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Küchenmöbel und -geräte Geschirr Verschiedenes

Küchenmöbel und -geräte:

Fettiger Schmutz haftet nach kurzer Zeit an jeder Dunstabzugshaube. Mit herkömmlichen Mitteln ist meist nichts zu machen. Eine Mischung aus flüssigem Geschirrspülmittel und Spülmaschinenpulver entfernt mühelos jeden Schmutz.

Dunstabzugshauben aus Edelstahl werden sauber, wenn man sie mit Wattepads mit Bodylotion abreibt.

Wenn ich bei einem verstopften Ausguss mit der Saugglocke arbeite, verstopfe ich die Überlauföffnung mit einem nassen Tuch - so entsteht mehr Druck.

Weiße Schrankböden können sie mit Bügelstärke besprühen, dann hinterlassen Töpfe keine Striemen.

Die Mikrowelle säubert man, indem man eine mit Wasser und Zitronenhälften gefüllte Schale hineinstellt und die Mikrowelle auf höchster Stufe 5 Minuten laufen lässt. Der Schmutz löst sich dann und lässt sich ganz leicht mit einem Tuch entfernen. Außerdem duftet sie dann angenehm frisch.

Reiben sie ihr Ceran-Kochfeld einmal pro Woche mit Vaseline ein. Das spart teure Spezialreiniger.

Kühltruhe oder Eisfach tauen schneller ab, wenn man die Eiskruste mit Salz bestreut. Danach einen Lappen mit Essig tränken und die Flächen abwischen.

Edelstahlspülen und - töpfe kann man mit einer halbierten, rohen Kartoffel abreiben und mit einem weichen Tuch nachpolieren. Sie glänzen dann wie neu.

Edelstahlblenden von Spülmaschinen, Herd, Mikrowelle usw. werden im Nu wieder blitzblank, wenn man sie mit einem getränkten Baby-Feuchttuch abreibt

Kalkflecken am Spülbecken entfernt man, indem man Haushaltstücher in Essig tränkt, auf die betroffenen Stellen legt und dort längere Zeit (über Nacht) einwirken lässt. Gegebenenfalls Vorgang wiederholen.

Für alle die einen Kondens-Wäschetrockner haben: Das Kondenswasser aus dem Auffangbehälter lässt sich prima für das Dampfbügeleisen benutzen. Es ist destilliertes Wasser mit dem Duft des für die Wäsche verwendeten Weichspülers und schont das Bügeleisen - kein Kalk!.

Wenn ein Bügeleisen nicht mehr so gut gleitet, muss man auf einer Alufolie bügeln. Danach geht es wieder wie geschmiert.

Küchengeräte aus weißem Kunststoff, die sich beim Verarbeiten mit Karotten verfärbt haben, werden wieder sauber, wenn man sie mit Salatöl abreibt.

Geschirr:

Wenn Plastikschüsseln und –deckel Gerüche angenommen haben, dann weiche ich sie über Nacht ein. Auf einen halben Liter Wasser gebe ich drei Teelöffel Natron.

Gesalzene Buttermilch ist ein gutes Reinigungsmittel für Kupfergegenstände. Einfach damit abreiben, dann glänzen sie wieder.

Pinseln Sie ihre Käsereibe vor dem benutzen mit etwas Speiseöl ein. So klebt der Käse nicht mehr fest und die Reibe ist viel leichter zu reinigen.

Unangenehmer Geruch in Flaschen und Karaffen lässt sich entfernen, indem man die Gefäße mit Wasser füllt, eine Kohletablette darin auflöst und diese Lösung einige Tage lang stehen lässt.

Thermoskannen, die längere Zeit nicht benutzt werden, bleiben geruchsfrei, wenn man ein Stück Zucker in die leere Kanne legt.

Trinkflaschen, Thermoskannen oder Blumenvasen reinigt man am besten, indem man einige Tropfen Spülmittel, 2 EL Reis und etwas Wasser hinein gibt, dann das Gefäß zuschraubt oder - hält und kräftig schüttelt.

Wenn man Milchkännchen vorne mit ein wenig Butter einschmiert, läuft keine Milch mehr herunter.

Durchsichtige Vasen mit engem Hals lassen sich mühelos reinigen, indem man klein geschnittene, rohe Kartoffelschalen und Wasser reingibt und dann kräftig schüttelt. Mit klarem Wasser nachspülen.

Holzbrettchen, die sich mit der Zeit verbogen haben, bekommen Sie wieder gerade, wenn Sie sie mit der gewölbten Seite nach oben über dampfendes Wasser legen.

Töpfe, die stark angebrannt sind, weicht man über Nacht in Wasser mit einem Päckchen Backpulver ein. Das Festgebrannte löst sich am nächsten Morgen leicht und die Töpfe werden wieder blitzblank.

Um beschichtete Pfannen beim Stapeln im Schrank nicht zu zerkratzen, lege ich Küchenkrepp dazwischen.

Damit hohe, schmale Vasen einen sicheren Stand haben, einfach eine Handvoll Kieselsteine hinein geben. Die Vase beim Befüllen schräg halten, damit die Steine sacht in den Vasenhals gleiten.

Mineral- oder Limoflaschen, die sehr fest verschraubt sind, kann man mit einem Nussknacker mühelos öffnen.

Ein Anlaufen des Silbers lässt sich verhindern, indem man ein Stück Kreide in die Schublade legt, in der das Silber aufbewahrt wird. Die Kreide bindet die Feuchtigkeit, so dass sie sich nicht aufs Silber niederschlagen kann.

Um seinen Silberschmuck wieder glänzen zu lassen, legt man Alufolie in eine Schüssel, schüttet ordentlich Salz dazu, füllt es mit heißem Wasser auf und legt angelaufene Ringe und Ketten hinein. Nach wenigen Minuten erstrahlt alles in neuem Glanz.

Verschiedenes:

Um Saugnäpfe sicher und dauerhaft zu befestigen, Saugnapf mit Haarspray besprühen, andrücken und vor Belastung trocknen lassen. Den Saugnapf kann man leicht wieder mit dem Fingernagel lösen. Angetrocknete Haarsprayreste mit warmen Wasser wegwischen.

Mit Essig entferne ich Preisschildchen von Schuhen oder Tassen. Diese mit Essig einpinseln, ein paar Minuten warten, dann abziehen.

Goldschmuck (ohne Ziersteine) wird wieder funkelnd und strahlend sauber, wenn man diesen in einen Topf gibt, in dem man herkömmliches Waschpulver aufgekocht hat. Den Schmuck im Laugenwasser ziehen lassen, gründlich abspülen und abtrocknen.

Zwiebelgeruch an Fingern oder Schneidebrettchen kann mit frischem Kaffeesatz entfernt werden.

Sektflaschen öffne ich mit dem Nussknacker.

Soll das gute Porzellan-Geschirr wieder strahlen, poliert man es einfach mit einem weichen, in Essig getränkten Tuch.

Das Einfetten von Backformen gelingt leichter, wenn man die Backform kurz in die vorgeheizte Backröhre stellt. Das Fett verteilt sich anschließend gleichmäßiger und dünner in der Backform.

Statt Kühlakkus benutze ich im Sommer Tetrapacks mit Saft. Die eingefrorenen Säfte kühlen in der Kühltasche die mitgenommenen Lebensmittel und gleichzeitig hat man ein erfrischendes Getränk dabei.

Hartnäckige Preisschilder auf Töpfen, Gläsern und Pfannen lassen sich leicht mit Speiseöl entfernen.

Um zu verhindern, dass beim Kochen und Backen das Kochbuch unschöne Spritzer bekommt, schiebe ich es aufgeschlagen in einen Klarsichtbeutel. Die Seiten sind dann geschützt und gut lesbar.

Sollte das Kochbuch einmal nass werden, schnell in die Tiefkühltruhe oder das Tiefkühlfach legen. So kleben die Seiten nicht zusammen.

Eselsohren in Büchern und Heften verschwinden wieder, wenn man ein angefeuchtetes Löschblatt auf die geknickte Stelle legt und mit dem Bügeleisen darüberfährt, bis das Löschpapier trocken ist.

Rezepte, die ich aus Zeitschriften ausschneite und verwahre, sammle ich in Selbstklebefolienalben. Das ist übersichtlich.

Zum Beschriften des Gefriergutes benutze ich ein feines Kreppband von der Rolle. So kann ich die Größe des Aufklebers selbst bestimmen und kann einen gewöhnlichen Kugelschreiber benutzen. Außerdem ist Kreppband leicht und ohne Rückstände vom Plastikbehälter zu entfernen.

Frischhaltefolie sollte man kühl lagern. Dadurch verbessert sich die Abrolleigenschaften deutlich.

Sollten sie ihren Korkenzieher einmal verlegt haben, lassen sie heißes Wasser über den Flaschenhals laufen. Die so erwärmte Luft drückt den Korken heraus

Kristall bekommt wieder Glanz, wenn man es mit angefeuchtetem Salz abreibt.

Zerbeulte Tischtennisbälle werden wieder rund, wenn man sie in kochendes Wasser legt.

Trockener Tabak wird wieder frisch, wenn man über Nacht ein Stück Kartoffel- oder Apfelschale hineinlegt.

Etwas Katzenstreu in der Biotonne vermindert Geruchs- und Schimmelpilzbildung.

Da im Winter oftmals der Müll in der Tonne anfriert, lege ich mehrere Zeitungen auf den Tonnenboden und etwas am Rand hoch. Das Papier nimmt die Feuchtigkeit auf und es gibt kein Anfrieren mehr.

Bei Obstfliegen in der Küche einfach eine Zitrone aufschneiden und eine Hälfte mit Nelken versehen (Nelken ins Fruchtfleisch stecken). Die Zitrone lockt die Fliegen an, und die Inhaltsstoffe der Nelken töten sie ab.

Gegen Motten oder Silberfischchen helfen Orangeschalen, die man trocknet, in einen Stoffbeutel füllt und dann im Schrank oder im Bad anbringt.

Ölschmiere an den Händen lässt sich leicht entfernen mit einem Gemisch aus einem Päckchen Backpulver, etwas Wasser und dazu dem Saft einer halben Zitrone.

Verschüttetes Öl lässt sich mit viel Salz binden und dann leicht entfernen.
Nicht verbrauchte Stahl-Seifenpads bewahre ich in einem verschlossenen Schraubglas auf. Sie rosten so nicht und können wieder verwendet werden.

Frittiertes ist weniger fettig und schmeckt nicht so ölig, wenn man dem Ausbackfett etwas Essig zufügt.

 

Lebensmittel

Backen Kochen

Backen:

Hefegebäck bekommt eine besonders schöne Farbe, wenn man dem Mehl etwas Vanillepuddingpulver hinzufügt.

Wer auf Nüsse allergisch reagiert, kann diese durch die gleiche Menge gemahlener Haferflocken ersetzen.

Die dünne braune Haut von Mandelkernen und Walnüssen kann leicht entfernt werden, indem man die Nüsse kurz in heißes Wasser kocht. Haselnüsse legt man etwa zehn Minuten bei 200 Grad ins Backrohr, danach kann die Schale mit einem Tuch abgerieben werden.

Wenn man für Schokoglasur die Schokolade zusammen mit etwas Sahne schmilzt, wird sie besonders cremig und splittert beim Aufschneiden des Kuchens nicht

Kalorien sparen beim Backen: Man tauscht einfach einen Teil der im Rezept angegebenen Butter oder Margarine durch dieselbe Menge Magerquark aus.

Zuckerguss wird herrlich weiß, wenn man den Puderzucker mit Milch statt mit Wasser anrührt.

Oft wird Kuvertüre so hart, dass sie zerbricht, wenn man den Kuchen oder die Torte schneidet. Ein Esslöffel Naturjoghurt, der unter die flüssige Glasur gerührt wird, verhindert das.

Beim Befüllen eines Spritzbeutels mit Sahne oder Buttercreme hat man oft eine Hand zu wenig. Mein Trick gegen das Kleckern: Stecken sie den Spritzbeutel in eine hohe Dose oder ein ähnliches Gefäß, schlagen sie den Tütenrand um und befüllen sie den Beutel mit einem Gummischaber.

Biskuitmasse für einen Obstkuchen kann man anstatt mit Wasser mit Multivitamin- oder Orangensaft zubereiten. Das schmeckt sehr fruchtig.

Blätterteig wird besonders locker, wenn der Teig zusammen mit einer Tasse Wasser in den Backofen gestellt wird

Mürbeteig wird besonders geschmeidig, wenn man etwas Butter durch saue Sahne ersetzt.

Das Ausrollen von Plätzchenteig fällt leichter, wenn man das Teigstück zwischen zwei Blatt Backpapier legt.

Hefeteig klettert nicht an den Knethaken hoch, wenn sie diese vorher dünn mit Olivenöl bestreichen.

Beim Kneten und Formen von fertigem Hefeteig - zum Beispiel für Brot oder Hefezopf - benetze ich die Arbeitsfläche mit etwas Speiseöl statt Mehl. Dadurch wird die Oberfläche des Backguts glatt und knusprig.

Wenn man den Hefezopf vor dem Backen mit Eigelb, das man mit einem Schuss Bier verquirlt, bestreicht, wird er schön glänzend.

Hefe wird blitzschnell flüssig, wenn man den Würfel in einen kleinen Behälter legt und eine Prise Salz dazu gibt. Dann den verschlossenen Behälter kurz stehen lassen und anschließend schütteln.

Kastenkuchen schneide ich immer in der Mitte an und schiebe die beiden Hälften dann zum Aufbewahren zusammen. So trocknen die Schnittflächen nicht aus.

Um zu verhindern, dass Napfkuchen beim Backen zusammen fällt, steckt man vor dem Backen ein Stück Makkaroni in den Teig, das als "Kamin" wirkt. So geht der Kuchen prächtig auf.

Wenn man einen Kuchen- oder Plätzchenteig, der ja oft klebt, auswalzen möchte, kann man eine Klarsichtfolie auf den Teig legen und kann ihn somit ganz dünn, ohne dass er an der Walze klebt auswalzen.

Apfelkuchen wird wunderbar saftig, wenn man vor dem Einschieben in den Backofen ein eingefettetes Pergamentpapier über die Äpfel breitet, das man erst kurz vor dem Backende entfernt.

Wenn man Streuselkuchen sofort nach dem Backen mit etwas kaltem Wasser besprüht, werden die Streusel wunderbar mürbe.

Das Teilen eines höher gebackenen Tortenbodens in mehrere Schichten gelingt in kurzer Zeit, indem man um den Tortenboden einen Garnfaden legt und zusammenzieht. So erhalte ich glatte Schichten und kann die Torte mit Füllungen herrichten. Ich ritze vorher am Rand ein.

Haben sie auch das Problem, dass der Biskuitboden beim Herauslösen aus der Form zerbricht? Mein Tipp: Bestreichen sie die Bruchstellen mit etwas Eiweiß und drücken sie den Boden locker zusammen. Das trockene Eiweiß ist ein geschmacksneutraler Klebestoff.

Wenn ich Kuchen zum Transportieren mit Frischhaltefolie überdecke, stecke ich vorher ein Eisschirmchen in die Mitte des Kuchens. So verhindere ich, dass die Folie am Kuchen kleben bleibt.

Ist bei einer Fruchttorte das Gelee zu hart geworden, lege ich ein Messer mit der Klinge auf eine heiße Herdplatte, bis sie heiß ist, und streiche dann mit der flachen Klinge über das Gelee. So wird es wieder weich und glatt.

Um Marzipan problemlos im Kuchenteig verarbeiten zu können, erwärme ich es kurz in der Mikrowelle, so lässt es sich klümpchenfrei verrühren.

Süße Verzierungen aus Schokolade, etwa für Kuchen, können Sie leicht und schnell selbst machen. Kuvertüre auflösen und mit einem Löffel Verzierungen auf ein Backpapier malen. Nach dem Erkalten vorsichtig abheben und auf Torte oder Kuchen legen.

Verwendet man anstelle von Butter Erdnussbutter für den Nusskuchenteig, wird dieser aromatischer.

Blätterteig, den ich füllen möchte, bestreue ich vorher dünn mit Grieß. Dann weicht er nicht durch.

Hefe soll frisch sein. Wenn Sie nicht wissen, ob die Hefe noch zu verwenden ist, geben Sie ein kleines Stück in heißes Wasser. Sinkt die Hefe zu Boden, ist sie nicht mehr zu verwenden.

Wenn Buttercreme plötzlich gerinnt, zerlasse ich etwas Kokosfett und rühre dies unter. Die Creme wird wieder glatt.

Baiserboden bröselt nicht beim Schneiden, wenn man das Messer zuvor dünn mit Butter bestreicht.

Brot wird schön locker und bekommt ein gutes Aroma, wenn ein Teil der benötigten Flüssigkeitsmenge durch zimmerwarmes Bier ersetzt wird.

Schokokuchen schmeckt sehr fein herb, wenn man das Kakaopulver mit kaltem Kaffee anrührt und dann unter den Teig rührt.

Beim Ausbacken von Schmalzgebäck – z.B. Krapfen – nimmt der Teig nicht so viel Fett auf, wenn man einen Spritzer Essig in den Teig gibt. Außerdem wird das Gebäck bekömmlicher – weniger Cholesterin.

Kuchenteig klettert während des Backens garantiert nicht über den Rand der Form, wenn Sie einige Spaghetti oder Makkaroni zwischen Teig und Form stecken.

Wenn ich einen Blechkuchen mit Sahne mit einem Tuch abdecke, stecke ich vorher in alle vier Ecken des Kuchens einen Zahnstocher und lege dann das Tuch (oder eine Folie) darüber. So klebt das Tuch nicht an der Sahne und der Kuchen ist trotzdem geschützt.

Um eine Backform schneller mit kalter Butter auszufetten, nehme ich kurz den Föhn. Die Butter wird weich und lässt sich so ganz einfach verstreichen.

Wenn ich beim Backen kein Holzstäbchen für die Garprobe habe, nehme ich rohe Spagetthi. Einfach eine Nudel in den Kuchen stecken. Wenn beim Rausziehen kein Teig hängen bleibt, ist der Kuchen fertig.

Hefegebäck bekommt eine besonders schöne Farbe, wenn man dem Mehl etwas Vanillepuddingpulver hinzufügt.

Ich ersetze die Hälfte der gemahlenen Mandeln in Vanillekipferl durch sehr fein gemahlene Pistazien. Die Kipferl erhalten so eine schöne Farbe und schmecken noch besser.

Wenn man Walnüsse möglichst im Ganzen aus der Schale bekommen möchte, legt man sie 24 Stunden lang in lauwarmes Wasser.

Wenn sich ein Tortenboden nicht sofort aus der Form stürzen lässt, nehme ich einige Eiswürfel aus dem Eisfach und lege diese für kurze Zeit auf die Außenseite der heißen Form. Der Kuchen löst sich bald aus der Form und bleibt ganz.

Rührkuchen verfeinere ich gerne, indem ich nach dem Fetten die Backform zusätzlich mit Instantkaffeepulver ausstreue.

Beim Brotbackautomaten bestreiche ich die Knethaken vor dem Backen mit etwas Olivenöl. Die Haken lösen sich so besser vom Teig und die Kruste des Brotes wird richtig lecker.

Nusskuchen bekommt ein köstliches Aroma, wenn man die im Rezept angegebene Flüssigkeitsmenge durch kalten Kaffee ersetzt.

Rosinen oder kandierte Früchte für einen Rührkuchen lassen sich ganz einfach klein hacken, wenn man die Messerklinge zuvor mit etwas Speiseöl bestreicht.

Muffins lassen sich auch ungebacken sehr gut einfrieren: Teig wie gewohnt zubereiten, in Förmchen füllen, auf ein Blech setzen und ins Eisfach schieben. Sobald die Muffins gefroren sind, füllt man sie in Gefrierbeutel um.

Frisches Brot lässt sich gut anschneiden, wenn man das Brotmesser vorher erwärmt.

Hefeteig wird bekömmlicher, wenn man etwas frisch geriebenen Ingwer unterknetet.

Gibt man Zuckerguss oder flüssige Schokolade in eine Einwegspritze aus der Apotheke, lassen sich feine Tortenlinien leicht auf Kuchen oder Torten aufspritzen.

Nehmen Sie für ihren Biskuitteig statt der im Rezept angegebenen Flüssigkeit frisch gepressten Orangensaft. Der Teig bekommt nicht nur ein feines Orangenaroma, sondern ist auch noch gesund.

Kuchen mit Schokoladenglasur bricht beim Schneiden nicht, wenn man kurz zuvor die Glasur mit einem Föhn anwärmt.
Tortenspitzen aus Papier verrutschen beim Auflegen des Kuchens nicht von der Tortenplatte, wenn man einen Tropfen Honig auf die Mitte der Platte gibt.

Torten lassen sich viel sicherer transportieren, wenn man zuvor einige Tropfen Honig auf die Tortenplatte gibt.

Nusskuchen wird aromatischer, wenn man die gemahlenen Nüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fettzugabe kurz röstet und danach abgekühlt unter den Teig hebt.

Kuvertüre lässt sich auch gut im Gefrierbeutel im Wasserbad schmelzen. Wenn man dann eine Ecke des Beutels abschneidet, kann man direkt damit verzieren und hat kein schmutziges Geschirr.
Sollen Plätzchen knusprig bleiben, lässt man sie zunächst vollständig auskühlen. Dann lagert man sie am besten in einer luftdicht schließenden Blechdose, die zuvor mit einem Butterbrotpapier ausgelegt wurde.

Zum Einfetten von Backformen stülpe ich eine Kaffeefiltertüte über die Hand, tauche damit in die Margarine ein und fette die Form. Anschließend entsorge ich die Filtertüte.

Das selbst gebackene Brot läuft nicht auseinander, wenn man den Teig beim Backen in einen eingefetteten Metalltortenring gibt. Das Brot bekommt dann eine schöne runde Form.

Schneidet man einen Rührkuchen in der Mitte an, so kann man ihn immer wieder zusammenschieben. Die Schnittflächen trocknen dadurch nicht so schnell aus.

Teig klebt an? Nicht, wenn man die Teigrolle mit Frischhaltefolie umwickelt.

Mandeln enthäutet man am schnellsten, indem man sie in einem kleinen Kopftopf mit kochendem Wasser übergießt und diesen noch eine kurze Zeit auf kleiner Flamme stehen lässt. Die Haut löst sich fast von alleine.

Sahnesteif ersetze ich durch zwei Esslöffel Gelierzucker. Damit bleibt die Sahne ebenfalls schön steif.

Biskuitböden, die beim Stürzen aus der Form zerbrochen sind, kann man mit etwas Eiweiß an den Bruchstellen wieder zusammen kleben.

Eingefrorene Rührkuchen ohne Glasur backe ich nach dem Auftauen bei 100 Grad im Ofen etwa 10 Minuten auf. Dann schmecken sie wieder wie frisch gebacken.

Geronnene Buttercreme wird wieder geschmeidig, wenn man sie Schüssel in ein warmes Wasserbad stellt und einige Sekunden rührt.

Tortenguss fehlt? So machen Sie ihn selbst: 125 ml klaren Apfelsaft oder Weißwein mit zwei Esslöffel Zucker aufkochen. 1 EL Stärke mit etwas Wasser glattstreichen, in die Flüssigkeit rühren und so lange köcheln lassen, bis sie klar ist. Etwas abkühlen, dann auf die Torte geben.

Um den Kuchen aus der runden Silikonbackform zu bekommen, ohne ihn zu beschädigen, stelle ich diesen mit der Form auf einen umgedrehten Kochtopf. Dann kann die Form ganz einfach nach unten gestülpt werden und der Kuchen kann mit einem Tortenschieber abgenommen werden.

Zum Sahneschlagen an heißen Sommertagen lege ich Rührhaken und Schüssel 1 Stunde vorher in den Kühlschrank. So stimmt die Temperatur mit der gekühlten Sahne überein und die Sahne wird nicht zu Butter.

Wenn ich überbackene Toast/Baguettes im Ofen zubereite, lege ich den Boden des Herdes mit Alufolie/Backfolie aus. Diese beschwere ich mit zwei Löffeln. Tropft etwas herunter, ist der Herd sauber und die Folie kann ich wegwerfen.

Ob Rührteig oder Mürbteig, ganz egal, einfach das Fett 1:1 durch ungesüßtes Apfelmus ersetzten. Das spart nicht nur viel Kalorien, sondern schmeck tauch noch klasse. Der Kuchen wird locke rund saftig.
Käsekuchen wird richtig schön goldgelb, wenn man ihn kurz vor dem Herausnehmen aus dem Ofen mit Milch bestreicht, die mit ein wenig Zucker vermischt wurde.

Kochen:

Mineralwasser ...
Das Rührei zu fest? Der Kartoffelbrei klumpig? Die gekochten Karotten sehen fade und gelblich aus?
Mineralwasser als Zutat sorgt dafür, dass viele Gerichte besser gelingen.
Die Kohlensäure wirkt bei Teig- und Backwaren als Triebmittel und kann Backpulver ersetzen.
Durch einen Schuss Sprudel wird der Teig lockerer, denselben Effekt erzielt man beim Rühr- oder Kartoffelbrei.
Auch der Mineralstoffgehalt eines Mineralwassers ist ausschlagend. Gemüse behält seine Farbe und leuchtet stärker, wenn es in Mineralwasser gegart wird. Die Aromen des Gemüses kommen so besser zur Geltung.
Bei süßen Desserts sollte das Mineralwasser möglichst wenig Mineralstoffe enthalten, sonst wird der Geschmack des Nachtisch verfälscht.
Mousse au Chocolat wird schaumiger und leichter, wenn kurz vor der Fertigstellung Mineralwasser in die Masse gerührt wird.
Auch Sorbets gelingen besser: Auf einen Liter Sorbet-Masse etwa 150 Milliliter Mineralwasser mit Kohlensäure, dann ab in den Gefrierschrank – natürlich immer wieder das Umrühren nicht vergessen, damit das Sorbet eine geschmeidige Konsistenz erhält und sich keine großen Eiskristalle bilden.
Magerquark angerührt mit einem Schuss Mineralwasser, schmeckt locker und cremig wie ein Sahnequark.
Außerdem ist Mineralwasser auch das beste Getränk zum Essen, wenn es um Gesundheit und Wohlbefinden geht.

Bratkartoffeln werden krosser, wenn man sie langsam garen lässt.

Fisch darf generell nicht zu heiß gebraten werden und braucht kürzer als man denkt.

Sonntagsbraten und Steaks sollte man vor und nach dem Garen „Ruhepausen“ gönnen.
Ein Braten muss mindestens eine Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank genommen werden, bei Steaks reicht eine halbe Stunde. Durch die Ruhepause nach dem Braten wird das Fleisch zarter. Der Sonntagsbraten benötigt etwa zehn bis fünfzehn Minuten, Steaks sind nach fünf bis zehn Minuten soweit. Damit nichts auskühlt, kommt der Braten in den ausgeschalteten, aber noch warmen Ofen, das Steak abgedeckt auf die Wärmeplatte.

Aufgebackene Frühstücksbrötchen bleiben länger warm, wenn man ins Körbchen unter die Serviette ein Stück Alufolie legt.

Rotkohl bekommt einen besonders tollen Geschmack, gart man zwei getrocknete Pflaumen mit. Diese werden vor dem Servieren entfernt.

Schaschlikspieße bevor man das Fleisch aufspießt einen Tag in Salatöl einlegen. Spieße haben sich dann voll Öl gesogen und das Fleisch lässt sich problemlos beim Essen vom Spieß abziehen.

Um Ketchup leichter aus der Flasche zu bekommen, einen Trinkhalm bis auf den Flaschenboden stecken und wieder herausziehen. Die damit eingedrungene Luft ermöglicht leichtes Fließen.

Übrig gebliebene Waffeln friere ich ein. Im geeisten Zustand aufgetoastet schmecken sie wie gerade erst gebacken.

Soße, die zu fett ist, gießt man in ein schmales, hohes Glas und lässt sie erkalten. Das Fett steigt nach oben und kann abgeschöpft werden. Man kann die Soße auch durch ein feines Sieb laufen lassen.

Für Schokoladenpudding ersetze ich die Hälfte der Milch durch die gleiche Menge Kaffee. Der Pudding erhält so eine raffiniertere Note.

Hackfleisch-Canneloni kann man mühelos mit Hilfe einer Gebäck- oder Garnierpresse füllen. Zwiebeln dabei recht klein schneiden.

Wenn man Kiwis mit Äpfeln in eine Plastiktüte legt, diese verschließt reifen die Kiwis schneller. Selber ausprobiert.

Kräuter müssen nicht unbedingt auf dem Brettchen gehackt werden. Man kann sie auch prima mit der Schere direkt ins Essen schneiden. Zum Beispiel Schnittlauchröllchen werden so sehr gleichmäßig.

Weiß- und Rotkohl schneide ich mit der Brot- oder Allesschneidemaschine.

Butter, die im Kühlschrank gelegen hat, wird schnell streichfähig, wenn man eine Schüssel darüber stülpt, die vorher einige Sekunden in kochendem Wasser gelegen hat.

Wenn ich Butter für festliche Anlässe in Form bringen möchte, streiche ich weiche Butter in Plastikverpackungen von Pralinen, Keksen o.ä. (Stern-, Blumenformen usw.) stelle die Verpackung kurz ins Gefrierfach und drücke dann die geformte Butter zum Dekorieren heraus.

Für einen fettarmen, leichten Eisgenuss rührt man Fruchtjogurt mit spritzigem Mineralwasser oder Fruchtsaft locker auf, gibt ihn in kleine Schüsseln und friert ihn ein.

Viele Kinder essen gerne Pudding, mögen aber die Haut nicht. Füllt man den heißen Pudding in eine Schale und bestreut ihn sofort mit Zucker, bildet sich keine Milchhaut.

Pfannkuchenteig kann man aus einer Milchkanne portionsweise in die heiße Pfanne gießen – garantiert kein Kleckern.

Trockenfrüchte sinken im Backteig nicht nach unten, sondern bleiben gleichmäßig im Kuchen verteilt, wenn sie vorher mit Mehr benetzt werden.

Apfelscheiben für das Desserts bekommen keine braunen Stellen, wenn sie mit Vanillin-Zucker bestreut werden. Das schmeckt auch als Snack fantastisch!

Erdbeeren sollten erst kurz vor dem Verzehr gewaschen werden. Das Obst nur kurz unter fließendem Wasser abbrausen, sofort danach abtropfen lassen und mit einem Küchenpapier abtrocknen. Ansonsten saugen sich die Früchte mit Wasser voll und verlieren ihren Geschmack. Aus demselben Grund den Stiel erst immer nach dem Waschen entfernen.
Auch das Zuckern sollte erst maximal eine halbe Stunde vor dem Verzehr vorgenommen werden, da die Früchte sonst Saft ziehen und matschig werden.

Vor dem Kochen von Pflaumenmus reibe ich den Topfboden mit einer Speckschwarte ein und lege die erste Schicht der Früchte mit der Schnittstelle nach unten. So brennt nichts an.

Pflaumen und Zwetschgen so spät wie möglich einzumachen, heißt, Zucker zu sparen. Denn: Frühe Pflaumen verwandeln sich nach dem Kochen in recht saure Früchte, späte Pflaumen dagegen bleiben süß und aromatisch.

Im Keller gelagerte Äpfel bleiben länger frisch, wenn man einen Eimer Wasser daneben stellt.

Schlagsahne wird ergiebiger und damit pro Portion kalorienärmer, wenn man ein Eiweiß mit aufschlägt.

Damit Schlagsahne steif bleibt, verwende ich statt normalem Zucker Puderzucker.

Kalorien sparen: Wenn man 1 Eiweiß mit 1 Tasse Zucker und etwas Apfelsaft aufschlägt, hat man eine fettarme „falsche Schlagsahne“.

Wenn von den Festen noch Weinreste übrig sind, friere ich mir diese in kleinen Portionen oder in Eiswürfelbeuteln ein. So habe ich stets kleine Mengen für Soßen oder Kuchen zur Hand und muss keine Flasche öffnen.

Wenn Rotwein zu kalt ist, erwärme ich die Rotweingläser kurz in warmem Wasser, so kann sich das Aroma sofort entfalten.

Nach dem Öffnen passt der Korken oft nicht mehr in den Flaschenhals. Legen Sie ihn kurz in kochendes Wasser. Der Korken zieht sich zusammen und passt wieder in die Flasche. Nach dem Abkühlen dehnt sich der Korken wieder aus und die Flasche ist dicht.

Sollten sie ihren Korkenzieher einmal verlegt haben, lassen sie heißes Wasser über den Flaschenhals laufen. Die so erwärmte Luft drückt den Korken heraus

Abgestandener Sekt perlt wieder wunderbar, wenn man einige Rosinen in die Flasche gibt.

Sekt schämt beim Öffnen der Flasche sehr oft über. Sofort den Stiel eines Kaffeelöffels in den Flaschenhals stecken – das hilft.

Warum weinen wir beim Zwiebel schneiden?
Zwiebelschneiden und Weinen gehören untrennbar zusammen. Warum eigentlich?
„Ein Schnitt – und schon entweichen den Zellen der Zwiebel Stoffe, aus denen sich ein Gas bildet, das in die Augen steigt. Dort vermischt sich das Gas mit Tränenflüssigkeit und bildet Schwefelsäure“, ist die Erklärung. Zum Glück ist die Konzentration gering und wird noch geringer, weil das Gehirn den Augenschmerz registriert und sogleich noch mehr Tränen ausschüttet.

Wie man den Tränenfluss verhindern kann:
Entweder die Zwiebel unter fließendem Wasser schneiden, dann wird ein Teil der wasserlöslichen Schwefelverbindung weggespült.
Oder aber die Knolle vor dem Schneiden einige Zeit in den Kühlschrank legen, dann ist das ätzende Gas weniger flüchtig.

Wenn sie Zwiebeln oder Knoblauch schneiden, dann sollten sie danach die Hände mit einer Kartoffelscheibe einreiben. Der oft unangenehme Geruch verschwindet so.

Unangenehmer Knoblauchgeruch nach dem Essen lässt sich durch den Verzehr frischer Petersilie neutralisieren.

Knoblauch ist gesund und gibt vielen Gerichten Pfiff. Leider riecht das Ganze nach dem Genuss nicht immer angenehm. Doch dagegen hilft das Essen von Schokolade.

Das würzige Restöl eingelegter Peperoni u.a. kann man zum Einlegen von Fetakäse oder zum Anrichten von Eisbergsalat nochmals nutzen.

Leinsamen in der Pfanne kurz anrösten und kalt unter frischen Kopfsalat oder Eissalat mischen. Das schmeckt nussig fein und sorgt für eine gute Verdauung.

Essig und Öl kann man besser dosieren und damit auch sparsamer verwenden, indem man die Flaschen mit einem Schnapsausgießer versieht. Außerdem bleibt der Flaschenhals sauber.

Pommes frites aus dem Backofen werden schön knusprig, wenn man sie vor dem Backen mit ein wenig Salzwasser bestreicht.

Wenn man dem Fett in der Friteuse einen Esslöffel Essig hinzugibt, nehmen die Speisen nicht so viel Fett an und der Geschmack verbessert sich enorm.

Mit einigen Tropfen Zitrone im Kochwasser wird Reis schön weiß.

Damit Milchreis nicht anbrennt, beim Kochen den Kochtopf dick mit Margarine einfetten. So gelingt er prima.

Spätzleteig wird wunderbar locker, wenn man bei der Zubereitung Mineralwasser mit Kohlensäure statt herkömmliches Wasser verwendet.

Tüten von Nudeln, Reis, Chips und so weiter verschließe ich nach dem Öffnen mit einer Wäscheklammer. So bleibt das Aroma erhalten.

Gleichmäßige Kartoffelscheiben erhält man, wenn man die gekochten, ausgekühlten Kartoffeln mittels eines Eierschneiders schneidet.

Salzkartoffeln werden schmackhafter und bekommen eine schöne Farbe, wenn man etwas Currypulver ins Kochwasser gibt.

Bratkartoffeln werden viel knuspriger, wenn man die Kartoffelscheiben kurz vor dem Braten leicht mit Mehl bestäubt.

Kartoffelpuffer behalten beim Braten ihre helle Farbe, wenn man einige Tropfen Zitronensaft in den Teig gibt.

Kartoffelpuffer werden knusprig und fettarm, wenn man den kartoffelteig auf höchster Stufe im Waffeleisen goldbraun backt.

Ist zu viel Salz in die Suppe geraten, hilft folgendes: Eine Kartoffel schälen und mitkochen, denn sie saugt das Salz auf. Später kann die Kartoffel dann einfach wieder herausgenommen werden.

Meine Cremesuppen binde ich mit Kartoffelpüree-Pulver statt mit Sahne. Das spart Fett und damit Kalorien.

Wenn ein Rest Brot nicht mehr ganz frisch ist, schneide ich es in Würfel, brate es in Olivenöl und ein wenig Salz an und reiche es als Knabbergebäck oder als Croutons zu einer Suppe.

Wenn sie Walnüsse im Ganzen aus der Schale bekommen möchten, legen sie sie vor dem Knacken etwa 24 Stunden in Wasser.

Legt man Paranüsse einige Zeit in den Kühlschrank, löst sich beim Öffnen auch die braune Innenhaut ab.

Dattelkerne können Sie einfach entfernen, indem Sie die Früchte mit einer befeuchteten Schere aufschneiden.

Mandeln springen beim Hacken nicht fort, wenn Zucker auf das Hackbrett gestreut wird.

Käse hält sich ohne Austrocknen und Schimmelansatz, wenn man ihn in ein mit Essig befeuchtetes Tuch wickelt und kühl lagert.

Zähes Fleisch wird schnell weich, wenn man beim Schmoren einen Schuss Cognac beigibt.

Paniermehl selbstgemacht: Übrig gebliebenes Salzgebäck wie Salzstangen oder Chips zerbrösele ich erst mit den Händen, mahle es dann in der Kaffeemühle und bekomme so ein würziges Paniermehl.

Suppenfleisch, das nach langem Kochen immer noch zäh ist, wird schön weich, wenn man etwas Essig zur Suppe rührt.

Geflügel bleibt saftig, wenn man noch vor dem Anbraten mit Mineralwasser ablöscht. Die Kohlensäure verhindert das Austrocknen.

Damit Geflügel eine besonders glänzende Kruste bekommt, bestreicht man es vor dem Backen mit einer Marinade aus Honig und Bier.

Geflügelfleisch und Shrimps wende ich vor dem Braten in Kartoffelstärke. So trocknet das Fleisch beim Braten nicht aus.

Fisch zerfällt beim Braten nicht, wenn man ihn vorher mit einer Mischung aus zwei Dritteln Paniermehl und einem Drittel Kartoffelmehl paniert.

Bratwürste platzen nicht, wenn sie in Mehl gewendet werden, bevor man sie in die Pfanne gibt.

Petersilie friere ich im Ganzen in einem Gefrierbeutel ein. Ist sie gefroren, rolle ich mit dem Nudelholz darüber und habe sie so gleich zerkleinert.

Die kleinen Behälter von Überraschungseiern lassen sich gut zum portionsweisen Einfrieren von Küchenkräutern verwenden.

Mit einer Haushaltsschere schneidet man Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch besser als mit einem Messer.

Wenn Kräuter welken und die Blätter hängen lassen, stelle ich sie in ein Glas mit Zuckerwasser - in kurzer Zeit sind sie wieder knackig frisch.

Um zu vermeiden, dass die Öffnungen von Gewürzflaschen verstopfen, verschließt man sie nach Gebrauch mit einem Zahnstocher.

Frische Pilze säubere ich vor dem Garen, indem ich sie trocken mit einer weichen Baby-Haarbürste abreibe.

Rühreier werden besonders locker, wenn man pro Ei einen Esslöffel kohlensäurehaltiges Mineralwasser unterschlägt.

Eier mit verletzter Schale kann man zum Kochen einfach in Alufolie wickeln. So können sie nicht auslaufen.

Linseneintopf erhält eine exotische Note, wenn man ihn mit ungesüßter Kokosnussmilch und mildem Currypulver abschmeckt.

Bei der Sauerkrautzubereitung füge ich eine rohe zerschnittene Kartoffel hinzu. Dadurch wird dem Kraut die Schärfe genommen.

Kohlgeruch beim Kochen vermeidet man, indem man eine Scheibe Brot mitgart.

Erbsen behalten ihre Farbe, wenn man etwas Zucker mitkocht.

Pfannkuchen werden knusprig, wenn geriebener Zwieback unter den Teig gemischt wird. Er verfeinert so den Geschmack.

Knoblauchzehen lassen sich viel besser pellen, wenn man die Zehen vorher circa zwei bis drei Minuten in Wasser legt. Danach geht die Haut leicht ab, splittert nicht, klebt nicht und die Hände duften auch nicht so stark.

Koteletts oder Schnitzel klopfe ich in einem Frischhaltebeutel. So bleibt das Fleisch saftig und es spritzt nicht.

Aufläufe bekommen eine herrlich krosse Kruste, wenn man Paniermehl mit wenig flüssiger Butter oder geriebenem Käse zu Krümeln verarbeitet und darüber streut.

Zwiebelringe werden herrlich knusprig, wenn sie vor dem Backen in etwas Mehl gewendet werden. Mischen Sie etwas edelsüßes Paprikapulver unter das Mehl, dann bekommen die Zwiebeln außerdem eine tolle Farbe.

Kokosnüsse von ihrer Schale zu befreien, ist meist sehr mühsam. Ich lege sie deshalb einfach mit in den Backofen, wenn ich backe oder brate. Die Hitze lässt die Schale aufbrechen.

Wer gern und häufig mit Knoblauch kocht, kann sich lästige Arbeit mit der Presse ersparen. 1/8 Liter Öl in ein Schraubdeckelglas füllen, geschälte Knoblauchzehen von der Knolle dazugeben und mit dem Pürierstab fein pürieren. Hält sich cirka 10 Tage im Kühlschrank und ist wunderbar zu dosieren.

Wenn ich Vanillepudding für meine Tortenfüllung koche, nehme ich statt Milch Fruchtsaft. Das ergibt dann einmal eine fruchtige Tortencreme.

Wenn man eine Prise Salz in das Speiseöl gibt, dann bleibt es klar und wird nicht dickflüssig.

Wenn man beim Zwiebelschneiden nicht weinen will, sollte man einen Schluck Wasser im Mund behalten – garantiert kein Weinen mehr.

Bananen – wenn sie geschält sind, werden sie nicht braun, wenn Sie Zitronensaft darüber geben.

Eier, die beim Kochen geplatzt sind, laufen nicht aus, wenn dem Kochwasser schnell etwas Essig hinzu gegeben wird.

Wenn ich Champignons aus dem Glas oder aus der Dose verwende, streue ich nach dem Braten etwas Rosmarinpulver dazu. Der etwas fade Geschmack verschwindet. Nicht überwürzen und gut umrühren.

Zu weicher Knödelteig wird durch das Einrühren von etwas Gries wieder fest.

Schokopuddingpulver verwende ich statt Kakaopulver für den dunklen Teil meines Marmorkuchens. Es macht den Kuchen aromatischer.

Waffeln schmecken herrlich exotisch, wenn eine Tasse Kokosflocken unter den Teig gerührt wird.

Um Bohnen zu sortieren, gebe ich sie ins Wasser. Getrocknete Bohnen, die im Wasser oben schwimmen, wegwerfen – die Bohnen sind vermutlich von Insekten oder Schimmel befallen.

Rhabarber schmeckt besonders gut, wenn man ein Drittel Erdbeeren mitkocht.

Frische Kräuter schneide ich grundsätzlich mit der Schere, da gehen weder Saft noch Aroma verloren.

Für Rinderbraten und Rouladen verwende ich gerne rote Zwiebeln, die Soße wird dann schön dunkel.

Größere Mengen Getränke kann man in einer mit kaltem Wasser gefüllten Wanne sehr lange kühlen, wenn man circa 200 g Salz hinzufügt. Das Wasser erwärmt sich nicht so schnell.

Gemüsesuppen werden cremig, wenn man einige Löffel Schmelzflocken zum Schluss darunter rührt.

Wenn Sie Putenschnitzel oder –steaks braten, nehmen Sie zum Panieren eine Mischung von ca. 50 Prozent Paniermehl und 50 Prozent Kokosraspeln. Das gibt einen wunderbaren exotischen Geschmack.

Brötchen halten länger warm, wenn man Alufolie unter die Serviette des Frühstückkorbs legt.

Getrocknete Holunderblüten zwischen die Äpfel legen. Das verlängert die Haltbarkeit der Äpfel.

Orangen lassen sich leichter schälen, wenn man sie einen Moment in heißes Wasser legt.

Nie wieder Soßenklumpen: Lassen Sie Grieß oder Mehl für Ihre Soße durch einen Trichter laufen. Ihre Soße wird schön glatt.

Ketchup fließt problemlos aus der Flasche, wenn Sie ein rohe Makkaroni oder einen Strohhalm bis an den Boden stecken.

Käsereste werfe ich nicht weg, ich reibe sie und schmelze sie dann in heißer Milch. Verfeinert mit Creme fraiche und Brühe, wird daraus eine prima Nudelsoße.

Wenn man Schaschlikspieße vor der Verwendung mit etwas Öl einreibt, bleibt das Fleisch nicht daran kleben.

Wenn man nach dem Schälen und Schneiden von Knoblauch die Hände gründlich mit Milch wäscht, verschwindet der unangenehme Geruch.

Wenn der Braten zu zäh geraten ist, einfach 1 bis 2 Gläschen Cognac dazu geben. Weitere 10 Minuten schmoren lassen. Der Braten wird viel zarter.
Bekömmlicher und leichter verdaulich sind Kartoffelpuffer, wenn man zu dem Teig eine Messerspitze Backpulver gibt.

Eiweiß, das nicht ganz sauber vom Eigelb getrennt wurde, lässt sich mit einem Spritzer Zitronensaft trotzdem steif schlagen.

Salziges Kochwasser macht Mais zäh und hart. Einen Teelöffel Butter und eine Prise Zucker zugeben. Schönen gelben Mais bekommt man, wenn man kurz vor dem Herausnehmen etwas Zitronensaft zugibt.

Es gibt einen einfachen Trick, um Eigelb und Eiweiß leicht zu trennen. Ich schlage das Ei vorsichtig auf und lasse es in einen Trichter gleiten. Der Dotter bleibt im Trichter, während das Eiweiß durchrinnt.

Um in Soßen die weitere Fettzugabe zu reduzieren, einfach die Schlagsahne durch Kondensmilch (7,5 Prozent) ersetzen. Dies schmeckt besonders bei Pilzsoßen.

Eine besonders tolle Kruste bekommt mein Schmorbraten, wenn ich ihn zirka zehn Minuten vor Garende mit ein wenig Zuckerrübensirup bestreiche.

Schlagsahne – zum Beispiel für Torten – wird ergiebiger wenn man vor dem Schlagen etwas Eiweiß – zirka 1 Eiweiß auf 0,5 l Sahne – zugibt. Das eignet sich vor allem für die cholesterin- und kalorienbewusste Küche.

Das Überschäumen beim Kochen von Kartoffeln verhindern zwei echte Weinkorken (kein Plastik), die man in das Wasser legt. Man kann sogar noch den Topfdeckel schließen.

Soße oder Suppe versalzen? Zucker und Apfelessig zu gleichen Teilen mischen und portionsweise einrühren bis der salzige Geschmack verschwunden ist.

Damit Käse unter der Käseglocke nicht schimmelt, sollte man einfach – je nach Käsemenge – ein oder zwei Stückchen Würfelzucker dazugeben.

Schaschlikspieße aus Holz sollten vor dem Bestücken mit Öl eingerieben werden. Dann geht das Fleisch nach dem Braten leichter ab.

Möhren schmecken herzhafter, wenn man dem Kochwasser einen Schuss Apfelsaft dazu gibt.

Streicht man circa 15 Minuten vor Garende eine Mischung aus gehackten Oliven, Knoblauch, Parmesan, geriebener Zitronenschale und Thymian auf den Putenbraten, bekommt er eine würzige Kruste.

Kopfsalat, der schon etwas welk ist, wird wieder knackig, legt man ihn für kurze Zeit in kaltes Wasser, dem man einen Esslöffel Zucker beigefügt hat.

Kleine Gewürze, wie Kümmel oder Senfkörner, die ich nicht in der Soße haben möchte, gebe ich beim Kochen in ein Tee-Ei. So lassen sie sich wieder gut entfernen.

Wenn ich Erbsen koche, gebe ich etwas Puderzucker ins Kochwasser, dann bleiben die Erbsen schön grün.

Avocadocreme wird nicht braun, wenn man bis zum Servieren den Kern mit in die Speise legt. Vor dem Servieren dann herausholen.

Um immer etwas frische Sahne zum Verfeinern von Speisen zur Hand zu haben, gieße ich einen Becher Sahne in einen Eiskugelbeutel und friere ihn ein.

Kaffeebohnen und gemahlenes Kaffeepulver bleiben im Kühlschrank oder im Gefrierfach länger frisch.

Im Keller gelagertes Obst und Gemüse bleibt länger frisch und knackig, wenn die Regalböden mit Farn ausgelegt sind, da der Farn eine fäulnishemmende Wirkung hat.

Übrig gebliebene Schlagsahne spritze ich als kleine Rosette auf ein Stück Folie und friere sie ein. Ausgehärtet kann man sie später als Garnierung von Dessert verwenden.

Waffeln, die beim Backen übrig geblieben sind, kann man prima einfrieren. Noch unaufgetaut im Toaster geröstet, schmecken sie wie frisch.

Leberwurst wird kalorienärmer, wenn man sie mit ein bis zwei Löffeln Magerquark streckt. Das schmeckt nicht nur lecker, sondern ist auch preiswert.

Hacken Sie frische Kräuter immer auf einem befeuchteten Holzbrett, so gehen die Aromastoffe nicht verloren.

Geben Sie ein paar Walnüsse mit in den Topf, in dem Sie Blumenkohl oder anderen Kohl kochen. Der unangenehme Geruch bleibt ihnen erspart.

Wenn ich Fleischscheiben oder Kuchenstücke einfriere, lege ich passende Backpapierstreifen dazwischen. So lassen sich später die Stücke leicht wieder auseinander nehmen.

Wenn man Pellkartoffeln nach dem Kochen mit kaltem Wasser abschreckt wie Eier, lassen sie sich besser schälen und das Messer verklebt nicht durch die Schale.

Pellkartoffeln lassen sich ganz leicht pellen, wenn man eine kleine Zwiebel mitkocht.

Erwärmen Sie die Götterspeise nur bei mittlerer Hitze, damit sie nicht zu heiß wird. Sie verliert sonst ihre Gelierkraft und die Götterspeise wird nicht fest.

Rinderbraten wird besonders zart, wenn man das Fleisch mit Weinbrand bestreicht und über Nacht durchziehen lässt.

Spätzleteig wird herzhafter, wenn man einen Teelöffel Gries unterrührt. Dadurch zerkochen die Spätzle nicht so schnell.

Beim Frittieren koche ich nebenbei etwas Essigwasser, das nimmt den Geruch.

Damit Kartoffelwasser nicht überkocht, gebe ich etwas Margarine dazu.

Um Knoblauchzehen bei einem Gericht kurz mitzukochen, stecke ich sie auf einen Zahnstocher. So lassen sie sich vor dem Servieren problemlos wieder herausfischen.

Brokkoli bleibt beim Kochen grün, wenn man etwas Essig in das Kochwasser gibt. Dann behält er seine leuchtende Farbe.
Eine Hackfleischmasse kann man anstatt mit eingeweichten Brötchen bis zu einem Drittel mit Magerquark mischen. Die Masse wird dann besonders würzig und saftig.

Verfeinert man dunkle Soßen mit ein wenig geriebener Bitterschokolade, bekommt die Sauce ein tolles Aroma.

Damit die Eier beim Kochen keine Risse bekommen, gebe ich in das Wasser einen Schuss Essig.

Beim Waschen von Salat und grünem Gemüse, fügen Sie dem Wasser etwas Essig und Salz hinzu, um das Ungeziefer heraus zu waschen und Keime abzutöten.

Um eine versalzene Suppe wieder schmackhaft zu machen, gibt man ein bis zwei Backpflaumen für zirka 15 Minuten in die Brühe. Die Backpflaumen nehmen das Salz auf und die Suppe ist wieder genießbar.

Wenn die Bratensoße zu hell geraten ist, einfach Zucker in einer Pfanne ohne Fett bräunen – karamellisieren – und noch flüssig und heiß zur Soße hinzufügen.

Rohe geriebene Kartoffeln oder Äpfel verfärben sich nicht, wenn man eine Messerspitze (je nach Menge) Vitamin-C-Pulver dazu gibt. Auch Kopfsalat und Endivien bleiben angemacht länger frisch. Der etwas säuerliche Geschmack ist das Tüpfelchen auf dem i.

Offener Sekt hält sich länger, wenn man eine Rosine in die Sektflasche gibt. Durch den Zuckergehalt wird erneut Kohnensäure erzeugt, der Geschmack aber bleibt unverändert.

Petersilie lässt sich leicht und mühelos zerkleinern, indem man die gewaschene und abgezupfte Petersilie in ein Wasserglas gibt und dort mit der Schere zerkleinert. Außerdem entfällt dadurch auch noch das lästige Säubern des Bretts.

Gefrorene Petersilie im Gefrierbeutel gut durchkneten, sie zerbröselt dabei und man braucht sie nicht mehr zu hacken.

Eischnee fällt wieder zusammen, wenn man ihn zu lange stehen lässt. Man kann ihn retten, indem man ihn zusammen mit ein paar Tropfen Zitronensaft wieder aufschlägt. Der Schnee wird wieder fest.

Hähnchenkeulen lege ich vor dem Garen ein bis zwei Stunden in Buttermilch ein. Dadurch werden sie wunderbar zart.

Wenn man Erdbeeren, Himbeeren oder Brombeeren auf einer Platte, die mit Frischhaltefolie ausgelegt wurde, vorgefriert, lassen sie sich sehr gut einzeln für Kuchen oder Desserts verwenden.

Radieschen bleiben schön knackig, wenn man sie nach dem Putzen und Waschen in einer mit Wasser gefüllten Schüssel in den Kühlschrank stellt.

Bestreut man die rohen Zwiebeln vor dem Braten mit Gelierzucker, werden sie herrlich knusprig.

Bestreicht man Steaks vor dem Backen mit etwas Malzbier, bekommen sie eine herrlich aromatische Kruste.

Reis ist schnell wieder aufgewärmt, wenn man ihn in einen Gefrierbeutel füllt und etwa 5 Minuten in kochendes Wasser legt. Er schmeckt wie frisch gekocht.

Legen Sie eine trockene Brotkruste in die Pfanne und das Fett spritzt nicht mehr.
Knoblauch riecht weniger stark, wenn man den grünen Spross aus der Mitte der Zehe entfernt.

Mozzarella in perfekte Scheiben zu schneiden, gelingt ganz einfach, wenn Sie den Mozarella vor dem Schneiden für eine Weile ins Gefrierfach legen.

Kartoffelpüree wird wunderbar würzig, wenn man die Kartoffeln anstatt in Salzwasser in einer starken Gemüsebrühe gart.

Geflügel, das bei mir im Backofen nicht knusprig genug geworden ist, pinsele ich circa 15 Minuten vor Garende mit Dosenmilch und einer Prise Zucker ein. Hierfür Dosenmilch und eine Prise Zucker verrühren.

Chinesischen Gerichten gebe ich gegen Ende der Garzeit ein Töpfchen Krautsalat aus dem Kühlregal zu. Das sorgt zusätzlich für frischen süß-sauren Geschmack und es muss kein zusätzlicher Kohl hinein.

Schmorbraten oder Rouladen werden besonders zart, wenn man nach dem Anbraten heißes Wasser zum Weiterschmoren dazu gibt. Kaltes Wasser lässt das Fleisch zäh werden.

Lagerung von Lebensmitteln im Kühlschrank

Konventionelle Kühlschränke haben verschiedene Temperaturzonen. Am kältesten ist es in der Nähe des Verdampfers, also an der Rückwand. Ziemlich kalt ist es auch auf der Glasplatte, denn kalte Luft fällt nach unten. Unter der Glasplatte, im Gemüsefach, herrschen mildere Temperaturen. Am höchsten ist die Temperatur in den Kühlfächern. Auf die Glasplattegehören alle leicht verderblichen Lebensmittel wie Fisch, Fleisch und frischer Wurstaufschnitt. Während Fisch und Hackfleisch am besten am Tag des Einkaufs verarbeitet werden sollten, halten sich die übrigen Waren zwei bis drei Tage. Auf die Etage über der Glasplattegehören die Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Milch, Sahne. Hier sind auch angebrochene Packungen gut aufgehoben. Das oberste Fach eignet
sich für Käse, zubereitete Speisereste, rohen Schinken, Salami. In die Kühlschranktür sollten Lebensmittel, die nur leicht gekühlt werden wie Butter, Getränke, Saucen und Eier.

Motten

Kaum etwas ist ärgerlicher als eine Motteninvasion im Vorratsschrank! Meist schlagen Dörrobst- oder Mehlmotten im Schutz der Abenddämmerung zu. Durch Fenster oder Mauerritzen kommen sie in die Küche und steuern, als wären sie bei uns zu Hause, zielsicher die Vorratsschränke an. Doch die Falter sind nur die Vorhut: sie legen ihre Eier (200-400 pro Motte!) in Getreide, Schokolade, Nüsse, Trockenobst, Müsli und anderen pflanzlichen Nahrungsmitteln ab, Mehlmotten auch in Mehl. Die Raupen, die nach einiger Zeit ausschlüpfen, schlagen sich an den Vorräten den Bauch voll, bis sie sich verpuppen und schließlich als Falter neue Eier legen. Manchmal werden sie auch in gekaufter, befallener Ware eingeschleppt.
Untrügliche Zeichen eines Mottenbefalls sind Fraßschäden, unappetitliche Gespinste, Kot und tote Tiere. Wenn man das bemerkt, dann muss man sofort aktiv werden. Sämtliche befallenen Lebensmittel müssen weggeworfen werden. Wenn man nicht sicher weiß, ob sie befallen sind oder nicht, dann friert man sie ein paar Tage in einem dicht schließenden Behälter ein und legt sie dann für eine Stunde bei einer Temperatur von 55°C in den Backofen. Das macht eventuell vorhandenen Eiern oder Schädlingen garantiert den Garaus. Der ganze Schrank muss ausgeräumt und ganz gründlich gereinigt werden, vor allem auch in den Ritzen und Ecken. Danach werden alle angebrochenen Lebensmittel in gut verschließbaren Gefäßen verstaut. Einer erneuten Mottenplage schiebt man durch regelmäßiges Untersuchen der Vorräte einen Riegel vor.

Lebensmittel international

Olivenöl:
Das flüssige Gold, Inbegriff der Mittelmehrküche, ist auch bei uns sehr beliebt. Kein Wunder: Olivenöl lässt sich vielseitig verwenden und gilt – neben Rapsöl – als besonders gesund. Der hohe Gehalt an Vitamin E, Flavonoiden und einfach ungesättigten Fettsäuren (bis zu 83 Prozent) schützt vor koronaren Herzkrankheiten. US-Forscher haben in Olivenöl eine Substanz entdeckt, die die gleiche Struktur wie das Schmerzmittel Ibuprofen aufweist. Wichtiger als die Bezeichnung „kaltgepresst“ sind die Gütekriterien „natives Olivenöl extra“ und „natives Olivenöl“.

Soja:
Soja ist ein wichtiger Bestandteil der japanischen Küche und in Soja-Sauce, Pflanzenöl, Tofu und Miso (fermentierte Sojabohnenpaste) enthalten. Sojabohnen enthalten hochwertiges Eiweiß und Isoflavone (etwa Genistein) – ölstrogenhaltige Substanzen, die im Zusammenhang mit Schutz vor Krebs und Osteoporose stehen. Studien belegen zudem, dass eine sojareiche Kost vor Herzleiden und Brustkrebs schützen kann. Da eine hohe Soja-Zufuhr bei Frauen mit Brustkrebs in der Familie das Erkrankungsrisiko aber auch erhöhen kann, sollten betroffene Frauen vorher mit ihrem Arzt sprechen.
Tipp: Die Zusammensetzung von Soja hängt vom Lebensmittel und von der Verarbeitung ab. So enthält Sojamehl d9oppelt so viele Isoflavone wie Sojamilch.

Joghurt:
Joghurt wird in Griechenland seit jeher gegessen. Er schützt den MagenDarm-Trakt und das Immunsystem. Als kalziumreiches Lebensmittel stärkt er die Knochen und kann beim Abnehmen helfen. So zeigt eine internationale Studie, dass übergewichtige Erwachsene, die im Rahmen ihrer Diät täglich drei Portionen fettfreien Joghurt aßen, 22 Prozent mehr Gewicht und 62 Prozent mehr Körperfett verloren als diejenigen, die nur ihre Kalorienzufuhr verringert hatten.
Tipp: Am besten Naturjoghurt kaufen und bei Bedarf mit frischen Früchten süßen.

Linsen:
In Indien sind Linsen ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Die Bandbreite reicht von gelben, roten bis zu schwarzen Hülsenfrüchten. Als Dal werden Linsen typischerweise zu jeder Mahlzeit serviert. Linsen sind nicht nur reich an Eiweiß und cholesterinsenkenden Ballaststoffen, sie enthalten auch viel Eisen, die meisten B-Vitamine sowie Folsäure, wichtig für Frauen mit Kinderwunsch. US-Forscher haben entdeckt, dass der Farbstoff in schwarzen Belugalinsen vor Herzerkrankungen, Krebs und vorzeitiger Alterung schützen kann.
Tipp: Rote Linsen müssen nicht eingeweicht werden, sind leichter verdaulich und in acht bis zehn Minuten gar.

Linsen

Von allen Hülsenfrüchten sind Linsen am leichtesten zu verdauen. Vor allem aber sind sie reich an Nährstoffen und sehr vielseitig. Ob schwarze Belugalinsen, kleine Berglinsen, geschälte rote Linsen, grüne Puylinsen oder braune Tellerlinsen - jede Sorte lässt verschiedene Zubereitungsarten zu. Linsen sind reich an Ballaststoffen, Kohlenhydraten, pflanzlichem Eiweiß und Mineralstoffen. B- Vitamine fördern das Denken, Vitamin E stärkt die Nerven, und Eisen sorgt für den Sauerstofftransport im Blut. Auch Folsäure ist in Linsen enthalten, wichtig für werdende Mütter.

Werden Linsen über Nacht eingeweicht, kann das Wasser weggeschüttet und zum Kochen frisches verwendet werden, um Blähungen zu vermeiden. Kleine und geschälte Linsen brauchen vor der Zubereitung nicht gewässert zu werden. Geschälte Sorten sind am schnellsten gar und lassen sich pürieren. Besonders gut wird Linsenmus, wenn es am Schluss mit gehackten Zwiebeln, Knoblauch und Zitronensaft gewürzt ist. Gut zu Nudeln und als Brotaufstrich.

Linsen und Spätzle sind eine ideale Kombination, da sich die Aminosäuren (Bausteine von Proteinen) bei diesem schwäbischen Gericht ideal ergänzen. Dieser nicht nur für Vegetarier nützliche Effekt tritt auch ein, wenn Linsen mit Reis, Brot oder Kartoffeln verzehrt werden. Indische Zubereitungsarten mit gelben und roten Linsen können dafür Vorbild sein. Hier kommen außerdem verdauungsfördernde Gewürze wie Kreuzkümmel, Ingwer, Chili und Kurkuma zum Einsatz.

Die Aromastoffe von Linsen stecken in der Schale. Daher sind ungeschälte Sorten besonders schmackhaft. Kleine Beluga-, Berg- und Puylinsen sind eine gesunde Zutat für Frühlings- und Sommersalate. Sie schmecken besonders gut, wenn sie unmittelbar nach dem Kochen mit etwas Balsamicoessig oder anderen süßsauren Beigaben wie Himbeeressig, eingeweichten Backpflaumen oder Honigsenf gewürzt werden. Während des Abkühlens durchziehen lassen.

Achtung: Wer unter Gicht leidet, sollte auf Linsen besser verzichten. Sie enthalten Purine, die im Körper zu Harnsäure abgebaut werden. Das begünstigt die schmerzhafte Erkrankung.

Soja

Wissenschaftler gehen davon aus, dass etwa die Hälfte der Weltbevölkerung unter einer mehr oder weniger starken Laktoseintoleranz leidet. In Deutschland sind es nach Schätzungen ungefähr 15 bis 20 Prozent.
Doch die Milchzuckerunverträglichkeit lässt sich mit Produkten, in denen kein Milchzucker enthalten ist, umgehen. Ein guter Ersatz sind auch Sojaprodukte, die die gesunde Ernährung unterstützen – ganz ohne Nebengeschmack.
Nicht nur für Menschen, die an Laktoseunverträglichkeit leiden, können die verschiedenen Verarbeitungen der Hülsenfrucht ein Ersatzprodukt sein. Auch Vegetarier oder Menschen mit einem zu hohen Cholesterinwerten greifen gerne auf das pflanzliche Nahrungsmittel zurück. Besonders wegen des hohen Gehalts an Eiweiß, Kohlenhydraten und Mineralstoffen (Kalzium, Eisen, Magnesium, Zink) ist Soja sehr beliebt. Denn gerade wenn man keine Milchprodukte oder Fleisch zu sich nimmt, sind diese Stoffe zum Ausgleich besonders wichtig für den Körper.
Sojagurt, Sojamilch, Tofu, Sojasprossen – dies sind nur einige Varianten, wie man die vielfältige Bohne in der Küche einsetzen kann.

Fernöstlich - Sojasauce

Ohne Sojasauce – für die meisten undenkbar.
Doch unterschieden sich die einzelnen Saucen in Qualität und Aroma stark, der Umgang mit dem asiatischen Würzmittel will gelernt sein.
Sojasauce ist nicht gleich Sojasauce. In Asien gibt es so etwas wie ein Reinheitsgebot dafür, wie bei uns fürs Bier. Eine gute Sojasauce enthält keine Zutaten außer Sojabohnen, evtl. Weizen, Wasser und Salz; auf keinen Fall Farbstoffe oder Geschmacksverstärker.
Auch sollte man bedenken, dass Sojasauce wie andere Würzmittel auch, den Geschmack einer Speise verbessern soll. Mit anderen Worten: Das Essen soll nicht nach Sojasauce schmecken. Tatsächlich bringt das natürliche Glutamat einer guten Sojasauce den jeweiligen Eigengeschmack eines Essens besser zur Geltung.
Man sollte wissen, dass sich die Aromastoffe der Sojasauce leicht verflüchtigen. Heiße Speisen deshalb erst kurz vor dem Ende der Garzeit würzen.
Sojasaucen enthalten oft viel Salz – bis zu einem knappen Fünftel des Volumens. Je mehr Sojasauce, desto weniger Salz muss ans Essen.
Gedünstetes Gemüse schmeckt besser, wenn man statt Salz Sojasauce ins Kochwasser gibt.
Für manche Speisen eignen sich – optisch – helle Sojasaucen besser, diese aber nicht ganz so viel Aroma haben und mehr Salz enthalten.
Nach dem Öffnen der Sojasauce diese im Kühlschrank aufbewahren, um die Aromen zu schützen. Gute Saucen sollten dann in einem Monat aufgebraucht werden.
Man sollte süße Sojasaucen nicht mit würzigen verwechseln. In Rezepten sind üblicherweise die würzigen gemeint.

Kleidung

Pflege und Fleckenbehandlung

Schuhpflege

Tipps für weiße Textilien:

Hautfarbene Dessous scheinen unter weißer Kleidung weniger durch als weiße. Glatte Wäsche bleibt unsichtbar, während mit Spitzeneinsätzen verzierte durchdrückt. Auch inwendige Etiketten können durchscheinen. Hilfreich: Die Zettel mit den Pflegehinweisen abschneiden, in ein Heft kleben und dazu notieren, zu welchem Kleidungsstück sie gehören. Dort kann man nachschauen, wie jedes Stück gereinigt werden soll.

Weiße Kleidungsstücke, die in die Waschmaschine dürfen, niemals mit bunten oder pastellfarbigen Textilien in die Trommel geben. Weißes immer separat waschen.

Weißes mit Vollwaschmitteln waschen. Diese enthalten in aller Regel Bleichmittel, die das Strahlen weißer Textilien erhalten. Das regelmäßige Säubern des Waschmittelbehälters und das Leeren des Flusensiebes verhindern, dass Weißes fleckig aus der Maschine kommt.

Bei Flecken kann Einweichen in einer lauwarmen Gallseifenlauge helfen. Aber nicht immer, denn jeder Fleck ist anders. Im Zweifelsfall das Kleidungsstück unbehandelt in die Reinigung bringen. Für unkomplizierte Flecken gilt: Nicht eintrocknen lassen, sofort auswaschen.

 

Pflege und Fleckenbehandlung:

Wenn ich Jeans- oder andere sehr dicke Stoffhosen kürze, welche schlecht unter den Nähfuß passen und sich auch ansonsten schwer nähen lassen, klopfe ich die dicken Nahtstellen zuvor mit einem Hammer flach. Danach geht das Nähen ganz leicht.

Damit Basketballkappen nach dem Waschen in Form bleiben, ziehe ich sie zum Trocknen über einen Luftballon.

Nasse Anhänger an Waschlappen kleben nicht zusammen, wenn man sie aus Gummilitze – Gummiband – anfertigt.

Gummiband lässt sich schnell einziehen, wenn man das alte mit dem neuen Band verbindet. Beim Herausziehen das alten wird gleich das neue Gummiband eingezogen.

Das Einfädeln eines Fadens geht leichter, wenn man den Faden über einem kontrastierenden Blatt Papier durchs Nadelöhr führt – zum Beispiel dunkler Faden über hellem Papier.

Nähmaschinennadeln halten auch bei dicken Stoffen, wenn man die Nadeln mit Seife einreibt.

Wenn Sie eine Tischdecke vor Flecken schützen wollen, dann sprühen Sie die Decke mit Imprägniermittel ein. Verschüttete Getränke oder Soßen lassen sich dann einfach abwischen.

Teerflecke entfernt man am unschädlichsten aus jedem Stoff und jeder Farbe durch Einreiben mit Eigelb, das den Teer löst. Mit reichlich Wasser, das nicht zu warm sein darf, nachspülen.

Flecken von Kirschen oder Erdbeeren in weißer Wäsche entferne ich mit saurer Milch. Die verschmutzte Stelle darin einweichen, dann mit lauwarmem Wasser auswaschen.

Wenn Kleidung mit frischen Obstflecken verschmutzt ist, einfach Mineralwasser darüber gießen, drei Minuten einwirken lassen – und der Fleck ist weg.

Ein Marmeladenfleck auf Kleidung verschwindet mit Hilfe von Zahnpasta spurlos. Den Fleck damit bestreichen, einwirken lassen, auswaschen, fertig.

Grasflecken auf Jeans mit Zahnpasta einreiben und einwirken lassen. Danach wie gewohnt waschen und der Fleck ist verschwunden.

Ich wasche neue Jeans immer zusammen mit alten Jeans. Grund: die neuen Hosen geben beim Waschen noch Farbe ab und frischen so die alten Hosen wieder auf.

Blütenstaub-Flecken habe ich mit Tesafilm vom Stoff ab.

Die edlen Stoffservietten sind voller Lippenstift? Hier hilft Eukalyptusöl aus der Drogerie: Flecken damit beträufeln und anschließend normal waschen.

Geben sie beim Waschen von Strumpfhosen dem Wasser einen Schuss Essig zu. So halten die Strumpfhosen länger und ziehen keine Fäden.

Gewaschene Wolldecken hänge ich über Eck auf die Wäscheleine. Dadurch läuft das Wasser gut über die Zipfel ab, die Decken verziehen sich nicht.

Verfilzte Wollsachen werden wieder wie neu, wenn man sie in einem Sud aus weißen Bohnen spült.

Verfilzte Wollsachen werden wieder wie neu, wenn man sie über Nacht in ein Wasserbad mit ein bis zu zwei rohen, geriebenen Kartoffeln legt.

Kratzende Wollpullover kann man über Nacht in die Gefriertruhe legen, sie werden wieder flauschig weich.

Wollkleidung wird schmuseweich, wenn man beim letzten Spülwasser etwas Glyzerin zusetzt.

Bei Wollsachen gebe ich dem Spülwasser Glyzerin bei, das verhindert das Zusammenfilzen.

Kratzende Pullover werden wieder weich und kuschelig, wenn man sie in einer Lauge mit mildem Haarshampoo wäscht und danach den Pulli noch zehn Minuten in ein Haarkurbad legt. Gründlich ausspülen nicht vergessen!

Daunenjacken werden nach dem Waschen im Trockner besonders locker, wenn man einen Tennisball hineinsteckt.

Weiße BH’s vergilben mit der Zeit. Legt man sie in aufgebrühten schwarzen Tee, hat man einen hautfarbenen, fast neuen BH.

Damit die Sockensuche nach der Wäsche nicht nervig wird, rolle ich die Strümpfe paarweise an der Öffnung zusammen und gebe sie in ein Wäschenetz. Paarweise zum Trocknen aufgehängt, dann hat der Sockenschwund ein Ende.

Chaos in der Schublade mit meinen Halstüchern vermeide ich, indem ich leere Papierrollen von Alu- oder Klarsichtfolie in etwa drei bei fünf Zentimeter breite Stücke schneide. Die Tücher passen dann zusammengelegt in die Röllchen.

Mit einem Stück Styropor (aus Verpackungen) lassen sich Ohrstecker ordentlich und nach Paaren sortiert aufbewahren

Ohrstecker-Paare finden, ohne zu wühlen – so geht’s: Einen Gürtel, den man nicht mehr braucht, vielfach mit einer Lochzange durchknipsen und die Ohrstecker sortiert neben – oder untereinander einstecken. Der Gürtel, an der Wand aufgehängt, sieht sogar gut aus.

Zähnchen von klemmenden Reißverschlüssen mit einer Kerze einreiben, dann funktionieren sie wieder. Reißverschlüsse vor dem Waschen schließen, damit sie nicht verziehen.

Kleider mit großem Ausschnitt rutschen leicht vom Bügel. Sie halten besser, wenn man die Bügel-Enden mit Gummiband umwickelt.

Hemd- und Blusenkragen im Koffer verdrückt man nicht, wenn man Socken hinter den jeweiligen Kragen legt und dann den Kragen darüber schlägt.

Bei neuen Blusen und Hemden betupfe ich die Fäden der Knöpfe mit farblosem Nagellack. So wird ein sich lockernder Faden verhindert.

Verstaubter Samt wird wieder schön glänzend, wenn man die Kleiderbürste in Salz taucht, bevor man den Stoff damit abbürstet. Auch älterer Samt kann so wieder aufgefrischt werden.

Schwarze Seide behält ihren Glanz, wenn sie nicht in Wasser, sondern in schwarzem Tee gewaschen wird.

Fussel auf schwarzer Kleidung entferne ich, indem ich die Kleidung mit einer alten Nylonstrumpfhose gegen ihre Webrichtung abreibe.

Bleichmittel oder andere Fleckenentferner fülle ich in leere Deoroller. So kann ich das Produkt sparsam und zielgenau auf den Fleck auftragen.

Wenn ich Wäschestücke färbe, lege ich eine weiße Garnrolle dazu. So habe ich zum Ausbessern oder Annähen von Knöpfen stets die Passende Garnfarbe zur Verfügung.

Wenn Kleidungsstücke oder andere Textilien schmutzig werden, ist es hilfreich, Mineralwasser darauf zu träufeln und es einwirken zu lassen. Die Schmutzflecken gehen dann superschnell raus.

Obstflecken auf Kleidung entfernt man, indem man weißen Essig darauf gibt und das Stück nach einer halben Stunde mit in die Wäsche gibt.

Fettflecke behandle ich sofort mit Backpulver. Man sollte es dick auftragen und über Nacht einwirken lassen. Anschließend dann das Kleidungsstück waschen.

Wenn sie Baumharz-Flecken an der Kleidung haben, reiben sie die bestreffende Stelle mit Butter ein und waschen das Kleidungsstück im Schongang - schon ist der Fleck weg.

 

Schuhpflege

Beim Einlagern von Winter- oder Sommerschuhen gilt: Sie sind gereinigt, gepflegt und aufgespannt zu verstauen. Um sie vor Staub zu schützen, sollten sie in einem Karton oder einem Schuhsack aus atmungsaktivem Material (Stoffsack) aufbewahrt werden.

Schwarze Streifen auf Raulederschuhen, swe sie zum Beispiel durch das Hängenbleiben an Treppen entstehen, lassen sich mit einem Radiergummi entfernen.

Fettflecke entfernt man am besten mit handelsüblichem Reinigungsbenzin.

Vermeiden Sie beim Reinigen grundsätzlich zu starken Druck auf den Schuh. Die meisten Schuhe sind mit Deckfarben behandelt, die Sie dadurch abreiben könnten.

Bei unempfindlichem Leder können Sie auch auf ältere Hausmittel zurückgreifen: Versuchen Sie es mal mit Essigwasser bei Streusalzflecken und Petroleum bei Schnee- oder Wasserrändern.

 Pflegeintensität:

Rau- und Lackleder sind empfindlicher als Glattleder. Denn Lackleder, bei denen eine hochglänzende Kunststoffschicht auf das Leder aufgebracht ist, sind kratzempfindlicher und weniger atmungsaktiv. Sie sollten mit Lackölen gepflegt werden.

Bei Schuhen aus Rauleder (Velours-, Nubuk-, echtes Wildleder) ist dagegen besonders wichtig, dass sie gut imprägniert werden.

Aber egal ob glatte oder raue Lederoberfläche: Der Griff zum Imprägnierspray sollte vor dem ersten Tragen des neuen Schuhwerks Pflicht sein. Der Grund: Schuhe kommen zwar imprägniert in den Handel, der Schutz ist aber nur von begrenzter Dauer.

Glattlederschuhe halten länger, wenn sie regelmäßig mit einem feuchten Tuch gereinigt und nach dem Trocknen mit Schuhcreme in der passenden Farbe gepflegt werden. Sie sollte stets dünn mit einem weichen Baumwolltuch aufgetragen werden.
Mit Lacklotionen getränkte Schwämmchen, die Schuhe im Nu glänzen lassen, sind kein Ersatz für diese Pflege.
Salzränder und Wasserflecken lassen sich mit einem in Lederseifenlauge getränkten Schwamm auswaschen, solange das Leder noch feucht ist. Dabei immer den ganzen Schuh feucht behandeln.
Hartnäckige Flecken können wahlweise mit Essigwasser, rohen Zwiebelringen oder – besonders schonend – mit Milch entfernt werden.
Sind Schuhe durch den Regen oder bei der Reinigung nass geworden, sollten sie vollständig trocknen, bevor sie erneut getragen werden. Dabei eventuelle Einlagesohlen entnehmen, die Schuhe mit Zeitungspapier ausstopfen und nie in die Nähe von Wärmequellen stellen.
Schuhe mit Ledersohlen am besten auf die Seite legen, so kommt Luft heran.
Auch wenn es immer wieder heißt, Turnschuhe aus Leinen könnten in der Waschmaschine gewaschen werden, ist hier Vorsicht geboten. Besser ist es, textile Materialien, vor allem wenn sie mit Leder kombiniert sind, mit einem milden Shampoo von Hand zu behandeln und dabei Nähte und Klebestellen auszusparen.
Sind noch Flecken zu sehen, kann sie eine professionelle Reinigung lokal entfernen oder man versucht es selbst mit Waschbenzin. Am besten an einer verdeckten Stelle ausprobieren.
Schuhe aus Velourleder müssen lediglich ab und zu durch Kupferdraht-Bürsten aufgeraut werden.
Flecken zuvor feucht auswaschen und Schrammen mit einem Spezialradiergummi beseitigen. Die für Veloursleder gedachten Radiergummis können auch für helle Sommersohlen aus Schichtleder oder Rubrexsohlen verwendet werden. Egal ob Sommer- oder Winterschuhe: Nach einem Tag Tragezeit sollte man ihnen jeweils einen Tag Ruhe gönnen.

Mit ein paar Tropfen Milch bekommt man eingetrocknete Schuhcreme wieder weich.

Wildleder sieht nach dem Reinigen mit Teppichschaum wieder wie neu aus.

Reibt man Lackschuhe und –taschen mit Speiseöl ein, strahlen sie schön und werden nicht brüchig.

Bananenschalen eignen sich toll zur Lederpflege. Reibt man Leder mit dem Schaleninnern gründlich ab, wird es schön glatt und glänzend.

Weiße, verschmutzte Sohlen oder Ränder an Schuhen werden wieder schneeweiß, indem man sie mit Zahnpasta abreibt.

Reinigungsmilch macht nicht nur die Gesichtshaut sauber. Sie eignet sich auch zum Schuheputzen – ideal auf Reisen.

Wenn Schuhe etwas drücken oder zu eng sind, soll man sie mit Essig ausreiben und danach feucht anziehen. Dann passen sie wieder.

Schneeränder an Lederschuhen kann man leicht entfernen, indem man eine frische Zwiebel aufschneidet, die Schuhe damit einreibt und gut trocknen lässt. Anschließend die Schuhe polieren oder wie gewohnt putzen.

 

Schmuck

Edelsteine, Gold, Platin und Silber können Jahrtausende überdauern. Doch unverwüstlich ist Schmuck deshalb noch lange nicht. Vor allem durch den Hautkontakt bleiben Spuren oder sogar Schäden zurück. Wer lange Freude an kostbaren Ringen und Ketten haben möchte, sollte sie achtsam behandeln und ab und zu etwas Zeit für ihre Reinigung aufwenden.

Aufbewahrung: Der größte Fehler ist, den Schmuck unsortiert in eine Kiste zu legen. Damit er ausreichend Platz hat, empfiehlt sich ein großer, flacher Kasten mit vielen Unterteilungen. Für Ringe sollten Steckvorrichtungen vorhanden sein. Sinnvoll ist auch, Schmuck in seiner Originalverpackung aufzubewahren. Im Idealfall ist das Etui mit einer säurefreien Watte und Seide ausgelegt, die das Anlaufen des Schmucks verhindern. Silberschmuck läuft nicht an, wenn er in einem luftdichten Plastiktütchen aufbewahrt wird, das mit einem Streifen Alufolie versehen ist.

Reinigung: Massiver Silberschmuck wird wieder blank, wenn er in eine Plastikschüssel mit heißem Wasser gelegt wird, in der sich ein Stück Alufolie und 200 Gramm aufgelöstes Kochsalz befindet. Dieses Hausrezept nicht mit versilberten Stücken durchführen, da sich die Versilberung lösen kann. Der Glanz kehrt zurück, wenn man das Silber mit einem Silberputztuch oder einer weichen Bürste nachbehandelt. Für Ohrstecker, Ketten oder Ringe mit echten Steinen empfehlen Schmuckexperten ein lauwarmes Wasserbad mit etwas Spülmittel und die sanfte Reinigung mit einer weichen Zahnbürste. Die Stücke immer einzeln säubern. Beim Juwelier kann stark verschmutzter Schmuck per Ultraschall behandelt werden.

Perlenpflege: Perlen sind organisch und reagieren daher empfindlich auf Säure, Salz und andere Substanzen. Daher: Keine Perlenkette anlegen und erst danach Deo, Creme oder Parfüm verwenden. Perlenketten tut es gut, wenn sie nach jedem Tragen mit einem weichen Tuch abgerieben werden. Die Schnüre einer Perlenkette sollten regelmäßig kontrolliert werden. Bei Dauergebrauch sollten sie jährlich erneuert werden.

Allgemein: Wer den Glanz seines Schmuckstückes erhalten will, sollte es nicht ununterbrochen tragen und vor dem Abwasch, Duschen oder Saunieren ablegen.

 

 

Nützliche Ratgeber zum Basteln

Basteln: Ohrringe kann man paarweise in Moosgummi stecken, das man in Form (zum Beispiel einer Blume) geschnitten hat.

Glitzerklebestifte sind ideal für Kindergeburtstage. Die Gläser können damit am Vortag mit den Namen der Kinder beschriftet werden. Nach der Feier kann man das Glas in der Spülmaschine rückstandslos reinigen.

Basteln mit Kindern: Es gibt kein Verschütten von Malwasser oder Leim, wenn man in ein Schaumstoffstück oder einen Schwamm ein Loch schneidet und den Behälter dort hineinstellt. Alles übergelaufene wird schnell aufgesaugt und der Behälter fällt nicht um.

Deko-Tipp: einfache Glasvasen bestreiche ich mit einem Pinsel mit Eiweiß (vorher Ornamente und Muster ausdenken, evtl. abkleben). Dann streue ich Zucker über das frische Eiweiß. Überschüssigen Zucker abklopfen - fertig. Die Vase hat ein neues Design. Lässt sich jederzeit mit warmer Seifenlauge abwaschen.

Ein guter Tipp zu Weihnachten. Ist ein Kerzenhalter zu groß für eine Kerze, dann füllen sie ihn mit einem kleinen Stück Knetmasse und drücken sie die Kerze fest hinein.

Verbrennen sie sich beim Anzünden von Teelichtern in hohen Gläsern auch die Finger? Dann einfach eine Spaghetti anstelle von Streichhölzern verwenden.

Löst man Gelatine in etwas Essig auf, erhält man einen guten Klebstoff für Holz, Glas und Porzellan.

Unter das Ende der Klebebandrolle einen kleinen Knopf kleben. So ist das Ende leicht zu finden und schnell zu benutzen.

Ich verwende gerne Tapetenreste zum Verpacken von Geschenken. Das geht auch mit Kartons, wenn sie nicht zu stark strukturiert sind. Dann kann man sie gut falten, auch zu Briefumschlägen in allen Größen. Darin lassen sich ebenfalls kleinere Geschenke wie CD's oder Bücher hübsch verpacken.

Eiweiß ist ein guter Briefverschluss, der sich selbst über Wasserdampf nicht öffnen lässt.

 

Möbel

Ein feuchte Tuch – zum Beispiel Bettlaken – aufs Sofa legen und mit einem Teppichklopfer oder ähnlichem draufschlagen. Der Staub aus dem Sofa sammelt sich im Tuch.

Um hinter Schränken Staub zu wischen, ziehe ich mit einer zweiten Person ein altes Bettlaken hinter dem Schrenk hin und her. So spare ich mir das Verrücken der Möbel

Hat man Motten im Kleiderschrank, helfen ein paar Gewürznelken. Steckt man einige davon in die Taschen der Kleider, vertreibt man die Plagegeister.

Gegen Motten und Silberfischen helfen Orangenschalen, die man trocknet, in einen Stoffbeutel füllt und dann in den Schrank hängt oder legt.

Verteilt man einige Dolden Holunderblüten im Kleiderschrank, wird sich keine Motte darin aufhalten.

Tintenflecke auf Holzmöbeln entfernt man am besten mit Essig oder Zitronensaft.

Politur für dunkle Möbel lässt sich aus einem Glas starken Schwarztee und 6 Esslöffel Olivenöl selbst herstellen.

Der Glanz heller Eichenmöbel lässt sich auffrischen, indem man sie mit Weißbier oder erwärmtem hellen Bier abreibt und aufpoliert.

Möbelpolitur, etwa für fleckig gewordene Holzfurnier, lässt sich leicht selbst herstellen, indem man 2 Esslöffel Zucker in 1/8 Liter Wasser gibt, das Ganze zum Kochen bringt und danach noch 2 Esslöffel Speiseöl dazu gibt. Diese Politur reicht für einige Male.

Wachsflecke aus Möbeln nicht mit dem Messer abkratzen! Man taucht stattdessen einen Lappen in Oliven- oder Salatöl und reibt damit den Fleck spurlos weg.

Polstermöbel werden weitaus unempfindlicher, wenn man sie von Zeit zu Zeit mit Essigwasser abbürstet.

Stahlmöbel, die kleine Roststellen haben, bürste ich mit Terpentin ab.

Leimreste auf Möbeln lassen sich mit einer fetthaltigen Creme, Speiseöl oder Margarine problemlos abreiben.

 

Bodenbelege

Hat ihr Teppich ein Brandloch bekommen, gehen sie wie folgt vor: Die verbrannten Fasern mit einer Rasierklinge abschneiden. Dann mit einer harten Bürste Fasern aus dem Teppich ziehen. Etwas Alleskleber ins Brandloch geben und die Fasern hinein drücken. Dann ein Papier-Küchentuch auflegen, ein schweres Buch darauf und trocknen lassen.

Bleiben nach dem Möbelrücken unschöne Abdrücke im Teppich zurück, können sie die Teppichfasern bzw. Druckstellen mit Hilfe eines Dampfbügeleisens und einer Bürste wieder in die gewünschte Form bringen.

Flecken im Teppich bekommt man am besten mit etwas Zitronensaft oder Rasierschaum weg.

Kunststoffböden sehen wie frisch gebohnert aus, wenn man etwas Weichspüler ins Wasser gibt.

Ausgediente Strumpfhosen, die man über einen Schrubber zieht, entfernen Staub auf Parkett oder Laminatböden im Handumdrehen.

 

Fenster - Spiegel - Türen

Jalousiengurte reibe ich einmal im Jahr mit einer weißen Kerze ab. So weisen sie Staub ab und gleiten viel besser.

Verschmutze Fensterrahmen aus Kunststoff werden wieder wie neu, wenn Sie dem Putzwasser drei Esslöffel Fleckensalz zugeben.

Fensterbilder und hartnäckige Verschmutzungen am Fenster lassen sich hervorragend mit einem Cerankochfeld-Schaber entfernen.

Matte Marmorfensterbänke werden wieder schön glänzend, wenn sie nach dem Putzen mit etwas Speiseöl eingefettet werden.

Salz hält Ledertücher lange weich. Nach Benutzung wird das Fensterleder in Salzwasser ausgewaschen und halb feucht und aufgerollt aufgehängt.

Putzen Sie Ihren Spiegel mit einem Reinigungsmittel oder einem Anti-Beschlag-Tuch für Brillengläser. Danach bleibt er wochenlang klar.

Knarrende Türen sollte man mit Vaseline einfetten, da Öl auf den Scharnieren zu schnell austrocknet.

Zimmertüren schließen wieder leise, wenn man den "Schnapper" mit einem Bleistift bestreicht.

 

Bad, WC - Platten und Fliesen

Hartnäckige Seifenrückstände im Waschbecken kann man sehr leicht mit lauwarmem Essigwasser entfernen.

Unschöne Reste von Aufklebern auf Fliesen oder lackierten Oberflächen lassen sich ganz einfach mit Hilfe von Margarine entfernen.

Ein durch Kalkablagerungen verstopfter Duschkopf ist nach einem mehrstündigen Bad in heißem Essigwasser wieder funktionstüchtig.

Riecht es in der Toilette, muss man ein Streichholz ganz abbrennen.

Beträufeln Sie die Glühbirne Ihres Badezimmers oder der Toilette mit Duftöl oder Parfüm. Wenn das Licht eingeschaltet ist, verbreitet die so behandelte Birne einen angenehmen Duft.

Um blitzblanke Kacheln zu bekommen, gebe ich etwas Haarshampoo ins Putzwasser. Nachspülen oder Nachpolieren entfällt. Die Fließen glänzen wieder von selbst.

Duschvorhänge gleiten wieder schneller und besser über die Stange, wenn man diese von Zeit zu Zeit mit etwas Vaseline einreibt.

 

Reparaturen und Hilfsmittel

Auf ständig quietschende Türen kann man Haarspray sprühen. Der dünne Film beseitigt das lästige Geräusch.

Zerkratzte CD’s funktionieren wieder, wenn man sie mit Zahnpasta einreibt und sie anschließend vorsichtig mit einem weichen Tuch poliert.

Eine wertvolle Vase, die einen Riss hat, lässt sich mit Kerzenwachs wieder wasserdicht machen.

Wenn sie versehentlich Wasser über ein Buch gekippt haben, können sie es ins Gefrierfach legen. Dadurch wird die Feuchtigkeit entzogen, die Seiten kleben nicht zusammen.

Der Farbgeruch in frisch gestrichenen Räumen verschwindet ganz schnell, wen man mehrere Schalen mit Salz aufstellt. Das Salz bindet den Geruch wirksam.

Um schwer erreichbare Stellen ölen zu können, stülpt man einfach einen Strohhalm oder Trinkhalm über die Ausgussvorrichtung der Ölkanne. So erreicht man problemlos jeden Winkel.

Eingerostete Nägel und Schrauben lassen sich leicht lockern, wenn man sie vorher mit Öl betröpfelt.

Fest sitzende Dübel lassen sich leicht mit einem Korkenzieher herausdrehen.

Tapeten verrutschen beim Zuschneiden nicht auf dem Tapeziertisch, wenn man sie mit Tischtuchklemmen befestigt.

Damit der Bohrer auf den Fliesen nicht verrutscht und die Fliesen nicht platzen, klebt man einen Streifen Tesakrepp auf die Stelle, in die gebohrt werden soll.

Kleine Nägel in die Wand? Einfach den Nagel in ein Stück Pappe drücken. Das Einschlagen geht viel einfacher, die Verletzungsgefahr ist wesentlich geringer.

Beim Reparieren von Kleingeräten ist es oft wichtig, die einzelnen Teile nicht zu verwechseln. Dazu benutze ich die Fächer einer leeren Pralinenschachtel. Hilft auch, sich beim Zusammenbau an die richtige Reihenfolge zu erinnern.

Werkzeug kann man vor Rost schützen, wenn man ein Stück Kohle mit in den Werkzeugkasten legt.

Wenn man die Schneeschippe vorab mit einer Kerze abreibt, bleibt der Schnee nicht daran kleben.

Taucht man eingetrocknete Filzstifte mit der Spitze in Essig, malen sie wieder wie neu.

Einen Füller, den ich länger nicht benutzt habe und der daher ohne Patrone nicht mehr schreiben will, tauche ich für ein paar Sekunden mit der Feder in kochendes Wasser.

Von Reklamezuschriften schneide ich meine Adresse aus, somit habe ich persönliche Adressaufkleber für meine Briefe.

Zerfranste Schnürsenkel lassen sich wieder problemlos durch die Ösen ziehen, wenn man die Enden in farblosen Nagellack taucht und trocknen lässt.

Verknotete Halsketten oder Armbänder löse ich, indem ich die Stellen mit Speiseöl beträufle und dann den Knoten mit einer Nadel öffne.

Undicht gewordene Regenschirme lassen kein Wasser mehr durch, wenn man sie innen und außen mit Haarspray einsprüht.

Sind Federbetten verklumpt, können sie wieder aufgelockert werden, indem man durch eine kleine Öffnung im Inlett mit einem Haarfön (auf kleinster Stufe) warme Luft herein bläst.

Wenn ich den Staubsaugerbeutel wechsele, gebe ich in den neuen Beutel zwei Esslöffel getrocknete Lavendelblüten. Wenn ich dann sauge, duftet es nach Lavendel.

Hohe und schmale Blumenvasen können leicht umkippen; man schüttet darum etwas Sand hinein.

Päckchen zu Weihnachten polstere ich mit Erdnüssen aus. Das ist umweltfreundlicher als Styropor.

Zeitungsartikel, die ich behalten möchte, umrande ich scharf mit Kugelschreiber und angelegtem Lineal. Der Artikel lässt sich dann mühelos aus der Zeitung lösen. Ich brauche die Zeitung nicht umständlich zu entfalten.

Pappkartons lassen sich, müssen sie entsorgt werden, oft nur schwer zusammenlegen. Mein Tipp: Die Kanten vorher mit einem Wassersprüher anfeuchten, dann geht's viel leichter.

Ich habe zwei Bettlaken zusammengenäht. Somit entfällt das umständliche Straffen in der Bettmitte. Das große Laken verrutscht in der Mitte nicht mehr, und die Seiten sind rasch wieder unter die Matratze gesteckt. Die Betten sind im Nu fertig.

Verrußte Glasscheiben am Kamin werden wieder klar, wenn man eine angefeuchtete Zeitung in die kalte Asche taucht, damit die Scheiben abreibt und alles mit einer trockenen Zeitung nachreibt.

Verschmutzte Kinderbausteine werden wieder super sauber, wenn man sie in ein Wäschenetz gibt und bei 30 Grad wäscht.

Die Farbtypen-Lehre

Frühling:

Frühlingstypen sollten helle und softe Töne wählen, um Ihren Typ zu betonen, keine kräftigen Nuancen. Wählen Sie beim Make-up einen sanften Pfirsichton als Grundierung. Ideal ist ein goldbrauner, zartblauer oder pastellgrüner Lidschatten. Braune statt schwarze.
Mascara betont sanft die Augen, auf die Lippen kommt ein warmes Orange, Rottöne oder Pfirsichnuancen. Entscheidend ist ein gelber Unterton, rosa wirkt fahl.
Kleidung in warmen, gelbstichigen Farben sind für Sie perfekt. Wichtig ist, dass der Gelbton warm und sonnig leuchtet. Gut stehen Ihnen auch Rottöne: Von einem hellen Rot über Tomatenrot bis zu allen warmen Rottönen unterstreichen Sie Ihren frischen Teint. Auch ein zarter Lachston schmeichelt. Der Frühlingsfrau stehen warme Brauntöne, sie darf sich aber auch bei Grün austoben: Apfelgrün, ein helles Moosgrün oder Erbsengrün betonen Ihre Vorzüge besonders. Verzichten sollten Sie auf knallige Töne und starke Kontraste. Tabu sind auch kalte und blaustichige Farben, denn sie lassen Ihren Teint fahl erscheinen.

Sommer:

Gedämpfte Farben passen zum Sommertyp. Die Schönheit der Sommerfrau wird am besten durch weiche Schattierungen betont, keinesfalls zu harte Töne verwenden. Ideale Farben sind zarte bis intensivere Nuancen von leicht verwaschenen Blautönen, von Himmelblau bis Grau. Kühle Aquatöne und leuchtende Farben bringen Ihre Augen zum Strahlen, der Teint wirkt frisch und klar. Verzichten Sie auf warme, gelbstichige Farben.
Beim Make-up sind alle kühlen Farben wie für Sie geschaffen: Silbergrau, Blaugrau, Grün, Malvefarben
bis Pink und zartes kühles Rosa harmonieren gut mit Ihrer Ausstrahlung. Finger weg von warmen Rottönen oder Orange. Bei aschblonden Haaren wirken ein. paar hellere Strähnchen in kühlem Blondton erfrischend.

Herbst

Im Gegensatz zur Sommerfrau stehen der Herbstfrau warme Rottöne sehr gut - aber auch alle Braunnuancen und Grün in allen Nuancen von hellem Limonengrün über Neon bis hin zu Olivgrün sind für sie ideal. Ein warmer, gelblich-bronzener Unterton bietet sich an, um die Persönlichkeit zu unterstreichen. Finger weg von kühlen und blaustichigen Farben wie Mint! Sie sind wie ein Grauschleier für den warmen Teint.
Herbstfrauen brauchen nur wenig: Make-up.
Sie bringen ihr Gesicht mit warmen Farben zum Strahlen: Bei heller Haut genügt als Grundierung ein zarter Elfenbein- oder ein warmer Pfirsichton. Braune Augen machen am besten mit Lidschatten
in Beigetönen, Gold-, Kupfer- oder Brauntönen Eindruck. Warme Orange- und Rottöne machen sich auch gut auf den Lippen.

Winter:

Klar sind die Farben der Winterfrau. Um ihre Vorzüge zu betonen, liegt sie mit Schwarz, Weiß, Pink und Korallen rot genau richtig. Kühle Farben mit leicht bläulichem Stich sind Ihr Favorit. Ihnen stehen knallige Farben und Kontraste wie ein erfrischendes Knallpink. Unbedingt vermeiden sollten Sie softe gelblichgoldene Töne, die Ihren Teint matt aussehen lassen.
Betonen Sie Mund und Augen in kühlen Farben. Das Augen-Make-up besteht aus schwarzem Kajal, rauchgrauen Lidschatten und schwarzer Wimperntusche. Die Grundierung auf keinen Fall dunkler wählen als den natürlichen Hautton. Pink öder Korallenrot, aber auch Lila bringen Lippen zum Glänzen. Achten Sie auf sanfte Rosatöne und Farben mit blaustichigen Unterton. Farben mit warmen Rotanteilen wie Orange oder Apricot stehen der Winterfrau dagegen überhaupt nicht, je kühler, desto besser!

Um zu wissen, was Ihnen steht, müssen Sie erst herausfinden, welcher Typ Sie sind. Anhand dieser Merkmale wird es Ihnen leichter fallen:

Frühling:

Typisch. für den Frühlingstyp mit klarer, heller Haut ist ein zarter pfirsichfarbener, leicht golden schimmernder Teint mit Sommersprossen. Sehr zu seinem Ärger dauert es nicht lang, bis dieser Typ in der Sonne rot wird. Frühlingstypen haben meist feine Haare in warmen Blondtönen, es gibt aber auch dunkel haarige oder gar rothaarige Frühlingstypen. Ihre Augenfarbe ist hell und klar und reicht von Aquamarinblau bis Grün, Flecken und Strahlen auf der Iris lassen die Augen strahlen.

Sommer:

Sie haben als heller Hauttyp einen rosig-harten Teint, eventuell mit leichtem Olivschimmer. Sie werden schnell braun, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Von Natur aus sind Sie blond oder brünett mit aschigem Grundton. Die meisten haben sanft blaue Augen mit leicht milchigem Augenweiß, häufig sind aber auch Grün- oder Brauntöne.

Herbst:

Der Herbsttyp zeichnet sich durch einen hellen, beigefarbenen Hautton aus. Viele Sommersprossen zieren das Gesicht und trotz Sonnenbrandgefahr wird er braun. Die Augen haben eine warme grüne, braune oder hellblaue bis stahlblaue Farbe. Charakteristisch für die Herbstfrau ist neben der warmen Ausstrahlung ihr dunkles Haar mit rötlichen Schimmer oder richtig rote Haare von Kupfer bis Mahagoni.

Winter:

Die Winterfrau hat einen klaren, hellen Teint mit bläulichem Unterton und wird nur sehr schwer braun. Bläuliche Augenringe sind nicht selten. Ihr Haarton reicht von Schwarz mit aschigem Unterton, Blauschwarz bis Dunkelbraun, es kann aber auch einmal Platinblond sein. Auffallende und klare Augen in Dunkelbraun, Grau, Eisblau oder intensivem Grün setzen sich deutlich vom Augenweiß ab.

Kunstfaser aus Mais

Ein neuer Pullover: Das Material fühlt sich an wie ein Baumwoll-Gemisch, weich, leicht samtig und zeigt einen feinen Glanz. Das Etikett kennzeichnet den Stoff mit Bamboo. Was sich anhört wie eine Naturfaser aus Bambus, ist in Wirklichkeit eine chemisch hergestellte Viskosefaser.
Es heißt im Forschungsinstitut: Die Textilien mit der Bezeichnung Bambus, die bis jetzt in den Laboratorien untersucht wurden, enthielten keine Naturfasern, sondern Celluloseregeneratfasern. Diese Fasern werden normalerweise aus Zellstoff auf der Basis von Holz hergestellt und zu Viskose verarbeitet. Dient Bambus als Rohstoff für den Zellstoff, hat das durchaus ökologische Vorteile. Das tropische Süßgras zählt zu den am schnellsten wachsenden Rohstoffen der Welt und wird nicht gespritzt. Bis zu einem Meter können Bambuspflanzen innerhalb von 24 Stunden in die Höhe schießen. Zudem erzeugt Bambus erheblich mehr Sauerstoff als Bäume. Rodungen führen nicht zur Bodenerosion, da sich Bambus durch ein dichtes Netzwerk unterirdischer Triebe verbreitet. Kein Wunder, weckt allein die Kennzeichnung Bambus oder Viskose Bambus Assoziationen an Umweltfreundlichkeit.
Der chemische Herstellungsprozess mit Natronlauge und einem hohen Energieaufwand wird dabei unterschlagen.
Beworben werden Bambus-Fasern mit Hinweisen auf eine feuchtigkeitsabsorbierende und vor allem antibakterielle Wirkung. Diese Wirkung ist bei Bambus aber nur als Naturfaser nachgewiesen. Wird der Bambus durch die Natronlauge gezogen, ist es damit vorbei.
Die Viskosefasern haben keine Gemeinsamkeit mit den Eigenschaften der als Celluloserohstoff verwendeten Naturgewächse. Die IVC verweist auf das Textilkennzeichnungsgesetz, das unabhängig vom zu Grunde liegenden Rohstoff die Kennzeichnung Viskose vorschreibt. Als Urheber des Verwirrspiels mit falschen Kennzeichnungen werden Chemiefaserlieferanten aus dem fernen China genannt.
Aber Bambus ist nicht der einzige nachwachsende Rohstoff, den die Textilindustrie nutzt. Auch aus Algen lässt sich eine Celluloseregeneratfaser gewinnen. Diese Fasern sind unter dem eingetragenen Namen Sea-Cell auf dem Markt.
Kunstfasern, die gewöhnlich auf der Basis von knapp werdendem Erdöl hergestellt werden, erhalten nun ebenfalls Konkurrenz – durch Fasern, die polyesterähnlichen Verfahren aus Mais hergestellt werden.
In den USA entwickelt, kommen diese Chemiefasern unter dem Handelsnamen Ingeo vor allem für Funktionsbekleidung zum Einsatz, zum Beispiel bei Bergsportartikeln. Ingeo-Textilien sollen Schweiß vom Körper wegtransportieren, schnell trocknen, bügelfrei und ähnlich angenehm wie Seide zu tragen sein.

Wollsorten

Wolle ist nicht gleich Wolle: Die eine kommt vom Schaf, die andere vom Deckhaar eines Kaninchens oder des Kamels. Damit man sich beim Strickwarenkauf nicht vom Etikett täuschen lässt, hier eine Übersicht über die wichtigsten Kennzeichnungen.

Wolle: Nach dem Textilkennzeichnungsgesetz werden mit dem Begriff Wolle neben Schafswolle auch feine Tierhaare von der Kaschmirziege, vom Kaninchen (Monair) Kamel, Lama und Alpaka bezeichnet. Bei den Kennzeichnungen „100 Prozent Wolle“, „reine Wolle“ oder schlicht „Wolle“ kann es sich um Reißwolle handeln, die aus benutzten Wollprodukten, also aus Altkleidern hergestellt wird.

Schurwolle: Die Kennzeichnung Schurwolle bürgt für Wolle vom gesunden, lebenden Schaf, die extra geschoren wurde und nicht aus Reißwolle stammt. Der Fremdfaseranteil darf sieben Prozent nicht überschreiten. Reine Schurwolle darf nur 0,3 Prozent Fremdfasern enthalten. Nur diese Qualität darf mit dem Wollsiegel gekennzeichnet sein. Das Gütezeichen garantiert, dass die Schurwolle vom internationalen Wollsekretariat geprüft ist.

Lammwolle: Die Wolle der ersten Schur eines zirka sechs Monate alten Lamms heißt man Lammwolle. Sie ist in der Regel mit „Lambswool“ bezeichnet. Sie ist besonders weich, fein und teuer. Dahe4r wird sie oft mit anderen Wollfasern gemischt.

Merinowolle: Die feine und elastische Wolle stammt vom ursprünglich in Spanien lebenden Merinoschaf und ergibt eine glatte Oberfläche mit leichtem Glanz. Sie wird für Feinstrickpullover, Sakkos und Kostüme verwendet. Die heute verarbeitete Merinowolle kommt aus Australien.

Kaschmir: Die Wolle wird durch das Auskämmen der Kaschmirziege gewonnen und ist daher ein Kammgarn. Die Kaschmirziege wird in Tibet, Bengalen und der kirgisischen Steppe gezüchtet. Je länger, feiner und weißer die Fase4r ist und je geringer der Anteil an dunklem Oberhaar, umso teurer ist sie.

Pflege: Wolle von Hand, als „filzfrei“ gekennzeichnete im Wollwaschmittel kalt oder höchstens 30 Grad waschen. Wolle nicht schleudern, ziehen oder wringen und niemals in den Trockner geben. Besser in ein Frotteehandtuch einwickeln, und das Restwasser vorsichtig ausdrücken. Beim Bügeln ein feuchtes Baumwolltuch über die Wolle legen.

 

Pfannen

Edelstahl: robust, schwerer Boden, pflegeleicht

Eisen: rustikal, robust, gutes Bratergebnis und Farbe, klebt nicht

Guss: großer Hitzespeicher, gutes Bratergebnis, schwerer Boden, auch
bei niedrigen Temperaturen geeignet

Teflon: antihaftbeschichtet, zerkratzt leicht, kein Hitzespeicher,
gibt keine Bratfarbe, hat keine ofenfesten Griffe

Titan: hochwertiger als Edelstahl, aber zu teuer, wenn ein anderes
Produkt ebenfalls geeignet ist.


Vorteil bei der geschmiedeten Eisenpfanne:

- hält die Hitze gut / Bratgut klebt nicht / Bratgut bekommt schöne Farbe
- ist nicht zu schwer / ist unverwüstlich / Griffe sind hitzebeständig
- für den Grill im Freien geeignet / leichte Pflege (im warmem Zustand mit Bürste und Wasser reinigen)

Was unbedingt beachtet werden sollte:
Fett sollte zu Beginn zugegeben werden, damit es die Hitze gleichmäßig verteilt. Die Poren des Metalls öffnen sich beim Erwärmen und der Fettstoff kann sich darüber legen.
Das Fett nur etwa 160 bis 180 Grad (nicht rauchheiß) erhitzen. Die Steaks nur mit Pfeffer würzen, nicht mit Salz, da es Wasser ziehen kann und so durch den Bratensaft das Bratgut zum Kochen anstatt zum
Braten bringt und das Fleisch zäh macht.

Gleichmäßigeres Garen im Backofen durch Rundumhitze ist eine sichere Methode für den Hausgebrauch. Profis braten zum Teil bei schwacher Hitze in Butter und übergießen das Gargut ständig mit dem Bratfett.
Das Ergebnis ist zwar unübertrefflich, jedoch ist es für die Hausfrau
etwas mühsam, da sie sich auch um die Beilagen kümmern muß.
Der Tipp: Das Steak in der Pfanne nach dem Anbraten in den Backofen ( 180 Grad) stellen und für die restliche Bratzeit darin lassen.
Vorteil dieses Verfahrens: keine zu harte Bratkruste und kein grauer Bratrand im Anschnitt. Man kann gleichzeitig die Beilagen fertig stellen.

Garzustand prüfen (mit Fingerdruck): Immer schon frühzeitig testen, da das Fleisch noch etwas nachzieht:
- roh gebraten: wabbelig
- medium: in der Mitte noch elastisch
- in Richtung durchgebraten: wird immer fester, gibt auf Druck nur noch wenig nach
- austretender Fleischsaft ist ebenfalls ein Beurteilungsmerkmal: er ist zunächst blutig, wird später rötlich und schließlich ("durchgebraten") klar.

Ein Steak sollte ruhen:
Das Fleisch zieht sich beim Braten zusammen. Es benötigt eine gewisse Zeit, um sich nach dem Braten zu entspannen.
Faustregel für das Zubereiten von Steaks: gleiche Ruhezeit wie Bratzeit.
In dieser Ruhezeit wird die Pfanne gereinigt: kein Scheuern und Kratzen, kein Einweichen in kaltem Wasser, Auswaschen mit Bürste und Wasser, wenn nötig mit etwas Spülmittel. Die Pfanne wird zum Trocknen umgekehrt auf die Ablage gestellt. Die Poren sind noch offen, die Pfanne trocknet aus und klebt beim nächsten Einsatz nicht.

Flache Pfanne
für die Zubereitung von Steaks, Eiergerichten, Fischen, Pfannkuchen

Pfanne mit hohem Rand
für die Zubereitung von Geschnetzeltem, großen Mengen Bratkartoffeln

Größe der Pfanne im Haushalt: 26 bis 28 cm Durchmesser. Beim Kauf von Töpfen und Pfannen gilt: Sie sind nie zu groß aber immer zu klein. Selbst wenn der Boden größer sein sollte als die Hitzequelle, eine
dicke Materialstärke und der Fetträger verteilen die Hitze gleichmäßig.

Bräter mit Deckel
für das Schmoren im Ofen bei gleichmäßiger und konstanter Hitze, die nicht zu hoch sein sollte (Gargut schmort im eigenen Saft und bleibt somit saftig). Damit während des Garvorgangs nicht zu viel Flüssigkeit verloren geht, Deckel aufsetzen.

Beim Doufeu-Topf wird der Deckel mit kaltem Wasser oder Eiswürfeln gefüllt. Dies hat den Vorteil, dass sich der Dampf beim Kontakt mit dem kalten Deckel niederschlägt und als Tröpfchen in den Topf
zurückfließt. Auf diese Art und Weise kommt das Schmorgericht mit wenig Fremdflüssigkeit aus und die Sauce wird konzentrierter.

Gusseisen speichert sehr lange die Hitze und überträgt sie auf das Gargut. Im gusseisernen Bräter lässt sich ebenso gut anbraten wie in einer Gusspfanne. Mit der Zeit bildet sich eine zusätzliche
Schutzschicht. Dadurch kann die Verwendung von Fett auf ein Minimum reduziert werden.

Kupfer-Sauteuse
Für Risotto ist es am besten, eine Sauteuse zu verwenden. Der Unterschied zum Topf besteht darin, dass sie keinen Sandwichboden und eine einheitlich dicke Wandstärke hat. Damit wird die Hitze
gleichmäßig vom Boden auf die Wände übertragen. Dies ist besonders wichtig beim Kochen von Risotto und Polenta. Die Gerichte köcheln bei sehr geringer Hitze und diese sollte optimal weitergeleitet werden.
Kupfer ist der beste Wärmeleiter. Sirius-Kupfer wird innen mit einer Edelstahlauflage belegt und ist hygienisch und pflegeleicht. Die abgerundete Form kommt dem Rühren entgegen und das Risotto hängt nicht in den Ecken an. Die Italiener sagen: Risotto wird nicht gerührt, sondern gestreichelt. Dies weist auf die notwendige Sorgfalt bei der Zubereitung des Gerichts hin. Eine wichtige Rolle spielt dabei die richtige Reis-Sorte.
Vorzugsweise verwendet man im Tessin und Italien die Sorte Carnaroli Superfino.
Dieser Reis behält am längsten seinen Biss, verkocht nicht so schnell und kann von allen Reissorten die größte Menge Flüssigkeit aufnehmen.

Teflonpfannen

Kein Anbacken, leichtes Reinigen und fettarmes Zubereiten. Teflonpfannen sind in deutschen Küchen hoch geschätzte Helfer. Um den klebefreien Kunststoff ranken sich allerlei Mythen.
Erstens: Teflon sei ein Nebenprodukt der Weltraumforschung.
Zweitens: Wer Bratgut aus einer angekratzten Pfanne esse, bekomme grippeähnliche Symptome.
Beides stimmt nicht.
Teflon ist ein Handelsname, den sich die Firma Dupont ausgedacht hat. Dahinter verbirgt sich eine chemische Verbindung namens Polytetrafluorethylen, kurz PTFE. Dieses ist ein kälte-, wärme- und chemikalienbeständiger Kunststoff, er ist nicht haftend und nicht brennbar. Im Jahr 1938 – also lange bevor zum ersten Mal ein Raumschiff die Erdatmosphäre verließ – wurde Teflon von dem Chemiker Roy Plunkett entdeckt.
Der Legende nach war das eine rein zufällige Sache: Plunkett experimentierte auf der Suche nach Kühlmitteln für Kühlschränke mit Tetrafluorethylen. Er soll vergessen haben, die Flasche mit dem Gas über Nacht zurück in den Kühlschrank zu stellen. Am folgenden Tag hatte sich der Kunststoff entwickelt.
1954 wurde die Beschichtung einer Stahlpfanne mit PTFE erstmals zum Patent angemeldet. Woher das Gerücht stammt, Teflon komme praktisch direkt aus einem Nasa-Labor, kann man nur vermuten. Vielleicht hat der häufige Gebrauch von Teflon als Kabel-Isoliermaterial bei den Apollo-Flügen das Gerücht ausgelöst.
60 Jahre nach der Erstsynthese hat sich Teflon zu einem Multitalent gemausert. PTFE wird zum Beispiel überall dort eingesetzt, wo aggressive Chemikalien vorkommen, zur Beschichtung von Schläuchen und Dichtungen. Andere Einsatzgebiete sind Flugzeugbau, Raumfahrt, Medizin oder Gebrauchsgegenstände wie Zahnseide.
Teflonpfannen erfreuen sich großer Beliebtheit. Leider ist es um die Lebensdauer schlecht bestellt. Selbst bei sorgfältiger Handhabung – niemals mit spitzen Besteckteilen darin herumfuhrwerken, rühren oder wenden, sondern nur mit Holz- oder Plastiklöffeln und beim Spülen keine Scheuermittel benutzen – sehen die Pfannen irgendwann abgewetzt aus.
Bratgut aus der Pfanne mit Gebrauchsspuren darf dennoch unbedenklich gegessen werden. Der vom Volksmund befürchtete Krebs durch Kratzer ist eine Legende.
Es bestehe keine Gesundheitsgefahr, selbst wenn sich von einer beschichteten Pfanne kleinste Teile lösen und verschluckt werden. Da diese Teile nicht verdaut, sondern vom Körper wieder ausgeschieden werden, kann es nicht zu giftigen Reaktionen kommen.
Aber … die beschichtete Pfanne darf im Leerzustand nicht überhitzt werden. Bei Temperaturen über 360 Grad Celsius bilden sich giftige Dämpfe. Atmet man diese ein, können sie grippeähnliche Symptome, das sogenannte Teflonfieber, verursachen.
Mit Bratgut darin kann eine solche Temperatur praktisch nicht erreicht werden, da die Verkohlung den Koch rechtzeitig warnt. Heißes Öl etwa mutiert bereits ab circa 270 Grad zu beißendem Rauch.
Trotzdem sollte man sich von Zeit zu Zeit eine neue Pfanne zulegen.

Die Pflege antihaftversiegelter Pfannen ist unkompliziert. Vor dem ersten Gebrauch einfach mit heißem Seifenwasser ausspülen. Um die Leistung zu optimieren, sollte die Beschichtung vor dem ersten Gebrauch dünn mit Fett eingerieben werden. Vor dem Braten die leere Pfanne kurz aufheizen – die optimale Temperatur ist erreicht, wenn ein Wassertropfen zu tanzen beginnt. Zum Reinigen genügend heißes Wasser und Küchenkrepp. Nutzt man die Spülmaschine, muss die Pfanne danach wieder etwas eingefettet werden.


Edelstahltöpfe

- hygienisch, pflegeleicht, robust
- Sandwichböden für optimale Hitzespeicherung
- Deckel sollte absolut dicht schließen
- Henkel angelötet, somit keine direkte Hitzeübertragung, sie werden nicht heiß
- induktionsgeeignet, um das Magnetfeld aufbauen zu können (wenn ein entsprechender Eisenanteil vorhanden ist)

Spaghetti-Topf
Schickes Design für teures Geld. Gedanke gut, da man in ein und demselben Kochwasser mehrmals hintereinander Nudeln garen kann und immer nur den Siebeinsatz entfernen muss.
Im Hausgebrauch aber ist der Spaghettitopf ebenso unnötig wie ein spezieller Spargeltopf.
Er macht nur Sinn, wenn man Spaghetti in großen Mengen zubereiten muss. Ein hoher Topf und ein entsprechend großer Durchschlag (Sieb) erfüllen den selben Zweck und können auch für anderes in der Küche verwendet werden.

Gar-Methoden im Überblick

Die Zubereitungsart ist abhängig von der Wahl des Fleisches. Beim Dünsten und Garziehen bleiben die Nährstoffe im Fleisch gut erhalten. Grillen, Kurzbraten, Braten und Schmoren geben dem Fleisch eine appetitliche braune Kruste und ein kräftiges Röstaroma.

 
Kochen: Bei einer Temperatur von zirka 100 Grad: Fleisch in die bereits sprudelnde Flüssigkeit legen, sodass es vollständig bedeckt ist.

 

Dünsten: Bei einer Temperatur von zirka 100 Grad: Fleisch gart im eigenen Saft oder in etwas zugegebener Flüssigkeit bei geschlossenem Deckel.

 

Schmoren: Bei einer Temperatur von zirka 100 bis 175 Grad: Fleisch scharf anbraten, denn mit Flüssigkeit auffüllen, im geschlossenen Topf bei niedriger Temperatur weitergaren.

 

Braten: Bei einer Temperatur von 160 bis 225 Grad: Fleisch bei großer Hitze in einem Bräter von allen Seiten anbraten. Im Backofen mit Flüssigkeit weiter braten.

 

Kurzbraten: Bei einer Temperatur von 180 bis 200 Grad: Fleisch bei hoher Temperatur scharf anbraten, dann Hitze reduzieren, kurz weiter braten und ruhen lassen.

 

Grillen: Bei einer Temperatur von 180 bis 300 Grad: Fleisch gart durch intensive Hitze über Holzkohle oder Heizstäben. Fleischstücke vorher mit Öl bepinseln.


Gemüseküche

Fünf am Tag" empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Damit ist gemeint, dass jeder Mensch täglich fünf Portionen. Obst und Gemüse zu sich nehmen sollte, denn sie fördern die Gesundheit und das Wohlbefinden. Gemüse ist ein wichtiger Lieferant von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen.
Dabei enthält Gemüse wenig Kalorien, viele Nähr- und Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Kein Wunder also, dass Wissenschaftler Gemüse zu einem wichtigen Hauptbestandteil der Nahrung erklären.
Die Auslagen im Handel bieten das ganze Jahr über eine vielfältige Auswahl von Gemüsesorten. Besonders wert- und gehaltvoll sind jedoch solche Gemüsesorten, die gerade Saison haben. Denn sie enthalten in aller Regel mehr Vitamine und andere Nährstoffe als ihre Verwandten aus fernen Ländern.

Gemüsegarmethoden

Um von den gesunden Inhaltsstoffen von Gemüse zu profitieren, muss man es nicht roh verzehren. Schonend gegart, sind Möhren, Lauch, Kohlrabi, Sellerie und so fort ein wertvoller Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung.

Vorbereitung: Gemüse immer nur kurz waschen, damit wenig Mineralstoffe und Vitamine verloren gehen. Geschältes und zerteiltes Gemüse sollte rasch weiter verarbeitet werden. Gegartes Gemüse nicht über einen längeren Zeitraum warm halten. Besser: Das Essen abkühlen lassen und später kurz erhitzen.

Dünsten: Wird das Gemüse mit etwas Fett, wenig Flüssigkeit oder im eigenen Saft in einer flachen Kasserolle oder einem weiten Topf gegart, werden die Nährstoffe geschont. Pflanzenöl erhitzen, das Gemüse samt Kräutern und Gewürzen hinzufügen und ein bis zwei Minuten andünsten. Danach kann etwas Gemüsebrühe, Wasser oder Wein hinzugefügt werden. Bei niedriger Hitze fertig garen. Beim Glasieren, der feineren Variante des Dünstens, wird etwas Zucker hinzugefüt. Damit sich die Glasur gleichmäßig über Möhren, Zwiebeln oder auch Maronen zieht, sollte die Pfanne oder der Topf während des Garens leicht geschüttelt werden.

Dämpfen: Hier wird das Gemüse fettfrei im Dampf gegart. Mineralstoffe und Vitamine bleiben fast vollständig erhalten. Das Gemüse putzen, zerteilen und in den Siebeinsatz oder in einen Bambusbehälter geben. Der Einsatz sollte in einem Topf stehen, der etwa zwei Finger breit mit Wasser oder Brühe gefüllt ist. Während das Wasser kocht, den Deckel schließen. Die Garzeit beträgt je nach Gemüse und Größe der Stücke 10 bis 15 Minuten.

Sautieren: Am besten lässt sich das Gemüse im Wok mit etwas Öl kurz braten. Obwohl das asiatische Kochgeschirr heiß sein sollte, darf das Gemüse nicht anbrennen. Um das zu verhindern, sollte das Gemüse ständig hin- und herbewegt werden.

Blanchieren: Zartes Gemüse wie Spinat, Zuckerschoten und junge Bohnen für ein bis drei Minuten in kochendes Wasser werfen und nach dem Herausnehmen mit Eiswasser abschrecken. So bleibt die Farbe erhalten.

Winterküche

Deftige Gulaschsuppe, sämiges Raclette, dampfende Bratäpfel – im Winter genießt man traditionell gern etwas üppiger als im übrigen Jahr, denn durch die Kälte benötigt der Körper mehr Energie.
Weitere leckere Lieblingsgerichte für den Winter sind zum Beispiel herzhafte Schupfnudeln mit Speck und Sauerkraut, dicke Kartoffel- oder Erbsensuppe mit Würstchen oder cremige Lauchsuppe.
Zum Ausgleich für kulinarische Seelenwärmer hat der Winter auch viele vitaminreiche Lebensmittel mit wenigen Kalorien zu bieten, zum Beispiel Wintersalate wie Endivie, Frisee- und Feldsalat oder Chicoree.

Für Abwechslung auf dem winterlichen Speisezettel sorgen auch Gemüsesorten wie Wirsing oder Schwarzwurzel. Rahmwirsing mit Speck und etwas Kümmel ist ein tolles Winteressen, als Beilage reichen Kartoffeln. Fleisch braucht es nicht unbedingt zu sein. Außerdem haben im Winter nahezu alle Kohlsorten Saison. Ein Klassiker ist Rotkohl, er harmoniert nach dem Garen mit etwas Apfel hervorragend mit dem sonntäglichen Braten.
Auch Rote Bete gilt wegen ihrer Lagerfähigkeit als typisches Wintergemüse. Die rote Knolle ist aufgrund ihres Eigengeschmacks hervorragend zum Experimentieren mit anderen Aromen geeignet und schmeckt zum Beispiel toll mit Kardamom oder Kreuzkümmel. Wer es traditionell bevorzugt, würzt die Knolle mit Essig, Öl, Salz und etwas Pfeffer.
Ein weiteres Saisongemüse sind Schwarzwurzeln. Zubereitet in Sahnesauce sind sie ein Gedicht. Schwarzwurzel wird wegen ihrer Verwandtschaft auch Winterspargel genannt und passt sehr gut zu vielen Fleischgerichten.
Wer die Jahreszeit mit Gewürzen einfangen will, greift am besten zu winterlichen Aromen wie Kardamom, Gewürznelken, Anis oder Zimt.
Bei den heimischen Speisen soll Zimt toll in Gemüseeintöpfen oder zu einem Mix aus Petersilienwurzelgemüse und Karotten schmecken.

Kochen mit Obst

Schon im Mittelalter wussten die Köche der Adligen die erlauchten Gaumen mit gekochten Obstbeilagen zu erfreuen. Gemüse war damals eher armen Schluckern vorbehalten. Paradiesapfel wurde als Nachtisch, Holzbirne und Wildpflaume zu Fleisch, Fisch oder Wild gereicht.
Stellenweise bis heute haben sich Traditionsspeisen wie Quittenbrot und Apfelpfannküchlein oder das "Schlesische Himmelreich", ein Fleischgericht mit Backobst und Knödeln, erhalten. Bei Äpfeln denken viele zuerst an Pfannkuchen. Für die runde Leckerei nimmt man Apfelsorten, die beim Garen ihre Form behalten, wie z. B. Gala, Cox Orange, Elstar, Gloster, Gravensteiner oder Goldparmäne. Für Suppen und Salate eignen sich vorzugsweise säuerliche Äpfel, die erfrischend wirken: Jakob Klar, Gravensteiner, Rubinette, Elstar, Jamba, Boskoop, Glockenapfel, Ontario. In Verbindung mit Gemüse, Fleisch und Wurst kommen die aromatisch würzigen Sorten bestens zur Geltung, doch sollten auch sie über eine gewisse Säure verfügen, wie zum Beispiel Alkmene, Cox Orange, Holsteiner Cox, Rubinette, Ingrid Marie, James Grieve, Gravensteiner, Goldparmäne, Berlepsch.
Säuerliche Äpfel sind ideal für ein Kartoffel-Apfel-Gratin. Pro Person rechnet man je 100 g Äpfel und Kartoffeln. Diese werden in Scheiben in eine gebutterte Auflaufform gesetzt. mit Blauschimmkäse bestreut und einer auf gekochten Soße aus Sahne, Salz, Pfeffer und Majoran übergossen und bei 200 °C etwa 45 Minuten knusprig gebacken.

Birnen verarbeitet man in der warmen Küche mit Preiselbeeren zu Wild, in Bohnengerichten, in Gratins und auch als gekochte Birnenschnitze zu gestampften Kartoffeln. Lecker sind sie in pikant-süßlichen Aufläufen und auch in Quiches.
Birnenauflauf mit Speck ist ein deftiger Geheimtipp: Angebratener Frühstücksspeck wird in einer beschichteten Form ausgelegt, darüber werden rund ein Kilogramm halbierte und filetierte Birnen gegeben. Die Form wird mit einem Teig aus 4 Eiern, 200 g Mehl, 100 g Butter, Zucker und 4 EL Milch übergossen. Obenauf kommt eine weitere Schicht aus Frühstücksspeck. Im Backofen etwa 45 Minuten j' bei 200 °C - dazu passt wiederum Birnenkompott.

Quitten sollten wegen ihres harten, holzigen Fleisches :stets gekocht werden. Dafür wird der Flaum der Fruchtschale abgerieben und die Früchte werden zerkleinert. Man verarbeitet sie in der Küche als Quittenbrot, als Chutney oder Kompott. Quittenkompott ist zumindest in der pikanten Küche wie zu herbstlichen Wildgerichten unersetzlich. Die Fruchtstücke werden karamellisiert, abgelöscht und mit Aromen wie, Ingwer, Zimt, Nelken und einem Lorbeerblatt aufgekocht. Außerdem kann man gerne ein Drittel Äpfel oder Birnen hinzugeben.

Für Pflaumen oder Zwetschgen - erstere sind eher rund und letztere an ihrer ovalen Form zu erkennen - liegt die Hauptsaison in der Zeit von Juli bis Anfang Oktober. Man verarbeitet sie in Fleischfüllungen, als Backpflaumen, mit Zimt gekocht als Eisbeigabe, in Knödelteig verpackt, als Mus gekocht. Ein süßer Klassiker, der etwas Arbeit macht, ist der Zwetschgenknödel. Seine Grundlage ist ein Kartoffelknödelteig. In jeden handgerollten Knödel wird eine entkernte Zwetschge gedrückt. Die Teiglinge werden dann gekocht und vor dem Servieren noch in warmen Butterbröseln geschwenkt.

Beim Beerenobst leuchten in der Erntezeit Preiselbeeren und Holunder hervor. Preiselbeeren werden selten roh gegessen, sondern man kocht sie zu Kompott und verwendet es als Beilage zu Wildgerichten.
Die schwarzen Holunderbeeren kann man an vielen Stellen in der Natur selbst ernten. Melonensuppe mit Holunderblüten, Mousse oder Wildentenroulade auf Holundersoße - selbst Spitzenköche entdecken die Dolden. Im Handel gibt es etliche Spezialkochbücher. Holunderbeerensaft eignet sich als Bestandteil pikanter Soßen zu Wild, Leber und anderen Fleischgerichten. Dafür wird der Fruchtbrei zunächst mit etwas Wasser fünf Minuten aufgekocht und anschließend durch ein Haarsieb oder ein Tuch geseiht.
Beeren sollten am besten frisch verzehrt und zubereitet werden. Allenfalls können sie zur späteren Verwendung eingefroren werden.
Grundsätzlich gilt es zu bedenken, dass in jeder Verarbeitungsstufe - wie waschen, zerkleinern, erhitzen, lagern - rund 30 Prozent der im Obst enthaltenen und als besonders gesund geltenden sekundären Pflanzenstoffe verloren gehen.

Großmutters Rumtopf war lange Jahre nicht in Mode, offenbar hatte man sich an Fertigprodukte gewöhnt oder, wenn man schon selbst einmachte, einfachere Methoden gewählt. Und zugegebenermaßen kostet es schon Zeit, Mühe und vor allem Geduld, einen Rumtopf anzusetzen.
Doch inzwischen erinnern wir uns wieder an diese traditionelle Köstlichkeit, denn kein Kompott ist so gut wie der Rumtopf. Wir brauchen dazu einen Steintopf, einen guten Rum und natürlich die entsprechenden Früchte. Man kann entweder einen gemischten Rumtopf ansetzen oder sich auf Beeren, Stein- oder Kernobst konzentrieren. Geeignet ist fast alles: Erdbeeren, Sauerkirschen, Pfirsiche und Aprikosen, Pflaumen und Mirabellen sowie alle übrigen Beerenarten. Jede Frucht wird, bevor sie in den Steintopf gegeben wird, gründlich gesäubert und gegebenenfalls halbiert oder geviertelt. Steine und Kerne werden entfernt. Von Apfel- und Birnensorten, wählen wir, wenn überhaupt, nur weiche, aromatische Sorten, die geschält, entkernt und klein geschnitten werden müssen. .
Jetzt im Juni beginnt man die erste Lage im Rumtopf mit den schönsten und gesündesten Erdbeeren, die man erntet. Sie werden gewaschen und mit der gleichen Menge Zucker vermischt, in den Steintopf gefüllt und mit Rum völlig abgedeckt. So verfährt man mit allen Früchten, die man immer dann verwendet, wenn sie reif sind.
Im Spätherbst ist der Rumtopf fertig.
Übrigens: mein Vater liebte es, die ein oder andere Lage Rosinen hineinzugeben. Eine köstliche Idee!

In den Rumtopf kommen:

Im Oktober: Ananas, Orangen, Kiwi

Im September: Weintrauben, Pflaumen,
Birnen, Zwetschgen

Im August: Mirabellen, Honigmelonen

Im Juli: Johannis- und Himbeeren,
Kirschen, Aprikosen, Pfirsiche

Im Juni oder Anfang Juli: Erdbeeren

Liköre

Ein Likörchen in Ehren kann niemand verwehren – diese oder ähnliche Worte hat sicher jeder Genießer schon einmal gehört, zum Beispiel nach einem guten Essen oder dem nachmittäglichen Kaffeeklatsch. Bei der großen Auswahl, die es an Likören gibt, ist sicherlich für jeden Geschmack das Richtige dabei. Es gibt feine Vertreter, viele Liköre kann man aber in der Küche leicht selbst brauen.
Das Beste ist, neben dem Likör selbst, dass die Herstellung zu Hause schnell und einfach geht. Man benötigt nur Alkohol mit 96 Prozent – gibt es in der Apotheke – und die Zutaten für den Geschmack, also zum Beispiel Beeren oder Kräuter. Zum Süßen der Liköre werde Läuterzucker verwendet, der aus Zucker und Wasser gemacht wird.
Beim Likör gibt es in punkto Geschmacksrichtung grundsätzlich vier grobe Einteilungen: Fruchtige Kreationen, Sahniges, Liköre mit Kräutern und bittere Varianten. Bei der Herstellung werden Alkohol, Früchte und Sirup in der Regel im Verhältnis eins zu drei gemischt: Für etwa 350 Milliliter Beerenlikör braucht man 100 Milliliter Alkohol (96 Prozent), 100 Gramm Beeren und 300 Milliliter Sirup. Als Faustregel gilt, dass die Beeren immer von dem Alkohol bedeckt sein müssen. Die Früchte sollen ihr Aroma nun an den Likör abgeben, danach müssen sie wieder abgeschöpft werden. Himbeeren geben ihr Aroma etwa sehr schnell ab und können bereits nach einer Woche vom Likör getrennt werden. Pflaumen benötigen daher etwa vier Wochen, Früchte mit sehr harter Schale – wie Hagebutten – müssen sogar bis zu einem Jahr in der Flüssigkeit bleiben. Bei den Kräutervarianten funktioniert die Herstellung nach dem gleichen Prinzip: Der Alkohol entzieht den Kräutern das Aroma und muss nach einer bestimmten Zeitspanne abgeseiht werden, ansonsten schmeckt das Resultat am Ende bitter. Gesüßt wird auch hier mit Sirup.
Für die Aufbewahrung eignen sich verschließbare Glasflaschen mit weiter Öffnung. Damit nach dem Ziehen die Früchte oder Kräuter wieder problemlos vom Likör getrennt werden können, muss die Öffnung breit genug sein. Der Liköransatz wird nach der Ansatzzeit durch einen Kaffeefilter abgegossen.

Würzöle

Selbstgemachte Kräuteröle:
Sie sind mit wenigen Handgriffen zubereitet, sehr lecker und bei jedermann beliebt. Die Zusammenstellung erfolgt je nach Geschmackspräferenzen. Und in verschiedenen hübschen Karaffen sehen sie auch immer wieder anders aus.
Die "Vorarbeit" ist ein Kinderspiel: je nach Rezept werden die entsprechenden Kräuter zusammen mit Rapsöl in einer Glaskaraffe eingelegt. So ist in kurzer Zeit und mit wenigen Handgriffen beispielsweise ein vielfältig einsetzbares Minzeöl oder eine würzige Kräuterpaste hergestellt!
Tipp: Zwischen der Herstellung und dem ersten Genuss der Kräuteröle sollte genug Zeit liegen, damit das Aroma der Kräuter sich vollständig entfalten kann.

Würzöl-Duo:
Lavendel & Thymian
Zutaten: 3 Knoblauchzehen
2 bis 3 Lavendelblüten
einige Zweige Thymian
350 ml kaltgepresstes Rapsöl

Zubereitung: Knoblauch schälen, die Zehen in eine Karaffe geben und mit kaltgepresstem Rapsöl aufgießen. Die Kräuter sorgfältig verlesen und zusammen mit den Lavendelblüten in die Karaffe geben. Karaffe verschließen. Das Kräuteröl kühl und dunkel aufbewahren.

Sternenöl
Zutaten:
3 Sterneanis
1 bis 2 Stangen Zimt
5 Kapseln Kardamom
4 getrocknete Chilischoten
3 Gewürznelken
1 orangefarbene Ringelblumenblüte
350 ml kaltgepresstes Rapsöl

Zubereitung:
Sternanis, Zimtstange, Kardamom, Chilischoten, Gewürznelken und die Ringelblumenblüte in eine Karaffe geben. Kaltgepresstes Rapsöl hineingießen und die Karaffe leicht schwenken. Karaffe fest verschließen. Sternenöl kühl und dunkel aufbewahren.
Tipp: Die Blüte kann auch weggelassen werden. Sie ist für den Geschmack nicht essenziell, gibt dem Sternenöl jedoch eine intensivere Farbe und sieht besonders hübsch aus.

Rosmarin & Pfeffer
Zutaten:
3 Knoblauchzehen
1 TL weiße Pfefferkörner
2 Zweige Salbei
1 bis 2 Stängel Rosmarin
350 ml kaltgepresstes Rapsöl

Zubereitung:
Knoblauch schälen, die Zehen zusammen mit den Pfefferkörnern in eine Karaffe geben. Mit kaltgepresstem Rapsöl aufgießen. Die Karaffe leicht schwenken. Die Kräuter sorgfältig verlesen, Salbei und Rosmarin in die Karaffe geben. Die Karaffe verschließen. Das Kräuteröl kühl und dunkel aufbewahren.

 

Minzeöl
Zutaten:
2 Zweige Pfefferminze
1 Zweig Zitronenmelisse
3 bis 4 kleine Dillblüten
350 ml feines Rapsöl

Zubereitung:
Pfefferminze, Zitronenmelisse und Dillblüten sorgfältig verlesen. Die Kräuterzweige und Blüten in eine Karaffe geben. Feines Rapsöl in dünnem Strahl langsam in die Karaffe gießen. Karaffe schließen. Minzeöl kühl und dunkel aufbewahren.

Würzige Kräuterpaste
Zutaten:
1 Bund Petersilie
1 Bund Kerbel
1 Hand voll Basilikum
1 TL Salz
1 Hand voll Walnusskerne
200 ml feines Rapsöl

Zubereitung:
Die Kräuter verlesen, nach Möglichkeit nicht waschen. Kräuter zunächst grob zerkleinern. Dann zusammen mit den Walnusskernen, Rapsöl und Salz mit einem Mixstab oder im Mixer nicht zu fein pürieren. Die Kräuterpaste in ein Glas füllen, falls nötig noch etwas Rapsöl auf die Oberfläche gießen, da die Kräuter mit einer dünnen Schicht Rapsöl bedeckt sein müssen. Das Glas verschließen. Die Kräuterpaste kühl und dunkel aufbewahren.

Würz-Essig

Aromatischer Essig und würziges Öl

Im Delikatessengeschäft sind sie sehr teuer, selbst verfeinert kosten Essig und Öl nur einen Bruchteil. Und sie sind ganz schnell gemacht.
Hobbyköche schwören auf ihre persönliche Essig- und Ölrezeptur.
Einfach ausgewählte Gewürze, Kräuter oder Beeren in eine Flasche geben, Öl bzw. Essig aufgießen und an einem sonnigen Platz ziehen lassen.
Nach Herzenslust experimentieren und kreieren. Hübsch dekoriert mit Bast, hübschen Bändern und Etiketten sind die Flaschen eine Zierde fürs Küchenregal und ein originelles Mitbringsel für Freunde.

 

Hier unser Etikett, das ich immer in der Mitte falte und dann in der Ecke loche, dort ziehe ich ein Bändchen ein. Auf der Rückseite, auf dem freien Platz schreibe ich noch die Kräuter auf, die verwendet wurden. Dieses Kärtchen hänge ich um den Flaschenhals der Essigflaschen, lässt sich für Öl entsprechend umschreiben.

Die besten Ergebnisse erzielt man mit Olivenöl und Weiß- oder Apfelessig.
Es gibt viele Möglichkeiten, würzigen Essig selbst herzustellen.

Variante A: 200 g frische Kräuter, wie Rosmarin, Salbei, Thymian, 3 geschälte Schalotten.
B: 2 EL Senfsamen
C 1 Estragonzweig
D 100 g Himbeeren
E 100 Erdbeeren und 50 g Basilikum

Zwei Varianten zum Aromatisieren von Öl:
A 4 Chilischoten, 1 TL schwarze Pfefferkörner, 50 g Basilikum
B 6 Knoblauchzehen, 1 TL schwarze Pfefferkörner

Darauf achten, dass alle Gefäße und Verschlüsse völlig sauber sind, bevor man sie verwendet.
Für Essiggefäße eignen sich wie für Ölflaschen Verschlüsse aus Kork.
Plastik oder Glas; sie werden vom Essig nicht angegriffen.
Öl und Essig kühl und dunkel aufbewahren. Essig ist lange haltbar.
Aromatisiertes Öl hält sich bis zu mehreren Monaten, je nach verwendetem Öl und Gewürz.
Eine Geruchs- und Geschmacksprobe zeigt ihnen, ob es noch frisch ist.

Variante A mit Essig:
Kräuter und Schalotten in passender Menge im Mörser leicht zerstoßen. Alles in eine gereinigte Flasche oder in ein sauberes Einmachglas geben.
Essig in einem Topf erwärmen und über die Kräuter und Schalotten gießen. Das Gefäß bis etwa zwei Fingerbreit unter die Öffnung auffüllen und gut verschließen.
Zwei Wochen am sonnigen Fenster ziehen lassen. Täglich schütteln. Bei Bedarf Kräuter zugeben und weiter ziehen lassen. Den Essig durch ein Mulltuch oder ein Sieb abseihen.
Den fertigen Essig in gut gereinigte Glasflaschen füllen. Geben sie noch frische Kräuter dazu: Das sieht sehr dekorativ aus und verstärkt außerdem das Aroma!

Variante A mit Öl:
Die Chilischoten mit einer Gabel einstechen und anschließend zusammen mit schwarzen Pfefferkörnern und den Basilikumblättern in ein verschließbares Glasgefäß geben.
Olivenöl bis knapp unter den Rand aufgießen, das Gefäß gut verschließen.
Zwei Wochen am sonnigen Fenster ziehen lassen. Täglich schütteln. Das fertige Öl abseihen und in gereinigte Flaschen füllen.

 

Aceto Balsamico

ist ein sehr edler und teurer Essig. Er entsteht nicht wie andere Essigsorten aus vergorenem Wein, sondern aus dem eingekochten Most der Trebbianotraube. Während seiner jahrelangen
Reifezeit wird er in immer kleinere Fässchen unterschiedlicher Holzsorten umgefüllt. Dieser Prozess verleiht dem Aceto Balsamico seinen unnachahmlich herb süßsäuerlichen Geschmack und seine intensive dunkelbraune Farbe.

Essig – Tipps zur Heilwirkung

Eine besondere therapeutische Wirkung von Aceto Balsamico traditionale ist nicht bekannt. Es ist also hier die Rede von dem gesundheitlichen Wert von Wein- oder Apfelessig, der am wirksamsten ist, wenn er selbst hergestellt wird: eine Essigmutter in Weinreste setzen, die
Essigsäurebakterien, die die  Essigmutter bilden, vergären den Alkohol 1:1 zu Essig. Zwei bis drei Wochen nach Ansetzen kann der Essig verwendet werden. Für therapeutische Zwecke bietet sich Apfelessig an.
Essig wird bei kleineren Hautentzündungen angewendet. Bei Reizungen durch Insektenstiche wirkt er abschwellend und entzündungshemmend.
Allerdings ist Vorsicht geboten bei empfindlicher Haut oder Ekzemen.
Außerdem bietet sich Essig für unterschiedliche Körperwickel an.

Wadenwickel zur Fiebersenkung:
Dieser Wickel ist zweilagig, bestehend aus einem Innentuch (Baumwolle) und einem Außentuch (z.B. Frotteetuch). Er kann bereits bei Kleinkindern angewendet werden. Je jünger der Patient ist, desto näher sollte die Wassertemperatur an der Körpertemperatur des Kindes
liegen. Kreislaufrobuste Menschen können mit kälterem Wasser behandelt werden. Für das Essigwasser wird 1 l  Wasser mit 2 bis 3 EL Apfelessig gemischt.
Das Innentuch wird in die Essigmischung gelegt und nur soweit ausgewrungen, dass das Tuch nicht mehr tropft. So wird es zwischen Sprunggelenk und Wadenende straff angelegt und mit dem Außentuch abgedeckt. Der Wickel sollte 20 bis 30 Minuten angewendet werden, je nach der Temperatur des Patienten. Man sollte ihn auf jeden Fall abnehmen, wenn er noch feucht ist. Der Patient muss danach kurz ruhen.
Der Wickel kann noch zwei- bis dreimal wiederholt werden, bis das Fieber  nennenswert gesenkt ist. Grundsätzlich sollten Essigwickel nur bei  warmer Wade, also im Fieberplateau oder im Fieberabfall angewendet werden, nie im Fieberanstieg.
Man kann auch einen Baumwollstrumpf in Essigwasser legen, auswringen und anziehen. Diese Methode ist besonders für Kinder geeignet.

Brustwickel zur Stärkung der Atemwegsfunktion:
Dieser Wickel sollte dreilagig sein, bestehend aus einem Innentuch (Baumwolle), Zwischentuch (z.B. Frotteetuch) und wollenem Außentuch. Der Wickel sollte im Bett schon vorbereitet werden, so dass der Patient sich hineinlegen kann.
Für die Essigmischung 2 Teile Wasser (16 bis 20 Grad) mit 1 Teil Essig vermischen. Mit dem genässten Innentuch die Brust straff einpacken.
Zwischentuch und Außentuchtuch darüber schlagen. Der Wickel sollte ca. 30 Minuten angewendet werden. Danach den Wickel abnehmen, die Haut trocknen. Der Patient sollte danach 1 Stunde im Bett ruhen. Der Brustwickel kann kurmäßig einmal in der Woche über 3 Monate angewendet werden.

Halswickel bei akuten Hals- und  Mandelentzündungen, Schluckbeschwerden etc.:
Dieser Wickel sollte dreilagig sein, bestehend aus Innentuch (Baumwolle), Heilwolle und einem wollenen Außentuch. Für die Essigmischung sollten 2 Teile Wasser (16 bis 20 Grad) mit 1 Teil Essig verwendet werden. Das befeuchtete Innentuch um den Hals legen, darauf
die Heilwolle und mit dem wollenen Außentuch befestigen. Der Wickel sollte ca. 30 Minuten angewendet werden.
Nach Abnahme des Wickels sollte der Patient 1 Stunde einen Schal oder einen Rollkragenpullover tragen, um den Hals noch zu wärmen.

Vier-Diebe-Essig zum Gurgeln bei Erkältung:
1 EL Salbei, 1 EL Rosmarin, 1 EL Thymian, 1 EL Lavendel mit 3/4 l Apfelessig ansetzen und 2 Wochen an einem zimmerwarmen Ort ausziehen lassen. Dann abseihen und zum Gurgeln verdünnt (1 EL Essigwasser auf 1/2 Glas Wasser), morgens verwenden.

Essigsorten

Essig gehört dazu. Er kommt ins Putzwasser, denn er löst Kalk und tötet Keime; in den letzten Spülgang, denn er spült Seife aus und macht die Wäsche weicher; ins nationale Linsen-mit-Spätzle-Gericht, weil er die erschwerte Verdauung der Hülsenfrüchte ankurbelt und den Gaumen kitzelt. Er gehört in die Beize aus Gewürzen und Wein für den Sauerbraten, weil Essig Fleisch eine Zeit haltbar macht und mürbe. Und ohne einen Schuss Essig am Schluss wäre das von den Speiseplänen leider getilgte eingemachte Kalbfleisch am Sonntag nicht perfekt. Wie man sieht, kommt ein schwäbischer Haushalt ohne Essig nicht in Schwung.

Essig muss sein. Aber welcher?
Altmeister, damals der beste Weinessig und trotzdem erschwinglich. Im Jahre 1950 auf den Markt gebracht von Hengstenberg, dem Spezialisten für Saures. Essig und Öl wurden im Krämerladen da noch offen, in Kolben angeboten: Man brachte eine leere Flasche mit und ließ sie auffüllen. Diese Methode lebte wieder auf in den Delikatessenlädchen der 80er Jahre, wo die friedliche Koexistenz von Biowein, Kräutern der Provence, meist mit Himbeeren aromatisierten Essigen und schonend behandelter Wolle erprobt wurde.
Hengstensbergs Essigflasche war griffig, dank einer Einbuchtung am Flaschenhals, und entsprach somit dem Imperativ der dann im Wirtschaftswunderfieber aufflammenden Selbstbedienungslust: zugreifen! Das waren Erlebnisse.
Die Welt der Aromen gestaltete sich überschaubar, die Salatsoße wurde bis dahin aus stechend saurem Essig und fadem Öl zusammengerührt. Die Geschmackssorten waren noch nicht genervt von Balsamico-Essig, Trüffelöl, Koriander, Zitronengras. Den in stechender Säure ertränkten [Wurstsalat in über 10 Varianten] aus der Vorratshaltung gab es aber schon, wenn die Kaltmamsell keinen gescheiten Essig genommen hatte, sondern billigen Sprit.

Essig entsteht, wenn der Alkohol im Wein oder in einer anderen Flüssigkeit längere Zeit mit Luft in Berührung kommt. Die Bakterien der Luft verwandeln den Alkohol in Essigsäure. Der Firmengründer von Hengstenberg entwickelte ein Verfahren zur beschleunigten Herstellung von Essig, Dieser Prozess dauert eine Woche. Der Essig reift in Holzfässern heran, wird auf Gebrauchsstärke verdünnt, gefiltert und abgefüllt.
Firmengründer Hengstenberg stammt aus einem westfälischen Pfarrhaus. Er gründete als 26-jähriger Lebensmittelkaufmann mit der Mitgift seiner Frau eine kleine Essigfabrik in Esslingen. 1895 wird der Backsteinbau in der Mettinger Straße 109 gegenüber von Weinbergen errichtet.

Salate ersetzen in der warmen Jahreszeit so manches Hauptgericht. Sie bieten viel Vitamine, sind schmackhaft und lassen sich variantenreich zubereiten. Auch beim Essig lohnt sich Abwechslung. Denn je nach Sorte harmoniert die säurehaltige Würze mehr oder weniger gut mit den gewählten Zutaten.

Der Geschmack und die Qualität von Essig, ist abhängig von den verwendeten Rohstoffen. Vergoren werden Rot- und Weißweine, aber auch Sherry, Apfelmost und andere Fruchtweine. Beliebt in der asiatischen Küche: Essig aus Reiswein. Alle Essigsorten lassen sich nachträglich aromatisieren, etwa durch Himbeeren, Kräuter oder Gewürze. Der echte und kostbare teure Balsamessig, Aceto Balsamico Tradizionale genannt, wird aus eingekochtem Traubenmost der Trebbianotraube hergestellt und reift mindestens zwölf Monate im Holzfass. Die meisten Balsamessige sind jedoch mit Zuckercouleur gefärbt und mit Aromastoffen versehen.

Apfelessig wirkt durch die Mineralstoffe aus der Frucht basisch, hilft also gegen einen übersäuerten Magen. Die fruchtige Note passt gut zu grünen Blattsalaten und zu Rohkost. Die spritzige Säure lässt sich mindern, wenn etwas Honig in die Salatsoße gegeben wird. Stark verdünnter Apfelessig dient sogar als gesunder Durstlöscher und taugt für erfrischende Waschungen an heißen Sommertagen. Verdünnt desinfiziert er die Haut wie ein mildes Gesichtswasser.

Himbeeressig verleiht Salaten eine aromatische Note, die mit mildem Schafs- oder Ziegenkäse zubereitet werden. Himbeeressig ist immer dann die erste Wahl, wenn frisches Obst unter den Salat gemischt wird. Rosa Pfeffer verstärkt das Beerenaroma.

Rotweinessig und der süßlichere Balsamessig krönen Salate mit gebratenen Puten-, Leber- oder Lammstreifen, verfeinern aber auch grüne Linsen und geschmortes Gemüse.

Weißweinessig geht mit frischen Kräutern und hellen Salatsorten die schmackhafteste Verbindung ein. Er passt auch zu Fisch.

Reisessig würzt gemischt mit frisch gepresstem Limettensaft, etwas Zucker und Fischsoße aus dem Asiashop alle fernöstlichen Salate. In feine Streifen geschnittene Frühlingszwiebeln, Möhren, eingeweichte Glasnudeln und frischer Koriander oder Thaibasilikum bilden die Grundlage. Gehackte Erdnüsse mildern die Chili-Schärfe.

Tipp: Einen Spritzer Zitronensaft zusätzlich zum Essig rundet jede Salatsoße geschmacklich ab.

Kakao

Schon die indianischen Hochkulturen in Mittelamerika haben Kakao mit befremdlichen Zutaten gemischt, vor allem mit scharfen Gewürzen wie Chili. Die ersten, die nachweislich Kakao verzehrten, waren vor 3500 Jahren die Olmeken. Ihre Kultur ist kaum erforscht, aber man weiß, dass das Wort „cacao“ aus ihrer Sprache kommt und von den weit bekannteren Kulturen, die auf die Olmeken folgten, benutzt wurde: den Maya und den Mexika, wie die Azteken sich selbst nannten.
Bei denen entstand ein wahrer Kult um die Kakao-Bohne. Es gab einen Schokoladen-Gott, und nur dem Kaiser der Mexika, dem Adel und den Priestern sowie den Kriegern war es erlaubt, heißen Kakao zu trinken. Kakao wurde übrigens bis 1879 ausschließlich getrunken.
Erst dann gelang es der Schweizer Firma Lindt, mit Hilfe des Conchier-Verfahrens, Tafelschokolade herzustellen.

Die Krieger bekamen ihre tägliche Ration, weil Kakao mit einem Fettanteil von über 50 Prozent der hochwertigen Kakaobutter ausgesprochen nährreich ist. Umsonst bekamen sie die begehrte Frucht allerdings nicht: Man weiß, dass die Mexika Kriege ausschließlich zu dem Zweck führten, um Anbaugebiete des Kakao unter ihre Kontrolle zu bekommen. Die lange haltbaren, getrockneten Bohnen waren außerdem das Zahlungsmittel in ihrem Reich – ein Truthahn zum Beispiel kostete 200 Bohnen, für eine Bohne gab es eine Tomate. Es kursierten sogar gefälschte Kakaobohnen: Den billigen Sorten wurde künstlich die Farbe von hochwertigen Bohnen gegeben.

Auch heute kommt es für den Schokoladenkenner noch auf die Bohne an.
80 Prozent der Welternte macht die bitterste, aber robusteste Bohne aus, die vor allem in Afrika, in Ländern wie Ghana und der Elfenbeinküste – dort zum Teil mit Sklavenarbeit – geerntet wird.
Nur 3 Prozent macht die feinste und begehrteste Sorte aus, es ist die Ur-Kakao-Bohne, die am säureärmsten ist, aber auch anfällig für Krankheiten. Angebaut wird sie in den südamerikanischen Ländern, wie Venezuela.
Dann gibt es noch eine Kreuzung, sie verbindet die positiven Eigenschaften der beiden anderen.
Je milder die Bohne, desto hochprozentiger die Schokoladen.

Schokolade

Kakao, schon das mexikanisch-spanische Wort trägt den bittersüßen Schmelz von Schokolade in sich. In der traditionellen indianischen Medizin galt Kakao auch als magische und heilende Pflanze. Nicht zu Unrecht.

Dunkle Schokolade stärkt die Blutgefäße, wurde in einer Studie herausgefunden.
Dennoch gilt: Zu viel Schokolade führt durch den hohen Fett- und Zuckergehalt zu Übergewicht. Daher sollte das Genussmittel nur gelegentlich verzehrt werden.
Bitterschokolade hat den geringsten Fettanteil.

In Finnland wurde herausgefunden, dass schwangere Frauen, die täglich ein wenig Schokolade aßen, besonders fröhliche, lebhafte Babys bekamen.
Schokoladeabstinenzlerinnen klagten dagegen oft über ängstlichere Kinder.

Außer Kakaobutter findet man nun auch die Inhaltsstoffe von Schokolade in der Kosmetik.
Ganzkörperpackungen aus geschmolzener Schokolade in der Wellness.
Die Wirkung muss mit dem Schmelzpunkt der Schokolade von 38 Grad Celsius zusammenhängen. Zudem enthält die Kakaobohne viele Mineralien, Vitamine und Proteine, die den Zellaufbau der Haut ankurbeln sollen.

Dass Hochgenüsse aus der Kakaobohne glücklich machen – darüber sind sich alle ihre Liebhaber einig. Ihren Ursprung hat die Schokolade bei den Azteken, die Kakaobohnen kultivierten und verarbeiteten. Damals wurden die Bohnen mit Vanille und Cayennepfeffer zu einem eher bitteren Gemisch verarbeitet. Heute dagegen steht Schokoladenliebhabern eine Vielfalt an Geschmacksrichtungen zur Auswahl: Es gibt unzählige Sorten – mit Nüssen, Samen, Alkohol, Früchten, Gewürzen, milchig-braun oder dunkel-herb.
Die süße Köstlichkeit ist jedoch nicht nur pur ein Genuss, sie eignet sich auch wunderbar zum Kochen, Backen oder zum Herstellen von Pralinen. Welche Schokolade man in der süßen Küche verwendet, ist prinzipiell Geschmackssache. Wer zu milchigen Varianten tendiert, sollte am besten hochwertige Kuvertüre verwenden. Sie enthält mehr Kakaobutter als normale Schokolade. Die Schokolade schmelze daher leichter und flocke bei der Verarbeitung nicht aus. Wenn die Schokolade für ein Rezept geraspelt werden soll, empfiehlt der Fachmann ein dunkles Produkt. Es besteht aus weniger Milchpulver und lässt sich gut verarbeiten.
Neben Klassikern wie Schokokuchen oder selbst gemachter heißer Schokolade können sich die Liebhaber der braunen Köstlichkeit auch an etwas exotischeren Rezepten ausprobieren. Ein abwechslungsreicher Höhepunkt seien zum Beispiel süße Ravioli: Die Teigtaschen werden mit Nougat und Kürbis gefüllt und mit einer dunklen Schokoladensoße serviert.
Als kulinarischer Liebesbeweis für den Partner könnte der „Liebesknochen“ (französisch: Eclair) aus Brandteig mit Schokoladencremefüllung dienen.
Noch mehr Abwechslung bringen Kreationen wie eine feurige Azteken-Trinkschokolade mit Chili, Cayennepfeffer und Ahornsirup. Eine schöne Rezeptidee für Kinder ist der süße Maulwurfhügel. Dabei handelt es sich um eine Kuppel aus Schokoladenteig, die mit Sahne überzogen und Teigbröseln bestreut wird.
Man kann Schokolade auch zur Verzierung für andere Desserts benutzen. Wenn man erwärmte Schokolade dünn auf einer Marmorplatte ausstreicht, kann sie anschließend mit Formen ausstechen, Stückchen herausbrechen oder kleine Röllchen abschaben. Schokolade kann auch herzhaften Gerichten eine besondere Note verleihen: In der deftigen Küche wird Schokolade hauptsächlich in Soßen verwendet. Am besten ist die Wahl von Sorten mit mindestens 70 Prozent Kakaoanteil.
Aus der Toskana stammt ein pikantes Wildschweinragout, das mit dunkler Schokolade gewürzt wird. Wild und Schokolade passen hervorragend zusammen. Die Kombination von herb und süßlich verursacht am Gaumen ein kulinarisches Feuerwerk. Auch in Spanien ist das Verfeinern von deftigen Gerichten mit Schokolade Tradition. Hier wird dafür meist dunkles, würziges Fleisch verwendet.
Ein tolles Rezept für Gäste ist zum Beispiel das Rinderfilet andalusische Art: Das Fleisch wird in Scheiben gebraten und mit einer Sauce aus Semmelbröseln, starkem Kaffee, Sahne und Bitterschokolade serviert. Als Beilage passt sehr gut ein sahniges Kartoffelpüree oder feinkörniger Reis. Geflügelliebhaber kommen bei Hähnchen auf ostafrikanische Art auf ihre Kosten: Das Gericht ist sehr scharf und würzig und wird wieder mit feiner Schokoladensoße serviert. Ein weiteres pikantes Schmankerl ist Leber mit Schokoladen-Pflaumen-Chutney, zu dem ein kräftiger Rotwein passt.

Brot

Drei Dinge, ohne die der Mensch nicht leben kann, sind im Brot enthalten: Getreide, Salz und Wasser. Den alten Ägyptern verdanken wir das handliche Lebensmittel, denn sie waren die ersten, die vor mehr als 6000 Jahren Getreide, Salz und Wasser zu einem Teig mengten und in Öfen zu Brot ausbackten. Und wir, so zeigt die Entwicklung, haben es zu einer wirklichen brotreichen Kunst gebracht. über 200 verschiedene Brotsorten können Sie von der Nordsee bis zu den Alpen kaufen. An dieser Stelle können nur die bekanntesten Brotsorten genannt werden:

Roggenvollkornbrot ist ein kräftiges, dunkles Brot aus Roggenmehl und viel Roggenschrot, bekannt auch als Rheinisches Vollkornbrot oder Holsteiner Brot. 

Roggenbrot, auch Bauernbrot oder Berliner Landbrot genannt, ist ein helleres Brot aus Roggenmehl.

Roggenmischbrot wird aus Roggen- und Weizenmehl gemacht. Das Brot hat einen höheren Roggenmehlanteil. In Franken ist es als Frankenlaib bekannt. Seine Zwillingsschwester ist das Weizenmischbrot, mit weniger Roggenmehl, häufig in mächtiger Form als Schwäbisches Bauernbrot oder "Schwobelaib" zu finden. Zu den Roggenmischbroten gehört auch noch das Paderborner Landbrot, ein kastenförmiges Brot, das dem Kommissbrot ähnelt, und das norddeutsche Gerstel- oder gegerstelte Brot. Der Teig wird dabei vorm Backen abgeflämmt.
Das Brot erhält eine braunschwarze Kruste.

Weizenbrot oder Weißbrot und das Toastbrot werden aus Weizenmehl zubereitet.

Pumpernickel heißt das in aller Welt beliebte schwarze Brot aus Westfalen. das aus Roggenmehl mit Sauerteig zubereitet gebacken wird. 

Knäckebrot, eine Erfindung der Skandinavier, ist ein leichtes, wasserarmes Flachbrot, das aus völlig ausgemahlenem Weizen- oder Roggenschrot oder einer Mischung von beiden hergestellt wird.

Je nachdem, welche Zutaten dem Brotteig beigegeben werden, können Brote auch Buttermilch-, Kümmel-, Mohnoder Malzbrot heißen.

Der Brotteig kann mit Hefe oder mit Sauerteig oder mit einer Mischung aus beiden gelockert werden.
Dunkle Brote mit vorwiegend Roggenmehl oder Roggenschrot-Anteil sind immer mit Sauerteig zubereitet.
Sauerteig gibt dem Brot einen würzigen Geschmack. Sauerteig-Brote bleiben länger frisch.
Hefe wird vorwiegend für helle Brote aus Weizenmehl verwendet. Hefebrote haben einen milderen Geschmack, trocknen aber rasch aus.
Brot bleibt frisch, wenn Sie es trocken, aber nicht luftdicht verpackt aufbewahren. Im Kühlschrank wird Brot schneller trocken, aber nicht so rasch schimmelig.
Obwohl wir soviel Sorten Brot kaufen können, kommt das Selberbacken wieder groß in Mode. Wenn Ihnen Ihr erstes Brot gelungen ist, haben Sie Grund zum Feiern.
 

Brotaufbewahrung – Essig als idealer Helfer
Für die richtige Brotaufbewahrung gilt: Sauberkeit im Brotbehälter ist das A und O. Wird das Behältnis regelmäßig von Brotkrümeln befreit, mindestens alle 14 Tage mit Essig gereinigt und danach mit einem Papiertuch trocken gerieben, ist das schon die halbe Miete.
Dann grundsätzlich werden alle Ganzbrote in Deutschland entsprechend gesetzlicher Vorschriften ohne Konservierungsstoffe gebacken und verkauft. Umso mehr kommt es daher auf den Schimmerschutz daheim an, wobei die wichtigste Vorbeugemaßnahme im Haushalt die Reinigung des Brotbehälters ist.
Das alte Hausmittel Essig hat sich dafür als optimal erwiesen. Am wohlsten fühlt sich Brot im Steingut- oder Keramiktopf – allerdings ohne seitliche
Belüftungslöcher. Wer keinen Brotbehälter hat, packt es am besten in Kunststofffolie, die es vor dem Austrocknen schützt.
In den Kühlschrank gehören Brot und Brötchen nicht, denn dort werden sie schnell altbacken. Bei hochsommerlichen Temperaturen sind dagegen Tiefkühlschrank oder – truhe eine gute Alternative.
Die meisten Brotsorten lassen sich am besten portionsweise in Scheiben in Gefrierbeuteln abgepackt einfrieren und im Toaster wieder auftauen, wenn das Brot im Haus mal knapp werden sollte.

Kleine Zuckerkunde

Zucker enthält weder Vitamine noch Mineralstoffe, die der Körper benötigt. Man spricht daher von leeren Kalorien. Ein Gramm Zucker hat einen Nährwert von rund vier Kilokalorien. 100 Gramm Zucker schlagen also mit gut 400 Kilokalorien zu Buche. Ein Stückchen Würfelzucker, das drei Gramm schwer ist, enthält zirka zwölf Kilokalorien.
Eine wichtige Rolle spielt Zucker bei der Entstehung von Karies. Vor allem klebrige Süßigkeiten wie Bonbons oder Schokolade, die lange an den Zähnen haften oder zuckerhaltige Getränke, an denen häufig genippt wird, können die Zähne schädigen. Denn wenn der Zucker in der Mundhöhle von den Kariesbakterien verdaut wird, entstehen Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und Karies verursachen können.

Die Prüfung, ob Lebensmittel Zucker enthalten:
Auf der Zutatenliste nicht unbedingt nach dem Wort „Zucker“ suchen. Viele Produkte enthalten Süßes, obwohl dieses Wort nicht vermerkt ist. „Maltodextrin“ ist ein Stärkezucker und hinter „Dextrose“ verbirgt sich Traubenzucker. Die Endung „ose“ weist in der Regel auf Zucker hin.

Zucker von A bis Z:

Brauner Zucker ist ein grob auskristallisierter Zucker. Er gilt häufig als gesünder, ist aber wie weißer Zucker für die Nährstoffbilanz unbedeutend.

Fruchtzucker oder Fruktose setzt man gelegentlich als Zuckeraustauschstoff ein. Diabetiker müssen ihn berücksichtigen, wenn sie ihre Broteinheiten berechnen. Fruchtzucker kommt in süßen Früchten vor.

Weißen und braunen Kandis gewinnt man aus reinen Zuckerlösungen durch langsames Auskristallisieren. Mit Kandis süßt man vor allem Tee.

Milchzucker (Laktose) gewinnt man aus Molke. Er schmeckt weniger süß als Zucker und wirkt leicht abführend.

Rohr-, Rohrohr- und Vollrohrzucker gewinnt man aus Zuckerrohr. Während Rohrzucker raffinierter Haushaltszucker ist, enthalten Rohrohr- und Vollrohrzucker noch in unterschiedlich geringen Mengen Mineralstoffe und Melasse, die jedoch ernährungsphysiologisch unbedeutend sind.

Saccharose ist weißer Haushaltszucker oder Raffinade.

Stärkezucker ist ein Sammelbegriff für alle Zuckerarten, die man aus Stärke herstellt. Dazu zählen unter anderem Maltodextrin, Isoglukose, Stärkesirup, Glukosesirup und Fruktosesirup.

Traubenzucker, auch Dextrose oder Glukose genannt, ist ein natürlicher Zucker, der in vielen süßen Früchten vorkommt. Meist gewinnt man ihn aus Kartoffel- oder Maisstärke. Chemisch betrachtet, ist Traubenzucker genauso aufgebaut wie die Glukose im Blut und wird bei der Verdauung sofort in den Blutkreislauf aufgenommen. Bei Unterzuckerung kann Traubenzucker daher schnell helfen. Als Sportlernahrung eignet er sich dagegen nicht, denn nach einem kurzen Energieschub sinkt der Zuckerspiegel schnell wieder ab.

Zum Süßen sind auch Fruchtdicksäfte aus Apfel- oder Birnensaft und Sirupe wie Rübensirup und Ahornsirup geeignet. Sie haben einen charakteristischen Eigengeschmack und werden meist sparsam verwendet.
Bienenhonig besteht vor allem aus Trauben- und Fruchtzucker. Auch Mineralstoffe und Vitamine sind enthalten, allerdings in so geringen Mengen, dass sie für die Nährstoffbilanz keine Rolle spielen. Wegen der klebrigen Konsistenz von Sirup, Honig und Fruchtdicksaft sollte man nach dem Genuss dieser Süßungsmittel nicht vergessen, seine Zähne zu putzen.

Nudeln

Es gibt sie in allen möglichen Formen und Farben, als kleine Buchstaben, lange Bänder, Röhren oder Spiralen: die Nudeln.
Sie haben sogar ihren eigenen Tag, den Nudeltag. Da sind in Deutschland viele Nudel-Aktionen geplant.
Aber wer hat eigentlich die leckeren Teigdinger erfunden? Die Chinesen sagen: Wir.
Nein, wir, behaupten die Italiener.
Fest steht: bei Ausgrabungen in China entdeckten Forscher einen rund 4000 Jahre alten Topf mit Nudeln. Das sind die ältesten Nudeln der Welt. Für Chinesen ist das der Beweis: Die erste Nudel wurde in China hergestellt.
Der Seefahrer Marco Polo brachte das Rezept um das Jahr 1300 angeblich nach Italien. Viele Italiener sagen aber: Bei uns gab es schon vorher Nudeln. Das zeige ein uralter Grabstein des Volkes der Etrusker. Darauf ist ein Teigrädchen abgebildet. Das könnte bedeuten, dass es schon vor mehr als 2400 Jahren Nudelteig in Italien gab. Wer die Nudel letztendlich wirklich erfunden hat, ist unklar. Vermutlich entstand sie an verschiedenen Orten.

Pasta - Tipps
Das Kochen von Teigwaren will gelernt sein.

Köstlich nahrhaft: Nudeln sind vielseitig, leicht verdaulich und machen schnell satt. Daher sind sie bei Eltern kleiner Kinder genauso beliebt wie bei Sportlern. Man unterscheidet zwischen Teigwaren aus Hartweizengrieß und Eiernudeln. Beides ist sowohl frisch als auch getrocknet in zahllosen Varianten erhältlich. Ernährungswissenschaftler raten zu Nudeln aus Vollkornmehl, da diese mehr Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe liefern.

Nudeln wollen schwimmen: Bei getrockneten Teigwaren rechnet man als Vorspeise 60 Gramm pro Person, als Hauptgericht 100 Gramm. Nudeln wollen schwimmen: Pro 100 Gramm ungekochter Pasta wird etwa ein Liter Kochwasser benötigt. Für eine 500-Gramm-Packung also einen Topf verwenden, der mindestens fünf Liter fasst.

Erst später Salzen: Da Salz den Siedepunkt des Wassers heraufsetzt, sollte man es erst mit den Nudeln ins sprudelnde Wasser geben. Wer kaltes Wasser salzt, steht länger am Herd.

Bloß kein Öl: Nudeln im Wasser ab und zu umrühren, damit sie nicht verkleben. Profiköche lehnen die Zugabe von Öl ab, da sich die Teigwaren sonst nicht mit der Soße verbinden.

Bloß nicht abschrecken: Aus demselben rund würde eine italienische Mamma ihre Pasta auch niemals nach dem Kochen mit kaltem Wasser übergießen, da dies die Stärkehülle um die Nudeln entfert. Manche Kochprofis breiten die Nudeln nach dem Abseihen auf einer großen Fläche aus, etwa auf einem Backblech, und fügen eine winzige Menge Soße hinzu. Andere kochen sie nicht ganz bissfest und lassen die Nudeln dann noch eine Minute in der fertigen Soße ziehen.

Ansichtssache: An der Frage Deckel drauf oder runter scheiden sich die Geister. Wer Energie sparen möchte, kocht mit Deckel. Um bei einem eventuellen Überkochen schnell eingreifen zu können, sollte man sich aber nicht allzu weit vom Herd entfernen. Wer keine Lust auf eingebrannte Ränder rund um den Topf hat, lässt den Deckel eben weg. Zumindest direkt nach der Zugabe der Nudeln in den Topf empfiehlt sich ein kurzes Aufsetzen, da die kalte Pasta das Kochwasser abkühlt.

Spätzle

Ob zu Gulasch, Wild oder typisch schwäbisch zu Linsen – bei Spätzle macht jedes „Schätzle“ große Augen, wenn sie selbst zubereitet auf den Tisch kommen. Der Hit aus dem süddeutschen Sprachraum lässt sich vielseitig kombinieren und ist geradezu ideal für Gerichte mit vie. Sauce. Toll ist auch, dass sich bei Spätzle durch Zugabe von Kräutern, Nüssen oder Gemüse immer wieder neue, kulinarische Akzente setzen lassen.
Für Spätzle gibt es je nach Region die verschiedensten Rezepte.
Im Schwäbischen werden dafür Mehl, Eier und Salz genommen und da es ja Schwaben sind, strecken sie das noch „a bissele“ mit Wasser, damit man nicht so viele Eier braucht.
Die sprichwörtliche schwäbische Sparsamkeit macht jedoch Sinn. Denn der Teig lässt sich so einfach verarbeiten.
Auf ein Pfund Mehl kommen fünf Eier, eine Prise Salz und etwa ein Achel Liter Wasser – je nach Größe der Eier, lautet die schwäbische Erfolgsformel für geschabte Spätzle. Wird der Teig durch die Spätzlespresse oder den Spätzlehobel gedrückt, kann er etwas mehr Wasser vertragen. Alle Zutaten vermischen. Dann heißt es mit dem Holzlöffel kräftig schlagen. Nach vier bis fünf Minuten zeigt der Teig große Luftblasen und eine Geschmeidigkeit, die sich mit dem Rührgerät nicht so perfekt erzielen lässt. Den Teig gleich verarbeiten, damit er an der Oberfläche nicht austrocknet, heißt ein weiterer Tipp.
Bei der traditionellen Version wird der Spätzleteig mit Hilfe eines Holzbretts und eines Spätzleschabers ins kochende Wasser geschabt. Dazu bedarf es etwas Übung. Sehr viel einfacher klappt das mit Spätzlehobel und Spätzlepresse, die nach dem Prinzip der Kartoffelpresse funktioniert. Zum Kochen empfiehlt es sich, einen großen Topf mit fünf Litern gesalzenem Wasser zu erhitzen. Sobald die erste Portion Spätzle im Wasser ist, das Wasser richtig aufwallen lassen. Nach rund zwei Minuten steigen die Spätzle nach oben, sind dann gar und lassen sich mit einem Schaumlöffel herausheben. Wenn es schnell gehen soll, können Spätzle als Frischeprodukt aus der Kühltheke oder als Trockenteigware eine Alternative sein.

Innovative Spätzle:
Curryspätzle schmecken sehr fein zu Lamm oder Geflügel, dazu einfach zwei Esslöffel Curry in den Spätzleteig rühren.
Für raffinierte Nuss-Spätzle in Butter geröstete Walnüsse, Mandeln oder Haselnüsse unter die frisch gegarten Spätzle mischen. Noch Broccoli dazu und schon steht ein leckeres, vegetarisches Gericht auf dem Tisch.
Die berühmten Allgäuer Käsespätzle mit gerösteten Zwiebelringen und Kartoffel-, Gurken- oder Blattsalat als Beilage schmecken sehr fein mit einer Käsemischung aus Allgäuer Emmentaler, Gouda und Edamer. Wer es gerne würzig mag, kann auch Emmentaler mit Romadur nehmen, diesen aber vorher entrinden, damit er schön zerlaufen kann.
Den schwäbischen Klassiker Linsen mit Spätzle soll übrigens ein Ulmer Arzt in Notzeiten als hochwertigen Fleischersatz kreiert haben. Tatsächlich erweist sich die Kombination aus Linsen und Spätzle als ausgesprochen günstige Eiweißkombination.

Knödel

Die Frage, ob zum Schweinebraten ordnungsgemäß ein Kartoffel- oder ein Semmelknödel gehört, haben wohl schon Generationen von Knödelfans diskutiert. Die einen lieben die samtige Konsistenz des „gekochten“ Kartoffelknödels, die anderen bevorzugen den schmackhaften Semmelknödel mit Petersilie und fein gehackten Zwiebeln. Alle Knödel haben gemeinsam, dass sie wunderbar geeignet sind, um Saucen aufzunehmen. Knödel aller Art schmecken daher als Beilage hervorragend zu Braten und Schmorgerichten mit viel Sauce, wie klassisch Schweinebraten. Sie passen aber auch zu Wildgerichten wir zum Beispiel Reh, Hirsch oder Wildschwein.
Kartoffelknödelteig gibt es in drei Varianten: „roh“, „gemischt“ und „gekocht“. Bei den rohen Kartoffelknödeln besteht der Teig zum Beispiel zu zwei Dritteln aus rohen Kartoffeln und zu einem Drittel aus gekochten. Bei den gekochten dreht sich das Verhältnis um, oder die rohen Kartoffeln werden ganz ersetzt. Der Anteil der gegarten Knollen sorgt für eine gute Bindung des Knödels, also dafür, dass er später im Kochwasser nicht auseinander fällt.
Welchen Teig man bevorzugt, entscheidet die Vorliebe bei der Konsistenz der Knödel. Je mehr rohe Kartoffeln im Teig verarbeitet werden, desto mehr Struktur hat der Knödel. Knödel mit einem hohen Anteil an gekochten Kartoffeln schmecken besonders samtig und fein. Rohe Kartoffelknödel herzustellen ist eine hohe Kunst. Man sollte als Anfänger besser mit gekochten beginnen. Wichtig ist vor allem, dass der Teig für rohe Kartoffelknödel sofort nach der Herstellung verarbeitet wird.
Die meisten Kartoffelknödel werden in der Mitte mit ein wenig geröstetem Weißbrot gefüllt. Neben dem Geschmack hat das noch einen weiteren Effekt. So wird er schneller gar und kann beim Kochen besser an die Oberfläche steigen, da er leichter ist. Auf diese Weise sinkt die Gefahr, dass der Knödel am heißen Kochtopfboden kaputtgeht.
Neben den Klassikern Kartoffel- und Semmelknödel gibt es weitere Varianten wie Brezen- oder Serviettenknödel. Letztere bestehen aus Hefeteig und stammen aus der böhmischen Küche. Früher wurde der Knödel in einer gebutterten Serviette hergestellt. Diese Herstellungsweise hat ihm den Namen gegeben.

Tipp: Damit Knödel im Wasser nicht auseinanderfallen, kommt es auch auf die richtige Kochtemperatur an. Knödel werden zum Garen ins kochende Wasser gelegt, danach muss die Hitze sofort reduziert werden.

Lebkuchen

In Nürnberg wurde der Lebkuchen nicht erfunden. Die Kunst des Backens gelangte von Ägypten über Griechenland ins Römische Reich. Mit der Zeit wurden die Backwaren feiner. Für Veredelung sorgte Honig, für Menschen damals eine himmlische Gabe. Sie setzten auf Magie und Heilungskraft von Honiggebäck. Mit Beginn der Kreuzzüge kamen allerlei Gewürze und Spezereien nach Mitteleuropa.
Gewürze aus dem Morgenland und die Verwendung des Zuckers wurden zur Sache der Alchimisten. Ein lukratives Geschäft, weil manchem Gewürzen sagenhafte Kräfte in Liebesdingen zugesprochen wurden. Die Alchimisten – und in ihrem Gefolge die Apotheker – buken als Erste mit diesen neuen Zutaten. Es war die Zeit der Klostergründungen in Europa. Die Männer hinter den dicken Mauern schätzten ausgefallene Getränke und Speisen. Vor allem jene, von denen sie sich eine Stärkung der Manneskraft erhofften.
Die Möche experimentierten mit Rezepten. Nicht zuletzt galt es, die Nonnen zu ergötzen. Aus Roggenmehl, Honig und Hirschhornsalz formten sie runde, flache Kuchen, bestrichen sie mit Eiweiß, Pfeffer, Ingwer und Honig und gaben zum Schluss ein paar Mandelkerne in die Masse. Der Pfeffer regte den klösterlichen Biererzeugern den Durst an. Bei den Nonnen stand das „panis mellitus“, das süße Brot, hoch im Kurs, denn speziell die Nonnen in den Klöstern hatten das Recht, als einzige Süßigkeit Pfefferkuchen zu essen, war es ja auch nicht zu süß und auch nicht geschmacklos.
Von der Mitte des 16. Jahrhunderts an, wurden Gebäcke aus Zucker, Mehl und Gewürzen dann auch in Handwerksbetrieben gefertigt.
Anfangs wurden Lebkuchen aus Honig und Mehl hergestellt. Ideenreiche Handwerker schufen auch Lebkuchen ohne Mehl, das sie durch Gewürze, Nüsse und Mandeln ersetzten und dem sie Honig zugaben. Diese Masse wurde auf Oblaten gestrichen, bevor sie in den Ofen kam. Die Geheimnisse der Lebküchnerei wurden von Generation zu Generation weiter gereicht. Das älteste erhaltene Rezept stammt aus dem 16. Jahrhundert aus Nürnberg.
Die alte Reichsstadt war im Mittelalter ein bedeutender Umschlagsplatz für Waren aus dem Orient. Vielleicht aus diesem Grund wurde hier 1395 der erste Lebkuchenbäcker ansässig. Nürnberg besaß zwei wichtige Standortvorteile. Zum einen die für den Handel wichtige Lage am Schnittpunkt der alten Salz- und Handelsstraßen, auf denen die Pfeffersäcke aus dem Orient über Genua und Venedig transportiert wurden: Gewürzlieferungen für die Lebküchnerstuben. Zum anderen die Nähe zum ausgedehnten Reichswald um Nürnberg.
Von hier lieferten Imker den für die Rezeptur unabdingbaren Honig.
Das spezifische Aroma besorgten Gewürze aus aller Welt: Nelken aus Madagaskar, Muskatblüten aus Sumatra, Ingwer und Kardamom aus Indien, Anis aus Ägypten, Piment aus Mexiko und Zimt aus Ceylon. Zutaten, die sich jedoch nicht jeder leisten konnte.
Die Herstellung von Lebkuchen wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts industrialisiert. Das Zentrum liegt nach wie vor in Nürnberg. Von dort aus wurde die Dauerbackware zum Exportschlager.

Strudel - süß und herzhaft

Wer liebt ihn nicht, den saftigen Apfelstrudel oder den cremigen Milchrahm-Strudel mit dicker Vanillesauce? Strudel haben aber weit mehr an Innenleben zu bieten, als die zwei süßen Paradestücke der österreichischen Mehlspeisenküche. Der originale Strudelteig ist geschmacksneutral, er ist immer nur die Hülle einer guten Füllung, wobei der Fantasie hier keine Grenzen gesetzt sind. Man kann Strudel zum Beispiel mit verschiedenen Gemüsen, Fleisch oder Fisch zubereiten und nach Belieben diverse Saucen dazu servieren.

Orientalische Wurzeln
Ursprünglich stammt der Strudelteig aus dem Orient, wo er wie heute nur aus Wasser, Mehl, Salz und etwas Fett gemacht wurde. Die ersten nachweisbaren Strudel-Rezepte stammen aus handgeschriebenen Kochbüchern aus dem Jahr 1629. Das erste gedruckte Rezept ist im „Nürnberger Kochbuch“ von 1691 erschienen.
Die wahre Kunst beim Strudelmachen besteht darin, den Teig hauchdünn zu ziehen.
In den Anweisungen für eine Strudelmacherin aus dem Jahre 1860 heißt es: „Man nehme einen sonnigen Tag, an dem der Wind schweigt, eine ruhige Stunde, in der die Kinder schweigen, eine zufriedene Hausfrau, deren Mann schweigt, zwei gefühlvolle Hände, viel Liebe, einen Eimer Geduld und eine Portion.“ Das Resultat ist ein hauchdünner Strudelteig, der nun nach Belieben gefüllt werden und im traditionellen Strudeltuch eingerollt werden kann.
Klassiker der österreichischen Küche sind zum Beispiel alle Arten von Obst-Strudel, die neben Äpfeln zum Beispiel auch mit Birnen, Marillen oder Zwetschgen gefüllt werden können. Gut geeignet sind auch Kirschen, Rhabarber, Weintrauben oder Heidelbeeren. Ein besonderes Extra sind Brösel aus zerlassener Butter und angerösteten Semmelbröseln, die vor dem Backen über die Mehlspeise gegeben werden können.

Herzhafte Füllungen
Strudel schmecken natürlich auch mit pikantem Innenleben. Fleischliebhaber können sich zum Beispiel an Füllungen aus Geflügel, Kalb oder Wild erfreuen. Dabei wird die Fleischfülle meist zusammen mit etwas Speck, Zwiebel, Kräutern und verschiedenen Gewürzen in den Teig eingeschlagen. Fleisch- und Grieß-Strudel dienen oft als Suppeneinlage. Auch Tunfisch, Hecht, Forelle oder Seefisch eignen sich gut als Füllung.
Auch Vegetarier kommen voll auf ihre Kosten, da es unzählige Varianten für fleischlose Einlagen gibt.

Tipp:
Der Strudel kann entweder pur oder mit diversen Saucen serviert werden. Der Milchrahmstrudel wird beispielsweise mit Vanillesauce angerichtet. Zum pikanten Strudel passen warme und kalte Schnittlauchsauce, Kräutersauce, sowie Tomaten-, Paprika- oder Oliven-Kartoffelsauce.

Rührteig - Gesundheit

Rührteig ist die Grundlage für großes und kleines Gebäck und ist wohl der meist verwendete Teig. Eier, Zucker und Fett werden miteinander gerührt bis sich die Zutaten zu einer Emulsion verbinden. Das ist wichtig, um einen lockeren Kuchen zu bekommen.
Zu Großmutters Zeiten musste der Teig bis zu 1 Stunde von Hand gerührt werden. Heute benützt man das Rührgerät oder die Küchenmaschine. Es gibt drei  Zubereitungsarten von Rührteig:
1.) mit geschlagenem Eiweiß als Treibmittel,
2.) mit Backpulver,
3.) mit Meringuage (Eiweiß mit Zucker sehr steif geschlagen).

In einer Vielzahl von Untersuchungen hat sich gezeigt, dass das Mehr von Eiweiß in der Ernährung einen positiven Stoffwechsel-Effekt hat: die Cholesterin- und Blutfettspiegel sinken, das schlechte Cholesterin nimmt ab, der Blutdruck wird gesenkt.
Wenn weniger Kohlenhydrate in einer Mahlzeit enthalten sind, muss von etwas anderem mehr gegessen werden. Das sollte nicht Fett sein, sondern Eiweiß. Die positiven Wirkungen treten ein, auch wenn möglicherweise das Mehr an Eiweiß über cholesterinhaltige Nahrung erzielt wird, wie z.B. Ei, Fleisch oder Fisch. Es wird mehr Cholesterin über die Nahrung aufgenommen, aber der Cholesterinspiegel sinkt.
Ein Paradox! Es ist dieser Eiweißeffekt, der viel wirksamer ist, als eine kalorien- und cholesterinreduzierte Ernährung.
Der zweite Effekt hat mit der Körpergewichtsregulierung zu tun.
Menschen, die beim Fasten mit einer beschränkten Kalorienzufuhr zurecht kommen wollen, müssen den Eiweißanteil ihrer Ernährung erhöhen. Denn wenn beim Fasten der Eiweißanteil zu niedrig ist, werden relativ viel Körpermuskeln, nämlich fettfreie Körpermasse, beim
Abnehmen abgebaut. Das kann der Herzmuskel sein.
Auch umgekehrt, wenn das Abnehmen nicht mehr geht und die Personen langsam wieder Körpermasse aufbauen, fängt der Körper durch eine ausreichende Eiweißzufuhr wieder an,  Muskelmasse aufzubauen und weniger Fett.
Der dritte Aspekt gilt der Körperregulierung. Eiweiß hat von allen Nährstoffen den besten Sättigungseffekt. Eine vergleichbare Portion aus eiweißreicher Kost hält gegenüber kohlenhydratreicher Kost „besser an“. Eiweiß sättigt mehr.
Ein weiterer Aspekt hat etwas mit Energieverlust zu tun. Wenn Eiweiß über die Nahrung zugeführt wird, verbraucht der Körper viel Energie, um Eiweiß im Körper zu spalten, im Stoffwechsel zu verarbeiten. So werden 20 bis 25% der Kalorien, die in der zugeführten Nahrung enthalten sind, nur für deren Verdauung benötigt. Das hilft, um die
Körpergewichtsregulierung im Griff zu haben.
Eine hohe Eiweißzufuhr schädigt die Niere eines gesunden Menschen nicht. Nierenkranke müssen dagegen aufpassen, dass sie nicht eine weitere Schädigung einer Niere erreichen. Der Punkt, wo es für den Körper beginnt schädlich zu werden, liegt bei etwa 300 g reines Eiweiß
pro Tag. Das erreicht man kaum, weil diese Menge dem Körper mit natürlicher Regulierung zuwider ist.
Gicht kommt nicht, weil so viel Purine in der Nahrung sind, sondern weil der Körper Harnsäure schlecht ausscheiden kann. Die Ausscheidungsmöglichkeit wird immer schlechter, je mehr Insulin der Körper speichert.
Der Insulinspiegel wird über eine kohlenhydratreiche Kost erhöht, über Gewichtsprobleme, über Alkohol. Wenn man es schafft, weniger zu wiegen, abzunehmen, weniger Alkohol zu trinken, dann hat man auch einen niedrigeren Insulinspiegel und die Harnsäure wird besser über die Nieren ausgeschieden, Gicht vermieden.

Umhüllte Speisen

Zum Kochen muss man nicht unbedingt einen Topf oder eine Pfanne haben. Auch in Pergamentpapier oder Alufolie verpackt lässt sich Fisch, Fleisch und Gemüse ohne großen Aufwand und mit gesundheitlichem Nutzen im Backofen oder auf dem Grill garen. Die Vitamine werden geschont, und die Aromen können sich in der Umhüllung wunderbar entfalten. Ebenfalls von Vorteil: Die Beigabe von Bratfett erübrigt sich. Ein paar Tropfen hochwertiges Pflanzenöl darf aber durchaus mit eingepackt werden – zu Gunsten der fettlöslichen Vitamine und für den Geschmack.

In Pergamentpapier oder Alufolie:
Gemüse, Fetakäse, Hühnerbrust oder Fischfilet in mundgerechte Stücke schneiden, zusammen mit frischen Kräutern und etwas Salz in Pergamentpapier einschlagen. Der Inhalt der Pergamentpapierpäckchen ist im auf 200 Grad Celsius vorgeheizten Ofen in nur zehn bis 15 Minuten gar. Damit die Päckchen gut zusammenhalten und keine Flüssigkeit austritt: Die Ränder mit flüssigem Eiweiß zusammenkleben. Das funktioniert auch mit Alufolie. Aber Achtung: Direkt aus dem Backofen sind Alupäckchen sehr heiß. Daher Vorsicht beim Herausnehmen. Beim Öffnen kann heißer Dampf austreten. Besser etwas abkühlen lassen. Ein Klassiker, nicht nur zur Grillsaison: Kartoffeln in Alufolie.

In der Salzkruste:
Etwas mehr Aufwand, aber ein kulinarischer Hochbenuss ist die Zubereitung von einem ausgenommenen, geputzten und mit Kräutern gefüllten Fisch (zum Beispiel Lachsforelle oder Dorade), der von allen Seiten dich in eine Salzpaste – bestehend aus reichlich Meersalz, Eiweiß und etwas Wasser – gepackt und dann in Alufolie geschlagen wird. Bei 200 Grad braucht der Fisch je nach Größe rund 35 Minuten im Ofen. Nach dem Garen die Kruste aufklopfen und mitsamt der Fischhaut entfernen.

Meeresfische

Die in den Meeresfischen enthaltene Omega-3-Fettsäure schmälert das Herzinfarktrisiko und hat u.a. eine blutdrucksenkende und eine blutfettsenkende Wirkung.

Mindestens zweimal in der Woche sollte Fisch gegessen werden und zwar Meeresfisch. Makrele, Hering, Sardinen und Lachs haben den höchsten Anteil an dieser Fettsäure. Nur über die tierische Nahrung (Tiefseefisch oder
Wildfleisch) kann die Omega-3-Fettsäure aufgenommen werden. Wenn Tiefseefisch und Wildfleisch nicht auf dem Speiseplan stehen, sollten entsprechende nahrungsergänzende Präparate eingenommen werden.

Die Omega-3-Fettsäure lässt die Blutplättchen nicht verklumpen, die Thrombosegefahr wird vermindert und beugt so dem Herz- und Hirninfarkt vor (beiden Infarkten geht eine Entzündungsreaktion voraus). Außerdem wird durch die Einnahme von Omega-3-Fettsäure der Herzrhythmus stabilisiert.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass der Fisch wertvolles Eiweiß hat. Inzwischen setzt sich die Erkenntnis durch, dass die zu viel gegessenen Kohlenhydrate ausgetauscht werden müssen mit Eiweiß. Die Angst ist unberechtigt, dass eiweißhaltige Nahrung gicht- oder nierenkrank macht. Allerdings sollte man bei dem zum Essen gereichten Alkohol darauf achten, dass dem Wein der Vorzug gegeben wird. Zwei Gläschen Wein täglich bergen noch kein Gichtrisiko, obwohl Alkohol im Prinzip die Harnsäureausscheidung der Niere hemmt. Bier enthält Purine und stellt so ein erhöhtes Gichtrisiko dar.

Wild und Geflügel

Im Herbst ist Wildsaison und da schmeckt das Fleisch mit dem typischen Aroma besonders gut. Zwar kann man es problemlos in der Tiefkühltruhe lagern, aber die edlen Braten passen perfekt zu den sich nun bald häufenden Festtagen.
Aber leider gibt es keine Rose ohne Dornen. Und so schmeckt Wild zwar vorzüglich, doch neigt es auch dazu, zäh zu werden. Das ist eine Frage der Zubereitung und der Sorte, aber vor allem auch des Alters des Fleisches.
Wenn man sich bei letzterem nicht ganz sicher ist, hilft es, den Braten zu beizen. In einer Marinade aus Wasser, Rotwein und Essig versetzt mit Kräutern und allerlei Gewürzen, wird selbst Wildschwein, das den Zähnen gerne mal Widerstand leistet, wunderbar zart und mürbe. Dazu verfeinert eine gelungene Beize das Aroma des Wildbrets auf das Vorzüglichste. Als traditionelle Begleiter zu Wild gelten Knödel oder Spätzle. Aber Kartoffeln, sowie Nudeln harmonieren ebenfalls bestens mit Fleisch und Sauce. Gerne reicht man auch Preiselbeeren dazu, die mit ihrer herb-süßen Note dem Wildbret den letzten Schliff verleihen.

Wurst

Wurst wird in der Regel aus Fleisch, Speck, Salz und anderen Gewürzen hergestellt. Die Zutaten werden zu einer Masse verarbeitet und üblicherweise in Naturdärme oder Kunsthüllen gefüllt. Je nach Herstellungsverfahren unterteilt man die verschiedenen Wurstsorten in drei Gruppen: Rohwurst, Brühwurst und Kochwurst.
Rohwürste bestehen aus rohem Fleisch und werden entweder frisch verzehrt oder getrocknet und geräuchert. Beim Trocknen und Räuchern entwickeln die Würste neben der Haltbarkeit ihre ganz besonde4re Geschmacksnote und die richtige Schnittfestigkeit. Rohwürste unterscheidet man nach streichfähigen Sorten – wie die nicht oder nur kurz gereifte Mett- und Teewurst – und schnittfesten Sorten. Zu letzteren gehören beliebte Wurstarten wie Salami und Landjäger.
Als Brühwürste werden Wurstarten bezeichnet, die bei der Herstellung durch Brühen ode4r Backen gegart werden. Den roten Brühwurstsorten wird Pökelsalz beigefügt, den weißen Sorten Kochsalz. Zu den Brühwürsten gehören Wiener Würstchen und alle Arten von Fleischwurst wie Bierwurst und Leberkäse.
Kochwürste werden überwiegend aus vorgekochten oder vorgebrühten Zutaten wie Fleisch, Innereien, Speck und Schwarten hergestellt. Nach dem Abfüllen in die Wursthülle werden sie erneut gekocht, einige Sorten zusätzlich geräuchert. Zu den bekanntesten Kochwurstarten gehören Blut- und Leberwurst sowie Pfälzer Saumagen.

Die Wurst ist nicht nur der Deutschen Liebling, deutsche Wurst ist dank ihrer Sortenvielfalt und hohen Qualität auch im Ausland sehr beliebt.
Bereits im Mittelalter wurden hierzulande Vorschriften zur Wurstherstellung erlassen, und noch heute gibt es strenge Gesetze und Verordnungen. So ist zum Beispiel ein Mindestgehalt an magerem Muskelfleisch für fast jede Wurstsorte vorgeschrieben.
Weder Fleisch noch Wurst lieben große Temperaturschwankungen. Speziell für den Transport im Sommer empfiehlt sich deshalb unbedingt eine Isoliertasche. Zu Hause angekommen, sollte die Wurst möglichst direkt in den Kühlschrank. Bei einer Temperatur von 0 bis plus 4 Grad ist das empfindliche Produkt dort am besten in einer Frischhaltedose aufgehoben.

Sülze

Sie sind erfrischend, Sülzen sind die ideale Sommer-Mahlzeit. Sülzen sind frisch und kühl und appetitlich anzusehen. Sülzen sind aus klein geschnittenem, kaltem, gegartem Fleisch, eingebettet in kräftig gewürztes Gelee.
Sülzen werden kalt gegessen. Egal, ob ein paar Scheiben Braten übrig geblieben sind, Fleischwurst, Schinken oder Geflügelfleisch, Sülzen können aus fast allen Fleischsorten hergestellt werden. Das ist kinderleicht.

Sülzen benötigen Zeit, bis sie schnittfest geworden sind. Am besten beginnt man mit den Vorbereitungen schon am Vortag. Für eine Sülze wird zuerst gegartes Fleisch in kleine Würfel geschnitten. Dann wird es nach Belieben ergänzt mit verschiedenen Gemüsen, Gewürzgurken, sauer eingelegten Perlzwiebeln und kleinen Maiskolben aus dem Glas. Ein ganzes, hart gekochtes Ei in Gelee eingebettet ist sehr dekorativ, wenn die Sülze angeschnitten wird.
Die Zutaten werden in einer Schüssel gut gemischt und gewürzt.
Kapern geben einen feinen Geschmack, Petersilie eine dekorative Farbe. Nun wird die Menge in eine Form gefüllt. Schüsseln, Tassen und Behälter, die eine weite Öffnung haben und sich gut stürzen lassen, eignen sich am besten. Wenn man die Form mit etwas Öl auspinselt, lässt sich die Sülze später gut auslösen.

Nun folgt das Gelee. Dazu braucht man eine gut gewürzte Flüssigkeit und das Bindemittel Gelatine. Am einfachsten ist eine Rinderbouillon aus der Tüte. Sie muss stark gewürzt und scharf abgeschmeckt sein, denn Sülze schluckt viel Geschmack.
Gleichzeitig lässt man Gelatineblätter in eiskaltem Wasser einige Minuten quellen. Dann wird die ausgedrückte Gelatine in der heißen Brühe aufgelöst. Jetzt darf die Flüssigkeit nicht mehr kochen.

Ist die Gelatine wirklich restlos aufgelöst, wird die Brühe in die Form und über das Fleisch gegossen. Nun ist erst einmal gar nichts zu tun, denn die Sülze muss langsam fest werden. Sie darf dabei nicht bewegt werden und muss ganz langsam abzukühlen. Je langsamer sie kühlt, desto fester wird sie. Sülze darf deshalb nicht im Kühlschrank stehen, sondern sollte an einem anderen kühlen Ort aufbewahren werden, bis sie erstarrt ist.

Die Sülze ist servierfertig, wenn sie fest geworden ist. Dazu muss sie aus der Form gestürzt werden. Gibt es dabei Probleme, kann man die Form kurz in heißes Wasser stellen, Gelatine wird wieder flüssig, wenn sie erwärmt wird.
Von Aspik unterscheidet sich Sülze nur in der Art der Zubereitung, nicht in den Zutaten. Sülzen sind mit Gelee überzogen, während Aspik mit Gelee vermengte Zutaten sind.

Butter

Die einen sagen Bemme, die anderen Stulle und alle meinen das Butterbrot. Butter und Brot sind ein echter Klassiker und schon seit mehr als 700 Jahren ein ideales Team. Schon Reformator Martin Luther startete seinen Tag mit einem fingerdicken Butterbrot, der Earl of Sandwich machte das belegte Brot sogar hoffähig und der große Künstler Marc Chagall trank zum Butterbrot am liebsten ein Glas Wodka.

Der feine Unterschied
Butter ist aber nicht gleich Butter. Ob Süßrahm-, Sauerrahm- oder mildgesäuerte Butter – Butterkenner wissen um die feinen Unterschiede. Die unterschiedlichen Sorten schmecken natürlich zu jedem Gericht. Die gezielte Verwendung kann jedoch den Geschmack von Speisen noch einmal unterstreichen und das jeweilige Butter-Aroma besonders hervorheben.
Jede Sorte hat auch ihre eigenen Fans. Die mildgesäuerte Butter ist beliebt im ganzen Land und wird deshalb am häufigsten gekauft. Im Norden hat man eine Schwäche für die Sauerrahmbutter, während im Süden Deutschlands stärker nach der Süßrahmbutter gegriffen wird.

Der Weg zum Geschmack
Zunächst wird das Milchfett (Rahm) von der Magermilch durch eine Zentrifuge getrennt. Im Anschluss muss der Rahm pasteurisiert werden. Dabei wird er auf 85 Grad erhitzt. Dadurch werden Mikroorganismen aus dem Rahm entfernt. Danach muss der Rahm erst einmal einige Stunden reifen. Die Reifung erfolgt auf unterschiedliche Art und Weise. So entstehen die verschiedenen Geschmacksrichtungen der Butter. Die Süßrahmbutter und die mildgesäuerte Butter reifen ohne Zusatz von Milchsäurebakterienkulturen, während diese der Sauerrahmbutter vor der Reifung zugesetzt werden.
In die mildgesäuerte Butter werden noch nach der Reifung Milchsäurebakterienkulturen oder Milchsäure eingeknetet. Die gezielte Verwendung der einzelnen Buttersorten können süßliche, milde oder deftige Geschmacksrichtungen wirkungsvoll unterstreichen.

Geschichte der Butter
Der Zeitpunkt, wann genau Butter entdeckt wurde, kann heute nicht mehr exakt genannt werden. Da Viehzucht und Nutzung von Milch erst 6000 v Chr. begann, kann Butter auch erst zu diesem Zeitpunkt als Nahrungsmittel Verwendung gefunden haben. Zum ersten Mal schriftlich erwähnt wurde Butter vor etwa 3 000 Jahren im Alten Testament in den Sprüchen Salomons: „Wenn man Milch stößt, so macht man Butter daraus.“
Butter wird als Nahrungsmittel schon lange verwendet. Der Begriff „Butter“ hingegen ist eine fast neumodische Erfindung. Im 16. Jahrhundert taucht diese Bezeichnung erstmals auf. Entstanden ist er aus dem lateinischen Wort „butyrum“, welches wiederum vom griechischen „Boutyron“ abgeleitet wurde. Übersetzt bedeutet „Boutyron“ soviel wie Kuhquark. Daraus machten schließlich die Westgermanen die Bezeichnung „Butter“.

Buttermilch

Süße und würzige Erfrischungen für den Sommer

Sie ist trotz ihres behaltvollen Namens und ihrer dickflüssigen Konsistenz ein äußerst mageres Getränk. Eigentlich ein Abfallprodukt, das bei der Herstellung von Butter entsteht. Vom Rahm bleibt Milchflüssigkeit zurück, aus der - mit Milchsäurebakterien versetzt – das frisch und säuerlich schmeckende Getränk gewonnen wird.
Buttermilch hat höchstens ein Prozent Fett, liefert aber nahezu alle Nährstoffe der Milch.
Bei der Bezeichnung „reine Buttermilch“ sind keine Zusätze wie Wasser und Magermilch oder Milchpulver erlaubt.

Ein Glas Buttermilch am Morgen getrunken kurbelt die Verdauung an, da die Milchsäure sanft abführend wirkt. Sie zählt ebenso wie Joghurt und Kefir zu den natürlichen Feinden von Darm- und Hautpilzen.
Ein Glas liefert sechs Gramm hochwertiges Eiweiß und viele Mineralstoffe, allen voran Kalzium und Magnesium.

Mit Fruchtsäften vermischt, kann Buttermilch eine sommerliche Zwischenmahlzeit oder ein Dessert ersetzen.

Herzhafte Buttermilchshakes sind so erfrischend wie Kaltschalen oder geeiste Suppen.
Dafür pürierte oder klein geschnittene Cocktailtomaten, gehackte Zwiebeln, etwas Olivenöl und eine Hand voll frische Kräuter mit Pfeffer und Salz im Mixer verquirlen und in ein Glas füllen. Statt der Tomaten lassen sich auch Salatgurken verwenden. Dazu schmeckt gehackte frische Minze.

Statt Eiscreme: Ein leckeres Dessert entsteht, wenn man Beeren und Buttermilch im Verhältnis eins zu eins mit dem Pürierstab mixt und für kurze Zeit ins Eisfach stellt, damit die Masse fester wird.

Wer das Besondere mag: Buttermilch lässt sich wahlweise auch mit pulverisiertem japanischem Machatee, der reich an Krebs hemmenden Inhaltsstoffen ist, sowie mit Ingwer und Kokosmilch mischen.

Insbesondere nach einem Sonnenbad tut der Haut eine kühlende Abreibung mit Buttermilch gut.

Quark & Co.

Zwischen deutschem Quark und österreichischem Topfen besteht ein Unterschied – abgesehen von der regional unterschiedlichen Bezeichnung. Bayern zeigen dabei eine Verbundenheit mit ihrem südöstlichen Nachbarn. Dass es in der Alpenrepublik Untergruppen wie trockenen Topfen, frischen Topfen und Bröseltopfen gibt, mag als feiner Unterschied betrachtet werden. Aber auch in Deutschland gibt es Entsprechungen: Und die heißen dann zum Beispiel Schichtkäse und Krümelquark, bekannter als Hüttenkäse.

Quark zählt zu Frischkäse und wird aus Milch durch die Zugabe von Milchsäurebakterien und Lab, einem Eiweißgemisch, hergestellt. Dadurch gerinnt die Milch. Mit einer Zentrifuge wird die Molke von der eingedickten Masse getrennt, aus der dann glattt gerührter Quark hergestellt wird, der für höhere Fettstufen mit Sahne angereichert wird. Magerquark enthält zehn Prozent Fett in der Trockenmasse, die Halbfettstufe 20 und die Fettstufe 40 Prozent. Quark liefert viel Eiweiß und Kalzium. Für eine trockene Konsistenz: Quark in einem Baumwolltuch auspressen.

Schichtkäse ist eine Sonderform des Quarks. Anstatt glatt gerührt, wird die Masse hier geschnitten und schichtweise in die Verpackung abgeschöpft. Dadurch kommt es zu unterschiedlich fetten Schichten. Die mittlere Schicht ist dabei die fetteste und dadurch etwas gelblich. Schichtkäse ist mildsäuerlich, leicht körnig und etwas fester als Quark.

Ricotta wird nicht aus Milch, sondern aus erhitzter Molke von der Kuh, vom Schaf, seltener von der Büffelkuh gemacht. Während der Gerinnung durch natürliche Säuren werden Vitamine, Mineralien und Fett durch das Milcheiweiß Albumin eingeschlossen. Ricotta aus Schafmilchmolke hat mit über 70 Prozent in der Trockenmasse einen höheren Fettanteil als Kuhmilchmolke-Ricotta mit 20 bis 45 Prozent Fett. Ricotta gibt es in weicher und fester Form – auch als Ziegenkäse bekannt.

Krümelquark, besser unter dem Markennamen Hüttenkäse bekannt, beruht auf Kuhmilch und hat durch zweifaches Erhitzen viele wasserhaltige Körnchen gebildet. Er ist fettarm, gut bekömmlich und liefert gut verwertbares Eiweiß.

Fette

Zu viel Fett macht zwar dick. Doch nicht alle Fette sind schlecht. Aber wodurch lassen sich gute und schlechte Fette eigentlich unterscheiden? Ganz einfach: Sind Fette bei Zimmertemperatur flüssig, enthalten sie vor allem die gesunden, ungesättigten Fettsäuren. Alle Speiseöle gehören in diese Gruppe. Schmalz oder Speck bleiben hingegen bei 20 Grad Celsius fest, da sie in erster Linie gesättigte Fettsäuren enthalten. Diese können beispielsweise auch den Cholesterinspiegel im Blut in die Höhe treiben.
Wer an Fett sparen möchte, um seinem Gewicht und seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun, sollte demnach auf keinen Fall die Speiseöle aus dem Küchenschrank verbannen. Ihre Fettsäuren können der Gesundheit sogar auf die Sprünge helfen.

Ölsäure: Sie gehört zu den einfach ungesättigten Fettsäuren (EUFS) und sollte bei der täglichen Fettaufnahme den größten Anteil ausmachen. Ölsäure hat einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Sie steckt vor allem in Oliven- und Rapsöl.

Linolsäure: Diese mehrfach d ungesättigte Fettsäure (MUFS) ist vor allem in Sonnenblumen-, Distel- und Maiskeimöl enthalten. Linolsäure ist lebenswichtig und wirkt sich ebenfalls positiv auf die Blutfettwerte aus.

ALA: Hinter dieser Abkürzung verbirgt sieh die Alpha-Linolensäure. Sie gehört zu Omega-3-Fettsäuren und ist das besondere Plus einiger Speiseöle. Omega-3-Fensäuen verbessern neben den Blutfettwerten beispielsweise auch die Fließeigenschaften des Blutes, beeinflussen das Immunsystem und hemmen Entzündungsreaktionen. ALA steckt vor allem in Leinöl, aber auch in Raps-, Walnuss- und dem Sojaöl.
Im Rapsöl sind zum Beispiel alle wichtigen Fettsäuren in einem guten Verhältnis enthalten. Bereits mit einem Esslöffel am Tag nimmt man die empfohlene Menge der Omega-3-Fettsäure ALA zu sich. Aber auch andere Öle dürfen in der Küche zum Einsatz kommen - denn in Maßen genossen, wirken sie alle positiv. Entscheidend für die Auswahl ist letztendlich der Geschmack. Olivenöl passt etwa zu mediterranen Gerichten, Sonnenblumenöl mögen viele im Salat und besondere Sorten wie Sesam- oder Sojaöl geben asiatischen Gerichten eine besondere Note. Wer Nüsse mag, liegt auch bei daraus hergestellten Ölen richtig.
Besonders intensiv schmecken alle kalt gepressten Sorten. Denn sie enthalten noch fast alle Bestandteile der verwendeten Ölsaat oder –frucht und damit reichlich gesundheitsfördernde Stoffe. Sie sollten nicht allzu hoch erhitzt werden, da sonst ein Teil der wertvollen Substanzen zerstört werden kann. Zum Anbraten oder Frittieren eignen sich eher raffinierte Öle - oft als Mischungen mehrerer Sorten angeboten. Sie heißen dann etwa Pflanzen- oder Salatöl.

Oliven

sind die Früchte des Ölbaums, der im Mittelmeerraum beheimatet ist. Auf dem Markt findet man grüne, sehr früh gepflückte, und schwarze, im reiferen Zustand geerntete Früchte. Oliven werden in Salzwasser oder Pomeranzensaft konserviert und zum Wein, zum Aperitif
oder als Garnitur auf kalten Platten angeboten.

Außerdem wird ein hochwertiges Öl von den Früchten gewonnen. Im Mittelmeer-Raum kennt man jedoch auch Speisen, die mit Oliven zubereitet werden.

Frankreichurlauber z.B. loben die Tapenade, die Paste aus Oliven. Im italienischen Restaurant wird das Warten auf die bestellte Speise gerne mit einer Bruschetta, einer gerösteten
Brotscheibe, die mit dieser Paste bestrichen ist, verkürzt.

Für Oliven gilt dasselbe wie für Olivenöl:
Sie enthalten ein hohes Maß an sogenannter Ölsäure, eine einfach ungesättigte Fettsäure. Diese senkt die Blutfette in vergleichbarer Weise wie die mehrfach ungesättigte Linolsäure. Da die Ölsäure vom Körper selbst aufgebaut werden kann, ist die Ölsäure des Olivenöls
fast eine körpereigene Substanz. Daher kann die Ölsäure auch beim Konsumieren von größeren Mengen ohne unerwünschte Nebenwirkungen vom Körper aufgenommen werden, was die mehrfach ungesättigten Fettsäuren nicht können.

Neueste amerikanische Untersuchungen belegen, dass z.B. Diabetiker die einfach ungesättigte Fettsäure problemlos zu einem großen Teil ihrer Ernährung machen können. Die positive Wirkung der Ölsäure für die Herzinfarktprophylaxe ist bekannt. Neue Forschungen haben u.a. auch gezeigt, dass der Konsum von Olivenöl geeignet ist, das Brustkrebsrisiko zu senken.

In der modifizierten Steinzeit-Diät hat das Olivenöl gewissermaßen die Rolle der von unseren Vorfahren stark konsumierten tierischen Substanzen wie Knochenmark übernommen. Man kann sogar feststellen, dass die chemische Zusammensetzung der Fettsäuren des Olivenöls denen des Knochenmarks gleichen.

Pflanzenöle

Pflanzenöle sind Fette, die bei Zimmertemperatur flüssig sind. Ihre Bezeichnung richtet sich nach ihrer Zusammensetzung:

Gemische unterschiedlicher Öle werden ohne Sortenangaben als Speise-, Pflanzen-, Tafel-, Salat- oder Frittieröl bezeichnet. Die preisgünstigeren Sorten bestehen häufig aus Raps- und Sojaöl, die teureren Produkte überwiegend aus Sonnenblumenöl.

Trägt das Öl den Namen einer Ölpflanze, zum Beispiel Sonnenblumenöl, dann besteht es zu mindestens 97 Prozent aus der entsprechenden Rohware. Trägt es den Zusatz „rein“ oder „sortenrein“, so enthält es zu 100 Prozent das genannte Öl.

Olivenöl wird meistens als „natives Olivenöl extra“, das nur durch schonende mechanische Verfahren gewonnen wird, oder „Olivenöl“, eine Mischung aus raffiniertem und nativem Öl, angeboten.

„Nativ“ heißen Speiseöle, die durch Pressen ohne Wärmezufuhr oder andere schonende mechanische Verfahren gewonnen werden. Anschließend dürfen sie gewaschen, gefiltert oder zentrifugiert werden – weitere Verfahren sind nicht zulässig.
„Raffinierte“ Öle werden lebensmitteltechnisch weiter behandelt.

Tragen native oder nicht raffinierte Öle zusätzlich die Bezeichnung „kaltgepresst“ oder „aus erster Pressung“, so werden diese Speiseöle möglichst schonend durch Pressen ohne Wärmezufuhr gewonnen.

Im Gegensatz zu den geruchsneutralen raffinierten Speiseölen weisen native und nicht raffinierte Öle ein besonderes arttypisches Aroma, einen deutlichen artspezifischen Saat- oder Fruchtgeschmack sowie eine intensivere Färbung auf.

Sonnenblume - Ölgewinnung

Die Sonnenblume gilt als urdeutsche Bauernblume, obwohl sie keineswegs aus Europa stammt. Sie ist allerdings bereits im 16. Jahrhundert aus Mittelamerika nach Europa gekommen und galt hier bis ins vorige Jahrhundert ausschließlich als Zierpflanze. Man bewunderte nicht nur ihre herrlichen Blüten, sondern vor allem auch deren Eigenart, sich immer der Sonne zuzuwenden.
Im 19. Jahrhundert entdeckte man dann den Wert der leckeren Kerne, die aufgrund ihres hohen Kohlehydrat-, Öl- und Proteingehaltes zu einem wichtigen, nahrhaften Lebensmittel wurden. Vor allem aber entdeckte man die Kerne als Öllieferanten. Heute wissen wir, dass Sonnenblumenöl bei schonender Herstellung einen hohen gesundheitlichen Wert besitzt. Es ist ausgesprochen reich an ungesättigten Fettsäuren.
Die größten Anbaugebiete sind in Osteuropa und Russland zu finden. Aber auch hierzulande sehen wir mehr und mehr Sonnenblumenfelder.
Als Zierpflanze im Garten gibt es sie in vielen Variationen: hohe und niedrige, groß- und kleinblumige, mit gefüllten und ungefüllten Blüten. Selbst rot blühende Sorten und pollenfreie Züchtungen für Allergiker werden bereits angeboten.
Im April sät man dann die Kerne an Ort und Stelle aus. Sonnenblumen gedeihen in jeder Erde an einem sonnigen Fleck und sind auch als Gründüngung einzusetzen: Mit ihren tiefreichenden Wurzeln lockern sie den Boden auf und durchbrechen außerdem verdichtete Bodenschichten.

Senfkorn

In Israel und der Umgebung wachsen verschiedene gelb blühende Senfarten wild. Sie sind an Ackerrändern und auf Feldern zu finden, wie der Ackersenf, der Weiße Senf und der Schwarze Senf.
Große Flächen von Ödland bedeckt auch der Graue Senf. In biblischer Zeit verwendete man Senfsamen weniger zum Würzen wie bei uns heute, als zu medizinischen Zwecken, etwa für Senfpackungen aus dem Öl der Senfsamen. Auch Speiseöl wurde aus Senf gewonnen.
Das Senfkorn (griechisch: „kokkos sinapes“) wird im Neuen Testament wegen seiner Winzigkeit mehrfach in Gleichnisreden Jesu genannt.
Wegen der Beschreibung der Senfstaude als „Baum“ im Matthäus- und Lukasevangelium ist die Botanische Identifizierung des Senfes nicht gesichert. Wahrscheinlich ist in den Gleichnisreden Jesu der winzige Samen des schwarzen Senfes gemeint, der nur etwa einen Millimeter groß und ein Milligramm schwer ist. Diese einjährige Pflanze des schwarzen Senfes hat einen starken Hauptstängel mit großen Blättern an der Basis der Pflanze; er kann eine Höhe von eineinhalb bis drei Metern erreichen.
Am oben verzweigten Hauptstängel, trägt er gelbe Blüten, aus denen sich kleine mehrsamige Früchte entwickeln, die an den Zweigen angedrückt sind.

Salz

Salz ist lebensnotwendig: Wasserhaushalt, Nervensystem, Herz-Kreislauf- System – nichts funktioniert ohne die kleinen Körner. Eine ausgewogene Aufnahme ist für den Menschen so wichtig, dass die Zunge sogar über einen eigenen Geschmacksbereich für Salziges verfügt. Wenige Gramm des weißen Mineralstoffs entscheiden, ob ein Lebensmittel unattraktiv fad oder ungenießbar versalzen ist. Salz wird auf verschiedene Arten gewonnen: Durch Verdunsten von Meerwasser (Meersalz), durch Verdampfen von unterirdischem Salzwasser (Siedesalz) und durch Abbau im Salzbergwerk (Steinsalz). Bis ins späte Mittelalter waren die Kristalle so kostbar, dass sie als „weißes Gold“ gehandelt wurden. Auch das Wort „Salär“ für Lohn ist vom Wort „Salz“ abgeleitet.
Heute gibt es Salz preisgünstig zu kaufen. Angeboten werden unterschiedliche Sorten: Feinkörniges Speisalz, das in nahezu jedem Gericht zum Einsatz kommt. Grobes Salz, das herzhaften Speisen den letzten Schliff verleiht. Gewürzsalze, die mit Kräutern oder Würzmitteln – wie Zwiebeln oder Sellerie – versetzt sind. Und Salz mit Zusätzen wie Folsäure, Fluorid oder Jod.
Gourmets schwören auf das Aroma des „Fleur de Sel“: Die „Blume des Salzes“ wird in aufwändiger Handarbeit aus dem Meer gewonnen und lässt die Fantasie der Köche aufblühen.

Tipp Suppe versalzen? In klare Brühen ein rohes Ei quirlen, in gebundene Suppen rohe Kartoffeln raspeln und aufkochen lassen. Die Einlagen binden viel Salz und können vor dem Servieren leicht herausgenommen werden.

Kaffee

Er zählt in Deutschland zu den populärsten Getränken. Statistisch betrachtet trinkt jeder Bundesbürger täglich vier Tassen Kaffee. Der Kaffeekonsum rangiert damit hierzulande noch vor dem des Biers. Dass Kaffee einen so hohen Grad an Beliebtheit erreicht hat, ist in gewisser Weise erstaunlich. Denn seit seiner Einführung in Europa im 16. Jahrhundert schlägt dem Bohnengetränk immer wieder großes Misstrauen entgegen. Insbesondere was seine Auswirkungen auf die Gesundheit betrifft.
So wurde bis vor gar nicht allzu langer Zeit vom Kaffee abgeraten, weil er dem Körper Flüssigkeit entziehe. Mit diesem Irrglauben hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nun aber aufgeräumt. Zwar hat Kaffee eine harntreibende Wirkung, vor allem bei Menschen, die ihn regelmäßig zu sich nehmen. Doch gleicht der Körper den Wasserverlust innerhalb kürzester Zeit wieder aus. Kaffee darf also inzwischen ganz offiziell zur täglichen Flüssigkeitsaufnahme hinzugezählt werden.
Wahrscheinlich gerade wegen der zahlreichen Gerüchte, die sich seit Jahrhunderten um die gesundheitlichen Wirkungen des Kaffeegenusses ranken, gehört das braune Heißgetränk mit zu den am besten erforschten Lebensmitteln. Jährlich erscheinen weltweit Hunderte neuer wissenschaftlicher Studien, die sich mit den verschiedensten gesundheitlichen Aspekten des Kaffees befassen.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen dabei jene Untersuchungen von Kaffeegenuss, die sich dem Typ-2-Diabetes widmen. Mehrere Studien deuten darauf hin, dass Menschen, die regelmäßig Kaffee trinken, seltener an Typ-2-Diabetes erkranken. So kam eine niederländische Untersuchung aus dem Jahr 2002 mit mehr als 17.000 Teilnehmern zu dem Ergebnis, dass der Genuss von mindestens sieben Tassen Kaffee täglich das Diabetesrisiko halbiere.
Auch eine schwedische Studie von 2004 ergab eine Verringerung des Diabetesrisikos mit steigendem Kaffeekonsum. Weitere große Studien bestätigten diesen positiven Effekt des Kaffees. Noch nicht ganz geklärt ist allerdings, wodurch Kaffee diese Wirkung erzielt. Das Koffein selbst scheint aber wohl nicht die Hauptrolle zu spielen, denn der schützende Effekt wird auch durch entkoffeinierten Kaffee erreicht.
Solange die genauen Wirkmechanismen nicht bekannt sind, wäre es deshalb sicherlich verfrüht, Kaffee als Mittel zur Vorbeugung von Typ-2-Diabetes ausdrücklich zu empfehlen. Andererseits zeigen die wissenschaftlichen Ergebnisse aber eindeutig, dass es falsch wäre, Menschen – auch Diabetikern – weiterhin vom Kaffeetrinken abzuraten.

Kaffeestrauch

Er stammt aus den Tropen und wird heute in sehr vielen feucht-warmen Gebieten der Erde angebaut. Ein Kaffeestrauch auf der Fensterbank verwöhnt uns mit schönen, glänzend grünen Blättern und reinweißen, duftenden Blüten. Später entstehen daraus hübsche, knallrote Früchte. Darin enthalten sind die Kaffeebohnen. Die Zwergform "Nana" lässt sich besonders gut im Topf halten, denn sie wächst langsam, bleibt niedrig und blüht frühzeitig.
Unser Kaffeestrauch hat es gerne warm, allerdings darf er nicht in der prallen Sonne wachsen, sonst verbrennen seine Blätter. Es gibt zwar moderne Sorten, die sogar Sonne vertragen, aber auf den Kaffee-Plantagen wachsen die Sträucher traditionell unter Schattenbäumen. An warmen Sommertagen steht das Tropenkind gern am offenen Fenster. Die Pflanze braucht nährstoffhaltige und durchlässige Erde, die aber nur wenig Kalk enthalten sollte. Kaffee muss häufig gegossen werden, am besten mit kalkarmem Wasser. Eine regelmäßige Düngung ist im Sommer vorteilhaft. Wir können den Strauch zurückschneiden, wenn er zu groß wird. Dies ist aber nur selten nötig, da er sich bereitwillig verzweigt. Der Rückschnitt geschieht idealerweise im Frühjahr. Man kann einen Kaffeestrauch auch aus Samen heranziehen, aber dann muss man auf Blüte und Frucht mindestens drei bis vier Jahre lang warten.

Heißgetränke -  Punsch und Grog & Co.

Jagertee und Glühwein. Zum Glück ist die Vielfalt der Heißgetränke im Winter groß: Ob würzig oder mild-aromatisch, mit oder ohne "Schuss" - für jeden Geschmack ist etwas dabei. Das kann eine Tasse Kandis-Mokka oder ein Teecocktail, aber auch etwas "Ausgefalleneres" sein, ein Glas Punsch oder Grog zum Beispiel.

Punsch steht seit langem ganz weit oben auf der Liste der beliebten Winter-Heißgetränke. Der Begriff Punsch wurde dem Hindi-Wort "panc" entlehnt, welches fünf bedeutet und für die Anzahl der ursprünglichen Grundzutaten steht - also für Zucker, Tee, Zitrone, Wasser und für Alkohol. Das Mischgetränk stammt aus Indien, und wurde von englischen Seefahrern vermutlich im 12 Jahrhundert aus Indien nach Europa mitgebracht. Das englische Getränk "Punch" wurde dann in Deutschland unter der Bezeichnung "Punsch" bekannt. Trotz seiner betörenden Wirkung hat Punsch aber nichts mit "punch", dem englischen Wort für Faustschlag oder Nasenstüber zu tun... Heute wird der Punsch, mit und ohne Alkohol, in allen erdenklichen Variationen genossen.

Ebenfalls sehr beliebt ist bei uns der Grog. Seit dem 17. Jahrhundert wurde auf den Schiffen der englischen "Royal Navy" Rum als tägliche Schiffsration an die Mannschaft ausgegeben. Disziplinlosigkeit und Trunkenheit waren leider nicht, selten die Folge. Im Jahre 1740 ließ daher der englische Vize-Admiral Edward Vernon, dessen Spitzname "Old Grog" war, seine Matrosen den Rum nur noch mit Wasser verdünnt trinken. Später wurde dieses Getränk dann noch mit Zucker und Limettensaft versetzt. In dem kälteren Klima Großbritanniens wurde das nach ihm benannte Getränk dann allerdings heiß getrunken, Seit Beginn des 19. Jahrhundert ist das Getränk auch in Deutschland bekannt. Der Begriff "groggy" bezeichnete übrigens tatsächlich ursprünglich das Gefühl, wenn man zu viel Grog getrunken hat.

Egal ob Punsch, Grog, Glühhwein, Tee oder Kaffee, jeder Genießer hat einen anderen Geschmack. Deshalb gibt es .auch für jeden Gaumen und jedes Getränk die passende Zuckervariante. Weißer Kandis oder auch Kluntje-Kandis erinnert optisch an edle Kristalle und zerspringt geräuschvoll, wenn er in den dampfenden Tee oder Punsch - gegeben wird. Beliebt sind auch brauner Kandis und Krusten-Kandis, der dem Aroma eine Karamellnote verleiht. Brauner Zucker darf bei vielen Kaffeeliebhabern in der Tasse nicht fehlen. Der klassische und wohl meistverwendete Raffinade-Zucker, der in verschiedenen Körnungen oder als Würfelzucker erhältlich ist und höchsten Ansprüchen des Süßens entspricht, passt sowieso zu jedem Heißgetränk, ist aber auch wichtiges Bestandteil der meisten Punsch- und Grog-Rezepte.

 

Rezepte für Heißgetränke

Kandis-Mokka
Zutaten für vier Gläser:
¼ l Wasser
9 leicht gehäufte TL Instantkaffee
½ l Milch
60 brauner Kandis
3 cl Whisky

Zubereitung:
Aus Wasser und Instandkaffee einen starken Mokka kochen. Die Milch erhitzen und bei niedriger Temperatur den Kandis darin auflösen. Wenn er vollständig aufgelost ist, den Mokka und den Whisky zufügen und heiß servieren.

 

Roter Würzpunsch
Zutaten für vier Gläser:
400 ml Eistee mit Apfelgeschmack
200 ml Kirschnektar
200 ml Rotwein
1 TL Lebkuchengewürz
Honig
Zitronensaft

Zubereitung:
Eistee mit Kirschnektar, Rotwein und Lebkuchengewürz in einem Topf langsam erhitzen, aber nicht kochen lassen.
Mit Honig und Zitronensaft abschmecken und zirka 5 Minuten ziehen lassen.
Den Punsch in feuerfeste Gläser füllen.

 

Schlehen-Teepunsch
Zutaten:
3 TL schwarzer Tee
0,5 l Wasser
0,25 l Schlehensaft
50 g Zucker
Saft einer halben Orange

Zubereitung:
Tee in eine vorgewärmte Kanne geben und mit kochendem Wasser überbrühen. Vier Minuten ziehen lassen und abgießen. Den fertigen Tee mit dem Schlehensaft, dem Zucker und dem Orangensaft in einen Topf geben. Bis kurz vor dem Siedepunkt erhitzen und dann in Teegläser füllen.

 

Kirsch-Holunder-Punsch
Zutaten für vier Gläser:
300 ml Rotwein
400 ml Kirschsaft
150 ml Holundersaft
1 unbehandelte Orange
12 Gewürznelken
1 Zimtstange
60 g weißer Kandiszucker
Zimtstangen zum Garnieren

Zubereitung:
Den Wein mit dem Kirsch- und Holundersaft in einem Topf erhitzen und vom Herd nehmen. Orange heiß abspülen und trockentupfen, Frucht halbieren, eine Hälfte in 4 Scheiben schneiden, den Rand mit je 3 Gewürznelken spicken und mit Zimtstange und Kandis in die heiße Flüssigkeit geben. Schale der restlichen Orangenhälfte mit dem Zestenreißer in dünne Streifen schneiden, Saft auspressen. Den Saft zum Punsch geben und zugedeckt 15 Minuten durchziehen lassen, dabei mehrmals umrühren, damit sich der Kandis löst.
Die Zimtstange und die Orangenscheiben entfernen. Den Punsch erneut erhitzen, dabei nicht kochen lassen. Heiß in die Gläser füllen und den Punsch mit den Orangenzesten und je einer Zimtstange garnieren.

 

Hot Caribbean
Zutaten für 1 Glas:
2 cl Rum
2 cl Curacao Triple Sec – ersatzweise Cointreau
1 Tasse Kaffee
etwas geschlagene Sahne
etwas geraspelte Orangenschale

Zubereitung:
Den Rum und Curacao Triple Sec in ein dekoratives Glas geben. Kräftigen Kaffe aufbrühen und zu Rum und Curacao ins Glas geben. Mit Sahnehäubchen und geraspelter Orangenschale garnieren.

 
Eierlikör ist ein alkoholisches Getränk, das aus hochwertigem Eigelb, Zucker und Alkohol hergestellt wird. Durch die Zugabe des Eigelbs und je nach Rezept auch von Sahne oder Milch bekommt das Getränk eine dickflüssige Kosistenz.
 

Eierlikör-Punsch
Zutaten für 6 Gläser zu ca. 250 ml.
1 EL fein gekörnter, brauner Zucker
½ l Eierlikör
1 l halbtrockener Weißwein
Zimt

Zubereitung:
Zucker und Eierlikör in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze – unter Rühren mit einem Schneebesen – erwärmen. Weißwein und etwas Zimt zugeben, die Masse schlagend weiter erwärmen und einmal aufkochen lassen. Punsch mit entstandenem Schaum sofort heiß in Gläsern servieren, da der Schaum nur zirka zehn Minuten hält. Nach Wunsch mit Zimt bestreuen und mit einer Zimtstange garnieren.


Toccino
Zutaten für 1 Tasse:
1 frisch zubereiteter Espresso = 4 cl
4 cl Eierlikör
4 EL aufgeschäumte Milch
Kakaopulver

Zubereitung:
Espresso in eine Cappuccinotasse füllen, Eierlikör erwärmen und darauf geben. Mit aufgeschäumter Milch abschließen und mit Kakao bestäubt servieren.

Café Mafioso
Zutaten für 2 kleine Gläser oder 1 großes Glas:
1 ½ Tassen Kaffee
1 TL brauner Zucker
4 bis 6 cl Amaretto
Sahne zum verzieren
Grenadinesirup

Zubereitung:
Kräftigen Kaffee aufbrühen. Den Kaffee in ein bzw. zwei Gläser füllen, darin den braunen Zucker auflösen. Den Amaretto anwärmen und in den Kaffee geben. Alles gut verrühren. Darauf eine Sahnehaube setzen und mit einem Spritzer Grenadinesirup verfeinern.

Coffee Shooter
Zutaten für 1 Glas:
4 cl Eierlikör
1 frisch zubereiteter Espresso 0 4 cl
1 EL aufgeschlagene Sahne
1 Prise Kakaopulver

Zubereitung:
Eierlikör erwärmen, in ein Espresso-Macchiato-Glas füllen und mit Espresso auffüllen. Schlagsahne darauf geben und mit Kakaopulver bestäubt servieren.

Chutneys

Fruchtige Chutneys sind der ideale Begleiter für einen abwechslungsreichen Start in die Grillsaison. Sie schmecken super zu gegrilltem Gemüse, Fleisch und Fisch und bringen frischen Wind in die übliche Auswahl an Grill-Saucen. Chutneys können ganz nach dem persönlichen Geschmack, scharf oder mild zubereitet werden und passen auch gut zu Gebratenem oder zu asiatischen Gerichten.
Chutney stammt ursprünglich aus Indien. Dort ist es üblich, zu scharfen Gerichten milde Chutneys und zu milden Speisen scharfe Chutneys zu reichen. Es besteht entweder aus einer Frucht-, oder Gemüsesorte, es bieten sich aber auch leckere Kombinationen von zwei oder mehr Sorten an.
Chutney kann fertig gekauft werden es lässt sich aber auch ganz einfach selbst machen.
Die musige Sauce wird ähnlich wie Konfitüre hergestellt. Der größte Unterschied besteht darin, dass es trotz des verwendeten Zuckers nicht süß sondern pikant schmeckt, was von den zahlreichen Gewürzen und vom Essig kommt. Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist, dass Chutney größere Stückchen der verwendeten Gemüsesorten enthält. Die Früchte und Gemüse werden also nicht püriert.

Ein Geheimtipp für die richtige Konsistenz ist, das Chutney wirklich so lange einzukochen, bis es richtig dickflüssig ist. Die Masse hat die richtige Dichte, wenn eine mit dem Kochlöffel gezogene Linie kurze Zeit auf dem Boden des Kochtopfes sichtbar bleibt.

Soßen – selbstgemacht

Man unterscheidet unter kalt und warm zubereiteten Saucen.

Kalte Soßen: klassische Majonäse aus Öl, Eigelb, Senf, Zitronensaft, Salz und etwas Chili, sowie ihre zahlreichen Abwandlungen.

Warme Soßen: Sauce Hollandaise, sie schmeckt hervorragend zu neuen Kartoffeln und jeglicher Art von gedämpften Gemüse, besonders zu Spargel. Sie wird aus Eigelb, Weißwein und viel Butter gemacht, die wahlweise durch Olivenöl ersetzt werden kann.
Zuerst werden Weißwein und Eigelbe über einem Wasserbad zu einer cremigen Masse verschlagen, anschließend wird die Schüssel aus dem Bad entfernt und noch einige Zeit weitergeschlagen und dann kommt die Butter dazu. Wichtig ist, dass diese Zimmertemperatur hat, sonst gelingt es nicht. Zum Schluss wird die Sauce noch mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft gewürzt, für den frischen Geschmack sorgt etwas gehackte Petersilie.
Die meisten warmen Saucen zu Fleisch und Fisch werden mithilfe von Fonds hergestellt.
Es gibt sie unter anderem von Kalb, Rind, Geflügel und Fisch.

Saucen und Dips

Es muss nicht immer Majonäse oder Ketchup sein. Fantasievolle Saucen und Dips für Grillsteak, Folienkartoffel und Fisch vom Rost lassen sich im Handumdrehen selbst zubereiten. Kalorienarme Tunken und leckere Brotaufstriche können auf Quark-, Naturjogurt-, Frischkäse-, Obst- oder Gemüse-Basis hergestellt werden. Zum Verfeinern eignen sich Essig, Senf, etwas Honig, sowie Gewürze und frische Gartenkräuter.
Süß-sauer, scharf, würzig oder mild – jede Geschmacksrichtung ist möglich.
Eine besonders exotische Liaison gehen pürierte Mango mit Curry, frisch geriebenem Ingwer, Koriander, Salz, Pfeffer, etwas Jogurt, Honig und Zitronensaft ein.
Wem indisch zu scharf ist, der kann mit etwas Tomatenmark, Jogurt, ein wenig Knoblauch, Salz Pfeffer und frisch gehacktem Basilikum seinem Grillgut einen italienischen Anstrich geben.
Auch Meerrettich-Paprika-Sauce oder ein feuriger Chili-Dip passen gut dazu. Besonders bunt wird der Dip mit Quark, etwas Jogurt und klein gewürfelten roten und gelben Paprika-Stücken. Eine klein gehackte Zwiebel, etwas Schnittlauch, Pfeffer, Salz und Knoblauch runden den Quark herzhaft ab.
Gekochte Möhren oder gedünstete Äpfel und Zwiebeln lassen sich ebenfalls prima als Grundstoff für einen leckeren Aufstrich verwenden. Insbesondere für Besitzer eines Pürierstabs oder Mixers ist das Zubereiten der verschiedensten Pasten und Dips überhaupt kein Problem.
Auch lässt sich das Gemüse ganz fein schneiden, oder gekocht mit der Gabel zerdrücken.

Dips & Co.

Meerrettich: schön scharf
Meerrettich ist ein einheimisches Gewürz, das gut zu kaltem Fleisch passt. Sein scharfer Geschmack kommt aus den ätherischen Ölen, die im Meerrettich reichlich enthalten sind. Die ätherischen Öle haben zudem eine antibakterielle Wirkung. Meerrettich wird deshalb auch „deutsches Penicillin“ genannt. Darüber hinaus enthält er Mineralstoffe und Vitamine. Der Vitamin-C-Gehalt ist doppelt so hoch wie in der Zitrone. Meerrettich ist in der Gemüseabteilung frisch zu bekommen und wird dann vor Gebrauch fein gerieben. Damit der geriebene Meerrettich nicht braun wird, fügt man ihm etwas Zitronensaft zu. Häufiger jedoch wird Meerrettich fertig in Gläsern gekauft. Mit Sahne, Apfel oder Preiselbeeren wird er verfeinert und passt zu Wurst und Fleisch. Zu kaltem Braten schmeckt auch ein schön scharfer Senf.

Chutney: kräftig fruchtig
Chutney ist eine kräftig gewürzte Sauce aus Früchten. Sie ist sehr dickflüssig und enthält grobe Fruchtstückchen. Verwendung findet sie zu kaltem Braten. Chutneys gibt es vom Rhabarber, Birnen, Pflaumen und fast allen exotischen Früchten. Sie werden mit Essig und Zucker dick eingekocht.

Relish: süß und herb
Eine ähnlich gute Beilage zu kaltem Fleisch ist ein Relish. Meist ist es eine Mischung aus süßen und herben Früchten und Gemüsen. Mais ist die Grundlage für ein klassisches Relish. 500 g fein geraspelten Weißkohl und eine entkernte, gewürfelte rote Paprikaschote zehn Minuten in kochend heißem Wasser ziehen lassen. Abgießen. Mais aus zwei Dosen – zu je 425 ml -, 250 ml Weißwein, 100 g Zucker, 2 Teelöffel Senfmehl und 1 Esslöffel Salz dazugeben und 20 Minuten kochen lassen. Abkühlen lassen. Fertig.

Remoulade: der Klassiker
Remoulade harmoniert besonders gut mit kaltem Fleisch, das Rezept enthält Eigelb, Senf, Zitronensaft, Salz, Chili, Zucker, Pfeffer, Knoblauch, Öl, Worcestershiresauce, Kapern, Cornichons, Zwiebeln, Schnittlauch, Petersilie und Joghurt.
Das Rezept: Vier hart gekochte Eigelbe durch ein feines Sieb drücken und mit vier frischen Eidottern vermengen. Wie bei Mayonnaise gibt man 250 ml Öl zu und schmeckt die Sauce mit Salz, Zitronensaft und Gewürzessig ab. Nun werden nach Belieben frische Kräuter und zwei fein gehackte Sardellen zugegeben. Die Remoulade ist wegen des Frischeianteils nur kurze Zeit haltbar.

Grüne Sauce passt immer
Grüne Sauce passt zu jeder Art von kaltem Fleisch. Es gibt viele Rezeptvariationen, die Grundzutaten sind meist hart gekochte Eier, Essiggurken, Zwiebeln, Kapern, Kräuter, Öl, Essig, kalte Fleischbrühe, Apfelwein und Senf.
Ein hart gekochtes Eigelb wird mit zwei Esslöffeln Salatöl 15 Minuten lang ganz fein gerührt. Dann werden mehrere Löffel feinkörniger Senf darunter gemischt und sorgfältig klein gehackte Gewürzkräuter wie Boretsch, Estragon, Petersilie, Kerbel, Schnittlauch und Pimpinelle. Nun werden je nach Geschmack Essig, Salz und Pfeffer dazugegeben.

Fonduearten

Ursprünglich kommt das Fondue aus der Schweiz. Das Wort „Fondue“ entstand aus der Bezeichnung „fromage fondu“ (übersetzt „geschmolzener Käse“), die für ein Traditionsgericht der Schweizer Bergbauern steht. Um eine warme Mahlzeit zu bekommen, tauchten die Bauern Brotstückchen in geschmolzenen Käse. Und schon war das Käsefondue erfunden. Heute steht der Begriff „Fondue“ für alle Arten des Garens in einem Topf bei Tisch.

Käsefondue
Wird meist aus geschmolzenem Greyerzer, Weißwein und Gewürzen zubereitet. In diesen Schmelztiegel taucht man frische Brotwürfel. Für die Zubereitung empfiehlt sich der gleiche Wein, den man dazu genießt.
Die traditionelle Beigabe, säuerlich eingelegte Mixed-Pickles und manchmal auch Bündner Fleisch, ist auch bei der Weinauswahl zu berücksichtigen.

Fleischfondue
Rind-, Schweinefleisch und Geflügel – meist wird beim Fleischfondue alles zusammen als bunte Auswahl angeboten. Gegart werden die Stücke in heißem Öl und anschließend mit vielseitigen Dips gewürzt.

Chinesisches Fondue
Bei der chinesischen Fondue-Variante wird statt heißem Öl eine milde Brühe verwendet. In ihr gart das Fleisch ohne Röstaromen zu entwickeln und bleibt so milder im Geschmack. Darauf nehmen auch die Dips Rücksicht, die ebenfalls milder gewürzt sein dürfen.

Fischfondue
Beim Fischfondue werden festfleischige Fischsorten verwendet, aber auch Garnelen, Krabben und andere Meeresfrüchte, die in einem Fischfond kurz gegart werden. Eine Auswahl an Saucen und Dips, eher mild im Aroma, verleiht diesem Genuss die Gewünschte Würze.

Raclette

Ursprünglich bezieht sich der Name „Raclette“ auf einen Käse aus der Schweiz, der mit seinen Aromen besonders zu Pellkartoffeln geschätzt wird.

Schon im 16. Jahrhundert schmolzen die Sennen. und Bauern im Val de Bagnes ihr "Znüni" und schöpften aus dem rahmigen, kräftig schmeckenden Bergkäse frische Kräfte für ihr hartes Tagwerk. Kein Wunder, dass das Raclette heute zu den beliebtesten Partyspeisen zählt - denn auch das feiernde Volk will gut gestärkt sein. Im Gegensatz zu den Bergbauern schmilzt man den Käse heute natürlich nicht mehr am offenen Feuer, sondern mitten auf dem Tisch in einem elektrischen Öfchen.
Beim Raclette erlaubt es übrigens die Tischsitte ausdrücklich, dass man sofort zu essen beginnt, ohne auf die anderen Gäste warten zu müssen. Denn natürlich schmeckt der Käse heiß und mit bräunlicher Kruste oben drauf am allerleckersten. Auf keinen Fall sollte die Rinde des Käses weg geschnitten werden - sie gehört bei diesem Traditionsessen einfach dazu.
Als Beilage eignen sich klassischerweise kleine Kartoffeln, die auch RacletteKartoffeln genannt werden, sowie Gürkchen, Silberzwiebeln oder Mixed Pickles. Prinzipiell gilt aber in punkto Beilage auch: Erlaubt ist was schmeckt und was der Kühlschrank hergibt. Und wie sieht es mit den Getränken aus? Zum Essen passt zum Beispiel ein trockener Weißwein, aber auch ein spritziger Rotling oder ein kühles Bier sind nicht zu verachten. Kenner empfehlen zudem auch Schwarztee, weil dieser die Verdauung anregt. Und wie steht's mit einem Schnäpschen? Ein Aperitif vor dem Essen enthält Bitterstoffe, die den Verdauungsapparat anregen. Dadurch werden Speichelfluss und die Produktion von Magensaft gefördert. Der Digestif nach dem Essen macht dagegen das Fett löslicher. Die Galle kann dann besser damit umgehen.


Schweizer Raclette

Zutaten für 4 Portionen:
1 kg kleine Kartoffeln
800 g Schweizer Raclette-Käse, in Scheiben geschnitten
Tomaten – Zwiebeln – Salz- oder Essiggurken – Silberzwiebeln

Zubereitung:
Kartoffeln in der Schale weich kochen, in einem Korb mit Deckel warm halten. Die Zutaten dann in kleinen Portionen gemeinsam mit dem Käse in Raclette Pfännchen legen und den Käse schmelzen lassen. Die Kartoffeln werden mit dem geschmolzenen Käsegemüse begossen – und dann verzehrt.
Wer keinen Raclette-Ofen besitzt, kann die leckeren Käsescheiben auf die gekochten Kartoffeln legen und anschließend im Backofen schmelzen lassen.

Pizza

Tomaten, Mozzarella und Basilikum – mit einfachsten Zutaten wurde die erste frei Haus gelieferte Pizza im Jahre 1889 belegt. Bestellt hatten sie der italienische König Umberto I und seine Frau Margherita, nach der die Pizza schließlich auch benannt wurde. Die schlichte Variante in den italienischen Nationalfarben hatte der Adeligen am besten beschmeckt.
Mittlerweile gab es zahlreiche Revolutionen auf dem runden Gebäck. Klassiker – wie Pizza Margherita oder Pizza Salami – sind zwar nach wie vor beliebt, doch inzwischen landen die verschiedensten Zutaten auf dem Teigfladen. Egal ob Nudeln, Gyros, Schrimps oder Sushi – für jeden Geschmack gibt es die passende Pizza.
Tabus: Fehlanzeige.
Erlaubt ist, was schmeckt.
Auch für Vegetarier kann man eine Gemüseecke einrichten.

Tipp:
Will man knusprigen Teig und saftigen Belag, sollte man das Backblech während des Vorheizens im Ofen lassen. So kann es sehr viel Hitze aufnehmen. Und erst wenn der Ofen heiß genug ist, kommt die fertig belegte Pizza aufs Blech. Auf diese Weise bekommt sie einen regelrechten Hitzeschock.

Suppe

Die Suppe erlebt heute eine Renaissance, nachdem sie lange Zeit bei Kalorienzählern verpönt war. Suppe ist eine Vorspeise, weil sie den Magen öffnet und Appetit und Verdauung anregt.
Die dicke Suppe, eine Eintopfsuppe, kann eine ganze Mahlzeit ersetzen.
Erbsensuppe mit Würstle oder Gerstensuppe mit Speck oder Grüne Bohnensuppe oder Kartoffelsuppe, das sind Suppen, die Männer lieben.

Suppen mit Gemüse und magerem Rindfleisch haben für Menschen, die ihr Gewicht kontrollieren um nicht zu- oder abzunehmen, eine günstige Wirkung. Entscheidend dabei ist nicht nur die geringere Kalorienzufuhr, sondern auch die Sättigungswirkung. Das
Sättigungssignal tritt u. a. dann ein, wenn die Magenwand gedehnt wird. Dazu wird Voluminöses und Schweres benötigt. Die Suppe erfüllt diese Erwartung, denn sie enthält viel Wasser, was das Schwerste in unserer Kost ist, Gemüse, was viel Volumen und wenig Kalorien enthält und mageres Rindfleisch, das ebenfalls kalorienarm und sehr sättigend
ist.

Die kleine Portion Suppe, als Vorspeise gereicht, stellt eine gute Grundlage dar, um beim nachfolgenden zweiten Gang nicht viel essen zu müssen. Als Hauptgericht ist die Suppe hervorragend geeignet, weil sie rasch sättigt und kalorienarm ist.

Der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffe ist der gleiche, ob das Gemüse und das Fleisch in der Suppe oder separat auf dem Teller gereicht werden. Allerdings bringt der Wassergehalt in der Suppe einen schnelleren Sättigungsgrad. Bekannt ist diese Erkenntnis durch die Kohlsuppen-Diät.

Eine Ernährung nach dem glykämischen Index schreibt vor, nur kleine Mengen Kartoffeln oder Nudeln, dafür umso mehr Gemüse, zu verwenden.
Ständig erscheinen inzwischen neue wissenschaftliche Arbeiten darüber, dass die Kohlenhydrate, ohne Bewegung, ohne muskuläre Betätigung Gewichtsprobleme bringen.

Hülsenfrüchte eignen sich besonders als Suppenzutat. Sie haben einen relativ hohen Eiweißgehalt und Fettanteil, sehr viele Ballaststoffe und Kohlenhydrate, die aber eine niedrige Blutzuckerwirkung und einen niedrigen glykämischen Index haben.

Pralinen

Wer bei den ersten Versuchen nicht gleich in den Geldbeutel greifen und in Pralinenbesteck investieren möchte kann sich aber auch mit einer langen flachen Gabel und einem engmaschigen Küchengitter behelfen. Sind die technischen Fragen einmal geklärt, kann es mit der Wahl der Zutaten los gehen.

Besonders edel werden Pralinen durch einen Überzug aus Zuckerguss oder Kuvertüre. Man achte nur unbedingt auf den kleinen Unterschied zwischen Schokolade und Kuvertüre:
In Kuvertüre ist mehr Kakaobutter als in der Schokolade, sie schmilzt daher leichter und lässt sich so besser verarbeiten.
Wer Kuvertüre in kleine Stücke raspelt, kann sie in einem kleinen Topf unter ständigem Rühren schnell im Wasserbad schmelzen. Hierbei ist allerdings Konzentration gefragt: Kuvertüre darf nämlich auf keinen Fall aufkochen – sie lässt sich sonst nicht mehr verarbeiten.

In der Regel halten sich Pralinen luftdicht verpackt 7 bis 14 Tage im Kühlschrank frisch.
Enthalten die Füllungen jedoch rohes Ei, sollten sie nur frisch zubereitet verschenkt werden, denn sie sind nur einige Tage haltbar.

Tipp für die schlanke Linie:
Anstelle einer Sahne- oder Cremefüllung einfach mal mit Trockenfrüchten experimentieren. Hierfür die Früchte – besonders schmackhaft sind getrocknete Aprikosen oder Pflaumen – wahlweise mit Obstbränden, Rum oder Contreaux pürieren und in den Hohlkörper spritzen.
Hohlkörper kann man in Fachgeschäften kaufen.

Eis am Stiel - Wissenswertes

Seine Erfindung verdankt er purem Zufall. Der elfjährige Frank Epperson aus Kalifornien hatte sich im Jahr 1905 mit Brausepulver und Wasser eine süße Limonade zusammengerührt und das Glas über Nacht auf der Veranda vergessen. Als er es am nächsten Morgen entdeckte, war die Brause wegen des heftigen Nachtfrostes am Rührstab festgefroren. Den Wert seiner Entdeckung erkannte er jedoch erst viel später. 1923 ließ er sich das Eis am Stiel patentieren. So berichtet es zumindest das Eis-Standardwerk „Licks, Sticks & Bricks. A World History Of Ice Cream.
Das ist die erste übermittelte Geschichte zu diesem Thema, ohne verlässliche Unterlagen.

Ein Süßwarenhändler aus Ohio hatte den so genannten Rahmeislutscher entwickelt und dafür das Patent erhalten. Dabei handelte es sich übrigens um ein Vanilleeis mit Schokoladenüberzug am Stiel.

In Deutschland selbst wurde Eis am Stiel erstmals 1935 in Hamburg hergestellt.
Das war anfangs noch Handarbeit: Das Eis wurde in Kugel- oder Zylinderform um ein Holzstöckchen gefroren und dann von Hand eingewickelt und verpackt.
Heute laufen in einer Eisfabrik pro Stunde mehr als 30 000 Eis am Stiel vom Band.

Eisvarianten – mit Öl und scharfen Gewürzen

Vanilleeis mit Öl: Wer sich mit dem Gedanken, Olivenöl zum Eis zu reichen, nicht anfreunden will, kann auf Kürbiskern- oder Walnussöl ausweichen. In diesem Fall bieten sich geröstete Kürbiskerne oder Walnüsse als Garnierung an. Das Öl sollte sparsam eingesetzt werden und von sehr guter Qualität sein.

Schokoladeneis mit Scharfmachern: Bei Schokoladeneis lohnen Experimente mit Chili und geschrotetem Pfeffer. Ein Beispiel: Bunten Pfeffer – grünen, weißen und roten – mit dem Mörser zerstoßen und die Kugel Eiscreme darin wenden, so dass sie rundum mit Pfeffer bedeckt ist. Wer es schärfer mag: Frische Chilischoten entkernen und in feine Streifen schneiden. Entweder pur oder mit einer Kirschsauce über die Kugel Eis geben.

Zitroneneis mit Kräutern: Kalorienarm, gesund und frisch lässt sich Zitroneneis gut mit Kräutern kombinieren. Dafür Kresse hacken und die Kugel darin wenden oder damit überstreuen. Genauso kann man kleinblättriges Basilikum, frische Korianderblättchen oder gehackte Minze verwenden. Wer mag, kann auch anderes Fruchteis auf Wasserbasis verwenden: etwa Aprikosen-, Erdbeer- oder Himbeersorbet.

Mokkaeis mit Avocado: Aus Mittelamerika stammt ein Nachtisch, bei dem Avokadomus als Guacamole (= Avokadocreme oder Dipp), mit Kaffee übergossen wird. Eine Abwandlung ist Mokkaeis mit einer pürierten und mit etwas Zitronensaft und Zucker versehenen Avocado zu servieren. Guacamole ergänzt auch Erdbeer- und Himbeereis.

Beereneis mit Balsamico: Ob Himbeer, Brombeer, Heidelbeer oder Erdbeer – Eiscreme aus Beeren verträgt sich gut mit Balsamico-Essig, am besten mit dem echten Aceto Balsamico traditionale. In seiner sämigen Konsistenz und seiner feinen Süße ähnelt er einem alkoholfreien Likör und kann pur genossen werden. Ein handelsüblicher Balsamico-Essig guter Qualität kann mit etwas Zucker abgeschmeckt und dann über das Beereneis gegeben werden.

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