Verschiedenes

Erste Gehversuche am PC  Der fürchterliche Drache
Feierabend-Club Mein Drucker
O Euro.... Das Telefongespräch
Kartoffelsuppe... Ein Gewitter im Donner und Blitz
Schreiberei Nachruf
Kataloge Sommerzeit
Was ist Skype? Heinzelmännchen
Vom Himmel hoch - Sky-Dsl Keuschheitsgürtel
Der Ali Der Supermann
Rentnerleben  

Erste "Gehversuche" am PC und im WWW

Vor zwei Jahren, welche Freud
War's bei uns dann soweit.
Ein PC der musste endlich her
So ein Ding interessierte mich sehr.
Der Sohn, der hat dann eingekauft,
was man absolut so braucht.
Er hat ihn dann auch eingerichtet
Und uns in kurzen Worten unterrichtet.
"Learning by doing" hat er gesagt,
wenn ihr Probleme habt, so fragt.

Ein Modem gehört auch dazu,
im Netz seid ihr dann im Nu.
Berührungsängste o weh, o graus,
noch kenn ich mich doch gar nicht aus.
Die Maus bewegt, der Cursor flitzt,
immer an der falschen Stelle sitzt.
Ganz ist er jetzt weg,
nie ist er am richtigen Fleck.
Das web, das erste Mal benutzt,
wo ist die "site" denn hingerutscht?
Wo ist denn die Verbindung hin?
Eben war ich doch noch "drin"!?
Ob ich mich wohl mal getrau
Und nach den Einstellungen schau?
Ich glaub, da fehlt ein "Haken",
ob er's ist, kann ich nicht sagen.
Ausprobieren: Es geht nicht, nein,
der Haken kann's nicht gewesen sein.
Jetzt stimmt gar nichts mehr an der "Kiste",
welcher Haken war's nur in der Liste?
Wenn ich wieder was ausprobier,
ganz gewiss es vorher mir notier.
Graue Tafel mit einem Hinweis
Mir wird schon ganz heiß,
blaue Tafel, abgesicherter Bereich
Ach, was mach ich denn doch gleich!
Mit der Zeit bin ich so weit
Und für Installationen bereit.
Firewall, Antiviren-Programm muss ich installieren
0190 Alarm, so jetzt kann - hoff ich - nichts mehr passieren.
Einen "wash und go" für Müll-Datei'n
PDF und ein Packer/Entpacker müssen auch noch sein.
Mit download und upload hab ich mich befasst,
am Anfang hab ich diese Worte gehasst.
Updates dann von Zeit zu Zeit,
sind jetzt eine Kleinigkeit.
Auch möchte ich e-mails schreiben und bekommen
Diese Einrichtung hab ich im Outlook vorgenommen.
Nachrichten und Informationen ganz aktuell,
find ich im Internet dann ganz schnell.
Geschichten und Bräuche aus aller Welt,
Sowas mir doch sehr gefällt!
Auch weitere Hardware war dann an der Reih',
da gibt es doch so allerlei:
Ein Drucker musste als erstes her,
der Umgang damit war nicht schwer.
Für meine Fotos und Dias brauch ich einen Scanner,
zur Sicherung meiner Dokumente einen Brenner.
Umfangreiche Werke mit Bildern hab ich schon vollbracht
dann auf CD gebrannt, und damit Geschenke gemacht.
Ach, ich armer Tropf
Mit schwirrt der Kopf.
Wenn ich denk, ich hab's kapiert,
plötzlich wieder was passiert.
Ich mich mit einer Anwendung plag,
zum PC: "O.K., du hast gewonnen", sag.
Dann schalt ich einfach die "Kiste" aus
Am nächsten Tag sieht's doch heller aus.
Die Nacht über hab ich nämlich sinniert
Und ne Lösung ausspekuliert:
Wenn ich's in Word heraus kopier,
dann in Paint integrier,
dort veränder wie ich's möcht,
ist's in Excel dann doch recht.
Dort kann ich den Druckbereich bestimmen
Überblick in der Seitenansicht gewinnen.
So, ich hab's geschafft mal wieder,
diesmal bin ich der Sieger!!!
Moorhuhn und Karnickel jagen,
und beim Quiz die vielen Fragen.
Online-banking jederzeit
Für mich jetzt ist bereit.
Online einkaufen, 
ohne aus dem Haus zu laufen.
Netmeeting mit den Kindern find ich fein,
"sind sie online?" schau ich rein.
Es ist doch billiger als das Telefon,
mit dem Kopfhörer bekomm ich auch den Ton.
Meine Daten kann ich nun verwalten,
wichtige Termine immer einhalten. 
Dokumente kann ich erstellen
Clips und Fotos dafür wählen. 
Wenn mir meine Arbeit nicht gefällt,
sind Text und Bilder schnell wieder umgestellt.
Alles lässt sich ausschneiden oder kopieren
Und sofort woanders wieder integrieren. 
Es gibt so viele schöne Sachen,
die man mit einem PC kann machen. 
Schreiben, Tabellen erstellen, zeichnen und malen,
Fotos bearbeiten und rechnen mit Plus- und Minuszahlen. 
Diese tollen modernen Sachen
Muss man sich zunutze machen.
Das hat mit dem Alter nichts zu tun,
gerade als Älterer darf man nicht ruh'n.
Heidi Gotti - 03/01/2003
Der fürchterliche Drache
Funken sprüh'n aus seinem Rachen,
in seinem Leib ist weiße Glut!
Er keucht und zischt in seiner Wut,
man hört ihn niemals lachen.
Es dröhnt der Boden und es kracht
Unter diesem Ungeheuer!
Oh! Man sieht deutlich das Feuer -
Schaurig wirkt es in der Nacht!
Ab und zu hält ein Mann Wache,
guckt schläfrig aus dem Häuschen,
hat sicher Angst, wie ein Mäuschen!
Rasch nähert sich der Drache!
Da läuft ihm der Mann entgegen!
Mutig, ein Licht in der Hand -
Der Schein huscht über den Sand,
der Mann hat keinen Degen!
Habe vor ihm große Achtung,
ein verdammt mutiger Mann!
Ganz ruhig geht er nun ‚ran,
mit größter Selbstverachtung!
Ich ducke mich vor dem Drachen
Und laufe, wie ein Affe -
Ich bin ja ohne Waffe!
Nun kommt's Mit hundert Sachen.
Mit Funken unter den Füßen!
Der Teufel zeigt seine Macht,
es poltert, donnert und kracht!
Wie von tausenden Spießen!
Es ist wie ein nächtlicher Spuk!
Mit Laterne und dem Licht,
geht der Held vorbei und spricht: 
"Verspätung hat der Zug!"
Heidi Gotti
Feier@bend
Online fanden wir einen link,
das war ein besonderer Wink.
So haben wir FA entdeckt
unsere Neugier war geweckt.
Eintragen war jetzt angesagt,
nach nem Spitznamen wurd gefragt.
Otto, mein Mann, 
machte sich dran. 
Ein schöner Name sollte es sein,
aber das gibt es doch nicht, nein!
Wir die Welt nicht mehr verstanden,
die gewählten Namen waren schon vorhanden.
Uns auch das "Umdrehen" nicht gelang,
weil Otto von vorne und hinten gleich klang.
Auf unseren alten PC welch ein Glück,
fiel mein äußerst ratloser Blick.
"52xmax" stand auf dem Gehäuserahmen,
jetzt haben wir einen Spitznamen. 
Wurde schon oft gefragt, wie es zustande kam,
denn Otto und nicht Max heißt mein Mann.
Er sich im FA eingetragen hat,
ich es im treffpunkt50plus tat. 
Die Einträge im PA werden von mir fabriziert
und auch von mir dort importiert. 
Vieles zum Dichten fällt mir ein,
ich sage zu keinem Thema nein.
So werde ich Euch sicher noch oft berichten
Und über so manches das Richtige dichten.
Hoffe ich wenigstens!!???
Heidi Gotti
 
Mein Drucker
Mein Drucker macht mich ganz verrückt,
irgendwas er nicht mehr blickt. 
Die Füllanzeige ständig voll,
von der "Optik" her, ja toll.
Aber plötzlich, o du Schreck,
ist irgendeine Farbe weg.
In der heutigen Zeit des Euro
sind Original-Farbpatronen sehr T-Euro.
Nachfülltinte muss jetzt her,
einzufüllen sicher nicht schwer.
Handschuhe sind dabei,
es geht los, eins, zwei, drei!
Das kann es doch nicht sein,
ich schau aus wie ein Schwein.
Rot, blau und gelb,
auf meinen Fingern sehr gut hält.
Jetzt die Patrone in den Drucker rein,
aber ich glaub es nicht, o nein!
Das Druckergebnis,
mehr als mies!
Düsen reinigen, Testseite drucken,
ich fang an, ganz dumm zu gucken!
Mit warmem Wasser hab ich ein Tuch benetzt, 
hab meine Patrone darauf gesetzt.
Zwei Stunden hab ich rum gespielt
Und noch kein Ergebnis erzielt.
Der letzte Trick, der half perfekt,
vom Media-Markt ein Prospekt.
Denn ich war mittlerweile soweit 
Und für einen neuen bereit!!!!
Heidi Gotti
Gewidmet meinem mail-Freund in Schweden: Svante01
O Euro,
du Teuro.
Große Sprünge machen?
Haha, es ist zum Lachen!
Wenn ich es so sehe,
ich's oft nicht verstehe!
Im Geldbeutel hab ich ein Riesenloch
bin beim Einkaufen am Umrechnen noch.
Wurde DM- mit Euro-Zeichen vertauscht?
Mein armer Kopf dröhnt und rauscht!
Zwei ganze DM mussten wir hinlegen,
einen guten Euro hat man uns gegeben!
Als Abwertung sah ich es an,
angst und bang wurde mir dann.
Sicher, auch die Schulden wurden halbiert,
so hab ich es dann halt doch akzeptiert.
Wenn ich vorher gefragt worden wär,
ich hätte mich sicher gesträubt gar sehr.
Aber die Politiker haben die Köpfe zum Denken,
ich hoffte sie würden uns das Richtige schenken.
Der Euro wurde uns "gegeben"
nun müssen wir damit leben.
Ob wir es positiv oder negativ sehen,
die Tatsache bleibt für uns bestehen.
Den Frohsinn wollen wir uns erhalten,
sich ärgern bringt nur tiefe Falten. 
So wir wollen uns lenken,
immer positiv zu denken!
Heidi Gotti
Das Telefongespräch
Hallo, wer spricht denn dort?
Ich versteh kein einziges Wort!
Hier ist die Anneliese,
möchte sagen viele Grüße!
Mir geht's gut, ich bin gesund,
neben mir sitzt Pitt der Hund.
Treue Augen schaun mich an,
wedelt mit dem Schwanz sodann.
Jetzt schmiegt er sich
ganz fest an mich.
Im Maul hat er die Strippe
macht eine dicke Lippe.
Auch der Teddy darf nicht fehlen,
hat was Wichtiges zu erzählen.
Er doch auch dabei sein muss,
sitzt auf meinem rechten Fuß,
den linken Arm stolz erhoben,
will er mich etwa loben?
So nun mach ich Schluss,
weil ich schlafen muss.
Auf wiederhören, bleib gesund,
schlaf gut zu so später Stund!
Eigene Gedanken zum
beiliegenden Bild
Heidi Gotti
Kartoffelsuppe ...
Wieder einer dieser verflixten Tage,
wo ich nach dem Sinn des Lebens frage.
6 Uhr mit der Arbeit begonnen,
ganz schön vorwärts gekommen.
Kartoffelsuppe jetzt noch schnell,
ich glaub, ich dreh mich auf der Stell.
Vier Kilo Kartoffeln schälen
klein würfeln, beginne mich zu quälen.
Ein Kilo Zwiebeln und noch mehr Speck,
fein gewürfelt für diesen Zweck!
Nach dem Anbraten Wasser rein,
die Kartoffeln dazu hinein.
Karotten, fein gehackt ganz schnell,
kommen noch hinein auf der Stell.
So, nun köchelt es vor sich hin,
aber alles ist noch nicht drin.
Was ich vor allem noch brauch,
das ist feingeschnittener Lauch. 
Rauchfleisch und Mettwurst würfeln jetzt,
sie kommen dann rein ganz zuletzt.
Vorher schnell noch die Kartoffeln pürieren
und die restlichen Zutaten hinein rühren.
Ein Pulver zum Eindicken,
mit Petersilie ausschmücken.
Etwas Sahne muss noch hinein,
sie macht die Suppe fein. 
Ganz zum Schluss noch abschmecken,
man kann sich nun die Finger schlecken.
Guten Appetit
Heidi Gotti

        
Ein Gewitter mit Donner und Blitzschlag
Hatten wir die vergangenen Tag.
Beim PC, dem besten Stück,
zog ich den Stecker, welch ein Glück.
Als wir dann kamen ins Haus,
war bereits das Telefon aus.
Ein Blitz war hier zu Werke,
und ein Schlag besonderer Stärke.
In Stuttgart am Bahnhof saßen 200 Reisende fest,
man kann sich denken den Rest.
Kaputt war unser digitales Telefon
mit AB, es gab von sich keinen Ton.
Genauso weg
war das Internet.
Bei der Telekom auf unsere Fragen
hieß es: Der Blitz hat eingeschlagen.
Hat ein Freizeichen wohl das Telefon,
gibt das Internet trotzdem keinen Ton.
Ist der Modemstecker drin,
ist's Telefon tot, es macht keinen Sinn.
Wir uns das nicht erklären können,
der Fachmann kann den Grund uns nennen.
Das Modem hat einen Schuss,
nun ist mit Surfen und Chatten vorerst Schluss.
Denn wichtiger ist uns das Telefon,
ist der Modemstecker drin, ist dort tot der Ton.
Modemstecker raus und rein,
das kann's doch nicht sein.
Ein neues Modem muss jetzt her,
fällt es uns auch noch so schwer.
Der Sohn hat es uns installiert
Und dann auch gleich ausprobiert.
Den PC überprüft noch ganz geschwind,
er ist doch unser liebstes "Kind".
Überglücklich können wir nun online sein,
ohne Modem-Stecker raus oder rein.
Heidi Gotti - Juni 2003
Schreiberei ...
Ich seh die Spatzen auf der Terrasse,
eine Geschichte, wäre jetzt klasse.
Aufgeschrieben wird sie schnell,
aber langsam wird es kriminell!
Vor lauter Fotos für den Urlaubsbericht,
erblick ich nun bald das andere nicht. 
Da ein Zettel, dort ein Blatt,
wo doch eben mein Stift noch lag?
Noch an einer Geschichte bin ich dran,
sie macht Spaß, ich nicht aufhören kann.
Ein Freund ist in Kanada gewesen,
darüber kann man nun im FA lesen.
Biber, Indianer und Wasserfall
die Wahl wurde mir zur Qual. 
Auch über ein Kind ich bericht,
in einer anderen Geschichte.
Über den Urlaubsnotizen,
war ich auch am Schwitzen.
Aber das Meiste ist vollbracht,
war wieder mal ne lange Nacht!
So, nun gibt's Mittagessen,
auch das darf man nicht vergessen.
Heidi Gotti
Nachruf
Es ist schon eine Woche her,
da traf uns wieder ein Malheur.
Mein Bildschirm hat geknackst und gezuckt,
ich bin vor Schreck dann immer gehupft.
Mein Sohn sagt cool und ungeniert,
"Mutti, er sich nur entmagnetisiert." 
"Was Du nur immer hast", sagt dann,
zu mir mein lieber Mann.
Ich habe dann gemeint,
es könnt das Schnurlos-Telefon sein. 
Als vermeintlicher Übeltäter erkannt,
wird es aus dem Büro verbannt.
Am Tag drauf ich mich freu,
das Zucken ist endlich vorbei.
Am nächsten Tag,
ich die Kiste eingeschaltet hab.
Hab im FA nachgeschaut
und meine mails "abgebaut".
An meinen "Werken" hab ich weiter geschrieben,
bis zum Mittag ist nicht viel Zeit geblieben.
Nur zweimal hat es dann noch gezuckt,
wieder hab ich mich vor Schreck geduckt.
Nach dem Essen, ich will weiter machen,
beweg die Maus: Hallo, aufwachen!
Es wollte einfach nicht mehr klappen,
ich kann noch so sehr die Tasten tappen.
Stecker raus, Stecker rein,
das kann's doch wieder mal nicht sein.
Mein Bildschirm ist nicht aufgewacht,
er ist immer noch schwarz wie die Nacht.
Es könnte auch sein die Grafikkarte,
ich nehm' einen anderen Monitor, warte!
Wenn der Ersatz-Monitor tut,
dann ist meiner doch kaputt.
Mein Desktop kann ich jetzt verschwommen sehen,
der Monitor ist für niedrigere Einstellungen vorgesehen.
Hier Änderungen vorzunehmen hab ich mich nicht getraut,
da haben wir doch lieber gleich nach einem neuen geschaut.
Aber:
Meine entsetzten Augen sprechen Bände,
ist's nun der schwarzen Serie Ende?
Heidi Gotti
Kataloge - damals und heute
Angebote mit schönen Bildern machen schwach,
Erinnerungen an meine Jugend werden in mir wach.
Damals, verdient das erste Geld,
Hurra, was kostet diese Welt.
Von Oma und Mutter wurden mir Kataloge genannt,
die für Vielfalt und faire Preise bekannt.
Selbst ich, damals mit wenig Geld,
hab dort so manches Stück bestellt,
das ich mir sonst nicht leisten konnt'
zu günstigen Preisen und qualitätsbetont.
Damals beim jungen Mädchen schon,
gehörte es einfach zum guten Ton,
Eine Aussteuer musste es sein,
man kniete sich da richtig rein.
Waschlappen und Handtücher fürs Bad,
Tischtücher und Bettwäsche für jeden Tag.
Besteck und Geschirr für die Küche musste sein,
Auch ein Speise- und Kaffeeservice fällt mir noch ein.
Ist eine Aussteuer heut auch nicht mehr wichtig,
manche Sachen muss man haben, halt ich für richtig.
Alles was jungen Mädchen gefällt,
hab ich mir schon damals bestellt.
Dann stand meine Heirat an,
jetzt waren die Möbel dran.
Wohn-, Ess-, Schlafzimmer samt Flur
das roch nach Stress pur.
Aber weit gefehlt, braucht man auch für eine Wohnung sehr viel,
beim Blättern im Katalog kommt man ans Ziel.
Für die Küche einen Kühlschrank und Herd,
auch eine 40l-Gefrierbox war's mir wert.
Heut noch drüber nachgedacht,
hat sie mir viel Nutzen gebracht.
Ich hab sie benutzt sehr viele Jahre in meinem Leben
und sie dann - weil sie zu klein wurde - weiter gegeben.
Für die Fenster brauchte ich Gardinen,
dazu die passenden Schienen.
Bis alles beisammen war,
dauerte es fast ein Jahr.
Auch nötig war das Geld dazu,
in jungen Jahren war es nicht verdient so im Nu.
Aber ich wusste ja, wie ich's mach,
mir heute noch ins Fäustchen lach.
Der erste Nachwuchs stellte sich ein,
wieder sah ich in den passenden Katalog hinein.
Es war so praktisch, ich musste nicht aus dem Haus
Und suchte mir die schönsten Sachen aus.
Was man alles so braucht, wusste ich noch nicht,
die Baby-Seiten brachten in die Sache Licht.
Auch Umstandsmoden praktisch und schön,
waren auf etlichen Seiten zu seh'n.
Für eine ganze Baby-Ausstattung hab ich mich dann entschieden,
es war alles dabei - was man braucht - und der Preis war gediegen.
Fläschchen, Schnuller, Rasseln und Waage
und was man sonst noch so braucht in dieser Lebenslage.
Ein Kinderwagen und später ein Laufstall mussten her,
mit der Zeit wurde es immer mehr. 
Die Wünsche meiner drei Kinder hab ich abgedeckt,
nicht nur Kleider haben unser Interesse geweckt.
Das fing schon bei den Spielsachen an,
dann kamen gehobenere Sachen dran.
Die Kinder wurden größer, die Ansprüche nahmen zu,
eigene Familien gründeten sie im Nu.
Den Tipp, den ich erhalten hatte, im jungen Leben,
hab ich an meine Kinder weiter gegeben.
Ab und zu brauchte ich dann zum Anziehen Sachen,
dann wollte ich auch mal schöne Geschenke machen.
Mit allem ich zufrieden war,
und so verging Jahr um Jahr.
Wie man's vom Schicksal gewohnt,
blieb auch ich nicht von Schlägen verschont
Einen neuen Lebensabschnitt fing ich an,
eine neue Wohnung ein anderer Mann.
Wieder mussten neue Möbel her,
sie zu finden war nicht schwer.
Ich brauchte mich um nichts zu sorgen -
Heute bestellt - erhielt ich's schon morgen.
Dann kauften wir  uns ein älteres Haus,
zum Renovieren suchten wir das Passende aus.
Sich zu informieren, war für uns sehr wichtig,
der Heimwerkerkatalog für uns da richtig.
Als wir noch nicht ganz fertig waren,
ist uns wieder Unheil widerfahren.
Die Firma, in der mein Mann arbeitete, hat dann pleite gemacht,
da haben wir nicht mehr so häufig gelacht.
Geldmangel machte sich breit,
Es war eine schlimme Zeit.
Mit manchen Angeboten haben wir uns über Wasser gehalten,
um unser Leben etwas freundlicher zu gestalten.
Immer wenn ich den Katalog erhielt,
hab ich gesucht ganz gezielt.
Über den Reparaturdienst möcht' ich noch sagen,
mussten wir uns - wie auch über den Service - nie beklagen.
Meine Elektrogeräte waren - wenn man darüber so nachdenkt -
sehr haltbar, hab manche viel später an Bedürftigere  verschenkt.
Einige sind immer noch in Betrieb, das hat auch mich gefreut.
Ich hab deren Kauf nie bereut. 
Mittlerweile ist viel Zeit vergangen
Ein neues Zeitalter hat angefangen.
Handy und PC sind heute in,
auf der Katalogs-HP bin ich oft drin.
Online-Bestellungen find ich super und bequem
In der Bestätigungs-mail kann ich noch mal alles seh'n.
Auch die "Sicherheit" ist grandios,
ich find' die Sache ganz famos.
 
Über einen Katalog in einer Online-Bank ich schon lange Kunde war,
deponierte manchen Pfennig Jahr für Jahr.
Wenn man auch im Moment über Aktien nicht jubeln kann,
sie werden sicher wieder steigen - irgendwann.
Man muss sich sagen hier,
die Bank kann ja nichts dafür.
Mein Online-Konto find ich toll
über die Zinsen bin ich des Lobes voll.
Wenn ich das Geld brauch ganz schnell,
es wird mir auf mein Referenzkonto überwiesen auf der Stell'.
Aber dass zu erwähnen ich nicht versäume,
ich hab schon Wünsche und auch Träume.
Aber über vieles brauch ich nicht zu sinnen,
da müsst ich erst im Lotto gewinnen.
Sollte mich wirklich beglücken mal ein Gewinn
ich weiß, ich wär' sofort im Katalog drin.
Vieles würde ich mir da aussuchen,
vielleicht auch eine Reise buchen.
Ich wäre überglücklich
denn alles fände ich
in diesem Katalog ganz schnell
mit Bestellung über's Internet auf der Stell! 
Heidi Gotti - Januar 2003

Sommerzeit

Diebstahl wurd uns heute kund,
es handelt sich um eine ganze Stund.
Die Uhren wurden umgestellt,
fast auf der gesamten Welt.
Heute Morgen aufgewacht,
mit Schreck daran gedacht,
dass es ja schon später ist ...
so ein Mist!
Ab Morgen wird es besser sein,
das pendelt sich schon wieder ein.
Ist's Ende Oktober neblig und grau,
wissen wir doch ganz genau,
wir bekommen zum Glück,
diese Stunde wieder zurück.
Brauchen nicht gleich aufzustehn,
sich im Bett zu räkeln, ist dann schön.
Ab heute früh ist es soweit,
die Uhren zeigen Sommerzeit.

Heidi Gotti

Was ist ‚Skype'?
Man kann damit telefonieren?
Man kann damit kommunizieren?
Jetzt sogar per Video?
Das macht sehr froh!
Wenn wir ihn nur schon hätten,
würden gerne miteinander chatten. 
Schelmisch gelacht,
einen Nick ausgedacht!
Dann geht es los,
ich fühl mich toll und groß!
Freunde im Forum,
finden's auch nicht dumm.
Gespräche per ‚headset'
sind besonders nett,
manche mögen's Schreiben
nicht besonders leiden. 
Aus Kanada der Bill,
noch mit mir sprechen will. 
Ich seh in vor mir - ganz genau
auf dem Bild mit seiner Frau!
Eine neue Anfrage kommt herein,
gerne erlaub ich's, sag nicht nein! 
Nie mehr möchte ich auf Skype verzichten,
deshalb musste ich hier berichten!
Heidi Gotti

Schade ...

Wieder einmal wurde der Versuch gemacht,
und am nächsten Morgen grimmig gelacht!
Es gibt sie nicht mehr auf der Welt,
haben wir enttäuscht festgestellt.
Hat's sie wirklich mal gegeben
... im realen Leben ...?
Haben sie tatsächlich Knöpfe angenäht,
wie es im Märchen steht?
Stoff zugeschnitten in der Schneiderei,
Anzüge erstellt, eins, zwei, drei,
in der Nacht,
bis die Menschen erwacht?
Ihr Aussehen: wie kleine Wichtel,
auf dem Kopf ne Mütz mit Zipfel!
Die weibliche Neugier hat sie damals vertrieben.
Wer weiß, vielleicht wären sie sonst geblieben?!
Die Heinzelmännchen, die kleinen Geister,
beim Kölner Schneidermeister!
Auf der Welt könnten sie Gutes tun,
dürften aber niemals ruhn.
Ich glaub: Dass es ihnen nicht gefallen würde,
Krieg, Not und Elend, sind eine zu große Bürde,
die nur von uns selbst verbessert werden kann,
also ihr Menschen, packen wir es an!

Heidi  Gotti

Vom Himmel hoch ...

Es gibt Neuigkeiten,
die möchte ich verbreiten.
Vom Himmel hoch ... da komm ich her ...
Ich komm nun per Satelit,
mit großer speed.
Sky-dsl -
es ist wirklich schnell,
ausgerichtet auf Eutel-Sat,
es uns total überrascht hat.
Mein Modem hat oft "geraucht",
viel zu lange gebraucht.
Nun kann ich Seiten sehn,
die einfach wunderschön,
die ich bisher nicht anschaun konnt,
bei mir totale Freude aufkommt.
Das kommt mir wie ein Engel vor,
der da klopft an der HP Tor.
Es ist ein erster Zwischenbericht,
um ins sky-dsl zu bringen etwas Licht.
Für alle Menschen, bei denen dsl nicht geht,
denen ein scharfer Gegenwind weht.

Eine glückliche Heidi Gotti

Keuschheitsgürtel

Keuschheitsgürtel in der Frauen Leben,
wird es heutzutage nicht mehr geben.
Damals im tiefsten Mittelalter,
hatte der Schmied als Gestalter,
oft nen Zweitschlüssel dann parat,
um hinterher schreiten zur Tat.
Heute gibt’s die Pille,
die man nimmt ja nach Wille,
ob man sich wünscht ein Kind,
oder sich anders besinnt.

So ein Ding wär auch was für den Mann gewesen,
davon hat man aber nie gehört oder gelesen.
Warum mussten nur die Frauen leiden,
verzichten auf viele solche Freuden?
Die Männer hatten es damals gut,
sie konnten löschen ihre Glut,
während Frau zu Hause saß,
oft zornig und voller Hass.

So haben sich geändert die Zeiten,
die nun „anderen“ Kummer bereiten.
Was war besser, was ist gut,
zum Leben gehört immer Mut!
Heidi Gotti


Der Ali, Nachname Mente
hat Probleme ohne Ende.
Geliebt werden möchte er,
der Vater vieler Töchter.

Schwarze, rote, blonde, brünette,
liebe, garstige und auch nette,
schöne, hässliche und gemeine,
dicke, dünne, große und kleine.

Viele Blumen tat er pflücken,
wollt nicht eine nur beglücken!

Alle, alle nun vor ihm stehen,
wollen viele Pinke sehen.
Ali denkt: Bin doch nicht dumm,
buckel mich für alle krumm.
Sollen froh sein, dass ich gegeben,
allen ein reales Erdenleben.
Und so vergehet Jahr für Jahr,
im Kreise seiner großen Töchterschar.

Heidi Gotti

Der Supermann

Obwohl ich ihn nie sah,
fühl ich mich ihm nah.
Der Tag ist leer,
Sehnsucht wiegt schwer.
Artus hat er sich genannt,
sein Name ist mir eingebrannt.
Golf spielt er gerne,
reist oft in die Ferne.
Liebt schnelle Autos über alles,
schaut ab und zu auch „Dallas“.

Er meinte, er hätte kein Vertrauen,
zu uns Frauen.
Zuerst kämen sie angekrochen,
dann hätten sie sein Herz gebrochen.
Ich tröstete ihn, hielt ihn virtuell im Arm,
es wurde uns beiden kalt und warm.

Anfangs war es nur ein Spiel,
dann kam das Gefühl.
Heiße Worte hab ich vernommen,
war davon wie benommen.
Er holt mir vom Himmel die Sterne,
hätte mich doch sooo gerne.
Er würde mich lieben!
Wahrheit oder Lügen?!

Jeder Tag wurde mir zur Qual,
hatte aber doch keine Wahl,
musste aus dem Haus zur Arbeit gehn,
ach – wie ich mich nach ihm sehn.

Alles um mich herum hatte ich vergessen,
konnte weder trinken noch essen.
Kaum ich meine Wohnung betrat,
es mich schon getrieben hat.
Bin nirgends lange verweilt,
schnell ins Büro geeilt.
Mit zitternden Fingern den PC gestartet,
sehnsüchtig auf Post von ihm gewartet.
Mich im Chat dann eingeloggt,
andere ganz schnell weg gemobbt.
Meine Finger hauten auf die Tasten,
konnten nicht ruhn oder rasten.
Wo bist du, geliebter Mann,
ich dich nirgends finden kann.

Esmeralda an Artus,
mit einem zarten Kuss.
Daaaa, er ist endlich im Chat,
ich pfeife auf die Netiquett.
Wie es mir geht, er fragt,
Zärtlichkeiten er mir sagt.
Es umspülen mich heiße Wellen,
mein Körper fibriert an allen Stellen.
Meine Hände beben,
der Schoß beginnt sich zu heben.
Die Erde bleibt ganz einfach stehn,
hat aufgehört sich zu drehn.
Er hat mir geschickt sein Bild,
zitternd hab ich es zerknüllt.
Ich es nicht glauben kann,
er ist ein wahrer Supermann.
Hab es an mein Herz gedrückt
immer wieder angeblickt.

In der nächsten Stadt, das erste Date,
ich heiß nicht Esmeralda, sondern Kate.
Rote Rose als Erkennungszeichen,
halt ich vor die Wangen, die bleichen.
Ich nicht finden kann,
diesen tollen Mann!

Wortlos wir uns dann gegenüber stehn,
von Schönheit bei uns nichts zu sehn.
Nicht mehr ganz jung und etwas mollig,
lachend finden wir uns trotzdem drollig.

Aus dem Artus, wird ein Markus,
aus Esmeralda eine Kate.
Schnell mit einem zarten Kuss,
wird gefestigt dieses Date.

In der virtuellen Welt,
man sich gar zu gern verstellt,
Wenn dann der Funke überspringt,
auch der Schritt zur Realität gelingt.

Heidi Gotti

Rentnerleben

Rentner sein, das ist oft schwer,
die Zeit fehlt seither gar zu sehr.
Ich renne, rette und flüchte,
putze, bügle und richte.
Der Rentnergruß, ich hab’s kapiert,
nun auch mein Image ziert:
Keine Zeit, keine Zeit, keine Zeit.

Es sollt in unserem Rentnerleben,
viele schöne ausgefüllte Stunden geben.
Wir selbst haben es in der Hand,
hatte ich recht schnell erkannt.
Verdamm das: Es tut mir leid,
ich habe keine Zeit!

Genießt jede Sekunde das Leben,
es wird nicht unendlich Tage geben.
Keiner wird dem andern gleichen,
drum lasset uns die Hände reichen.

Aus Sekunden, Minuten, werden Stunden,
immer werden die Gestirne die Erde umrunden.
Tage, Wochen Monate, Jahre werden zu Jahrzehnten,
sie nicht immer unser Dasein verwöhnten.

Kummer und Schmerz,
ließen erbeben das Herz.
Oft tanzte es einen Augenblick,
freudig voller Glück.

Irgendwann wird es stille sein,
wir kehren dann zu IHM heim.
Wie es wohl dort aussehen mag?
Keine Antwort auf diese Frag!

Heidi Gotti

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