Wolfgang Scholz und seine Gedichte

Gedichte Altes und Neues Jahr

Menschen im Wechsel der Jahre

Jahreswechsel

Denn sie wissen nicht was sie tun

Menschenrechte

Die Würde des Menschen

 Unsere Erde

Gefühle

Hören sie zu Schwester

Engel der MS Kranken

Alter neu entdecken

Einsamkeit auf dieser Welt

Gib dich nicht auf

Führe den Kampf

Der Schmerz

Warum gehst Du?

Kokon
Der Tod

Ein Kaufhaus stirbt

Im Schatten der Sorgen Weihnachten das Fest der Liebe?
Weihnachtsmarkt

Das Neue Jahr

Momente

Zeichen der Zeit

Gedichte

Gedichte verführen oft zum Träumen,
in dunklen, so wie in hellen Räumen.

Frohe und ernste Verse kann man lesen,
sollen jedem Menschen das Seine geben.

Sie bringen ernste Gemüter zum Lachen,
können aber ebenso auch traurig machen.

Gedichte besingen die Liebe und das Leben,
für jeden werden sie etwas anderes geben.

Der Dichter hat sich was dabei gedacht,
er dichtet, weil es ihm große Freude macht.

Die Verse kommen aus seinem Herzen drinnen,
sollen Menschen anregen zum Besinnen.

Gedichte erzählen über die Vergangenheit,
aber auch über das Leben in unserer Zeit.

Drum freut euch über ihre Zeilen,
sie laden euch stets ein, zum Verweilen.

von
Detlef Wolfgang Scholz
Apelnstedt
2009

Altes und Neues Jahr

Wenn die Glocken hell erklingen,
in der kalten Silvesternacht,
sollst du dich dran erinnern,
was dir das alte Jahr gebracht.

Es waren viele gute Tage,
die dir das Jahr beschert,
aber auch dunkle Stunden
haben deinen Weg beschwert.

Jetzt richte deinen Blick nach vorn,
in die neue, kommende Zeit,
warte geduldig auf das neue Jahr
und sieh, was Gott für dich bereit.

Unter seinem Schutz da sollst du stehen,
nimm ihn an die Hand, damit er dich geleit,
auf krummen oder geraden Wegen,
hält er seinen Segen für dich bereit.

Das wünsche ich dir für das neue Jahr,
was auch kommen mag an jedem Tag,
dein Trost, Gott ist immer für dich da,
Tag und Nacht, zu jeder Zeit.

Silvester 2006

Menschen im Wechsel der Jahre

Das alte Jahr sich dem Ende nähert,
die Menschen haben nichts dazu gelernt.
Nach wie vor machen sich Krieg und Streit,
auf der ganze Erde weiter breit.

Die Hoffnung auf Frieden sinkt immer mehr,
viele tragen lieber ein Gewehr.
Es wird geschossen und gemordet jeden Tag,
bald man die Nachrichten nicht mehr sehen mag.

Die Macht des Geldes dominiert in dieser Welt,
Arme werden immer mehr gequält.
Der Hochmut der Reichen breitet sich aus,
vor dem Angesicht derer, die haben kein zu Haus.

Gequälte Kinderaugen schauen uns an,
sieht der Nachbar sie nicht, der wohnt nebenan?
Wir verschließen unsere Augen vor der Menschen Not,
die manchmal haben nicht einmal das tägliche Brot.

Im neuen Jahr muss dieses anders werden,
das Gewissen aller Menschen auf Erden.
In die Herzen muss die Liebe einkehren,
Achtung und Respekt muss wieder werden.

Egoismus und Hartherzigkeit müssen weichen,
der Mensch darf nicht mehr gehen über Leichen.
Nur so kann es wieder Frieden geben,
in unserem so kurzen menschlichen Leben.

Darum lasst uns alle geben acht,
was das Neue Jahr mit uns nun macht.
Gott schenke uns auf allen unseren Wegen,
Barmherzigkeit und seinen väterlichen Segen.

Dezember 2007

Jahreswechsel

Das alte Jahr, es ist vergangen, das Neue, ist nun da,
ein Rückblick zeigt uns, froh oder traurig, wie es war.

Im letzten Jahr ging es wieder nur ums Geld,
Höhen und Tiefen, in der ganzen Welt.

Menschen litten nach wie vor auf dieser Erde,
ob es wohl jemals anders werde?

Wieder ging es nur um Macht,
vom frühen Morgen bis in die Nacht.

Viele konnten ihren Kindern nichts mehr geben,
die Armut bestimmt ihr ganzes Leben.

Die Reichen hat das wenig interessiert,
sie leben in Saus und Braus, ganz ungeniert.

In anderen Ländern herrscht der Krieg, Tag für Tag,
was in den Seelen der Geschundenen wohl vorgehen mag?

Vergessen wollen wir aber nicht unsere frohen Stunden,
dafür sollten wir danken, unumwunden.

Zuletzt stirbt die Hoffnung, das ist wahr,
gehen wir mit ihr ins Neue Jahr.

Krieg und Not auf dieser Welt beenden,
nur Gott und die Menschen können es wenden.

Dafür brauchen wir unsere ganze Kraft und Menschlichkeit,
nicht nur für uns, sondern für die, die noch stehen im Leid.

Deshalb bitten wir im neuen Jahr um Gottes Segen,
auf allen, uns noch unbekannten Wegen.

Silvester 2008
von
Detlef Wolfgang Scholz
Apelnstedt

Denn sie wissen nicht was sie tun

Die Menschen haben Christus gequält und gekreuzigt,
denn sie wissen nicht was sie tun.

Die Menschen führten und führen sinnlose Kriege,
denn sie wissen nicht was sie tun.

Die Menschen spielen sich als Gott auf,
denn sie wissen nicht was sie tun.

Die Menschen haben keine Achtung vor dem Leben der Anderen,
denn sie wissen nicht was sie tun.

Die Menschen fügen anderen Menschen Qualen und Leid zu,
denn sie wissen nicht was sie tun.

Die Menschen spielen ihre Macht gegen andere aus,
denn sie wissen nicht was sie tun.

Die Menschen hassen, die anders sind, sie können nicht lieben,
denn sie wissen nicht was sie tun.

Die Menschen zerfrisst der Egoismus und die Achtlosigkeit,
denn sie wissen nicht was sie tun.

1914 bis 1918, 1939 bis 1945, 1961 bis 1990, 2000 bis 2008,
die Menschen haben nichts dazugelernt.

Denn sie wissen nicht was sie tun!

Ostern 2008

Menschenrechte

Wer gibt Menschen das Recht,
Menschen zu quälen?

Wer gibt Menschen das Recht,
die Würde der Menschen zu verletzen?

Wer gibt Menschen das Recht,
Krieg gegen Menschen zu führen?

Wer gibt Menschen das Recht,
Menschen zu ermorden?

Wer gibt Menschen das Recht,
Menschen die Arbeit zu nehmen?

Wer gibt Menschen das Recht,
Menschen in die Armut zu treiben?

Wer gibt Menschen das Recht,
Kindern die Existenzgrundlage zu nehmen?

Wer gibt Menschen das Recht,
über Gesundheit und Krankheit zu entscheiden?

Wer gibt Menschen das Recht,
Menschen wegen ihrer Hautfarbe zu hassen?

Wer gibt Menschen das Recht,
über die Religion der Menschen zu urteilen?

Wer gibt Menschen das Recht,
Menschen finanziell zu ruinieren?

Wer gibt Menschen das Recht,
sich als Gott aufzuspielen?

Wir alle sind Menschen,
Du und ich, von einer Mutter geboren,

Wer gibt Menschen das Recht einer Mutter Schmerz zu bereiten,
wenn sie durch Menschen ein Kind verliert?

Warum glauben Menschen,
dass nur sie Rechte haben und die anderen nicht?

Wer sind wir Menschen,
dass wir uns so überheblich fühlen?

Gott hat den Menschen das Leben geschenkt
und will, dass es allen gut geht.

Jeder Mensch hat ein Herz und Gefühle, die es zu achten gilt.
Bei allem, was Menschen anderen Menschen zufügen,
sollten sie bedenken, jeder Mensch hat das Recht
auf Leben, Gesundheit und Frieden.

Die Würde des Menschen

Würde ist das grundgesetzliche Recht eines jeden Menschen.

Sie zu achten, ist der Auftrag aller Menschen, egal woher sie kommen, wo sie leben, welche Religion und welche Hautfarbe sie haben.

Über das Elend und die Not in der Welt, die unwürdigen Verhältnisse, in der manche Menschen leben, müssen wir immer wieder nachdenken und es darf uns nicht kalt lassen.

Die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich
ist ein Unrecht, welches es zu bekämpfen gilt.

Recht und Gesetz muss für alle gelten und darf nicht einer kleinen Elite vorbehalten bleiben.

Wir müssen uns zum Anwalt der Schwachen und Hilfsbedürftigen machen

Die Achtung vor dem Leben eines jeden Menschen ist ein gottgewollter Anspruch, der jedem zusteht.

Die Missachtung von Leib und Leben des Anderen ist ein Verbrechen an der Menschheit.

Es ist höchste Zeit, dass die Politiker, Kirchen und wir alle unser Bewusstsein schärfen und den eigenen Egoismus ablegen.

Es ist die letzte Chance, bevor die Welt im Chaos versinkt,
der Würde und der Menschlichkeit wieder den größten
Stellenwert einzuräumen.

November 2007

Unsere Erde

Wenn ich die Erde auf Bildern aus dem Weltall seh,
ist mir mein Herz ganz schwer und tut sehr weh.
Ein Stecknadelkopf im großen All, so winzig klein,
übersät von Krieg und Elend, muss das sein?

Im Fernsehen sehen wir nur noch Blut,
es tut unseren Seelen gar nicht gut.
Der Verstand begreift nicht mehr den Hass und Streit,
gibt es noch Liebe und Menschlichkeit in unserer Zeit?

Frieden täte diesem Erdball gut,
doch beim Hinsehen bekommt man große Wut.
Die Menschen sind in ihrem Verstand so dumm,
begreifen nicht, was Nächstenliebe ist, warum?

Macht, Gewalt und nur das Geld,
ist für viele das einzigste, was heute noch zählt.
Leib und Leben der anderen ist oft egal,
die Augen sind blind für die Angst und Qual.

Mütter, die unter ihrem Herzen ein Kind getragen,
werden sich immer wieder fragen,
wird mein Kind auf dieser Erde glücklich leben,
dafür würden die Mütter alles geben.

Drum Menschen, werdet endlich wach, es ist die höchste Zeit,
seid jeden Tag und stets bereit,
die Erde zu bewahren, wir können es wenden,
damit die kleine Erde im All, nicht im Feuer wird enden.

Januar 2009

Gefühle

Ich werde wütend,
wenn ich täglich die Nachrichten höre und sehe.

Ich werde wütend,
bei Bildern der Zerstörung, der Verletzten und der Toten.

Ich werde wütend,
wenn ich die traurigen Augen verletzter Kinder sehe.

Ich werde wütend,
über den Wahnsinn der machtbesessenen Menschen.

Ich werde wütend,
über den Irrsinn des Hasses in aller Welt.

Ich bin traurig,
über die Arroganz und Ignoranz der Herrschenden.

Ich bin traurig,
über die unheilbaren Krankheiten vieler Menschen.

Ich bin traurig,
dass viele nicht das Recht auf Leben und Gesundheit haben.

Ich bin traurig,
dass ich so ein kleiner Mensch bin und nichts daran ändern kann.

Ich will die Hoffnung aber nicht aufgeben,
dass die Köpfe wieder frei werden für die Nächstenliebe.

Ich will die Hoffnung aber nicht aufgeben,
dass Menschen ihre Dummheit erkennen.

Ich will die Hoffnung aber nicht aufgeben,
dass es doch einmal Frieden wird auf dieser Erde.

Ich will die Hoffnung aber nicht aufgeben,
dass sich die Zeiten noch mal ändern.

Wir alle sollten daran glauben,
DIE HOFFNUNG STIRBT ZULETZT!

Januar 2009

Hören sie zu Schwester,
wissen sie wie ich mich fühle?

Erlebnisse einer 26 jährigen Patientin im Krankenhaus,
bei der Multiple Sklerose diagnostiziert wurde.

Es ist ein Schock, als ich an meinem Geburtstag akut ins Krankenhaus muss,
mir geht es sehr schlecht und ich habe Angst, ich bin doch noch so jung.

Die medizinische Maschinerie läuft an, ich werde auf den Kopf gestellt.
Viele Fragen quälen mein Gehirn, was habe ich nur?

Lumbalpunktion, MRT und Infusionen muss ich über mich ergehen lassen.
Psychisch fühle ich mich ganz unten.

Die Nebenwirkungen der Medikamente machen mir schwer zu schaffen.
Tag und Nacht quälende Gedanken, was wird werden?

Schwestern gehen in mein Zimmer ein und aus,
einige freundlich und zugewandt, stellen sich vor.

Andere kommen grußlos und stumm herein, ich weiß nicht, wie sie heißen.
Sie nehmen mich kaum war, ich habe das Gefühl, ihnen lästig zu sein.

Ich werde von ihnen zu Untersuchungen quer durch das Krankenhaus geschickt,
ohne Begleitung, ohne die Frage, wie es mir geht.

Wissen sie Schwester, wie ich mich fühle?
Ich könnte schreien und fühle mich ohnmächtig.

Bin ich für sie nur eine Nummer, ein lästiges Übel?
Denken Sie nur einmal, an meinen seelischen Zustand?

Haben sie ihren Beruf gewählt, um Menschen zu helfen, oder ist es nur ein Job?
Haben sie nicht gelernt, dass ein Mensch nicht nur aus seinem Körper besteht?

Die Seele eines Patienten ist genau so wichtig.
Nur seelische Zuwendung kann einen Menschen gesund machen.

Dann kommt die Diagnose, ich habe eine unheilbare Krankheit.
Von einer Minute zur anderen ist mein junges Leben auf den Kopf gestellt.

Wissen sie Schwester, wie ich mich fühle?
Ich könnte schreien, jetzt brauche ich ihren Beistand.

Besinnen sie sich auf ihren Beruf und fragen sich,

warum bin ich Krankenschwester geworden?

April 2008

Es gibt doch Engel, wenn sie auch nicht genannt werden wollen …

Engel der MS Kranken

MS, die Krankheit mit den tausend Gesichtern,
wird bei vielen jungen Menschen das Leben vernichten.
Die Betroffenen müssen von einem Tag zum anderen,
im wahrsten Sinn die Hölle durchwandern.

Ein ganzes Leben wird auf den Kopf gestellt,
viele verstehen nun nicht mehr die Welt.
Einige führen noch ein normales Leben,
für andere wird es am Ende den Rollstuhl geben.

Diese Beobachtungen, ein Engel gemacht,
das Leben junger Menschen in tiefer Nacht,
hat ihn nicht mehr ruhen lassen,
er möchte ein MS Aktiv-Haus schaffen.

Dabei widmet er täglich seine ganze Kraft,
neben dem schweren Dienst, den er auch noch schafft,
dem MS Aktiv-Haus, einem Projekt,
welches viele Menschen zum Helfen erweckt.

Der Engel hat erkannt der MS Kranken Mängel,
deshalb wurde er für diese ein wahrer Engel.
Über Betroffene breitet er seine Flügel aus,
bietet ihnen Geborgenheit und Leben im MS Aktiv-Haus.

Das Projekt wächst nun Stein für Stein,
mit Hilfe vom Förderverein.
Die Mitglieder helfen mit Geld und Rat,
viele Spender geben gerne, was man hat.

Alle unterstützen des Engels Geist,
weil man die Kranken bei ihm in guten Händen weiß.
Das MS Aktiv-Haus soll kommen zu einem guten Ende,
damit sich für die Kranken ihr Leben positiv wende.

Hier kann man mehr erfahren: http://www.ms-aktivhaus-bs.de/
 

Alter neu entdecken

Alter neu entdecken heißt,
sich selber akzeptieren, wie man ist.

Alter neu entdecken heißt,
nicht auf die Jugend neidisch sein.

Alter neu entdecken heißt,
Kontakt zu jungen Menschen suchen.

Alter neu entdecken heißt,
nicht nur auf Vergangenes blicken.

Alter neu entdecken heißt,
noch eine Zukunft haben und sie gestalten.

Alter neu entdecken heißt,
nicht nur rasten und ausruhen.

Alter neu entdecken heißt,
nicht nur über Krankheiten reden.

Alter neu entdecken heißt,
nicht auf den Tod warten.

Alter neu entdecken heißt,
neue Kontakte suchen und pflegen.

Alter neu entdecken heißt,
Begrenzungen nicht als Hindernis ansehen.

Alter neu entdecken heißt,
Blick und Verstand schärfen.

Alter neu entdecken heißt,
ein Ziel haben und die Ziellinie nicht aus dem Auge verlieren.

Alter neu entdecken heißt,
das Alter ist keine Krankheit und kein Abstieg,
sondern ein täglicher Aufstieg, den es zu nutzen gilt, solange es geht.

April 2007

Einsamkeit auf dieser Welt

Einsamkeit auf dieser Welt, ist, was uns heut alle quält,
zieh dich deshalb nicht zurück, denn der andere wartet auf dich.

Mach deine Tür nie mehr zu, wenn einer kommt, der dich braucht,
für seine Not und Einsamkeit, mach auch du dein Herz bereit.

Du weißt, die Welt ist so hart, wo jeder denkt an sich allein,
mach du es nicht wie alle, sei du gut.

Du weißt nicht, wie es wird sein, wenn du selbst bist allein.
Du brauchst den anderen, wie er dich heut, drum sei für seine Not bereit.

Gib deine Liebe und Kraft, dem der dich braucht, heut und jetzt,
mach Du es nicht wie sie alle, sei du gut.

Einsamkeit auf dieser Welt, ist, was uns heut alle quält,
zieh dich deshalb nicht zurück, denn der andere wartet jetzt auf dich.

Es genügt nur wenig, um diese Verse zu verwirklichen, es kommt auf einen Versuch an.

Mai 1973

Gib dich nicht auf

Gib Dich nicht auf, hab Vertrauen zu Dir.
Wenn auch andere Dich aufgegeben,
es hat noch Sinn Dein Leben.

Wenn Du meinst, Du brauchst das Gift,
sag ich Dir, Du brauchst es nicht,
denn Dein Leben verliert den Sinn,
hast Du erst das Gift mal drin.

Gib Dich nicht auf, hab Vertrauen zu Dir.
Wenn auch andere Dich aufgegeben,
es hat noch Sinn Dein Leben.

Und wenn Du meinst, es geht nicht mehr,
dann such Dir einen Freund, der es ehrlich mit Dir meint.
Wenn Dich etwas quält, greif nicht zum Gift,
es beseitigt Deine Sorgen nicht.

Gib Dich nicht auf, hab Vertrauen zu Dir.
Wenn auch andere Dich aufgegeben,
es hat noch Sinn Dein Leben.

Der Alkohol ist Dein Feind, seh es doch ein mein Freund.
Du hast noch eine Chance, nutze sie
Und hast Du es geschafft, vergib die neue Kraft
nie wieder an das Gift.

Gib Dich nicht auf, hab Vertrauen zu Dir.
Wenn auch andere Dich aufgegeben,
es hat noch Sinn Dein Leben.

Vorurteile der Mitmenschen, mangelndes Selbstvertrauen, sowie ständige Unsicherheit, sind oft die Ursache für jahrelange Alkoholsucht und häufige Rückfälle nach einer erfolgreichen Entziehungskur.

September 1972

Führe den Kampf

Für den Alkoholabhängigen ist es immer ein Kampf, den er gegen den Alkohol, gegen Mitmenschen und sich selbst führt.
Die folgenden Verse sollen diesen Kampf deutlich machen und wenn er es geschafft hat, soll er den Sieg an seine Leidensgenossen weitergeben.

Folgende Verse sind allen Alkoholkranken gewidmet. In Ihnen steckt die Erfahrung jahrelanger Arbeit mit Suchtkranken in einer psychiatrischen Klinik.

Führe den Kampf gegen Mißtrauen und Haß,
öffne Dein Herz für des anderen Not,
bewahre den Freund vor dem Suchtkrankentod.

Du hast gespürt am eigenen Leib,
was es heißt, Alkoholabhängigkeit.
Lenke Dein Schicksal in andere Bahn,
durch Liebe und Mut und nicht in den Wahn.

Führe den Kampf gegen Mißtrauen und Haß,
öffne Dein Herz für des anderen Not,
bewahre den Freund vor dem Suchtkrankentod.

Bist Du erst vom Alkohol besiegt,
von anderen verstoßen und ungeliebt,
Dein Leben nur noch Angst und Pein,
kann die Lösung nur weg vom Alkohol sein.

Führe den Kampf gegen Mißtrauen und Haß,
öffne Dein Herz für des anderen Not,
bewahre den Freund vor dem Suchtkrankentod.

Drum fang ein neues Leben an,
ohne Sucht, auf ebener Bahn
und hast Du Deine Sinne erst einmal klar,
merkst Du, daß Dein Kampf nicht vergebens war.

Führe den Kampf gegen Mißtrauen und Haß,
öffne Dein Herz für des anderen Not,
bewahre den Freund vor dem Suchtkrankentod.

Wir, die wir in der glücklichen Lage sind, nicht alkoholabhängig zu sein, sollten diesen Menschen mehr Verständnis entgegenbringen und ihnen Helfer sein, in dem Kampf, den sie führen müssen.

VERSTÄNDNIS HILFT!
GLEICHGÜLTIGKEIT TÖTET!

März 1973

Der Schmerz

Der Schmerz ist uns geschickt, damit uns klarer wird
und uns besinnen, welche Grenzen sind gesteckt.
Er führt uns stark dem Himmel nah,
der von uns so oft vergessen war.

Das Leid, es macht uns groß und abgeklärt,
wenn man sich innerlich auch wehrt.
Wird es mit Geduld ertragen,
so kann es anderen sehr, sehr vieles sagen.

Wenn es Menschen wieder zueinander gebracht,
die zerstritten und verhaßt,
dann wird dem Gequälten in Herrlichkeit offenbar,
daß sein Leiden nicht vergebens war.

Der Kranke soll durch diese Verse Geduld und Hoffnung bekommen und der Gesunde den Kranken mit anderen Augen sehen.

Dezember 1976

In den Großstädten leben die Menschen dicht gedrängt in ihren Wohnsilos, ihre Zahl beträgt Tausende und Abertausende. Eines haben viele gemeinsam, die Einsamkeit, sie sind unter Vielen allein.

Warum gehst Du?

Hilflos stehen wir an Deinem Krankenbett,
sind verzweifelt und grübeln.

Immer wieder kommt in uns die unbeantwortete Frage
nach dem „Warum?“ auf.

Fragen, die uns quälen, warum lässt Du uns allein,
wir wollen Dich nicht hergeben.

Wir wollen Dich nicht loslassen, können es nicht verstehen.
Unser Blick ist vernebelt, wir wollen laut schreien.

Du liegst in Deinem Bett und schaust uns tröstend an.
Du bist so stark, so dass wir von Dir lernen könnten.
Du machst uns Mut, den Du jetzt selber brauchst.

Du versuchst, uns aus unserem Jammertal herauszuholen,
uns stark zu machen für den Abschied.
Wie groß bist Du, wie klein sind wir.

Du rufst uns zu, seid dankbar, dass ihr mich hattet,
mich ein Stück meines Lebens begleitet habt.

Du willst uns sagen, wenn ihr mich liebt, dann lasst mich los,
gönnt mir den Weg der Schmerzfreiheit und in den ewigen Frieden.

Ich werde, auch wenn ich gegangen bin, immer bei Euch sein, eingebrannt in euren Herzen.

Haltet mich in guter Erinnerung, aber lasst mich gehen, trotz meiner Enttäuschung, dass es eigentlich noch viel zu früh ist
und ich noch gerne geblieben wäre.

Was mir bleibt, ist die Hoffnung, dass wir uns einmal in einer anderen Welt wiedersehen.

Das ist meine Antwort auf eure Frage „Warum gehst Du?“

März 2009

von
Detlef Wolfgang Scholz
Für einen Menschen, der nur noch wenige Monate zu leben hat

Kokon

Dein Leben findet in einem Kokon statt.
Du wächst heran und streckst Dich der Sonne entgegen.

Du findest Nahrung, Wärme und Licht,
aber Du weißt, Deine Zeit im Kokon ist begrenzt.

Wenn Du Dich ein Leben lang genug angestrengt hast,
wird sich der Kokon am Ende Deiner Zeit öffnen.

Du wirst als ein wunderschöner Schmetterling den Kokon verlassen,
Du fliegst der Sonne und dem Himmel entgegen.

Du bist frei und nicht mehr eingeengt,
das Licht, dem Du entgegen fliegst, ist warm und hell.

Die, die Dir nachschauen, werden Dich bewundern,
sie werden staunen über die Leichtigkeit, mit der Du fliegst.

Viele werden Dich vielleicht beneiden und würden Dir gerne folgen.
Das Bild der grenzenlosen Freiheit können sie jetzt noch nicht sehen.

Du aber wirst die Freiheit, die Geborgenheit und die Wärme erleben.
Deshalb habe keine Angst, den Kokon zu verlassen.

Fliege dem Himmel entgegen, ohne Furcht und ohne Schmerzen.
Die, die Dich lieben, schauen Dir dankbar hinterher.

Ich wünsche Dir, dass Du ein wunderbarer, bunter Schmetterling wirst.

Detlef Wolfgang Scholz
April 2009

Der Tod

Der Tod ist etwas unbekanntes und von Menschen gefürchtetes, deshalb spricht man auch nicht gerne darüber. Doch auch zu Lebzeiten sollte man sich damit beschäftigen, dann verliert er etwas seine Schrecken.

O seliger Tod, du empfängst uns alle gleich,
ob wir arm sind oder reich.

Du schenkst Frieden den Geschundenen,
die durch Schmerz und Leid gebunden.

Du öffnest allen denen die Augen, die so sicher waren,
alle rannten mit offenen Augen in ihnen bekannte Gefahren.

Du trennst auf mannigfache Weise, so plötzlich und so früh,
Menschen, die auf ihre Art, um Frieden stets bemüht.

Du machst so vielen Menschen klar, nachdem du sie getrennt,
daß nun vieles ist zu spät, die Fehler sind gemacht, die Zeit verrinnt.

Drum mach uns klug in dieser Zeit, die uns hier auf Erden bleibt,
wir müssen Frieden schaffen heut, für die Seele und den Leib.

Das Bewusstsein, dass unser Leben einmal endet, möge uns von unserem hohen Ross herunterholen.

November 1976

Wenn Leid in Form von Krankheit über uns kommt, dann bedeutet das oft einen starken Einschnitt in unser Leben und das unserer Angehörigen. Trotzdem sollten wir einem solchen Geschehen noch etwas Gutes abgewinnen.

Ein Kaufhaus stirbt

Erst Karstadt, dann Hertie seit vielen Jahren,
verkauften viele und gute Waren.

Mitarbeiter, die dort seit Jahrzehnten,
ihren Arbeitsplatz als sicher wähnten.

Ein Kaufhaus mitten in der Stadt,
das lange nicht jede andere hat.

Wenn ich heute dort hineingehe,
tut es mir in der Seele wehe.

Leere Räume und kaum noch ein Regal,
der Anblick ist die reine Qual.

Das Kaufhaus liegt im Sterben heute,
bald kommen hier herein keine Leute.

Die Mitarbeiter haben traurige Augen,
der Eindruck ist, sie können es noch nicht glauben.

Ich wünsche allen, dass sie noch eine Zukunft haben,
eine neue Arbeit finden, mit ihren Gaben.

von
Detlef Wolfgang Scholz
Apelnstedt im August 2009

Im Schatten der Sorgen
von
Detlef Wolfgang Scholz

Dunkle Wolken siehst Du am Horizont,
als Du erfährst, ich bin nicht ganz gesund.
Ärztliche Befunde erschrecken Dich,
Sorgenfalten verändern Dein Gesicht.

Du trägst die Angst mit Dir herum,
dem Partner gegenüber bleibst Du stumm.
Nach schreien und weinen ist Dir zu Mute,
es ist, als wenn Dein Herz verblute.

Trotz Deiner eigenen großen Sorgen,
willst Du, dass Dein Kummer bleibt verborgen.
Stürzt Dich in die Alltagsarbeit rein,
denkst immer, dass darf und kann nicht sein.

Deine Lieben treten vor Deine Augen,
wenn sie es wüssten, sie könnten es nicht glauben.
Im Inneren weißt Du, dass sie dich brauchen,
doch Gesundheit kann man nicht erkaufen.

Von einem Arzttermin zum anderen,
wirst Du voll Angst und Hoffnung wandern.
Du fragst, soll ich es dennoch wagen
und meinen Lieben die Wahrheit sagen.

Nein, Du willst sie damit nicht belasten,
Du musst auf das endgültige Ergebnis warten.
Du quälst dich selber, tagaus, tagein,
ich sage Dir, dass muss nicht sein.

Ich möchte an Deinem Leben Anteil haben,
in guten, sowie an schlechten Tagen.
Du musst über die Schatten Deiner Sorgen sprechen,
nur dann wirst Du die Angst in Deinem Herzen zerbrechen.

Schweigen und alleine gehen, ist nicht der richtige Weg,
nur gemeinsam bekommt man die Sorgen weg.
Die Schatten werden dann verfliegen,
wenn wir uns von ganzem Herzen lieben.

Oktober 2009

Weihnachten das Fest der Liebe?

von
Detlef Wolfgang Scholz
Apelnstedt

Weihnachten, ist das Fest der Liebe,
wenn doch nur etwas davon übrig bliebe.

Schauen wir mit offenen Augen auf diese Erde,
dann verfliegt der Traum, dass es endlich Frieden werde.

Weihnachten, ist das Fest der Liebe,
wenn doch nur etwas davon übrig bliebe.

Nachrichten vermitteln jeden Tag nur Schmerz und Leid,
von Menschenwürde nichts zu sehen, weit und breit.

Weihnachten, ist das Fest der Liebe,
wenn doch nur etwas davon übrig bliebe.

Öffnen wir unser Herz für die Nöte anderer Menschen,
dann werden wir unsere Liebe nicht begrenzen.

Weihnachten, ist das Fest der Liebe,
wenn doch nur etwas davon übrig bliebe.

Wenn wir nur ein wenig auf andere Menschen achten,
dann wird es in unserer Seele auch sicher Weihnachten.

Über Menschlichkeit sollen wir nachdenken,
etwas besseres können wir nicht verschenken.

Weihnachten, ist das Fest der Liebe,
ich wünsche, dass etwas davon in uns übrig bliebe.

Dezember 2009

Weihnachtsmarkt

Vom Weihnachtsmarkt schweben durch die Lüfte,
uns allen sehr bekannte Düfte.

Sie ziehen die Menschen magisch an,
egal, ob Kind, ob Frau und Mann.

Der Duft von Glühwein, Bratwurst oder Süßigkeiten,
will uns auf Essen und Trinken vorbereiten.

Aber noch was anderes bewirken sie,
wecken in unseren Erinnerungen ein Hauch von Nostalgie.

Die Bilder in unserem Kopf sehen wir ganz klar,
die Erinnerung, als ich ein Kind noch war.

Das Herz wird uns jetzt weit,
die Gedanken an eine schöne Zeit.

Beschert besinnliche Freude auf das kommende Fest,
leider gibt heute Hektik und Eile uns den Rest.

Der Weihnachtsmarkt kann es aber auch anders tun,
er lässt uns in unserer Erinnerung ruhen.

Wir dürfen den Sinn von Weihnachten nicht vergessen,
trotz schöner Leckereien und gutem Essen.

Dann wird der Weihnachtmarkt uns Gutes schenken,
unsere Gedanken auf ein gesegnetes Weihnachten lenken.

von
Detlef Wolfgang Scholz
Apelnstedt

Weihnachten 2009

Das Neue Jahr

Das neue Jahr hat angefangen,
Menschen leben zwischen Hoffnung und Bangen.

Sie fragen sich, wird es mir Gutes bringen,
werde ich vielleicht ein neues Leben beginnen?

Werde ich meine Ängste überwinden können,
die mein Herz belasten, außen und innen?

Ich will meine Hoffnung immer bewahren,
selbst im Anblick von Gefahren.

Ich wünsche meinen Nächsten in kommender Zeit,
Glück und Frieden und das weltweit.

Menschen, die Verantwortung tragen,
wünsche ich Kraft und Mut an allen Tagen.

Das sie Frieden schaffen auf dieser Erde,
damit das Leben wieder für alle lebenswert werde.

Das neue Jahr gibt uns die Möglichkeit,
unsere Hoffnung zu nutzen und das zu jeder Zeit.

von
Detlef Wolfgang Scholz
Apelnstedt

Neujahr 2010

Momente

von
Detlef Wolfgang Scholz
Juli 2010

Momente in unserem Leben,
sind wie Licht und Schatten.

Momente in unserem Leben,
sind wie Freud und Leid.

Momente in unserem Leben,
können in Sekunden alles verändern.

Momente in unserem Leben,
können uns Freude über die Geburt eines Kindes schenken.

Momente in unserem Leben,
können Gesunde zu Kranken machen.

Momente in unserem Leben,
können geliebte Menschen von unserer Seite reißen.

Momente in unserem Leben,
können wir mit unserem Verstand nicht steuern.

Momente in unserem Leben,
entscheiden über Liebe und Hass.

Momente in unserem Leben,
entscheiden über Leben und Tod.

Momenten in unserem Leben,
sind wir tatenlos ausgeliefert.

Nutzen wir die Momente,
um zu lieben, zu helfen und zu danken.

Zeichen der Zeit

Was tun Menschen unserer Erde an,
man hört nur noch von Hass, Streit und Wahn.

Leben und Natur werden zerstört,
Menschen glauben, dass alles nur ihnen gehört.

Kaum einer ist bereit etwas abzugeben,
für der verlorenen Menschen Leben.

Werte zählen nicht mehr in dieser Zeit,
der Abgrund wird immer tiefer, weit und breit.

Gier und Korruption bestimmen unsere Welt,
es geht statt um Nächstenliebe nur um Geld.

Chancen sind so ungerecht verteilt,
weil jeder nur bei seinen eigenen verweilt.

Hunger und Elend verbreiten sich rasant,
wir wissen das, es ist allen bekannt.

Was spielt sich in den Köpfen der Menschen ab,
die nur weinen, wenn sie stehen an einem Grab.

Wenn wir die Form unseres Lebens nicht beenden,
können wir die Not und das Elend nicht mehr wenden.

Darum sollten wir noch heute daran denken,
statt Hass, Hilfsbereitschaft und Liebe zu verschenken.

Ein Neuanfang ist wichtig auf dieser kleinen Kugel Erde,
damit endlich Frieden und das Leben wieder lebenswert werde.

Detlef Wolfgang Scholz
Vechelde
Juli 2011

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