein, der ausschließlich in Chlorella ... vorkommt, kann Schadstoffe irreversibel binden, weshalb ihm ebenfalls ein hoher Stellenwert in der natürlichen Entgiftung zukommt. Mit Ausleitung ist hier die Fähigkeit gemeint, toxische Substanzen aus dem Körper zu entfernen. Das betrifft ...Stoffe, die über den Kontakt mit kontaminierten Substanzen (z.B. Amalgam-Zahnfüllungen, die durch saure Speisen angegriffen werden), aus der Atemluft oder über die Nahrung (z. B. Pestizide, Dioxin) in den Körper gelangen.

Aber auch Bakteriengifte, die durch ein krankes Darmmilieu entstehen, können durch Mikroalgen absorbiert und zur Ausscheidung gebracht werden. Sie entstehen vor allem bei einer ballaststoffarmen Ernährung, die auf lange Sicht unsere natürliche Darmflora durcheinanderbringt. Die positive Wirkung bei den vielen Krankheiten schreibt der Autor aber auch der allgemeinen Stärkung durch den hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt der Alge zu. ..."

Viele positive Pressestimmen gibt es schon ... Vielleicht gibt es Menschen, die daran interessiert sind und die auf eine pflanzliche Behandlung Wert legen.

Wer mehr wissen möchte, kann sich unter der Tel.-Nr.: 07191/940140, einer Physiotherapeutin erkundigen ...  oder unter der Fax-Nummer 940141

 

Heilende Erden - sie sind die ältesten Naturheilmittel der Menschheit

Tonerde gilt bei allen Völkern der Erde als Heilmittel, seit der Mensch beobachten konnte, dass Wildtiere ihre Wunden in Lehmsuhlen wälzen. Sogar die moderne Medizin hat Apotheken gestattet, Tonerde als "Medikament" für Sodbrennen, Durchfall und säurebedingte Magenbeschwerden anzubieten.
Die Naturheilkunde verwendet Tonerden innerlich auch gegen Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Verstopfung, Sodbrennen, Übergewicht oder Lebensmittelvergiftungen. Der feine Staub bewirkt eine Mikromassage des Verdauungssystems, verstärkt die Absonderung von Verdauungssäften und reinigt auch die verstecktesten Winkel des Darms von schädlichen Ablagerungen und Stoffwechselprodukten - eine ideale Unterstützung bei Fastenkuren. So fördert Heilerde die Verdauung und stärkt indirekt das Immunsystem.
Äußerlich hat sich Heilerde bei Akne, Ekzemen, eiternden Wunden, Hexenschuss, Krampfadern oder Verbrennungen bewährt, gilt aber auch als wirkungsvolles Kosmetikum in Form von Gesichtspackungen (bevorzugt bei fettiger Haut) oder als Desodorant. Bei regelmäßiger Einnahme soll Tonerde wegen des hohen Kieselsäureanteils Haut, Haar und Nägel verschönern.
Die Wirkung von Heilerde wird auf mechanisch-physikalische Eigenschaften zurückgeführt.
Ein Teelöffel Heilerde besitzt die Oberfläche von zirka 40 Quadratmetern. Gifte und andere Stoffe lagern sich auf dieser Oberfläche ab und werden dort gebunden. Patienten, die chronische Beschwerden haben, nehmen Heilerde teilweise monate- und jahrelang regelmäßig ein - mit gutem Erfolg, laut Aussage eines Experten.
Bei der äußerlichen Behandlung entwickelt sich während der Trocknung des Heilerdebreis ein erheblicher Sog, der Wundsekrete, Stoffwechselprodukte, Zellpartikel und Bakteriengifte ausleitet und an die Heilerde bindet. Auch wasserunlösliche Stoffe, wie Talg aus den Poren, können entfernt werden, was bei Pickeln, Pusteln und Mitessern (z.B. bei Akne) vorteilhaft ist. Außerdem wird die Durchblutung der Haut gefördert und damit die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen verbessert. Schon im Mund bindet sie Krankheitserreger.
Tonerden, die man auch Löss nennt und die in 10 bis 30 Metern Tiefe abgebaut werden, entstanden als tonnenschwere Gletscher Felsen und Steine zu feinem Gestein zermalmten. Ein unterschiedlicher Gehalt an Eisen- und Magnesiumoxiden färbt die Erde weiß, gelb, braun oder grün.

Ratgeber - Trickreiche Erde:
Zur inneren Kuranwendung nimmt man einen halben bis zwei Teelöffel pro Glas Wasser bzw. Tee oder Saft morgens nüchtern und abends vor dem Schlafengehen ein. Zwei Teelöffel gelten als Tagesdosis.
Wem der trockene erdige Geschmack von in Wasser verrührter Mineralerde unangenehm ist, kann sie auch mit Fruchtsäften oder Kräutertee mixen. Auch mit Quark vermischt eignet sie sich als Brotaufstrich.
Bei Halsentzündungen, Angina, Mundgeruch sollte man mit konzentriertem Heilerdewasser gurgeln.
Für Gesichtsmasken verrührt man drei Esslöffel Heilerde mit Wasser oder Kräutertee (Kamille, Arnika, Zinnkraut, Tormentil, Spitzwegerich) zu einem streichfähigen Brei. Diesem kann man auch wenige Tropfen ätherische Öle zusetzen (Lavendel zur Hautberuhigung, Minze oder Zitrone bei fetter Haut, Geranium oder Ylang Ylang bei trockener Haut). Bei trockener Haut ergänzt man den Heilerdebrei mit einem Esslöffel kaltgepresstem Pflanzenöl. Beim Auftrag mit einem Pinsel spart man die empfindlichen Augenpartien und den Mund aus. Nach etwa 15 Minuten wäscht man die getrocknete Gesichtsmaske mit warmem Wasser ab.
Heilerdebäder eignen sich zur Stärkung der Abwehrkräfte, bei Wirbelsäulenerkrankungen und allgemeinen Störungen des vegetativen Nervensystems (Atmung, Blutdruck, Verdauung, Stoffwechsel, Nerven). Für ein Vollbad bereitet man aus einem Kilogramm Heilerde einen sehr dünnen Brei und rührt ihn ins Wasser. Man badet zwei- bis dreimal die Woche, anfangs fünf bis zehn Minuten, später bis zu 20 Minuten.
Eine eigene Zahnpasta bereitet man sich aus abgekochtem Wasser, etwas Salz, 100 Gramm feinster Heilerde und fünf Tropfen ätherischem Minz- oder Salbeiöl.
Wie ich finde ein interessanter Artikel aus einer Zeitung

Atmung

Der Mensch kann atmen, sobald er geboren ist und muss es nicht lernen. Neben Puls, Blutdruck und Körpertemperatur gehört die Atmung zu den Vitalzeichen. Doch leider verlernen wir mit den Jahren, tief Luft zu holen. Wir atmen flach und hektisch, vor allem unter Anspannung. Dabei lassen sich Stress, Nervosität und so manche Muskelverspannung mit etwas Übung ganz einfach wegatmen. Das lernt man in Atemschulen, aber auch beim Yoga und bei anderen asiatischen Bewegungsformen.

Bauchatmung:
Bei Kleinkindern wölbt sich der Bauch während des Einatmens nach außen und wird beim Ausatmen wieder flach. Erwachsene nutzen diese effektivste Form des Luftholens kaum noch. Sei es, dass sie aufgrund des Schlankheitsideals den Bauch einziehen, oder weil sie es schlicht verlernt haben. Durch die Bauchatmung gelangt der Sauerstoff und damit viel Energie tief in den Körper. Durch die Kontraktion des Zwerchfells werden die inneren Organe massiert. Daher hilft die Bauchatmung gegen Verdauungsbeschwerden, beruhigt aber auch die Nerven und hilft dabei, Ärger loszuwerden.

Übung: Ob im Stehen, im Sitzen auf einem Hocker oder auf dem Rücken liegend, möglichst mit einem Kissen unter den Unterschenkeln:
Die Hände locker, mit gespreizten Fingern auf die Höhe des Nabels auf den Bauch legen. Den Atemfluss beobachten, ohne ihn zu verändern. Dann zur bewussten Bauchatmung übergehen. Dabei sollte sich die Bauchdecke unter den entspannten Händen anheben und wieder senken. Durch die Nase tief ein-, durch den Mund vollständig ausatmen, bis die Lungenflügel erneut Luft aufnehmen. Für den Anfang genügen fünf bis zehn Atemzüge dann normal atmen.

Brustatmung:
Die auch als Fluchtatmung bezeichnete Form des Luftholens ist bei körperlicher Anstrengung sinnvoll. Dabei werden nur die oberen zwei Drittel der Lunge mit Sauerstoff versorgt.

Übung: Die Hände locker auf die Rippen legen und verfolgen, wie sich diese beim Ein- und Ausatmen weiten und wieder zusammenziehen.
Achtung: Bei einsetzendem Schwindel zur normalen Atmung zurückkehren!
Das tiefe Luftholen kann bei einer zu schnellen Atmung zur Hyperventilation führen. Dabei wird vermehrt Kohlendioxid ausgestoßen. Im Blut verbleibt im Verhältnis zu viel Sauerstoff. Abhilfe schafft ruhiges, langsames Atmen.


Entspannungsübungen

Wer die Wahl hat, hat die Qual: ob Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Tai Chi; Qi Gong o.er Hatha-Yoga - mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Entspannungsarten. Sie eignen sich als Anti-Stress-Programm für Jung und Alt und sind am besten durch einen Einführungskurs erlernbar. Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung kann man sich mithilfe von CDs und Büchern sogar selbst beibringen.
Vorteile der Entspannungsübungen: Ideal ist, dass man mit jeder der fünf Techniken auf Dauer mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt. Man lernt, sich zu entspannen, die eigene Stresstoleranz wird langfristig erhöht, leichte psychosomatische Störungen können abgebaut werden, man bleibt in Bewegung und stärkt durch den Sport im Freien obendrein sein Immunsystem.

Was sich genau hinter den fünf beliebten Entspannungsmethoden verbirgt:

Autogenes Training: ist eine Art der Selbsthypnose, die es ermöglicht, sich zu entspannen. Dabei helfen Leitsätze, die zum Beispiel Ruhe, Schwere und - Wärme suggerieren. Mithilfe kurzer formelhafter Vorstellungen, die man sich wiederholt und konzentriert im Geiste vorsagt, kann man seinen Körper in einen Ruhezustand versetzen. Konzentriere ich mich zum Beispiel darauf, dass mein - Arm warm ist, kann ich es mit einiger Übung tatsächlich schaffen, die Durchblutung in den Armen zu fördern und mich dadurch auch körperlich zu entspannen.
Progressive Muskelentspannung: funktioniert anders. Hier wird Entspannung durch Anspannung erreicht. Bei vielen Muskeln - etwa denen im Nacken - wissen wir weder, wie sie sich in Aktion, noch, wie sie sich im Ruhezustand anfühlen. Die Progressive Muskelentspannung hilft, diese vergessenen Muskeln wieder bewusst zu spüren. Man lernt, sie gezielt zu lockern, und kann auf diese Weise Zeichen körperlicher Unruhe oder Erregung reduzieren. Die Methode ist leicht erlernbar und fördert das körperlich-seelische Wohlbefinden.
Sowohl Autogenes Training als auch Progressive Muskelentspannung sind nicht nur ideal, um nach Feierabend auf Ruhe umzuschalten. Sie entspannen - nach einiger Übung auch quasi auf Knopfdruck. Wenn es sein muss auch kurz vor einem nervenaufreibenden Meeting oder kurz vor einer Präsentation.
Tai Chi: Spaziergänger kennen sie aus Parks: Menschen in legerer Kleidung, die ihren Körper fließend und in Zeitlupe bewegen. Was anfangs noch befremdlich wirkte, ist mittlerweile ein alltägliches Bild und Bestandteil der Kurspläne von Fitnessstudios, Volkshochschulen und Krankenkassen.
Das Tai Chi ist einer altchinesischen Kampfkunst nachempfunden und in seinem Ursprungsland Volkssport Nummer eins. Ziel des auch als Schattenboxen bekannten Sportes ist es, körpereigene Energien freizusetzen und dem hektischen Alltag mehr Ruhe entgegenzusetzen. Tai Chi entspannt nicht nur, es soll auch leistungsfähig und kreativ machen und das Körpergefühl sowie die Konzentration verbessern.
Qi Gong: Auch Qi Gong hat seinen Ursprung in China, wenn auch nicht in der Kampfkunst, sondern in der traditionellen chinesischen Medizin. Ähnlich wie beim Tai Chi geht es um das Zusammenspiel von Atmung, Bewegung und Konzentration. Beide Entspannungsformen sind besonders für all jene geeignet, die Entspannung mit Bewegung verbinden möchten.
Hatha-Yoga: Wer nicht nur Ruhe tanken, sondern auch beweglicher werden möchte, ist bei Hatha-Yoga richtig aufgehoben. Diese traditionelle indische Bewegungskunst basiert auf Körper- und Atemübungen und trainiert sowohl Konzentration als auch Entspannung. Ziel ist, das Körperbewusstsein zu verbessern. Hatha-Yoga ist allerdings nicht für jedermann geeignet: Menschen mit gesundheitlichen Problemen sollten darauf achten, nicht zu extreme Yoga-Stellungen zu praktizieren und vorher am besten Rücksprache mit einem Arzt halten.

Chinesische Heilkunde

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) gehört zu den Exportschlagern aus dem Reich der Mitte. Immer mehr Ärzte, Heilpraktiker und Physiotherapeuten in Deutschland lassen sich zu Akupunkteuren, TMC-Experten, Tai-Chi-Meistern und Tuina-Kundigen ausbilden. Doch vieles, was hierzulande angeboten wird, hat mit dem Original aus Fernost nur wenig zu tun. Wir werfen einen Blick auf die Philosophie und Geschichte, Diagnostik und Therapie dieser jahrtausendealten Tradition:

Yin und Yang: Die Polarität von Yin und Yang ist das älteste Prinzip der chinesischen Philosophie und Eckpfeiler der Medizin. Das ganze Universum ist auf diesen Dualismus ausgerichtet. Yin und Yang sind Gegensätze, die sich ergänzen und bedingen.
Yin (übersetzt: Schattenseite des Berges) steht für das weibliche Prinzip des Lebens: Kälte, Blässe, Leere, Dunkel, Nacht.
Yang (übersetzt: Sonnenseite des Berges) symbolisiert das Männliche: Fülle, Hitze, Tag, Helle, Aktivität. Jedes Organ, jeder vegetative Vorgang im Körper ist einem dieser beiden Prinzipien zugeordnet.

Qi: Das dynamische Wechselspiel von Yin und Yang bringt die Lebensenergie Qi hervor. Qi - eine genaue Übersetzung gibt es nicht - ist das "energetische Potenzial", die alles belebende Kraftquelle von Mensch und Natur. Qi ist die Wirkkraft, eine den Dingen oder Lebewesen innewohnende Fähigkeit, Einfluss auszuüben.

Meridian: Die chinesische Medizin kennt kein venöses und arterielles System, keinen Körper- und Lungenkreislauf; zumindest die Blutgefäße sind aber Teil der Lehre. Für die Versorgung des Körpers mit Lebensenergie existiert das sogenannte Meridiansystem. Das Qi fließt im Körper durch Meridiane - 14 Verbindungslinien, auf denen 361 Akupunkturpunkte liegen. Werden der Energiefluss und das Gleichgewicht gestört, wird der Mensch krank.
Reizt man diese Punkte nun bei der Akupunktur mit einer Nadel oder bei der Moxibustion mit einer glühenden Beifußzigarre, kommt es zu einem "De-Qi-Gefühl": Die Qi-Energie kann wieder ungehindert fließen und den Körper beleben. Die Meridiane sind Leitbahnen, in denen Flüssigkeit und Säfte fließen, aber sie sind nichts Mystisches.

Fünf Elemente: Das Qi ist eingebettet in einen immerwährenden Kreislauf, der nach dem Muster der Jahreszeiten abläuft. Den Jahreszeiten sind fünf Elemente oder Wandlungsphasen zugeordnet: Wasser, Holz, Feuer, Erde, Metall. Jedes dieser Elemente symbolisiert dynamische Prozesse des Werdens und Vergehens in der gesamten Natur und im menschlichen Dasein.

Organe: Daneben existiert eine hoch komplexe Organlehre, die sich von westlichen Vorstellungen vollkommen unterscheidet. Jedes Organ (Zang Fu) verfügt über bestimmte energetische Funktionen. Unterschieden werden Zang-Organe (Leber, Lunge, Herz, Milz, Nieren, Herzbeutel) und Fu-Organe (Gallenblase, Dünndarm, Magen, Dickdarm, Blase, dreifacher Erwärmer). Zang-Organe speichern essenzielle Substanzen wie Lebensenergie, Blut und Körpersäfte. Die Arbeit der Fu-Organe besteht in der Aufnahme, Verarbeitung, Umwandlung und Ausscheidung der Nahrung.

TCM und Schulmedizin: Für Europäer ist die chinesische Heilkunde ein Buch mit sieben Siegeln. Die abendländische Schulmedizin sei eine auf den "Körper bezogene Wissenschaft", wird erklärt. Kranksein sei mit messbaren Veränderungen verknüpft und werde als Fehlfunktion angesehen, die korrigiert werden müsste. Anders die TCM: Bei ihr stehen lebendige Abläufe, Lebensfunktionen und die energetische Harmonie, die Gesamtheit des Körpers im Mittelpunkt.
Trotz aller kulturellen und medizinischen Unterschiede ist die TCM für viele ein sinnvolles Komplementärverfahren. Zwischen Schulmedizin und TCM gibt es kein Contra, nur eine sinnvolle Ergänzung. Die Stärke der TCM liege im Bereich chronischer Erkrankungen und vegetativer Störungen, die der Schulmedizin im Bereich schwerer organischer Erkrankungen. Bei einem Herzinfarkt sucht man keinen TCM-Arzt auf, sondern eine Intensivstation.

Kritik: In der modernen, evidenzbasierten Medizin bleibt die Wirksamkeit der TCM-Methoden dennoch umstritten. Therapieerfolge werden mit Placebo-Effekten oder psychologischen Wirkmechanismen erklärt. Es gibt keine wissenschaftliche Evidenz und Legitimation. Wissenschaftliche Beweise seien "fast null". Auch die Chinesen wissen, dass sie mit Yin und Yang keine Rakete zum Fliegen bringen.
Ungeachtet aller Kritik boomt das Geschäft mit der TCM. Immer mehr Patienten, denen schulmedizinisch nicht oder nur unzureichend geholfen werden kann, wenden sich diesen Therapien zu. Ein Grund für das wachsende Interesse: Die Nebenwirkungen sind weit geringer als bei der Schulmedizin. Laut einer Allensbach-Umfrage (2006) vertrauen gerade mal 18 Prozent der Deutschen allein der Schulmedizin; 61 Prozent wünschten im Krankheitsfall zusätzlich eine TCM-Behandlung. Man muss anerkennen, dass es viele Probleme gibt, für welche die wissenschaftliche Medizin keine Lösungen kennt.

Chinesische Diagnose
Ob Yin und Yang harmonieren, erkennt der Therapeut mit Hilfe einer speziellen Diagnostik. Ohne die richtige Diagnose kann ein Arzt den Patienten nicht richtig behandeln.

Pulsdiagnose: Der Arzt legt die Finger auf die Arme des Patienten. An den Handgelenken ertastet er mit jeweils drei Fingern den Puls, übt drei Druckstärken aus: oberflächlich, mittel, tief. Der Pulsschlag erlaubt Rückschlüsse auf energetische Veränderungen im Körper. Die TCM kennt 28 Pulskombinationen. Anhand der Tiefe, Geschwindigkeit oder Frequenz kann der Therapeut eine Erkrankung lokalisieren und ihren Schweregrad erkennen.
Befragung: Der Patient wird nach Symptomen und Erkrankungen befragt, die Aufschluss über Beschwerdeursachen geben.
Antlitzdiagnose: Gesichtsfarbe, äußeres Erscheinungsbild, Stimme oder Sprache verweisen auf energetische Ungleichgewichte.
Zungendiagnose: Die Zunge ist in der TCM Spiegel des Gesamtzustandes. Der Zungenkörper wird nach Farbe, Form, Strukturen und Zungenbelag beurteilt. Die Farbe des Zungenbelags und die Haltung des Zungenmuskels geben Auskunft über etwaige Erkrankungen. Der Therapeut kann sich einen Eindruck davon bilden, welche funktionellen Störungen und energetischen Blockaden vorliegen, die die Körperharmonie stören oder Krankheiten verursachen.

Der Arzt unterscheidet ein Yin- und ein Yang-Syndrom. Ein Yin-Überschuss entsteht durch "zu viel Kälte und Feuchtigkeit und vermindertes Yang" , ein Yang-Überschuss wird verursacht durch "zu viel Hitze und Feuer und Verbrauch an Yin". "Hitze" und "Kälte" geben keine Temperatur an, sondern werden als diagnostische und energetische Kriterien verwendet.
Die TCM-Diagnostik basiert auf acht Leitkriterien (Ba Gang): "Innen - Außen, Kälte - Hitze, Leere - Fülle, Yin - Yang". Die Beschreibung von Krankheiten nach diesen Paaren erlaubt eine schnelle Diagnose und gibt erste Hinweise auf mögliche therapeutische Verfahren und Techniken.
Die chinesische Medizin sucht immer nach den Ursachen von Beschwerden wie Energie-, Blut- oder Qi-Stau. Klagt ein Patient über Schlafstörungen, werden zuerst Zunge und Puls untersucht. Dabei könnten die Nieren "zu wenig Yin und zu viel Yang" haben. Heilkräuter und Akupunktur sollen die gestörte Harmonie ins Gleichgewicht bringen. Wenn das Herz-Yin und das Herz-Yang ausgeglichen sind, schläft der Patient wieder gut.
Kosten: Akupunktur ist seit 2007 offiziell im Leistungskatalog der Krankenkassen enthalten - allerdings nur als Therapie bei chronischen Schmerzen an der Wirbelsäule sowie bei Knie- und Hüftgelenksarthrose. Die Kosten der Puls- und Zungendiagnose werden nicht übernommen. Privatkassen zahlen - je nach Leistungskatalog - auch andere Anwendungen.

Ursprung: Der Klassiker der chinesischen Medizin, das "Buch des Gelben Kaisers zur Inneren Medizin" (Huang Di Nei Jing), entstand im dritten Jahrhundert v. Chr. Daneben spielten die großen Geistesströmungen des Konfuzianismus und Taoismus eine zentrale Rolle. "Die chinesische Medizin ist ein anspruchsvolles und vielschichtiges Gedanken- und Praxisgebäude.
Höhepunkt: Ihre Blütezeit erreichte sie in der Ming-Dynastie (1368-1644), aus der Schriften wie das Heilkräuterbuch "Ben Cao Gang Mu" stammen.
Niedergang: Nach der bürgerlichen Revolution 1911 trat die westliche Medizin ihren Siegeszug an, während Chinas Traditionen immer weniger geschätzt und als unwissenschaftliche Kurpfuscherei betrachtet wurden.
Renaissance: Viele denken bei TCM an eine jahrtausendealte Arzneikunde. Doch sie ist ein Kunstprodukt. 1955 im Auftrag Mao Tse-tungs geschaffen, um die Bevölkerung zu versorgen. Aus dem heilkundlichen Gesamterbe wurden diejenigen Anteile herausgefiltert und auf die Grundlage moderner Logik gestellt, die in einer der modernen Wissenschaft zugewandten Gesellschaft Sinn machten. Nach der Öffnung Chinas in den 70er Jahren trat die TCM ihren Siegeszug im Westen an. Aus der chinesischen ist eine energetische Medizin geworden.

Fünf Säulen der Heilkunde
In der chinesischen Medizin gibt es. fünf wichtige Therapieverfahren. Ein Überblick über diese Säulen der Heilkunde:
Akpunktur: Zhen Jiu ist eine Regulationstherapie und bedeutet "brennen und stechen". Dabei werden bestimmte Punkte des Körpers durch Moxibustion (bei der eine Zigarre aus Beifußkraut dicht über der Haut verbrannt wird) oder durch Akupunktur (bei der eine dünne Gold-, Silber- oder Stahlnadel in die Haut gestochen wird) gereizt. Die 361 Akupunkturpunkte sind auf Meridianen (Jingluo) angeordnet. Durch das Einstechen wird der Energiefluss positiv beeinflusst. Noch älter ist die Akupressur, bei der die Meridianpunkte mit Hilfe der Fingerkuppen massiert werden.
Nach Angaben, wird Akupunktur in Deutschland von 20 000 bis 50 000 Ärzten praktiziert. Die Ausbildungsstandards der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) seien allerdings "lächerlich". Akupunktur verkomme zu einer "Kochbuchmethode". Wenn sie stümperhaft ausgeführt werde, sei sie kontraproduktiv. Den oft erhobenen Vorwurf des Placebo-Effekts hält man für unbegründet. Seit den 70er Jahren seien "mehr als 500 seriöse wissenschaftliche Studien" erschienen, die die Wirksamkeit der Akupunktur nachweisen.
2002 startete mit den Gerac-Studien (German acupuncture trials) die bislang größte weltweite Untersuchung darüber, ob Akupunktur Patienten helfen kann. Die Ergebnisse führten dazu, dass das Nadeln bei chronischen Rücken- und Gelenkschmerzen als Kassenleistung anerkannt wurde.
Außer bei Schmerzen ist die Akupunktur vor allem bei Allergien, Asthma, Magen- und Darm-Beschwerden, Schlafstörungen und zahlreichen anderen organischen und funktionellen Beschwerden indiziert.
Arzneimittel: Rund 80 Prozent aller Behandlungen in Deutschland sind Akupunkturtherapien, während in China die Phytout therapie überwiegt. Viele der 500 wichtigsten Heilkräuter - zumeist pflanzliche Substanzen - sind in deutschen Apotheken erhältlich. In einer Kräuterrezeptur sind bis zu 15 Einzelmittel zu finden, die individuell zusammengestellt werden. Das Heilmittel wird als Arzneimittelsud oder Granulat eingenommen. Auch Heiltees gehören zur Arzneimitteltherapie. Pharmakologisch sind sie hochkomplexe Mixturen, weil man mit vielen, in ihrer Wirkungsweise unbekannten Substanzen zu tun hat.
Massage: Tuina, übersetzt "schieben und greifen", ist ein spezielles Verfahren, das durch manuelle Techniken Reize setzt. Dadurch wird der gesamte Organismus beeinflusst und das gestörte Gleichgewicht von Yin und Yang, das Grundlage menschlicher Gesundheit ist, wiederhergestellt und so Schmerzen gelindert. In China ist Tuina so etwas wie eine traditionelle Orthopädie. Tuina umfasst rund 35 verschiedene Grifftechniken - wie zum Beispiel das Streichen entlang des Meridian- und Muskelverlaufs, Pressen der Akupunkturpunkte oder rhythmisches Schlagen mit der Handkante.
Tuina ist besonders wirksam bei Erkrankungen des Bewegungsapparats wie der Lendenwirbel- (LWS) und Halswirbelsäule (HWS), Schlafstörungen, neurologischen Beschwerden oder Kopfschmerzen.
Bewegungstherapie: Qigong und Tai-Chi verbessern die Muskelkoordination und reduzieren vor allem bei älteren Menschen die Gefahr von Stürzen. Beim Qigong (übersetzt: Arbeit mit dem Qi) erzeugt man langsame, fließende Bewegungen, die zu einer bewussten Verbindung von Bewegung" Atmung und Denken führen sollen. Die Übungen sind der Natur entlehnt und haben so klingende Namen wie "fliegen wie ein Kranich" oder "stehen wie ein Baum",
Die Therapie kann kräftigend auf Immunsystem und Bewegungsapparat wirken und der Rekonvaleszenz sowie Prävention dienen.
Ernährung: Die Diätetik hat in der chinesischen Medizin eine lange Tradition. Chinesen sehen in Lebensmitteln eine Art milde Therapeutika. Speise und Trank spielen eine wichtige Rolle für das Gleichgewicht von Yin und Yang. Die Wirkung von Nahrungsmitteln wird durch ihren Geschmack (süßlich, scharf, sauer, bitter, salzig) und ihr Attribut (es gibt sogenannte kalte, kühle, neutrale, warme und heiße Nahrungsmittel) bestimmt.
Man rät Patienten mit Yin-Mangel und "innerer Hitze" Lebensmittel mit kaltem Attribut (wie Stangensellerie, Chicoree und Wassermelonen) zu essen. "Wenn ein Patient kalte Symptome und Yang-Mangel hat, sollte er warme Lebensmittel essen (wie Lammfleisch, Avocado oder Aprikosen), durch welche das Yin-Yang wieder ins Gleichgewicht gebracht werden kann."

Chinesische Medizin – kühlende-wärmende Lebensmittel

Im Sommer essen wir anders als im Winter.

Die Traditionelle Chinesische Medizin mit ihrer 5000 Jahre alten Ernährungslehre geht von den fünf Elementen aus.
Eines ihrer Grundprinzipien lautet: Was im Warmen wächst, wirkt kühlend, was im Kalten wächst, wirkt wärmend. Anders als in der westlichen Welt sortiert die fernöstliche Ernährungslehre die Lebensmittel nicht nach ihren Inhaltsstoffen, sondern nach ihren thermischen Wirkungen sowie nach deren Zugehörigkeit zu den Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Unterschieden werden kalte, erfrischende, neutrale, wärmende und heiße Speisen. Die messbare Serviertemperatur ist damit nicht gemeint. So soll etwa auch heiß getrunkener grüner Tee eine kühlende Wirkung haben und wird daher im Sommer als gesunder Durstlöscher empfohlen.
Die Nahrungsmittelauswahl richtet sich bei der wissenschaftlich nicht belegbaren Fünf-Elemente-Lehre jedoch nicht nur nach den Jahreszeiten und den Außentemperaturen, sondern auch nach dem Menschentyp. So wird abgeschlagenen, energiearmen Personen empfohlen, mehr wärmende Nahrungsmittel wie Zwiebeln, Fenchel, Kürbis, Meerrettich, Ingwer, Zimt, Chili und Knoblauch zu essen.
Wer unter hohem Blutdruck und Hitzewallungen leidet, soll mit Kühlendem wie Gurken, frischen Tomaten, Melonen, Zitrus- und Südfrüchten, Auberginen, Rettich, Spinat, Joghurt und Pfefferminztee gegensteuern.
Als neutral gelten Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Kohl, Karotten und ungesäuerte Milchprodukte. Auch die Zubereitungsart spielt bei der Zuordnung der Lebensmittel eine Rolle. So gehören Tomaten roh zu den kühlenden Speisen, gedünstet zu den neutralen.
Die Fünf-Elementen-Lehre basiert auf der Annahme, dass in jeder Mahlzeit der Anteil der erfrischenden und wärmenden Nahrungsmittel ausgewogen sein und von kalten und heißen Speisen nicht zu viel gegessen werden sollte. Besteht ein Energiedefizit oder ist zu viel Energie vorhanden, soll die Balance durch die ausgleichende Aufnahme entsprechender Lebensmittel wiederhergestellt werden. Eine Eigenheit der asiatischen Ernährungslehre ist, dass Gemüse und Obst gedünstet oder gekocht, nicht roh verzehrt werden sollte, um die kalten Lebensmittel zu neutralisieren.
Solche Annahmen sind umstritten und wohl nur vor dem Hintergrund der jahrhundertealten Tradition zu erklären. Dennoch liegen viele Empfehlungen westlicher Ernährungsberater bei Hitze oder Kälte gar nicht so weit von denen der Traditionellen Chinesischen Medizin entfernt. Dass im Sommer Leichtes und Tee, im Winter Eintöpfe und Suppen gut tun, ist längst Allgemeinwissen.

Yoga

Einfach abschalten nach Feiertagen – es fällt vielen Menschen schwer. Auch zu Hause schwirren die Probleme des Arbeitstages weiter im Kopf herum.
Mangelnde Bewegung macht Körper und Geist zunehmend träge.
Abhilfe schafft Yoga.

Yoga stammt aus Indien und ist ein Teil der traditionellen indischen Heilkunde, dem Ayurveda. Ihm liegt der enge Zusammenhang von Körper, Geist und Seele zugrunde. Bestimmte Körperstellungen (Asanas) Atemübungen (Pranayamas) sowie Konzentrations- und Entspannungsübungen verbessern das Körperbewusstsein.

Regelmäßiger Yoga soll stressbedingten Störungen, wie Bluthochdruck, Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen entgegenwirken. Es fördert die Konzentrationsfähigkeit und bringt innere Ausgeglichenheit.
Anhänger des Yoga sind zudem überzeugt, dass er die hormonelle Steuerung und das Nervensystem wie auch die Verdauung positiv beeinflusst. Yoga empfiehlt sich sowohl für Asthmakranke – wegen der Atemübungen – als auch für Leute, die unter Rückenschmerzen leiden – wegen der Körperübungen. Dem Yoga eigen ist die sanfte Vorgehensweise. Bei den Körper- und Dehnübungen, den Asanas, nähert man sich behutsam der Schmerzgrenze, geht aber niemals darüber hinaus. Wenn alles richtig gemacht wird, darf es nach einer Yoga-Stunde nirgendwo zwicken oder zwacken. Auch entwickelt sich im Laufe der Zeit eine gewisse Sensibilität dafür, was einem schadet oder guttut.
Die gleichzeitig angewandten Atemtechniken wirken sowohl auf den geistigen als auch auf den seelischen Zustand. So fällt es leichter, zur Ruhe zu kommen, das innere Gleichgewicht wieder zu finden und Harmonie mit sich selbst zu erreichen.

Die verschiedenen Yoga-Arten:
Hatha Yoga ist der wohl bekannteste Teil des Yoga.
Er umfasst die körper-orientierten Praktiken: Körperstellungen, Atemübungen, Tiefenentspannungstechniken. Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung.
Ein wesentlicher Bestandteil sind Asanas: Körperübungen bei denen eine bestimmte Stellung eine Zeit lang gehalten wird. Sie entwickeln auf sanfte Art Muskelstärke, Felxibilität und Körperbewusstsein. Ein flexibler Körper mit harmonisch entwickelter Muskelkraft ist die Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden. Durch das ruhige Halten der Stellungen sollen blockierte Lebensenergie (Prana) wieder zum Fließen gebracht, innere Heilkräfte aktiviert und die inneren Organe besser durchblutet werden.
Nach der Yoga-Lehre nimmt der Mensch über das Atmen nicht nur Sauerstoff, sondern auch Prana, Lebensenergie, auf. Doch Stress, Verspannungen, falsche Körperhaltung und schlechte Angewohnheiten lassen die meisten Menschen zu flach atmen. Sie geben so ihrem System zu wenig Sauerstoff und klagen über schnelle Ermüdung. Yoga soll helfen, wieder zu einer natürlichen Atmung zurückzukehren. Mit Atemtechniken sollen auch Lampenfieber, unberechtigte Ängste, Depression und Reizbarkeit überwunden werden.
Am Ende jeder Yogastunde gibt es eine Tiefenentspannung, die etwa 10 bis 15 Minuten dauert. Dabei liegt man auf dem Rücken und entspannt systematisch alle Teile des Körpers und schließlich auch den Geist. Die Entspannung soll Stresshormone abbauen, das Immunsystem stärken, Heilprozesse fördern, geistige Stärke und Ruhe wiederherstellen.

Massage

Streicheln, Klopfen, Dehnen, Kneten und Bürsten durch erfahrene Hände sind immer eine Wohltat für den Körper. Die Durchblutung wird erhöht, das Gewebe entschlackt, Verspannungen, Verkrampfungen und Stress lösen sich.
Neben der klassischen Massage, die per Hand erfolgt, können auch Geräte eingesetzt werden. So kann man beispielsweise mithilfe von Ultraschall behandelt werden. Bei der chinesischen Massage übt der Masseur Druck auf sensible Punkte der Körperoberfläche aus. Erst danach beginnt die eigentliche Massage. Zusätzlich können bei der so genannten Akupunktur Nadeln angewendet werden.
Die klassische manuelle Massage zeichnet sich durch Streichen, Reiben, Kneten und Klopfen aus.

Pantai Luar – eine südostasiatische Massageart

Wellness liegt nach wie vor im Trend, auch wenn sich mittlerweile herumgesprochen hat, dass entspannende Anwendungen alleine nicht die gewünschte Wirkung erzielen. Es kommt auch darauf an, seinen Körper zu fordern, durch regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung zum Beispiel. Doch es gibt auch Anw3endungen, die zwar angenehm sein mögen, den Körper aber in einen Alarmzustand versetzen. Dazu gehört Pantai Luar, eine südostasiatische Massagetechnik, die vorgibt, die Haut zu verbrennen.

Pantai Luar bedeutet „an neuen Ufern“ und versteht sich als Ganzkörperanwendung. Im Unterschied zu westlichen Massageformen wird hier nicht mit den Händen gearbeitet, sondern mit zwei Stempelkissen, die mit Kräutern, Kokosflocken und Limetten gefüllt und mit Leintuch überzogen sind.

Zunächst wird der gesamte Körper befeuchtet und anschließend mit einem speziellen Öl eingerieben. In dieses auf 120 Grad Celsius erhitzte Öl werden die Stempelkissen eingetaucht.
Die Hitze soll nach Angaben der Anwender nicht nur dazu dienen, die Wirkstoffe der Kräuter, etwa ätherische Öle, zu lösen, sondern wird auch dazu verwendet, die Haut gezielt zu reizen.
Anfangs kommen die heißen Stempelsäckchen nur kurz mit den gewünschten Körperstellen in Berührung. Dabei werden die Thermorezeptoren der Haut in Alarmbereitschaft versetzt. Dem Körper wird gewissermaßen eine Verbrennung suggeriert, die bei richtiger Anwendung nic hat stattfindet. Nach der Theorie soll dieser Schockzustand einen Selbstheilungsprozess in Gang setzen. Um den vermeintlichen Schaden zu reparieren, gehen die Anwender davon aus, dass die Haut neue Zellen bildet. Das soll zu einem strafferem Gewebe und einem verjüngten Hautbild führen.
Je mehr die Stempelkissen abkühlen, desto intensiver wird die Massage. Flüchtige Längsbewegungen werden durch abrollende und drückende Bewegungen abgelöst. Nach und nach werden sämtliche Körperregionen durchmassiert. Die in Öl getränkten Stempelkissen geben dabei die Inhaltsstoffe auf die Haut ab.
Nicht nur die Haut soll von dieser Behandlung profitieren, auch die Muskeln, die durch die Massage und mit Hilfe der Inhaltsstoffe der Kräuter gelockert werden.
Da die Methode mit sehr hohen Temperaturen arbeitet und daher ein Verbrennungsrisiko besteht, sollte sie nur von gut geschultem und erfahrenem Personal durchgeführt werden.

Reflexzonenmassage

Ausgestreckt und entspannt liegt der Patient auf einer weichen Liege. Der Therapeut streicht sanft mit seinen Handflächen über seine frisch gebadeten Fußsohlen. Dann verfolgt er die geschwungene Linie des Fußrückens Zentimeter für Zentimeter mit leichtem Druck des Daumens, drückt jede einzelne Zehe sanft mit den Fingerspitzen und streicht anschließend die gesamte Fußfläche noch mal nach allen Seiten aus.
Bei einer Fußreflexzonenmassage werden die sonst gerne vernachlässigten Füße besonders umsorgt. Das tut nicht nur den Füßen gut, sondern soll auch den gesamten Organismus positiv beeinflussen. Diese Behandlung ist Teil einer ganzheitlichen Heilkunde. Diese Therapeuten gehen davon aus, dass jeder Bereich des Körpers durch die Reflexwege mit einem bestimmten Punkt in den Fußsohlen verbunden ist und daher auch über diesen Punkt behandelt werden kann. Die Stimulation der Reflexzone mit geübten Fingern erzeuge eine Wechselwirkung in den zugehörigen Organen und könne auf diese Weise einen heilenden Effekt haben.
So behandeln ausgebildete Therapeuten zum Beispiel Kopfschmerzen, Magenprobleme oder auch Blasenentzündungen durch sanften Druck auf die Reflexpunkte an den Füßen. Wissenschaftlich wurde diese Verbindung bislang noch nicht nachgewiesen. Aber man erlebt immer wieder, dass die Patienten sehr stark auf die Massage reagieren. Nur ausgebildete Heilpraktiker dürfen die Fußreflexzonenmassage zur Therapie verschiedener Körperleiden einsetzen. Ein staatlich anerkanntes Qualitätszertifikat für Fußreflexzonentherapeuten gebe es allerdings nicht. Man solle den Therapeuten auf jeden Fall nach seiner Ausbildung befragen und danach, seit wie vielen Jahren er schon praktiziert. Zudem sei es für die Wirksamkeit der Therapie sehr wichtig, dass sich der Patient bei seinem Therapeuten wohl fühlt.
Doch auch eine Fußmassage ohne therapeutischen Hintergrund kann sehr wohltuend sein. Die Füße werden oft vernachlässigt. Daher tut eine Massage der Füße den meisten Leuten einfach gut. Viele Masseure und auch Physiotherapeuten bieten diese Art der Massage an. Aber auch zu Hause kann man sich mit einer Fußmassage verwöhnen. Am besten fängt man damit an, ein Fußbad zu nehmen. Dann fasst man die Füße ganz sanft an und hält sie einfach eine Zeit lang an verschiedenen Stellen fest. Auch ein Ausstreichen der Fußsohle und der Oberfußpartie ist sehr angenehm. Spezielle Griffe seien für die Massage nicht nötig. Man sollte sich einfach von seinem Instinkt leiten lassen.

Sauna

In der trockenen, heißen Luft der Sauna zu schwitzen, tut der Schönheit gut. Saunafans besitzen eine gut durchblutete Haut mit einem gestärkten Säureschutzmantel und erhöhter Wasserspeicherkapazität.
Ein Tipp für die Gesichtspflege: Nach dem Bad in Hitze oder Dampf sind die Poren geöffnet. Jetzt können die Wirkstoffe von Cremes oder Lotionen besonders gut eindringen. Eine Maske, zum Beispiel mit Pfirsich und Honig, gibt dem Teint die nötige Flüssigkeit und macht die Haut geschmeidig.

Regelmäßige Saunagänge sind eine ideale Möglichkeit, sich gegen den Angriff der Erkältungsviren zu wehren. Denn: Sie stärken das Immunsystem, trainieren Herz und Kreislauf und sind zudem gut für die Haut. Wenn man einige Regeln beachtet, spricht nichts gegen einen häufigen Besuch in der Schwitzstube. Damit man im Sinne der Gesundheit alles richtig macht, hier ein paar Tipps:

Nicht mit leerem Magen oder direkt nach dem Essen in die Sauna gehen.

Vor dem ersten Saunabesuch duschen und sich danach gründlich abtrocknen. Denn trockene Haut schwitzt schneller als feuchte.

Beim ersten Saunagang ist es am besten, acht bis zehn Minuten in der Hitze zu bleiben. Da warme Luft nach oben steigt, ist es auf den oberen Bänken heißern. Besonders entspannend ist die Rückenlage. Die letzten ein bis zwei Minuten auf die unterste Stufe setzen, um den Kreislauf wieder an die aufrechte Haltung zu gewöhnen.

Nach dem Saunagang folgt die Abkühlungsphase. Um den Kreislauf zu schonen und das Herz langsam auf die Kälte vorzubereiten, sollte der kalte Guss vom rechten Fußgelenk über die Beine und Arme in Richtung Herz gehen.

Nach jedem Saunagang folgt eine Ruhephase. Sie sollte mindestens genauso lang sein wie der Saunagang. Darauf achten, dass der Körper nicht auskühlt. Ein Bademantel oder eine Decke leisten hier gute Dienste.

Saunabaden ist gesund. Es bringt Herz und Kreislauf in Schwung, da die Wärme die Blutgefäße erweitert und dann beim Abkühlen wieder verengt. Das hilft dem Körper sich an wechselnde Temperaturen zu gewöhnen.
Dennoch lauern auch in der Sauna Gefahren für unsere Gesundheit. Ist man erkältet, sollte man der Sauna fern bleiben. Der Körper ist zu sehr mit der Abwehr der Krankheitserreger beschäftigt, sodass ihn ein Saunabesuch nur zusätzlich belasten würde.
Auch für unsere Füße kann ein Saunabesuch unerwünschte Nebeneffekte haben. Das feucht-warme Milieu im Saunabereich ist ein optimaler Nährboden für Pilze. Deswegen sollte der Saunabereich – abgesehen von der Sauna selbst – nie barfuß betreten werden. Zudem ist es wichtig, die Füße nach dem Saunieren ganz trocken zu reiben. Kommt es dennoch zu Nagelpilzbefall, reicht in frühen Stadien die äußerliche Behandlung mit einem medizinischen Nagellack mit dem Wirkstoff Amorolfin.

Floating

Das Gehirn wird täglich mit Reizen geradezu überschüttet. Da ist der Stress im Job, den man vielleicht sogar noch mit nach Hause nimmt, wo aber schon die Familie wartet und ebenfalls ihre Rechte einfordert. Viele Menschen sind deshalb am Ende eines Tages gestresst und abgespannt. Da dieses Phänomen eher zu- als abnimmt, beschäftigen sich kluge Köpfe mit ständig neuen Methoden zum Stressabbau. Eine davon ist das Floating - das schwerelose Treiben in warmem Solewasser: In größeren Städten wie Berlin oder München gibt es bereits Float-Center, die ihren gestressten Kunden ein paar entspannende Momente bieten.

Das englische Wort float bedeutet treiben, schweben. In völliger Stille oder bei leiser Musik träumt man irgendwo an der Grenze zwischen Schlaf und Wachzustand - bei gedämpftem Licht oder noch besser in absoluter Dunkelheit. Die Reize auf das Gehirn werden reduziert, das Gefühl für Zeit und Raum vergeht. Die Wärme hilft dem Körper, sich zu entspannen. Innere Ruhe stellt sich ein.

Was bewirkt "Floating"?
Floating ist mehr als Entspannung.
Es lindert unter anderem Rücken und rheumatische Beschwerden, Migräne und Schlafstörungen, reduziert Bluthochdruck und stärkt das Immunsystem.
Es unterstützt Menschen während der Nikotinentwöhnung und Gewichtsreduzierung. Jetlag-Beschwerden werden durch Floating abgebaut.

Nachfolgend einige Vorteile, die Floating nach Einschätzung von Experten mit sich bringt.
Entlastung von Wirbelsäule, Muskulatur und Gelenken
Lösung von Verspannungen
Verbesserung bei Bandscheibenvorfällen, Gelenkbeschwerden, Ischias, Hexenschuss, Zerrungen und Verstauchungen.
Deutlicher Rückgang von chronischen Schmerzsymptomen wie etwa Migräne.
Unterstützung von Heilungsprozessen, beispielsweise bei einem Schleuertrauma oder Knochenbrüchen.
Steigerung der Immunfunktionen
Senkung von hohem Blutdruck, Verlangsamung der Pulsfrequenz.
Erweiterung von Blut- und Kapilargefäßen, sowie vermehrter Blutfluss zu allen Zellen
Deutliche Reduzierung von Stressbezogenen Biochemikalien wie Cortisol und Adrenalin, in der Blutbahn.
Positive, lindernde Wirkung auf die Haut, beispielsweise bei Schuppenflechte, Neurodermitis oder Akne.
Verbesserung von rheumatischen Beschwerden.
Gesteigertes Wohlbefinden durch erhöhte Endorphinausschüttung
Steigerung der Konzentrationsfähigkeit, Kreativität und Produktivität
Ausgleich umweltbedingter Reizüberflutung
Stressreduzierung und erhöhte, lang anhaltende Stressresistenz in den folgenden Tagen.

Fußbad

Draußen schmuddeliges Winterwetter und Kälte kriecht den Körper hoch. Am schlimmsten ist es, wenn die Füße frieren. In diesem Fall kann man sich mit einem warmen Fußbad verwöhnen.

Beim so genanntem ansteigendem Fußbad baden die Füße in bis zu 43 Grad Celsius heißem Wasser.
Der Trick, um die hohen Temperaturen zu erreichen: Zu Beginn ist das Gefäß - ein Bottich oder Eimer - nur knöchelhoch mit lauwarmem Wasser gefüllt. Hier hinein kommen die möglichst leicht vorgewärmten Füße. Dann wird tassenweise heißes Wasser bis auf Wadenhöhe zugefügt.
Effekt ... das in den Füßen zirkulierende Blut erwärmt sich und verbreitet im gesamten Körper ein wohliges Wärmegefühl. Etwa 15 bis 20 Minuten sollte das Fußbad dauern, länger als eine halbe Stunde ist nicht ratsam.

Ein immer geeigneter Badezusatz ist Salz: für ein Fußbad reichen 50 Gramm Salz vom Toten Meer oder Atlantiksalz, einfaches Speisesalz ist nicht ratsam.
Als Zusatz bei Nagelbettentzündungen eignen sich Schmierseifenstückchen, gegen Schweißfüße helfen Salbei oder Eichenrindenauszug.
Zur Hautpflege kann man dem warmen Wasser einen Esslöffel Honig oder je zwei Esslöffel Sahne oder Molkepulver beigeben.
Besonders vielseitig lassen sich Fußbäder nutzen, wenn ihnen naturreine ätherische Öle beigefügt werden. Sie dürfen jedoch nicht direkt ins Badewasser gegeben werden, sondern benötigen einen Emulgator. Dafür reicht ein Esslöffel Sahne oder Molkepulver. Mit diesem werden die Öle gemischt, danach wird die gesamte Mixtur mit dem Badewasser verquirlt. Sechs bis acht Tropfen ätherischen Öls sind bei Erwachsenen, drei bis fünf Tropfen bei Schulkindern empfehlenswert.
Zum Aufwärmen oder bei einer drohenden Erkältung reichen ein bis zwei Tropfen stark anregendes Angelikawurzelöl, zwei Tropfen Muskatellersalbeiöl, zwei bis drei Tropfen Linaloeholzöl.
Gegen Muskelkater wirksam ist ein Fußbad, dem zwei Tropfen Rosmarinöl und zwei Tropfen Cajeputöl beigefügt werden.

Wer Entspannung sucht, gibt sieben Tropfen Lavendelöl ins Wasser.
Für Luxus sorgen drei Tropfen Türkisches Rosenöl, zwei Tropfen Palmarosaöl und zwei Tropfen Ho-Blätteröl.
Achtung: Ansteigende Fußbäder sind nicht für jeden geeignet. Vor allem bei akuten Herz- oder Venenproblemen (Krampfadern) sollte man besser darauf verzichten.

Bei Ankündigung einer Erkältung:
Ein bis zwei Tropfen stark anregendes Angelikawurzelöl, zwei Tropfen Muskatellersalbeiöl und zwei bis drei Tropfen Linaloeholzöl – alternativ: Ho-Blätteröl. Eine deutlich durchwärmende Wirkung lässt sich auch mit einem (!) Tropfen Zimtblattöl, zwei Tropfen Ingweröl und zwei Tropfen Ho-Blätteröl erzielen.

Durchblutungsfördernd und gegen Muskelkater wirksam ist der Apotheke zufolge ein Fußbad, dem zwei Tropfen Wacholderbeeröl, zwei Tropfen Rosmarinöl und zwei Tropfen Cajeputöl beigefügt werden.

Entspannungsbad: einige Tropfen Lavendelöl ins Wasser.

Solle es luxuriöser ausfallen, lässt sich alternativ das Fußbad mit drei Tropfen türkischem Rosenöl, zwei Tropfen Palmarosaöl und zwei Tropfen Ho-Blätteröl veredeln.

Das Zitronen-Fußbad gegen Stress: Die ätherischen Öle der Zitronenschale sollen straffend und – über die Atmung ins Gehirn weitergeleitet – stimmungsaufhellend wirken. Kühle Zitronenbäder regen an, während warme beruhigen.

Auch bei Fieber kann die belebende Wirkung helfen: Das fiebersenkende Zitronenbad sollte immer etwa einen Grad unter der Körpertemperatur liegen. Werden als Badezusatz Blüten verwendet, darf das Wasser nicht mehr kochen. Sonst verflüchtigen sich die wohltuenden Inhaltsstoffe.

Baden

Wohlige Entspannung macht sich breit, wenn nach einem anstrengenden Arbeitstag daheim langsam die Badewanne vollläuft. Bei den Zutaten variieren die Vorlieben: Ob Schaum-, Öl oder Pflegebad, die Liste der möglichen Zusätze ist lang.
Manch einer nimmt sich gar die ägyptische Königin Kleopatra zum Vorbild und lässt etwas Milch mit in die Wanne ein. Man sagt, dass die Königin wegen dieser Angewohnheit so lange schön geblieben ist. Allerdings hat Königin Kleopatra in purer Eselsmilch gebadet. Wem das zu kostspielig ist, der kann das antike Erlebnis auch auf Basis von Wasser haben. Diesem gibt man einen Liter Esels-, Ziegen- oder Kuhmilch, einen halben Liter Sahne sowie ein wenig Meersalz, Öl und Honig hinzu. Aromen aus Vanille, Orange oder Rose runden die pflegende Mischung ab.
Bei den Aromastoffen sollte man die Wirkung beachten. Während Kamille, Lavendel oder Rose beruhigen, regt Orange den Kreislauf an. Wer vor dem Schlafengehen ein Bad mit Orangenaroma nimmt, steht danach im Bett, heißt es. Nach einer durchgefeierten Nacht macht ein solches Bad am nächsten Morgen dagegen schnell wieder fit.
Wer gerne unter großen Seifebergen planscht, sollte aber beachten, dass diese Bäder die Haut austrocknen können. Für Menschen mit Ekzemen und anderen Hautkrankheiten eignen sich Aromen in Form von Öl besser.
Eine Alternative für empfindliche Hauttypen sind Pflegebäder, eine Mischung aus Öl- und Schaumbad. Auch Algenbäder und solche mit reinen Meersalzen pflegen die Haut, zudem wirken sie entschlackend und regen den Stoffwechsel an.
Über eine Auszeit in der Badewanne freut sich die Seele meist am meisten. Der Erholungseffekt lässt sich noch intensivieren, wenn man dazu schöne Musik anhört. Darüber hinaus wird Kerzenlicht und Duftöl empfohlen. In diesem Ambiente lässt man sich am besten richtig fallen und genießt das Bald in vollen Zügen.
Doch selbst wenn es schwer fällt – länger als 20 Minuten sollte man sich nicht im Badewasser aufhalten. Ansonsten wird der Kreislauf zu sehr belastet.

Dampfbäder

Regelmäßige Saunabesuche stärken das Immunsystem. Doch nicht jedem bekommt die trockene Luft bei hoher Raumtemperatur. Dampfbäder gelten da als sanfte Alternative. Sie sind besonders für Personen mit Asthma und Bronchitis zu empfehlen, da die feuchtwarme Luft den Atemwegen gut tut. Auch Rheumapatienten profitieren von Dampfbädern. Außerdem verschönt der warme Nebel die Haut.

Dampfbäder zeichnen sich durch eine feuchte Wärme mit bis zu 100-prozentiger Luftfeuchtigkeit und nicht zu heißen Temperaturen aus - im Schnitt etwa 45 bis 50 Grad Celsius. Ein Aufenthalt wirkt wohltuend auf die Nerven und auf verspannte Muskeln. Die Poren öffnen sich, die Haut wird gereinigt und durchfeuchtet.

Bekannte Dampbad-Varianten sind das türkische Hamam, das russische Banja und das römisch-irische Dampfbad. Besonders schonend ist der Aufenthalt in einem Danarium. Dort herrschen eine Temperatur von 65 Grad Celsius und eine Luftfeuchte von nur 60 Prozent.

Abgesehen von einem nur mäßig warmen Tepidarium sollte der Aufenthalt in einem Dampfbad nicht länger als 20 Minuten dauern. Die gesundheitsfördernde Wirkung entfaltet sich nur, wenn anschließend eine Abkühlung durch kalte Güsse oder ein Tauchbad mit anschließender Ruhephase erfolgt.

Die Ruhephase nach dem Dampfbaden lässt sich für die Schönheitspflege nutzen, da die gereinigte und durchfeuchtete Haut die in Körperölen oder Masken enthaltenen Nährstoffe besonders gut aufnimmt.

Wer Sauna und Dampfbad kombinieren möchte, sollte zuerst in die feuchtwarme Luft gehen und erst beim zweiten Gang die trockene Sauna aufsuchen.

Ob zur Behandlung einer Erkältung oder zur Schönheitspflege - ein Gesichtsdampfbad lässt sich auch zu Hause machen. Dafür kochendes Wasser in eine Schüssel gießen und sich unter einem Handtuch für einige Minuten den aufsteigenden Dämpfen aussetzen. Beigaben wie Meersalz, Kamillenblüten oder Thymian helfen dabei, die Atemwege zu befreien.

Düfte

Mehr als 600 Menschen wurden befragt, 459 Frauen und 153 Männer. Das Ergebnis:
"Mehr als 80 Prozent der Frauen haben schon einmal an einem Kleidungsstück des Partners gerochen und zwei Drittel sogar schon einmal in einem geschlafen." Männer haben demnach einen weit weniger emotionalen Zugang zu Gerüchen. Bei ihnen verhalten sich gerade einmal 34 Prozent entsprechend. "Die typische Reaktion der Männer auf unsere Frage war: ,Hä? Wer macht denn so was?'"
Die Motive von Mann und Frau sind beim Riechen offenbar unterschiedlich. Ein Mann schnuppert dann meistens nur, weil etwas gut riecht. Frauen riechen, um Nähe aufzubauen und bei ihrem Partner zu sein.
Fragten die Wissenschaftler nach den Gründen des Riechens, kam von den Männern Schulterzucken, von den Frauen hingegen sehr emotionale Antworten wie "weil mich der Duft beruhigt" oder "weil ich mich geborgen fühle". Riechen ist Nähe, Riechen ist Fühlen, fasst man den weiblichen Zugang zu Gerüchen zusammen. Einige Frauen suchen zum Beispiel die Nähe von Menschen, die die gleiche Zigarette wie ihr Partner rauchen - Geruch ist ein sehr alter und auch sehr weiblicher Reiz.
Früher brauchten Männer für die Jagd ein gutes Auge und schnelle Reflexe. Frauen mussten sehr genau wissen, ob sie die Nahrung ihrem Kind noch geben konnten oder welche Beeren bekömmlich waren. Daraus resultiert noch heute ein Geruchssinn, der dem männlichen überlegen ist. Aber das allein könne es nicht sein. Frauen suchen in der Partnerschaft vor allem Nähe. Das scheint auch der Grund, warum sie zumeist deutlich mehr Fotos von ihrem Partner haben als Männer von ihren Partnerinnen. Frauen suchen Liebe, das kann dann gelegentlich zu Sex führen. Bei Männern dagegen ist es umgekehrt.
Dabei hat bei der Sexualität der Faktor Geruch im Laufe der Evolution an Bedeutung verloren. Der Mensch ist das einzige Säugetier, bei dem das Männchen nicht riecht, ob das Weibchen empfänglich ist. Parfüm, Deodorant und Kosmetika tun ein Übriges. Dennoch erfüllt der Geruch noch immer eine wichtige biologische Funktion. Menschen mögen den Körpergeruch von Partnern, die ein anderes Immunsystem haben. Auf diese Weise erhalten mögliche Nachkommen garantiert einen vielfältigen Schutz.
Zudem habe die Redewendung „jemanden nicht riechen können“ ihre Berechtigung. Der Geruch ist ein Faktor, der eine Beziehung stärken oder schwächen kann. Und er hängt nicht vom Gebrauch eines Deodorants ab.

Duftöle

Im antiken Griechenland gehörten Duftöle zum täglichen Bedarf. Ihre Zubereitung lag in den Händen der Frauen, die dafür Oliven-, Mandel- oder Nussöl durch Erhitzen eindickten. Nach dem Abkühlen kamen wohlriechende Pflanzen wie Majoran, Ginster, Iris, Minze oder Narzisse dazu. Die Zugabe von Salz und Gummi arabicum machte die dick-flüssigen, duftenden Hautöle anschließend haltbar.

Öl ist vielfältig einsetzbar, unter anderem auch als Badezusatz. Da sich Öl und Wasser jedoch nicht von alleine mischen, braucht man für ein wohltuend duftendes Bad aus ätherischen Ölen einen Emulgator. Zu den natürlichen Emulgatoren zählen beispielsweise Sahne, Milch oder Honig.

Und so mischt man sich das Aroma-Ölbad selbst:

Lieblich: Für ein Rosenölbad benötigt man drei Esslöffel Sahne oder Milch sowie sechs Tropfen ätherisches Rosenöl.

Sinnlich: In ein Vanille-Honigbad kommen drei Esslöffel Sahne oder Milch, ein Teelöffel Honig sowie zwei Tropfen Vanille-, Zimt- und Zitronenöl.

Belebend: Für ein Rosmarinbad benötigt man drei Esslöffel Sahne oder Milch, vier Tropfen Rosmarin- und zwei Tropfen Orangenöl.

Baumharze gelten als die ältesten, bekannten Bindemittel. Traganthgummi wurde bereits von den alten Ägyptern verwendet. Der in Persien, Kleinasien, Griechenland und Südamerika beheimatete Strauch und Schmetterlingsblütler Astragalus wird an seiner Rinde aufgeschnitten, worauf ein zähflüssiger Saft ausfließt. Dieser erstarrt in wenigen Tagen zu einem Harz, welches in groben Stücken oder als feines Pulver gehandelt wird. Das aus einer Akazienart gewonnene Gummi Arabicum wurde schon vor über 4000 Jahren mit Wasser und mit Pigmenten vermischt. Noch heute ist Gummi Arabicum das wichtigste Bindemittel für Aquarellfarben.

Was ist Gummi arabicum
Gummi arabicum (auch bekannt als E414, Akaziengummi) wird aus dem Pflanzensaft von Stielen und Zweigen der sub-Saharischen (Sahel Zone) Bäume Acacia senegal und Acacia seyal hergestellt. Es entsteht auf natürliche Weise als große Knötchen wenn die Wunden in der Rinde des Baumes verschlossen werden. Diesen Vorgang nennt man auch Gummifluss. Wenn die Rinde eines Baumes eingeschnitten wird, produziert der Baum Gummi um den Spalt zu schließen. Dieser Vorgang dauert ungefähr 3-8 Wochen.
Gummi arabicum wird bereits seit langer Zeit verwentdet; es ist bekannt, dass die Ägypter es als Verdickungsmittel und bei der Mummifizierung verwendeten.
 
Gummi arabicum ist ein nützliches, wenn auch eher teueres, Verdickungsmittel, Emulgator, Füllstoff und Filmbildner. In der Getränkeindustrie ist das Verwenden von Gummi arabicum weit verbreitet, um Geschmacksstoffe und essenzielle Öle zu stabilisieren, z.B. in Konzentraten für Limonaden. Es wird auch bei Süßwaren eingesetzt, z.B. bei Weingummi, Bonbons und als Schaumstabilisator bei Marshmallows

Körperspray und Parfum

Ein leichter, flüchtiger Duft von Kopf bis Fuß oder lieber wenige Tupfer eines hoch dosierten Parfums? Das ist nicht nur eine persönliche Geschmackssache, sondern auch eine Frage der jeweiligen Situation. Im Alltag will man sich einfach frisch fühlen, am Abend darf es schon ein verlockender Duft sein. Je nach Parfumölkonzentration im Alkohol-Wasser-Gemisch unterscheidet die Kosmetik folgende Produkte:
Aftershave: Während traditionelle Rasierwässer die Männerhaut mit bis zu 80 Prozent Alkohol desinfizieren und durch die Beigabe von Menthol erfrischen, kommen Aftershave- Lotionen mit einem Anteil von 40 Prozent Alkohol aus. Der Parfumölanteil ist höher als in Rasierwässern. Außerdem sind in Aftershave-Produkten oft hautglättende Substanzen enthalten. Am niedrigsten ist der Alkoholgehalt in Aftershave-Balms.
Körperspray: Die belebenden und erfrischenden Körpersprays, auch Body Splash oder Splash Cologne genannt, enthalten lediglich ein bis drei Prozent Parfumöle in einer alkoholisch-wässrigen Lösung. Die Duftnoten sind frisch und sauber. Splashs werden nach dem Duschen großzügig über den Körper gesprüht. Beliebt ist diese Anwendungsform vor allem in Frankreich und Spanien. Ideal für heiße Sommertage.
Kölnisch Wasser: Eau de Cologne enthält drei bis fünf Prozent Parfumöle, gelöst in 70-prozentigemAlkohol. Verwendet werden frische Zitrusnoten mit wenig fixierenden Bestandteilen. Kölnisch Wasser dient in erster Linie der Erfrischung, hat eine geringe parfümierende Wirkung. und ersetzt für manchen Mann das Eau de Toilette. Der Name geht auf den in Köln lebenden Piemonteser Giovanni Maria Farina zurück: "Mein Duft ist wie ein italienischer Frühlingsmorgen nach dem Regen: Orangen, Pampelmusen, Zitronen, Bergamotte, Cedrat, Limette und die Blüten und Kräuter meiner Heimat". Den berühmten Duft 4711 gab es übrigens erst 100 Jahre später.
Eau de Toilette: Beim Toilettenwasser beginnt die eigentliche Parfümierung. Vier bis acht Prozent Parfumöle sind hier in 80-prozentigem Alkohol gelöst. Für Damen und Herren erhältlich.
Eau de Parfum: Die Brücke zum Parfum schlägt das Eau de Parfum mit acht bis 15 Prozent Parfumölen in 85-prozentigern Alkohol. Für Männer ist diese Variante eher selten.
Parfum: Die höchste Konzentration an Parfumölen ist mit 15 bis 30 Prozent, gelöst in 95-prozentigem Alkohol, der Frau vorbehalten. Die teuerste Variante sollte sparsam verwendet werden.

Kosmetik vom Feld

Keimöle lassen sich für die Körperpflege verwenden

Getreide ist nicht nur eine wichtige Säule unserer Ernährung. Es lässt sich auch für die Gesichts- Und Körperpflege einsetzen. So soll Weizenkeimöl die Zellerneuerung anregen. Doch auch, Hafer, Mais und Reis haben es in sich.

Keimöle werden aus den maschinell entfernten Keimen von Weizen, Mais, Reis oder Roggen gewonnen, wobei die Keime etwa 1,5 Prozent des Korngewichtes ausmachen und einen Ölanteil von sechs bis acht Prozent haben. Das Verfahren der 'Kaltpressung garantiert eine gute Qualität. Keimöle sind als VitaminE-Lieferanten, aber auch durch Lecithin und ihre Aminosäuren biologisch wertvoll und werden für Kosmetikprodukte verwendet.

Weizenkeimöl hat unter den Pflanzenölen,den höchsten Gehalt an Vitamin E. Es besteht gut zur Hälfte aus Linolsäure und liefert außerdem viel Vitamin A und D. Für die Hautpflege sollte das intensiv riechende Weizenkeimöl im Verhältnis eins zu zehn mit Mandelöl gemischt werden. Es regeneriert reife Haut, schützt während einer Schwangerschaft oder Diät vor Dehnungsstreifen.

Auch Hafer eignet sich durch seine die Haut beruhigenden Eigenschaften gut für die Körperpflege. Gegen fettige Haut hilft eine Maske aus Eiweiß mit Hafermehl. Bei normaler Haut Buttermilch, bei trockener Haut Olivenöl und etwas Honig statt des Eiweißes verwenden. In warmer Milch quellende Haferflocken dienen ebenfalls als Gesichtsmaske. In ein Leinensäckchenverpackt, wird. Hafermehl als hautberuhigender Badezusatz genutzt. Gegen unreine Haut soll ein.
Sud von ausgekochtem Haferstroh helfen. Er lässt sich für Waschungen, als Badezusatz und für Fußbäder gegen Hühneraugen verwenden.

Neben Maiskeimöl lässt sich für die Hautpflege ,auch Maisgrieß verwenden. Normalerweise für die Zubereitung von Polenta genutzt, kann er mit etwas Joghurt oder Quark vermischt als Peeling eingesetzt werden. Bei .empfindlicher Haut die Körner kurz in etwas heißem Wasser aufquellen lassen, dann sind sie nicht so hart.

Auch Reisgranulat ist ein beliebter Grundbestandteil für Peelings und wird vor allem für Naturkosmetikprodukte eingesetzt. Die Mineralstoffe des Reiskorns lassen sich aber anderweitig nutzen. Bleibt beim Reiskochen Wasser im Topf zurück, dieses nicht wegschütten, sondern ins Badewasser geben. Der Mineralstoffgehalt ist bei Naturreis höher als bei poliertem Reis.

Kosmetik – Bodenschätze für die Haut

Dass für die Kosmetik Fette, gereinigtes Wasser, Pflanzenextrakte und tierisches Eiweiß wie Kollagen verwendet werden, ist bekannt. Erstaunlich ist, dass Hersteller seit eihiger Zeit jedoch Diamantenstaub, Spuren von Gold und Kupfer sowie Bestandteile von Perlen verarbeiten.

Kupfer ist ein Spurenelement, das wie Eisen und Zink für den Organismus unentbehzrlich und vor allem in der Schwangerschaft von zentraler Bedeutung ist. In Bezug auf die Haut ist es an der Pigmentbildung beteiligt, zudem dient es dem Bindegewebe. Aufgenommen wird Kupfer über die Nahrung, enthalten in Schokolade, Leber, Getreide, Gemüse und Nüssen. In höheren Dosen und in oxidierter Form – Grünspan – ist Kupfer giftig. Damit die Haut das Spurenelement verwerten kann, muss es an eine im Körper vorkommende Peptidstruktur gebunden sein. Durch seine hohe Wärmeleitung wird Kupfer auch in Cremes gegen Durchblutungsstörungen und Krämpfe sowie für die Wundheilung eingesetzt.

Gold-, Edelstein- und Perlenstaub wird in dekorativer Kosmetik eingesetzt, aber auch in Gesichtcremes und Körpersprays. Er soll die Haut zum Strahlen bringen. Manche Hersteller berufen sich auf die traditionelle chinesische Medizin, nach der Edelmetalle antibakteriell wirken sollen, oder heben den Mineralstoffgehalt von Perlen hervor. Die Kleinstteilchen haben einen Fülleffekt und streuen wie ultrafeine Titanoxid-Partikel das UV-Licht. Dadurch wirken Falten weniger tief. Nach der Hautreinigung ist dieser Effekt dahin.

Ein Peeling mit feinstem Diamantenstaub hat eine abrasive Wirkung – gemahlene Reiskörner oder Mandelkleie haben allerdings einen vergleichbaren Effekt, sind aber weniger kostspielig.

 

Mineralien-Make-ups

Das Rezept ist alles andere als neu: Schon die alten Ägypter wussten die Vorteile von fein gemahlenen Gesteinen und Quarzen zu schätzen und setzten sie für die Schönheit ein. Jetzt hat die Kosmetikindustrie das antike Wissen neu für sich entdeckt und preist Make-ups, Puder und Lidschatten auf der Basis von Mineralien an – und schon ist ein neuer Trend geboren.
Mineralien als Inhaltsstoffe von Kosmetika liegen eindeutig im Trend. Als Sonnenschutzfilter ersetzen sie in Form von Titaniumdioxid und Zinkoxid in der Naturkosmetik schon seit Jahren chemische Filter. Nun sollen Mineralien auch beim Make-up punkten. Die Vorteile: Mineralkosmetik verspricht, frei von Zusatzstoffen wie Öl und Parfüm zu sein. Das macht sie sehr gut verträglich. Heutzutage hat fast jede Frau Probleme mit ihrer Haut. Make-ups, die auf Konservierungs- und Duftstoffe verzichten, sind daher beliebt. Es wurden Make-up-Serien auf der Basis von Mineralien auf den Markt gebracht. In den USA wurden schon vor mehr als zehn Jahren Schminkprodukte aus Titaniumdioxid und Zinkoxid entwickelt.
Experten zufolge wirkt Mineralkosmetik entzündungshemmend und hautberuhigend. Gleichzeitig ist für UV-Schutz gesorgt, weil ihre kleinen Partikel die Strahlung reflektieren.
Puder aus Mineralien haftet direkt auf der Haut, setzt sich nicht in Vertiefungen und Poren ab. So kann die Haut gut atmen. Zusätzlich werden den meisten dieser Make-ups Vitamine und Antioxidantien zugegeben. Diese Mischung schützt die Haut vor Umwelteinflüssen und beugt Hautalterung vor.
Da Cremes und Puder optimal mit der Haut verschmelzen und gleichzeitig gut abdecken, sorgen sie außerdem für einen ebenmäßigen Teint. Sogar Falten werden optisch reduziert. Die mikrofeinen Partikel reflektieren Licht wie ein Weichzeichner.
Bei aller Euphorie gibt es aber auch kritische Stimmen. Schließlich würden herkömmliche Produkte dekorativer Kosmetik mittlerweile dermatologisch so genau unter die Lupe genommen, dass auch dort kaum ein Allergierisiko gegeben wäre.
Zudem sehen Menschen mit sehr trockener Haut mit Mineralien-Make-ups nicht gut aus, heißt es. Auch die Farbtöne, die es bis jetzt im Handel gibt, seien nicht für jeden ideal. Und während die Hersteller von Mineralien-Make-ups diese als „Kosmetik der Zukunft“ bezeichnen, sehen manche es eher als einen kurzlebigen Trend. Die Kosmetikindustrie müsse sich eben immer etwas Neues einfallen lassen.

 

Jade

Es ist noch gar nicht lange her, da wurden Ketten, Ohrringe, Armbänder, Gürtel und Taschen mit Türkisen und Korallen geschmückt - oder mit günstigen Imitaten dieser Edelsteine. Und schon hat eine andere Kostbarkeit aus der Welt der Gemmologie die Laufstege erobert: Jade, in China schon seit mehr als 6000 Jahren unter dem Begriff Yu als Glücksbringer und kaiserliches Herrschaftssymbol verehrt wie in der abendländischen Welt nur Gold und Diamanten. Aber auch die Mayas und Azteken Mittelamerikas schätzten Jade in vorkolumbianischer Zeit höher als Gold.

Nicht zum ersten Mal findet die mythische Kostbarkeit aus Fernost und Lateinamerika auch in unseren Breitengraden Beachtung. Schon im Jugendstil und späteren Art deco war Jadeschmuck en vogue. Der Begriff Jade leitet sich vom spanischen "piedra de ijada" (Stein der Lenden) ab, da dem Edelstein von den Indianern Mittelamerikas. eine heilende Wirkung auf die Nieren nachgesagt wurde.

Genau betrachtet ist Jade ein Sammelbegriff für zwei unterschiedliche Mineralarten: für das Kalzium-Magnesium-Silkat Nephrit, das je nach Eisengehalt zu einer blassen bis kräftigen Grünfärbung führt, und das seltenere Natrium-Tonerde-Silikat Jadeit, das auch rot, violett und schwarz getönt sein kann. Als eine der teuersten Handelsqualitäten gilt smaragdgrüner, durchscheinender Jadeit natürlicher Herkunft aus Myanmar, auch als Imperial-Jade bekannt. .

Im alten China wurde Jade, wegen seiner hohen Zähigkeit - der Stein ist fast doppelt so hart wie Stahl- nicht nur zu Kultobjekten und Schmuck, sondern auch zu Waffen und Gebrauchsgegenständen verarbeitet. Um den harten Stein auszuhöhlen und zu schleifen wurden, Diamanten eingesetzt. Als besonders kunstvoll gelten reliefartige Schnitzarbeiten.
Da Jade glänzend und durchscheinend, aber selten transparent ist, werden Schmucksteine meist zu glatten Cabochons, Kugeln, Ringen und Scheiben geschliffen.

Modeschmuck – Münzen, Medaillen, Scheiben, Reifen und Kugeln

Der Kreis, die Kugel – sie haben keinen Anfang und kein Ende. Egal ob zwei- oder dreidimensial, diese geometrischen Grundformen stehen für die Ewigkeit. Auch wenn Modeschmuck prinzipiell durch Vielfalt besticht, lässt sich bei den aktuellen Kollektionen ein Hang zu runden Formen beobachten. Die Designer haben sich allerhand einfallen lassen, um Reifen, Scheiben und Kugeln neu in Szene zu setzen. Da gibt es Ohrringe, die aus ineinander verketteten Silberreifen in verschiedenen Größen bestehen und an aufsteigende Seifenblasen erinnern.
Es gibt Ketten, deren einzelne Glieder mit zahlreichen emaillierten Medaillen bestückt sind. Auch Münzen tauchen nun verstärkt an Hals und Handgelenk auf. Manche erinnern durch nachempfundene Runenschriftzeichen und abgegriffen wirkende Oberflächen an archäologische Fundstücke, andere sehen mit Loch in der Mitte wie die noch immer nicht von den Euromünzen abgelösten dänischen Kronen aus, die Dänemarkreisende gern am Lederbändel spazieren tragen. Die Kreisform spielt auch beim häufig verwendeten T-Verschluss eine Rolle. Hier wird ein Armband oder eine Kette geschlossen, indem eine T-Form durch ein kreisrundes Endstück geschoben und dort verankert wird.
Dieser Verschluss wird nun sehr dekorativ eingesetzt. Kugeln kommen häufig zum Einsatz – als an Beeren erinnernde Glasperlen, im Kleinformat bei Kügelchenketten und als gefasste Anhänger. Infolge der Wiederentdeckung des Bettelarmbands, dessen einzelne Kettenglieder traditionell nach und nach mit Preziosen bestückt werden, tauchen Anhänger häufig in der Masse auf. Hüpfend, wippend und rotierend sorgen sie für Bewegung. Vor allem an Halsketten und Armbändern baumeln und klimpern nun verschiedenartige Schmuckstücke. Immer häufiger sind sogar Fingerringe mit beweglichen Aufsätzen geschmückt.
Für Opulenz sorgen auch mehrreihige Ketten, egal ob lang oder kurz. Nicht immer ergeben die einzelnen Stränge eine Einheit. Wasserfallketten zeichnen sich durch unterschiedlich lange Stränge aus. Bei einigen Ketten unterscheiden sich die Stränge sogar in Form und Ausschmückung. Wer gut kombiniert, trägt verschiedene Ketten oder Armreifen übereinander.
Bei der Farbgebung dominiert zum einen Silber, verbunden mit farblosem Strass und Perlen in den Winterfarben Weiß, Grau, Rosé oder Eisblau. Die zweite Linie ist geprägt von den Modefarben Grün und Violett, die nostalgisch wirken, wenn sie mit Metallen in Bronze- und Kupfertönen kombiniert sind.

Schmuck

Edelsteine, Gold, Platin und Silber können Jahrtausende überdauern. Doch unverwüstlich ist Schmuck deshalb noch lange nicht. Vor allem durch den Hautkontakt bleiben Spuren oder sogar Schäden zurück. Wer lange Freude an kostbaren Ringen und Ketten haben möchte, sollte sie achtsam behandeln und ab und zu etwas Zeit für ihre Reinigung aufwenden.

Aufbewahrung: Der größte Fehler ist, den Schmuck unsortiert in eine Kiste zu legen. Damit er ausreichend Platz hat, empfiehlt sich ein großer, flacher Kasten mit vielen Unterteilungen. Für Ringe sollten Steckvorrichtungen vorhanden sein. Sinnvoll ist auch, Schmuck in seiner Originalverpackung aufzubewahren. Im Idealfall ist das Etui mit einer säurefreien Watte und Seide ausgelegt, die das Anlaufen des Schmucks verhindern. Silberschmuck läuft nicht an, wenn er in einem luftdichten Plastiktütchen aufbewahrt wird, das mit einem Streifen Alufolie versehen ist.

Reinigung: Massiver Silberschmuck wird wieder blank, wenn er in eine Plastikschüssel mit heißem Wasser gelegt wird, in der sich ein Stück Alufolie und 200 Gramm aufgelöstes Kochsalz befindet. Dieses Hausrezept nicht mit versilberten Stücken durchführen, da sich die Versilberung lösen kann. Der Glanz kehrt zurück, wenn man das Silber mit einem Silberputztuch oder einer weichen Bürste nachbehandelt. Für Ohrstecker, Ketten oder Ringe mit echten Steinen empfehlen Schmuckexperten ein lauwarmes Wasserbad mit etwas Spülmittel und die sanfte Reinigung mit einer weichen Zahnbürste. Die Stücke immer einzeln säubern. Beim Juwelier kann stark verschmutzter Schmuck per Ultraschall behandelt werden.

Perlenpflege: Perlen sind organisch und reagieren daher empfindlich auf Säure, Salz und andere Substanzen. Daher: Keine Perlenkette anlegen und erst danach Deo, Creme oder Parfüm verwenden. Perlenketten tut es gut, wenn sie nach jedem Tragen mit einem weichen Tuch abgerieben werden. Die Schnüre einer Perlenkette sollten regelmäßig kontrolliert werden. Bei Dauergebrauch sollten sie jährlich erneuert werden.

Allgemein: Wer den Glanz seines Schmuckstückes erhalten will, sollte es nicht ununterbrochen tragen und vor dem Abwasch, Duschen oder Saunieren ablegen.

Ausstrahlung

Das Märchen, nur ein 90-60-90-Körper sei schön, glauben die meisten deutschen Frauen schon seit Jahren nicht mehr.
Es kommt auf die tolle Ausstrahlung an, die ein Mensch besitzt.
Ist sie etwas Angeborenes? Gewiss nicht. Psychologen haben die Aspekte, die zu einem gewissen Charisma führen, längst entzaubert. Es gibt sogar Kurse, in denen man an sich arbeiten kann. Der Glaube an sich selbst und ein selbstsicheres Auftreten sind die wichtigsten Grundlagen einer funktionierenden Ausstrahlung. Jeder hat Stärken, er muss sie nur bewusst machen. Schon ein kleines Lächeln hilft oft.

Positiv denken!

Es ist nicht schwer, seine Ausstrahlung zu verbessern:

Ein wenig Sport treiben. Bewegung stärkt das Selbstbewusstsein und löst, nach einer gewissen Trainingszeit, Glücksgefühle aus.

Der Körper strahlt immer eine Botschaft aus. Nie die Schultern nach vorne hängen lassen, sich immer aufrecht halten, so als würde einen jemand am Scheitel zur Decke ziehen.

Gelegentlich vor den Spiegel stellen und sich zulächeln. Die Stimmung wird auch dann besser, wenn man über sich selbst lachen muss. Grimassen schneiden …

Gleich morgens überlegen, auf welche drei Dinge, Situationen oder Menschen man sich heute freut.

Nicht meckern, sondern sich im Gespräch mt anderen sich auf angenehme Erinnerungen und positive Aspekte des Lebens konzentrieren.

Sich mehr gestatten, mal über den eigenen Schatten springen. Einmal zum Beispiel einmal faul und unordentlich, unhöflich, oder frech, kokett oder lüstern sein.

Nicht mit anderen vergleichen.

Kein braves Kind sein, etwas nicht nur tun, weil es sich nicht gehört.

Kleine erreichbare Ziele setzen.

Niemand für das eigene Schicksal verantwortlich machen, sondern es lieber selbst in die Hand nehmen.

Schüchternheit offen zugeben.

Unsicherheit offen zugeben. Über sich selbst scherzen.

Zugeben, dass auch andere Meinungen überlegenswert sind.

Nicht mit Partylöwen konkurrieren. Sich mit Menschen unterhalten, die im Auftreten einem ähnlich sind.

Hautpflege

Reife Haut benötigt eine andere Pflege als die Haut junger Menschen. Spätestens ab 40 ist es anzuraten, für das Gesicht Reinigungsprodukte speziell für reife und anspruchsvolle Haut zu verwenden. Reichhaltige Reinigungsmilch oder Reinigungscremes, die mit Rückfetten und Feuchtigkeitsfaktoren angereichert sind, entfernen Schmutz und Bakterien, ohne die Haut zu reizen und verhindern den Verlust von Feuchtigkeit. Wichtig ist es, die Reinigungsprodukte nach der Anwendung immer gründlich zu entfernen. Außerdem sollte man nur alkoholfreie Gesichtswässer mit beruhigenden Zusätzen verwenden.
Zur Körperreinigung eignet sich Duschen besser als Baden, da der Kontakt der Haut mit dem Wasser deutlich kürzer ist. Es sollte maximal einmal täglich geduscht, dabei ein rückfettendes Präparat verwendet und die Wassertemperatur möglichst niedrig gewählt werden. Zur Pflege der Haut sollten immer Produkte eingesetzt werden, die auf reife Haut abgestimmt sind. Denn je älter die Haut ist, umso mehr Fett und Nährstoffe braucht sie.
Empfehlenswert sind Wasser-in-Öl-Emulsionen mit einem Lipidanteil von über 50 Prozent. Außerdem sollten ausreichend Feuchtighaltefaktoren enthalten sein, beispielsweise Hyaluronsäure, Kollagen, Elastin, alpha-Hydroxysäuren, Milchsäure und Lactate sowie Harnstoff oder Glycerin. Die Nachtcreme sollte einen noch höheren Fettanteil sowie regenerierende Wirkstoffe enthalten.
Einmal in der Woche kann die Haut mit einer Crememaske verwöhnt werden. Sie sorgt für mehr Feuchtigkeit in der oberen Hautschicht. Alternativ dazu kann eine Nachtcreme dick auf Gesicht und Dekolletee aufgetragen werden. Darauf wird ein feuchtwarmes Handtuch gelegt und sanft angedrückt. Nach der Einwirkzeit werden die Poren durch Auflegen einer kalten Kompresse wieder verschlossen und die Haut mit einem weichen Handtuch abgetupft.
Für die Augenpartie empfiehlt es sich, spezielle Augencremes zu benutzen. Deren Zusammensetzung verhindert nicht nur, dass die Creme in die Augen läuft, sondern sie pflegen die äußerst empfindliche Haut besonders nachhaltig. Mit abdeckenden oder aufhellenden Cremes fallen Altersflecken auf der Haut nicht so stark auf. Wichtig ist ein konsequenter Sonnenschutz, da das Sonnenlicht den Kontrast zwischen dunklen Flecken und heller Haut vergrößert.
Mit einer gesunden und bewussten Lebensweise kann der vorzeitigen Hautalterung vorgebeugt sowie die Wirksamkeit von Pflegeprodukten unterstützt werden.
Auf folgende Dinge sollte man achten.

Für ausreichenden Schlaf sorgen. Ideal sind sieben bis acht Stunden pro Nacht. Im Schlaf regenerieren sich die Zellen schneller als im wachen Zustand.

Mindestens zwei Liter Wasser, Säfte oder Früchte- beziehungsweise Kräutertees am Tag trinken, damit die Hautzellen mit ausreichend Flüssigkeit versorgt werden.

Eine ausgewogene Ernährung mit Vitaminen und Nährstoffen lässt reife Haut vitaler aussehen.

Regelmäßige Bewegung regt die Durchblutung an.

Klimatisierte Räume meiden und trockene Heizungsluft durch gut gepflegte Luftbefeuchter und regelmäßiges Lüften mildern.

Haarausfall

Brustpelz, behaarte Unterarme und Halbglatze - so sehen nicht selten ganze Kerle aus. Die Ursache: eine gehörige Portion Testosteron. Für die Fachwelt ist die ungleich verteilte Haarpracht dennoch ein Rätsel. Einerseits führt Testosteron zur typisch männlichen Körperbehaarung, andererseits fallen auf dem Kopf die Haare aus.
Längst nicht jeder ist durch das Geschlechtshormon zu Glatze oder Geheimratsecken verurteilt. Eine Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegen einen Testosteron-Abkömmling muss dem Betroffenen in die Wiege gelegt sein. Jenes Dihydrotestosteron lässt die Keimstätten der Haare mehr und mehr verkümmern: Das Haar wächst immer kürzer und feiner und eines schönen Tages gar nicht mehr.

Das Risiko dafür sei genetisch bedingt und daran zu erkennen, wie viele männliche Familienglieder eine sehr ausgeprägte Glatzenbildung aufweisen. Jeder zweite Mann ist von Haarausfall bedroht. Doch auch Frauen sind davon betroffen. Die Erkrankung ist psychisch sehr belastend und es wird zu einer aktiven Behandlung geraten. Insgesamt sind es deutlich mehr Frauen, die in Spezialpraxen Hilfe suchen. Während beim hormonellen Haarschwund typischerweise der Bereich um den Scheitel immer lichter wird und an der Stirn Resthaar bestehen bleibt, dünnt beim sogenannten diffusen Haarausfall das ganze Haar aus.
Die Ursachen sind oft schwer zu ermitteln und lassen viele Patienten von Arzt zu Arzt, zu Heilpraktikern oder Psychologen pilgern. Oft stößt der Experte auf hormonelle Störungen, Schilddrüsen-Erkrankungen, Medikamenten-Nebenwirkungen oder Eisen-, Zink- oder Biotin-Mangel.
Männer betrachten ihre Glatze den Ärzten zufolge nicht als Krankheit und suchen deshalb weniger Hilfe, auch wenn sie psychisch unter dem Haarausfall leiden. Stattdessen machen sie sich eher auf eigene Faust auf die Suche nach einem Gegenmittel. In Internetforen lassen sie ihrem Frust freien Lauf.
Um Zeit, Geld oder ein Rezept zu sparen, bestellen viele die Medikamente im Internet. Doch die Hälfte solcher Haarwuchsmittel sind Fälschungen, wie Testkäufer des Zentrallaboratoriums Deutscher Apotheker vergangenes Jahr ermittelten. Gefälschte Verpackungen, Präparate, die keinen Wirkstoff enthalten, überdosierte oder giftige Substanzen - all das kann dem Kunden ins Haus geliefert werden.
Der kreisrunde Haarausfall, die dritte Form des Haarschwunds, wird mit hoch dosiertem Cortison behandelt. Die runden Kahlstellen sind "eine entzündliche Form des Haarausfalls, eine Autoimmunerkrankung. Sie treten bei beiden Geschlechtern gleichermaßen auf, auch bei Kindern und Jugendlichen. Doch bei der Behandlung sei immer die Frage zu stellen: Was ist schlimmer, die Krankheit oder das Medikament?
Zumindest können diejenigen, die an dieser Art des Haarausfalls leiden, die Hoffnung hegen, dass der böse Spuk eines Tages vorbei sein wird. Bei rund 30 Prozent der Betroffenen wachsen die Haare plötzlich wieder in alter Hülle und Fülle.

Haare – Pflegetipps

Glänzendes Haar ist ein schönes Gesundheitszeugnis. Das Haar reflektiert das Licht umso besser, je geschlossener seine tannenzapfenartig aufgebaute Schuppenschicht ist. Kälte, Hitze, UV-Strahlen, chemische Substanzen und intensives Föhnen können die durchsichtige Haaroberfläche, die Cuticula, angreifen. Dann stehen die einzelnen Schuppen ab, das Haar wirkt stumpf. Damit es glänzt, muss die Schuppenschicht geschlossen werden.

Haarwäsche:
Die Reste von Stylingprodukten vor der Haarwäsche ausbürsten. Shampoos mit Panthenol und Harnstoff (Urea) pflegen feuchtigkeitsarmes Haar. Shampoo-Reste mit lauwarmem Wasser gut ausspülen – am Schluss ein kalter Guss. Die nassen Haare im Handtuch sanft ausdrücken, an der Luft oder bei geringer Föhnhitze trocknen.

Bürstenstriche:
Hochwertige Bürsten mit Naturborsten und Kämme mit abgerundeten Zacken schonen das Haar und glätten die Schuppenschicht.

Hausmittel als Haarkur:
Bei stumpfen Haaren ein Eigelb mit etwas Olivenöl und einem Spritzer Zitronensaft vermischen und im feuchten Haar verteilen. Eine halbe Stunde einwirken lassen und danach shampoonieren und mit warmem Wasser gut ausspülen. Wer sehr sprödes Haar hat, kann Olivenöl in die angefeuchteten Spitzen oder ins gesamte Haar geben und unter Frischhaltefolie einwirken lassen. Anschließend mit Shampoo und warmem Wasser gut auswaschen. Öl immer ins feuchte Haar geben, ansonsten lässt es sich nur sehr schwer auswaschen. Die weniger fettige Alternative: Jojobaöl.

Glanzspülungen:
Wer eine große Tasse Mineralwasser mit etwas Zitronensaft oder einem Esslöffel Apfelessig versetzt und damit die Haarwäsche beendet, bringt Glanz ins Haar. Blonde Haare erstrahlen durch eine Spülung Kamillentee, bei brünetten Haaren sorgt schwarzer Tee oder Kaffee (dunkles Handtuch!) für Glanz. Diese Spülungen nicht auswaschen.

Aromatherapie

Wenn die Tage kurz und dunkel sind:
Einfache Hilfe bietet hier die Aromatherapie, denn Pflanzendüfte haben großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Es ist auch ganz leicht, sich diese Wirkungen zugänglich zu machen.
Mandarinen und Orangen sind die beliebtesten Früchte dieser Jahreszeit. Sie liefern das wichtige Vitamin C und ihr Duft stimmt heiter, Mandarine inspiriert sogar unsere Kreativität. Auch Eukalyptus, das eine stark antiseptische Wirkung hat, belebt spürbar die Sinne. Wer besonders angespannt und nervös ist, nimmt ein Bat mit Melissenzusatz, denn Melisse heitert auf, wirkt ausgleichend und entspannend und beschert einem so mehr Gelassenheit. Die Wirkung ätherischer Öle, die man in der Apotheke, im Reformhaus und in vielen Kaufhäusern bekommt, lässt sich durch entspannende Musik, die man z.B. während des Bades hört, noch steigern. So gibt es den Weißtannenduft auch als Duftöl. Sein warmherbes Aroma ist in dieser düsteren Zeit ein richtiger Seelentröster, denn es macht frei und schenkt uns Selbstvertrauen.
Auch die Küchenkräuter, die uns so oft das Essen verfeinern, sind nicht nur ein kulinarischer Genuss. So beruhigt Basilikum und muntert auf, genau wie Majoran, der auch besänftigend und entspannend wirkt.

Schnupfenzeit

Wenn es draußen ungemütlich kalt wird, haben Erkältungserreger leichtes Spiel. Die trockene Luft in geheizten Räumen lässt die Schleimhäute im Nasen- und Rachenraum austrocknen. Die Folge: Die natürliche Barrierefunktion der Schleimhäute gegen Viren und Bakterien wird geschwächt. Im Herbst und Winter ist es daher wichtig, ausreichend zu trinken, um sich gegen Erkältungen zu wappnen.
Wer wenig trinkt ist anfälliger für Krankheiten. Wenn es im Körper an Flüssigkeit mangelt, wird das Blut dickflüssiger und kann die Schleimhäute nicht optimal versorgen, was sie anfälliger für Bakterien und Viren macht. Schwächen Kälte und Stress das Immunsystem zusätzlich, können sich Erreger in der Nasenschleimhaut leichter einnisten und eine Erkältung auslösen. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann also entscheidend dazu beitragen, sich vor einer Erkältung zu schützen. Man sollte über den Tag verteilt mindestens 1,5 Liter trinken, damit der Wasserhaushalt im Gleichgewicht bleibt. Bei Aufenthalt in klimatisierten oder beheizten Räumen mit trockener Luft, sollte diese Trinkmenge noch gesteigert werden. Mineralwasser, Leitungswasser, ungezuckerte Früchte- und Kräutertees sowie stark verdünnte Obst- und Gemüsesäfte sind ideale Getränke, um den Durst zu stillen. Heiße Teegetränke sind zudem in der kühleren Jahreszeit besonders wohltuend.

Hat man sich dennoch einen der über 200 bekannten Erkältungserreger eingefangen, gibt es kein „Gegenmittel“ – dann hilft nur noch, die Erkältung auszukurieren und die Beschwerden zu lindern. Auch hierbei unterstützt der häufige Griff zum Wasserglas.
Kommt bei einer Erkältung noch leichtes Fieber hinzu, müssen die durch das Schwitzen erhöhten Flüssigkeitsverluste ersetzt werden.

Gesundheit vor der kalten Jahreszeit

Der Jahreszeitenwechsel ist immer eine Herausforderung für das Immunsystem. Der menschliche Organismus muss sich auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen, im Herbst auf kühlere Temperaturen und weniger Tageslicht. Allerdings kann man viel tun, um die körpereigene Abwehr zu stärken und gesund durch den Herbst und Winter zu kommen.

Ernährung: Frisches Obst und Gemüse sollte täglich auf dem Speiseplan stehen. Besonders wichtig fürs Immunsystem sind Vitamin C und die Spurenelemente Zink und Selen.
Vitamin C spenden Zitrusfrüchte, Kiwis, Paprika und Sanddornsaft.
Selen steckt in Fisch, Fleisch, Eiern und Linsen.
Zink in Meeresfrüchten, Nüssen, Haferflocken und Hirse.

Schleimhäute:
Feuchte, gut durchblutete Schleimhäute sind weniger anfällig gegen Viren. Daher sollte man viel trinken und die Nasenschleimhaut durch regelmäßige Nasenduschen mit Salzwasser befeuchten. Wer die Zunge, die inneren Wangentaschen und den Gaumen morgens und abends mit einer weichen Zahnbürste massiert, regt die Durchblutung im Mundraum an. Auch eiskalte Gesichtsgüsse sorgen für eine Aktivierung des Immunsystems.

Kältereize:
Kurze Kältereize bringen das Immunsystem nur bei regelmäßiger Anwendung auf Trab. Heiß-Kalt-Duschen oder kalte Güsse sollten nur durchgeführt werden, wenn Hände und Füße warm sind. Wer vor einer Kneipp-Anwendung friert, erhört das Erkältungsrisiko. Wer verfroren ist, kann sich durch Armgüsse auf sanfte Weise abhärten: Dafür einen dichten Wasserstrahl mit etwa 39 Grad Celsius von oben nach unten am Arm entlang zur Hand führen. An der Innenfläche beginnen, danach zur Außenseite wechseln. Am anderen Arm wiederholen. Anschließend mit kaltem Wasser abermals durchführen. Der Warm-kalt-Reiz sollte zwei- bis dreimal wiederholt werden.

Bewegung:
Gut für die Durchblutung des ganzen Körpers ist Bewegung, am besten im Freien. Also öfters mal spazieren gehen, Rad fahren, walken oder joggen. Dabei immer auf warme Füße achten.

Schutz gegen Erkältungskrankheiten

Hände waschen: In der Erkältungszeit lauern Viren überall. Ihnen auszuweichen ist nicht möglich. Sinnvoll ist es jedoch, öfter die Hände mit Warmwasser und Seife zu waschen. Insbesondere vor den Mahlzeiten.

Schleimhäute befeuchten: Ob man den Dampf einer Kochsalzlösung inhaliert, eine Nasendusche verwendet, für eine kurzfristige Überwärmung des Körpers durch ein Fußbad mit ansteigender Wassertemperatur (von 35 Grad nach und nach auf 40 Grad Celsius erhöhen) sorgt oder die Füße mit Wollstrümpfen und speziellen Schuheinlagen warm hält – all diese Maßnahmen eignen sich dafür, die Schleimhäute feucht und gut durch blutet zu halten. Dadurch ist man weniger anfällig für Viren.

Viel trinken: Eine ausreichende Trinkmenge ist notwendig, damit ein möglichst dünnflüssiger Schleim gebildet werden kann. Wen es bereits fröstelt, der kann sich einen schweißtreibenden Linden- oder Holunderblütentee zubereiten und davon einen halben Liter vor dem Zubettgehen trinken. Für einen erholsamen Schlaf darauf achten, dass die Gliedmaßen gut durchblutet sind.

Frische Luft: Gut für die Abwehrkräfte sind rasche Spaziergänge. Mit der passenden Garderobe kann man unter freiem Himmel auch joggen, Rad fahren oder walken. Beheizte Räume immer mal wieder stoßlüften.

Gesunde Kost: Spitz-, Grün-, Rot-, Rosen- und Blumenkohl sowie Brokkoli sind das ideale Gemüse in der Erkältungszeit. Es liefert reichlich Vitamin C und E, die als Antioxidantien die Zellen schützen. Kürbiskerne versorgen den Körper mit den Spurenelementen Selen, Kupfer und Zink. Aber auch Pilze, Möhren, Feldsalat, Lauch, Zitrusfrüchte und heimische Äpfel sind nährstoffreich.


Erkältung – Tipps aus Omas Zeiten

Der Hals kratzt, das Schlucken tut weh, die Nase trieft, die Schläfen pochen. Wenn die Viren doch stärker waren als die körpereigene Abwehr, hat es uns erwischt. Doch was tun, wenn die Erkältung da ist?
Man sollte auf bewährte Hausmittel zurückzugreifen:

• Ein heißes Vollbad kann eine beginnende Erkältung "wegbaden". Durch die Wärme wird unter anderem die Schleimhaut besser durchblutet und die Virenvermehrung gedrosselt. Badezusätze wie Heublumenextrakt können den Effekt unterstützen. Anschließend sollte man sich ins warme Bett legen und schlafen.

• Trinken sollte man, viel Wasser und heißen Tee, zum Beispiel Lindenblüten- und Holundertee.
Besonders wohltuend:
Eine Zitrone auspressen und in ein Glas mit warmem Wasser geben. Mit Traubenzucker oder Honig süßen und vorm Erkalten trinken.

Natürliche Hilfe
• Ein wahres Wundermittel bei Erkältungsbeschwerden ist Kochsalz. In der Nase unterstützt es die natürlichen Funktionen der Schleimhaut. Nasentropfen und Spülungen mit Salz sind schnell auch selbst hergestellt: Einen halben Teelöffel Salz in einem Becher mit lauwarmem Wasser auflösen und das Gemisch in eine Pipetten- oder Sprayflasche umfüllen.

• Das Gurgeln mit Salbei-, Kamillen- oder Salzwasserlösungen desinfiziert und wirkt entzündungshemmend. Dafür einen halben Teelöffel Salz mit einem viertel Liter lauwarmen Wasser vermischen.

• Kräftige Hühnerbrühe hat sich als heilsames Hausmittel bewährt. Ihre Wirkung ist zwischenzeitlich sogar wissenschaftlich belegt: In Laboranalysen zeigte sich, dass sie entzündungshemmende Wirkstoffe enthält.

• Auch ein Dampfbad lindert die Entzündung der Nasenschleimhäute, lässt sie abschwellen und verflüssigt das Sekret in den Nasennebenhöhlen. Dafür eine Handvoll Kamillenblüten in anderthalb bis zwei Liter kochendes Wasser geben und eine Viertelstunde lang ziehen lassen. Dann das Gesicht zehn bis zwölf Minuten über die dampfende Schüssel halten, dabei den Kopf mit einem Handtuch abdecken. Damit es nicht zu heiß ist, empfiehlt es sich, mit einem größeren Abstand zur Schüssel zu beginnen. Als Inhalationszusatz können auch ätherische Öle verwendet werden.

• Auch Wickel können wahre Wunder wirken: Bei Halsschmerzen helfen Kartoffelwickel. Dazu werden ungeschälte Kartoffeln gekocht, noch heiß in ein Tuch gelegt und zerdrückt. Den warmen Kartoffelwickel mit einem Handtuch umwickelt für etwa eine halbe Stunde um den Hals legen. Dabei darauf achten, dass der Wick1 nicht mehr heiß ist.

Schmerzlindernd
Bei beginnenden Ohrenschmerzen können Zwiebelwickel helfen. Dafür Zwiebel klein hacken und einem Baumwolltuch zerdrücken, das bei schwacher Hitze anschließend langsam erwärmen - nicht kochen. Den Wickel auf das schmerzende Ohr legen und ihn wirken lassen bis er kalt ist.

• Bei Fieber kann man die Temperatur zum Beispiel durch Wadenwickel senken. Die Unterschenkel dabei maximal 15 Minuten lang mit kühlen, aber nicht eiskalten Tüchern umwickeln.
"Drei Tage kommt sie, drei Tage bleibt sie, drei Tage geht sie", sagt der Volksmund über die Erkältung. Falls man nach einigen Tagen keine Linderung verspürt oder das Fieber anhält, sollte man allerdings einen Arzt aufsuchen.

Frühjahrsmüdigkeit

Krokusse und Schneeglöckchen kündigen den nahenden Frühling an. Die Tage werden länger und die Temperaturen steigen. Eigentlich ein Grund zur Freude … aber da ist die plötzliche Antriebslosigkeit, die Müdigkeit. Unser Körper reagiert auf die Veränderungen.
Mit niedrigerer Körperwärme stellen wir uns auf die Außentemperatur des Winters ein. Wird es draußen wieder wärmer, muss sich der Organismus daran anpassen.
Der Experte erklärt es so: Unsere Blutgefäße weiten sich und der Blutdruck fällt ab. Die Folge des niedrigen Blutdrucks ist dann Müdigkeit.
Ein weiterer Faktor für die Mattigkeit in dieser Jahreszeit sind Veränderungen der Tages- und Nachtlänge. Bei längeren Tagen schläft man weniger, das macht zusätzlich müde.
Sich schonen, also mehr schlafen sollte man nicht. Das bringt nichts.
Viel an die frische Luft gehen und sich bewegen. Dadurch wird der Kreislauf angeregt, dies wirkt der Müdigkeit entgegen. Auch passt sich der Körper schneller den wärmeren Temperaturen an.

Auch die richtige Ernährung ist nun wichtig:
Während man im Winter zu deftigen, fetthaltigen Speisen neigt, sollte man sich jetzt auf kleinere und leichtere Mahlzeiten umstellen.
Formel: Fünf am Tag.
Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag liefern Vitamine, Mineralstoffe und weitere positive Inhaltsstoffe, die müde Menschen nun munter machen.
Ein Gang über den Markt: frische Salate, Spinat, Kohlrabi …
Selbst gezogene Kräuter von der Fensterbank oder frische Säfte.
Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Vollkornprodukte gehören dazu.
Sollte das alles nicht helfen … keine Sorge … die Frühjahrsmüdigkeit dauert in der Regel nicht länger als zwei Wochen.

Lebenszufriedenheit

Hängt von vielen Faktoren ab.
So verschieden Menschen auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie sind auf der Suche nach dem Glück. Was dieses genau ausmacht, darauf versuchen Forscher schon seit Jahren eine Antwort zu erhalten. Interessante Erkenntnisse liefert etwa die Positive Psychologie. Hierbei handelt es sich um einen Wissenschaftszweig, der sich mit den förderlichen und guten Eigenschaften, also den Stärken des Menschen beschäftigt. Er hat sich zum Ziel gesetzt, Metzoden für ein erfüllteres und glücklicheres Leben zu entwickeln.
Danach Glück bedeutet zwar für jeden Menschen etwas anderes. Es gibt jedoch 16 Bereiche, die unser allgemeines Glücksempfinden maßgeblich beeinflussen. Dazu gehören: Gesundheit, Selbstwertgefühl, Ziele, Werte und spirituelles Leben, Geld, Arbeit, Spielen, Lernen und Kreativität. Weitere Faktoren sind Hilfsbereitschaft, Liebe, Freunde, Kinder, Verwandte, das eigene Heim, die Nachbarschaft und das Gemeindeleben. Allerdings braucht jeder Mensch eine andere Dosis dieser Bestandteile zu seinem persönlichen Glück. „Das ist wie ein Salat. Daher mögen verschiedene Menschen unterschiedliche Zutaten“, so der Psychologe Michael Frisch. Diese Faktoren beeinflussen unsere Lebenszufriedenheit in besonderer Weise.

Gene: Etwa 50 Prozent der Glücksfähigkeit wird von den Eltern vererbt. Die anderen 50 Prozent setzen sich aus den 16 genannten Bereichen zusammen, die sich folgendermaßen gliedern.

Vertrauen und Glauben: Für viele Menschen sind Vertrauen und ihr Glaube wichtig für ihr persönliches Glück. Michael Frisch zufolge hilft eine spirituelle Ausrichtung dabei, optimistisch zu sein. Das ist ein weiteres Geheimnis glücklicher Menschen.

Soziale Beziehungen: Immer nur an sich selbst zu denken macht auf Dauer nicht glücklich. Vielmehr besteht Glück auch darin, anderen zu helfen sowie starke und enge Beziehungen zu geliebten Menschen zu pflegen.

Privatleben: Das eigene persönlich einberichtete Zuhause und andere Aspekte des privaten Lebens, wie etwa Erholung, Spiel und Interaktion mit anderen, tragen wesentlich zur Zufriedenheit bei.

Übrigens: Menschen für die materieller Reichtum sehr wichtig ist, sind tendenziell pessimistischer und unglücklicher als andere. Man kann mit Geld Glück nicht kaufen, aber Glücklichsein kann durchaus reich machen. Glücklichere Menschen scheinen mehr Initiative und Produktivität bei der Arbeit zu zeigen. Dadurch sind ihre Kunden und Vorgesetzten zufriedener, was eine Erhöhung des Gehalts nach sich ziehen kann.

Notfall

Bienenstich
Unfallbericht: Beim Radfahren werden Sie plötzlich von einer Biene gestochen.
Erste Hilfe: Auch wenn Bienenstiche meistens ungefährlich sind, sollten Sie den Stachel mit dem daranhängenden Hinterteil so schnell wie möglich vorsichtig und ohne Druck entfernen. Saugen Sie dann das Bienengift aus und spucken es weg. Ist alles entfernt, kann die Einstichstelle mit Eis gekühlt werden. Bewährt haben sich auch Hausmittel wie eine halbierte Zwiebel, die auf die Stelle gelegt wird. Bei Stichen im Mund sofort den Notarzt rufen, Erstickungsgefahr! Weiterbehandlung: Etwa zwei Prozent der Deutschen reagieren allergisch auf Bienengift. Rufen Sie bei Verdacht (deutliche Schwellungen, Atemnot und Kreislaufbeschwerden) sofort den Notarzt.
Vorbeugende Maßnahmen: Bienen stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Deshalb nicht nach ihnen schlagen. Vorsicht bei süßen Getränken und Speisen. Am besten Gläser abdecken, damit niemand eine Biene verschluckt.

Glasschnitt
Unfallbericht: Im Freibad treten Sie auf dem Weg ins Schwimmbecken in eine Glasscherbe.
Erste Hilfe: Wenn die Scherbe nicht sehr tief sitzt, können Sie sie selbst entfernen, die Wunde mit Desinfektionsmittel reinigen und mit einer Mullkompresse oder keimfrei verpacktem Wundpflaster (gibt's beim Bademeister) versorgen. Bei tief sitzendem Glas: Ab zum Arzt!
Weiterbehandlung: Bei Bedarf die Impfung auffrischen lassen, da die überall vorhandenen Tetanuserreger schwere
Nervenschädigungen verursachen
können.
Vorbeugende Maßnahmen: Wo Sie sich nicht sicher sind, ob Scherben oder andere spitze Dinge herumliegen, lieber Sandalen anziehen.

Zeckenbiss
Unfallbericht: Nach einem Spaziergang im Wald entdecken Sie in Ihrer Kniekehle eine Zecke.
Erste Hilfe: Da Zecken Krankheitserreger übertragen, die die Hirnhautentzündung FSME oder die gelenk- und herzmuskelschädigende Borreliose auslösen können, müssen sie so schnell wie möglich entfernt werden. Das geht am besten mit einer speziellen Zange oder einer feinen Pinzette, mit der die Zecke am Kopf gefasst und gerade nach oben herausgezogen werden kann. Nicht drehen, da sie sonst noch einmal zubeißen kann.
Weiterbehandlung: Nach dem Entfernen die Einstichstelle beobachten. Taucht dort in der nächsten Zeit eine Rötung auf, die sich kreisförmig ausbreitet, kann das auf eine Borreliose hinweisen. Dann einen Arzt aufsuchen.
Vorbeugende Maßnahmen: Wer in einem Zecken gebiet lebt oder dort Urlaub macht, sollte helle, langärmlige Kleidung tragen und sich sowie seine Mitmenschen regelmäßig nach den unliebsamen Saugern absuchen. Außerdem kann man sich gegen FSME impfen lassen.

Sonnenstich
Unfall bericht: Bei der Erntearbeit wird Ihnen plötzlich übel, schwindlig, Ihr Kopf ist hochrot und schmerzt.
Erste Hilfe: Sofort raus aus der Sonne. Die reizt die Hirnhäute, wenn sie ungehindert über Stunden direkt auf den Kopf strahlt. Falls möglich sollten Sie sich in einem kühlen Zimmer flach hinlegen. Dabei den Oberkörper durch
Kissen oder Älmliches unterlagern. Kopf mit feuchtkalten Tüchern kühlen. Trinken nicht vergessen!
Weiterbehandlung: Bessern sich die Symptome nicht innerhalb weniger Stunden, sollten Sie unbedingt zu einem Arzt gehen.
Vorbeugende Maßnahmen: Den Kopf nie lange der direkten Sonne aussetzen, sondern leichte, luftdurchlässige Hüte tragen und am Strand unter einem Schirm sonnenbaden. Und immer ausreichend trinken.

Schlaganfall

Erkenne einen Schlaganfall: Es gibt 4 Schritte, an die man sich halten sollte, um einen Schlaganfall zu erkennen.

-Bitte die Person, zu lächeln (sie wird es nicht schaffen).

-Bitte die Person, einen ganz einfachen Satz zu sprechen (zum Beispiel: "Es ist heute sehr schön.").

-Bitte die Person, beide Arme zu erheben (sie wird es nicht oder nur
teilweise können).

-Bitte die Person, ihre Zunge heraus zu strecken (Wenn die Zunge
gekrümmt ist, sich von einer Seite zur anderen windet, ist das ebenfalls ein Zeichen eines Schlaganfalls.)

Falls eines dieser Probleme besteht, sofort den Notarzt rufen und die Symptome der Person am Telefon beschreiben.

Schmerzmittel

Mit Hilfe von Inhaltsstoffen aus Chilischoten lassen sich lokal Schmerzen ausschalten, ohne dass dabei Taubheitsgefühle und Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit entstehen. Forscher der Universität Harvard entwickelten eine Wirkstoffkombination, die aus einem Abkömmling des Schmerzmittels Lidocain, QX314 und Capsaicin besteht. Capsaicin ist die Substanz aus Chilischoten, die das brennende Gefühl im Mund verursacht. Sie öffnet Ionenkanäle, die nur in der Membran jener Nervenzellen vorkommen, die für die Wahrnehmung von Schmerz zuständig sind. Über diese Kanäle gelangt der zweite Wirkstoff in die Nervenzellen und blockiert die Schmerzsensoren. Lokalanästhetika werden in der Regel eingesetzt, um Patienten ohne Vollnarkose operieren zu können. Diese Lokalanästhetika, zu denen Lidocain zählt, wirken aber auf alle Nervenzellen in dem betäubten Gebiet. Sie blockieren deshalb auch Tastsensoren sowie die motorischen Nervenzellen, die Muskeln steuern. An Ratten zeigten die Wissenschaftler, dass die Kombination aus QX314 und Capsaicin ausschließlich die Schmerzwahrnehmung blockiert. Die neue Wirkstoffkombination könnte in Zukunft zum Beispiel Zahnarztpatienten helfen.

Placebo

An der Studie nahmen 96 Probanden teil - in der Annahme, eine neue schmerzlindernde Salbe zu testen. Zunächst lernten sie den Schmerz kennen: Sie erlitten am Arm eine Reihe von Stromstößen. Dann ließ die Leiterin der psychotherapeutischen Ambulanz der Universität Hamburg bei allen Probanden eine wirkstofffreie Salbe auftragen. Der Hälfte wurde zuvor erklärt, es handle sich um ein Schmerzmittel. Wieder folgte eine Reihe Stromstöße gleicher Stärke.
In der zweiten Studienphase wurde bei jeweils der Hälfte beider Gruppen nach dem Auftragen der Salbe der Stromimpuls halbiert, ohne dass die Teilnehmer es wussten.
Sie machten die Erfahrung, dass die Salbe - egal ob als wirkungslos oder schmerzlindernd präsentiert - den Stromstoß weniger schmerzhaft macht: Sie wurden konditioniert. Zuletzt erhielten alle Teilnehmer wieder zwei gleich starke Schmerzreize.
Es zeigte sich, dass bei den Probanden, denen eine Salbe gegen Schmerzen versprochen worden war, allein diese Erwartung den Schmerz signifikant abschwächte. Aber auch die Testpersonen, die um die Wirkungslosigkeit der Salbe wussten, zeigten nach der Lernphase einen Placeboeffekt. Den geringsten Schmerz empfanden diejenigen, die sich mit einem Schmerzmittel behandelt wähnten und konditioniert worden waren. Der Placeboeffekt kann also sowohl über die Erwartung als auch die Konditionierung vermittelt werden. Die Interaktion zwischen Erwartung und Konditionierung spielt für seine Aufrechterhaltung eine bedeutende Rolle. Für die Praxis heiße das, dass sich die rein pharmakologische Wirkung eines Schmerzmittels durch die Erwartungshaltung steigern lässt. Dass Placebos wirken, ist inzwischen ebenso unbestritten wie die Tatsache, dass Patienten, denen die wirkungslosen Substanzen Linderung bringen, keine Simulanten sind. „Ich werde gefallen“, verspricht das lateinische Wort nicht zu Unrecht. Unter Placebo versteht man eine pharmakologisch nicht wirksame Substanz, aber auch eine Scheinoperation oder eine Therapie ohne bekannte Wirkung auf den Stoffwechsel. Das wachsende Interesse an der Forschung ist auf die nachweislich schmerzlindernde Wirkung von Placebos zurückzuführen.
Der Placeboeffekt hat sich in letzter Zeit von einem Ärgernis in klinischen und pharmakologischen Forschungen zu einem biologischen Phänomen gewandelt, das selbst Ziel wissenschaftlicher Untersuchungen ist. Auf jeden Fall spielt das psychosoziale Umfeld einer Behandlung eine Schlüsselrolle. In den vergangenen Jahren sei entdeckt worden, dass Placebos viele Krankheiten und deren Heilung beeinflussen, etwa Schmerzen, motorische und psychische Störungen oder solche des Immun-, Hormon-, Herz-Kreislauf- und Atmungssystems. Die aktuellen Studien zeigen, dass diese psycho-sozial hervorgerufenen biochemischen Änderungen in Körper und Geist des Patienten den Krankheitsverlauf und das Ansprechen auf eine Therapie beeinflussen können.

Als Mechanismen, die zu einer Placeboreaktion führen, würden hauptsächlich die Konditionierung, die Erwartung und die Bedeutung, die wir einer Maßnahme zumessen, diskutiert. Dabei spielt der Kontext der Behandlung eine Rolle: Tablette oder Spritze, Anwesenheit und Auftreten eines Arztes (weißer Kittel), der Einsatz von Geräten - also die ganze Show. Daher ist es wichtig, dass ein Arzt versuche, die Erwartung in den Erfolg einer Therapie glaubhaft zu wecken. Riuale im therapeutischen Prozess können unbewusste gesundheitsdienliche Ressourcen aktivieren und sollten nicht belächelt werden: Zu einem Pharmakon (Arznei) gehört immer auch ein bisschen „Pharmagie".
Dass die schmerzlindernde Wirkung eines Placebos auf der Aktivierung körpereigener Opioide beruht, konnte 1979 erstmals nachgewiesen werden, als die schmerzmäßigende Wirkung eines Scheinpräparates durch die Gabe des Opiat-Gegenspielers Naloxon neutralisiert wurde. Dies zeigte, dass ein Pseudomedikament das Ausschütten körpereigener Opioide, der Endorphine, anregt, die wiederum das Schmerzempfinden dämpfen. Heute weisen bildgebende Verfahren nach, dass Placebos je nach Erwartung, Konditionierung oder Bedeutung unterschiedliche Gehirnregionen und Stoffwechselprozesse aktivieren. Je nach Beschwerden werden die Gehirnareale aktiviert, die Schmerzen verarbeiten, die Angst oder Stress reduzieren oder das Belohnungssystem ankurbeln. Placebos beeinflussen Botenstoffe wie Dopamin und Serotonin, Cortisol und GABA oder das Wachstumshormon.
Auch gegen Allergien helfen Placebos, zeigen Studien mit Hausstauballergikern. Sie wurden zunächst konditioniert, indem sie einige Tage lang ein wirksames Medikament gegen allergischen Schnupfen zusammen mit einem ungewöhnlich schmeckenden Getränk einnahmen. Neun Tage später bekamen sie ein Placebo mit dem gleichen Getränk und zeigten subjektiv und objektiv eine messbare Linderung ihrer Allergiesymptome. Kenntnisse über den Placeboeffekt sollten angehenden Mediziner vermittelt werden und Eingang in den Klinikalltag finden, um die Arzneimittelwirkungen zu maximieren, unerwünschte Nebenwirkung von Medikamenten zu verringern und Kosten zu sparen.

Osteoporose

Von Osteoporose sind nach aktuellen Schätzungen knapp acht Millionen Menschen in Deutschland betroffen. Eine verringerte Knochenmasse und eine schlechte Mikroarchitektur des Knochens bergen bei der Erkrankung das erhöhte Risiko eines Knochenbruchs. Brüche an Handgelenk, Wirbelsäule und Hüfte sind die häufigsten Folgen der fehlenden Knochenstabilität und verändern die Körperstatur dauerhaft.
Aufgrund von Wirbelkörperbrüchen entwickelt sich ein Rundrücken, der bei den Betroffenen zu starken chronischen Schmerzen führt, die meist nicht ausreichend behandelt werden. Besonders die bei andauernden Schmerzen notwendigen „Opioide“ werden zu selten gegeben, obwohl sie bei starken Schmerzen am wirksamsten und für die Daueranwendung am besten geeignet sind.
Für die Wiederherstellung der Beweglichkeit ist Schmerzfreiheit aber unerlässlich. Patienten, die sich schmerzfrei selbst versorgen können, fühlen sich wohler, die Lebensqualität steigt und sie sind auch stärker motiviert, die Osteoporose-Therapie konsequent durchzuführen. Neben der aktiven Krankengymnastik ist hierbei aber auch der Patient selbst gefragt, etwas gegen den Schmerz zu unternehmen.
Hier eine kleine Anregung

Fünf Tipps:

Beim Arzt nach einer Schmerztherapie nachfragen: Die Behandlung der Osteoporose selbst ist wichtig, doch wird darüber die Schmerzbehandlung oft vergessen. Sich eine Checkliste für den Arzt machen und das Thema Schmerz ganz ausdrücklich ansprechen.
Keine Angst haben vor den so genannten „Opioiden“: Sie sind besonders für die Daueranwendung geeignet, weil sie wie körpereigene Stoffe (Endorphine) gebaut und langfristig am besten verträglich sind.

In Bewegung bleiben: regelmäßige, leichte Bewegungsübungen fördern den Knochenaufbau, stärken den Muskel und stabilisieren die Koordination. Dies sind wichtige Voraussetzungen, um weitere Knochenbrüche zu vermeiden.

Auf die Kalziumversorgung achten: Kalzium ist nicht nur die wichtigste Bausubstanz des Knochens. Neueren Untersuchungen zufolge spielen Kalzium, Vitamin D und Magnesium auch in der Schmerzverarbeitung eine wichtige Rolle.

Sich entspannen: Verspannungen verursachen Schmerzen, Entspannung lindert sie. Ein warmes Bad, beruhigende Musik, autogenes Training, Yoga und die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson können helfen, Schmerzen zu lindern.

Stoffwechsel

Der Stoffwechsel ist der Motor unseres Körpers. Doch mit zunehmendem Alter fällt es uns immer schwerer, Kalorien zu verbrennen, da sich die Muskelmasse altersbedingt verringert. Die Stoffwechsel-Aktivität kann im Laufe unseres Erwachsenenlebens um 25 bis 30 Prozent nachlassen. Doch man kann viel dafür tun, damit ein träger Stoffwechsel wieder in Gang kommt. Alles was Energie bringt regt letztendlich auch den Stoffwechsel an.

Morgens: Mit einem Frühstück, das 300 bis 400 Kilokalorien liefert, gut in den Tag starten. Die erste Mahlzeit hilft dabei, die im Schlaf nicht verbrauchten Energiereserven zu verbrennen, die sonst gespeichert würden. Wer schon morgens Obst isst oder einen frisch gepressten Orangensaft trinkt, versorgt den Körper gleich mit Vitamin C, wichtig für die Fettverbrennung.

Mittags: Ein eiweißreiches Mittagessen mit gegrillter Hühnerbrust, oder einem Lachsfilet hat den Vorteil, dass bei der Verdauung durch die Verwertung der Proteine mehr Kalorien verbrannt werden. Um Tageslicht zu tanken, ist es ratsam, nach dem Mittagessen einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft zu unternehmen. Durch die Helligkeit sinkt das Schlafhormon Melatonin im Blut, während der Serotonin-Spiegel steigt und munter macht.

Nachmittags: Eine Tasse Kaffee, oder Schwarz- oder Grüntee wirkt anregend auf das zentrale Nervensystem und den Stoffwechsel. Der bleibt auch durch jegliche Form von Bewegung in Schwung, durch Treppensteigen, zügiges Gehen oder ein wenig Gymnastik zwischendurch.

Abends: Abends eine Hand voll Nüsse knabbern. Sie sind zwar kalorienreich, enthalten aber auch gesunde Fette, die schlaffördernd wirken. Ebenfalls gut ist ein Joghurt oder ein Glas warme Milch. Ausreichend viel Schlaf ist gut für die Figur: Eine Studie hat ergeben, dass Frauen, die weniger als fünf Stunden schlafen, ein 32 Prozent höheres Übergewichtsrisiko haben, als Frauen, die sieben Stunden schlafen.

Sodbrennen

Nur selten wird daran gedacht, dass hinter asthmaartigen Symptomen eine andere Erkrankung stecken kann. So fand eine Forschergruppe aus Fulda heraus, dass bis zu 30 bis 50 Prozent der Patienten mit Asthma bronchiale gleichzeitig einen erhöhten Säurereflux haben. Man spricht von Reflux, wenn die Magensäure zurück in die Speiseröhre fließt. Als Symptom kommt das allseits bekannte Sodbrennen zu Tage.
Wenn der Arzt keine anderen auslösenden Komponenten für Asthma finden kann - etwa Pollen oder Tierhaare -, kann ein Reflux dahinter stecken. Treten
Wenn die Asthmaanfälle gehäuft in der Nacht auftreten, so kann das ein Hinweis auf diese Erkrankung sein. Denn durch die liegende Position kann es zu verstärktem Rückfluss des Magensaftes kommen. Viele Betroffene beobachten auch, dass sich ihre Asthmabeschwerden immer dann verstärken, wenn sie unter Sodbrennen leiden. Auffällig ist auch, wenn Asthma erst im Erwachsenenalter oder bei Menschen mit starkem Übergewicht auftritt.

Wissenschaftler forschen noch nach den genauen Zusammenhängen zwischen Asthma und Reflux. Eine Erklärung liegt wahrscheinlich darin, dass der zurückfließende Magensaft einen bestimmten Hirnnerv reizt. Über Verschaltungen im Gehirn ruft dies eine Verengung der Bronchien hervor. Dies löst bei den Patienten Asthma aus.
Es gibt aber noch eine andere Erklärung: Beim Verschlucken kleinster Mengen sauren Magensaftes könnten diese in die Atemwege gelangen. Ein Schutzmechanismus in den Bronchien bewirkt, dass sie sich daraufhin zusammenziehen.

Wenn das falsche Essen, Termindruck oder Stress auf den Körper treffen, kann das schnell auf den Magen schlagen. Jeder vierte Bundesbürger kennt die Symptome, wenn die Grillplatte vom Vorabend, das berühmte Glas zuviel oder Medikamente sauer aufstoßen. Da hilft leider kein Magenbitter mehr.
Was sich wie ein heftiges Brennen hinter dem Brustbein anfühlt, ist in Wirklichkeit ein ernst zu nehmendes Warnzeichen des Körpers. Wer es allzu oft ignoriert, riskiert eine chronische Krankheit.
Das so genannte Sodbrennen ist eine der häufigsten Gesundheitsbeschwerden: Viele Menschen leiden inzwischen darunter, dass der Ringmuskel zwischen Magen und Speiseröhre nicht mehr oder nur zeitweise richtig arbeitet. Der Muskel wirkt wie ein Ventil zwischen beiden Organen. Schließt dieses Ventil aber nicht mehr richtig, schwappt ein Teil des Mageninhalts zusammen mit Magensäure nach oben in die Speiseröhre. Im wesentlichen ist die Magensäure dafür zuständig, Keime im Magen abzutöten und die Verdauung vorzubereiten. Sie besteht hauptsächlich aus Salzsäure. Wenn sie in die Speiseröhre aufstößt, verursacht das die Schmerzen. Daher ist dazu zu raten, den "Brandursachen" durch eine gesunde Lebensweise vorzubeugen. Vermeiden sollte man alles, was die Magensäureproduktion ankurbelt. Ein opulentes Essen verlangt der Verdauung Höchstleistungen ab. Auch besonders schwer verdauliche Kost und hektische Mahlzeiten können Sodbrennen verursachen, da
die Magensäureproduktion dann auf Hochtouren laufen muss. Aber auch süße, scharf gewürzte, zu kalte oder zu heiße Speisen können Sodbrennen auslösen. Häufig treten die Beschwerden erst am Folgetag auf, weil die Magensäure über Nacht im Liegen nicht einmal mehr von der Schwerkraft aufgehalten wird. Es wird geraten, den Kopfteil beim Schlafen mit einem zusätzlichen Kissen höher zu legen, um zu vermeiden, dass die Säure in die Speiseröhre fließen kann.
Auf Alkohol und Zigaretten sollte man verzichten, da sie zusätzlich den Muskelverschluss schwächen. Wer zu Sodbrennen neigt, sollte zudem den Druck auf den Magen verringern, der unter anderem durch Übergewicht entsteht. Auch zu enge Kleidung kann auf den Magen drücken.

Erste Hilfe
Wenn es zu Sodbrennen kommt, können Mineralwasser ohne Kohlensäure oder Kräutertee helfen. So wird der Magensaft verdünnt und zurückgespült. Kaffee regt dagegen die Magensaftproduktion an und reizt den Magen. Auch eiweißreiche Kost wie Milch oder Quark hilft, den sauren Magensaft zu neutralisieren.
Grundsätzlich gilt es, auszuprobieren, was man nicht verträgt. Tritt das Sodbrennen nur gelegentlich auf, besteht kein Grund zur Unruhe. Vor allem Kinder und Jugendliche im Wachstum oder schwangere Frauen sind häufiger betroffen. Wenn es aber öfter mal brennt, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen, um ernsthaftere Krankheiten auszuschließen.

Trinken

Ohne Wasser kein Leben: Während wir notfalls wochenlang auf Nahrung verzichten könnten, würden wir ohne Wasser schon nach wenigen Tagen verdursten. Kein Wunder: Wasser ist die Grundlage aller biologischen Vorgänge im Körper. Um leistungsfähig zu. bleiben, muss der Verlust über Nieren, Darm, Haut und Atemluft regelmäßig ersetzt werden. Doch leider denken viel zu wenig Menschen daran, bei Wärme ausreichend zu trinken. Besonders Menschen mit vermindertem Durstgefühl oder erhöhtem Flüssigkeitsbedarf wie Säuglinge und Kinder bis vier Jahre, Erwachsene ab 65 Jahren, Kranke und Pflegebedürftige sollten auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

Trinken Sie an heißen Tagen ein bis zwei Liter mehr als sonst. Empfehlenswert sind Mineralwasser mit mindestens 20 Milligramm Natrium pro Liter. Günstig sind zudem Fruchtsaftschorlen aus drei Teilen Wasser und einem Teil Saft sowie Früchte- und Kräutertees.

Nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen tragen Kaffee, Tee, Bier und Wein zur Flüssigkeitsbilanz bei. Diese Genussmittel sind aber keine Durstlöscher. Sie sollten nur in Maßen getrunken werden.

Sportler sollten darauf. achten, dass ihr Trinkwasser viele Mineralien, vor allem Magnesium enthält (mindestens 100 Milligramm pro Liter). Als Faustregel gilt: Pro Stunde körperlicher Aktivität gehen ein bis anderthalb Liter Flüssigkeit verloren. Bei einem Training, das länger als eine Stunde dauert, auch zwischendurch trinken! I

Auch wenn sie scheinbar gut tun: Eiskalte Getränke regen die Wärme- und Schweißproduktion an. Besser sind zimmer- bis lauwarme Getränke. Salbeitee ist ein gutes Hausmittel für Menschen, die viel schwitzen. Am besten über den Tag verteilt drei bis vier Tassen trinken.

Trinkmuffel sollten ihre Getränke in Sicht- und Griffweite hinstellen und zudem Obst- und Gemüsesorten mit hohem Wasseranteil zu sich nehmen: dazu gehören Gurken, Tomaten, Melonen und Erdbeeren.

Trinken im Sommer

An heißen Sommertagen machen sich die durchschnittlich zwei Millionen Schweißdrüsen des Menschen deutlich bemerkbar. Um den Körper vor Austrocknung zu schützen, sollte deshalb gerade bei schweißtreibendem Wetter viel getrunken werden. Wer will einem da den Griff zur eiskalten Limonade verübeln? Klare Antwort: Magen und Darm. Zu niedrige Temperaturen von Getränken können den empfindlichen Verdauungsorganen einen regelrechten Schock versetzen. Nicht ohne Grund ist es in den wärmeren Regionen Europas üblich, warme Getränke in kleinen Schlucken zu genießen.
Der menschliche Organismus hat eine Betriebstemperatur von 37 Grad. Alles, was darüber hinausgeht, beispielsweise Fieber, oder darunter liegt, stört den Stoffwechsel nachhaltig. Stürzt etwa ein halber Liter eiskaltes Wasser in den Magen, schockt das die Magenschleimhaut. Fast ohne Verzögerung gelangt die eiskalte Flüssigkeit in den Darm.
Durch die Kälte ziehen sich dort die Blutgefäße zusammen und das Blut wird in andere Körperregionen getrieben. Das belastet Herz und Kreislauf. Die Darmenzyme, die für den Abbau von Nahrungsbestandteilen sorgen, können bei einer solch niedrigen Betriebstemperatur nicht richtig arbeiten. Experten sprechen vom Kälteschock im Darm. Vielfach ist Bauchweh oder gar Durchfall die Folge.
Sanfte und nebenwirkungsarme Hilfe gegen Magen-Darm-Beschwerden kommt aus der Natur. So wirkt die Dreierkombination einer ausgewogenen Mischung aus Kamille, Schafgarbe und Pfefferminze krampflösend, beruhigt die Beschwerden im Magen und normalisiert die Darmtätigkeit. Die krampflösende, antibakteriellen Eigenschaften von Kamillenblüten und Schafgarbenkraut werden von den entblähenden Wirkungen der Pfefferminzblätter ergänzt. Grundsätzlich sollten Getränke gerade im Sommer eine halbe Stunde vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank genommen werden. Auch auf Eiswürfel sollte man seiner Gesundheit zuliebe besser verzichten. Denn zu den Problemen, die der Magen mit der Kälte hat, kommt auch noch die Tatsache, dass nach dem Genuss kalter Getränke der Körper erst recht mit der Reaktion des Schwitzens antwortet.

Aromageber fürs Wasser

Der Mensch besteht zu einem Großteil aus Wasser und ist auf dieses Element angewiesen. Durch Atmung, Urin und Schweiß gehen uns täglich etwa 2,5 Liter verloren. Die Hälfte der Flüssigkeit holen wir uns durch die Nahrung zurück. Die restlichen 1,5 Liter, im Sommer eher mehr, sollten wir trinken. Wasser ersetzt Wasser am besten. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist Trinkwasser aus öffentlicher Hand in einem einwandfreien Zustand. Um Belastungen durch Rohre zu vermeiden, wird empfohlen, das Leitungswasser vor dem Abfüllen eine Weile laufen zu lassen. Kalzium- und magnesiumreiche Mineralwässer unterstützen die Mineralstoffversorgung. Nun bieten Getränkemärkte zunehmend aromatisiertes Wasser an, oft versetzt mit Zucker oder künstlichen Aroma- und Süßstoffen. Wer es natürlich frisch mag, gibt seinem Wasser selbst Geschmack.

Zitrusfrüchte und Co.:
Klassisch ist eine Zitronenscheibe im Wasser. Warum nicht einmal ein Stück Grapefruit oder Limette, eine Scheibe Orange oder Karambole (Sternfrucht), ein paar Apfel- oder Birnenschnitze verwenden? Das Obst vorher waschen. Wer ungespritzte Zitrusfrüchte zu Hause hat, kann auch nur ein wenig Orangen- oder Zitronenschale verwenden. Das sieht in einem Glaskrug nicht nur sehr schön aus, sondern verleiht dem Getränk auch eine herbe Frische.

Frische Gewürze:
Eine Stange Zitronengras, ein Stück Ingwerwurzel oder ein Zweig Minze sind ebenfalls hübsche Aromageber fürs Trinkwasser. Der Geschmack wird intensiver wenn man vom Zitronengras die äußerste Hülle entfernt und es der Länge nach mit einem Messer anritzt, bevor man es in eine mit Wasser gefüllt Karaffe stellt. Je feiner der Ingwer geschnitten ist, desto schärfer die Aromatisierung. Ebenfalls geeignet sind Korianderkraut oder ein Zweig Basilikum.

Schwimmende Blüten:
Eine duftige Note erhält Wasser durch einige Rosenblätter, ein paar Lavendelzweige oder andere essbare Blüten.

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