Februar 2018

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1. Februar

Irgendwie war es doch früher so wie in diesem Gedicht, oder? Leider stimmt das heute nicht mehr.

Februar

Schon leuchtet die Sonne wieder am Himmel
und schmilzt die Schneelast von den Dächern
und taut das Eis auf an den Fenstern
und lacht ins Zimmer: Wie geht’s? Wie steht’s?

Und wenn es auch noch lang nicht Frühling,
so laut es überall tropft und rinnt …
du sinnst hinaus über deine Dächer …
du sagst, es sei ein schreckliches Wetter,
man werde ganz krank! Und bist im Stillen
glückselig drüber wie ein Kind.

Cäsar Flaischlen

2. Februar

Baden

Wohlige Entspannung, wenn daheim langsam die Badewanne vollläuft. Ob Schaum-, Öl oder Pflegebad, die Liste der möglichen Zusätze ist lang.
Die ägyptische Königin Kleopatra kann Vorbild sein, man gibt etwas Milch mit in die Wanne, etwa einen Liter Esels-, Ziegen- oder Kuhmilch, einen halben Liter Sahne sowie ein wenig Meersalz, Öl und Honig. Aromen aus Vanille, Orange oder Rose runden die pflegende Mischung ab.
Bei den Aromastoffen die Wirkung beachten. Kamille, Lavendel oder Rose beruhigen, Orange regt  den Kreislauf an.
Großen Seifenberge trocknen die Haut aus. Menschen mit Ekzemen und anderen Hautkrankheiten sollten Aromen in Form von Öl nehmen.
Für empfindliche Hauttypen sind Pflegebäder, eine Mischung aus Öl- und Schaumbad zu empfehlen. Auch Algenbäder und solche mit reinen Meersalzen pflegen die Haut, zudem wirken sie entschlackend und regen den Stoffwechsel an.
Die Seele freut sich aber besonders. Der Erholungseffekt wird größer, wenn man dazu schöne Musik hört. Darüber hinaus wird Kerzenlicht und Duftöl empfohlen.
Aber länger als 20 Minuten sollte man sich nicht im Badewasser aufhalten. Ansonsten wir der Kreislauf zu sehr belastet.

3. Februar

Es gibt nichts,
was uns die Abwesenheit
eines uns lieben Menschen
ersetzen kann und man soll
das auch gar nicht versuchen;
man muss es einfach aushalten und durchhalten;
das klingt zunächst sehr hart,
aber es ist zugleich ein großer Trost;
denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt,
bleibt man durch sie miteinander verbunden.

Es ist verkehrt, wenn man sagt;
Gott füllt jede Lücke aus;
er füllt sie gar nicht aus,
sondern er hält sie vielmehr gerade unausgefüllt
und hilft uns dadurch,
unsere alte Gemeinschaft miteinander -
wenn auch unter Schmerzen - zu bewahren.

Je schöner und voller die Erinnerungen,
desto schwerer die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt
die Qual der Erinnerung in eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne
nicht wie einen Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.

Dietrich Bonhoeffer

4. Februar

Das schönste Herz

Ein junger Mann erklärte, dass er das schönste Herz habe. Viele Menschen bewunderten und bestätigten es, denn das Herz war perfekt und ohne Fehler.

Der junge Mann war sehr stolz und prahlte immer lauter über sein schönes Herz.
Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: "Nun, dein Herz ist nicht mal annähernd so schön, wie meines."
Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an. Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren. Aber sie passten nicht richtig, und es gab einige ausgefranste Ecken. An einigen Stellen waren tiefe Furchen, wo ganze Teile fehlten. Die Leute starrten ihn an: Wie kann er behaupten, sein Herz sei schöner, dachten sie.
Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und lachte: "Dein Herz kannst du nicht mit meinem vergleichen. Meines ist perfekt und deines ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen."

"Ja", sagte der alte Mann, "deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit dir tauschen. Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen, und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens, das in die leere Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau sind, habe ich einige raue Kanten, die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten. Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens zurückgegeben hat. Das sind die leeren Furchen. Liebe geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen. Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde. Und ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden. Erkennst du jetzt, was wahre Schönheit ist?"

Der junge Mann stand still da und Tränen rannen über seine Wangen. Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten jungen und schönen Herzen und riss ein Stück heraus. Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen an.
Der alte Mann nahm das Angebot an, setzte es in sein Herz. Er nahm dann ein Stück seines alten vernarbten Herzens und füllte damit die Wunde des jungen Mannes Herz. Es passte nicht perfekt, da es einige ausgefranste Ränder hatte. Der junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe des alten Mannes in sein Herz fließen. Sie umarmten sich und gingen weg, Seite an Seite.

Bekam ich mal in ähnlicher Form von einer lieben Mail-Freundin geschickt.

5. Februar

Erhören - ohne zu verurteilen.
Nahebringen - ohne überzeugen zu wollen.
Geben - ohne zu erwarten.
Einfühlen - ohne sich selbst zu verlieren.
Lieben - ohne zu besitzen.

6. Februar

Engel sind immer bei uns, auch wenn wir selbst ihre Anwesenheit nicht bemerken. Man ist also niemals allein. Für das, was Engel in unserem Leben tun können, gibt es keine Grenzen. Sie sind sehr mächtige Wesen. Wenn man sie erstmal in sein Leben eingeladen hat, wird sich das Dasein auf wunderbare Weise ändern. Sollte man auch noch nicht an Engel glauben, wird man wissen, dass es sie wirklich gibt, wenn man um ihre Hilfe gebeten und diese ein paar Mal erhalten hat. Sie lieben uns, die Engel des Himmels und sie sehen uns so, wie wir wirklich sind, als unschuldige und perfekte Kinder Gottes. Sie wissen, dass man hin und wieder Fehler begeht, wie auch andere Menschen. Doch Engel übersehen diese Irrtümer und erkennen stattdessen die liebevollen und guten Absichten in den Herzen.

Engel sind nur gedacht, sie werden nicht geboren.
Sie sind gedacht von großer Kraft, der Kraft der Liebe.
Selbst wenn die Liebe stirbt, sterben Engel nie.

7. Februar

Zitrusfrüchte

   

Im Winter ist Vitamin C wichtig. Es reichen schon zwei bis drei Zitrusfrüchte am Tag, um den Körper zu versorgen. Die in den feinen Zwischenhäutchen der Zitrusfrüchte enthaltenen Ballaststoffe machen schnell satt und helfen bei der Verdauung. Deshalb immer das Fruchtfleisch mit verspeisen, auch bei gepresstem Saft.

Die Zitrone ist die sauerste Zitrusfrucht und ist durch die feste Schale mehrere Wochen lagerfähig. Die Schale enthält viel Öl, was als Aromaspender in vielerlei Gerichten gut ist. Kandiert ist das Zitronat eine beliebte Zutat zum Beispiel in der Weihnachtsbäckerei.

Limetten können in intensivem Grün bis blassem Gelb auftreten und werden nur vier bis sechs Zentimeter groß. Durch eine sehr dünne Schale, verkürzt sich aber die Lagerzeit. Limettenfleisch ist sehr saftig: Eine Frucht enthält fast doppelt so viel Saft wie eine Zitrone, bei deutlich milderem Geschmack und enthält kaum Kerne.

Orangen schön durch ihre freundliche Farbe.
Die Navel-Orange eignet sich gut zum puren Verzehr, da sie sich leicht schälen lässt und wenig Kerne hat.

Saftorangen enthalten mehr Kerne, weniger Bitterstoffe und viel Saft, gut zum Auspressen.

Blutorangen können tiefrot werden, schmecken aber etwas herber.
Orangeat stellt man aus der kandierten Schale der Bitterorange (Pomeranze) her.

Mandarinen und ihre Unterart, die Clementinen, lassen sich gut schälen, gut als Snack für zwischendurch.

Grapefruits sind sehr saftig. Weißfleischige Sorten schmecken deutlich bitterer als die rosefarbenen. Sie sind gut als Saft und im Obstsalat oder werden pur mit etwas Zucker bestreut ausgelöffelt.

Achtung: Wer Medikamente nimmt, sollte bei Zitrussaft aufpassen. Grapefruitsaft kann die Wirkung von einigen Arzneien unerwünscht verstärken.

8. Februar

Folgende Zeilen bekam ich mal vor Jahren geschickt und finde sie sehr schön:

Manchmal begegnet dir ein Mensch, der dich dein eigenes Herz fühlen lässt.
Du siehst ihn, schaust ihn an und weißt auf einmal, was du selbst wert bist.

Manchmal begegnet dir ein Mensch, der dich dein eigenes Wesen besser verstehen lässt.
Du gehst Wege, die du noch nie gegangen bist und die wunderbar sind.

Manchmal begegnet dir ein Mensch, der lang vergessene Dinge in dir hoch bringt.
Du fühlst, wie gut es tut, wenn sachter Regen auf ausgetrocknetes Land fällt.

Manchmal begegnet dir ein Mensch, der so viel Vertrauen in dir stark macht,
dass du weißt, hier kann ich mich anvertrauen
und das ist kein unvorhergesehenes in die Nesseln greifen.

Manchmal begegnet dir ein Mensch, der aus der Angst eine stille Freude macht.
Du kannst wieder eine Zeit lang glauben, dass Kälte und Einsamkeit für uns Menschen
nicht das letzte Wort sind.

nach Willi Kamp

9. Februar

Dietrich Bonhoeffer

1906: geb. am 4. Februar in Breslau als sechstes von acht Kindern von Professor Dr. Karl Bonhoeffer und Paula geborene von Hase.
1923: Abitur in Berlin. Beginn des' Theologiestudiums in Tübingen, das Bonhoeffer in Berlin fortsetzt.
1927: Promotion "Sanctorum communio", eine dogmatische Untersuchung zur Soziologie der Kirche.
1928: Vikariat in der deutschen Auslandsgemeinde in Barcelona.
1930: Zweites theologisches Examen, Habilitation, Privatdozent in Berlin, Reise nach New York.
1931: Studentenpfarrer an der TU Berlin. Jugendsekretär des Weltbundes für Freundschaftsarbeit der Kirchen.
1932: Umzug in Berlin in die Zionsgemeinde am Prenzlauer Berg. Eröffnung der Jugendstube für erwerbslose Jugendliche.
1933: Februar: Radiovortrag über den Führerbegriff, der von der Sendeleitung abgebrochen wird. August: Flugblatt "Der Arierparagraph in der Kirche". Oktober: Pfarrer an der deutschen Gemeinde in London.
1934: Teilnahme an der ökumenischen Konferenz in Fanö.
1935: Beginn der Arbeit des Predigerseminars der Bekennenden Kirche zunächst in Zingst, später in Finkenwalde.
1936: Entzug der Lehrbefugnis an der Universität.
1937: Schließung des Predigerseminars in Finkenwalde Illegale Fortführung in Hinterpommern.
1938: Ausweisung aus Berlin.
1939: Reise nach London und in die USA. Im Juli: Rückkehr nach Deutschland.
1940: Mitarbeit in der "Abwehr". Er schließt sich dem Widerstandskreis um seinen Schwager Hans von Dohnany an.
1943: Verlobung mit Maria von Wedemeyer. 5. April: Verhaftung. Anklage, Inhaftierung in Berlin-Tegel.
1944: 22. September: Zossener Aktenfund beweist Bonhoeffers Teilnahme am Widerstand. 8. Oktober: Inhaftierung im Gestapo-Kellergefängnis in der Albrechtstraße, Berlin.
1945: 7. Februar, Verlegung in das KZ Buchenwald; 8. April: Einlieferung in das KZ-Flossenbürg; nächtliches Standgericht; 9. April Hinrichtung in Flossenbürg.

10. Februar

Die Schatten der Nacht

Die Schatten der Nacht, sie fliehen dahin,
sie verbergen die Wahrheit, das Licht.
Ein Flüstern, ein Raunen hört man darin,
eine Stimme, die irgendwoher spricht.

Der Lärm des Tages in der Ferne verhallt,
die Dunkelheit hüllt alles ein.
Ein Ruf, des Vogels der Nacht, erschallt,
Großes wirkt dann oft sehr klein.

Geheimnis und Angst sind die Freunde der Nacht,
genauso wie Lüge und Verbot,
der Dieb, sie zu seinem Tage macht,
verborgen oft hier, Trauer und Tod.

Doch alles einmal zu Ende geht,
ein neuer Tag bricht an.
Die Geister der Nacht vom Winde verweht
und alles geht wieder von vorne an.

???

11. Februar

Wahrer REICHTUM

Stelle dir vor, du hast bei einem Wettbewerb folgenden Preis gewonnen:

Jeden Morgen, stellt dir die Bank 86400 Euro auf deinem Konto zur Verfügung. Doch dieses Spiel hat auch Regeln, so wie jedes Spiel.

Die erste Regel ist:
Alles was du im Laufe des Tages nicht ausgegeben hast, wird dir wieder weggenommen, du kannst das Geld nicht einfach auf ein anderes Konto überweisen, du kannst es nur ausgeben. Aber jeden Morgen, wenn du erwachst, eröffnet dir die Bank eine neues Konto mit neuen 86400 Euro für den kommenden Tag.

Zweite Regel:
Die Bank kann das Spiel ohne Vorwarnung beenden, zu jeder Zeit kann sie sagen, es ist vorbei, das Spiel ist aus.
Sie kann das Konto schließen und du bekommst kein neues mehr.

Was würdest du tun?

Überlege dir gut was du mit dem Geld anfangen würdest.

Es ist ganz einfach, es ist ein Spiel ... jeden Morgen beim Aufwachen bekommst du 86400 Euro, die einzige Bedingung, du musst es innerhalb eines Tages ausgeben, den Rest musst du an die Bank zurückgeben.

Die Frage ist jetzt, was würdest du tun?

Du würdest dir alles kaufen was du möchtest, nicht nur für dich selbst, auch für alle Menschen die du liebst, sogar für Menschen die du nicht kennst, da du das nie alles nur für dich alleine ausgeben könntest.

Du würdest versuchen, jeden Cent auszugeben und ihn zu nutzen, oder?

Dieses Spiel ist die Realität, jeder von uns hat so eine "magische Bank".

Wir sehen das nur nicht - die magische Bank ist die Zeit.

Jeden Morgen wenn wir aufwachen, bekommen wir 86400 Sekunden Leben für den Tag geschenkt und wenn wir am Abend einschlafen, wird uns die übrige Zeit nicht gutgeschrieben.

Was wir an diesem Tag nicht gelebt haben, ist verloren, für immer verloren.

Gestern ist vergangen. Jeden Morgen beginnt sich das Konto neu zu füllen, aber die Bank kann das Konto jederzeit auflösen, ohne Vorwarnung.

Das Leben kann jederzeit zu Ende sein - was machst du also mit deinen täglichen 86400 Sekunden?

Sind sie nicht viel mehr wert als die gleiche Menge in Euro?

Überlege doch einmal, du möchtest begreifen, was ein Jahr bedeutet, du denkst dir ein Jahr ist eine lange Zeit, doch es kommen viele Jahre, es beginnt immer wieder ein neues.

Ist dir nicht der Wert jedes einzelnen Momentes bewusst? Denke immer daran, jede Sekunde kann entscheidend sein, also fang an dein Leben zu leben, bevor dein Konto für immer gesperrt wird!

12. Februar

Karneval

         

In ganz Deutschland wird Karneval, Fastnacht oder Fasching gefeiert, besonders im Rheinland. Dieser Brauch ist schon sehr alt, denn bereits im 13. Jahrhundert gab es Karnevalsumzüge und es wurde ein Karnevalskönig gewählt.

Im Süden Deutschlands, in der Schweiz und in Österreich, nennt man den Karneval "Fas(t)nacht". Viele Menschen mit Masken ziehen durch die Straßen: Hexen mit Besen, Gestalten mit Glocken und Peitschen, mit denen sie viel Lärm machen. Früher wollte man damit den Winter vertreiben und auch die bösen Geister, die Wachstum und Ernte bedrohten. Die guten Geister, die den Frühling bringen, sollten geweckt werden.

Im Rheinland ist das ganz anders, denn vieles erinnert dort an die Zeit von 1823. Als damals der Krieg gegen die Franzosen vorbei war, fand in Köln der erste Umzug statt, viele Kostüme erinnern sogar heute noch daran.
Am 11.11. wird die neue Karnevalssession eröffnet und bis zur Weiberfastnacht folgen viele Karnevalssitzungen. Den Sitzungsvorstand nennt man Elferrat, dessen Name unter Spott an die damalige Besatzungszeit erinnern soll. Während der Sitzung wird viel gesungen, hauptsächlich in Kölsch und Tanzgarden und Büttenredner treten auf. Höhepunkt ist die Ankunft des Dreigestirns, drei Männer, bestehend aus Prinz, Bauer und Jungfrau, jedes Jahr neu bestimmt.
Von Weiberfastnacht bis Veilchendienstag gehört Köln dem Straßenkarneval, denn in diesen sechs Tagen sind viele Geschäfte geschlossen und auch die Schulen und Unis haben am Rosenmontag und Dienstag zu.  Alle Menschen sind fröhlich und verkleidet auf den Straßen, feiern Tag und Nacht in der Altstadt, in den Kneipen und Stadtvierteln. Der Rosenmontagsumzug ist dann der Höhepunkt. Am Aschermittwoch ist alles vorbei, denn mit diesem Tag beginnt in der katholischen Kirche die Fastenzeit, die wiederum am Ostersonntag endet.
Die katholische Kirche förderte und stützte in den vergangenen Jahrhunderten den Karneval, denn im Februar wurden die Vorräte, die die Menschen noch hatten allmählich knapp. Bis Ostern, wenn das erste Gemüse wieder geerntet werden konnte, hätten sie nie gereicht. Daher sollte das Volk während des Straßenkarnevals noch einmal ordentlich feiern, essen und trinken. Die Fastenzeit danach war nötig, um mit dem wenigen, das es dann noch gab, auszukommen. Diese sechs kargen Wochen waren durch das vorherige Feiern besser zu ertragen.

13. Februar

Der "Veilchendienstag"

Am Faschingsdienstag in großer Zahl,

versammeln sich die Narren zum letzten Mal.

Die „Narrenzeit“ wird zu Grabe getragen um Mitternacht

bis sie am nächsten 11.11. wieder zu neuem Leben erwacht.

 

14. Februar

zum heutigen Valentinstag:

Brauchtum:
Das so genannte Valentinsorakel sollte den Namen des Zukünftigen verraten. Man schrieb die Namen potentieller Kandidaten oder Kandidatinnen auf kleine Zettel, umwickelte sie mit Lehm und versenkte sie in einem Wasserglas. Sobald der Lehm sich auflöste, wurden die Zettel wieder sichtbar. Welchen Namen man als erstes erkennen konnte, wurde von St. Valentin auserwählt.

UND:

Es gibt viele Arten "Ich liebe Dich" zu sagen, nicht nur mit Blumen

- ek is lief vir jou - Afrikaans
- ana Hebbek - Arabisch
- jeg elsker dig - Dänisch
- lih hoan dich geer - elsässisch
- I love you - Englisch
- mi amas vin - Esperanto
- minä rakastan sinua - Finnisch
- jet'aime - Französisch
- S'ayapo - Griechisch
- ti amo - Italienisch
- te amo - Lateinisch
- ech hun dech gär - Luxemburgisch
- ik hou van jou - Holländisch
- kocham cie - Polnisch
- eu te amo - Portugiesisch
- ja ljublju teba - Russisch
- ch'ha di gärn - Schwyzerdütsch
- lubim ta - Slowakisch
- yo te quiero - Spanisch
- ha eh bak - Tunesisch
- szeretlek - Ungarisch

15. Februar

Gedanken über unser Leben:
Wir beginnen in der Schule damit, gute Staatsbürger zu werden. Verbringen einen großen Teil unserer Kindheit mit lernen ... erhalten letztendlich den Abschluss, sind manchmal auch arbeitslos, schaffen es dann aber trotzdem Arbeit zu finden und bekommen vielleicht irgendwann auch eine Menge "Kohle".

Die Zeit vergeht, wir suchen uns neue Ziele. Treffen die Liebe unseres Lebens ... Schon kommt ein Baby und wir haben schlaflose Nächte.

Wir klettern die Leiter der Gesellschaft empor, sind endlich eventuell auch sehr REICH. Reich an Geld!
Aber wir bräuchten etwas mehr an Zeit, fühlen uns zerstört und irgendwie scheint die Möglichkeit jeder Kommunikation verloren. Wir fühlen uns von allem abgeschnitten.
Die Zeit vergeht nicht mehr und trotzdem fehlt sie, wir leben im Nebel, auf der Suche nach einem sinnlosen Ziel.

Aber wie könnten wir unser Leben verändern?
Ich nehme alles leichter als bisher.
Ich versuche, mein Herz mehr für die Liebe zu öffnen.
Ich höre mehr auf die Sachen und Dinge, die mich umgeben.
Ich verwende mehr Zeit mit Freunden.
Ich versuche mehr zu verreisen.
Ich werde mehr singen.
Ich fahre mal öfter ans Meer.
Ich versuche mein Bestes, um schmackhaftes Essen zu kochen.
Ich teile die Wärme, die mir Freunde geben und auch ein bisschen mehr Liebe im Alltag.
Ich werde froher sein, wenn ich Nachrichten von Freunden bekomme.
Und wir werden mehr gemeinsame Ziele erreichen.

Das alles sollte man probieren!

Und:

Ich werde mittun, die Welt von scheußlichen Leuten zu befreien
Und ich hoffe, niemand wird mich dabei nicht aufhalten
 
Bekam ich selbst einmal vor vielen Jahren in abgeänderter Form geschickt.

16. Februar

Unterricht in Geiz

Es war keine Lehrstelle frei, als Chuen  einen Beruf erlernen wollte.
In seiner Not klopfte er an die Haustür des geizigsten Mannes im Ort und sprach:“ Ich will bei dir das Handwerk des Geizes erlernen.“
Dieser erwiderte: „Nun gut, ich will dich alles lehren, was ich weiß. Jetzt gehe auf den Markt und kaufe einen Opferkuchen für meine Ahnen, damit sie unserem Vorhaben gewogen sind.“
Chuen ging auf den Markt und kaufte einen Opferkuchen, zusätzlich aber noch ein Huhn.
Damit kam er zum Geizigen zurück, der sehr zornig wurde und rief: „Du bist mein Schüler gewesen. Gleich meinen ersten Auftrag hast du verdorben. Du bist ein großer Verschwender – wie soll ich dich da in die hohe Kunst des Geizes einführen?“
Chuen erwiderte sehr gewitzt: "So lass mich wenigstens meine Gedanken ausführen, die zum Kauf des Huhnes geführt haben. Denke, als ich den Opferkuchen kaufte, dachte ich so bei mir: Wenn wir beide gleich diesen Kuchen zerbrechen, werden dabei Krümel auf die Erde fallen – und es wäre doch schade, um sie. Darum habe ich das Huhn gekauft, es wird sie fressen, davon fett werden – und dann können wir es mit Gewinn weiter verkaufen.“
Da warf sich der Geizige zu Boden, küsste die Füße seines Schülers und sprach: „Mein Sohn, mein Lehrer – du bist ja geizig genug, um noch meinen Vater selbst den Geiz zu lehren. So nimm mich denn als deinen Schüler an.“
So wurde Chuen Lehrer, obwohl er niemals Schüler war.

chinesische Legende

17. Februar

Es muss doch nicht immer ein Grund da sein, um Menschen Blumen zu schenken. Die Auswahl ist jetzt im Februar leider noch nicht allzu groß. Aber die ersten Primeln werden bereits angeboten. Leider hat man an den bunten Frühlingsboten oft nur kurze Zeit Freude, denn allzu schnell sind sie im Zimmer verwelkt.
Den Pflanzen ist es im Haus viel zu warm. Den Frost, der draußen oft noch herrscht, vertragen sie aber auch nicht, da sie unter Glas vorgetrieben wurden und somit verweichlicht sind. Sie würden in einer einzigen Frostnacht schlappmachen. Tagsüber gehören Primel und Co. zwar ins Freie, sollten aber, wenn Nachtfrost droht, abgedeckt und bei Dauerfrost ganz ins Haus geholt werden. Wer das so macht, hat lange Freude an ihnen, auch wenn man sie im Haus kühler stellen kann.
Primeln können wir dann nach der Blüte und nach den härtesten Frösten in den Garten setzen. Sie lieben dort einen halbschattigen Platz, an dem sie noch ein paar Jahre lang blühen.

18. Februar

Das würden wir doch sooo gerne:

Hei, so treiben wir den Winter aus,
jagen ihn aus unserm Land hinaus!
Wir jagen ihn zu schanden,
hinweg aus unsern Landen.
Hei, so treiben wir den Winter aus!

Wir schlagen in das alte Stroh,
da brennt der Winter lichterloh.

Wir stürzen ihn vom Berg zu Tal,
auf dass er sich zu Tode fall.

Worte und Weise: Cesar Bresgen

Altes Liederbuch

19. Februar

Die Zaubernuss

Trotz Eis und Schnee - ein gelb blühender, wohlriechender Strauch, oft noch mitten im Winter. Für die Zaubernuss ist es normal, bei Kälte die Blüten zu öffnen, wenn es etwas milder wird.
Den Namen bekam die Pflanze nicht wegen der Zauberei, im Winter zu blühen, sondern weil europäische Siedler in Amerika sie für eine Verwandte des europäischen Haselstrauches hielten, aus dessen Zweigen Wünschelruten gemacht wurden.

Beheimatet ist die sommergrüne Zaubernuss mit ihren sechs bekannten Arten in Nordamerika und auch Ostasien. Bei uns entwickeln sie sich zu trichterförmig gegabelten, bis zu vier Meter hohen Exemplaren, die durch ihr langsames Wachsen, viele Jahre benötigen, bis sie zu prächtigen Sträuchern werden. Diese zeigen während der Wachstumszeit dekorative Blätter, die sich im Herbst orangerot verfärben.

Die aus Amerika stammende Zaubernuss blüht bereits ab Oktober nach dem Laubfall als erste. Mit einem Blütezeitpunkt ab Januar folgt die kleinblütige Zaubernuss. Die Lichtmesszaubernuss, besticht durch ihre bis zu vier Zentimeter großen goldgelben Blüten und ist deshalb sehr beliebt.
In den letzten Jahren wurden auch Hybriden mit speziellen Blütenfarben in verschiedenen Rottönen gezüchtet. 

20. Februar

Schneeglöckchen

Das Schneeglöckchen, in Wäldern heimisch, liebt Standorte unter Bäumen und Sträuchern und bereits im Februar erfreuen uns diese zarten Blütchen.. Der Name sagt es bereits: es blüht schon, wenn noch Schnee liegt. So ist es auch bei uns schon längere Zeit. Die kleinen weißen, glöckchenähnlichen Blütenköpfe hängen zierlich neben den zartgrünen Blättern. Diese Pflanze fühlt sich auch in unseren Gärten wohl, stellt keine großen Ansprüche und vermehrt es sich rasch selbst.
Etwa zehn Arten stark ist diese Gattung und gehört zu den Amaryllisgewächsen. Sie wachsen meist zu mehreren, auch in größeren Flächen, auf feuchtem Boden unter Gehölzen. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über ganz Europa, Kleinasien und angrenzende Gebiete.

Schneeglöckchen gehören zu den seit uralter Zeit bekannten Blumen. Schon der griechische Philosoph Theophrast (372-287 v. Chr.) berichtet von den zarten Glöckchen in seiner Darstellung der Botanik. Der botanische Name dieser Zwiebelblumen, Galanthus, kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Milchblume", auf die Blütenfarbe bezogen.

21. Februar

Krokusse

Sie gehören zu den ersten Frühlingsboten und zeigen sich bereits kurz nach der Schneeschmelze in allen Farben, vor allem dem leuchtenden Gelb. Bei uns schauen ihre geschlossenen Blüten sogar aus dem Schnee und tun uns richtig leid. Ein Wunder, dass sie die Minusgrade vertragen.
Crocus vernus gehört zu den Schwertliliengewächsen, wächst in jedem Gartenboden und vermehrt sich kräftig. Mit ca. 10 cm Höhe stehen sie im Rasen und sehen dort, in Gruppen gepflanzt, schön aus. Den ersten Rasenschnitt darf man nicht zu früh beginnen oder man muss das Grün der Krokusse stehen lassen. In Steingärten sehen diese Blüten sehr schön aus, sogar im Halbschatten. Nach und nach bilden sich richtige Polster, die von Jahr zu Jahr üppiger werden.

Im Herbst legt man immer einige Knöllchen ca. 10 cm tief in die Erde, ansonsten muss man dann nur noch aufs Frühjahr warten. 

22. Februar

Wunder stehen nicht im Gegensatz zur Natur,
sondern nur im Gegensatz zu dem,
was wir über die Natur wissen.

St. Augustin - Apostel von England
und erster Erzbischof von Canterbury

23. Februar

Großer Einkauf

Wenn die Mutter nicht daheim war, machten sich manchmal die großen Geschwister einen Spaß mit dem kleinen Otto.
"Hier hast du zwei Pfennig", sagte Walter einmal und hängte ihm den Handkorb an den Arm, "geh hinüber zum Kaufmann Schmidt und hole für zwei Pfennig Stecknadelsamen!"
Otto ging gern zu Schmidt in den Laden. Da war viel zu sehen. Die Großen standen hinter der Haustüre und passten auf. Die Ladentür klingelte. Otto ging hinein und stellte sich an den Ladentisch.
"Nun, was willst du denn?", fragte Frau Schmidt.
"Für zwei Pfennig Stecknadelsamen."
Frau Schmidt lachte. Die Leute im Laden lachten auch.
"So", sagte sie, "wer schickt dich denn?"
"Unser Walter", berichtete Otto.
"Ach so", sagte Frau Schmidt, "der Stecknadelsamen ist aber gerade ausgegangen. Da, nimm nur dein Geld wieder mit! Aber hier hast du einen Zuckerstengel, weil du immer so fleißig zu uns kommst."
Otto bedankte sich recht schön und trottete ab.
Die großen Geschwister lachten schon von weitem über den kleinen Otto und seinen Stecknadelsamen. Aber als er mit einer Zuckerzigarre im Mund daher kam, lachten sie nicht mehr.

Nach Wilhelm Otto Ullmann - aus meinem ersten Lesebuch der Nachkriegszeit

24. Februar

Taschen

Münzen trug man im Mittelalter in Lederbeuteln und Reliquien in Stoffsäckchen mit sich herum, am Gürtel befestigt. "Umhängetaschen" wurden ausschließlich von Männern benutzt, und zwar für die Jagd. Im 16. Jahrhundert integrierte man die ersten Stofftaschen in die Männerkleidung, erst im Wams, dann in der Hose.

Vornehme Damen trugen ihren Schlüsselbund an einer Kette um die Taille, die Gewänder wallten darüber. Die Kette wurde mit der Zeit immer schwerer , denn auch andere Dinge wurden dran gehängt, Duftfläschchen, Nähutensilien, usw. Ende des 18. Jahrhunderts war dann aber Schluss mit dieser "Beulenpest".
Die Kleidung wurde schmaler, Frau trug fortan Beutel an einer Kordel oder Kette.

Frauen verließen immer mehr ihr Heim, reisten, arbeiteten außer Haus oder studierten sogar. Seit 1918 durften sie sogar wählen und so war die Entstehung der Frauenhandtasche ein Symbol der zunehmenden Emanzipation.
Da aber eine mobile Frau mehr benötigte als Schlüssel fürs Heim, Nähzeug zum Sockenstopfen und ein Duftfläschchen, entstanden Handtaschen mit Bügel und Schloss, die aussahen wie kleine Koffer.
Die Vielfalt heute ist unüberschaubar, auch das Material: Leder, Bodenturnmatten-Stoff, Sicherheitsgurte, Fahrradreifen, Lockenwickler …

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